Öko-Landbau knackt 10%-Marke

Schwerin – „In Mecklenburg-Vorpommern bewirtschaften derzeit 885 Landwirtschaftsbetriebe ca. 135.700 ha Anbaufläche ökologisch. Damit klettert der Öko-Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche hierzulande erstmals in den zweistelligen Bereich auf 10,1 %. Das sind im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 7,0 % ein Spitzenwert und ein großartiger Erfolg. Die Landesregierung wird sich auch weiterhin nachdrücklich für verbesserte Rahmenbedingungen für ökologisch wirtschaftende Landwirte und ihre Marktpartner einsetzen. Die Zahlen zeigen: Mit unserem Landesprogramm „Öko-Kompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2020“ sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Mit diesen Worten lobte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Entwicklung des Öko-Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern. Anlass gibt das 20jährige Bestehen der Bio-Gärtnerei-Watzkendorf (LK Mecklenburgische-Seenplatte). Der Betrieb lädt Besucherinnen und Besucher heute (24. Juni 2017), um 11 Uhr, mit Feldrundfahrten, Exkursionen in die Gewächshäuser sowie Kulinarischem zu einem Hoffest ein.

„Was sich ausschließlich nach Spaß anhört, hat einen fachlichen Hintergrund, der nicht zu unterschätzen ist: Die Bio-Gärtnerei Watzkendorf macht Bio erlebbar. Das ist wichtig und gut. Verbraucherinnen und Verbraucher kommen beim Hoffest in den vielfältigen Genuss ökologisch erzeugter Produkte und erhalten einen Einblick in den Ökolandbau unseres Landes“, sagte der Minister im Vorfeld der Veranstaltung.

Das Unternehmen ist Backhaus zufolge in vielen Punkten „ein echter Vorzeigebetrieb“. So sei es zum Beispiel gelungen, Gemüsejungpflanzen aller Art zu produzieren. Dafür greife man auf neueste Technik zurück. Bis zu 30 Angestellte gärtnern saisonbedingt auf ca. 20 ha Freiland, in 6.300 m² Gewächshäusern, 5.100 m² Folientunneln und 3.600 m² Folienhäusern.

2012 ist auf dem Betriebsgelände ein Energie autarkes Gewächshaus entstanden. Die Wärme liefert eine Biogas-Anlage, der Strom kommt aus der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und das Wasser aus einem Regenwasserauffangbecken. Minister Backhaus: „Das nenne ich Wertschöpfung im ländlichen Raum.“

Im Januar 2017 konnte die Bio-Gärtnerei Watzkendorf als erstes Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern beim Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau punkten. Die Bio-Gärtnerei Watzkendorf überzeugte die Jury in der Kategorie „Herausragende Leistungen in der Umsetzung eines gesamtbetrieblichen Konzepts im Bereich des Anbaus und der Vermarktung von Gemüse und Jungpflanzen“. „Auch wenn der Preis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft verdienterweise an ein einzelnes Unternehmen geht, so ist er auch Anerkennung für die Leistungen einer ganzen Branche“, so Backhaus.

Ein wichtiger Faktor für erfolgreiches Wirtschaften sind angemessene Erzeugerpreise. Das gilt trotz der flächenbezogenen Förderung auch für den ökologischen Landbau. „Wie überall in der Landwirtschaft bewegen sich die Öko-Betriebe in einem knallharten europäischen Wettbewerb. Das heißt, die quantitative Erhöhung muss mit einem nachhaltigen und marktgerechten Wachstum der Branche einher gehen“, betonte der Minister.

Ziel der Landesregierung ist es, die Instrumente der Agrarpolitik auf die wachsenden Herausforderungen auszurichten, um den ökologischen Landbau als eine besondere Chance des Landes Mecklenburg-Vorpommern weiter auszubauen. Dazu wurde das Landesprogramm zur Stärkung und Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern „Öko-Kompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2020“ erarbeitet.

Gefragt seien neben Förderangeboten, aber vor allem erfolgreiche Betriebskonzepte. „Mit Menschen, wie in der Bio-Gärtnerei Watzkendorf, wird es auch zukünftig gelingen, den ökologischen Landbau im Land nachhaltig zu entwickeln und zu befördern“, sagte der Minister abschließend.

Tag der Technik in Rostock

Rostock – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Freitag den Tag der Technik unter dem Motto „Heute die Welt von Morgen gestalten“ in Rostock eröffnet. „Es geht darum, mehr junge Menschen durch eigenes Ausprobieren von Technik zu begeistern. Darüber hinaus ist der Tag auch ein Beitrag, für die Fachkräftesicherung in technischen Berufen zu werben. Gerade in den naturwissenschaftlich-technischen Berufen müssen wir intensiv um Nachwuchs werben. Die wirtschaftliche Entwicklung wird durch die fortschrittliche Technik und Forschung weiter vorangetrieben. Umso wichtiger ist es auf diese Ausbildungs- und Berufszweige aufmerksam zu machen“, appellierte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In MV wird die Veranstaltung vom Landesverband des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) organisiert. „Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 sollen spielerisch an technische Themen herangeführt und zugleich über die Vielfalt der Berufe in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) informiert werden“, erläuterte Glawe weiter. In Rostock werden den Schülern Mitmachaktionen, Experimente und Informationsveranstaltungen durch die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik, die Fakultät für Informatik und Elektrotechnik und die Fraunhofer-Einrichtung für Großstrukturen in der Produktionstechnik angeboten. Ebenso vertreten sind der Landesinnungsverband der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke Mecklenburg-Vorpommern, die Ferdinand Schultz u. Nachfolger Fördertechnik GmbH und die Stadtwerke Rostock AG als Ausbildungsbetriebe sowie diverse Schulprojekte.

Eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hat herausgefunden, dass 2017 (Stand: April) 237.500 Arbeitskräfte – Akademiker genauso wie Facharbeiter – im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) fehlen. Das sind 38,6 Prozent mehr als noch im April 2016. „Der MINT-Bereich bietet sehr gute Arbeitsmarktbedingungen und Chancen für den beruflichen Aufstieg“, erläuterte Glawe weiter. „Bedarf an Ingenieuren haben die Unternehmen an der Schnittstelle zwischen IT und Fertigung, also in der sogenannten Industrie 4.0. Hier sind Ingenieure dafür zuständig, wie eine Fabrik digital vernetzt wird und wie man neue Informationsströme in Zeiten der Digitalisierung richtig nutzt. Mit der dualen Berufsausbildung oder einem Studium gibt es zahlreiche Möglichkeiten, seine berufliche Karriere in Mecklenburg-Vorpommern zu starten“, sagte Glawe.

Der Minister warb darüber hinaus für die gemeinsame Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ des Wirtschaftsministeriums und den IHK’s in MV. Im Azubi-Atlas von „Durchstarten in MV“ sind derzeit über 1.300 Unternehmen mit mehr als 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen zu finden. „Hier haben Jugendliche die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika, Erfolgsgeschichten von Auszubildenden und Unternehmen zu suchen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Die Umkreissuche bietet ihnen die Chance, nicht weitab vom Wohnort einen Ausbildungsplatz zu finden. Zudem kann man auf der Website nach Branchen suchen, erfährt Details zu den einzelnen Ausbildungen und bekommt die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen sowie der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern angezeigt. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos.

In Mecklenburg-Vorpommern wird der Tag der Technik in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurrat MV, der Universität Rostock sowie den Hochschulen in Wismar, Stralsund und Neubrandenburg veranstaltet. Der Tag der Technik findet zeitgleich an diesen vier Hochschulstandorten statt. Er findet bundesweit seit 14 Jahren statt.

Handwerk und Digitalisierung

Schwerin – Beim jährlich stattfindenden Hoffest der Handwerkskammer Schwerin hat Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Digitalisierung im Handwerk hingewiesen. Digitalisierung steht für die Verzahnung einzelner Geschäftsprozesse wie Einkauf, Produktion, Personalmanagement, Verkauf und Kommunikation.

„Das Handwerk hatte schon immer ein hohes Innovationspotential – beispielsweise Bäcker und Metzger, die mit digital gesteuerten Maschinen ihre Lebensmittel produzieren. Jetzt gilt es für die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, die sich bietenden Chancen zu ergreifen. Wer sich als Handwerker nicht mit der Digitalisierung beschäftigt, dem drohen langfristig Wettbewerbsnachteile. Die Handwerkskammer Schwerin steht ihren Mitgliedern dabei zur Seite und hilft ihnen, sich fit für die geschäftliche Nutzung des Internets und für die Optimierung der eigenen IT-Strukturen zu machen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph.

Digitale Technologien und innovative Geschäftsmodelle verändern Produkte, Fertigungsprozesse und Verbraucherverhalten. Neben einer effizienteren Produktion geht es auch um intelligente Lösungen für den effizienten Einsatz von Energie, den sicheren Hard- und Softwareeinsatz sowie die moderne Kundenkommunikation vom Onlineauftritt bis zum Internetmarketing. Speziell für das Handwerk gibt es bundesweit vier „Kompetenzzentren Digitales Handwerk“, die Handwerksbetriebe bei der Entwicklung von Digitalisierungsstrategie beraten und helfen, digitale Technologien einzuführen.

Die Kompetenzzentren sind Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert werden. „In unserem Handwerk steckt viel Innovationspotential. Das muss noch breiter genutzt und stärker vermarktet werden. Die Digitalisierung bietet auch kleineren Unternehmen eine Chance, noch schneller und effizienter zu werden. So kann langfristig die wirtschaftliche Basis unseres Landes verbreitert und mehr Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt geschaffen werden“, sagte Rudolph.

Das Wirtschaftsministerium hat mit der „Regionalen Innovationsstrategie 2020 für Mecklenburg-Vorpommern“ (RIS) Zukunftsfelder der Technologiepolitik definiert: Gesundheit/Life Science, Ernährung, Energie und Klima, Mobilität, Information und Kommunikation sowie nachhaltige Produktionstechniken und neue Werkstoffe (insbesondere im Maschinenbau). Für die Förderung von wirtschaftsnaher Forschung, Entwicklung und Innovation stellt das Wirtschaftsministerium aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 168 Millionen Euro zur Verfügung. Vor allem Projekte von Unternehmen und Verbünden aus Wirtschaft und Wissenschaft (die sogenannte Verbundforschung) sollen weiter unterstützt werden.

„Unternehmen haben die Chance, über die Förderprogramme mit wissenschaftlicher Begleitung zu forschen und zu erfinden. Da wünsche ich mir mehr Mut bei den Handwerksbetrieben, diesen Weg zu gehen. Wenn unser Handwerk auch weiter Zulieferer für die Industrie sein möchte, dann muss es noch mehr auf Kompatibilität zum laufenden Prozess Industrie 4.0 achten. Sollte keine gemeinsame Sprache mehr gesprochen werden, dann werden sowohl Zulieferer als auch Endfertiger verlieren. Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums ist es über die Forschungsförderung möglich, innovative technologische Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln“, betonte Rudolph.

Nach Angaben der Handwerkskammer bleibt das Handwerk im Kammerbezirk Schwerin im Konjunkturhoch. Mit 90,9 Punkten lag der Geschäftsklimaindex laut Frühjahrsumfrage 2017 nur 1,9 Punkte unter dem Vorjahreswert und bleibt damit auf hohem Niveau. Insgesamt bewerten jetzt 89 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Die Erwartungen an den weiteren Konjunkturverlauf fallen äußerst positiv aus: 92 Prozent der Betriebe erwarten eine gute oder befriedigende Geschäftsentwicklung. Staatssekretär Rudolph dankte der Handwerkskammer Schwerin für die geleistete Arbeit der vergangenen Jahre. „Unser Handwerk zeigt sich im Frühjahr weiter in Form. Die gute Konjunktur füllt die Auftragsbücher. Aber: Wir müssen immer im Auge behalten, dass die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften entscheidend zum Geschäftserfolg dazu gehört. Es ist notwendig, weiter in kluge Fachkräftebindung und ein verstärktes Ausbildungsmarketing zu investieren“, sagte Rudolph.

In den knapp 7.700 Mitgliedsbetrieben der Handwerkskammer Schwerin arbeiten rund 35.000 Beschäftigte, davon mehr als 1.800 Auszubildende in rund 130 Ausbildungsberufen.

Mehr als 20.200 Handwerksbetriebe in ganz Mecklenburg-Vorpommern mit rund 112.000 Beschäftigten und derzeit knapp 5.000 Lehrlingen erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von rund 9 Milliarden Euro. Damit umfassen das Handwerk und der gewerbliche Mittelstand mehr als 90 Prozent aller Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden.

WEMAG unterstützt Nachwuchstalente im Fußball

Landesfußballverband MV und seine Partner ehren die Besten der Saison 2016/2017

Schwerin – Am Mittwochabend ehrte der Landesfußballverband (LFV) gemeinsam mit der WEMAG am Standort des Energieversorgers in der Landeshauptstadt Schwerin die Meister der abgelaufenen Saison 2016/2017 im Nachwuchsbereich und zeichnete die fairsten Teams der WEMAG-Landesligen aus.

Im Rahmen der Meisterehrung überreichten LFV-Präsident Joachim Masuch und WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart den Siegerteams je einen kompletten Trikotsatz und einen Original-Spielball. Zu den ausgezeichneten Vereinsmannschaften gehörten in den WEMAG-Ligen: SC Parchim als Sieger der A-Junioren; MSV Pampow als Sieger der B-Junioren; Hagenower SV als Sieger der C-Junioren und FC Schönberg 95 als Sieger der D-Junioren.

Großer Jubel bei den Besten der WEMAG-Ligen der A- D-Junioren, den Fairplay-Cupsiegern und den besten Jugend-Einzelsportlern nach der Ehrung in Schwerin. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Seit der Spielzeit 2015/2016 unterstützt der Schweriner Energieversorger zusätzlich den Fairplay-Cup, der den Team- und Toleranz-Gedanken des Mannschaftssports unterstreicht. „Neben Fußballerischem wie Flanke und Zweikampf werden auf dem Spielfeld auch Werte und Normen vermittelt. Fairplay, Integrität, Verantwortungsbewusstsein: alles Dinge, die auch in anderen Lebenslagen wichtig sind“, sagte Caspar Baumgart bei der Preisverleihung.

In jeder WEMAG-Liga wurde die jeweils fairste Mannschaft mit einem Preisgeld in Höhe von 350 Euro sowie einem Pokal als Symbol für das fairste Spieljahr geehrt. Die Gewinner-Mannschaften sind bei den A-Junioren der SG Lübstorf / Bad Kleinen, bei den B-Junioren der PSV Wismar, bei den C-Junioren der Schweriner SC. Bei den D-Junioren haben sich mit einem Punktegleichstand gleich drei Vereine diese Auszeichnung gesichert: der FC Schönberg 95, der Neumühler SV und der FC Mecklenburg Schwerin U11.

Darüber hinaus wurden während der Veranstaltung vor etwa 100 Sportlern von der AOK Nordost Lina Jubel (1. FC Neubrandenburg 04) und die U16-Auswahl des LFV M.-V. mit ihrem Gesamtergebnis beim DFB-Sichtungsturnier als die besten Talente prämiert. Niklas Rose (MSV Pampow) hat den Titel als bester Jungschiedsrichter in Empfang genommen. Er ist seit dem Jahr 2014 ehrenamtlicher Schiedsrichter. Allein in der Saison 2016/2017 war der mit 18 Jahren junge Unparteiische 65-mal im Einsatz und überzeugte dabei mit sehr guten Leistungen. „Das sind großartige Voraussetzungen für den Weg in die nächst höhere Liga“, würdigt Bastian Dankert, Geschäftsführer des Landesfußballverbandes und selbst FIFA-Referee, das Engagement Roses.

Die WEMAG ist seit 2009 Premiumpartner des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Dank der finanziellen Förderung können unter anderem Mannschaftstrikots, Medaillen und Pokale sowie Fußbälle bereitgestellt werden und wir können unsere Nachwuchsfußballer und ‑fußballerinnen noch gezielter unterstützen“, sagt Joachim Masuch.

Das Energieunternehmen WEMAG bleibt weiter Premiumpartner des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Mit unserem Engagement wollen wir den Landesfußballverband in seiner sozialen und gesellschaftspolitischen Verantwortung materiell und finanziell unterstützen und mit dafür sorgen, dass dem Fußball nicht die Talente ausgehen“, sagte Caspar Baumgart.

Tag der Technik 2017: Schülerinnen und Schüler für Technik begeistern

Ministerin Hesse: In technischen Berufen gibt es einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften

Neubrandenburg – Schülerinnen und Schüler können sich am Freitag, 23. Juni 2017, in Neubrandenburg, Rostock, Stralsund und Wismar über neue Technologien und technische Berufe informieren. Am bundesweiten Tag der Technik gibt es in Mecklenburg-Vorpommern an den vier Hochschulstandorten unter dem Motto „Heute die Welt von morgen gestalten“ viele Aktionen. Bildungs- und Wissenschaftsministerin Birgit Hesse hat die Schirmherrschaft für die landesweite Veranstaltung übernommen.

„Der Tag der Technik ist eine gute Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler für technische Entwicklungen zu begeistern, weil sie technische Geräte ausprobieren und eigene Erfahrungen machen können“, sagte Bildungs- und Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Die Expertinnen und Experten wollen den Schülerinnen und Schülern vermitteln, dass sie es sind, die die Innovationen von morgen schaffen. Gerade in den technischen Berufen gibt es einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften“, betonte Hesse.

An der Hochschule Neubrandenburg können sich Mädchen und Jungen beispielsweise über 3-D-Drucker in der Lebensmitteltechnologie informieren. Die Fraunhofer-Einrichtung für Großstrukturen in der Produktionstechnik (AGP) in Rostock zeigt, wie Bleche zusammengefügt werden. An der Hochschule Stralsund steht die Entwicklung von Schiffsrümpfen am Wellensimulator auf dem Programm. In Wismar können Schülerinnen und Schüler aus Holzlatten eine Bogenbrücke ohne Nägel und Schrauben bauen und die Stabilität testen.

Am Tag der Technik öffnen die Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Labore und Unternehmen ihr Türen und laden zu Experimenten ein. Organisiert wird der Tag der Technik vom Verein Deutscher Ingenieure Mecklenburg-Vorpommern. Unterstützt werden die Mitmach-Aktionen vom Ingenieurrat MV und weiteren regionalen Partnern aus Handwerk und Industrie. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern ab Klasse 8 sowie den Lehrerinnen und Lehrern Technik nahezubringen.

LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2017 ausgelobt

Schwerin – Jetzt für den Technologiepreis 2017 bewerben: Ab sofort sind Bewerbungen für den LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2017 möglich. „Gesucht werden Produkte, Verfahren und technologische Dienstleistungen mit hohem Innovationsgrad und Verwertungspotenzial. Wir suchen Unternehmer, Forscher und Entwickler mit innovativen Ideen und Projekten. Der Preis trägt dazu bei, das Potential der heimischen Wirtschaft und Wissenschaft noch bekannter zu machen“, ermunterte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin zur Teilnahme am diesjährigen Wettbewerb um den Technologiepreis. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. September 2017.

Das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes Mecklenburg-Vorpommern loben in diesem Jahr zum 15. Mal den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“ aus. „Erfolgreich umgesetzte Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeit sind ein Aushängeschild für Mecklenburg-Vorpommern. Das schafft Arbeit im Land und kurbelt auch das überregionale Geschäft weiter an“, so Glawe weiter.

Mit dem „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern 2017“ werden Unternehmen und wissenschaftlich ausgebildete Einzelpersonen oder auch Personengruppen von Forschungseinrichtungen gewürdigt, die sich um die erfolgreiche Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen aus MV in ein konkretes wirtschaftliches Produkt, ein Verfahren oder eine technologische Dienstleistung besonders verdient gemacht haben. Für den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis MV 2017“ stehen insgesamt 10.000 Euro Preisgeld zur Verfügung.

„Ein Schwerpunkt unserer Wirtschaftspolitik liegt auf Forschung, Entwicklung und Innovation. Im Verbund von Wirtschaft und Wissenschaft wird unsere überregionale Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt. Ziel ist es, dass aus den Ideen nach vielen Forschungsleistungen marktfähige Produkte entstehen können“, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich. Für die EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für Forschung, Entwicklung und Innovation zur Verfügung. Die Rahmenbedingungen sind so gestaltet, dass Unternehmen Unterstützung erhalten von der Produktentwicklung bis zur Marktreife.

Preisträger des Technologiepreises MV 2016 waren die Physiolution GmbH aus Greifswald und die Prolupin GmbH aus Grimmen. Das Greifswalder Unternehmen Physiolution GmbH hat sich auf die Untersuchung der Wirkstofffreisetzung von festen peroralen (oral zu verabreichenden) Arzneiformen unter biorelevanten Testbedingungen spezialisiert. Damit soll herausgefunden werden, wie sich Medikamente auf den pH-Wert im Magen-Darm-Trakt auswirken.

Die Prolupin GmbH aus Grimmen hat sich auf die Gewinnung und Modifizierung von Proteinen der Blauen Süßlupine als Lebensmittelzutat und deren gezielte Anwendung im Lebensmittelbereich spezialisiert.

Der Namensgeber, Dr. Dr. hc. mult. Ludwig Bölkow war ein gebürtiger Schweriner und Mitbegründer des Konzerns Messerschmidt-Bölkow-Blohm (MBB), aus dem die DASA (heute EADS) entstand.

Die Bewerbungsunterlagen für den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern 2017“ sind bis zum 15. September 2017 bei der Industrie- und Handelskammer zu Rostock einzureichen.

Dahlemann eröffnet erste „Nacht der Wirtschaft“ in Anklam

Anklam – „Vorpommern ist immer dann erfolgreich, wenn sich die Akteure vor Ort zusammentun, gemeinsam Ideen entwickeln, für diese werben und sie dann auch gemeinsam umsetzen. Dafür ist die „Nacht der Wirtschaft“ in Anklam – die erste überhaupt – ein sehr gutes Beispiel“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung der Nacht der Wirtschaft in der Hansestadt.

Es sei gut, dass die teilnehmenden Unternehmen und Gesellschaften ihre Pforten für die Bürgerinnen und Bürger öffneten, „damit sich die Menschen vor Ort selbst ein Bild von den Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Stadt machen und die wirtschaftliche Vielfalt in der Lilienstadt kennenlernen können.“ Davon profitierten beide Seiten. Die Unternehmerinnen und Unternehmer werben um Auszubildende und Fachkräfte. Die interessierten Besucherinnen und Besucher machen sich mit Bedingungen, die die Unternehmen bieten, bekannt. Dahlemann: „Wer gute Fachkräfte haben will, der muss auch anständigen Lohn zahlen und eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie garantieren.“

Es sei ganz hervorragend, dass die Stadt und die Agentur für Arbeit Greifswald als Initiatoren viele engagierte Partner gefunden hätten. Dahlemann: „Das ist genau das, was wir hier in Vorpommern brauchen: Gute Ideen, Gemeinsamkeit und Miteinander. Es gibt hier viele Engagierte, die sich für Anklam und für Vorpommern insgesamt einsetzen. Das macht uns stark.“

Die positive Entwicklung Vorpommerns sei unübersehbar. „Bei der Arbeitslosigkeit liegen wir zwar immer noch über dem Landesdurchschnitt. Aber im Kreis Vorpommern-Greifswald hat sich z.B. im Vergleich zum Mai 2007 die Zahl der Arbeitslosen halbiert. Mit 9,7 Prozent ist die Quote sogar erstmals in der Geschichte des Kreises einstellig.“ Natürlich könne diese Entwicklung nur so weitergehen, wenn neben den Verantwortlichen vor Ort auch die Landespolitik ihren Beitrag leiste. „Mit der Lenkungsgruppe Vorpommern zur Koordinierung der großen Vorhaben und dem Vorpommern-Fonds, mit dem wir viele kleine Projekte unterstützen können, haben wir gute Instrumente geschaffen, um die Entwicklung in Vorpommern noch zielgerichteter voranzutreiben“, betonte Dahlemann.

Kulturministerin gratuliert UNESCO-Kulturtalent aus Vielank

Ministerin Hesse: Immaterielles Kulturerbe kann nur fortbestehen, wenn es gepflegt und gelebt wird

Vielank – Der Reetdachdecker-Meister Joachim Schröter aus Vielank ist von der UNESCO im Juni 2017 zum Kulturtalent ernannt worden. Kulturministerin Birgit Hesse hat dem 58-Jährigen zu dieser Auszeichnung gratuliert. Seit Juli 2016 stellt die Deutsche UNESCO-Kommission über 12 Monate 12 Kulturtalente vor und zeigt, wie sie das Immaterielle Kulturerbe weiterentwickeln.

Foto © Joachim Schröter

„Die Reetdachdeckerei ist eine traditionelle Handwerkstechnik, die typisch ist für unsere Region. Joachim Schröter aus Vielank gehört zu den Menschen, die diese Tradition lebendig halten“, lobte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich freue mich, dass erstmals ein Kulturtalent aus Mecklenburg-Vorpommern ausgewählt wurde und gratuliere Joachim Schröter zu dieser Auszeichnung. Die Aktion ‚Kulturtalente‛ ist eine schöne Idee der UNESCO. Sie zeigt, dass unser Immaterielles Kulturerbe nur fortbestehen kann, wenn es gepflegt und gelebt wird“, so Hesse.

„Um das Eindecken von Dächern mit Reet zu erlernen, braucht es mehr als nur ein Fachbuch oder ein Wochenendseminar“, erläuterte Joachim Schröter im Interview mit der UNESCO. „Man muss es ganz praktisch angehen: zuschauen, erklären lassen, ausprobieren. Jedes Dach ist anders, jeder Reetbund ist anders – dafür braucht es Erfahrung. Man muss auch ein Gefühl für das Handwerk haben, ein Gefühl für Flächen, für Ästhetik und für das Reet. Ein Reetdachdecker zeichnet sich durch Kreativität und gestalterische Fähigkeiten genauso aus wie durch körperliche Fitness“, so Schröter.

Im Jahr 2014 wurde das Reetdachdecker-Handwerk in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Ziel des Landes ist es, durch einen seriellen Antrag die Aufnahme in das UNESCO-Verzeichnis zu erreichen. Reetdächer sind in vielen Regionen Europas zu finden, in Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise auf dem Darß und auf Rügen.

15 Jahre „Innovationsnetz – Schüler auf Kurs für MV“

Rostock – Das „Innovationsnetz – Schüler auf Kurs für MV“ feiert am Freitag, den 04. Juli, mit Schülern, Partnerfirmen und weiteren Unterstützern sein 15-jähriges Bestehen. In dem Projekt arbeiten leistungsstarke Schüler der Klassenstufen 8 bis 12 von Gymnasien und Gesamtschulen in der Hansestadt Rostock sowie im Landkreis Rostock gemeinsam mit Unternehmen an praktischen Aufgabenstellungen.

„Das Projekt bringt Schüler mit Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und zeigt den Jugendlichen praxisnah attraktive berufliche Möglichkeiten in der Region auf. Vor allem durch die intensive Projektarbeit lernen sie die Berufswelt vertieft kennen. Das kann den Jugendlichen bei der Entscheidung für den späteren Berufsweg helfen. Zugleich haben Unternehmen die Chance, frühzeitig Nachwuchskräfte an sich zu binden. Das ist für alle Beteiligten ein Gewinn“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Projektträger ist die BilSE Bildungs-Service für Europa GmbH, Institut für Bildung und Forschung.

Im Schuljahr 2015/16 waren 135 Schüler aus neun Schulen in 45 Schülerteams beim Innovationsnetz aktiv und bearbeiteten von Unternehmen und wirtschaftsnahen Einrichtungen gestellte Aufgaben. Ziel des Projektes ist es, die Jugendlichen als zukünftige Fachkräfte in der Region zu fördern. Das Hauptaugenmerk liegt auf einer verbesserten Studien-, Berufs- und Praxisorientierung, der Vernetzung von Schulen, Unternehmen, der Universität Rostock sowie Vertretern von Wirtschafts- und Wissenschaftsverbänden im Übergang Schule, Wissenschaft und Wirtschaft sowie einer Interessenentwicklung in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). „Das Projekt fördert die Kreativität und den Forschergeist der Schüler. Gleichzeitig werden die beruflichen Möglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern aufgezeigt. Das ist ein richtiger Weg, um Fachkräfte für die Wirtschaft und die Wissenschaft im Land zu gewinnen“, sagte Glawe.

Unterstützt wurde das Projekt mit knapp 372.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Der Zeitraum umfasste dabei die Schuljahre 2015/2016 und 2016/2017.

Veranstaltungshinweis und Anmeldung

15 Jahre „Innovationsnetz – Schüler auf Kurs in MV“ am 04. Juli 2017 um 14.00 Uhr in der Aula des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock, Goethestraße 5, 18055 Rostock.

Neben einem Einblick in die Netzwerkarbeit gibt es einen Rückblick auf die vergangenen 15 Jahre.

Die Veranstalter bitten um eine Anmeldung bis zum 23.06.2017 per mail unter innovationsnetz@bilse.de.

Dahlemann: Betriebsräte leisten eine wichtige, nicht immer einfache Arbeit

Ueckermünde – Auf einem Betriebsräteforum für die Region Vorpommern Greifswald in der Firma MAT Foundries Europe in Ueckermünde hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann die Bedeutung von Betriebsräten hervorgehoben: „Den Betriebsräten in den Unternehmen kommt eine große Verantwortung zu. Sie wachen über die Einhaltung geltender Gesetze, Tarif- und Betriebsvereinbarungen und wirken an innerbetrieblichen Maßnahmen mit. Sie sind auch Verhandlungspartner des Arbeitgebers und tragen die Interessenskonflikte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern in möglichst vertrauensvoller Zusammenarbeit aus und sorgen so mit für ein anständiges Betriebsklima. Betriebsräte sind Ausdruck der Mitbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Unternehmen. Sie leisten eine wichtige, nicht immer einfache Arbeit.“

Der Parlamentarische Staatssekretär bekräftigte seine Auffassung, dass es im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte wichtig ist, attraktive Bedingungen zu bieten, damit sich junge Familien für Mecklenburg-Vorpommern entscheiden. „Viele Unternehmen haben dies seit langem verstanden, auch hier bei uns in Vorpommern. Dazu gehört, für gute Arbeit auch gute Löhne zu zahlen, eine immer besser werdende Vereinbarkeit von Beruf und Familie, qualitativ hochwertige Kitas und Schulen und interessante Freizeitangebote.“

Elektroantrieb definiert Mobilität neu

WEMAG stellt Städte- und Gemeindetag Elektroauto zur Verfügung

Schwerin – Die Luft in der Landeshauptstadt soll noch sauberer werden. Dafür stellt der Energieversorger WEMAG dem Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern e. V. ein Elektroauto Fiat 500 E zur Verfügung. „Elektromobilität wird die Zukunft der Städte und Gemeinden prägen. Wir als Spitzenverband aller Städte- und Gemeinden möchten deshalb auch selber einen ersten Schritt gehen. Die Mitarbeiter unserer Geschäftsstelle werden das Elektroauto zumeist innerhalb der Stadt nutzen. So zum Beispiel für Fahrten zum Landtag, den Ministerien und Partnerorganisationen“, sagte das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Städte- und Gemeindetages, Andreas Wellmann.

„Der Elektroantrieb wird in den nächsten 15 Jahren die Mobilität neu definieren. Ich selber finde es äußerst entspannend, ein Elektroauto zu fahren“, ergänzte Arp Fittschen, Leiter des Referats Verwaltungsmodernisierung, Bau, Umwelt, Wirtschaft, Bildung, Europa und Landwirtschaft.

WEMAG-Projektmanager Benjamin Hintz und WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart überreichen dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied des Städte- und Gemeindetages, Andreas Wellmann und dem Referatsleiter Arp Fittschen (v.l.) die Schlüssel für das Elektroauto. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

„Ein Fahrzeug dieser Klasse würde mit Benzinmotor auf 100 Kilometer etwa 14 Kilogramm Kohlendioxid produzieren. Das wollen wir vermeiden und gemeinsam etwas für den Umweltschutz tun“, sagte WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart bei der Fahrzeugübergabe.

Es ist das erste Elektroauto, das beim Städte- und Gemeindetag zum Einsatz kommt. Für das „Auftanken“ des E-Autos lässt der Städte- und Gemeindetag gegenwärtig eine moderne Ladesäule direkt vor seiner Geschäftsstelle aufstellen.

Ein großer Teil des heutigen Schadstoffausstoßes ist auch der konventionellen Mobilität zuzuordnen. Veränderungen in diesem Bereich haben großes Potenzial, um die Umweltbelastungen spürbar zu reduzieren. Die WEMAG setzt daher ihre konsequente Ökostrategie weiter fort und hat sich mit zwölf weiteren Energieversorgern aus dem Land zum Trägerkreis E-Mobilität Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossen. „Dieser Verein hat das übergeordnete Ziel, die Elektromobilität in unserem Bundesland weiter voranzutreiben und als Geschäftsfeld zu entwickeln“, erklärte Caspar Baumgart, der zugleich Mitglied des Vereinsvorstandes ist.

Abschluss­präsen­tation „Made in MV“

Wismar – Studierende der Hochschule Wismar aus den Fakultäten „Wirtschafts­wissen­schaften“ und „Gestaltung“ haben in den vergangenen Monaten gemeinsam mit interessierten Unternehmen innovative Messekonzepte erarbeitet. Ziel ist es, die Unternehmen beim Sprung auf internationale Märkte zu unterstützen.

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Christian Frenzel würdigte das Projekt: „Bei „Made in MV“ haben die Studentinnen und Studenten für sechs Unternehmen Konzepte entwickelt. Sie sollen neue Impulse geben, sich dem Markt zu öffnen, neue Kunden zu gewinnen und neue Aufträge einzuwerben. Ich hoffe, dass sich dieser Einsatz für die Unternehmen gelohnt hat und ich danke Ihnen, dass Sie, liebe Unternehmerinnen und Unternehmer sich auch die Zeit für die Studierenden genommen haben.“

Frenzel weiter: „Die Zusammenarbeit bietet für beide Seiten große Vorteile. Die Studierenden erhalten so eine praxisnahe Ausbildung. Und sie werden schon im Laufe ihres Studiums für die Themen Export und Messen sensibilisiert. Im Gegenzug profitieren die beteiligten Unternehmen von den gemeinsam erarbeiteten Konzepten. Und vielleicht lernen sie mit den Studierenden der Hochschule Wismar ja auch ihre Fachkräfte von morgen kennen. Das würde mich jedenfalls sehr freuen“, so der Staatssekretär.

Sicherheit des Zwischenlagers Brunsbüttel nach wie vor unklar

BUND ist gegen Neugenehmigung ohne nachvollziehbaren Sicherheitsnachweis. Debatte über Atommüll-Zwischenlager auf Bundesebene erforderlich

Brunsbüttel/Kiel/Berlin – Ohne den Nachweis, dass das Zwischenlager Brunsbüttel ausreichend gegen Gefahren wie zum Beispiel Flugzeugabstürze oder Terroranschläge geschützt ist, dürfe es keine Neugenehmigung für das Zwischenlager geben. Dies forderten zum heutigen Beginn des Erörterungstermins in Brunsbüttel die Landesverbände Schleswig-Holstein und Hamburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Der BUND kritisiert, dass der Öffentlichkeit immer noch Unterlagen vorenthalten würden, die zeigten, ob das Zwischenlager in den letzten Jahren einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Schleswig folgend entsprechend nachgerüstet worden sei.

„Es ist inakzeptabel, dass die Öffentlichkeit in Bezug auf die Sicherheit eines Atommülllagers im Unklaren gelassen wird. Der Betreiber Vattenfall und das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) als Genehmigungsbehörde müssen endlich sämtliche Unterlagen zur Nachrüstung des Zwischenlagers vorlegen. Geschieht das nicht, muss der Erörterungstermin vertagt werden“, sagte Rainer Guschel vom Arbeitskreis Atom des BUND-Landesverbands Schleswig-Holstein.

2013 hatte das Oberverwaltungsgericht Schleswig die Genehmigung des Atommüll-Zwischenlagers Brunsbüttel aufgehoben, da ein ausreichender Schutz gegen Gefahren von außen nicht nachgewiesen werden konnte. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurden in der Folgezeit begrenzte Nachrüstungen an dem Zwischenlagergebäude durchgeführt. Einzelheiten dazu gaben die Behörden bislang nicht bekannt. Unter anderem deshalb hatten die BUND-Landesverbände Hamburg und Schleswig-Holstein Einwendungen gegen die Neugenehmigung eingereicht. Außerdem kritisiert der BUND, dass der Stromkonzern Vattenfall im Zuge einer „Bereitstellungslagerung“ weiterhin Castor-Behälter in Brunsbüttel einlagern darf, obwohl das Zwischenlager über keine atomrechtliche Genehmigung verfüge.

„Die von Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck ermöglichte sogenannte Bereitstellungslagerung ist rechtwidrig. Es fällt tatsächlich schwer, an ein angeblich noch ergebnisoffenes Genehmigungsverfahren zu glauben, wenn sich schon fast alle vorgesehenen Behälter im Lager Brunsbüttel befinden“, sagte Guschel.

Angesichts der Sicherheitsdefizite bei sämtlichen deutschen Atommüll-Zwischenlagern fordert der BUND sowohl an den jeweiligen Standorten als auch auf Bundesebene eine grundsätzliche Diskussion um die Sicherheit der Zwischenlagerung von hochradioaktivem Atommüll.

Neben dem unklaren Schutz gegen Einwirkungen von außen fehle allen Zwischenlager-Standorten nach Stilllegung der Atomkraftwerke die Möglichkeit zur Reparatur schadhafter Castor-Behälter. Hinzu komme, dass die Zwischenlager deutlich länger als geplant und bislang genehmigt in Betrieb blieben, was neue Risiken mit sich bringe. Tatsache sei, dass bis zum Ablauf der Genehmigungen für die Zwischenlager noch kein dauerhaftes Lager für hochradioaktiven Abfall zur Verfügung stehe.

„Es muss im öffentlichen Diskurs geklärt werden, wie die Zwischenlagerung weitergehen soll, welche Nachrüstungen erforderlich sind und ob eventuell verbesserte Neubauten die alten Lager ersetzen könnten“, forderte der Sprecher des BUND-Arbeitskreises Atom, Edo Günther.

Als Grundlage einer solchen Debatte veröffentlichte der BUND ein Grundsatzpapier mit dem Titel „Atommüll-Zwischenlager-Konzept jetzt überprüfen“.

Laserschweiß-Unternehmen investiert in Galliner Betriebsstätte

Gallin – Die Laser Team Gesellschaft für innovative Schweiß- und Schneidtechnik mbH aus Gallin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) plant eine Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten. „Die Laser Team Gesellschaft hat sich mit ihrer spezialisierten Lohnfertigung eine starke Marktposition erobert. Jetzt soll in den Maschinenpark investiert werden, um weitere Schweißverfahren anzubieten. Mit der Erweiterung werden 30 Arbeitsplätze gesichert und fünf neue Jobs geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Das Unternehmen be- und verarbeitet im Kundenauftrag Groß- und Kleinserien sowie Einzelteile mittels Lasertechnik. Das Produktionsprofil umfasst Schweiß- und Laserarbeiten, insbesondere Schweißkonstruktionen im Druckbehälterbereich, Laserbearbeitung von Kathodenblechen für die Kupferindustrie sowie Laserfeinbearbeitung. Hauptabnehmer sind nach Unternehmensangaben Betriebe aus ganz Deutschland der Branchen Anlagenbau, Windkraft, Maschinen, Medizintechnik und die Kfz-Zuliefererindustrie.

Jetzt soll in den Maschinenpark investiert werden, unter anderem mit einer Walzenrichtanlage, einer Laserschneidanlage und einer automatischen Laserschweißanlage. Zusätzlich ist ein neues automatisches, platzsparendes Blechlagersystem vorgesehen, um die Lagerkapazitäten zu erhöhen und besser zu ordnen. „Das Unternehmen setzt einen Schwerpunkt in die Entwicklung neuer Verfahren, um auch kontinuierlich neue Märkte zu erschließen. Durch die nun geplanten Investitionen kann eine höhere Produktionskapazität erreicht werden. Auf Kundenwünsche kann noch individueller und flexibler reagiert werden“, so Glawe weiter.

Das Land unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) mit rund 321.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen des Unternehmens auf rund 1,6 Millionen Euro.

Durchstarten in 2017 – Eure Gründe für MV – SchülerFerienTickets gewinnen

Schwerin – Die Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) ist mit einer Aktion für die Sommerferien gestartet: „Durchstarten in 2017 – Eure Gründe für MV“. „Wir wollen Schülerinnen und Schüler frühzeitig für berufliche Perspektiven in unserem Land sensibilisieren. Gefragt sind Gründe, warum die Jugendlichen eine Ausbildung in unserem Land machen wollen und gern hier leben. Es geht mit der Aktion auch darum, noch stärker auf die berufliche Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam zu machen. Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung sind wesentliche Herausforderungen der heimischen Wirtschaft.“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag in Schwerin.

Auf den Social Media-Seiten Facebook und Instagram der Kampagne „Durchstarten in MV“ können alle Schülerinnen und Schüler sich zur Aktion mitteilen, zum Beispiel mit „Ich starte in Mecklenburg-Vorpommern durch, weil…“. Die Aktion läuft bis zum 14. Juli 2017. „Es gibt viele Möglichkeiten uns Gründe zum Durchstarten in MV zu nennen. Die Formen sind offen gehalten und vielfältig. Mit der Aktion regen wir an, sich dem Thema berufliche Perspektiven auf eine lockere Art und Weise zu nähern“, betonte Glawe weiter. Es können Kommentare, Selfies oder andere Fotos, kurze Videos oder Grafiken auf Facebook und Instagram gepostet werden. (Teilnahmebedingungen und weitere Infos zur Aktion folgend).

Unter allen, die mitgemacht haben, werden 10 x 1 SchülerFerienTickets verlost. Die Tickets werden von der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH bereitgestellt.

Aktuell gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch 5.330 unbesetzte Ausbildungsplätze in MV. Dem stehen 3.964 unversorgte Bewerber gegenüber. „Auch Unternehmen sind gefordert. Wichtig ist bei der Ausbildungsplatzsuche auch das Gesamtangebot des Betriebes an die Jugendlichen. Das geht beispielsweise über das Aufzeigen von Karrieremöglichkeiten, die Entlohnung oder auch über Fortbildungen. Das Anbieten von Betriebspraktika und Ferienjobs sind gute Möglichkeiten, auf Ausbildungsberufe aufmerksam zu machen. Die frühzeitige Bindung von Azubis an das Unternehmen sichert langfristig den Fortbestand des Unternehmens“, so Wirtschaftsminister Glawe.

Im Azubi-Atlas sind derzeit über 1.300 Unternehmen mit mehr als 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen zu finden. „Hier haben Jugendliche die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika, Erfolgsgeschichten von Auszubildenden und Unternehmen zu suchen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Die Umkreissuche bietet ihnen die Chance, nicht weitab vom Wohnort einen Ausbildungsplatz zu finden. Zudem kann man auf der Website nach Branchen suchen, erfährt Details zu den einzelnen Ausbildungen und bekommt die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen sowie der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern angezeigt. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos.

Seit Oktober 2009 werben das Wirtschaftsministerium und die Industrie- und Handelskammern in MV mit Durchstarten in MV (www.durchstarten-in-mv.de) gemeinsam für berufliche Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Die Informationsoffensive wird vom Wirtschaftsministerium und den Industrie- und Handelskammern MV finanziert.