Neues Tanklöschfahrzeug TLF 5000

Strahlende Gesichter bei der Freiwilligen Feuerwehr Rostocker Heide

Rostock – Durch den Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung und Ersten Stellvertreter des Oberbürgermeisters Dr. Chris von Wrycz Rekowski konnte am Freitag, 20. Januar 2023, ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 5000 an die Freiwillige Feuerwehr Rostocker Heide übergeben werden.

Das Fahrzeug, das speziell für den Einsatz bei Wald- und Vegetationsbränden konzipiert wurde, ist im Rahmen des Förderprogrammes „Zukunftsfähige Feuerwehr“ durch das Land Mecklenburg-Vorpommern beschafft und zur Nutzung an die Hanse- und Universitätsstadt Rostock übergeben worden. Die Anschaffungskosten in Höhe von ca. 400.000 Euro wurden zu 80 Prozent vom Land Mecklenburg-Vorpommern übernommen, die Restkosten wurden von der Hanse- und Universitätsstadt Rostock getragen.

„Diese Investition zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Urlauberinnen und Urlauber der Rostocker Heide ist eine gute Investition in die Sicherheit der Hanse- und Universitätsstadt“, betonte der Senator. „Wir gehen hier unseren eingeschlagenen Weg der konsequenten Verbesserung und Modernisierung der Einsatzmittel der Feuerwehren weiter und danken dem Land für seine Unterstützung“, so Dr. von Wrycz Rekowski.

Das Waldbrandlöschfahrzeug TLF 5000 vom Typ Tatra 815-7 verfügt über ein Allrad-Fahrgestell und ist somit trotz seiner zulässigen Gesamtmasse von 18 t für Fahrten im Gelände geeignet. Für den Haupteinsatzzweck des Fahrzeuges, die Brandbekämpfung, verfügt das TLF 5000 über einen Löschwassertank mit 4600 Liter nutzenbaren Wasser und einen 150-Liter- Tank für Schaummittel.

Die verbaute Pumpe ist in der Lage, bis zu 2000 Liter Wasser pro Minute zu fördern. Zur weiteren Ausstattung gehören ein Dachmonitor (Werfer) mit einer maximalen Wurfweite von ca. 60 Metern und ein voll elektrischer Frontwerfer mit einer Wurfweite von ca. 40 Metern. Weiterhin verfügt das Fahrzeug über eine Selbstrettungswinde und für den Selbstschutz über Sprinkler, die unter dem Fahrzeug verbaut sind.

Das TLF 5000, das mit drei Kameradinnen und Kameraden besetzt wird, eignet sich daher besonders für mögliche Brandszenarien im Bereich der Rostocker Heide, weiterhin kann das Fahrzeug auch landesweit zu Großschadenlagen vom Land abgefordert und überörtlich eingesetzt werden.

Die Feuerwehr der Hanse- und Universitätsstadt Rostock unterhält neben den drei Feuer- und Rettungswachen mit hauptamtlichem Personal auf dem gesamten Stadtgebiet an sechs Standorten insgesamt fünf Freiwillige Feuerwehren, deren Kameradinnen und Kameraden sich ehrenamtlich engagieren.

Die Freiwillige Feuerwehr Rostocker Heide mit den Standorten Markgrafenheide und Hinrichshagen verfügt derzeit über 28 aktive Kameraden. Am Standort in Markgrafenheide sind neben dem nun übergebenden Waldbrandlöschfahrzeug TLF 5000 noch ein Löschgruppenfahrzeug LF 20 KatS und ein Mannschaftstransportfahrzeug MTW stationiert. Im Gerätehaus in Hinrichshagen verfügt die Wehr über ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10.

Unternehmensnachfolge geglückt

Oberbürgermeister besucht die Seelandt & Utecht Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG

Schwerin – Die erfolgreiche Unternehmensnachfolge ist ein wichtiges Thema für viele mittelständische und kleine Unternehmen in Schwerin. Bei Seelandt & Utecht Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG (SUK) ist der Wechsel geglückt. Die langjährigen Mitarbeiter des Unternehmens, Christopher Ulbrich und Jan Weber haben im Juli 2021 die Unternehmensnachfolge angetreten.

„Beständige Unternehmen wie Seelandt & Utrecht machen den Schweriner Wirtschaftsstandort aus. Umso erfreulicher ist es, dass es hier mit der Nachfolge so gut geklappt hat.“, betont Rico Badenschier beim Unternehmensbesuch. Vom Weg zur Übernahme und der Entwicklung bis heute berichteten die beiden geschäftsführenden Gesellschafter im Gespräch mit dem Oberbürgermeister und der Wirtschaftsförderung.

Das Unternehmen, das vor 33 Jahren von den Gesellschaftern Michael Seelandt und Heiko Utrecht in Eldena gegründet wurde, war 1993 mit dem Umzug nach Schwerin eine der ersten Neuansiedlungen im Gewerbegebiet „Am Fährweg“. Heute ist SUK mit seinen 24 Mitarbeitenden ein wichtiger Zulieferer für die Autoindustrie, sowie für die Haushaltswaren- und Konsumgüterherstellung. Im Spritzgießverfahren werden in Schwerin unter anderem technische Formteile aus Kunststoff hergestellt.

Die gesamte Produktionsbreite von der Beschaffung der Thermoplastischen Kunststoffe sowie deren Verarbeitung, die Baugruppen- oder Fertigteilmontage, das Qualitätsmanagement bis hin zur Logistik wird nach Kundenwunsch bedient. Das Unternehmen spürte die Auswirkungen der Corona-Pandemie durch den Zusammenbruch von Lieferketten und stellt sich aktuell den Herausforderungen durch hohe Energiekosten für den energieintensiven Produktionsprozess. Die beiden Geschäftsführer engagieren sich außerdem aktiv in dem Netzwerk der Wirtschaftsjunioren der IHK zu Schwerin.

TUI bietet mehr Urlaubserlebnisse in M-V

Schwerin – Gute Nachrichten zu Jahresbeginn: TUI, Deutschlands führender Reiseveranstalter, weitet sein Engagement in Mecklenburg-Vorpommern aus und eröffnet das erste TUI Suneo Hotel in Deutschland. Dazu wurde das TUI Suneo Kinderresort Usedom in Trassenheide im Stil der Marke weiterentwickelt. Eigentümer bleibt der Partner Seetelhotels.

Damit ist Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland mit dem größten Angebot an TUI-Markenhotels. Dazu Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: „Einer der international führenden Tourismuskonzerne baut sein langjähriges Engagement in unserem Bundesland weiter aus. Das spricht für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Mecklenburg-Vorpommern.

Mit der Etablierung der frischen Marke auf Usedom wird ein abwechslungsreiches Angebot insbesondere für Familien weiter ausgebaut. Die Insel wird vor allem auch für Gäste mit Kindern noch attraktiver. Um im touristischen Wettbewerb mit anderen Bundesländern mithalten zu können, benötigt das Land vielfältige Angebote für unsere Gäste. Nicht Masse, sondern Klasse ist dabei die Devise im Tourismus.

Der weitere Ausbau des Qualitätstourismus hat große Bedeutung genauso wie die Schaffung nachhaltiger touristischer Angebote und Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern. Das ist die Grundlage für die Steigerung der Wertschöpfung und für die zukünftige touristische Entwicklung des Landes“, betonte Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit.

 „Von den TUI-Gästen, die in Deutschland Urlaub machen, wählt ein Drittel Mecklenburg-Vorpommern als Reiseziel. Das zeigt die hohe Attraktivität des Reiselandes Mecklenburg-Vorpommern, der Urlaubsorte im Land, der Ausflugsziele, der Gastfreundschaft.

Wir bauen unsere Präsenz an der Ostsee weiter aus – jetzt mit dem neuen TUI Suneo – und sind dann mit unseren Hotelmarken und Konzepten Robinson, TUI Blue, TUI Kids Club und TUI Suneo in Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Ein Wachstumssegment international und in Deutschland sind Aktivitäten und Ausflüge, die unsere Tochter TUI Musement vermittelt. Hier erweitern wir unser Angebot in Deutschland: vom Museumsbesuch bis zum Nachtwächter-Rundgang in Stralsund oder Sporterlebnisse an der Küste oder den Seen“, sagte Thomas Ellerbeck, Mitglied des Group Executive Committee der TUI Group.

Er wies darauf hin, dass die TUI auch ein wichtiges touristisches Ziel in Mecklenburg-Vorpommern seit vielen Jahren unterstützt: „Im Deutschen Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten befinden sich wertvolle Leihgaben der TUI-Sammlung. Dieses Museum ist ein bedeutender Ort zur Bernstein-Geschichte und eine international bekannte Touristen-Attraktion, für die TUI wesentliche Exponate zur Verfügung stellt.“

Mecklenburg-Vorpommern ist bei der TUI die beliebteste Urlaubsregion in Deutschland. Rund 30 Prozent aller Deutschlandurlauber der TUI verbringen ihre Ferien im Nordosten; Tendenz steigend. TUI engagiert sich seit Anbeginn im Urlaubsland und eröffnete 2000 den ersten Robinson Club Deutschlands in der Mecklenburgischen Seenplatte. 2008 folgten ein Dorfhotel sowie ein Iberotel in Boltenhagen.

2009 eröffnete ein weiteres Hotel am Fleesensee; das heutige TUI Blue Fleesensee. Das gesamte Angebot der TUI in Mecklenburg-Vorpommern umfasst acht Hotels eigener Marken und gesamthaft rund 150 Hotels in den Urlaubsregionen an der Ostseeküste, auf Rügen, Usedom und in der Mecklenburgischen Seenplatte.

 „Mecklenburg-Vorpommern ist seit langem die Nummer eins bei unseren Deutschlandurlaubern. Daher investieren wir seit vielen Jahren in den Ausbau und die Weiterentwicklung unseres Angebots. Wer das Besondere sucht, ist hier an der richtigen Adresse“, so Nicole Sohnrey, Leiterin Deutschlandreisen bei TUI. „In diesen Tagen öffnen wir zudem das erste TUI Suneo Hotel auf Usedom.

Das Hotelkonzept richtet sich generell an preissensible Qualitätsurlauber“, so Sohnrey weiter. Im TUI Suneo Kinderresort Usedom können sich Gäste auf eine weitläufige Anlage mit 120 modern ausgestatteten, Zimmern freuen, die auf die Bedürfnisse von Familien eingerichtet sind. Das All-Inclusive-Angebot mit hochwertiger regionaler Küche umfasst auch Kinderbetreuung ab zwei Jahren und ein vielfältiges Angebot für die ganze Familie.

Bis zum Ende des Jahres 2022 rechnet der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern (TMV) mit Blick auf das Ergebnis im Oktober mit mehr als 31 Millionen Übernachtungen. Das wäre ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das allerdings bis Juni von Einschränkungen im Reiseverhalten aufgrund des Lockdowns geprägt war.

Insgesamt teilten sich die Besucherströme per Oktober wie folgt auf die Reiseregionen auf: Die meisten Besucher zählten mit 8,5 Millionen Übernachtungen (+31 Prozent) die Mecklenburgische Ostseeküste und mit rund sechs Millionen Übernachtungen (+18 Prozent) die Insel Rügen.

Es folgen die Insel Usedom (5,2 Millionen Übernachtungen; +18 Prozent), die Mecklenburgische Seenplatte (4,0 Millionen Übernachtungen; +17 Prozent) und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (2,9 Millionen Übernachtungen; +15 Prozent). Auf dem vorpommerschen Festland (rund 1,5 Millionen Übernachtungen; +16 Prozent) und in Westmecklenburg (rund 1,3 Millionen Übernachtungen; +14 Prozent) wurden die wenigsten Übernachtungen gezählt. Die hohen Zuwächse resultieren aus den Schließungen und Einschränkungen im Jahr 2021.

Bei den internationalen Gästen konnten per Oktober rund 707.000 Übernachtungen verbucht werden. Den größten Anteil stellen dabei Besucher aus den Niederlanden (rund 132.000 Übernachtungen) und der Schweiz (rund 117.000), gefolgt von Polen, Schweden, Österreich und Dänemark mit jeweils knapp über 60.000 Übernachtungen.

Ableitend aus den Zielvorgaben in der Landestourismuskonzeption, in der dem Qualitätstourismus ein hoher Stellenwert zugewiesen wird, engagiert sich der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern beim Ausbau hochwertiger und inklusiver Angebote.

Ein Indikator für familienfreundlichen Urlaub beispielsweise ist das seit 2005 vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern vergebene Qualitätssiegel „Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität“, das inzwischen 90 Beherbergungs-, Gastronomie- und Erlebnisbetriebe sowie Tourismusorte im Land tragen. Sechs Betriebe sind im letzten Jahr neu dabei, darunter das Kunstmuseum in Schwaan, das Familien- und Inklusionshotel Querleben in Mirow sowie das Beech Resort Fleesensee in Göhren-Lebbin.

Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/familie/zertifizierter-familienurlaub

Urlauber mit Einschränkungen finden zwischen Ostsee und Seenplatte 97 Betriebe mit dem Siegel „Reisen für Alle“, der bundesweit gültigen Kennzeichnung für Barrierefreiheit. Neu dabei sind unter anderem die Tourismusinformation im Ostseeheilbad Zingst sowie das Stadtmuseum in Güstrow. Ausblick: Güstrow wird noch im ersten Quartal dieses Jahres die erste barrierefreie Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern.

In der Barlachstadt gibt es elf Betriebe, die das Siegel „Reisen für Alle“ tragen. Höhepunkt im Bereich Barrierefreiheit wird auch die zweite Auflage des Inklusionsfestivals „all inklusiv“, das vom 24. bis 26. August 2023 in Rostock veranstaltet wird.

Erstmals hat Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen eines Pilotprojektes zur Erstellung von Treibhausgasbilanzen im Rahmen der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele den Klima-Fußabdruck der Urlauber*innen in MV messen lassen.

Demnach verursachten diese 2021 Treibhausgasemissionen (CO2e*) in Höhe von 1,94 Millionen Tonnen. Der Großteil der Emissionen entfiel auf die Mobilität (46 Prozent), und hier insbesondere auf die An- und Abreise mit PKW (89 Prozent aller Mobilitätsemissionen). Über ein Drittel der touristischen Emissionen entstanden aus Beherbergungsleistungen (36 Prozent), mit hohen Anteilen aus dem grauen Beherbergungsmarkt (32 Prozent), Ferienwohnungen (17 Prozent), Campingplätzen (17 Prozent) und Hotels (16 Prozent). Verpflegungsleistungen machten 14 Prozent aller touristischen Emissionen aus, und touristische Aktivitäten verursachten lediglich vier Prozent der Gesamtemissionen.

Was die täglichen Treibhausgasemissionen betrifft, schlägt ein touristischer Aufenthalt pro Tag im Durchschnitt um etwa sieben Prozent mehr zu Buche als die Bewegung im Alltag. „Es ist gut, dass wir jetzt eine Datengrundlage haben und dadurch wissen, wie hoch die gesamten Treibhausgasemissionen im touristischen System im Urlaubsland sind.

Nur so können wir gezielt Strategien für Lösungen entwickeln, die zu einer notwendigen Reduktion derer führen. Insbesondere bei der Mobilität besteht Handlungsbedarf“, sagte Tobias Woitendorf, Tourismusbeauftragter des Landes und Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Nachdem der Landestourismusverband im November 2022 einen so genannten Nachhaltigkeitsleitfaden herausgegeben hatte, der ein ausgewogenes Energie-, Wasser- oder Abfall-Management, Mobilität sowie Fördermöglichkeiten für den Bau beziehungswiese die Renovierung von Unterkünften und Freizeiteinrichtungen im nachhaltigen Sinne beleuchtet, soll in diesem Jahr ein Qualitäts- und Nachhaltigkeitsleitbild für die Tourismusbranche entwickelt werden für ein gemeinschaftliches Verständnis für die Themen Qualität und Nachhaltigkeit in der gesamten Branche. Ziel ist es, basierend auf der Grundmaxime „Nachhaltigkeit ist unser Weg zur Qualität“ zukünftig alle Dimensionen der Nachhaltigkeit im Qualitätsverständnis mitzudenken.

Erlebnisreich kommt das Urlaubsland auch in der Saison 2023 daher. Dabei sind es vor allem imposante Bauprojekte wie der geplante Skywalk Königsstuhl auf der Insel Rügen oder die Seebrücke in Prerow auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die eröffnet werden und Besucher in den Bann ziehen sollen.

Darüber hinaus rückt der Landestourismusverband das Thema Radfahren – und hier speziell den Radfernweg Berlin-Kopenhagen – 2023 im Rahmen einer groß angelegten MV-Kampagne mittels Medienkooperationen oder auf Pressereisen in den Fokus. Des Weiteren setzt das Urlaubsland zum kulturellen Dreisprung an: Die Rostocker Kunsthalle eröffnet nach umfangreicher Sanierung im Frühjahr dieses Jahres und 2024 folgt der 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich, der in der Hansestadt Greifswald das Licht der Welt erblickte.

Hier sind eine Reihe von Höhepunkten geplant, darunter die zwei Sonderausstellungen „Zeichenstunde“ und „Geburtstagsgäste“ im Pommerschen Landesmuseum, die lithurgische Einweihung des Kirchenfensters im Dom St. Nikolai, ein Jubiläumskonzert in Uraufführung im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und ein Konzert mit dem Pianisten und Produzenten Martin Kohlstedt in der von Friedrich gezeichneten Klosterruine Eldena.

Die feierliche Eröffnung des Jubiläumsjahres ist für den 20. Januar im Dom St. Nikolai angesetzt. Nicht zuletzt ist die Wiedereröffnung des Staatlichen Museums Schwerin voraussichtlich für den Sommer 2025 geplant.

Weitere Tourismusorte in M-V

Gemeinde Bugewitz sowie Städte Güstrow, Plau am See und Schwaan erhalten Prädikat

Schwerin – Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer hat am Mittwoch offiziell die Anerkennung als Tourismusort nach dem Kurortgesetz an die Gemeinde Bugewitz sowie an die Städte Güstrow, Plau am See und Schwaan verliehen.

„Das Prädikat Tourismusort steht für das Engagement der Städte und Gemeinden im Land, die touristische Entwicklung gemeinschaftlich und partnerschaftlich voranzutreiben. Denn die Gäste sind über die Gemeinde- und Stadtgrenzen mobil und aktiv, möchten Regionen als Ganzes erleben und erwarten ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau. Mit der Anerkennung haben die Kommunen die Möglichkeit, eine Kurabgabe einzuführen und diese für die Finanzierung touristischer Infrastruktur im Sinne der Gäste zu nutzen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer in Güstrow.

Die Gemeinde Bugewitz mit den Ortsteilen Bugewitz, Rosenhagen, Kalkstein, Kamp und Lucienhof liegt direkt am Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch, am Achterwasser sowie am Stettiner Hafff. Auf dem Wasserwanderrastplatz Kamp wird eine breite Palette an Wassersportaktivitäten geboten. Hierzu zählt auch die solarbetriebene Fahrrad- und Personenfähre der Oderhaff Reederei Peters im Hafen Kamp, die das Festland mit der Insel Usedom verbindet.

„Die Gemeinde plant, die touristischen Angebote weiter auszubauen. So soll beispielsweise eine Beschilderung intensiver auf die Besonderheiten der Region aufmerksam machen. Zudem ist vorgesehen, die Traditionen des Ortes stärker in die Vermarktung aufzunehmen“, sagte Meyer.

Die Barlachstadt Güstrow verfügt über ein großes touristisches und kulturelles Angebot. Der Wildpark MV, die Ernst-Barlach-Museen, das Freizeitbad Oase, das sich in Sanierung befindende Renaissance-Schloss, Museen, Galerien und das Ernst-Barlach-Theater sowie ein vielfältiges Spektrum an erlebnisreichen Naturgegebenheiten prägen die Stadt. Mit der Zertifizierung als „anerkannter Tourismusort“ sollen diese Qualitätskriterien ausgebaut werden.

„Gemeinsam mit Rostock, Schwaan und Teterow bildet Güstrow eine der fünf touristischen Modellregionen im Land. In dem Projekt sollen Tourismusentwicklung, Digitalisierung, Mobilität und Vernetzung in der Region weiter vorangetrieben werden. So ist beispielsweise vorgesehen, eine digitale GästeCard mit umfangreichen Zusatzangeboten einzuführen“, sagte Meyer.

Das Gesundheitswesen und der Tourismus sind die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Stadt Plau am See. Die Stadt ist, ohne die Ortsteile Karow und Leisten, bereits staatlich anerkannter Luftkurort seit 1998. „Mit dem Titel anerkannter Tourismusort soll eine weitere touristische Aufwertung für die gesamte Stadt mit allen Ortsteilen einhergehen. Dann können auch alle Gäste einheitliche Vorteile genießen. Derzeit gibt es beispielsweise eine kostenlose Nutzung des Plauer Rundbusses für Kurkarteninhaber. Das Mobilitätsangebot kann dann für das gesamte Gemeindegebiet ausgeweitet werden“, sagte Meyer.

Die besondere Lage der Stadt Schwaan zwischen Ostsee, dem Fluss Warnow und der Obotritenhöhe bildet einen reizvollen Dreiklang aus Bade- und Erholungsmöglichkeiten sowie Aktivitäten in der Natur. Die Innenstadt besticht durch ihre historische Architektur. Parks und Naherholungsgebiete wie etwa der Skulpturenpark hinter dem Kunstmuseum, der Lindenbruch oder der Krasemansche Hof laden zum Verweilen ein.

„Perspektivisch strebt Schwaan die Bildung einer Tourismusregion mit den Partnern Rostock, Güstrow und Teterow an. Ziel ist, eine digitale GästeCard zu entwickeln, die auch den Gästen in den Partnerorten zur Verfügung stehen. Ein kluger Weg, um den Urlaubern die Vorzüge einer gesamten Region nahe zu bringen“, sagte Meyer.

Seit der Anpassung des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2021 haben 26 anerkannte Tourismusorte und eine anerkannte Tourismusregion (Mönchgut-Granitz) die Auszeichnung erlangt. Gemeinden, die über eine landschaftlich bevorzugte Lage oder bedeutende kulturelle Einrichtungen (insbesondere Museen oder Theater), internationale Veranstaltungen oder sonstige bedeutende Freizeiteinrichtungen von überörtlicher Bedeutung, Angebote für Naherholung wie insbesondere Ausflugsmöglichkeiten, Grünflächen, Rad- und Wanderwege, ein vielfältiges gastronomisches Angebot oder wichtige Dienstleistungsangebote für benachbarte Kur- und Erholungsorte verfügen, können ein Prädikat als „Tourismusort“ erhalten.

Weitere Tourismusorte im Land sind die Gemeinden Kargow, Ivenack, Stavenhagen, Anklam, Wittenbeck, Börgerende-Rethwisch, Kröpelin, Bastorf, Kalkhorst, Steffenshagen, Rostock, Hohenkirchen, Zarrentin am Schaalsee, Alt Schwerin, Elmenhorst/Lichtenhagen, Altwarp, Stolpe an der Peene, Ummanz, Bad Kleinen, Dassow, Dobin am See und Klütz. Zudem wurde im Sommer 2022 der Gemeindezusammenschluss „Mönchgut-Granitz“ als erste Tourismusregion des Landes anerkannt.

Backhaus: Besucherströme brauchen Lenkung

Wieck – Bis zu 4 Millionen Menschen besuchen pro Jahr den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Daher gibt es seit dem Sommer 2020 konkrete Überlegungen, die Besucherströme besser zu lenken und den Menschen mehr Orientierung beim Verhalten in der sensiblen Landschaft zu geben. Heute haben sich die Projektpartner (u.a. Deutsches Meeresmuseum, Nationalparkamt, Nationalparkförderverein, Tourismusverband FDZ, Kurverwaltungen, Deutsche Naturfilmstiftung und die Bürgermeister der Gemeinden Wieck, Zingst und Prerow) in Wieck getroffen, um sich darüber auszutauschen, wie es auf dem Weg zum geplanten Nationalpark-Infonetzwerk weitergehen soll.

„Im Zusammenspiel von Nationalpark, Region und Tourismus ist es wichtig, Synergien zu finden und zu entwickeln. Die kann ein neu und breit gedachtes Informationsnetzwerk sein, das den Nationalpark vielerorts sichtbar und verständlich macht und die Region weiter zusammenschmiedet. Für ein solches Projekt sind die von meinem Haus bereitgestellten 100.000 Euro sicher gut angelegt“, sagt Umweltminister Dr. Till Backhaus.

„Großes gelingt nur, wenn alle an einem Strang ziehen, dies wird gerade auf dieser Halbinsel immer sichtbarer. Ich bin froh und auch ein bisschen stolz darauf, dass wir als Land, mit Unterstützung der Kommunen, der Naturschützer und Touristiker, ein Projekt umsetzten, an dem einige gescheitert sind und dass viele für unlösbar gehalten haben. Der Inselhafen in Prerow ragt inzwischen unübersehbar aus der Ostsee heraus, als Meilenstein für Regional- und Nationalparkentwicklung hier auf der Halbinsel und als Beispielprojekt weit über unsere Landesgrenzen hinaus. Der Bau schreitet voran, auch in diesen schwierigen Zeiten.

Auch eine weitere Baustelle, das Regenbogencamp, ist sichtlich in Bewegung geraten. Im Interessenkonflikt zwischen touristischer Nutzung mit Historie und dem Schutz einer besonderen Küstenlandschaft sind innovative zukunftsweisende Lösungen gefragt. Inzwischen sind hier Dünenbereiche wieder das, was sie per Gesetz sein müssen: geschützte Biotope, in denen Natur Natur sein darf.

Daneben läuft das größte Renaturierungsvorhaben im Nationalpark in der Sundischen Wiese, für das ebenfalls immer wieder Interessen abgewogen und ausgeglichen werden müssen. Das heißt, zwischen Schutzzielen für Arten und Prozesse, den Bedingungen für eine langfristige Beweidung, ebenso Möglichkeiten des Naturerlebens und nicht zuletzt für den Moorschutz. Dies geschieht auch mit Blick auf die Moore von morgen, in dieser Region, die wir zum Schutz des Klimas unbedingt brauchen.

Die zukunftsweisende Koexistenz zwischen Naturschutz und Tourismus verlangt nach immerwährendem Aufklären und Sensibilisieren. Dies kann nur als gemeinsame Aufgabe gelöst werden, die auch bei Gemeinden und Kurbetrieben gesehen wird. Für das Nationalpark-Informations-Netz ist dies geschehen, mit finanzieller Starthilfe des Landes.

Für die nächsten Schritte sind Kreativität und Engagement gefragt und zwar von allen. Ich freue mich den Weg mit den Projektpartnern gemeinsam weiterzugehen und bin zuversichtlich, dass hier etwas Beispielhaftes entstehen wird. Für die Besucherinnen und Besucher, vor allem auch der kommenden Generationen, für die Anwohnerinnen und Anwohner. Für den unschätzbaren Wert des Nationalparks und den Zusammenhalt in einer Nationalparkregion“, so Minister Backhaus.

Fördermittel für die Landeshauptstadt

Kaninchenwerder, Residenzstädterundweg und Radweg Greifswalder Straße – Wirtschaftsminister übergibt Zuwendungen an Schwerin

Schwerin – Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer hat am Mittwoch  drei Zuwendungsbescheide an Schwerins Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier übergeben.

„Über die Förderungen kann der Radwegebau in der Landeshauptstadt weiter vorangehen. Außerdem sollen Veränderungen an der Hafenanlage Kaninchenwerder vorgenommen werden. Die Maßnahmen tragen dazu bei, Schwerin als Tourismusstandort weiter zu stärken und den Besuchern attraktive Angebote vorzuhalten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer in Schwerin.

Die Insel Kaninchenwerder liegt im Schweriner Innensee, östlich der Stadt Schwerin und umfasst eine Fläche von 37 Hektar. Der bestehende Hafen verfügt derzeit über drei Anlegestellen. Der mittlere Steg ist die Schiffsanlagestelle der Weißen Flotte, die mit Ausflugsschiffen regelmäßig die Insel anfährt.

Rechts und links des Anlegers der Weißen Flotte liegen zwei kleine Hafenbecken, die die vorhandene Uferkante begrenzen und Platz für 42 Sportboote bieten. Jetzt ist vorgesehen, die maroden Hafenanlagen zu erneuern. Das Vorhaben umfasst die Modernisierung und grundlegende Erneuerung des öffentlichen Fahrgastanlegers, die Schaffung eines zweiten Anlegers für den Pendelverkehr aus Mueß sowie die Erneuerung der bestehenden Liegeplätze für die touristische Nutzung.

Die Insel im Schweriner Innensee kann unter anderem mit den Schiffen der Weißen Flotte ab Anleger Schloss und von Zippendorf erreicht werden. Die Gesamtinvestition beträgt rund 4,24 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund vier Millionen Euro.

„Kaninchenwerder ist ein touristisches Kleinod der Landeshauptstadt. Die besondere Lage, die einzigartige Natur und der beeindruckende Blick auf die Stadt Schwerin tragen dazu bei, dass die Insel ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste und Einheimische ist. Jetzt sollen die Anleger und Liegeplätze ertüchtigt werden, um ein bequemeres Anlanden der Boote und Schiffe zu gewährleisten“, sagte Meyer.

Zudem ist vorgesehen, den Abschnitt „Störkanal“ des Residenzstädterundweges zu erweitern. Das Vorhaben umfasst den Neu- und Ausbau des Radweges zwischen Plate und Schwerin mit einer Gesamtlänge von etwa 2.400 Metern. Die Wegeabschnitte unterteilen sich in drei Abschnitte. Der erste Abschnitt umfasst die Erneuerung und qualitative Verbesserung des vorhandenen Weges auf der westlichen Seite der Stör-Wasserstraße.

Der zweite Abschnitt umfasst den Neubau einer Wegeverbindung als Lückenschluss des Radweges zum Abschnitt 3 unterhalb der Bundesstraße B321. Der dritte Abschnitt umfasst den Ausbau eines unbefestigten Weges zwischen der B321 mit Anschluss an das Wegenetz der Ortslage Mueß. Vorgesehen ist der Ausbau und der teilweise Neubau des vorhandenen Radweges entlang des Störkanals zwischen dem Stadtteil Mueß und der Kreisgrenze von LUP in Consrade (Plate).

Die Gesamtinvestition beträgt rund 1,35 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionle Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund einer Million Euro.

„Der Rundweg folgt historischen Spuren zu einstigen Residenzen – Regierungspaläste, Sommersitze, Lust- und Jagdschlösschen liegen entlang des Weges. Mit der nun geplanten Maßnahme wird nicht nur eine Lücke geschlossen, Anwohner und Besucher können die Strecke noch besser nutzen“, sagte Meyer.

Der Radweg Greifswalder Straße soll neu gebaut und weitergeführt werden. Der Bereich erstreckt sich vom bestehenden Ende des vorhandenen Radweges zwischen dem Wohnpark Lankow „Am Mühlenberg“ bis hin zum unbefestigten Neumühler Weg über eine Länge von rund 647 Metern.

In Asphaltbauweise wird die Strecke auf einer Breite von zweieinhalb Metern ausgebaut. Die Gesamtinvestition beträgt knapp 595.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Sonderprogramms „Stadt und Land“ in Höhe von rund 535.500 Euro.

„Von diesem Vorhaben profitieren die Radfahrenden, denn der Neubau des Weges trägt zu einer verbesserten Radverkehrserschließung des gesamten Wohngebietes bei, indem zusätzlich zwei Stichstraßen angebunden werden. Die Verkehrssicherheit wird erhöht“, sagte Meyer.

Barrierefreier Umbau von Haltestellen

Meyer: Baumaßnahmen geben Schutz und Sicherheit für Fahrgäste

Anklam – Insgesamt fünf Bushaltestellen werden jetzt im Amtsbereich Anklam-Land (Landkreis Vorpommern-Greifswald) barrierefrei umgebaut. Dabei geht es um die Errichtung von Bushaltestellen sowie Aufstell- und Warteflächen in den Gemeinden Neu Kosenow (Ortsteile Auerose und Kagendorf), Rossin (Ortsteil Charlottenhof), Sarnow sowie Neetzow-Liepen (Ortsteil Steinmocker).

„Ein müheloser Zugang für alle, Sicherheit und Schutz vor Witterungseinflüssen sind wichtige Elemente an Bushaltestellen. Mit den jetzt geplanten Umbaumaßnahmen im Amtsbereich Anklam-Land wird für die Fahrgäste die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs deutlich erleichtert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Die Haltestellen in der Gemeinde Neu Kosenow in den Ortsteilen Neu Kosenow und Auerose sind sehr frequentiert, da diese, neben den regulären Fahrgästen, insbesondere von Schülern genutzt werden. Es sind ein neuer Fahrgastunterstand, der Bau einer Aufstellfläche, für den passenden Einstieg in die behindertengerechten Fahrzeuge ein erhöhter Bordstein sowie das Einfügen von Bodenindikatoren für Blinde und Sehbehinderte geplant.

In der Gemeinde Rossin ist keine Buswartehalle vorhanden, daher sind im Ortsteil Charlottenhof die Errichtung einer Buswartehalle mit Zubehör sowie einer Aufstellfläche mit Unterbau geplant. Beidseitig der Wartefläche werden Rampen gebaut, die das behindertengerechte Erreichen der Busspur ermöglichen. Die Ausstattung der Wartehalle erfolgt mit Sichtschutzstreifen, einem Abfallkorb und einer Sitzbank mit Rückenlehne, damit für ältere und in der Mobilität eingeschränkte Menschen eine höhere Sicherheit gegeben werden kann.

Die Haltestelle in der Gemeinde Sarnow ist ebenfalls eine sehr frequentierte Haltestelle, da neben den regulären Fahrgästen auch Schüler den Ein- und Ausstieg nutzen. Es sind ein neuer Fahrgastunterstand, der Bau einer Aufstellfläche, ein erhöhter Bordstein für den passenden Ein- und Ausstieg in die behindertengerechten Fahrzeuge sowie das Einfügen von Bodenindikatoren für Blinde und Sehbehinderte geplant.

Die Gemeinde Neetzow-Liepen plant im Ortsteil Steinmocker die Errichtung einer Buswartehalle mit Zubehör, inklusive Aufstellfläche mit Unterbau und der Neuerrichtung einer Wartefläche. Die Erreichbarkeit der Buswartehalle ist dann ohne Hindernisse möglich und auch der Aufstellbereich für Rollstuhlfahrer ist gegeben.

„Mit den geplanten Maßnahmen wird die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel für Schülerinnen und Schüler sowie für ältere und in der Beweglichkeit eingeschränkte Personen gewährleistet“, sagte Meyer.

Die Gesamtinvestition beträgt knapp 173.000 Euro. Das Wirtschafts- und Verkehrsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 138.200 Euro.

Bei der Maßnahme handelt es sich um ein Vorhaben im Rahmen des Sonderprogramms „Barrierefreie Haltestellen in Mecklenburg-Vorpommern“. Gefördert wird daraus der Neu- und Umbau von barrierefreien Haltestellen und Verkehrsstationen mit bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Voraussetzung ist, dass das Vorhaben dem Barrierefreiheitsprogramm für den ÖPNV entspricht. Insgesamt standen in dem Sonderprogramm 15 Millionen Euro zur Verfügung; diese sind bereits vollständig bewilligt.

Vier Gemeinden als Tourismusorte anerkannt

Meyer: Prädikat unterstützt den zukunfts- und wettbewerbsfähigen Tourismus im Land

Schwerin – Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer hat am Freitag den Gemeinden Bad Kleinen, Dassow, Dobin am See und Klütz offiziell die Anerkennung als Tourismusort nach dem Kurortgesetz verliehen.

„Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern soll zukunfts- und wettbewerbsfähig bleiben. Dafür ist es notwendig, stetig in die touristische Infrastruktur zu investieren. Durch das Prädikat Tourismusort und die damit verbundenen neuen Finanzierungsmöglichkeiten können Infrastruktur, Mobilität und Qualität in den Regionen nachhaltig verbessert werden. Die Gemeinden Bad Kleinen, Dassow, Dobin am See und Klütz gehen diesen klugen Weg und wollen das Angebot für die Gäste deutlich erweitern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer am Freitag in Bad Kleinen.

Bad Kleinen ist die größte Kommune zwischen der Landeshauptstadt Schwerin und der Hansestadt Wismar, an der Nordspitze des Schweriner Sees gelegen. Prägend für die Freizeitinfrastruktur ist die urwüchsige, unverbrauchte Naturlandschaft mit Wäldern, Seen, Wiesen und Mooren. Der Schweriner See, den jährlich ca. 50.000 Tagesgäste besuchen, sowie der Eiertunnel, Schwedenschanze, Gutshaus Niendorf mit Außencafé sind attraktive Anziehungspunkte in der Gemeinde.

Bad Kleinen liegt am Hamburg-Rügen-Radfernweg sowie am Residenz-Städte-Rundweg und dem Kulturradweg. Die Gemeinde bewirtschaftet eine Naturbadestelle mit Spielplatz sowie Einkehrmöglichkeit. „In Bad Kleinen ist in den vergangenen Jahren viel in die touristische Infrastruktur investiert worden, unter anderem ist das ehemalige Postamt zum touristischen Informationszentrum umgebaut und die beliebte Badestelle saniert worden“, sagte Meyer.

Die Ortsteile von Dassow entlang der Ostseeküste (Pötenitz, Rosenhagen, Barendorf, Harkensee) sind touristisch geprägt durch Ferienhausgebiete. Dassow verfügt über acht Kilometer Ostseeküste mit zehn Strandzugängen. In der Vor-, Haupt- und Nachsaison sind die naturnahen Strände in dem Gemeindegebiet sowohl bei Tagestouristen als auch bei Urlaubern sehr beliebt. Das umfangreiche Radwegenetz mit dem vielbefahrenen Ostseeküstenradweg, dem Hanseatenweg und dem Grünen Band Deutschland (Iron Curtain Trail) erfreut sich einer steigenden Beliebtheit bei den Radtouristen.

„Sehr beeindruckend sind die 23 Stelen, mit denen werden Touristen und Einheimische auf die ehemalige innerdeutsche Grenze aufmerksam gemacht werden. Ein engagierter Verein organisiert zudem Wanderungen entlang der ehemaligen Grenze. Hier gelingt es, den Gästen die wichtigen Erinnerungen an die Historie lebendig zu halten“, sagte Meyer.

Die Gemeinde Dobin am See umfasst sieben Ortsteile: Alt Schlagsdorf, Buchholz, Flessenow, Liessow, Neu Schlagsdorf, Retgendorf und Rubow. Prägend für die Orte am Schweriner See ist die idyllische Naturlandschaft mit ihren zwei Naturschutzgebieten (Döpe und Cambser Moor), Wäldern, Seen, Wiesen und Mooren, die vor allem für Wanderer und Radfahrer erlebnisreich sind. Die Rad- und Wanderroute „Blaue Acht“ um den Schweriner See ist dabei eine beliebte Strecke.

„Die Gemeinde plant unter anderem, einen Trimm-dich-Pfad auf der Badewiese in Retgendorf zu schaffen und den Uferweg von Rampe bis Flessenow barrierefrei auszubauen. So wird das Urlaubserlebnis in der Region für alle noch umfangreicher“, sagte Meyer.

Zentral im Klützer Winkel zwischen Boltenhagen, Wismar und Grevesmühlen gelegen, hat der Tourismus in Klütz einen bedeutenden Stellenwert. Der östliche Teilbereich rund um Wohlenberg wird insbesondere durch den unmittelbaren Ostseezugang geprägt. Hier hat sich bereits ein regelmäßiger Badetourismus mit einem umfangreichen Übernachtungsangebot entwickelt. Im nördlichen Bereich der Gemeinde ist ein Steilküstenabschnitt vorzufinden.

Der hierfür typische Naturstrand bietet insbesondere dem Gesundheits- und Naturtourismus eine geeignete Plattform. Der Hauptort Klütz wie auch die touristischen Zentren nahe der Wohlenberger Wiek wurden im Jahr 2022 als staatlich anerkannte Erholungsorte prädikatisiert. „Mit der Anerkennung der gesamten Gemeinde als Tourismusort besteht die Möglichkeit, das gesamte Gebiet gemeinschaftlich weiter zu entwickeln. Das ist ein sinnvoller Schritt“, sagte Meyer.

Seit der Anpassung des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2021 haben 26 anerkannte Tourismusorte und eine anerkannte Tourismusregion (Mönchgut-Granitz) die Auszeichnung erlangt. Gemeinden, die über eine landschaftlich bevorzugte Lage oder bedeutende kulturelle Einrichtungen (insbesondere Museen oder Theater), internationale Veranstaltungen oder sonstige bedeutende Freizeiteinrichtungen von überörtlicher Bedeutung, Angebote für Naherholung wie insbesondere Ausflugsmöglichkeiten, Grünflächen, Rad- und Wanderwege, ein vielfältiges gastronomisches Angebot oder wichtige Dienstleistungsangebote für benachbarte Kur- und Erholungsorte verfügen, können ein Prädikat als „Tourismusort“ erhalten.

Weitere Tourismusorte im Land sind die Gemeinden Kargow, Ivenack, Stavenhagen, Anklam, Wittenbeck, Börgerende-Rethwisch, Kröpelin, Bastorf, Kalkhorst, Steffenshagen, Rostock, Hohenkirchen, Zarrentin am Schaalsee, Alt Schwerin, Elmenhorst/Lichtenhagen, Altwarp, Stolpe an der Peene, Ummanz, Schwaan, Bugewitz, Güstrow und Plau am See. Zudem wurde im Sommer 2022 der Gemeindezusammenschluss „Mönchgut-Granitz“ als erste Tourismusregion des Landes anerkannt.

Touristen-Informationsstelle in Negast

Meyer: Touristische Infrastruktur wird weiter ausgebaut – offizielle Einweihung ist für Frühjahr 2023 vorgesehen

Negast – Am Radfernweg Hamburg-Rügen entsteht in Negast (Gemeinde Steinhagen, Landkreis Vorpommern-Rügen) eine Touristeninformationsstelle.

„Mit dem Vorhaben entsteht ein attraktives und frisches Angebot für Einheimische und Gäste gleichermaßen. Sie können umfassende Informationen zu bestehenden touristischen und kulturellen Angeboten erhalten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Region auch über die Aussichtsplattform noch besser kennenzulernen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Das Vorhaben umfasst zwei Bauabschnitte: Der erste Bauabschnitt konnte bereits fertiggestellt werden. Es handelt sich um die Errichtung der Aussichtsplattform mit entsprechender Zuwegung zwischen Plattform und Informationsstelle.

Der zweite Bauabschnitt beinhaltet die Errichtung einer Touristen-Informationsstelle mit Ausstellungsraum und öffentlicher Toilette. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein eingeschossiges Bauwerk mit einem begrünten Flachdach, wobei das Gebäude in leichter Holzbauständerweise errichtet worden ist.

Die Abmaße betragen 12 mal 10 Meter. „Die touristische Infrastruktur wird für Radfahrer und Spaziergänger weiter ausgebaut und im Ergebnis gestärkt. Es ist fast geschafft. Ziel ist es, dass das Gesamtvorhaben im Frühjahr 2023 eingeweiht werden kann“, so Meyer weiter.

Die Gesamtausgaben für die Errichtung einer Touristeninformationsstelle liegen bei knapp 834.400 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 407.000 Euro.

Hochwasserschutzmaßnahme Demmin

Demmin – Die im Auftrag des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte (StALU MS) planfestgestellte Hochwasserschutzmaßnahme am nördlichen Stadtrand von Demmin ist weitestgehend fertiggestellt. Bisher wurden hierfür insgesamt 8,2 Mio. € verbaut.

Nach anfänglichen Verzögerungen war ab Beginn des Jahres 2021 mit der Beauftragung der Firma Echterhoff Bau GmbH aus Dessau-Rosslau eine kontinuierliche Realisierung der Gesamtmaßnahme möglich. Gegenwärtig sind 1717 m der insgesamt 1850 m langen Hochwasserschutzwand fertiggestellt. Lediglich in einem Teilbereich von 133 m ist der Betonholm noch nicht realisiert. Im Hochwasserfall kann jedoch durch zusätzliche operative Hochwasserschutzmaßnahmen ein Hochwasserereignis, wie es statistisch einmal in 100 Jahren vorkommt, gekehrt werden.

Ursache dafür, dass die Maßnahme nicht auch im genannten Teilbereich zum Abschluss gebracht werden konnte, sind Streitigkeiten mit einem Anwohner über etwaige Entschädigungsansprüche für baubedingte Gebäudeschäden und damit einhergehende Baubehinderungen. Momentan kommt hinzu, dass die restlichen Betonierarbeiten über die Wintermonate witterungsbedingt ohnehin nicht fortgeführt werden können. Das StALU MS ist bestrebt, die Restarbeiten zeitnah zu Ende zu führen; ein genauer Zeitpunkt dafür kann jedoch gegenwärtig noch nicht benannt werden.

Außerhalb des strittigen Bereichs konnten zum Jahresende alle mit dem Bau der Hochwasserschutzwand im Zusammenhang stehenden Arbeiten abschließend fertiggestellt werden. Somit ist auch der Deichverteidigungsweg zwischen dem Richtgrabenweg und der Loitzer Straße wieder für Fußgänger und Radfahrer passierbar.

Das StALU MS bedankt sich bei allen während der Bauzeit von Einschränkungen betroffenen Anwohnern für ihr Verständnis.

Anpassung Kommunalbesoldungsverordnung

Schwerin – Innenminister Christian Pegel hat dem Kabinett heute den ersten Anpassungsschritt in der Kommunalbesoldungsverordnung vorgestellt. Neben der Anpassung der Vergütung der Landräte wird aufgrund von Anregungen während der Anhörung der kommunalen Spitzenverbände auch die der Stellvertreter der Landräte verändert sowie eine Regelung für Bürgermeister der touristischen Zentren praxisgerechter ausgestaltet.

„Das Land setzt damit eine Anpassung der Besoldung um, die den Landräten nach der Kreisgebietsreform bereits langfristig avisiert worden war. Die Kommunalbesoldungsverordnung stuft Bürgermeister und Landräte je nach Einwohnerzahl der Stadt beziehungsweise des Landkreises in unterschiedliche Besoldungsstufen ein. Die Landkreise mit mehr als 175.000 Einwohnern werden nun den Städten mit mehr als 150.000 Einwohnern gleichgestellt. Gleiches gilt für die Stufe darunter für Landkreise mit 75.- bis 150.000 Einwohnern“, sagte Christian Pegel. Die Stellvertreter der Landräte folgten diesen Einstufungen in einem festgelegten Abstand.

Für Bürgermeister der touristischen Zentren wie Heringsdorf, Binz oder Zingst gibt es bereits bisher eine Regelung, dass bei sehr hohen Gästezahlen die dadurch für die Bürgermeisterarbeit praktisch der Einwohnerzahl einer größeren Stadt gleichkommende Besoldungsstufe greifen kann. „Diese war nach Stellungnahmen in der Verbändeanhörung bisher wenig praktikabel ausgestaltet. Es ist jetzt unter anderem geregelt, dass der Durchschnitt der Gäste der vergangenen fünf Jahre über die Besoldungshöhe entscheidet“, so der Minister.

Das Kabinett billigte mit der neuen Verordnung, dass das Innenministerium im kommenden Jahr in einer Arbeitsgruppe mit den kommunalen Spitzenverbänden die Bürgermeistervergütungen überprüfen und damit einen zeitnahen zweiten Anpassungsschritt vorbereiten werde.

„In den Rathäusern und Landratsämtern liegt die Basis unseres Gemeinwesens. Dort ist gerade in der Corona-Pandemie, aber auch in der Hilfe für die Ukraine-Schutzsuchenden und in der aktuellen Energiekrise Großartiges geleistet worden“, sagte Pegel und führte weiter aus: „Die direkt gewählten Kommunalspitzen haben deshalb eine faire Einordnung im Rahmen des Besoldungssystems mehr als verdient. Diese setzen wir jetzt schrittweise um. Heute haben wir dafür den ersten Schritt vollzogen. Im zweiten werden wir uns zeitnah die Besoldungs-, Vergütungs- und Entschädigungsregelungen der haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister insbesondere auch der kleineren und kleinen Städte und Gemeinden ansehen.“

Weihnachtsmarkt im Forstamt Dargun

Finkenthal – Am Sonnabend, dem 17. Dezember 2022, eröffnet Minister Dr. Till Backhaus um 10 Uhr den traditionellen Weihnachtsmarkt mit Weihnachtsbaumverkauf im Forstamt Dargun in Finkenthal. Insgesamt verkauft das Forstamt jährlich zwischen 700 bis 800 Weihnachtsbäume. Am beliebtesten ist die Nordmanntanne, deren Nadeln nicht pieken und lange am Baum bleiben. Neben Weihnachtsbäumen gibt es am Sonnabend auch Wildprodukte, Fisch, Obst vom Obsthof Schönemeyer und kunstgewerbliche Besonderheiten.

„Mit einem Weihnachtsbaum vom Förster kann man sicher sein, einen Baum zu erhalten, der natürlich wächst, ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und zusätzlichem Dünger, was in gewerblichen Plantagen eingesetzt wird, um schnelles Wachstum zu garantieren. Außerdem ist er frisch und er hält lange. Transporte quer durch Europa werden vermieden und damit auch erheblich CO2 eingespart. Wir reden hier also von einem regionalen und nachhaltigen Produkt, das regionale Wirtschaftskreisläufe und Jobs in der Region sichert und gleichzeitig dem Klimaschutz dient. Man kann den Baum auch ohne Bedenken nach den Festtagen auf den heimischen Kompost werfen. Auf diese Weise verkleinert man seinen ökologischen Fußabdruck“, sagte Minister Backhaus im Vorfeld.

Besonders erfreut zeigte sich Backhaus über die abgeschlossene Sanierung des Forsthofes Finkenthal unter Regie von Forstamtsleiter Rüdiger Neise. Das heutige Forstamtsgebäude wurde 1855 als Forstamt Finkenthal erbaut. Nach unterschiedlichen Nutzungen und Eigentümern, unter anderem durch eine LPG, zog im Jahr 2000 nach dreijährigem Leerstand schließlich das Forstamt Dargun ein. Der Forsthof mit Verwaltungsgebäude, Scheune und Stallgebäude (Dreiseitenhof) steht unter Denkmalschutz. Er wurde in Abstimmung mit der Kreisdenkmal Behörde saniert.

Die Grundsanierung des Verwaltungsgebäudes erfolgte bereits zwischen 1999 und 2000. Von 2013 bis 2022 wurden weitere rund 333.000 Euro aus dem Baufonds der Landesforstanstalt investiert.

„Das gesamte Eichenholz für das Fachwerk der Wände und der Giebel sowie das Douglasienholz für den Innenausbau stammt aus Beständen des Forstamtes Dargun. Die Scheune wird künftig als Werkstatt, Lagerraum und als Eventscheune für Veranstaltungen genutzt. Sie wird aber auch eine Kühlzelle für die Reviere Dargun, Brudersdorf und Fürstenhof beinhalten, um frisch erlegtes Wild bis zur Vermarktung zu lagern. Meine oft wiederholte Forderung: ‚Schutz durch Nutzung‘ wird hier praktisch gelebt. Außerdem sind historische Gebäudeensemble wie diese prägend für unsere ländlichen Räume, sie geben unserem Land ein Gesicht und Charakter“, erklärte der Minister.

Förderung aus dem Fonds für Vorpommern

Miraß übergibt zwei Zuwendungsbescheide in der Stadt Torgelow

Torgelow – Der Parlamentarische Staatssekretär Heiko Miraß hat heute zwei Zuwendungsbescheide aus dem Fonds für Vorpommern und das östliche Mecklenburg an die Stadt Torgelow übergeben: „Mit der Unterstützung für den digitalen Infopoint am Rathaus und die Flutlichtanlage in der Gießerei-Arena bringen wir Torgelow in zwei ganz unterschiedlichen Bereichen weiter voran“, freute sich Miraß

Nach Angaben der Stadt soll der digitale Infopoint im Herzen des Ortes vor allem eines: informieren – über die Stadt, anstehende Events in der Region, das Wetter und vieles mehr. Miraß: „Das ist Digitalisierung zum Anfassen. Davon profitieren Einheimische und Gäste der Stadt gleichermaßen. Ich freue mich, dass wir mit unserer Förderung in Höhe von 10.000 Euro rund ein Drittel der Gesamtkosten beisteuern können.“

Für die Erneuerung der Flutlichtanlage auf dem Kunstrasenplatz der Gießerei-Arena werden darüber hinaus 40.000,00 Euro aus dem Fonds für Vorpommern und das östliche Mecklenburg zur Verfügung gestellt. „Ich weiß, Sport spielt in Torgelow eine ganz besondere Rolle, gerade der Fußball. Mit der neuen Beleuchtung nach den Standards des Landesverbandes schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass die Fußballer weiter in höheren Ligen mitspielen können. Und bessere Lichtverhältnisse kommen auch allen anderen zugute, die hier in den Randzeiten trainieren – gerade in der dunklen Jahreszeit. Schön, dass wir dazu einen Beitrag leisten können“, betonte Heiko Miraß abschließend.

Passenden Job in der Heimat finden

Rückkehrertag am 27. Dezember im Rathaus

Schwerin – Die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt lädt am 27. Dezember 2022 von 11 bis 16 Uhr zum Rückkehrertag in das Schweriner Rathaus am Markt ein. 15 Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen stellen sich und ihre Jobangebote vor.

„Der Fachkräftemangel ist für Unternehmen unserer Stadt eines der zentralen Themen. Auf der einen Seite suchen Unternehmen aus nahezu allen Bereichen nach Personal. Auf der anderen Seite wollen viele ehemalige Schwerinerinnen und Schweriner, die aufgrund ihres Studiums, ihrer Ausbildung oder ihres Jobs nach der Schulzeit die Stadt verlassen haben, wieder in die Heimat zurück“, erklärt Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum den Hintergrund des Rückkehrertages, den die Stadt bereits seit einigen Jahren zwischen Weihnachten und Neujahr veranstaltet, wenn die Weggezogenen ihre Familien zu Hause besuchen. „Mit dem Rückkehrertag wollen wir suchende Unternehmen und Fachkräfte unkompliziert und in angenehmer Atmosphäre zusammenbringen.“

In diesem Jahr findet der Rückkehrertag wieder in Präsenz statt. Ergänzt wird die Präsenzveranstaltung im Rathaus online. Bis Ende Januar 2023 werden viele Jobangebote auf einer digitalen Jobwall unter www.schwerin.de/rueckkehrertag zu finden sein. Sie bietet einen kleinen Überblick über die Angebote und die Unternehmen vor Ort.

Mit dabei sind die Medizintechnikunternehmen Ypsomed Produktion GmbH und Tec Med, die Ingenieurunternehmen Ferchau, PTS precision, Airsense Analytics, HNP Microsysteme, die Agentur Mandarin Medien, die Stadtwerke, die IT-Spezialisten DVZ und SIS, die Sparkasse, das Netzwerk für Menschen Sozius gGmbH Augustenstift, die Schweriner Stadtverwaltung, die IHK zu Schwerin und die Arbeitsagentur.

Mehr Termintreue bitte

Schwerin – Termine in der Stadtverwaltung können in Schwerin bequem online reserviert werden – und sind oft lange im Voraus ausgebucht. Viele Schwerinerinnen und Schweriner könnten allerdings schneller einen Termin bekommen, wenn andere Mitbürger gebuchte Termine absagen würden, die sie nicht wahrnehmen können.

„Leider sagt unsere Statistik, dass an vielen Tagen zu etwa jedem fünftem im Voraus gebuchten Termin Bürger nicht erscheinen“, berichtet Ramona Klein, die das Bürger-Büro im Stadthaus leitet. „Wir wünschen uns mehr Termintreue für unseren Bürgerservice. Nicht benötigte Termine abzusagen, ist doch auch eine Frage des Respekts gegenüber unseren Mitarbeiterinnen. Außerdem profitieren davon andere Menschen unmittelbar, weil sie dann schneller einen Termin bekommen, um ihre Angelegenheit zu erledigen“, sagt Silvio Horn, der für den Bürgerservice zuständige Dezernent.

Laut einer Auswertung seines Dezernats wurden im Oktober von den täglich bis zu 200 vergebenen Terminen im Bürgerservice zwischen 8 und 21 Prozent nicht wahrgenommen und nicht abgesagt. Im Dokumentenservice, wo Reisepässe und Personalausweise ausgestellt werden, waren es im Oktober sogar zwischen 16 und 31 Prozent, wobei die Wartezeiten im Online-Terminreservierungssystem oft mehrere Wochen betrugen.

„Gerade für die Reisedokumente werden oft kurzfristig Termine benötigt. Hier machen wir wirklich möglich, was möglich ist. Wir vergeben abgesagte Termine über die Terminhotline kurzfristig neu“, sagt Ramona Klein. Das ist allerdings nur möglich, wenn die Bürger der Stadtverwaltung tatsächlich mitteilen, dass nicht kommen können. Absagen sind auch kurzfristig unter buergerbuero@schwerin.de möglich.

Und so funktioniert’s:

  • Bitte speichern Sie sich die Bestätigungsmail des Online-Terminvergabesystems ab. Die E-Mail erinnert Sie nicht nur an den Termin selbst, sondern auch an alle Unterlagen, die Sie für die Erledigung mitbringen müssen
  • Nutzen Sie bei Verhinderung den am Ende der E-Mail gespeicherten Absage-Link, um den Termin zu stornieren.
  • Sie können den Terminaußerdem an den beiden Termin-Hotlines absagen oder über das Funktionspostfach buergerbuero@schwerin.de. Der Termin kann dann im Kalender für einen anderen Bürger wieder freigeschaltet werden oder er wird kurzfristig über die Termin-Hotline vergeben.
  • Sie erreichen das Terminvergabesystem im Stadthaus unter schwerin.de/terminvergabe. Gebucht werden können dort Termine für den Bürgerservice, den Dokumentenservice, das Standesamt, die Ausländerbehörde, das Gesundheitsamt, die Sozialbehörde, die KfZ- und Führerscheinstelle. Außerdem gibt es eine Weiterleitung zum Jobcenter.
  • Sind innerhalb des benötigten Zeitraums keine Online-Termine verfügbar, nutzen Sie bitte die Terminvergabe-Hotline im Bürgerservice: 0385 545-1111oder im Dokumentenservice: 0385 545-1772