Barrierefreie Bushaltestelle

Stralsund – In der Hansestadt Stralsund soll die Bushaltestelle Voigdehäger Weg barrierefrei umgestaltet werden. „Eine ansprechende Gestaltung von Bushaltestellen ist wichtig. Fahrgäste sollen sich sicher fühlen, vor Wetterwidrigkeiten geschützt sein und vor allem muss es auch bewegungseingeschränkten Personen möglich sein, den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. Deshalb unterstützen wir den umfangreichen barrierefreien Umbau am Voigdehäger Weg“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Die Bushaltestelle liegt an der Hauptverkehrsstraße Greifswalder Chaussee und wird durch die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH mit den Stadtbuslinien 3 und 9, einer Nachtexpresslinie sowie den Regionalbuslinien 303 und 310 angefahren. Jetzt ist durch die Hansestadt Stralsund der Komplettausbau der gesamten Haltestellenanlage vorgesehen. Neben dem Ausbau der Zuwegung zur Haltestelle, dem Ausbau des Wartebereichs für die Fahrgäste, einer Mittelinsel als Querungsanlage wird auch der Aufstellbereich für die Busse ausgebaut. Der Fahrgastunterstand wird mit Sitzmöglichkeit, Papierkorb, Aushangkasten und Beleuchtung ausgestattet. Zur Umsetzung der Barrierefreiheit werden unter anderem taktile Leitelemente im Einstiegsbereich eingesetzt. Die Maßnahme ist im Jahr 2022 geplant.

„Die Bushaltestelle entspricht derzeit nicht den heutigen Anforderungen. Mit dem Umbau erhöhen wir die Attraktivität und damit auch die Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Personennahverkehr“, sagte Meyer.

Die Gesamtinvestition beträgt rund 132.000 Euro. Das Verkehrsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von knapp 106.000 Euro.

Bei der Maßnahme handelt es sich um ein Vorhaben im Rahmen des Sonderprogramms „Barrierefreie Haltestellen in Mecklenburg-Vorpommern“. Gefördert wird daraus der Neu- und Umbau von barrierefreien Haltestellen und Verkehrsstationen mit bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Voraussetzung ist, dass das Vorhaben dem Barrierefreiheitsprogramm für den ÖPNV entspricht. Insgesamt stehen in dem Sonderprogramm 15 Millionen Euro bis 2023 zur Verfügung. Davon wurden seit 2015 bereits 10,8 Millionen Euro an Förderung bewilligt. Zudem liegen derzeit Anträge mit einem Fördervolumen von knapp sieben Millionen Euro vor.

Digitalisierung im ÖPNV

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer hat im Rahmen einer digitalen Veranstaltung für den Ausbau von Angeboten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geworben.

„Verkehr und Tourismus müssen zusammen gedacht werden. Der Wandel in der Mobilitätsbranche schreitet voran. Er ist notwendig, damit auch der Verkehr seinen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität leisten kann. Der ÖPNV ist dabei für die Bevölkerung in unserem Flächenland und zur Entlastung des Verkehrs in den Tourismusregionen ein wichtiger Baustein zukünftiger Mobilität, die klimafreundlich, sicher, bequem und bezahlbar für alle gestaltet werden soll“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer am Mittwoch.

An der digitalen Veranstaltung haben Vertreter der Verkehrsunternehmen, die Aufgabenträger für den ÖPNV sowie Vertreter des Tourismusverbandes MV teilgenommen. Auf der Tagesordnung stand das Thema Digitalisierung im ÖPNV, mit dem Ziel des Aufbaus einer landesweit nutzbaren digitalen Mobilitätsplattform und die Einführung einer umlagefinanzierten Gästekarte für Übernachtungsgäste in MV.

Verkehrsminister Reinhard Meyer hat sich im Rahmen der Veranstaltung für den Ausbau der Angebote des ÖPNV auf mehreren Ebenen ausgesprochen. „Eines der wichtigsten Ziele für die bessere Erreichbarkeit und Anbindung der ländlichen Räume ist die landesweite Einführung eines fahrplanbasierten Rufbussystems mit einheitlichen Mindeststandards gemeinsam mit den Landkreisen“, so Meyer weiter. Nach der Einführung des landesweit gültigen „AzubiTicket MV“ für jährlich 365 Euro soll zukünftig auch ein „Seniorenticket“ eingeführt werden. Darüber hinaus wird das Land an regionalen Verkehrsverbünden mit seinen Verkehrsangeboten und besseren Tarifangeboten in Nachbarregionen mitwirken.

„Wichtig ist eine bessere tarifliche Anbindung an den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und den Hamburger Verkehrsverbund durch entsprechende Übergangstarife“, erläuterte Verkehrsminister Meyer.

Unter dem Slogan „Mit einem digitalen Ticket durch das Land“ wird die Landesregierung den Aufbau einer für alle Verkehrsunternehmen zugänglichen digitalen Mobilitätsplattform voranbringen und die Grundlagen für eine durchgängige digitale Auskunft, Tarifierung, Buchung und Abrechnung von ÖPNV aber auch ergänzender Mobilitätsleistungen schaffen.

„Dabei unterstützen wir als Land den Aufbau einer branchennahen Plattformlösung. Hier wird es als Nächstes darum gehen, einen gemeinsamen Fahrplan und Finanzierungsweg für den Aufbau der Plattform und der daran anzuschließenden Vertriebs- und Kontrollinfrastruktur abzustimmen“, sagte Meyer. Die Mobilitätsplattform soll durch die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern betreut werden.

Die Verbesserung des Angebotes im ÖPNV soll nicht nur den Einwohnern in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch den Gästen zugutekommen. „Mit der geplanten Einführung einer umlagefinanzierten Gästekarte wird die Nutzung des ÖPNV auch für Touristen einfacher. Die Gästekarte wird für mehr Nachhaltigkeit und zu einer starken Qualitätsverbesserung des touristischen Angebots sorgen, da die Gästekarte neben dem Ticket für den ÖPNV weitere attraktive regionale Zusatzleistungen enthalten wird. In einem ersten Schritt sollen in den touristischen Regionen die lokalen und regionalen Busverkehre mit der Gästekarte genutzt werden können“, betonte Wirtschafts- und Verkehrsminister Meyer weiter. „Die Gästekarte bedeutet keine zusätzliche Belastung der Gäste, sondern schafft auf der Basis vorhandener Instrumente, zum Beispiel der Kurkarte, zusätzliche Angebote für den Gast.“

2019 wurden 8,36 Millionen Gästeankünfte mit insgesamt 34,18 Millionen gewerblichen Übernachtungen statistisch erfasst. 82 Prozent der Übernachtungsgäste reisten mit dem Auto an – neun Prozent mit der Bahn (Quelle: GfK Destination Monitor). „Wir starten in den ausgewählten touristischen Regionen und wollen Gästekarten dann schrittweise in allen Regionen des Landes anbieten. Wenn die Fahrten mit Bus oder Bahn in der Gästekarte enthalten sind, lässt der Tourist das Auto in der Regel stehen und nutzt den ÖPNV“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer abschließend.

Mehr Schulbusse gefordert

Kreistagsfraktion BVR/FW fordert corona-bedingt mehr Schulbusse in Vorpommern-Rügen für die Schüler

Stralsund – „Im Landkreis Vorpommern-Rügen müssen dringend Verstärkerbusse für den Schülerverkehr durch den VVR eingesetzt werden, damit die corona-bedingten Regelungen in den stark frequentierten Schulbussen eingehalten werden können. Schon seit langer Zeit fordert unsere Fraktion vom Landrat mehr Busse für den Schülerverkehr. Es muss grade in unserem Flächenkreis Vorpommern-Rügen möglich sein, den Schülerverkehr für die Schülerinnen und Schüle unter Pandemiebedingungen sicherer zu gestalten“, verdeutlicht Mathias Löttge, Vorsitzender der Fraktion Bürger für Vorpommern-Rügen/Freie Wähler im Kreistag von Vorpommern-Rügen.

Als Träger der Schülerbeförderung ist der Landkreis Vorpommern-Rügen in der Pflicht, hier unverzüglich zu handeln.

„Der Landkreis Vorpommern-Rügen muss sich grade in dieser schwierigen Situation seiner Verantwortung gegenüber den Schülern stellen, die mit zu den Schutzbedürftigsten in unserer Gesellschaft gehören und deren Bedürfnisse wieder einmal nicht gesehen werden. Was nützen stringente Regeln und Vorgaben in den Schulen, wenn die Rahmenbedingungen drum herum beim Schülerverkehr nicht stimmen, weil es nicht ausreichend Schulbusse gibt. Die Zeit drängt“, so Mathias Löttge weiter. Notfalls muss der Landkreis zur Erfüllung dieser Aufgabe einen Teil des Schülerverkehrs an andere Busunternehmen übertragen.

Winterdienst ist vorbereitet

Consrade – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer hat sich am Mittwoch in der Straßenmeisterei Consrade (Landkreis Ludwigslust-Parchim) über die Vorbereitungen des Winterdienstes für die anstehende Jahreszeit informiert.

„Der Winterdienst ist für die anstehende kalte Jahreszeit im gesamten Land gewappnet. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sind einsatzbereit. Die Lager der Straßenmeistereien sind mit Streusalz gut aufgefüllt. Der Winterdienst wird in bewährter Weise tätig werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Verkehr Reinhard Meyer am Mittwoch vor Ort.

Die gesamte Lagerkapazität für Streugut in den 25 Straßenmeistereien der Straßenbauämter Neustrelitz, Schwerin und Stralsund beträgt rund 24.470 Tonnen. Fast 120 Kilometer Schneezäune stehen bereit, um Straßen und Radwege vor Schneeverwehungen zu schützen.

„Im Laufe des Winterbetriebes kann bei entsprechendem Bedarf Streugut jederzeit nachbestellt werden“, so Meyer weiter. In der Saison 2020/21 gab es für den Winterdienst der Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 78 Einsatztage, in denen die Straßen gestreut bzw. ebenso geräumt wurden. Dabei sind rund 32.700 Tonnen Salz auf Bundes-, Landes- und anteilig auf Kreisstraßen eingesetzt worden.

Insgesamt stehen 352 Fahrzeuge für den Winterdienst zur Verfügung. Die Straßenbauverwaltung M-V ist für mehr als 1.900 Kilometer Bundesstraße und etwa 3.300 Kilometer Landesstraße zuständig. Dazu übernimmt sie aufgrund einer Verwaltungsvereinbarung weitere 1.250 Kilometer Kreisstraße. Mehr als 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden für den Winterdienst eingesetzt. Sie halten knapp 6.500 Kilometer Straße frei.

„Mein Dank gilt insbesondere den Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern, die bei winterlicher Wetterlage rund um die Uhr im Einsatz sind und für freie Straßen sorgen“, sagte Meyer.

Verkehrsminister Meyer appellierte an die Verkehrsteilnehmer, dass gerade auch in der dunklen Jahreszeit vorausschauendes und angepasstes Fahren wichtig sei.

„Neben richtig eingestellten Scheinwerfern gehören auch wintergerechte Reifen zur kalten Jahreszeit. Darüber hinaus ist eine an die Witterungsverhältnisse angepasste Fahrweise geboten. Gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr ist der beste Weg, um Unfälle zu vermeiden“, mahnte Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer in Consrade abschließend.

Gestaltung der Innenstadt

Greifswald – Greifswald will seine Innenstadt als Wirtschaft-, Arbeits-, Wohn- und Tourismusstandort mit hoher Aufenthaltsqualität weiterentwickeln. Die Grundlage hierfür bildet ein neues integriertes Verkehrskonzept, das ab dieser Woche in den bürgerschaftlichen Gremien vorgestellt wird.

Es war in den vergangenen Monaten unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit durch das beauftragte Ingenieurbüro IKS Mobilitätsplanung aus Kassel erarbeitet worden. Im Fokus steht dabei eine umfassende Verkehrsberuhigung mit Vorrang für den öffentlichen Personennahverkehr sowie den Fußgänger- und Radverkehr und eine barrierefreie Gestaltung für alle Nutzergruppen. „Hierbei wird der Straßenraum nicht mehr nur als reine Verkehrsfläche betrachtet, sondern als öffentlicher Raum verstanden, der den verschiedenen Anforderungen entsprechend gestaltet werden soll.“, sagt Bausenatorin Jeannette von Busse. „Damit ist das Verkehrskonzept Innenstadt mehr als ein reines Konzept, welches Empfehlungen gibt, wie und wo der Verkehr in der Innenstadt gelenkt werden soll. Es ist vielmehr als Konzept für Aufenthaltsqualität und Mobilität in einem größeren Kontext zu verstehen.“

So sollen beispielsweise die Straßen in der Innenstadt verstärkt als öffentlicher Raum entwickelt werden, mit dem Ziel, nicht nur die Flächen rund um die Geschäfte attraktiver zu gestalten, sondern auch gesundes Wohnen mit einer hohen Lebensqualität zu fördern. Hierfür müsste vor allem der Kfz-Durchgangsverkehr – insbesondere in der Friedrich-Loeffler-Straße und der Domstraße – reduziert werden. Stattdessen könnte dort ein zusammenhängender Fahrradstraßenring rund um die Fußgängerzone entlangführen.

„Damit können wir die Radinfrastruktur auf den Hauptradrouten weiterentwickeln und die Fahrradstraße qualitativ verbessern. Radfahrende kämen so schneller und bequemer von A nach B, das würde letztlich wiederum den Fußgängern in der Fußgängerzone zugutekommen.“, betonte die Verkehrsplanerin beim Stadtbauamt, Saskia Rösch.

Für die Käthe-Kollwitz-Grundschule solle am Parkplatz Schießwall eine Hol- und Bringezone für die Kinder und Eltern eingerichtet werden. Auf diese Weise würden die „Elterntaxis“ direkt vor der Schule entfallen, die immer wieder zu Konflikten führen. An dem Parkplatz würden zudem eine neue Bushaltestelle und eine Mobilitätsstation eingerichtet.

Gleichzeitig sollen öffentliche Bereiche zeitlich befristet flexibler, unter anderem für Gastronomie- oder Kulturangebote, genutzt werden können „Dies haben wir im Herbst bereits erfolgreich entlang der Brüggstraße getestet.“, erinnert Jeannette von Busse. „Der Versuch stieß durchweg auf positive Resonanz.“ So hatte die Fischereigenossenschaft „Greifswalder Bodden“ auf der frei werdenden Fläche einen Außensitz gestaltet und so ein attraktives Angebot für ihre Gäste geschaffen; die Inhaberin von „Wohnen und Schenken“ konnte mit zusätzlichen Bänken und Pflanzen für ihr Geschäft werben.

Im Zusammenhang mit der Reduzierung des Kfz-Durchgangsverkehrs sieht das Konzept weiterhin vor, die Bewohnerparkbereiche 1 und 2 zu einem Bereich zusammenzulegen, um eine größtmögliche Flexibilität für die Anwohnerinnen und Anwohner zu erreichen. An zentralen Stellen könnten zudem Fahrradabstellanlagen errichtet werden.

„Die im Rahmen der Konzepterarbeitung entwickelten Maßnahmen sind fachliche Empfehlungen, die einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten und einen Baustein hin zu einer Mobilitätswende darstellen.“, betont die Bausenatorin. „Ich hoffe, dass die Politik die Vorschläge mitträgt.“ Sollte die Bürgerschaft dem Verkehrskonzept zustimmen, könnte die Verwaltung zu Jahresbeginn eine entsprechende Prioritätenliste von Maßnahmen erstellen, welche sich zügig und finanzierbar umsetzen lassen. Auch hier werde wieder die Öffentlichkeit beteiligt, versicherte sie.

Bahnhof des Jahres

Kühlungsborn – Verkehrsminister Christian Pegel gratuliert der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli mit ihrem Bahnhof in Kühlungsborn-West zum Sonderpreis beim alljährlichen Wettbewerb „Bahnhof des Jahres“. Das Bahnverkehrsbündnis „Allianz pro Schiene“ zeichnete den Bahnhof neben dem Sieger Cottbus mit einem Sonderpreis für seinen außergewöhnlichen touristischen Reiz aus.

„Das ist erneut ein Ritterschlag für Mecklenburg-Vorpommern, nachdem bereits 2008 Schwerin und 2016 Stralsund zu den schönsten Bahnhöfen Deutschlands gekürt wurden“, sagte der Minister und schließt sich der Begründung der Jury an: „Der Molli und seine Bahnhöfe verzaubern mit Dampfzug-Romantik alle Eisenbahn-Liebhaber. Der Bahnhof in Kühlungsborn-West ist für viele Urlauber nicht nur Start oder Ziel einer Eisenbahnfahrt, sondern verlockt viele mit Café und Eisenbahnmuseum zu einem längeren Aufenthalt auf dem liebevoll restaurierten Bahnhof.“

Die Jury würdigte dies als „außergewöhnlichen touristischen Reiz“. Die Dampflokbahn Molli mit ihren Bahnhöfen sei längst ein eigenes touristisches Ziel für einen schönen Ausflug mit jeder Menge Eisenbahn-Romantik geworden. Dazu ergänzt Christian Pegel: „Darüber hinaus gerät gelegentlich in Vergessenheit, dass der Molli nach wie vor eine Funktion für die Einheimischen hat, die regelmäßig oder gelegentlich mit der Bahn zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn fahren.“

Seit 2004 kürt die „Allianz pro Schiene“ jährlich den besten deutschen Bahnhof aus Kundensicht, der dem Reisenden Komfort in jeder Hinsicht bietet. Dazu gehören umfangreiche Serviceleistungen, ein übersichtliches Kundeninformationssystem, eine gute Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr sowie ein einladendes Ambiente, das zum Verweilen einlädt. In diesem Jahr ging der Preis an den Hauptbahnhof Cottbus und der Sonderpreis an Kühlungsborn-West.

Klimafreundlich: Bus und Bahn

Minister und Kommunalverbände rufen auf: „Bus und Bahn sind sicher und klimafreundlich – nutzen Sie sie“

Schwerin – Ab morgen bis zum 22. September ist wieder Europäische Mobilitätswoche. Verkehrsminister Christian Pegel und die kommunalen Spitzenverbände in M-V als Vertreter der Aufgabenträger für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in M-V nehmen dies zum Anlass, an alle Menschen im Land zu appellieren, die Öffentlichen zu nutzen.

 „Während der Pandemie hat der ÖPNV viele Fahrgäste verloren. Aus Sorge vor Ansteckung sind viele auf Privatfahrzeuge umgestiegen oder gleich zu Hause im Home-Office geblieben“, blickt Verkehrsminister Christian Pegel zurück auf die vergangenen eineinhalb Jahre, um dann nachzulegen: „Wie hoch das Infektionsrisiko in Bus und Bahn tatsächlich war, ist schwer zu belegen. Klar ist aber: Heute ist es gering. Ein großer Teil der Menschen in unserem Land ist geimpft. Dazu ist uns zur Gewohnheit geworden, uns mit medizinischen Masken zu schützen. Es spricht alles dafür, wieder auf die Öffentlichen umzusteigen – insbesondere im Sinne des Klimaschutzes.“

Landkreistagsgeschäftsführer Matthias Köpp und Andreas Wellmann, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetags M-V, vertreten die die Bus- und Straßenbahnunternehmen in den Kommunen. „Unsere Betriebe haben auch während der Pandemie den Fahrbetrieb aufrechterhalten. Das macht ÖPNV aus: Er hält auch in schwierigen Zeiten verlässlich ein Angebot parat“, wirbt Matthias Köpp für die Öffentlichen.

Die Pandemie habe jedoch die Einnahmen der Verkehrsbetriebe stark reduziert, die Einnahmeausfälle seien nicht vollständig durch Corona-Hilfen ausgeglichen worden. „Um auch in Zukunft einen starken ÖPNV anbieten zu können, wollen wir möglichst viele Kundinnen und Kunden wieder an Bord begrüßen. Wir appellieren an unsere Kundinnen und Kunden: Setzen Sie ein Zeichen für den Klimaschutz und fahren Sie mit Bus und Bahn“, sagt Matthias Köpp.

„Wenn wir den Herausforderungen des Klimawandels gerecht werden wollen, sind wir auf einen starken ÖPNV angewiesen. Nutzen Sie bitte deshalb unsere Angebote“, wirbt auch Andreas Wellmann. Der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages M-V fügte hinzu: „Wir wissen, dass wir noch besser werden müssen, um allen Menschen in unserem Bundesland gerade auch im ländlichen Raum – ein ausreichendes Angebot machen zu können. Gerade gute Verbindungen in die Zentren sind für den ländlichen Raum und die Attraktivität des ÖPNV wichtig.“

Grüner Flughafen

Vision vom „Grünen Flughafen“ in Rostock-Laage vorgestellt

Rostock – Bei einem Besuch des Flughafens Rostock-Laage haben sich Verkehrs- und Energieminister Christian Pegel und der Chef der Staatskanzlei Heiko Geue mit dem Staatssekretär im Bundesumweltministerium Jochen Flasbarth gestern ein Bild gemacht von den Entwicklungsmöglichkeiten zu einem „Green Airport“. Flughafen-Geschäftsführerin Dörthe Hausmann und Matthias Lehmann, Geschäftsführer der Lufthansa-Flugschule in Laage, stellten ihre Pläne dafür vor.

„Wir haben einen Einblick erhalten in die Möglichkeiten, klimaneutrale Technologien zu einem komplexen Geschäftsfeld für den Flughafen zu machen. Perspektivisch könnte in Laage emissionsfreier Flugzeug-Treibstoff, so genanntes E-Kerosin, erzeugt und gleich für den Flugverkehr vor Ort genutzt werden. Für den synthetischen Treibstoff wird sauber erzeugter Strom benötigt, der ebenfalls vor Ort erzeugt werden kann. Mit diesem könnte dann auch die gesamte Haustechnik betrieben werden“, umriss Christian Pegel nach dem Besuch das Konzept des „grünen Flughafens“.

„Der Flughafen Rostock-Laage hat hervorragende Voraussetzungen, um als ,Green Airport‘ Vorreiter in der Branche zu werden und wegweisende Impulse zu setzen“, sagte Heiko Geue.

Größte Herausforderung bei der Umsetzung dieser Ziele ist die Finanzierung. Dazu Christian Pegel: „Die Anschubkosten für die Erzeugung alternativer Flugzeugtreibstoffe sind hoch. Es muss uns in den kommenden Jahren gelingen, E-Fuels zu konkurrenzfähigen Preisen zu entwickeln.“

Digitale Anzeigetafeln

Rostock – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt heute einen Zuwendungsbescheid über rund 360.000 Euro an die Vorstände Yvette Hartmann und Jan Bleis für 27 dynamische Fahrgastinformationssysteme an Bus- und Straßenbahnhaltepunkten in der Hansestadt.

Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für Investitionen und Maßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr.

Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) plant die Beschaffung und Installation von 27 digitalen Anzeigetafeln, auf denen Fahrgästen in Zukunft Abfahrtszeiten und andere aktuelle Informationen in Echtzeit ablesen oder sich auf Knopfdruck vorlesen lassen können.

Im Nahverkehrsnetz der RSAG gibt es bislang an einigen Haltepunkten für Busse und Straßenbahnen ausschließlich die gedruckten Fahrplanaushänge mit Abfahrtzeiten und Informationen. Mit der technischen Aufrüstung wird die Attraktivität von Bus und Bahn in Rostock ebenso gestärkt wie die Barrierefreiheit für Menschen mit Handicap.

Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben des Vorhabens in Höhe von 480.870 Euro werden vom Infrastrukturministerium zu 75 Prozent gefördert.

Ab Januar günstiges HVV-Nahverkehrs-Ticket

Schwerin – Ab 1. Januar 2022 können Bahnpendler mit Jahres-, Monats- oder Wochenkarten aus dem Raum Westmecklenburg zu einem ermäßigten Preis ihre Zeitkarten für ihre Anschlussfahrt im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) erwerben. Voraussetzung ist, dass sie eine Eisenbahn-Zeitkarte aus dieser Region nach Hamburg auf den Strecken Schwerin-Hamburg, Ludwigslust-Hamburg oder Parchim-Ludwigslust-Hamburg besitzen.

„Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, diesen Wunsch vieler Pendler aus dem westlichen Teil Mecklenburgs wahrzumachen. Sie können ab Beginn des kommenden Jahres zu 35 Prozent des Normalfahrpreises eine Zusatzkarte für die HVV-Tarifbereiche Hamburg AB oder Ring B erwerben. Mit der neuen Zeitkarte können sie künftig günstig die die Angebote des HVV nutzen, um von ihrem Zielbahnhof in Hamburg zum Beispiel zu ihrem Arbeitsplatz in der Metropole zu gelangen“, sagte Verkehrsminister Christian Pegel, zugleich zuständig für den Klimaschutz.

„Deshalb begrüße ich besonders, dass wir mit dieser Maßnahme einen Beitrag dazu leisten, die Bahn als klimafreundliche Alternative zum Auto noch attraktiver zu machen. Sie bietet den großen Vorteil, dass man den täglichen Arbeitsweg nutzen kann, um zum Beispiel einen Teil der anstehenden Arbeit schon mobil zu erledigen oder auch ein Buch zu lesen. Je besser auch das Angebot an Verbindungen und Preisen ist, umso leichter wird es, zum Umstieg auf die Bahn zu bewegen. Der Übergangstarif nach Hamburg ist ein bedeutender Schritt dahin“, fügte Christian Pegel hinzu.

Das Angebot gilt für Inhaber von Zeitkarten von allen Bahnhöfen im Landkreis Ludwigslust-Parchim und in der Landeshauptstadt Schwerin, in denen der RE1 Hamburg-Schwerin und der RB 14 Hagenow-Parchim halten und deren Zielbahnhof im HVV-Tarifbereich Hamburg AB oder Ring B liegt. Auch wer mit einer Zeitkarte die Fernverkehrszüge – IC, ICE, EC – auf diesen Strecken nutzt, kann die HVV-Zusatzkarte vergünstigt dazu kaufen.

Geschätzt pendeln täglich etwa 800 Bahnkunden aus Westmecklenburg mit der Bahn in den Großraum Hamburg. Die Landesregierung M-V bezuschusst diese Zusatzkarte zur Stärkung Mecklenburg-Vorpommerns in der Metropolregion Hamburg. Je nach tatsächlicher Nachfrage geht das Ministerium von einer Viertel- bis zu einer halben Million Euro jährlichem Zuschussbedarf aus.

Die ermäßigten HVV-Zeitkarten werden ab 1. Januar 2022 über die Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn, deren Abo-Center sowie in ihren Reisezentren in M-V angeboten.

Die neue vergünstige Zusatzkarte für den HVV ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen mit dem HVV auf Initiative der Landesregierung M-V hin und im Auftrag des Schweriner Landtags. In einem zweiten Schritt soll möglichst schnell im Jahre 2022 eine Ein-Ticket-Lösung angeboten werden, so dass der Kunde beide Fahrberechtigungen gleich in einem Ticket kaufen kann.

„Eine vergleichbare Zusatzkarte werden wir für den südlichen Teil von M-V anbieten für diejenigen, die in den Großraum Berlin-Brandenburg pendeln. Hier verhandeln wir mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und befinden uns auf einem sehr guten Weg“, sagt Christan Pegel zum Stand eines Übergangstarifs in Richtung Hauptstadt. Diese Gespräche befänden sich ebenfalls in der Endphase. Ein Start zum Jahresbeginn sei dort aber aufgrund der längeren Vorlaufzeiten für technische Umstellungen, die mit einem solchen Übergangstarif verbunden sind, nicht gesichert, so Pegel.

Ausbau des Radweges „Alter Bahndamm“

Penzlin – Mit dem weiteren Ausbau des Alten Bahndamms rund um Penzlin soll eine attraktive Radroute zwischen Neubrandenburg und Waren entstehen. Die für den Neubau des Abschnittes Marihn/Penzlin – Groß Lukow anfallenden Investitionskosten in Höhe von rund 380.000 Euro kann die Stadt aus eigener Kraft nicht tragen.

Daher hat der Bürgermeister Fördermittel beim Land beantragt. Rund 250.000 EUR wird aus Fördermitteln für kommunale Radwegprojekte gemäß der Kommunalen Radwegebaurichtlinie gewährt. Für den verbleibenden Eigenanteil hat die Gemeinde beim Innenministerium einen Antrag auf Unterstützung aus dem Kofinanzierungsprogramm gestellt.

Auch dieser Antrag wurde positiv beschieden, so dass dem Bürgermeister nunmehr ein Bewilligungsbescheid des Innenministers über rund 45.000 EUR zugesandt worden ist.

„Regionen wie die Seenplatte brauchen Unterstützung für gezielte Wegebaumaßnahmen und beim Ausbau des überregionalen Radwandertourismus. Deshalb freue ich mich, die Gemeinde bei der Durchführung der Investitionsmaßnahme unterstützen zu können“, so Innenminister Torsten Renz. „Nicht zuletzt bringt ein gutes Radwegenetz auch mehr Verkehrssicherheit.“

Damit auch finanzschwache Kommunen an Investitionsprogrammen teilnehmen können, hat die Landesregierung den kommunalen Kofinanzierungsfonds fortgeführt. Mit dem Kofinanzierungsprogramm können in dieser Wahlperiode insgesamt 139 Projekte unterstützt werden.

Damit können die Kommunen Investitionen in Höhe von rund 260 Mio. Euro u.a. für Kindertages- und Sportstätten, Schulen, Wegebau in ländlichen Regionen, für städtebauliche Vorhaben oder für Technik und Bauvorhaben im Brandschutz auf den Weg bringen.

Ausbau des Radweges Rom-Stralendorf

Stralendorf – Das Energieministerium fördert den Ausbau des kommunalen Radwegs zwischen Stralendorf und Rom im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit gut 1,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung nach der Kommunalen Radbaurichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

„Der Radweg wird auf einer Länge von 5,3 Kilometern verbreitert und ausgebaut. Damit steigt die Verkehrsqualität für die Radfahrer deutlich. Das nutzt den Einheimischen ebenso wie den Touristen, die insbesondere den Abschnitt Stralendorf-Lancken als Teil des überregionalen Radfernwegs, Mecklenburgischer Seenradweg nutzen“, begründet Infrastrukturminister Christian Pegel die Förderzusage.

Der bisherige Radweg zwischen Stralendorf und Rom entspricht mit der derzeitigen Ausbaubreite von zwei Metern und seinem schlechten Zustand nicht mehr den technischen und verkehrlichen Anforderungen an einen Radweg. Aus diesem Grund wird er im Auftrag des Landkreises vom Knoten mit der Landesstraße 16 bei Stralendorf und der Bundesstraße 191 in Rom auf 2,50 Meter Breite erweitert – mit Ausnahme der Ortslagen Stralendorf, Lancken und Rom sowie einiger Bereiche mit Bäumen, die einer Verbreiterung entgegenstehen.

Die Arbeiten werden im Herbst 2021 beginnen und voraussichtlich im Herbst 2022 abgeschlossen sein.

Für bessere Wegequalität in Starkow

Starkow – Die Qualität der Wege ist für die touristische Anbindung des vorpommerschen Hinterlandes an die Küstenregion von überregionaler Bedeutung. In Starkow (Gemeinde Velgast, Landkreis Vorpommern-Rügen) soll deshalb in den sogenannten „Düwelsdamm“ investiert werden.

Aus eigener Kraft kann die Gemeinde Velgast die Investitionskosten i.H.v. rund 685.000 EUR nicht tragen. Daher hat der Bürgermeister Fördermittel beim Land beantragt. Rund 617.000 EUR wird aus EU-Mitteln zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung gewährt.

Für den verbleibenden Eigenanteil hat die Gemeinde beim Innenministerium einen Antrag auf Fördermittel aus dem Kofinanzierungsprogramm gestellt. Auch dieser Antrag wurde positiv beschieden, so dass dem Bürgermeister nunmehr ein Bewilligungsbescheid des Innenministers über 45.000 EUR zugesandt worden ist.

„Gezielte Wegebaumaßnahmen sind gerade für den ländlichen Raum und den Ausbau des überregionalen Radwandertourismus wichtig. Deshalb freue ich mich, die Gemeinde bei der Durchführung der Investitionsmaßnahme unterstützen zu können“, so Innenminister Torsten Renz.

Damit auch finanzschwache Kommunen an Investitionsprogrammen teilnehmen können, hat die Landesregierung den kommunalen Kofinanzierungsfonds fortgeführt. Mit dem Kofinanzierungsprogramm können in dieser Wahlperiode insgesamt 139 Projekte unterstützt werden.

Damit können die Kommunen Investitionen in Höhe von rund 260 Mio. Euro u.a. für Kindertages- und Sportstätten, Schulen, Wegebau in ländlichen Regionen, für städtebauliche Vorhaben oder für Technik und Bauvorhaben im Brandschutz auf den Weg bringen.

Baustart für Ortsumgehung Wolgast

Wolgast – Mit dem ersten Spatenstich für die neue Ortsumgehung Wolgast am 14. August begann eines der wichtigsten Straßenneubauvorhaben in Mecklenburg-Vorpommern. Es wurde entsprechend von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann und Landesinfrastrukturminister Christian Pegel gewürdigt.

„Heute ist ein guter Tag für Wolgast und für ganz Vorpommern. Wir setzen heute den Spatenstich für die Ortsumgehung Wolgast. Die neue Ortsumgehung wird eine deutliche Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger in Wolgast bringen, weil der Verkehr nicht mehr durch ihre Stadt rollt. Zugleich bietet sie große Vorteile für alle, die auf unsere beliebte Urlaubsinsel Usedom wollen. Die Umgehung verbessert deutlich die Anbindung zwischen unserer Küstenautobahn 20 und den Orten auf der Insel“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig beim 1. Spatenstich heute an der Bundesstraße 111 vor Wolgast, an der die neue Ortsumgehung abzweigt. Dort wird jetzt die Vorlastschüttung hergestellt, mit der der Baugrund für den Bau der Umfahrung der Baustelle einschließlich Behelfsbrücke über die Ziese stabilisiert wird.

„Die gerade in der touristischen Hochsaison regelmäßigen Staus in Wolgast werden der Vergangenheit angehören. Anwohnerinnen und Anwohner der Ortsdurchfahrt werden von Lärm und Abgasen entlastet. Wer wirklich in die Stadt muss, kommt deutlicher schneller hin. Das kommt auch dem Hafen- und Industriestandort Wolgast zugute, der künftig zügig über die Neue Bahnhofstraße zu erreichen ist, die die Stadt im Zuge des Baus der Ortsumgehung miterrichten lässt. Die Bedeutung der Ortsumgehung Wolgast für die gesamte Region ist uns in Berlin bewusst. Deshalb haben wir sie in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen und so den Bau dieses neuen Abschnitts der B111 möglich gemacht“, sagte Enak Ferlemann. Besonders hervor hob der Staatssekretär aus Berlin die 1.465 Meter lange Zügelgurtbrücke über die Peene – das Herz- und zugleich aufwändigste Stück der Ortsumgehung: „Diese Brücke wird ein beeindruckendes Bauwerk werden.“

„Ich bin dem Bund sehr dankbar für die verlässliche und zügige Unterstützung bei diesem Projekt, das für die Urlaubsregion rund um die Insel Usedom sehr wichtig ist“, sagte Infrastrukturminister Christian Pegel und skizzierte kurz den Zeitplan der Projektgruppe Großprojekte der Landesstraßenbauverwaltung, die den Bau betreut: „Anfang August wurde bereits mit den vorbereitenden Maßnahmen für den Bau einer Behelfsbrücke über die Ziese begonnen, damit die marode alte Brücke abgerissen und durch eine neue ersetzt werden kann. Für die neue Peenebrücke ist der Baustart in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres geplant. Mit ihrer Fertigstellung Mitte 2026 sollte die gesamte neue Straße inklusive vier weiterer Brücken weitgehend fertig sein. Läuft alles nach Plan, können noch im selben Jahr die ersten Autos über die neue Ortsumgehung rollen – dank der neuen Peenebrücke dann ohne Warten auf Brückenöffnungszeiten.“

Ortsumgehung Wolgast

Vorarbeiten zum Ersatzneubau der Ziesebrücke beginnen

Wolgast – Mit den bauvorbereitenden Maßnahmen zum Ersatzneubau der Ziesebrücke beginnen morgen (3. August 2021) die Vorbereitungen zum Bau der Ortsumgehung Wolgast.

„Ich freue mich, dass nach der intensiven Planungs- und Genehmigungsphase für die Ortsumgehung nun in einigen Wochen der Bau beginnen kann, zuvor aber die für alle sichtbaren ersten Arbeiten loslegen. Die Ortsumgehung wird für Anwohner wie für Touristen einen erheblichen verkehrlichen Mehrwert bringen. Dazu wird die Stadt Wolgast vom Durchgangsverkehr und so von Lärm und Abgasen befreit“, betonte Infrastrukturminister Christian Pegel die Bedeutung der Maßnahme, für die jetzt die Vorbereitungen beginnen.

Um den verkehrlichen Anforderungen der künftigen Ortsumgehung zu entsprechen, muss die Brücke über die Ziese durch einen Neubau ersetzt werden. Während dieser Zeit wird der Verkehr auf der Bundesstraße 111 mit je einer Spur pro Richtung über eine neu zu errichtende Behelfsumfahrung mit Behelfsbrücke geführt.

Um die Verkehrsbeeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, wird nun im ersten Schritt nördlich der bestehenden Brücke die Behelfsbrücke errichtet. Anschließend erfolgen der Abriss der alten und der Bau der neuen Ziese-Brücke. Nachdem bereits im Frühjahr das Baufeld freigemacht wurde, beginnen morgen die bauvorbereitenden Maßnahmen wie das Aufstellen von Amphibienschutzzäunen und das Abstecken des Baugeländes.

„Die Gründung der Behelfsumfahrung ist sehr aufwändig, da sie auf einer bis zu neun Meter dicken Torfschicht aufgebaut wird. Wir beginnen daher mit einer sogenannten Vorlastschüttung, durch die der Untergrund komprimiert und so verfestigt und für die weiteren Bauschritte vorbereitet wird“, erläutert Christian Pegel. Während der Arbeiten werden für die Erdstofftransporte zeitweise halbseitige Sperrungen der B111 notwendig sein. Diese werden so gering wie möglich gehalten und nicht die Wochenenden betreffen.

Die Ortsumgehung Wolgast soll künftig auf 6,8 Kilometern Länge den Verkehr auf der Bundesstraße 111 südöstlich um die Stadt Wolgast herumführen. Das Bundesverkehrsministerium hatte im Mai die Baufreigabe erteilt und die Finanzierung seines Anteils für die Bundesstraße bestätigt. Am 14. August wird mit dem ersten Spatenstich der offizielle Baubeginn der Ortsumgehung stattfinden. Zu diesem Termin wird rechtzeitig eine gesonderte Presseeinladung erfolgen.