Ausbau von Radwegen

Dahlemann: Radwege sind Erholung, Sicherheit und Daseinsvorsorge

Ferdinandshof – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann übergibt heute einen Zuwendungsbescheid für den Neubau eines Radweges zwischen den Ferdinandshofer Ortsteilen Louisenhof und Sprengersfelde an Bürgermeister Gerd Hamm.

„Dieser neue Radweg wird dafür sorgen, dass die Einwohner der Ortsteile sicherer und schneller Ferdinandshof erreichen. Vor allem für die Kinder, die mit dem Rad zur Schule fahren, wird der neue Radweg eine tolle Erleichterung sein. Zudem erfolgt mit dem Bau der Anschluss an den überregionalen Fernradweg “Mecklenburger Seenradweg“. Darüber freue ich mich sehr“, sagte der Staatsekretär im Vorfeld.

Der Neubau des Weges wird aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) gefördert. Die Zuwendung beträgt insgesamt rund 210.000 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde Ferdinandshof als Baulastträger beträgt etwa 28.700 Euro. Durch die Genehmigung des vorzeitigen Maßnahme Beginns kann die Gemeinde die Errichtung des ca. 800 Meter langen Weges zügig in Auftrag geben.

„Ich bin sehr froh darüber, dass dieser Radwegebau schnell umgesetzt werden kann und wir wieder einen Schritt zur Verbesserung der kommunalen Infrastruktur in Vorpommern gemacht haben. Das ist echte Daseinsvorsorge. Gleichzeitig stärken wir damit auch die touristische Erschließung entlang des Fernradwegenetzes in der Region. Die Mittel aus dem EU-Fonds sind hier sehr gut eingesetzt. Der straßenbegleitende Radweg an der B109 wird jetzt noch wichtiger. Daran und auch am Lückenschluß zwischen Rieth und Neuwarp arbeiten wir sehr intensiv“, betonte Dahlemann.

Dritter Test für Notstromversorgung

Technisches Hilfswerk und WEMAG üben Ernstfall in Neu Brenz

Neu Brenz/Schwerin – Die Elektrofachleute des Technischen Hilfswerks (THW) aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin sowie die Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe haben am Sonnabend, den 14. September 2019 in Neu Brenz bei Neustadt-Glewe ihre dritte gemeinsame Übung erfolgreich absolviert. Damit konnte der 2017 in Dolgen und 2018 in Moraas durchgeführte Erfahrungsaustausch der Fachleute fortgesetzt und die Zusammenarbeit weiter gefestigt werden.

„Ich finde es sehr gut, dass das THW auch in unserer Region eine Übung durchgeführt hat. So kennen wir im Einsatzfall, zum Beispiel nach einem schweren Sturm, die Ansprechpartner und die technischen Möglichkeiten des THW. Das stärkt das Vertrauen zwischen den THW-Fachleuten und unseren Monteuren“, sagte der Leiter der Netzdienststelle Neustadt-Glewe Maik Reimann.

An der Übung haben 6 Elektrofachleute des THW aus Rostock und 4 aus Schwerin sowie 6 Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe teilgenommen. Das THW war mit zwei großen Netzersatzanlagen mit einer Leistung von jeweils 175 Kilovoltampere angerückt. Zusätzlich kam ein mobiler Kabelverteilerschrank zum Einsatz, der als Verbindungsstück zwischen der auf Zivil- und Katastrophenschutz ausgelegten Technik des THW und den Anforderungen von Netzbetreibern beziehungsweise Energieversorgern wie der WEMAG betrachtet werden kann.

„Geübt wurde die Stromeinspeisung in den Niederspannungsausgang des Ortsnetztransformators. Dieses Szenario tritt beispielsweise dann ein, wenn ein Notstrombetrieb für Ortschaften oder Anlagen der kritischen Infrastruktur nach Sturmschäden nötig wird“, erläuterte Alexander Schröder vom THW-Ortsverband Rostock.

Die Elektrofachleute des Technischen Hilfswerks aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin sowie die Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe haben in Neu Brenz erfolgreich eine gemeinsame Übung absolviert. Foto @ THW/Michael Hoerenz

Die Elektrofachleute des Technischen Hilfswerks aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin sowie die Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Neustadt-Glewe haben in Neu Brenz erfolgreich eine gemeinsame Übung absolviert. Foto @ THW/Michael Hoerenz

Während dieser Übung haben die THW-Fachleute gemeinsam mit den Monteuren der WEMAG die Netzersatzanlage an den Ortsnetztransformator angeschlossen. Nachdem sich die Netzersatzanlage der Frequenz des Versorgungsnetzes, die 50 Hertz beträgt, angeglichen hatte, konnte der Transformator ausgeschaltet werden. Ab diesem Moment wurde Neu Brenz ausschließlich durch die Notstromaggregate des THW versorgt. „Die großen Herausforderungen bildeten hierbei das Synchronisieren und die Rücksynchronisation auf die Frequenz des Stromnetzes. Beide technische Abläufe haben reibungslos funktioniert und blieben unbemerkt für die Anwohnerinnen und Anwohner der Gemeinde“, berichtete Alexander Schröder und verwies darauf, dass für diese Tätigkeiten neben der Ausrüstung eine fundierte Ausbildung große fachliche Routine erforderlich ist.

Die seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der WEMAG Netz GmbH und dem THW begann kurz nach dem Elbehochwasser 2013. Ein Jahr später wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das Energieunternehmen unterstützte das THW bei der Anschaffung des mobilen Kabelverteilerschrankes und anderer wichtiger Ausrüstung „Dadurch konnten die Einsatzmöglichkeiten der Fachgruppe Elektroversorgung enorm gesteigert werden“, ergänzte Alexander Schröder vom THW.

Schweriner UNICEF-Lauf eröffnet

Schwerin – Einmal im Jahr laufen viele Schwerinerinnen und Schweriner für einen guten Zweck um ihren Pfaffenteich. Für jede gelaufene Runde erfolgt eine Spende an die Hilfsorganisation UNICEF.

„Ich habe auch in diesem Jahr sehr gern die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen. Denn ich finde, dass UNICEF eine ganz wichtige Arbeit leistet. Die Organisation setzt sich weltweit für die Bekämpfung von Kinderarmut und für Kinderrechte ein“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig beim Start der Aktion.

„Das Ziel für heute ist klar. Es sollen heute so viele Runden gelaufen werden wie möglich, damit eine möglichst hohe Spendensumme zusammenkommt. Letztes Jahr haben alle Läuferinnen und Läufer zusammengerechnet fast 3.000 km absolviert. Ich hoffe sehr, dass das in diesem Jahr noch getoppt werden kann“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. „Vielen Dank an die die Schülerinnen und Schüler des Fridericianums und an die Schweriner UNICEF-Gruppe, die diesen Lauf auch in diesem Jahr hervorragend vorbereitet haben.“

Die Erlöse des Laufs gehen 2019 an das Projekt „UNICEF macht Mädchen stark“ in Gambia.

Neues Löschfahrzeug für Strasburg

Strasburg – Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Strasburg (Uckermark) haben heute ihr neues Löschfahrzeug offiziell in Empfang genommen. Das alte Fahrzeug aus DDR-Zeiten darf endlich in den Ruhestand. Land, Landkreis und Stadt hatten zu je einem Drittel die Anschaffungskosten übernommen. In seinem Grußwort brachte Innenminister Lorenz Caffier in Strasburg seinen großen Respekt für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrleute zum Ausdruck und machte deutlich, wie wichtig eine gute Ausrüstung für die Feuerwehr ist.

„So wie ein Arzt seine medizinischen Instrumente braucht, kann die Feuerwehr ohne eine gute Ausrüstung nicht helfen“, so Caffier. Er bedankte sich ausdrücklich für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr. „Jenen Frauen und Männern, die sich für die Bürgerinnen und Bürger tagtäglich einsetzen, die für unsere Sicherheit sorgen, die uns immer hilfsbereit zur Seite stehen und die die Gemeinschaft vor Ort in den Gemeinden zusammenhalten, zolle ich großen Respekt. Ich wünsche ihnen, dass sie immer gesund von ihren Einsätzen zurückkehren.“

Das Innenministerium hatte die Ersatzbeschaffung eines Tanklöschfahrzeuges mit 3000 Liter Wassertank (kurz TLF 3000) für die Freiwillige Feuerwehr Strasburg mit rund 112.000 Euro Sonderbedarfszuweisung unterstützt. Die Freiwillige Feuerwehr Strasburg (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist als Schwerpunktfeuerwehr eingestuft und nimmt Aufgaben im Gemeindegebiet, aber auch darüber hinaus wahr. Besondere Einsatzschwerpunkte sind u.a. die BAB 20, die Bundesstraße B 104 mit der Freigabe für Gefahrguttransporte, mehrere Landes- und Kreisstraßen, die Bahnlinie Stettin-Lübeck sowie diverse öffentliche Einrichtungen, große Waldflächen und zwei Biogasanlagen.

Planung B 96 Neustrelitz-Neubrandenburg

Neustrelitz – Der Ausbau der Bundesstraße 96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg geht in die nächste Phase. „Nachdem das Bundesverkehrsministerium Anfang des Monats der Linienführung für die Ortsumgehungen Weisdin und Usadel zugestimmt hat, konnte unser Haus nun die Vorzugsvarianten für die beiden Ortsumgehungen bestätigen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel und fügt hinzu: „Damit ist der Planungsauftrag der Deges abgearbeitet. Die Planungshoheit geht nun an die Projektgruppe Großprojekte in unserer Landesstraßenbauverwaltung über. Diese übernimmt die weitere Planung für die beiden Ortsumgehungen sowie die dazwischen liegenden Ausbauabschnitte der B 96.“

Die Orte Weisdin und Usadel, die von der B 96 gequert werden, sollen durch Ortsumgehungen entlastet werden (den geplanten Verlauf der beiden Ortsumgehungen entnehmen Sie bitte den beigefügten Zeichnungen). Zudem sollen die übrigen Abschnitte der ca. 21 Kilometer langen Strecke zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg dreistreifig ausgebaut werden. Dies ist erforderlich, da die vorhandene Straße nicht den aktuellen Anforderungen an Straßenbreite und Trassierung entspricht. Deshalb gibt es kaum Überholmöglichkeiten und eine steigende Zahl von Unfällen, auch aufgrund zunehmender Verkehrsmengen. Um eine Reisegeschwindigkeit zu erreichen, die der Bedeutung dieser wichtigen Nord-Süd-Trasse entspricht, sollen zudem nachgeordnete Straßen nur an wenigen Knotenpunkten an die Bundesstraße angebunden werden.

„Sobald die Deges der Projektgruppe die Akten übergeben hat, wird diese die weiteren Planungsphasen ausschreiben“, kündigt Christian Pegel an. Aufgrund des Umfangs wird dafür ein EU-weites Vergabeverfahren erforderlich. Nach der Vergabe wird das beauftragte Ingenieurbüro die Entwurfsplanung erstellen, auf deren Grundlage das Bundesverkehrsministerium die Maßnahme haushaltsrechtlich anerkennen kann. Anschließend führt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr als zuständige Behörde das Planfeststellungsverfahren durch, das erforderlich ist, um Baurecht zu erlangen. Nach dessen Abschluss werden voraussichtliche Baukosten und Bauzeit seriös kalkulierbar sein.

Christian Pegel weist in diesem Zusammenhang auf eine öffentliche Veranstaltung der Projektgruppe am 26. September 2019 von 17 bis 21 Uhr in der Grundschule Groß Nemerow hin: „Dort können die Teilnehmer im Rahmen einer freiwilligen Bürgerbeteiligung Anregungen zur bisherigen Deges-Planung geben. Die Projektgruppe wird diese im weiteren Planungsprozess prüfen und – wenn umsetzbar – berücksichtigen.“

Lebensmittelwertschätzung

Mühlengeez – Beim Podiumsgespräch „Lebensmittelwertschätzung“ zum Auftakt der Mecklenburgischen Landwirtschafts­ausstellung 2019 kritisierte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus heute die Erwartung der Wohlstandsgesellschaft, dass Lebensmittel zu jeder Tageszeit in breiter Vielfalt möglichst billig zur Verfügung stehen und gleichwohl den steigenden Anforderungen an Umweltschutz, fairen Handel und Tierwohl entsprechen.

„Viele Menschen haben den Bezug zum Ursprung unserer Lebensmittel und damit auch zu deren Wert verloren“, so der Minister. Ursachen sehe er im äußerst geringen Preisniveau und in der Tatsache, dass Europa seit Jahrzehnten keine Lebensmittelknappheit mehr erlebt hat. „Alles ist in Hülle und Fülle vorhanden“, sagte Backhaus. Der Überfluss sei zur Selbstverständ­lichkeit geworden.

Der Minister betonte, dass statistisch jeder Deutsche pro Jahr rund 55 Kilogramm Lebensmittel wegwerfe. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette seien es bundesweit pro Jahr rund elf Millionen Tonnen. Das mache rund ein Drittel der gesamten Nahrungsmittel­produktion aus. „Beim Transport, für die Weiterver­arbeitung, Verpackung und Zubereitung von Nahrung werden tonnenweise Treibhausgase freigesetzt – völlig umsonst, wenn die Lebensmittel nie gegessen werden“, monierte der Minister. Auch würden auf diese Weise Ressourcen wie Ackerboden und Wasser verschwen­det.

Diese Entwicklung sei auch der Überproduktion in der Landwirtschaft geschuldet, ergänzte Backhaus. So habe sich beispielsweise der weltweite Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch in den letzten 100 Jahren verdoppelt und lag 2018 bei fast 44 Kilogramm. In Deutschland liege der Fleischkonsum mit 60 Kilogramm pro Kopf/Jahr sogar noch deutlich über dem Weltdurchschnitt. Die weltweite Fleischproduktion habe sich parallel dazu fast vervierfacht und liege derzeit bei etwa 330 Millionen Tonnen.

Durch den verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln könne jeder Einzelne einen wichtigen Beitrag für den nachhaltigen Ressourceneinsatz sowohl im privaten als auch im unternehmerischen Bereich und damit für den Klimaschutz leisten, ist sich Minister Backhaus sicher.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern setze deshalb auf Aufklärungskampagnen und Informationsplattformen. „Nur was ich kenne, kann ich schätzen“, begründete Backhaus diese Herangehensweise. Besonders wichtig sei es, schon in Schulen mit der Aufklärung zu beginnen. So würde im Rahmen des EU-Schulpro­gramms mit Unterstützung des Bauern- und des Landfrauenverbandes entsprechende Bildungsarbeit an Grund- und Förderschulen geleistet. Kooperationen bestehen auch mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung sowie der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Auf der MeLa bieten diese Institutionen entsprechende Informationen und Beratungen an.

Abschließend kündigte Backhaus an, dass es am 21. Oktober 2019 an seinem Dienstsitz in Schwerin einen Runden Tisch „Wertschätzung von Lebens­mitteln“ geben wird. Mit dabei sind Vertreter aus Produktion, Verarbeitung, Handel, Gastronomie, Politik, Forschung sowie Konsumenten.

Auszeichnung für „Grünes Gewerbegebiet“

Hagenow – Landesenergieminister Christian Pegel verlieh heute dem Hagenower Gewerbegebiet „Steegener Chaussee“ die „Zusatzqualifikation Mobilität“. Damit wird der Unternehmensverbund, der bereits das Gütesiegel „Grünes Gewerbegebiet“ trägt, für seine weiterführenden Aktivitäten im Bereich der Mobilität ausgezeichnet.

„Die Hagenower betreiben zwei Biomasseheizkraftwerke, nutzen energieeffiziente Maschinen und Beleuchtung und setzen Energiemanagementsysteme ein. Damit sind sie Vorbild in Sachen regenerative Energieproduktion und Energieeffizienz“, lobte Christian Pegel.

„Darüber hinaus haben sie nun in ihrem Gewerbegebiet ein Car-Sharing-Unternehmen angesiedelt, das beim Laden seiner Fahrzeuge auf Solarstrom setzt. Eine öffentliche Bushaltestelle wird um einen Umsteigepunkt für E-Mobilität erweitert, so dass Fahrgäste dort in ein elektrisch betriebenes Car-Sharing-Auto wechseln können. Zudem etablieren sie jetzt ein Rufbussystem, das es den Arbeitnehmern ermöglicht, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Gewerbegebiet zu gelangen“, erläuterte der Minister bei der Auszeichnung im Rahmen des heutigen Netzwerktreffens zum „Landesdialog Grüne Gewerbegebiete“ in Hagenow.

Zu diesem Treffen kamen knapp 100 Vertreter von Unternehmen, Kommunen und Institutionen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern, um – gleich am bereits praktizierten Beispiel vor Ort – zu erfahren, wie regenerative Energieversorgung, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und alternative Mobilität im Gewerbegebiet umgesetzt werden können. Bei Workshops konnten sie sich zudem über aktuelle Förderungen und neue Trends etwa bei Mobilität und Vernetzung informieren.

Am Nachmittag trafen sich die an der Steegener Chaussee ansässigen Unternehmer, um eine Potenzialstudie auszuwerten, die das Energieministerium für sie im Zusammenhang mit der Auszeichnung als „Grünes Gewerbegebiet“ beauftragt hatte. Diese Studie soll sie noch weiter voranbringen auf ihrem Weg zu einem klimaneutralen und nachhaltigen Gewerbegebiet.

„Smart tau Hus“

Wettbewerb für Modellprojekt digitaler Dörfer startet

Schwerin – Auch Dörfer und kleine Städte auf dem Land können von einer Digitalisierung des öffentlichen Lebens profitieren. Das wollen das Landwirtschaftsministerium und der Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern mit Hilfe des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering (IESE) an Hand einer Modellregion beweisen. Diese soll über einen Wettbewerb ermittelt werden.

Die Gemeinden dieser Region oder dieses Amtes arbeiten dann mit Experten des IESE an digitalen Anwendungen, die das Leben in den ländlichen Räumen erleichtern. Es geht darum, sich selbst auf den Weg in die Digitalisierung zu machen und eigene Ideen umzusetzen. Das Modell­vorhaben „Digitales Landleben Mecklenburg-Vorpommern – Smart tau Hus“ wird mit bis zu 100.000 Euro bis Ende 2021 unterstützt.

Startschuss für den Wettbewerb ist eine Auftaktkonferenz am 24. September 2019, zu der Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus interessierte Gemeinden ab 14 Uhr ins Bürgerhaus nach Güstrow einlädt.

Auf der Konferenz werden die Modalitäten des Landes­wettbewerbs erläutert. Auch werden zwei Modellvorhaben aus anderen Bundesländern vorgestellt. Zugleich können Gemeinden erste Ideen mit den Projektverantwortlichen besprechen und sich beraten lassen.

Über https://www.digitale-doerfer.de/anmeldung-auftaktveranstaltung sollten sich interessierte Gemeinden bis zum 18. September 2019 anmelden.

Radweg zwischen Volzrade und Jessenitz wird freigegeben

Jessenitz – Am Mittwoch, 11. September 2019, gibt Landesverkehrsminister Christian Pegel mit dem Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg, und dem Leiter des Straßenbauamtes Schwerin, Stefan Anker, den Radweg an der Landesstraße L 06 zwischen dem Ortsausgang Volzrade und dem Ortseingang Jessenitz für den Verkehr frei.

Der etwa 1,1 Kilometer lange Asphaltradweg stellt einen Teil des Lückenschlusses zwischen Vielank und Lübtheen an der L 06 dar. Täglich verkehren auf dieser Strecke mehr als 1.500 Kraftfahrzeuge. Radfahrerinnen und Radfahrer können künftig zwischen Jessenitz und Volzrade sicherer unterwegs sein.

Der Radweg verläuft parallel westlich zur Landesstraße und hat eine Breite von 2,50 Metern. Die Kosten in Höhe von rund 230.000 Euro werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung des Lückenschlussprogramms für den Radwegebau an Landesstraßen finanziert.

Sanierung des Dorfhauses in Wietstock

Altwigshagen – Die Gemeinde Altwigshagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) und der gemeinnützige Verein Dorfhaus Wietstock e. V. setzen sich für gleichwertige Lebensverhältnisse, Chancengerechtigkeit sowie die wirtschaftliche, touristische und gesellschaftliche Entwicklung in der Region ein.

Das Dorfhaus Wietstock ist Zentrum des Dorflebens und ein Ort, in dem die Dorfbevölkerung zusammentrifft und Kultur- und Bildungsangebote wahrnehmen kann.

Das Gebäude soll im Erdgeschoss vollständig instandgesetzt und umfangreich saniert werden. Ferner werden eine Kläranlage errichtet und die Außenanlagen neu gestaltet. Die Gesamtkosten dafür betragen rund 200.000 EUR. Zur Finanzierung hatte die Gemeinde Fördermittel beantragt. Hauptzuwendungsgeber ist das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt über die Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung mit einer Zuwendung i. H. v. 150.000 EUR.

Eine weitere Förderung i. H. v. 12.500 EUR erhielt die Gemeinde aus dem Vorpommern-Fonds. Da die Gemeinde den verbleibenden Eigenanteil nicht tragen kann, hat sie beim Innenministerium einen Antrag auf Kofinanzierungshilfe gestellt, dem zugestimmt wurde.

Nunmehr hat Innenminister Lorenz Caffier der Bürgermeisterin der Gemeinde Altwigshagen einen Bewilligungsbescheid über 25.000 EUR Kofinanzierungshilfe übersandt. „Es ist wichtig, dass der Zusammenhalt der dörflichen Gemeinschaften gestärkt und durch Finanzhilfen unterstützt wird. Mit der Sanierung wird das Dorfhaus für die Dorfbevölkerung und darüber hinaus noch attraktiver“, so Caffier.

Der Eigenanteil für die Gemeinde Altwigshagen beträgt nach den Förderungen noch rund 12.500 EUR.

Sanierung der A 20 bei Wismar

Wismar – Zwischen Wismar-Mitte und Zurow wird zurzeit in vier Bauabschnitten einer der ältesten und meistbefahrenen Abschnitte der Autobahn 20 saniert. Im Rahmen der Erneuerung wird ab Ende September die Fahrbahn in Richtung Lübeck zwischen dem Autobahnkreuz Wismar und der Anschlussstelle Wismar Mitte saniert.

Am Freitag, den 13. September 2019 wird voraussichtlich am Nachmittag das Kreuz Wismar wieder freigegeben und ist somit in alle Richtungen befahrbar.

Ab Montag, 16. September 2019, wird die vorhandene Baustellensicherung auf der Richtungsfahrbahn Rostock umgebaut. Der Umbau wird ca. zwei Wochen in Anspruch nehmen. Dabei kommt es tagsüber zu Einschränkungen, da der Verkehr in Richtung Rostock zum Teil einspurig an den Arbeiten vorbeigeführt werden muss.

Ab 26. September 2019 wird die Fahrbahn in Richtung Lübeck gesperrt. Der Verkehr wird dann auf jeweils zwei verengten Spuren auf der Fahrbahn in Richtung Rostock an der Baustelle vorbeigeleitet. Abgeschlossen werden sollen die Arbeiten voraussichtlich im Dezember 2019.

Die Sanierung der Fahrbahn ist dringend erforderlich. Bei Asphaltuntersuchungen wurden starke Schäden festgestellt, die Bitumenschichten weisen Risse auf. Dieser Abschnitt der A 20, im Jahr 1997 fertiggestellt, ist einer der höchstbelasteten Straßenabschnitte in M-V mit täglich 35.000 bis 40.000 Fahrzeugen.

Die Autofahrer werden um Verständnis für die dringend erforderlichen Bauarbeiten und die damit einhergehenden Verkehrseinschränkungen gebeten.

Vertiefung des Seekanals Rostock

Rostock – Das Vorhaben zur Vertiefung des Rostocker Seekanals geht in die nächste Runde: Vom 23. September bis 22. Oktober 2019 werden die Planfeststellungsunterlagen öffentlich ausgelegt.

Infrastrukturminister Pegel zeigt sich über das Voranschreiten des Verfahrens erfreut: „Wir haben sehr lange für die Vertiefung der seewärtigen Zufahrt zum Seehafen Rostock geworben und für die Aufnahme der Maßnahme in den Bundesverkehrswegeplan gekämpft. Diese war zwingende Voraussetzung, damit überhaupt mit der Planung der Seekanalvertiefung begonnen werden konnte.“

Der etwa 15 Kilometer lange Seekanal, der die Ostsee mit dem Hafen Rostock verbindet, soll auf 16,5 Meter Tiefe ausgebaggert werden. Schiffe mit einem Tiefgang von 15 Metern sollen ihn dann sicher befahren und den Hafen Rostock anlaufen können. „Angesichts zunehmender Schiffsgrößen, die mit mehr Tiefgang einhergehen, wird die Leistungsfähigkeit des Hafens Rostock mit der Seekanalvertiefung auf 16,5 Meter noch weiter verbessert. Das stärkt auch den Logistikstandort Mecklenburg-Vorpommern insgesamt“, so Minister Pegel.

Die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS), Außenstelle Kiel als Planfeststellungsbehörde legt die Unterlagen vom 23. September bis 22. Oktober 2019 während der Dienststunden

in der Hansestadt Rostock (Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft),
im Amt Bad Doberan Land für die Gemeinden Börgerende-Rethwisch,
Nienhagen, Kühlungsborn und Wittenbeck,
im Amt Rostocker Heide für die Gemeinden Bentwisch, Gelbensande, Mönchhagen und Rövershagen,
im Amt Warnow-West für die Gemeinden Elmenhorst/Lichtenhagen, Kritzmow und Lambrechtshagen,
in der Gemeinde Bad Doberan,
in der Gemeinde Ostseeheilbad Graal-Müritz und
in der Stadt Ostseebad Kühlungsborn

sowie ab dem 23. September 2019 im Internet unter https://www.gdws.wsv.bund.de/SharedDocs/Planfeststellungsverfahren/DE/100_AusbauSeekanalRostock.html

aus. Nach Ende der Auslegungsfrist sichten die Mitarbeiter der GDWS in Kiel die eingegangenen Stellungnahmen und wägen sie ab.

Die Kosten für die Vertiefung sind mit ca. 110 Millionen Euro veranschlagt, die der Bund trägt.

„Die Seekanalvertiefung ist eine wichtige Investition in die Zukunft des Rostocker Überseehafens“, sagt Christian Pegel. Er verweist darauf, dass die Landesregierung den bedarfsgerechten Ausbau der Hafeninfrastruktur seit vielen Jahren mit Fördermitteln unterstützt, um die Weiterentwicklung der Seehäfen im Land zu leistungsfähigen Logistikdrehscheiben und modernen Gewerbestandorten zu begleiten.

„Auch für Mecklenburg-Vorpommerns zweitgrößten Hafen, den der Hansestadt Wismar, forcierte der Bund die Aufnahme der Vertiefung der seewärtigen Zufahrt in den Bundesverkehrswegeplan 2030. Hierfür sind wir dankbar und unterstützen dies nach Kräften“, so der Landesinfrastrukturminister.

Netzwerk „Neuland gewinnen“ e.V.

Geue eröffnet ersten Regionalknoten des Netzwerkes „Neuland gewinnen“ e.V.

Stolpe – Der erste Regionalknoten des Netzwerkes „Neuland gewinnen“ e.V. wurde heute im Beisein des Chefs der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern Dr. Heiko Geue in Stolpe an der Peene eröffnet.

Der 2017 gegründete Verein ist ein Zusammenschluss von Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Lebens. Sie wollen Bewohner des ländlichen Raums dabei unterstützen, ihr Dorf gemeinsam zu gestalten. Der Regionalknoten ist der Ort, an dem Ansprechpartner darüber informieren, welche Netzwerke es bereits gibt und wie Verbindungen zu Gleichgesinnten hergestellt werden können.

„Neuland zu gewinnen – dahinter steckt das Ziel, Menschen zu unterstützen, die gute Ideen für ihre Region haben, vorangehen und andere mitreißen. Hier geht es darum, Anreize für Bewohnerinnen und Bewohner zu schaffen, die das Leben auf dem Land attraktiver machen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Aus diesem Grund habe ich auch sehr gern die Schirmherrschaft über dieses Projekt übernommen“, sagte Geue in seinem Grußwort.

„Als Landesregierung ist es uns wichtig, kulturelle Initiativen, Kleinkunstprojekte, bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt zu stärken und zu fördern. Dafür haben wir Mittel aus dem Strategiefonds der Landesregierung bereitgestellt. Auch die Ehrenamtsstiftung ist in diesem Bereich stark engagiert“, so der Staatssekretär.

Das Netzwerk „Neuland gewinnen“ ist aus einem Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung entstanden. Seit dem Jahr 2012 erhalten von einer Jury ausgewählte Personen eine Förderung zur Umsetzung ihrer Neulandgewinner-Idee. Ziel ist die Stärkung der Zivilgesellschaft insbesondere im ländlichen Raum in Ostdeutschland.

Neue Sporthalle für Grundschule Andershof

Stralsund – Für den Ersatzneubau einer Einfeldsporthalle im Stadtgebiet Andershof auf dem Schulgelände der Grundschule erhält die Hansestadt Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen) Finanzhilfen aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm im Bereich Städtebau in Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro. Die Gesamtkosten betragen rund 2,8 Millionen Euro.

Die Hansestadt beabsichtigt im Stadtgebiet Andershof die nicht mehr sanierungswürdige Sporthalle abzubrechen. An gleicher Stelle soll eine neue Halle errichtet werden, die aus zwei Baukörpern besteht: dem Hallengebäude mit einem Spielfeld von 15 mal 27 Metern und einem Flachanbau mit Funktionsräumen wie Umkleiden und Sanitäranlagen. Genutzt werden soll die barrierefreie Halle für den Vereins- und Breitensport.

Geplant ist eine Bauzeit von Oktober 2019 bis Ende 2020.

Friedliche Revolution 1989 in M-V

Plakatausstellung zeigt Entwürfe für Denkmal

Schwerin – Die Friedliche Revolution vor 30 Jahren war auch in unserem Land ein Aufbruch in Demokratie und Freiheit. Um an dieses Ereignis zu erinnern und es stärker im kollektiven Gedächtnis zu verankern, hat der Landtag Mecklenburg-Vorpommern ein Konzept zum Gedenken an die Friedliche Revolution verabschiedet. Das Konzept sieht unter anderem die Errichtung eines Erinnerungszeichens am zentralen Gedenkort in Waren (Müritz) vor.

Die Landeszentrale für politische Bildung hat deshalb gemeinsam mit der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur einen künstlerischen Wettbewerb ausgelobt. Zehn Künstlerinnen und Künstler beteiligten sich, eine Jury kürt Ende September den Sieger. Dieser wird am 16. Oktober im Rahmen der Festveranstaltung zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution verkündet.

Ab sofort können die Bürgerinnen und Bürger die Wettbewerbsbeiträge als Plakatausstellung an 17 Orten im Land ansehen und unter wettbewerb1989@lpb.mv-regierung.de ihre Meinung dazu äußern.

Bildungsministerin Bettina Martin: „Die Auseinandersetzung mit der Friedlichen Revolution vor 30 Jahren ist eine Chance, sich mit dem demokratischen Aufbruch 1989 und mit dem Zustand der Demokratie von heute auseinanderzusetzen. Die Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe für ein Denkmal bietet dazu einen guten Anlass. Ich freue mich auf viele Besucherinnen und Besucher an den verschiedenen Orten und bin gespannt auf die Rückmeldungen.“

Die Plakatausstellung kann an folgenden Orten besichtigt werden:

Anklam (Rathaus)
Bergen (Stadtmuseum)
Demmin (Rathaus)
Dummerstorf (Mehrgenerationenhaus)
Gnoien (cultura mobile e.V.)
Greifswald (St. Spiritus)
Grevesmühlen (Rathaus)
Güstrow (Rathaus)
Ludwigslust (Rathaus)
Neustrelitz (Kulturquartier)
Pasewalk (Nikolaikirche)
Rostock (Petrikirche)
Schwerin (Rathaus)
Stralsund (Amt für Planungen und Bau)
Ueckermünde (Rathaus)
Waren, Müritz (Rathaus)
Wismar (Volkshochschule)