Radweg zwischen Usedom und Mellenthin

Usedom – Heute gibt Landesverkehrsminister Christian Pegel den Radweg an der Bundesstraße 110 zwischen Usedom und Mellenthin für den Verkehr frei.

Der 6,5 Kilometer lange und 2,5 Meter breite Radweg entlang der B 100 zwischen dem Ortsausgang Usedom und der Einmündung B 110/B 111 Abzweig Mellenthin wurde in einer Bauzeit von rund zehn Monaten in Asphaltbauweise errichtet. Am Bauanfang schließt der neue Radweg in Höhe der Einmündung der Kreisstraße VG 44 und die bestehenden Rad- und Gehwege der Stadt Usedom an. Am Bauende bindet der Radweg an den vorhandenen der B 111 an.

Im Vorfeld des eigentlichen Baubeginns erfolgte bereits im November 2017 die Erkundung und Beräumung des Baufelds von Kampfmitteln. Das Bauvorhaben lag zu 60 Prozent auf kampfmittelbelasteten Flächen. Eine Fachfirma hat diese untersucht, beräumt und das geborgene Material vom Munitionsbergungsdienst entsorgen lassen.

Im Anschluss erfolgten vorrangig im Waldbereich umfangreiche Baumfällungen und Stubbenrodungen. Als Ausgleich der Eingriffe in Landschaft und Natur wurden bzw. werden in Abstimmung mit den Forst- und Umweltbehörden folgende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchgeführt:

Neuanlage von Laubwald mit heimischen Baumarten in Neppermin und Mohrdorf
Neuanlage von Nadelwald mit Anteil heimischer Laubhölzer in Bodstedt

Durch den neuen Radweg erhöht sich die Verkehrssicherheit für Schülerinnen und Schüler sowie für den Alltagsverkehr. In den Sommermonaten profitieren besonders die Touristen.

Mit ca. 7.000 Kraftfahrzeugen pro Tag ist auf der B 110 zwischen Usedom und Mellenthin eine mittlere bis hohe Verkehrsbelastung zu verzeichnen, die in den Sommermonaten mit bis zu 12.000 Kraftfahrzeugen täglich deutlich über der durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastung liegt.

Die Kosten für den Radweg betragen knapp 2,6 Millionen Euro. Sie werden vom Bund getragen.

Küstenschutzdünen auf Usedom

Insel Usedom – Auf der Insel Usedom haben am Wochenende Aufspülarbeiten im Bereich von Vorstrand, Strand und Düne begonnen. Die Arbeiten werden in drei Bauabschnitten vor Zempin, Koserow und Kölpinsee durchgeführt. „Ziel der Aufspülungen ist eine Verstärkung der Küstenschutzanlagen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, um die Orte vor Sturmfluten zu schützen“, erklärte der zuständige Minister Dr. Till Backhaus. Insgesamt werden etwa 450.000 m³ Sand auf einer Gesamtlänge von ca. 3,2 km aufgespült.

Der Sand stammt aus einer landeseigenen Lagerstätte vor der Küste von Usedom und wird in 13 bis 15 Meter Tiefe gewonnen. Aufgrund der Entfernung der Lagerstätte von der Küste sind nach Angaben des für die Durchführung der Maßnahme zuständigen Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg keine Auswirkungen auf die natürlichen Sandtransportprozesse an der Küste zu befürchten. Mit der Realisierung der Maßnahme wurde nach europaweiter Ausschreibung die Firma Rohde Nielsen A/S aus Kopenhagen beauftragt. Bis Ende März 2020 soll alle drei Aufspülungen abgeschlossen sein.

Die veranschlagten Baukosten betragen ca. 3,6 Mio. EUR. 70 Prozent der Kosten werden mit Mitteln des Bundes aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ finanziert. 30 Prozent der Kosten trägt das Land Mecklenburg-Vorpommern. Zusätzlich zu den vom Land M-V geplanten Maßnahmen wird die Rohde Nielsen A/S im Auftrag der Gemeinde Zempin auch etwa 50.000 m³ Sand in einen Bereich spülen, der westlich an die Landesküstenschutzdüne anschließt. Die Baukosten für diesen Abschnitt belaufen sich auf ca. 0,4 Mio. Euro und werden zu 90 Prozent mit Fördermitteln aus einem Programm zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ finanziert.

Usedomer-See-Zentrum offiziell freigegeben

Usedom – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Mittwoch das Usedomer-See-Zentrum offiziell an die Stadt Usedom übergeben. „An der Kaikante der Stadt Usedom ist mit dem Usedomer-See-Zentrum ein zukunftsfähiges Projekt entstanden – ein touristisches Herzstück mit maritimem Flair. Das maritime Herz der Stadt Usedom schlägt nun kräftiger dennjeh. Wir schließen hier eine Lücke im Sportboothafennetz an der Ostsee- und der Binnenküste. Gleichzeitig sind die Voraussetzungen geschaffen, um gewerblich-touristische Unternehmen, etwa aus den Bereichen Wassersport, Radtourismus, Golf und Camping anzusiedeln. Bei der Umsetzung dieses wichtigen Projektes haben die Beteiligten intensiv zusammengearbeitet, Ideen geplant, Ideen verworfen, gestritten, wieder zusammen gefunden. Echte gelebte Demokratie mit dem gemeinsamen Ziel, Urlaubern und Einheimischen ein attraktives Ausflugsziel zu ermöglichen. Die Stadt Usedom vom Wasser aus zu erkunden, ist wieder möglich geworden. Das belebt die namensgebende Gemeinde der Insel Usedom“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Das Usedomer-See-Zentrum liegt am östlichen Stadtrand am Usedomer See, der über die Zufahrt zwischen West- und Ostklüne vom Stettiner Haff aus erreichbar ist. Das Gesamtvorhaben „Usedomer-See-Zentrum“ setzt sich aus einer Reihe von Einzelmaßnahmen zusammen. Es umfasste den Ausbau des Hafens Usedom zu einem öffentlichen Wasserwanderrastplatz mit 70 Liegeplätzen samt Schiffsanleger. Dafür wurden unter anderem das vorhandene Hafenbecken verfüllt, eine Slipanlage und ein Sanitärgebäude errichtet.

Zudem ist eine Pontonbrücke zum Ortsteil Paske mit Klappbrücke und zwei Schwimmstegen errichtet worden, die auch als Rad- und Gehweg dienen. Mit der Baumaßnahme ist auch die Peenestraße auf einer Länge von 150 Metern und in einer Breite von fünfeinhalb Metern erneuert worden. „Vor allem die neu geschaffene Verbindung zum Ortsteil Paske ist ein Meisterstück. Die Gegend eignet sich hervorragend für ausgedehnte Spaziergänge und Fahrradtouren in die Usedomer Natur. Jetzt können Gäste und Einheimische die touristischen Attraktionen der Region auch mit dem Fahrrad noch besser erreichen“, sagte Rudolph.

Die Gesamtinvestition beträgt rund 19 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 15,3 Millionen Euro; dazu kommen Städtebaufördermittel aus dem Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung sowie Kofinanzierungsmittel aus dem Ministerium für Inneres und Europa.

„Eine qualitativ hochwertige Erweiterung des touristischen Angebotes verbunden mit saisonverlängernden Maßnahmen sind wichtige Schritte, um den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern langfristig weiter zu entwickeln. Deshalb werden wir die Städte und Gemeinden weiter bei Investitionen in die touristische Infrastruktur unterstützen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Auf der Insel Usedom gab es nach Angaben des Statistischen Amtes von Januar bis Juli 2019 rund 716.700 touristische Ankünfte (+16,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und knapp 3,6 Millionen Übernachtungen (+ 19,4 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag mit fünf Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. Im ganzen Land waren es im gleichen Zeitraum rund 4,8 Millionen Ankünfte (+8,8 Prozent) und rund 19,6 Millionen Übernachtungen (+13,8%).

Anmerkung: Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens 10 Stellplätzen. Die Anzahl der im aktuellen Berichtsmonat ausgewiesenen geöffneten Beherbergungsbetriebe und angebotenen Schlafgelegenheiten liegt deutlich über den entsprechenden Angaben des Vorjahresmonats. Grund für die hohen Veränderungsraten ist unter anderem eine durch das statistische Amt durchgeführte Überprüfung des Berichtskreises und die Aufnahme von vermittelnden Betrieben mit mehr als 10 Betten Kapazität in die Berichtspflicht. Dadurch ist die Zahl der auskunftspflichtigen Betriebe gegenüber dem Vorjahresmonat zum Teil stark angestiegen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es fast 2.000 Kilometer Ostseeküste, mehr als 2.000 Binnenseen und über 26.000 Kilometer lange Fließgewässer. Dazu kommen derzeit 350 Marinas, Sportboothäfen und Wasserwanderrastplätze mit rund 22.000 Liegeplätzen, davon 14.000 an der Küste. Jährlich besuchen etwa 150.000 Wassersportler das Land. Rund 1.400 Wassertourismusunternehmen mit über 7.100 Arbeitsplätzen erwirtschaften einen jährlichen Umsatz in Höhe von rund 474 Millionen Euro; das entspricht rund zehn Prozent des Tourismusumsatzes in Mecklenburg-Vorpommern.

Grundsteinlegung für Kinderhotel

Insel Usedom – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Freitag in Trassenheide gemeinsam mit Rolf Seelige-Steinhoff (geschäftsführender Gesellschafter der SEETELHOTELS Usedom) den Grundstein für den Umbau des Familienresorts Waldhof zum Kinderhotel gelegt.

„Mecklenburg-Vorpommern ist bei Familien ein beliebtes Reiseziel. Kinder und Jugendliche sind unsere Gäste von morgen – sie zu erreichen bedeutet eine Investition in die Zukunft unserer Tourismusbranche. Mit der themenfokussierten Ausrichtung des Familienresorts Waldhof zum Kinderhotel entsteht hier ein spannendes Urlaubserlebnis für die ganze Familie. So werden am Standort 32 Arbeitsplätze gesichert und 39 neue Jobs geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Geplant ist, das künftige Kinderhotel Trassenheide in mehrere Häuser aufzuteilen. Das Haus 1 soll ein Multifunktionsgebäude mit Rezeption, Restaurants, Theaterarena, Shops, Küchentrakt sowie mehreren Gast- und Funktionsräumen werden. Haus 2 ist als neues, zentrales Funktionsgebäude mit Wasser- und Saunawelt, Beauty-Bereich und Außenpool sowie Funktions- und Technikräumen vorgesehen. Weiterhin sollen Suiten-Häuser errichtet werden. Für Aktiv- und Familientourismus sind zahlreiche Indoor- sowie Outdoor-Aktivitätsbereiche und miteinander verbundene Erlebnisbereiche geplant.

„Die Region rund um das Hotelgelände ist geprägt von naturbelassenen Ostseestränden, wertvollen Baumarten und vielfältiger Fauna. Ein idealer Standort für erlebnisreiche Urlaube für Familien inmitten eines großen Dünenkieferwaldes“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestition beträgt rund 17,8 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 1,3 Millionen Euro. „Wichtig ist, dass wir die touristische Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern weiter stärken, um als Urlaubsland attraktiv zu bleiben. Dazu gehören Investitionen in qualitativ hochwertige und nachhaltige Angebote“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Im Zeitraum Januar bis Juni 2019 wurden auf der Insel Usedom rund 554.900 Ankünfte (+18,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und rund 2,5 Millionen Übernachtungen (+19,2 Prozent) registriert. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 3,6 Millionen Ankünfte (+10,3 Prozent) und rund 13,5 Millionen Übernachtungen (+14,5 Prozent).

Zum Unternehmen SEETELHOTELS mit Sitz im Seebad Heringsdorf (Insel Usedom) gehören 16 Hotels, Residenzen und Villen auf der Insel Usedom sowie ein Hotel in Santa Ponsa (Mallorca). Rund 450 Mitarbeiter sind für die Unternehmensgruppe tätig.

Europäische Gesamtschule

Insel Usedom – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Freitag das neue Schulgebäude der Europäischen Gesamtschule Insel Usedom auf dem Mehrgenerationencampus offiziell eröffnet.

„Das Generationenzentrum ist nun komplett. Mit Fertigstellung des Hauptgebäudes an der Europäischen Gesamtschule wurde ein bedeutender Mosaikstein in das beeindruckende Gesamtensemble eingefügt. Auch ich persönlich bin stolz auf die gemeinsame Leistung Vieler. Wir haben Jahre lang alle hart gearbeitet. Miteinander! Das zahlt sich jetzt aus. Ich sehe große Chancen, dass unsere Kleinen genauso wie die Schüler, Erzieher, Lehrer und unsere Senioren täglich miteinander in Kontakt treten, generationsübergreifend. Nicht trennen sondern verbinden, das war von Anbeginn unser aller Devise, und das war genau richtig“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Die Schule gehört zum Generationenzentrum der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf. Schule, Jugendclub, Seniorentreff, Kita, Krippe und Mensa bilden einen Gebäudekomplex mit gemeinsamen Freiflächen. Auf Grundlage des Architektenwettbewerbes wurde die Planung des Siegerentwurfes zu einem Mehrgenerationscampus im Ortsteil Ahlbeck schrittweise in die Umsetzung gebracht. Bereits realisiert wurden in den vergangenen Jahren beispielsweise der Abbruch des alten Schulgebäudes, der Neubau einer Kita und die Sanierung des historischen Schulgebäudes.

Zwischen Kita, Bürgertreff und Schule ist eine fußläufige Verbindung entstanden als Zeichen der Verbindung einer aktiven sozialen Gemeinschaft. Der noch fehlende Projektbaustein des Mehrgenerationscampus war die Sanierung und Erweiterung des viergeschossigen Schulgebäudes in Plattenbauweise (aus den 1970er Jahren) am Standort Lindenstraße 112. Dazu wurde unter anderem der viergeschossige Plattenbau um eine Aula erweitert, ein Aufzug installiert, die Außenanlagen umgestaltet und eine neue Cafeteria errichtet.

„Für die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf ist ein hochmoderner, innovativer und nachhaltiger Schulstandort entstanden, der Schülern und Lehrern optimale Bedingungen bietet. Die Investitionen sind hier gut angelegt, um den Kindern und Jugendlichen den besten schulischen Start ins Leben zu geben“, hob Rudolph hervor.

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph verwies auf weitere Vorhaben in der Region, die künftig umgesetzt werden. Die Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern e.V., der Christliche Jugenddorf Deutschlands gemeinnütziger e.V.- Dienststelle Zinnowitz sowie die Stadt Swinemünde haben einen Fördervertrag für das Projekt „Drei Kitas – Zwei Sprachen- Ein Weg“ geschlossen.

Das zentrale Projektziel ist der Aufbau und Ausbau eines deutsch-polnischen Kooperationsprojektes von drei Kindertagesstätten an den Standorten Heringsdorf, Swinemünde und Zinnowitz mit bilingualer Ausrichtung. Damit soll im grenznahen Bereich eine frühe Mehrsprachigkeit bei den Jungen und Mädchen gefördert werden. Für das Projekt stehen insgesamt rund 3,3 Millionen Euro aus dem Kooperationsprogramm Interreg V A bereit. Die Gesamtkosten werden derzeit auf rund 7,2 Millionen Euro beziffert. Von dem Angebot sollen in den drei Kindertagesstätten 400 Kinder profitieren.

Zudem erfolgt ab dem Jahr 2020 im Zuge des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ der Ersatzneubau einer Sport- und Mehrzweckhalle für den Schul- und Kitasport mehrerer Schulen und Kindertagesstätten der Ortsgemeinde sowie von Nachbargemeinden der Seebäder Bansin und Ahlbeck. „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Projekte den Bildungsstandort Insel Usedom weiter voranbringen“, sagte Rudolph.

Die Gesamtinvestitionen für das neue Schulgebäude betragen rund elf Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Städtebauförderung in Höhe rund 3,6 Millionen Euro, Fördermitteln in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro gemäß der Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILER M-V), Sonderbedarfsmitteln des Innenministeriums in Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro, knapp 0,18 Millionen Euro aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative und etwa 0,17 Millionen Euro aus Strategiefondsmitteln des Landes. Der Eigenmittelanteil der Gemeinde Heringsdorf beläuft sich auf rund 3,88 Millionen Euro.

Die Europaschule ist eine weiterführende allgemeinbildende Schule, in der die Bildungsgänge der Regionalen Schule (ab Klasse 5) und des Gymnasiums (Klasse 11 und 12) vereinigt sind. Im laufenden Schuljahr gibt es vier 5. Klassen und vier 6. Klassen; insgesamt sind an der Schule 28 Klassen, die von 48 Lehrern unterrichtet werden. Die Schule verfügt über eine Aufnahmekapazität von bis zu 550 Schülern.

5G auf Usedom

Insel Usedom – Am 15. August 2019 nehmen Digitalisierungsminister Christian Pegel, Helmut Zeitz, Verantwortlicher für Mobilfunk und Umwelt für die Region Ost bei Vodafone, sowie Georg Zönnchen, Inhaber des Feriendorfes „Alte Schmiede“, die erste 5G-Station in Mecklenburg-Vorpommern feierlich in Betrieb.

Nach Inbetriebnahme des Funkmastes können Anwohner und Urlauber mit Geschwindigkeiten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde durchs Internet surfen.

5G steht für „fünfte Generation“ und ist ein Standard für mobiles Internet und Mobiltelefonie. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass große Datenmengen in nahezu Echtzeit übertragen werden können.

Über 5G kann jede Region der Welt miteinander verbunden werden. Außerdem lassen sich Steuerung und Anwendung von Dienstleistungen und Produktion beliebig vernetzen. 5G ist daher unter wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten gerade auch für Flächenländer von erheblichem Interesse. Dafür hat die Bundesnetzagentur im Frühjahr 2019 sämtliche 5G-Lizenzen bundesweit an die vier großen Netzbetreiber – Telekom, Vodafone, Telefonica und 1&1-Drillisch – versteigert.

Prävention zum Thema Radfahren

Insel Usedom – Die Insel Usedom steht morgen (07. August 2019) ganz im Zeichen des Drahtesels, denn in Zinnowitz und Ahlbeck werden Fahrräder unter die Lupe genommen und kostenlose Codierungen angeboten. Dazu gibt es jede Menge Infos rund um das Thema verkehrssicheres Radfahren, aber auch um andere „Zweiradfahrzeuge“.

Während in Ahlbeck von 11.00 bis 14.00 Uhr der Präventionsrat der Insel Usedom gemeinsam mit dem Weißen Ring eine Informationsveranstaltung insbesondere zu den Themen gute Schlösser und weitere Sicherungsmöglichkeiten (z.B. GPS bei E-Bikes) anbieten wird, startet in Zinnowitz um 10.00 Uhr ein Fahrradfest vor der Konzertmuschel – eine Veranstaltung der Polizeiinspektion Anklam, des Landeskriminalamtes M-V, der polnischen Polizei aus Swinemünde, der Verkehrswacht Usedom-Peenemünde e.V., des Landkreises V-G und der Kurverwaltung.

Hier wird die Verkehrswacht einen Infostand mit Hinweisen zu den Themen Radfahren, E-Scooter, Verkehrssicherheit und Radfahrausbildung von Kindern anbieten. Die Besucherinnen und Besucher können sich außerdem selbst testen – zum Beispiel am Fahrrad-Fahrsimulator, beim Reaktionstestgerät und Verkehrsquiz oder aber auf den Fahrrad- und Rauschbrillenparcours.

Dazu werden ein Präventionsberater der Polizeiinspektion Anklam und Kollegen aus dem Polizeirevier Heringsdorf vor Ort sein und eine kostenlose Fahrradcodierung zum Schutz vor Fahrraddiebstahl anbieten. Die Veranstaltung geht bis 16.00 Uhr und hält eine Akrobatikvorstellung des Fritz-Reuter-Ensembles und zudem eine Fahrradversteigerung bereit.

Wiederaufbau der Karniner Brücke

Insel Usedom – „Auf der Insel Usedom träumen viele Menschen schon lange davon, dass die Karniner Brücke neu aufgebaut wird und die traditionelle Bahnanbindung von Ducherow über Swinemünde nach Heringsdorf wieder in Betrieb gehen kann. Ich bin sehr dankbar dafür, dass auf Initiative von Ministerpräsidentin Schwesig und von Energieminister Pegel 2,4 Millionen in den Entwurf für den Doppelhaushalt 2020/21 eingestellt worden sind. Wenn der Landtag Ende des Jahres zustimmt, können wir einen ersten Schritt zur Verwirklichung dieses Traums gehen und mit den Vorplanungen für den Brückenbau beginnen“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann  auf dem Karniner Brückenfest.

„Ein Wiederaufbau der Brücke würde Usedom viele Vorteile bringen“, zeigte sich Dahlemann überzeugt. „Die Fahrzeiten von der Insel nach Berlin würden sich deutlich verkürzen. Das ist gut für den Tourismus und auch gut für die Menschen hier auf der Insel“, sagte Dahlemann.

Außerdem wäre ein Wiederaufbau wichtig für die CO2-Reduzierung und damit für den Schutz der Umwelt. „Und ich erhoffe mir von der Wiederbelebung der alten Bahnstrecke auch einen Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme hier auf Usedom. Gerade der Süden der Insel ist besonders belastet. Wir müssen mehr Güter und auch mehr Personenverkehr auf die Schiene umlenken“, so der Staatssekretär.

Klar sei allerdings, dass die Bahnverbindung nur wieder aufgebaut werden kann, wenn der Bund die Finanzierung übernimmt. „Die Karniner Eisenbahnfreunde setzen sich seit vielen Jahren für den Wiederaufbau ein. Und sie haben jetzt einen ersten großen Erfolg erzielt. Lassen Sie uns gemeinsam dafür kämpfen, dass wir auch die weiteren Schritte zur Verwirklichung dieses Traumes gehen können“, so Dahlemann.

Fachkräfte in der Medizin

Insel Usedom – Mit einem „Gesundheitstag“ hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann seine diesjährige Vorpommerntour fortgesetzt. Er besuchte die Medigreif Inselklinik in Heringsdorf und das Krankenhaus in Swinemünde. Am Nachmittag verabschiedete er in Torgelow Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtung Gesundheits- und Krankenpflege.

„Ich gratuliere allen Absolventen sehr herzlich zu ihren Abschlüssen. Jede und jeder von Ihnen kann sich sicher sein, gebraucht zu werden“, sagte Dahlemann an die Absolventen gerichtet. In der Berufsschule „Dr. Erich Paulun“ an der Asklepios Klinik Pasewalk werde vorbildliche Arbeit geleistet. „Seit über 30 Jahren werden Fachkräfte für die Kliniken Karlsburg, Ueckermünde, Anklam und Pasewalk ausgebildet. Ich danke den Lehrerinnen und Lehrer, die für rund 200 Schülerinnen und Schüler da sind. Neben einem guten qualitativen Unterricht wurden auch Projekte wie „Gesundheitskids“ und Präventionsprogramme für Schülerinnen und Schüler umgesetzt. Das ist vorbildlich.“

Dahlemann verwies auch auf die Chancen für die Gesundheitswirtschaft: „Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur ein Land zum Urlaub machen, sondern auch ein Gesundheitsland. Die Gesundheitsbranche trägt in unserem Bundesland maßgeblich zur Wirtschaftskraft bei. Das ist auch in Vorpommern so. Mecklenburg-Vorpommern ist deutschlandweiter Spitzenreiter beim Anteil der Beschäftigung und Bruttowertschöpfung in diesem Bereich. Jeder fünfte Berufstätige im Land ist in der Branche. 154.000 Menschen insgesamt arbeiten in der Pflege, in den Krankenhäusern und Praxen, im Bereich der Medizintechnik oder Biotechnologie. Wir wollen die erste Adresse in Deutschland für diejenigen werden, die etwas für ihre eigene Gesundheit tun wollen und dafür attraktive Angebote mit hoher Qualität suchen. Um dieses Ziel erreichen zu können, brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte. Dazu leistet die Berufsschule „Dr. Erich Paulun“ einen hervorragenden Beitrag“, betonte Dahlemann.

Heilwald-Workshop mit internationalen Gästen

Insel Usedom – Internationale Gäste aus Spanien, Österreich und Portugal haben bei einem Heilwald-Workshop in Pudagla (Insel Usedom) über touristische und gesundheitswirtschaftliche Chancen des Heilwaldes diskutiert.

„Neben den gesundheitlichen Aspekten zur Prävention und Rehabilitation von Krankheiten schaffen wir auch mit Heilwäldern neue Angebote für Aktivurlauber in unserem Land. Die indikationsbasierte Nutzung des Waldes unterstützt Patienten und verlängert durch dessen Ganzjährigkeit ebenso die Tourismussaison in Mecklenburg-Vorpommern. So leisten insbesondere Heilwälder einen spürbaren Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Gesundheitswirtschaft und Gesundheitstourismus. Durch die Ausweisung der Waldgebiete können die Kur- und Erholungsorte ihren Status untermauern und die ortsansässigen Unternehmen durch die Schaffung neuartiger waldbasierter Präventions- und Reha-Angebote profitieren. So stärken wir unser Profil als bedeutendes Gesundheitsland“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort. Die Organisation des zweitägigen Workshops hatte die Bio-Con Valley® GmbH (BCV) übernommen.

In Mecklenburg-Vorpommern ist im Jahr 2017 der erste europäischen Kur- und Heilwald im Ostseebad Heringsdorf ausgewiesen worden. In dem etwa 50 Hektar großen Waldstück entstanden Ruheplätze und Wege sowie Bewegungsstationen, um beispielsweise Atemwegs- sowie Herz- und Kreislauferkrankungen zu lindern. Der Besuch im Kur- und Heilwald ist wegen seines hohen Sauerstoffgehalts beispielsweise für die Behandlung von Atemwegserkrankungen interessant. Jetzt ist vorgesehen, eine „International Society of Forest Therapy“ (ISFT) unter Beteiligung Mecklenburg-Vorpommerns zu gründen. Das internationale Netzwerk soll primär der Förderung und Einrichtung von Heilwäldern dienen. „Wir unterstützen den internationalen Austausch und beteiligen uns intensiv an der weiteren Entwicklung der Heilwälder in Europa. Wir sollten gemeinsam internationale Standards entwickeln, um den Wald als Therapeutikum noch stärker zu vermarkten“, betonte Rudolph.

In Mecklenburg-Vorpommern ist fast ein Viertel der Fläche mit Wald bedeckt und etwa 65 Prozent der Außenküste zur Ostsee bewaldet. Im Binnenland liegen viele der rund 2.200 Seen eingebettet in Waldgebiete. Die 70 staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorte in Mecklenburg-Vorpommern verfügen mit 72.000 Hektar über besonders viel Wald. „Für Mecklenburg-Vorpommern sind eine gesunde Natur und eine abwechslungsreiche Landschaft zum Markenzeichen geworden. Langfristiges Ziel muss es sein, die sich entwickelnden Heilwälder im Land in eine ganzheitliche Behandlung von Patienten und gesundheitsbewussten Touristen einzubinden. Wichtig ist dabei, die enge Vernetzung von touristischen und gesundheitstouristischen Leistungsanbietern zu intensivieren und die Angebotsstruktur zu erweitern. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Branche insgesamt“, hob Rudolph hervor.

„Immer mehr Menschen interessieren sich für ganzheitliche Gesundheitsmodelle. Hier sehe ich großes Potential beim Thema Wald als Therapeutikum. Deshalb unterstützen wir Vorhaben, die sich wissenschaftlich und medizinisch mit der Entwicklung des Waldes für Erholung und Gesundheit beschäftigen“, sagte Rudolph abschließend.

Der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. will mit seinem Programm „Kur- und Heilwald – eine nachhaltige Chance zur Angebotserweiterung“ das bisherige Alleinstellungsmerkmal „Kur- und Heilwald“ für den Gesundheitstourismus im Land stärken und vermarkten. Dabei wird unter anderem eine wissenschaftliche Evaluation der Wirksamkeit des Waldes auf Wohlbefinden und Gesundheit sowie die Entwicklung wissenschaftlicher Evaluationskriterien im Hinblick auf die Qualitätssicherung untersucht, die Entwicklung eines Weiterbildungsangebotes zum Waldtherapeuten begleitet. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg (Arbeitsbereich Sport und Bewegungsmedizin) werden bedarfs- und zielgruppengerechte Programme für verschiedene Kur- und Heilwälder entwickelt und mit den Krankenkassen zur Übernahme der Waldtherapie als Präventions- und Rehabilitationsleistung verhandelt. Die Gesamtkosten des Projektes betragen knapp 255.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 230.000 Euro.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (SDW) mit Sitz in Güstrow, will unter Beteiligung der Universität Rostock eine modulare Fortbildungsqualifizierung zum „Waldtherapeuten“ in Mecklenburg-Vorpommern etablieren. Die Qualifizierung wird themenspezifisch anhand von Modulen angeboten. Derzeit durchlaufen 24 Teilnehmer in der Projektphase alle Module. Im Ergebnis soll im Juni 2020 ein anwendungsbereiter und marktfähiger Weiterbildungsgang zur Verfügung stehen. Die Gesamtkosten betragen rund 398.000 Euro; das Gesundheitsministerium unterstützt das Vorhaben zu einhundert Prozent aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).

Die Idee für Kur- und Heilwälder ist auf der 8. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2012 durch Professor Horst Klinkmann thematisiert worden und mit Unterstützung der BioCon Valley GmbH entwickelt worden. Der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat ein umfassendes Konzept für die Nutzung von Kur- und Heilwäldern im Land erarbeitet und setzt dieses im Land unter anderem mit der Landesforstanstalt und weiteren staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten weiter um.

Nach der Ausweisung des ersten europäischen Kur- und Heilwaldes im Ostseebad Heringsdorf im Jahr 2016 befindet sich der Kurwald im Ostseeheilbad Graal-Müritz im Ausweisungsverfahren. In Plau am See, in Klink und in Bad Doberan erfolgt derzeit der Ausbau der notwendigen Infrastruktur; weitere zwölf Kur- und Erholungsorte sind nach Angaben des Bäderverbandes an der Ausweisung eines Kur- und Heilwaldes interessiert.

Bei Kurwäldern handelt es sich um Waldgebiete, die aufgrund verschiedener Eigenschaften dazu prädestiniert sind, eine gesundheitsfördernde Breitenwirkung zu entfalten. Heilwälder sind Waldgebiete, die zur therapeutischen Nutzung für Patientinnen und Patienten mit speziellen Indikationen gestaltet sind.

Strandaktion auf Usedom

Insel Usedom – Sauberer Strand auf Usedom: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus und Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann nahmen heute auf Usedom an einer von Schülerinnen und Schülern organisierten Müllsammelaktion am Strand und in den Dünen von Zinnowitz teil.

„Ich freue mich sehr darüber, dass sich so viele junge Menschen für eine saubere Umwelt und den Klimaschutz engagieren. Wir stehen in der gemeinsamen Verantwortung, die Erde unseren Kindern und Enkeln in einem intakten Zustand zu hinterlassen. Hier auf Usedom wird nicht nur geredet. Hier wird auch angepackt. Deshalb bin ich heute sehr gern mit dabei“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Eröffnung der Veranstaltung.

„Meeresschutz beginnt im Binnenland. Wir arbeiten hart daran, dass weniger Düngemittel und Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft in die Gewässer gelangen. Durch die Sanierung von Kläranlagen konnten wir seit Beginn der 90er Jahre die Phosphorfracht um ca. 84 Prozent und die Stickstofffracht um etwa 32 Prozent senken. Dafür hat das Land rund 900 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt. Die Verbesserung der Gewässerstruktur, darunter der Rückbau von Wehren und die Öffnung von Rohrleitungen, wurde bislang mit etwa 500 Millionen Euro bezuschusst. Diese Maßnahmen wirken sich unter anderem positiv auf die zwischen Binnengewässern und Ostsee wandernden Arten aus. Ein großes Problem bleibt der Meeresmüll, der zu 80 Prozent von Land aus eingetragen wird. Hier sind wir alle gefragt, unser Konsumverhalten auf den Prüfstand zu stellen. Wir sollten auf Kunststoff verzichten, wo er unnötig ist und sorgfältiger bei der Entsorgung sein“, informierte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

„Ich finde, das ist eine Klasse-Aktion hier auf Usedom“, sagte Staatssekretär Dahlemann. „Es ist wichtig, dass wir in Vorpommern unsere Zukunft in die eigenen Hände nehmen. Dazu gehört, dass wir auf den Umweltschutz achten. Denn wir wollen hier gesund leben. Und wir werden nur dann im Tourismus erfolgreich sein, wenn es an unseren Stränden schön und sauber ist.“

Dahlemann: Usedomer Musikfestival ist Aushängeschild für ganz MV

Insel Usedom – Auf dem Sponsorenempfang des Usedomer Musikfestivals in Ahlbeck hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern die Bedeutung des Festivals für die Insel und für die ganze Region hervorgehoben.

„Das Usedomer Musikfestival hat sich zu einem festen Bestandteil der kulturellen Szene auf der ganzen Insel entwickelt. Es ist beliebt bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen und strahlt in die ganze vorpommersche und in die Grenzregion aus. Ob Konzerte oder Lesungen, Ausstellungen oder Exkursionen – das diesjährige Programm umfasst unter dem Titel „Deutschland“ gerade im 30. Jahr des Mauerfalls wieder eine große inhaltliche Vielfalt.“

In diesem Jahr findet das Usedomer Musikfestival bereits zum 26. Mal statt. Dahlemann: „Dass wir Jahr für Jahr ein solch hochkarätiges Festival durchführen können ist zuallererst der Mannschaft um Indentant Thomas Hummel und dem Förderverein Usedomer Musikfreunde zu danken. Mit Kreativität und Engagement sorgen sie Jahr für Jahr für ein interessantes Programm.

Dazu kommen die fleißigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und natürlich die vielen Sponsoren, Unterstützer und Medienpartner. Sie alle tragen dazu bei, dass das Festival immer wieder aufs Neue so erfolgreich ist. Vielen Dank dafür. Wir können sehr stolz auf dieses Festival sein.“

Freiwillige Feuerwehr Peenemünde bekommt neues Löschfahrzeug

Insel Usedom – Mit der Umsetzung des regionalen Entwicklungskonzepts für Peenemünde aus dem Jahr 2012 steht auch die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde vor größeren Herausforderungen. Der im Konzept „Peenemünde 2020“ festgeschriebene Ausbau der Infrastruktur bedeutet für die ehrenamtlichen Brandschützer auch umfangreichere Aufgaben für den Schutz von Leben, Gesundheit sowie Hab und Gut von Einwohnern und Urlaubern. Deshalb will die Gemeinde das derzeitige Löschfahrzeug, einen W 50 und eines der letzten von der DDR gebauten Feuerwehrfahrzeuge, durch ein modernes Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20) ersetzen. Das Innenministerium unterstützt die Gemeinde dabei finanziell und stellt rund 149.000 Euro als Sonderbedarfszuweisung dafür zur Verfügung.

„Gerade Ende Januar konnte ich hier in Peenemünde einen Förderbescheid für die Sanierung des Trafoanbaus im Historisch-Technische Museum Peenemünde übergeben, heute geht es um die bessere Ausstattung der Feuerwehr Peenemünde“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Auch das ist ein Beleg dafür, dass die Landeregierung die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde im Blick hat und Projekte mit wirtschaftlichen und touristischen Perspektiven unterstützt.“

Besondere Gefahrenschwerpunkte im eigenen Ausrückebereich der Peenemünder Feuerwehr sind derzeit der Hafen, ein Energiepark, zahlreiche touristische Institutionen und Einrichtungen, eine Bahnlinie sowie ausgedehnte Kiefernwaldgebiete.

Neues Löschfahrzeug für die Zinnowitzer Feuerwehr

Insel Usedom – Die Freiwilligen Feuerwehr des Ostseebads Zinnowitz bekommt ein neues Löschfahrzeug (TLF 4000). Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern stellt dafür rund 133.000 Euro zur Verfügung, der Landkreis Vorpommern-Greifswald steuert 113.000 Euro bei. Mit der Neuanschaffung wird die Gemeinde ein altes Fahrzeug mit Baujahr 1982 ersetzen.

Innenminister Lorenz Caffier übergab heute an den Bürgermeister Peter Usemann einen Bewilligungsbescheid und dankte bei dieser Gelegenheit den Kameradinnen und Kameraden für ihr ehrenamtliches Engagement. „Anerkennung ist die wichtigste Währung, mit der Ehrenamt entgolten wird. Deshalb kann man es gar nicht oft genug hervorheben, was in den Feuerwehren wie hier in Zinnowitz geleistet wird.“

Die Freiwillige Feuerwehr ist in der Gemeinde mit ihrer touristische Infrastruktur, vier Tiefgaragen, einer Gastrasse, vielen hohen Gebäuden sowie die Bundesstraße B 111 sehr gefordert. In Teilen des Gemeindegebiets werden die Vorgaben zur Löschwasserbereitstellung nicht erreicht. Auch aus diesem Grund ist ein Tanklöschfahrzeug mit einem großen Wassertank unerlässlich.

Die Zinnowitzer Feuerwehr erfüllt darüber hinaus Aufgaben des überörtlichen Brandschutzes sowie der technischen Hilfeleistung im Amtsgebiet Usedom-Nord. Mit über ihren über 30 aktiven Kameradinnen und Kameraden ist sie personell gut aufgestellt und kann auch die Tageseinsatzbereitschaft sicher gewährleisten.

Sanierung des Trafoanbaus im HTM Peenemünde

Insel Usedom – Ein Besuchermagnet auf der Insel Usedom ist das Historisch-Technische Museum Peenemünde (HTM) auf dem Gelände der ehemaligen Heeresversuchsanstalt. Geschichte aufzuarbeiten ist das Ziel. Die Ausstellung dokumentiert die Arbeit der Peenemünder Raketenforscher, die verheerenden Folgen der neuen Waffen und deren Weiterentwicklung bei Militär und Raumfahrt nach dem Zweiten Weltkrieg. Darüber hinaus ist das HTM eine internationale Begegnungs- und Kulturstätte.

„Die Gemeinde Peenemünde hat ein historisches Erbe zu schultern, nicht nur im ideellen Sinne sondern auch im materiellen. Große Gebäude und Anlagen müssen baulich erhalten oder saniert werden, so aktuell das Transformatorenanbaus des ehemaligen Kraftwerkes. Dabei unterstützen wir die Gemeinde finanziell mit rund 98.004,67 EUR aus dem Kofinanzierungsfonds“ so Innenminister Lorenz Caffier. „Das Nachdenken über die Geschichte ist an diesem Ort besonders eng verbunden mit der Frage der Verantwortung von Wissenschaft und Technik für die Menschen.“

Die Bausubstanz des Transformatorenanbaus ist wegen Mängeln an Dach und Wänden stark gefährdet, Teile der Decke drohen einzustürzen. Deshalb muss kurzfristig gehandelt werden. Geplant sind Betonsanierung, Sanierung Mauerwerk, Dachdecker- und Bauklempnerarbeiten sowie Arbeiten für den Blitzschutz.

Hauptzuwendungsgeber ist das Bildungsministerium über die Richtlinie für die Bewilligung finanzieller Zuwendung zur Erhaltung von Denkmalen in M-V. Darüber hinaus erhält die Gemeinde Peenemünde auch eine Zuwendung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.