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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Kindertagesförderung auf Rekordhöhe

Oldenburg: Beitragsfreiheit bleibt unangetastet

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern haben sich die Ausgaben für die Kindertagesförderung seit der Einführung der Beitragsfreiheit stetig erhöht. 2020 haben Land, Landkreise und Kommunen insgesamt 683 Millionen Euro in die Kindertageförderung investiert, im darauffolgenden Jahr waren es 739 Millionen Euro. 2022 stellten Land, Landkreise und Kommunen 797 Millionen Euro zur Verfügung. Der Anteil des Landes liegt bei 54,5 Prozent – somit bei über 400 Millionen Euro allein für das vergangene Jahr.

„Obwohl die Finanzierung der Kindertagesförderung für alle Partner eine Kraftanstrengung ist, sind sich alle einig, dass die Beitragsfreiheit unangetastet bleibt, damit allen Kindern gleichermaßen die Förderung und Betreuung – unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern – offensteht“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Unser Land hat bei den 0- bis 3-Jährigen die höchste Betreuungsquote bundesweit. Das heißt, in keinem anderen Bundesland besuchen mehr Kinder eine Krippe als in Mecklenburg-Vorpommern. Bei den 3- bis 6-Jährigen liegen wir bei einer Betreuungsquote von über 95 Prozent und damit auch über dem deutschlandweiten Durchschnitt. Im Ländervergleich haben wir die meisten Einrichtungen mit Öffnungszeiten von mehr als 11 Stunden. Dies alles ist möglich, weil die Erzieherinnen und Erzieher eine hervorragende Arbeit leisten. Die Arbeitsbedingungen gilt es in den kommenden Jahren noch besser auszugestalten“, so Oldenburg.

Die Landesregierung plant, in den kommenden Jahren die Qualität der Kindertagesförderung weiter zu verbessern. „Wir müssen vom Land der besten Öffnungszeiten und der besten Betreuungsquote zum Land der noch besseren Arbeits- und Ausbildungsbedingungen werden. Wir setzen uns für kleinere Gruppen ein, wollen einen Mindestpersonalschlüssel einführen und starten eine breit angelegte Fachkräfteoffensive. Dazu gehört auch eine verbesserte pädagogische Anleitung der Auszubildenden“, erläuterte sie.

Auszubildende zu staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern für 0- bis 10-Jährige (ENZ) sollen ab dem Ausbildungsjahrgang 2023/2024 schrittweise im ersten und zweiten Ausbildungsjahr nicht mehr auf den Stellenanteil einer Fachkraft angerechnet werden. Bislang erfolgt im ersten Ausbildungsjahr eine Anrechnung von 30 Prozent auf den Fachkräfteschlüssel und im zweiten Ausbildungsjahr eine Anrechnung von 40 Prozent. Das heißt, wenn eine Kita zum Beispiel jeweils zwei Auszubildende im ersten und zweiten Ausbildungsjahr beschäftigt, stehen dieser Kita anderthalb Stellen für Erzieherinnen bzw. Erzieher weniger zur Verfügung.

„Mit der Änderung reagieren wir auf Kritik von Kita-Trägern, als die Ausbildung eingeführt wurde. Damals richtete sich die Kritik gegen die Anrechnung des ersten Ausbildungsjahres. Wir gehen jetzt sogar einen Schritt weiter und schreiben auch die Nicht-Anrechnung des zweiten Ausbildungsjahres auf den Fachkräfteschlüssel fest. Die Kosten dafür trägt allein das Land. Von 2023 bis 2025 schlägt die Nicht-Anrechnung mit insgesamt über 15 Millionen Euro zu Buche. Diese große Investition dürfen wir nicht kleinreden“, sagte Oldenburg.

Vorgesehen ist eine Übergangsphase von zwei Jahren, in der sich die Kita-Träger entscheiden können, ob sie davon Gebrauch machen oder weiterhin die Azubis auf das Fachkraft-Kind-Verhältnis anrechnen. Rein rechnerisch müssen von den Kita-Trägern bei einer Nicht-Anrechnung insgesamt ca. 260 Erzieherinnen und Erzieher zusätzlich eingestellt werden.

Gesellenfreisprechung in Güstrow

Schulte: 43 Fachkräfte haben Grundstein für berufliche Zukunft gelegt

Güstrow – 43 Auszubildende haben am Donnerstag in Güstrow im Rahmen einer offiziellen Gesellenfreisprechung ihre Gesellenbriefe erhalten. „Eine zielgerichtete Nachwuchs- und Fachkräftesicherung ist derzeit eine der wichtigsten Herausforderungen im Handwerk.

Die 43 freigesprochenen Jung-Gesellen haben mit ihrem Gesellenabschluss den Grundstein gelegt für eine Karriere im Handwerk. Jetzt gilt es, weitere berufliche Ziele anzugehen – beispielsweise mit einer Meisterausbildung. In jedem Fall steht den Fachkräften eine vielversprechende berufliche Zukunft offen.

Denn wir brauchen in Mecklenburg-Vorpommern kluge Köpfe und fleißige Hände, die das Handwerk weiter voranbringen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte vor Ort.

Die Absolventen kommen aus den Gewerken Tischlerei, Metallbau, Fahrzeuglackierung, Sanitär-Heizung-Klimatechnik, Land- u. Baumaschinenmechatronik sowie Kfz-Mechatronik. Im Bereich der Kreishandwerkerschaft Güstrow gibt es derzeit 446 Auszubildende, davon 136 im ersten Lehrjahr, 148 im zweiten, 111 im dritten und 51 im vierten.

„Junge Leute auszubilden, ist eine von mehreren wichtigen Maßnahmen, um Engpässe in bestimmten Berufsgruppen zu vermeiden. Das Wirtschaftsministerium unterstützt gemeinsam mit dem Bund deshalb die duale Ausbildung, etwa über die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung. Dabei geht es um das ergänzende Erlernen von Ausbildungsinhalten in produktionsunabhängigen Werkstätten“, sagte Schulte.

Die „Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung“ (ÜLU) wird von Bund und Ländern gemeinsam gefördert. Der Bund übernimmt dabei 70,8 Millionen Euro; das Land trägt rund ein Drittel aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) im Zeitraum 2021 bis 2027.

Das Handwerk und der gewerbliche Mittelstand bilden das wirtschaftliche Rückgrat des Landes. Darunter fallen mehr als 90 Prozent aller Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit sind knapp 20.000 Betriebe bei den beiden Handwerkskammern im Land verzeichnet (Stand 21.02.2023).

Die Handwerksunternehmen im Land beschäftigen insgesamt über 100.000 Beschäftigte. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in MV etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden.

Die Kreishandwerkerschaft Güstrow hat 11 angeschlossene Innungen mit 350 Mitgliedsbetrieben, 2.500 Angestellten und fast 51 Millionen Euro gezahlten Bruttolöhnen.

Ausbau der Ganztagsbetreuung

Oldenburg: Bereits 10.000 zusätzliche Hortplätze geschaffen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern treibt den Ausbau der Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter voran. Der Bund stellt den Ländern und Kommunen dafür weitere Finanzmittel bereit. Das Kabinett hat heute die entsprechende Bund-Länder-Vereinbarung gebilligt. Zusammen mit den Mitteln aus dem ersten Investitionsprogramm stellt der Bund den Ländern und Kommunen insgesamt 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung.

„Ganztagsangebote sind wichtig für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am Erwerbsleben“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Die Landesregierung setzt den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026 schrittweise um. Hort und Schule sollen enger zusammengeführt werden, um die ganztägige Bildung zu stärken. In den vergangenen Jahren haben die Landkreise und kreisfreien Städte große Anstrengungen unternommen und mit Hilfe von Landes- und Bundesmitteln mehr als 10.000 zusätzliche Hortplätze geschaffen. Das ist ein Anstieg um mehr als 20 Prozent“, so Oldenburg.

Gefördert werden Investitionen für den Neubau, den Umbau oder die Erweiterung einschließlich des Erwerbs von Gebäuden und Grundstücken sowie die Ausstattung ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote. Darunter fallen auch energiesparende Sanierungen. Förderfähig sind Vorhaben, die bis 31. Dezember 2027 abgeschlossen werden.

Für den Ganztagsausbau stehen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt ca. 78 Millionen Euro zur Verfügung. Der Bund stellt 54,5 Millionen Euro bereit. Das Land und die öffentlichen und freien Träger stellen jeweils 11,7 Millionen Euro bereit.

Ab dem Schuljahr 2026/2027 gibt es für Grundschulkinder einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Dieser gilt zunächst für Grundschulkinder der Jahrgangsstufe 1 und wird in den Folgejahren um je eine Klassenstufe ausgeweitet. Damit wird ab dem 1. August 2029 jedes Grundschulkind der Jahrgangsstufen 1 bis 4 einen Anspruch auf ganztägige Betreuung haben.

Bestenehrung für IHK-Absolventen

Schwerin – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat am Montag in Schwerin Zeugnisse an die besten Absolventen der IHK-Winterprüfungen 2022 überreicht. Insgesamt hatten sich rund 450 Auszubildende den Facharbeiterprüfungen gestellt; 32 Absolventen aus 18 Ausbildungsberufen erhielten eine Ehrung.

„Für die 32 Nachwuchskräfte ist der Karrierestart gelungen. Sie haben gute Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Fähige und engagierte Mitarbeitende sind die Grundlage für erfolgreich am Markt agierende Betriebe und Unternehmen. Die wichtigste Aufgabe ist jetzt die Sicherung eines qualifizierten Fachkräftenachwuchses.

Es ist wichtig, dass die Unternehmen frühzeitig ihre Auszubildenden an sich binden und ihnen eine Berufsperspektive bieten. Dazu gehören attraktive Rahmenbedingungen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, guter Lohn und zukünftige Karrierechancen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer vor Ort.

Die Absolventen (elf Frauen, 21 Männer) kommen aus den Ausbildungsberufen Chemielaborant, Elektroniker Betriebstechnik, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, Fachinformatiker für Systemintegration, Fachkraft im Fahrbetrieb, Fachkraft für Systemintegration, Fachlagerist, Industriekaufmann, Industriemechaniker, Kaufmann für Büromanagement, Kaufmann für Dialogmarketing, Kaufmann im Einzelhandel, Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Maschinen- und Anlagenführer, Veranstaltungskaufmann, Verkäufer, Werkzeugmechaniker und Zerspanungsmechaniker.

„Die Wirtschaft bietet Chancen für gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte. Die Absolventinnen und Absolventen haben mit ihren herausragenden Leistungen ideale Voraussetzungen, um durch Weiterbildung beruflich voran zu kommen und sich eine Karriere in Mecklenburg-Vorpommern aufzubauen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Lernwilligen bei weiteren Qualifikationen“, sagte Meyer.

Für berufliche Weiterbildungen stellt das Land Unterstützungen bereit, beispielsweise in Form von Bildungsschecks aus der Qualifizierungsrichtlinie. Unternehmen fast aller Branchen können für branchenübergreifende und branchenspezifische Fortbildungsmaßnahmen ihrer Beschäftigten mit Bildungsschecks gefördert werden.

Zudem gibt es Landesprogramme wie beispielsweise das „Meister-Extra“ – danach erhält jeder Absolvent 2.000 Euro nach erfolgreichem Meisterabschluss plus 3.000 Euro für jede Beste oder jeden Besten ihres Gewerkes.

Wichtige Angebote für die Inklusion

„Kleine Schulwerkstatt“ und „Familienklassenzimmer“ 

Schwerin – Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung erhalten in Mecklenburg-Vorpommern eine zielgerichtete Förderung. Mit besonderen Angeboten wie der Kleinen Schulwerkstatt an Grundschulen und dem Familienklassenzimmer, bei dem auch Eltern aktiv eingebunden werden, soll das Miteinander noch besser gelingen. Mädchen und Jungen sollen zudem mehr Erfolg im Unterricht haben. Beide Angebote sind Teil der Inklusionsstrategie für das Bildungssystem, die das Land Schritt für Schritt umsetzt.

„Die Kleine Schulwerkstatt an Grundschulen und das Familienzimmer sind wichtige Präventions- und Inklusionsangebote, um Kinder für den Unterricht zu stärken. Diese Angebote sind sehr erfolgreich“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg bei der Vorstellung an der Grundschule Kröpelin.

„Das Kind darf nicht erst in den Brunnen fallen. Wir setzen mit der Förderung so früh wie möglich an. Wir bieten Teilhabe, weil Schülerinnen und Schüler besondere Förderangebote an einer Regelschule erhalten. Die Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung gelingt in Mecklenburg-Vorpommern in einem gestuften flexiblen System. Kinder und Jugendliche erhalten so viel individuelle Förderung wie notwendig und so viel gemeinsamen Unterricht wie möglich“, erläuterte die Ministerin.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es an 14 Standorten eine Kleine Schulwerkstatt an Grundschulen, weitere fünf Standorte sind in Planung. Dort werden Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 beschult.

Für die Aufnahme ist eine Diagnostik durch den Zentralen Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie erforderlich. Ziel ist es, die Selbst-, Sozial- und Lernkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Diese kleinen Schulwerkstätten werden in der Regel von einer Lehrkraft für Sonderpädagogik geleitet, die von einer pädagogischen Fachkraft (upF) unterstützt wird.

Im Familienklassenzimmer werden Schülerinnen und Schüler im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung (Verhalten) an einem Tag in der Woche gemeinsam mit ihren Eltern unterstützt und gefördert. Ein sonderpädagogischer Förderbedarf muss nicht vorhanden sein. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es an 59 Standorten ein Familienklassenzimmer an Grundschulen oder an weiterführenden Schulen. Maximal sechs Familien mit jeweils einem Kind können dort betreut werden. Wichtig ist, dass Eltern und Lehrkräfte gemeinsam mit dem Kind arbeiten. Voraussetzung dafür ist ein enger Austausch von Lehrkräften und Erziehungsberechtigten.

In der Grundschule „Am Mühlenberg“ in Kröpelin gibt es eine Kleine Schulwerkstatt und ein Familienklassenzimmer. In der Kleinen Schulwerkstatt der Schule lernen etwa fünf bis sechs Schülerinnen und Schüler gemeinsam. Das Angebot des Familienklassenzimmers besteht für jeweils zwei Familien in einem Zeitraum von sechs bis acht Wochen. In der Regel werden die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern vier Stunden an einem Tag in der Woche begleitet und unterstützt. Drei Lehrkräfte haben sich für die Elternarbeit fortgebildet und entsprechende Veranstaltungen des Instituts für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) besucht.

Programm für Schulabschlüsse

Oldenburg: Neue Maßnahmen für Schul- und Berufsabschlüsse unterstützten Jugendliche

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern baut die Förderangebote und Möglichkeiten zur Unterstützung weiter aus, damit weniger Schülerinnen und Schüler die Schule ohne einen bundesweit anerkannten Schulabschluss verlassen. Zum einen verbessert das Land die individuelle Förderung der Jugendlichen und die Berufsorientierung.

Zum anderen stärkt es die Kompetenzen der Jugendlichen in den Kernfächern und baut erfolgreiche Angebote aus. Auch die Kommunikation zwischen Schule, Wirtschaft, Schülerinnen, Schülern und Eltern gewinnt weiter an Bedeutung.

„Wir haben in den vergangenen Jahren bereits Erfolge erreicht, weil weniger Jugendliche die Schule ohne einen Schulabschluss verlassen haben“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Wir dürfen aber nicht nachlassen und schaffen weitere Angebote, damit sich für Schülerinnen und Schüler die Chancen auf einen Abschluss weiter erhöhen. Ein Schulabschluss ist die Voraussetzung, damit Jugendliche erfolgreich ins Berufsleben starten können. Jede Jugendliche und jeder Jugendliche wird gebraucht, weil Unternehmen wegen des Fachkräftemangels heute händeringend Personal suchen. Zudem ist das Angebot an freien Ausbildungsplätzen derzeit besonders groß. Diese Gelegenheit können Jugendliche für sich nutzen“, so Oldenburg.

Im bundesweiten Vergleich ist seit 2011 die Quote an Schülerinnen und Schülern ohne Berufsreife am deutlichsten in Mecklenburg-Vorpommern gesunken. Im Jahr 2011 lag sie noch bei 13,3 Prozent, 2020 mit 919 Schülerinnen und Schülern bei 7 Prozent. Im Jahr 2021 ist sie durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie wieder gestiegen und lag bei 8,1 Prozent (1.075 Schülerinnen und Schüler).

Das Land hat viele Unterstützungsangebote eingerichtet, damit mehr Schülerinnen und Schüler die Schule mit einem bundesweit anerkannten Schulabschluss verlassen. Weitere Angebote sind in Planung. Sie alle sind im Landesprogramm „Auf dem Weg zum Schulabschluss“ zusammengefasst:

  • Stärkung der basalen Kompetenzen
  • Neues Berufsorientierungskonzept ab dem Schuljahr 2024/2025
  • Verstärkung des Deutsch- und Mathematikunterrichts sowie der Naturwissenschaften an weiterführenden Schulen ab dem Schuljahr 2024/2025
  • Weiterentwicklung des Produktiven Lernens und der „Berufsreife dual“
  • Orientierungsangebote an der Berufsschule für Unentschlossene einrichten
  • Freiwilliges 10. Schuljahr an Regionalen Schulen und Gesamtschulen ab dem Schuljahr 2023/2024 einführen
  • Ausbau der Digitalen Landesschulen
  • Lernstandserhebungen an Übergängen fest etablieren
  • Entwicklung eines Kompetenzprofils zur Unterstützung der Schülerpraktika
  • Frühwarn- und Beratungssystem an Schulen neu etabliert

Bewerbungsstart für die Landpartien 2023

Oldenburg: Vielfältige Einblicke in den Alltag der Lehrkräfte auf dem Land

Schwerin – Studierende der Lehrämter an Grundschulen, Regionalen Schulen und Gymnasien sowie der Sonderpädagogik können sich ab sofort für die LehrerbildungsLANDPARTIEN 2023 bewerben. Angesprochen sind Lehramtsstudierende, die sich für ein Praktikum im ländlichen Raum interessieren oder den Vorbereitungsdienst im ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern antreten wollen.

„Nach dem großen Erfolg unserer LehrerbildungsLANDPARTIEN 2019 und 2022 laden wir Lehramtsstudierende aller Fächer und Semester auch in diesem Jahr ein, sich ein Bild vom Schulleben und vom Alltag einer Lehrkraft auf dem Land zu machen. Ob im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte oder Ludwigslust-Parchim – bei der Landpartie erfahren sie, wo Lehrerinnen und Lehrer nicht nur gut arbeiten, sondern auch gut leben können“, wirbt Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wir haben tolle Schulen und Kollegien, lebenswerte Orte und Regionen. Die Landpartien bieten sehr gute Möglichkeiten, vor Ort persönliche Kontakte zu knüpfen und neue Perspektiven für die berufliche und private Zukunft zu entdecken.“

An den Vormittagen nehmen die Studierenden in kleinen Gruppen am Unterricht teil, sprechen mit Lehrkräften, Schulleitungen oder Schülervertretungen und erleben hautnah den Alltag des Lehrpersonals. Die Nachmittage und Abende dienen dem Austausch und geben Einblicke in das Leben und Arbeiten als Lehrkraft in der Region.

Daneben stehen auch Kultur- und Freizeitangebote auf dem Programm. Vertreterinnen der lokalen und regionalen Politik, der Welcome Center, der Schulen und der Vereine beantworten im persönlichen Kontakt Fragen nach Lebens- und Karriereperspektiven.

LehrerbildungsLANDPARTIE ROSTOCK 2023:

  • Start am Montag, 22. Mai 2023, ca. 14 Uhr
  • Ende am Mittwoch, 24. Mai 2023, ca. 16 Uhr

Montag, 22. Mai 2023: 16 bis 21 Uhr Kennenlern- und Eröffnungsveranstaltungen in Parchim

Dienstag, 23. Mai 2023 (parallele Schulbesuche ca. 9 bis 13 Uhr, anschließend Nachmittags- und Abendprogramm in Lübz):

  • Friedrich-Franz-Gymnasium, Parchim
  • Regionale Schule „J. W. v. Goethe“, Parchim
  • Goethe-Grundschule, Parchim
  • Schule am Alten Hafen, Parchim – Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Mittwoch, 24. Mai 2023 (parallele Schulbesuche ca. 9 bis 13 Uhr mit anschließendem Ausklang):

  • Eldenburg-Gymnasium Lübz
  • Regionale Schule Lübz
  • Grundschule Lübz
  • Schule am Neuen Teich, Lübz – Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen

LehrerbildungsLANDPARTIE GREIFSWALD 2023:

  • Start am Mittwoch, 31. Mai 2023, ca. 14 Uhr
  • Ende am Freitag, 2. Juni 2023, ca. 16 Uhr

Mittwoch, 31. Mai 2023, 16 bis 21 Uhr Kennenlern- und Eröffnungsveranstaltungen in Neustrelitz

Donnerstag, 1. Juni 2023 (parallele Schulbesuche mit Nachmittagsprogrammen ca. 9:30 bis 16:30 Uhr, anschließend Abendveranstaltung in Neustrelitz):

  • Albert-Einstein-Gymnasium, Neubrandenburg (AEG)
  • Integrierte Gesamtschule (IGS) „Vier Tore“, Neubrandenburg
  • Regionale Schule „Am Lindetal“, Neubrandenburg
  • Grundschule Datzeberg, Neubrandenburg

Freitag, 2. Juni 2023 (parallele Schulbesuche ca. 9 bis 13 Uhr mit anschließendem Ausklang):

  • „neue friedländer gesamtschule (nfg)“, Kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (KGS), Friedland
  • Grundschule „Am Wall“, Friedland

Die Kosten für Beförderung, Übernachtungen und Basisverpflegung sowie alle didaktischen und schulischen Angebote tragen die Veranstalter.

Das Bildungsministerium arbeitet dabei eng mit dem landesweiten Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung, dem ZLB der Universität Rostock, sowie dem Greifswalder Universitätszentrum für Lehrer*innenbildung und Bildungsforschung zusammen.

Mehr Informationen und Online-Bewerbung unter: www.lehrer-in-mv.de/lehramt-studieren/landpartie

Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie

Meyer: Mehr Forschung und Entwicklung ermöglichen

Greifswald – In Greifswald ist das neue Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie feierlich eröffnet worden. „Mit dem neuen Zentrum werden weitere Kapazitäten geschaffen, um jungen Unternehmen gute Voraussetzungen zu bieten, Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen und sich im Wettbewerb zu etablieren. Gleichzeitig gibt es den Bedarf existierender Unternehmen, an diesem Standort zu erweitern. Das Zentrum ist wichtig, um mehr Forschung und Entwicklung in der Hansestadt zu ermöglichen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer am Donnerstag.

Das neue Zentrum soll als fachspezifisches Forschungs-, Dienstleistungs- und Gründerzentrum eine auf die Bereiche Bioökonomie und Plasmatechnologie ausgerichtete Infrastruktur für vorrangig kleine und mittlere Unternehmen bereitstellen. „Die Branchen industrielle Biotechnologie (Bioökonomie) und Plasmatechnologie in einem Komplex zu verbinden, ist neuartig. Auf diese Weise wird die infrastrukturelle Voraussetzung für eine räumlich und thematisch konzentrierte Zusammenarbeit bei der Erforschung, Entwicklung und Anwendung von biomedizinischer und plasmabasierter Technologie ermöglicht“, erläuterte Meyer weiter.

Es wurden zusätzliche Kapazitäten für Neu- und Ausgründungen im Bio- und Plasmabereich etabliert. Daneben wurden Bereiche für Umsiedlungen und Erweiterungen bereits im BioTechnikum angesiedelter Unternehmen sowie Forschergruppen geschaffen.

Im Betriebsteil Plasma sind neben Büro- und Laborflächen auch Produktionsflächen errichtet worden, um neue Plasmaanwendungen zu testen, zur Einsatzreife in der Industrie zu bringen und marktreife Produkte in Serie zu produzieren. Der Betriebsteil Biotechnologie beinhaltet Forschungs-, Produktions- und Aufarbeitungsflächen für die industrielle Bioökonomie. „Es sollen perspektivisch direkt etwa 240 Arbeitsplätze bei den künftigen Nutzern des Zentrums entstehen“, sagte Meyer.

Wirtschaftsminister Meyer machte deutlich, dass sich das Land intensiv für den Ausbau von Forschung, Entwicklung und Innovation (FEuI) einsetzt. In der EU-Förderperiode 2021 bis 2027 stehen für die Umsetzung der Regionalen Innovationsstrategie 2021 – 2027 insgesamt 266 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE VI-Mittel) für den Bereich der wirtschaftsnahen Forschung zur Verfügung.

„Die Mittel werden beispielsweise für die einzelbetriebliche FEuI-Förderung eingesetzt, für die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen der Verbundforschungsförderung sowie für wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen und Technologietransfer. Im Ergebnis entstehen hochwertige Arbeitsplätze, die Mecklenburg-Vorpommern weiter benötigt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer abschließend.

Die Gesamtinvestitionen für das Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie belaufen sich auf ca. 40 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben voraussichtlich mit etwa 19,5 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).