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Kategorie: Arbeitsmarkt & Wirtschaft

Schwesig: MV präsentiert sich stark auf Hannover-Messe

Hannover – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig besucht heute die Hannover-Messe. Am Nachmittag steht ein Messerundgang auf dem Programm. Am Abend lädt die Ministerpräsidentin zu einem Aussteller­empfang ein. Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Jahr mit 21 Ausstellern auf der Hannover-Messe vertreten. Davon präsentieren sich 19 an dem von der Staatskanzlei geförderten Firmen­gemeinschafts­stand.

 „Die Hannover-Messe ist die weltweit wichtigste Industriemesse mit dem Schwerpunkt auf Zukunfts­entwicklungen in der Industrie, auf Digitalisierung und Energie­technologien. Ein Spitzentreffen derjenigen, die Wirtschaft und ihre Zukunft gestalten. Damit ist sie zugleich eine hervorragende Gelegenheit, um unser Land und seine Unternehmen zu präsentieren. Wir in Mecklenburg-Vorpommern sind dieses Jahr mit 21 Ausstellern dabei. Ich danke allen, die mit Einfallsreichtum und Einsatz ihr Unternehmen und unser Land hier vertreten“, erklärte die Ministerpräsidentin.

 „Wir sind seit 35 Jahren auf der Hannover-Messe und akquirieren hier konkret Aufträge für MV und unser Unternehmen. Deshalb ist die Unterstützung der Landesregierung hier auch richtig investiert“, erklärt der Güstrower Hallenbauer Uwe Stieblich. Erstkontakte auf der Hannover-Messe führten zu konkreten Aufträgen. So hat das Güstrower Stahlbau­unternehmen unter anderem für ecoflight in Zürich, den Werkzeug­maschinenbauer Heuer in Großröhrsdorf in Sachsen und den Metall­aufbereiter Xervon in Fürth gebaut.

 Die Ministerpräsidentin betonte, dass sich die Außenwirtschaft im vergangenen Jahr positiv entwickelt hat. „Nach vorläufigen Zahlen ist das Gesamtvolumen im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf fast 21 Milliarden Euro gestiegen. Das ist unser bisher bestes Ergebnis. Unser Außenhandel zeigt sich robust und im Aufwärtstrend“, sagte Schwesig. Ziel der Landesregierung ist es, Unternehmen beim Sprung auf internationale Märkte zu unterstützen.

Partnerland der Hannover-Messe ist in diesem Jahr Brasilien. Schwesig hatte während ihrer Bundesrats­präsidentschaft das Land mit einer großen Wirtschafts­delegation besucht. „Auf Brasilien zu setzen, war genau richtig. Wir haben inzwischen 200 Ingenieure ausgebildet und damit etwa Zweidrittel der Schweißfach­ingenieure in Brasilien. Viele Kontakte kamen über die Delegationsreise mit der Ministerpräsidentin. Das hat Türen geöffnet. Wir machen inzwischen 250.000 Euro Jahresumsatz in Brasilien mit stark steigender Tendenz“, sagte der Geschäftsführer der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt Mecklenburg-Vorpommern GmbH, Dr. Rigo Peters. Das Unternehmen war 2024 bei der Brasilien-Reise dabei und stellt dieses Jahr auf der Hannover-Messe aus.

 „Brasilien ist ein attraktiver Markt für unsere Wirtschaft. Wir wollen die Zusammenarbeit mit Brasilien in den nächsten Jahren weiter ausbauen“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Gastgewerbe mit vielen Chancen

Schwesig: Das Gastgewerbe ist eine Branche, die viele Chancen eröffnet

Kalkhorst – Die Landesregierung will das Projekt „Gastroburner“ auch im Jahr 2027 unterstützten. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute bei einem Besuch der Landesjugendmeisterschaften des Gastgewerbes Mecklenburg-Vorpommern auf Gut Schwansee in Kalkhorst an.

„Das Gastgewerbe ist eine Branche, die viele Chancen eröffnet. Trotzdem sind Fachkräfte knapp, auch in der Gastronomie. Das merken Sie als Auszubildende ebenso wie die Unternehmerinnen und Unternehmer. Deshalb arbeiten wir als Landesregierung eng mit den Verbänden der Wirtschaft zusammen, um Fachkräfte für das Gastgewerbe zu gewinnen“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Im Rahmen der „Gastroburner“-Kampagne fährt ein Food Truck in die Schulen, um für Ausbildungsmöglichkeiten im Gastgewerbe zu werben. „Damit macht die Branche die Gastronomie interessant und erlebbar.“ Das Projekt ist in den Jahren 2004 bis 2026 mit rund 900.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert worden.

An den Meisterschaften auf Groß Schwansee nehmen Auszubildende des 2. und 3. Lehrjahres in den Berufen Koch/Köchin, Fachmann/Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie sowie Hotelfachmann/Hotelfachfrau teil. „Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg. Die Besten von ihnen werden unser Land im Herbst auf Bundesebene vertreten“, sagte Schwesig.

Der Landesregierung sei es wichtig, dass die Auszubildenden an guten, modernen Berufsschulen lernen können: „Der MV-Plan 2035 sieht vor, dass wir 600 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur in die Modernisierung von Schulen stecken. Hinzu kommen 250 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ nur für die Berufsschulen.

Damit schaffen wir moderne Lernbedingungen im ganzen Land“, so Schwesig. Als weiteres Beispiel für das Engagement der Landesregierung nannte sie das Azubi-Ticket, mit dem Auszubildende aus Mecklenburg-Vorpommern für 43 Euro in ganz Deutschland unterwegs sein können. Das Gastgewerbe werde durch die abgesenkte Mehrwertsteuer in der Gastronomie unterstützt. Dafür habe sich das Land Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich auf Bundesebene eingesetzt.

Arbeitsmarkt im März 2026 – Frühjahrsbelebung ohne Schwung

Nürnberg – „Im März beginnt wie üblich die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt – dieses Jahr allerdings ohne nennenswerten Schwung“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im März: -49.000 auf 3.021.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +54.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent

Mit der einsetzenden Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit im März 2026 um 49.000 auf 3.021.000 gesunken. Saisonbereinigt hat sie sich gegenüber dem Vormonat nicht verändert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent und lag damit auf Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenzahl ist verglichen mit dem März des letzten Jahres um 54.000 höher. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Februar auf 4,2 Prozent. Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im März gegenüber dem Vormonat ebenfalls gleichgeblieben. Mit 3.690.000 lag sie um 4.000 niedriger als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 25. März für 38.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Januar 2026 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 136.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 6.000 weniger als im Vormonat und 141.000 weniger als vor einem Jahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Februar 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 12.000 gesunken. Mit 45,66 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 119.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Dezember 2025 auf Januar 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 30.000 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,75 Millionen Beschäftigten um 72.000 niedriger. 7,46 Millionen Personen hatten im Januar 2026 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 44.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,02 Millionen ausschließlich und 3,45 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Die Arbeitskräftenachfrage hat sich insgesamt auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im März waren 638.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 5.000 weniger als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – lag im März 2026 bei 103 Punkten.

1.104.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im März 2026 Arbeitslosengeld, 98.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im März auf 3.820.000. Gegenüber März 2025 war dies ein Rückgang um 147.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 332.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 213.000 hatten bis zum März 2026 weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Die Statistik weist gleichzeitig 366.000 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Aufgrund von prozessualen Umstellungen wird die Zahl der Ausbildungsstellen in der Statistik derzeit leider unvollständig abgebildet. Sie liegt nach Schätzungen für den Februar 2026 mit -8 Prozent jedoch immer noch deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Vermittlung auf bei den Agenturen für Arbeit erfasste, aber statistisch nicht abgebildete Ausbildungsstellen ist nicht betroffen. Im März ist der Ausbildungsmarkt noch stark in Bewegung. Deshalb erlauben die aktuellen Daten nur eine grobe und vorläufige Einschätzung der Entwicklung im Beratungsjahr 2025/26.

J. Schulte: „Mecklenburg-Vorpommern wächst stärker als der Bund“

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft ist im Jahr 2025 deutlich gewachsen. Nach aktuellen Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder stieg das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,4 Prozent. Bundesweit lag das Wachstum bei 0,2 Prozent. Damit gehört Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Bremen zu den wachstumsstärksten Bundesländern. „Das ist ein starkes Signal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, sagt Staatssekretär Jochen Schulte.

Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Entwicklung differenziert. Während einzelne Unternehmen und Branchen unter Druck stehen, wächst die Wirtschaft insgesamt weiter. Besonders das Produzierende Gewerbe entwickelte sich deutlich positiv: Die Bruttowertschöpfung stieg hier um 3,4 Prozent, im Verarbeitenden Gewerbe sogar um 7,0 Prozent – deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt. „Das zeigt: Unsere industrielle Basis gewinnt weiter an Stärke. Gleichzeitig profitieren nicht alle Bereiche gleichermaßen“, so Staatssekretär Schulte.

Ein Blick auf die vergangenen Jahre unterstreicht die stabile Entwicklung: Seit 2020 ist die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern preisbereinigt um 5,0 Prozent gewachsen – stärker als in Deutschland insgesamt (4,6 Prozent). Unter den ostdeutschen Flächenländern weist Mecklenburg-Vorpommern damit die beste Entwicklung auf.

Die aktuellen Zahlen bestätigen damit auch die zuletzt differenzierte Einschätzung der wirtschaftlichen Lage im Land. Zwar bleibt die Situation für viele Unternehmen angespannt, von einer flächendeckenden Krise kann jedoch keine Rede sein. „Unsere Wirtschaft steht unter Druck – aber sie wächst. Das ist die entscheidende Botschaft“, betont Staatssekretär Schulte.

Das Wachstum im Jahr 2025 wird zudem durch eine Revision des Vorjahres beeinflusst. Die wirtschaftliche Entwicklung für 2024 wurde nachträglich nach unten korrigiert – ein in volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung übliches Verfahren, insbesondere in kleineren Volkswirtschaften.

„Entscheidend ist: Die aktuelle Entwicklung zeigt klar nach oben“, so Staatssekretär Schulte, der zugleich zu einer sachlichen Debatte aufruft: „Wer die wirtschaftliche Lage pauschal schlechtredet, trägt zur Verunsicherung bei – und erschwert damit genau die Investitionen, die wir jetzt brauchen.“ Viele der aktuellen Herausforderungen – von Energiepreisen über Bürokratie bis zur Nachfrage – würden auf Bundesebene entschieden. „Deshalb brauchen unsere Unternehmen jetzt verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Dafür setzen wir uns gemeinsam mit der Wirtschaft ein. Dabei ist unser Ziel klar: Arbeitsplätze sichern, Unternehmen stärken und Investitionen ermöglichen.“

Jetzt bewerben: „Unternehmerin und Unternehmer des Jahres in MV“

Landeswettbewerb macht erfolgreiches Engagement sichtbar

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern würdigt auch 2026 wieder herausragende unternehmerische Leistungen: Der Preis der Wirtschaft „Unternehmerin und Unternehmer des Jahres in MV“ wird bereits zum 18. Mal ausgelobt. Noch bis zum 31.  März sind Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Unternehmen eingeladen, sich zu bewerben oder geeignete Kandidatinnen und Kandidaten vorzuschlagen.

Der Landeswettbewerb zeichnet Unternehmen und Unternehmerpersönlichkeiten unabhängig von Größe und Branche aus. Vergeben wird der Preis 2026 in vier Kategorien:

  • Unternehmerpersönlichkeit
  • Unternehmensentwicklung
  • Fachkräftesicherung und Integration
  • Nachhaltigkeit

Darüber hinaus kann die Jury einen Sonderpreis außerhalb der genannten Kategorien vergeben.

Gesucht werden Unternehmen, die durch beispielgebende Leistungen, innovative Konzepte und eine nachhaltige Entwicklung überzeugen. Besonders ermutigt werden auch kleine und mittelständische Unternehmen, sich zu bewerben oder nominiert zu werden. Eigenbewerbungen ebenso wie Vorschläge durch Dritte sind möglich – auch in mehreren Kategorien.

Teilnahmeberechtigt sind alle Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bewerbung oder Nominierung kann online, per E-Mail oder postalisch erfolgen. Einsendeschluss ist der 31. März 2026.

Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine Jury der Wettbewerbsträger in einem nicht-öffentlichen Verfahren. Die Preisverleihung findet im Sommer statt, bei der sämtliche Finalistinnen und Finalisten sowie die Preisträgerinnen und Preisträger gewürdigt werden. Neben einer Stele und einer Urkunde werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro vergeben. Zudem profitieren die ausgezeichneten Unternehmen von einer landesweiten Öffentlichkeitsarbeit.

Träger des Wettbewerbs sind das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, der Ostdeutsche Sparkassenverband mit den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern, die Landesarbeitsgemeinschaft der drei Industrie- und Handelskammern, die Arbeitsgemeinschaft der beiden Handwerkskammern sowie die Vereinigung der Unternehmerverbände Mecklenburg-Vorpommern.

Nähere Informationen zum Landeswettbewerb „Unternehmerin und Unternehmer des Jahres in MV“ finden Sie unter: https://www.unternehmerpreis-mv.de/

Zuwanderung von Fachkräften

Jochen Schulte: „Wir setzen die mit Wirtschaft, Kammern und Sozialpartnern abgestimmte Strategie um.“

Schwerin – Das Wirtschaftsministerium hat heute im Wirtschaftsaus­schuss des Landtages über den Stand der Fachkräftezu­wanderungsstrategie Mecklenburg-Vorpommern berichtet. Die Strategie konkretisiert die Fachkräftestrategie des Landes im Handlungsfeld „Fachkräfte aus dem In- und Ausland gewinnen“. Sie wurde im Zukunftsbündnis Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Wirtschaft, Kammern, Sozial­partnern, Bundesagentur für Arbeit und kommunaler Ebene erarbeitet.

Ziel ist es, Unternehmen bei der Gewinnung von Fach- und Arbeitskräften, Auszubildenden und Studierenden aus Drittstaaten zu unterstützen und zugleich Integration und Verbleib im Land zu stärken. Hintergrund ist der seit Jahren absehbare Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials.

Im Wirtschaftsausschuss wurde deutlich, dass zentrale Instrumente bereits umgesetzt werden. Seit April 2024 arbeitet eine zentrale Ausländerbehörde für Fachkräfteeinwanderung. Die Fachkräfte-Service-Zentrale unterstützt Unternehmen und internationale Fachkräfte bei Rekrutierung und Integration; dort wurden über 600 Beratungen für Unternehmen durchgeführt und Hunderte internationale Fachkräfte begleitet. Ergänzt wird dies durch die regionalen Welcome-Center.

Weitere Instrumente werden derzeit gemeinsam mit der Wirtschaft vorbereitet. Dazu gehören ein Ideenaufruf zur Unterstützung regionaler Rekrutierungsprojekte sowie eine Rekrutierungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen. Auch internationale Kooperationen werden aufgebaut: Im April reist eine Delegation aus Unternehmen und Politik nach Zentralasien, um Kontakte zur Fachkräftegewinnung in Kirgistan und Usbekistan zu vertiefen. Mit Krister Hennige, Präsident der IHK Neubrandenburg und Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handels­kammern Mecklenburg-Vorpommern, ist die organisierte Wirtschaft des Landes unmittelbar eingebunden.

Der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Jochen Schulte, erklärte dazu: „Der Fach- und Arbeitskräftebedarf ist in Mecklenburg-Vorpommern seit über einem Jahrzehnt absehbar. Während unter der damaligen Führung des Wirtschaftsministeriums zehn Jahre lang wenig unternommen wurde, setzen wir nun eine mit Wirtschaft, Kammern und Sozialpartnern abge­stimmte Strategie um. Dass diese – wie haushaltsrechtlich zwingend – unter dem Vorbehalt parlamentarischer Beschlüsse steht, ist Ausdruck der Gewaltenteilung. Wenn ausgerechnet ein Abgeordneter kritisiert, dass wir das Budget­recht des Landtages achten, wird das parlamentarische System auf den Kopf gestellt. Wer mehr finanzielle Mittel zur Deckung des Fachkräftebedarfs will, kann im Rahmen der Haushaltsberatungen jederzeit Vorschläge machen. Bisher kam dazu von der Opposition allerdings nichts.“

Backhaus: Fachkräftemangel als Herausforderung im GaLa-Bau

Boltenhagen – Anlässlich des Jahrestreffens der Landschaftsgärtner in Boltenhagen betont Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus die Bedeutung der Branche, die sich seit Jahren kontinuierlich positiv entwickle:

„Natur und Grün in der unmittelbaren Umgebung gewinnt für Privatkunden, Gewerbe und Kommunen stetig an Bedeutung. Die mehr als 130.000 Beschäftigten der Branche erwirtschaften in ihren rund 19.600 Betrieben im Jahr 2024 mehr als 10,6 Milliarden Euro. Der größte Teil der Aufträge – 57 Prozent – wurde dabei von Privatkunden ausgelöst. Etwa 20 Prozent der Aufträge kamen von der öffentlichen Hand.

Das sind hervorragende Zahlen, doch die können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Branche vor großen Herausforderungen steht. Das Thema ist der Fachkräftemangel, der 2025 einen Höchststand erreicht hat. Der Fachkräftemangel führt dazu, dass Auftraggeber mit einer Vorlaufzeit von vier bis sechs Monaten rechnen müssen, bevor die Gärtner ans Werk gehen. Teilweise müssen Aufträge gar wegen Personalmangels abgelehnt werden.

Die Branche bemüht sich daher seit Jahren in der Nachwuchsgewinnung. Betriebspraktika und eine frühe Berufsorientierung seien hier als wichtige Bausteine genannt. Und die Maßnahmen zeigen Wirkung. In MV sind 2025 sind 253 neue Ausbildungsverträge geschlossen worden, davon 49 im Garten- und Landschaftsbau.

Einen weiteren positiven Impuls verspreche ich mir durch die für 2035 geplante Landesgartenschau in Schwerin.  Gartenschauen bringen nachhaltige städtebauliche Maßnahmen mit sich und bieten wirtschaftliche und ökologische Impulse. Ihre positive Wirkung entfaltet sich regelmäßig bis weit ins Umland hinein. Daher unterstützt die Landesregierung die Initiative aus Schwerin. Mit Freude würde mein Haus die Koordinierung übernehmen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein tragfähiges und finanzierbares Konzept. Ich sehe einem Beschluss der Stadtvertretung mit Optimismus entgegen“, so Minister Backhaus.

Arbeitsmarkt im Februar 2026

Nürnberg – „Auch zum Ende der Winterpause kommt der Arbeitsmarkt nicht in Schwung. Die Arbeitslosigkeit verändert sich kaum und bleibt über 3 Millionen“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Februar: -15.000 auf 3.070.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +81.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent

Die Arbeitslosigkeit ist im Februar 2026 um 15.000 auf 3.070.000 gesunken. Saisonbereinigt hat sie sich gegenüber dem Vormonat mit +1.000 praktisch nicht verändert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent. Verglichen mit dem Februar des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 81.000 höher. Die Arbeitslosenquote hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozentpunkte erhöht. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Januar auf 4,2 Prozent.

Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im Februar gegenüber dem Vormonat um 3.000 gesunken. Mit 3.724.000 lag sie mit -4.000 etwas niedriger als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 23. Februar für 35.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Dezember 2025 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 139.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 48.000 weniger als im Vormonat und 72.000 weniger als vor einem Jahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Januar 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 13.000 gesunken. Mit 45,66 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 94.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat sich von November auf Dezember 2025 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt leicht erhöht (+5.000). Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,98 Millionen Beschäftigten um 40.000 niedriger. 7,58 Millionen Personen hatten im Dezember 2025 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 46.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,07 Millionen ausschließlich und 3,51 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Im Februar waren 638.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 1.000 weniger als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – stieg im Februar 2026 um 4 Punkte auf 106 Punkte. Die Entwicklung des BA-X wird seit einigen Monaten dadurch beeinflusst, dass einzelne Arbeitgeber ihren Personalbedarf der Bundesagentur für Arbeit als Großaufträge gemeldet haben. Ein allgemeiner Anstieg der Kräftenachfrage ist jedoch nicht zu erkennen, vielmehr stabilisiert sich diese insgesamt auf einem niedrigen Niveau.

1.111.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im Februar 2026 Arbeitslosengeld, 76.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im Februar auf 3.822.000. Gegenüber Februar 2025 war dies ein Rückgang um 149.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 298.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 4.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen fällt mit 345.000 um 52.000 geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Im Februar ist der Ausbildungsmarkt noch sehr stark in Bewegung. Deshalb erlauben die aktuellen Daten nur eine sehr grobe und vorläufige Einschätzung der Entwicklung im Beratungsjahr 2025/26.