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Kategorie: Städte und Gemeinden

Delbrückstraße in Heringsdorf freigegeben

Insel Usedom – Verkehrsminister Reinhard Meyer hat am Mittwoch die Delbrückstraße im Ostseebad Heringsdorf (Insel Usedom) nach umfangreichen Baumaßnahmen offiziell für den Verkehr freigegeben.

„Der Ausbau der Delbrückstraße inklusive der Nebenstraßen ist ein wichtiges Projekt für die Gemeinde. Eine Reihe von größeren Hotels, Appartementhäusern, Pensionen sowie Wohn- und Geschäftshäusern liegen direkt an der Straße. Gäste, Anwohner und Geschäftskunden müssen störungsfrei an- und abfahren können. Mit der Umgestaltung der Straße wird der Verkehr deutlich besser fließen. Davon profitieren alle“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer vor Ort.

Das gesamte Vorhaben umfasst unter anderem auch die Puschkinstraße, den Neuen Weg und den Eichenweg in Heringsdorf sowie die Erweiterung von Goethe- und Grenzstraße in Ahlbeck. Insgesamt sind auf der Straße rund 2,4 Kilometer ausgebaut und erneuert worden. Es mussten die Ver- und Entsorgungsleitungen (Gas, Wasser, Abwasser, Regenwasser, Elektro, Telekommunikation) neu gelegt werden.

Ergänzend sind 17 Stellflächen für Auto und Fahrräder sowie zwei Stellplätze für Busse entstanden. „Direkt an der Delbrückstraße liegt auch das vor zwei Jahren neu eröffnete Tourismus-Service-Zentrum. Hier bietet sich Gästen und Anwohnern eine attraktive Anlaufstelle mit wechselnden Ausstellungen und einer großen Bibliothek. Jetzt ist die Tourismus-Information noch besser zu erreichen“, sagte Meyer.

Die Gesamtinvestition für die Baumaßnahme beträgt voraussichtlich rund 7,1 Millionen Euro. Das Wirtschafts- und Verkehrsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) voraussichtlich in Höhe von rund sechs Millionen Euro.

16.500 ukrainische Kriegsflüchtlinge in M-V

Christian Pegel dankt Helfern für unermüdlichen, andauernden Einsatz

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern halten sich nach behördlicher Kenntnis zurzeit mindestens 16.500 ukrainische Schutzsuchende auf. Von ihnen waren mit Stand 22. April 13.700 im Ausländerzentralregister erfasst.

„Besonders freut mich, dass nur ein sehr kleiner Teil dieser Menschen – Stand heute Vormittag waren es rund 1.600 – in Notunterkünften untergebracht ist. Der weit überwiegende Teil von ihnen hat ein Obdach in einem längeren Aufenthalt dienenden Unterkünften gefunden“, sagte Innenminister Christian Pegel heute in Schwerin.

Mehr als 18.500 Plätze für Ukraine-Flüchtlinge in M-V

Pegel würdigte die Leistungen der Landkreise und kreisfreien Städte, die außerordentlich schnell die erforderlichen Unterbringungskapazitäten aufgebaut haben: „Wir hatten sie Ende März aufgefordert, eine Anzahl von Plätzen zu schaffen, die ein Prozent ihrer Bevölkerung, für ganz M-V entspricht, also gut 16.000. Bereits seit einer Woche ist dieses Ziel übererfüllt: Es stehen landesweit mehr als 18.500 Plätze für die Unterbringung ukrainischer Schutzsuchender bereit, davon mit mehr als 11.000 der weit überwiegende Teil in komfortableren Dauerunterkünften. Davon sind aktuell circa 1.000 frei.“

Seit einigen Tagen bewege sich die tägliche Zahl der Neuankünfte auf relativ niedrigem Niveau. „Aber die Lage bleibt weiterhin dynamisch. Wir sind jedenfalls gut für weitere Ankünfte gewappnet. Auch weil wir wissen, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern mit geeinter Kraft und nicht zuletzt dank der engen Zusammenarbeit in unserem Landeskrisenstab eine solch‘ riesige Herausforderung hervorragend bewältigen können“, sagte der Innenminister.

Zugleich bedankte er sich bei den unzähligen Helferinnen und Helfern, die sich haupt- wie ehrenamtlich engagieren: „Ich bin nach wie vor überwältigt angesichts der gigantischen Hilfsbereitschaft, mit der so viele dem brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine begegnen. Ich spreche, höre und lese jeden Tag mit und von Menschen, die Unglaubliches leisten, um den Opfern dieses Krieges beizustehen, auf vielfältigste Art und Weise. Ganz gleich, ob sie Geld, Güter, Zeit oder Wärme spenden – ich danke Ihnen von Herzen für das, was Sie tun, um diesen Menschen auf der Flucht ein menschenwürdiges Leben in einem fremden Land zu ermöglichen, das sie nur aufgesucht haben, um ihr Leben zu retten.“

Der Bund weist den Ländern täglich die weiterhin nach Deutschland kommenden Schutzsuchenden aus der Ukraine nach einem Schlüssel zu. Dabei bleibe es eine ständige Herausforderung, diese Zuweisung gut abgestimmt zwischen den verschiedenen Ebenen – Bund, Ländern und Kommunen – zu organisieren, so der Minister. Eine besondere Herausforderung sei dabei, dass immer wieder weniger Personen einträfen als zunächst angekündigt war.

„Dies beruht insbesondere darauf, dass an den Abfahrtsorten nicht alle Schutzsuchenden die Namen der an den Bussen ausgewiesenen Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern kennen und häufig – verständlicherweise – keine Vorstellungen von unserem Bundesland haben. Mit diesen Herausforderungen kämpfen auch andere vor allem ländlich geprägte Bundesländer. Das macht die Herausforderungen vor Ort nicht kleiner. Aber es macht vielleicht eine Kette komplexer Vorgänge leichter nachvollziehbar“, so der Minister.

Landeseinrichtung Erstanlaufstelle bei Zuweisungen

Ihm sei bewusst, dass dies – sehr verständlich –  die Motivation der ehrenamtlich Helfenden beeinflusse, die sich neben Beruf und Privatleben Zeit nehmen, um den Ankommenden einen „herzlichen Empfang“ zu bereiten: „Häufig wird extra Essen gekocht, Dolmetscher sind vor Ort, medizinische Teams für die Erstversorgung und Corona-Tests stehen bereit und vieles mehr wird zu teils nächtlicher Uhrzeit organisiert und umgesetzt. Für diesen tollen Einsatz möchte ich mich ganz, ganz herzlich bedanken! Es ist nicht für jeden Menschen selbstverständlich, seine eigenen Bedürfnisse ein Stück weit beiseite zu schieben, um anderen, die in Not sind, zu helfen.“

Um die Kommunen an dieser Stelle zu entlasten und die Zahl der dort Ankommenden vorhersehbarer zu machen, werden seit Ostern die ukrainischen Schutzsuchenden, die der Bund M-V zuweist, zum Standort Nostorf-Horst der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes geleitet. Für sie stehen dort ca. 200 Betten bereit.

„Diese Menschen werden dort erstversorgt, einschließlich Corona-Test und Erfassung per PIK-Station. Ist alles erfolgt – im Durchschnitt nach vier bis fünf Tagen –, werden sie wie gehabt auf die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. Wir entlasten damit die Kommunen von diesen ersten Aufgaben und wollen zugleich dazu beitragen, die Motivation der vielen Helferinnen und Helfer vor Ort zu sichern. Wir und insbesondere die Menschen, die aus der Ukraine bei uns Schutz suchen, sind dringend auf unsere Unterstützung angewiesen.“

Täglich aktualisierte Informationen unter anderem zu Kapazitäten und Auslastung der Plätze, die Land, Landkreise und kreisfreie Städte für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine bereitstellen, finden Sie auch auf der Webseite des Innenministeriums.

Branchenübergreifende Dachmarke

Schulte: Neue Dachmarke „Greater Rostock“ vorgestellt / Gäste, Investoren und Fachkräfte für die Region begeistern

Kurzen Trechow – Im Gut Trechow (Kurzen Trechow, Landkreis Rostock) ist am Freitag eine neue branchenübergreifende Dachmarke der Region Rostock vorgestellt worden.

„Wir setzen uns mit allen Beteiligten aktiv dafür ein, dass die Region Rostock ein attraktiver Lebensraum bleibt, der sich ständig weiterentwickelt. Im Mittepunkt steht dabei auch die Frage, wie es neben den Einwohnern auch gelingen kann, Gäste, Investoren und Fachkräfte für die Region zu begeistern. Der demographische Wandel wird in den kommenden Jahren stärker dazu führen, dass uns Arbeitskräfte fehlen. Wir müssen die Werbung dafür daher verstärken“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte vor Ort.

Über zwei Jahre lang haben verschiedene Akteure aus der Region Rostock, beispielsweise von der Stadt und dem Landkreis Rostock, über die IHK zu Rostock, Region Rostock Marketing Initiative e. V., Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg e. V. bis zum Welcome Center Ideen gesammelt und eng an der Entwicklung einer Marke gearbeitet. Unter der Dachmarke „Greater Rostock“ sollen Partner der Regiopolregion Rostock künftig mit einem einheitlichen Bild auftreten. Ziel ist es, die Identifikation und die Wirksamkeit der Dachmarke „Greater Rostock“ kontinuierlich auszubauen.

„Die Region Rostock kann sich zukünftig unter einer eigenen Dachmarke noch enger gemeinsam mit den Partnern präsentieren, um vor Ort, aber auch im Land und sogar international die Vorzüge der Region herauszustellen. Gleichzeitig kann dadurch auch die Wettbewerbsfähigkeit der Region gestärkt werden“, betonte Schulte weiter.

Durch den demographischen Wandel werden bis 2025 fast 28.000 Menschen weniger im erwerbsfähigen Alter in der Regiopolregion Rostock leben. „Beim Thema Fachkräftewerbung sind wir in Konkurrenz zu vielen anderen Regionen, die vor ähnlichen demographischen Herausforderungen stehen wie unser Bundesland. Um erfolgreich Arbeits- und Fachkräfte anzuwerben, brauchen wir ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Ein attraktives Jobangebot ist in den seltensten Fällen ausreichend, damit jemand aus einem anderen Ort oder gar einem anderen Land hierherzieht. Natürlich brauchen wir passende Werbemaßnahmen, aber wir brauchen auch attraktiven Wohnraum, moderne Schulen für die Kinder und kulturelle und gastronomische Angebote für die Freizeit. Die Landesregierung arbeitet an der Verbesserung der Rahmenbedingungen hierfür“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Schulte weiter.

Die Weiterentwicklung der Regiopolregion Rostock bleibt auch in den kommenden Jahren ein Thema, für das sich das Land einsetzen wird. „Ein wertvolles Instrument ist dabei das ´Regionalbudget´, über das das Wirtschaftsministerium den Regionalen Planungsverbänden Mittel für die Förderung von Projekten zur Verfügung stellt und über das auch die Entwicklung der regionalen Dachmarke gefördert werden konnte“, so Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte abschließend.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt „Internationalisierung und Entwicklung einer Dachmarke für die Regiopolregion Rostock“ im Rahmen des Regionalbudgets des Planungsverbandes Region Rostock mit rund 195.400 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 262.200 Euro.

Neues Werk für Hightech-Kunststoffe

Eppendorf baut in Wismar neues Werk für Hightech-Kunststoffe zur Anwendung im Labor

Wismar – Die weltweit agierende Eppendorf Gruppe baut in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Werk für hochwertige Laborverbrauchsmaterialien aus funktionellen Hightech-Kunststoffen. Dafür erwirbt das Hamburger Life Science Unternehmen ein ehemaliges Produktionsgelände am Standort der MV Werften Fertigmodule Property GmbH in Wismar. Das Gelände umfasst mehr als 20.000 m2 Nutzungsfläche mit Produktions- und Lagerflächen sowie Büro- und Nebengebäuden. Der Produktionsstart erster Hightech-Kunststoffmaterialien ist für Ende dieses Jahr geplant.

„Wir sind sehr glücklich, dass Eppendorf in Wismar einen Standort mit idealen Rahmenbedingungen für die Umsetzung seiner Wachstumsstrategie gefunden hat. Der neue Produktionsstandort, den wir hier zügig aufbauen werden, ermöglicht es Eppendorf, sein sehr erfolgreiches Geschäft mit Laborverbrauchsmaterialien konsequent auszubauen“, so Dr. Peter Fruhstorfer, Co-Vorstandsvorsitzender der Eppendorf SE. „Hier in Wismar haben wir alles, was wir für eine erfolgreiche Erweiterung unserer Produktionskapazitäten brauchen: genügend Platz, eine sehr gute Gebäudeinfrastruktur, ideale Verkehrsanbindungen und viele bestens ausgebildete Fachkräfte in der Region, die wir für Eppendorf als Arbeitgeber begeistern wollen.“

In Wismar wird Eppendorf hochwertige Kunststoffprodukte für den Weltmarkt herstellen, die für das wissenschaftliche Arbeiten im Labor zwingend erforderlich sind. Dazu gehören beispielsweise Pipettenspitzen oder Reaktionsgefäße für die Bearbeitung von Laborproben. Weltweit wächst der Markt seit Jahren kontinuierlich und erhielt einen zusätzlichen Schub durch die Corona-Pandemie. Dies ist ein globaler Trend, der auch in den kommenden Jahren anhalten wird und an dem Eppendorf mit dem neuen Werk in Wismar gezielt teilhaben will.

„Die Ansiedlung der Eppendorf Gruppe ist in doppelter Hinsicht ein Gewinn für die Region. Ein Unternehmen aus einer zukunftsträchtigen Branche, das hochwertige Arbeitsplätze neu schafft, wird die Wirtschaftskraft unseres Landes stärken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer. „Hochwertige Laborverbrauchsmaterialien wie Pipettenspitzen und Reaktionsgefäße für Laboratorien, Krankenhaus-, Diagnostik-, Chemie-, Pharma- und Biotec-Labore weltweit werden künftig hier am Standort gefertigt. Zudem ist eine attraktive Zukunftsperspektive für den Werftstandort Wismar entstanden. Bei der Mitarbeitergewinnung möchte das Unternehmen ausdrücklich auch Fachkräften aus der Transfergesellschaft der MV Werften neue Perspektiven bieten.“

Dr. Christoph Morgen, Insolvenzverwalter der MV Werften Gruppe, erklärte in diesem Zusammenhang: „Wir haben eine breit angelegte Investorensuche vorgenommen, unter anderem in den Fertigungsbranchen Bau, Jachten und Camping. Hinzu kam der von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hergestellte Kontakt zur Eppendorf SE als Interessentin. Innerhalb von nur sechs Wochen ist es uns gelungen, gemeinsam eine gute und nachhaltige Lösung zu schmieden. Mit Eppendorf siedelt sich eine Zukunftsindustrie in Wismar an, die neue Arbeitsplätze ermöglicht und ehemaligen Mitarbeitern der MV Werften umfangreiche Umschulungsangebote machen wird.“

Das Stammwerk für die Herstellung von Hightech-Kunststoffprodukten im schleswig-holsteinischen Oldenburg wurde in den vergangenen Jahren massiv erweitert und stellte 2021 rund vier Milliarden Hightech-Kunststoffprodukte her. Inzwischen gibt es in Oldenburg nur noch begrenzte Ausbaureserven für weiteres Wachstum am Standort.

„Wir sind im Vorstand sehr zuversichtlich, dass Eppendorf mit seinem neuen Standort in Wismar die Möglichkeit hat, die Zukunft und das Wachstum des Geschäfts mit Verbrauchsmaterialien genau nach unseren Vorstellungen gestalten zu können“, sagte Dr. Peter Fruhstorfer und ergänzte, es komme nun darauf an, möglichst schnell die Produktion aufzunehmen und gezielt Fachkräfte für den neuen Standort zu finden. Damit werde bereits in Kürze begonnen.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Eppendorf ist ein führendes Life-Science-Unternehmen und entwickelt, produziert und vertreibt Systeme für den Einsatz in Laboren auf der ganzen Welt. Unterteilt in die vier Kerngeschäftsfelder Liquid Handling, Consumables, Separation & Instrumentation und Lab Solutions umfasst das Produktportfolio beispielsweise Pipetten, Pipettenspitzen, Zentrifugen, Mischer und Ultra-Tiefkühlgerate. Darüber hinaus bietet Eppendorf eine breite Palette von hochwertigen Verbrauchsartikeln an. Die Division Lab Solutions arbeitet an digitalen Lösungen für komplette Laborarbeitsablaufe.

Die Erzeugnisse von Eppendorf werden in akademischen oder industriellen Forschungslaboren, zum Beispiel in Unternehmen der Pharma- und Biotech- sowie Chemie- und Lebensmittelindustrie, eingesetzt. Aber auch in klinischen oder umweltanalytischen Laboratorien, in der Forensik und in industriellen Laboren der Prozessanalyse, Produktion und Qualitätssicherung werden die Produkte von Eppendorf verwendet.

Eppendorf ist seit 1945 aktiv, hat seinen Hauptsitz in Hamburg und beschäftigt weltweit über 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Konzern besitzt Tochtergesellschaften in 33 Ländern und ist über Vertriebspartner auf allen Kontinenten und in allen wichtigen Märkten vertreten.

Wanderweg auf Rügen wird eröffnet

Insel Rügen – Am kommenden Samstag (23.04.2022) eröffnet Minister Dr. Till Backhaus auf der Insel Rügen den Wanderweg „Rund um Middelhagen“. Los geht es um 10 Uhr an der Kurverwaltung, Dorfstraße 4 in Middelhagen.

Der Wanderweg ist etwa acht Kilometer lang und führt durch die Orte Middelhagen, Alt Reddevitz und Mariendorf. Entlang des Wanderwegs sind 13 Audioguide-Stationen installiert, welche über Geschichte, Flora, Fauna und alte Sagen informieren. Interessierte lernen zum Beispiel etwas über die Bedeutung der Schutzzone, die heilende Kraft des Waldes, den historischen Gutshof und zur Entstehung der Insel Rügen.

„Wandern ist nicht nur gut für die Gesundheit, man kann hierbei die Natur erleben, den Kopf frei bekommen und die Region erkunden. All das wird durch die neuen Audio­­­guide-Stationen noch abwechslungsreicher und interessanter, auch für junge Menschen. Der hier geschaffene Wanderweg ist ein hervorragendes Beispiel für nachhaltigen Tourismus. Hier verbinden sich Erholung mit Heimatkunde und Umweltbildung“, so der Minister.

Der Rundwanderweg ergänzt das bereits bestehende Wanderwegnetz von 250 Kilometern im Biosphärenreservat Südost-Rügen.

Ideengeber für das Projekt ist der Vorsitzende des Tourismus- und Gewerbevereins Mönchgut e. V., Karl-Heinz Ließmann. Der Bürgermeister der Gemeinde Ostseebad Mönchgut, Dr. Detlef Besch, hat die Idee weiter vorangetrieben.

Die Erarbeitung erfolgte im Rahmen des Netzwerkprojektes „Netzwerk für nachhaltige Entwicklung in der UNESCO Biosphärenreservatsregion Südost-Rügen“ in Trägerschaft des INSULA RUGIA e.V., dem Förderverein des Biosphärenreservates.

Bei der Umsetzung waren das Biosphärenreservatsamt und die Gemeinde Ostseebad Mönchgut involviert. Finanziert wurde es durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und das Land Mecklenburg-Vorpommern. Die Investitionssumme lag bei rund 220.000 Euro.

Passend zu der Gelegenheit eröffnet Dr. Backhaus am Sonnabend den diesjährigen Rügener Wanderfrühling. Die Veranstaltung schaut bereits auf eine zehnjährige Tradition zurück. Sie dauert immer zwei Wochen, dieses Jahr vom 23. April bis 8. Mai.

Das Angebot umfasst 122 Veranstaltungen an 22 Orten. Es gibt unter anderem Rund-, Strecken-, Strand- und Rangerwanderungen, kulinarische Führungen, Fotosafaris, Fledermaus- und Wildkräuterwanderungen, literarische Spaziergänge sowie historische Ortsführungen. Das Programm beinhaltet auch spezielle Angebote für Kinder. Neu ist die Rubrik „Wandern mit Locals“, bei der Einheimische den Gästen ihre Lieblingstouren abseits der touristischen Hotspots vorstellen.

Der Wanderfrühling wird vom Tourismusverband Rügen und zahlreichen Partnern ausgerichtet.

Mehr als ein Drittel der Veranstaltungen finden im Biosphärenreservat Südost-Rügen statt. Die Ranger stellen „ihre“ Naturschutzgebiete vor. Auf sechs Wanderungen werden Gebiete von hervorragender Schönheit erkundet. Dazu zählen die Goor, das Göhrener Nordperd, die Zicker Berge und die Granitz.

„Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und die herausragende Arbeit. Solche Projekte sind nicht nur eine Bereicherung für die Attraktivität der Insel. Sie dienen auch als Leuchtturmprojekte, sie sind beispielgebend für andere Regionen“, so der Minister.

Neuer Liegeplatz im Rostocker Überseehafen

 Meyer: Rostocker Seehafen macht sich mit dem Vorhaben zukunftsfest/Kaianlage auf 360 Meter Länge ausgerichtet

Rostock – Heute ist der offizielle Start des Neubaus von Liegeplatz 31/32 im Rostocker Überseehafen erfolgt. „Die beiden Liegeplätze gehören mit zu den ältesten Liegeplätzen im gesamten Hafengebiet Rostocks, die bereits mit der Errichtung des Hafens vor circa 60 Jahren gebaut wurden. Aufgrund des schlechten baulichen Zustandes drohte nun eine Sperrung der Kaianlage. Es muss dringend in die Infrastruktur vor Ort investiert werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer vor Ort.

Im Zuge des jetzt geplanten Neubaus soll die Kaianlage auf einer Länge von rund 360 Meter für den zunehmenden Umschlag von normierten Großladungseinheiten mit größeren Gewichten hergerichtet werden.

„Vor allem durch die Erhöhung der Flächenbelastbarkeit (von derzeit 2,0 Tonnen je m² auf 5,0 Tonnen je m²) soll in Bezug auf die Gutarten eine hohe Flexibilität erreicht werden“, so Meyer. Für die Ladungsbereiche Stückgut, Schüttgut und Projektladungen sollen die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden, die für die künftige Beanspruchung von Kaianlagen und Flächen erforderlich sind. Weiterhin soll mit der Ertüchtigung der künftigen Schiffsgrößenentwicklung, speziell in Bezug auf den Tiefgang, Rechnung getragen werden. Darüber hinaus sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, weitere Geschäftsfelder, wie zum Beispiel Kreuzschifffahrt, an diesen Liegeplätzen zu realisieren.

„Mit der baulichen Ertüchtigung werden hafenwirtschaftliche Akquisitionsmöglichkeiten für Projekt- und Stückgutladungen verbessert. Der Rostocker Seehafen macht sich mit dem Vorhaben zukunftsfest“, erläuterte der Wirtschaftsminister weiter.

Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich auf rund 23 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium wird das Vorhaben voraussichtlich mit rund 14 Millionen Euro unterstützen. Der Förderantrag wird gegenwärtig im Landesförderinstitut geprüft. „Investitionen in die Verkehrs- und Hafeninfrastruktur sind die wesentlichen Grundlagen für den Erfolg der Häfen in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Wirtschafts- und Infrastrukturminister Reinhard Meyer abschließend.

Land wirbt um Lehrkräfte im ländlichen Raum

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern unternimmt in diesem Frühjahr große Anstrengungen, um junge Lehrkräfte für den Schuldienst zu gewinnen. Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung hat dazu gemeinsam mit dem landesweiten Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) eine Reihe von Veranstaltungen geplant.

Unterstützt werden die beiden Partner dabei durch das Greifswalder Universitätszentrum für Lehrer*innenbildung und Bildungsforschung (GULB). Am 18. Mai und 30. Mai 2022 starten die beiden LehrerbildungsLANDPARTIEN, für die sich interessierte Lehramtsstudierende bereits jetzt anmelden können.

„Wir knüpfen an bewährte Formate und ein erfolgreiches Pilotprojekt an, um interessierten Nachwuchslehrkräften die umfangreichen Möglichkeiten aufzuzeigen, an Schulen auf dem Land zu arbeiten. Dabei werden sie auch erfahren, dass das Leben in Dörfern und Kleinstädten in Mecklenburg-Vorpommern durchaus attraktiv ist“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Wenn angehende Lehrerinnen und Lehrer erst einmal persönliche Kontakte geknüpft und die Schulen und Orte selbst erlebt haben, geben sie einem Praktikum oder Referendariat an einer Schule im ländlichen Raum überhaupt erst eine Chance, in die engere Wahl zu kommen. Sie erleben dann, dass die Einstiegsmöglichkeiten und Berufsperspektiven gar nicht schlecht sind, denn diese Schulen zeichnen oft kleinere Klassen und eine persönliche Atmosphäre aus. Der Referendarzuschlag in Höhe von 20 Prozent an Schulen im ländlichen Raum rundet unser Angebot ab“, erläuterte die Ministerin.

Für die Veranstaltungen können sich Interessierte, die ein Praktikum oder Referendariat bzw. einen Direkteinstieg an einer Schule im ländlichen Raum des Landes erwägen, ab sofort registrieren.

„Mit den Schulmessen, die wir seit November 2017 mit wachsendem Anklang an den Standorten Rostock und Greifswald durchführen, und der 2019 erstmals durchgeführten LehrerbildungsLANDPARTIE, haben wir gezeigt, dass die Schulen im ländlichen Raum interessieren und begeistern können“, sagte die Direktorin des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung, Prof. Carolin Retzlaff-Fürst.

„Diese Formate haben wir evaluiert und weiterentwickelt, ausgeweitet bzw. geschärft. Aus diesen Evaluationen, und auch aus der Studie zur Niederlassungsbereitschaft von Lehramtsstudierenden 2017/2018, wissen wir, dass sie bereit sind, sich in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommern niederzulassen“, so Prof. Retzlaff Fürst. „Die Schulmessen und Landpartien geben ihnen die konkrete Möglichkeit, persönlich die Schulen bei sich an der Uni, aber auch vor Ort in den Regionen kennenzulernen.“

Referendarinnen und Referendare können während des Vorbereitungsdienstes einen Zuschlag in Höhe von 20 Prozent zu ihren Bezügen erhalten, wenn sie sich auf die schulbezogenen Stellen für die Einstellung zum 1. Oktober und 1. April eines jeden Jahres bewerben. Voraussichtlich Mitte Mai startet die vierwöchige Bewerbungsphase für den 1. Oktober 2022.

Südbahn: Saisonstart zum Osterfest

Meyer: Zusätzliche Fahrten sind touristische Bereicherung in der Mecklenburgischen Seenplatte

Waren  an der Müritz – Zum Osterfest startet an den Wochenenden der Saisonverkehr der Südbahn – unter anderem werden von Parchim über Lübz und Karow nach Plau am See (RB19) sowie zwischen Waren (Müritz), Malchow und Plau (RB15) zusätzliche Fahrten angeboten.

„Die Südbahnstrecke ist eine touristische Bereicherung in der Mecklenburgischen Seenplatte. Neu ist in diesem Jahr, dass die RB15 von Waren (Müritz) über Malchow bis Plau am See verlängert wird Das Fahrplankonzept ist gemeinsam mit den beteiligten Bus- und Eisenbahnunternehmen im Landkreis sowie der Bürgerinitiative Südbahn abgestimmt. So können Urlauber bequem und einfach die schönsten Ziele der Region mit dem Zug oder dem Bus entdecken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

An Ostern und ab Christi Himmelfahrt bis zum 11. September 2022 bedient die RB15 an Samstagen und Sonntagen im Zwei-Stunden-Takt zusätzliche Stationen in Alt Schwerin, Karow (Meckl) und Plau am See. Für Reisende aus westlicher Richtung startet die RB 19 dieses Jahr mit fast doppelt so vielen Fahrten und erstmalig im Zwei-Stunden-Takt auf der Strecke zwischen Parchim, Lübz, Passow (Meckl), Gallin, Karow (Meckl) bis nach Plau am See.

In Hagenow Land besteht Anschluss an die Züge des RE1 aus/in Richtung Hamburg. Zudem wird es in Parchim auch wieder passende Anschlusszüge aus/in Richtung Schwerin (RB13) geben. Der Zwei-Stunden-Takt der Regionalzüge wird durch ein stündliches Busangebot der Linie 77 (VLP – Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim) von Plau am See nach Malchow ergänzt. Zusätzlich haben Reisende die Möglichkeit, an den Bahnhöfen in Parchim, Lübz und Plau einen Rufbus zu bestellen (Rufbus VLP).

„Mit dem neuen integrierten Fahrplan aus Bahn, Linienbus und Rufbus werden die Verkehrsleistungen auf der Südbahn auf ein neues Niveau gehoben. Ich freue mich über die Zusammenarbeit zwischen allen Verkehrsträgern und ganz besonders über die weitreichende Fahrscheinanerkennung untereinander“; sagte Stefan Lösel, Geschäftsführer Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH (VLP).

Clemens Russell von der Bürgerinitiative Südbahn ergänzte: „Durch gemeinsames Handeln konnten die Angebote im Südbahn Saisonverkehr 2022 deutlich verbessert werden. Wir bedauern aber die fehlende Anbindung von Berlin über Pritzwalk nach Plau in diesem Jahr. Grundsätzlich gilt: Wer Bahn und Bus benutzt, ist der Gewinner der Mobilität von Morgen, und dies nicht nur im Saisonverkehr an den Wochenenden, sondern ganzjährig und jeden Tag.“

Wie im vergangenen Jahr hat sich das Land Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich für eine bessere tarifliche Vernetzung der Angebote stark gemacht. „Besonders wichtig ist, dass auf der Strecke zwischen Parchim, Plau am See und der Inselstadt Malchow die Fahrscheine gegenseitig anerkannt werden. So brauchen die Fahrgäste nur ein Ticket kaufen“, sagte Reinhard Meyer.

Mit landesweiten Ticketangeboten sowie mit dem „Mecklenburg-Vorpommern-Ticket“ (MV-Ticket) ist es möglich, aus ganz Mecklenburg-Vorpommern – oder beispielsweise auch aus dem Raum Hamburg – mit der Bahn und nur einem Ticket in die Seenplattenregion zu gelangen. Fahrradfreunde können mit der „Fahrradtageskarte Nahverkehr“ für sechs Euro ihr Rad in Bahn und Bus mitnehmen.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 hat die landeseigene Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) im Auftrag des Landes die Verantwortung für die Müritzbahn (RB15 Waren (Müritz) – Malchow) vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte übernommen. Das ermöglicht nunmehr die Bestellung des Saisonverkehrs auf der gesamten Südbahn aus einer Hand.

„Ich möchte den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Ludwigslust-Parchim, den Tourismusbüros, der Bürgerinitiative Südbahn sowie dem Verkehrsunternehmen VLP und der ODEG für ihre Unterstützung bei der Erstellung dieses wirklich attraktiven Saisonangebotes sehr herzlich danken“, sagte Berthold Witting, Geschäftsführer der VMV, und appelliert: „Seien auch Sie mit dabei und entdecken Sie die schönsten Ziele der Region Mecklenburgische Seenlandschaft klimafreundlich mit Bus und Bahn!“

Die landeseigene Gesellschaft wirkt an der Umsetzung der verkehrspolitischen Ziele der Landesregierung mit und sorgt für die Sicherstellung von Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH wurde im Jahre 1995 gegründet, nachdem die Bahnreform die staatlichen Zuständigkeiten für den SPNV neu regelte.

Mit dem Regionalisierungsgesetz wurde die Verantwortung auf die Bundesländer übertragen. Der VMV obliegt es, die Pflichten der Planung, Organisation und Finanzierung der Verkehrsleistungen in Mecklenburg-Vorpommern zu übernehmen. Mit dem ÖPNV-Gesetz Mecklenburg-Vorpommern regelt das Land die Aufgabenverteilung innerhalb seiner Grenzen: Während der straßengebundene ÖPNV von den kommunalen Trägern verantwortet wird, bleibt der SPNV wegen seiner überregionalen Bedeutung in der Verwaltung des Landes.