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Tag: 20. Juni 2026

50 Jahre Nierentransplantation und 30 Jahre Lebertransplantation

Jubiläumssymposium beleuchtet Erfolge und diskutiert Herausforderungen der Nieren- und Lebertransplantation in Rostock

Rostock – Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet eine Organtransplantation eine neue Perspektive, mehr Lebensqualität und nicht selten eine zweite Chance auf Leben. Anlässlich von 50 Jahren Nierentransplantation und 30 Jahren Lebertransplantation hat die Universitätsmedizin Rostock bei einem Jubiläumssymposium am Samstag, 20. Juni 2026, die Entwicklung ihres Transplantationszentrums gewürdigt und mit Fachleuten sowie Gästen über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Perspektiven der Transplantationsmedizin diskutiert.

Als einziges Transplantationszentrum in Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Universitätsmedizin Rostock eine besondere Rolle in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Organversagen ein. Das Symposium bot Gelegenheit, die medizinischen Meilensteine der vergangenen Jahrzehnte nachzuzeichnen und zugleich den Blick auf die zukünftige Ausrichtung des Standorts zu richten.

Sylvia Grimm, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern, hob die besondere Bedeutung des Transplantationszentrums für die Gesundheitsversorgung im Land hervor. „Die Transplantationsmedizin umfasst nicht nur die Transplantation selbst, sondern auch die oftmals aufwendige Vor- und Nachsorge. Das Transplantationszentrum der UMR ist damit für viele Menschen mit ganz besonderen Genesungswegen und Erinnerungen verknüpft. Das doppelte Jubiläum würdigt nicht nur medizinische Erfolge, sondern auch den unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten für schwer erkrankte Menschen. Gerade für die Mitarbeitenden sind die Ansprüche dabei hoch, denn in der Transplantationsmedizin gibt es keinen noch so winzigen Spielraum für Kompromisse bei Patientensicherheit, Qualität und Verantwortungsbewusstsein.“

Mit Blick in die Zukunft betonte Grimm: Vor allem angesichts der starren Mindestmengen-Vorgaben, die für ein dünn besiedeltes Flächenland nur schwer erreichbar sind, ist die Neuausrichtung als interdisziplinäres Transplantationszentrum genau die richtige Antwort, die vom Landesgesundheitsministerium begleitet und unterstützt wird.“

Die Geschichte der Transplantationsmedizin in Rostock begann am 14. Oktober 1976 mit der ersten Nierentransplantation an der Urologischen Klinik und Poliklinik. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Programm kontinuierlich ausgebaut. Bis heute konnten 1.873 Nierentransplantationen sowie 205 kombinierte Nieren-Pankreas-Transplantationen durchgeführt werden. Mit der ersten Lebertransplantation am 8. März 1996 wurde das transplantationsmedizinische Spektrum am Standort erweitert. Seither haben die Rostocker Transplantationsmedizinerinnen und -mediziner 244 Lebertransplantationen vorgenommen und damit die Bedeutung des Standorts für die überregionale Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Organversagen weiter gestärkt.

Auch Steffen Bockhahn, Senator für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, betonte die Bedeutung des Zentrums für die Region. „Transplantationen gehören zu den anspruchsvollsten medizinischen Behandlungen. Solche Höchstleistungen in Rostock anbieten zu können, bedeutet viel für den Standort. Unsere Aufgabe ist es, die Geschichte von Innovationen in diesem Bereich in die Zukunft fortzuschreiben. Das dient der Sicherung des Standortes auch für Wissenschaft und Ausbildung – vor allem aber den Betroffenen, die transplantiert werden müssen.“

Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin der Universitätsmedizin Rostock, verwies auf die Leistung vieler Generationen von Beschäftigten. „Seit fünf Jahrzehnten schenken wir Menschen mit einer Nierentransplantation und seit drei Jahrzehnten auch mit einer Lebertransplantation neue Lebensperspektiven. Dieses Jubiläum steht für medizinische Spitzenleistung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und das außergewöhnliche Engagement vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Dr. Stehle. „Gleichzeitig ist es unser Anspruch, die Transplantationsmedizin auch unter anspruchsvollen Bedingungen nachhaltig weiterzuentwickeln.“

Dass dieser Anspruch mit erheblichen strukturellen Herausforderungen verbunden ist, machte Prof. Dr. Sebastian Hinz, Sprecher des Transplantationszentrums der Universitätsmedizin Rostock, deutlich. „Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgelegten Mindestmengen stellen uns kontinuierlich vor große Aufgaben. Dennoch sind wir zuversichtlich, gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern und der Landesregierung weiter eine tragfähige Perspektive für unser Transplantationszentrum sicherzustellen“, erklärte Prof. Hinz. „Unser Ziel bleibt es, Patientinnen und Patienten im Land auch künftig eine hochqualifizierte transplantationsmedizinische Versorgung anzubieten.“

Die Vorträge und Diskussionen auf dem Jubiläumssymposium spannten den Bogen von den Anfängen der Nieren- und Lebertransplantation in Rostock über aktuelle medizinische und gesundheitspolitische Fragestellungen bis hin zu den künftigen Anforderungen an die transplantationsmedizinische Versorgung. Dabei wurde deutlich, dass die enge Zusammenarbeit zwischen der Universitätsmedizin Rostock, den politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern sowie den Partnerinnen und Partnern im Gesundheitswesen eine wesentliche Grundlage für die langfristige Sicherung des Transplantationsstandorts bildet.

Grundschüler pflanzen Klimabaum

Spendenlauf-Gelder für Spitzahorn und Sitzbank auf dem Schulhof

Unterm Klimabaum sitzen Ida Andreas und Marten Briesemeister aus der 4. Klasse mit Baumschul-Chef Max Kieker (links) und Hausmeister Ulf Hensel an der Investition der Grundschüler. Foto: A. Farin
Unterm Klimabaum sitzen Ida Andreas und Marten Briesemeister aus der 4. Klasse mit Baumschul-Chef Max Kieker (links) und Hausmeister Ulf Hensel an der Investition der Grundschüler. Foto: A. Farin

Insel Rügen – Geglückt! Der Klimabaum auf dem Gingster Grundschulhof ist angewachsen. Zusammen mit Max Kieker von der Putbusser Baumschule und dem Hausmeister Ulf Hensel nahmen zwei Spendenläufer den neu gepflanzten Spitzahorn ab.

Ida Andreas und Marten Briesemeister aus der 4. Klasse sind zufrieden mit dem Ergebnis der Spendenaktion des letzten Jahres.

„Unsere Grundschüler haben einen Teil ihrer Spenden bewusst für das Projekt eingesetzt“, erklärt Organisatorin Grit Radig. Zusammen mit dem Hausmeister hat sie die Pflanzaktion des Klimabaumes vorbereitet.

Für den Spitzahorn sprachen seine idealen Eigenschaften: Anpassungsfähigkeit, Frosthärte und Schulhoftauglichkeit. Die passende Sitzbank um den Stamm des Baumes wurde gleich mitangeschafft und nun aufgestellt.

„Der Schulhof verändert sich fast nach jedem Spendenlauf“, sagt Schulleiter André Farin ganz stolz. Immer wieder sprechen sich die Kinder aus den Klassenstufen 1 bis 4 für eine Investition aus.

Nach Tischtennisplatte und Klettergerüst war es die „Gingster Wave“, die für spielende und spaßige Abwechslung sorgt. Im vergangenen Jahr einigten sich die Läufer auf den Beitrag von gut 2.000 Euro für die Begrünung des sonnigen Schulhofes und den Kauf einer hölzernen Bank.

In den kommenden Wochen und Monaten braucht der neue Baum noch etwas Hilfe. „Ich habe den Grundschulkollegen vorgeschlagen, dass wir Gießpaten einsetzen“, sagt Ulf Hensel.

Er unterstütze das Vorhaben, weil der Hof damit einen ganz anderen Eindruck gewinne. Bis eine mächtige Krone Schatten und Ruhe spende, werde es noch dauern. Aber schon jetzt hat die Mitte des Hofes mit Baum und Bank gewonnen.