Zum zehnten Mal – mit dem Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft 2019 durchstarten

Schwerin – Innovative Ideen für die Gesundheitswirtschaft: Dr. Konstantin Altrichter und Karl Hartmann von der daisygrip GmbH gehörten zu den Gewinnern des Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft im vergangenen Jahr. Kurz nach der Prämierung stellten sie ihren neuartigen hygienischen Venenstauer für die Blutentnahme in einer bekannten TV-Gründershow vor.

„Die jüngste Erfolgsgeschichte der Gründer von daisygrip ist nur eine von vielen, die der Landeswettbewerb seit nunmehr mehr als zehn Jahren hervorgebracht hat“, betonte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. „Dieser bietet für kreative Köpfe mit innovativen Ideen ein ideales Fundament, um im Wachstumsmarkt Gesundheitswirtschaft durchzustarten, auch bundesweit und auf internationalen Märkten.“

Der Minister rief Gründer und Unternehmer sowie Vereine und Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern auf, sich jetzt mit ihren neuen Projekten am zehnten Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft zu beteiligen und sich so eine Förderung für ihre Projektidee zu sichern. „Gefragt sind neuartige Projekte, welche die Branche weiter voranbringen. Mit dem Wettbewerb wollen wir den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, ihre Entwicklung einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und somit auch zu vermarkten“, sagte Glawe. Der Wettbewerb unter dem Motto „Innovative Ideen für die Gesundheitswirtschaft“ wird von der Initiative für Life Science und Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern BioCon Valley® GmbH organisiert. Bis zum 01. März können online Projektideen eingereicht werden. Im Rahmen des Ideenwettbewerbes wird ein Gesamtbudget für Projektförderungen in Höhe von bis zu 750.000 Euro ausgeschrieben.

Seit 2008 wurden insgesamt rund 90 Projektideen mit einem Gesamtvolumen von 17,2 Millionen Euro in Höhe von 12,7 Millionen Euro finanziell unterstützt. In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 stehen für die Förderung von Projekten der Gesundheitswirtschaft rund zehn Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Zu den Gewinnern 2018 gehörten neben der Rostocker daisygrip GmbH die Entwickler einer medizinischen Wundauflage zur Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms sowie einer App zur Verbesserung der Dienstplanung im Klinik- und Pflegebereich und die Initiatoren eines neuen Dienstleistungszentrums und Prüflabors für Blutreinigungsprodukte.

In Mecklenburg-Vorpommern gehört die Gesundheitswirtschaft inzwischen in ihrer Gesamtheit zu den wichtigsten Wirtschafts- und Wachstumsbereichen. Mit rund 150.000 Erwerbstätigen arbeitet mittlerweile etwa jeder fünfte Beschäftigte in dieser Branche. Der Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung des Landes liegt bei 15 Prozent (5,6 Milliarden Euro). Damit belegt die Branche im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz. „Aufgrund des wachsenden Bedarfs und der steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen, bedingt durch demografische Veränderungsprozesse und ein steigendes Gesundheitsbewusstsein sowie dem medizinisch-technischen Fortschritt, birgt die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern besonders für kleinere mittelständische Unternehmen ein enormes Wachstumspotenzial“, hob Glawe hervor. „Unser Wettbewerb soll dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit dieser Firmen zu stärken, somit bestehende Arbeitsplätze zu erhalten und neue Stellen zu schaffen.“

Für die zehnte Ausgabe des Wettbewerbs werden zukunftsweisende innovative Ideen für Dienstleistungen, Prozesse und Projekte für die Gesundheitswirtschaft gesucht, die das Potenzial der Branche durch Vernetzung, Kooperation, Marketing, Fachkräftesicherung und Internationalisierung weiter erschließen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Standortes Mecklenburg-Vorpommern stärken. Die Bewerbung in Form eines Kurzkonzeptes kann bis zum 01. März 2019, 14.00 Uhr, über ein Online-Formular bei der BioCon Valley® GmbH eingereicht werden.* Benötigt werden Aussagen zum Projektinhalt, zur Finanzierung und zu den Erfahrungen des Bewerbers.

Die Bewertung der eingereichten Projektideen erfolgt unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit M-V und unter Einbeziehung der Empfehlungen eines ressortübergreifenden Beirats. Die besten Teilnehmer haben die Möglichkeit, ihre Projektidee vor dem Beirat zu präsentieren, der die Gewinnerprojekte 2019 auswählt. Die Prämierung der Gewinnerprojekte erfolgt in einer Festveranstaltung am 03. Juni 2019.

Drese: Viel zu wenig Pflichtarbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

Schwerin – Fast die Hälfte aller privaten Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern mit mindestens 20 Beschäftigten erfüllt nicht die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl an Arbeitsplätzen für Menschen mit Schwerbehinderung. Nach einer statistischen Auswertung für das Jahr 2017 durch das Landesamt für Soziales und Gesundheit (LAGuS) waren von knapp 3.200 Betrieben insgesamt rund 1.500 Unternehmen verpflichtet, die Ausgleichsabgabe zu zahlen.

Die Ausgleichsabgabe ist von Arbeitgebern ab 20 Arbeitsplätzen zu zahlen, wenn nicht mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen besetzt sind.

Sozialministerin Stefanie Drese fordert angesichts dieser Zahlen mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Schwerbehinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. „Viele sind gut ausgebildet und leistungsfähig. Sie wären ein Gewinn für Unternehmen und haben eine Chance verdient“, sagte Drese heute in Schwerin.

Auch angesichts der zunehmenden Klagen über einen Fachkräftemangel sei es unverständlich, dass immer noch viel zu viele Pflichtarbeitsplätze unbesetzt seien, so Drese. „Nicht die Zahlung der Ausgleichsabgabe, sondern die Einstellung eines motivierten Arbeitslosen mit Behinderung ist eine Investition in die Zukunft“, betonte Drese.

Hierfür stehen in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben der Ministerin zahlreiche Förderprogramme und -maßnahmen teilweise in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung. Drese: „So gibt es etwa Zuschüsse zur Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen sowie zur behinderungsgerechten Einrichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Auch für technische Arbeitshilfen im Betrieb oder zur Abgeltung außergewöhnlicher Belastungen die mit der Beschäftigung eines schwerbehinderten Menschen verbunden sind, gibt es finanzielle Fördermöglichkeiten.“ Für genaue Auskünfte und Informationen steht das Integrationsamt des LAGuS zur Verfügung.

Landkreis Rostock gestaltet Ländertag auf der Internationalen Grünen Woche

Berlin – Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin richtet der Landkreis Rostock am Samstag, den 19. Januar 2019, den traditionellen Ländertag unter dem Motto „Genuss mittendrin“ aus. Zu einem Rundgang durch die MV-Halle (ab 11.30 Uhr) wird auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erwartet.

„Der Landkreis Rostock ist zum ersten Mal auf der Grünen Woche mit dabei, der diesjährige Ländertag ist damit in mehrfacher besonders. Unbestritten ist die Region das wirtschaftliche Zentrum Mecklenburg-Vorpommerns. Mehr als 70 Prozent der Kreisfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Rohwaren aus der Region werden in der Region weiterverarbeitet. Eine anspruchsvolle Auswahl dieser Produkte wird in Berlin präsentiert. Ich freue mich, dass der Landkreis unseren Länderauftritt komplettiert und wir Mecklenburg-Vorpommern in all seinen Facetten präsentieren können“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt.

Mit der Ostseeküste, der Mecklenburgischen Schweiz, der Seenplatte, dem Warnowtal und seiner Nähe zur Hansestadt Rostock habe der Kreis auch in Sachen Natur und Tourismus viel zu bieten, unterstreicht Landrat Sebastian Constien. Hinzu kämen kurze Entfernungen nach Berlin und Hamburg sowie schnelle Fährverbindungen nach Skandinavien und ins Baltikum. „Diesen unvergleichlichen Mix aus guter Wirtschaftsentwicklung, intakter Natur und hoher Lebensqualität werden wir auch auf der Grünen Woche zeigen“, sagte er weiter. Der Schwerpunkt liege natürlich auf den kulinarischen Highlights.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt hat die Weiterentwicklung der Region maßgeblich unterstützt. So wurden im gesamten Landkreis seit 2007 fast 8.000 Projekte mit ca. 270 Millionen Euro unterstützt.

Finanzielle Unterstützung für den Messeauftritt erhalten die Unternehmen aus der Region Rostock durch die Wirtschaftsförderung des Landkreises Rostock (WLR). „Mit der Teilnahme an der Internationalen Grünen Woche wollen wir kleine und mittlere Unternehmen bei der Vermarktung ihrer Produkte unterstützen. Aus diesem Grund werden unsere Aussteller ihre Spezialitäten auch im Professional Center vorstellen, einem speziellen Areal für Fachbesucher aus dem Ernährungsbereich“, hebt WLR-Geschäftsführer Christian Fink hervor.

Die Aussteller aus dem Landkreis Rostock stellen edle Süßwaren von Pralinés und Schokoladen über Torten und Kuchen bis hin zu regionalen Spirituosen und schmackhaften Spezialitäten wie Wurst, Schafskäse oder Fischwaren her. Einen Vorgeschmack auf die Region bieten die Aussteller an, die ihre Produkte auch online verkaufen.

IGW-Aussteller aus dem Landkreis Rostock:

Milchhof Alt Sührkow (Alt Sührkow)
Schwaaner Fischwaren (Schwaan)
Genuss Manufaktur Edle Tropfen – Kräuterspezialitäten (Heiligenhagen)
Weinhandlung Schollenberger (Bad Doberan)
Genuss und Tradition (Reimershagen)
Schokoladerie de Prie (Rostock)
Erste MAENNERHOBBY (Klein Kussewitz)
Hofgut Rosengarten (Walkendorf)
Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH (Kühlungsborn)
Fleischerei Ledder (Stäbelow)
Pistol Prime BBQ (Roggentin)
Schafscheune Hofkäserei (Vietschow)

Der Landkreis Rostock ist flächenmäßig der viertgrößte Landkreis Deutschlands. Er vereint fast 120 Städte und Gemeinden unter einem Dach. Mit rund 215.000 Einwohnern hat er die Nase knapp vor der Hansestadt, die auf gut 208.000 Einwohner kommt.

Schwesig: Land- und Ernährungswirtschaft sind wichtige Wirtschaftsfaktoren bei uns

Berlin – „Die Internationale Grüne Woche ist ein wichtiges Schaufenster für die Land- und Ernährungswirtschaft aus Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr sind wir zum 29. Mal hier vertreten, schon zum 20. Mal mit einer eigenen Länderhalle. Sie ist ein Besuchermagnet mit einem besonderen Flair und einem abwechslungsreichen Programm“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Eröffnung des Ländertages Mecklenburg-Vorpommern auf der 84. Internationalen Grünen Woche in Berlin. Aus dem Land sind 71 Ausstellerinnen und Aussteller vertreten. Besonderer Partner ist in diesem Jahr der Landkreis Rostock.

Die Land- und Ernährungswirtschaft habe in Mecklenburg-Vorpommern eine lange Tradition und sind „wichtige Wirtschaftsfaktoren in unserem Land. Sie gehören zu den modernsten und leistungsfähigsten in ganz Europa.“

Es sei gut, dass die Grüne Woche die Möglichkeit biete Spezialitäten der einzelnen Bundesländer kennenzulernen und man andererseits mitten in der Großstadt Landwirtschaft hautnah erleben könne. „Wir vergessen manchmal: Brot, Butter, Fleisch und Käse kommen nicht von allein auf den Teller. Landwirt zu sein ist kein Job wie jeder andere. Ein Bauer ernährt 145 Menschen. Landwirte sorgen für Arbeitsplätze in ländlichen Räumen und lebendige Dörfer“, sagte die Regierungschefin und erinnerte in diesem Zusammenhang an die für Landwirte schwierigen letzten Jahre.

Die Ministerpräsidentin dankte Ausstellern und Organisatoren: „Es ist wieder eine eindrucksvolle und schöne Präsentation unseres Landes gelungen.“

Minister Backhaus eröffnet Länderhalle auf der Grünen Woche

Berlin – Das gab es noch nie: Erstmals präsentieren sich alle Landkreise in der Mecklenburg-Vorpommern-Halle auf der 84. Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die Länderhalle wurde heute durch Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, eröffnet – und das inzwischen zum 20. Mal. Insgesamt präsentiert sich Mecklenburg-Vorpommern bereits zum 28. Mal auf der weltgrößten Messe im Bereich Land- und Ernährungswirtschaft.

„Unsere Länderhalle hat von Anfang an mit konstanter Qualität überzeugt. Natürlich haben wir in den vergangenen 20 Jahren viele Erfahrungen gesammelt und sind immer weiter gewachsen. Mit der erstmaligen Teilnahme des Landkreises Rostock sind in diesem Jahr alle sechs Landkreise mit insgesamt 70 Ausstellern in der Länderhalle vertreten. Damit präsentiert sich unser Land in Berlin so umfassend und facettenreich wie nie“, betonte Minister Backhaus bei der Eröffnung.

„Die Teilnahme aller Kreise zeigt den Stellenwert der Internationalen Grünen Woche für Mecklenburg-Vorpommern. Die Kreise haben das Marketingpotenzial der Messe erkannt. Nicht nur die einschlägigen Urlaubsregionen an der Ostseeküste oder der Mecklenburgischen Seenplatte haben verstanden, die Verbindung von regionaler Wertschöpfung und Tourismus für sich zu nutzen. Alle Aussteller bieten Produkte oder Dienstleistungen an, die Lust auf Genuss und Urlaub in der jeweiligen Region machen“, führte der Minister aus.

Von Anfang an in der Länderhalle dabei sind Unternehmen wie die Mecklenburger Kartoffelveredlung aus Hagenow, die Mecklenburgische Brauerei Lübz, die LFW Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten, aber auch Landkreise wie der ehemalige Uecker-Randow-Kreis und Ostvorpommern (jetzt gemeinsam als Vorpommern-Greifswald), Ludwigslust und Parchim (jetzt gemeinsam als Ludwigslust-Parchim), Nordwestmecklenburg oder aber Produzenten der Insel Rügen.

„Die Aussteller zeigen eindrucksvoll, dass wir eben nicht nur mit unserer beeindruckenden Naturlandschaft bei den jährlich mehr als 7,5 Mio. Übernachtungsgästen punkten können, sondern dass unser Land auch für eine starke Land- und Ernährungswirtschaft mit qualitativ hochwertigen Produkten steht“, so Backhaus.

Insgesamt sind hierzulande fast 15.000 Menschen im Ernährungsgewerbe beschäftigt, davon ca. 13.600 im Bereich Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln und etwa 1.200 in der Getränkeherstellung (statistisch erfasst werden nur Personen in Unternehmen > 50 Personen).

Internationale Grüne Woche i Berlin

Zukunftstrends der Ernährung erkennen und Wertschöpfung im Land weiter erhöhen

Berlin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat sich am Freitag auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin über die heimische Ernährungswirtschaft und Innovationen informiert.

„Ich erwarte zum Beispiel vom Verbundforschungsvorhaben der Bäckerei & Konditorei Reichau (Landkreis Vorpommern-Greifswald) aus Grambin und dem Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie gGmbH (ZELT) aus Neubrandenburg neue Produktionsverfahren für neue marktfähige und hoch innovative Produkte. Die Internationale Grüne Woche eignet sich hervorragend für unsere heimische Ernährungswirtschaft auch als Testmarkt für neue Produkte und Dienstleistungen, für mehr Wertschöpfung und Wirtschaftswachstum. Hier werden Zukunftstrends vorgestellt und traditionelle regionale Highlights der Ernährungswirtschaft präsentiert. In Kombination mit den touristischen Ausstellern zeigt sich Mecklenburg-Vorpommern auf der Messe auch als attraktives Urlaubsland mit großem wirtschaftlichem Potenzial“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Insgesamt sind 72 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft sowie Verbände, Vereine und Institutionen aus dem Land unter dem Motto „Genieß Mecklenburg-Vorpommern“ auf der IGW. Die Projektpartner Bäckerei & Konditorei Reichau aus Grambin und das Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie gGmbH (ZELT) aus Neubrandenburg entwickeln gemeinsam ein Verfahren zur Aufbereitung und zum Einsatz von Amaranth in veganen, glutenfreien, eiweißreichen Backwaren. Amaranth gilt als sogenanntes „Pseudogetreide“. Das bedeutet, obwohl es botanisch nicht zu den Süßgräsern gehört, lassen sich die feinkörnigen Samen für die menschliche Ernährung nutzen und wie Getreide verarbeiten.

„Amaranth enthält kein Gluten, daher ist es als Getreideersatz für Personen geeignet, die auf glutenfreie Nahrungsmittel angewiesen sind oder diese bevorzugen. Amaranthmehl ist für die Ausbildung großvolumiger Teigstrukturen, wie sie bei Brot nötig sind, nicht geeignet. Deshalb wird Amaranth zur Proteinanreicherung in Backwaren oft nur in geringeren Anteilen eingesetzt. Die Entwicklung eines spezifischen Verfahrens zum Backen mit Amaranthmehl und den dafür notwendigen Verfahrensumstellungen in Rohstoffvorbehandlung und Teigbereitung ist Kern des Vorhabens. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von knapp 422.000 Euro die Arbeit. Die Gesamtkosten betragen knapp 547.000 Euro. Das ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit für Wirtschaft und Wissenschaft. Aus steigenden Kundenwünschen nach glutenfreiem Essen heraus entwickelt ein Handwerksbetrieb mit wissenschaftlicher Unterstützung ein innovatives Produkt, das hier im Land auch produziert werden soll. So wird Wertschöpfung geschaffen. Unternehmen und Hochschulen sollten noch stärker in der Ernährungswirtschaft in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zusammenarbeiten“, betonte Rudolph.

Im Zeitraum 2014 bis 2020 stehen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 236,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den Bereich Forschung, Entwicklung und Innovationen (FuEuI) zur Verfügung. Im Zeitraum von 2014 bis 2018 hat das Wirtschaftsministerium Zuschüsse von insgesamt 140,5 Millionen Euro für 423 Vorhaben bewilligt. Auf das Jahr 2018 entfielen davon 17,9 Millionen Euro für 69 Projekte. Im Bereich Ernährung wurden im Jahr 2018 sechs Projekte mit einem Zuschuss von insgesamt knapp 1,6 Millionen Euro bewilligt. „Die Branche der Ernährungswirtschaft ist im stetigen Wandel – ein höheres Gesundheitsbewusstsein, der Wunsch nach regional produziertem Essen und möglichst naturbelassenen Lebensmitteln bestimmen derzeit die Ernährungstrends. Hier sehe ich viel Potential für unsere heimischen Unternehmen, mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und am Markt anzubieten“, sagte Rudolph abschließend.

In Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich die Ernährungsindustrie durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment aus. Derzeit sind in den 88 Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern insgesamt über 15.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei einen Jahresumsatz von rund 4,7 Milliarden Euro. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes beträgt etwa 33 Prozent. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes.

Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung. Zudem sind im Land wichtige Tochterunternehmen von internationalen Konzernen ansässig, z. B. die Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH in Wittenburg und die Pfanni GmbH & Co. KG in Stavenhagen. Dazu kamen in den letzten Jahren regelmäßig weitere Ansiedlungen und Investitionen von Unternehmen der Ernährungsbranche. Dazu zählen insbesondere der Bau einer Betriebsstätte für Lebensmittelzusatzstoffe der SternMaid GmbH in Wittenburg, die Errichtung eines Edeka-Fleischwerkes in Valluhn, die Ansiedlung der Süßwarenhersteller Toffee Tec GmbH und Sweet Tec GmbH in Boizenburg oder des Nescafé Dolce-Gusto-Werkes in Schwerin. Viele Unternehmen der Ernährungsindustrie haben eine lange Tradition in Mecklenburg-Vorpommern, wie zum Beispiel die Mecklenburgische Brauerei Lübz GmbH, die Mecklenburger Kartoffelveredelung GmbH und die Mecklenburger Backstuben GmbH.

Die Internationale Grüne Woche (IGW) findet noch bis zum 27. Januar zum 84. Mal statt. Sie gilt als weltweit größte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Veranstaltet wird die Grüne Woche von der Messe Berlin GmbH. Ideelle Träger sind der Deutsche Bauernverband (DBV) sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Nach Veranstalterangaben sind über 1.700 Aussteller mit mehr als 100.000 Produkten aus Deutschland und der Welt vor Ort vertreten. Die Messe ist für Fach- und Privatbesucher täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, am „langen Freitag“ (25.1.) von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Mecklenburg-Vorpommern präsentiert seine Aussteller zum 20. Mal in einer eigenen Länderhalle auf 1.800 Quadratmetern mit 40 Verkaufs- und Präsentationsständen sowie rund 60 Ausstellern.

Diesjährige Wertholzversteigerung erstmals mit Mammutbaum

Linstow – Am 24. Januar 2019 findet ab 9.30 Uhr im Van der Valk Resort Linstow die 28. Wertholzauktion des Landes Mecklenburg-Vorpommern statt.

Insgesamt 951 Fest­meter Wertholz stehen dieses Jahr zur Versteigerung. Damit hat sich die Angebotsmenge gegenüber dem Vorjahr (645 fm) deutlich erhöht. Mit 812 Festmeter stellt erneut die Baumart Eiche den Hauptanteil, aber auch Esche, Buche, Ahorn und Wildkirsche sind vertreten. Erstmals wird der Stamm eines Mammutbaums versteigert. Er kommt aus dem Forstamt Gädebehn.

„Die bisher auf unseren Auktionen erzielten Spitzenpreise vieler Baumarten können sich bundesweit sehen lassen. Bei der letztjährigen Versteigerung konnten die beteiligten Waldbesitzer unseres Landes einen Erlös von insgesamt rund 325.000 Euro erzielen“, erwartet Minister Dr. Till Backhaus auch in diesem Jahr den Holzqualitäten angemessene Preise.

Neben der Landesforstanstalt als Hauptanbieter beteiligen sich 18 kommunale und private Waldbesitzer des Landes mit 400 Festmeter am diesjährigen Termin. Unter ihnen befinden sich die Universität Greifswald, die Gutsverwal­tung Hohenstein sowie die Städte Rostock, Greifswald, Gnoien und Demmin.

Die Versteigerungskataloge wurden an über 70 Kaufinteressenten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland gesandt. Das Holz lagert derzeit auf dem Wertholzplatz Nossentiner Heide und kann bereits besichtigt werden. Die auf dieser Versteigerung angebotenen Hölzer werden aufgrund der guten Qualitäten überwiegend in der Furnier- und Möbelindustrie Verwendung finden.

Staatssekretär Buchwald: Europa braucht eine starke Landwirtschaft

Berlin – Unmittelbar zum Auftakt der diesjährigen Internationalen Grünen Woche trafen sich am 16. und 17. Januar 2019 die Staatssekretäre der Agrarressorts der Länder zur traditionellen Januar-Amtschefkonferenz in Berlin.

Im Zentrum der Diskussion standen die potenziellen Auswirkungen des Brexit. Für Mecklenburg-Vorpommern sind beispielsweise erhebliche Einbußen bei der Herings­fischerei zu befürchten. Auch die potenziellen Absatz­rückgänge beim Handel mit landwirtschaftlichen Produkten sind erheblich. „Ich erwarte nun, dass sich die Bundesregierung weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzt, die negativen Folgen für die Landwirte, die Fischer, die Holzindustrie oder auch die Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland auf ein möglichst geringes Maß zu reduzieren“, appellierte Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald nach der Konferenz.

Auch die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) war ein wichtiger Verhandlungsgegenstand. Neben Verfahrensfragen zur Ausgestaltung eines nationalen Strategieplans bekräftigten die Amtschefs erneut die Bedeutung der GAP als das wichtigste umwelt- und klimaschutzpolitische Instrument der Europäischen Union. „Mit dem Grundsatz ‚Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen‘, den Minister Dr. Backhaus bereits im November 2017 eingebracht hat, haben wir eine wichtige Leitlinie bei der Umsetzung der GAP auf nationaler Ebene. Die bisherigen Verhandlungsergebnisse sind zwar längst nicht ausreichend, aber ein erster wichtiger Schritt in eine wirkliche Neuausrichtung der GAP“, so Buchwald.

Weiterhin unterstrichen die Staatssekretäre der Agrarressorts der Länder, dass die Patentierbarkeit von Pflanzen und Tiere aus herkömmlicher Züchtung auch weiterhin ausgeschlossen sein müsse. Im Dezember 2018 hatte die Beschwerdekammer des Europäischen Parlaments (EPA) entschieden, dass essentielle biologische Prozesse von der Patentierbarkeit ausgenommen sind, diese Ausnahme jedoch nicht für die daraus resultierenden Produkte gelte. Dies widerspräche nach Auffassung der Amtschefs der geltenden Rechtslage, weshalb sie den Bund aufforderten, etwaig erforderliche Anpassungen und Klarstellungen in Artikel 53 Buchstabe b des Europäischen Patentübereinkommens zu prüfen und zur nächsten Agrarministerkonferenz zu berichten.

Die Rahmenbedingungen in der Tierhaltung, insbesondere die Haltung von Sauen im Kastenstand, waren ebenfalls Gegenstand der Gespräche. „Die Sauenhalter in Deutschland brauchen schnellstmöglich Klarheit und Planungssicherheit. Ich halte es für höchstdringlich, dass der Bund nun endlich den wiederholt angekündigten Verordnungsentwurf vorlegt. Die inhaltlichen Abstimmungen zwischen Bund und Ländern liegen vor und die Praxis braucht endlich verlässliche rechtliche Regelungen “, führte Dr. Buchwald aus und ergänzte, dass praktikable Lösungen längst vorlägen.

Auf Initiative von Mecklenburg-Vorpommern diskutierten die Amtschefs ebenfalls die Zukunft der Fischerei. Der bevorstehende Brexit, der Generationswechsel, die Überalterung der Flotte in der Haupt- und Nebenerwerbsfischerei sowie die Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf die Fischbestände gefährden die Binnen-, Küsten- und Kutterfischerei in erheblichem Maße.

Gerade vor diesem Hintergrund müsse beispielsweise die Festlegung der Fangquoten mit höchster Sensibilität getroffen werden. Insbesondere die Aalfischerei dürfe keine maßgeblichen Einschränkungen erfahren. Vielmehr müssten europaweit wirksame Aalmanagementpläne umgesetzt, das 2018 ausgelaufene Exportverbot für Aale unbefristet verlängert und die Aal-Besatzmaßnahmen ausgedehnt werden.

Außerdem solle die Bundesregierung gegenüber der EU darauf drängen, einen Plan zu entwerfen, wie der illegale Schmuggel mit Glasaalen effektiver als bisher unterbunden werden kann. Weiterhin richteten die Amtschefs der Agrarressorts der Länder die Bitte an den Bund, die Verkaufserlöse alter Fischereifahrzeuge der Küsten- und Kleinen Hochseefischerei analog zur Regelung in der Binnenschifffahrt steuerfrei zu stellen, wenn der Erlös in die Anschaffung eines neuen Fischereifahrzeugs investiert werde.

Weiterhin erörtert wurden unter anderem das Auftreten der Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg, der weitere Umgang bei der Ferkelkastration, die weitere Ausgestaltung des Tierwohllabels, der Umgang mit Schäden durch Extremwetterereignisse in der Forstwirtschaft sowie die Förderung des Herdenschutzes im Konfliktfeld zwischen Wolf und Weidetierhaltung.

„Wir können mit den Ergebnissen insgesamt sehr zufrieden sein. Die diesjährige Amtschefkonferenz war ein konstruktiver Auftakt für ein arbeitsreiches Jahr, in denen wichtige Entscheidungen anstehen und getroffen werden müssen“, resümierte Staatssekretär Dr. Buchwald.

Zusammenspiel geht in Verlängerung

WEMAG unterstützt seit zehn Jahren als Premiumpartner Landesfußballverband MV

Schwerin – Der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LFV) hat einen großen Fan und Förderer: den kommunalen Energieversorger WEMAG mit Sitz in der Landeshauptstadt Schwerin. Die Premiumpartnerschaft besteht schon seit 2009 und wurde am 15. Januar im Rahmen des LFV-Jahresempfangs um weitere drei Jahre verlängert.

„Als Energieversorger sind wir fest in der Region verankert. Wir betreiben hier Wertschöpfung und tragen ein Stück weit soziale Verantwortung. Deshalb unterstützen wir den Breitensport, damit er in den ländlichen Gebieten unseres Bundeslandes für viele erlebbar wird. Das passt zu unserem Auftrag als Flächenversorger“, sagte Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG, am Rande der gestrigen Vertragsunterzeichnung in der Yachthafenresidenz Hohe Düne in Rostock.

Die WEMAG unterstützt den Verband nicht nur finanziell, sondern auch materiell. Seit Beginn der Partnerschaft im Sommer 2009 hat der Öko-Energieversorger den Teams mehr als 300 Spielbälle, etwa 800 Trikots sowie zahlreiche Medaillen und Pokale gesponsert. Insgesamt wurden mehr als 350 Teams ausgezeichnet und mit Prämien geehrt.

Seit der Spielzeit 2015/2016 unterstützt der Schweriner Energieversorger zusätzlich den Fairplay-Cup, der den Team- und Toleranz-Gedanken des Mannschaftssports unterstreicht. „Neben Fußballerischem wie Flanke und Zweikampf werden auf dem Spielfeld auch Werte und Normen vermittelt. Fairplay, Integrität, Verantwortungsbewusstsein: alles Dinge, die auch in anderen Lebenslagen wichtig sind“, sagt Thomas Murche weiter.

„In einer sonst eher wechselhaften Zeit ist es gut, auf eine beständige Partnerschaft wie die mit der WEMAG bauen zu können. Es freut uns sehr, dass wir die Zusammenarbeit auch in den kommenden Jahren kontinuierlich fortführen werden. Besonders bemerkenswert ist, dass die Unterstützung weiterhin vorrangig dem Nachwuchsfußball in Mecklenburg-Vorpommern zugutekommt. Und das gilt nicht nur für den Spielbetrieb in den WEMAG-Ligen, sondern auch für Qualifizierungsprojekte wie zum Beispiel den Junior-Coach“, sagte der Präsident des Landesfußballverbandes MV, Joachim Masuch.

Der am 15. Januar 2019 geschlossene Vertrag läuft bis zum 31. Dezember 2021. „Mit unserem Engagement wollen wir den Landesfußballverband in seiner sozialen und gesellschaftspolitischen Verantwortung unterstützen und mit dafür sorgen, dass dem Fußball nicht die Talente ausgehen“, meinte WEMAG-Vorstand Murche.

Wirtschaftsminister Glawe wirbt in der Schweiz um Investoren

Bern – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe ist am Mittwoch für zwei Tage in die Schweiz gereist. Gemeinsam mit der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes Invest in MV wirbt Minister Glawe in Bern um Investoren.

„Die Schweiz zählt zu den wettbewerbsstarken Volkswirtschaften Europas. Wachstumsmotor sind wertschöpfungs- und technologieintensive Exportfirmen. In Bern haben wir die Bandbreite der heimischen Wirtschaft vorgestellt, um den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern bekannter zu machen. Es ist gelungen, eine Reihe von schweizerischen Investitionen in den vergangenen Jahren nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen. Hierauf wollen wir weiter aufbauen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in der Schweizer Botschaft in Bern.

„Das Engagement von Schweizer Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Rund 2.500 Arbeitsplätze sind bei uns im Land entstanden. Mit der Ansiedlung des Weltkonzerns Nestlé in Schwerin ist ein wesentlicher Schritt getan worden, um die Tür für weitere Investitionen zu öffnen. Schweizer Unternehmen engagieren sich bei uns im Land insbesondere im Bereich Medizintechnik und Ernährungswirtschaft, aber auch im Bereich Metallbearbeitung“, so Glawe weiter.

Hierzu zählt unter anderem das Kaffeekapselwerk von Nestlé im Industriepark Schwerin mit circa 430 Arbeitsplätzen. Mit dem Unternehmen Ypsomed siedelt sich ein internationaler Diabetes-Spezialist in Schwerin neu an. Es werden zunächst 119 neue, hochwertige Arbeitsplätze geschaffen. Im neuen Werk sollen künftig Bauteile für Pens, Autoinjektoren und Pumpensysteme entstehen. Beim Stenthersteller Cortronik arbeiten heute ca. 340 Mitarbeiter und beim Kranhersteller Liebherr in Rostock entstanden 1.500 Arbeitsplätze. Bei der Anklam Extrakt GmbH sind 75 Beschäftige im Unternehmen tätig. Die Firma produziert und vertreibt hochwertige Pflanzenextrakte für die Pharma- und Lebensmittelindustrie.

Der Außenhandel (Summe im Im- und Export) zwischen der Schweiz und M-V hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Im Jahr 2017 ist mit 249 Millionen Euro der bisher höchste Wert erreicht und die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 85 Millionen Euro ab. „Der Außenhandel mit der Schweiz gewinnt mehr an Bedeutung. Die Tendenz zeigt weiter nach oben. Klar ist aber auch, dass wir unsere Anstrengungen ausbauen müssen, um das Handelsniveau weiter zu steigern“, sagte Glawe.

Im ersten Halbjahr 2018 betrug der Außenhandel nach Angaben des Statistischen Amtes mit der Schweiz 139 Millionen Euro. Die wichtigsten Exportgüter waren medizinische Geräte und orthopädische Vorrichtungen, Eisen-, Blech- und Metallwaren sowie Kaffee. Die wichtigsten Importgüter waren medizinische Geräte und orthopädische Vorrichtungen, Eisen-, Blech- und Metallwaren sowie Pumpen und Kompressoren.

Das Investorentreffen wurde von der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes Invest in M-V in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft Bern organisiert.

Landesbaupreis 2019: Bewerbungen noch bis zum 15. Februar möglich

Schwerin – Der Preis wird in den Kategorien „Bausumme bis eine Million Euro“ und „Bausumme ab einer Million Euro“ verliehen und ist je Kategorie mit 2.000 Euro sowie Belobigungen mit bis zu 2.000 Euro insgesamt dotiert.

„Mit dem Landesbaupreis werden gelungene Zeugnisse herausragender Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Der Wettbewerb bietet die Möglichkeit, besonders schöne Beispiele der modernen Architektur einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen“, so der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel.

Der Landesbaupreis wird vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V, der Architektenkammer M-V, der Ingenieurkammer M-V und dem Bauverband M-V ausgelobt.

„Die Würdigung herausragender Ingenieurbaukunst und deren komplexe Planungsleistung anhand konkreter Projekte in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Landesbaupreis ist ein wichtiges Zeichen und etablierte Anerkennung für alle Fachleute, die einen wesentlichen Anteil mittragen an der Qualität der gebauten Umwelt in unserem Land“, hebt Wulf Kawan, Präsident der Ingenieurkammer M-V, die Bedeutung des gemeinsamen Wettbewerbs hervor.

Neu bei der Durchführung des 11. Wettbewerbs ist die Beteiligung des Bauverbands M-V als weiterer Auslober. „Wir freuen uns sehr, als Mitauslober des Landesbaupreises die anspruchsvollen Kriterien in der Qualität der Ausführung von Bauvorhaben durch die Bau-Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern auf neue Weise präsentieren zu können“, sagt Rainer Bauer, Präsident des Bauverbandes M-V.

Bewerben können sich ab sofort Architekten und Ingenieure, die an der Planung und Betreuung eines Bauvorhabens in Mecklenburg-Vorpommern beteiligt waren, das in den Jahren 2013 bis zum Einreichen der Unterlagen für den Landesbaupreis fertiggestellt ist und nicht bereits für einen der früheren Wettbewerbe eingereicht wurde.

Alle Informationen zur Auslobung und Einreichung können abgerufen werden über folgende Homepage: www.landesbaupreis-mv.de

Prämiert werden herausragende Neubauten und sanierte Gebäude, die hohen Qualitätsansprüchen in städtebaulicher, gestalterischer, konstruktiver, ökonomischer und innovativer Hinsicht entsprechen. Darüber hinaus werden die bauausführenden Unternehmen benannt.

Joachim Brenncke, Präsident der Architektenkammer M-V, freut sich über den gemeinsamen Weg, den alle Auslober mit der Fortführung des Landesbaupreises beschreiten. „Damit rufen wir Architekten und Bauherren gleichermaßen auf, sich am bedeutendsten Wettbewerb für Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern zu beteiligen und architektonisch gelungene, innovative Projekte zu präsentieren.“

Anliegen des Landesbaupreises 2019 ist es, das Zusammenwirken von Architekten, Ingenieuren und bauausführenden Unternehmen für die zukunftsfähige Entwicklung unseres Bundeslandes in der Öffentlichkeit noch stärker bekannt zu machen.

Internationale Grüne Woche: MV wirbt für den Wert von Lebensmitteln

Schwerin – Vom 18. bis 27. Januar präsentiert sich Mecklenburg-Vorpommern zum 28. Mal auf der 84. Internationalen Grünen Woche in Berlin, der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau – zum 20. Mal mit einer eigenen Länderhalle.

„Ich freue mich ganz besonders, dass zu diesem Jubiläum erstmals alle Landkreise an der Messe beteiligt sind und wir mit Fug und Recht davon sprechen können, dass wir auf der IGW Werbung für das ganze Land, seine einzigartige Natur und die unverwechselbaren Produkte machen. Dafür reisen insgesamt 70 Unternehmen nach Berlin – so viele wie nie, seit MV in 2009 begann, den Länderauftritt auf einer Fläche von rund 1.800 Quadratmetern zu gestalten. Für mich ist die rege Teilnahme ein Zeichen dafür, dass Unternehmergeist, Umsetzungswille und die Liebe zum Land unter den Ausstellern auch nach so vielen Jahren nicht erschöpft sind“, betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute im Rahmen der Landespressekonferenz in Schwerin.

Das Land möchte die jährlich mit rund 400.000 Besucherinnen und Besuchern stark frequentierte MV-Halle in diesem Jahr dazu nutzen, um noch stärker auf die Herkunft und den Wert von Lebensmitteln aufmerksam zu machen: „Noch immer ist der Welthunger das zentrale Thema in den vielen Fachveranstaltungen rund um die Messe. Für die westliche Welt ist dieses Problem aber oftmals weit weg. Wir erleben stattdessen, dass Lebensmittel zuhauf weggeworfen werden. Doch auch in den Industrieländern gibt es Menschen, die an Hunger leiden. Und die Weltbevölkerung wächst weiter an: Im Jahr 2050 werden voraussichtlich 9,7 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Sie zu ernähren, wird die dringendste globale Herausforderung“, führte der Minister aus.

Junge Menschen seien die wichtigsten Adressaten, wenn es darum geht, diese Zukunftsthemen anzugehen, sagte Backhaus. In der MV-Halle werde es deshalb wieder verschiedene Mitmach-Aktionen für Kinder geben. Schon jetzt hätten sich fast 900 Schülerinnen und Schüler angemeldet, um aus Äpfeln unter Anleitung sortenreinen Saft herzustellen. Das sei ein Rekordstand. Vor zwei Jahren waren es noch 350 Anmeldungen. Die Äpfel stammen vom Obstgut Coorßen in Boddin (LK LUP). In Zusammenarbeit mit der Kräuterpädagogin Jana Schäfer aus Luplow bei Rosenow (LK MS) würden Kinder mit auf eine Reise durch die Welt der Kräuter mitgenommen.

Ein wichtiger Schlüssel für die Ernährungssicherheit seien die Chancen, die Innovationen und Technologien im Rahmen der Digitalisierung bieten, so Backhaus. Sie seien in Teilen kostengünstig, leicht verfügbar und nahezu weltweit einsetzbar. Bereits heute böten digitale Lösungen den Landwirtinnen und Landwirten Möglichkeiten, ressourcen- und umweltschonender zu wirtschaften, Verluste zu reduzieren, Ertrage zu steigern oder leichteren Zugang zu Beratungsleistungen zu erhalten. „Für MV ist natürlich die Frage besonders spannend, inwieweit digitale Lösungen die Strukturen der ländlichen Räume verändern“, sagte er weiter. Offene Fragen zu Nutzen und Auswirkungen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft werden vom 17. bis 19. Januar 2019 auf dem 11. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) unter dem Leitthema „Landwirtschaft digital – Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft“ erörtert.

„In der MV-Halle machen Landkreise und Unternehmen aber nicht nur auf Produkte und Themen der Land- und Ernährungswirtschaft aufmerksam. Auch der touristische Bereich, die Gastronomie inbegriffen, wird wieder eine zentrale Rolle spielen. Mit mehr als 30 Millionen Übernachtungen in 2018 sind wir Deutschlands beliebtes Reiseziel für Touristen. Diese Führung gilt es weiter auszubauen. Mit dem Landkreis Rostock, der sich in diesem Jahr mit zwölf Unternehmen zum ersten Mal auf der IGW präsentiert, haben wir eine starke Urlaubsregion hinzugewonnen und können unser Image als Urlaubs- und Gesundheitsland konsequent weiterentwickeln“, erklärte Minister Backhaus. Als Vertreter für den Landkreis Rostock begleitete ihn die Schokoladerie de Prie aus Rostock in die Landespressekonferenz.

Auch Finnland, erstmals Partnerland der Grünen Woche, stellt unter dem Motto „Aus der Wildnis“ hochwertige Produkte auf Hafer- und Roggenbasis sowie Fisch-, Fleisch- und Milcherzeugnisse und die naturverbundene finnische Lebensart in den Fokus. „Finnland wird im Herbst 2019 den Ratsvorsitz in der EU übernehmen und die IGW sicherlich auch dazu nutzen, um Gespräche über die europäischen Landwirtschaftspolitik nach 2020 zu führen“, so Backhaus. Eine Delegation von 15 Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Wissenschaft und Verwaltung wird sich am Montag, dem 21. Januar (ab 10 Uhr) auch mit Minister Backhaus dazu austauschen. Darüber hinaus wird es um die Organisation gemeinsamer Messeauftritte oder absatzfördernden Aktivitäten gehen.

BA-Haushalt 2018: Besserer Abschluss als erwartet

Nürnberg – Der Jahresabschluss der Bundesagentur für Arbeit (BA) fiel besser aus als geplant: im ursprünglichen Haushaltsplan, der auf den Eckwerten der Bundesregierung beruht, war ein Plus von 2,5 Milliarden Euro kalkuliert. Tatsächlich schloss die BA das Haushaltsjahr 2018 jetzt mit einem Überschuss von 6,2 Milliarden Euro ab.

Valerie Holsboer, Vorstand für Finanzen und Personal, sagte am Dienstag in Nürnberg: „Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat zu deutlich geringeren Ausgaben im Jahresverlauf geführt. Die Arbeitslosigkeit ist das fünfte Mal in Folge gesunken und liegt auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Diese Ausgangslage hat uns dabei geholfen, ein gutes finanzielles Ergebnis zu erzielen. Damit können wir jetzt den Beitragssatz deutlich senken und trotzdem mit solider Konjunkturvorsorge in die Zukunft blicken. Das Jahr 2019 sehen wir deshalb als ein Jahr der Chancen und setzen mit unserem Haushalt wichtige Impulse für Weiterbildung und Qualifizierung.“

Die hohe Arbeitskräftenachfrage führte zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr. Die BA musste daher weniger Arbeitslosengeld I auszahlen als im Haushaltsplan veranschlagt. Die Gesamtausgaben lagen mit 33,1 Milliarden Euro rund 3,3 Milliarden Euro unter der Planung. Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt spiegelt sich auch in den Ausgaben für Insolvenzgeld wider, die mit 588 Millionen Euro rund 212 Millionen Euro unter den Erwartungen lagen.

Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung war so hoch wie nie. Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlten daher 363 Millionen Euro mehr ein als im Haushaltsplan vorgesehen.

Ideenaufruf – Projekte zum Thema „Arbeiten und Leben im ländlichen Raum“ gesucht

Schwerin – Wie können Leben und Arbeiten im ländlichen Raum attraktiver gestaltet werden? Die Regionalbeiräte Vorpommern und Mecklenburgische Seenplatte rufen zu diesem Thema zu einem Ideenwettbewerb auf. Gesucht werden Projektideen, in denen beispielsweise regional bedeutsame Netzwerke auf- und ausgebaut sowie unternehmensübergreifende, nachfrageorientierte Produkte und Leistungen entwickelt werden.

„Mit dem Ideenwettbewerb wollen wir Ressourcen heben, die nachhaltig die wirtschaftliche Wertschöpfung in den Regionen erhöhen. Das kann beispielsweise über den Auf- und Ausbau von Netzwerken geschehen und über die Entwicklung von unternehmensübergreifenden Produkten und Dienstleistungen. Auch innovative Formate zur Ansprache von Fachkräften erhalten Unterstützung. Ziel ist es, über die Förderung systematisch lokale Strukturen zu stärken und miteinander zu vernetzen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Projekte können mit einer Personalkostenförderung für eine Laufzeit von einem Jahr unterstützt werden. Dafür ist eine Anteilfinanzierung von maximal 70 Prozent (maximal 25.000 Euro) möglich. Für Regionen mit besonderen arbeitsmarktlichen Herausforderungen sowie für ländliche Gestaltungsräume ist eine Unterstützung von maximal 80 Prozent (maximal 30.000 Euro) vorgesehen. Die Projektträger müssen juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts sein.

Auf der Grundlage regionaler Handlungskonzepte entscheiden die Regionalbeiräte, welche Projekte die höchsten Effekte für die Arbeitsmarkt-, Beschäftigungs- und Berufsbildungsförderung sowie die Regional-, Struktur- und Wirtschaftsentwicklung erwarten lassen und deshalb finanziell gefördert werden. „Die Akteure vor Ort haben durch ihre räumliche Nähe ein hohes Wissen über die regionalen Besonderheiten der unterschiedlichen Landesteile. Deshalb wird direkt in den Regionalbeiräten entschieden, welche Vorhaben helfen, die Regionen weiter voran zu bringen“, hob Glawe hervor.

„Die Geschäftsstellen der Regionalbeiräte in Stralsund und Neubrandenburg unterstützen alle Interessierten bei Fragen rund um mögliche Förderungen. Ich empfehle, sich vor der Projekteinreichung vor Ort beraten zu lassen“, sagte Glawe.

Der Abgabetermin für die Projektanträge beim Regionalbeirat Vorpommern ist der 01. März 2019; die Vorhaben können dann ab dem 01. Juni 2019 begonnen werden. Weitere Anträge können zum 01.06.2019 (Projektbeginn ab 01.09.2019), zum 01.09.2019 (Projektbeginn ab 01.12.2019) und zum 01.11.2019 (Projektbeginn ab 01.02.2020) gestellt werden.

Die Kontaktdaten: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Geschäftsstelle Regionalbeirat Vorpommern, Raum A2 09, Frankendamm 17, 18439 Stralsund. Ansprechpartner ist Markus Rittner, Telefon: 0385/588-5527; 0175/1980567, E-Mail: m.rittner@wm.mv-regierung.de.

Der Abgabetermin für die Projektanträge beim Regionalbeirat Mecklenburgische Seenplatte ist der 15. März 2019; die Vorhaben können dann ab dem 01. Juli 2019 begonnen werden. Weitere Anträge können zum 15.05.2019 (Projektbeginn ab 01.08.2019) und zum 15.08.2019 (Projektbeginn ab 01.11.2019) gestellt werden.

Die Kontaktdaten: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, Geschäftsstelle Regionalbeirat Mecklenburgische Seenplatte, Helmut-Just-Str. 6 (Raum 27), 17036 Neubrandenburg. Die Ansprechpartnerin: Sigrid Prokop, Telefon: 0385/588-5525, E-Mail: s.prokop@wm.mv-regierung.de.

Die Regionalbeiräte in Westmecklenburg, in der Region Rostock, in der Mecklenburgischen Seenplatte sowie in Vorpommern gestalten wesentliche Teile der Arbeitsmarktförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit. Im Zeitraum 2014 bis 2020 stehen dafür 45 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung. In Umsetzung des Landtagsbeschlusses von 2017 zu einer noch regionalspezifischeren Gestaltung der Arbeitsmarktförderung wurden weitere vier Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auf der Grundlage regionaler Handlungskonzepte und konkreter Auswahlkriterien entscheiden die Regionalbeiräte darüber, welche Projekte die höchsten Effekte für die Arbeitsmarkt-, Beschäftigungs- und Berufsbildungsförderung sowie die Regional-, Struktur- und Wirtschaftsentwicklung erwarten lassen und deshalb finanziell gefördert werden.

Fachkräftesicherung für die Region Uecker-Randow und den Landkreis Vorpommern-Greifswald

Greifswald – Das Projekt Koordinierungsbüro Förderinitiative „Bundeswehr & Wirtschaft – Fachkräftepotential der Zukunft“ engagiert sich im Rahmen des Netzwerkes „Arbeitskreis SCHULE – WIRTSCHAFT – BUNDESWEHR“ für eine Fachkräftesicherung in der Region Uecker-Randow und im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Dafür wird ein Koordinator eingesetzt, der in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Partnern Veranstaltungen organisiert, über Karrieremöglichkeiten informiert und Kontakt zu Unternehmen hält. Jetzt haben Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph und der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann gemeinsam einen Zuwendungsbescheid und eine Fördermittelzusage an den Unternehmerverband Vorpommern e.V. zur Fortführung der Arbeit übergeben.

„Fachkräfte zu gewinnen und zu halten ist ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Stärke eines Unternehmens. Dafür engagiert sich der Unternehmerverband Vorpommern e.V. intensiv und baut Brücken zwischen Schülern, die auf dem Weg der beruflichen Orientierung sind, ausscheidenden Zeitsoldaten, die ihre berufliche Heimat in Mecklenburg-Vorpommern suchen, und den Unternehmen der Region, die auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind. Das ist eine wertvolle Arbeit für die Stärkung der Wirtschaft in Vorpommern“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

„Das wichtigste Thema in Vorpommern und erst recht in der Uecker-Randow-Region ist weiterhin die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen. Hier sind wir in den letzten Jahren deutlich vorangekommen. Auch mit der hochmodernen Torgelower Berufsschule sind wir hier gut aufgestellt. Doch der Fachkräftebedarf ist enorm. Deshalb ist es wichtig, dass wir Schulabgängerinnen und Schulabgängern und ausscheidenden Soldatinnen und Soldaten dabei unterstützen, sich eine Zukunft bei uns in Vorpommern aufzubauen. Deshalb fördern wir sehr gern dieses wichtige Projekt des Unternehmerverbandes Vorpommern. Formate wie die große Ausbildungsmesse in der Torgelower Stadthalle, sind ein Erfolgsmodell und müssen unbedingt fortgeführt werden. Unser Dank gilt den zahlreichen Unterstützern, Lehrern und Unternehmen, sowie der Stadt Torgelow.“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern bei der Übergabe.

Die Schwerpunkte des Projektes liegen in der Beratung von Schülern in regionalen Schulen und Gymnasien im Rahmen ihrer Berufsorientierung, der Teilnahme an Ausbildungs- und Berufsmessen, der Sensibilisierung heimischer Unternehmen für die Herausforderungen der Fachkräftesicherung (z. B. Bereitstellung von Praktikumsstellen, Integration von Flüchtlingen) und in der Durchführung von Unternehmerstammtischen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr zur Gewinnung ausscheidender Soldaten als neue, qualifizierte Arbeitskräfte für die Region. Dabei stehen auch noch aktive Soldaten im Fokus, die für ihre Ehe- / Lebenspartner eine neue berufliche Herausforderung in der neuen Umgebung suchen.

Über das Projekt konnten in den vergangenen Jahren durch enge Zusammenarbeit mit der militärischen Führung der Panzergrenadierbrigade 41, der Agentur für Arbeit und mit Unternehmen der regionalen Wirtschaft zielorientiert Gespräche zur Eingliederung von ausscheidenden Soldaten geführt und erfolgreich Zeitsoldaten in regionale Unternehmen vermittelt werden. „Gerade bei den gut ausgebildeten und qualifizierten Bundeswehrangehörigen, die aus dem Dienst ausscheiden, sehe ich großes Potenzial, ihnen eine berufliche Perspektive in Mecklenburg-Vorpommern anzubieten. Wichtig ist, dass auch die Unternehmen bestehende Beratungsangebote bestmöglich nutzen und so die Zusammenarbeit aller Beteiligten noch weiter verbessert wird“, sagte Rudolph.

Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 82.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von 33.750 Euro aus Mitteln der Standortoffensive, aus dem Vorpommernfonds erfolgt eine Förderung in Höhe von 15.000 Euro. Zudem tragen die Stadt Torgelow, die Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern und der Unternehmerverband Vorpommern die Kosten mit.