Neujahrsempfang in Neustadt-Glewe

Neustadt-Glewe – Die Stadt im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat am Montag erstmals einen Neujahrsempfang ausgerichtet. „Neustadt-Glewe hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Die Wirtschaft ist vorangekommen, dank des großen Engagements der Unternehmer mit ihren Mitarbeitern und der attraktiven Standortbedingungen der Region. Jetzt ist es wichtig, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, um den Amtsbereich als attraktiven Lebens- und Arbeitsort zu positionieren. Dabei wird das Wirtschaftsministerium weiter unterstützen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Derzeit arbeiten die Städte Ludwigslust, Neustadt-Glewe und Grabow im Verbund an einem Regionalmanagement-Projekt. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Region sicher zu stellen und in den Bereichen Ansiedlungsmarketing von Unternehmen, Fachkräftesicherung, Innovationsförderung sowie Tourismus gemeinsam sichtbarer zu werden. Dabei geht es unter anderem um die Entwicklung neuer attraktiver Gewerbestandorte, die Verbesserung der örtlichen und regionalen Infrastruktur sowie der besseren Ausnutzung von touristischen Potentialen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 300.000 Euro. Die Gesamtkosten des Projektes betragen knapp 431.000 Euro.

„Es ist richtig, den Blick über die Stadtgrenzen hinaus zu wagen und im Städtedreieck mit den Städten Ludwigslust und Grabow die Zusammenarbeit auszubauen. So kann die Region sich als schlagkräftige Einheit dem Wettbewerb stellen und mit einer modernen Infrastruktur, hervorragend ausgebauten Gewerbegebieten sowie attraktiven Lebensbedingungen punkten“, sagte Glawe.

Das Amt Neustadt-Glewe mit seinen rund 8.000 Einwohnern besteht aus der Stadt Neustadt-Glewe und den Gemeinden Brenz und Blievenstorf. Dort wurden seit 2011 insgesamt elf unternehmerische Investitionsvorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 20,1 Millionen Euro realisiert. Die Vorhaben wurden vom Wirtschaftsministerium unter anderem aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 6,1 Millionen Euro unterstützt. „Insgesamt sind durch die Investitionen 40 neue Arbeitsplätze entstanden und 276 Jobs gesichert worden“, hob Glawe hervor.

Bei den Vorhaben handelte es sich unter anderem um die in Neustadt-Glewe ansässige OECO Büromöbelwerke Oelschlägel & Co. GmbH (Büromöbel, Schränkwände und Sonderanfertigungen für Privat- und Geschäftskunden). Der Betrieb hat über 330.000 Euro in den Maschinenpark investiert. Das Wirtschaftsministerium hat das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) mit 74.200 Euro unterstützt.

Zudem hat die NTL Norddeutsche Textil Logistik GmbH ihre Betriebsstätte erweitert. Das 2005 gegründete Unternehmen bietet Dienstleistungen in der Textillogistik an, unter anderem Qualitätskontrolle, Kommissionierung, Transportorganisation, Aufbereitung und Zollabfertigung. Die Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro hat das Wirtschaftsministerium mit rund 615.000 Euro unterstützt. Damit wurden 41 Arbeitsplätze gesichert und vier neue Jobs geschaffen.

Zahlen zur regionalen Entwicklung

Insgesamt wurden seit 1993 in der Stadt Neustadt-Glewe sieben Infrastrukturvorhaben vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 8,4 Millionen Euro bei Gesamtinvestitionen von rund 11,8 Millionen Euro unterstützt. Die Mittel kommen unter anderem aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich Mittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER).

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis Oktober 2019 knapp 349.000 touristische Ankünfte (+ 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als eine Million Übernachtungen (+ 2,6 Prozent). In der Stadt Neustadt-Glewe waren es im gleichen Zeitraum rund 12.500 Ankünfte (-1,1 Prozent) und knapp 28.000 Übernachtungen (+1,6 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 7,5 Millionen Ankünfte (+6,4 Prozent) und rund 31,3 Millionen Übernachtungen (+10,5 Prozent).

Hinweis: Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens 10 Stellplätzen. Die Anzahl der im aktuellen Berichtsmonat ausgewiesenen geöffneten Beherbergungsbetriebe und angebotenen Schlafgelegenheiten liegt deutlich über den entsprechenden Angaben des Vorjahresmonats. Grund für die hohen Veränderungsraten ist unter anderem eine durch das Statistische Amt durchgeführte Überprüfung des Berichtskreises und die Aufnahme von vermittelnden Betrieben mit mehr als 10 Betten Kapazität in die Berichtspflicht. Dadurch ist die Zahl der auskunftspflichtigen Betriebe gegenüber dem Vorjahresmonat zum Teil stark angestiegen.

Seebad Ueckermünde

Dahlemann: Landesregierung fördert Seebad Ueckermünde kräftig

Ueckermünde – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang des Vereins für Handwerk und Gewerbe und des Seebades Ueckermünde das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für ihre Stadt am Stettiner Haff gelobt: „Ob Handwerk und Gewerbe, Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung – sie alle sorgen gemeinsam dafür, dass Ueckermünde als Arbeits- und Lebensort und als Tourismusziel immer beliebter wird. Dazu zähle ich natürlich auch all die vielen Ehrenamtlichen, die in kleinen und großen Vereinen und Organisationen oder bei der Feuerwehr mit großer Leidenschaft dabei sind.“

Dahlemann ging auf die Entwicklung Vorpommerns insgesamt ein: „Der Landesteil Vorpommern hat sich in den vergangenen 30 Jahren gut entwickelt. Und das, obwohl die Bedingungen hier schwieriger sind als in Mecklenburg. Unsere Lage in der Metropolregion Stettin mit der Verbindung in den ganzen Ostseeraum hinein mitten in Europa bietet riesige Chancen. Und die wollen wir nutzen. Es ist längst Normalität geworden, dass wir über die deutsch-polnische Grenze hinaus kooperieren, arbeiten, leben – friedlich und mit Respekt. Das ist der Weg in eine gute Zukunft. Die Erfolgsgeschichte des Tierparks und die große Zahl polnischer Besucher sind der beste Beleg dafür.“

Der Staatssekretär hatte zum Neujahrsempfang auch zwei Fördermittelbescheide aus dem Infrastrukturministerium mitgebracht. Einen für den Neubau einer Bühne im Ueckerpark in Höhe von rund 968.000 Euro. Und überraschend einen für die Errichtung einer Buswartehalle im Schäferweg in Höhe von rund 26.000 Euro. Dahlemann: „Das alles ist gut angelegtes Geld, dass das schöne Seebad für Einheimische und Gäste noch attraktiver macht und schöner. Darauf dürfen wir gemeinsam sehr stolz sein.“

Leistungssportstrukturen

Drese: Leistungssportstrukturen in Neubrandenburg müssen erhalten bleiben

Neubrandenburg – Sportministerin Stefanie Drese setzt sich für den Fortbestand der Bundesstützpunkte in Neubrandenburg über 2020 hinaus ein. „Hier gibt es gute Rahmenbedingungen für den Leistungssport“, sagte Drese bei ihrem heutigen Besuch mehrerer Sportstätten des Leistungssports in der Vier-Tore-Stadt.

Die Ministerin informierte sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Silvio Witt über die aktuelle Situation der drei Bundesleistungszentren in Neubrandenburg für Kanu, Leichtathletik und Triathlon, deren Anerkennung vom Bundesinnenministerium nur bis zum 31.12.2020 ausgesprochen wurde.

„Die Voraussetzungen für eine Anerkennungsverlängerung sind gegeben. Das Land hat in den letzten Monaten in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund und dem Olympiastützpunkt viele Maßnahmen ergriffen“, sagte Drese.

So stellt das Land jährlich zusätzlich 2,5 Millionen Euro zur Stärkung der Bundesstützpunkte und des Leistungssports in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. „Damit ermöglichen wir eine bessere Bezahlung von Trainern, die die Neueinstellung von Trainern und den Ausbau der Talentsichtung im Land. Das muss jetzt schnellstmöglich umgesetzt werden“, so Drese.

Das Land hat nach Angaben der Ministerin zudem durch die Übernahme des Schul- und Internatslastenausgleichs die Aufnahme von Talenten aus anderen Bundesländern an die Sportgymnasien in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg erleichtert.

„Und wir haben das Hochschulzulassungsgesetz erweitert. Mit der Einführung einer Vorabquote für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler für die örtlich zulassungsbeschränkten Studiengänge an den Hochschulen des Landes können wir unsere Talente nach dem Abitur in Mecklenburg-Vorpommern halten“, betonte Drese. Mit dem Maßnahmenpaket habe das Land auf im Jahr 2018 angesprochene Defizite reagiert.

Drese: „Ich habe deshalb den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes Alfons Hörmann für den 19. März nach Neubrandenburg eingeladen. Wer eine Entscheidung über den Fortbestand von Bundesstützpunkten trifft, sollte wissen, welche guten Bedingungen es hier gibt“, sagte Drese am Freitag in Neubrandenburg.

Inklusions- und Integrationsunterricht

Stadt Tessin verbessert Bedingungen für Inklusions- und Integrationsunterricht an der Regionalen Schule „Anne Frank“

Tessin – Die Stadt Tessin (Landkreis Rostock) lässt einen Erweiterungsbau auf dem Grundstück der Regionalen Schule „Anne Frank“ mit Grundschule errichten, damit alle Schülerinnen und Schüler der Stadt an diesem Standort unterrichtet werden können und somit eine Einheit der Schulen entsteht. Unterstützt wird der Bau mit Fördermitteln des Ministeriums für Inneres und Europa i.H.v. 1,5 Mio. Euro, die die Stadt im November 2019 erhalten hat.

Auf dem heutigen Neujahrsempfang der Stadt Tessin nutzte Innenminister Lorenz Caffier die Gelegenheit, um noch einmal symbolisch den Bewilligungsbescheid an die Bürgermeisterin Susanne Dräger zu übergeben. „Ich freue mich, dieses Projekt als Kommunalminister unterstützen zu können. Beim Investieren in die Zukunft der Kinder sollten wir alle unser Möglichstes tun und die besten Voraussetzungen fürs Lernen und Lehren schaffen“, so Innenminister Caffier.

Auf dem Grundstück der Regionalen Schule befinden sich derzeit drei Gebäude (Haus I, II und III). Haus I wird den Grundschülern und das Haus II und III den Regionalschülern zur Verfügung stehen. Der Erweiterungsbau wird zwischen den vorhandenen Häusern II und III errichtet, um ausreichend Unterrichtsräume zur Beschulung der Grund- und Regionalschüler zu haben und beide Gebäude barrierefrei miteinander zu verbinden.

Des Weiteren wird im Haus III die Hortbetreuung mit integriert. So werden künftig den Hortkindern lange Laufwege zu einer weiter entfernten Einrichtung erspart und es können 150 statt bisher 130 Kinder im Hort betreut werden. Insgesamt entsteht mit dem Erweiterungsbau ein Schulcampus, der wesentlich bessere Bedingungen für den Inklusions- und Integrationsunterricht bietet.

Bau einer Promenade

Wismar – Die Hansestadt Wismar erhält vom Landesbauministerium einen Zustimmungsbescheid für Finanzhilfen von Bund und Land in Höhe von ca. 180.000 Euro im Rahmen der Städtebauförderung für den Bau einer Promenade vom Bahnhof bis zur Rostocker Straße.

Die Promenade soll als barrierefreier Fuß- und Radweg auf einer Länge von 195 Metern vom Bahnhof bis zur Rostocker Straße neu gebaut werden. Grundlage für den Bau ist der Bebauungsplan Nr. 80/11 „Bahnhofsvorplatz – Rostocker Straße“.

Das Plangebiet liegt im Norden des Lindengartens entlang des fertigstellten Großparkplatzes und des Spielplatzes im Lindengarten, der im Rahmen der Stadtsanierung geplant ist. Dieser soll ebenfalls anteilig aus der Städtebauförderung finanziert werden.

Die Promenade soll mit insektenfreundlicher LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Bei der Baumaßnahme werden auch Leerrohre für den Breitbandausbau verlegt. Die Gesamtkosten für den Bau betragen gut 311.000 Euro. Die nicht zuwendungsfähigen Kosten sowie den Eigenanteil in Höhe von insgesamt ca. 131.000 Euro trägt die Hansestadt Wismar.

Die Maßnahme soll im zweiten Quartal 2020 begonnen und voraussichtlich im Laufe dieses Jahres abgeschlossen werden.

Erhaltung einer Gemeindestraße

Hinrichshagen – Die Gemeinde Hinrichshagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Infrastrukturministerium Mecklenburg-Vorpommern für die Deckenerneuerung der Gemeindestraße im Bereich der Brücke über die Bundesstraße 109, Ortsumfahrung Greifswald, einen Zuschuss in Höhe von 24.400 Euro. Die Mittel werden gemäß der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt. Die Gesamtkosten betragen rund 35.000 Euro.

Das Straßenbauamt Neustrelitz hat die Brücke im Jahr 2018 geprüft. Dabei wurden Schäden am Brückenbauwerk sowie an der Straße festgestellt, die die Verkehrssicherheit beeinflussen. Im Rahmen der Unterhaltungsmaßnahmen an der Brücke durch das Straßenbauamt werden die an der darüber verlaufenden Gemeindestraße festgestellten Schäden mitbeseitigt. Die Gemeinde Hinrichshagen hat als Straßenbaulastträger die Kosten für die Erhaltung der Gemeindestraße zu tragen.

Die B 109 hat eine sehr hohe Verkehrsbedeutung. Täglich fahren dort durchschnittlich ca. 8.800 Kraftfahrzeuge.

Medizinische Versorgung im ländlichen Raum

Schwerin – Mit europäischen Fördermitteln, ausgereicht durch das Land, sollen in Mecklenburg-Vorpommern bis Ende 2023 elf Vorhaben umgesetzt werden, mit denen die medizinische Versorgung insbesondere mit Haus- und Kinderärzten auf dem Land verbessert werden kann. Die Projekte haben sich im Rahmen eines Wettbewerbes durchgesetzt, zu dem das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt und die 14 lokalen Aktionsgruppen (LAGn) im Sommer 2019 aufgerufen hatten.

16 Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen haben die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt; ihre Projektideen sind in die Bewertung durch die LAG-Mitglieder eingeflossen. Nun stehen die Siegervorhaben fest: Insgesamt elf Projekte werden mit 6 Millionen Euro Fördermitteln bei der Umsetzung unterstützt.

„Mit dem Wettbewerb reagiert die Landesregierung auf die Auswirkungen des demografischen Wandels im ländlichen Raum hinsichtlich der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Einerseits braucht die immer älter werdende Bevölkerung, die zusätzlich oft chronisch krank und mobilitätseingeschränkt ist, eine intensive Betreuung in Wohnortnähe. Andererseits verabschieden sich auch immer mehr praktizierende Ärzte in die Rente, sodass es innovativer Lösungen für die Ansiedlung junger Ärzte auf dem Land bedarf“, sagte der für die Entwicklung der ländlichen Räume zuständige Fachminister Dr. Till Backhaus.

„Zu den Herausforderungen in unserem Bundesland zählen die flächendeckende Erreichbarkeit einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung sowie die Fachkräftegewinnung vor allem im ländlichen Raum. Die Initiatoren der Projekte haben zukunftsweisende Ideen eingereicht. So entstehen im Land weitere wohnortnahe, ambulante Versorgungsstrukturen, die für die Bürger in ländlichen Regionen eine Verbesserung der medizinischen Betreuung bringen. Jeder Arzt, der sich für den ländlichen Raum entscheidet, ist am Ende ein Gewinn für die Menschen vor Ort. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, beispielsweise durch die Verbesserung der Infrastruktur vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Zu den elf Siegervorhaben gehören:

  • Erweiterung des Gesundheitshauses Mirow
  • Neubau des Gesundheits- und Begegnungszentrums Neubukow
  • Neubau eines Gesundheitszentrums in Tribsees
  • Umbau des Ärztehauses Altentreptow
  • Neubau eines Gesundheitszentrums in Marlow
  • Umbau des ehemaligen Jugendclubs zur Kinderarztpraxis in Thiessow
  • Neubau einer barrierefreien digitalen familienmedizinischen Einrichtung in Loitz
  • Um- und Ausbau der „Mühlenbruchschen Schenkung“ zum Gesundheitshaus in Warin
  • Sanierung und Ausbau eines unter Denkmalschutz stehenden Dreiseitenhofes zum Medizinischen Versorgungszentrum mit angegliederter Physiotherapie in Dobbertin
  • Umbau von vorhandenen Räumen zur Landarztpraxis in der Gemeinde Hanshagen
  • Sanierung und Erweiterung des Arzthauses in Vitte.

Um von den Fördermitteln zu profitieren, müssen die ausgewählten Vorhabenträger bis zum 15. März 2020 einen formalen Förderantrag beim örtlich zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt stellen.

Die Gesamtinvestitionssumme für die elf ausgewählten Vorhaben beträgt rund 14,5 Millionen Euro.

Kommunaler Finanzausgleich 2020

Schwerin – Heute sind die aktualisierten Einzelübersichten für die Gemeinden und Landkreise zu den FAG-Berechnungen auf Grundlage des Gesetzentwurfes der Landesregierung zur Neufassung des FAG M-V und zur Änderung weiterer Gesetze (Landtagsdrucksache 7/4301) auf der Internetseite des Ministeriums für Inneres und Europa eingestellt worden.

Die Einzelübersichten enthalten die Berechnungen der laufenden Zuweisungen und der Kreisumlagen nach dem Finanzausgleichsgesetz für 2018 bis 2020 für Gemeinden und Landkreise und sind anhand der Einwohnerzahlen 2018, der Kinderzahlen 2018, der geprüften Steuerdaten 2018 sowie der aktuellen Kreisumlagen nunmehr auf Basis des Gesetzentwurfs zur Neufassung des FAG M-V und zur Änderung weiterer Gesetze erstellt worden.

Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit noch zur Beratung und Beschlussfassung im parlamentarischen Verfahren, so dass die Zuweisungen für das Jahr 2020 unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Gesetzgebers stehen.

Erweiterung des Maschinenparks

Neubrandenburg – Das Neubrandenburger Unternehmen SMW Spezialmaschinen- und Werkzeugbau GmbH & Co. KG investiert derzeit in seinen Maschinenpark, um die Produktionskapazitäten auszubauen.

„Die SMW Spezialmaschinen- und Werkzeugbau GmbH & Co. KG hat sich national und international einen guten Ruf als Spezialist für Metallbearbeitungen und Schweißtechniken erarbeitet. Jetzt wird der Maschinenpark erweitert, um das Produktportfolio zu vergrößern. Mit den Investitionen werden 193 Arbeitsplätze gesichert und sieben neue Jobs geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die SMW Spezialmaschinen- und Werkzeugbau GmbH & Co. KG produziert vor allem sicherheitsrelevante Schweißbaugruppen mit komplizierter geometrischer Bearbeitung für den Schienenfahrzeugbau, Maschinenbau und die Wehrtechnik. Dabei handelt es sich beispielsweise um Puffer und Zugeinrichtungen für Züge, Drehgestell-Rahmen, Motortragrahmen, Wiegen und Traversen. Um die Produktionskapazitäten auszubauen und die Absatzgebiete vor allem im internationalen Bereich zu erweitern, sind umfangreiche Investitionen in den Maschinenpark bereits getätigt worden und derzeit in der Umsetzung. Unter anderem sind zwei große CNC-Fräsmaschinen, Schweißgeräte und Dreh-Hub-Kipp-Vorrichtungssysteme angeschafft worden.

„Ob in Straßenbahnen, Lokomotiven und Gleisbaumaschinen, den Produkten aus Neubrandenburg begegnet man in Europa, Asien, Australien und Amerika. Das ist beste Werbung für den Produktionsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens betragen mehr als 3,7 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 629.000 Euro.

Im Maschinenbau in Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit in 31 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten knapp 6.200 Mitarbeiter beschäftigt und erwirtschafteten dabei im Jahr 2018 einen Umsatz von insgesamt rund 2,8 Milliarden Euro. Im Bereich der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie Herstellung von Metallerzeugnissen sind derzeit in 35 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten rund 4.900 Mitarbeiter beschäftigt und erwirtschafteten dabei im Jahr 2018 einen Umsatz von insgesamt rund 0,95 Milliarden Euro.

Neubau einer Grundschule

Wismar – Eine ganz neue Grundschule mit spezifischer Kompetenz (inklusive Schule) einschließlich der Außenanlagen entsteht auf dem Grundstück der Bürgermeister-Haupt-Straße in der Hansestadt Wismar.

Zur Finanzierung der seit dem Frühjahr 2019 begonnenen Baumaßnahme übergibt Innenminister Lorenz Caffier heute dem Bürgermeister, Herrn Thomas Beyer einen Zuwendungsbescheid über 2 Mio. Euro Sonderbedarfszuweisung. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung förderte bereits im Oktober 2019 mit Mitteln in Höhe von 3,5 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) das Vorhaben.

„Wir haben es hier also mit einem gelungenen Gemeinschaftswerk zu tun, von dem am Ende alle gleichermaßen profitieren. Wenn Schüler und Lehrer sich wohlfühlen, sind das die besten Voraussetzungen fürs Lernen und Lehren. Ein Ort zum Wohlfühlen verbessert die Lernatmosphäre und die Leistungen“, so Minister Caffier.

Das Bauvorhaben umfasst den Neubau einer dreizügigen, barrierefreien inklusionsgerechten Grundschule und wird mit einem Personenaufzug ausgerüstet. Neben den normalen Klassenzimmern und den entsprechenden Nebenräumen sind mehrere Fachunterrichtsräume, eine Bibliothek, ein Mehrzweckraum sowie eine Essensausgabeküche vorgesehen.

Zuschuss für Nahwärmeleitung

Walkendorf – Um eine Nahwärmeleitung in Walkendorf (Landkreis Rostock) zu errichten und zu betreiben, erhält das Feriengut Dalwitz einen Zuschuss in Höhe von 147.330,73 Euro (Fördersatz 60 Prozent).

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Das Gut Dalwitz betreibt seit 2007 eine Biogasanlage vor Ort. Um die Abwärme sinnvoll zu nutzen, wurde ein Nahwärmenetz an die Biogasanlage angeschlossen. Dadurch soll die Abwärmenutzung optimiert und erweitert werden. Für eine energieeffiziente Nutzung der Wärme werden Differenzdruckregler, Hocheffizienz-Heizungspumpen und die notwendigen Absperreinrichtungen installiert.

Das zu errichtende Nahwärmenetz hat eine Länge von ca. 420 Metern und transportiert durch den Anschluss an die Biogasanlage ausschließlich Wärme aus erneuerbaren Energien

Durch diese Maßnahme können jährlich rund 457 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Be- und Verarbeitung von Natursteinen

Cammin – In Cammin (Landkreis Rostock) entsteht derzeit eine neue Betriebsstätte zur Be- und Verarbeitung von Natursteinen, die „Steindesign formen und gestalten, Inh. Markus Müller“. „Der Meisterbetrieb verbindet das traditionelle Steinmetz-Handwerk mit hochwertigem Design und moderner Technik, um Naturstein und Holz nach Kundenwünschen zu verarbeiten. Mit dem Vorhaben entstehen drei neue Arbeitsplätze“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Auf dem Gelände einer ehemaligen Landmaschinenwerkstatt in Cammin ist eine Halle zum Steinmetzbetrieb umgebaut worden. Zudem investiert der Betrieb in Werkzeuge und Maschinen, unter anderem in eine CNC-Fräse. Das Produktportfolio des Unternehmens umfasst nach eigenen Angaben Fensterbänke, Arbeits-, Fußboden- und Fassadenplatten, Waschbecken, Duschwannen und Natursteinheizungen für Bäder sowie Grabmale. „Die Naturmaterialien Stein und Holz bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten in der Gestaltung des persönlichen Lebens- und Arbeitsumfeldes“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens betragen rund 759.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 162.000 Euro.

Insgesamt sind über 20.200 Betriebe bei den Handwerkskammern Mecklenburg-Vorpommerns verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen sowie 5.113 Lehrlinge und erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden.

Kommunen sind gefragt

Jetzt bewerben für Bundesförderprogramm „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“

Schwerin – Mit Beginn des neuen Jahres hat das Bundesumweltministerium einen neuen Förderaufruf für innovative Klimaschutzprojekte gestartet. Auch Kommunen und Unternehmen mit kommunaler Beteiligung in Mecklenburg-Vorpommern sind aufgerufen, sich zu bewerben.

Im Förderzeitraum 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2022 fördert der Bund im Rahmen des Programms „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“ Projekte mit modellhaftem, investivem Charakter. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen durch Effizienzmaßnahmen in Kommunen und im kommunalen Umfeld zu mindern.

Der besondere Fokus des Aufrufs liegt auf dem Modellcharakter der Projekte. Erwartet wird ein innovativer konzeptioneller Qualitätsanspruch. Zudem sollen die Maßnahmen geeignet sein, später in weiteren Kommunen deutschlandweit angewandt zu werden.

Die Förderquote beträgt bis zu 70 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten, für finanzschwache Kommunen bis zu 90 Prozent. Im Rahmen des zweistufigen Auswahlverfahrens werden zunächst die eingereichten Projektskizzen begutachtet. Für die dabei ausgewählten Vorhaben schließt sich ein formelles Antragsverfahren an.

Interessierte können alle Informationen unter www.klimaschutz.de/modellprojekte abrufen. Im Rahmen der früheren Förderaufrufe bewilligte der Bund bereits 37 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 100 Millionen Euro, darunter auch zwei Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Infos dazu gibt es hier: https://www.klimaschutz.de/projekte/modellprojekte.

Sturmflutschutzwand in Warnemünde

Warnemünde – Heute hat Mecklenburg-Vorpommerns Küstenschutzminister Dr. Till Backhaus im südlichen Bereich des Alten Stroms von Warnemünde eine neue Sturmflut­schutzwand in Betrieb genommen. Symbolisch setzte er zusammen mit Vertretern des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) und des Bauunternehmens aus Ribnitz-Damgarten an einem der vier Durchgänge durch die Schutzwand einen Dammbalkenverschluss ein, womit er demonstrierte, dass das System ab sofort seine Schutzfunktion übernehmen kann. Bei Vorhersage einer Sturmflut werden diese Durchgänge, die ein Erreichen der Promenade und der Bootsliegeplätze im Alten Strom ermöglichen, künftig von der Wasserwehr Warnemünde mit solchen Dammbalken verschlossen.

„Nach etwa 10 Jahren Planungs- und Bauzeit wird die neue Sturmflutschutzwand nun zusammen mit den Küstenschutz­anlagen am Strand den Schutz der Ortslage Warnemünde vor Überflutung in den nächsten Jahrzehnten sicherstellen“, sagte Backhaus. „Vor dem Hintergrund des Meeresspiegel­anstiegs in den nächsten Jahrzehnten ist es aber besonders wichtig, dass die Wand zukünftig noch erhöht werden kann“, so der Minister. Dies sei durch die modulare Bauweise möglich. Auch seien dadurch größere Sichtbehinderungen verhindert worden, denn die Wand ist nicht wesentlich höher als die alte Schutzwand.

Mit einer Höhe von 2,75 Meter über Normalhöhennull (NHN) schützt die etwa 500 Meter lange Sturmflutschutzwand in der ersten Ausbaustufe vor Wasserständen bis zu 2,50 Meter über NHN. Um die Erlebbarkeit des Alten Stroms für Einwohner und Touristen zu erhalten und die Akzeptanz des Bauwerks zu erhöhen, ist eine Promenade für Fußgänger in das Bauwerk integriert, die über vier schnell verschließbare Durchgänge erreicht werden kann. Die neue Promenade wird voraussichtlich Anfang März für die Öffentlichkeit freigegeben.

Damit sich vor allem Touristen vorstellen können, wie hoch die Wasserstände in Warnemünde steigen können, wurde eine Informationstafel aufgestellt, auf der die Wasserstände vergangener Sturmfluten – sogenannte Sturmflutmarken – dargestellt sind. Über einen QR-Code auf der Tafel können Besucher über ihr Smartphone weitere Informationen über die Sturmflutschutzwand und den Küstenschutz in Mecklenburg-Vorpommern abrufen.

Das Land investierte etwa 9,25 Mio. Euro in das Sturmflut­schutzbauwerk. 70 Prozent der Kosten werden mit Mitteln des Bundes aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) finanziert. 30 Prozent der Kosten trägt das Land Mecklenburg-Vorpommern selbst. Insgesamt wurden sogar etwa 11 Mio. Euro in das Vorhaben investiert, da die Hansestadt Rostock auch verschiedene Anschlussbereiche erneuert hat.