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Tag: 24. Juni 2026

Waldbrand im Nationalpark Müritz – Einsatzkräfte gut vorbereitet

Adamsdorf – Im Nationalpark Müritz ist bei Adamsdorf ein Waldbrand ausgebrochen. Betroffen ist eine Fläche von rund 40 ha. Dazu erklärt Forst- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus: „Nach einer langen Phase in der es recht ruhig um das Wald­brand­geschehen im Land gewesen ist, steigen nun mit den Temperaturen auch die Waldbrandgefahrenstufen im Land. Für morgen ist in der Region um Mirow die zweit höchste Wald­brandgefahrenstufe ausgerufen worden. Wie schnell sich bei den trockenen Waldböden ein Waldbrand entzünden kann, zeigen die jüngsten Entwicklungen im Nationalpark Müritz.

Glücklicherweise habe wir es dort nicht mit einem sogenannten Kronenfeuer, sondern einem Bodenfeuer zu tun. Doch die dortige Offenlandschaft mit Sukzessionsflächen und einzelnen Bäumen ist munitionsbelastet, so dass Löschroboter zum Einsatz gebracht werden müssen. Es zeigt sich, dass sich der Landkreis in den letzten Jahren gut auf solche Szenarien vorbereitet hat. Die Einsatzkräfte bemühen sich, den Brand abzuriegeln. Ich hoffe sehr, dass dies in geplanter Weise gelingt.

Aktuell liegen wir bei den Waldbrandgefahrenstufen vor allem im Westen und Südwesten des Landes bei der Stufe drei von fünf. Es ist aber damit zu rechnen, dass sich dieses Bild in den kommenden Tagen stark ändern wird. Deshalb bitten wir alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher um umsichtiges Ver-halten und die konsequente Einhaltung der Schutzregeln“, so Backhaus.

Wichtige Verhaltensregeln im Wald:

  • Kein offenes Feuer oder Grillen außerhalb ausgewiesener Plätze
  • Rauchverbot im Wald beachten und keine Zigarettenreste in die Natur werfen
  • Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Parkflächen abstellen
  • Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge freihalten
  • Bei Rauch oder Feuer sofort den Notruf 112 wählen

Besonders gefährdet sind wenig naturnahe, einschichtige Kiefernwälder sowie Flächen mit abgestorbener, abgetrockneter oder stark verbissener Bodenvegetation. Dort wo bereits eine Verjüngung mit Laubholz etabliert ist, wird mehr Feuchtigkeit im Boden gespeichert. So hilft der Waldumbau auch die Waldbrandgefahr zu reduzieren.

Wer einen Waldbrand frühzeitig meldet, kann entscheidend dazu beitragen, größere Schäden für Natur, Tier und Mensch zu verhindern.

KI aus Rostock international erfolgreich

Jochen Schulte: „PLANET AI zeigt, was in Mecklenburg-Vorpommern möglich ist“

Rostock – Das Rostocker Unternehmen PLANET AI hat den internationalen Dokumenten-KI-Wettbewerb DocVQA 2026 gewonnen. Bei dem Wettbewerb wird geprüft, wie gut KI-Systeme unterschiedliche Dokumente verstehen und Fragen dazu beantworten können. PLANET AI setzte sich gegen ein internationales Teilnehmerfeld durch und belegte in sieben von acht Kategorien den ersten Platz.

Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte gratulierte dem Unternehmen: „Das ist ein starkes Signal für den KI-Standort Mecklenburg-Vorpommern. PLANET AI zeigt, dass in Rostock Technologie entsteht, die international mithalten kann. Besonders wichtig ist: Diese KI hat einen klaren praktischen Nutzen. Sie kann Dokumente auswerten, Informationen schneller verfügbar machen und Unternehmen wie Verwaltungen im Alltag entlasten.“

PLANET AI wurde 2015 in Rostock gegründet und arbeitet eng mit der Universität Rostock zusammen. Das Unternehmen beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unterstützt wird die Entwicklung unter anderem durch das Forschungsvorhaben SPOC-AI, das PLANET AI gemeinsam mit ALTOW und der Universität Rostock umsetzt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert das Projekt mit ca. 7,1 Mio. Euro. Das Gesamtvolumen beträgt 11,4 Mio. Euro.

„Der Erfolg zeigt, dass gezielte Technologieförderung wirkt. Wenn Unternehmen, Wissenschaft und Land zusammen-arbeiten, kann daraus echte Wertschöpfung entstehen. Genau solche Entwicklungen wollen wir in Mecklenburg-Vorpommern weiter stärken“, sagte Staatssekretär Schulte.

Zugleich bereitet das Wirtschaftsministerium eine eigene KI-Förderrichtlinie vor. Damit sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung konkreter KI-Anwendungen unterstützt werden. Vorgesehen ist eine Förderung von bis zu 50 Prozent und maximal 50.000 Euro je Unternehmen. Insgesamt stehen dafür 3 Mio. Euro zur Verfügung.

„Nicht jedes Unternehmen muss selbst KI entwickeln. Aber viele Unternehmen können KI sinnvoll nutzen. Unser Ziel ist, dass solche Technologien auch in der Breite der Wirtschaft ankommen – gerade im Mittelstand“, so Staatssekretär Schulte.

Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen der internationalen ICDAR-Konferenz vom 30. August bis 4. September 2026 in Wien statt.

Inbetriebnahmefest für den Windpark Bütow II

Ines Jesse: „Erneuerbare Energien müssen sich für die Menschen vor Ort auszahlen“

Eldetal – Auf dem Inbetriebnahmefest des Windparks Bütow-Zepkow wurde heute in Eldetal (Landkreis Mecklenburgische Seen­platte) der Startschuss für weiteres Energieprojekt gegeben. Sechs neue, leistungsfähige Windkraftanlagen gehen an den Start.

„Der Windpark Bütow-Zepkow zeigt, welches Potenzial im Repowering steckt: Weniger Anlagen können künftig deutlich mehr erneuerbaren Strom erzeugen. Gleichzeitig werden die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gemeinden mit der Ge­nehmigung eines individuellen Beteiligungskonzepts nach dem Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz an den Vorteilen des Projekts beteiligt. Mit dem neuen BüGem 2.0. haben wir zudem die Grundlage dafür geschaffen, um die Beteiligungen vor Ort künftig noch weiter zu stärken. Das schafft Akzeptanz für die erneuerbaren Energien“, sagte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infra­struktur, Tourismus und Arbeit.

Am Standort Bütow betreibt die Enertrag SE seit mehr als 25 Jahren Windenergieanlagen. Im Rahmen des Repowerings werden 32 Altanlagen durch insgesamt 14 neue und leis­tungsstärkere Windenergieanlagen ersetzt. Zudem wurde im Zuge des Projektes in Röbel ein neues Umspannwerk er­richtet und in Betrieb genommen.

Von dem Projekt profitieren die Menschen vor Ort. Für die Windenergieanlagen wird ein individuelles Beteiligungs­konzept umgesetzt. Die Gemeinden Bütow, Eldetal, Fincken und Bollewick erhalten künftig eine finanzielle Beteiligung über die erzeugte Strommenge. Insgesamt entspricht dies für die ersten sechs Anlagen voraussichtlich rund 200.000 Euro pro Betriebsjahr.

Darüber hinaus können Haushalte in den Gemeinden Bütow und Eldetal einen Strompreisbonus erhalten. Dieser wird in Kooperation mit den Stadtwerken Malchow und der eueco GmbH über einen Grünstromtarif umgesetzt und kann pro Haushalt eine Entlastung von bis zu 500 Euro pro Jahr in Bütow und rund 100 Euro pro Jahr in Eldetal bedeuten.

„Mecklenburg-Vorpommern setzt auf einen klug ausge­steuerten Ausbau der erneuerbaren Energien. Unser Ziel ist, dass die Menschen und Kommunen im Land von dieser Ent­wicklung profitieren und mehr Wertschöpfung vor Ort entsteht. Dafür schaffen wir die Rahmenbedingungen – unter anderem durch die verpflichtende finanzielle Beteiligung von Gemein­den und Bürgerinnen und Bürgern an Windenergie- und Photovoltaikprojekten“, erklärte Staatssekretärin Jesse.

„Mecklenburg-Vorpommern hat im bundesweiten Durchschnitt aktuell den günstigsten Strompreis für Neukunden. Das Land profitiert von den geringeren Netzentgelten, weil wir die er­neuerbaren Energien ausbauen“, erklärte Staatssekretärin Jesse. Insbesondere die norddeutschen Länder, die bereits große Mengen erneuerbarer Energien in die Netze integriert haben, wie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bran­denburg und Schleswig-Holstein haben sich auf Bundesebene erfolgreich für eine fairere Verteilung der Netzentgelte als Teil des Strompreises eingesetzt.

Gemeinsam feiern, gemeinsam aufpassen

Ministerin Drese warnt vor extremer Hitzewelle und sendet dringenden Appell an Fusion-Gäste

Lärz – Mecklenburg-Vorpommern steht ein extremes Sommerwochenende bevor. Nach aktuellen Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden am Freitag bis zu 35 Grad im Binnenland erwartet, vor allem am Sonnabend könnte es noch heißer werden – selbst in Küstenregionen werden die Temperaturen deutlich über 30 Grad steigen.

Angesichts dieser Extremwetterlage verbindet Gesundheitsministerin Stefanie Drese die medizinischen Warnhinweise mit einem dringenden Appell an die Solidarität im Land – und richtet sich dabei ganz besonders an die Zehntausenden Festivalgäste der „Fusion“ in Lärz.

„Die Fusion steht für Freiheit, Gemeinschaft und das Aufpassen füreinander. Genau dieses aufeinander Achten ist an diesem Wochenende überlebenswichtig“, betont Ministerin Drese mit Blick auf das heute startende Großevent. „Tanzen, Feiern und extreme Hitze verlangen dem Körper alles ab. Ich bitte alle Fusion-Besucherinnen und -Besucher eindringlich: Seid füreinander da, schaut nicht weg und schützt eure Gesundheit!“

Die Kombination aus intensiver UV-Strahlung, Pollenflug, Feinstaub und teils erhöhtem bodennahen Ozon belastet das Herz-Kreislauf-System massiv. Drese warnt explizit vor den Gefahren auf dem Festivalgelände: „Alkohol und Hitze sind eine gefährliche Kombination. Alkohol entzieht dem Körper Wasser und stört die Temperaturregulation. Das führt extrem schnell zu Kreislaufzusammenbrüchen oder Hitzeschäden. Bitte trinkt über den Tag verteilt reichlich Wasser – auch ohne Durstgefühl!“ Außerdem seien regelmäßige Schattenpausen, Kopfbedeckungen, Sonnencreme und gute Belüftung in Zelten von enormer Wichtigkeit.

Die wichtigsten Hitzetipps für den Alltag und das Festivalgelände:

  • Trinken, trinken, trinken (mindestens 2 bis 3 Liter Wasser, lauwarm oder leicht gekühlt sowie leichte Kost wie wasserreiches Obst und Gemüse). Auch kaltes Wasser über die Handgelenke kühlt den Körper, da die Haut an den Handgelenken dünn ist und dadurch die darunter liegenden Blutgefäße schnell abkühlen.
  • Warnsignale ernst nehmen: Stark erhöhte Körpertemperatur, Schwindel, Erbrechen, Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen sind medizinische Notfälle! Auf der Fusion sollten sofort die Sanitätskräfte aufgesucht bzw. informiert, im Alltag der Notruf gewählt werden.

Neben den Festivalbesuchern erinnert Ministerin Drese auch an die klassischen Risikogruppen im Land: Ältere, Pflegebedürftige, Schwangere und Kleinkinder. „Ältere Menschen spüren Durst oft gar nicht. Bitte schauen Sie an diesem Wochenende nach Ihren Nachbarn, Verwandten und Mitmenschen und bringen einen Kasten Wasser mit“, so Drese.

Berufsorientierung stärkt erfolgreiche Ausbildungswege

Oldenburg: frühzeitige Orientierung, praktische Erfahrungen und individuelle Begleitung entscheidend

Schwerin – Mit einer umfassenden Beruflichen Orientierung von der Kita bis zum Abitur unterstützt Mecklenburg-Vorpommern Schülerinnen und Schüler dabei, gezielt eine Berufsausbildung aufzunehmen. „Die neue Bertelsmann-Studie bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Frühzeitige Berufsorientierung, praktische Erfahrungen und individuelle Begleitung sind entscheidend für erfolgreiche Übergänge in Ausbildung und Beruf. Genau hier setzt Mecklenburg-Vorpommern mit seinem Konzept ‚Alle werden gebraucht! – Schulische Berufliche Orientierung für einen guten Übergang in Ausbildung und Beruf‘ den Schwerpunkt“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg anlässlich der Veröffentlichung der Bertelsmann-Studie „Drei Perspektiven – eine Vision“.

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung sieht beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf Reformbedarf und empfiehlt unter anderem mehr Praxisbezug, verlässliche Begleitung und eine stärkere Zusammenarbeit der beteiligten Akteure. Viele dieser Empfehlungen setzt Mecklenburg-Vorpommern bereits jetzt um.

Seit dem Schuljahr 2025/26 ist das Konzept zur Beruflichen Orientierung „Alle werden gebraucht“ für alle Schulen in Mecklenburg-Vorpommern verbindlich. „Schülerinnen und Schüler sollen noch gezielter den Beruf anstreben, der am besten ihren Neigungen entspricht“, so die Bildungsministerin. „Daher haben wir mit einem neuen Konzept die Berufliche Orientierung weiterentwickelt – für einen gelungenen Übergang in Ausbildung und Beruf.“ Das Konzept sieht vor, dass die ökonomische Bildung bereits in der Kita beginnt und in der Grundschule fortgeführt wird. In der weiterführenden Schule wir daraus die Berufliche Orientierung. „Hier sind 25 Tage für Betriebspraktika vorgesehen – so viele wie in keinem anderen Bundesland“, ergänzt Simone Oldenburg.

Auch die Arbeit in Schülerfirmen hat Mecklenburg-Vorpommern gestärkt: Die Landesregierung hat für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler eine Handreichung „Gründung und Betrieb von Schülerfirmen“ erarbeitet, damit wieder mehr Schülerfirmen entstehen können, weil sie Wissen über wirtschaftliche und unternehmerische Zusammenhänge vermitteln und somit ein Baustein für die Berufliche Orientierung sind.

Mit dem Startchancen-Programm von Bund und Ländern unterstützt die Landesregierung Angebote für Schülerinnen und Schüler, die schwierige Startbedingungen haben. Mecklenburg-Vorpommern erhält über einen Zeitraum von 10 Jahren jährlich 17 Millionen Euro.

Zudem hat das Land die Förderangebote weiter ausgebaut, damit mehr Jugendliche die Schule mit einem anerkannten Schulabschluss verlassen. Seit dem Schuljahr 2023/2024 ist der Besuch des Freiwilligen 10. Schuljahres an Regionalen Schulen und Gesamtschulen möglich. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die mehr Zeit zum Lernen brauchen, um die Berufsreife zu erlangen.

Darüber hinaus führt das Land ab dem Schuljahr 2026/2027 an beruflichen Schulen mit Berufsvorbereitungsteil den neuen Bildungsgang „AVdual“ (Ausbildungsvorbereitung dual) ein. Das berufsvorbereitende Angebot startet mit dem Ziel, die Ausbildungschancen und die Anschlussvermittlung von Schülerinnen und Schülern zu verbessern, die den ersten Einstieg in die Berufsausbildung noch nicht geschafft haben.

Ebenfalls zum neuen Schuljahr werden das Angebot „Produktives Lernen“ und der Modellversuch „Berufsreife dual“ in die „Praxisorientierte Berufsreife“ überführt. Statt zwei parallelen Angebote gibt es jetzt ein Angebot, das die Vorzüge beider vereint.

Gemeinsam mit dem Landesausschuss für Berufsbildung hat die Landesregierung zudem in diesem Schuljahr die Arbeitsgruppe „Gemeinsam für erfolgreiche Ausbildungswege“ initiiert, um partnerschaftlich tragfähige Strategien und Angebote zu entwickeln und bestehende Konzepte zu schärfen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die Übergänge von der Schule in die berufliche Bildung weiter verbessert und die Potenziale von Schülerinnen und Schülern im Übergangssektor besser genutzt werden können. Land und Landesausschuss für Berufsbildung sind sich einig, dass auch diese Jugendlichen wichtig für die Fachkräftesicherung sind und enger begleitet werden müssen.

SSV Satow erhält neue Lichtanlage

Satow – Sportministerin Stefanie Drese hat heute einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 17.500 Euro an den Spiel- und Sportverein Satow e.V. überreicht. Genutzt werden sollen die Mittel aus dem Bürgerfonds des Landes für eine Sanierung der stark in die Jahre gekommenen Lichtanlage.

„So sind die zwei Bestandsmasten mit sechs Hochdruck-Quecksilberdampflampen bereits mehr als 20 Jahre lang im Betrieb und erreichen keine ausreichende Beleuchtungsstärke mehr“, erklärte die Ministerin im Vorfeld ihres Besuches. Hinzu kommt, dass die mittlerweile nicht mehr erhältlichen Altleuchten stark energieintensiv und störanfällig sind. „Eine Modernisierung ist deshalb wirklich überfällig und reduziert den Stromverbrauch um fast 90 Prozent“, so die Ministerin weiter.

Sie betonte, dass der 1948 gegründete Verein in den letzten Jahren einen enormen Mitgliederzuwachs verzeichnen konnte und nunmehr auf mehr als 300 Mitglieder kommt. „Eine tolle Entwicklung, mit der aber auch die Infrastruktur Schritt halten muss“, unterstrich Drese. Dazu gehöre, dass mit den modernen Lichtverhältnissen endlich die Spielbetriebsreife für den Spielbetrieb unter Flutlicht erreicht wird.

Aber auch insgesamt profitieren die Mitglieder, zu denen rund 90 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gehören, von verlängerten Trainingszeiten für die acht Fußballmannschaften und mehr Angeboten im Herbst und Winter. Zudem profitiert die örtliche Schule von einer zeitlichen Entzerrung, da sie den Platz mit nutzt. Zugleich werde die Attraktivität des Vereins, der schon jetzt zu den größten Breitensportvereinen im ländlichen Raum des Rostocker Landkreises gehört, noch weiter gesteigert.

Begleitet wird die Umrüstung durch Ehrenamtliche des Vereins. „Schon in der kommenden Wintersaison kann der Ball dann auch im Dunkeln rollen“, freute sich Drese.

„Basketball macht Schule“ erreicht immer mehr Kinder

Oldenburg: Projekt der Rostock Seawolves zeigt eindrucksvoll, wie Sport Begeisterung weckt

Rostock – Beim Benefiz-Abend des Vereins „Basketball macht Schule“ würdigte Bildungsministerin Simone Oldenburg das Engagement für mehr Bewegung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Sie hob dabei die Bedeutung zusätzlicher Angebote im schulischen Alltag hervor: „Bewegung ist ein natürliches Bedürfnis von Kindern. Das müssen wir auch im Schulalltag aufgreifen und stärken. Gerade in Zeiten, in denen sich viele Kinder zu wenig bewegen, sind attraktive Sportangebote besonders wichtig.“

Seit September 2025 besteht eine Kooperation zwischen dem Bildungsministerium und dem Verein. Ziel ist es, den Basketballsport im schulischen Ganztag weiter auszubauen und mehr Kinder für regelmäßige Bewegung zu begeistern.

An immer mehr Schulen in Mecklenburg-Vorpommern findet mittlerweile Basketballsport statt. „‚Basketball macht Schule‘ zeigt eindrucksvoll, wie Sport Begeisterung weckt. Die Kinder gewinnen Selbstvertrauen und lernen, Verantwortung im Team zu übernehmen“, sagte Ministerin Oldenburg und ergänzte: „Wir wollen allen Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft, die Möglichkeit geben, Sport zu treiben und ihre Talente zu entdecken. Schule ist dafür der richtige Ort. Deshalb unterstützen wir Projekte wie ‚Basketball macht Schule‘ ganz bewusst.“

Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert das Projekt im Zeitraum vom 1. September 2025 bis zum 31. August 2027 mit insgesamt 71.000 Euro. Ziel ist es, den Basketballsport nachhaltig in der Fläche zu verankern und das Angebot weiter auszubauen. Mittlerweile erreicht der Verein rund 3.000 Kinder und Jugendliche in Rostock und darüber hinaus. Auch die Zahl der qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleiter wächst kontinuierlich. Diese positive Entwicklung unterstreicht den Erfolg des Projekts „Basketball macht Schule“.

Minister würdigt Landesverkehrswacht zum 35-jährigen Jubiläum

Dr. Wolfgang Blank: „Mehr Verkehrssicherheit erreichen wir nur gemeinsam – mit starken Partnern wie den Verkehrswachten und den vielen Ehrenamtlichen vor Ort“

Schwerin – Anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank  in Schwerin das jahrzehntelange Engagement der Landesverkehrswacht und der örtlichen Verkehrswachten für mehr Sicherheit im Straßenverkehr gewürdigt. Auf der Festveranstaltung in der Industrie- und Handelskammer dankte der Minister den zahlreichen Ehrenamtlichen und Partnern für ihren Einsatz in der Verkehrssicherheitsarbeit.

„Seit 35 Jahren setzt sich die Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen und Partnern dafür ein, Menschen für ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Ob bei der Schulwegvorbereitung, der Radfahrausbildung, der Arbeit mit jungen Fahrerinnen und Fahrern oder Angeboten für Seniorinnen und Senioren: Die Verkehrswachten leisten einen wichtigen Beitrag für mehr Rücksicht und Sicherheit auf unseren Straßen“, so Minister Dr. Blank.

Rund 400 Mitglieder engagieren sich in 18 örtlichen Verkehrswachten in Mecklenburg-Vorpommern. Sie unterstützen die Verkehrssicherheitsarbeit vor Ort und sind ein wichtiger Partner der Landesregierung bei der Umsetzung des Integrierten Konzepts zur Verkehrssicherheit in Mecklenburg-Vorpommern bis 2030 („Mit Sicherheit MV“). Die Landesverkehrswacht ist Mitglied der Verkehrssicherheitskommission und war eng in die Entwicklung des Konzepts eingebunden.

Das Land unterstützt die Arbeit der Landesverkehrswacht und der örtlichen Verkehrswachten auch finanziell. Für das Jahr 2026 stellt das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit der Landesverkehrswacht eine institutionelle Förderung von rund 330.000 Euro bereit. Darüber hinaus stehen für Verkehrsaufklärungsmaßnahmen der Landesverkehrswacht und der örtlichen Verkehrswachten mehr als 210.000 Euro zur Verfügung.

„Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Politik kann Rahmenbedingungen schaffen und Programme auflegen – gelebt wird Verkehrssicherheit aber jeden Tag vor Ort: in Schulen, auf Straßen, in Vereinen und durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher. Für diesen Einsatz danke ich allen Mitgliedern der Verkehrswachten sehr herzlich“, betonte Minister Dr. Blank. Mit Blick auf die Zukunft warb der Minister dafür, das ehrenamtliche Engagement in den Verkehrswachten weiter zu stärken: „Die Arbeit der Verkehrswachten ist wertvoll und sinnstiftend. Gerade angesichts des demografischen Wandels brauchen wir Menschen, die sich für dieses wichtige Thema einsetzen und Verantwortung übernehmen.“