Förderzusage für Park- und Festplatz

Güstrow – Für den Ausbau des Park- und Festplatzes An der Bleiche in der Barlachstadt Güstrow (Landkreis Rostock) übergibt Bauminister Christian Pegel am Montag, 10.8.2020, der Amtsleiterin und Ersten Stadträtin Jane Weber eine Förderzustimmung über knapp 600.000 Euro aus Städtebaufördermitteln. Die Gesamtausgaben für dieses Vorhaben belaufen sich auf rund eine Million Euro.

Im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Altstadt“ plant die Stadt Güstrow, 150 PKW-Stellplätze für Bewohner, Kunden und Pendler sowie zehn Stellplätze für Lieferfahrzeuge auf einem übersichtlich gestalteten und befestigten Platz zu schaffen. Diese sollen die Güstrower Altstadt als Wohn-, Arbeits-, Dienstleistungs- und Einzelhandelsstandort attraktiver machen. Dazu soll der bislang nur provisorisch befestigte Parkplatz geringfügig erweitert und befestigt werden. Durch eine farbliche Gestaltung mit unterschiedlichen Anthrazittönen für Fahrgassen und Stellplätze soll zudem eine gestalterische Einbindung in den Landschaftsraum erreicht werden.

Der Parkplatz am östlichen Altstadtrand des Sanierungsgebiets wird seit Jahrzehnten als Festplatz für Veranstaltungen wie Konzerte, Zirkus-Gastspiele und Kirmesveranstaltungen sowie als Parkplatz genutzt. Zurzeit ist er provisorisch mit einem Boden-Bauschutt-Gemisch befestigt. Die Nutzung ist aufgrund mangelnder Entwässerung und ausgefahrener Bereiche und Schlaglöchern problematisch. Fortlaufend sind Ausbesserungsarbeiten notwendig.

Die Arbeiten sollen kurzfristig beginnen.

B 321 Schwerin: Bauablauf optimiert

Schwerin – Der Ausbau der Bundesstraße 321 in Schwerin zum vierspurigen Autobahnzubringer geht gut voran – und die Einschränkungen für die Anlieger der Umleitungen und die Fahrzeugnutzer im Zuge des zweiten, noch bevorstehenden Bauabschnitts werden noch einmal deutlich minimiert.

„Das Unternehmen, das wir mit dem Bau beauftragt haben, und die den Bau begleitende Projektgruppe Großprojekte der Straßenbauverwaltung haben sich auf einen Vorschlag geeinigt, mit dem der Bauablauf weiter optimiert und so der Zeitraum für die erforderliche Vollsperrung der B 321 zwischen Raben Steinfeld und Knoten Lomonossowstraße deutlich verkürzt werden kann“, sagte Landesinfrastrukturminister Christian Pegel heute bei einer Besichtigung der Baustelle.

Im Detail: Der zweite Bauabschnitt zwischen dem Knoten Lomonossowstraße und Raben Steinfeld sollte ursprünglich nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts zwischen Plater und Lomonossowstraße in Angriff genommen werden. Die jetzt gefundene Lösung: „Der zweite Bauabschnitt beginnt früher. An ihm wird bereits parallel zu den noch ausstehenden Arbeiten des ersten Abschnitts gearbeitet“, sagt Christian Pegel und fügt hinzu: „Das Charmante daran: Die Vollsperrung des zweiten Bauabschnitts, die ursprünglich für zirka zwei Jahre geplant war, verkürzt sich auf etwa ein Jahr. Das ist eine enorme Erleichterung für alle, die die Ausfallstrecke nutzen, vor allem aber für jene, die entlang der Crivitzer Landstraße wohnen und arbeiten, die für die Zeit der Vollsperrung als Umleitung dient.“

Allerdings wird die B 321 dann nicht wie geplant ab August 2021 gesperrt, sondern bereits ab kommendem September. „Schon ab 20. August 2020 soll der Verkehr stadteinwärts über die Umleitung geführt werden, während es auf der B 321 noch durch die Baustelle hindurch aus der Stadt hinausgeht. Ab 1. September 2020 greift dann die Umleitung für alle. Im Herbst 2021 kann die B 321 dann voraussichtlich wieder komplett und in beide Richtungen befahren werden“, so Pegel. Weiter führte er aus: „Die Vorteile dieser Beschleunigung liegen auf der Hand.“

Er bittet insbesondere die Anlieger der Crivitzer Landstraße um Verständnis, die nun früher als geplant mit dem Umleitungsverkehr zurechtkommen müssen: „Die Belastung durch den Umleitungsverkehrs setzt zwar früher ein. Aber wir halbieren beinahe die Zeit der Umleitung und wir brauchen keine immissionsintensiven Rammarbeiten für die Spundwände, auf die jetzt verzichtet wird.“

Wesentliche Änderung bei Bauablauf und Bauverfahren: Statt der laut Ausschreibung vorgesehenen Spundwände zwischen Mueß und Raben Steinfeld – so hätte Spundwand für Spundwand mühsam in den Boden gerammt werden müssen – sollen jetzt mobile Senkkästen eingesetzt werden für den umfangreichen Bodenaustausch, der im zweiten Bauabschnitt erforderlich ist. Diese Senkkästen bestehen aus zwei parallelen Stahlplatten, die gegeneinander ausgesteift sind. Damit wird jeweils der Bereich, in dem der Boden ausgetauscht wird, in der Zeit dieses Austauschs abgesichert. „Dadurch können wir sofort damit beginnen, ohne zuvor zeitaufwändig eine Spundwand zu errichten. Das ermöglicht es, jetzt schon parallel zum ersten Bauabschnitt mit Arbeiten am zweiten zu beginnen“, so Pegel.

„Nachdem der bereits erreichte Baufortschritt jetzt eine weitgehend gesicherte Prognose erlaubt, wie es auf dem teils extrem schwierigen Baugrund des ersten Bauabschnitts weitergehen kann, haben Bauunternehmen und Straßenbauverwaltung die Vorschläge der beauftragten Firma, mobile Senkkästen statt Spundwände einzusetzen, gemeinsam geprüft und als machbar eingeschätzt. Wir hoffen, dass sich damit am Ende auch die Gesamtlaufzeit des Bauvorhabens abkürzen lässt. Für die Anlieger und die Autofahrer reduziert das Belastungen, für die Baufirma wird damit ein früherer Wechsel auf andere Baustellen möglich, woran die öffentliche Hand in Zeiten des Investitionshochlaufs ebenfalls Interesse hat“, sagt der Minister.

„Der neue Bauablauf erfolgt natürlich ohne Abstriche an Sicherheit oder Beständigkeit der neuen Straße, aber deutlich schneller und zu gleichen Kosten, was für diese Art der Bauausführung ein erhebliches Entgegenkommen der Baufirma darstellt “, betonte Christian Pegel.

Die B 321 wird zwischen der Plater Straße in Schwerin und Raben Steinfeld von zwei auf vier Spuren ausgebaut. Damit wird die Lücke des Zubringers zur Autobahn 14 zwischen den bereits vierspurigen Abschnitten von der B 106 zur Plater Straße sowie von der Abfahrt Mueß zur Anschlussstelle Schwerin-Ost geschlossen. Dafür wird auch die Brücke über die B 321 im Zuge des Consrader Wegs durch eine neue mit größerer Spannweite ersetzt.

Im Januar 2018 war erster Spatenstich. Ende 2021 soll die Baumaßnahme nunmehr komplett abgeschlossen sein. Die Kosten für den Ausbau in Höhe von knapp 46 Millionen Euro trägt größtenteils der Bund als Eigentümer der Bundesstraße. Die Stadt Schwerin beteiligt sich mit ca. 3,5 Millionen Euro an den Kosten für den Umbau der Kreuzungen. Knapp eine Million Euro entfällt auf Versorgungs- und Telekommunikationsunternehmen, die ihre Leitungen erneuern.

Achtung – Schulanfänger im Straßenverkehr!

Schwerin -Nach den Sommerferien beginnt in Mecklenburg-Vorpommern mit der Einschulung am kommenden Samstag für die ABC-Schützen ein neuer Lebensabschnitt, der nun auch eine regelmäßige Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt. Für alle anderen Schüler startet dann am 03.08.2020 wieder der Schulunterricht.

Innenminister Lorenz Caffier ruft daher alle Verkehrsteilnehmer auf: „Seien Sie bitte besonders aufmerksam im Straßenverkehr unterwegs, gehen Sie mit gutem Beispiel voran und nehmen Sie Rücksicht!“

Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und sie sind vom Vorbild und der Anleitung der Erwachsenen abhängig. Denn je kleiner sie sind, desto schwieriger fällt es ihnen, in der komplexen Verkehrswelt zurechtzukommen.

Unsere Landespolizei wird auch in diesem Jahr mit verstärkten Verkehrsüberwachungsmaßnahmen gezielt im Umfeld von Schulen für die Sicherheit der Schulanfänger im Einsatz sein und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Schulanfänger auf ihrem täglichen Schulweg leisten. Neben der Schulwegsicherung werden aber auch das richtige Angurten der Kinder in den Fahrzeugen sowie die Einhaltung der zulässigen Fahrgeschwindigkeit im Mittelpunkt der landesweit stattfindenden themenorientierten Verkehrskontrollen sowie der begleitenden Kampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ stehen.

Während erfreulicherweise im vergangenen Jahr kein Kind bei einem Straßenverkehrsunfall ums Leben kam, erhöhte sich die Zahl der schwer- und leichtverletzten Kinder – insbesondere der Rad fahrenden Kinder. Hierbei ist zudem die Zahl der unfallverursachenden Fahrradfahrer von 84 (2018) auf 122 (2019) gestiegen. Sicheres Radfahren im Straßenverkehr setzt viele Fähigkeiten voraus, die Kinder erst nach und nach erwerben. Jüngere Kinder sind diesen Anforderungen noch nicht gewachsen.

Im Jahr 2019 verunglückten auf Mecklenburg-Vorpommerns Straßen insgesamt 557 (2018 = 510) Kinder im Alter von 6-14 Jahren. Dabei wurden 78 schwer- und 479 leichtverletzt. Auf dem Weg zur Schule oder von der Schule ereigneten sich 60 Verkehrsunfälle, bei denen 13 Kinder schwer- und 50 Kinder leichtverletzt wurden.
Unter den Verletzten waren sieben 6 bis 7-Jährige (2018: acht).

Minister Caffier: „Dies allein ist Anlass genug, die Anstrengungen zu mehr Verkehrssicherheit und verkehrssicherem Verhalten zu erhöhen – nicht nur zum Schulanfang!“

Die Beachtung folgender Hinweise bringt mehr Sicherheit für die/Ihre Schulkinder:

  • Planen Sie stets genügend Zeit ein und gehen Sie den Schulweg in den ersten Tagen gemeinsam mit Ihrem Kind ab! Zeitnot und Hetze führen zu falschem Verhalten und erhöhen das Unfallrisiko.
  • Begleiten Sie Ihr Kind solange, bis Sie sicher sind, dass es den Schulweg alleine meistern kann! Dies gilt insbesondere auch für Ihre Rad fahrenden Kinder.
  • Trainieren Sie auch das richtige Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel/des Schulbusses
  • Wählen Sie immer den sichersten Schulweg, nie den Kürzesten. Nehmen Sie auch Umwege in Kauf!
  • Sollten Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen oder abholen, achten Sie stets darauf, dass Ihr Kind immer – auch auf nur kurzen Fahrten – vorschriftsmäßig angeschnallt bzw. in entsprechenden Kindersitzen gesichert ist. Das gilt auch bei Fahrgemeinschaften!
  • Beachten Sie alle Halt- und Parkverbote und lassen Sie Kinder grundsätzlich nur auf der Gehwegseite ein- und aussteigen!
  • Ihr Kind sollte möglichst auffällige, signalfarbene Kleidung und einen geeigneten Schulranzen mit großflächigen Reflektorstreifen bei schlechten Sichtverhältnissen tragen, denn Sicherheit hängt auch von der Sichtbarkeit ab!

Rücksicht und Vorsicht zum Schulanfang

Schwerin – In diesem Jahr machen sich in Mecklenburg-Vorpommern rund 13.000 Erstklässler auf den ersten Schulweg. Sie gehören zu den insgesamt 150.000 Schülerinnen und Schülern, die vom Beginn der nächsten Woche an wieder morgens und nachmittags auf den Straßen des Landes unterwegs sein werden. Die Schulanfangsaktion „BREMS DICH! – Schule hat begonnen“ macht darauf aufmerksam.

„Spannbänder und Plakate sind bereits jetzt im Straßenbild zu sehen, um die Autofahrer rechtzeitig dafür zu sensibilisieren, dass ab der nächsten Woche wieder erhöhte Aufmerksamkeit gefordert ist. Mehr Rücksicht und mehr Vorsicht sowie eine vorausschauende Fahrweise können dazu beitragen, die Unfallzahlen zu senken“, so Verkehrsminister Christian Pegel.

Hans-Joachim Hacker, Präsident der Landesverkehrswacht, ergänzt: „Für alle Kinder beginnt mit dem Eintritt in die Schule ein spannender neuer Lebensabschnitt. Eltern, Kita und Schule können auf ihre ganz spezifische Weise die Mädchen und Jungen auf ihren Start in das Schulleben und ihre zunehmend selbstständige Teilnahme am Straßenverkehr vorbereiten. Mit unserem Programm „Schulwegsicherung in MV“ unterstützen wir sie dabei.“

Die leuchtend gelben Brems Dich-Spannbänder hängen in der Nähe von Schulen, in Hauptverkehrsstraßen und Gebieten mit Schülerverkehr. Direkt zum Schulbeginn organisieren die örtlichen Verkehrswachten gemeinsam mit der Polizei und weiteren Partnern regionale Veranstaltungen für Eltern und Kinder. Angeboten werden Kontrollen vor Schulen, Basecaps oder Sicherheitswesten für Schulanfänger. Der Minister richtet zum Schulanfang einen Appell an alle Autofahrenden: „Bitte nehmen Sie in den nächsten Wochen besonders Rücksicht – für unsere Kinder, auf die wir gemeinsam jetzt besonders Acht geben müssen!“

Alles nach Plan

Erstes Teilstück der A 20 bei Tribsees ist fertig

Tribsees – Die neue Brücke östlich der Trebeltalbrücke für die Autobahn in Richtung Rostock steht – und damit der erste Abschnitt der neuen Autobahn 20 bei Tribsees.

„Für die Nutzerinnen und Nutzer der wichtigsten Ost-West-Verbindung unseres Landes ändert das – noch – nichts. Die neue Brückenhälfte von der Anschlussstelle Tribsees zur Trebeltalbrücke in Richtung Rostock kann erst genutzt werden, wenn auch die Brücke im weiteren Verlauf der Autobahn steht. Dort wird bereits emsig gearbeitet. Aber der erste Bauabschnitt hat gezeigt, dass unsere ambitionierten Pläne zur schnellstmöglichen Wiederherstellung der Autobahn in diesem schwierigen Baugrund realisierbar sind“, sagte Landesverkehrsminister Christian Pegel bei einer Vorortbesichtigung heute.

Der etwa 90 Meter lange Damm zwischen Tribsees und der Trebeltalbrücke wurde auf der nördlichen Autobahnhälfte durch eine ebensolche konventionelle Brücke ersetzt. „Dieses Teilstück war vom plötzlichen Abbruch der Autobahn im Herbst 2017 nicht betroffen, aber ebenso auf beim Bau der A 20 als innovativ geltenden CSV-Säulen gegründet. Nach Fertigstellung der gesamten A 20 bei Tribsees gibt es in M-V keine Autobahn mehr auf einer solchen Gründung im Moor“, so der Minister.

Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts nimmt er erneut zum Anlass, sich zu bedanken: „Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Ohne den unermüdlichen Einsatz der Kolleginnen und Kollegen in unserer Straßenbauverwaltung und das Engagement des Bundes, der die Wichtigkeit dieser Baumaßnahme anerkannt hat und sie entsprechend schnell und unbürokratisch unterstützt, wären wir heute nicht so weit.“

Ende 2021 – dann unter Ägide der neuen Autobahngesellschaft, die ab 2021 für die Bundesautobahnen zuständig ist – soll die gesamte Brücke in Richtung Osten auf einer Länge von insgesamt 1.395 Metern (einschließlich der bestehenden Trebeltalbrücke) fertig sein. Darüber kann der Verkehr wieder auf eingeengten zwei Spuren je Richtung rollen. Im Anschluss wird die Behelfsbrücke abgebaut und der Bau der südlichen Brückenhälfte vor und hinter der Trebeltalbrücke beginnt.

Zahlen & Fakten

Erster Bauabschnitt: Für die nördliche Brückenhälfte von der Anschlussstelle Tribsees bis zur Trebeltalbrücke wurden auf 90 Metern Länge 36 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 1,2 Metern und durchschnittlich 24 Metern Länge gesetzt und ca. 1.450 Kubikmeter Beton verbaut. Kosten: knapp neun Millionen Euro. Zu den noch ausstehenden Restarbeiten zählt die Errichtung von Nebenanlagen und das Beräumen des Baufelds.

Zweiter Bauabschnitt: Der Bau der knapp 800 Meter langen nördlichen Brückenhälfte von der Trebeltalbrücke bis zur bestehenden A 20 jenseits des Moors in Richtung Rostock begann Ende April 2020. Fast 340 Bohrpfähle mit rund 7.250 Kubikmetern Beton werden verbaut.

Dritter Bauabschnitt: Die südlichen Brückenhälften werden nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts und dem Abbau der Behelfsbrücke gebaut. Mit ihrer Fertigstellung voraussichtlich Ende 2023 ist das Gesamtprojekt fertig und die A 20 bei Tribsees führt auf einer konventionellen Brücke durchs Moor.

Die Gesamtkosten zur Wiederherstellung der A 20 werden aktuell auf rund 180 Millionen Euro geschätzt.

Davon entfallen knapp 60 Millionen Euro auf Aufbau, Miete und Abbau der Behelfsbrücke inklusive Herstellung der Bohrpfähle der Richtungsfahrbahn Stettin, die sowohl für die Behelfs- wie auch für die endgültige Brücke genutzt werden, die seit Dezember 2018 den zweispurigen Verkehr über die abgesackte Autobahn ermöglicht. Die Kosten trägt der Bund als Eigentümer der Bundesautobahnen.

Hochbrücke Wismar

Denkmalschutz erfordert neue Variantenprüfung

Wismar – Das Straßenbauamt Schwerin als Vorhabenträger des Neubaus der Hochbrücke Wismar prüft eine neue Variante für den Ersatzneubau der Brücke. Grund: Der neue Investor der „Wismaria“ möchte diese sanieren und nutzen sowie das Quartier entwickeln. Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege hat nun den Denkmalwert der ehemaligen Malzfabrik bestätigt.

Das Straßenbauamt Schwerin hat in den vergangenen Jahren zwölf verschiedene Varianten für den Ersatz der maroden Hochbrücke Wismar erarbeitet, von Brückenneubauten an anderer Stelle über einen Neubau an der jetzigen Position der Brücke bis hin zu einer ufernahen Verkehrsführung ohne Brücke über den Mühlenteich. Alle diese Varianten wurden technisch geplant und nach Verkehrs-, Umwelt- und Kostenaspekten bewertet. Zudem wurden städtebauliche Ansprüche der Hansestadt Wismar und Auswirkungen während der Bauzeit auf das Straßennetz in und um Wismar herum berücksichtigt.

Vorzugsvariante wurde letztlich ein Brückenneubau, der den Abriss der „Wismaria“ erfordert. Die in den 1890er Jahren errichtete Malzfabrik steht seit Jahren leer und ist mittlerweile eine Ruine. Bislang wurde davon ausgegangen, dass der Abriss begründbar und damit genehmigungsfähig ist.

„Ende 2019 hat ein neuer Eigentümer den Gebäudekomplex übernommen. Er hat der Stadt Wismar ein Sanierungs- und Nutzungskonzept vorgelegt. Die Straßenbauverwaltung hat daraufhin entschieden, diese neue Sachlage rechtzeitig in die laufenden Planungen einfließen zu lassen“, erläutert Infrastrukturminister Christian Pegel und führt weiter aus: „Sie hat eine Voranfrage beim Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (LAKD) gestellt mit Bitte um eine Stellungnahme, ob die bisherigen Varianten zustimmungsfähig sind. Vor allem sollte so geklärt werden, ob das Wismaria-Gebäude wie vorgesehen abgerissen werden könnte und wir mit der bisherigen Vorzugsvariante weiter planen können.“

Das Ergebnis der Voranfrage: „Aus der nun vorliegenden Stellungnahme geht hervor, dass die Denkmalschutzbehörde die Wismaria als Einzeldenkmal ansieht. Das bedeutet, dass aus Denkmalschutzgründen keine Zustimmung für den Abriss des Gebäudes in Aussicht steht. Der Bau der Vorzugsvariante wie bislang geplant ist unter diesen Umständen nicht möglich“, erklärt Christian Pegel und urteilt „Das ist einerseits bedauerlich. Gleichwohl ist es gut, dass wir bereits jetzt – und nicht erst wie eigentlich vorgeschrieben im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens – ein Signal zur Erhaltenswürdigkeit des Denkmals von der Denkmalschutzbehörde erhalten haben. Wir können uns nun auf die Varianten konzentrieren, die auch aus Denkmalschutzsicht realisierbar sind“, so der Minister.

Nachdem der Investor von den Plänen zur Überbauung der alten Malzfabrik erfahren hatte, unterbreitete er einen Vorschlag zur Integration der neuen Straße in seine Baupläne. Das Straßenbauamt wird nun eine neue Variante auf Realisierbarkeit prüfen, die ohne Abriss des Wismaria-Gebäudes über das vom Investor geführte Areal geführt wird. „Voraussichtlich bis Jahresende soll das Ergebnis vorliegen“, sagt Christian Pegel.

Die Landesstraße L 12 verbindet Wismars Stadtkern mit dem städtischen und regionalen Straßennetz im Osten der Hansestadt. Sie ist die Hauptachse in Richtung Zentrum und schafft eine Verbindung zur A 20 sowie zur B 106 nach Schwerin. Die Hochbrücke aus dem Baujahr 1970 befindet sich zwischen den Knotenpunkten Dr.-Leber-Straße/Kanalstraße und Rostocker Straße/Philosophenweg. Bei turnusmäßigen Bauwerksprüfungen wurden statische Mängel an der Spannbetonkonstruktion festgestellt. Um die Nutzungsdauer der Brücke soweit wie möglich zu verlängern, wurde sie im September 2011 für den Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen gesperrt. 2012 wurden die vier Fahrstreifen auf zwei reduziert. Das Bauwerk wird engmaschig überprüft.

Ausbau der Straße Am Fischmarkt

Wolgast – Für den Ausbau der Straße Am Fischmarkt in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) übergibt Verkehrsminister Christian Pegel heute dem Bürgermeister der Stadt, Stefan Weigler, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 830.000 Euro. Die Mittel kommen aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zur Förderung der integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung gemäß der Stadtentwicklungsförderrichtlinie Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen ca. 1,2 Millionen Euro.

Das Vorhaben umfasst den Ausbau der Straße Am Fischmarkt zwischen Wasserstraße und Dreilindengrund inklusive des Schwarzen Wegs. Die Straße ist in schlechtem Zustand, so dass sie zunehmend zur Gefahrenquelle insbesondere für den Radverkehr wird. Neben der Straße sowie den Geh- und Radwegen sind noch Teile des Gleisbetts der ehemaligen Bahnverbindung Wolgast – Kröslin vorhanden. Als Notlösung hat die Stadt Wolgast die ungenutzten Gleiskörper mit Bitumen vergossen. Dadurch kommt es zu erhöhter Lärmbelästigung für die Anlieger. Fußwege sind teilweise nicht oder nur einseitig vorhanden.

Die Fahrbahn soll von der Wasserstraße bis zum Ausbauende in einer Länge von ca. 300 Metern in Asphaltbauweise mit straßenbegleitenden Geh- und Radwegen ausgebaut werden. Damit erhöht sich die Verkehrssicherheit. Im Bereich der Kindertagesstätte werden die Freiflächen neu geordnet und Stellplätze angelegt.

Der „Schwarze Weg“ verbindet den Stadtteil „Tannenkamp“ mit der Wolgaster Innenstadt und ist die direkte Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zur Innenstadt. Er ist mit Betonplatten befestigt. Wurzeln des Altbaumbestands entlang des Wegs heben die Betonplatten in Teilbereichen an und stellen somit eine Gefahrenquelle für Fußgänger und Radfahrer dar. Der Weg soll in einer Länge von ca. 350 Metern als Geh- und Radweg befestigt werden. Die Bäume bleiben erhalten.

Durch diese Maßnahmen verbessert sich die Lebens- und Wohnqualität der Anwohner und Touristen nachhaltig.

Da künftig Fahrradtouristen über den Schwarzen Weg eine Abkürzung zum Anschluss an den Ostseeküstenradweg im Norden nehmen können, wird dieser attraktiver. Mit diesem letzten Bauabschnitt wird die Sanierung im Bereich des Fischmarkts abgeschlossen.

Die Bauarbeiten laufen bereits. Sie sollen voraussichtlich Ende September 2020 abgeschlossen sein.

Ziel des EFRE-Förderprogramms „Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung“ ist es, die dauerhafte Nutzung des Kulturerbes, die städtische Umweltqualität und die Möglichkeit zur Integration in Bildung, Arbeit und Gesellschaft in den 23 Mittel- und Oberzentren des Landes zu verbessern. Dafür stehen dem Land von 2014 bis 2020 insgesamt rund 210 Millionen Euro zur Verfügung.

Radweg Lindenhof – Burg Stargard

Burg Stargard – Heute übergibt Verkehrsminister Christian Pegel dem Vize-Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte, Thomas Müller, einen Zuwendungsbescheid für knapp 650.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Am Termin nimmt auch der Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg, Silvio Witt, teil.

Nach der Kommunalen Radbaurichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Landesregierung damit den Bau des straßenbegleitenden Radwegs entlang der Kreisstraße MSE 85 zwischen dem Ortsteil Lindenhof und der Ortslage Burg Stargard bis zur Kreuzung der Kreisstraße mit dem Fichtenweg. Die Gesamtkosten betragen ca. 880.000 Euro.

Bei der Maßnahme handelt es sich um den zweiten Bauabschnitt des Radwegs entlang der stark befahrenen Kreisstraße MSE 85 von Neubrandenburg nach Burg Stargard. Der erste Bauabschnitt wurde bereits im August 2018 für den Verkehr freigegeben.

Der rund 2,6 Kilometer lange und 2,50 Meter breite neue Abschnitt entsteht auf der rechten Seite der Kreisstraße, außerorts in Asphaltbauweise, innerhalb von Burg Stargard mit Betonpflaster. Die Bauvorbereitung läuft, Fertigstellung ist Ende November 2020 geplant.

Große Ortsumgehung Zirchow

Insel Usedom – Signale aus Berlin geben Anlass zu Optimismus, dass eine großräumige Ortsumgehung für Zirchow auf der Insel Usedom Realität werden könnte.

„Das Bundesverkehrsministerium hat signalisiert, dass es sich eine „große“ Variante – die weiträumige südliche Umfahrung, an die auch eine Flughafenzufahrt angebunden werden könnte – vorstellen könnte. Eine Bewertung dieser Variante des Vorhabens in Berlin hat unsere Auffassung bestätigt, dass der Bau des Swinetunnels auf polnischer Seite Auswirkungen auf den Bereich Zirchow haben könnte, die auch eine lange Umfahrung rechtfertigen“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel.

„Ja, unsere Prüfungen bestätigen, dass auch weiträumig um den Ort Zirchow herumführende Varianten einer Ortsumgehung wirtschaftlich umsetzbar wären“, bestätigt Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium und erklärt: „Der Bund realisiert Straßenneubauten eigentlich nur, wenn sie im vordringlichen Bedarf des vom Bundestag beschlossenen Verkehrswegeplans stehen. Das ist für Zirchow nicht der Fall. Aber die Analysen und Pläne, die Mecklenburg-Vorpommern uns vorgelegt hat, haben gezeigt, dass sich hier mit dem Beschluss des Tunnelbaus in Polen die Umstände geändert haben, nachdem der Bundesverkehrswegeplan 2030 beschlossen wurde. Der Bund wird deshalb in diesem Fall die Realisierung der Umgehung unterstützen und finanzieren.“

Das Energieministerium Mecklenburg-Vorpommern hatte das Bundesverkehrsministerium gebeten, neben der bereits bestätigten „kurzen“ Variante auch für eine längere Variante einer Ortsumgehung Zirchow eine Bewertung nach der Methodik des Bundesverkehrswegeplans durchzuführen. Diese ist nun erfolgt, mit dem Ergebnis, dass der Nutzen die Kosten eines solchen Straßenneubaus rechtfertigen würde. Nach aktuellem Stand allerdings mit einer Einschränkung: Die Bahntrasse muss statt mit zwei teuren Brücken mit deutlich günstigeren beschrankten Bahnübergängen gequert werden.

„Wie die Umgehung am Ende tatsächlich bis ins Detail gebaut wird, wird jetzt durch die Projektgruppe Großprojekte im Rahmen der Linienplanung untersucht. Die Nachricht aus Berlin bedeutet zunächst, dass der Bund auch die Kosten für den Bau der „großen“ Variante einer Umgehung tragen würde, wenn diese im Ergebnis der Variantenuntersuchung vorzugswürdig ist“, sagt Christian Pegel und fügt hinzu: „Da sie länger ist und die stillgelegte, aber nicht entwidmeten Bahntrasse südlich von Zirchow zweimal kreuzt, ist sie deutlich teurer als die kürzere Variante, für die der Bund bereits bestätigt hatte, dass sie erforderlich ist.

Auch Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann wertet das Signal des Bundes als „nahezu unglaublichen Erfolg. Die Landesregierung hat sich seit 2018 intensiv dafür eingesetzt, dass der Bund die Ortsumgehung nachträglich als dringlich einschätzt und auch eine ,große‘ Variante finanzieren würde. Dass dies geschieht, dürfte eine große Ausnahme sein – und ist eine hervorragende Nachricht für die ganze Region um Usedom.“ Er danke vor allem den Zirchowern, die sich in der Bürgerinitiative immer sachlich, konstruktiv und engagiert eingebracht haben: „Eine touristische Entwicklung bedeutet immer auch ein Anstieg von Verkehren. Um so wichtiger ist, dass es hierbei eine Entlastung im Ortskern gibt.“

Die Mitglieder der Bürgerinitiative, die sich seit 2016 für die Umgehung einsetzt, sind erleichtert: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Beharrlichkeit Früchte trägt. Die große Variante entspricht unserer Argumentation hinsichtlich Nachhaltigkeit und Weitsicht und erscheint für ein künftiges Verkehrskonzept mehr als sinnvoll. Die Steigerung der Wohnqualität und vor allen der Verkehrssicherheit in unserem Ort nimmt in der Perspektive eine positive Entwicklung“, sagt Kathrin Flindt von der Arbeitsgruppe Ortsumgehung Zirchow.

Christian Pegel dankt ebenfalls der Initiative für ihr Engagement – und insbesondere auch den Behördenmitarbeitern, die das Projekt möglich gemacht haben: „Die Kolleginnen und Kollegen in unser Straßenbauverwaltung haben zwei Jahre lang intensiv an der Grundlage für diese Entscheidung gearbeitet und so dem Bundesverkehrsministerium die Zusage ermöglicht. Beiden danke ich von Herzen für ihren Einsatz und guten Willen.“

A 20: Rastplatz Brohmer Berge

Friedland – Die Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern hat den Rastplatz Brohmer Berge an der A 20 mit komfortablen WC- und Duschcontainern ausgestattet. Ab sofort stehen je ein WC für Männer, Frauen und für mobilitätsbeeinträchtigte Personen zur Verfügung. In einem weiteren Container befinden sich zwei Duschkabinen, je eine für Männer und Frauen, mit getrennten Eingängen und von innen verschließbaren Türen.

„Vor allem LKW-Fahrer sollen von diesen Einrichtungen profitieren. Bisher gab es dort nur Dixi-Toiletten. Diese haben wir nun durch deutlich angenehmere Sanitäranlagen mit zusätzlichen Wasch- und Duschmöglichkeiten ersetzt“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel und führt weiter aus: „Die Corona-Pandemie verlangt allen viel ab. Auch LKW-Fahrer müssen den gesteigerten Hygieneanforderungen nachkommen. Es war uns daher ein großes Anliegen, hier zu unterstützen und die Infrastruktur an der Rastanlage zu verbessern.“

Die unbewirtschaftete Rastanlage Brohmer Berge befindet sich an der Autobahn 20 zwischen den Anschlussstellen Friedland und Strasburg. Sie verfügt über 30 LKW-Stellplätze und ist regelmäßig hoch frequentiert. Die bisherigen Versuche, einen Konzessionär für den Bau und Betrieb einer Rastanlage zu finden, blieben ohne Erfolg, weshalb bislang nur eine provisorische WC-Versorgung vorhanden war. Bis September 2020 läuft eine neuerliche Ausschreibung.

„Bis sich in dieser Hinsicht etwas tut, haben wir mit der jetzigen WC-Lösung Komfort und Standard deutlich erhöht. Der Duschcontainer wurde im Rahmen des Bundesförderprogramms ,Sofortprogramm Duschcontainer auf unbewirtschafteten Rastanlagen‘ aufgestellt“.

Der Bund hatte dieses Sofortprogramm im Frühjahr 2020 initiiert mit dem Ziel, im Zusammenhang mit den erhöhten Hygieneauflagen aufgrund von Corona schnellstmöglich mehr temporäre Duschcontainer für LKW-Fahrer zu schaffen. Nach Abfrage aller Bundesländer, bei der die Länder Vorschläge für geeignete Standorte machen konnten, wurden bundesweit 20 Standorte für dieses Programm ausgewählt.

Mecklenburg-Vorpommern hatte mit seinem Vorschlag, einen Container an der Anlage Brohmer Berge aufzustellen, Erfolg. Nachdem der Bund den Standort bestätigt hatte, setzte die Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern die Beschaffung sofort um. Die Kosten für Miete und Betrieb des Duschcontainers trägt der Bund, die Kosten für den WC-Container übernimmt das Land. Beide sollen bis zum Bau einer Rastanlage betrieben werden.

Radweg Grundshagen

Grundshagen – Für den Bau des Radwegs entlang der Kreisstraße NWM 12 am Südrand des Ortsteils Grundshagen der Stadt Klütz (Landkreis Nordwestmecklenburg) bis zur Landesstraße L 01 übergibt Verkehrsminister Christian Pegel heute dem Bürgermeister Jürgen Mevius einen Zuwendungsbescheid in Höhe von knapp 295.000 Euro. Die Förderung erfolgt mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) nach der Kommunalen Radbaurichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesamtkosten für das Vorhaben liegen bei ca. 393.000 Euro.

Der Radweg soll auf 376 Metern Länge in Asphaltbauweise mit einer Breite von 2,50 Metern gebaut werden. Er verläuft östlich der Kreisstraße NWM 12 (Dorfstraße) und bindet an den ebenfalls östlich der Straße verlaufenden Radweg der Landesstraße L 01 an. In Grundshagen wird er an den dortigen Gehweg angebunden. Zur Querung des Grundshägener Bachs im mittleren Bereich der Radwegtrasse wird eine sieben Meter lange Fertigteilbrücke errichtet. Als Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur wurden bereits 26 Obstbäume auf einer Streuobstwiese im Ortsteil Goldbeck gepflanzt. Des Weiteren sollen 16 Laubbäume entlang des Radwegs gepflanzt werden.

Die Bauarbeiten sollen Anfang August beginnen und Ende November dieses Jahres abgeschlossen sein.

Nach Fertigstellung des Radwegs ist die Lücke zwischen dem Stadtgebiet von Klütz und dem Ortsteil Grundshagen geschlossen. Für alle Verkehrsteilnehmer wird diese kurvenreiche Strecke sicherer. Insbesondere profitieren davon die Schülerinnen und Schüler, die zur Regionalen Schule nach Klütz fahren.

Stadtautobahn Rostock

Neuer Verkehrsknoten trotz Bombe und Corona pünktlich fertig

Rostock – Heute haben Landesverkehrsminister Christian Pegel und Rostocks Vize-Oberbürgermeister Chris Müller-von Wrycz Rekowski den neuen Knoten Evershagen an Rostocks Stadtautobahn (B103) vorgestellt.

„Bereits seit Anfang Juni rollt der Verkehr hier nun ampel- und somit in der Regel staufrei über die Stadtautobahn. Dank einer neuen Brücke und zweier Rampen haben jetzt die Autofahrer in alle Richtungen freie Fahrt“, sagt Landesverkehrsminister Christian Pegel beim Vor-Ort-Termin.

Besonders freue ihn, dass das Vorhaben trotz unvorhergesehener Widrigkeiten pünktlich zum Sommer fertig wurde: „Beim Umverlegen von Gasleitungen an der Abfahrt Schmarler Damm haben wir eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, die der Munitionsbergungsdienst zum Glück problemlos entschärfen konnte.“ Auch die Corona-Pandemie beeinträchtigte die Bauarbeiten nicht.

Eingeplant war das Einsammeln von Eidechsen auf einem Biotop an der Baustelle. 207 Zaun- und Waldeidechsen wurden vor Beginn der Bauarbeiten nach Alt Bartelshagen an die Carbäk umgesiedelt.

„Die Fertigstellung des Kreuzungsbauwerks ist ein wichtiges Element unseres Mobilitätskonzepts. Der neue Knoten hilft, Abgase und Lärm zu vermeiden und macht so den Verkehr an dieser Stelle stadtverträglicher. Auch möchte ich mich dafür bedanken, dass dieser aufwändige Umbau weitgehend ohne Vollsperrung der Stadtautobahn ermöglicht wurde und unsere Magistrale zwischen Rostock und Warnemünde nahezu durchgängig befahrbar blieb“, sagte Rostocks Vize-Oberbürgermeister Chris Müller-von Wrycz Rekowski.

Mit dem Umbau wurden die beiden per Ampel regulierten Knotenpunkte nach und von Schmarl und Evershagen zurückgebaut. An ihrer Stelle entstand in beiden Fahrtrichtungen je eine Rampe, über die die Autofahrer zu einer ebenfalls neuen Brücke gelangen, die beide Stadtteile über die Autobahn hinweg verbindet.

„Nun können die Autofahrer hier, analog zum Knoten Lütten Klein/Groß Klein im weiteren Verlauf der Stadtautobahn, ohne Halt entweder durch- oder auf- beziehungsweise abfahren. Auch die Radfahrer auf den beiden Radwegen parallel zur Autobahn müssen nun nicht mehr wegen Ampelrot absteigen. Für sie wurde in beiden Richtungen jeweils eine Unterführung gebaut“, so Minister Christian Pegel.

Zudem entstand westlich der Bundesstraße im Wohngebiet Evershagen ein Kreisel, um den Verkehr möglichst ohne Einschränkungen auf die Brücke zuzuleiten. Bis voraussichtlich Ende Juli erfolgen noch Restarbeiten, die zu kurzzeitigen Verkehrseinschränkungen führen können. So wird nach abgeschlossener Verlegung der Gasleitung durch die Stadtwerke Rostock der nun nicht mehr für den Verkehr benötigte Anschluss der Straße An der Jägerbäk begrünt. Die Beleuchtung am Schmarler Damm wird noch erneuert und nach Fertigstellung der neuen Beschilderung auf der B103 werden die alten Verkehrszeichenbrücken abgerissen.

Der Bau des Knotens hatte im Oktober 2017 mit der neuen Brücke begonnen. Die Baukosten von insgesamt ca. zwölf Millionen Euro trägt zu gut zwei Dritteln der Bund als Eigentümer der Bundesstraße und zu knapp einem Drittel die Hansestadt für den Anteil an kommunalen Straßen.

Ausbau des Knotenpunkts an der L 12

Wittenbeck – Die Gemeinde Wittenbeck (Landkreis Rostock) erhält vom Landesverkehrsministerium einen Zuschuss in Höhe von rund 120.000 Euro für den Bau eines Kreisverkehrs an der Landesstraße L 12. Die Mittel werden gemäß der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bereitgestellt.

Der Knoten an der L 12 im Bereich der Gemeinde Wittenbeck wird zu einem dreiarmigen kleinen Kreisel mit einem Durchmesser von 35 Metern ausgebaut. Im Zuge dieser Maßnahme wird auch die Gemeindestraße nach Kühlungsborn-Ost auf 240 Metern ausgebaut. Durch den Kreisverkehr verbessert sich die Verkehrssicherheit in diesem Bereich erheblich.

Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und sollen voraussichtlich Ende November abgeschlossen sein.

A 19: Neue Parkanlagen „Kiether Berg“

Linstow – An der Autobahn 19 nahe Linstow werden ab heute die beiden Parkanlagen „Kiether Berg“ Ost und West in Betrieb genommen. Nach 20 Monaten Bauzeit stehen den Verkehrsteilnehmern dann Toilettenanlagen sowie 34 LKW-, 46 PKW-, 4 Bus- und 4 Behindertenparkplätze zur Verfügung.

Die Bauarbeiten umfassten neben der Erschließung des Geländes auch archäologische Voruntersuchungen, Garten- und Landschaftsbau, Kompensationsmaßnahmen für die Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Nutzflächen und Maßnahmen zum Schutz von Reptilien.

Die Parkanlage „Kiether Berg West“ an der Richtungsfahrbahn Berlin wird heute geöffnet, „Kiether Berg Ost“ an der Richtungsfahrbahn Rostock folgt voraussichtlich am 10. Juli, hier sind noch letzte Pflaster- und Bordsetzarbeiten erforderlich.

Den Hauptanteil für den Straßenbau und die Erschließung übernahm die Firma Eurovia aus Kavelstorf. Die Firma Zurow Bau aus Krassow hat die Toilettengebäude errichtet. Insgesamt wurden am Kiether Berg 6,9 Millionen Euro investiert.

An- und Abreise der Kreuzfahrtgäste

Eröffnung des Seetouristischen Informations- und Organisationszentrums in Rostock-Warnemünde

Warnemünde – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Donnerstag in Rostock-Warnemünde das neue Seetouristische Informations- und Organisationszentrum am Liegeplatz 8 offiziell eröffnet. Der Neubau soll künftig als Kreuzfahrtterminal unter anderem für die Passagierabfertigung und Grenzkontrollen genutzt werden.

„Die Corona-Pandemie hat den Kreuzfahrttourismus auch in Mecklenburg-Vorpommern hart getroffen. Doch klar ist auch: das Bedürfnis, erlebnisreich zu entschleunigen, wird wieder Nachfrage generieren. Ich bitte alle Verantwortlichen der Branche sich weiter engagiert auch den ökologischen Herausforderungen zu stellen. Die Kreuzschifffahrt der Zukunft wird und muss nachhaltig sein. Dazu braucht die Branche neue Schiffe und an Land die entsprechenden Voraussetzungen, damit sich der CO2- Ausstoß in den nächsten Jahren deutlich verringert. Daran arbeiten Landesregierung, die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Rostock Port und AIDA Cruises gemeinsam. Unser Ziel ist es, den Rostocker Hafen zu einem nachhaltigen Vorzeigehafen zu entwickeln“, sagte Rudolph.

Im Hafen, an den Liegeplätzen P7/P8, entsteht derzeit eine Landstromversorgung für Kreuzfahrtschiffe. Die dafür notwendigen Anschlusskästen sind bereits installiert, die technische Installation von Containermodulen für die Umrichter-/Trafostation läuft derzeit. „Vorgesehen ist, die Landstromanlage in diesem Jahr fertig zu stellen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Die Baumaßnahmen umfassten unter anderem die Errichtung eines festen Abfertigungsgebäudes mit rund 2.200 Quadratmetern Grundfläche, das die bestehende provisorische Zeltkonstruktion ersetzt, und den Neubau eines zweigeschossigen Servicegebäudes von knapp 1.000 Quadratmetern für Büro- und Zollnutzung. Zudem finden sich nun an den Außenanlagen 20 Auto- und 17 Busstellplätze. „Besonders erfreulich ist, dass die Mehrzahl der am Bau beteiligten Unternehmen ihren Sitz in Mecklenburg-Vorpommern hat. So stärken die Baumaßnahmen neben dem Kreuzfahrttourismus auch die heimische Wirtschaft“, hob Rudolph hervor.

Auf Grundlage einer Studie des Kieler Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa, für die neben Passagieren und Besatzungsmitgliedern auch verschiedene Branchenvertreter interviewt wurden, betrugen die aus der Kreuzschifffahrt in Rostock-Warnemünde und Mecklenburg-Vorpommern generierten Umsätze im Jahr 2018 insgesamt 45,9 Millionen Euro. 2018 verzeichnete der Kreuzfahrthafen Rostock-Warnemünde mit 206 Anläufen von 44 Kreuzfahrtschiffen und 657.000 Passagieren (abgefertigt: 923.000 Passagiere) einen Rekord. Im Jahr 2019 gab es 196 Anläufe von Passagierschiffen.

Hochgerechnet ergab das Einnahmen in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern für das Jahr 2019 von 43,3 Millionen Euro. Die Befragung befasste sich auch mit dem Ausgabeverhalten der Passagiere mit Aufenthalt in Rostock-Warnemünde: Die Landausflügler und Transitpassagiere geben pro Kopf etwa 43 Euro, Reisewechselpassagiere rund 58 Euro und die Besatzungsmitglieder auf Landgang etwa 55 Euro aus. Bei den Reisewechselpassagieren kommen anteilig noch Ausgaben für Unterkünfte und Parkgebühren hinzu. So lassen Kreuzfahrtpassagiere und Besatzung pro Saison knapp 29 Millionen Euro in der Stadt und Region. Indirekte Kosten des Schiffsbetriebs für unter anderem Proviant, Treibstoff, Lotsen, Makler und Hafengebühren summieren sich auf rund 17 Millionen Euro im Jahr.

Für das Jahr 2020 waren insgesamt 207 Anläufe von 44 Kreuzfahrtschiffen erwartet worden. Aufgrund der aktuellen Situation durch die Infektionskrankheit Covid-19 ist derzeit nicht klar, wann, ob und welche Kreuzfahrtanläufe in dieser Saison noch stattfinden können. „Der Kreuzfahrttourismus in Rostock-Warnemünde ist ein nationales und internationales Markenzeichen. Er sorgt für beträchtliche Wertschöpfung und ist zugleich exzellente Werbung für das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern und die Hanse- und Universitätsstadt Rostock“, sagte Rudolph.

Die Gesamtinvestitionen für das Seetouristische Informations- und Organisationszentrum betragen mehr als 15,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 13,6 Millionen Euro.

Für die Landstromanlage werden die Gesamtausgaben rund 17,2 Millionen Euro betragen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 15,5 Millionen Euro.