Karls eröffnet am 23. März 2018 Upcycling-Hotel in Rövershagen

Rövershagen – Komfortabel nächtigen zwischen Europaletten, entspannen im Licht einer Lampe aus einer alten Kaffeekanne, fabulieren am Tisch aus einer Kabeltrommel: Am 23. März eröffnet mit dem Upcycling-Hotel „Alles Paletti“ in Rövershagen bei Rostock eine Unterkunft der besonderen Art.

Damit steigt Eigentümer Robert Dahl, der bereits drei Erlebnis-Dörfer im Nordosten sowie das „Pier 7“ im Ostseebad Warnemünde betreibt, ins Hotelgeschäft ein. Das Konzept ist so außergewöhnlich wie seine Erlebnis-Dörfer, die besonders bei Familien beliebt sind. Alle 50 Zimmer sind mit Materialien und Möbeln ausgestattet, die eine Geschichte mit sich bringen und liebevoll aufgearbeitet wurden. So fungieren beispielsweise Skier als Bettbegrenzung, Schlitten werden zu Badregalen und Stühle zu Leitern.

Buchungen sind ab 67 Euro für das Doppelzimmer möglich und beinhalten die Tageskarte für Karls Erlebnis-Dorf, auf das Gäste aus dem Hotelzimmer blicken.

Wäscherei hat in neue Betriebsstätte in Schönberg investiert

Schönberg – Die iPhotex GmbH hat in Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) eine neue Betriebsstätte für eine Wäscherei errichtet. „Das Unternehmen investiert in einen neuen Standort, um insbesondere seinen Kundenkreis aus den Hamburger Hotelbetrieben zu bedienen. Hotel- und Gastronomiebetriebe benötigen vor allem in der touristischen Hochsaison schnell ihre Bett-, Frottee- und Tischwäsche zurück. Mit der neuen, hochmodernen Wäscherei in Schönberg können die Aufträge effizient abgearbeitet werden. So kann sich das Unternehmen noch besser dem Wettbewerb stellen. Mit der Errichtung sind 18 neue Arbeitsplätze vor Ort entstanden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Für die Betriebsstättenerrichtung wurde ein bestehendes, bereits früher als Wäscherei genutztes Gebäude umgebaut. Unter anderem sind Versorgungsleitungen für Energie, Wasser und Gas installiert sowie ein vollständiger Wäschereimaschinenpark neu erworben worden. Die iPhotex GmbH gehört zum Firmenverbund Großwäscherei Duncker, Duncker-iPhotex und iPhotex, die als Spezialisten für textile Dienstleistungen in der Hotellerie, Gastronomie und Fährschifffahrt aktiv sind. Die Wurzeln des inhabergeführten Familienbetriebes gehen zurück bis in das Jahr 1872.

2006 wurde in Lüdersdorf eine Großwäscherei eröffnet; 2011 und 2014 erfolgten Erweiterungen. Heute gehören vier Wäschereien an den drei Standorten Lüdersdorf, Schönberg und Lübeck zum Unternehmen. Mit der neuen Wäscherei in Schönberg verfügt das Unternehmen insgesamt über eine Produktions- und Lagerfläche von knapp 20.000 Quadratmetern. Nach Unternehmensangaben kann ein Gesamt-Tagesvolumen von bis zu 160 Tonnen Wäsche im Zweischichtbetrieb gewaschen werden. „Neuansiedlungen und Erweiterungen von Unternehmen stärken die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Wir unterstützen die Investitionen. Betriebe können am Markt mit erfolgreichen Produkten und Dienstleistungen weiter wachsen. So entstehen dauerhafte Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens betragen knapp 3,1 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund knapp 307.000 Euro.

Produktionsstart für „Crystal Endeavor“ bei MV WERFTEN

Stralsund – In Stralsund begann mit dem ersten Brennschnitt der Bau der „Crystal Endeavor“, der ersten Expeditionsyacht mit Eisklasse für Crystal Cruises: Mit dem ersten Stahlschnitt startete heute bei MV WERFTEN am Standort Stralsund die Fertigung der Luxus-Expeditionsyacht „Crystal Endeavor“ für Crystal Cruises. Tan Sri Lim Kok Thay, CEO und Vorstandsvorsitzender der Genting-Gruppe, Tom Wolbers, CEO von Crystal Cruises, Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe und Stralsunds Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow setzten unter den Augen zahlreicher Mitarbeiter und Gäste per Knopfdruck die Brennmaschine in Gang.

„Mit dem ersten Stahlzuschnitt in Stralsund setzt MV WERFTEN den eingeschlagenen Weg in Mecklenburg-Vorpommern kontinuierlich fort. Das ist die nächste Etappe des Unternehmens, den Schiffbau im Land weiter auszubauen. Dabei ist jedes neu entstehende Schiff Zukunftssicherung für die Region. Wichtige Industriearbeitsplätze entstehen in Vorpommern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die 164 Meter lange und 23 Meter breite Expeditionsyacht „Crystal Endeavor“ ist für Touren in der Arktis, Antarktis und in den Tropen gebaut.

v.l.n.r. Erster Stahlschnitt für die Expeditionsyacht „Crystal Endeavor“ in Stralsund – Tom Wolber (CEO von Crystal Cruises), Jarmo Laakso (CEO von MV WERFTEN) und Harry Glawe (Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit). Foto: MV WERFTEN

„Die ‚Crystal Endeavor‘ ist ein wirklich außergewöhnliches Schiff. Wir sind stolz, dieses Projekt umsetzen zu dürfen und freuen uns ganz besonders, heute in Stralsund wieder mit dem Schiffbau loszulegen und somit Hunderte neuer Jobs zu schaffen“, so Jarmo Laakso, CEO von MV WERFTEN. „Die Vorfreude auf diese innovative Expeditionsyacht ist enorm – wie auch unsere Erwartungen an den Standort Stralsund“, sagte Tan Sri Lim Kok Thay, CEO und Vorstandsvorsitzender der Genting-Gruppe. „Wir werden über 20 Millionen Euro in neue Anlagen investieren, sodass hier zukünftig effizient Kreuzfahrtschiffe gebaut werden können.“

Die „Crystal Endeavor“ wird die weltgrößte und geräumigste Megayacht mit Eisklasse sein. Nach ihrer Indienststellung in 2020 wird sie Passagiere bis in die entlegensten Winkel der Welt bringen. Das Luxus-Schiff, das ausschließlich über Suiten verfügt, bietet seinen Reisenden den preisgekrönten Crystal-Cruises-Service, zu dem auch ein persönlicher Butler-Service gehört.

Crystal Cruises greift Unternehmensangaben zufolge nach der Krone im Luxusreisemarkt und plant binnen der nächsten Jahre im Rahmen des wohl größten und gleichzeitig hochwertigsten Neubauprogramms zur besten Luxusreisemarke der Welt zu wachsen. Schon jetzt gewinnt Crystal Cruises regelmäßig die international wichtigsten Luxusreisepreise, wie z. B. den „World’s Best Cruise Ship“ im Condé Nast Traveler’s Reader Choice Awards oder „World’s Best Large Ship Cruise Line” von Travel + Leisure. Mit den neuen Luxushochseeschiffen, Privatjets, Expeditionsyachten und Flusskreuzern beginnt für Crystal Cruises und dem deutschen Luxusreisemarkt eine neue Zeitrechnung. Gebaut werden diese Schiffe von MV WERFTEN in Mecklenburg-Vorpommern. „Luxury made in Germany“ für Crystal Cruises und das exklusivste Reisepublikum der Welt. Buchbar natürlich auch in Deutschland in jedem guten Reisebüro.

Die drei Werften in Wismar, Rostock und Stralsund gehören nach Angaben des Unternehmens zu den größten und modernsten Schiffbaubetrieben Europas. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Wismar verfügt an allen Standorten über direkten Ostseezugang, wetterunabhängige Fertigungsanlagen sowie eine effiziente Logistikinfrastruktur – und vereint so innovative High-Tech-Produktion mit umfassender Schiffbau-Expertise.

In ihrer jeweils 70-jährigen Geschichte haben die Werften insgesamt rund 2.500 Schiffsneubauten konstruiert, gefertigt und ausgerüstet, darunter Kreuzfahrtschiffe für AIDA, RoPax-Fähren für Stena Line und Flusskreuzfahrtschiffe für Premicon. Heute hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung und den Bau von luxuriösen Kreuzfahrt-, Flusskreuzfahrtschiffen und Megayachten spezialisiert. MV WERFTEN investiert kontinuierlich in neue Technologien, Anlagen und Mitarbeiterqualifizierung, um eine ausgezeichnete Qualität „made in MV“ zu gewährleisten.

Gastro-Initiative „So schmeckt MV“ stärkt regionale Produzenten

Schwerin – Die Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist mit mehr als 14.400 Beschäftigten in 87 Betrieben einer der wichtigsten Industriezweige des Landes. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz allein zwischen Januar und Oktober bei 3,9 Milliarden Euro. Zudem gibt es in MV mehr als 6.600 gastgewerbliche Unternehmen mit über 50.000 Beschäftigten und fast 2.000 Auszubildenden. Der jährliche Umsatz des Gastgewerbes von rund 1,8 Milliarden Euro macht beachtliche 8,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes aus. Darüber informierte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus heute auf einer Veranstaltung der Gastro-Initiative „So schmeckt MV“ in Schwerin.

Das Bündnis, 2012 auf Initiative des Inhabers des Güstrower Mineralbrunnens gegründet, eint engagierte Köche und Gastronomen inhabergeführter Betriebe, Lieferanten, Genussfreunde, Förderer und Sponsoren, die für die kreative regionale Kochkunst in Mecklenburg-Vorpommern werben. Zu den Grundsätzen des Bündnisses gehört, dass mindestens 50 Prozent der verarbeiteten Waren regionaler Herkunft sind. Mit der Vergabe des Qualitätssiegels „So schmeckt MV“ trage das Bündnis dazu bei, Mecklenburg-Vorpommern zu einer anerkannten Genussregion zu machen, sagte Minister Backhaus.

„Leider gibt es für den Begriff ,regionale Lebensmittelerzeugung‘ im Gegensatz zu Bio-Lebensmitteln keine anerkannte Definition und keine einheitlichen Kriterien zur Produkt- und Prozessqualität“, bedauerte Backhaus. Dennoch liegen Lebensmittel aus der Region seit Jahren im Trend. „Sie reduzieren das Verkehrsaufkommen und sind damit klimafreundlich. Und sie stärken in Zeiten der Globalisierung im Nahrungsmittelsektor das Vertrauen der Konsumenten in die Erzeuger“, erklärte Backhaus. Seit Jahren steige die Nachfrage der Verbraucher und ebenso die Zahl der Aussteller auf Regionalmessen. „Auch auf der Internationalen Grünen Woche kommen in jedem Jahr ein bis zwei neue regionale Produzenten hinzu, in diesem Jahr sind es sogar deutlich mehr“, so der Minister.

Die 83. Internationale Grüne Woche findet vom 19. bis 28. Januar in Berlin statt. Erwartet werden rund 400.000 Messe- und Kongressbesucher.

Minister Backhaus: Boden für Landwirtschaft wird knapper

Güstrow – „Die konventionelle Landwirtschaft muss ökologischer werden.“ Das forderte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus am heutigen Abend auf der 15. Agrarpolitischen Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Güstrow. Auf der Tagung, die die Situation der Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern beleuchtete, stellte der Minister den Zwiespalt dar, dem moderne Agrarwirtschaft unterworfen ist. Einerseits sei die Produktion gesunder und preiswerter Lebensmittel unter Berücksichtigung von Tierwohl, Gewässer- und Bodenschutz, Artenvielfalt und Klimaschutz gesellschaftlich gefordert. Andererseits seien Landwirte neben zunehmenden Extremwetterlagen und schwer vorhersehbaren Preisentwicklungen einem starken Wettbewerbsdruck sowie hohen Pachtkosten und Flächenpreisen ausgesetzt. Obendrein hätten sie zahlreiche nationale und europäische Rechtsvorschriften und Berichtspflichten einzuhalten.

„Verfügbare Acker- und Grünlandflächen in Deutschland werden immer knapper und treiben die Kauf- und Pachtpreise in die Höhe“, berichtete Backhaus. Die Kaufpreise für Boden in MV waren nach einer 20- bis 30-prozentigen Steigerung in den Jahren 2009 bis 2011 im Jahr 2016 erneut kräftig gestiegen und hatten sich seit 2010 mehr als verdoppelt. „2015 haben die Kaufpreise für landwirtschaftliche Nutzflächen in MV erstmals den bundesweiten Durchschnitt überschritten. Damit hat Mecklenburg-Vorpommern die höchsten Preise der neuen Bundesländer“, so der Minister.

Auch die Pachtausgaben der Landwirte sind gestiegen. Stärker als die Bestandspacht – sie lag 2016 in MV bei 245 Euro je Hektar – stiegen die Neupachten, also die Preise für Pachtungen in den zurückliegenden zwei Jahren. Lagen sie 2016 noch bei 342 Euro je Hektar, so stiegen sie bis zum 31.10.2017 auf 361 Euro je Hektar. Bei der anhaltenden Verknappung von Boden spielten auch Geldanlagen nichtlandwirtschaftlicher Investoren eine Rolle, sagte der Minister.

Indessen wächst der Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen in MV. Derzeit bewirtschaften 883 landwirtschaftliche Betriebe etwa 135.827 Hektar Ackerland ökologisch. Von Juni 2015 bis Juni 2017 wuchs der Anteil der Öko-Ackerfläche um 16.750 Hektar auf 10,1 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche an. Insgesamt sind 1.141 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft in MV nach EU-Ökoverordnung zertifiziert. „Das Verbraucherbewusstsein für ökologisch, regional und saisonal erzeugte Produkten steigt“, so Backhaus. Deshalb müsse die konventionelle Landwirtschaft ökologischer werden. „Mit Blick auf nachfolgende Generationen ist es unser Auftrag, die natürlichen Ressourcen zu bewahren“, sagte er.

Minister Backhaus verwies auf sein Anfang Dezember in Berlin und Brüssel vorgestelltes Modell für eine gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP) nach 2020. Sein Modell sieht unter anderem vor, die bisherigen Direktzahlungen an die Landwirte auf eine Grundprämie zu kürzen und deren Zahlung an das Erbringen freiwilliger ökologischer Leistungen zu koppeln. Die Vergütung für ökologische Leistungen – sie könnten die bisherigen AUKM und den ökologischen Landbau umfassen – soll dazu um 15 bis 30 Prozent gegenüber dem jetzigen Niveau angehoben werden. „Damit bauen wir die Zahlungen zu ökologischen Direktzahlungen um“, erklärte Dr. Backhaus. Erstmals könne der Landwirt mit dem Erbringen ökologischer Leistungen sein Betriebsergebnis aufstocken. „Das ist ein deutlicher Leistungsanreiz, um die europäischen Umwelt- und Klimaschutzziele zu erreichen“, so Minister Backhaus.

Gute Arbeit und faire Löhne

Neubrandenburg – Dahlemann im Schulterschluss mit den Gewerkschaften: Auf dem 26. Neujahrsempfang der DGB Region Ost Mecklenburg-Vorpommern in Neubrandenburg hat sich der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern für eine Stärkung der Wirtschaftskraft des Landes, gute Arbeit und faire Löhne ausgesprochen. „Unser gemeinsames Ziel sind gute Arbeitsplätze mit fairen Löhnen und arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsbedingungen“, erklärte der Staatssekretär.

Faire Löhne seien gleich in doppelter Hinsicht wichtig für das Land. „Höhere Löhne sind entscheidend dafür, dass Mecklenburg-Vorpommern eine gute Chance im Wettbewerb um die besten Köpfe hat. Das gilt in den traditionellen Erfolgsbranchen im Land genauso wie in unseren leistungsstarken Zukunftsindustrien“, betonte Dahlemann. „Und höhere Löhne sind ganz klar eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Menschen, die arbeiten, müssen von ihrer Arbeit gut leben können. Arbeit muss Perspektiven für die Menschen bieten.“

Die Landesregierung unterstütze deshalb die Forderung der Gewerkschaften nach mehr Tariflohn. Mit Änderungen im Vergabegesetz und bei der Wirtschaftsförderung werde die Regierung Anreize für gute Arbeit und faire Löhne setzen.

Dahlemann kündigte an, im Jahr 2018 die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Betriebsräten intensiv fortzusetzen. „Wir haben im letzten Jahr zwei große Veranstaltungen mit Betriebsräten aus Vorpommern gemacht. Das werden wir 2018 fortsetzen. Ich bin davon überzeugt. Gute Betriebsratsarbeit ist ein Gewinn für die Unternehmen. Es lässt sich gemeinsam mehr erreichen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben ein gemeinsames Interesse am Erfolg des eigenen Unternehmens – und das ist gut für unser gesamtes Land.“

Gewinner im Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft stehen fest

Schwerin – Die Gewinner stehen fest: Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Donnerstag die Gewinner des Ideenwettbewerbs Kultur- und Kreativwirtschaft ausgezeichnet. „Die heutigen Gewinner haben durch innovative Konzepte überzeugt. Sie stehen beispielhaft für die vielen klugen und kreativen Köpfe der Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Sie zeigen, dass es wichtig ist, auch mal neue Wege zu wagen. Dabei wollen wir die Preisträger mit dem Ideenwettbewerb unterstützen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. 16 Bewerbungen wurden beim Wirtschaftsministerium eingereicht. „Die Gewinner liefern mit ihren Vorhaben spannende Formate, wie Kreativschaffende und Unternehmen noch besser aufeinander zugehen können“, erläuterte Glawe weiter. Für den Wettbewerb stehen Mittel in Höhe von 100.000 Euro aus Landesmitteln zur Verfügung.

Im Wettbewerb wurden zukunftsweisende Ideen, vor allem für branchenübergreifende Projekte, Produkte und Prozesse, die das Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungspotential der Kreativwirtschaft weiter entwickeln und vermarkten, gesucht. „Ich sehe in der Zusammenarbeit mit dem kreativen innovativen Potential der Branche in Mecklenburg-Vorpommern erhebliche Chancen und Wachstumsmöglichkeiten für andere Wirtschaftszweige und Gewerke. Zum Beispiel für diejenigen, die in Bezug auf neues Design, Digitalisierung und Vertrieb/Marketing vor aktuellen Herausforderungen und Aufträgen stehen. Das Potential der Kreativen gilt es noch besser in wirtschaftlicher Verwertung zu nutzen“, so Glawe weiter. „Wir haben viele versteckte Talente in unserem Land. Mit dem Wettbewerb wollen wir auf die Vielfalt und die Potentiale der erwerbswirtschaftlich tätigen Kultur- und Kreativwirtschaft aufmerksam machen“.

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen haben einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig. „Die Kultur- und Kreativwirtschaft schafft Wertschöpfung, Einkommen und Beschäftigung im Land“, so Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Überblick über die Gewinner im Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft

Eine Jury – bestehend aus Vertretern der Industrie- und Handelskammern (IHK’s), Wirtschaftsfördergesellschaften, aus Kommunen sowie Design- und Technologiezentren – hat unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit über die eingereichten Projektideen in einem Auswahlverfahren entschieden.

Projekt Match.Box – Neubrandenburg/Greifswald – 36.000 Euro

Unternehmen: 13°Grad Crossmedia (Inhaber: Martin Horst); Stuhmer/Scholz Design_büro (Esther Stühmer) sowie Witeno (Dr. Wolfgang Blank)

Das Projekt wird durch ein interdisziplinäres Team aus Marketing-, Design- und Wirtschaftsfachleuten umgesetzt. Im Projekt werden vier Konzepte erstellt, mit denen die Wirtschaftszweige Ernährung, Gesundheit, Handwerk/Technologie und Stadtentwicklung mit Akteuren der Kreativwirtschaft zusammengeführt werden sollen. Durch diese Zusammenarbeit sollen neue Produkte und Innovationen entstehen. Um die Innovationskraft der Kultur- und Kreativwirtschaft sichtbar zu machen, soll ein mobiler Container durch MV touren und die Ergebnisse der interdisziplinären Zusammenarbeit visualisieren.

Innovatives Matching von traditioneller Wirtschaft und Kultur- und Kreativwirtschaft – Rostock – Vorhaben: 24.000 Euro

Netzwerk der Kreative MV (Projektleitung: Veronika Schubring & Teresa Trabert)

Unternehmen und Kreative werden durch 2 Innovationsformate zusammengeführt:

Speed-Dating: Es sollen spezifische Problemlösungs-Bedarfe in KMUs mit Kreativ-Schaffenden, die die richtige Expertise und Kapazität zu dessen Lösung parat haben, zusammengebracht werden. Resultate des Speed-Datings sind idealerweise direkte Kooperationen, die sich zwischen den Einzelakteuren – Unternehmen und Kreativ-Schaffenden – anschließen, die beim Speed-Dating einen Match hatten.

Job-Shadowing: Es sollen in dem Projekt Tandems aus Kreativschaffenden und Geschäftsführenden von Unternehmen anderer Branchen gebildet werden, die sich für jeweils zwei Tage auf ihrer Arbeit begleiten. Begleitet wird dieser Austausch durch ein Coaching, um schnell eine intensive Vertrauensbasis miteinander aufzubauen. Das Lernen voneinander, das sich gegenseitig auf Augenhöhe Begegnen und Unterstützen, sowie das Erkennen der Potentiale kreativen Arbeitens und möglicher Kooperationen steht bei diesem Format im Vordergrund.

Konferenz zum Leerstandswohlstand – Region Westmecklenburg-Schwerin – Vorhaben: 24.400 Euro

Netzwerk der Kreative MV (Projektleitung: Corinna Hesse & Antje Hinz GbR)

Regionale und überregionale Experten und Praktiker aus Kreativ- und Immobilienbranche entwickeln gemeinsam mit Regionalentwicklern und Wirtschaftsförderern in interdisziplinären Workshops Lösungen rund um das Thema Leerstand, wie er durch Kreative entwickelt werden kann und welche Effekte daraus entstehen. Hierzu sollen Kooperationen mit der Immobilienwirtschaft, Industrieunternehmen, den IHK´s und den Wirtschaftsfördergesellschaften angestoßen und so konkrete Projekte der Raumtransformation (Kreativräume in Unternehmen, Co Working Spaces und Kreativquartiere) initiiert und lokale Kreativnetzwerke gestärkt werden. Sowohl für Wohnungsleerstand als auch für leere Gewerbe sollen Nutzungsideen entwickelt und angestoßen werden.

Landesweite Branchenkonferenz – Rostock – Vorhaben: 15.600 Euro

Netzwerk der Kreative MV Projektleitung: Veronika Schubring & Teresa Trabert

Branchenkonferenz KREATOPIA – Hierbei sollen Akteure aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, der Wirtschaft, der Verwaltung, der Wissenschaft und Politik zusammengeführt werden. Kreativschaffende stellen aktuelle Projekte vor, in Workshops wird zu interaktivem und branchenübergreifendem Innovationstransfer diskutiert und Möglichkeiten der Vernetzung besprochen. Ein Ziel ist es, dass Unternehmen einen neuen, kreativen Blick auf Konzepte erhalten, Geschäftsmodelle sowie Strategien entwickeln. Die Kreativschaffenden erweitern ihr Spektrum eines möglichen Absatzmarktes.

Fiberglasmöbel-Produzent erweitert Betriebsstätte in Wendorf/Groß Lüdershagen

Wendorf – Das Unternehmen Masson-Wawer Fiberglasmöbel GmbH plant eine Erweiterung seiner Betriebsstätte in Wendorf (Landkreis Vorpommern-Rügen). „In Handarbeit fertigen die Mitarbeiter der Masson-Wawer Fiberglasmöbel GmbH Gartenmöbel samt Auflagen für ihre Kunden. So hat sich das Unternehmen einen hervorragenden Namen als Qualitätslieferant erarbeitet. Aufgrund der hohen Nachfrage werden größere Kapazitäten erforderlich. Mit der Erweiterung werden 29 Arbeitsplätze gesichert und fünf neue Jobs geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Das Unternehmen produziert Gartentische, -stühle und -sessel in rund 60 verschiedenen Ausführungen. Darüber hinaus werden rund 250 unterschiedliche Dekorationsartikel aus Fiberglas für den Handel hergestellt. Als Basis dient ein mehrere hundert Meter langer Glasfaser-Faden, getränkt in Polyesterharz. Das Material (Fiberglas) ist äußerst robust und findet unter anderem auch Anwendung in der Herstellung von Windrädern und Bootsrümpfen. Jetzt plant die Masson-Wawer Fiberglasmöbel GmbH den Ausbau der vorhandenen Produktions-, Lager- und Büroflächen sowie die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Erstmals sollen zusätzlich eigene Ausstellungsflächen entstehen, um das Sortiment Interessenten professionell präsentieren zu können.

„Das Unternehmen ist regelmäßig bundesweit auf Messen und Ausstellungen präsent, unter anderem auf der Internationalen Handwerksmesse in München. So trägt die Masson-Wawer Fiberglasmöbel GmbH dazu bei, Qualitätsprodukte aus unserem Land weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen. Export ist Zukunftssicherung für heimische Unternehmen“, sagte Glawe weiter. Das Unternehmen exportiert seine Produkte in über 37 Länder. Hierzu zählen unter anderem Australien, USA/Kanada, fast gesamt Europa und Südafrika.

Die Gesamtinvestition für die Geschäftserweiterung beträgt rund 522.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 138.000 Euro.

Energiegeladene Witze verkürzen Wartezeit

Eröffnung der Cartoon-Ausstellung „Unter Strom“ in der Gemeindeverwaltung Karstädt

Karstädt/Schwerin – Woche für Woche zeichnet der Cartoonist Mario Lars für die WEMAG. Immer neu und immer unter Strom. Die 90 besten Zeichnungen sind im Buch „Unter Strom“ versammelt. Cartoons von schlechten Elektrikern und brandneuen Windrädern, von langen Leitungen und unterirdischen Kabeln. Kurz: Cartoons voller Energie.

Insgesamt 20 Bilder aus der Cartoon-Sammlung sind jetzt in Karstädt zu sehen. Am 9. Januar wurde in Anwesenheit des Bürgermeisters der Gemeinde Karstädt, Udo Staeck, die Ausstellung „Unter Strom“ eröffnet. In den nächsten Monaten zieren die großformatigen Drucke das Foyer und den Treppenaufgang der Gemeindeverwaltung. „Kunst im Foyer ist etwas Bedeutendes in unserer Gemeinde. Cartoons sind einmal etwas ganz Anderes in unserem Rathaus“, sagte Udo Staeck.

Der Bürgermeister der Gemeinde Karstädt, Udo Staeck, hat mit WEMAG-Kommunalbetreuer Bernd Halfkath (li.) in der Gemeindeverwaltung Karstädt die Cartoon-Ausstellung „Unter Strom“ eröffnet. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

„In Karstädt konnte nun schon die neunte Ausstellung dieser Art eröffnet werden. Das freut uns sehr. Damit fördern wir nicht nur einen regionalen Künstler, sondern wollen auch den Kunden in unserer Heimat die Wartezeit mit Humor etwas verkürzen“, erklärte WEMAG-Kommunalbetreuer Bernd Halfkath am Rande der Ausstellungseröffnung.

Der Region verbunden ist auch der Cartoonist und Karikaturist Mario Lars. In Mecklenburg geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet er heute auf dem Schulzenhof in Gneven bei Schwerin. Von der WEMAG mit Strom versorgt, zeichnet er für sie seit über drei Jahren Cartoons voller Energie. Bei der Vergabe des Deutschen Cartoon-Preises 2016 auf der Frankfurter Buchmesse erhielt Mario Lars den 3. Preis.

„Wir wollen weiterhin auch anderen Gemeindeverwaltungen und Ämtern anbieten, die Ausstellung kostenfrei in den eigenen Räumen zu präsentieren. Bei Interesse können die Cartoons sogar dauerhaft deren Wände schmücken“, so Bernd Halfkath weiter. Weitere Informationen zum Buch sind im Internet unter www.wemag.com/cartoon abrufbar.

Medienschelte aus gegebenem Anlass

Schwerin – Nachdem die Nordkurier Logistik Mecklenburgische Schweiz GmbH & Co. KG ihren 60 Beschäftigten zum Ende des Monats gekündigt hat, erklärt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Thomas Krüger: „Es macht mich wütend, wenn ich sehe, wie hier mit den Arbeitnehmern umgegangen wird. Hier sollen fleißige Menschen, die sich für einen ohnehin schon kargen Lohn ins Zeug legen um ihre Rechte gebracht werden. Besonders betroffen macht mich das, weil hier ein Medienbetrieb hinter dem unlauteren Verfahren steht, der sonst nicht zimperlich ist, angebliche Missstände im Land anzuprangern. Wenn der Arbeitgeber, der gerade mal den Mindestlohn zahlt die Kündigungen mit betriebswirtschaftlichen Argumenten begründet, ist das nicht nachvollziehbar. Wie sollen denn über eine Leiharbeitsfirma- ohne Umgehung des Mindestlohns – noch Kosten bei den Zeitungszustellern gespart werden? Nein – ganz offensichtlich soll hier nur die Gründung einer Arbeitnehmervertretung verhindert und damit die grundgesetzlich verbrieften Rechte der Arbeitnehmer unterlaufen werden. Das ist nicht hinnehmbar.“

Neujahrsempfang in der Peenestadt Neukalen

Neukalen – Die Peenestadt Neukalen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat am Freitag (05.01.) ihren traditionellen Neujahrsempfang begangen. „Neukalen hat sich als Teil der Mecklenburgischen Seenplatte zu einer prosperierenden Region entwickelt. Dazu haben die Einwohner, Gewerbetreibende, politisch Verantwortliche und öffentliche Verwaltung durch ihr außerordentliches Engagement erheblich beigetragen. So hat sich vor allem die touristische Infrastruktur vor Ort erheblich weiterentwickelt. Dreh- und Angelpunkt ist der Hafen von Neukalen, das Herzstück der Stadt und Anlaufpunkt am Kummerower See“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Der Hafen ist in den vergangenen Jahren mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums erheblich erweitert worden. Unter anderem sind das Hafenbecken und der Wasserwanderrastplatz ausgebaut, über den Peenekanal eine Brücke neu errichtet und der Weg zum Hafen ausgebessert worden. „Das vielfältige wassertouristische Angebot in Neukalen lädt Urlauber, Tagesausflügler und Einheimische zur aktiven Entspannung am und auf dem Wasser ein. Besonders wichtig ist, dass im Hafenbereich durch die Investitionen rund zehn Arbeitsplätze entstanden sind“, betonte Rudolph.

Insgesamt sind in Neukalen seit 1990 acht Infrastrukturvorhaben bei Gesamtinvestitionen in Höhe von drei Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium in Höhe von 2,6 Millionen Euro gefördert worden. Dabei ging es unter anderem um den Ausbau von Radwegeteilstücken von Neukalen nach Salem, das Eisenbahnerlebniszentrum, Ausbau der Hafenstraße sowie die Erweiterung des Wasserwanderrastplatzes. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte waren es im gleichen Zeitraum insgesamt 480 Vorhaben mit einer Gesamtinvestitionssumme von mehr als 680 Millionen Euro, die mit knapp 427 Millionen Euro unterstützt wurden. Die Förderung erfolgte unter anderem aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER). „Nächstes Ziel für Neukalen ist die Zertifizierung als staatlich anerkannter Erholungsort. Gemeinsam mit dem Ortsteil Salem der Stadt Malchin wird derzeit das Antragsverfahren vorbereitet“, sagte Rudolph.

In Mecklenburg-Vorpommern haben bisher 65 Städte und Gemeinden eine staatliche Anerkennung nach dem Kurortgesetz erhalten, davon wurden sieben als Seeheilbad, zwei als Heilbad, vier als Luftkurort, zwei als Kneipp-Kurorte, 24 als Seebad und 26 als Erholungsort prädikatisiert.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum von Januar bis Oktober 2017 rund 906.000 Ankünfte und mehr als 3,2 Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum mehr als 6,8 Millionen Ankünfte und rund 27,3 Millionen Übernachtungen. „Wir müssen unseren guten Ruf als attraktives Urlaubsland bei den Gästen verteidigen. Dafür ist es notwendig, die touristische Angebotsvielfalt noch weiter zu verbessern, ohne Service und Qualität zu vernachlässigen. Beispielgebend ist die enge Verzahnung der Urlaubsorte Klink, Rechlin, Röbel/Müritz und Waren (Müritz): In diesen Orten sollen Übernachtungsgäste, die im Besitz einer gültigen Kurkarte sind, im Jahr 2018 den öffentlichen Busverkehr unentgeltlich nutzen können“, sagte Rudolph.

Auch im touristischen Netzwerk „Wir vom Kummerower und Malchiner See“ soll Neukalen zukünftig eine Vorreiterrolle übernehmen. Ziel der Aktivitäten ist es, aus der Region heraus marktfähige Angebotspakete für die Entwicklung eines sanften und naturnahen Familientourismus zu entwickeln, die im Besonderen auch eine Saisonverlängerung nach sich ziehen.

Im Rahmen der gewerblichen Wirtschaftsförderung im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind seit 1990 aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) 1.635 Vorhaben mit einem Gesamtzuschuss von 584,29 Millionen Euro (Gesamtinvestitionsvolumen 2,54 Milliarden Euro) unterstützt worden. So sind insgesamt 14.548 Arbeitsplätze neu entstanden, 28.778 Jobs gesichert. Davon waren es in Neukalen acht Investitionsvorhaben mit 25 neuen Arbeitsplätzen und der Sicherung von 45 Jobs, die das Wirtschaftsministerium in Höhe von knapp 818.000 Euro unterstützt hat bei einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von mehr als 2,8 Millionen Euro.

MEWAKO erhält Zuschuss für Studie

Murchin – Die MEWAKO GmbH in Murchin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 35.000 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für das Vorhaben „Konzeption Energieautarkes Technologiezentrum Ostvorpommern“. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Es ist beabsichtigt, für das Technologiezentrum Ostvorpommern in Relzow eine Studie erarbeiten zu lassen, die Modelllösungen für ein energieautarkes Gewerbegebiet aufzeigt. Die Energieverbraucher an dem Standort sollen durch lokal verfügbare Energieträger und Energiequellen unabhängig von externen Energielieferanten versorgt werden. Außerdem sollen Energieeffizienz- und Wärmeeinsparpotenziale erschlossen werden, um die Emission von Treibhausgasen zu minimieren.

Ministerin Drese will Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen

Schwerin – Gleichstellungsministerin Stefanie Drese will den Anteil von Frauen in Führungspositionen in allen Bereichen weiter erhöhen. Weibliche Leitungskräfte sind vor allem in der Wirtschaft, aber auch in Behörden und Institutionen noch immer deutlich unterrepräsentiert, sagte Drese heute beim Netzwerktreffen der Frauen im höheren Dienst der obersten Landesbehörden in Schwerin.

Drese: „Es geht um die praktische Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern und die Beseitigung bestehende Benachteiligungen auf Grund des Geschlechts. Zudem müssen wir gesamtgesellschaftlich die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Berufstätigkeit weiter verbessern und die Rolle der Gleichstellungsbeauftragten stärken und aufwerten.“

Als konkrete Maßnahmen benannte Ministerin Drese Fortbildungen, die grundsätzliche Möglichkeit zur Teilzeit auch für Leitungskräfte, eine flexible Arbeitszeitgestaltung und eine verbesserte Möglichkeit zur Nutzung von Telearbeit.

Die Ministerin bezeichnete es als gutes und ermutigendes Zeichen, dass die Anzahl der Frauen im höheren Dienst der obersten Landesbehörden in Mecklenburg-Vorpommern beständig größer wird. „Frauen in Führungspositionen sind bei uns eine Selbstverständlichkeit, ob das gewissen politischen Männerbünden im Land nun gefällt oder nicht“ betonte Drese.

Ein wichtiges Instrument der Landesregierung zur Frauenförderung ist nach Aussage Dreses das Mentoring-Programm. „Unsere Erfahrungen zeigen, dadurch werden motivierte und leistungsfähige Frauen optimal auf eine Leitungsposition vorbereitet und in ihrer Rolle als Nachwuchsführungsperson gestärkt“, so die Ministerin.

Drese kündigte an, Ende Januar gemeinsam mit der Direktorin der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow die inzwischen vierte Fortbildungsreihe und das Mentoringprogramm zur Erhöhung des Anteils der Frauen in Führungspositionen in der Landesverwaltung zu starten.

Neue Düngeverordnung: Was ändert sich im Ökolandbau?

Güstrow – Die Novellierung der Düngeverordnung bringt auch für Öko-Betriebe einige Neuerungen mit sich. Deshalb findet am 01. Februar 2018 ab 9.30 Uhr in der Viehhalle in Güstrow, Speicherstraße 11 eine von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei organisierte Veranstaltung statt.

Biobetriebe sind durch die EG-Öko-Verordnung sowie durch die Verbandsrichtlinien im Tierbesatz und in der Folge im Dunganfall und Nährstoffzukauf begrenzt. „Auch diese Betriebe müssen die Vorgaben der Düngeverordnung umsetzen und den Nachweis erbringen, dass Risiken durch die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln so gering wie möglich gehalten werden“, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt. Bei der Nachweispflicht stehen der Bedarf der Pflanzen sowie die Zu- und Abfuhr von Stickstoff und Phosphor im Mittelpunkt.

Im Ökolandbau sind betriebseigene Dünger die wesentlichen Nährstoffquellen. Daher sind Anwendungshinweise zu deren Ausbringung und Lagerung von besonderer Bedeutung. Die direkte Düngung zu einer Fruchtart rückt mit der schlag- und fruchtartenbezogenen Düngebedarfsermittlung stärker in den Fokus. Darüber hinaus sind für Nährstoffvergleiche bzw. die Stoffstrombilanzen Kenntnisse über die Nährstoffzu- und -abfuhr erforderlich. Diese Vorgaben können nur fachgerecht umgesetzt werden, wenn eine zeitnahe schlagbezogene Dokumentation erfolgt, Erträge ermittelt und Nährstoffgehalte einbezogen werden.

„Diese Anforderungen werfen auch für Ökolandwirte in der Umsetzung viele Fragen auf, die auf der Veranstaltung in Güstrow durch Fachexperten der Stelle für Landwirtschaftliches Fachrecht und Beratung (LFB), zuständig für Fragen zur Umsetzung der Düngeverordnung, beantwortet werden. Darüber hinaus wird vom LFB ein Rechenprogramm vorgestellt, das kostenlos zur Umsetzung genutzt werden kann“, so der Minister.

Die Einladung zur Veranstaltung finden Sie unter www.landwirtschaft-mv.de. Hier besteht auch die Möglichkeit Fragen bereits im Vorfeld zu senden.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 1.141 Öko-Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft (Stand 30.06.2017). Darunter 883 landwirtschaftliche Unternehmen, die über 135.800 Hektar Fläche bewirtschaften. Die ökologisch bestellte Anbaufläche im Land ist zwischen 2015 und dem ersten Halbjahr 2017 um ca. 16.750 Hektar gewachsen. Damit liegt der Öko-Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche in MV bei 10,1 Prozent und auf etwas mehr als jedem zehnten Hektar in MV wird ökologisch gewirtschaftet.

Arbeitsmarkt Dezember 2017 in M-V

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ist im Dezember 2017 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. 69.900 Menschen waren arbeitslos gemeldet – damit liegt die Zahl der Arbeitslosen erstmals in einem Dezember seit der Wiedervereinigung unter 70.000. Die Landesarbeitslosenquote beträgt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (Regionaldirektion Nord) 8,4 Prozent.

„Gut ausgebildete Fachkräfte sind eine wesentliche Säule für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Hier gilt es, Mitarbeiter ganzjährig zu halten. Deshalb bleibt es die stetige Herausforderung, mehr saisonunabhängige Beschäftigungsangebote im Land zu schaffen, vor allem im Tourismus“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Im Vergleich zum Vormonat November ist die Arbeitslosigkeit saisonbedingt um 4,8 Prozent gestiegen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Daten Oktober 2017) ist gestiegen: Im Vergleich zum Vorjahr sind 9.700 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden (gesamt 574.900); das entspricht einer Steigerung von 1,7 Prozent. Beschäftigungszuwächse gab es vor allem in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen (+3.300), im verarbeitenden Gewerbe (+1.700) sowie im Handel (+1.200). Gleichzeitig sind bei den Arbeitsagenturen des Landes im vergangenen Jahr 50.700 sozialversicherungspflichtige Arbeitsangebote gemeldet worden, ein Plus von 7,6 Prozent (+7.600 Stellen) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Die wirtschaftlichen Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern haben sich deutlich verbessert. Die Unternehmer des Landes investieren in ihre Betriebsstätten, schaffen und sichern damit nachhaltige Arbeitsplätze. Das zeigt sich in dem erfreulichen Zuwachs der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Wir werden unsere Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik konsequent weiter auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ausrichten. Das schafft mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Glawe.

Im Vergleich der Jahresdurchschnittswerte der Jahre 2016 und 2017 hat sich die Zahl der Arbeitslosen insgesamt von 80.389 (2016) auf 70.982 (2017) gesenkt – das entspricht einem Rückgang von 11,7 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist von 6.547 (2016) auf 5.879 (2017) gesunken (-10,2 Prozent); die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahren von 30.111 (2016) auf 26.843 (2017). Insgesamt 24.938 Menschen sind in Mecklenburg-Vorpommern derzeit langzeitarbeitslos – 15,2 Prozent weniger als im Jahr 2016.

„Dank der robusten wirtschaftlichen Entwicklung in Kombination mit den von uns initiierten Maßnahmen für den Arbeitsmarkt geht es weiter voran. Diesen Weg werden wir weiter gehen“, sagte Glawe. Der Wirtschaftsminister verwies auf Schwerpunkte der Arbeitsmarktpolitik, unter anderem die Bürgerarbeit (Förderung von Arbeitsplätzen insbesondere für Langzeitarbeitslose), die Einstellung von Joblotsen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sowie die stärkere regionalspezifische Ausrichtung des Arbeitsmarktes.