Automobilzulieferer im Wandel

Schwerin – Unter dem Leitthema „Produktionstechnologien der Zukunft – Antworten der Automobilzuliefererindustrie auf den Wandel“ hat Wirtschaftsminister Harry Glawe am Mittwoch in Rostock über aktuelle Herausforderungen auf dem Branchentag der Automobilzulieferer diskutiert. „Die Automobilindustrie erlebt derzeit einen umfassenden Wandel. Neue Produktionstechnologien, veränderte Anforderungen an Mitarbeitergewinnung und -förderung sowie die Digitalisierung und der Klimaschutz stellen Hersteller und Zulieferer vor große Herausforderungen. Das verlangt innovative und zukunftsgerichtete Lösungen. In Mecklenburg-Vorpommern haben wir eine dynamische Automobilzuliefererindustrie, die sich den Veränderungen stellt. Dabei unterstützen wir die Branche, indem wir passende Rahmenbedingungen schaffen und die Unternehmen bei Forschung und Entwicklung, Investitionen, Digitalisierung und Fachkräftesicherung unterstützen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Veranstalter des Branchentages ist das Netzwerk „automotive mv e.V.“.

„Bei der Einführung von Digitalisierungslösungen wollen wir vor allem bei kleineren Betrieben helfen, die unternehmerischen Risiken zu minimieren. Deshalb haben wir unsere Förderungen erweitert. So hat jedes Unternehmen unabhängig von der Betriebsgröße die Möglichkeit, Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen zu erarbeiten, die genau auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnitten sind“, sagte Glawe.

Um Innovationen in Produktionstechnologien und -verfahren weiter voranzutreiben, hat das Wirtschaftsministerium die Richtlinie zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation im Bereich Prozessinnovation für die gesamte gewerbliche Wirtschaft erweitert. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen werden dabei unterstützt, ihre Produktionsprozesse zu analysieren, „digitale“ Lösungsvorschläge (Prozessinnovationen) zu erarbeiten und diese in Pilotprojekten umzusetzen. Dazu wird die Inanspruchnahme externen Sachverstands gefördert (kleine und mittlere Unternehmen bis zu 50 Prozent, große Unternehmen mit bis zu 15 Prozent, maximal 200.000 Euro).

Zudem sind im Zusammenhang mit Prozessinnovationen auch Analysen und Beratungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Beschäftigten im Unternehmen förderfähig (Technikfolgenabschätzung). Ebenso werden die Investitionen in Folge von Prozessinnovationen gefördert. Diese Förderung dient der Umsetzung von Investitionen von zuvor durchgeführten Prozessinnovationen. Hier erhalten kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben (max. 100.000 Euro) beispielsweise für Maschinen, Anlagen, Robotik, Automatisierungstechnik wie Sensorik oder Datenübertragungstechnik.

Das Wirtschaftsministerium hat auch die Möglichkeit geschaffen, Investitionen in kleinen und mittleren Unternehmen mit überregionalem Absatz, die der Modernisierung des Produktionsprozesses dienen, zu unterstützen. Betriebe können einen Zuschuss in Höhe von maximal 200.000 Euro beantragen (maximal 50 Prozent).

„Die Digitalisierung hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Beschäftigten in den Betrieben. Arbeitsorganisation und fachliche Anforderungen an Beschäftigte ändern sich. Entscheidend ist, die Mitarbeiter über spezielle Qualifizierungen darauf vorzubereiten“, sagte Glawe.

Zur Unterstützung der Weiterbildung können im Rahmen der Qualifizierungsrichtlinie Unternehmen fast aller Branchen für ihre Mitarbeiter sogenannte Bildungsschecks beantragen und eine 50- bis 75-prozentige Förderung bei branchenübergreifenden oder branchenspezifischen Weiterbildungsmaßnahmen erhalten. Mit der sogenannten Einstellungsrichtlinie werden kleine und mittlere Unternehmen bei der Bewältigung der Umstrukturierungsprozesse und zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit durch die Entwicklung innovativer marktfähiger Produkte unterstützt.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe verwies abschließend auf das Kompetenzzentrum „Digitalisierung in der Arbeitswelt“. Das in Rostock stationierte Zentrum soll dazu beitragen, die Arbeitsmarktakteure in Mecklenburg-Vorpommern (Unternehmen, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Kammern) dabei zu unterstützen, den digitalen Wandel der Arbeitswelt mitzugestalten.

Das Kompetenzzentrum wird Informationen zu den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Arbeit bündeln und weitergeben, Weiterbildungsangebote initiieren, über die vorhandenen Unterstützungsangebote bei Digitalisierungsmaßnahmen informieren und gegebenenfalls auch eigene Schulungen in Betrieben anbieten. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt in Höhe von einer Million Euro aus Landesmitteln. Das Kompetenzzentrum wird von den Sozialpartnern Nordmetall und IG Metall mit Unterstützung von DGB Nord sowie der Vereinigung der Unternehmensverbände betrieben. Das Projekt hat im April 2019 seine Arbeit in Rostock aufgenommen.

Im Land sind etwa 100 überwiegend kleine und mittlere Unternehmen im Bereich automotive tätig. Davon sind ca. 30 Unternehmen spezialisierte automotive-Zulieferer. Beispiele hierfür sind die Webasto Thermon & Confort SE in Neubrandenburg, die ZF Airbag Germany GmbH in Laage, die Flamm Aerotec GmbH in Laage und die Oberaigner Automotive GmbH in Laage. Mittlerweile arbeiten ca. 5.000 Menschen in diesem Industriezweig und erwirtschaften in den etwa 100 Betrieben einen jährlichen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro.

So werden in Mecklenburg-Vorpommern hochwertige Fahrzeugklimatisierungs- und Heizsysteme, Komponenten für einen zuverlässigen Insassenschutz und moderne Fahrzeuginformationssysteme gefertigt. Daneben produzieren die Unternehmen im Land hydraulische Präzisionskomponenten, statten Nutzfahrzeuge mit Allradantrieben aus und sind im Bereich der Leichtmetallumformung tätig.

Der Verein „automotive mv e.V.“ wurde im Juni 2006 durch 12 Netzwerkpartner gegründet. Gegenwärtig hat der Verein 22 Mitgliedsunternehmen mit rund 3.500 Beschäftigten und 180 Auszubildenden, die einen Jahresumsatz in Höhe von etwa 1,1 Milliarden Euro erwirtschaften. Mit einem Umsatzwachstum von über 20 Prozent in den letzten sieben Jahren ist die Tendenz dabei sehr positiv. Die Unternehmen des Netzwerkes investierten zudem über 150 Millionen Euro in den Jahren 2014 bis 2019 und planen bis jetzt für 2020 mit Investitionen in Höhe von ca. 30 Millionen Euro.

Die Investitionen entfallen dabei hauptsächlich in neue Technologien und in Standorterweiterungen. Zu den Netzwerkmitgliedern gehören große und bekannte Systemlieferanten wie ZF Airbag Germany in Laage, Webasto in Neubrandenburg, Lear Corp. in Wismar, ml&s in Greifswald, Gummifabrik Lubeca in Upahl, Rhodius in Laage, PTS precision in Schwerin oder Oberaigner in Laage. Die Mitglieder des Netzwerkes wollen die vorhandenen Potentiale vor allem klein und mittelständischer Zulieferer effektiver nutzen. So wirbt die Initiative beispielsweise im Zusammenschluss um Aufträge für Unternehmen im Land, berät und unterstützt bei Qualifizierung und Ausbildung, bündelt Kompetenzen und pflegt den Erfahrungsaustausch.

Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie

Greifswald – Am Dienstag hat Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gemeinsam den Grundstein für das Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie in Greifswald gelegt. „Greifswald hat sich in den vergangenen Jahren zu einem sehr dynamischen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort entwickelt. Gerade im Bereich der Bio- und Plasmatechnik existieren hier Forschungsschwerpunkte. Es ist wichtig, weitere Kapazitäten zu schaffen, um jungen Unternehmen gute Voraussetzungen zu bieten, Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen und sich zu etablieren. Gleichzeitig gibt es einen Bedarf für existierende Unternehmen, sich am Standort zu erweitern. Mit dem Vorhaben werden die Voraussetzungen für noch mehr Forschung und Entwicklung in der Hansestadt gelegt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

„Die inhaltliche Ausrichtung des ´Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie´, die Branchen industrielle Biotechnologie (Bioökonomie) und Plasmatechnologie in einem Komplex zu verbinden, ist neuartig. Es sollen zusätzliche Kapazitäten für Neu- und Ausgründungen im Bio- und Plasmabereich geschaffen werden“, so Glawe weiter. Im Betriebsteil Plasma sind neben Büro- und Laborflächen auch Produktionsflächen vorgesehen, um neue Plasmaanwendungen zu testen, zur Einsatzreife in der Industrie zu bringen und marktreife Produkte in Serie zu produzieren. Der „Biotechnologie-Bereich“ beinhaltet Forschungs-, Produktions- und Aufarbeitungsflächen für die industrielle Bioökonomie. Die industrielle Biotechnologie befasst sich mit der Nutzung von biotechnologischen Methoden für industrielle Produktionsverfahren. Durch die Nutzung nachwachsender Rohstoffe sollen in zunehmendem Maße Produkte aus erdölbasierten Rohstoffen ersetzt werden.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf ca. 32 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit etwa 16,5 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). „Es sollen direkt etwa 240 Arbeitsplätze bei den künftigen Nutzern des Zentrums entstehen. Darüber hinaus rechnet die Stadt mit erheblichen volkswirtschaftlichen Effekten“, sagte Glawe.

Die Biotechnologien („Life Sciences“) sind Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. „Sie bieten riesige Chancen für neue Produkte, neue Firmen und neue, wissensbasierte, hochqualifizierte Arbeitsplätze. Sie bilden aber auch den Schlüssel, den Herausforderungen einer globalisierten, im demografischen Wandel befindlichen Gesellschaft zu begegnen. Die aktuellen Entwicklungen belegen dies eindrücklich. Ohne leistungsfähige interdisziplinäre Forschung, ohne schnelle Überführung der Forschungsergebnisse in konkrete Anwendungen, Produkte und Methoden können wir diese Herausforderungen nicht meistern“, machte Glawe in Greifswald deutlich.

„Wir werden auch künftig weiter in Forschung, Entwicklung und Innovation investieren. Im internationalen Wettbewerb müssen wir besser und schneller sein als andere. Dazu benötigen wir Spitzenverfahren und innovative, marktfähige Produkte, mit denen wir uns von Wettbewerbern dauerhaft abheben können. Vor allem Projekte von Unternehmen und Verbünden aus Wirtschaft und Wissenschaft – unserer Verbundforschung – sollen weiter unterstützt werden. Die Ausrichtung der Technologiepolitik auf die konkreten Anforderungen der Wirtschaft im Land steht im Vordergrund. Dies soll attraktive und zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Land schaffen“, sagte Glawe weiter.

In der laufenden EU-Förderperiode 2014 bis 2020 wurden bislang 164 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für 500 Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie bewilligt. „Wir müssen weiter intensiv an der Initiierung von erfolgsversprechenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in der Region arbeiten. Mit dem aktuellen Vorhaben schaffen wir die Grundlagen dafür“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Internationaler Weltkrebstag

Schwerin – Am Dienstag (04.02.) wird der Internationale Weltkrebstag begangen. Das Motto „ICH BIN UND ICH WERDE“ soll zum Nachdenken aufrufen: Wer BIN ICH und was WERDE ICH anlässlich des Weltkrebstages zur Bekämpfung von Krebs tun?

„Krebs ist eine Krankheit, die jeden treffen kann. Mit dem Internationalen Weltkrebstag soll ein stärkeres öffentliches Bewusstsein für die Bedeutung von Vorsorge geschaffen werden. Jeder sollte sich über die Möglichkeiten der Krebsprävention und der Krebsfrüherkennung informieren. Zugleich geht es darum, Betroffene und ihre Angehörigen zu unterstützen, um die Zeit der Behandlung bestmöglich durchzustehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Der Weltkrebstag findet jedes Jahr am 04. Februar statt – im Jahr 2020 zum 20. Mal. Er wurde durch die Weltkrebsorganisation (UICC) ins Leben gerufen.

In Mecklenburg-Vorpommern leben laut Schätzungen des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) aktuell ungefähr 55.800 Menschen, die in den vergangenen zehn Jahren mit Krebs diagnostiziert wurden. Das sind rund 3,5 Prozent der Bevölkerung. Ungefähr 12.000 Männer und Frauen werden in diesem Jahr neu mit Krebs diagnostiziert werden. In Ostdeutschland ist bei Frauen die mit Abstand häufigste Krebserkrankung Brustkrebs (30 Prozent) und bei Männern Prostatakrebs (24 Prozent). Danach folgen bei Frauen Darm- und Lungenkrebs mit 11 bzw. 8 Prozent. Bei Männern liegt Lungenkrebs mit 13 Prozent vor Darmkrebs mit 12 Prozent.

„Die Diagnose ist natürlich noch immer ein Schock. Dank verbesserter Forschung und Therapieverfahren haben sich die Überlebensdauer und die Lebensqualität für die Erkrankten deutlich erhöht. Entscheidend ist, dass Patienten und ihre Angehörigen fundierte und verständliche Informationen zu ihrer Diagnose erhalten, um Ängste und Sorgen abzumildern“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern informiert die Internetseite www.selbsthilfe-mv.de umfassend über Selbsthilfegruppen für Erkrankte und ihre Angehörigen in Mecklenburg-Vorpommern.

Zudem gibt es das INFONETZ KREBS, der kostenlose Informations- und Beratungsdienst der Deutschen Krebshilfe. Dort sind Ansprechpartner montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr erreichbar (Rufnummer: 0800 – 80 70 88 77 oder per Email krebshilfe@infonetz-krebs.de, um Fragen rund um das Thema Krebs zu beantworten und Anlaufstellen zu vermitteln.

Schwesig: Sport ist gesund und bringt die Menschen zueinander

Linstow – „Jedes Jahr vertreten Sportlerinnen und Sportler unser Land bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Auch bei den Olympischen Spielen und Paralympischen Spielen in Tokio werden Athletinnen und Athleten aus Mecklenburg-Vorpommern dabei sein. Ich freue mich für alle, die die Qualifikation schon geschafft haben, und drücke allen, die noch auf dem Weg sind, die Daumen. Sie alle sind tolle Botschafterinnen und Botschafter für unser Land“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf der Sportgala des Landessportbundes in Linstow. Die Ministerpräsidentin beglückwünschte ebenfalls die Sportlerinnen und Sportler, die bereits am Vormittag mit der Sportplakette des Landes ausgezeichnet wurden.

Der Leistungssport in Mecklenburg-Vorpommern wird in diesem und im nächsten Jahr mit insgesamt 2,5 Millionen Euro zusätzlich gefördert. In erster Linie gehe es um Strukturförderungen für die Verbände, um die Zusammenarbeit zwischen Schule und Leistungssport. Schwesig: „Wir wollen ein Land des Leistungssports bleiben. Wer Grenzen überwindet und unser Land sportlich repräsentiert, hat die Unterstützung der Landesregierung. Ebenso Trainerinnen und Trainer, die anderen die Möglichkeit zum sportlichen Erfolg geben. Vielen Dank dafür!“

Die Ministerpräsidentin hob in ihrem Grußwort aber auch besonders die Leistungen der vielen Ehrenamtlichen im Sport hervor. „Wir unterstützen natürlich auch die Menschen, die im Verein Sport machen und mit Wettkämpfen wenig am Hut haben. Sport ist gesund und unsere Sportvereine sind wichtig für den sozialen Zusammenhalt. Sie prägen das Leben in den Dörfern und Städten entscheidend, sie begleiten Kinder und Jugendliche beim Aufwachsen und helfen älteren Menschen, in Bewegung zu bleiben.“ In Mecklenburg-Vorpommern treiben rund 250.000 Menschen in ca. 2.000 Vereinen Sport.

Sportplakette des Landes verliehen

Linstow – Sportministerin Stefanie Drese hat anlässlich der gemeinsamen Sportlerehrung der Landesregierung und des Landessportbundes MV die herausragende Bedeutung des Sportes für die Gesellschaft gewürdigt.

„Der Sport übernimmt in vielen Lebensbereichen wichtige soziale Funktionen, er führt zusammen und kann Brücken bauen zwischen Menschen unterschiedlichster sozialer und kultureller Herkunft“, sagte Drese heute in Linstow. Insbesondere für Kinder und Jugendliche stelle Sport ein wesentliches Element zum Erlernen sozialer Kompetenz dar, so Drese.

Drese hob hervor, dass dieser so wichtige gesellschaftliche Beitrag nur möglich sei durch das Wirken der vielen ehrenamtlich im Sportbereich aktiven Menschen. Drese: „Dieses bürgerschaftliche Engagement ist auch in Mecklenburg-Vorpommern eine unverzichtbare Stütze des Sportsystems. Die freiwillig Engagierten übernehmen in vielfältigen Funktionen Verantwortung für die Gemeinschaft und tragen in erheblichem Maße zu einer funktionierenden Vereins- und Sportkultur bei.“

Die Ministerin betonte, dass die Landesregierung auch weiterhin ein zuverlässiger Partner des Sports sein werde. So wurde mit dem „Sportpakt 2018 – 2021“ zwischen der Landesregierung und dem Landessportbund ein wirksamer Schritt getan. „Die darin verankerten zusätzlichen Fördermittel in Höhe von einer Million Euro jährlich sehen auch Aufwendungen für die Stärkung des Ehrenamtes vor“, verdeutlichte Drese.

„Die Landesregierung hat aktuell noch einmal die Fördermittel für den Sport um weitere 2,5 Millionen Euro jährlich zur Förderung des sportlichen Nachwuchses und des Spitzensports in Mecklenburg-Vorpommern aufgestockt, um bestmögliche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die leistungssportliche Entwicklung der Athletinnen und Athleten im Land zu schaffen“, sagte Drese.

In Linstow wurde an neun herausragende ehrenamtlich Aktive die „Sportplakette des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ verliehen. „Diese neun Persönlichkeiten haben oft über Jahrzehnte hinweg als aktive Sportlerinnen und Sportler, als Trainerinnen und Trainer, im Vorstand oder bei der Organisation und Durchführung von sportlichen Ereignissen Überdurchschnittliches geleistet“, so Drese.

Mit der „Sportplakette des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ wurden gewürdigt:

Hannelore Wienrich vom Greifswalder Ruderclub „Hilda“
Manfred Collin vom Sportschützenverein Wolgast 1990
Elke Glasow von der Ballspielgemeinschaft Empor Stralsund
Walter Arnold vom Olympischer Ruderclub Rostock
Jürgen Neumann vom Arbeiter-Turn- und Sportverein Güstrow
Holger Röpke von der Turn- und Sportgemeinschaft Wismar
Dagmar Sagert vom Sportverein Brohmer Berge
Dirk Möller vom Behinderten- und Rehasportverein Grevesmühlen
Daniela Schöne vom Hanseturnverein Rostock

Neben den Sportplaketten des Landes überrreichte Sportministerin Drese mit dem Ehrenpräsent des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung eine weitere Auszeichnung für herausragendes Engagement für den Sport. „Stellvertretend für viele andere in Mecklenburg-Vorpommern stehen die Ausgewählten dafür, sich mit großem Einsatz für den Sport einzusetzen“, lobte die Ministerin.

Mit dem „Ehrenpräsent des Ministeriums Soziales, Integration und Gleichstellung“ wurden geehrt:

Frank Ilchmann / Bürgermeister der Stadt Ribnitz-Damgarten
Rainer Milles und Andreas Krien vom Organisationsteam „Internationaler Wasserspringertag“ in Rostock

Sport statt Gewalt

Erstmals Sonderpreis für Sportvereine verliehen

Linstow – Heute wurde erstmals vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern (LfK M-V) in Kooperation mit dem Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern an vier Sportvereine der Sonderpreis „Sport statt Gewalt“ verliehen. Seit diesem Jahr werden einmal jährlich Sportvereine aus Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet, die sich über ihre eigentliche sportliche Tätigkeit hinaus in besonderer und nachahmenswerter Weise auch um die Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und Kriminalität verdient machen.

Thomas Lenz, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern, betonte in seinem Grußwort anlässlich der Preisverleihung im Rahmen der Sportgala 2020 im Van der Valk Resort Linstow: „Sportvereine stehen in unserem Land ganz oben als gesellschaftlicher Integrationsfaktor, gerade auch für unsere Jugend. Sporttreiben in der Gemeinschaft und im Verein vermittelt Orientierung, Bindung, Toleranz, fairen Umgang und Akzeptanz von Regeln. Sportangebote haben darüber hinaus auch eine gewaltpräventive Wirkung, denn sie vermindern Gelegenheitsstrukturen für Jugendgewalt und sie stärken die Persönlichkeit.“

Landessportbund Präsident Andreas Bluhm unterstreicht die Worte des Staatssekretärs: „Sport im Verein ist viel mehr als nur Sport. Das beweisen unsere rund 1.900 Sportvereine im Land jeden Tag. Und viele von ihnen haben sich besonders die Integration und die Gewaltprävention auf die Fahnen geschrieben. Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung ab diesem Jahr diesen Sonderpreis verleihen und somit das große – meist ehrenamtliche – Engagement der Vereine würdigen können.“

Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung hatte im Oktober 2019 Vereine, die Mitglied im Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern sind, aufgerufen, sich zu bewerben, 14 Vereine hatten sich daraufhin gemeldet. Die vier Preisträger erhalten eine Anerkennungsurkunde und jeweils eine Geldprämie in Höhe von 1.250 Euro.

Die vier Preisträger sind:

BC Traktor Schwerin e.V.

Beispielgebend ist sein Projekt „Boxen statt Gewalt“. Gemeinsam mit überwiegend ehrenamtlichen Übungsleitern und Betreuern werden rund 100 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 15 Jahren betreut. Durch Kooperationen mit freien Trägern der Wohlfahrt und der Jugendhilfe können auch begleitende Angebote genutzt werden – beispielsweise die Erledigung von Hausaufgaben. Zusammen mit der Landeshauptstadt Schwerin und vielen weiteren Partnern wurden spezielle Angebote für vor allem junge Menschen mit Flucht- und Asyl- bzw. Migrationshintergrund im Rahmen eines interkulturellen Sportprojektes konzipiert. Die Arbeit an verschiedenen Orten, zusammen mit sozialpädagogisch geschulten Fachkräften, macht Integration im Sinne von gesellschaftlicher und kultureller Teilhabe erlebbar.

Das Nachwuchsleistungszentrum des FC Hansa Rostock e.V.

In mehreren Projekten fördert der Verein die gesellschaftliche Integration, ermöglicht soziale Teilhalbe und wirkt Gewalt präventiv entgegen. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Fußball ist für alle da“. Einmal in der Woche findet ein kostenloses Fußballtraining für Kinder und Jugendliche aus Rostock Groß-Klein statt, geleitet abwechselnd von Trainern des Nachwuchsleistungszentrums. Das Angebot verfolgt zahlreiche präventive Ziele: Zum einen sollen Kinder und Jugendliche grundsätzlich weg von der Straße und rauf auf den Fußballplatz bewegt werden. Zum anderen werden positive Werte und Normen wie Respekt, Fair Play und Toleranz vermittelt. Ein weiteres Beispiel ist das Projekt „Fußballturnier in der JA Neustrelitz“. Der mittlerweile jährliche Besuch von Spielern und Trainern des Nachwuchsleistungszentrums zum Fußballturnier in der Jugendanstalt Neustrelitz ist schon Tradition. Ziel der Aktion ist es, die große Integrationskraft des Fußballs praktisch umzusetzen. Nicht nur für die Insassen der Jugendanstalt ist das Turnier ein tolles Projekt, auch die Nachwuchsspieler und Trainer erhalten einen seltenen Einblick in die Jugendanstalt und helfen den Spielern, über den Tellerrand hinauszuschauen.

Polizeisportverein 90 Neubrandenburg e.V.

Der Sonderpreis „Sport statt Gewalt“ wird vor allem verliehen, weil der Verein in den zurückliegenden 25 Jahren organisatorisch, inhaltlich und durch zahlreiche freiwilligen Helfer auch personell die jährlichen Präventionsprojekte wie das Radrennen, ein Volleyballturnier und die Drachenbootmeisterschaft auf dem Neubrandenburger Reitbahnsee unterstützt. Diese sportlichen Großveranstaltungen sind Bestandteil und Höhepunkt der kontinuierlichen Kriminalprävention, damit leistet der Verein einen enormen Beitrag, ohne die Unterstützung des Polizeisportverein 90 Neubrandenburg e.V. wäre die Umsetzung der polizeilichen Präventionskonzepte nicht möglich.

1. FC Adler 04 Greifswald e.V.

Herausragend ist das langjährige Projekt des Vereins „Null Toleranz für Intoleranz“.Unter diesem Projekt-Motto organisiert der Verein bereits seit mehreren Jahren Fußballturniere in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, um die Menschen für Toleranz und Gleichbehandlung zu sensibilisieren. Dabei arbeitet der Verein eng mit der Stadt Greifswald, dem Integrationsbeauftragten des Landkreises Vorpommern-Greifswald und dem Kreissportbund Vorpommern-Greifswald e.V. zusammen.

Nationalparks und Naturtourismus

Insel Rügen – Die Vorpommersche Boddenlandschaft, Jasmund auf Rügen und die Müritzregion sind drei der 16 Nationalparks in Deutschland. In diesem Jahr jährt sich ihr Bestehen zum 30. Mal. Auf dem Neujahrsempfang des Nationalparkamtes Vorpommern am 01. Februar im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl auf Rügen stellte Umweltminister Dr. Till Backhaus die Bedeutung der drei Nationalparks für einen erfolgreichen Naturtourismus und damit für die Entwicklung der ländlichen Räume heraus.

„Die Möglichkeit weitestgehend unberührte Natur zu erleben, wird für die Reiseentscheidung vieler Menschen immer wichtiger. Nicht umsonst gehört Mecklenburg-Vorpommern zu den beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen. Allein der Nationalpark Jasmund zählt jährlich etwa eine Million Besucherinnen und Besucher. In Zukunft kommt es darauf an, das Prädikat „Nationalpark“ für die ländlichen Regionen weiter in Wert zu setzen, ohne Natur und Landschaft nachhaltig zu belasten und die Bedürfnisse der Anwohner zu übergehen“, führte er aus.

In der Region im und um den Nationalpark Jasmund konnte in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern laut Backhaus eine exzellente touristische Infrastruktur aufgebaut werden. Neben modernen Herbergen seien gut ausgebaute Wander-, Rad- und Reitwege entstanden. Das Nationalparkzentrum Königsstuhl sei eines der beliebtesten und besucherstärksten Umweltbildungs­zentren bundesweit.

Seit 2011 sind Teile der Buchenwälder des Nationalparks sogar UNESCO-Weltnaturerbe. „Das ist ein Meilenstein für die Natur und hat dazu geführt, dass unser Bundesland auch internationale Bekanntheit erlangte“, so Backhaus. Mit dem 2017 eingeweihten UNESCO-Welterbe-Forum sei ein weiteres attraktives touristisches Angebot geschaffen worden.

An der Stelle des heutigen Nationalpark-Zentrums Königs­stuhl befand sich vor der Einweihung im Jahr 2004 eine etwa 2,8 Hektar große Militärliegenschaft, erinnerte der Minister. Nachdem im Jahr 1994 die Idee entstand, dort eine Bildungseinrichtung für den Nationalpark zu schaffen, prüfte das Land Möglichkeiten, das Areal zu erwerben. Im Jahr 1997 konnten Bund und Land einen Flächentausch im Wert von 3,5 Mio. DM vereinbaren. Die Liegenschaften am Königsstuhl erwarb das Land, indem es Flächen auf der Insel Riems abgab, die der Bund für seine Forschungsinstitution benötigte, führte Backhaus aus.

Das Land als Flächeneigentümer räumte der Stadt Sassnitz ein Erbbaurecht ein und verzichtete auf die Zahlung von jährlichen Erbbauzinsen in Höhe von 104.000 DM. Das Wirtschaftsministerium reichte rund 9,4 Mio. DM Fördermittel an die Stadt Sassnitz für die Errichtung des Zentrums und der Ausstellung aus. Der WWF Deutschland brachte die Kofinanzierung für die bereitgestellten Fördermittel in Höhe von 3,7 Mio. DM auf. Das Bundesamt für Naturschutz finanzierte die Mach­barkeitsstudie, erinnerte Backhaus.

Der WWF Deutschland und die Stadt Sassnitz gründeten daraufhin eine gemeinnützige Betreibergesellschaft. In einem umfassenden Vertragswerk regelten Land, Stadt und WWF Errichtung und Betrieb des Nationalpark-Zentrums Königsstuhl. „Die verbindende Klammer war stets der gemeinsame Wille, das Nationalparkzentrum zu einem naturschutzfachlichen, wirtschaftlichen und touristischen Erfolgsmodell zu entwickeln“, so der Minister. Im Jahr 2004 wurde das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl eingeweiht. Heute arbeiten an diesem Standort mehr als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weltweit gibt es mehr als 2.200 Nationalparks. Deutschland bringt insgesamt 16 Nationalparks in dieses Netzwerk mit ein.

DAK-Kampagne „bunt statt blau“ 2020

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese und die DAK-Gesundheit starten die Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2020 zur Alkoholprävention in Mecklenburg-Vorpommern. Im elften Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken.

In den vergangenen fünf Jahren kamen im Nordosten jeweils rund 370* Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Gegenüber der ersten Erhebung der Daten im Jahr 2000 haben sich die Zahlen fast verdoppelt. Seit dem Jahr 2014 sind die Zahlen der betroffenen Kinder und Jugendlichen gestiegen (in der Spitze 473 in 2017). Experten fordern deshalb weiterhin eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

Seit 2010 haben bei der Aufklärungskampagne „bunt statt blau“ bundesweit mehr als 100.000 junge Künstlerinnen und Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus Mecklenburg-Vorpommern. Die mehrfach ausgezeichnete Kampagne wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt.

„Durch ‚bunt statt blau‘ kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch“, erklärt Sabine Hansen, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in MV. „Wir sind der Sozialministerin Stefanie Drese für ihre langjährige Unterstützung dankbar, denn zusammen bringen wir das wichtige Thema Alkoholprävention noch besser in den Schulalltag.“

Sozialministerin Stefanie Drese erklärt: „Wir müssen unsere Präventionsanstrengungen in Mecklenburg-Vorpommern weiter konsequent fortsetzen. Mir ist besonders wichtig, dass junge Menschen verstehen, wie gefährlich das Rauschtrinken ist. Sehr gerne unterstütze ich deshalb die DAK-Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘, die auf eine nunmehr über zehnjährige Erfolgsgeschichte zurückblickt. Mit dem Wettbewerb gelingt es auf effektvolle Weise, Jugendliche für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren. Zum Start der Kampagne möchte ich mich bei allen bedanken, die an dem Projekt mitarbeiten und es weiterentwickeln. Ich freue mich schon auf viele kreative Ideen der Schüler im Umgang mit dem Thema.“

Einsendeschluss für den Wettbewerb 2020 ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, und DAK-Vorstand Andreas Storm sowie dem Hamburger Soul-Sänger Emree Kavás aus den 16 Landessiegern die Bundessieger. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es unter: www.dak.de/buntstattblau

* aus Krankenhäusern in MV entlassene vollstationäre 10- bis unter 20-jährige Patienten mit Wohnort in MV, Quelle: Landesamtes für Statistik MV

Deutschland Tour 2020

Stralsund – Die diesjährige Deutschland Tour startet in der Hansestadt Stralsund und führt vom 20. bis 23. August über vier Etappen nach Nürnberg. Im August werden die weltbesten Radsportler nach Mecklenburg-Vorpommern in Deutschlands beliebteste Urlaubsdestination reisen und dort die komplette erste Etappe verbringen.

Den Auftakt zu Deutschlands größtem Radsportfestival macht Stralsund bereits am 19. August. Am Vorabend des Rennstarts wird die Hafeninsel mit ihrem hanseatisch maritimen Flair zum Besuchermagnet. Denn bei der Präsentation der 132 Profis können Tour de France-Stars, deutsche Topfahrer und vielversprechende Talente hautnah erlebt werden. Am nächsten Tag werden die Fahrer aus der UNESCO-Welterbestadt auf die erste Etappe der Rundfahrt geschickt.

Von Vorpommern führt der Weg nach Mecklenburg in die Landeshauptstadt Schwerin – erstmals in der Geschichte der Deutschland Tour auch entlang der Küste. Für das Bundesland wird der Etappenverlauf, der die beiden Landesteile verbindet, zu einem besonderen Symbol: 1990 wurde Mecklenburg-Vorpommern als Bundesland wiedergegründet und feiert in diesem Jahr „30 Jahre MV“.

Schwerin wird am 20. August Schauplatz der ersten sportlichen Entscheidung der Deutschland Tour 2020. Die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns bildet mit dem Schweriner Schloss die Kulisse für den ersten Zieleinlauf der Rundfahrt. Vor allem die endschnellen Sprinter werden sich Hoffnung auf den Tagessieg und das erste Führungstrikot machen. Bereits vier Wochen bevor die Weltelite in die Landeshauptstadt kommt, findet das diesjährige Bundes-Radsport-Treffen statt, bei dem Breitensportler aus ganz Deutschland Schwerin und die Region selbst auf dem Rad erleben.

Auch wenn die Streckenplaner um Fabian Wegmann den Verlauf der vier Etappen bereits vorbereiten, sind weiterhin Fan-Ideen gefragt. Unter www.deutschland-tour.com können Radsportfans, Einwohner und Besucher ihre Tipps einreichen. Von Wünschen zum Verlauf der Profi-Strecke bis zu touristischen Besonderheiten, die in die weltweite TV-Übertragung einfließen sollen, kann die Deutschland Tour mitgestaltet werden.

Ein Prominenter hat seine Streckenvorschläge in Mecklenburg-Vorpommern bereits geteilt: André Greipel, aktiver Profi mit den meisten Siegen und gebürtiger Rostocker, hat sich mit Insidertipps als „Tourmaker“ an der Gestaltung der Deutschland Tour beteiligt.

Mit einem vielfältigen Rahmenprogramm rund um das Profirennen wird bei der Deutschland Tour das Fahrrad gefeiert. Die Besucher können sich auf die Expo Tour freuen, eine große Fahrradmesse mit interessantem Bühnenprogramm und Attraktionen zum Mitmachen. Die „Kinder+Sport mini tour“ bietet für die Kleinsten unter anderem eine Fahrrad-Erlebniswelt, Laufradrennen und eine Bike Parade. Bei der Ride Tour können autofreie Straßen auf einem abgesperrten Kurs erlebt werden – entspanntes Fahrradfahren frei von jeglichem Verkehr.

„Der Start der Deutschland Tour in Mecklenburg-Vorpommern ist voller Premieren. Erstmals besuchen wir den Nordosten Deutschlands, mit Stralsund erstmals eine Hansestadt und mit der Ostsee haben wir erstmals einen Küstenabschnitt im Programm. Das Etappenfinale in Schwerin setzt dagegen eine schöne Tradition fort, mit der die Landeshauptstädte begeisterter Teil der Deutschland Tour sind. Urlauber in Mecklenburg-Vorpommern können nun die Deutschland Tour in ihr Ferienprogramm aufnehmen und mit uns gemeinsam das Fahrrad feiern“, sagt Claude Rach, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des Radsports, dem Veranstalter der Deutschland Tour.

„Mecklenburg-Vorpommern freut sich ganz besonders auf die Deutschland Tour im Sommer. Wir sind ein Teil davon. Das ist für unser Bundesland beste Werbung, sich von der sportlichen Seite entlang der Strecke zu präsentieren. Gleichzeitig machen wir mit unseren natürlichen Schönheiten und der ausgebauten Infrastruktur bei den Sportfans touristisch auf unser Land aufmerksam. Das Radfahren in der Natur und vor allem der Radsport erfreuen sich deutschlandweit immer größerer Beliebtheit. Hier wird ein großes Radfestival geplant, an dem auch Kinder und Erwachsene aktiv teilnehmen können“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich an der Umsetzung der Deutschland Tour in der Hansestadt Stralsund und Schwerin.

Der Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung, zuständig für den Sport, Nikolaus-Johannes Voss, betonte auf der Pressekonferenz den Wert der Deutschland Tour im Jubiläumsjahr des Landes: „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, im Jahr unserer Feierlichkeiten zu ‚30 Jahre Mecklenburg-Vorpommern‘ mit der Deutschland Tour ein Spitzensportevent nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen. Einige der weltbesten Radsportler werden auf ihrem Weg von Stralsund nach Schwerin symbolisch Mecklenburg und Vorpommern verbinden. Ich bin mir sicher, dass wir begeisternde Bilder aus unserem Land in die Welt schicken werden.“

„Mit der Deutschland Tour ist es uns gelungen, ein Spitzensportevent nach Stralsund zu holen. Zusammen mit einigen der weltbesten Radsportler werden wir begeisternde Bilder aus der schönsten Hansestadt der Welt rund um den Globus schicken. Neben den Radsportstars freuen wir uns aber auch auf die vielen Gäste am Strelasund. Denn Stralsund ist nicht nur historische Hanse- und Welterbestadt, sondern mit Großereignissen wie Sundschwimmen, Rügenbrückenlauf und Triathlon auch moderne Sportstadt. Mit dieser Begeisterung heißen wir im August die Profis willkommen“, freut sich Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, auf die Deutschland Tour.

„Die Landeshauptstadt bietet mit ihrem Wahrzeichen, dem Schweriner Schloss, eine wunderbare Kulisse für die Deutschland Tour. Wir freuen uns auf die einmaligen Bilder, mit denen wir für unsere offene, innovative und lebenswerte Stadt werben können. Und wir freuen uns auf viele Besucher, die am 20. August mitmachen, die Sportler anzufeuern und das Fahrrad zu feiern. Denn die Deutschland Tour ist für uns auch Gelegenheit, für das alltägliche Radfahren in Schwerin zu begeistern“, sagt Dr. Rico Badenschier, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin.

Abschlussprüfungen 2020 und 2021

Schwerin – Lehrerinnen und Lehrer an den staatlichen weiterführenden Schulen sollen bei der Durchführung von Abschlussprüfungen in diesem und im nächsten Jahr entlastet werden. Das Bildungsministerium hat in einem Rundschreiben die allgemein bildenden und beruflichen Schulen über die neuen Regelungen informiert. Hintergrund für die Lehrkräfteentlastung sind kürzere Korrekturzeiträume für schriftliche Prüfungen aufgrund des frühen Ferienbeginns in den Jahren 2020 und 2021.

„Das Korrigieren von Abschlussklausuren ist anspruchsvoll. Lehrerinnen und Lehrer benötigen hierfür Raum und Zeit“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Weil aufgrund des frühen Ferienbeginns in diesem und im nächsten Jahr die zentralen Prüfungstermine insbesondere beim Abitur dafür sorgen, dass sich Lehrkräfte in engen Korrekturkorridoren bewegen, haben wir mit den geänderten Regelungen eine Lösung gefunden, wie wir ihnen diese notwendige Zeit verschaffen können“, erklärte Martin.

Laut Schreiben an die Schulen wird für Erst- und Zweitkorrektoren der Korrekturaufwand durch den entfallenen Unterricht ausgeglichen, weil die Schülerinnen und Schüler nicht bis zum Ende des Schuljahres den Unterricht besuchen. Neu ist, dass Erst- und Zweitkorrektoren in Korrekturphasen keinen Vertretungsunterricht erteilen sollen. Bislang galt diese Regelung nur für Zweitkorrektoren. Darüber hinaus sollen Erst- und Zweitkorrektoren bei erheblichem Korrekturaufwand und einer großen Zahl an schriftlichen Prüfungen Korrekturtage gewährt werden.

Unterrichtsausfall soll durch schulorganisatorische Maßnahmen, wie die Planung von Wandertagen, Projekttagen, Sportfesten, Praktika usw. im Korrekturzeitraum vermieden werden. Nach Möglichkeit sollen Schulen ein Rotationsprinzip durchführen, damit die Belastung von Erst- und Zweitkorrektoren schuljahresübergreifend gleichmäßig verteilt werden kann. Bei dringendem Bedarf können diese Regelungen auch für mündliche und praktische berufliche Prüfungen angewandt werden.

DEFENDER Europe 2020

Schwerin – Brigadegeneral Gerd Kropf, Kommandeur des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern und der Minister für Inneres und Europa Lorenz Caffier haben heute im Rahmen der Landespressekonferenz über die bevorstehende Übung „DEFENDER Europe 2020“ informiert. Zuvor hatte der Minister im Kabinett zum derzeitigen Sachstand berichtet. Seit der letzten Woche liegen konkrete und belastbare Informationen seitens der US-Streitkräfte und der Bundeswehr vor.

Die Übung des Nordatlantischen Verteidigungsbündnisses mit 18 beteiligten Nationen erfolgt auf der Grundlage des 2+4-Vertrages. Die NATO-Mitgliedsstaaten haben sich gemeinsam vor dem Hintergrund der sich in den letzten Jahren veränderten sicherheitspolitischen Lage dazu entschieden. Sie wollen entsprechende Abläufe und Verfahren bei einer schnellen Verlegung größerer Truppenteile für den Krisenfall üben.

„Verlegeübungen vergleichbarer Dimension liegen bereits 25 Jahre zurück. Es ist schade, dass dies nach so vielen Jahren wieder notwendig ist, aber die osteuropäischen NATO-Partner fühlen sich verunsichert und wollen sich, selbstverständlich mit der politischen Rückendeckung der beteiligten Regierungen, vergewissern, dass die Bündnispartner ihnen im Krisenfall beistehen“, sagte der Minister. „

Bei uns in Mecklenburg-Vorpommern sind keine militärischen Übungen geplant, wir sind Transitland für Fahrzeug-Konvois in den üblichen Ausmaßen. Schwerlast- und Großraumtransporte sind bisher nicht angekündigt. Soweit das aus heutiger polizeilicher Sicht einzuschätzen ist, werden sich die Einschränkungen im Straßenverkehr in Grenzen halten, denn die Fahrzeugkolonnen werden in der 9. und 10. Kalenderwoche nicht tagsüber, sondern nur nachts, zwischen 19 Uhr und 6 Uhr morgens, auf den Autobahnen und den Landstraßen unterwegs sein. Die polizeilichen Befugnisse bleiben selbstverständlich bei der Landespolizei.“

Bundeswehr und Polizei werden im ständigen Kontakt stehen und die beiden Lagezentren werden regelmäßig ihre Lagebilder austauschen.

Verein der Köche M-V Neubrandenburg e. V.

Neubrandenburg – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat beim Jahresauftakttreffen des Vereins der Köche Mecklenburg-Vorpommern Neubrandenburg e.V. die engagierte Arbeit der Branchenvertreter hervorgehoben.

„Sie sind für den touristischen Erfolg Mecklenburg-Vorpommerns unabdingbar. Unsere Gäste immer wieder mit außergewöhnlichen Kreationen, hoher Qualität und möglichst regionalen Produkten zu überraschen, ist eine große Herausforderung, die sie mit ihren Teams täglich meistern. Um dieses hohe Niveau zu halten, ist es dringend notwendig, sich intensiv um die Fachkräftesicherung zu kümmern. Dabei unterstützen wir die Branche“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort in Neubrandenburg.

Nach Angaben des Bundesagentur für Arbeit fallen derzeit (Stand Ende September 2019) von den insgesamt 1.600 noch unbesetzten Berufsausbildungsstellen 404 Stellen (rund 25 Prozent) auf den Hotel- und Gaststättenbereich. Bei den unbesetzten Ausbildungsstellen liegt auf dem ersten Platz der Beruf Koch/Köchin (126 offene Stellen), auf dem 2. und 3. Platz liegen die Berufe Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau (119) und Hotelfachmann/Hotelfachfrau (107), und auf Platz 6 der Beruf Fachkraft im Gastgewerbe (52).

„Es ist notwendig, bei Jugendlichen noch intensiver für eine Ausbildung im Hotel- und Gaststättenbereich zu werben. Dafür muss ein realistisches Bild der Anforderungen gezeigt werden. Die unterschiedlichen Berufsfelder sind herausfordernd, spannend und kreativ. Zudem locken auch Karrieremöglichkeiten im Gastgewerbe. Mit der neuen Kampagne ´Gastro Burner´ werden junge Menschen angesprochen, sich in der Branche auszuprobieren. Das ist ein guter Weg, um Fachkräfte zu gewinnen“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph verwies auf den jüngst erfolgten Tarifabschluss im Gastgewerbe Mecklenburg-Vorpommern. Danach gilt seit dem 01.12.2019 eine Steigerung der Löhne um bis zu 28 Prozent (durchschnittlich 2,80 Euro pro Stunde). Für die Auszubildenden im Gastgewerbe MV erhöhen sich die Vergütungen in drei Stufen um bis zu 32 Prozent (um bis zu 220 Euro).

Um Auszubildende zu gewinnen, hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA MV) die Kampagne „Gastro Burner“ gestartet. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Kampagne mit 750.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). In einer Roadshow mit dem „Gastro-Burner Food Truck“ werden die Schulstandorte in Mecklenburg-Vorpommern besucht. Zusammen mit einer breit angelegten medialen Kampagne aus Imagefilmen, einer Kampagnenwebseite und Auftritten in Social Media Kanälen soll Jugendlichen ein modernes Bild der Ausbildungsberufe gezeigt werden.

Der Verein der Köche Mecklenburg-Vorpommern Neubrandenburg e.V. ist einer von insgesamt fünf regionalen Vereinen der Köche in Mecklenburg-Vorpommern, die im Landesverband der Köche Nord organisiert sind, einem Zusammenschluss der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen.

Der Landesverband engagiert sich nach eigenen Angaben unter anderem für die Themen Nachwuchs und Nachwuchsförderung, positives Image der Branche/Bekämpfung Fach- und Nachwuchskräftemangel, gesunde Ernährung und gegen Lebensmittelverschwendung. „Die Köche nutzen ihr regionales Netzwerk intensiv, um sich fachlich auszutauschen. Ein wichtiges Ziel ist es, in der Bevölkerung das Bewusstsein für eine qualitativ hochwertige, regionale Versorgung mit gesunden und frischen Lebensmitteln zu stärken“, sagte Rudolph abschließend.

In Mecklenburg-Vorpommern hat das Gastgewerbe volkswirtschaftlich betrachtet mit über drei Prozent im Jahr 2016 einen etwa doppelt so hohen Anteil an der Gesamtwirtschaft wie im deutschen Durchschnitt. Im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2016 hatte das Gastgewerbe in MV einen in etwa gleich großen Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung wie beispielsweise der Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei.

Rund 40.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer sind in der Hotellerie und Gastronomie des Landes beschäftigt. Das entspricht einer Steigerung seit dem Jahr 2009 von 22 Prozent. Etwa drei Milliarden Euro Umsatz erzielt das Gastgewerbe jährlich im Land, dabei sind die Vorleistungsanbieter entlang der Wertschöpfungskette und die nachrangigen Effekte in der zweiten Wertschöpfungsstufe nicht eingerechnet.

Demokratie verteidigen

Ueckermünde – Bereits zum sechsten Mal treffen sich Ueckermünder Bürgerinnen und Bürger, um an die jüdischen Mitbürger zu erinnern, die in der dunkelsten Epoche deutscher Geschichte ausgegrenzt, deportiert und ermordet wurden. Der 6. „Marsch des Lebens“ entlang der Stolpersteine hat seinen Auftakt am 27. Januar 2020 im Seebad auf dem Parkplatz Ueckerdamm. Er steht traditionell unter dem Motto „Erinnern, Versöhnen, Zeichen setzen“. Anschließend findet um 17.00 Uhr im Bürgersaal in Rathaus eine Gedenkveranstaltung statt.

Auf Anregung des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern Patrick Dahlemann erinnern 80 Rosen und ein von Bürgerinnen und Bürgern gestellten Davidstern an die Deportation von Juden aus der Region vor 80 Jahren. Bereits am Vormittag erinnern die AMEOS Einrichtungen in Vorpommern in einer Gedenkstunde gemeinsam mit dem Behindertenbeirat des Landkreises und dem der Stadt Ueckermünde an die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen.

„Wir müssen die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus wachhalten – als Mahnung, dass so etwas nicht mehr passieren darf. Dafür tragen wir alle Verantwortung, Jung und Alt. Die Opfer mahnen uns dazu. Sie ermuntern uns aber auch, Rechtsextremismus und rechtsextremistischem Gedankengut entschlossen entgegenzutreten und für unsere Demokratie mutig und entschlossen einzustehen. Ich freue mich, dass der „Marsch des Lebens“ sich hier bei uns in Vorpommern zu einer guten Tradition entwickelt hat. Ich danke dem Seebad Ueckermünde und insbesondere Familie Sandhofe für die Vorbereitung des Marsches“, so Dahlemann zu Beginn der Veranstaltung.

Den „Marsch des Lebens“ gibt es weltweit seit 2007. Seitdem haben in 20 Nationen und 400 Städten und Orten Märsche stattgefunden, in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kirchen und vielen jüdischen Gemeinschaften. Weitere Veranstaltungen in Vorpommern folgen im Februar in Anklam und Stralsund. Bereits 2005 wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die die Opfer des Nationalsozialismus erklärt.

Menschenwürde und Demokratie

Schwesig: Wir müssen gemeinsam für Menschenwürde und Demokratie eintreten

Schwerin – Heute vor 75 Jahren wurde das KZ Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit. Der 27. Januar ist seit 1996 Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

„Wir verneigen uns vor allen Opfern des Nationalsozialismus. Vor allen Menschen gleichwelcher Nationalität und gleichwelchen Glaubens, die in den Jahren von 1933 bis 1945 verfolgt, gedemütigt, misshandelt oder gar getötet wurden. Unermesslich groß war das Leiden aller, die in ein Konzentrationslager verschleppt und dort schreckliche Qualen erleiden mussten. Es ist wichtig, dass wir an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Ihr Leiden darf nie in Vergessenheit geraten“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Schwerin.

Deutschland stehe aufgrund seiner Geschichte in einer besonderen Verantwortung. Aus der Erinnerung resultiere eine Verpflichtung für die Zukunft. „Wir müssen alles dafür tun, dass das, was damals geschah, sich nie wiederholen kann. Wir müssen gemeinsam für Menschenwürde, Freiheit und Demokratie eintreten. Das Gedenken verpflichtet uns für die Zukunft“, sagte Schwesig.

„Ich sehe mit Sorge, dass es auch in unserer heutigen Gesellschaft Kräfte gibt, die Demokratie und Freiheit in Frage stellen. Der Angriff auf die Synagoge in Halle, der brutale Mord an Walter Lübcke und die Mordserie des NSU haben gezeigt, wohin rechtsextremes Gedankengut führt. Wir müssen jeder Form von Extremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit entschieden entgegentreten. Und es ist wichtig, dass wir allen den Rücken stärken, die für ein demokratisches und weltoffenes Land eintreten. Sie stärken unser Land“, so die Ministerpräsidentin.

Feuerwehrdienstjahr 2019

Dahlemann: Investitionen sind stärkste Wertschätzung für Feuerwehr

Torgelow – Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Torgelow lässt am Sonntag das Feuerwehrdienstjahr 2019 Revue passieren. Die Jahreshauptversammlung der Wehr findet traditionell Ende Januar im Torgelower Ueckersaal statt. Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann nimmt auf Einladung der Feuerwehr an dieser Veranstaltung teil. Er übergibt im Rahmen der Veranstaltung an die Bürgermeisterin Kerstin Pukallus eine Fördermittelzusage aus dem Vorpommern-Fonds für die Dachsanierung des Gerätehauses der Ortsfeuerwehr Torgelow-Holländerei in Höhe von 11.100 Euro.

Dahlemann: „Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr meiner Heimatstadt gehört seit vielen Jahren zu den ganz festen Terminen in meinem Kalender. Ich freue mich immer sehr, die Kameradinnen und Kameraden um Wehrführer Lars Cornelius zu treffen. Die Zusammenkunft ist immer eine gute Gelegenheit, den ehrenamtlichen Brandschützern Danke für die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres zu sagen. Viele Brände im Jahr 2019 – wie der Wohnblockbrand in Ueckermünde – haben gezeigt, wie wichtig und unerlässlich die Arbeit unserer Feuerwehren ist. Ohne sie wäre die Sicherheit unserer Bevölkerung nicht gewährleistet. Daher freue ich mich sehr, dass ich heute eine Fördermittelzusage an die Bürgermeisterin übergeben kann. Das hilft der Ortswehr in Torgelow-Holländerei bei der Sanierung ihres Gerätehauses und ist somit gut angelegtes Geld aus dem Vorpommern-Fonds.“

Die Freiwillige Feuerwehr aus Torgelow-Holländerei gehört seit der Eingemeindung des Ortes in die Stadt Torgelow im Jahr 2014 zur Gemeindefeuerwehr der Stadt Torgelow. „Mit der Unterstellhalle in Heinrichsruh, dem Gerätehaus in Holländerei, den neuen Toren in Torgelow sowie den neuen Fahrzeugen für alle drei Standorte, unterstützen wir die Kameraden aktiv. Das ist die beste Wertschätzung.“