Ausstellungssaison im Kunstpavillon

Der Potsdamer Künstler Detlef Birkholz zeigt Ausstellung „In Malgründen“

Insel Usedom – Am Pfingstsamstag eröffnet der Usedomer Kunstverein e.V. seine Ausstellungssaison im Heringsdorfer Kunstpavillon. Unter dem Titel „In Malgründen“ werden rund 60 Arbeiten des Potsdamer Künstlers Detlef Birkholz gezeigt. Die Ausstellung ist ab dem 30. Mai zu den normalen Öffnungszeiten zu sehen. Statt der Vernissage findet am 11. Juli, um 17.00 Uhr, eine Finissage statt.

„Das war eine ziemliche Zitterpartie“, sagt der ausstellende Künstler erleichtert. „Für uns Künstler und Selbständigen sind die Corona-Auswirkungen ganz grausam. Ich bin froh, dass ich meine Bilder im Kunstpavillon zeigen kann. Den Ort habe ich schon lange beobachtet. Er ist ein großartiger Veranstaltungsbau. Mir ist auch die Haltung des Usedomer Kunstvereins außerordentlich sympathisch“, betont Detlef Birkholz.

Detlef Birkholz | »Fischerhütten Bansin« | Acryl und Kohle auf Papier | 28x35cm

Detlef Birkholz | »Fischerhütten Bansin« | Acryl und Kohle auf Papier | 28x35cm

Bezüge zur Insel Usedom gibt es viele für den 64-Jährigen. „Irgendwo ist es ein Stück Kindheit. Meine Eltern sind immer schon ´ne Woche vor den Sommerferien mit uns Kindern im Zug nach Zempin gefahren“, erinnert sich der Maler und Zeichner. So war es für ihn auch eine besondere Ehre, 2017 an einem Pleinair im Otto-Niemeyer-Holstein-Gedenkatelier teilnehmen zu können.

Nun stellt Birkholz im Heringsdorfer Kunstpavillon aus, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird. Den Ausstellungstitel kann man ihm zufolge auf drei Arten lesen: „Erstens: Malgründe sind wörtlich genommen die Untergründe, die Materialien, auf denen gearbeitet wird. Womöglich mit deren eigener Vorgeschichte, etwa, wenn ich auf ausgewählten Zeitungsseiten oder gefundenen Plakatresten von Werbetafeln male. Dazu kommt die Vorbereitung durch spezielle Grundierungen etc.

Zweitens: Es ist ein bisschen wie auf der Jagd – ein Losziehen in die Gegend, ein Hineinbegeben in den Wiesengrund, in dem das Motiv pleinair entsteht. Und Drittens: Aus welchen Gründen macht man das? Warum kann ich mich nur auf diese Weise am besten äußern? Es geht darum, seinen eigenen Ausdruck zu finden. Das hat u.a. viel mit meiner Biografie zu tun.“

Zur Biografie von Detlef Birkholz gehört sein Architekturstudium in Berlin-Weißensee, das er 1981 mit dem Diplom abschloss. Hier wurde im ersten Semester fachbereichsübergreifend gelehrt und so gab es schon früh Kontakte zu den Studenten der Bildenden Künste. Nach einer Phase als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauakademie in Bernau und Berlin begann er als Maler und Zeichner in Berlin (1986) sowie als Dozent für Grundlagen der Gestaltung/Naturstudium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung in Berlin-Schöneweide. Seit 1995 arbeitet Detlef Birkholz freiberuflich als Maler.

In Heringsdorf werden von ihm „relativ frische Sachen“ zu sehen sein: Überwiegend klein- und mittelformatige Interieurs, Stillleben, Akte und Landschaftsmalerei. „Die Arbeiten gehen auf die letzten drei Jahre zurück. Es ist also ein aktueller Einblick in mein Schaffen und das in einer gewissen Breite“, beschreibt es Detlef Birkholz, der bei der Finissage am 11. Juli anwesend sein wird, bei der er sich besonders auf die musikalische Begleitung von Cathrin Pfeifer (Akkordeon) freut. Zur Ausstellung erscheint ein Arbeitsheft mit zahlreichen Abbildungen.

30. Mai – 12. Juli 2020 | Mi-So 15-18 Uhr
Finissage: Sa. 11. Juli 2020 | 17 Uhr

Weitere Informationen sind zu finden unter: www.usedomer-kunstverein.de

Pfahlsetzung an der Seebrücke Koserow

Insel Usedom – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat sich heute über die Baufortschritte an der neuen Seebrücke im Ostseebad Koserow informiert.

„In Koserow auf Usedom entsteht eine Visitenkarte unserer touristischen Infrastruktur. Die 280 Meter lange und dreieinhalb Meter breite Seebrücke soll sich zu einer durchgehend barrierefreien Flaniermeile für Gäste und Anwohner des Ostseebades entwickeln. Mit der Fertigstellung des Bauwerks wird Koserow seinem Ruf eines barrierefreien Seebades noch nachdrücklicher gerecht. Kein Gast soll vom Urlaub ausgeschlossen sein, ganz gleich ob mit oder ohne Handicap“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort. Während der Baustellenbesichtigung ist ein weiterer von insgesamt 56 Gründungspfählen der Brücke in den Boden gerammt worden.

Die neue Seebrücke bindet direkt an den Seebrückenvorplatz an, die im Zugangsbereich auf etwa zehn Meter Länge und fünfeinhalb Meter Breite ausgeweitet wird. Das Seebrückenbauwerk inklusive Anleger, Rampe und Plattform soll auf insgesamt 56 Gründungspfählen errichtet werden. Es wird Stahl als tragendes Element für die Seebrücke verwandt, Holz für den Gehbelag und die Handläufe sowie Stahlbeton für die landseitige Gründung und den Anleger.

Im Verlauf der Seebrücke werden drei Verbreiterungen angelegt, die zusätzliche Flächen zum Verweilen anbieten. Zudem werden auf dem Seebrückenkopf ein acht Meter hoher Glockenturm installiert sowie eine Sitz- und Liegelandschaft eingerichtet. Eine künstlerisch gestaltete zweidimensionale Plastik in Form eines Fischers mit Glocke sowie eine Info-Tafel mit Wetter- und Wasserdaten ergänzen den Neubau. Darüber hinaus ist an der Süd-Ost-Seite ein Anleger für die Fahrgastschifffahrt geplant.

Dieser erhält zwei Ebenen als Zugangsbereich zu den Fahrgastschiffen (das Oberdeck von Fahrgastschiffen kann barrierefrei mit Hilfe einer zusätzlichen Rampe erreicht werden, der untere Zugang ist für den normalen Publikumsverkehr vorgesehen).

„Bereits im Spätsommer dieses Jahres soll die Seebrücke fertiggestellt sein. Es ist wichtig, kluge und zukunftsweisende Investitionen in die infrastrukturelle Weiterentwicklung zu tätigen, denn der Tourismus ist in Mecklenburg-Vorpommern ein wesentlicher Wirtschafts- und Imagefaktor. Mit der Seebrücke wird ein attraktives Angebot geschaffen, um Gästen einen weiteren Mehrwert Ihres Urlaubs auf Usedom zu bieten“, sagte Rudolph.

Im Rahmen der touristischen Infrastrukturförderung wurden seit 1991 in der Gemeinde Ostseebad Koserow insgesamt 18 Investitionsmaßnahmen vom Wirtschaftsministerium gefördert. Die Maßnahmen haben ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 13,3 Millionen Euro, das in Höhe von rund 9,3 Millionen Euro unterstützt wurde. Dabei handelte es sich unter anderem um die Errichtung von Rettungstürmen, die Ausstattung von Kinderspielplätzen und die Neugestaltung der Strandpromenade Koserow. „Wir werden die Städte und Gemeinden weiterhin bei Investitionen begleiten, um qualitativ hochwertige und saisonverlängernde Angebote im Tourismus anbieten zu können“, sagte Rudolph.

Die Gesamtinvestition beträgt knapp 7,4 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von knapp 4,9 Millionen Euro.

Neue Strandtreppe in Koserow

Insel Usedom – Neben anderen Gemeinden war auch die Gemeinde Ostseebad Koserow (Amt Usedom-Süd) im Januar 2017 von der Sturmflut „Axel“ betroffen, bei der Strände, Wege oder Gebäude in mehreren Küstenorten unseres Landes beschädigt wurden. Bereits wenige Tage nach der Sturmflut hatte die Landesregierung finanzielle Hilfsmittel für die nachhaltige Beseitigung der Schäden verfügbar gemacht, auch das Ministerium für Inneres und Europa beteiligte sich.

Insgesamt wurden 47 Anträge auf Unterstützung mit einem Finanzvolumen von rund 2,4 Millionen an das Innenministerium gerichtet. Zu den Antragstellern gehörte auch die Gemeinde Koserow. Der Zugang zum Strand im Bereich des Altenpflegeheims wurde mit dem Sturm vollends zerstört. Der Strand war in diesem Bereich vom Hochufer aus nicht mehr erreichbar. Um auch den Bewohnern des Pflegeheims wieder den Zugang zum Strand zu ermöglichen, wurde eine frei tragende Stahltreppe mit öffentlichem Behindertenlift unterhalb des Streckelsberges in Verlängerung der Siemensstraße in Koserow gebaut, ein Zugewinn für Einheimische und Urlauber mit einer eingeschränkten Mobilität und Familien Kinderwagen.

Dafür stellt das Innenministerium Fördermittel als Sonderbedarfszuweisung in Höhe von rund 74.000 Euro zur Verfügung, die in den Haushalt der Gemeinde fließen. Ein entsprechender Bewilligungsbescheid wurde dem Bürgermeister der Gemeinde zugesandt.

Betroffen von der Sturmflut war auch die Gemeinde Loddin. Sie erhält für die Erneuerung und Stabilisierung der Strandaufgänge in den Ortsteilen Stubbenfelde und Kölpinsee eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von rund 5.100 Euro.

Modernisierungen am Schloss Stolpe

Insel Usedom – Das Schloss Stolpe auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wird weiter umfassend modernisiert. „Das Schloss Stolpe gehört mittlerweile wieder zu den Schmuckstücken des Landes. Das Gebäude wird heute als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte genutzt. Durch die grundlegende Modernisierung wird das historische Gebäude immer mehr zu einem attraktiven Anlaufpunkt für Gäste und Einheimische auf der Insel Usedom. Jetzt sollen unter anderem die Außenanlagen umgestaltet und ein Fahrstuhl eingebaut werden. Damit werden auch die Voraussetzungen für mehr Barrierefreiheit verbessert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es über 2.000 Schlösser, Guts- und Herrenhäuser.

Das Schloss ist ein Baudenkmal aus dem 16. Jahrhundert und ist seit 1995 im Besitz der Gemeinde Stolpe. Es bildet gemeinsam mit der Remise, dem gegenüberliegenden Dorfteich und der neogotischen Kirche den Mittelpunkt des Ortes. Das Schloss kann besichtigt werden, eine Ausstellung informiert über die Bau- und Eigentümergeschichte und es finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

Seit 2001 wird die Anlage in mehreren Bauabschnitten renoviert und restauriert, unter anderem sind Türme errichtet, der Dachstuhl gesichert sowie Fassade, Fenster und Türen erneuert worden. „Dank des großen Engagements der Gemeinde Stolpe und des Fördervereins Schloss Stolpe e.V. ist es gelungen, das historisch bedeutsame Gebäude behutsam zu sanieren und so einer neuen Nutzung zugänglich zu machen“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 1,7 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro.

Auf der Insel Usedom gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis Oktober 2019 knapp 1,1 Millionen touristische Ankünfte (+13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und über 5,6 Millionen Übernachtungen (+15,9 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 7,5 Millionen Ankünfte (+6,4 Prozent) und rund 31,3 Millionen Übernachtungen (+10,5 Prozent).

Hinweis: Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens 10 Stellplätzen. Die Anzahl der im aktuellen Berichtsmonat ausgewiesenen geöffneten Beherbergungsbetriebe und angebotenen Schlafgelegenheiten liegt deutlich über den entsprechenden Angaben des Vorjahresmonats. Grund für die hohen Veränderungsraten ist unter anderem eine durch das Statistische Amt durchgeführte Überprüfung des Berichtskreises und die Aufnahme von vermittelnden Betrieben mit mehr als 10 Betten Kapazität in die Berichtspflicht. Dadurch ist die Zahl der auskunftspflichtigen Betriebe gegenüber dem Vorjahresmonat zum Teil stark angestiegen.

Vorplanungen zur Karniner Brücke

Schwerin – Nach der Zustimmung des Landtags zum Doppelhaushalt 2020/2021 tritt dieser zum 1. Januar 2020 in Kraft. Darin eingestellt sind unter anderem jeweils 1,4 Millionen Euro für Vorplanungen zur Karniner Brücke.

„Das Land Mecklenburg-Vorpommern hält die zweite Bahnanbindung auf die Insel Usedom und die Wiederherstellung der Bahnlinie Ducherow – Swinemünde/Heringsdorf über Karnin für ein wesentliches Verkehrsprojekt für die Insel. Dennoch hat der Bund die Karniner Brücke und diesen Streckenabschnitt 2015 bedauerlicherweise nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen“, sagt Landesinfrastrukturminister Christian Pegel.

Er weist darauf hin, dass die Verantwortung für solche Fernverkehrsprojekte der Bahn grundsätzlich beim Bund liegt. „Ich glaube jedoch, dass die Chance für eine Aufnahme dieses Projekts in den nächsten Bundesverkehrswegeplan größer ist, wenn es gelingt, durch eine erste Grundlagenplanung die Kostenschätzungen und Rahmenbedingungen des Projekts weiter zu konkretisieren“, so Pegel. Aus diesem Grund hat das Verkehrsministerium dafür im neuen Haushalt 2,8 Millionen Euro beantragt – und wurde nun vom Landtag gebilligt. Christian Pegel betont: „Die Vorplanungen sollen nun schnellstmöglich mit der zuständigen DB Netz AG in Angriff genommen werden.“

10 Jahre Wirtschaftsbotschafter M-V

Insel Usedom – Zehn Jahre Wirtschaftsbotschafter Mecklenburg-Vorpommern – Wirtschaftsminister Harry Glawe dankt anlässlich des Jubiläums beim jährlichen Treffen der Wirtschaftsbotschafter im Ostseebad Heringsdorf den Unternehmern für ihr Engagement. Wirtschaftsbotschafter sind Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, die bei interessierten Unternehmen für Mecklenburg-Vorpommern als Investitionsstandort werben.

„Unsere Wirtschaftsbotschafter sind authentische Repräsentanten des Landes. Sie werben aus Überzeugung und aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen für Mecklenburg-Vorpommern als attraktiven Investitionsstandort. Diese wertvollen Botschaften tragen dazu bei, die heimische Wirtschaft zu stärken und das Land national und international noch bekannter zu machen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Veranstaltung wurde von der Landes-Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH organisiert.

Ziel des Netzwerkes der Wirtschaftsbotschafter ist es, über persönliche Kontakte zu Entscheidern in der nationalen und internationalen Wirtschaft weitere Ansiedlungen für Mecklenburg-Vorpommern zu erschließen und damit zur langfristigen Stärkung der hiesigen Wirtschaft beizutragen.

Auch die Ansiedlungsgespräche beispielsweise mit Nestlé und BvS Blechtechnik im Industriepark Schwerin sind durch Wirtschaftsbotschafter begleitet worden. Zudem begleiten die Wirtschaftsbotschafter Messen und Investorenveranstaltungen, beispielsweise auf der Medizintechnik-Messe MEDICA in Düsseldorf oder bei Investorenveranstaltungen im In- und Ausland.

Wirtschaftsminister Glawe hat im Ostseebad Heringsdorf einen weiteren Wirtschaftsbotschafter ernannt: Dr. Andreas Dikow, Geschäftsführer der Webasto Neubrandenburg GmbH und Vorstandsvorsitzender des Clusters automotive-mv e.V. Das Unternehmen Webasto entwickelt und produziert Dachsysteme, Cabrio-Dachsysteme und Standheizungen für Pkw sowie Heiz-, Kühl- und Lüftungssysteme für Lkw, Busse, Boote, Reisemobile und Sonderfahrzeuge. Webasto gehört zu den 100 größten Zulieferern der Automobilindustrie weltweit.

„Das Unternehmen Webasto ist in Neubrandenburg und der ganzen Region eine feste wirtschaftliche Größe. Es steht für Spitzenprodukte aus Mecklenburg-Vorpommern, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind“, sagte Glawe.

Für die im Jahr 2009 vom Wirtschaftsministerium und der Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV gestartete Initiative „Wirtschaftsbotschafter MV“ engagieren sich mit dem neu ernannten Botschafter aktuell 78 Persönlichkeiten.

Die Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Schwerin) ist die Wirtschaftsfördergesellschaft für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Als „One-Stop-Agency” ist sie Partner für alle Unternehmen, die nach Mecklenburg-Vorpommern expandieren wollen. Sie unterstützt und berät inländische wie ausländische Investoren über Investitionsmöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei bieten Experten umfassende Projektmanagement- und Support-Services von der Standortanalyse bis zur Realisierung der Investition an.

Fördermittel für Bunkerwarte

Peenemünde – Die ehemalige Bunkerwarte ist integraler Bestandteil der musealen Anlage des Historisch- Technischen Museums (HTM) Peenemünde. Die erheblichen Witterungsschäden haben die Gebäudesubstanz stark angegriffen und gefährden den Besucherverkehr. Im Rahmen der umfangreichen Sanierung und Modernisierung anderer Bereiche des HTM, die mit Bundesmitteln gefördert werden, soll auch die ehemalige Bunkerwarte erhalten und schrittweise saniert werden.

Die Sanierung des Hauptdaches ist inzwischen abgeschlossen. Als Folgemaßnahme sollen die Deckensanierung, die Beseitigung der Feuchteschäden und die Sanierung der Außentreppe folgen. Diese Maßnahmen sind notwendig und erforderlich, um den sicheren Besucherverkehr zu gewährleisten.

Bereits Anfang des Jahres übergab Innenminister Lorenz Caffier zwei Förderbescheide an die Gemeinde des Landkreises Vorpommern-Greifswald für die Sanierung des Trafoanbaus im Historisch-Technischen Museum Peenemünde und für die Ausstattung der Feuerwehr. „Auch das ist wieder ein Beleg dafür, dass die Landesregierung die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde im Blick hat und Projekte mit wirtschaftlichen und touristischen Perspektiven unterstützt, so Innenminister Lorenz Caffier.

Vorbereitung auf den Meeresspiegelanstieg

Insel Usedom – „Die Sturmfluten in den Jahren 2017 und 2019 haben uns einmal mehr verdeutlicht, dass der Küstenschutz schon heute eine unverzichtbare Aufgabe der Daseinsvorsorge ist. Vor dem Hintergrund des zukünftig stärker steigenden Meeresspiegels – auch in der Ostsee – wird der Küstenschutz nochmals deutlich an Bedeutung gewinnen. Deshalb ist es unumgänglich, unsere Strategien für den langfristigen Schutz der Ortslagen und wirtschaftlich genutzten Küstenabschnitte zu überprüfen und an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen“, sagte der für Küstenschutz zuständige Minister Dr. Till Backhaus, als er sich am Samstag vor Ort über die Sandaufspülungen an der Außenküste der Insel Usedom informierte.

Bei den Sturmfluten Anfang der Jahre 2017 und 2019 hätten die Küstenschutzbauten (Vorstrand, Strand, Düne) zwar ihre Funktion voll erfüllt, betonte der Minister. „Aber vor Zempin, Koserow und im Bereich der Kölpinsee-Niederung wurden erhebliche Sandmengen abgetragen und umgelagert.“ Um diese Sedimentverluste auszugleichen und damit den Küstenschutz zu gewährleisten, spült das Land Mecklenburg-Vorpommern dort nun bis Mitte Dezember 2019 insgesamt 510.000 Kubikmeter Sand. Die damit verbundenen Kosten belaufen sich auf rund 3,6 Mio. Euro.

Die Gemeinde Ostseebad Zempin hat zusätzlich ca. 50.000 Kubikmeter zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur aufgespült.

Der Sand wird aus einer Lagerstätte des Landes in der Ostsee vor Koserow gewonnen. In dem dazu erforderlichen Planfeststellungsverfahren war neben dem Naturschutz vor allem auch die Kampfmittelbelastung ein drängendes Thema. „Um das Aufspülen von Kampfmitteln an den Strand zu verhindern, wird der gesamte Sand gesiebt. Potentiell gefährliche Munition gelangt dadurch gar nicht erst an den Strand“, betonte der Minister und zeigte sich von diesem System überzeugt: „Auf diese Weise konnte bereits eine Vielzahl von Munition und Munitionsteilen ausgesiebt und an den Munitionsbergungsdienst des Landes übergeben werden“.

Im Zusammenhang mit den aktuellen Aufspülungen sei für ihn auch der Blick in die Zukunft besonders wichtig. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse lassen voraussichtlich ab 2040 auf einen stärkeren Meeresspiegelanstieg schließen, als in den bisherigen Planungen des Küstenschutzes bereits berücksichtigt. „Damit müssen wir uns intensiv auseinandersetzen und in Zusammenarbeit mit den anderen Küstenländern und dem Bund Lösungen finden“, sagte Minister Dr. Backhaus am Rande der Aufspülung vor Koserow. Damit verbunden seien erhebliche fachliche und finanzielle Herausforderungen, mit denen man die Küstenländer jetzt nicht allein lassen dürfe, bekräftigte der Minister.

In Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein sowie verschiedenen Forschungseinrichtungen sollen in den nächsten Jahren Fragen zu möglichen Veränderungen von Sedimenttransportprozessen, zum zukünftigen Sandbedarf und zu ggf. veränderten Belastungen von Steilufern an der deutschen Ostseeküste beantwortet werden. Vor dem Hintergrund der starken touristischen Ausrichtung des Landes M-V spielen dabei nicht nur Aspekte des technischen Küstenschutzes, sondern auch die Entwicklung der Strände und Belange des Naturschutzes eine wichtige Rolle.

Forschungsprojekt der Seenotretter

M-V gut geeignet als Testregion für innovative Systeme

Insel Rügen – Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat mit neun Partnern ein unbemanntes Luftfahrtsystem für den Einsatz im Seenotfall entwickelt und dank der Unterstützung durch das Landesverkehrsministerium vor der Küste Vorpommerns getestet. Dabei wurde erstmals ausgehend von Startplätzen in Mecklenburg-Vorpommern im Luftraum über See ein unbemanntes Luftfahrtsystem mit etwa 25 Kilogramm Abfluggewicht bewegt.

„Wir als oberste Luftverkehrs- und -sicherheitsbehörde des Landes haben diese äußerst komplexe und hochgradig abstimmungsbedürftige Erprobung rechtssicher ermöglicht, so dass zwischen August und Oktober dieses Jahres das unbemannte Luftfahrtsystem über der Ostsee nördlich von Ribnitz-Damgarten sowie zwischen Rügen und Usedom erprobt werden konnte“, sagt Landesverkehrsminister Christian Pegel.

Im Rahmen des dreijährigen DGzRS-Forschungsprojekts zur „Lageunterstützung bei Seenoteinsätzen“ unter dem Namen „Larus“ (lat. Möwe) wurde ein automatisches Starrflügelflugzeug entwickelt und in einem Szenario zur Suche und Rettung von Menschen in Seenot getestet, bei dem ein Dummy in der Ostsee aufzuspüren war. Die Rettung an sich wird auch künftig durch Menschen in Seenotrettungskreuzern und Hubschraubern erfolgen. Unbemannte Luftfahrtsysteme können aber zusätzliche Kommunikationskapazitäten schaffen und zum Beispiel aktuelle Lagebilder liefern.

Um den Test vor der vorpommerschen Küste zu ermöglichen, hatte das Ministerium umfangreiche Abstimmungen mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, der Deutschen Flugsicherung, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern, den Landkreisen Rostock, Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald, dem Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund, den Betreibern der Startgelände und der Deutschen Marine sowie dem Biosphärenenreservatsamt Südost-Rügen vorgenommen.

„Im Ergebnis konnten Lufträume vor Usedom und bei Ribnitz-Damgarten für die Erprobung ausgewiesen werden. Das Verkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommern hat zum 14. August 2019 die Erlaubnis zum Betrieb der unbemannten Luftfahrtsysteme erteilt, so dass am 20. August der Testbetrieb beginnen und Ende Oktober erfolgreich abgeschlossen konnte“, so Christian Pegel.

In den Augen des Ministers ist das „ein schöner Nachweis, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern zügig und verlässlich die Rahmenbedingungen für Testläufe innovativer Entwicklungen schaffen. Ich baue darauf, dass weitere Entwickler in den verschiedensten Bereichen dieses Potenzial unseres Bundeslands erkennen und nutzen.“

Erneute Prüfung der Peenebrücke

Wolgast – Am Dienstag, 26. November 2019, holt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr den zweiten Teil der alle sechs Jahre durchzuführenden Hauptprüfung der Peenebrücke im Zuge der Bundesstraße 111 nach, der in der vergangenen Woche aufgrund eines technischen Defekts nicht durchgeführt werden konnten. Dafür wurden Prüfungen im Inneren der Brückenklappe vorgezogen.

Der Verkehr wird ab neun Uhr einspurig über die Brücke geführt und mit einer Ampel geregelt. Der nördliche Geh- und Radweg von Usedom aus in Richtung Wolgast wird während der Arbeiten gesperrt. Diese sollen voraussichtlich gegen 15 Uhr abgeschlossen werden.

Im Rahmen der Arbeiten wird die Unterseite der Klappbrücke mit Hilfe eines Korbgeräts überprüft. Der abschließende dritte Teil der Prüfung erfolgt weiterhin abhängig von den Witterungsverhältnissen Anfang Dezember.

Die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer werden um Verständnis für die notwendigen Prüfarbeiten und die damit einhergehenden Verkehrseinschränkungen gebeten.

Radweg zwischen Usedom und Mellenthin

Usedom – Heute gibt Landesverkehrsminister Christian Pegel den Radweg an der Bundesstraße 110 zwischen Usedom und Mellenthin für den Verkehr frei.

Der 6,5 Kilometer lange und 2,5 Meter breite Radweg entlang der B 100 zwischen dem Ortsausgang Usedom und der Einmündung B 110/B 111 Abzweig Mellenthin wurde in einer Bauzeit von rund zehn Monaten in Asphaltbauweise errichtet. Am Bauanfang schließt der neue Radweg in Höhe der Einmündung der Kreisstraße VG 44 und die bestehenden Rad- und Gehwege der Stadt Usedom an. Am Bauende bindet der Radweg an den vorhandenen der B 111 an.

Im Vorfeld des eigentlichen Baubeginns erfolgte bereits im November 2017 die Erkundung und Beräumung des Baufelds von Kampfmitteln. Das Bauvorhaben lag zu 60 Prozent auf kampfmittelbelasteten Flächen. Eine Fachfirma hat diese untersucht, beräumt und das geborgene Material vom Munitionsbergungsdienst entsorgen lassen.

Im Anschluss erfolgten vorrangig im Waldbereich umfangreiche Baumfällungen und Stubbenrodungen. Als Ausgleich der Eingriffe in Landschaft und Natur wurden bzw. werden in Abstimmung mit den Forst- und Umweltbehörden folgende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchgeführt:

Neuanlage von Laubwald mit heimischen Baumarten in Neppermin und Mohrdorf
Neuanlage von Nadelwald mit Anteil heimischer Laubhölzer in Bodstedt

Durch den neuen Radweg erhöht sich die Verkehrssicherheit für Schülerinnen und Schüler sowie für den Alltagsverkehr. In den Sommermonaten profitieren besonders die Touristen.

Mit ca. 7.000 Kraftfahrzeugen pro Tag ist auf der B 110 zwischen Usedom und Mellenthin eine mittlere bis hohe Verkehrsbelastung zu verzeichnen, die in den Sommermonaten mit bis zu 12.000 Kraftfahrzeugen täglich deutlich über der durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastung liegt.

Die Kosten für den Radweg betragen knapp 2,6 Millionen Euro. Sie werden vom Bund getragen.

Küstenschutzdünen auf Usedom

Insel Usedom – Auf der Insel Usedom haben am Wochenende Aufspülarbeiten im Bereich von Vorstrand, Strand und Düne begonnen. Die Arbeiten werden in drei Bauabschnitten vor Zempin, Koserow und Kölpinsee durchgeführt. „Ziel der Aufspülungen ist eine Verstärkung der Küstenschutzanlagen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, um die Orte vor Sturmfluten zu schützen“, erklärte der zuständige Minister Dr. Till Backhaus. Insgesamt werden etwa 450.000 m³ Sand auf einer Gesamtlänge von ca. 3,2 km aufgespült.

Der Sand stammt aus einer landeseigenen Lagerstätte vor der Küste von Usedom und wird in 13 bis 15 Meter Tiefe gewonnen. Aufgrund der Entfernung der Lagerstätte von der Küste sind nach Angaben des für die Durchführung der Maßnahme zuständigen Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg keine Auswirkungen auf die natürlichen Sandtransportprozesse an der Küste zu befürchten. Mit der Realisierung der Maßnahme wurde nach europaweiter Ausschreibung die Firma Rohde Nielsen A/S aus Kopenhagen beauftragt. Bis Ende März 2020 soll alle drei Aufspülungen abgeschlossen sein.

Die veranschlagten Baukosten betragen ca. 3,6 Mio. EUR. 70 Prozent der Kosten werden mit Mitteln des Bundes aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ finanziert. 30 Prozent der Kosten trägt das Land Mecklenburg-Vorpommern. Zusätzlich zu den vom Land M-V geplanten Maßnahmen wird die Rohde Nielsen A/S im Auftrag der Gemeinde Zempin auch etwa 50.000 m³ Sand in einen Bereich spülen, der westlich an die Landesküstenschutzdüne anschließt. Die Baukosten für diesen Abschnitt belaufen sich auf ca. 0,4 Mio. Euro und werden zu 90 Prozent mit Fördermitteln aus einem Programm zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ finanziert.

Usedomer-See-Zentrum offiziell freigegeben

Usedom – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Mittwoch das Usedomer-See-Zentrum offiziell an die Stadt Usedom übergeben. „An der Kaikante der Stadt Usedom ist mit dem Usedomer-See-Zentrum ein zukunftsfähiges Projekt entstanden – ein touristisches Herzstück mit maritimem Flair. Das maritime Herz der Stadt Usedom schlägt nun kräftiger dennjeh. Wir schließen hier eine Lücke im Sportboothafennetz an der Ostsee- und der Binnenküste. Gleichzeitig sind die Voraussetzungen geschaffen, um gewerblich-touristische Unternehmen, etwa aus den Bereichen Wassersport, Radtourismus, Golf und Camping anzusiedeln. Bei der Umsetzung dieses wichtigen Projektes haben die Beteiligten intensiv zusammengearbeitet, Ideen geplant, Ideen verworfen, gestritten, wieder zusammen gefunden. Echte gelebte Demokratie mit dem gemeinsamen Ziel, Urlaubern und Einheimischen ein attraktives Ausflugsziel zu ermöglichen. Die Stadt Usedom vom Wasser aus zu erkunden, ist wieder möglich geworden. Das belebt die namensgebende Gemeinde der Insel Usedom“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Das Usedomer-See-Zentrum liegt am östlichen Stadtrand am Usedomer See, der über die Zufahrt zwischen West- und Ostklüne vom Stettiner Haff aus erreichbar ist. Das Gesamtvorhaben „Usedomer-See-Zentrum“ setzt sich aus einer Reihe von Einzelmaßnahmen zusammen. Es umfasste den Ausbau des Hafens Usedom zu einem öffentlichen Wasserwanderrastplatz mit 70 Liegeplätzen samt Schiffsanleger. Dafür wurden unter anderem das vorhandene Hafenbecken verfüllt, eine Slipanlage und ein Sanitärgebäude errichtet.

Zudem ist eine Pontonbrücke zum Ortsteil Paske mit Klappbrücke und zwei Schwimmstegen errichtet worden, die auch als Rad- und Gehweg dienen. Mit der Baumaßnahme ist auch die Peenestraße auf einer Länge von 150 Metern und in einer Breite von fünfeinhalb Metern erneuert worden. „Vor allem die neu geschaffene Verbindung zum Ortsteil Paske ist ein Meisterstück. Die Gegend eignet sich hervorragend für ausgedehnte Spaziergänge und Fahrradtouren in die Usedomer Natur. Jetzt können Gäste und Einheimische die touristischen Attraktionen der Region auch mit dem Fahrrad noch besser erreichen“, sagte Rudolph.

Die Gesamtinvestition beträgt rund 19 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 15,3 Millionen Euro; dazu kommen Städtebaufördermittel aus dem Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung sowie Kofinanzierungsmittel aus dem Ministerium für Inneres und Europa.

„Eine qualitativ hochwertige Erweiterung des touristischen Angebotes verbunden mit saisonverlängernden Maßnahmen sind wichtige Schritte, um den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern langfristig weiter zu entwickeln. Deshalb werden wir die Städte und Gemeinden weiter bei Investitionen in die touristische Infrastruktur unterstützen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Auf der Insel Usedom gab es nach Angaben des Statistischen Amtes von Januar bis Juli 2019 rund 716.700 touristische Ankünfte (+16,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und knapp 3,6 Millionen Übernachtungen (+ 19,4 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag mit fünf Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. Im ganzen Land waren es im gleichen Zeitraum rund 4,8 Millionen Ankünfte (+8,8 Prozent) und rund 19,6 Millionen Übernachtungen (+13,8%).

Anmerkung: Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens 10 Stellplätzen. Die Anzahl der im aktuellen Berichtsmonat ausgewiesenen geöffneten Beherbergungsbetriebe und angebotenen Schlafgelegenheiten liegt deutlich über den entsprechenden Angaben des Vorjahresmonats. Grund für die hohen Veränderungsraten ist unter anderem eine durch das statistische Amt durchgeführte Überprüfung des Berichtskreises und die Aufnahme von vermittelnden Betrieben mit mehr als 10 Betten Kapazität in die Berichtspflicht. Dadurch ist die Zahl der auskunftspflichtigen Betriebe gegenüber dem Vorjahresmonat zum Teil stark angestiegen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es fast 2.000 Kilometer Ostseeküste, mehr als 2.000 Binnenseen und über 26.000 Kilometer lange Fließgewässer. Dazu kommen derzeit 350 Marinas, Sportboothäfen und Wasserwanderrastplätze mit rund 22.000 Liegeplätzen, davon 14.000 an der Küste. Jährlich besuchen etwa 150.000 Wassersportler das Land. Rund 1.400 Wassertourismusunternehmen mit über 7.100 Arbeitsplätzen erwirtschaften einen jährlichen Umsatz in Höhe von rund 474 Millionen Euro; das entspricht rund zehn Prozent des Tourismusumsatzes in Mecklenburg-Vorpommern.

Grundsteinlegung für Kinderhotel

Insel Usedom – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Freitag in Trassenheide gemeinsam mit Rolf Seelige-Steinhoff (geschäftsführender Gesellschafter der SEETELHOTELS Usedom) den Grundstein für den Umbau des Familienresorts Waldhof zum Kinderhotel gelegt.

„Mecklenburg-Vorpommern ist bei Familien ein beliebtes Reiseziel. Kinder und Jugendliche sind unsere Gäste von morgen – sie zu erreichen bedeutet eine Investition in die Zukunft unserer Tourismusbranche. Mit der themenfokussierten Ausrichtung des Familienresorts Waldhof zum Kinderhotel entsteht hier ein spannendes Urlaubserlebnis für die ganze Familie. So werden am Standort 32 Arbeitsplätze gesichert und 39 neue Jobs geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Geplant ist, das künftige Kinderhotel Trassenheide in mehrere Häuser aufzuteilen. Das Haus 1 soll ein Multifunktionsgebäude mit Rezeption, Restaurants, Theaterarena, Shops, Küchentrakt sowie mehreren Gast- und Funktionsräumen werden. Haus 2 ist als neues, zentrales Funktionsgebäude mit Wasser- und Saunawelt, Beauty-Bereich und Außenpool sowie Funktions- und Technikräumen vorgesehen. Weiterhin sollen Suiten-Häuser errichtet werden. Für Aktiv- und Familientourismus sind zahlreiche Indoor- sowie Outdoor-Aktivitätsbereiche und miteinander verbundene Erlebnisbereiche geplant.

„Die Region rund um das Hotelgelände ist geprägt von naturbelassenen Ostseestränden, wertvollen Baumarten und vielfältiger Fauna. Ein idealer Standort für erlebnisreiche Urlaube für Familien inmitten eines großen Dünenkieferwaldes“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestition beträgt rund 17,8 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 1,3 Millionen Euro. „Wichtig ist, dass wir die touristische Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern weiter stärken, um als Urlaubsland attraktiv zu bleiben. Dazu gehören Investitionen in qualitativ hochwertige und nachhaltige Angebote“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Im Zeitraum Januar bis Juni 2019 wurden auf der Insel Usedom rund 554.900 Ankünfte (+18,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und rund 2,5 Millionen Übernachtungen (+19,2 Prozent) registriert. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 3,6 Millionen Ankünfte (+10,3 Prozent) und rund 13,5 Millionen Übernachtungen (+14,5 Prozent).

Zum Unternehmen SEETELHOTELS mit Sitz im Seebad Heringsdorf (Insel Usedom) gehören 16 Hotels, Residenzen und Villen auf der Insel Usedom sowie ein Hotel in Santa Ponsa (Mallorca). Rund 450 Mitarbeiter sind für die Unternehmensgruppe tätig.

Europäische Gesamtschule

Insel Usedom – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Freitag das neue Schulgebäude der Europäischen Gesamtschule Insel Usedom auf dem Mehrgenerationencampus offiziell eröffnet.

„Das Generationenzentrum ist nun komplett. Mit Fertigstellung des Hauptgebäudes an der Europäischen Gesamtschule wurde ein bedeutender Mosaikstein in das beeindruckende Gesamtensemble eingefügt. Auch ich persönlich bin stolz auf die gemeinsame Leistung Vieler. Wir haben Jahre lang alle hart gearbeitet. Miteinander! Das zahlt sich jetzt aus. Ich sehe große Chancen, dass unsere Kleinen genauso wie die Schüler, Erzieher, Lehrer und unsere Senioren täglich miteinander in Kontakt treten, generationsübergreifend. Nicht trennen sondern verbinden, das war von Anbeginn unser aller Devise, und das war genau richtig“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Die Schule gehört zum Generationenzentrum der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf. Schule, Jugendclub, Seniorentreff, Kita, Krippe und Mensa bilden einen Gebäudekomplex mit gemeinsamen Freiflächen. Auf Grundlage des Architektenwettbewerbes wurde die Planung des Siegerentwurfes zu einem Mehrgenerationscampus im Ortsteil Ahlbeck schrittweise in die Umsetzung gebracht. Bereits realisiert wurden in den vergangenen Jahren beispielsweise der Abbruch des alten Schulgebäudes, der Neubau einer Kita und die Sanierung des historischen Schulgebäudes.

Zwischen Kita, Bürgertreff und Schule ist eine fußläufige Verbindung entstanden als Zeichen der Verbindung einer aktiven sozialen Gemeinschaft. Der noch fehlende Projektbaustein des Mehrgenerationscampus war die Sanierung und Erweiterung des viergeschossigen Schulgebäudes in Plattenbauweise (aus den 1970er Jahren) am Standort Lindenstraße 112. Dazu wurde unter anderem der viergeschossige Plattenbau um eine Aula erweitert, ein Aufzug installiert, die Außenanlagen umgestaltet und eine neue Cafeteria errichtet.

„Für die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf ist ein hochmoderner, innovativer und nachhaltiger Schulstandort entstanden, der Schülern und Lehrern optimale Bedingungen bietet. Die Investitionen sind hier gut angelegt, um den Kindern und Jugendlichen den besten schulischen Start ins Leben zu geben“, hob Rudolph hervor.

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph verwies auf weitere Vorhaben in der Region, die künftig umgesetzt werden. Die Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern e.V., der Christliche Jugenddorf Deutschlands gemeinnütziger e.V.- Dienststelle Zinnowitz sowie die Stadt Swinemünde haben einen Fördervertrag für das Projekt „Drei Kitas – Zwei Sprachen- Ein Weg“ geschlossen.

Das zentrale Projektziel ist der Aufbau und Ausbau eines deutsch-polnischen Kooperationsprojektes von drei Kindertagesstätten an den Standorten Heringsdorf, Swinemünde und Zinnowitz mit bilingualer Ausrichtung. Damit soll im grenznahen Bereich eine frühe Mehrsprachigkeit bei den Jungen und Mädchen gefördert werden. Für das Projekt stehen insgesamt rund 3,3 Millionen Euro aus dem Kooperationsprogramm Interreg V A bereit. Die Gesamtkosten werden derzeit auf rund 7,2 Millionen Euro beziffert. Von dem Angebot sollen in den drei Kindertagesstätten 400 Kinder profitieren.

Zudem erfolgt ab dem Jahr 2020 im Zuge des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ der Ersatzneubau einer Sport- und Mehrzweckhalle für den Schul- und Kitasport mehrerer Schulen und Kindertagesstätten der Ortsgemeinde sowie von Nachbargemeinden der Seebäder Bansin und Ahlbeck. „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Projekte den Bildungsstandort Insel Usedom weiter voranbringen“, sagte Rudolph.

Die Gesamtinvestitionen für das neue Schulgebäude betragen rund elf Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Städtebauförderung in Höhe rund 3,6 Millionen Euro, Fördermitteln in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro gemäß der Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILER M-V), Sonderbedarfsmitteln des Innenministeriums in Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro, knapp 0,18 Millionen Euro aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative und etwa 0,17 Millionen Euro aus Strategiefondsmitteln des Landes. Der Eigenmittelanteil der Gemeinde Heringsdorf beläuft sich auf rund 3,88 Millionen Euro.

Die Europaschule ist eine weiterführende allgemeinbildende Schule, in der die Bildungsgänge der Regionalen Schule (ab Klasse 5) und des Gymnasiums (Klasse 11 und 12) vereinigt sind. Im laufenden Schuljahr gibt es vier 5. Klassen und vier 6. Klassen; insgesamt sind an der Schule 28 Klassen, die von 48 Lehrern unterrichtet werden. Die Schule verfügt über eine Aufnahmekapazität von bis zu 550 Schülern.