Breitbandausbau

Erster Spatenstich für Breitbandausbau in Dersekow mit Christian Pegel

Dersekow – Am 02. August 2021 wird Infrastrukturminister Christian Pegel mit Vincent Kokert, Betriebsleiters der Stadtwerke Neustrelitz, und Michael Sack, Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald, den symbolischen ersten Spatenstich zum Start des Breitbandausbaus in Dersekow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) und weiteren Gemeinden vornehmen.

Der Ausbau wird mit einer Bundesförderung in Höhe von 13,8 Millionen Euro und einer Landes-Kofinanzierung in Höhe von 3,96 Millionen Euro unterstützt.

Das Projektgebiet VG 24_38 umfasst den Breitbandausbau in den Gemeinden Behrenhoff, Dargelin, Dersekow, Diedrichshagen, Groß Kiesow, Kemnitz, Loissin und Weitenhagen. Dafür müssen 182 Kilometer Tiefbauarbeiten durchgeführt werden. Insgesamt werden 2.690 Anschlüsse an das schnelle Internet installiert, davon allein 2.510 Haushalte, 3 Schulen und 161 Unternehmen.

Um die Bundesrepublik Deutschland mit zukunftsfähigen Breitbandnetzen zu versorgen, hat der Bund seit dem ersten Förderaufruf im Jahr 2015 bisher fast 8,2 Milliarden Euro Fördermittel bereitgestellt. Davon wurden bislang beinahe 1,2 Milliarden Euro für Anträge aus Mecklenburg-Vorpommern bewilligt – für den Breitbandausbau in Gebieten, die die Telekommunikationsunternehmen nicht eigenwirtschaftlich ausbauen.

Das Land kofinanziert diesen Betrag mit fast 450 Millionen Euro. Der Eigenanteil der Landkreise beträgt zehn Prozent und wird aus dem kommunalen Aufbaufonds finanziert. Insgesamt stehen also Stand heute mehr als 1,8 Milliarden Euro für den geförderten Breitbandausbau im Land zur Verfügung.

Fischereiausstellung im Stadthafen Sassnitz

Insel Rügen – Lange Jahre waren die Fischereiindustrie und der Stadthafen Sassnitz untrennbar miteinander verbunden. Heute halten hier nur noch eine Handvoll Fischer und Fischereibetriebe weiter die Stellung. Wie es zu diesem Rückgang der Fischereiwirtschaft kommen konnte und warum sie trotz allem bedeutend ist für die Region, beantwortet eine aktuelle Ausstellung im Stadthafen Sassnitz: „Im Netz der Zeit – Die Ostseefischerei im Wandel“ ist vom 1. August bis 10. Oktober 2021 im Alten Kühlhaus zu sehen.

„So wie die Ostseefischerei in stetigem Wandel begriffen ist, verändert sich im Laufe der Zeit auch die Sichtweise auf sie und ihre Darstellung in Medien oder Ausstellungen. Gerade deshalb kommt Museen die wichtige Aufgabe zu, das Wissen und das kulturelle Erbe dieses Berufszweiges für die Zukunft zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen,“ sagt Markus Röhrbein, einer der Kuratoren der Ausstellung.

Die Ausstellung soll nicht zuletzt darauf aufmerksam machen, dass mit der Ostseefischerei ein Stück Identität, ein kulturelles Erbe und lange tradiertes Wissen verloren zu gehen droht. Entstanden ist sie in Zusammenarbeit mehrerer Partner, darunter das Kunstprojekt BAG NET, der Stadthafen Sassnitz / Hafenbetriebs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (HBEG), das Fischerei- und Hafenmuseum Sassnitz sowie das Deutsche Meeresmuseum Stralsund.

Thomas Langlotz, Geschäftsführer der HBEG: „Dass die deutsche Ostseefischerei seit einigen Jahren zurückgeht, merken wir hier im Stadthafen ganz deutlich. Bis vor Kurzem beherbergte das Alte Kühlhaus beispielsweise noch die Produktionshallen eines Fisch-Feinkostherstellers. Mit dem Kunstprojekt BAG NET und der Ausstellung ‚Im Netz der Zeit‘ erhalten die leerstehenden Räume nun einen wichtigen und interessanten neuen Inhalt.“

In der zentralen Halle, in der früher der Fisch für die Weiterverarbeitung angeliefert wurde, und in drei ehemaligen Kühllagerräumen werden Exponate verschiedener Künstlerinnen und Künstler gezeigt. Die Räume sind in die Themenwelten „tradiert“, „rationell“ und „konträr“ geteilt und beleuchten die Geschichte der Fischerei aus unterschiedlichen Blickwinkeln in Foto- und Videoinstallationen, Wort, Bild und Text. Unter anderem hat das Deutsche Meeresmuseum Stralsund Exponate aus seiner ehemaligen Fischereiausstellung beigesteuert.

Vom Thünen-Institut für Ostseefischerei stammt Informationsmaterial zur aktuellen Fischereiforschung. Der Tauchverein archaeomare e. V. hat sich mit audiovisuellem Material aus einem Projekt zum Thema „Geisternetze“ in der Ostsee beteiligt und es wird ein Auszug aus dem vielbeachteten Fotoprojekt „Seesucht – Porträts (fast) aller Ostseefischer“ von Franz Bischof und Jan Kuchenbecker zu sehen sein. Nicht vergessen werden dürfen die verschiedenen Privatpersonen, welche die Ausstellung mit Exponaten und Bildern unterstützt haben.

Fischerei-Erlebniszentrum im Stadthafen Sassnitz

 „Im Netz der Zeit“ ist auch als Vorschau auf die Zukunft des Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseums zu verstehen. Nachdem das Haus 2019 kurz vor der Schließung stand, haben mittlerweile die Stadtvertretung und der Stiftungsrat des Museums ihren Willen zum Erhalt und zur Modernisierung der Einrichtung bekräftigt. Voraussetzung hierfür war es, einen neuen Standort zu finden, der bessere Bedingungen und vor allem mehr Platz für eine überarbeitete Ausstellung bietet. Dieser neue Standort wurde nun mit dem Alten Kühlhaus gefunden. Künftig soll hier ein neuer Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische geschaffen werden.

„Dieses Vorhaben entwickelt das angedachte Fischerei-Erlebniszentrum im Stadthafen Sassnitz weiter. Hier können die Besucher nicht nur mehr zur Geschichte der Fischerei erfahren, sondern auch Einblicke in den heutigen Fischfang und die Fischverarbeitung erhalten,“ ergänzt Leon Kräusche von der Wirtschaftsförderung Sassnitz.

Die Exponate der Ausstellung

Zentrale Halle

Als Intro zur Ausstellung „Im Netz der Zeit“ werden in der zentralen Halle die BAG NET-Projekte LOGBUCH und NETZBODEN vorgestellt. Für LOGBUCH haben Künstler „Graphic Novels“ über die Geschichte und die aktuelle Krise der Ostseefischerei gestaltet. Das Projekt NETZBODEN zielt darauf, alle Museen und Vereine im südlichen Ostseeraum in einem Netzwerk zu vereinen, die sich mit der Fischereikultur der Region beschäftigen. Den Anfang macht eine interaktive Karte, auf der diese Einrichtungen für die Öffentlichkeit sichtbar werden und die in der Ausstellung vorgestellt wird. Den Mittelpunkt der Halle nimmt die Installation TREIBGUT / SPRACHGUT ein. Sie besteht aus Transportkisten voll mit den Überresten einer verschwundenen Fischereikultur und den Erinnerungen eines verstorbenen Fischereikapitäns. Die Sound- und Lichtinstallation stammt von Florian Schulz und Silvo Segeth.

Raum FISCHEREI TRADIERT

Großformatige schwarzweiß Fotos des Fotografen Karl Eschenburg aus dem Archiv der Universität Rostock dokumentieren den Fischeralltag an der Küste Mecklenburgs in den 1920er Jahren. Kolorierte Ansichtskarten geben einen Eindruck von den Fischereihäfen an der Ostseeküste vor etwa 100 Jahren. Exponate aus dem Magazin des Deutschen Meeresmuseums Stralsund zeigen die Vielfalt an Werkzeugen und Fanggeräten, welche die Fischer traditionell für die Ausübung ihres Berufs benötigten und selbst anfertigten – darunter viele verschiedene Formen von Netzen, die aus Naturmaterialen hergestellt wurden.

Raum FISCHEREI RATIONELL

Fotos in Schwarzweiß und Farbe zeigen Fischer im Porträt aber auch die technisierten Fangschiffe, die in der Nachkriegszeit entwickelt wurden. Die Bilder stammen vom Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseum sowie aus den Archiven von Privatpersonen, insbesondere von Dr. Frank-Roland Fließ. Hinzu kommen technische Zeichnungen und historisches Werbematerial aus der Sammlung von Karl-Heinz Voß. Darüber hinaus werden hier einige Elemente aus der ehemaligen Fischereiausstellung des Deutschen Meeresmuseums Stralsund gezeigt.

Raum FISCHEREI KONTRÄR

In diesem Raum wird vor allem mit ausdrucksstarken Farbfotos sowie Videomaterial gearbeitet. Drei Fotoreihen stehen für die teils konträren Ansichten über die heutige Fischerei. Auch wird die Arbeit des Thünen-Instituts für Ostseefischerei präsentiert, die sowohl im Sammeln von Daten für das Fischereimanagement als auch in der Entwicklung neuer nachhaltiger Fangmethoden besteht. Bilder des Fotografen Karsten Bartel zeigen den Sassnitzer Hafen in den 2010er Jahren, in denen die Fischerei schon im Rückgang begriffen ist.

Darüber hinaus veranschaulichen Auszüge aus einer Ausstellung des Tauchvereins archaeomare e. V. in Zusammenarbeit mit dem WWF zu sogenannten Geisternetzen, d. h. verloren gegangene oder im Meer entsorgte Fischernetze, welche Spuren die Fischerei im Laufe der Zeit in der Ostsee hinterlassen hat. Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist ein regionaler Ausschnitt aus dem Fotoprojekt „Seesucht – Porträts (fast) aller Ostseefischer“ von Franz Bischof und Jan Kuchenbecker – 45 der letzten Rügener Fischer stehen dem Besucher, als Zeugen eines aussterbenden Berufsstandes, im Porträt gegenüber.

Über den Stadthafen Sassnitz

Der Stadthafen Sassnitz präsentiert sich als eine attraktive Mischung aus Fischerei- und Tourismushafen. Wasserwanderer, die mit ihren Booten hier anlegen, erwartet eine Marina, die den höchstmöglichen Komfort bietet. Über kurze Wege erreicht man Schiffsausrüster, Segelmacher, Bunkerstation, Einkaufsmöglichkeiten sowie Gaststätten, die alle direkt im Stadthafen ansässig sind. In zwei Bäckereien werden frische Backwaren angeboten, auf ehemaligen Fischkuttern Räucherfisch und Fischbrötchen. Museen, Kunsthandwerker und lokale Händler bieten Kultur, Kunst und Kulinarisches aus der Region.

Heringsdorfer „Kaiser-Kita“ offiziell eröffnet

Insel Usedom – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Donnerstag die neue „Kaiser-Kita“ der Volkssolidarität Nordost in Heringsdorf (Insel Usedom) offiziell eröffnet.

„Mitten im Ostseebad Heringsdorf, nah am Strand und direkt am heimischen Kur- und Heilwald, ist die Kaiser-Kita entstanden. Sie bietet den Jungen und Mädchen ein erlebnisreiches Umfeld, das zu täglichen Entdeckungs- und Forschertouren an frischer Ostseeluft einlädt. Zugleich erhalten die Kinder ein zweisprachiges Betreuungsangebot. Sie werden bereits im frühen Alter in spielerischer Weise mit der deutschen und polnischen Sprache vertraut gemacht. Die Kaiser-Kita ist eine herausragende Einrichtung, die den Kleinsten ein allumfassendes Bildungsspektrum bietet. Die Jungen und Mädchen wachsen mit Sprach- und Kulturvielfalt auf. Gegenseitiges Verständnis und Vertrauen wachsen grenzüberschreitend“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

In der neuen Kaiser-Kita sind Plätze für 117 Kinder entstanden. Baubeginn war im Sommer 2019. Das neue zweigeschossige Gebäude mit Fahrstuhl und großer Terrasse im Obergeschoss ist direkt mit der Grundschule Heringsdorf verbunden. Die Kaiser-Kita ist Bestandteil des deutsch-polnischen Kooperationsprojektes „3 Kitas – 2 Sprachen – 1 Weg“ der Kindertagesstätten Heringsdorf, Zinnowitz und Swinemünde.

An dem Projekt beteiligt sind neben der Volkssolidarität Nordost auch die Stadtverwaltung Swinemünde sowie der Verein Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands. Zu dem Kooperationsprojekt gehören zudem der Neubau einer Kindertagesstätte mit bilingualer Sprachfrühförderung in Swinemünde für 200 Kinder sowie der Neubau einer Kindertagesstätte in Zinnowitz mit bilingualer Sprachfrühförderung für 60 Kinder.

„Das Gesamtprojekt der drei Kitas ist ein wichtiger Bestandteil für das Zusammenleben der Menschen in der deutsch-polnischen Grenzregion. Neben dem Lernen der Sprachen beider Länder ist vor allem ein enger fachlicher Austausch der Pädagogen aus Deutschland und Polen geplant. Zudem wird es grenzüberschreitende Begegnungen mit dem Partnerkindergarten in Swinemünde geben sowie gemeinsame Spiel- und Sportveranstaltungen. So wachsen grenzüberschreitend Verständnis und Vertrauen zueinander“, sagte Rudolph.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Gesamtvorhaben aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) im Rahmen des Interreg-Programms V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen in Höhe von rund knapp vier Millionen Euro. Die Gesamtinvestition für den Projektteil in Heringsdorf beträgt knapp drei Millionen Euro; davon wurden rund 1,5 Millionen Euro mit EFRE-Mitteln gefördert.

„Die Interreg-Förderung ist seit dem Jahr 1994 ein bewährtes Werkzeug, um das Zusammenwachsen mit unseren polnischen Nachbarn weiter voranzutreiben“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung.

Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch-Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

Schulzentrum Sundhagen eröffnet

Sundhagen – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Mittwoch das neue Schulzentrum in der Gemeinde Sundhagen, Ortsteil Miltzow, (Landkreis Vorpommern-Rügen) offiziell eröffnet.

„In der Gemeinde Sundhagen ist eines der modernsten Schulzentren im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns entstanden. Dank der Beharrlichkeit der Gemeindevertretung und des Bürgermeisters, die viele Jahre für diese Erfolgsgeschichte gekämpft haben, steht in Miltzow ein attraktives Schulzentrum mit einem eingeschossigen Grundschul- und einem zweigeschossigen Regionalschulbau. So können Schüler und Lehrer unter hochmodernen Bedingungen optimal lernen und lehren. Dank der neuen Klassenräume, einer Schülerbibliothek, den Lernwerkstätten und vielem mehr herrschen vor Ort beste Voraussetzungen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit vor Ort.

Nach zweijähriger Bauzeit startet zum Schuljahr 2021/2022 die offizielle Inbetriebnahme des Zentrums. In dem Schulkomplex wird Unterricht für Mädchen und Jungen der Klassen eins bis zehn angeboten. Die Gesamtfläche der Schule beträgt mehr als 3.600 Quadratmeter, wobei auf die Grundschule ungefähr 1.000 Quadratmeter entfallen. Im Mittelteil der Schule stehen mehr als 900 Quadratmeter für Kunst-, Werk- und Musikräume sowie eine Lehrküche zur Verfügung.

Die Regionale Schule hat im Erdgeschoss zwei Klassenräume und zwei Fachräume mit je 70 Quadratmeter. Darüber hinaus gibt es im Erdgeschoss noch eine Bibliothek. Im Obergeschoss befinden sich sechs Klassenräume mit 65 bis 70 Quadratmeter, zwei weitere kleine Räume sowie ein Raum für Technik und Hauswirtschaft. Abgerundet wird der Gesamtkomplex durch die Zwei-Feld-Sporthalle mit 990 Quadratmetern Sportbodenfläche und einer Tribüne für 40 Sitz- und 20 Stehplätze im Obergeschoss.

„Einige Restarbeiten im Außenbereich sind noch zu erledigen. Nach Abschluss aller Maßnahmen gibt es neben dem neuen Gebäudekomplex auch für die Pausenzeit attraktive Angebote, beispielsweise ein Spieldorf, ein Bolzplatz und Tischtennisplatten. Das ist wichtig, denn ein gutes Umfeld wirkt sich positiv auf das Lern- und Sozialverhalten aus“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 15,3 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Kommunalinvestitionsförderung (KInvF) in Höhe von 13,63 Millionen Euro sowie Sonderbedarfs- und Kofinanzierungsmittel des Innenministeriums in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

Neubau der Brücke über den Gerberbach

Lübz – Die Stadt Lübz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Verkehrsministerium einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 685.000 Euro für den Ersatzneubau der Schäferbrücke über den Gerberbach Am Markt/Bobziner Weg.

Die Fördermittel werden gemäß der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt. Die Gesamtkosten betragen rund 1,16 Millionen Euro.

Die alte Brücke soll abgebrochen und durch eine neue ersetzt werden. Im Bereich der Brücke wird die Fahrbahnkonstruktion (Pflaster und Asphalt) entsprechend angepasst. Die Straße Am Markt ist mit dem Bobziner Weg eine verkehrswichtige innerörtliche Verbindung und der Neubau der Brücke verbessert die Verkehrsverhältnisse in Lübz.

Die Bauarbeiten sollen im dritten Quartal dieses Jahres beginnen und voraussichtlich im dritten Quartal 2022 abgeschlossen sein.

Sanitzer Schule erhält Förderung

Sanitz – Landesbauminister Christian Pegel wird am 29. Juli dem Sanitzer Bürgermeister Enrico Bendlin einen Zuwendungsbescheid über 280.000 Euro übergeben. Damit unterstützt das Land eine Container-Zwischenlösung für die Zeit des Baus einer Erweiterung der Regionalen Schule an der John-Brinckman-Straße.

Die Mittel werden im Rahmen des Sonderprogramms für den Schulbau aus dem Strategiefonds Mecklenburg-Vorpommern auf der Grundlage der Städtebauförderrichtlinien des Landes Mecklenburg-Vorpommern gewährt. Die Gesamtkosten betragen knapp 800.000 Euro.

Aufgrund des stetigen Zuzugs junger Familien nach Sanitz, der Beschulung von Schülern aus benachbarten Amtsbereichen sowie den erweiterten Anforderungen zur Umsetzung der Inklusion muss die Schule als Bestandteil des Schulcampus mit Grund- und Regionaler Schule sowie Gymnasium erweitert werden.

Einweihung: Fritz-Reuter-Schule in Wismar

Wismar – Staatssekretär Steffen Freiberg hat gemeinsam mit Wismars Bürgermeister Thomas Beyer den Neubau der Fritz-Reuter-Schule in der Hansestadt eingeweiht. Rund 170 Schülerinnen und Schüler können damit nach den Sommerferien nach rund vierjähriger Bauzeit eine neu sanierte Schule beziehen. An der Grundschule mit ihren acht Klassen bis zur Klassenstufe vier arbeiten zehn Lehrkräfte, zwei Referendare und eine Integrationshelferin. Für das Schuljahr 2021/22 sind nach jetzigen Stand 43 Erstklässlerinnen und Erstklässler angemeldet.

„Die Fritz-Reuter-Schule ist eine der ältesten Schulen in Mecklenburg“, sagte Staatssekretär Freiberg zur Eröffnung. „Seit 130 Jahren existiert das Haus jetzt und strahlt nach der Sanierung in neuem Glanz. Die Schule bietet beste Bedingungen für die Kinder und die Lehrkräfte.“ Freiberg machte auch darauf aufmerksam, dass der neu gestaltete barrierefrei Zugang zur Schule ein weiterer Schritt für die Inklusion an der Fritz-Reuter-Schule ist.

Daneben wurde für den Hort ein komplett neues Gebäude erstellt. Schule und Hort sind jetzt zusammengefügt, was den Alltag für Kinder und Lehrkräfte erheblich erleichtert. Die Schülerinnen und Schüler verfügen auch endlich über eine eigene Sporthalle. Im Kellergeschoss des angeschlossenen Hortes kann nach Lust und Laune Sport getrieben werden. Die bisher langen Wegezeiten zu anderen Schulen entfallen dadurch. „Das ist eine große Erleichterung für die Kinder und für die Lehrkräfte, die nun nicht mehr bei Wind und Wetter durch ganz Wismar zum Sportunterricht müssen“, so Freiberg.

Die Fritz-Reuter-Schule zeichnet sich dadurch aus, dass sie Englischunterricht ab der ersten Klasse anbietet. Ebenso kann ab der dritten Klasse Französisch oder Plattdeutsch gelernt werden. Es gibt einen Chor und eine Flötengruppe. In der vierten Klasse werden im kommenden Schuljahr digitale Lernmedien eingesetzt, ab dem Schuljahr 2022/23 soll das dann auch bereits in der dritten Klasse passieren.

Im Zuge der Sanierung hat die Schule auch eine komplett neue digitale Ausstattung erhalten. Dadurch können die Schülerinnen und Schüler jetzt in allen Klassenräumen digital lernen.

Die Investitionskosten für den Neubau haben rund 13 Mio. Euro betragen, wobei rund neun Mio. Euro aus Mitteln des „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)“ geflossen ist.

Tag der Erneuerbaren Energien

Schwerin – Nachdem Corona das eigentlich jährlich im April stattfindende Aktionswochenende in M-V zum bundesweiten Tag der Erneuerbaren Energien 2020 und 2021 ausgebremst hatte, findet es in diesem Jahr vom 6. bis 8. August statt.

„Ich bin den Unternehmen, Vereinen, Initiativen in unserem Land, die dieses Wochenende alljährlich mit ihren Veranstaltungen in allen Teilen unseres Landes ausrichten, sehr dankbar, dass sie uns die Treue halten. Wir mussten immer wieder neue Termine suchen, dann absagen, wieder neue suchen – keine optimale Voraussetzung, um langfristig zu planen. Ich freue mich sehr, dass trotz dieser Unwägbarkeiten bereits 17 Aktionen auf unserer Seite www.energietag-mv.de für den außergewöhnlichen Termin mitten im Sommer angemeldet sind“, sagt Landesenergieminister Christian Pegel.

Bei den Veranstaltungen überall in M-V können sich Besucherinnen und Besucher zu Fragen rund um die Energiewende informieren und sich spannende Einblicke in die Branche der erneuerbaren Energien verschaffen. Viele Angebote laden zum aktiven Erkunden ein. „So können die Gäste zum Beispiel Photovoltaikanlagen, Heizkraftwerke oder Biogasanlagen besichtigen und sich dabei ihr Funktionieren erklären lassen. Auch die traditionelle Ausfahrt des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz zu Off-shore-Windparks in der Ostsee findet wieder statt, wenn auch ausnahmsweise später als die übrigen Veranstaltungen am 4. September“, nennt Pegel Beispiele (Anmeldung für die Ausfahrt über www.energietag-mv.de).

Am Freitag, 6. August, laden zum Beispiel die Stadtwerke Greifswald und der Greifswalder Verkehrsbetrieb Schulklassen ein, verschiedene Energieerzeugungsanlagen zu besichtigen. Der Energieversorger Vattenfall öffnet an diesem Tag im Rostocker Überseehafen sein Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk für geführte Besichtigungen.

Erstmals dabei ist in diesem Jahr das Projekt MoRE, das mit einer Fahrradtour die „Deutsch-polnische Modellregion der erneuerbaren Energien – Insel Usedom und Wollin“ in den Fokus rückt. Bei Stopps an verschiedenen Erneuerbare-Energien-Anlagen werden deutsche und polnische Projektpartner Entwicklungsschritte und Herausforderungen des Modellprojekts am konkreten Beispiel erläutern. Die Fahrradtour über 45 Kilometer beginnt am 7. August um 9.30 Uhr an der Bahnstation Seebad Bansin und führt auch auf die polnische Seite der Insel.

Der Schweriner Energieversorger WEMAG lädt am 7. August zu Führungen durch seinen Batteriespeicher in Schwerin-Lankow ein und das Anklamer Unternehmen Consun Beet führt durch seine Bioethanol-, Biomethan- und biologische Abwasserbehandlungsanlage vorrangig im Freien.

Das Solarzentrum in Wietow lädt bereits am 2. August zu Führungen und Beratungen rund um die Erneuerbaren ein. Das gesamte Programm, einschließlich eventuell noch hinzukommender Aktionen, finden Sie auf www.energietag-mv.de .

„Coronabedingt ist es in diesem Jahr notwendig, sich zu fast allen Veranstaltungen im Vorfeld anzumelden“, nennt Christian Pegel einen Unterschied zu den Veranstaltungen der Vorjahre. Auch hätten sich die Veranstalter selbstverständlich zu Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen verpflichtet, die eine Verbreitung des Virus‘ verhindern sollen. „Einen Mund-Nasen-Schutz sollte ja sowieso jeder in der Tasche haben. Sollte auch ein Test bzw. der Impf- oder Genesen-Nachweis erforderlich sein, finden Sie auch diesen Hinweis so wie alle anderen Informationen auf unserer Webseite“, so Christian Pegel.

Im Rahmen des diesjährigen Wochenendes zum Tag der Erneuerbaren Energien erhält zudem die Stadt Greifswald einen besonderen Preis: „Als erste Stadt aus Mecklenburg-Vorpommern wird ihr der European Energy Award verliehen, ein Preis für Kommunen in Deutschland und Europa, die sich auf vorbildliche Weise dem Klimaschutz widmen“, sagt Energieminister Pegel.

Er lädt alle Menschen im Land – auch die, die ihre Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern verbringen, ein, die Veranstaltungen in ihrer Nähe zu besuchen: „Sie können natürlich auch einen etwas weiteren Ausflug planen
oder sogar mehrere Veranstaltungen besuchen und so gleich verschiedene Eindrücke aus verschiedenen Teilen unseres wunderschönen Bundeslands – und seinem Engagement für Energiewende und Klimaschutz – gewinnen.“

Alle Informationen zum Tag der Erneuerbaren Energien in M-V finden Sie auf www.energietag-mv.de und bei Facebook: www.facebook.com/energietagmv.

Mecklenburg-Vorpommern hilft

Schwerin – Die Starkregenereignisse und Hochwasser der letzten Wochen haben viele Regionen in Deutschland schwer getroffen und viele Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen stehen vor erheblichen finanziellen Schäden. Die Beseitigung dieser Schäden muss eine gemeinsame Aufgabe des Bundes und aller Länder sein. Auch das Land Mecklenburg-Vorpommern steht in dieser schweren Stunde den Betroffenen zur Seite.

Die Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie der Freistaat Bayern haben bereits mit Zustimmung des Bundesfinanzministeriums entsprechende Katastrophenerlasse verfügt, um somit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen schnell und unbürokratisch helfen zu können. Um die Spendenbereitschaft noch weiter zu erhöhen, sollen die insoweit von den betroffenen Ländern beschlossenen steuerrechtlichen Vereinfachungen auch in allen übrigen Ländern berücksichtigt werden.

Wer zum Beispiel bis zum 31. Oktober 2021 eine Spende auf ein für den Katastrophenfall eingerichtetes Sonderkonto einzahlt, dem genügt als Nachweis beim Finanzamt der Bareinzahlungs-beleg oder die Buchungsbestätigung eines Kreditinstitutes (z. B. der Kontoauszug, Lastschrifteinzugsbeleg oder der PC-Ausdruck bei Online-Banking). Ruft beispielsweise ein Sportverein zu einer Sonderspendenaktion zur Hilfe für die Hochwasseropfer auf, können die gespendeten Mittel ohne Satzungsänderung des Vereins für den entsprechenden Zweck verwendet werden.

Das Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern hat seine Finanzämter über die Anwendung informiert.

Finanzstaatssekretär Heiko Miraß: „Das Leid der Betroffenen in den betroffenen Hochwassergebieten ist unvorstellbar. Daher gilt es nun schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten. Das Land Mecklenburg-Vorpommern erleichtert deshalb seinen Bürgerinnen und Bürgern die Unterstützung der Opfer in den betroffenen Ländern unter anderem durch Vereinfachungen im Spendenrecht.“

Barrierefreie Bushaltestellen

Crivitz – Für den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen übergibt Verkehrsminister Christian Pegel morgen in Crivitz und Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) Zuwendungsbescheide an die Bürgermeister beider Städte.

Die Bürgermeisterin von Crivitz, Britta Brusch-Gamm, erhält eine Zuwendung in Höhe von rund 125.000 Euro für den barrierefreien Umbau der Haltestellen „Große Straße“ und „Am Krankenhaus“. Die Gesamtkosten für dieses Vorhaben betragen ca. 157.000 Euro.

In Parchim wird Bürgermeister Dirk Flörke einen Zuwendungsbescheid über rund 324.000 Euro für den barrierefreien Umbau von 23 Haltestellen in seiner Stadt entgegennehmen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 404.000 Euro.

Die Fördermittel werden nach der Förderrichtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen und Maßnahmen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Im Rahmen des Sonderprogramms „Barrierefreie Haltestellen in Mecklenburg-Vorpommern“ gewährt das Infrastrukturministerium einen erhöhten Fördersatz von bis zu 80 Prozent. Ziel ist es, zu einer barrierefreien Nutzung der öffentlichen Nahverkehrsangebote beizutragen. Dazu werden Kommunen und Aufgabenträger des ÖPNV bei der barrierefreien Umgestaltung von Haltestellen gezielt unterstützt.

Zuwendung für Wohnungsmarktstrategie

Neustrelitz – Am Montag wird Bauminister Christian Pegel dem Bürgermeister der Stadt Neustrelitz, Andreas Grund, einen Zuwendungsbescheid über 63.000 Euro zur Förderung einer Wohnungsmarktstrategie in Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) einschließlich Nahbereich übergeben..

Die Mittel kommen aus dem Strategiefonds Soziales Wohnen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesamtausgaben für das Vorhaben betragen 70.000 Euro.

Die mit dem integrierten Stadtentwicklungskonzept der Residenzstadt Neustrelitz im Jahr 2016 erstellte Analyse und Prognose zum Wohnungsmarkt soll aktualisiert und konkretisiert werden. Neben der aktuell stark steigenden Nachfrage nach Eigenheimen und Eigentumswohnungen betrifft dies ebenfalls die sich zum Teil wandelnde Nachfrage nach Mietwohnungen.

Zudem wächst die Nachfrage nach neuen Formen des Arbeitens, insbesondere im Zusammenhang mit dem auch nach der Corona-Pandemie zu erwartenden Bedarf an Heimarbeit sowie dem Trend der Verlagerung von Arbeitsplätzen in „Co-Working-Spaces“ außerhalb von Metropolen.

Dorfladen in Wiek auf Rügen

Insel Rügen – Am 23. Juli 2021 wird Landesentwicklungsminister Christian Pegel den Edeka-Dorfladen in Wiek auf der Insel Rügen besichtigen.

Das Ministerium hat den Dorfladen „Edeka Dorfmitte“ mit 150.000 Euro aus der Landesinitiative „Neue Dorfmitte MV“ unterstützt. Mit Hilfe der Fördermittel konnte Betreiberin Jette Knull Kassensysteme, Kühlstrecke sowie Wandkühlregale, Backwarenmodule und Bodenbelag erneuern.

Der Einkaufsmarkt bietet auf 390 Quadratmetern ein umfassendes Sortiment an Lebensmitteln, Postdienstleistungen und Lotto an. Er gehört zu den umsatzstärksten im Netzwerk der Neuen Dorfmitte.

Die Landesinitiative fördert mit max. 150.000 Euro bestehende oder neue Nahversorgungseinrichtungen im ländlichen Raum. Die Initiative startete 2011 mit Modellprojekten an vier Standorten und hat seither Dorfläden und mobile Nahversorger an 48 Standorten fachlich und finanziell gefördert – 19 in Vorpommern, 11 in der Mecklenburgischen Seenplatte, 14 in Westmecklenburg und 4 in der Region Rostock.

Dafür sind rund 4,1 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt worden.

Förderbescheid für Bildungscampus

Ribnitz-Damgarten – Für den Ersatzbau der Grundschule auf dem Bildungscampus Ribnitz-West (Landkreis Vorpommern-Rügen) sowie für den Umbau und die Sanierung des Bestandsgebäudes übergibt Bauminister Christian Pegel am 23. Juli 2021 einen Förderbescheid in Höhe von neun Millionen Euro an Ribnitz-Damgartens Bürgermeister Thomas Huth.

Die Fördermittel kommen aus dem Kommunalinvestitionsförderungsprogramm für den Bereich Schulen. Die Gesamtkosten betragen knapp 16,4 Millionen Euro.

Es handelt sich um eine Schule mit spezifischer Kompetenz für die Förderschwerpunkte Hören, Sehen und körperlich-motorische Entwicklung. Das Vorhaben umfasst neben dem Ersatzbau einer Grundschule einen Verbindungsbau zum Bestandsgebäude.

Dieses wird nach der Sanierung durch die Orientierungsstufe genutzt. Durch die räumliche Verbindung des Neubaus mit dem Bestandsgebäude für jedes Geschoss ist eine flexible Nutzung der Räume gewährleistet.

Das Vorhaben wurde bereits Mitte 2020 begonnen. Die Fertigstellung ist für August 2022 geplant.

Bau der Ortsumgehung Dargun

Ortsumgehung Dargun: Planfeststellungsunterlagen einsehbar

Dargun – Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zum Bau der Ortsumgehung Dargun im Zuge der Bundesstraße 110 begann gestern das Anhörungsverfahren zu den Planunterlagen. Einen Monat lang liegen die Unterlagen dazu in Dargun und Stavenhagen öffentlich aus und sind zudem im Internet einsehbar.

„Mit der etwa 3,2 Kilometer langen Umfahrung wollen wir Dargun deutlich vom Durchgangsverkehr mit immerhin rund 15 Prozent Schwerlastverkehranteil entlasten und zugleich den Verkehrsfluss und die Leistungsfähigkeit in diesem Bereich der Bundesstraße 110 optimieren. Die Relation Demmin – Rostock soll so eine wesentliche Verbesserung erfahren.“, erläutert Infrastrukturminister Christian Pegel das Vorhaben.

Durch den Wegfall des Durchgangsverkehres würden die Lärm- und Luftschadstoffimmissionen innerorts wesentlich verringert und zugleich die Verkehrssicherheit im Ort erhöht.

Die mit der Planung der Ortsumgehung befasste Projektgruppe Großprojekte beim Straßenbauamt Schwerin hat beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr den Antrag auf Planfeststellung gestellt. Nach Prüfung aller Unterlagen durch das Landesamt liegen die Unterlagen seit 21. Juli bis zum 20. August 2021 in den Amtsverwaltungen der Stadt Dargun und der Reuterstadt Stavenhagen zu den jeweiligen Öffnungszeiten für Jedermann zur Einsicht aus.

Zusätzlich sind die Planunterlagen online unter https://www.strassen-mv.de/planfeststellung/anhoerung-strassenbau/ abrufbar. Jeder, dessen Belange durch das Bauvorhaben berührt werden, kann anschließend bis zum 20. September 2021 schriftlich oder zur Niederschrift Einwendungen gegen den Plan erheben.

Anschließend werden alle eingegangenen Einwendungen geprüft und in einem gemeinsamen Erörterungstermin diskutiert und besprochen.

Informationen rund um die weiteren Verfahrensschritte und das Planfeststellungsverfahren von Straßen insgesamt finden Sie hier.

Sozialer Wohnungsbau

Insel Usedom – Bauminister Christian Pegel wird sich am kommenden Mittwoch über den Baufortschritt des Bauvorhabens der Wohnungsgesellschaft Kaiserbäder Gemeinde Ostseebad Heringsdorf an der Wiesenstraße 8 und 9 informieren. Auch der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann wird am Termin teilnehmen.

Das Bauministerium hat im vergangenen Jahr der Wohnungsgesellschaft „Kaiserbäder Gemeinde Ostseebad Heringsdorf“ für die beiden Bauvorhaben im Seebad Ahlbeck (Landkreis Vorpommern-Greifswald) Fördermittel in Höhe von insgesamt 660.000 Euro nach der Richtlinie „Wohnungsbau Sozial“ gewährt. Die Zuwendungsbescheide konnten aufgrund der Corona-Pandemie nicht persönlich übergeben werden.

An der Wiesenstraße 8 entsteht ein dreigeschossiges Gebäude mit zehn Wohnungen – zwei davon barrierefrei, alle anderen barrierearm. Fünf Wohnungen werden im ersten Förderweg für einkommensschwache Haushalte, die anderen fünf im zweiten Förderweg für Haushalte mit mittlerem Einkommen unterstützt. An der Wiesenstraße 9 werden drei barrierefreie Wohnungen gebaut, zwei im ersten Förderweg und eine im zweiten Förderweg.

Das Vorhaben ist Teil des Modellprojekts „Zukunft des Wohnens“, das Menschen, bezahlbares Wohnen ermöglichen soll.

Das 2017 in Kraft getretene Förderprogramm “Wohnungsbau Sozial“ setzt Anreize für Wohnungsunternehmen und private Investoren, bezahlbaren Wohnraum in Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt zu schaffen. Förderfähig ist die Schaffung von barrierearmen und barrierefreien Mietwohnungen durch Neubau, Um- und Ausbau sowie durch Nutzungsänderung bestehender Gebäude. Bereitgestellt werden Zuschüsse bis zu 850 Euro je Quadratmeter Wohnfläche im ersten Förderweg, bis zu 700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im zweiten Förderweg und zusätzlich bis zu 100 Euro je Quadratmeter Wohnfläche für den Einbau von Personenaufzügen.

Für die nach der Richtlinie geförderten Wohnungen gilt eine Belegungsbindung: 20 Jahre lang dürfen sie nur an Personen mit einem Wohnberechtigungsschein vermietet werden. Diesen erhalten Wohnungssuchende, deren Einkommen einen festgelegten, von der Haushaltsgröße abhängigen Satz nicht überschreitet, bei ihrer Kommune. Für die Dauer von 20 Jahren unterliegen die Wohnungen auch Mietpreisbindungen.

Bislang wurden Neubauvorhaben mit 1.013 Mietwohnungen in Schwerin, Rostock, Greifswald, Bad Doberan, Waren, Neubrandenburg, Wismar, Anklam, Sassnitz, Torgelow, Heringsdorf/Ahlbeck, Teterow, Wolgast, Ludwigslust und Bergen mit Fördermitteln in Höhe von 50,1 Millionen Euro unterstützt.