Meyer: MV präsentiert sich auf EXPO 2020 in Dubai

Schwerin – Unter dem Motto „Connecting Minds, Creating the Future“ findet vom 20. Oktober 2020 bis zum 10. April 2021 in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten die nächste große Weltausstellung statt.

„Wir sind bei der EXPO wieder mit dabei und werden eigene Ländertage gestalten. Damit wollen wir für unser Land werben“, kündigte der Chef der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Staatssekretär Reinhard Meyer, heute in Schwerin an.

Vorbereitet werden soll die Präsentation durch eine Projektgruppe unter Leitung der Staatskanzlei, die heute ihre Arbeit aufnimmt. Ihr gehören das Wirtschafts-, Energie- und Landwirtschaftsministerium, der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Invest in Mecklenburg-Vorpommern, BioCon Valley, das Landesmarketing und die IHK zu Schwerin an.

„Die Expo ist eine hervorragende Chance, unser Land international als Wirtschafts- und Tourismusstandort einem großen Publikum vorzustellen. Dabei geht es uns besonders um die Bereiche Gesundheitswirtschaft, Gesundheitstourismus, erneuerbare Energien und Umwelttechnik.“, sagte Meyer. Der Schwerpunkt des Deutschen Pavillons wird dieses Mal auf dem Thema Nachhaltigkeit liegen. „Wir wollen Mecklenburg-Vorpommern als modernes und umweltfreundliches Land präsentieren und damit einen Beitrag zum Gelingen des Deutschen Pavillons leisten.“

Mecklenburg-Vorpommern präsentierte sich bereits bei den Weltausstellungen 2010 in Shanghai und 2015 in Mailand mit einem eigenen Stand im Deutschen Pavillon.

Drese: Ursachen für Gender Pay Gap bekämpfen

Equal-Pay-Day am 18. März

Schwerin – Auch nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes liegt in Deutschland der allgemeine unbereinigte Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern (Gender Pay Gap) fast unverändert bei 21 Prozent. Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst betrug 2018 bei Frauen 17,09 Euro und bei Männern 21,60 Euro. Diese Einkommenslücke entspricht einem Zeitraum von 77 Kalendertagen: Deshalb wird am 18. März bundesweit symbolisch der Equal Pay Day begangen.

„Die Ursachen für den Gender Pay Gap sind hinlänglich bekannt: die unterschiedliche Entlohnung von sogenannten frauen- und männerdominierten Berufen, die Frauen-Teilzeitfalle auf Grund von Familienphasen und zu wenige Frauen in Führungspositionen. Auch wenn der Gender Pay Gap in Ostdeutschland mit sieben Prozent geringer ausfällt, müssen Veränderungen genau hier ansetzen“, betont Gleichstellungsministerin Stefanie Drese zum Equal Pay Day.

Drese: „Für eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern brauchen wir eine faire Partnerschaftlichkeit in der Familie, eine Aufwertung der frauendominierten Sozialberufe, eine Abkehr vom traditionellen Berufswahlverhalten von Frauen und Männern und mehr Frauen in Führungspositionen.“

Hinweis: Gleichstellungsministerin Stefanie Drese nimmt am Montag (18. März), um 11.15 Uhr in Waren an einer Equal Pay Day-Aktion vor dem Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz teil.

Bilanz ITB Berlin 2019

Schwerin – Bestärkt durch die Ergebnisse maßgeblicher Studien zum Reiseverhalten der Deutschen sowie Auszeichnungen haben die 19 Aussteller aus dem Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern am letzten Tag der 53. Internationalen Tourismusbörse in Berlin eine positive Bilanz gezogen. Auf rund 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche begrüßten die Vertreter aus dem Urlaubsland zwischen dem 06. und 10. März mehrere Tausend Fachbesucher, darunter Reiseveranstalter, Tourismusorganisationen, Verkehrsträger, Anbieter digitaler Lösungen sowie Politiker, Medienvertreter und potenzielle Urlauber am Messestand sowie beim MV-Partnerabend im Restaurant Dae Mon in Berlin-Mitte.

Dazu Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Unsere ITB-Bilanz ist positiv und Ergebnis harter Arbeit von tausenden Beschäftigten in der Tourismusbranche im Land. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass die ITB eine der wichtigsten Plattformen bleibt, um international auf unser Land aufmerksam zu machen. Wir blicken optimistisch in die anstehende Saison. Vor allem Entschleunigung in intakter Natur ist für viele Gäste der Schlüssel zum Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Doch im Wettbewerb mit anderen genügen Meer, Strände, Wald und Seen längst nicht mehr. Wir brauchen noch mehr solche Alleinstellungsmerkmale. Mehr Wertschöpfung durch den Gast, die Erhöhung der Angebotsvielfalt für mehr Saisonunabhängigkeit, eine zukunftssichere Infrastruktur, Geschlossenheit und Dienstleistungswille sind die Herausforderungen, die wir mit der touristischen Familie im Land angehen müssen und angehen werden.“

Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, ergänzte: „Nachdem wir im letzten Jahr den Schwerpunkt auf Internationalität gelegt hatten, stand in diesem Jahr die Regionalität wie besondere Architektur, neue Erlebnisrouten und Produkte im Fokus. Das stieß auf großes Interesse. Unverwechselbares zu bieten, das ist eine Herausforderung im Wettbewerb mit anderen Reisezielen.“

Auch die Aussteller zeigten sich zufrieden. Dazu Michael Steuer, Geschäftsführer der Usedom Tourismus GmbH: „Die Fachbesuchertage auf der ITB konnten wir sehr produktiv für den Austausch mit unseren Partnern nutzen. Wir haben gemeinsame Projekte und Kooperationen auf den Weg gebracht und neue Kontakte geknüpft. Auch bei den Besuchern stieß die Insel Usedom am Wochenende auf reges Interesse.“ Mana Peter, Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Rügen, ergänzte: „Die ITB war für die Insel Rügen erfolgversprechend. Insbesondere für unsere Jahreskampagne zur Inselbaukunst können wir uns über viele positive Rückmeldungen freuen. Natürlich ist die ITB für uns auch wichtiger Saisonauftakt und Branchentreff, vor allem im Hinblick auf den Austausch mit Netzwerkpartnern zu langfristigen Projekten, die auf Rügen geplant sind.“

Zum dritten Mal in Folge konnte Mecklenburg-Vorpommern seinen Platz als beliebtestes Inlandsziel der Deutschen behaupten. Nirgendwo anders in Deutschland verbrachten im Jahr 2018 mehr Deutsche ihren Urlaub als zwischen Ostsee und Seenplatte. Das geht aus der Reiseanalyse 2019 der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen hervor, die am ersten Tag der Internationalen Tourismusbörse in Berlin veröffentlicht wurde. Nach Angaben der Reiseanalyse ist Deutschland mit 27 Prozent aller Urlaubsreisen weiterhin das wichtigste Reiseziel der Deutschen. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet einen Marktanteil von 5,3 Prozent an allen 2018 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,6 Prozentpunkte vor Bayern an der Spitze der beliebtesten Reiseziele. Zudem hält Mecklenburg-Vorpommern den deutlichen Abstand zu den Küstenländern Schleswig-Holstein (4,3 Prozent) und Niedersachsen (3,6 Prozent).

Auch im Vergleich mit den internationalen Reisezielen behauptet sich Mecklenburg-Vorpommern gut: Erstmals schob sich das Urlaubsland vor die Türkei (5,1 Prozent). Spitzenreiter bleiben Spanien (13,7 Prozent) und Italien (8,1 Prozent).

Die Gästezufriedenheit in Mecklenburg-Vorpommern ist überdurchschnittlich hoch. Dies ergab das auf der ITB Berlin vorgestellte Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, das die Tourismusentwicklung in den ostdeutschen Bundesländern widerspiegelt. Der so genannte Trust-Score, der die Zufriedenheit auf Basis von rund 30 Online-Bewertungsportalen misst, weist für den Nordosten 83,3 Punkte (von maximal 100) aus (2018: 82,7 Prozent). Allerdings: Der bundesweite Wert liegt leicht höher bei 83,5 Punkten.

Zudem wurde im Rahmen der Studienreihe, deren aktueller Schwerpunkt auf das Thema nachhaltige Mobilität gesetzt wurde, das Mobilitätskonzept „Müritz rundum“ aus der Mecklenburgischen Seenplatte mit dem Marketing-Award „Leuchttürme der Tourismuswirtschaft“ ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden die UNESCO-Welterbestädte Wismar und Stralsund, die im Rahmen der bundesweiten Städtestudie „Vitale Innenstädte“ untersucht wurden, neben Erfurt und Leipzig für ihre Gesamtattraktivität sowie das Flair und Ambiente gewürdigt.

Nachdenklich stimmten die Ergebnisse der ebenfalls vorgestellten Studie „ADFC-Travelbike-Radanalyse 2019“ des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Demnach rangiert Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr unter den Top 10 der beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands. Der Untersuchung zufolge ist Bayern die beliebteste Radreiseregion, gefolgt vom Münsterland, dem Weserbergland und dem Bodensee. Lediglich die Ostsee/Ostseeküste – und dieses schließt das Nachbarland Schleswig-Holstein mit ein – findet sich unter den Top 10 der beliebtesten Radregionen Deutschlands. Auch der Ostseeküsten-Radweg verlor an Terrain und rangiert nun auf Platz neun im Ranking der beliebtesten Fernradwege Deutschlands.

Unter dem Titel „Klare Aussichten“ begrüßte Mecklenburg-Vorpommern rund 70 Gäste aus Tourismus, Politik, Wirtschaft sowie nationalen und internationalen Medien zu einem Partnerabend im Restaurant Dae Mon in Berlin-Mitte. Dabei wurden unter anderem regionale Produkte wie das artesische Wasser Minus 181 aus Parchim, Bier von der Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund sowie „Foerster´s Heide Gin“ aus der Rostocker Heide vorgestellt. Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, erhielt an diesem Abend die Ehrennadel für sein 30-jähriges Engagement auf der ITB Berlin von David Ruetz, Chef der ITB Berlin.

Während das Urlaubsland in Berlin für Gäste warb, setzte der Landestourismusverband Mecklenburg-Vorpommern am 09. März ein Zeichen für die Integration ausländischer Arbeitskräfte in Mecklenburg-Vorpommern. 20 vietnamesische Auszubildende der Universitätsmedizin Rostock und 9 indonesische Auszubildende der Yachthafenresidenz Hohe Düne erhielten eine Heimatkundestunde der besonderen Art im Internationalen Haus des Tourismus, die gespickt war mit vielen Informationen zum Urlaubs- und Gesundheitsland.

Internationalität im Fokus: Im Rahmen der ITB Berlin wurde des Weiteren eine Kooperationsvereinbarung zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der griechischen Insel Kreta unterzeichnet. Im Rahmen der Kooperation mit dem Schwerpunkt Tourismus sind unter anderen Jugend- und Schüleraustausche, der Informationsaustausch zum Thema Digitalisierung sowie die Umsetzung der Erhaltung und Pflege eines Wanderwegenetzes geplant.

„Mit der Vereinbarung wollen wir einen gemeinsamen Handlungsrahmen für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Schwerpunkt Tourismus vorantreiben. Wir stehen vor den gleichen Herausforderungen. Tourismus und Infrastruktur müssen zueinander passen, Arbeitsplätze müssen sicherer sein und unsere Umwelt muss bewahrt werden. Wir brauchen einen Tourismus, der die Infrastruktur stärkt, Arbeitsplätze sichert und die Umwelt bewahrt. Eine Partnerschaft mit der Destination Kreta kann uns wichtige Impulse geben. Kreta entwickelt wie wir Konzepte, die die Saison verlängern und weiter hochwertigen Tourismus etablieren. Hier können wir Erfahrungen austauschen und beidseitig profitieren“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Unterzeichnet wurde die Kooperation vom Präsidenten des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Waldmüller, sowie dem Vize-Gouverneur und Beauftragten für Tourismus der Region Kreta, Michalis Vamiedakis.

Unterstützung bei der Nachwuchs- und Fachkräftesicherung

Schwerin – Die Kreishandwerkerschaften in Mecklenburg-Vorpommern werden vom Wirtschaftsministerium beim „Ausbildungsmarketing für Handwerksbetriebe“ unterstützt. „Die Auftragslage im Handwerk ist gut. Aber es wird in den zumeist kleinen mittelständischen Betrieben oftmals zu wenig Zeit investiert, sich um den dringend notwendigen Fachkräftenachwuchs zu kümmern. Wir wollen mit unserer Unterstützung bei der Fachkräftegewinnung helfen. Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Handwerks muss weiter stabil sein und sich täglich am Markt bewähren. Ausbildung und Fachkräftesicherung sind zwei Seiten einer Medaille – der Medaille Unternehmenszukunft“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Freitag.

Kernelemente des Ausbildungsmarketings sind Wort-Bild-Botschaften von Handwerkmeistern sowie Auszubildenden im Handwerk. „Im Fokus stehen authentische Persönlichkeiten, die über ihre Erfahrungen berichten“, so Rudolph weiter. Die Botschaften werden CR-Code-basiert und ständig aktualisiert.

Geworben wird sowohl analog auf Plakaten und Aufstellern, vor allem an Orten, an denen sich junge Menschen aufhalten, wie unter anderem Freizeiteinrichtungen, Jugendclubs, Schulen, als auch digital wie auf Homepages, Facebook, Instagram, Xing. „Unser Ziel ist es auch, mögliche Vorurteile über Ausbildungsberufe im Handwerk abzubauen und für mehr Klarheit über die verschiedenen Berufsbilder zu sorgen. Unser Handwerk im Land ist eine zukunftssichernde Heimat für mehr als 112.000 Handwerkerinnen und Handwerker. Dazuzugehören ist ein lohnendes Ziel kluger Köpfe und geschickter Hände“, machte Rudolph deutlich.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es aktuell 4.260 Auszubildende im Handwerk. Davon werden 1.857 Lehrlinge im Kammerbezirk der Handwerkskammer Schwerin (HWK SN) und 2.403 Lehrlinge im Kammerbezirk Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK OMV) ausgebildet. Aktuell melden die Handwerkskammern 968 unbesetzte Lehrstellen in 66 Ausbildungsberufen (HWK OMV: 745 unbesetzte Lehrstellen und HWK SN 223 unbesetzte Lehrstellen). Gesucht werden Auszubildende im Handwerksbereich, vor allem in den Ausbildungsberufen Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klima; Kfz-Mechatroniker; Elektroniker, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (Bäckerei/Fleischerei); Metallbauer, Hörakustiker, Dachdecker, Friseur, Fleischer sowie Maler und Lackierer.

„Der wachsende Bedarf an Handwerkerinnen und Handwerkern ist bereits heute überall spürbar, denn es macht sich praktisch bemerkbar: Wartezeiten für Kunden werden länger. Unternehmen geben auf, weil sie keine Nachfolger mehr finden. Die Situation ist angespannt. Umso wichtiger ist es, für eine Ausbildung im Handwerk professionell zu werben. Eines ist klar: Das, was uns heute bereits an Handwerkern fehlt, wird schwer sein, durch Auszubildende und somit – unsere Fachkräfte von morgen – nachzubesetzen. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die Ausbildungslücke nicht noch größer wird“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph abschließend.

Die Unterstützung der Kreishandwerkerschaften als Projektträger erfolgt auf der Grundlage der „Richtlinie zur Förderung von Strukturentwicklungsmaßnahmen (SEM)“. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von rund 130.000 Euro.

An dem Projekt nehmen teil: Kreishandwerkerschaft Güstrow; Kreishandwerkerschaft Rostock-Bad Doberan; Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar; Bildungszentrum Kreishandwerkerschaft Nordvorpommern-Stralsund GmbH; Kreishandwerkerschaft Vorpommern-Greifswald; Kreishandwerkerschaft Westmecklenburg-Süd sowie Kreishandwerkerschaft Mecklenburgische Seenplatte. Die Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar übernimmt, aufgrund entsprechender Vorerfahrungen mit analogem und vor allem digitalem Ausbildungsmarketing, die Anleitung der beteiligten Kreishandwerkerschaften.

Bauminister gratuliert RGS zum 25-jährigen Bestehen

Rostock – Landesbauminister Christian Pegel hat der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS) heute, 7. März 2019, zum 25-jährigen Bestehen gratuliert und für das kontinuierliche Engagement im vergangenen Vierteljahrhundert gedankt. „Sie haben mit Ihrer engagierten Tätigkeit geholfen, wertvolle historische Bausubstanz zu erhalten, städtebauliche Missstände zu beseitigen und Rostocks Weg hin zu einer modernen Stadt zu ebnen. Dank Ihrer Arbeit hat sich die größte Stadt in unserem Bundesland eindrucksvoll herausgemacht – zum Wohle der Gäste und vor allem der Einwohner“, so Christian Pegel bei der Festveranstaltung in Rostock.

„Ihre Arbeit ist deshalb so wichtig, weil das Lebensumfeld für viele ein Spiegel des Gesellschaftszustands ist. Investitionen in unsere Städte und Gemeinden sind deshalb auch Investitionen in unsere Gesellschaft und in die Zukunft unseres Landes“, sagte der Minister weiter.

Die Landesregierung hat die Hanse- und Universitätsstadt von 1991 bis 2018 mit Finanzhilfen in Höhe von rund 262 Millionen Euro aus der Städtebauförderung unterstützt, zudem mit Mitteln aus weiteren Städtebau-Förderprogrammen.

Lobend äußerte sich der Minister auch zu den Rostocker Städtebauplänen für das Jahr 2019 sowie darüber hinaus zu den städtebaulichen Projekten im Rahmen der Bundesgartenschau 2025.

Im Anschluss an seine Gratulationsrede überreichte Christian Pegel Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling zwei Zuwendungsbescheide für anstehende Städtebauprojekte. Zum einen will die Stadt in Rostock-Dierkow ein leerstehendes dreigeschossiges Plattenbaugebäude an der Lorenzstraße zur künftigen Nutzung als Kindertagesstätte umbauen und um eine Etage erweitern. Damit sollen ein Ersatz für die bisherige Kita im Hafenbahnweg sowie ein neuer Wohngruppenbereich entstehen.

Dafür stellt das Bauministerium ca. 5,4 Millionen Euro aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm im Bereich Städtebau zur Verfügung. Es sollen 54 Krippenplätze, 150 Kindergartenplätze einschließlich integrativer Betreuung und 44 Hortplätze sowie 18 Wohngruppenplätze im neuen vierten Geschoss entstehen. Das Gebäude wird zudem energetisch ertüchtigt. Die Arbeiten sollen im März 2019 beginnen und voraussichtlich Ende 2020 abgeschlossen werden.

Zum anderen plant die Stadt die Sanierung der Schulsporthalle aus den 1980er Jahren am Musikgymnasium „Käthe Kollwitz“ in Rostock-Dierkow. Dafür stellt das Bauministerium rund 1,7 Millionen Euro, ebenfalls aus dem Kommunalinvestitionsförderungsprogramm im Bereich Städtebau, zur Verfügung. Fassade, Dach, Fußboden und Haustechnik sollen – auch mit Blick auf energetische Gesichtspunkte – modernisiert sowie der Sozialtraktanbau umgebaut werden. Künftig soll die Schulsporthalle zudem barrierefrei über eine Rampe und breitere Türöffnungen zugänglich sein. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im März beginnen und im Juni 2020 abgeschlossen werden.

„Beide Projekte zeigen, dass die Verantwortlichen der Hansestadt konsequent daran arbeiten, das Rostocker Antlitz im Sinne der Bürgerinnen und Bürger stetig attraktiver zu gestalten“, resümiert Bauminister Pegel und sagt weiter: „Für diese Aufgabe wünsche ich auch in den kommenden 25 Jahren alles Gute und viel Erfolg.“

Land will Pachtverträge mit Binnenfischer vorzeitig neu schließen

Waren/Müritz – Um den Binnenfischern in Mecklenburg-Vorpommern Rechts- und Planungssicherheit zu geben, beabsichtigt das Land die 2021 auslaufenden Pachtverträge vorzeitig aufzulösen, um sie durch neue Verträge mit einer Laufzeit von 18 Jahren zu ersetzen. „Damit wollen wir endlich Rechts- und Planungssicherheit für unsere Haupterwerbsfischer schaffen und den Weg für langfristig angelegte Investitionen freimachen. Unser Ziel ist es außerdem, den bevorstehenden Generationswechsel zu unterstützen und möglichst verträglich zu gestalten“, betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute auf der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes der Binnenfischer in Waren.

„Alle Betriebe, die bisher gut gewirtschaftet haben und ihren Verpflichtungen nachkommen sind, sollen ihre gepachteten Gewässer auch weiterhin behalten können. Und zwar ohne neue Ausschreibung. Wir wollen hier schließlich niemandem die Geschäftsgrundlage entziehen“, sagte er weiter. Im Gegenzug erwarte das Land zukunftsfähige und nachhaltige Unternehmensstrategien sowie die Bereitschaft, nötige Investitionen zu tätigen. Sollten bisherige Pächter kein Interesse mehr an einer Verlängerung haben, ist vorgesehen, diese Flächen im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung an andere Berufsfischer zu vergeben.

Die Pachtverträge sollen ab dem 1. Januar 2020 gelten und bis 31. Dezember 2037 laufen. Die Pachthöhe soll sich weiterhin an den Ergebnissen der Generalbonitierung orientieren, da es keine andere Methode gibt, mit der die Ertragsfähigkeit der betroffenen Gewässerflächen objektiver ermittelt werden könne, so der Minister. Eine Neubonitierung wäre zudem sehr teuer und zeitaufwendig, sodass vor Ende 2021 kein endgültiges Ergebnis zu erwarten sei, sagte er weiter.

Zur Ermittlung der Ertragsfähigkeit wurde von der Landesforschungsanstalt in den 90ziger Jahren über einen Zeitraum von sieben Jahre für 2,8 Millionen Euro eine Generalbonitierung entwickelt und durchgeführt. Im Ergebnis wurden damals 5 Fischarten von wirtschaftlicher Relevanz ausgewählt und deren potentielle Fangmengen unter Berücksichtigung der tatsächlichen Fänge ermittelt und mit den damaligen Großhandelspreisen bewertet. Die Festlegung der Pacht basierte auf den Erlösen dieser 5 Arten.

Des Weiteren kündigte Minister in Waren an, dass das Land auch in 2019 Aalbesatzmaßnahmen zu 80 Prozent fördern möchte. Der Erhalt des Aalbestandes bleibt eine wichtige Aufgabe des Landes Mecklenburg-Vorpommern. „Der Aal ist eine bedeutende Art für die Europäische Berufsfischerei, der Bestand jedoch weiterhin stark gefährdet. Das haben wissenschaftliche Studien ergeben. Dieser Entwicklung müssen wir entgegensteuern: aus Gründen des Artenschutzes und aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten“, so der Minister.

Dank Fördermittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der EU wurden seit 2009 insgesamt rund 10,3 Millionen Aale (61 Tonnen) in die Gewässer des Landes ausgebracht. Ziel ist, die Abwanderung von 40 Prozent der adulten Aale aus den Binnengewässern in Richtung des Laichgebiets Sargassosee, ein Meeresgebiet im Atlantik östlich Floridas und südlich der Bermuda-Insel, zu ermöglichen. So sieht es die Europäische Aalverordnung von 2007 vor. Dort sollen die Aale laichen. Die geschlüpften Aallarven gelangen über den Golfstrom an die europäischen Küsten und damit auch zurück nach Mecklenburg-Vorpommern.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt hat über die Landgesellschaft 48.048 ha Wasserfläche an die Berufsfischerei verpachtet. Davon werden 3.148 ha in Naturschutzgebieten an Berufsfischer verpachtet. Weiterhin werden 2.069 ha landeseigener Binnengewässer in den Nationalparken und Biosphärenreservaten durch die Biosphären- und Nationalparkämter an 7 Berufsfischer verpachtet. Insgesamt verpachtet das Land daher derzeit mindestens 50.117 ha an Berufsfischer.

Geschätzt wird, dass die 50 Berufsfischereiunternehmen (Haupt- und Nebenerwerb) in MV ca. 55.000 ha vom Land, Kommunen und Privaten gepachtet haben.

Backhaus: Milchproduktion hat hohe gesellschaftliche Bedeutung für MV

Güstrow – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus sieht Potenzial für eine weitere Entwicklung der Milchviehhaltung in Mecklenburg-Vorpommern. „Klar ist die Milchproduktion seit der Milchkrise 2016 rückläufig und viele Betriebe haben aus betriebswirtschaftlichen Gründen die Milchproduktion eingestellt, trotzdem bestehen gute Voraussetzungen“, sagte der Minister am Donnerstag auf dem 12. BDM-Milchbauerntag in Güstrow.

Eine erfolgreiche Entwicklung der Milchproduktion setze aber voraus, dass der Schwerpunkt stärker auf ihre Nachhaltigkeit gelegt werde. „Nachhaltigkeit ist das übergreifende Thema bei der weiteren Entwicklung der Milcherzeugung“, betonte der Minister. Jeder Milchbauer müsse daher für sich die Frage beantworten, mit welcher Strategie diese Nachhaltigkeit noch besser erreicht werden kann. Dabei seien die ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit als Einheit zu betrachten.

So sei einer Analyse der LMS Agrarberatung für 2017 zu entnehmen, dass es durchaus Betriebe hier im Land gibt, die unter den aktuellen Bedingungen in der Milchproduktion Gewinne erzielen können. Die Analyse zeige allerdings auch, dass bei den Erzeuger­kosten ein großes Gefälle zwischen den einzelnen Betrieben besteht. „Hier sehe ich erhebliches Potenzial“, sagte Backhaus.

Spielraum sehe er außerdem im Umgang der verschiedenen Interessenlager miteinander. „Denn so schlecht, wie es manchmal dargestellt wird, sieht es ja mit der Ökobilanz der Rinderhaltung im Land gar nicht aus.“ Oftmals ermögliche gerade erst die Rinderhaltung eine sinnvolle Nutzung der ökologisch wertvollen Wiesen und Weiden. Auch betrage der Tierbesatz in MV nur 34 Großvieheinheiten je 100 ha landwirtschaftliche Nutzfläche. In Schleswig-Holstein mit 105 und Niedersachsen mit 125 seien es deutlich höhere Werte. In den dominierenden modernen Ställen des Landes bestünden zudem gute Haltungsbedingungen. Auch wenn es bei der tiergerechten Haltung noch Luft nach oben gäbe. So profitieren derzeit nur 10 Prozent der Milchkühe vom 2016 aufgelegten Programm zur Förderung der Sommerweidehaltung.

Die milchviehhaltenden Betriebe seien von sozialer Bedeutung für den ländlichen Raum, die weit über den Lebensunterhalt von Landwirt und Arbeitnehmern aus dem Dorf hinausgeht. „Leider wird das in der breiten Öffentlichkeit zu wenig honoriert“, gab Backhaus zu bedenken. Außerdem würde oft ausgeblendet, dass mit der Milcherzeugung ein hochwertiges, gesundes Lebensmittel bereitgestellt werde.

Gerade mit Blick auf die hohe gesellschaftliche Bedeutung einer nachhaltigen Milchproduktion werde das Landwirtschaftsministerium die Milchbauern dahingehend auch weiterhin unterstützen, so Backhaus.

Hinsichtlich der Förderung von Agrarinvestitionen zählt die Milcherzeugung zu den prioritären Bereichen. Priorität genießt sie ebenso bei der Neuverpachtung von Landesflächen. Die Verbesserung der Gesundheit und Robustheit der Milchkühe werde mit dem höchstmöglichen Fördersatz unterstützt.

Das Land fördert Aus- und Fortbildung sowie Forschungs­arbeit und Beratung durch die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei, das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf sowie die LMS Agrarberatung und den Rinderzuchtverband.

Ziel müsse es weiterhin sein, dass die Milcherzeuger einen besseren Milchpreis erhalten, so der Minister. Allerdings könne Politik immer nur begrenzt Einfluss auf die grundlegenden Mechanismen des Milchmarktes nehmen. Das treffe vor allem auch auf die Neugestaltung der Lieferbeziehungen sowie für die Verteilung der Preisrisiken in der Wertschöpfungskette zu. „Ich kann daher nur alle Milcherzeuger auffordern, sich zügig auf ein gemeinsames Ziel zu verständigen und damit in die Verhandlungen zu gehen“, sagte der Minister.

In MV halten 709 Betriebe Milchkühe mit insgesamt 167.000 Tieren (Stand Mai 2018). Die Hälfte der Tiere (84.000) steht in den 102 Betrieben mit mehr als 500 Milchkühen. November 2014 waren es noch 850 Betriebe mit insgesamt 182.000 Tieren, wovon 76.000 Kühe in 95 Betrieben mit mehr als 500 Milchkühen lebten.

474 Betriebe mit rund 156.000 Milchkühen sind Mitglied im Landeskontrollverband für Leistungs- und Qualitäts­prüfung Mecklenburg-Vorpommern eG (LKV). In 97 Prozent dieser Betriebe leben die Tiere in Laufstall­haltung.

Die durchschnittliche jährliche Milchleistung je Kuh beträgt in MV 9.669 kg, in Deutschland 8.864 kg. Die durchschnittliche Lebensleistung einer Milchkuh beträgt in MV 26.707 kg (Quelle: LKV Nov. 2018).

Unterstützung für den Flughafen Rostock-Laage

Schwerin – Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Infrastrukturministerium, informierte heute (6. März 2019) zur künftigen Unterstützung des Flughafens Rostock-Laage durch das Land.

„Durch die Insolvenzen der Fluggesellschaften Germania und Flybmi und die dadurch verursachten Mindereinnahmen wurde der Flughafen Rostock-Laage vor neue Herausforderungen gestellt, die eine zusätzliche Unterstützung aller Beteiligten – auch des Landes Mecklenburg-Vorpommern – erfordern“, sagt Ina-Maria Ulbrich.

Aus diesem Grunde ist das Land bereit, dem Flughafen Rostock-Laage zur Deckung des akuten Finanzbedarfs kurzfristig ein Darlehen in Höhe von 1,4 Millionen Euro zu marktüblichen Konditionen zu gewähren. „Die Ausreichung des Darlehens erfolgt unter der Bedingung, dass die Gesellschafter des Flughafens ihrerseits weiterhin die zugesagten Zuschüsse in Höhe von 1,8 Millionen Euro für dieses Jahr und auch in den kommenden Jahren erbringen“, betont die Staatssekretärin. Darüber hinaus erwarte das Land, dass die Gesellschafter des Flughafens dessen Eigenanteil für anstehende Investitionsmaßnahmen bereitstellen. Außerdem gehe das Land davon aus, dass den Verpflichtungen aus dem Gesellschaftsvertrag auch in den kommenden Jahren weiterhin entsprochen werde.

Ina-Maria Ulbrich: „In der aktuellen Situation ist es wichtig, dass wir gemeinsam und abgestimmt handeln. Nur so können wir dem Flughafen den dringend notwendigen Handlungsfreiraum verschaffen. Auf diesem Wege kann die Geschäftsführung die kommenden Monate nutzen, um neue Flugverbindungen zu akquirieren, die Erlössituation zu verbessern und den Geschäftsbetrieb auszubauen.“

Mecklenburg-Vorpommern auf der ITB Berlin

Berlin – Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich vom Mittwoch (06. März) bis Sonntag (10. März) auf der größten Reisefachmesse der Welt, der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB Berlin).

„Unser Land blickt auf ein sehr erfolgreiches Tourismusjahr zurück. Wir wachsen deutlich bei Übernachtungen und Ankünften, wir haben mehr ausländische Gäste, die unser Land entdecken. Mecklenburg-Vorpommern hat sich in der Gunst der inländischen Urlauber deutschlandweit an die Spitze der Bundesländer gesetzt. Auch die ITB Berlin hat uns im vergangenen Jahr einen kräftigen Schub gegeben. Den Schwung des vergangenen Jahres nehmen wir in die neue Saison mit. Um die erfolgreiche Position angesichts einer bundesweit und international äußerst dynamischen Branche und sehr aktiven Mitbewerbern halten zu können, muss der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern weiter innovative Impulse setzen“, forderte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern Dr. Stefan Rudolph am Mittwoch auf der ITB Berlin.

„Ein Jahr nach dem großen Auftritt als Partnerland der ITB Berlin stellen wir regionale Besonderheiten in das Schaufenster der Reisewelt. Darüber hinaus erhoffen wir uns Aufschluss über die Position Mecklenburg-Vorpommerns im deutschlandweiten und internationalen Wettbewerb und bahnen neue Kontakte und Geschäfte an“, sagte der Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern Wolfgang Waldmüller.

Das Jahr 2018 war ein Rekordjahr für die Tourismusbranche. Mit 30,9 Millionen Übernachtungen wurde von Januar bis Dezember der höchste Wert überhaupt erzielt. Nach Angaben des Statistischen Amtes ist das im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von 3,9 Prozent. Auch die Anzahl der Gästeankünfte lag mit 7,9 Millionen (+4,6 Prozent) über dem Vorjahresergebnis. „Die herausragende Bilanz ist der gemeinsame Erfolg der Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern. Wir haben ein hohes touristisches Niveau in Bezug auf Gäste und Übernachtungen im Land. Aber: Wer sich auf Erfolgen ausruht, hat schon verloren. Wetter-Extreme erschweren künftig auch die Planbarkeit der Touristiker im gesamten Land. Ein heißer Sommer allein sorgt nicht für Rekorde. Vielmehr richten wir den Blick noch stärker auf das Gesamtjahr. Wir müssen vor allem auch die Vor- und Nachsaison weiter stärken. Der Konkurrenzdruck durch sehr aktive Mitbewerber mit innovativen und qualitativ hochwertigen Angeboten hat zugenommen“, betonte Rudolph.

Die dynamische Entwicklung des Tourismus in M-V zeigt sich auch anhand der Tourismusintensität, der Anzahl gewerblicher Übernachtungen auf 1.000 Einwohner. Wurden 1992 noch 3.520 Übernachtungen je 1.000 Einwohner verzeichnet, waren es 2018 landesweit 19.170 gewerbliche Übernachtungen (inklusive Camping) je 1.000 Einwohner. „Mecklenburg-Vorpommern weist heute die höchste Tourismusintensität in Deutschland auf“, betonte Rudolph weiter. Die gesamten Umsätze im Tourismus belaufen sich laut Berechnungen des Institutes DIW Econ auf 7,75 Milliarden Euro pro Jahr. „Dabei werden mehr als zwei Drittel der Ausgaben (68 Prozent) von Menschen aus anderen Bundesländern und Ländern getätigt“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph. Die touristische Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern beträgt 4,1 Milliarden Euro und macht damit zwölf Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern aus. 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in M-V, also 131.254 Menschen, arbeiten in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Betrieben.

„Die Tourismusbranche sieht sich einer veränderten Nachfrage ausgesetzt, einer verstärkten Konkurrenz auch durch unsere unmittelbaren Nachbarn und mit einem teilweise wachsenden Informationsbedürfnis vor dem Urlaubsantritt konfrontiert. Früher haben sich Gäste nach der Ankunft oft überraschen lassen, wie es im Hotel aussieht. Heute genügen zwei, drei Klicks im Internet und ich weiß, wie die Zimmer im Hotel und das Angebot vor Ort aussehen. Darüber hinaus buchen unsere Gäste auch kurzfristiger ihren Urlaub. Entscheidend ist es, frühzeitig auf die Herausforderungen zu reagieren, um im Wettbewerb mit anderen mithalten zu können“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph.

„Das Wetter können wir nicht beeinflussen, aber unserer Angebote und die Dienstleistungsbereitschaft vor Ort. Es muss weiter in die saisonale Attraktivität investiert werden. Wir werden touristische Maßnahmen, die der Saisonverlängerung und der Qualitätssicherung touristischer Angebote dienen, weiter unterstützen. Qualitatives Wachstum und die Steigerung der Wertschöpfung bilden die Grundlage für die zukünftige touristische Entwicklung des Landes. Zuwächse und ganzjährige Beschäftigung können nur auf diesem Weg generiert werden“, machte Rudolph vor Ort deutlich. Der Staatssekretär verwies auch auf die neue Landestourismuskonzeption. „Sie ist das Strategiepapier für einen zukunftsfähigen Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Sie benennt strategische Aufgabenfelder, weist Zuständigkeiten zu und benennt Akteure für deren Umsetzung“, so Rudolph.

Bei den Reisegebieten liegen im Gesamtjahr 2018 alle Regionen bei Übernachtungen auf Wachstumskurs. Ordentliche Zuwächse verzeichnen die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (+8,7 Prozent), die Mecklenburgische Ostseeküste (+5,6 Prozent), die Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte (+4,8 Prozent) sowie die Region Westmecklenburg (+3,9 Prozent). Das Reisegebiet Vorpommern legt bei den Übernachtungen um +3,7 Prozent zu. Zuwächse gibt es auch auf der Insel Usedom (+1,2 Prozent) sowie auf den Inseln Rügen/Hiddensee (+1,1 Prozent). „Erfreulich ist, dass das gesamte Land vom Wachstum profitiert. Potential haben wir in der Aufenthaltsdauer. Mehr Übernachtungen, bedeuten auch mehr Wertschöpfung für die Region“, mahnte Rudolph. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Aufenthaltsdauer mit rund vier Nächten konstant geblieben.

Mecklenburg-Vorpommern ist lautet dem Ergebnis der 35. Deutschen Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen im vergangenen Jahr das beliebteste Inlandsreiseziel der Deutschen gewesen. Acht Prozent der Urlauber zog es nach Mecklenburg-Vorpommern, 7,3 Prozent nach Bayern und 4,4 Prozent nach Niedersachsen.

„Das Ergebnis ist durch persönliche Befragungen entstanden. Umso mehr freut es uns, denn Beliebtheit muss erarbeitet werden. Das Feedback der Gäste ist das ehrlichste Ergebnis, was wir bekommen können. Der erste Platz ist der Erfolg gemeinsamer Anstrengungen der vergangenen Jahre. Kein Grund zum Ausruhen, vielmehr werden wir angespornt, unsere Anstrengen für mehr Qualität, noch besseren Service und ein vielfältigeres Angebot weiter auszubauen. An der Spitze zu sein ist das Eine, an der Spitze zu bleiben das Andere. Beides muss hart erarbeitet werden und ist eine große Herausforderung“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph weiter. In der Deutschen Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen wurden repräsentativ rund 3.000 Bundesbürger ab 14 Jahren in persönlichen Befragungen (face-to-face) nach ihrem Urlaubsverhalten 2018, ihren Reiseabsichten für 2019 sowie ihren Urlaubswünschen befragt.

Darüber hinaus erwartet die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns heute mit Spannung die Ergebnisse der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR).

2018 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes rund 405.000 Gäste gezählt, rund 1,07 Millionen Übernachtungen gebucht. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 6 Prozent mehr Ankünfte und 7 Prozent mehr Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland. „Mehr ausländische Gäste entscheiden sich für Mecklenburg-Vorpommern. Unser Land wird als attraktives Reiseziel immer beliebter. Aber auch in Übersee, in den USA und China, steigt das Interesse an Mecklenburg-Vorpommern. Hier müssen wir am Ball bleiben und die Erfolge in der internationalen Vermarktung weiter ausbauen. Dass wir Partnerland der ITB Berlin im vergangenen Jahr waren, macht sich nun auch in Zahlen bemerkbar. Intensives Marketing ist ein elementarer Baustein für den Erfolg des Tourismus. Jetzt heißt es: Am Ball bleiben“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Mit rund 176.000 Übernachtungen (+23,5 Prozent) erzielten die niederländischen Gäste die meisten Übernachtungen, gefolgt von den Schweizern mit rund 159.000 Übernachtungen (+0,9 Prozent), den Schweden mit rund 130.000 Übernachtungen (-7,9 Prozent) sowie den Dänen mit 124.000 Übernachtungen (-6,8 Prozent) und Österreich mit 85.000 Übernachtungen (+9,4 Prozent). Rund 10.000 Aussteller aus mehr als 180 Ländern präsentieren sich auf der ITB Berlin. Rund 110.000 Fach- und 50.000 Privatbesucher werden erwartet.

Hinweise zu Statistischen Angaben – Bitte beachten: Überprüfungen des Berichtskreises und der Erhebungsmerkmale führen ab August 2018 zu Veränderungen gegenüber entsprechenden Angaben in Vorjahreszeiträumen. Dadurch sind Vergleiche auf allen regionalen Ebenen (Land, Kreise, Reisegebiete und insbesondere Gemeinden) ab August 2018 nur bedingt möglich.

Pegel stellt Studie in Berlin vor

Mit Experimentierklauseln Sektorkopplung voranbringen

Berlin – Die Sektorkopplung verspricht, die Energiewende auch auf Mobilität und Wärmeerzeugung zu übertragen. Rechtliche Hürden verhindern aber bislang den wirtschaftlichen Betrieb solcher Verfahren und Anlagen. Experimentierklauseln können Abhilfe schaffen und die Umsetzung der Sektorkopplung ermöglichen, ohne ein neues Förderregime zu etablieren. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Klimaschutz, Energie und Mobilität (Ikem), die das Energieministerium M-V in Auftrag gegeben hat. Heute (6. März 2019) haben Landesenergieminister Christian Pegel und Ikem-Geschäftsführer Simon Schäfer-Stradowsky die Ergebnisse dieser Studie in Berlin vorgestellt.

Mecklenburg-Vorpommern ist Vorreiter bei der Energiewende. Im Jahresmittel erzeugt das Bundesland mehr Strom aus erneuerbaren Quellen als es verbraucht. In Zeiten von Netzengpässen oder zu geringer Nachfrage müssen Erneuerbare-Energie-Anlagen jedoch abgeregelt werden. Im Jahr 2017 ging so eine Leistung von rund 5.500 Gigawattstunden ungenutzt verloren.

„Es ist eines unser wichtigsten Anliegen, dass die saubere Energie, die bei uns im Land erzeugt wird, auch vollständig genutzt wird. Nur dann wird der weitere Ausbau der erneu­erbaren Energien die erforderliche öffentliche Akzeptanz finden“, sagt Energieminister Christian Pegel und fügt hinzu: „Deshalb ist die Sektorkopplung unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende. Sie wurde jedoch ausgebremst durch rechtliche Hemmnisse, Strom in anderen Sektoren einzusetzen. Das soll sich dank Experi­mentierklauseln ändern.“

Bislang belasten die Stromnebenkosten den wirtschaftlichen Betrieb von Speichern und Power-to-X-Anlagen, da Steuern und Abgaben auf den über die Netze transportierten Strom sowie das veredelte Endprodukt fällig werden. Die Experimentierklauseln sollen ermöglichen, dass neue Anlagen erprobt werden können, bei denen die Erzeugungsan­lagen, Energiespeicher und Power-to-X-Anlagen virtuell über das Stromnetz gekoppelt sind. „Durch diese Kopplung wird die Stromerzeugung aus volatilen Energieträgern plan­barer. Strom aus erneuerbaren Energien, der nicht innerhalb der Anlagenkopplung genutzt werden soll, kann vorhersehbar in das Netz eingespeist werden. Außerdem verbleibt der Großteil der Wertschöpfung in der Region“, so Christian Pegel.

„Experimentierklauseln bringen die Energiewende voran, ohne sie mit neuen Förderungen zu belasten. Im Gegenteil: Das vorgeschlagene Modell ist eine regulatorische Befreiung. Der Abbau der rechtlichen Hemmnisse verleiht innovativen Geschäftsmodellen einen neuen Schub und schützt so unser Klima“, sagte Ikem-Geschäftsführer Simon Schäfer-Stradowsky.

Mit der Studie liegt ein vollständiger Gesetzesentwurf für Experimentierklauseln vor. „Für eine echte Energiewende muss das Gesetzgebungsverfahren zur Umsetzung der Experi­mentierklausel jetzt eingeleitet werden. Das kann etwa im Bundesrat durch ein Bündnis der Länder erfolgen, die dazu bereit sind“, so Schäfer-Stradowsky. Ein Gesetzgebungsverfah­ren kann zugleich im Bundestag angestrebt werden.

Die Studie richtet sich auch an die Bundesregierung: Teile der Experimentierklauseln lassen sich in die bereits für 2019 geplanten Innovationsausschreibungen inte-grieren. Anknüp­fungspunkte für die Experimentierklauseln können auch die notwendigen Umsetzungen zur Erneuerbaren-Energie-Richtlinie II sein, die zum 30. Juni 2021 fällig werden, und das Auslaufen der Verordnung zur Schaffung eines rechtlichen Rahmens zur Sammlung von Erfahrungen im Förderprogramm „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (Sinteg) im Jahr 2022.

Für eine erfolgreiche Energiewende muss nicht nur der Stromsektor auf erneuerbare Energien umgestellt werden, sondern auch im Wärme- und Verkehrsbereich müssen diese erheblich stärker genutzt werden. Dies geschieht etwa durch den direkten Einsatz von erneuerbaren Energien, indem zum Beispiel ein Haus mittels Solarthermie beheizt wird. Zusätzlich hilft auch der Einsatz von Strom aus Erneuerbaren, die Energiewende in den anderen Sektoren voranzubringen. Wird dieser sauber erzeugte Strom genutzt, um in anderen Sektoren den Einsatz fossiler Energien zu reduzieren, spricht man von „Sektorkopplung“. Ein Beispiel für die Sektorkopplung ist der Einsatz von Power-to-X-Verfahren, mit denen sauber erzeugter Strom zum Beispiel in Gas umgewandelt und dieses dann als umweltfreundlicher Treibstoff eingesetzt werden kann.

OstseeMesse in Rostock eröffnet

Rostock – Heute wurde die OstseeMesse in der Hansestadt Rostock eröffnet. „Die Messe gehört zu den größten und besucherstärksten Messen im Norden. Sie ist das Schaufenster der regionalen und überregionalen Produktvielfalt in Norddeutschland. Die Mischung aus innovativen Produkten, vielfältigen Ausstellern sowie abwechslungsreichen Ideen im Rahmenprogramm lädt Gäste zum Kommen und Wiederkommen ein. Die OstseeMesse ist aber nicht nur Erlebnis. Sie ist vor allem auch eine gute Gelegenheit für heimische Unternehmen, die eigene Produktvielfalt und zugehörige Dienstleistungen zu präsentieren. Der direkte Kontakt zum Kunden macht den Reiz. Hierin liegt eine Chance für den Einzelhandel, neue Kunden für sich zu gewinnen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph anlässlich der OstseeMesse am Mittwoch.

Dr. Stefan Rudolph wurde vor Ort vertreten durch Hanns Christoph Saur, Abteilungsleiter Grundsätze der Wirtschaftspolitik, der Industrie und des Tourismus im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit.

In diesem Jahr sind über 220 Aussteller, davon 76 Neuaussteller, auf 10.600 Quadratmetern präsent. Rund ein Drittel (35 Prozent) der Aussteller sind in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. 90 Aussteller aus M-V zeigen ihre Produkte auf der Messe, 111 Aussteller kommen aus anderen Bundesländern, 21 aus dem Ausland (11 verschiedene Nationen). „Dass über 40 Prozent der Aussteller aus unserem Land kommen, spricht für die hohe Akzeptanz des Einzelhandels auf der Messe. Viele Händler haben die Messe als Plattform für ihre Produkte entdeckt. Gerade in Zeiten des wachsenden Online-Handels macht der direkte Kundenkontakt den Unterschied aus. Die Aussteller erleben eine deutlichere Wahrnehmung ihres Angebots durch die Besucher. Das macht eine so große Messe, wie die OstseeMesse so bedeutsam“, so Rudolph weiter.

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph warb dafür, dass das Messegeschäft noch stärker in den Blickpunkt der heimischen Wirtschaft rückt. „Einfacher bekommen weder die Besucher noch die Aussteller die Möglichkeit, Marktforschung, Markttrends und Branchen-News zu erfahren. Gerade Verbrauchermessen sind ein emotionales Einkaufserlebnis und gibt den Ausstellern die Möglichkeit, durch Sympathie, Kompetenz und Professionalität zu überzeugen. Umso wichtiger ist es, dass heimische Firmen das Angebot von regionalen und überregionalen Messen nutzen“, mahnte Rudolph abschließend. Der Einzelhandelsumsatz in M-V betrug 2018 rund 8,6 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche lag im vergangenen Jahr bei über 51.500.

Die Messe öffnet von Mittwoch, den 06. März, bis Sonntag, den 10. März, auf dem Gelände der HanseMesse Rostock ihre Pforten. In diesem Jahr findet sie zum 29. Mal statt. Die Blumenschau, der Kunsthandwerker-Markt mit traditionellen und selbstgestalteten Produkten, Modenschauen, zahlreiche Produktvorführungen und Verkostungen sowie das bunte Rahmenprogramm machen die Messe zu einem abwechslungsreichen Angebot für ihre Gäste. Im vergangenen Jahr haben rund 42.000 Menschen die OstseeMesse besucht.

Erster Fördermittelbescheid für digitale Transformation

Rostock – Am Donnerstag, 7. März 2019, übergibt Landesdigitalisierungsminister Christian Pegel in Rostock einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 9.900 Euro an Robert Wahl, Inhaber der Firma Wahl Straßenbau. Der Bescheid ist der erste, der nach der im vergangenen November aufgelegten Richtlinie zur Förderung der digitalen Transformation vergeben wird. Die Fördermittel dienen der Digitalisierung des Unternehmens. Das Unternehmen plant, insgesamt rund 22.600 Euro zu investieren.

Das Unternehmen plant für die Betriebsstätte in Rostock die noch manuellen analogen Prozesse im täglichen Verwaltungsgeschäft zu digitalisieren. So sollen künftig unter anderem die komplette Abwicklung der Aufträge von der Ausschreibung über den Materialeinkauf bis zur Auftragsabarbeitung sowie die Personalabrechnung und Buchhaltung papierlos durchgeführt werden. Eingebunden werden dabei auch die Mitarbeiter im Außeneinsatz. Dafür benötigt das Unternehmen eine individuelle Softwarelösung.

Mithilfe der Förderung ist es dem Unternehmen möglich, betriebliche Prozesse wesentlich vereinfacht digital abzubilden und sich somit als mittelständisches Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern wettbewerbs- und zukunftsfähig aufzustellen.

Die digitale Transformation stellt potenzielle Gründer, Start-ups und insbesondere kleine und Kleinst- sowie mittlere Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern vor neue Herausforderungen. Um die Wirtschaft im Land auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten und bei der zukunftsfähigen Aufstellung der Unternehmen zu helfen, hat das Energieministerium die Richtlinie zur Förderung der digitalen Transformation, kurz DigiTrans-Richtlinie, aufgelegt.

Fördermittel von bis zu 10.000 Euro und in Ausnahmefällen bis zu 50.000 Euro können Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten oder einer Jahresbilanzsumme von bis zu 50 Millionen Euro beantragen. Unterstützung in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen gibt es für den Aufbau neuer, digitaler Geschäftsmodelle oder die Umstellung von analogen auf digitale Prozesse. Außerdem sind Investitionen in die IT-Sicherheit und den Datenschutz zur Erhöhung des Digitalisierungsgrads förderbar.

Zurzeit liegen beim Landesförderinstitut bereits 19 Anträge auf Förderung im Rahmen der DigiTrans-Richtlinie vor. Anträge sind vor Beginn des Vorhabens beim Landesförderinstitut zu stellen.

VR-Landwirtschaftstag: Branche muss trotz Reformen zukunftsfähig bleiben

Linstow – Die Landwirtschaft muss sich auf weitere Reformen und eine Kürzung der Finanzmittel einstellen, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute auf dem VR-Landwirtschaftstag in Linstow. Im Zuge der Reform der Europäischen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 sei mit erheblichen finanziellen Einschnitten in der europäischen Förderung zu rechnen, so der Minister. Gleichzeitig werden die gesellschaftlichen Anforderungen an die Agrarbetriebe immer höher. Dies äußere sich unter anderem in der erneuten Revision der Düngeverordnung, die Landwirten zum Schutz von Böden und Gewässer zusätzliche Einschränkungen auferlegen soll.

„Unsere natürlichen Ressourcen sind unsere höchsten Güter und müssen konsequent geschützt werden. Der Landwirtschaft kommt dabei eine ganz besondere Verantwortung zu, die von vielen Betrieben der Branche bereits sehr Ernst genommen wird. Die Landwirtschaft ausschließlich als Gegenpol der Umweltpolitik zu betrachten, ist fatal und unzutreffend. Landwirte sind die Produzenten unserer Lebensmittel. Die rapide wachsende Menschheit ausreichend zu ernähren ist eine der größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen überhaupt. Wir müssen Wege finden, wie wir die Betriebe dabei unterstützen können, noch umweltschonender zu wirtschaften ohne ihre Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden“, führte Minister Backhaus aus.

Als große Unbekannte bezeichnete er die bevorstehenden Europawahlen und das damit verbundene Entscheidungsvakuum. Detaillierte inhaltliche Diskussionen zur neuen GAP seien nicht vor Ende 2019 zu erwarten. „Wenn sich die aktuellen Prognosen bestätigen und die nationalen und reaktionären Kräfte mehrheitlich in das Europaparlament gewählt werden, besteht die Gefahr, dass die bislang vorliegenden Verordnungsentwürfe obsolet werden. Dann beginnt alles von vorn und wenn es ganz schlimm läuft, bekommen wir eine Renationalisierung der Agrarpolitik. Deshalb ist es wichtig, dass wir bei aller berechtigten Kritik an europäischen Regelungen nicht die EU gefährden“, sagte er weiter.

Als bisher einziges Bundesland hat Mecklenburg-Vorpommern hat ein eigenes umfassendes Modell für die künftige Gemeinsame Agrarpolitik entwickelt und sich damit aktiv in die europäische und bundespolitische Debatte zu diesem Thema umfassend eingebracht, betonte Backhaus. Im Kern geht es darum, einerseits die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft zu erhalten und anderseits Anreize für die Erbringung ökologischer Leistungen zu schaffen. „Wir wollen, dass der Landwirt mit dem Erbringen von Umwelt- und Naturschutzleistungen Geld verdienen kann. Öffentliches Geld ist stärker an öffentliche Leistungen zu knüpfen“, sagte er weiter.

Mit Blick auf die vom Bund angeschobenen Nachbesserungen in der Düngeverordnung kritisierte er, dass die Vorschläge ohne Rücksprache mit den Ländern an die EU-Kommission gegangen sind. „Ursprünglich hatten wir uns darauf verständigt, erst die neue Düngeverordnung aktiv umzusetzen, um dann anhand aktuellerer Nitratwerte Aussagen zur Wirksamkeit der Vorgaben zu treffen“, so Minister Backhaus.

Insbesondere die Absenkung der Düngung in nitratbelasteten Gebieten auf minus 20 % unter dem Sollwert sei fachlich nicht zu vertreten und müsse hinterfragt werden. „Besonders negativ wird sich eine derartige Regelung auf den Weizen- und Gerstenanbau aber auch auf den Gemüseanbau auswirken. Ertragsrückgänge und vor allem Probleme bei den von den Abnehmern geforderten Qualitäten werden zu erheblichen Einkommensverlusten führen, die durch den Markt höchstwahrscheinlich nicht kompensiert werden können“, unterstrich er.

Die Bemühungen der Länder, das Grundstücksverkehrsgesetz anzupassen, treten auch trotz der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung angekündigten Bund-Länder-Initiative Bodenrecht weiterhin auf der Stelle, informierte Backhaus. „Auch wenn es vielleicht in Mecklenburg-Vorpommern aus unterschiedlichen Gründen kein Agrarstruktursicherungs- und -verbesserungsgesetz geben wird, habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Wir werden weiterhin andere Wege suchen, den beschriebenen Entwicklungen auf dem Bodenmarkt entgegenzutreten. Und wir werden auch weiterhin alles daran setzen, die Verpachtungskriterien im Land zugunsten ortansässiger Landwirte weiterzuentwickeln“, sagte er weiter.

Die Lage am Milchmarkt hat sich gegenüber 2016 entspannt ist aber weiterhin schwierig, konstatierte Minister Backhaus als weiteren Punkt. Die Milchpreise hielten sich relativ stabil. Diese hätten für 2018 nach vorläufigen Angaben bei durchschnittlich etwa 32,8 Cent/l für MV und 33,8 Cent/l für Deutschland gelegen. Die strukturellen Probleme der Branche bestünden aber nach wie vor. In zahlreichen Betrieben lägen die erzielbaren Milchpreise unter den Produktionskosten. Die Molkereistrukturen würden von den großen Playern dominiert, die bei ihren Entscheidungen die Interessen der Landwirte und des Landes nur wenig berücksichtigten.

Der Durchschnitt des Milchauszahlungspreises in MV gehört Backhaus zufolge regelmäßig zu den niedrigsten in Deutschland. Ziel müsse es deshalb sein, den Milcherzeugern wieder einen besseren Milchpreis zu zahlen. „Hier kann ich nur immer wieder an die Molkereien appellieren ihre Vermarktung zu verbessern, die Wertschöpfung zu vertiefen und auch bessere Risikovorsorge zu treffen. Auch die Neugestaltung der Lieferbeziehung hin zu einer Verteilung der Preisrisiken auf die gesamte Wertschöpfungskette bleibt weiterhin ein Thema. Das fehlende gemeinsame Handeln war und ist aus meiner Sicht das große Manko der Branche“, sagte er abschließend.

Fotoausstellung „Swedish Dads“ tourt durch M-V

Sozialministerin Drese fordert stärkere Partnerschaftlichkeit, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren

Schwerin – „Eine Mehrheit von 60 Prozent der Paare wünscht sich eine gleichberechtigte Beziehung, in der Erwerbs- und Familienarbeit fair verteilt sind. Doch nur eine Minderheit lebt entsprechend dieser Wünsche“, heißt es in einer Bilanz des Bundesfamilienministeriums aus dem Jahr 2015. Lässt sich diese Kluft von Wunsch und Wirklichkeit überbrücken? Was braucht es, um das Bewusstsein für mehr Partnerschaftlichkeit zu verändern? Diese Fragen führte das Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit in M-V (LZGV) und den schwedischen Künstler Johan Bävman zusammen. Von März bis Juni ist die Fotoausstellung „Swedish Dads“ mit Porträts von Vätern in Elternzeit in mehreren Städten in Mecklenburg-Vorpommern zu sehen.

Gleichstellungsministerin Stefanie Drese begrüßt die damit beförderte Diskussion über die gleichberechtigte Aufgabenverteilung im Familien- und Berufsalltag. „Eine faire Aufteilung liegt nicht nur im Interesse vieler Frauen. Auch Männer wollen sich gern mehr Zeit für ihre Kinder nehmen, haben aber noch viel zu oft mit Vorurteilen und Vorbehalten zu kämpfen. Die Ausstellung zeigt, welchen Gewinn Väter durch die Elternzeit haben und wie sich ihre Beziehung zu ihren Partnerinnen und Kindern dadurch verändert hat. Ich habe deshalb sehr gern die Schirmherrschaft übernommen“, sagte Drese auf der Auftaktveranstaltung heute im Anklamer Rathaus.

Die Ausstellung beleuchtet die Sicht von schwedischen Vätern, die sich für eine mindestens sechsmonatige Auszeit vom Beruf entschieden haben, um hauptverantwortlich den Familiennachwuchs zu betreuen. Die Besucherinnen und Besucher treffen auf berührende Porträts und Gedanken. Mit der Ausstellung können sowohl werdende und zukünftige Eltern als auch Arbeitgebende in eine Diskussion darüber einsteigen, wie eine fairere Verteilung von Arbeit in Familie und Beruf zwischen Männern und Frauen gelingen kann. Drese: „Die Berücksichtigung von Vereinbarkeitswünschen von Frauen und Männern wird in einem immer stärkeren Maße zu einem wichtigen Standortfaktor für Unternehmen, um ausreichend Fachkräfte zu finden bzw. zu halten.“

Die heute eröffnete Ausstellung wird noch bis zum 15. März 2019 im Anklamer Rathaus sowie in den umliegenden Geschäften zu sehen sein. Sie ist Teil der gemeinsamen Kommunikationsoffensive von LZGV und dem Sozialministerium mit dem Slogan „Apropos Partnerschaft. Macht’s gemeinsam!“. Im Anschluss folgen elf weitere Stationen in anderen Städten und Regionen Mecklenburg-Vorpommerns, z.B. in Neubrandenburg, Stralsund, Rostock, Grevesmühlen und Ludwigslust. In nahezu jeder Ausstellungsregion wurden mit Unterstützung regionaler Kooperationspartner Begleitveranstaltungen organisiert, darunter Vorträge, Workshops und Lesungen.

Das Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit in M-V ist ein Projekt des Landesfrauenrates MV e.V. und wird gefördert durch das Land Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Touristisches Rekordjahr – 30,9 Millionen Übernachtungen in M-V

Schwerin – Es hat sich schon angedeutet, nun ist es amtlich: Das Jahr 2018 war ein Rekordjahr für die Tourismusbranche. Mit einem Ergebnis von 30,9 Millionen Übernachtungen hat die Tourismusbranche den höchsten Wert überhaupt erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das nach Angaben des Statistischen Amtes ein Zuwachs von 3,9 Prozent. Die Anzahl der Gästeankünfte lag mit 7,9 Millionen Übernachtungen um 4,6 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

„Das ist ein hervorragendes Ergebnis und der Verdienst der gesamten Tourismusbranche. Wir haben die besten Zahlen seit 1990. Trotz des eher kühlen Wetters zu Beginn des vergangenen Jahres hat der lange und heiße Sommer bei uns im Land für eine ordentliche Auslastung in den touristischen Einrichtungen gesorgt. Die vollen Strände an der Ostsee und im Binnenland haben für viele zufriedene Gäste gesorgt. Die tollen Zahlen zeigen auch: Wir werden auch außerhalb der Saison immer attraktiver. Mecklenburg-Vorpommern ist das ganze Jahr über eine Reise wert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag.

Wirtschaftsminister Glawe dankte, den Touristikern, Hoteliers, Gastwirten sowie den vielen Aktiven für ihr Engagement im Land. „Unser Schwerpunkt liegt darin, die Aufenthaltsdauer der Gäste zu verlängern, neue Quellmärkte zu erschließen und auch immer mehr Urlauber zum Wiederkommen zu gewinnen. Die Branche muss weiter investieren, mehr Qualität und Wertschöpfung erreichen, schneller und flexibler als bisher auf Herausforderungen reagieren. Das schaffen wir gemeinsam“, so Glawe weiter. Die strategische Grundlage bildet dafür die Landestourismuskonzeption (LTK). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag in 2018 bei rund 4 Nächten.

„Wichtig sind weitere Investitionen in die Infrastruktur und vor allem auch in das Angebot von saisonunabhängigen Einrichtungen. Chancen bestehen auch in der stärkeren regionalen Vermarktung. Wir können auch noch mehr mit dem Binnenland punkten. Deutliches Potenzial für mehr Gäste besteht weiter für Urlaub von Familien auf dem Lande. Aber im Kommen sind auch Angebote für mehr Entschleunigung. Die hier bestehenden Alleinstellungsmerkmale müssen kontinuierlich weiterentwickelt werden“, betonte Glawe weiter.

„Bei den Reisegebieten liegen im Gesamtjahr 2018 alle Regionen bei Übernachtungen auf Wachstumskurs. Binnenland und Küste legen zu. Vom wachsenden Binnentourismus in Deutschland profitiert auch Mecklenburg-Vorpommern. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir stehen in einem Wettbewerb zu anderen Tourismusdestinationen. Auch die Nachbarn entwickeln sich stetig weiter“, forderte Wirtschaftsminister Glawe. Kräftige Zuwächse verzeichnen die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (+8,7 Prozent), die Mecklenburgische Ostseeküste (+5,6 Prozent), die Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte (+4,8 Prozent) sowie die Region Westmecklenburg (+3,9). Das Reisegebiet Vorpommern legt bei den Übernachtungen um +3,7 Prozent zu. Zuwächse gibt es auch auf der Insel Usedom (+1,2 Prozent) sowie auf den Inseln Rügen/Hiddensee (+1,1) Prozent.

Die Campingplätze erzielten nach Angaben des Statistischen Amtes mit über fünf Millionen Übernachtungen ein Plus von 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei den Ankünften legten die Campingplätze um 13,5 Prozent zu: 2018 wurden rund 1,1 Millionen Camper gezählt. „Camping ist ein Zugpferd der Branche. Wir wachsen auch im Campingbereich kräftig weiter. Hier geht der Ausbau der modernen Infrastruktur mit der Erhaltung der natürlichen Gegebenheiten vor Ort im Einklang einher. An vielen Plätzen im Land sind in den vergangenen Jahren hochmoderne Campingplätze in der Natur entstanden. Die Branche hat sich wettbewerbsfähig aufgestellt. Viele Campingplätze sind modern eingerichtet. Das zeigt auch, dass wir inzwischen mit wetterunabhängigen Angeboten stärker punkten können als noch vor wenigen Jahren“, so Glawe.

Immer mehr ausländische Gäste entdecken Mecklenburg-Vorpommern. 2018 wurden rund 405.000 Gäste (+6,0 Prozent) gezählt, rund 1,07 Millionen Übernachtungen (+7,0 Prozent) wurden gebucht. Mecklenburg-Vorpommern war im vergangenen Jahr das erste deutsche Bundesland auf der Internationalen Reisemesse ITB Berlin. „Das internationale Vermarkten macht sich bemerkbar. Immer mehr internationale Gäste entscheiden sich für ihren Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Insbesondere im Ostseeraum, in Süddeutschland und in den Alpenländern macht sich das Werben für Mecklenburg-Vorpommern bemerkbar. Bei den ausländischen Gästen haben wir trotz des Erfolges noch Potential und können weiter zulegen. Die ITB Berlin ist eine hervorragende Plattform hierfür“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Mit rund 176.000 Übernachtungen (+23,5 Prozent) erzielten die niederländischen Gäste die meisten Übernachtungen, gefolgt von den Schweizern mit rund 159.000 Übernachtungen (+0,9 Prozent), den Schweden mit rund 130.000 Übernachtungen (-7,9 Prozent) sowie den Dänen mit 124.000 Übernachtungen (-6,8 Prozent) und Österreich mit 85.000 Übernachtungen (+9,4 Prozent).

Überprüfungen des Berichtskreises und der Erhebungsmerkmale führen ab August 2018 zu Veränderungen gegenüber entsprechenden Angaben in Vorjahreszeiträumen. Dadurch sind Vergleiche auf allen regionalen Ebenen (Land, Kreise, Reisegebiete und insbesondere Gemeinden) ab August 2018 nur bedingt möglich.