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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

30 Jahre Arla Milchwerk

Upahl – Drei Jahrzehnte erfolgreiche Produktion hochwertiger Milchprodukte in Nordwestmecklenburg. Das ist das Milchwerk der Arla Molkereigenossenschaft in Upahl, das heute im Rahmen eines Festakts sein 30-jähriges Bestehen feierte.

Mit ca. 500 Millionen Litern verarbeiteter Milchmenge im vergangenen Jahr, 430 Mitarbeitenden und 330 Arla Landwirt:innen als Lieferanten aus der Region ist das Werk wichtiger, regionaler Wirtschaftsfaktor und gehört zu den größten Produktionsstäten für Milchprodukte in Deutschland.

Was im September 1994 unter dem Namen Hansa-Milch begann und 2011 durch die Fusion mit Arla Foods, Teil einer international tätigen, europäischen Molkereigenossenschaft wurde, ist heute ein hochmoderner Produktionsstandort für Frischmilchprodukte.

Und die Erfolgsgeschichte mit Produkten unter Markennamen wie Hansano, Arla Skyr und Arla Bio geht weiter. So sind im Laufe der kommenden drei Jahre Investitionen von insgesamt rund 30 Millionen Euro für neue Produktionsanlagen und Nachhaltigkeitsprojekte vorgesehen.

Denn Arla verfolgt europaweit in seiner Produktion auch ein ambitioniertes Klimaziel: Bis 2030 (vs. 2015) sollen die CO2e-Emissionen aus dem Produktionsbereich um 63 Prozent reduziert werden – für eine zukunftsorientierte und nachhaltigere Milchwirtschaft.

Als Ehrengast nahm Dr. Till Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt an dem Festakt teil. In seiner Ansprache betonte er die große Bedeutung des Arla Werks für die Region und zeigte sich sehr erfreut, dass die Molkereigenossenschaft weitere Investitionen in Millionenhöhe vorsieht:

„Das Arla Werk in Upahl ist ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Region; und als Molkereigenossenschaft auch zentral für viele regionale Landwirte, die Miteigentümer der Genossenschaft sind und ihre Milch an Arla liefern. Zahlreiche Ereignisse der vergangenen Jahre, wie etwa die Corona Pandemie haben gezeigt, wie wichtig eine funktionierende heimische Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion für uns alle ist.

Daher freue ich mich sehr, dass Arla weiter in den Standort investiert und mit seinen ambitionierten Klimazielen, auch den Umwelt- und Klimaschutz im Fokus hat. Besonders mit ihren Nachhaltigkeitsmaßnahmen sowohl im Werk als auch auf den Höfen der Landwirte, zeigt Arla, wie die Transformation zu einer ökologisch und ökonomisch nachhaltigeren Milchwirtschaft systematisch angegangen werden kann“, so Minister Backhaus in Upahl.

„Ich freue mich sehr, dass wir heute unser Werk in Upahl feiern. Denn der Standort ist eine Erfolgsgeschichte und hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem innovativen, zentralen Werk für Frischmilchprodukte innerhalb der Arla Gruppe entwickelt.

Dabei ist Upahl nicht nur für unsere deutschen Kunden im Lebensmitteleinzelhandel von großer Bedeutung, sondern als Kompetenzzentrum für Arla Skyr auch für andere europäische Märkte sehr wichtig.

Und wir wollen das Werk mit neuen Anlagen weiterentwickeln und unsere Produktion klimafreundlicher gestalten. Daher planen wir in Upahl im Laufe der kommenden drei Jahre Investitionen von rund 30 Millionen Euro“, so Peder Tuborgh, CEO der Arla Group.

Dabei sollen 20 Millionen Euro vor allem in neue Produktionsanlagen für innovative, fermentierte Milchprodukte wie zum Beispiel Arla Skyr investiert werden und zehn Millionen Euro in Nachhaltigkeitsprojekte.

Dazu zählen etwa Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien oder der Einbau energieeffizienter Motoren mit Frequenzsteuerung, mit denen zum Beispiel Pumpen im Werk betrieben werden. Bereits Ende 2025 soll der Standort zu 100% Ökostrom nutzen. Und bis zum Jahr 2030 sollen die CO2e-Emissionen um rund 60 Prozent in der Produktion gesenkt werden (vs. Basisjahr 2015).

Die Palette der im Arla-Werk Upahl hergestellten Produkte reicht von Joghurts, Quark und Skyr in verschiedenen Varianten über Trinkmilch bis zu Schmand und Sahne; sowohl Arla Marken Produkte als auch Handelsmarken für den Lebensmitteleinzelhandel.

Dabei stammt sämtliche verarbeitete Milch aus gentechnikfreier Fütterung der Kühe (GVO-frei) und ein besonderer Fokus liegt auf Produkten aus Biomilch. So wird in Upahl zum Beispiel auch die Arla Bio Weidemilch hergestellt. Zudem stammt auch das Erfolgsprodukt Arla Skyr aus Upahl, sowohl für den deutschen Markt als auch für weitere, europäische Länder.

Neben diesen Marken, werden auch Produkte der traditionsreichen, regionalen Marke Hansano, die seit über 50 Jahren für Qualität steht, im Arla Werk in Upahl hergestellt. Dabei ist Hansano eine Marke, die die Menschen im Norden sehr schätzen: So kaufen laut Zahlen des Marktforschers Nielsen gut ein Drittel der Verbraucherinnen und Verbraucher im Norden regelmäßig Hansano Produkte.

Und in der Kategorie Sahne & Quark ist Hansano die Nr. 1 unter den Markenprodukten. Um diese starke Position weiter auszubauen, möchte Arla mit der Marke Hansano im Norden in den kommenden Jahren weiter wachsen; auch mit einer Erweiterung des Produktportfolios.

Fakten zum Arla Milchwerk in Upahl:

  • Verarbeitete Milchmenge: ca. 500 Mio. kg Milch in 2023
  • Produzierte Einheiten:  440 Mio. in 2023; Exportanteil: 25 Prozent (Märkte: EU & UK)
  • Mitarbeitende: 430
  • Produzierte Arla Marken: Hansano, Arla Bio, Arla Skyr, Arla Lactofree, Arla Buko (und Handelsmarken)
  • Produkte: spezialisiert auf Frischmilchprodukte; Kompetenzzentrum für Bio-Produkte & fermentierte Milcherzeugnisse wie Quark, Joghurt und Skyr
  • Arla Landwirte:  330 Arla Landwirtinnen und Landwirte aus der Region beliefern das Werk in Upahl.

Die meisten Höfe liegen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, weitere Betriebe in Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Führungen durch die Staatskanzlei

Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen

Schwerin – Im Rahmen des Bürgerfestes zum Tag der Deutschen Einheit in Schwerin können Bürgerinnen und Bürger nach vorheriger Anmeldung die Staatskanzlei am Freitag, 4.10.2024, von 10.00 bis 17.30 Uhr besuchen.

Interessierte nutzen dazu bitte bis zum 20.09. das Anmelde-formular unter www.regierung-mv.de/Besuch und tragen die gewünschte Zeit für eine Führung sowie persönliche Angaben mit ein. Während der Anmeldung gibt es weitere Hinweise zum Besuch. Die Plätze sind auf 20 Gäste je Führung begrenzt.

Die Führungen zur wechselhaften Geschichte des früheren großherzoglichen Staatsministeriums sowie zu aktuellen Themen und Aufgaben des Hauses beziehen unter anderem das Büro der Ministerpräsidentin und den historischen

Kabinettssaal mit ein. Sie dauern rund 30 Minuten.

Der Chef der Staatskanzlei Patrick Dahlemann erklärte herzlich einladend:

„Einblicke gewähren, Fragen beantworten und zusammenkommen. Das ist gerade in diesen Zeiten so wichtig. Zusammen mit unserem Team freuen wir uns, interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Staatskanzlei zu

zeigen. Wir wollen den Regierungssitz als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes zeigen. Es gibt viel zu erzählen, zu entdecken und sicher auch zu fragen.“

Landeslehrstätte für Naturschutz wird 70

Älteste staatliche Bildungsakademie Europas

Waren (Müritz) – Im Rahmen der Festveranstaltung zum 70-jährigen Jubiläum der Landeslehrstätte für Naturschutz hat Umweltminister Dr. Till Backhaus heute im Müritzeum in Waren (Müritz) ein Grußwort gehalten. Darin würdigte er die wirkungsvolle Arbeit und das Engagement der Mitarbeitenden der ältesten staatlichen Bildungsakademie Europas für den Naturschutz.

„70 Jahre Landeslehrstätte für Naturschutz MV bedeutet gleichzeitig 70 Jahre generationsübergreifender Wissenstransfer in einem der wichtigsten Bildungsbereiche unserer Zeit – der Umweltbildung. Maßnahmen gegen den Klimawandel, der Erhalt der Biodiversität und die Aufgaben des Natur- und Umweltschutzes sowie die Sicherung sauberen Wassers sind globale Herausforderungen, die wir nur mit fachlich fundiertem ökologischen Wissen bewältigen können.

Die Landeslehrstätte stärkt mit ihrem Bildungsprogramm die Fach- und Handlungskompetenz aller Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit dem Umweltschutz verbunden sind. Mit ihren Angeboten befähigt die Lehrstätte insbesondere auch Pädagoginnen und Pädagogen, Lernsituationen für Kinder und Jugendliche außerhalb des Klassenzimmers gut zu gestalten. Naturerlebnisse zum Anfassen sind vor allem für die Jüngsten von großem Wert.

Je mehr unsere Kinder über heimische Pflanzen und Tiere erfahren und darüber, wie wir sie schützen und erhalten können, umso mehr Interesse, Enthusiasmus und Verantwortungsgefühl wecken wir in ihnen. Es muss ein wesentliches Ziel aller im Naturschutz Tätigen sein, ihre Erfahrungen mit ansteckender Begeisterung weiterzugeben“, sagte er.

„Bei der Konzeption des Jahresprogramms nehmen wir außerdem aktuelle Fragestellungen und rechtliche Neuerungen in den Fokus. Regelmäßig organisiert die Landeslehrstätte intradisziplinäre Symposien, die sich beispielsweise mit der Integration von Naturschutz unter den Rahmenbedingungen moderner Landwirtschaft auseinandersetzen.

Die Lehrstätte bietet ganzjährig nicht nur vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten für Fachleute und ehrenamtlich tätige Experten, sondern auch den Raum für fachliche Erfahrungsaustausche und Diskurse. In Zukunft geht es vor allem darum, die etablierten Netzwerke zu erhalten, zu stärken und auszubauen. Für die nachhaltige Entwicklung Einrichtung brauchen wir vor allem auch weiterhin die Akteure aus dem ehrenamtlichen Natur- und Umweltschutz, die ihr Fachwissen, ihre Kompetenzen und Erfahrungen weitergeben.

Die Qualität und Vielfalt der Bildungsangebote gelingt bis heute dank bewährter und neuer Kooperationen mit ambitionierten Partnern, auf die das Land auch angewiesen ist. Das 70-jährige Jubiläum unserer Landeslehrstätte als die Umweltbildungsakademie in MV ist ein Grund zur Freude und gleichzeitig Anlass, allen Beteiligten ein großes Dankschön auszusprechen“, erklärte Ute Hennings, Direktorin des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV, dem die Einrichtung seit 2008 zugeordnet ist.

Programm Neulandgewinner

Engagement in den ostdeutschen Bundesländern: Zwei Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern beim Programm Neulandgewinner ausgezeichnet

Schwerin – Das Programm „Neulandgewinner“ zeichnet alle zwei Jahre Projekte und Initiativen aus den ostdeutschen Bundesländern aus, die mit ihrem Engagement den ländlichen Raum, das gesellschaftliche Miteinander und die Demokratie stärken. Unter den sechzehn Preisträgern sind mit der Kulturbrennerei Ganzlin und Quietjes e.V. in diesem Jahr auch zwei Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern. Sie profitieren von einer Förderung in Höhe von bis zu 50.000 Euro und einem individuellen Mentoring zur Entwicklung und Umsetzung ihres Vorhabens.

„Gerade auf dem Dorf und in unseren dünnbesiedelten Landesteilen zeigt sich, wie viel das Engagement Einzelner zur Lebensqualität beitragen kann“, betonte auch die Ehrenamtsministerin Stefanie Drese. „Ob sie Kulturangebote schaffen, Freizeitmöglichkeiten aufbauen oder Integrationsprojekte gestalten – sie alle machen das Dorfleben bunter und fördern den Zusammenhalt.“

Wie das am besten gelinge, zeigten sowohl die Kulturbrennerei Ganzlin als auch der Verein Quietjes. „Die Kulturbrennerei hat sich dem Ziel verschrieben, der Landflucht junger Menschen entgegenzuwirken. So soll das alte Brennereigebäude zu einem neuen Treffpunkt werden, an dem Workshops, Veranstaltungen aber auch Diskussionsrunden stattfinden. Wo gemeinsam gekocht, in der eigenen Holzwerkstatt geschreinert und auf dem weitläufigen Gelände gegärtnert wird“, erklärte Drese.

Das fliegende Klassenzimmer des Vereins Quietjes e.V., welcher zuletzt auch den Landesintegrationspreis erhielt, plant hingegen einen mobilen Bildungsbus. Er soll insbesondere in abgelegeneren Gebieten einen alternativen Zugang zu Sprach- und Integrationsangeboten schaffen.

Drese: „Ich freue mich sehr, dass das Programm Neulandgewinner erkannt hat, was für eine hervorragende Arbeit diese beiden Vereine bereits leisten und wünsche viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Ideen.“

Das Programm wird für die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ausgeschrieben. Das Thünen-Institut für Ländliche Entwicklung e. V. und Neuland gewinnen e. V. führen das Programm gemeinsam durch.

Land stellt 631 Lehrkräfte ein

Schwerin – Trotz des großen Lehrkräftemangels in Deutschland hat Mecklenburg-Vorpommern zu Beginn des neuen Schuljahres mehr Lehrerinnen und Lehrer eingestellt als zu Beginn des vergangenen Schuljahres. Im Schuljahr 2024/2025 beginnen 631 Lehrkräfte ihren Schuldienst. Das Land rechnet insgesamt mit 800 bis 1.000 Einstellungen im Jahr. Im neuen Schuljahr arbeiten an den Schulen in öffentlicher Trägerschaft 11.850 Lehrkräfte. Mit den Lehrkräften an Schulen in freier Trägerschaft sind es insgesamt 13.920 Pädagoginnen und Pädagogen.

„Allen Lehrkräften, dem pädagogischen und nicht-pädagogischen Personal an den Schulen wünsche ich einen guten Start ins neue Schuljahr“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Herzlich willkommen auch den neuen Lehrerinnen und Lehrern. Schön, dass sie sich für eine Schule in Mecklenburg-Vorpommern entschieden haben. Trotz der guten Einstellungszahlen kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir weitere Lehrkräfte einstellen müssen“, so Oldenburg.

Unter den 631 eingestellten Personen sind 182 ehemalige Referendarinnen und Referendare, die nach ihrem Vorbereitungsdienst direkt in den Schuldienst übernommen worden sind. 15 Lehrkräfte sind über das Lehrertauschverfahren nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen. 240 der neu eingestellten Lehrerinnen und Lehrer sind Lehrkräfte im Seiteneinstieg.

„Die Zahlen belegen, dass der bundesweite Lehrkräftearbeitsmarkt von grundständig ausgebildeten Lehrkräften nahezu erschöpft ist. Wir sind daher auf Lehrkräfte im Seiteneinstieg dringend angewiesen. Ohne sie geht es nicht. Wir haben deshalb die Qualifizierung gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern reformiert. Lehrkräfte im Seiteneinstieg werden umfassend qualifiziert, durch eine Mentorin bzw. einen Mentor bei der täglichen Arbeit begleitet und sie durchlaufen insgesamt eine vierjährige Ausbildung“, erläuterte Oldenburg.

In Mecklenburg-Vorpommern absolvieren Lehrkräfte im Seiteneinstieg in der Regel eine dreimonatige Vorqualifizierung, bevor sie das erste Mal unterrichten. Damit hat das Land die Ausbildung von Lehrkräften im Seiteneinstieg neu aufgestellt. Als Bestandteil einer insgesamt 15-monatigen Grundlegenden Pädagogischen Qualifizierung (GPQ) enthält die Vorqualifizierung sowohl theoriegeleitete als auch schulpraktische Ausbildungsteile. Daran schließt sich eine dreijährige Modularisierte Qualifizierungsreihe (MQR) an, die mit einer Prüfung endet.

Zusätzlich zu den 631 eingestellten Lehrkräften arbeiten 291 Referendarinnen und Referendare an den Schulen, die in diesem Jahr eingestellt worden sind. Die Zahl der Einstellungen für das Lehramt an Regionalen Schulen hat sich im Vergleich zum Jahr 2023 verdoppelt. Insgesamt befinden sich derzeit 623 Referendarinnen und Referendare an den Schulen, die ihre praktische Ausbildung absolvieren. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist das eine Steigerung von acht Prozent.

Das Land schreibt das gesamte Jahr über Stellen im Karriereportal für den Schuldienst unter www.Lehrer-in-mv.de aus, sodass auch weiterhin pädagogisches Personal eingestellt werden kann. Zudem hat es viele weitere Vorhaben umgesetzt, damit so viele Lehrerinnen und Lehrer wie möglich eingestellt werden können und der Unterricht abgesichert werden kann:

  • Attraktivitätssteigerung des Referendariates durch die Anrechnung von schulpraktischen Tätigkeiten, eine bessere und ausgewogene Abstimmung von theoretischen und praktischen Ausbildungs- und Prüfungsinhalten sowie eine bessere Begleitung durch Mentorinnen und Mentoren
  • vierjährige Ausbildung von 50 multiprofessionellen Fachkräften an Regionalen Schulen in diesem Schuljahr, die neben einer sozialpädagogischen Qualifikation eine Ausbildung für ein Unterrichtsfach erwerben
  • Übernahmegarantie von Referendarinnen und Referendaren in den Schuldienst ohne ein weiteres Bewerbungsverfahren
  • beschleunigtes Bewerbungsverfahren für Lehrkräfte, um schneller einstellen zu können
  • Personalgewinnungszuschlag für Lehrkräfte an Regionalen Schulen im ländlichen Raum in den Fächern Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie und Physik
  • Lehrkräfte erhalten eine höhere Vergütung bei geleisteter Mehrarbeit
  • Lehrkräfte, die planmäßig mehr Stunden leisten und diese später durch Freizeit ausgleichen wollen, können ein Unterrichtsstundenkonto einrichten lassen
  • Beschäftigung von 240 Alltagshilfen an den Schulen, damit sich Lehrkräfte auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können
  • Beschäftigung von Verwaltungskräften an Schulen zur Entlastung von Schulleitungen
  • Einstellung von weiteren 120 unterstützenden pädagogischen Fachkräften
  • bis zu vier Altersanrechnungsstunden für Lehrkräfte im Alter von 57 Jahren (1 Stunde), 60 Jahren (2 Stunden), 63 Jahren (4 Stunden)

An 24 von 499 Schulen in öffentlicher Trägerschaft kann der Pflichtunterricht regulär nicht vollständig abgesichert werden. Das sind 4,8 Prozent der Schulen, die durch die Schulbehörden besonders begleitet und unterstützt werden. Hierzu zählen zum Beispiel folgende Maßnahmen:

  • Abordnung von Lehrkräften von anderen Schulen
  • Jobbörsen, um weiteres Personal einzustellen
  • Rhythmisierung des Unterrichts und epochaler Unterricht
  • fächerverbindendes Lernen – Organisation von Projektunterricht und Lernbüros
  • Nutzung der Angebote der Digitalen Landesschule

Mecklenburg-Vorpommern ist mit einer Digitalen Landesschule bundesweit Vorreiter. Im neuen Schuljahr werden die digitalen Angebote weiter ausgebaut.

Die Selbstlernangebote zur Vorbereitung auf das Mathematik-Abitur werden im neuen Schuljahr erneut angepasst. Im Schuljahr 2024/2025 soll auch der Start des beruflichen Teils der Digitalen Landesschule erfolgen. In der ersten Ausbaustufe wird eine Plattform zum Austausch und zur Entwicklung von Unterrichtsmaterialien und Unterrichtskonzepten zur Verfügung stehen.

Zum Unterricht für geflüchtete Kinder und Jugendliche im gemeinsamen Unterricht oder in den Vorklassen kommt ein Alphabetisierungskurs hinzu.

Die Trainingskurse für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch für die Jahrgangsstufen 9 und 10 sowie für Mathematik in der Orientierungsstufe werden in diesem Schuljahr weiter ausgebaut. Nach den Herbstferien soll der digitale Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch für die Jahrgangsstufen 9 bis 12 beginnen. Außerdem wird es weitere digitale Sprechstunden für Schülerinnen und Schüler geben. 2028 soll der Aufbau der Digitalen Landesschule abgeschlossen sein. Dann werden digitale Unterrichtsangebote für alle Fächer von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II zur Verfügung stehen.

Rescue Days in M-V

Innenminister ist Schirmherr bei den ersten Rescue Days in MV

Güstrow – Im Oktober wird die Barlachstadt Güstrow zur ersten Anlaufstation für Ausbildung im Bereich der technischen Hilfeleistung: Erstmals sind die Weber Rescue Days zu Gast in Mecklenburg-Vorpommern und organisieren vom 10. bis 13. Oktober ausbildungs- und ereignisreiche Tage für Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Die Schirmherrschaft übernimmt Innenminister Christian Pegel.

„Ich freue mich, dass diese weltweit größte Ausbildungsveranstaltung im Bereich der technischen Hilfeleistung erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern haltmacht. Auch in unserem Land kommt es leider viel zu oft zu schweren Unfällen, bei denen die Rettungskräfte von Feuerwehr und den weiteren Hilfsorganisationen nicht nur mit belastenden Situationen umgehen müssen, sondern sich auch mit neuen Fahrzeugtechniken und der Vielfalt im Straßenverkehr vor Herausforderungen gestellt sehen“, so Innenminister Christian Pegel und ergänzt:

„Wer jeden Tag bereit ist, sein eigenes Leben zu riskieren, um andere zu retten, dem gehört mein größter Respekt. Daher halte ich es für ausgesprochen wichtig, dass die Einsatzkräfte auch bestens ausgebildet sind. Mit dieser Veranstaltungsserie erhalten die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren ein Angebot für eine umfassende Fortbildung, denn die technische Hilfeleistung ist einer der umfangreichsten Aufgabenbereiche, dem sich die Feuerwehr stellen muss. Eine gelungene Rettungsaktion braucht beides: modernste Technik und engagierte Menschen, die sie im Einsatzfall optimal bedienen können.“

Trainieren werden die rund 700 Teilnehmenden am Gelände des Speedwaystadions des „MC Güstrow“ und des angrenzenden Landesförderzentrums Hören Güstrow.

Stephan Hagemann, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Barlachstadt Güstrow, auf der heutigen Pressekonferenz: „Wir freuen uns sehr, die Rescue Days 2024 hier in Güstrow ausrichten zu dürfen. Diese Veranstaltung bietet uns die einzigartige Gelegenheit, gemeinsam mit Interessierten aus ganz Deutschland und darüber hinaus unsere Fähigkeiten im Bereich der technischen Hilfeleistung zu verbessern und voneinander zu lernen. Die Rescue Days stehen für Innovation, Teamarbeit und den unermüdlichen Einsatz für die Sicherheit unserer Mitbürger. Ich bin überzeugt, dass die Erfahrungen und das Wissen, das wir hier gewinnen, uns alle in unserem Engagement für den Schutz und die Rettung von Menschenleben stärken wird. Ich möchte mich bereit jetzt ganz herzlich bei allen Unterstützern und Helfern bedanken.“

„Diese Tage werde auch für die hoffentlich zahlreichen Besucher vor Ort ein Highlight sein. Wer eine Berufswahl oder ein ehrenamtliches Engagement bei der Feuerwehr in Betracht zieht, hat in Güstrow die Möglichkeit sich umfassend beraten zu lassen und womöglich ein Teil der Blaulichtfamilie zu werden“, ergänzt Innenminister Christian Pegel.

Die internationalen Rescue Days sind die weltweit größte Ausbildungsveranstaltung für technische Hilfeleistung und finden seit mehr als 20 Jahren an wechselnden Veranstaltungsorten in Deutschland statt.

Die Ausbildung deckt die Bereiche Pkw-, Lkw- und Bus-Rettung ab. An den Tagen können Teilnehmende neue Rettungstechniken erlernen und sich mit Einsatzkräften aus der ganzen Welt über die verschiedenen technischen Unfallrettungen austauschen.

Duales Studium Bauingenieurwesen

Jesse: Gemeinsames Konzept von Bauwirtschaft, Planungsbüros sowie Straßenbau- und Verkehrsverwaltung des Landes zur Nachwuchskräftesicherung

Rostock – Staatssekretärin Ines Jesse hat heute  im Rostocker Ingenieurbüro INROS LACKNER SE eine Studierende des dualen Studiengangs „Bauingenieurwesen – Bachelor“ zum Auftakt ihres Studiums begrüßt. „Wir brauchen gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure in den Bauverwaltungen, den Planungsbüros und Bauunternehmen bei uns im Land. Ein neues Praxiskonzept soll diesem Nachwuchskräftemangel entgegenwirken.

Die Bauunternehmen und Planungsbüros sowie die Straßenbau- und Verkehrsverwaltung des Landes haben gemeinsam ein neues Praxiskonzept entwickelt, um das Bauingenieursstudium noch attraktiver zu gestalten. So ist ein praxisintegriertes Studienangebot im Zusammenwirken von Wirtschaft und Verwaltung zur Nachwuchskräftesicherung und -gewinnung entstanden. Das Ingenieurbüro INROS LACKNER SE hat die Chance genutzt und engagiert sich an diesem Ausbildungsformat“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Ines Jesse.

Wissenschaftsministerin Bettina Martin lobt die gelungene Kombination von Studium und Praxiserfahrung: „Dieser neue Studiengang ist ein hervorragendes Beispiel für die Kooperation zwischen akademischer Bildung und Berufspraxis. Eine enge und systematische Verzahnung zwischen Hochschulen und Arbeitgebern ermöglicht den Studierenden den frühen Kontakt zum Unternehmen – das ist ein guter Ansatz für die Ausbildung und Gewinnung von hochqualifizierten Fachkräften. Wir freuen uns sehr, dass die Hochschule Wismar ihren wichtigen Auftrag, Fach- und Führungskräfte für die Wirtschaft im Land auszubilden, so sehr mit Leben erfüllt.“

Das dreigeteilte praxisintegrierte Bauingenieurstudium ist an der Hochschule Wismar angesiedelt. Die angehenden Bauingenieurinnen und -ingenieure werden ab dem ersten Studientag finanziell und fachlich unterstützt. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, während des Studiums Praxiszeit in einem Bauunternehmen, einem Ingenieurbüro sowie der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung zu verbringen.

Zusätzlich erhalten die Studienteilnehmer ab dem ersten Semester eine monatliche Vergütung in Höhe von 950 Euro, die sich mit der Dauer des Studiums auf 1.300 Euro erhöht. Die Praxisbetriebe sind in den Regionen Schwerin, Rostock, Stralsund und Neustrelitz. Die Besonderheit ist, dass die Studierenden im 7. Semester und in einem zusätzlichen 8. Semester in einem Bauunternehmen, einem Planungsbüro und der öffentlichen Verwaltung zeitversetzt Praxiserfahrung sammeln.

Auszubildende im Straßenbau

Jesse: Straßenwärterinnen und Straßenwärter leisten verantwortungsvolle Aufgabe

Teterow – Traditionell gehört der erste Wochentag im September den jungen Straßenwärterinnen und Straßenwärtern im Land. Am Montag (02.09.) startete das Ausbildungsjahr landesweit für zehn neue Auszubildende mit einer feierlichen Begrüßung in der Straßenmeisterei Teterow (Landkreis Rostock).

„Damit der Verkehr auf den Landes- und Bundesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern möglichst ungehindert rollt, sind etwa 550 Straßenwärterinnen und Straßenwärter in den insgesamt 25 Straßenmeistereien des Landes im Einsatz. Sie betreuen ein Streckennetz von rund 6.550 Kilometern. Das ist eine wertvolle, verantwortungsvolle Aufgabe.

Eine gute Infrastruktur ist ein wesentlicher Bestandteil für Mecklenburg-Vorpommern als attraktiven Wohn-, Arbeits- und Urlaubsort“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Ines Jesse vor Ort.

Schwerpunkte der Ausbildung zum Straßenwärter sind unter anderem das Bedienen und Warten von schwerer und leichterer Technik – Fahrzeuge, Maschinen, Werkzeuge und Geräte, die Reparatur- und Instandsetzung an Straßen und Brücken, das Sichern von Arbeits- und Unfallstellen sowie die Pflege von Grünflächen und Gehölzen.

Zu den praktischen Arbeiten zählen auch Tätigkeiten im Stein-, Beton- und Holzbau, das Vermessen von Gelände und Bauteilen, das Lesen von Zeichnungen und das Anfertigen von Skizzen.

Die betriebliche Ausbildung erfolgt in der zentralen Straßen- und Ausbildungsmeisterei Teterow, die berufspraktische Ausbildung bei einem überbetrieblichen Ausbildungsträger sowie an der Beruflichen Schule des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Neustrelitz. Im späteren Ausbildungsverlauf werden zudem Praxisabschnitte in Straßenmeistereien absolviert.