Medizintechnikfirma feiert 20-jähriges Jubiläum

Warnemünde – Die CORTRONIK GmbH aus Warnemünde hat am Freitag ihr 20-jähriges Jubiläum in Rostock gefeiert. „Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren wahre Pionierarbeit insbesondere auf dem Gebiet der Entwicklung von Stents (Gefäßstützen) geleistet. Es wurden nach und nach Produktionsprozesse entwickelt, Kapazitäten geschaffen sowie der Standort kontinuierlich ausgebaut, um Forschung und Entwicklung weiter voranzutreiben. CORTRONIK hat sich zu einem international führenden Spezialisten für medizinische Gefäßstützen für das Herz-Kreislaufsystem entwickelt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Gründung des Unternehmens erfolgte im Jahr 1998. „Mit drei Mitarbeitern gestartet, sind heute rund 350 Mitarbeiter im Unternehmen tätig. CORTRONIK hat beständig seine Position als Entwicklungs- und Produktionsunternehmen für Stents ausgebaut“, so Glawe weiter. Der Standort wurde zum Kompetenzzentrum für metallische Technologien innerhalb des BIOTRONIK-Verbundes ausgestaltet. Die Hauptgeschäftsfelder sind die Stentproduktion, -entwicklung und -qualitätssicherung. Als Komplettprodukte, sog. Stentsysteme, werden diese dann über die BIOTRONIK AG in der Schweiz weltweit vertrieben.

Die Entwicklung der Stent-Technologie ist rasant. „CORTRONIK hat diese Entwicklung nicht nur mitgemacht, sondern auch selber vorangetrieben. Die Technologien für das Lasern, die Beschichtung und die Auflösung der Stents sind mittlerweile fest etabliert. Auch die Werkstofftechnik, die Halbzeugherstellung sowie die Verarbeitung von Magnesium sind in Rostock verankert. Jetzt wird auf dem Gebiet der Herzklappen geforscht und entwickelt. Das ist ein großer Schritt, der hier gewagt wird“, betonte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe dankte anlässlich des Jubiläums abschließend allen Mitarbeitern. „Die Beschäftigten sind der Motor, der mit der Forschung und Entwicklung im Ergebnis zu innovativen Produkten bei CORTRONIK führt. Sie sind der Puls für den Erfolg des Unternehmens. Mit dem Institut für Implantattechnologie und Biomaterialien e. V. und der Universitätsmedizin in Rostock weiß das Unternehmen in zahlreichen Projekten äußerst kompetente und verlässliche Partner an seiner Seite“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Richtfest bei BM Bioscience Technology GmbH

Medizintechnikunternehmen sind Taktgeber für Forschung und Entwicklung

Laage – In Laage (Landkreis Rostock) ist feierlich das Richtfest für die Produktionsstätte der Firma BM Bioscience Technology GmbH begangen worden. „Nach Fertigstellung wird hier vor Ort hochwertige Medizintechnik hergestellt. Das ist doppelt gut, denn diese Produkte werden nicht nur den internationalen Markt erobern sondern auch zahlreichen Patienten auf der Welt ein Weiterleben ermöglichen. Der Produktionsstart der Komplett-Filtersysteme ist für Anfang 2019 vorgesehen. Im ersten Ausbauschritt sollen ca. 35 Dauerarbeitsplätze entstehen“, sagte der Staatssekretär im Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Das 2017 gegründete Unternehmen ist ein Joint Venture zwischen der deutschen MedTec Holding GmbH und der chinesischen Firma Biolight Healthcare GmbH. Das Investitionsvolumen beträgt rund zehn Millionen Euro. Grundsätzlich wird in dem neu gegründeten Unternehmen die Produktion von Komplett-Filtersystemen stattfinden, welche z. B. bei Autoimmunkrankheiten, Stoffwechselerkrankungen, Herzmuskelerkrankungen, Sepsis oder auch bei Nieren- und Lebererkrankungen angewendet werden. „Begonnen wird zunächst mit der Produktion sogenannter Dialysatoren, wie sie in Deutschland bzw. weltweit bei der Dialyse zum Einsatz kommen. Die durch Dialysatoren durchgeführte Blutreinigung ist zu einer unerlässlichen Behandlungsmethode erwachsen, welche vornehmlich bei Nierenschwäche bzw. vollständigem Nierenversagen als Nierenersatz zum Einsatz kommt und jährlich zahlreichen Patienten ein Weiterleben ermöglicht“, so Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph weiter.

Die Gesundheitswirtschaft im Land ist ein Markt mit enormem Wachstumspotential. „Die Branche der Medizinprodukte und Medizintechnik hat eine herausgehobene Rolle, da sie in Mecklenburg-Vorpommern von einem überdurchschnittlichen Wachstum geprägt ist. Seit 2006 verzeichnet dieser Bereich ein Wachstum von durchschnittlich 4,7 Prozent jährlich. Damit liegen wir fast doppelt so hoch wie der Bundesschnitt“, so Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph (Bund 2,6 Prozent, Quelle: WifOR, Aktualisierung des bestehenden Branchenmonitorings 2017).

„Mecklenburg-Vorpommern ist ein innovativer Wirtschaftsstandort und das Zuhause für großartige Medizintechnik-Unternehmen. Sie leisten einen wertvollen Beitrag für die Weiterentwicklung der heimischen Wirtschaft. Medizintechnikunternehmen sind Taktgeber für Forschung und Entwicklung bei uns im Land“, betonte Rudolph. Im Zeitraum von 2014 bis zum Oktober 2018 wurden im Rahmen der Forschungs-, Entwicklungs- und Innovations-Richtlinie bereits Zuschüsse von insgesamt 136,9 Millionen Euro für 407 Vorhaben bewilligt. „Der Großteil der Mittel ging in den Bereich Biotechnologie und Medizintechnik (39 Prozent) und Maschinenbau (24 Prozent) sowie in den Bereich der Mobilität (11 Prozent). Circa 10 Prozent flossen in den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Derzeit sind ca. 150.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns beschäftigt. „Das betrifft fast 20 Prozent (Bund 16,5 Prozent) des Arbeitsmarktes. Jeder fünfte Erwerbstätige arbeitet in dieser Branche – damit ist Mecklenburg-Vorpommern absoluter Spitzenreiter in Deutschland. In keinem anderen Bundesland gibt es einen derart hohen Beschäftigungsanteil. In den vergangenen 10 Jahren wurden rund 25.000 neue Arbeitsplätze in der landesweiten Gesundheitswirtschaft geschaffen“, betonte Rudolph.

China ist Mecklenburg-Vorpommerns achtwichtigster Außenhandelspartner. Im Jahr 2017 wurden Waren im Wert von 549 Millionen Euro ausgetauscht. Der Anteil am gesamten Außenhandel von M-V betrug 4 Prozent. Der Warenexport nach China betrug im vergangenen Jahr 233 Millionen Euro, was Platz 10 sowie einen Anstieg von +2 Prozent im Vergleich zu 2016 bedeutet. Wichtigste Exportgüter nach China 2017 waren Eisen-, Blech- und Metallwaren sowie Fahrgestelle/Motoren. 2017 betrug der Warenimport von China 306 Millionen Euro (Platz 6). Im Vergleich zum Vorjahr wurde eine Steigerung um +10 Prozent erreicht. Zu den wichtigsten Importgütern aus China zählten im vergangenen Jahr elektrotechnische Erzeugnisse sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung.

Zuschuss für Umrüstung einer Heizungsanlage

Sarnow – Zur Umrüstung einer Heizungsanlage von Öl auf feste Biomasse (Holzabfälle) erhält das Unternehmen „Harald Tesch Tischlerei und Innenausbau“ in Sarnow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) vom Energieministerium einen Zuschuss von 14.094,46 Euro (Fördersatz 55,49 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Der Handwerksbetrieb plant, die vorhandene Ölheizung auf einen Holzvergaserheizkessel umzurüsten einschließlich der Installation entsprechender Folgeeinrichtungen, wie Steuereinrichtung, Heizkreisverteilung, Pufferspeicher und Schornstein. Da Holzabfälle aus dem Betrieb genutzt werden, entfallen die Kosten für die Abfallentsorgung. Zudem verbessert sich die Kohlendioxid-Bilanz durch das Verwenden nicht fossiler Brennstoffe. Jährlich können rd. 24 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Unternehmer können Zuwendungen aus der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen beantragen beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern, Werkstraße 213, 19061 Schwerin (Ansprechpartner Frau Köhncke, Tel. 0385 6363-1433 und Herr Papenfuß, Tel. 0385 6363-1231). Zu Fördermöglichkeiten im Rahmen des Klimaschutzes berät auch die Förderberatungsstelle des Landeszentrums für Erneuerbare Energien in Neustrelitz.

KREATOPIA – Motor Kreativwirtschaft

Landesbranchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft MV am 19. November in Rostock

Rostock – Am 19. November laden das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, das Landesnetzwerk der Kultur- und Kreativwirtschaft Kreative MV und die IHK zu Rostock zur Landesbranchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft nach Rostock ein. In einem unkonventionellen Konferenzformat werden von 10 bis 16 Uhr Vielfalt, Kreativität und das Innovationspotential der Kultur- und Kreativwirtschaft erlebbar. Kreativschaffende stellen ihre aktuellen Projekte vor, kreative Hotspots bieten interaktive Gestaltungsräume und laden zur Vernetzung mit anderen Unternehmen und kommunalen Partnern ein.

„Wir wollen den Fokus in diesem Jahr auf die drei Eckpfeiler einer zu entwickelnden Landesstrategie für unsere vielfältige Branche legen“, sagt Veronika Schubring von der Kreative MV. „Ziel ist es, die Kreativwirtschaft im städtischen und ländlichen Raum gezielt als Motor für die Digitalisierung, die Raumentwicklung und die innovative Wirtschaftsentwicklung zu nutzen.“ Wirtschaftsminister Harry Glawe wird sich in einem lockeren Teegespräch mit Kreativen und Akteuren aus Wirtschaft und Verwaltung zu den drei Eckpfeilern austauschen.

„Die Landesbranchenkonferenz ist ein wichtiges Treffen der Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Hier kommen die Unternehmen, Selbstständigen und Freiberufler zusammen, um sich über aktuelle Projekte, Ideen und mögliche Kooperationen auszutauschen. Ich sehe vor allem in der Zusammenarbeit mit dem kreativen innovativen Potential in Mecklenburg-Vorpommern erhebliche Chancen und Wachstumsmöglichkeiten für andere Wirtschaftszweige und Gewerke. Die Kultur- und Kreativwirtschaft kann ein innovativer Impulsgeber für Unternehmen sein, die beispielsweise neue Digitalisierungsstrategien anwenden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Vorfeld.

Drei konkrete Perspektiven auf die drei Bereiche Digitalisierung, Raumentwicklung und innovative Wirtschaftsentwicklung werden Experten bzw. Erfahrungsträger in Impulsvorträgen vorstellen. „Diese sollen wichtige Entwicklungsschritte vermitteln, die in einer Landesstrategie nicht fehlen dürfen und damit konkrete Handlungsempfehlungen darstellen“, so Veronika Schubring. So wird Steffen Himstedt, Geschäftsführer des Schweriner Software-Unternehmens Trebing&Himstedt, über die Kreativwirtschaft als Motor der Digitalisierung sprechen. Anschließend wird Architektin und Stadtplanerin Claudia Muntschick über die Potentiale der Kreativwirtschaft für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region bzw. eines Ortes sprechen.

Michael Sack, Landrat des Kreises Vorpommern-Greifswald, wird einen Impuls zu Möglichkeiten der Raumentwicklung durch kreative Nutzungen geben. „Aktuelle Studien aus MV und bundesweit zeigen, welche Wertschöpfungsketten und Impulse für andere Branchen wie den Tourismus gerade auch in dünn besiedelten Räumen von den Kreativen ausgehen“, sagt Corinna Hesse von der Kreative MV, die aktuell den vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten Wettbewerb „Kreative für MV – MV für Kreative“ zu sozialen Innovationen im ländlichen Raum begleitet und durchführt.

„Insofern sind es vor allem auch die Kreativschaffenden im Land selbst, die einen Input zu den Impulsen und den Fragestellungen einer landesweiten Strategie der Branche liefern können“, so Corinna Hesse weiter.

Dementsprechend ist auch der zweite Teil der Konferenz am Nachmittag durch die Themen und Fragenstellungen gekennzeichnet, welche die Kreativschaffenden selbst mitbringen. In zwei Workshoprunden, die thematisch am Konferenztag anhand der Teilnehmerwünsche eingeteilt werden, bringt dann jeder Teilnehmende unter dem Motto „Kollegial genial“ sein Wissen ein, um anderen Akteuren mit ihren Fragestellungen zu helfen. „Dieser kollegiale Beratungsschwerpunkt dient vor allem der intensiven Vernetzung und Beratung der Kreativschaffenden untereinander“, so Veronika Schubring.

Die Jahresbranchenkonferenz findet im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit statt und wird von der Kreative MV – dem Landesnetzwerk für Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern – durchgeführt und von der IHK zu Rostock unterstützt.

GAP nach 2020 – MV verlangt stärkere ökologische Ausrichtung

Schwerin -Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, hat heute auf der Herbsttagung der Agrarsozialen Gesellschaft die Position Mecklenburg-Vorpommerns zur umweltgerechteren Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) erläutert. Er verwies auf den seit 1992 andauernden Reformweg der GAP und attestierte ihr unzureichenden Entwicklungswillen.

Er teilte mit, dass eine Fortführung der bisherigen Förderpraxis weder bei Landwirtschaft, Umweltverbänden oder der breiten Öffentlichkeit auf positive Resonanz treffen werde. Es bedürfe vielmehr neuer Ansätze um die finanziellen Mittel so zu verwenden, dass Landwirtschaft wie Umweltschutz gleichermaßen profitieren. Zielstellung müsse zukünftig sein, dass das knapper werdende europäische Agrarbudget konsequenter der Erreichung europäischer Umwelt- und Klima- und Artenschutzzielen dienen muss. Dr. Buchwald warnte mit Blick auf den Kommissionschlag, dass zu erreichende prozentuale Vorgaben nicht zweckdienlich seien, da sie die Gefahr eines nationalen Unterbietungswettstreites bergen.

Der Staatssekretär hob hervor, dass die Landwirte mit einer neuen ökosystemleistungsorientierten Ausrichtung der GAP zum anerkannten Umweltdienstleister auf der Fläche werden könnten, wenn dem Leistungsgedanken „öffentliches Geld für öffentliche Leistung“ ernsthaft gefolgt werden würde. Da Landwirte zu allererst wirtschaftlich handeln, sei nach Ansicht des Landes Mecklenburg-Vorpommern nur derjenige bereit zu investieren, der mit Klima- und Umweltleistungen zukünftig Geld verdienen könne anstatt wie bisher nur einen Kostenausgleich zu bekommen.

Die Anreizkomponenten, die der GAP-Vorschlag der Kommission derzeit vorsieht, seien aber nach Ansicht der Experten viel zu gering und unpräzise. Auch die doppelte Verankerung dieser Maßnahmen in der ersten und in der zweiten Säule mache aus Sicht von Mecklenburg-Vorpommern wenig Sinn.

Dr. Buchwald verwies auf die Vorschläge, die sein Bundesland bereits im Dezember 2017 vorgestellt hatte.

Der Vorschlag „Veränderung anschieben“ basiert im Wesentlichen auf 6 Punkten:

  • Eine einheitliche (relativ geringe) Grundprämie von 100 €/ha.
  • Zusätzlich zu diesem Grundprämienbudget erhalten die Mitgliedstaaten als Zuschlag zu ihrer nationalen Obergrenze 3 Prozent für die Förderung von Junglandwirten.
  • Ein Zuschlag von 10 Prozent zum Grundprämienniveau für die Förderung von kleinen bäuerlichen Betrieben
  • Für die nach EU-Kriterien festgelegten benachteiligten Gebiete wird einheitlich eine Prämie von 25 €/ha gezahlt.
    Flächengebundene Raufutterfresserprämie
  • Erhöhung der Prämienzahlungen für Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen um mindestens 15 bis zu 30 Prozent (im Vergleich zum derzeitigen Niveau)

Gadebuscher Handwerksbetrieb investiert in Unternehmenserweiterung

Gadebusch – Die Meylahn Naturstein GmbH aus Gadebusch (Landkreis Nordwestmecklenburg) errichtet derzeit am Betriebsstandort eine neue Ausstellungshalle. „Das Familienunternehmen Meylahn Naturstein GmbH hat sich auf die hochwertige Innenausstattung spezialisiert und im Laufe der Jahre einen guten Ruf erworben. Jetzt soll weiter investiert werden, um den Kunden in angenehmer Atmosphäre die hochwertigen Materialien zu präsentieren. Mit der Erweiterung werden neun Arbeitsplätze gesichert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Meylahn Naturstein GmbH stellt Treppen, Bodenbeläge, Fensterbänke, Küchen- und Waschtischplatten her und übernimmt Laden- und Innenausbauten. Dabei wird überwiegend mit Naturstein gearbeitet, zusätzlich kommen Quarzkomposit und Keramikplatten zum Einsatz. Zu den Kunden zählen nach Unternehmensangaben unter anderem Hotels, Gewerbe, Gastronomie, Bildungseinrichtungen und Privathaushalte. Zukünftig ist geplant, den Bereich des hochwertigen Innenausbaus, vor allem Bäder in Privathaushalten, und den Ladenbau als Tätigkeitsschwerpunkt auszubauen.

Im Zuge der Neuausrichtung wird eine Ausstellungshalle in Form eines Showrooms errichtet. Darin sollen Unikate von exklusiven Steinsorten aus der ganzen Welt präsentiert werden. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2019 vorgesehen. „Bislang haben potentielle Kunden sich die Natursteine während der laufenden Produktion im Unternehmen angesehen. Jetzt soll der Ausstellungsbereich abgetrennt werden, um eine bessere Präsentation zu gewährleisten“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen der Unternehmenserweiterung betragen knapp 739.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 185.000 Euro.

Gesundheitswirtschaftsmesse in Düsseldorf

Wirtschaftsminister Glawe besucht weltgrößte Gesundheitswirtschaftsmesse in Düsseldorf

Düsseldorf – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe besucht von Dienstag bis Donnerstag die weltweit größte Gesundheitswirtschaftsmesse MEDICA in Düsseldorf. „Die Messe ist die internationale Bühne für die Vermarktung und das Kennenlernen der Branche. Umso wichtiger ist es, dass heimische Unternehmen vor Ort sind, um mit ihrem Potential, ihrem Know-how und ihren Produkten auf sich aufmerksam zu machen. Das verbessert auch die eigene Wettbewerbsposition, sichert und schafft Arbeitsplätze bei uns im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag.

Insgesamt 21 Medizintechnikunternehmen aus M-V stellen ihre Produkte und Innovationen einem Fachpublikum vor; davon stehen 13 Unternehmen auf dem Gemeinschaftsstand des Landes. Für die Organisation und Durchführung sind die BioCon Valley GmbH und Rostock Business verantwortlich. „Wir verzeichnen wachsendes Interesse bei den Ausstellern. Es ist uns gelungen, noch mehr Unternehmen zu gewinnen, die sich auf der internationalen Fachmesse in Düsseldorf präsentieren“, so Glawe weiter.

„Die Gesundheitswirtschaft im Land boomt. Dennoch: Ziel muss es sein, dass wir uns noch stärker überregional ausrichten. Das ´Auf sich aufmerksam machen´ darf nicht am Ortsausgangsschild enden“, mahnte Wirtschaftsminister Glawe. „Gerade im überregionalen Geschäft braucht es einen langen Atem. Der erste Schritt zum Erfolg ist oft ein Messebesuch. Die überregionale Wahrnehmbarkeit der heimischen wettbewerbsfähigen Produkte muss intensiviert werden. Hier liegt noch enormes Potential“, forderte Glawe.

Der Exportanteil der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtwirtschaft des Landes beträgt rund 5 Prozent. (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi); Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR), Ausgabe 2017; Berechnungen: WifOR). Mittlerweile sind ca. 150.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns beschäftigt. Jeder fünfte Erwerbstätige (20 Prozent) arbeitet in dieser Branche.

„Damit ist Mecklenburg-Vorpommern Spitzenreiter in Deutschland. In keinem anderen Bundesland gibt es einen derart hohen Beschäftigtenanteil“, sagte Glawe. Mit einem Anteil an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft von 15,3 Prozent (Bund 12 Prozent) hat sich die Gesundheitswirtschaft zudem als Motor der Wirtschaft erwiesen. Jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung entsteht in der Gesundheitswirtschaft.

Die Landesregierung unterstützt Unternehmen dabei, ihre Produkte international zu vermarkten und dem Exportgeschäft einen höheren Stellenwert zu verleihen. „Wir haben wirksame Instrumente, wie zum Beispiel die finanzielle Unterstützung von Firmengemeinschaftsständen, Messeförderung, Förderung von Konzepten zur Markterschließung oder Unternehmensdelegationsreisen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. Darüber hinaus werden bei Unternehmensdelegationsreisen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern bei der Erschließung neuer Absatzmärkte und dem Ausbau internationaler Aktivitäten durch politische Flankierung unterstützt.

Kraftwerksleistung aus EEG-Anlagen wird sich mindestens verdoppeln

WEMAG Netz GmbH will jährlich rund 35 Mio. Euro in leistungsfähige Netzinfrastruktur investieren

Schwerin – Die WEMAG Netz GmbH wird in den nächsten Jahren noch mehr in ihr Stromnetz investieren als in der Vergangenheit. Für notwendige Ersatzmaßnahmen sowie Netzerweiterungen und Netzverstärkungen sind allein für das Jahr 2019 Nettoinvestitionen in Höhe von 35,5 Mio. Euro vorgesehen.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet weiter voran. Dabei hat sich die angeschlossene Leistung der Erneuerbare-Energien-Anlagen (EEG) zwischen 2012 und 2017 verdoppelt. „In den nächsten zehn Jahren wird sich die Kraftwerksleistung aus EEG-Anlagen nach unseren Planungen sowie den Zielen der Landes- und Bundespolitik mindestens noch einmal verdoppeln“, prognostiziert Andreas Haak.

Dafür braucht die WEMAG eine sehr leistungsfähige Netzinfrastruktur. „Wir werden für die kommenden fünf Jahre unser Investitionsvolumen jährlich um etwa 10 Mio. Euro anheben, sodass wir durchschnittlich etwa 35 Mio. Euro pro Jahr investieren“, ergänzt der Geschäftsführer der WEMAG Netz GmbH.

Die Investitionen im Hochspannungsnetz in Höhe von etwa 12 Mio. Euro fließen 2019 zum Beispiel in Erneuerungsmaßnahmen in den Umspannwerken Lübz, Wittenberge und Güstrow, den Bau von zwei neuen Umspannwerken sowie in den Ausbau von rund 10 km Hochspannungsleitung. Einen besonderen Stellenwert nimmt der Aufbau eines hochverfügbaren Funknetzes ein, das zur Steuerung der Energieflüsse im künftigen Energiesystem dienen wird.

Im Mittel- und Niederspannungsnetz sind im nächsten Jahr umfangreiche Netzerneuerungsmaßnahmen in Höhe von 20 Mio. Euro erforderlich und eingeplant. Dazu gehören etwa 71 km Mittelspannungsleitungen im 20-kV-Netz, 48 km neue Leitungen im Niederspannungsnetz und 40 neue Transformatorenstationen.

Grünes Licht von der EU

Forschungs- und Entwicklungsförderung wird aufgestockt

Schwerin – Die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation wird aufgestockt. „Brüssel hat uns grünes Licht hierfür gegeben. Mit der vorliegenden Genehmigung werden weitere 50 Millionen Euro Mittel für die Forschungs- und Entwicklungsförderung (FuEuI-Förderung) bereitgestellt. Wir wollen mit der Unterstützung die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft weiter ausbauen. Wichtig ist, dass mit der Technologieförderung mehr marktfähige Produkte entstehen, die international wettbewerbsfähig sind. Dies schafft auch mehr zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag.

Für die EU Förderperiode 2014 bis 2020 wurden im Operationellen Programm des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) des Landes Mecklenburg-Vorpommern von Beginn an finanzielle Mittel in Höhe von 168 Millionen Euro für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation zur Verfügung gestellt. „Die Möglichkeiten der FuEuI-Förderung werden von den Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Landes sehr gut angenommen, so dass Mitte 2018 bereits ein sehr großer Teil der geplanten Mittel schon gebunden war. Mit den weiteren 50 Millionen Euro stehen insgesamt rund 218 Millionen Euro aus dem EFRE für unseren Technologieförderschwerpunkt zur Verfügung“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Seit Inkrafttreten der FuEuI-Richtlinie im Mai 2015 wurden insgesamt 310 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 117 Millionen Euro unterstützt. Davon allein 173 Verbundprojekte, also Projekte von Unternehmen und Hochschulen, mit 83,7 Millionen Euro. „Mit den nun zusätzlichen Mitteln können die Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen der FuEuI-Richtlinie erweitert werden“, sagte Glawe.

Insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) werden unterstützt, ihre Produktionsprozesse zu analysieren, „digitale“ Lösungsvorschläge (Prozessinnovationen) zu erarbeiten und diese in Pilotprojekten umzusetzen. Diese Pilotprojekte werden bei klein- und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 50 Prozent und bei großen Unternehmen mit bis zu 15 Prozent, jedoch max. mit 200.000 Euro, gefördert. Zudem können auch Analysen und Beratungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Beschäftigten im Unternehmen (Technikfolgenabschätzung) gefördert werden.

Zukünftig soll als neues Instrument im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern auch die Förderung von Investitionen möglich sein, die der Umsetzung von vorher durchgeführten Prozessinnovationen dienen. Die Investitionen in Folge von Prozessinnovationen werden mit 50 Prozent und bis zu 100.000 Euro gefördert. Hierzu zählen zum Beispiel Maschinen, Anlagen, Robotik, Automatisierungstechnik wie Sensorik oder Datenübertragungstechnik. „Damit sollen Digitalisierungslösungen vom Schreibtisch in die Praxis überführt werden“, so Glawe.

Weiterhin hat das Wirtschaftsministerium zwei Beteiligungsfonds aufgelegt, um technologieorientierte Existenzgründer und bestehende Unternehmen zu unterstützen. So fördert die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (MBMV) in Form stiller und offener Beteiligungen kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Existenzgründungen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie digitale Geschäftsmodelle. Hierfür stehen Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem betreut die Genius Venture Capital GmbH einen Risikokapitalfonds in Höhe von 10 Millionen Euro für aktive Beteiligungen.

„Ziel ist es, jungen innovativen Technologieunternehmen und Existenzgründern im Land Risikokapital zur Verfügung zu stellen und damit die bestehenden Möglichkeiten bei der Frühphasenfinanzierung in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu verbessern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Finanziert werden alle Kosten von der Forschung und Entwicklung bis zur Markteinführung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen. Neben dem Beteiligungskapital erhalten die Unternehmer eine qualifizierte Managementunterstützung.

Rekord: 281 Jungmeister des Handwerks

Greifswald – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Freitag Absolventen der Meisterausbildung sowie verdienstvolle Handwerker der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern in Greifswald ausgezeichnet. „Das ist ein Rekord – insgesamt 281 Jungmeister haben im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern ihre Abschlussprüfung erfolgreich absolviert. Diese Entwicklung macht uns Mut. Unser Handwerk im Land ist ein prosperierender Wirtschaftszweig, der engagierten, wissenshungrigen Menschen attraktive Berufschancen bietet. Jetzt müssen wir darauf hinarbeiten, dass aus den Meistern viele Unternehmensgründer und Betriebsübernehmer werden, um den aktuell massiven Generationenwechsel im Handwerk erfolgreich zu bewältigen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Bis 2025 erwarten allein die Industrie- und Handelskammern für Mecklenburg-Vorpommern etwa 10.000 Unternehmen, die aus Altersgründen zur Übergabe anstehen. „Der komplexe Bereich der Unternehmensübergabe stellt manchen Unternehmer vor große Hürden. Um Arbeitsplätze und Fachkompetenz zu erhalten, dürfen wir die Betriebe in diesen existentiellen Situationen nicht allein lassen. Deshalb unterstützen wir Meister, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, beispielsweise über die Übernahme eines bestehenden, gut eingeführten Unternehmens“, hob Rudolph hervor.

Unter der Trägerschaft der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern hat das Wirtschaftsministerium das Projekt „Nachfolgezentrale MV“ gestartet, um beim Handwerk und dem Mittelstand für die Nachfolgeproblematik zu sensibilisieren und praxisnahe Hilfen für den Nachfolgeprozess zu bieten. Die Bürgschaftsbank unterstützt bei der Suche nach einem Nachfolger, legt die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Unternehmensübergabe dar, moderiert Gespräche, hilft bei der Erstellung eines Übergabefahrplanes, stellt ein umfangreiches Beratungsangebot zur Verfügung, ermittelt den Qualifizierungsbedarf des Übernehmers und berät unter Hinzuziehung von Spezialisten zu vertiefenden Fragen. Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt in Höhe von bis zu 500.000 Euro aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF). Zudem beteiligen sich die drei Industrie- und Handelskammern sowie die Bürgschaftsbank finanziell an dem Projekt, die Handwerkskammern unterstützen ideell.

Als weiteren Anreiz erhalten Handwerksmeister, die erstmals eine Existenz gründen und dabei einen bestehenden Betrieb übernehmen, eine einmalige, nicht rückzahlbare Zuwendung in Höhe von 7.500 Euro – die „Meisterprämie“. 186 Jungunternehmer haben die Förderung seit 2011 genutzt. „Die Meisterprämie ist ein Zuschuss, um die ersten Schritte in die Selbständigkeit zu erleichtern“, sagte Rudolph.

Meisterbrief steht für Spitzenqualifikation – Absolventen sind Fachkräfte, die für mehr Wohlstand in Mecklenburg-Vorpommern hart arbeiten und unverzichtbar sind

Im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern haben in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 281 Handwerker in zwölf Berufen ihre Meisterausbildung abgeschlossen, unter anderem in den Gewerken Kraftfahrzeugtechniker (97 Absolventen), Elektrotechniker (37) und Metallbauer (31). Darunter waren 23 Meisterinnen (21 Friseurinnen, eine Maler- und Lackiererin sowie eine Tischlerin). „Der Meisterbrief ist eine Spitzenqualifikation. Er steht für hochwertige Qualität im Handwerk, wirtschaftliche Solidität und engagierte Ausbildung. Absolventen sind Fachkräfte, die für mehr Wohlstand in Mecklenburg-Vorpommern hart arbeiten und unverzichtbar sind. Mit den Absolventen gewinnen wir Fachkräfte, die den Wirtschaftszweig Handwerk weiter voranbringen werden“, sagte Rudolph abschließend.

Neben den Jungmeistern wurden auch verdienstvolle Handwerker geehrt. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph überreichte den Jungmeister-Preis der INTER-Versicherung an Elektrotechnikmeister Reiko Stargardt aus Prenzlau, der als bester Absolvent seine Prüfung ablegte. Die Ehrennadel in Gold für besonderes Engagement im Handwerk erhielt die Diplom-Agraringenieurin Petra Behrens, Geschäftsführerin und Inhaberin der Medow-Bau und Vertriebs-GmbH (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Mit der Ehrennadel in Silber wurden ausgezeichnet: Elektrotechnikermeister Michael Bruhn, VE-Meister Landtechnik Eberhard Mahnke, Ingenieur SHK-Handwerk Jürgen Nehls, Maler- und Lackierermeister Roberto Nehring, Zahntechnik-Meisterin Irmgard Rautenberg und der Elektrotechnikermeister Erhard Schöpf.

In den 12.390 Betrieben der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern arbeiten rund 62.520 Beschäftigte. Etwa 3.200 Jugendliche durchlaufen derzeit eine handwerkliche Ausbildung. In ganz Mecklenburg-Vorpommern sind bei den Handwerkskammern derzeit über 20.200 Betriebe verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen und 5.061 Lehrlinge. Es wird ein jährlicher Umsatz in Höhe von 9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden.

12. Imkertag in Linstow

„sehr gutes Honigjahr“ für Bienenzüchter

Linstow – Die Bienenzüchter in Mecklenburg-Vorpommern können auf ein sehr gutes Honigjahr zurückblicken. „Der Ertrag dürfte in diesem Jahr weit über dem üblichen Jahreswert von 700 Tonnen liegen“, sagt Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus anlässlich des 12. Imkertages, den der Landesverband der Imker am Sonntag, dem 11. November 2018, in Linstow begeht. Das sei insbesondere mit Blick auf das Vorjahr 2017, in dem die schlechteste Honigernte seit 20 Jahren eingefahren wurde, eine erfreuliche Nachricht.

Aktuell sind in Mecklenburg-Vorpommern 2.691 Berufs- und Hobby-Imker mit 26.588 Bienenvölkern gemeldet. Das sind 98 Bienenhalter und 85 Bienenvölker mehr als zum Jahresende 2017. „Ich freue mich, dass der Bienenbestand in MV in den zurückliegenden Jahren stabil geblieben und sogar leicht angestiegen ist“, so Backhaus. Auch in Städten wie Rostock oder Schwerin sei ein Trend zum Ansiedeln von Bienenvölkern erkennbar, etwa in Zoos oder auf begrünten Dächern.

Doch die Biene sei mehr als ein Nutztier. Seit das Thema Insektensterben in aller Munde ist, gebe es immer mehr Menschen, die sich für den Erhalt der Insektenvielfalt einsetzten. „Die Biene ist zurecht zum Symbol dieser Bewegung geworden“, findet Backhaus, „denn ohne die Biene und all die anderen Blütenbestäuber gebe es kein Leben auf der Welt.“ Die Lebensräume, Nahrungsgrundlagen und Lebensbedingungen der Bienen zu schützen, sei deshalb umso mehr eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Im August 2018 wurden die Stadt Pasewalk sowie die beiden Gemeinden Wöbbelin und Trinwillershagen von Minister Backhaus für ihr Bemühen, die Lebensgrundlagen für Bienen und wildlebende Bestäuber-Insekten in unserem Land zu verbessern, als bienenfreundliche Gemeinden ausgezeichnet.

Auch setzt sich die Landesregierung schon lange dafür ein, dass in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Grundsatz „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“ wieder stärker trägt. Dazu wurde das Konzept der Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUKM) grundlegend überarbeitet und noch stärker an naturschutzfachlichen Zielen ausgerichtet. Die Förderung von AUKM ist ein zentrales Element der Kooperation zwischen Umwelt-, Naturschutz und Landwirtschaft. Ziel dieser Maßnahmen ist, den Boden- und Gewässerschutz sowie die Biodiversität zu fördern.

Auch die Erhöhung von 5 auf 20 Hektar für ein- und mehrjährige Blühflächen war Backhaus zufolge ein voller Erfolg. Mit rund 5.300 Hektar neu beantragter Blühflächen habe sich der Antragsfläche gegenüber dem Vorjahr um 220 Prozent erhöht. Zusammen mit den AUKM wird damit aktuell etwa jeder vierte Hektar landwirtschaftliche Fläche in MV freiwillig mit erhöhten Umweltstandards bewirtschaftet.

„Darüber hinaus treiben wir die positive Entwicklung im Bereich des Ökolandbaus weiter voran. Unsere Zielstellung, bis 2020 auf 150.000 Hektar zu kommen, konnten wir durch den diesjährigen Flächenzuwachs von 10.000 Hektar bereits erreichen“, informiert der Minister. Mit nunmehr 944 biozertifizierten Landwirtschaftsbetrieben wirtschaften ca. 19, 3 % und damit fast jeder 5. Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern ökologisch. Der Öko-Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche in MV liegt bei 11,1 %.

„Wir werden uns auch bei der Ausgestaltung der zukünftigen Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik dafür einsetzen, dass dem Verlust der Artenvielfalt und insbesondere dem Insektensterben wirkungsvoll Einhalt geboten werden kann. Dazu ist es notwendig, noch stärker als bisher die Zahlungen an Leistungen der Landwirte für den Umwelt-und Naturschutz zu knüpfen aber auch besser zu honorieren.

Ein weiterer wesentlicher Punkt sei die Bienengesundheit. Die Varroa-Milbe und die Afrikanische Faulbrut gehörten nach wie vor zu den größten Bedrohungen für Honigbienen weltweit. Bereits Ende 2016 wurde deshalb hierzulande der Bienengesundheitsdienst bei der Tierseuchenkasse MV eingerichtet. „Damit wollen wir für die Bienenhalter im Land eine dauerhafte Hilfestellung zu Fragen der Aus- und Fortbildung aber vor allem auch zur Vorbeugung und Bekämpfung von Bienenseuchen und -krankheiten bieten“, erläutert der Minister.

Das Land fördert die Imkerei jährlich mit fast 400.000 Euro. Mit dem Geld werden Maßnahmen zur Verbesserung der Erzeugung und Vermarktung von Honig, das Bienenzuchtzentrum als Institution, sowie Bauinvestitionen, z.B. in die „Gläserne Imkerei“, unterstützt.

Kartoffelveredlung Hagenow erweitert Produktion

Hagenow – Die Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH Hagenow möchte ihre Produktion erweitern. Ziel ist, die Kapazitäten für die Herstellung von Kartoffelpüree zu verdoppeln. Heute wurde der erste symbolische Spatenstich für das Vorhaben gesetzt. Dazu äußert sich der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus wie folgt:

„Ich gratuliere dem Unternehmen zur Expansion und freue mich, dass der Unternehmensstandort Hagenow weiter gestärkt wird. Die Produkte der Mecklenburger Kartoffelveredlung sind nicht nur bundesweit, sondern weltweit im Handel zu finden und damit gewissermaßen eine Visitenkarte der hiesigen Land- und Ernährungswirtschaft. Neben neuen Arbeitsplätzen im Unternehmen selbst, wird die Erweiterung der Produktionsstätte auch Arbeitsplätze in Landwirtschaft, Logistik und produktionsnahe Dienstleistungen sichern. Für den Erfolg des Vorhabens ist es aber auch notwendig, dass der Rohstoffbezug aus der Region gesichert ist. Die Produktionserweiterung ist deshalb auch ein Signal an die Landwirte, sich für Kartoffelanbau zu entscheiden.“

Der ehemalige VEB Kartoffelveredlungswerk Hagenow nahm im Jahre 1970 die Verarbeitung von Kartoffeln zu Kartoffelpüree und Pommes-frites auf. Ende der 80er Jahre wurden 60 bis 70 Kilotonne Kartoffeln verarbeitet. Die Hauptprodukte waren Pommes und Kartoffelflocken (heute –püree), daneben auch Kloßmehle und Trockenspeisekartoffeln, die Firma war für diese Produkte Alleinhersteller in der DDR. Beliefert wurden der Großverbraucherbereich und der Einzelhandel.

Nach der Wiedervereinigung waren die Erzeugnisse der Firma nicht mehr am Markt zu realisieren, so dass eine Neuorientierung notwendig wurde. Im Jahre 1991 wurde die Firma privatisiert.

Sofort nach der Privatisierung begann die Modernisierung und Rekonstruktion der Produktionsanlagen. Nach einer Marktanalyse verabschiedete man sich von der Pommes-Produktion und setzte alles daran, als einer der wenigen Primärproduzenten von Kartoffelpüree am Markt zu bleiben.

Im Jahr 2006 ist die Emsland-Stärke GmbH Miteigentümer geworden und hat inzwischen alle Gesellschaftsanteile übernommen.

Der Rohstoffbezug (ca. 125 Einzelerzeuger und 4 Erzeugergemeinschaften) erfolgt zum Teil aus der unmittelbaren Umgebung. Es bestehen aber auch Beziehungen zu Landwirten aus Niedersachsen, Brandenburg und Schleswig-Holstein.

Aus Mecklenburg-Vorpommern werden etwa 30 % der Rohware bezogen.

Die Rohwaremengen belaufen sich auf ca. 140 Kilotonnen, damit stehen etwa 4.000 Hektar Kartoffelfläche unter Vertrag.

Baustart für Werkserweiterung in Hagenow

Hagenow – Am Donnerstag hat Wirtschaftsminister Harry Glawe den ersten Spatenstich zur Kapazitätserweiterung des Hagenower Werkes der Emsland Food GmbH gesetzt. Der Standort gehört zur Emsland Group aus Emlichheim (Niedersachsen), die auf Basis pflanzlicher Rohstoffe (vorrangig Kartoffeln) Produkte für die weiter verarbeitende Industrie herstellt. Zum Portfolio gehört unter anderem die in Hagenow hergestellte Marke „Mecklenburger Küche“ mit Kartoffelpürees, Kartoffelklößen, Bratkartoffeln und Kartoffel-Snacks.

„Das Werk in Hagenow kann auf eine lange Tradition zurückblicken – seit mehr als 45 Jahren werden hier Kartoffeln zu geschmackvollen Gerichten veredelt. Stetig wurde der Standort ausgebaut und modernisiert, so dass heute 170 Mitarbeiter Produkte aus der Region verarbeiten. Mit der jetzt geplanten Investition soll die Produktionskapazität nahezu verdoppelt werden und weitere Arbeitsplätze entstehen vor Ort. Das stärkt die Wirtschaft in der gesamten Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Zur Steigerung der Kapazitäten im Werk Hagenow sollen jetzt vier neue Walzentrockner angeschafft werden. Dafür entsteht eine neue Halle. Weiterhin werden am bereits bestehenden Werk unter anderem Leitungen und die Kartoffelannahme erneuert. Ziel ist es, die Kapazität an produzierten Kartoffelflocken von derzeit 28.000 Tonnen zu verdoppeln. Das Unternehmen investiert am Standort rund 25 Millionen Euro und plant nach eigenen Angaben, zwischen zehn und zwanzig Arbeitsplätze neu zu schaffen. Schwerpunkt für das Markengeschäft ist neben dem Einzelhandel auch der Großverbraucher-Foodservice. Das Unternehmen verwendet nach eigenen Angaben Kartoffeln aus der Region.

„Die Ernährungsindustrie profitiert von der landwirtschaftlichen Prägung Mecklenburg-Vorpommerns, schließlich wird mehr als die Hälfte der Landesfläche Mecklenburg-Vorpommerns landwirtschaftlich genutzt. Die Verarbeitung und Veredelung von Agrarerzeugnissen aus der Region ist ein Qualitätsmerkmal der Ernährungsindustrie in unserem Land. Und wirkt als Arbeitsmarktstabilisator – so werden weitere Arbeitsplätze in der Umgebung des Werkes und in der ganzen Region bei den Kartoffelproduzenten erhalten“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Ernährungsindustrie traditionell einen großen Stellenwert ein. Sie zeichnet sich durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment aus. Derzeit sind in den 88 Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern insgesamt rund 15.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei in 2017 einen Jahresumsatz von rund 4,7 Milliarden Euro.

Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes beträgt etwa 33 Prozent. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung.

Aufwandsentschädigungen für Schwarzwildabschüsse

Schwerin – Seit 1. Dezember 2017 erhalten Jäger in Mecklenburg-Vorpommern für jedes erlegte Wildschwein auf Antrag eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro. Die Zahlung ist Bestandteil des Sofortprogramms der Landesregierung zur Reduzierung der Schwarzwildbestände in Mecklenburg-Vorpommern, das Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus Mitte Oktober 2017 auf den Weg gebracht hatte. Die im Sprachgebrauch der Jägerschaft als sog. Pürzelprämie bekannte Aufwandsentschädigung wird bis zum 31. März 2019 in gleicher Höhe gewährt.

Darüber hinaus sieht eine durch Minister Dr. Backhaus veranlasste Änderung der diesbezüglichen Verwaltungsvorschrift vor, dass beim Zusammenschluss benachbarter Jagdbezirksinhaber für eine revierübergreifende Drückjagd den beteiligten Jagdhundeführern rückwirkend vom 1. Oktober 2018 bis zum 31. Januar 2019 eine Aufwandsentschädigung in Höhe von jeweils 35 Euro für jeden eingesetzten Jagdhund zu gewähren. „Hierfür soll der mit der Bestandsreduktion einhergehende Mehraufwand der Jagdhundeführer und ihrer vierbeinigen Helfer bei ihrem unermüdlichen Einsatz am wehrhaften Schwarzwild entschädigt werden. Ohne den Einsatz leistungsgeprüfter Jagdhunde lassen sich Wildschweine nicht effektiv bejagen“, sagte Minister Dr. Backhaus.

Die Anträge können wie bisher bei den Forstämtern und den Nationalparkämtern gestellt werden.

Hintergrund für die Vorschrift ist die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Haus- und Wildschweinbeständen in mehreren EU-Mitgliedsstaaten, zuletzt in den Nachbarländern Polen, Tschechien und Belgien. „Die Afrikanische Schweinepest stellt nach wie vor die größte Bedrohung für das heimische Schwarzwild und damit für die landwirtschaftliche Tierhaltung dar.“, sagte Minister Dr. Till Backhaus.

Auf Initiative von Backhaus hatte der Landtag Mecklenburg-Vorpommern bereits im Oktober 2017 beschlossen, zusätzliche Landesmittel zur Abwehr der ASP und zur Stärkung des Seuchenschutzes bereitzustellen. Ein daraufhin von einer Arbeitsgruppe im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt erarbeitetes Programm zielt auf eine drastische und nachhaltige Bestandsreduktion beim Schwarzwild ab, wozu unter anderem die Gewährung von Aufwandsentschädigungen für Schwarzwildabschüsse und für Jagdhundeeinsätze gehört. So wurden im Zeitraum vom 1. Dezember 2017 bis 2. November 2018 für ca. 41 Tausend Schwarzwildabschüsse in privaten und kommunalen Jagdbezirken insgesamt 1.026.925 Euro gewährt. Für 1.428 revierübergreifende Jagdhundeeinsätze in der Drückjagdsaison 2017/18 wurden 35.700 Euro gewährt.

„Ich bin dem Landtag und der Landesregierung für die Unterstützung der Jäger in Mecklenburg-Vorpommern dankbar. Sie sind es, die sich bei Wind und Wetter für den Jagderfolg einsetzen. Dafür möchte ich mich bei der Jägerschaft bedanken“, so Minister Backhaus. „Ich hoffe sehr, dass es uns mit diesem Anreiz gelingt, den Wildschweinbestand in unserem Bundesland wirksam zu reduzieren, damit mögliche Infektionsketten im Wildbestand gestoppt werden. Eine Kooperation von Jägern, Landwirten, der Forst und dem Naturschutz ist unabdingbar, um die Seuchenbekämpfungsstrategie aktiv umzusetzen“, betonte Backhaus abschließend.

29 Jahre Mauerfall – Mecklenburg-Vorpommern kommt voran

Schwerin – Am Freitag jährt sich zum 29. Mal der Tag des Mauerfalls. „Unser Land hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Der wirtschaftliche Neustart, berufliche Veränderungen und die Teilhabe an ein sich veränderndes Sozialsystem haben die Lebensbiographien von uns verändert und bis heute entscheidend geprägt. Insgesamt lässt sich feststellen: Die Lebensverhältnisse bei uns im Land sind heute deutlich besser als vor der Wende. Vieles ist gelungen, dennoch haben wir auch wirtschaftlich noch Nachholbedarf“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe am Donnerstag. Der Minister dankte den Bürgerinnen und Bürgern im Land für ihre Aufbauleistung.

Gleichzeitig machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich, dass es wichtig ist, sich die Errungenschaften der Vergangenheit in der heutigen bewegten Zeit in Erinnerung zu rufen. „Die Meinungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Pressefreiheit und die Reisefreiheit haben die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes sich erkämpft. Diese Freiheiten sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie sind der Grundstein unserer gesamtgesellschaftlichen und demokratischen Entwicklung. Diesen positiven Schwung von damals können wir heute gesellschaftlich etwas mehr gebrauchen“, mahnte Glawe.

„Neue Unternehmen siedeln sich an und bestehende Firmen erweitern – mit dem Ergebnis, dass Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt entstehen. Die Infrastruktur wird vielerorts weiter ausgebaut. Die Wirtschaft im Land kommt weiter voran“, sagte Glawe weiter. Derzeit gibt es – aktuelle Zahlen aus dem August – insgesamt 577.400 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse (+7.300 oder 1,3 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern.

„Der Anstieg an sozial-versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen belegt, dass es sich hierbei um einen echten Beschäftigungsaufbau handelt. Wir haben die richtigen arbeitsmarkpolitischen Weichen gestellt und daran werden wir weiter arbeiten. Für 2019 stehen die Zeichen weiterhin sehr gut. Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter um 1,0 bis 1,5 Prozent. Der Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtigen Jobs hält weiter an“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Das Bruttoinlandsprodukt in Mecklenburg-Vorpommern betrug 2011 rund 36,3 Mrd. Euro. 2017 wurde mit rund 42,8 Mrd. Euro das historisch höchste Bruttoinlandsprodukt des Landes erzielt, ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Wert für das erste Halbjahr 2018 nach vorläufigen Berechnungen weist ein moderates Wachstum von einem Prozent aus.

„Mecklenburg-Vorpommern und die anderen ostdeutschen Bundes-länder weisen noch immer einen wirtschaftlichen Entwicklungsrückstand auf, im Hinblick auf Pro-Kopf-Einkommen, Produktivität und Arbeitslosenquote. Wir dürfen allerdings nicht vergessen, dass wir nach der Wende vielerorts fast bei „Null“ gestartet sind. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen, damit mehr Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt entstehen können“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.