Leistungssportstrukturen

Drese: Leistungssportstrukturen in Neubrandenburg müssen erhalten bleiben

Neubrandenburg – Sportministerin Stefanie Drese setzt sich für den Fortbestand der Bundesstützpunkte in Neubrandenburg über 2020 hinaus ein. „Hier gibt es gute Rahmenbedingungen für den Leistungssport“, sagte Drese bei ihrem heutigen Besuch mehrerer Sportstätten des Leistungssports in der Vier-Tore-Stadt.

Die Ministerin informierte sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Silvio Witt über die aktuelle Situation der drei Bundesleistungszentren in Neubrandenburg für Kanu, Leichtathletik und Triathlon, deren Anerkennung vom Bundesinnenministerium nur bis zum 31.12.2020 ausgesprochen wurde.

„Die Voraussetzungen für eine Anerkennungsverlängerung sind gegeben. Das Land hat in den letzten Monaten in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund und dem Olympiastützpunkt viele Maßnahmen ergriffen“, sagte Drese.

So stellt das Land jährlich zusätzlich 2,5 Millionen Euro zur Stärkung der Bundesstützpunkte und des Leistungssports in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. „Damit ermöglichen wir eine bessere Bezahlung von Trainern, die die Neueinstellung von Trainern und den Ausbau der Talentsichtung im Land. Das muss jetzt schnellstmöglich umgesetzt werden“, so Drese.

Das Land hat nach Angaben der Ministerin zudem durch die Übernahme des Schul- und Internatslastenausgleichs die Aufnahme von Talenten aus anderen Bundesländern an die Sportgymnasien in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg erleichtert.

„Und wir haben das Hochschulzulassungsgesetz erweitert. Mit der Einführung einer Vorabquote für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler für die örtlich zulassungsbeschränkten Studiengänge an den Hochschulen des Landes können wir unsere Talente nach dem Abitur in Mecklenburg-Vorpommern halten“, betonte Drese. Mit dem Maßnahmenpaket habe das Land auf im Jahr 2018 angesprochene Defizite reagiert.

Drese: „Ich habe deshalb den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes Alfons Hörmann für den 19. März nach Neubrandenburg eingeladen. Wer eine Entscheidung über den Fortbestand von Bundesstützpunkten trifft, sollte wissen, welche guten Bedingungen es hier gibt“, sagte Drese am Freitag in Neubrandenburg.

Gute Kooperation von Schule und Sportvereinen

Schwerin – Schulen und Sportvereine in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten bei der Organisation von Ganztagsangeboten engagiert zusammen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Landessportbundes zu den Auswirkungen der „Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen“.

Im Januar 2018 haben sich das Land, Dachverbände und Netzwerke in den Bereichen Sport, Kultur, Kinder- und Jugendbildung sowie die Kirchen auf eine Zusammenarbeit verständigt. Ziel ist es, durch Kooperationspartner das Ganztagsantebot zu bereichern und den Schultag abwechslungsreicher zu machen. Von den 63 befragten Sportvereinen bzw. Sportverbänden haben sich rund die Hälfte an der Umfrage des Landessportbundes beteiligt.

„Das tolle Engagement der Sportvereine in unseren Schulen in MV ist eine wichtige Bereicherung unserer Ganztagsangebote. Dass Kinder und Jugendliche im Rahmen von Ganztagsschule auch Sport treiben können, ist ein großer Gewinn für sie. Und auch die Sportvereine profitieren von der Kooperation mit den Schulen. Der Landessportbund ist ein Kooperationspartner der ersten Stunde und wirbt dafür, dass Sportvereine in die Schulen gehen und Ganztagsangebote machen, die bei den Schülerinnen und Schülern ankommen“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin.

„Die Befragung zeigt, dass die Initiative zur Kooperation von beiden Seiten ausgeht. In der Praxis wird dann schnell deutlich, dass alle Seiten davon etwas haben. Ganztagsangebote sind ein wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit, denn sie stehen allen Kindern und Jugendlichen offen. Für Eltern leisten sie einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, weil Kinder und Jugendliche auch am Nachmittag gut betreut werden“, erklärte Martin.

Die Befragung des Landessportbundes hat ergeben, dass 96 Prozent der Kooperationspartner mit der Zusammenarbeit zufrieden sind und sie fortsetzen wollen. Durchgeführt werden die Sportangebote größtenteils von ehrenamtlich tätigen Trainerinnen und Trainern. Sie begrüßen vor allem die flexible Gestaltung, nicht an Schulöffnungszeiten und Schulgebäude gebunden zu sein. Die Sportvereine bzw. Sportverbände teilten auch mit, dass sich die Kooperationen positiv auf die Mitgliedergewinnung auswirken und dass das öffentliche Interesse an den Vereinen bzw. Verbänden wächst. Außerdem sei es leichter, Talente zu finden.

„Die Unterstützung von Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen hat für den LSB M-V e.V. eine lange Tradition“, sagte der Geschäftsführer des Landessportbundes, Torsten Haverland.

„Durch den Ausbau des ganztägigen Lernens in M-V können die Partnerschaften zwischen Vereinen und Schulen weiter erhöht werden. Wir möchten auch zukünftig ein wichtiger Akteur bei der Umsetzung von sportlichen Ganztagsangeboten ein und sehen unsere Verantwortung in der Zusammenführung sowie Beratung von Schulen und Sportvereinen, aber auch in der Aus-und Fortbildung unserer Trainerinnen und Trainer die sich in den Vereinen diesen Herausforderungen stellen“, so Haverland.

Über die Online-Plattform www.kooperation-mv.de der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ in Waren können Schulen und Kooperationspartner in Kontakt treten. Seit dem Schuljahr 2018/2019 erhält jede ganztägig arbeitende Schule ein Grundbudget in Höhe von 2.500 Euro, um Kooperationspartner in den Schulbetrieb einbinden zu können. Darüber hinaus haben Schulen die Möglichkeit, das Finanzbudget für Kooperationspartner zu erweitern. Im Schuljahr 2019/2020 gibt es 343 ganztägig arbeitende Schulen in Mecklenburg-Vorpommern.

31. Weihnachtsturnier der Ringer

Dahlemann: Torgelower Ringer richten traditionelles Weihnachtsturnier aus

Torgelow – Der Sport- und Athletenverein Torgelow-Drögeheide 90 e.V. (SAV) veranstaltet am heutigen Samstag das 31. Weihnachtsturnier der Ringer in den Altersklassen C, D und E im griechisch-römischen Stil. Diese traditionsreiche Sportveranstaltung findet in der Torgelower Volkssporthalle statt und zieht wie immer viele Sportbegeisterte in ihren Bann.

Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann überreicht im Rahmen des Turniers eine Förderung aus dem Strategiefonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von 5.000 Euro für die Anschaffung von einheitlicher Sportkleidung für die Ringer des Landesverbandes MV.

Dahlemann: “Ich freue mich sehr, dass wir mit diesen Landesmitteln die Sportlerinnen und Sportler sowie die Trainer und Betreuer des Landesverbandes mit einem einheitlichen Outfit ausstatten können. Die Ringer aus unserem Landesverband sind sehr häufig zu Wettkämpfen in der gesamten Republik unterwegs. Mit dem einheitlichen Auftritt sind sie nicht nur gut zu erkennen, sondern machen gleichzeitig auch Werbung für unser schönes Land.“

Der Landesringerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat seinen Sitz in Torgelower Ortsteil Spechtberg. Er vertritt die Sportlerinnen und Sportler der Ringervereine aus Demmin, Greifswald, Lübtheen, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin, Stralsund, Grimmen, Warnemünde und Torgelow.

Fördermittel für Neukloster und Ventschow

Neukloster – Die Stadt Neukloster ist mit seiner Grundschule, seiner Regionalen Schule, seiner Förderschule, seinem Gymnasium sowie dem überregionalen Förderzentrum „Sehen“ Mecklenburg-Vorpommern ein bedeutender Schulstandort im Landkreis Nordwestmecklenburg.

Zur Grund- und Förderschule gehört eine Anfang der 80-er Jahre erbaute Einfeld-Sporthalle, die sich in einem sehr schlechten baulichen Zustand befindet. Diese ist mit Blick auf die derzeitigen und künftigen zu klein. Die Sporthalle wird außerdem intensiv durch Sportvereine, durch die Kindertagesstätte und den Schulhort und andere Freizeitsportgruppen genutzt.

Um den derzeitigen und künftigen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es des Neubaus einer Zweifeld-Sporthalle. Die Gesamtkosten für die Halle betragen rd. 3,7 Mio. EUR. Die Hauptförderung erfolgt durch eine Zuwendung des Energie- und Infrastrukturministeriums i.H.v. rd. 2,5 Mio. EUR. Das Innenministerium wiederum entlastet die Stadt bei der Erbringung ihres Eigenanteils durch die Gewährung einer Sonderbedarfszuweisung i.H.v. 265.000 Euro.

„Ich freue mich mit Fördermitteln helfen zu können, damit wieder alle Schülerinnen und Schüler, aber auch alle Sportlerinnen und Sportler von Vereinen und Freizeitsportgruppen in einer modernen und funktionsfähigen Halle Sport treiben können. Solche Einrichtungen sind wichtige Orte für das gesellschaftliche Leben und das Zusammengehörigkeitsgefühl“, ist der Minister überzeugt.

Die Gemeinde Ventschow im Landkreis Nordwestmecklenburg erhält einen Bewilligungsbescheid über rund 121.600 EUR Kofinanzierungshilfe.

Die Gemeinde betreibt für die Wärmeversorgung ihrer kommunalen Einrichtungen ein eigenes Heizhaus mit dem dazugehörigen Nahwärmenetz. Die Betreibung der Kesselanlage erfolgt bisher mit Heizöl und das Verteilnetz ist veraltet. Um den Betrieb für Kita, Sporthalle, Dorfgemeinschaftshaus, Feuerwehrgebäude und Bauhof wirtschaftlicher zu gestalten, wird die vorhandene Heizungsanlage auf erneuerbare Energien und Erschließung eines neuen Nahwärmenetzes für Heizung und Warmwasserbereitung umgestellt und bedarfsgerecht erneuert.

Mit Gesamtkosten i.H.v. 500.000 EUR ist das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Umwelt mit einer Zuwendung i.H.v. 337.000 EUR der Hauptzuwendungsgeber. Da die Gemeinde den verbleibenden Eigenanteil nicht tragen kann, hat sie beim Innenministerium einen Antrag auf Kofinanzierungshilfe gestellt, dem zugestimmt wurde.

„Die Zuwendungen aus Mitteln des Kofinanzierungsfonds helfen den kommunalen Investitionsträgern, ihren Eigenanteil zu erbringen. Ich freue mich, dass mit den Investitionen in Einrichtungen mit gemeinschaftlicher Nutzung, alle Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde profitieren werden“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Sanierung in der Sporthalle

Burg Stargard – Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten infolge eines Wasserschadens steht die Zweifeldhalle seit Oktober diesen Jahres wieder für den täglichen Schul- und Vereinssport zur Verfügung.

Mit einer Sonderbedarfszuweisung vom Innenministerium i.H.v. 102.000 EUR und einem verbleibenden Eigenanteil von 34.000 EUR der Stadt Burg Stargard, sind die Gesamtkosten i.H.v. 136.000 EUR abgesichert.

Im April 2019 konnte die Zweifeldhalle aufgrund eines Wasserschadens im Randbereich der Halle nicht mehr genutzt werden. Die Schließung der Sporthalle war notwendig, da durch eine Schadensermittlung vor Ort festgestellt wurde, dass der Unterboden durchfeuchtet und mit schädlichem Schimmel befallen war und somit der gesamte Fußboden komplett erneuert werden musste.

Aufgrund der Dringlichkeit wurde deshalb schnell mit der Sanierung begonnen, die nach den Oktoberferien und damit zum Schulbeginn abgeschlossen werden konnte. Der Sportunterricht konnte während des Sanierungszeitraums durch die gute Wetterlage im Sommer draußen durchgeführt werden.

„Ich freue mich sehr, dass wir die Stadt an dieser Stelle mit Fördermitteln unterstützen können und der Schulsport in der Zweifeldhalle abgesichert ist. Für Schülerinnen und Schüler ist eine funktionsfähige Sporthalle genauso wichtig wie in der Freizeit für den Vereinssport“, so Innenminister Lorenz Caffier. Der Bewilligungsbescheid wurde dem Bürgermeister der Stadt zugesandt.

100 Jahre FC Greif

Torgelow – Der Torgelower FC Greif feiert seinen 100-jährigen Geburtstag und ganz Torgelow feiert mit. Aus diesem Anlass überreicht der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann morgen, 30. November, 19.00 Uhr in der Tennis-Halle Tepato in Torgelow die „Sportplakette des Bundespräsidenten“ an den Verein.

„Die Sportplakette ist die höchste staatliche Auszeichnung für Turn- und Sportvereine und Sportverbände in Deutschland. Verliehen wird sie für besondere Verdienste um die Entwicklung und Pflege des Sports. Und hier ist unser Torgelower FC Greif ganz weit vorn. 300 leidenschaftliche Mitglieder, zehn aktive Mannschaften in allen Altersklassen sorgen für gute Fußballergebnisse und begeisterte Fans – ein Aushängeschild für unsere schöne vorpommersche Stadt, in der die Vereinsfarben gelb und schwarz allgegenwärtig sind“, hebt Dahlemann hervor.

Der Verein kann auf eine bewegte 100jährige Geschichte zurückblicken. 1919 als Fußballklub Greif gegründet, wurde er mehrfach umbenannt. Seit Februar 2014 heißt er Torgelower FC Greif und ist ein reiner Fußballclub. In der Saison 2004/2005 war er Landesmeister in Mecklenburg-Vorpommern und schaffte den Aufstieg in die Oberliga Nordost. 2009 erkämpfte die Herrenmannschaft den Landespokal und hatte durfte somit an der 1. Runde im DFB-Pokal teilnehmen. Ein Jahr später wurden sie erneut Pokalsieger und empfingen den damaligen Bundesligisten, den Hamburger SV. Die Mannschaft verlor zwar mit 1:5, die 10 000 Zuschauerinnen und Zuschauer hatten aber einen Riesenspaß.

Dahlemann lobt das Engagement der Vereinsmitglieder für die Stadt. „Egal, was bei uns los ist: Die Mitglieder des Vereins sind überall dabei, helfen und unterstützen. Viele von ihnen sind bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Andere in Elternvertretungen oder in sozialen Verbänden. Dafür gilt ihnen Respekt und Anerkennung.“

Die Sportplakette wurde im März 1984 vom damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens gestiftet und seitdem 7000 Mal verliehen.

Finanzierungshilfen für Gemeinden

Papendorf – Der Bürgermeister der Gemeinde Papendorf (Landkreis Rostock), Herr Jürgen Ahrens, hat doppelten Grund zur Freude. Innenminister Lorenz Caffier übergibt der Gemeinde als Finanzierungshilfe je einen Zuwendungsbescheid für den Bau der Schulsporthalle sowie für den Erwerb eines Feuerwehrfahrzeuges. „Ich freue mich, mit den Zuwendungen zwei wichtige Projekte unterstützen zu können, die die Gemeinschaft vor Ort stärken, den Zusammenhalt fördern sowie die Sicherheit der Bürgerinnnen und Bürger in der Gemeinde erhöhen“, so Minister Caffier.

Die Gebäude der Warnowschule in Papendorf wurden in den letzten Jahren auch mit erheblicher Förderung durch das Land saniert, um- oder neugebaut. Um das kleine aber feine Schulzentrum komplett zu machen, bedurfte es dringend des Neubaus einer Sporthalle. Aufgrund der steigenden Einwohnerzahlen der Schulträger-Gemeinden Papendorf, Ziesendorf, Krltzmow, Pölchow und Stäbelow konnte ein qualitätsgerechter Sportunterricht in der alten Sporthalle nicht mehr gewährleistet werden.

Die Gesamtkosten für den Neubau der Sporthalle belaufen sich auf rund 4,4 Mio. Euro. Das Innenministerium unterstützt das Vorhaben mit einer Sonderbedarfs-zuweisung i.H.v. 1,35 Mio. Euro. Weitere Fördermittel i.H.v. 350.000 Euro bewilligt das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur aus dem Sportförderfonds. Für die Schulträgergemeinden verbleibt somit ein Eigenanteil i.H.v. 2,7 Mio. Euro.

Eine finanzielle Unterstützung erhält auch die Freiwillige Feuerwehr Papendorf. Herr Minister Caffier übergibt dem Bürgermeister eine Kofinanzierungshilfe i.H.v. 133.333 Euro für den Erwerb ein neues Hilfeleistungslöschgruppen-fahrzeug (HLF). Die Gesamtkosten für das Fahrzeug belaufen sich auf rund 400.000 Euro. Da auch der Landkreis Rostock eine Förderung i.H.v. 133.333 Euro gewährt, verbleibt der Gemeinde ein Eigenanteil i.H.v. 133.333 Euro.

„Über diese Drittelförderungen freue ich mich immer besonders, denn sie ermöglichen uns eine schnelle und bedarfsgerechte Erneuerung der Technik“, sagte Minister Caffier. Mit derzeit 28 aktiven Kameradinnen und Kameraden ist die freiwillige Feuerwehr Papendorf gut aufgestellt. Die Einsatzbereitschaft kann auch tagsüber vollumfänglich gewährleistet werden. Es engagieren sich zusätzlich 19 Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr.

„Die Einwohner von Papendorf und Umgebung können sich nun brandschutzseitig sicherer fühlen und mit Freude sportlichen Aktivitäten nachgehen, denn die Schulsporthalle steht auch für den Freizeitsport zur Verfügung“, so der sichtlich gut gelaunte Innenminister.

Stärkung des Leistungs- und Breitensports

Schwerin – Der Landtag beschäftigte sich heute mit der Sportförderung in Mecklenburg-Vorpommern. Ministerin Stefanie Drese hob in der Debatte die überragende gesellschaftliche Bedeutung des Sports hervor.

So sind im Landessportbund insgesamt rund 256.000 Sportlerinnen und Sportler in 1.896 Vereinen organisiert, davon über 86.000 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Der Anteil der Sporttreibenden in Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den vergangenen 26 Jahren auf mittlerweile rd. 16 Prozent der Gesamtbevölkerung erhöht.

Als besonders erfreulich bezeichnete Drese die Entwicklung der Zahl der älteren Mitglieder. Der Anteil der Seniorinnen und Senioren (ab 40 Jahren) in Sportvereinen ist von 40.000 im Jahr 1995 auf aktuell etwa 110.000 fast um das Dreifache gestiegen.

„An diesen Zahlen wird ersichtlich, welch großen gemeinschaftlichen Beitrag der Sport leistet besonders für die Entwicklung junger Menschen durch Bewegungs- und Persönlichkeitsförderung, im Bereich der Integration und Inklusion von unterstützungs- und hilfesuchender Menschen sowie der Gesundheitsförderung“, so Drese.

Der organisierte Sport muss sich nach Ansicht der Ministerin aber auch weiterentwickeln. Drese verwies dabei insbesondere auf die Auswirkungen des demografischen Wandels. Darüber hinaus seien eine höhere Flexibilität und Kreativität bei Sportvereinen notwendig, um mit neuen Angeboten auf veränderte Sportgewohnheiten zu reagieren.

Drese sicherte zu, sich weiter für eine auskömmliche Unterstützung des Spitzen-, Freizeit- und Breitensports einzusetzen. Die Mittel für die allgemeine Sportförderung des Landes sind durch den Sportpakt 2018-2021 auf insgesamt etwa zehn Millionen Euro pro Jahr angestiegen.

Zusätzliche Mittel sind für die Umsetzung der zwischen Bund und Ländern beschlossenen Leistungssportreform notwendig. Drese kündigte für die Haushaltsberatungen ein Maßnahmepaket des Landes an. „Wir wollen unsere Bundesstützpunkte in Mecklenburg-Vorpommern stärken etwa durch eine bessere Bezahlung der hauptamtlichen Trainer im Leistungssport, durch zusätzliche Nachwuchstrainerstellen für die Arbeit an den Bundesstützpunkten und durch eine bessere Förderung der Nachwuchskader in unserem Land“, so Drese.

Schutz für Schiedsrichter vor Gewalt

Bremerhaven – Die Sportministerkonferenz beschäftigte sich auf ihrer Tagung am 7. und 8. November in Bremerhaven mit Maßnahmen zur Vermeidung von Gewalt gegen Schiedsrichter bei Fußballspielen. „Wir sehen den Deutschen Fußball-Bund und seine Regional- und Landesverbände in der Pflicht, eine stärkere Verantwortung zum Schutz der weit überwiegend ehrenamtlich ihr Amt ausübenden Schiedsrichter wahrzunehmen“, betonte Sportministerin Stefanie Drese nach Abschluss der Konferenz.

Vor allem der Profisport müsse sich stärker seiner Vorbildrolle bewusstwerden und auf jeder Ebene entschlossen gegen Gewalt, Beleidigungen und respektlosem Verhalten insbesondere gegenüber Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern vorgehen, heißt es in einem einstimmig angenommenen Beschluss der Sportministerinnen und Sportminister. „Funktionäre, Trainer und Spieler stehen hier als Vorbilder ganz besonders in der Pflicht. Gleichzeitig sinkt nicht zuletzt die Bereitschaft von Interessierten, sich angesichts veröffentlichter Gewaltdelikte gegen Unparteiische im Amateurfußball als Schiedsrichter zu engagieren“, so Drese.

Nach Angaben des Deutschen Fußball Bundes (DFB) kam es in der Saison 2018/19 zu 2.906 Angriffen auf Schiedsrichter im Amateurbereich. In der Spielzeit zuvor waren es 2.866 Angriffe. Parallel berichten Schiedsrichter und Obmänner in den Fußball-Kreisen, Wissenschaftler und Regionalverbände von einer steigenden Intensität der Attacken auf Schiedsrichter. Dieser Umstand führte im Herbst 2019 bereits dazu, dass in Fußball-Landesverbänden die Schiedsrichter aus Protest keine Spiele leiteten. Als Folge fielen komplette Spieltage der Amateurklassen aus.

Drese: „Das sind alarmierende Zahlen und Reaktionen, die den Handlungsbedarf aufzeigen. So müssen die vielfältigen Bemühungen im Bereich der Prävention von Gewalt in Zusammenhang mit Fußballspielen fortgeführt und wo nötig ausgebaut werden.“

Die Sportministerkonferenz schlägt zudem vor, dass der DFB bei Gewaltanwendungen gegenüber Schiedsrichtern das Strafmaß bundesweit vereinheitlicht und verschärft. „Dies kann von höheren Geldstrafen für betroffene Vereine bis zu verpflichtenden Ordnerabstellungen zum Schutz von Schiedsrichtern bei Risikospielen reichen“, verdeutlicht Drese. Die Vereine sollten auch ermutigt werden, durch die Wahrnehmung ihres Hausrechts, Fehlverhalten jeglicher Art konsequent zu ahnden.

Sport statt Gewalt

Erstmals Sonderpreis für Sportvereine ausgeschrieben

Schwerin – Beginnend ab dem Jahr 2020 sollen einmal jährlich Sportvereine aus Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet werden, die sich über ihre eigentliche sportliche Tätigkeit hinaus in besonderer und nachahmenswerter Weise auch um die Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und Kriminalität verdient machen. Bis zum 1. Dezember 2019 können Bewerber ihre Vorschläge für die Verleihung des Sonderpreises „Sport statt Gewalt“ einreichen, der vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern (LfK M-V) in Kooperation mit dem Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern verliehen wird.

Innenminister Lorenz Caffier: „Sportvereine stehen in unserem Land ganz oben als gesellschaftlicher Integrationsfaktor, gerade auch für unsere Jugend! Sporttreiben in der Gemeinschaft und im Verein vermittelt Orientierung, Bindung, Toleranz, fairen Umgang und Akzeptanz von Regeln!“.

Sport kann ein Lösungsweg sein, um Konflikte zu beenden und Spannungen abzubauen. Er kann auch dazu dienen, Regeln und Werte zu erlernen, die nicht oder nicht ausreichend vermittelt worden sind. Dabei können sehr viele Sportarten das Mittel zum Zweck sein. Ob Mannschaftssport in Ballsportarten, Leichtathletik, Segeln und Rudern, aber auch Kampfsport und Kampfkunst oder Abenteuer-, Erlebnis- oder Risikosportarten angeboten werden, ist dabei nicht so wichtig.

„Ich unterstütze diesen Aufruf, weil Sportangebote eine gewaltpräventive Wirkung haben“, so Minister Caffier. „Sie bieten vor allem Jugendlichen ein attraktives, pädagogisch begleitetes Freizeitangebot, sie vermindern Gelegenheitsstrukturen für Jugendgewalt und sie stärken die Persönlichkeit. Und außerdem macht es einfach Freude und Spaß, zusammen zu gewinnen oder auch zu lernen, wie man gemeinsam Niederlagen bewältigt. Ich freue mich auf viele Vorschläge aus dem ganzen Land!“

Die maximal fünf Preisträger erhalten jeweils eine Anerkennungsurkunde und eine Geldprämie. Dafür stellt der LfK ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 Euro zur Verfügung.

Goalball Europameisterschaft in Rostock

Rostock – Rostock ist vom 8. bis 13. Oktober 2019 erstmals Austragungsort einer Europameisterschaft in der paralympischen Sportart Goalball. Sportministerin Stefanie Drese begrüßt, dass das Spitzensport-Event in der Hanse- und Universitätsstadt ausgetragen wird: „Es ist eine große Anerkennung für den Deutschen Behindertensportverband und den Sportstandort Rostock. In Erwartung spannender und fairer Wettkämpfe drücke ich den teilnehmenden Mannschaften die Daumen für die erhofften Erfolge.“

So strebt die deutsche Nationalmannschaft der Männer als Vizeweltmeister von 2018 den Europameistertitel an. Für die Frauen geht es neben einer Top-Platzierung auch um die Qualifikation für die Paralympischen Spiele in Tokio 2020. Insgesamt treten jeweils zehn Frauen- und Männerteams aus 15 Nationen an.

„Die EM ist ein tolles sportliches Großereignis für unser Land. Zeigen doch gerade solche Spitzensport-Events eindrucksvoll die enorme Leistungsbereitschaft und Fähigkeit von Athletinnen und Athleten im Sport mit Handicap,“ sagt Drese im Vorfeld der EM. Die Ministerin nimmt am Goalball-EM Eröffnungsspiel (Frauen und Männer) am 8. Oktober teil.

Der Standort Rostock ist derzeit ein paralympischer Trainingsstützpunkt des Deutschen Behindertensportverbandes in der Sportart Goalball. Goalball ist die weltweit beliebteste Ballsportart für Menschen mit Sehbehinderung und bereits seit 1976 paralympisch. Das Ziel des Spiels besteht darin, einen 1250 g schweren Klingelball in das gegnerische Tor zu werfen.

Fördermittel zur LED-Umrüstung

Penzlin – Der Penzliner Sportverein (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 40.022 Euro für die Umrüstung der Flutlichtanlage am Kunstrasenplatz auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Das geplante Vorhaben umfasst die Umrüstung der sechs Masten der Flutlichtanlage mit jeweils zwei Lichtpunkten auf LED-Technik sowie die Installation eines zusätzlichen Schaltschranks.

Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Neben ca. 15.000 Kilowattstunden Strom können rund neun Tonnen Kohlendioxid jährlich eingespart werden.

Neubau einer Sporthalle in Mirow

Mirow – Groß ist die Freude bei den Schulkindern in der Grundschule „Regenbogen“ in Mirow (Mecklenburgische Seenplatte). Nach mehrjährigen Planungen können nunmehr die Abrissarbeiten an der alten Sporthalle sowie der Neubau einer Zweifeld-Sporthalle beginnen.

Die Kosten für die Maßnahme betragen knapp 5 Mio. Euro. Das Ministerium für Inneres und Europa wird zur anteiligen Finanzierung eine Sonderbedarfszuweisung i.H.v. 1,64 Mio. Euro gewähren. Weitere Zuwendungen gewährt das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung aus Mitteln zur Förderung des Sportstättenbaus i.H.v. 375.000 Euro sowie der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 96.000 Euro. Die Stadt Mirow und das Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte werden zur Absicherung der Finanzierung einen Eigenanteil i.H.v. 2,8 Mio. Euro aufbringen.

Innenminister Lorenz Caffier sagte bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides an den Bürgermeister, Herrn Henry Tesch: „Ich freue mich als Kommunalminister helfen zu können, die Bedingungen für den Sportunterricht an der Grundschule in Mirow zu verbessern. Für den täglichen Schulsport ist eine moderne und voll funktionsfähige Sporthalle genauso wichtig wie in der Freizeit für den Vereinssport.“

Die vorhandene Sporthalle wird vollständig zurückgebaut und auf dieser Fläche eine neue Zweifeldhalle sowie die entsprechenden Außenanlagen errichtet. Die neue Zweifeld-Sporthalle soll zukünftig dem Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen.

Baufachliche Untersuchungen hatten ergeben, dass die Sanierungskosten im Vergleich zu den Neubaukosten unverhältnismäßig wären und so fiel die Entscheidung zu Gunsten eines Neubaus.

UEFA-Breitenfußballprojekt 2019

Initiative „Anstoß für ein neues Leben“ für die Arbeit bei der Resozialisierung von Jugendstrafgefangenen prämiert. Justizministerin Katy Hoffmeister gratuliert

Neustrelitz- „Durch Sport werden Fairness und Rücksichtnahme erlernt. Mit diesen Voraussetzungen kann der Weg zurück in ein straffreies Leben erfolgreich sein. Daher ist das Engagement der DFB-Stiftung Sepp Herberger in der JVA Neustrelitz so wertvoll. Die nunmehr erfolgte Auszeichnung des Projektes ‚Anstoß für ein neues Leben‘ durch den europäischen Fußballverband UEFA ist eine hohe Wertschätzung auch für die Arbeit in Neustrelitz. Die JVA hat viele sportliche Partner und baut ihr Engagement bei der Resozialisierung weiter aus. Ich werde die Bediensteten in der JVA dabei weiterhin gern unterstützen“, sagte Justizministern Hoffmeister.

Im September erhielt die Initiative „Anstoß für ein neues Leben“ den Preis für das beste UEFA-Breitenfußballprojekt 2019. Dieses Projekt soll helfen, Strafgefangene mit Fußball auf die Zeit nach der Haftentlassung vorzubereiten. Träger des Projekts ist die DFB-Stiftung Sepp Herberger. Laut der Stiftung nehmen Deutschlandweit 300 junge Strafgefangene in 22 Justizvollzugsanstalten an dem Projekt teil.

Allein in der JVA Neustrelitz sind es 22 Gefangene. Im Projekt werden Fußballtrainings und Schulungen für Schiedsrichter und Trainer angeboten. Anti-Gewalt-Trainings gehören auch dazu. Fairplay und Teamgeist sollen gefördert werden. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit werden entlassene Strafgefangene bei Ausbildung und Jobsuche unterstützt.

Mit dem besten Breitenfußballprojekt werden seit 2010 jedes Jahr innovative bzw. sozial verantwortliche Initiativen des Breitenfußballs prämiert.

Neuer Kunstrasenplatz in Demmin

Demmin – In der Hansestadt Demmin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) soll auf der Friesenhöhe ein Kunstrasenplatz entstehen. Der jetzige Rasenplatz ist in einem so schlechten Zustand, dass er nicht mehr weiter für den Sport genutzt werden kann. Ein neuer Kunstrasenplatz soll unter anderem für die Kindermannschaften, die derzeit auf dem Saarplatz trainieren und spielen, bessere Bedingungen schaffen. Er wäre ganztägig und ganzjährig bespielbar, haltbarer und pflegeleichter, als der jetzige Rasenplatz.

Neben der Hansestadt Demmin und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, das 173.000 Euro Fördermittel bereitstellt, beteiligt sich auch das Ministerium für Inneres und Europa an der Finanzierung. Innenminister Lorenz Caffier übergab dazu heute an den Bürgermeister, Herrn Dr. Michael Koch, einen Bewilligungsbescheid über 282.000 Euro.

„Es ist gut investiertes Geld, denn Sport leistet viel mehr, als nur Bewegung und Spiel. Er stärkt den Zusammenhalt und die Gemeinschaft nicht nur im Verein sondern in der Stadt und der Region“, sagte Innenminister Caffier.