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Tag: 26. Juni 2026

Wanderpokal für beste Radprofis

Gingster Grundschüler legen die beste Verkehrsprüfung der Insel ab

Insel Rügen – Gewonnen! Die Gingster Grundschüler holen sich zum zweiten Mal in Folge den Wanderpokal der Rügener Verkehrswacht. „Damit ehrt der Verein die Viertklässler, die am besten die jährliche Fahrradprüfung gemeistert haben“, erklärt Mandy Jeschkeit. Die Mitarbeiterin der Polizeidirektion Stralsund arbeitet seit über 20 Jahren unter diesen präventiven Bereich und begleitet Rügener Schulen in den Radwochen. Jetzt kam sie nach Gingst und überreichte den besten Teilnehmern den verdienten Pokal. Mit strahlenden Gesichtern nahmen Moritz Kalendruschat, Thea Hesemann und Karl Jähn die Auszeichnung entgegen.

Mandy Jeschkeit (rechts) überreicht den Pokal für die Radprofis an Moritz Kalendruschat, Thea Hesemann, Karl Jähn und Kathrin Böttcher (v. l. n. r.). Foto: A. Farin
Mandy Jeschkeit (rechts) überreicht den Pokal für die Radprofis an Moritz Kalendruschat, Thea Hesemann, Karl Jähn und Kathrin Böttcher (v. l. n. r.). Foto: A. Farin

„Unser Team hat sich mit den Kindern sehr gut auf die Herausforderung vorbereitet“, meint Kathrin Böttcher, die an der Gingster Schule die Radwoche 4 organisiert. Die Teilnahme von Polizei und Verkehrswacht motiviere die kleinen Fahranfänger, sich mit theoretischen und praktischen Aufgaben zu beschäftigen. Die Prüfung am Ende der Woche ist auf dem Grundschulhof ein besonderer Tag. Denn dann müssen Helm und sicheres Rad da sein, Regeln im Kopf sitzen und die Teststrecke passen.

Schulleiter André Farin gratuliert stolz den Radprofis und löst ein Versprechen ein. „Wir werden in den Sommerferien euren Verkehrsgarten bauen“, sagt er vor den Preisträgern. Zusammen mit dem Unternehmen TIEWA GmbH werde der Förderverein der Schule den Fahrradparcours anlegen. Dieser entstehe anstelle einer maroden Betonfläche im Wert von fast 50.000 Euro. Der Betrag wird mit Spendengeldern und Fördermitteln finanziert.

Bessere Absicherung bei telefonischen Vertragsgesprächen

Verbraucherschutzministerin Jacqueline Bernhardt: „Es braucht eine Bestätigungslösung, die mehr Zeit bei weniger Druck einräumt.“

Schwerin – „Der Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher bei telefonisch geschlossenen Verträgen hat weiterhin Lücken. Schutzinstrumente der Bestätigung des Vertrages durch die Verbraucherinnen und Verbraucher im Nachgang eines telefonischen Gesprächs werden oftmals unterlaufen. Das berichten die Verbraucherzentralen. Vor allem betrifft das demnach Gespräche zu Vertragsabschlüssen mit Energieversorgern oder Telekommunikationsanbietern.

Die Praxis zeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher oftmals noch während eines Telefonats über eine E-Mail oder eine SMS mit einem Link auf eine Internetseite geführt werden, auf der ‚Auftrag jetzt bestätigen – Ihre Vertragszusammenfassung‘ steht. Noch während des laufenden Telefonats werden dann Verbraucherinnen und Verbraucher aufgefordert, auf den enthaltenen Link ‚Ich bestätige‘ zu klicken. Das ist eine unhaltbare Drucksituation. Daher bin ich sehr froh, dass diese von mir kritisierte Praxis auch meine Amtskolleginnen und Amtskollegen für prüfwürdig halten“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt.

„Auf der Konferenz der Verbraucherschutzministerinnen und Verbraucherschutzminister in der letzten Woche in Potsdam haben wir die Bundesregierung zur Prüfung aufgefordert. Derartige Drucksituationen sollten unterbunden werden. Jetzt ist es an der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz einen Vorschlag zu erarbeiten“, sagt Verbraucherschutzministerin Bernhardt.

Die Vorständin der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern, Wiebke Cornelius: „Was als Schutz gedacht war, wird derzeit systematisch ausgehebelt. Vertragsabschlüsse unter Echtzeitdruck am Telefon dürfen keine rechtliche Wirksamkeit entfalten. Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen eine echte Bedenkzeit – ohne Tricks, ohne Zeitdruck. Es ist richtig, dass der Bund jetzt gefordert ist: Wir brauchen endlich klare, verbindliche Regeln, die diesen Missbrauch wirksam unterbinden.“

Schwesig: Wirtschaft und Arbeitsplätze müssen an erster Stelle stehen

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat im Anschluss an das Gespräch der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder mit Bundeskanzler Friedrich Merz ein gemischtes Fazit gezogen.

„Ich habe im Gespräch mit dem Bundeskanzler vor allem deutlich gemacht, dass weitere Schritte unternommen werden müssen, um die Wirtschaft in Deutschland anzukurbeln und Arbeitsplätze zu sichern. Viele Menschen machen sich große Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung und ihre persönliche finanzielle Zukunft. Und auch in Mecklenburg-Vorpommern spüren viele Unternehmen die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage. Das Thema Wirtschaft muss jetzt auf Platz 1 der bundespolitischen Agenda rücken“, sagte die Ministerpräsidentin.

Ein wichtiger Schlüssel, um die Wirtschaft anzukurbeln, seien niedrigere Energiepreise. „Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen haben gemeinsam unter anderem dafür geworben, dass überschüssiger Strom nicht mehr abgeriegelt wird, sondern direkt an Verbraucherinnen und Verbraucher und die Wirtschaft weitergegeben werden kann“, sagte Schwesig. „Es ist gut, dass der Bund bei den Netzentgelten für eine Entlastung gesorgt hat. Das spiegelt sich auch bei dem Strompreis wider. Wir müssen die Vorteile, die wir haben, aber noch viel konsequenter nutzen. Und zu diesen Vorteilen gehört, dass wir sehr günstig grünen Strom produzieren.“

Thema der Beratungen in Berlin war auch die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2027. „Die 16 Bundesländer haben heute einen gemeinsamen Beschluss gefasst, dass es keine Kürzung der EU-Agrarförderung und keine Benachteiligung der größeren Agrarbetriebe geben darf, wie es sie in Ostdeutschland häufig gibt. Wir haben noch einmal beim Kanzler darauf gedrungen, dass die Pläne der EU so nicht in Kraft treten können“, sagte Schwesig.

Darüber hinaus haben sich Bund und Länder bei der Veranlassungskonnexität geeinigt. „Das ist eine sehr wichtige Nachricht für unsere Kommunen im Land. Wir wissen um die finanziell angespannte Haushaltslage unser Dörfer, Städte und Kreise. Dieser Grundsatz ist bei uns in der Landesverfassung verankert. Umso wichtiger ist es, dass das auch künftig bei Gesetzen des Bundes gilt“, so Schwesig.

Ein weiteres Thema des Gesprächs war der öffentliche Nahverkehr. „Wir müssen den öffentlichen Nahverkehr auf der Schiene aufgrund eines Urteils auf europäischer Ebene teilweise neu regeln. Das wird nur möglich sein, wenn der Bund den Ländern mehr Regionalisierungsmittel zur Verfügung stellt. Wir brauchen auch weiter ein gutes Nahverkehrsangebot auf der Schiene“, sagte Schwesig.

Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder sprachen sich außerdem im Gespräch mit dem Bundeskanzler für eine Erhöhung der Landarztquote aus. „Es gibt einen bundesgesetzlichen Rahmen, wie viele Plätze bei der Medizinerausbildung beispielsweise über eine Landarztquote vergeben werden können. Die Länder sprechen sich gemeinsam dafür aus, diesen Anteil von derzeit 20 auf 30 Prozent zu erhöhen. Auch das haben wir im Gespräch mit dem Bundeskanzler deutlich gemacht“, erklärte die Ministerpräsidentin.