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Arbeitsmarkt im Oktober 2026 – Herbstbelebung bleibt schwach

Nürnberg – „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für eine Besserung am Arbeitsmarkt nach wie vor nicht ausreichend. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit fällt im Oktober vergleichsweise schwach aus“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Juni:-40.000 auf 2.955.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +44.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat:-0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent

Im Zuge der – weiter verhaltenen – Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit im Oktober 2026 um 40.000 auf 2.955.000 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat jedoch um 4.000 gestiegen. Verglichen mit dem Oktober des letzten Jahres liegt sie um 44.000 höher. Die Arbeitslosenquote hat sich im Vorjahresvergleich um 0,1 Prozentpunkte erhöht. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im September auf 4,1 Prozent.

Die Unterbeschäftigung berücksichtigt neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im Oktober gegenüber dem Vormonat um 9.000 gesunken. Mit 3.592.000 war sie um 28.000 höher als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 26. Oktober für 22.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis August 2026 zur Verfügung. Nach vorläufigen hochgerechneten Daten wurde in diesem Monat für 98.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 20.000 weniger als im Vormonat und rund 66.000 weniger als vor einem Jahr. Im längerfristigen Vergleich ist der aktuelle Wert aber weiterhin etwas erhöht.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im September 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 3.000 verringert. Mit 45,77 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 211.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Juli auf August 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 14.000 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie aber mit 34,87 Millionen Beschäftigten um 45.000 niedriger. 7,57 Millionen Personen hatten im August 2026 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 56.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,02 Millionen ausschließlich und 3,55 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Die Arbeitskräftenachfrage bleibt weiter schwach. Im Oktober waren 654.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 31.000 mehr als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – sank im Oktober 2026 um 1 Punkt auf 102 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der BA-X um 4 Punkte höher aus.

968.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im Juni 2025 Arbeitslosengeld, 101.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im Juni auf 3.929.000. Gegenüber Juni 2024 war dies ein Rückgang um 76.000 Personen. 7,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

1.065.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im Oktober 2026 Arbeitslosengeld, 88.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Grundsicherungsberechtigten belief sich hochgerechnet im Oktober auf 3.659.000. Gegenüber Oktober 2025 war dies ein Rückgang um 172.000 Personen. 6,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

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