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Kategorie: Gesellschaft / Gesundheit / Pflege / Ehrenamt

15 Jahre Hilfe und Unterstützung rund um die Pflege:

Drese gratuliert Pflegestützpunkt Pasewalk zum Jubiläum

Pasewalk – Fünfzehn Jahre ist es her, dass in Pasewalk der erste Pflegestützpunkt des Landes seine Arbeit aufgenommen hat. Unzählige Pflegebedürftige, Angehörige und Interessierte haben hier seitdem eine kostenfreie, trägerübergreifende und neutrale Beratung erhalten.

„Mittlerweile sind es knapp 3.000 Beratungskontakte, die jährlich allein in Pasewalk zusammenkommen. Eine Zahl die zeigt: Aus dem ursprünglichen Pionierprojekt ist ein etablierter Dreh- und Angelpunkt für alle Ratsuchenden rund um das Thema Pflege geworden“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese heute anlässlich des Jubiläums.

Trete in der Familie ein Pflegefall ein, dann geschehe das häufig plötzlich und ohne Vorwarnung. „Das ist eine äußerst belastende Situation, die schnell überfordern kann. Wo bekomme ich Hilfe? Welche Pflegeform passt zu uns? Wie funktioniert die Pflege zu Hause und welche Anträge muss ich stellen? Genau für diese Navigation durch den bürokratischen Pflege-Dschungel stehen die qualifizierten Mitarbeitenden der Pflegestützpunkte bereit und informieren kostenfrei, individuell und trägerunabhängig“, erklärte Drese.

Seit Pasewalk vor anderthalb Jahrzehnten mit diesem Angebot als Vorreiter den Anfang machte, ist die Pflege- Beratungslandschaft in MV stetig gewachsen. „Wir können wirklich stolz darauf sein, dass wir heute auf insgesamt 19 Standorte blicken, die über das gesamte Land verteilt den Betroffenen als verlässliche Anlaufstelle zur Verfügung stehen. Eine Erfolgsgeschichte die zeigt, wie eine wohnortnahe und niedrigschwellige Pflegeberatung aussehen kann“, so die Ministerin weiter.

„Mein besonderer Dank gilt heute den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diese Stützpunkte mit aufgebaut haben und Betroffenen seither mit viel Empathie und Fachwissen zur Seite stehen. Sie sind oft der erste Lichtblick für Familien in einer überaus schwierigen Lebensphase“, lobte Drese das Engagement des Teams vor Ort.

Pasewalk nehme aber auch hier eine Sonderstellung ein. „Es ist der einzige Pflegestützpunkt im Land, der gemeinschaftlich von einem Vater-Tochter-Duo bestehend aus Herrn Zander als Pflegeberater und Frau Zander als Sozialberaterin geführt wird“, merkte Drese an.

Ihren Dank sprach Drese aber auch dem Landkreis Vorpommern-Greifswald und den Landesverbänden der Pflegekassen für Ihre Beteiligung aus. „Gemeinsam ist es uns gelungen, vorbildliche Strukturen aufzubauen, mit dem wir Betroffene auffangen, unterstützen und bei Bedarf auch an weitere regionale Angebote wie Selbsthilfegruppen vermitteln.“

Start für die Umsetzung der Gleichstellungsmaßnahmen

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt danken für die Mitarbeit am „GRP“.

Schwerin – Das „GRP“, das Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm, wird nun umgesetzt. Zur Auftaktveranstaltung im Goldenen Saal sprachen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und auch die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt ihren Dank für die Mitarbeit bei der Erarbeitung des Programms aus.

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Gleichstellung darf nicht vom Engagement Einzelner abhängen. Sie braucht Struktur. Sie braucht Verbindlichkeit und einen klaren politischen und auch gesellschaftlichen Willen. Heute geht der Dank erneut und ausdrücklich an alle Akteurinnen und Akteure, die seit der ersten Stunde dieses Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm miterarbeitet haben.

Das sind der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern, der DGB Nord und seine Mitgliedsgewerkschaften, der Städte- und Gemeindetag, die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, der Landessportbund, die Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern, die Industrie- und Handelskammern, der Landesseniorenbeirat, der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, die LIGA, das THW und viele weitere. Dieses Programm lebt von Beteiligung. Darum ist der Tag heute auch der Auftakt eines wichtigen Prozesses“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt zur Auftaktveranstaltung für die Umsetzung des Programms.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Mit dem Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm schlagen wir für Mecklenburg‑Vorpommern ein neues Kapitel auf – verbindlich und mit einem klaren Kompass für die nächsten Jahre. Es geht um Schutz vor häuslicher und sexualisierter Gewalt, um faire Chancen in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Ehrenamt und um Städte und Dörfer, in denen niemand Angst haben muss, nach Hause zu gehen.

Genau da setzt dieses Programm an – mit vielen praktischen Maßnahmen, von der Stadtplanung über Arbeitswelt und Bildung bis hin zu Gesundheit und Mobilität.“ Gleichstellung sei kein Extra für gute Zeiten, sondern Voraussetzung dafür, dass das Land zusammenhalte und stark bleibe, so Ministerpräsidentin Schwesig in einem Videogrußwort.

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es ist ein Programm mit 15 Kapiteln, orientiert am Lebensverlauf von der Kindheit und der Jugend über die Ausbildung, das Studium und die Arbeitswelt bis ins Alter. Ergänzt wird das Programm um lebensphasenübergreifende Themen wie Gewaltschutz, Gesundheit, geschlechtergerechte Stadt- und Raumplanung und Gleichstellung im freiwilligen Engagement. Dieses Programm ist vor allem eine ehrliche Bestandsaufnahme, wie es sie noch nie gab. Es benennt, wo wir stehen und wo wir hinter unseren Ansprüchen zurückbleiben. Es zeigt aber auch, dass wir nicht bei null anfangen“, so Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt.

Die Landesbeauftragte für Frauen und Gleichstellung Monique Tannhäuser: „Mit dem Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm schaffen wir die Voraussetzung für eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik im Land. Die 131 festgeschriebenen Maßnahmen sind so aufgebaut, dass sie stetig weiterentwickelt und den Bedarfen angepasst werden können. Ein Begleitgremium wird transparent prüfen, was umgesetzt wurde und welche Stellschrauben noch zu drehen sein werden.

Das Gremium wird sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft sowie der Landesregierung zusammensetzen und mindestens einmal jährlich beraten. Geplant ist eine Zwischenüberprüfung nach zweieinhalb Jahren sowie eine umfassende Überprüfung und Fortschreibung fünf Jahre nach Veröffentlichung. Mit dem Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm M-V wird gleichstellungsorientiertes Denken und Handeln in den Strukturen und täglichen Arbeitsabläufen aller Ministerien verankert. Das ist Zeichen von aktiver und gemeinsam getragener Gleichstellungspolitik.“

M-V bekommt neuen Geriatrieplan

Gesundheitskommission beschließt Strategie für eine gute Versorgung von älteren Menschen

Schwerin – Die Expertenkommission zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (kurz: Gesundheitskommission MV) hat am Donnerstag nach umfangreichen Beratungen den neuen Geriatrieplan des Landes beschlossen. Der Geriatrieplan wurde vollständig überarbeitet und erweitert sowie an die aktuelle Versorgungssituation angepasst.

Neben konkreten Handlungsempfehlungen für die Akteure im Bereich der spezialisierten Medizin für ältere Menschen umfasst der neu aufgelegte Plan auch übergeordnete strategische Ziele für die geriatrische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern bis in das Jahr 2040, teilten die Vorsitzenden der Gesundheitskommission, Professor Dr. Steffen Fleßa und Gesundheitsministerin Stefanie Drese, nach der Sitzung des Expertengremiums mit.

„Durch den medizinischen Fortschritt und einem steigenden Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise werden die Menschen immer älter“, hob Fleßa hervor. Während die Zahl älterer Einwohnender stetig zunehme, gehe sowohl der Anteil junger Menschen als auch jener im erwerbsfähigen Alter zurück.

 „Der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung in MV hat sich zwischen den Jahren 2000 und 2024 nahezu verdoppelt und liegt inzwischen bei 28 Prozent“, verdeutlichte Fleßa. Gleichzeitig habe sich der Anteil der unter 20-Jährigen um vier Prozentpunkte auf 17 Prozent und bei den 20- bis 64-Jährigen von 63 auf 55 Prozent verringert, so der Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer für Gesundheitsökonomie. Dieser Trend setze sich in den nächsten Jahrzehnten fort.

„Mit zunehmendem Alter steigt jedoch auch die Wahrscheinlichkeit für chronische Erkrankungen, Multimorbidität und Fragilität“, ergänzte Drese. „Deshalb nimmt die Geriatrie als spezialisierte Altersmedizin eine Schlüsselrolle ein, da sie die besonderen medizinischen, psychologischen und sozialen Bedürfnisse älterer Menschen in einem ganzheitlichen, interdisziplinären Ansatz berücksichtigt“, so die Ministerin.

Nach Aussage von Drese umfasst der neue Geriatrieplan sowohl die Darstellung der aktuellen Versorgungssituation in Mecklenburg-Vorpommern als auch konkrete Handlungsempfehlungen. „Wir wollen damit die Grundlage für eine flächendeckende, bedarfsorientierte, qualitativ gesicherte, vernetzte und wirtschaftlich tragfähige Versorgung geriatrischer Patientinnen und Patienten in unserem Land schaffen“, so Drese. Die Maßnahmen des Plans sollen in bestehende Strukturen eingebunden und bei Bedarf angepasst werden. Mit dem Beschluss des Geriatrieplans wird zudem eine der Forderungen des Altenparlaments 2024 erfüllt.

Einen Schwerpunkt des neuen Plans bildet die bessere Verzahnung von Prävention, Akutmedizin, Rehabilitation und palliativen Angeboten. „Geriatrie ist keine isolierte Disziplin, sondern betrifft viele medizinische und pflegerische Bereiche gleichermaßen. Dem tragen wir mit dem neuen Konzept Rechnung und stärken die geriatrische Kompetenz in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung“, sagte Drese.

Ein eigenes Kapitel widmet der Geriatrieplan zudem erstmals auch telemedizinischen Angeboten, von denen insbesondere mobilitätsbeeinträchtige oder besonders ländlich lebende Personen profitieren können. „Durch die Telemedizin können bestehende Versorgungsstrukturen sinnvoll ergänzt und neue Zugänge geschaffen werden“, so Fleßa. Das werde derzeit bereits in der tele-neurologischen Versorgung oder zur Unterstützung von Menschen mit Demenz erprobt, erklärte der Co-Vorsitzende.

Drese und Fleßa bedankten sich heute bei allen Beteiligten für die engagierte Arbeit und eingebrachte Expertise zur Erarbeitung des neuen Geriatrieplans MV. „So stellen wir sicher, dass der Geriatrieplan die tatsächlichen Bedarfe vor Ort widerspiegelt und praktikable Lösungen aufzeigt, die wir gemeinsam umsetzen wollen“, so die Kommissionsvorsitzenden.

Der Geriatrieplan ist auf der Website des Sozialministeriums sozial-mv.de abrufbar und dieser Pressemitteilung angehängt.

Mit der Einrichtung der Gesundheitskommission MV setzt das Gesundheitsministerium eine der Empfehlungen der Enquete-Kommission „Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern“ um. Die Überarbeitung des Geriatrieplans ist dabei der Arbeitsauftrag Nr. 4.

Die Gesundheitskommission setzt sich aus Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Bereiche des Gesundheitswesens, wie der Kassenärztlichen Vereinigung, der Landeskrankenhausgesellschaft, Kommunen, der Wissenschaft und Praxis, Patientenvertretungen, sowie des Gesundheitsministeriums zusammen.

Finanzierung von Krankenfahrten

Drese ruft Krankenkassen und Taxi-Verband zu weiteren Verhandlungen auf

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese ruft die Landesverbände der Kranken- und Ersatzkassen und den Landesverband für das Taxi- und Mietwagengewerbe dazu auf, die Vergütungsverhandlungen zur Finanzierung von Krankenfahrten wieder aufzunehmen.

„Viele Menschen bei uns im Land, darunter chronisch Kranke und stark Bewegungseingeschränkte, sind auf verlässliche Krankentransporte zur Arztpraxis oder das Krankenhaus angewiesen. Sie dürfen nicht die Leidtragenden des sich nunmehr über mehrere Monate hinziehenden Streits sein“, sagte Drese am Mittwoch.

„Ich appelliere deshalb an die Kompromissbereitschaft und das Verantwortungsbewusstsein beider Seiten“, so Drese.

Der Taxi- und Mietwagenverband hat nach Ansicht von Drese heute in Schwerin eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig ihnen eine faire und angepasste Vergütung ist. Gleichzeitig vernehme ich von den Krankenkassen in unserem Land die Bereitschaft, trotz ihrer schwierigen finanziellen Situation, das bisherige Angebot nachzubessern.

„Ich glaube, wenn das Verständnis für die jeweils andere Position da ist, ergibt sich eine gute Ausgangsposition, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren und doch noch zu einer Lösung im Konflikt zu kommen. Was in Brandenburg gelungen ist, sollte doch auch in MV zu schaffen sein“, betonte Drese.

Die Ministerin verdeutlichte, dass die Politik bei den konkreten Vergütungsverhandlungen zwischen Kassen und Taxi-Verband wenig Einflussmöglichkeiten hat. „Ich sage aber gleichzeitig ganz deutlich, die Politik ist jetzt gefordert, so schnell wie möglich die Ausgabendynamik in der Gesetzlichen Krankenversicherung zu stoppen und Maßnahmen zur Stabilisierung der Beiträge und Sicherung des hohen Qualitäts- und Leistungsniveaus zu treffen. Mit den am Montag vorgestellten Maßnahmenvorschlägen der Finanzkommission Gesundheit ist hierfür ein erster wichtiger Schritt gemacht.“

Übernachtungspauschale für gemeinnützige Familienerholung

Zuschüsse für gemeinsame Familienauszeit auch in diesem Jahr noch verfügbar

Schwerin – Die Landesregierung verbessert die Rahmenbedingungen für Maßnahmen im Programm Familienerholung. Darauf wies Sozialministerin Stefanie Drese am (heutigen) Donnerstag in Schwerin hin. Im Zuge einer entsprechenden Richtlinienänderung des Sozialministeriums wird die Übernachtungspauschale für Familienbildungsmaßnahmen von 30 Euro auf 35 Euro pro Person und Übernachtung angehoben.

„Wir wollen es damit finanziell schwächer gestellten Familien mit Kindern, Alleinerziehenden sowie Familien mit behinderten oder pflegebedürftigen Angehörigen ermöglichen, gemeinsam einen Urlaub in gemeinnützigen Familienferienstätten erleben zu können“, betonte Drese.

Die Erholungsangebote enthalten Übernachtung mit Vollverpflegung sowie Programme für die gemeinsame Freizeitgestaltung für und mit teilnehmenden Familien. „Mit der Landesförderung soll die Durchführung von Familienbildungsangeboten langfristig gesichert und die steigenden Kosten besser abgebildet werden“, so Drese.

Verbunden mit dem erhöhten Fördersatz ist eine Anpassung der Aufenthaltsdauer auf nunmehr fünf bis sieben Tage. „Das entspricht eher der Realität der Familien, die das Angebot in den vergangenen Jahren in Anspruch genommen haben“, weiß die Ministerin. Offensichtlich mit Erfolg: so wurden in diesem Jahr mit den neuen Fördermodalitäten bereits fast doppelt so viele Mittel abgerufen, wie noch zur gleichen Zeit im Vorjahr.

„Trotzdem stehen noch Mittel zur Verfügung, die zum Beispiel für die Gestaltung der Sommer- oder Herbstferienzeit genutzt werden können“, hob Drese hervor. Gerade für besonders belastete Familien ist es enorm wichtig, auch mal Abstand zum Alltag zu gewinnen, gemeinsam neue Kraft zu tanken und den Kindern eine Ferienzeit außerhalb des eigenen Wohnortes zu ermöglichen. Das ist der Ansatz unseres Programms für Familienerholungsmaßnahmen“, so die Ministerin.

Während ihres Aufenthalts erhalten sie auch entsprechende Unterstützung und bei Bedarf eine Vermittlung an weiterführende externe Angebote. Familien sollen Zeit miteinander verbringen und sich mit anderen Familien bewusst begegnen können. Eine qualifizierte Kinder- und Jugendbetreuung soll Eltern entlasten.

Möglich ist die Inanspruchnahme einer geförderten Familienerholung immer dann, wenn mindestens eines der teilnehmenden Familienmitglieder Grundsicherung/ Bürgergeld, Sozialhilfe, Wohngeld, den Kinderzuschlag und/oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezieht. Zudem muss mindestens ein mitreisendes und dem Haushalt angehörendes Kind jünger als 18 Jahre sein. Familien müssen darüber hinaus ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort in Mecklenburg-Vorpommern haben und sich bei einem Träger von Erholungsmaßnahmen anmelden.

Informationen erhalten die Familien direkt bei den Trägern der freien Jugendhilfe, die Familienerholung anbieten, bei Familienferienstätten in M-V, Jugendherbergen in M-V, den Landesverbänden AWO, DRK, Paritätischer, Caritas und Diakonie oder beim Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS). Das LAGuS ist für das Antragsverfahren zuständig.

Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Long Covid

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese sieht im Ausbau der Forschung zu den Krankheitsbildern sowie in der Weiterbildung und Vernetzung der Haus- und Fachärztinnen und -ärzte entscheidende Schritte zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten, die unter Long Covid, Post-Vac, Post Covid und ME/CFS leiden.

„Oberste Priorität muss die Erschließung wirksamer Behandlungs- und Therapiemethoden haben, um die Lebensqualität der betroffenen Menschen zu verbessern“, betonte Drese auf dem 4. Long Covid-Fachtag, der am (heutigen) Mittwoch in Schwerin stattfand.

Drese verdeutlichte, dass in Mecklenburg-Vorpommern gute Voraussetzungen für Versorgung und Forschung bestehen, da das Land in der Pandemie frühzeitig beträchtliche Mittel für den Bereich Long Covid bereitgestellt habe. „Durch die zusätzlichen Mittel konnten unsere Universitätsmedizinen in Greifswald und Rostock die Spezialambulanzen ausbauen und Betroffenen helfen. Mit ihrer gebündelten Expertise im Bereich Long und Post Covid profitieren die UMG und die UMR von diversen Bundesförderprogrammen“, sagte Drese.

So stellt die Bundesregierung mit der „Nationalen Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen“ in den kommenden Jahren insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden nach Angaben von Drese unter anderem Forschungsprojekte, klinische Studien und Fortbildungen. Zudem ist angedacht eine neue Patientendatenbasis zur Überprüfung neuer Therapieansätze zu schaffen.

Die Ministerin hob gleichzeitig die Bedeutung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte für eine optimale Versorgung von Long Covid Patienten hervor. „Insbesondere Hausärzte sind oft die ersten Anlaufpunkte von Betroffenen. Wir wollen deshalb im engen Austausch mit Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung umfangreicher für Long Covid-Erkrankungen schulen und die Netzwerkbildung fördern, um auch hier die Wahrnehmung und Akzeptanz für postakute Infektionssyndrome zu erhöhen und die Therapieansätze zu verbessern“, so Drese.

Die Ministerin danke den Regierungsfraktionen von SPD und Die Linke sowie der Patientenorganisation „NichtGenesen“ für die Organisation des Fachtags: „Es ist wichtig, Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken und Aufklärungsarbeit zu leisten. Es ist wichtig, die Betroffenen in den Fokus zu rücken, in den Austausch zu gehen und das vorhandene Wissen zu erweitern“, sagte Drese.

Girls’Day und Boys’Day 2026 M-V: „Dein Tag, dein Weg!“

Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt: „KickOff ist am Sonnabend in Schwerin.“

Schwerin – In diesem Jahr stehen die Zukunftstage für Mädchen und Jungen unter dem Motto „Dein Tag, dein Weg!“. Unterstützt werden sie durch das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz. Zusammen mit den Sozialpartnern, der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. und dem Deutschen Gewerkschaftsbund Bezirk Nord, werden Unternehmen, Einrichtungen, Schulen und Eltern aufgerufen, sich am Aktionstag zur klischeefreien Beruflichen Orientierung und Nachwuchsgewinnung am 23. April 2026 aktiv zu beteiligen.

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Der Girls’Day und der Boys’Day sind ein gesellschaftliches Angebot, das weiterhin beliebt ist und immer wichtiger wird. Ziel der Aktionstage ist auch das Ziel unseres gerade beschlossenen Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms: Gleichstellung von Frauen und Männern. Daher sind die Zukunftstage wichtiger Bestandteil des Programms. Wir arbeiten daran, die Ungleichheiten zu beenden. Gleichstellung ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Basis für Veränderungen ist die eigene Entwicklung und Entfaltungsmöglichkeit.

Wer von Anfang an die Chance hat, das zu tun, was sie oder er möchte, kann sich auch selbstbewusst im Leben behaupten. Ein Schlüssel ist aus unserer Sicht die klischeefreie und gendersensible Berufsorientierung, also die Berufswahl anhand der eigenen Stärken, Interessen, Talente und Wünsche. Der Girls’Day und der Boys’Day sind dabei erfolgreich. Mädchen lernen an diesem Tag Berufe kennen, in denen der Frauenanteil unter 40 Prozent liegt. Jungen probieren Berufe aus, in denen der Männeranteil unter 40 Prozent liegt. Wir wollen in Zeiten des Fachkräftemangels den Pool an Bewerberinnen und Bewerbern geschlechteroffen und klischeefrei gestalten. Wir müssen heute alles daransetzen, dass wir morgen immer mehr Vorbilder für eine Berufswahl abseits von Geschlechterstereotypen bekommen“, betont die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt zur Landespressekonferenz.

Lisanne Straka, Abteilungsleiterin Frauen- und Gleichstellungspolitik beim DGB Nord: „Technik ist auch Mädchensache, dennoch fehlen Frauen und ihre Sichtweisen oft in den Berufen, die unsere Zukunft bestimmen. Echter Wandel gelingt nur, wenn wir starre Rollenbilder endlich überwinden und bereits Mädchen erleben, wie viel Gestaltungskraft in technischen Berufen steckt. Damit aus Interesse Karrieren werden, braucht es aber auch eine offene Unternehmenskultur, faire Arbeitsbedingungen und eine echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nur wenn das Umfeld stimmt, können Frauen ihre Fähigkeiten voll einbringen und die digitale Transformation entscheidend vorantreiben.“

Susan Bach, Geschäftsführerin Bildung & Hochschule, VU – Die Arbeitgeber MV: „Die Konjunktur in Mecklenburg-Vorpommern steht weniger stark unter Druck als in anderen Regionen der Bundesrepublik. Das ist ein wichtiges Signal für junge Menschen. Gleichzeitig bleibt der Handlungsdruck für Unternehmen hoch. Konzepte der Fachkräftesicherung müssen inhaltlich weiterentwickeln und so gestaltet werden, dass sich junge Menschen unabhängig vom Geschlecht angesprochen fühlen. Mit dem Girls’Day begeistern wir Mädchen frühzeitig für technische und handwerkliche Berufe und erschließen zusätzliche Potenziale für Unternehmen.“

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten zum ->Girls‘Day und auch zum ->Boys‘Day per Klick. Hier werden praktische Erfahrungen in Berufen und Studieneinrichtungen vermittelt, in denen bisher nur wenige Frauen bzw. Männer arbeiten. Frei von Geschlechterklischees entdecken Mädchen ihre Talente und Stärken für die MINT-Berufe (Berufe im Bereich Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaften und Technik) und Jungen für die sozialen und Gesundheits- sowie Dienstleistungsberufe.  In M-V werden der „Girls’Day“ und „Boys’Day“ über ein Sozialpartnerschaftsprojekt der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU) sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord) begleitet. Das ->Projekt „ZU!MV – Landeskoordinierung Girls’Day/Boys’Day in Mecklenburg-Vorpommern“ wird im Rahmen des ESF Plus-Programms des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union gefördert.

Würdigung für stille Heldinnen und Helden

Jetzt noch schnell Vorschläge für Pflegemedaille des Landes einreichen

Schwerin – Das Sozialministerium verleiht in diesem Jahr erstmals die Pflegemedaille des Landes an private Pflegepersonen, die sich mit großem Engagement um pflegebedürftige Familienmitglieder kümmern. „Wir möchten damit diese oft stillen Heldinnern und Helden würdigen, die ihre Angehörigen liebevoll im häuslichen Umfeld pflegen“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese am Dienstag in Schwerin. Noch bis zum Freitag dieser Woche (27. März) können Vorschläge eingereicht werden.

Drese hob hervor, dass pflegende Angehörige eine tragende Säule für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen sind. Rund 86 Prozent der 140.000 Menschen, die einen anerkannten Pflegegrad haben, werden in Mecklenburg-Vorpommern im familiären Umfeld zu Hause gepflegt – mit oder ohne Unterstützung durch professionelle Pflegedienste.

„Pflegende Angehörige sind damit unersetzbar, erfahren aber in der Öffentlichkeit nicht die Wertschätzung, die sie verdienen“, verdeutlichte Drese. „Mit der Pflegemedaille des Landes für besondere Verdienste in der häuslichen Pflege sowie bei der Unterstützung pflege- oder unterstützungsbedürftiger Personen wollen wir die Care-Arbeit, die zum großen Teil von Frauen geleistet wird, sichtbar machen“, so die Ministerin.

Vorschläge können per Brief oder E-Mail bis zum 27. März an das Sozialministerium gerichtet werden können. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.

Die Verleihung der Landes-Pflegemedaille findet am 12. Mai 2026 anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden im Goldenen Saal des Justizministeriums in der Landeshauptstadt Schwerin statt.

Voraussetzungen zur Einreichung von Vorschlägen für die Pflegemedaille des Landes:

  • Pflege oder Unterstützung von pflege- oder unterstützungsbedürftigen Menschen durch eine private Pflegeperson
  • die Pflege- und Unterstützungstätigkeit
  • darf nicht nur vorübergehend sein
  • soll vorrangig im häuslichen Umfeld der privaten Pflegeperson erfolgen
  • darf nicht hauptberuflich erbracht werden
  • muss unentgeltlich sein
  • soll zum Zeitpunkt des Vorschlags nicht länger als ein Jahr zurückliegen
  • die Inanspruchnahme von Hilfen durch Dritte bei einzelnen Verrichtungen, Leistungen aus der Pflegeversicherung oder die Erstattung von Auslagen der privaten Pflegeperson schließen eine Ehrung nicht aus
  • die private Pflegeperson und die pflege- oder unterstützungsbedürftige Person müssen ihren ständigen Wohnsitz in MV haben

Vorschläge können formlos eingereicht werden von 

  • jeder natürlichen (privaten) Person,
  • Kirchen und Religionsgemeinschaften,
  • den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege,
  • den Verbänden der gewerblichen Wohlfahrtspflege,
  • dem Landesseniorenbeirat,
  • dem Inklusionsförderrat,
  • Selbsthilfegruppen,
  • den Landesverbänden der Pflegekassen und Ersatzkassen,
  • den Gemeinden, Landkreisen und kreisfreien Städten

Den Vorschlag bitte senden an das

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Abteilung 3, Referat IX 330,

Werderstraße 124,

19055 Schwerin

oder per E-Mail an pflegemedaille@sm.mv-regierung.de

Der Vorschlag muss folgende Angaben zur privaten Pflegeperson enthalten:

  • Vor- und Familienname, Postanschrift, Geburtsdatum sowie
  • eine Begründung des Vorschlags mit evtl. weiteren Angaben zur privaten Pflegeperson und einer Beschreibung der Tätigkeiten zur Pflege oder/und zur Unterstützung der pflege- oder unterstützungsbedürftigen Person