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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

KI bei der Patientenversorgung

Meyer: Patientensicherheit und Infektionsprävention stehen im Fokus der GWA-Hygiene GmbH

Stralsund – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat sich heute bei der GWA-Hygiene GmbH in Stralsund informiert. „Das Unternehmen nutzt intensiv die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz, um einzelne Prozesse bei der Patientenversorgung zu automatisieren. Dabei geht es vorrangig um die Kombination von Daten aus verschiedenen Sensoren, wie beispielsweise Handhygienemonitoren sowie Raumbelegungs- und Luftqualitätssensoren.

Diese automatisierten Prozesse ermöglichen eine dringend notwendige Entlastung für die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer bei einem Betriebsrundgang vor Ort.

Das Unternehmen ist ein erfolgreicher Anbieter von Lösungen im Bereich der Patientensicherheit; der Fokus dabei liegt auf der Infektionsprävention. Um den Kunden anschaulich und praxisnah die Produkte näherzubringen, hat die GWA-Hygiene GmbH einen Showroom eingerichtet. Dieser ist einem Patientenzimmer nachempfunden und mit zwei Krankenhausbetten und einem Inkubator ausgestattet.

Die GWA-Hygiene GmbH mit Sitz in Stralsund wurde im Jahr 2015 als Spinn-off der Hochschule Stralsund gegründet und beschäftigt über 30 Mitarbeitende sowie derzeit fünf Studierende. In diesem Jahr war das Unternehmen einer der Preisträger im „Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft“ des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit in Kooperation mit der BioCon Valley® GmbH, dem Netzwerk für Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Im Fokus des prämierten Vorhabens „ANGEL – Advanced Network for Guarding Elderly Lives“ stehen die Weiterentwicklung und Vermarktung des Zonensensors – einem KI-gestützten System zur Erkennung kritischer Zustände bei pflegebedürftigen Personen. Der bereits in Kliniken eingesetzte Zonensensor, der Patientenbewegungen detektieren kann, soll auf den Bereich der ambulanten und stationären Pflege erweitert werden und bei pflegebedürftigen Personen frühzeitig Delir und Sturzrisiken erkennen.

Zu diesem Zweck soll ein Experten-Netzwerk aus fünf Krankenhäusern und fünf Pflegeheimen gegründet werden, um den Zonensensor in gemeinschaftlicher Entwicklung mit Praxispartnern aus dem klinischen Bereich und Technologiepartnern weiter zu entwickeln und zu vermarkten.

Landesentwicklung nur mit Handwerk

Rostock – Mit dem Thementag Handwerk hat der Chef der Staatskanzlei Patrick Dahlemann die erste Woche seiner diesjährigen Sommertour fortgesetzt. Nach einem Besuch der Bäckerei Behrens in Plau am See und im Café Wegner in Rostock-Warnemünde, wo ein intensiver Austausch mit dem Landesverband der Bäcker- und Konditorenvereinigung Nord stattfand, führte die nächste Station in die Firma Stieblich Hallenbau in Güstrow. Hier ging es insbesondere um die vom Land beschlossene Praktikumsprämie. Für den Abend war ein Treffen mit Mitgliedern der Vorstände der Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen.

„Das Handwerk ist das Rückgrat der mittelständischen Wirtschaft in unserem Bundesland. Es ist unverzichtbar und ein wichtiger Partner für die Politik und die Kammern. Handwerksbetriebe sichern Wachstum und Arbeits- und Ausbildungsplätze. Gerade unsere Bäcker und Konditoren sind Aushängeschild für den Tourismus“, betonte Dahlemann. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es etwa 19.200 Handwerksbetriebe, die insgesamt rund 93.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Bezogen auf die Gesamtwirtschaft des Landes kommen 19,6 Prozent aller Unternehmen aus dem Handwerk.

Die Fachkräftegewinnung sei auch für das Handwerk ein wichtiges Standbein, „denn in den nächsten Jahren geben Inhaber aus Altersgründen ihre Geschäfte ab. Da braucht es gut ausgebildeten und hochmotovierten Nachwuchs im ganzen Land. Deshalb haben wir mit unseren Partner im Zukunftsbündnis beschlossen, ein Schülerpraktikum mit Praktikumsprämie einzuführen. Schülerinnen und Schüler sollen in den Sommerferien bis zu drei Wochen ein Praktikum absolvieren und dafür bis 120 Euro pro Woche erhalten.

So können sie sich ausprobieren und selbst herausfinden, welcher Beruf der richtige ist.“ Im Kammerbezirk Schwerin wurden 170 Anträge auf ein Praktikum gestellt, 60 wurden bisher absolviert. Im Kammerbezirk Ostmecklenburg-Vorpommern werden 124 Jugendliche ein Praktikum leisten. Während des Thementages wird Dahlemann auch Gespräche mit Schülerpraktikanten führen.

Es sei wichtig, jungen Menschen schon frühzeitig eine berufliche Orientierung zu ermöglichen. Dem würden auch die jährlichen vocatium-Messen an vier Standorten im Land dienen. Dahlemann: „Wir alle können stolz auf das Handwerk sein. Es bietet vielfältige Chancen und sichert Zukunft für junge Menschen. Das Handwerk ist ein Garant fürs Kommen und Hierbleiben gleichermaßen.“

Goalball-WM 2026

Rostock – Im Jahr 2019 sorgte die Goalball-Europameisterschaft in der Stadthalle in Rostock und bei Zuschauenden vor dem Fernseher bereits für große Begeisterung. Mit Unterstützung des Landes und der Stadt Rostock wirbt der Deutsche Behindertensportverband (DBS) gemeinsam mit dem Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport M-V (VBRS M-V) nun für die Austragung der Weltmeisterschaft 2026 in der Hanse- Universitätsstadt. Im Rahmen des Auswahlverfahrens ist dafür heute die International Blind Sports Federation (IBSA) zu Gast in Stadt.

Ein offizielles Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Behindertensportverbände, der Stadt und des Landes fand hierfür am Vormittag im Radisson Blue Hotel statt. Auch Sport-Staatssekretärin Sylvia Grimm war vor Ort, um die Bewerbung im Namen der Landesregierung zu unterstützten. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die Ausrichtung der Goalball-Weltmeisterschaften 2026 in Rostock nicht nur die Stadt und Mecklenburg-Vorpommern, sondern den Para-Sport weit über die Landesgrenzen hinaus bereichern würde“, sagte Grimm.

Laut Grimm habe Rostock mit ihren Sporteinrichtungen und der Erfahrung bei Großveranstaltungen schon mehrfach seine Standortqualitäten für den Spitzensport bewiesen. „Zudem zählt Rostock als paralympischer Bundesstützpunkt zu den Top-Adressen im deutschen Goalball“, betonte Grimm.

Beim Goalball treten zwei Mannschaften mit je drei Spielerinnen bzw. Spielern gegeneinander an. Alle Teilnehmenden haben eine Sehbehinderung und tragen Augenbinden. Der Ball ist mit mehreren Glöckchen versehen, damit die Spieler seine Position bestimmen können. Darüber hinaus ist das Goalballfeld mit erhabenen Linien markiert, damit die Teams jederzeit ihren Standort spüren können. Für Menschen mit Sehbehinderungen biete der Goalballsport somit eine einzigartige Möglichkeit, ihre sportlichen Fähigkeiten zu zeigen und Teil einer starken Gemeinschaft zu sein, hob Grimm hervor.

Im Zuge der Gespräche dankte die Staatssekretärin der IBSA-Delegation für ihr Engagement, mit dem diese den Goalball-Sport und damit sportliche sowie gesellschaftliche Inklusion fördere. „Goalball ist ein einzigartiger, dynamischer Mannschaftssport, bei dem es für Männer- und Frauenmannschaften auf Geschick, Schnelligkeit und Präzision ankommt. Die Ausrichtung der WM in Rostock wäre ein Gewinn für alle Beteiligen“, so Grimm.

Die WM soll ein Männer- und Frauenturnier umfassen. Bestätigte Mitbewerber für die Ausrichtung der Goalball-WM 2026 sind die USA und Polen.

Kontrollwoche „Speed“ in M-V

Schwerin – In der vergangenen Woche, vom 5. bis 11. August 2024, hat die Landespolizei auf den Straßen von Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der eigenen monatlichen „Fahren.Ankommen.LEBEN!“-Kampagne (FAL) an den europaweiten und länderübergreifenden zweiten Geschwindigkeitsüberwachungsaktion des Verkehrssicherheitsnetzwerkes der europäischen Polizeien – Roadpol – teilgenommen.

Insgesamt wurden bei der Aktionswoche 13.346 Fahrzeuge erfasst. Bei diesen Kontrollen wurden 2.854 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt, 1.565 davon durch Polizeibeamte.

„Das Ziel dieser Kontrollen ist nicht, so viele Verstöße wie möglich zu ahnden, sondern vorrangig, das Thema Geschwindigkeit als Ursache für schwere Verkehrsunfälle, die viel zu oft zu Tod und Verletzungen führen, allen Menschen ins Bewusstsein zu rufen. Auf unseren Straßen mussten wir in den ersten sieben Monaten dieses Jahres schon 48 Getötete beklagen – und jeder einzelne davon ist einer zu viel“, fasst Innenminister Christian Pegel.

Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern setzt in ihrer Verkehrskampagne FAL jeden Monat einen anderen Schwerpunkt, um auf die Hauptunfallursachen aufmerksam zu machen. Im Monat August kontrollieren Einsatzkräfte der Polizeipräsidien Neubrandenburg und Rostock zu den Schwerpunkten Geschwindigkeit und Handynutzung.

Der Name „Roadpol“ steht für „European Roads Policing Network“. Dabei handelt es sich um eine Nicht-Regierungsorganisation, hervorgegangen aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union.

Das Hauptziel ist es, die Zahl von Verkehrstoten und Schwerverletzten nach Verkehrsunfällen auf Europas Straßen zu reduzieren, dazu werden jedes Jahr europaweite Verkehrsüberwachungsaktionen geplant Ende 2020 sind die deutschen Länder Roadpol e.V. beigetreten. Es ist die Nachfolgeorganisation von European Traffic Police Networks (Tispol), dem Zusammenschluss der Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union.

Wirtschaft und Arbeitsplätze

Schwesig: Wirtschaft und Arbeitsplätze bleiben wichtigster Schwerpunkt

Rostock – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat gestern mit dem Hanse Sail Business Forum in Rostock und der Eröffnung der Hanse Sail im Kurhausgarten in Warnemünde ihre diesjährige MV-Tour abgeschlossen.

„Ich konnte viele gute Gespräche führen, ob beim Bürgerforum der OZ in Rostock, gemeinsam mit dem Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher bei den Ludwigsluster Gesprächen oder am Rande von vielen anderen Terminen der Tour. Es gab viel Unterstützung, auch einige kritische Fragen und Anregungen für die Regierungsarbeit.

Für all das bin ich dankbar. Demokratie lebt vom Austausch. Wichtig ist, dass wir gemeinsam daran arbeiten, unser schönes und liebenswertes Bundesland voranzubringen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Im Mittelpunkt der Tour standen die Themen Wirtschaft und Arbeitsplätze. „Mecklenburg-Vorpommern hat viele starke Branchen. Ich habe mich auf Rügen über die Windkraft auf See informiert. Wir wollen weitere Windparks auf See auf den Weg bringen, damit die Energiewende gelingt. Unser Ziel muss es sein, dass mehr Wertschöpfung im Land bleibt, indem wichtige Teile wie Konverterplattformen bei uns in Mecklenburg-Vorpommern entstehen“, erklärte Schwesig.

„Ich habe auf der Erntebereisung deutlich gemacht, dass die Landwirtschaft die Unterstützung der Landesregierung hat. Auch der Tourismus ist und bleibt ein wichtiges wirtschaftliches Standbein. Hier werden wir künftig noch enger mit Sachsen zusammenarbeiten.

Weitere wirtschaftliche Chancen sehe ich auch im Export. Die Firma MMG, wo wir mit unserer Exporttour zu Gast waren, ist das beste Beispiel dafür. Schiffe in aller Welt haben Propeller aus Mecklenburg-Vorpommern. Wir müssen die Wirtschaftskraft des Landes stärken, damit weitere Arbeitsplätze mit guten Löhnen entstehen“, sagte Schwesig weiter.

Wichtig sei auch der Austausch mit Verbänden. „Wir haben Anregungen wie das Azubi-Ticket und die Praktikusmprämie aufgenommen. Und wir verbessern die Ausbildungsbedingungen. Ich habe an den Landrat des Kreises Mecklenburgische Seenplatte einen Förderbescheid in Höhe von rund 849.000 Euro übergeben, damit im sehr beeindruckenden Beruflichen Bildungszentrum in Waren ein digitales Zentrum für Holztechnik entstehen kann“, so Schwesig.

Eine großartige Nachricht während der Tour sei die Aufnahme Schwerins ins Weltkulturerbe gewesen. „Das haben wir in den Tagen darauf bei einem Konzert auf dem Schweriner Markt und gemeinsam mit meinem sächsischen Amtskollegen Michael Kretschmer in der Orangerie des Schlosses gefeiert.

Unsere Landeshauptstadt Schwerin wird dadurch noch bekannter. Ich bin fest davon überzeugt, dass das gesamte Land davon profitieren wird, so wie das auch bei der Aufnahme Wismars und Stralsunds ins Weltkulturerbe war. Das gibt dem ganzen Land einen Schub“, sagte die Ministerpräsidentin. Schwesigs MV-Tour begann am 17. Juli mit der Wiedereröffnung des Stralsunder Meeresmuseums.

Mobiles Drug Checking beim Pangea-Festival

Pütnitz – Vom 8. bis zum 11. August findet in Pütnitz bei Ribnitz-Damgarten das Pangea-Festival statt. Dort besteht zum ersten Mal das Angebot eines mobilen Drug-Checkings zur Erhöhung der Sicherheit beim Konsum psychoaktiver Substanzen. Von Konsumierenden mitgebrachte Drogen werden in kürzester Zeit auf Bestandteile analysiert, Konsumumstände geklärt und Beratungen durchgeführt.

Gesundheitsministerin Stefanie Drese informierte sich am Eröffnungstag des Pangea-Festivals über die Arbeit des Drug-Checking-Teams. Nach der „Fusion“ in Lärz ist es der zweite mobile Einsatz des Fachpersonals von der Universitätsmedizin Rostock (UMR).

„Ob wir es wollen oder nicht, gerade auf Festivals spielen psychoaktive Drogen eine große Rolle. Dabei werden Substanzen oft in absoluter Unkenntnis der Wirkstoffe konsumiert, die in großer Anzahl notfallmedizinische Maßnahmen erforderlich machen“, verdeutlichte Drese. „Mit dem mobilen Drug-Checking-Angebot sollen die Schäden durch Drogenkonsum auf Festivals reduziert werden und wollen wir Abhängigkeitsverläufen entgegengenwirken“, so die Ministerin. Der Ansatz des sogenannten Drug-Checkings sei damit präventiver und nicht repressiver Natur, erklärte Drese.

„Mit dem Angebot auf dem Pangea-Festival können wir den ohnehin stattfindenden Drogenkonsum aus medizinischer Sicht sicherer machen. Das steht für uns im Vordergrund. Unsere große Expertise im Bereich der Toxikologie und Suchtmedizin können wir mit dem Angebot des Drug-Checkings auf dem Pangea-Festival zielgerichtet einbringen“, sagt Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin der Universitätsmedizin Rostock.

Ein weiterer Vorteil besteht nach Aussage der Ministerin darin, dass sehr schnell vor festgestellten hohen Wirkstoffmengen gewarnt werden kann. Drese: „Das erfolgt auf dem Festival selbst durch entsprechende Warnmeldungen über den Veranstalter. Zudem werden die Ergebnisse und Fotos der Pillen öffentlich ausgehängt.“

Darüber hinaus sind ausführliche Informationen zu überdosierten Drogen oder gefährlichen Beimischungen auch auf der Internetseite: www.drugchecking.info abrufbar. Neben einer bildlichen Darstellung der Ecstasy-Pillen findet sich dort eine detaillierte Risikoeinschätzung.  Auch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) wird auf seiner Website aktuelle Warnmeldungen des Drug-Checking-Teams veröffentlichen.

Drese: „So können gesundheitliche Schäden durch den Drogenkonsum reduziert und im besten Fall vermeiden werden. Ich bin deshalb sehr froh, dass das Land mit der UMR einen überaus kompetenten und erfahrenen Träger für die Durchführung des Modellvorhabens gewinnen konnte“, sagte Drese.

„Wappen von Ueckermünde“ auf Tour

Jesse: Deutschlands erster barrierefreier Großsegler ist eine wegweisende Initiative, die das Wirtschaftsministerium unterstützt

Rostock – Im Rahmen der 33. Hanse Sail hat die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Ines Jesse an einer Ausfahrt mit dem Rollisegler „Wappen von Ueckermünde“ teilgenommen.

„Deutschlands erster behindertengerechter Großsegler ist ein herausragendes Symbol für Inklusion und Zusammenhalt. Die Idee, ein barrierefreies Segelschiff zu schaffen und damit Menschen mit und ohne Behinderung die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam die Welt der Meere zu erkunden, ist eine wegweisende Initiative, die das Wirtschaftsministerium unterstützt.

Barrierefreiheit umfasst nicht nur den Zugang zu öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln, sondern auch die Teilhabe an Freizeitaktivitäten und Erlebnissen wie dem Segeln“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Ines Jesse.

Mit dem barrierearmen Segelschiff können Kinder und Jugendgruppen aus Schulen, Vereinen und Werkstätten auf die Ostsee fahren. Bis zu fünf Rollstuhlfahrende finden auf dem Schiff Platz. Die Menschen im Rollstuhl können sich frei an und unter Deck bewegen und entsprechend ihrer Möglichkeiten an den Arbeiten des Bordalltags teilnehmen.

Für Menschen mit Behinderungen ist die Erschließung der Küstenlandschaft und das Segeln eine einzigartige Möglichkeit. Seit dem Jahr 2022 wird der Rollisegler über die Landesinitiative „Ländliche GestaltungsRäume“ vom Wirtschaftsministerium mit über 500.000 Euro für die Werftinstandsetzung gefördert. „Für die Umsetzung der Idee, ein barrierefreies Schiff zu bauen, hat sich im Jahr 2000 der Rollisegler e.V. gegründet.

Seit dem erfolgreichen Schiffsbau und der Taufe 2007 hält der Verein den Rollisegler ´Wappen von Ueckermünde´ in Fahrt. Das ist ein beeindruckendes, ehrenamtliches Engagement. Als Schiffseigner pflegt und fördert der Rollisegler e.V. in Kooperation mit dem Betreiber das Schiff und die Idee vom barrierefreien Segeln“, sagte Jesse.

Bislang konnten durch die Landesinitiative seit dem Jahr 2018 mehr als 25 Vorhaben unterstützt werden. Zu den geförderten Vorhaben zählen unter anderem der Rufbus ILSE und die Mobilitätszentrale (alter Bahnhof) in Torgelow, die Ausbildung von Dorfmoderatorinnen und Dorfmoderatoren, das Gesundheitszentrum in Altentreptow und in Goldberg sowie die Revitalisierung der Altstadt in Tribsees.

Branchentreffen „Rostock Wind“

Meyer: Tempo machen beim Windkraftausbau

Rostock – „Wir müssen beim Ausbau der Windkraft auf Land schneller werden und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Menschen vor Ort an den Gewinnen beteiligt werden.“ Das hat Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit anlässlich seiner Teilnahme an der „Rostock Wind“ in Rostock gesagt.

Beim Ausbau der Windenergie käme Mecklenburg-Vorpommern bislang unterschiedlich voran: Im vergangenen Jahr wurde der Offshore-Windpark Arcadis Ost 1 in Betrieb genommen (27 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 257 MW). Weitere Offshore-Windparks im Küstenmeer sind in Vorbereitung. Insbesondere der Ausbau an Land wird aber durch die oft „viel zu langen Genehmigungsverfahren“ ausgebremst.

„Um unseren riesigen Standortvorteil als windreiches Küstenland voll auszunutzen, müssen wir on- und offshore beim Windkraftausbau an Tempo zulegen. Ich rate den für die Planungen und Genehmigungen zuständigen Behörden zu einer ordentlichen Portion Pragmatismus. Die Energiewende bietet für Mecklenburg-Vorpommern große Zukunftschancen, die es zu nutzen gilt.“

Ziel der Landesregierung sei es, dass die Bürgerinnen und Bürger, die in der Nähe von Windkraftanlagen wohnen, von den Erträgen profitieren können. „Wir überarbeiten derzeit das Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz mit dem Ziel, bürokratische Hürden abzubauen und die Beteiligungsmöglichkeiten deutlich zu vereinfachen.“

Außerdem soll das Gesetz in Zukunft auch auf Photovoltaikanlagen erweitert werden. Auch das werde die Bedeutung des Gesetzes deutlich stärken. Es soll eine gesetzliche Basis für eine Verhandlung auf Augenhöhe zwischen den Vorhabenträgern und den Gemeinden geschaffen werden.

Die Rostock Wind ist ein jährliches Treffen der Windenergiebranche in Rostock. Auf der diesjährigen Rostock Wind nimmt Minister Reinhard Meyer an einer Podiumsdiskussion zur aktuellen Situation der Branche teil.