Holldorf: Zuschuss für neue LED-Straßenbeleuchtung

Holldorf – Die Gemeinde Holldorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 54.291,37 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung in den Ortsteilen Holldorf, Rowa und Ballwitz. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die 128 vorhandenen Leuchten werden durch hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt. Außerdem werden neun Maste gegen Stahlmaste getauscht.

Dank dieser Maßnahme können pro Jahr 37.700 Kilowattstunden Strom und rund 22 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Bundesweiter Vorlesetag

Backhaus als „Waldbotschafter“ in Vellahn

Vellahn – Können Bäume sprechen? Wovor haben Bäume Angst? Wie hält sich ein Baum fest? Was machen Bäume nachts? – Diese und weitere Fragen stellt und beantwortet das Buch „Hörst Du, wie die Bäume sprechen?“, aus dem der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus am Freitag, dem 16. November 2018, ab 8.45 Uhr, für Kindern der 1. bis 4. Klasse der Dr.-Friedrich-Chrysander-Schule Vellahn liest.

Anlass gibt der 15. bundesweite Vorlesetag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Natur und Umwelt“ steht.

„Als Umweltminister freue ich mich ganz besonders über das diesjährige Motto und bin gerne bei der Aktion dabei. Bücher können uns auf wunderbare Reisen mitnehmen. Lesen beflügelt die Phantasie und erweitert den Horizont. Zudem ist Vorlesen ein verbindendes Gemeinschaftserlebnis. Wenn ich als Forstminister, den Kinder dabei auch noch Lust auf den Wald und Abenteuer in der Natur machen kann, dann ist das eine gute Sache“, betonte der Minister.

Grabower Grundschule bekommt 2.150 Euro für neuen Schulgarten

Grabow – Am Freitag, dem 16. November 2018, um 11.30 Uhr, übergibt der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 2.150 Euro an die Grabower Grundschule „Eldekinder“ für die Gestaltung eines Schulgartens. Mit dem Geld sollen ein Teich und eine Kräuterspirale angelegt werden, sowie neue Gießkannen und Spaten angeschafft werden.

„Jeder Cent, den wir hier investieren, ist eine nachhaltige Investition in die Zukunft unserer Kinder. Denn im Schulgartenunterricht geht es längst nicht nur ums Gärtnern. Natur- und Umweltbildung, gesunde Ernährung, Wertschätzung für Lebensmittel, aber auch körperliche Betätigung und handwerkliche Arbeit – für all diese Themen ist der Schulgarten ein hervorragender Lernort“, betont Backhaus im Vorfeld der Förderbescheidübergabe.

Bereits 2016 hatte der Minister einen Schulgartenwettbewerb ausgelobt und war begeistert von dem Ansturm der insgesamt 150 Schulen und Kitas: „Im Ergebnis haben wir eine Förderrichtlinie aufgelegt, die es uns ermöglicht, bis 2021 weitere Schulen zu unterstürzen. Dafür stehen insgesamt 400.000 Euro zur Verfügung“, erläutert er.

Die Schule beteiligt sich zudem an der „GemüseAckerdemie“, einem mehrfach ausgezeichneten, bundesweitem Bildungsprogramm in Trägerschaft des Potsdamer Vereins „Ackerdemia“. Dem Verein geht es darum, dass möglichst jede Schule einen Lernort in der Natur hat, an dem Kinder und Jugendliche erleben, lernen und erfahren, wo Lebensmittel herkommen und wie diese angebaut werden.

„Das ist ungemein wichtig, denn in der heutigen Zeit haben nur noch wenige Kinder und Jugendliche einen wirklichen Bezug zur Natur und zur Landwirtschaft“, weiß der Minister.

Im Rahmen der Förderung des ländlichen Raums das Backhaus-Ressort seit 2007 allein im Landkreis Ludwigslust-Parchim fast 12.000 Fördervorhaben mit rund 276 Millionen Euro unterstützt. Darunter sind unter anderem 542 Förderprojekte an Schulen, Kitas und Dorfgemeinschaftshäuser, die mit knapp 89 Millionen Euro gefördert wurden.

Davon haben auch die Stadt und das Amt Grabow profitiert. Hier wurden 23 Fördervorhaben (ILERL und LEADER) mit insgesamt rund 4,2 Millionen Euro unterstützt. Damit konnten Investitionen in Höhe von rund 8,7 Millionen Euro realisiert werden.

„Investitionen wie diese und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Ort stärken den gemeinschaftlichen Zusammenhalt und bilden damit das Fundament für die Zukunft des ländlichen Raumes“, so Backhaus abschließend.

Pasewalker Straße in Friedland erhält neue Straßenbeleuchtung

Friedland – Die Stadt Friedland (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 21.899,04 Euro (Fördersatz 60 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 14 Leuchten in der Pasewalker Straße (Landstraße L 28) sowie im kommunalen Stichweg sollen auf 16 LED-Leuchten inklusive Kabel umgerüstet werden. Zur besseren Ausleuchtung werden im Stichweg zwei zusätzliche Lampen installiert.

Ziel des Vorhabens ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Jährlich können 4.380 Kilowattstunden Strom und knapp 2,5 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Freiwillige Feuerwehr Tarnow bald besser ausgestattet

Tarnow – Die Freiwillige Feuerwehr in Tarnow (Landkreis Rostock) ist auch für Aufgaben außerhalb des Gemeindegebietes zuständig und könnte zukünftig nach dem Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz M-V ebenso als Feuerwehr mit besonderen Aufgaben bestimmt werden. Die technische Ausstattung muss allerdings dringend besser werden, denn das vorhandene Tanklöschfahrzeug vom Typ IFA W50 ist 28 Jahre alt.

Spätestens als die Tarnower Feuerwehr 2017 wegen eines Garagenbrands nach Bützow gerufen wurde und das Löschfahrzeug nicht ansprang, war klar: es muss ein neues Löschfahrzeug angeschafft werden. Dabei erhält die Gemeinde finanzielle Unterstützung nicht nur vom Landkreis, sondern auch vom Land. Innenminister Lorenz Caffier übergab heute an den Bürgermeister Herrn Ingo Sander einen Zuwendungsbescheid über eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von 83.333,00 EUR.

„Neue Löschtechnik schützt nicht nur die Bürgerinnen und Bürger bei Bränden oder anderen Gefahren, sondern sie schützt auch die Einsatzkräfte Die Freiwillige Feuerwehr Tarnow ist mit derzeit über 50 aktiven Kameradinnen und Kameraden gut aufgestellt und leistet auch mit ihrer Jugendfeuerwehr sehr viel für die Nachwuchsarbeit“, lobte der Minister vor Ort das Engagement der Ehrenamtler. „Für sie ist ihre Feuerwehr Herzensangelegenheit und sie opfern uneigennützig viele Stunden ihrer Zeit, nicht nur für die Ausbildung oder Nachbereitung von Einsätzen, sondern auch für die örtliche Gemeinschaft in Tarnow.“

Besondere Einsatzschwerpunkte im Ausrückebereich der Feuerwehr Tarnow sind u.a. Gewerbeunternehmen, eine Tagespflegestation, diverse größere Wohnblöcke, die Bundesstraße 104, eine Bahnstrecke im Fernverkehr, sowie eine Biogasanlage. Hinzu kommt, dass es in der Gemeinde Tarnow kein Löschwasserhydrantennetz gibt, auch aus diesem Grund ist die Beschaffung eines Tanklöschfahrzeugs (TLF 4000) unumgänglich.

Ausbau B 96: Zweites Baulos der Ortsumfahrung Neubrandenburg ist beauftragt

Neubrandenburg – Der Auftrag für das zweite Baulos der Ortsumfahrung (OU) Neubrandenburg ist erteilt. Eine Firma aus Cottbus wird die Maßnahme umsetzen, die im Wesentlichen aus der Beseitigung des Bahnübergangs Sponholzer Straße sowie dem Ersatzneubau einer Brücke über die Bahngleise im Zuge der B104n besteht.

Laut der für den Bau verantwortlichen Projektmanagementgesellschaft Deges wird das beauftragte Unternehmen wie bei solchen Bauwerken üblich zunächst eine Ausführungsplanung erstellen. Dies nimmt voraussichtlich ca. zwei Monate in Anspruch. Die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen erfolgen zum Jahresbeginn 2019. Voraussichtlich im Frühling kann dann mit den ersten Brückenbauarbeiten wie der Baugrubenherstellung für die Fundamente begonnen werden.

Die OU Neubrandenburg ist Bestandteil des Ausbaus der Bundesstraße 96 von der A 20 bis zur brandenburgischen Grenze. Sie ist im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 als „Vordringlicher Bedarf“ eingeordnet.

„Die B 96 ist als kürzeste Anbindung der Metropolregion Berlin an die beiden größten deutschen Urlaubsinseln Rügen und Usedom touristisch sehr bedeutsam. Sie verbindet die Hauptstadt außerdem über den Fährhafen Sassnitz mit dem skandinavischen Raum und gehört damit zu den wichtigen internationalen Fernstraßenverbindungen“, unterstreicht Verkehrsminister Christian Pegel die Bedeutung der gesamten Strecke. Aus diesem Grund haben Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ein gemeinsames Um- und Ausbaukonzept für die B 96 vom Berliner Ring bis zur A 20 erarbeitet und dem Bundesverkehrsministerium vorgestellt.

„Vorrangiges Ziel des Ausbaus vor allem zwischen Neubrandenburg und der Landesgrenze ist es, den Verkehr sicherer zu machen“, sagt Christian Pegel. Dazu sollen u. a. die Zahl der Knotenpunkte reduziert, Überholmöglichkeiten und Sichtverhältnisse verbessert werden. Zudem sollen Ortschaften vom Durchgangsverkehr und der damit einhergehenden Lärm- und Schadstoffbelastung befreit werden. „Nach dem Ausbau der B 96 in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gehen wir zudem von einer Zeitersparnis und einer Entspannung des Verkehrs vom Berliner Ring bis zur A 20 aus“, nennt Christian Pegel einen weiteren Effekt, den der Ausbau der Bundesstraße bewirken soll.

„Alle Abschnitte von Neubrandenburg bis zur A 20 und von der Landesgrenze bis nach Neubrandenburg sind mit unterschiedlichen Arbeitsständen in der Bearbeitung“, so der Minister. Neben den bereits im BVWP aufgeführten Ortsumgehungen für Weisdin, Usadel und Warlin sind mehrere Streckenabschnitte zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz für einen dreistreifigen Ausbau vorgesehen. Diese OU sowie der Ausbau der freien Strecke zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz soll durch die Projektgruppe Großprojekte geplant und umgesetzt werden. Diese 2018 speziell für den Neubau von Fernstraßen gegründete Projektgruppe der Landesstraßenbauverwaltung übernimmt die Aufgabe vom bisher zuständigen Straßenbauamt Neustrelitz.

Die Deges ist an zwei Streckenabschnitten beteiligt. Neben der OU Neubrandenburg ist dies der Abschnitt Neustrelitz-Neubrandenburg. Für diesen plant die Deges zurzeit den Verlauf. Sobald dieser feststeht, übernimmt die Projektgruppe die weitere Planung.

Mit Abschluss des zweiten Bauloses voraussichtlich Ende 2020 soll die OU Neubrandenburg fertig sein. Christian Pegel sieht dem Bauende erwartungsvoll entgegen: „Die Umfahrung bringt einerseits eine große Erleichterung für die Anwohner der bisherigen Ortsdurchfahrt. Auf der anderen Seite wird damit ein Nadelöhr im Zuge der B96 beseitigt und der Verkehr sicherer und flüssiger.“

Dahlemann: Auseinandersetzung mit Geschichte stärkt regionale Identität

Greifswald – In Greifswald hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann den zweiten Tag der Fachtagung „November 1918. Revolution der Hoffnungen und Chancen an der Ostsee und im Reich“ in Greifswald eröffnet.

„Die Revolution von 1918 hat auch bei uns in Vorpommern Spuren hinterlassen. Ich freue mich, dass sich diese Tagung mit der Geschichte hier vor Ort befasst und sie zugleich in das deutschlandweite Geschehen einordnet“, erklärte Dahlemann. „Es ist wichtig, dass wir uns mit unserer regionalen Geschichte auseinandersetzen. Das stärkt unsere vorpommersche Identität heute“, sagte Dahlemann weiter.

Die Landesregierung unterstützte deshalb eine Vielzahl von Maßnahmen, um die vorpommersche Geschichte lebendig zu halten. „Zum Beispiel werden wir gemeinsam mit dem Bund die Ausstellung in Peenemünde erweitern und modernisieren und in Prora eine Bildungs- und Begegnungsstätte errichten. Wir haben die Weichen dafür gestellt, dass in Greifswald ein neues Gebäude für die Verwahrung und Pflege der historischen Pommernakten entsteht. Und wir fördern, unter anderem aus dem Vorpommern-Fonds, Ausstellungen und Tagungen, die sich mit der Geschichte Vorpommerns auseinandersetzen“, zählte Dahlemann auf. So werde auch diese Tagung mit 1.700 Euro aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt.

Die Revolution von 1918 sei ein „Meilenstein auf dem Weg zur Demokratie in Deutschland“ gewesen. „Wir verdanken es auch den vielen mutigen Männern und Frauen, die 1918 hier in Vorpommern und überall in Deutschland für ein Ende des Krieges und für eine neue politische Ordnung eingetreten sind, dass wir heute in einem demokratischen Staat leben“, so Dahlemann.

Gemeinde Mönchgut investiert in Turnhalle für die Grundschule

Insel Rügen – Die drei Gemeinden Gager, Middelhagen und Thiessow haben sich zum 1. Januar dieses Jahres zur neuen Gemeinde Mönchgut (Landkreis Vorpommern-Rügen) zusammengeschlossen. Die Grundschule in Gager, die 1957 erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht, wird von den Kindern aus Gager, Middelhagen und Thiessow besucht. Allerdings gibt es dort keine Turnhalle, es existiert nur ein größerer Sportraum und wann immer es das Wetter zulässt, machen die Mädchen und Jungen draußen ihren Sportunterricht.

Das soll sich nun endlich ändern und mit Hilfe von Fördermitteln kann die Gemeinde Mönchgut die dringend nötigen Investitionen angehen. Innenminister Lorenz Caffier übergab dazu heute am Schulstandort einen Förderbescheid über 303.300 Euro an den Bürgermeister der Gemeinde Mönchgut Hartwig Diwisch.

„Die Sporthalle wird zu einer enormen Qualitätsverbesserung für den Schul- und Breitensport führen und auch den Schulstandort für die kommenden Jahre stärken. Sicher werden sich auch die Vereine darauf freuen“, ist der Minister überzeugt. „Schulbedingungen sind zudem oft auch wichtige Kriterien für die Wohnortentscheidung junger Eltern. Das Geld, das die Gemeinde hier für eine bessere kommunale Infrastruktur investiert, ist gut angelegt.“

Als erste Gemeinde des Landes hatte die Gemeinde Mönchgut im Sommer einen Bewilligungsbescheid des Innenministeriums über eine Fusionszuweisung in Höhe von 800.000 Euro nach dem Gemeinde-Leitbildgesetz erhalten. Entsprechend einer Festlegung im Gebietsänderungsvertrag wird das Geld unter anderem auch für den Bau der neuen Schulsporthalle verwendet.

Innenminister Caffier lobte die Gemeinde: „Das Beispiel zeigt, dass alle von einem solchen Schritt profitieren können, wenn man sachorientiert miteinander verhandelt und die Bürgerinnen und Bürger mitnimmt. Ich hoffe, dass bis zur Kommunalwahl 2019 noch weitere Gemeinden diesen Weg beschreiten und die vom Land bereitgestellten Prämien für sinnvolle kommunale Maßnahmen nutzbar machen werden.“

Energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung

Alt Meteln – Die Gemeinde Alt Meteln im Landkreis Nordwestmecklenburg erhält vom Energieministerium zwei Zuwendungsbescheide: Beim ersten handelt es sich um einen Zuschuss in Höhe von 40.349,89 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße 42.

Geplant ist, die 16 Natriumdampf- und Quecksilberdampfleuchten in der Dorfstraße im Ortsteil Böken durch hocheffiziente LED-Leuchten inklusive Masten und Kabel zu ersetzen. Zusätzlich werden im Gehwegbereich drei LED-Leuchten mit den dazugehörigen Kabeln und Masten installiert. Jährlich können mehr als 8.000 Kilowattstunden Strom und vier Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Der zweite Bescheid über 121.485,62 Euro (Fördersatz 50 Prozent) betrifft die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik in den Ortsteilen Böken und Hof Meteln. Die 38 Leuchten, bestehend aus Natriumdampf- und Quecksilberdampflampen sollen durch 53 LED-Leuchten (in Böken 17 und in Hof Meteln 36 Leuchten) inklusive Masten und Kabel ersetzt werden. Dadurch können pro Jahr rund 22.240 Kilowattstunden Strom und knapp zwölf Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Kartoffelveredlung Hagenow erweitert Produktion

Hagenow – Die Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH Hagenow möchte ihre Produktion erweitern. Ziel ist, die Kapazitäten für die Herstellung von Kartoffelpüree zu verdoppeln. Heute wurde der erste symbolische Spatenstich für das Vorhaben gesetzt. Dazu äußert sich der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus wie folgt:

„Ich gratuliere dem Unternehmen zur Expansion und freue mich, dass der Unternehmensstandort Hagenow weiter gestärkt wird. Die Produkte der Mecklenburger Kartoffelveredlung sind nicht nur bundesweit, sondern weltweit im Handel zu finden und damit gewissermaßen eine Visitenkarte der hiesigen Land- und Ernährungswirtschaft. Neben neuen Arbeitsplätzen im Unternehmen selbst, wird die Erweiterung der Produktionsstätte auch Arbeitsplätze in Landwirtschaft, Logistik und produktionsnahe Dienstleistungen sichern. Für den Erfolg des Vorhabens ist es aber auch notwendig, dass der Rohstoffbezug aus der Region gesichert ist. Die Produktionserweiterung ist deshalb auch ein Signal an die Landwirte, sich für Kartoffelanbau zu entscheiden.“

Der ehemalige VEB Kartoffelveredlungswerk Hagenow nahm im Jahre 1970 die Verarbeitung von Kartoffeln zu Kartoffelpüree und Pommes-frites auf. Ende der 80er Jahre wurden 60 bis 70 Kilotonne Kartoffeln verarbeitet. Die Hauptprodukte waren Pommes und Kartoffelflocken (heute –püree), daneben auch Kloßmehle und Trockenspeisekartoffeln, die Firma war für diese Produkte Alleinhersteller in der DDR. Beliefert wurden der Großverbraucherbereich und der Einzelhandel.

Nach der Wiedervereinigung waren die Erzeugnisse der Firma nicht mehr am Markt zu realisieren, so dass eine Neuorientierung notwendig wurde. Im Jahre 1991 wurde die Firma privatisiert.

Sofort nach der Privatisierung begann die Modernisierung und Rekonstruktion der Produktionsanlagen. Nach einer Marktanalyse verabschiedete man sich von der Pommes-Produktion und setzte alles daran, als einer der wenigen Primärproduzenten von Kartoffelpüree am Markt zu bleiben.

Im Jahr 2006 ist die Emsland-Stärke GmbH Miteigentümer geworden und hat inzwischen alle Gesellschaftsanteile übernommen.

Der Rohstoffbezug (ca. 125 Einzelerzeuger und 4 Erzeugergemeinschaften) erfolgt zum Teil aus der unmittelbaren Umgebung. Es bestehen aber auch Beziehungen zu Landwirten aus Niedersachsen, Brandenburg und Schleswig-Holstein.

Aus Mecklenburg-Vorpommern werden etwa 30 % der Rohware bezogen.

Die Rohwaremengen belaufen sich auf ca. 140 Kilotonnen, damit stehen etwa 4.000 Hektar Kartoffelfläche unter Vertrag.

Bundesweiter Vorlesetag am 16.11.2018

Insel Rügen – Den bundesweiten Vorlesetag, am 16. November 2018, greift das Ernst-Moritz-Arndt-Museum mit einer besonderen Veranstaltung auf: An diesem Tag treffen das geschriebene Wort und die gezeichnete Geschichte aufeinander – in Form einer Buchlesung und Midissage begleitend zur aktuellen Sonderausstellung. Denn, obschon den Kinderschuhen entwachsen, so ist es doch für jeden ein Vergnügen, sich dann und wann etwas vorlesen und von Worten und Bildern inspirieren zu lassen.

Dazu lädt das Museum zum Abendprogramm in den blauen Salon ein. Die Sonderausstellung „Vilm Supracolor Soft 149“ des Putbuser Künstlers Egon Arnold taucht den Saal in ein besonderes Licht. Die ausgewählten Arbeiten von der Insel Vilm, deren eindrucksvolle Buchen schon einst Ernst Moritz Arndt in Gedichtform auf das Papier bannte, verdeutlichen die Auseinandersetzung mit der hiesigen Natur, die sich in ihrer Beständigkeit zu einer bildhaften Chronik entwickelt hat.

Zudem wird an diesem Abend die Autorin Dorina Kasten zu Gast sein und auf charmante Art und Weise aus ihren Romanen „Pläne sind zum Ändern da“ und „Sammlerherz“ vorlesen. Kasten, diplomierte Historikerin, arbeitet am Stralsund Museum. Täglich erforscht, schreibt und erzählt sie Geschichte(n). Mit Egon Arnold hat sie bereits am Buchprojekt „Die Katze von Stralsund“ zusammengearbeitet, nun korrespondieren der Künstler und die Schriftstellerin im Arndt-Museum erneut miteinander. Auch davon wird sie in ihrer Lesung anekdotenhaft erzählen.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung in die Ausstellung um 17 Uhr, die anschließende Lesung startet 18:30 Uhr.

Baustart für Werkserweiterung in Hagenow

Hagenow – Am Donnerstag hat Wirtschaftsminister Harry Glawe den ersten Spatenstich zur Kapazitätserweiterung des Hagenower Werkes der Emsland Food GmbH gesetzt. Der Standort gehört zur Emsland Group aus Emlichheim (Niedersachsen), die auf Basis pflanzlicher Rohstoffe (vorrangig Kartoffeln) Produkte für die weiter verarbeitende Industrie herstellt. Zum Portfolio gehört unter anderem die in Hagenow hergestellte Marke „Mecklenburger Küche“ mit Kartoffelpürees, Kartoffelklößen, Bratkartoffeln und Kartoffel-Snacks.

„Das Werk in Hagenow kann auf eine lange Tradition zurückblicken – seit mehr als 45 Jahren werden hier Kartoffeln zu geschmackvollen Gerichten veredelt. Stetig wurde der Standort ausgebaut und modernisiert, so dass heute 170 Mitarbeiter Produkte aus der Region verarbeiten. Mit der jetzt geplanten Investition soll die Produktionskapazität nahezu verdoppelt werden und weitere Arbeitsplätze entstehen vor Ort. Das stärkt die Wirtschaft in der gesamten Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Zur Steigerung der Kapazitäten im Werk Hagenow sollen jetzt vier neue Walzentrockner angeschafft werden. Dafür entsteht eine neue Halle. Weiterhin werden am bereits bestehenden Werk unter anderem Leitungen und die Kartoffelannahme erneuert. Ziel ist es, die Kapazität an produzierten Kartoffelflocken von derzeit 28.000 Tonnen zu verdoppeln. Das Unternehmen investiert am Standort rund 25 Millionen Euro und plant nach eigenen Angaben, zwischen zehn und zwanzig Arbeitsplätze neu zu schaffen. Schwerpunkt für das Markengeschäft ist neben dem Einzelhandel auch der Großverbraucher-Foodservice. Das Unternehmen verwendet nach eigenen Angaben Kartoffeln aus der Region.

„Die Ernährungsindustrie profitiert von der landwirtschaftlichen Prägung Mecklenburg-Vorpommerns, schließlich wird mehr als die Hälfte der Landesfläche Mecklenburg-Vorpommerns landwirtschaftlich genutzt. Die Verarbeitung und Veredelung von Agrarerzeugnissen aus der Region ist ein Qualitätsmerkmal der Ernährungsindustrie in unserem Land. Und wirkt als Arbeitsmarktstabilisator – so werden weitere Arbeitsplätze in der Umgebung des Werkes und in der ganzen Region bei den Kartoffelproduzenten erhalten“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Ernährungsindustrie traditionell einen großen Stellenwert ein. Sie zeichnet sich durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment aus. Derzeit sind in den 88 Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern insgesamt rund 15.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei in 2017 einen Jahresumsatz von rund 4,7 Milliarden Euro.

Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes beträgt etwa 33 Prozent. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung.

Backhaus: Perspektiven für junge Leute im ländlichen Raum schaffen

Neubrandenburg – Ab 2019 wird es an der Hochschule Neubrandenburg eine Fortbildung zum „Dorfmoderator“ geben. „Auf diese Weise sollen aktive jüngere wie ältere Menschen für den Dialog in ihren Dörfern fit gemacht werden“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus heute Nachmittag auf einer Diskussionsrunde während der Jahreskonferenz 2018 des Forum MV mit dem Titel „Ohne Jugend hat M-V keine Zukunft“.

Zudem werde es einen Wettbewerb der Kommunen geben, dessen Ziel das „Digitale Dorf“ als Softwarelösung zur Unterstützung des täglichen Miteinanders im Land ist, berichtete der Minister weiter.

Hintergrund für diese Pläne ist die Auswertung demografischer Untersuchungen in acht Landkreisen aus dem Jahr 2016. „Es gibt viele junge Leute, die gern im ländlichen Raum leben würden, dort aber momentan keine Perspektiven für sich sehen“, so Backhaus.

Die Studienteilnehmer aus Dörfern und Kleinstädten schätzen Natur, Gemeinschaft, Ruhe und Nähe zu Freunden. Kritisiert hatten sie in der Befragung die schlechten Freizeitmöglichkeiten, die mangelhafte Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr und die daraus resultierende Abhängigkeit vom Auto. Außerdem gaben 64 Prozent der Befragten an, dass sie fast keinen Einfluss auf die Politik an ihrem Wohnort haben. 80 Prozent der Befragten glaubten, dass die Politik die Interessen der jungen Menschen nicht ausreichend vertritt.

„Um die jungen Leute auf dem Land zu halten, braucht es gute Berufschancen und gute Löhne, bezahlbaren Wohnraum und Mobilitätsangebote nicht nur im Umfeld der größeren Städte, sondern überall im Land“, sagte Minister Backhaus. Zudem bedürfe es attraktiver Freizeitangebote, besserer Teilhabechancen der Jugendlichen in Vereinen und der Kommunalpolitik sowie der verbesserten digitalen Erreichbarkeit.

„Das ist Aufgabe der ganzen Gesellschaft. Und es funktioniert oft dort am besten, wo es eine aktive dörfliche Gemeinschaft gibt. Neben der finanziellen Unterstützung durch Land, Bund und EU sind engagierte Menschen aller Altersgruppen vor Ort der Dreh- und Angelpunkt einer funktionierenden Dorfgemeinschaft“, so Backhaus. Die Akteure vor Ort besser zu beraten, zu informieren und zu vernetzen, habe sich das Forum MV zur Aufgabe gemacht. Das Bündnis wird aus dem EPLR-Fonds über das Landwirtschaftsministerium gefördert.

Spatenstich für Windpark Hoort

Hoort – Am Donnerstag (8.11.2018) wird Landesenergieminister Christian Pegel mit Vertretern des Windparkentwicklers Loscon, der Gemeinde Hoort und der Mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern den Spatenstich für den Windpark Hoort durchführen.

In Hoort sollen 16 Turbinen des Herstellers Nordex errichtet werden. Mit 57,6 Megawatt installierter Nennleistung handelt es sich um den zurzeit größten im Bau befindlichen Windpark in Mecklenburg-Vorpommern.

Vier dieser Windenergieanlagen betreibt die Gemeinde Hoort selbst. An ihnen können sich die Einwohner, Flächeneigentümer und Unternehmer aus der Gemeinde Hoort sowie von sieben räumlich angrenzenden Nachbargemeinden beteiligen. Die direkte Beteiligungsmöglichkeit liegt demnach bei 25 Prozent, mehr als den im Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz vorgeschriebenen 20 Prozent. Deshalb wurde diese freiwillig durch die Investoren vorgesehene höhere Beteiligung als Ausnahme von den Regelungen des Beteiligungsgesetzes zugelassen.

Der Windpark Hoort ist zudem einer der ersten neuen Windparks, der eine „bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung“ erhält. Das bedeutet, dass die für Anlagen ab einer Höhe von 100 Metern luftfahrtrechtlich vorgeschriebenen Warnlichter dank einer entsprechenden Technologie nur dann blinken, wenn sich ein Luftfahrzeug nähert. Mit einer entsprechenden Änderung der Landesbauordnung (§ 46, Absatz 2) im vergangenen Jahr wurde dies für alle Windenergieanlagen, die nach dem 30. Dezember 2017 genehmigt werden, zur Pflicht gemacht.

Neues Löschfahrzeug für die Darguner Feuerwehr

Dargun – Für die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges (HLF 20) für die Freiwillige Feuerwehr Dargun (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) stellt das Innenministerium 117. 000 EUR als Sonderbedarfszuweisung zur Verfügung. Minister Lorenz Caffier übergab den Förderbescheid heute während eines Besuches persönlich an den Bürgermeister der Stadt Herrn Sirko Wellnitz.

„Mit der vorhandenen Technik würde die Feuerwehr ihre Aufgaben künftig nicht mehr wie erforderlich wahrnehmen können, die Fahrzeuge sind im Schnitt 30 Jahre alt und älter. Da die Darguner Feuerwehr auch ein unverzichtbarer Faktor bei der überörtlichen Gefahrenabwehr im Landkreis ist, sind die Investitionen gut angelegtes Geld in die Sicherheit der Menschen der Region“, sagte der Minister in seinem Gespräch mit dem Bürgermeister.

„Wer mit offenen Augen durchs Land fährt, stellt fest, dass in die Bereiche Brandschutz und technische Hilfeleistung schon viel Geld geflossen ist, zahlreiche Fahrzeuge wurden beschafft, viele Gebäude saniert oder neu errichtet. Aber unbestritten sind die Bedarfe an Investitionen der Gemeinden in ihre Feuerwehren nach wie vor groß“, betonte der Minister. „Das ist eine enorme finanzielle Herausforderung. Genaue Zahlen werden uns nächstes Jahr vorliegen, wenn die allermeisten Gemeinden ihre Brandschutzbedarfsplanung abgeschlossen haben. Ich halte diese Investitionen für alternativlos. An der Sicherheit der Bevölkerung dürfen wir nicht sparen. Die Kameradinnen und Kameraden haben ein Recht darauf, bei ihren gefährlichen Einsätzen auf modernes und leistungsstarkes Gerät zurückgreifen zu können.“

Die Stadt Dargun hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort entwickelt. Betriebe wie die Brauerei, die Zentralkäserei, die EcoNautic Systems GmbH und zuletzt die Biogasanlage stellen zunehmend neue Aufgaben an die Gemeindewehr. Ganz besondere Anforderungen bringen auch Pflegeheim, Betreutes Wohnen, Kindertagesstätten und Schulen sowie Hotels mit sich. Im Einzugsbereich befinden sich ebenso noch eine Agrargenossenschaft mit einer 2.000er Rinderanlage sowie andere Stallungen. Besondere Einsatzschwerpunkte im Ausrückebereich der Feuerwehr bilden auch die Bundesstraße 110 und die Landesstraßen L 20 und L 231, sowie diverse fließende und stehende Gewässer.