Von Jugendarbeit bis Altersheim – „Ein Tag mit…“ einem Seelsorger in Vorpommern

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) begleitet in ihrem Aktionsjahr Beschäftigte des Geschäftsbereichs: „Ein engagierter Pastor ist wertvoll für die Gemeinde“

Justizministerin Katy Hoffmeister im Pfarrgarten Ranzin

Justizministerin Katy Hoffmeister im Pfarrgarten Ranzin

Züssow – „Einen Tag lang einen Pastor zu begleiten, bringt die breite Palette des Alltags der Gesellschaft ans Licht. Eine Pastorin oder ein Pastor ist Prediger, Seelsorger, Organisator und Veranstalter in einer Person. Das hat mich im vorpommerschen Züssow sehr beeindruckt, als ich Pastor Dr. Ulf Harder einen Tag lang begleiten durfte“, sagte Justizministerin Hoffmeister nach ihrer fünften Station im Rahmen ihres Aktionsjahres „Ein Tag mit…“

„Als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten wollte ich mir einen Einblick in ein Gemeindeleben verschaffen. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Bundesländern, in denen der christliche Glaube nicht so stark gelebt wird. Eine Pastorenstelle ist dennoch ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für alle in den Gemeinden. Das wurde heute schon zu Beginn des Tages beim Gottesdienst und anschließenden Einzelgesprächen im Senioren- und Pflegeheim Gottfried-Janczykowsky-Haus Züssow deutlich. Großartig ist auch der Einsatz der Kirchgemeinde für den Verein, der den alten Pfarrgarten Ranzin in eine Streuobstwiese verwandelt.“ Als Doberanerin übernahm die Ministerin dort die Patenschaft für einen Apfelbaum namens „Doberaner Renette“.

Die evangelische Kirchengemeinde Züssow-Zarnekow-Ranzin hat ca. 1.200 Mitglieder. Pastor Ulf Harder und sein Kollege halten in sechs Orten Gottesdiene, in vier Orten stehen Kirchen. Nach eigenen Angaben ist er nahezu täglich unterwegs. Eine weitere halbe Pfarrstelle in der Kirchengemeinde bekleidet noch Gemeindepastor Christof Rau, der zugleich auch für die regionale Jugendarbeit zuständig ist. Justizministerin Hoffmeister: „Gestartet sind wir in den Tag im Altenheim, beendet haben wir ihn mit der Jugendarbeit. Das zeigt, für den Zusammenhalt in einer Gemeinde ist ein engagierter Pastor überaus wertvoll.“

Erdholländer Windmühle kann wieder mahlen

Steinhagen – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann übergibt am 21. Mai, dem traditionellen Mühlentag, an den Mühlenverein Steinhagen einen Förderzusage für die Sanierung der Rollbahn und der Mühlenhaube der Erdholländer Windmühle in Steinhagen im Landkreis Vorpommern-Rügen.

„Ich freue mich, dass wir die weitere Sanierung der achteckigen Erdholländer Windmühle mit 29 000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds unterstützen können. Sie ist mit über 250 Jahren eine der ältesten Holländerwindmühlen des Landes und damit neben der Kirche auch eines der ältesten Gebäude der Gemeinde. Das technische Denkmal gehört zum kulturellen Erbe Vorpommerns, das wir für die Einheimischen und Gäste erhalten wollen“, betonte Dahlemann bei der Übergabe des Bescheides.

Er würdigte die Arbeit des Mühlenvereins: „Der Verein, der sich extra gegründet hat, um die Mühle zu retten, leistet eine ganz hervorragende Arbeit. Das können wir auch wieder auf dem heutigen Mühlenfest feststellen, das die Vereinsmitglieder mit viel Engagement vorbereitet haben. Vielen Dank dafür.“

Traditionell wird der Pfingstmontag als Mühlentag begangen. Auch in diesem Jahr öffnen wieder 16 Wind-, Wasser- und Motorenmühlen im Land für die Besucherinnen und Besucher ihre Türen.

Schwesig: Wir haben allen Grund, unser schönes Bundesland zu feiern

Rostock – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in Rostock den Mecklenburg-Vorpommern-Tag eröffnet: „Ich freue mich, dass wir unseren Mecklenburg-Vorpommern-Tag in diesem Jahr in Rostock feiern. Natürlich auch wegen des großen 800. Jubiläums der Hanse- und Universitätsstadt.“

Der MV-Tag werde seinem Motto „Vielfalt entdecken im Land zum Leben“ garantiert gerecht. Diese Vielfalt wollen wir mit den unterschiedlichsten Angeboten sichtbar machen.“ Es gäbe jede Menge Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen. „Wie die Landesregierung mit ihrer Landesmeile präsentieren sich auch die Landkreise und kreisfreien Städte, Vereine und Verbände, Polizei, THW und Bundeswehr. Bühnenprogramme und verschiedene Aktionen bieten viel Information und gute Unterhaltung. Es ist selbstverständlich, dass auch alle Ministerinnen und Minister mit dabei sind.“

In Rostock könne man sehr gut sehen, wie sich das Land insgesamt entwickelt habe. „Wir sind heute ein hochattraktives Land mit wunderschön sanierten Städten und Dörfern, mit der traumhaften Natur ringsherum, mit sehr guten Standortbedingungen für die Wirtschaft, der niedrigsten Arbeitslosenquote seit der Deutschen Einheit, einer starken Wissenschaftslandschaft und einer großen kulturellen Vielfalt. Mecklenburg-Vorpommern ist schon lange kein Geheimtipp mehr, wenn es um Urlaub oder Investitionen geht. Wir sind ein Land zum Leben und Arbeiten“, betonte die Regierungschefin.

Schwesig: „Ich freue mich auf die nächsten beiden Tage. Wir haben allen Grund, uns und unser Land kräftig zu feiern. Es wäre schön, wenn möglichst viele Mecklenburger und Vorpommern, aber auch viele unserer Gäste mit dabei sind, sich umsehen, mitmachen und Spaß haben. Der Mecklenburg-Vorpommern-Tag ist eröffnet.“

Landwirtschaftsministerium beim MV-Tag 2018 in Rostock vor Ort

Rostock – An diesem Wochenende präsentiert sich die Landesregierung im Rahmen des MV-Tages 2018 in Rostock. Alle Ministerien stellen sich dabei in einem „Pavillondorf“ den interessierten Besuchern vor.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt präsentiert in diesem Jahr unter anderem das Thema „Küstenschutz“. Einen Schwerpunkt bildet wie gewohnt die Präsentation der Landesforstanstalt. Dort können sich die Gäste des Pavillons mit dem „Erlebnisort Wald“ vertraut machen. Außerdem kann man Wissenswertes über außergewöhnliche Obstarten für den Kleingarten sowie das Anlegen und die Pflege von Streuobstwiesen erfahren.

Neben der Landesforstanstalt wird das Ministerium dabei auch unterstützt von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt, der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in MV sowie der Verbraucher­zentrale.

Wer einmal auf Tuchfühlung mit dem Minister Dr. Till Backhaus gehen will, der hat dazu am 19.05.2018 Gelegenheit. In der Zeit von 13.00 – 15.00 Uhr wird der Minister persönlich vor Ort sein und den Pavillon seines Hauses besuchen.

MV-Tag: E-Mobilität, Digitalisierung und Verkehrssicherheit zum Anfassen

Rostock – Einem Elektroauto unter die Motorhaube schauen, mit einer Virtual-Reality-Brille die Arbeitswelt 4.0. erkunden oder die eigene Reaktionszeit an einem Verkehrssimulator testen können Besucherinnen und Besucher beim MV-Tag am Stand des Energieministeriums. Am kommenden Pfingstwochenende geben wir gemeinsam mit den anderen Ressorts der Landesregierung auf dem Rostocker Neuen Markt einen Einblick in unsere Arbeit.

„Wir haben in unseren drei Pavillons die Landesenergieagentur, das Datenverarbeitungszentrum M-V und die Landesverkehrswacht zu Gast und rücken so gemeinsam die Themen Elektromobilität, Digitalisierung und Verkehrssicherheit in den Mittelpunkt. Nicht nur die blanke Theorie, sondern zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren“, sagt Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern. Wichtig ist ihm als Familienvater wie in jedem Jahr, dass auch den jüngsten Besuchern etwas geboten wird. Vor allem für Kinder im Schulalter bringt das Datenverarbeitungszentrum den Lerncomputer Calliope zum Testen mit. „Selbstverständlich können Sie den Mitarbeitern des Energieministeriums und seiner Partner auch theoretische Fragen stellen oder sich beispielsweise zu Fördermöglichkeiten im Energie- und Klimaschutz beraten lassen“, wirbt Christian Pegel für einen Besuch.

Am Kanonsberg und auf dem Kröpeliner-Tor-Vorplatz sind zudem die Landesstraßenbauverwaltung und die Verkehrswacht mit großem Gerät präsent. So stellt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr u.a. Fahrzeuge vor, die für die Arbeit eines Straßenmeisters unabdingbar sind – und dem einen oder anderen vielleicht Lust machen, mehr über diesen Beruf zu erfahren.

Die Ausstellungsbereiche sind am Sonnabend von 10, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. „Kommen Sie vorbei, gucken Sie, probieren Sie, fragen Sie. Wir freuen uns auf Ihren Besuch“, lädt Christian Pegel ein. Er selbst wird am Sonntag von elf bis zwölf Uhr am Stand des Ministeriums auf dem Neuen Markt vorbeischauen und gern mit anderen Besuchern ins Gespräch kommen.

Gottesgabe erhält Zuschuss für Umrüstung der Straßenbeleuchtung

Gottesgabe – Die Gemeinde Gottesgabe (Landkreis Nordwestmecklenburg) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 31.000 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 140 Natriumdampflampen in Gottesgabe, Klein Welzin und Groß Welzin sollen durch 140 LED-Leuchten ersetzt werden. Dadurch können jährlich rund 37.000 Kilowattstunden Strom und ca. 30 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern profitiert stärker als andere Bundesländer vom Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau. Rund 1,3 Milliarden Euro sollen in schnelle Internetverbindungen investiert werden, überwiegend aus Bundes- und Landesmitteln finanziert. Der Kommunale Eigenanteil beträgt 10% und wird durch den Kommunalen Aufbaufonds M-V getragen.

Die Landkreise fungieren im Förderverfahren des Breitbandausbaus in Mecklenburg-Vorpommern als Antragsteller für die Ausbauprojekte in ihrem Kreisgebiet.

Im 2. Call (Förderaufruf) des Bundesförderprogramms Breitband enthielten die vorläufigen Zuwendungsbescheide des Bundes für die Landkreise umfangreiche Auflagen. Um diese Auflagen zu erfüllen, mussten detailliertere Netzpläne erstellt und die dazugehörenden Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorgenommen werden. Mit der Erarbeitung dieser Unterlagen wurde die TÜV Rheinland Consulting GmbH beauftragt. So konnten die geforderten Daten qualitäts- und termingerecht übermittelt und die Mittelbereitstellung seitens des Bundes gesichert werden. Die den Landkreisen dadurch entstandenen Zusatzkosten werden durch das Land zu 100 %gefördert.

So erhält der Landkreis Vorpommern-Greifswald bezogen auf 7 Projektgebiete Fördermittel in Höhe 86.590,35 EUR. Innenminister Lorenz Caffier übergab dazu heute in Anklam den Förderbescheid an die Landrätin Frau Dr. Barbara Syrbe.

„Die Antragstellung ist hoch komplex, weil eine Vielzahl von Daten zur tatsächlichen Versorgungssituation, zu den künftigen Übertragungsbedarfen, zu den veranschlagten Kosten usw. erhoben und abgeglichen werden müssen“, so der Minister. „Da ist es nur folgerichtig, dass wir die Landkreise auch finanziell dabei unterstützen, die Voraussetzungen zu erfüllen, um für ihre Ausbauprojekte in den Genuss des Bundesförderprogramms zu kommen.“

Präsentation der Landesregierung auf dem MV-Tag in Rostock

Rostock – Die Landesregierung präsentiert sich auf dem MV-Tag in Rostock in einem Pavillondorf auf dem Neuen Markt.

Die Staatskanzlei stellt unter anderem Projekte vor, die mit EU-Fördermitteln unterstützt wurden, z.B. die Begeg­nungs­stätte Schwaan, der Bernitter Dorfladen oder ein Online-Marktplatz für Anbieter und Abnehmer regionaler Produkte. Besucher können sich durch eine Projektkarte klicken und mit Fachleuten und Projektträgern sprechen. Die Landesvertretung in Berlin, das Schaufenster des Landes für Wirtschaft und Kultur in der Bundeshauptstadt, informiert über ihre Aufgaben und bietet ein Föderalismus-Quiz an, mit dem die Gäste des Pavillons ihr Wissen gleich testen können. Das Landesmarketing ist wieder mit seiner Foto-Strand­korbaktion dabei: Alle Besucher des MV-Tags sind herzlich eingeladen, sich als Erinnerung an das Landesfest foto­gra­fieren zu lassen.

Mit Mitmach-Aktionen im Ministerium für Inneres und Europa können sich die Kleinen dem Thema Europa nähern. Es wird eine Buttonmaschine mit dem kleinen Stern Europa und ein Glücksrad geben. Außerdem stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Notfall-Informa­tions- und Nachrichten-App „NINA“ vor, geben Auskunft zu Geoinformationen und dem Vermessungswesen und informieren über den Verfassungs­schutz.

Das Justizministerium gibt in seinem Pavillon Auskunft über die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich der Justiz zu arbeiten, denn hier werden dringend Nachwuchs­kräfte gesucht. Außerdem gibt es unter anderem Informationen über die Vorsorge­vollmacht.

Haben Sie Fragen zur Steuererklärung? Dann sind sie im Finanzministerium genau richtig. Es präsentiert sich zusammen mit dem Rostocker Finanzamt, der neuen Landesbehörde „Staatliche Schlösser, Gärten und Kunst­sammlungen“ sowie dem Betrieb für Bau und Liegen­schaften Rostock (BBL M-V). Dieser präsentiert den Gästen unter anderem laufende und fertiggestellte Bauwerke.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit stellt unter anderem die Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV – Dein Land, Deine Chance“ vor. In einem Azubi-Atlas sind rund 1.400 Unter­nehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in 270 Berufen vertreten. Über regionale Anlaufstellen für zuziehende Fachkräfte, Rückkehrer und Absolventen unter der Dachmarke „Welcome Center“ in Rostock, Stralsund und Wismar können sich Besucher ebenfalls informieren.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt präsentiert das Thema „Küstenschutz“. Ferner lernen Gäste des Pavillons den „Erlebnisort Wald“ kennen, außergewöhnliche Obstarten für den Kleingarten sowie das Anlegen und die Pflege von Streuobstwiesen. Das Ministerium wird unterstützt von der Landesforstanstalt, der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt, der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in MV sowie der Verbraucher­zentrale.

Beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur dreht sich alles rund um die Archäologie im Land, denn in Rostock soll ein neues Archäologisches Landesmuseum entstehen. Besucherinnen und Besucher können in bronzezeitliche Kleidung schlüpfen und zusehen, wie Schiffsfunde mit einem Handscanner in 3D-Bilder verwandelt werden. Unterstützt wird das Ministerium vom Studiengang Ur- und Frühgeschichte der Universität Rostock und von IPAL, der Initiative Pro Archäologisches Landesmuseum.

Einem Elektroauto unter die Haube schauen, mit einer Virtual-Reality-Brille die Arbeitswelt 4.0 erkunden oder die eigene Reaktionszeit an einem Verkehrssimulator testen – all dies können die Gäste im Pavillon des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung. Gemeinsam mit dem Landeszentrum für erneuerbare Energien rückt es so die Themen Elektromobilität, Digitalisierung und Verkehrs­sicherheit in den Mittelpunkt – zum Anfassen, Anschauen und Ausprobieren.

Das Ministerium für Soziales, Integration und Gleich­stellung präsentiert sich zusammen mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) sowie mit der Familienbotschaft MV. Mit einer „Zauberbox“ können schon die Kleinsten spielerisch lernen, warum Händewaschen wichtig ist. Neben vielen weiteren Aktionen für Kinder und Eltern, wie z.B. Trommel­workshops, wird die Wander­ausstellung „Entgeltgleichheit JETZT“ zu sehen sein. Sie stammt vom Institut für Sozialforschung und berufliche Weiterbildung (ISBW) und macht auf die Ungleichheiten bei der Entlohnung zwischen Frauen und Männern aufmerk­sam. Zudem wird die Arbeit rund um die landesweite Kinderschutzhotline vorgestellt.

Ersatzneubau der Brücke Poeler Straße

Wismar – Am Freitag (18.05.2018) übergibt Infrastrukturminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro für den Ersatzneubau der Brücke Poeler Straße über den Wallensteingraben in Wismar an den stellvertretenden Bürgermeister der Hansestadt, Michael Berkhahn. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Die Poeler Straße ist eine verkehrswichtige innerörtliche Straße. Etwa 600 Meter vom Stadtzentrum entfernt kreuzt sie den Wallensteingraben mit einem Brückenbauwerk, das sich in einem kritischen Zustand befindet. Im Ergebnis einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung plant die Hansestadt einen Brückenneubau. Im Zuge dessen soll auch die Poeler Straße auf einer Länge von insgesamt 170 Metern grundhaft ausgebaut werden. Die zuwendungsfähigen Ausgaben für das Vorhaben betragen knapp 1,6 Millionen Euro. Die Gesamtkosten liegen bei mehr als 1,8 Millionen Euro.

Europäisches Logistikzentrum der DeLaval eröffnet

Valluhn-Gallin – Am Donnerstag wurde das europäische Logistikzentrum der DeLaval im Gewerbegebiet Valluhn-Gallin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) offiziell eröffnet. „Es ist das zentrale Logistikzentrum des Konzerns entstanden. Über das europäische Drehkreuz wird der Aufbau einer effizienten und wettbewerbsfähigen Logistikkette ermöglicht. Der Standort gewinnt dadurch auch für globale Kunden enorm an Bedeutung. Rund 230 Arbeitsplätze sind mit der Ansiedlung verbunden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. „Mecklenburg-Vorpommern ist ein attraktiver Wettbewerbsstandort. Wichtig für die Standortentscheidung war beispielsweise auch die gute Anbindung vor Ort und die Nähe zu Hamburg. Die Hansestadt ist insbesondere für den Containerumschlag von Bedeutung. Gerade auch internationale Unternehmen erkennen die verkehrsgünstige Lage Mecklenburg-Vorpommerns an den nationalen und internationalen Verkehrsströmen“.

Die DeLaval als Teil des Tetra-Laval-Konzerns hat ihren Hauptsitz in Schweden und verfügt über 18 Produktionsstätten weltweit mit 4.500 Mitarbeitern. Das Unternehmen ist Hersteller und Anbieter von technischen Lösungen zur Produktion von Milch und bietet Produkte, Systeme und Dienstleistungen unter anderem zur Melk- und Futtertechnik, Kühltanks, Klima- und Entmistungssysteme an. Die Investition in Valluhn-Gallin umfasst einen Hallenneubau mit 52.000 Quadratmetern umbauter Logistikfläche, die Betriebs- und Lagerausstattung, zwei Bürogebäude mit Mitarbeiter- und Sozialräumen inklusive Kantine und Fitnessraum.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 37,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. „Wir werden auch künftig an der Verbesserung der Rahmenbedingungen arbeiten, damit sich hier Firmen ansiedeln oder bestehende Unternehmen erweitern. Denn: jede Ansiedlung oder Erweiterung sichert und schafft neue Jobs in Mecklenburg-Vorpommern. Allein von 2011 bis heute wurden im Landkreis Ludwigslust-Parchim durch die gewerbliche Förderung ca. 2.100 Arbeitsplätze neu geschaffen und über 10.000 Arbeitsplätze gesichert. Dies ist der mit Abstand höchste Wert aller Landkreise und kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern“, so Glawe.

Der Minister verwies auch auf die Möglichkeiten der Unterstützung durch die Digitalisierung. „Eine Reihe von Förderprogrammen werden im Wirtschaftsministerium insgesamt geöffnet. Hierzu zählen die Qualifizierungsrichtlinie, die Einstellungsrichtlinie und die Förderung von Prozessinnovationen. Wichtig ist die Umsetzung von neuen technologischen Innovationen und die Förderung der Qualifikation der Mitarbeiter“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Verkehrserziehungstag in der Grundschule Boltenhagen

Wismar – Einen etwas anderen Schulalltag erlebten die Kinder der Grundschule Boltenhagen am gestrigen Vormittag, denn von 08:00 bis 12:00 Uhr ging es rund um das Thema Verkehrssicherheit.

Bei schönstem Wetter durchliefen die Kinder die verschiedensten Stationen, die durch Mitarbeiter mehrerer Polizeibehörden, des DRK, der AOK und des ansässigen Busbetriebes betrieben wurden.

Wie verhalte ich mich richtig im Straßenverkehr? Das zeigten und erklärten die Präventionsberater der Polizeiinspektion Wismar sowie der für den Bereich Boltenhagen zuständige Kontaktbeamte Marcus Wiederhold. Wer mit dem Roller den Parcours gemeistert hat, erhielt den Kinderführerschein für den Roller.

Die Kinder konnten Polizei- und Rettungsfahrzeuge bestaunen, anfassen und natürlich auch einsteigen. Erste-Hilfe-Maßnahmen gab es nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Mitmachen. Und mit unserer Polizeimöwe Klara und den Mitarbeitern des Landespolizeiorchesters M-V wurde Verkehrssicherheit mit Musik sowie Gesangs- und Tanzeinlagen belebt.

Sicher soll es nicht nur auf den Straßen, sondern auch auf dem Wasser sein. Das vermittelte Frank Herrmann von der Wasserschutzpolizeiinspektion Wismar. Seine wichtigste Botschaft: Rettungswesten tragen, rettet Leben!

MV fördert ländlichen Wegebau der Stadt Grabow

Grabow – Im Wegenetz der Stadt Grabow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) kann die Straßenlücke zwischen den Kreisstraßen K39 und K49 geschlossen werden. Am Mittwoch übergab Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, dem Grabower Bürgermeister Stefan Sternberg den Zuwendungsbescheid für die Maßnahme „Ausbau der Verbindungsstraße Fresenbrügge nach Neu Fresenbrügge“. Damit kann der Bau des bisher unbefestigten, 836 Meter langen Straßenabschnittes beginnen. Bis November 2018 soll die Fahrbahn eine 3,50 Meter breite Asphaltschicht erhalten. Abschnitte der Straße wurden bereits im Zuge des Baus der Brücke über die A14 ausgebaut.

Der Ausbau erfolgt im Rahmen des EU-geförderten ländlichen Wegebaus entsprechend der Prioritätenliste des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Die Stadt bekommt die rund 390.000 EUR teure Maßnahme zu 65 Prozent nach der Richtlinie des Landes für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILERL M-V) gefördert.

„Die Maßnahme wird nachhaltig zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im Raum Grabow beitragen“, ist der Minister überzeugt. Die Straße erschließt nicht nur landwirtschaftliche Flächen, sondern auch Kleinunternehmen wie eine Tischlerei sowie den Wasserwanderrastplatz Fresenbrügge und den Wohnmobilhafen an der Elde. Zudem erhält dadurch der Ortsteil Neu Fresenbrügge einen direkten Anschluss an die Stadt Grabow.

Stadt Grabow weihte neuen Forstpavillon am Schützenpark ein

Grabow – Landwirtschafts-und Umweltminister Dr. Till Backhaus übergab heute in Grabow einen neuen Forstpavillon seiner Bestimmung. „Dieser Pavillon ist für mich ein weiteres Beispiel der ausgezeichneten Zusammenarbeit zwischen der Stadt Grabow und Landesforstanstalt. Mit dem Einzug des Forstamtes in das Schützenhaus Grabow im September 2015 sind beide Partner enger zusammengerückt. Einen wichtigen Schwerpunkt der Zusammenarbeit von Landesforst und Stadt bildet die waldpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“, sagte der Minister.

Die Stadt Grabow will den Waldpark rings um das Schützenhaus künftig zum Hotspot ihrer Waldpädagogik machen. Neben dem Schützenpark wird sie eine weitere Fläche des Stadtwaldes für waldpädagogische Zwecke herrichten. Außerdem wird am Hufenmoor in unmittelbarer Stadtnähe eine Fläche für Waldhort- bzw. Waldkindergarten-Angebote ausgewiesen. „In Zeiten von Playstation und Handys sind Kinder leider zu selten in der Natur und wissen zu wenig über sie. Zum Beispiel, dass der Wald eine Vielzahl von unverzichtbaren Leistungen erbringt, ohne die es kein Leben auf der Erde gäbe. Außerdem ist der Wald ein geeigneter Ort, um sich sportlich zu betätigen“, sagte Minister Backhaus mit Blick auf die Austragung der 1. WaldSportSpiele für Schüler der Klassen 1 bis 8 am heutigen Vormittag in Grabow.

Der Bau des Forstpavillons hat rund 110.000 Euro gekostet. Unterstützt wurde der Bau von dem aus Mecklenburg stammenden Unternehmer und Mäzen Jost Reinhold, der der Stadt Grabow über die Hälfte der Baukosten – nämlich 60.000 Euro – aus seinem privaten Vermögen zur Verfügung stellte.

Depotgebäude: Grundstein für die Zukunft der Vergangenheit gelegt

Heute wurde der Grundstein für den Depotneubau in der Schweriner Stellingstraße gelegt.

Schwerin – Finanzminister Mathias Brodkorb hat heute den Grundstein für ein neues Depotgebäude nebst Werkstätten gelegt. Hier sollen künftig die Kulturschätze des Landes fachgerecht bewahrt und erforscht werden. Auch Teile der staatlichen Kunstsammlungen werden auf dem Gelände in der Schweriner Stellingstraße künftig eine neue Heimstatt finden.

Mit erwarteten Baukosten von fast 60 Mio. Euro ist der Neubau nach dem Gebäude für die Zentralen Medizinischen Funktionen (ZMF) des Rostocker Universitätsklinikums die derzeit teuerste Baustelle des Landes. Läuft alles planmäßig, kann der Neubau in gut drei Jahren übergeben werden.

In seiner Rede machte Finanzminister Mathias Brodkorb deutlich, dass es sich um ein ganz besonderes Objekt handelt: „Es gab viele Anforderungen der künftigen Nutzer, die für eine Landesbauverwaltung nicht alltäglich sind. So galt es, im Papierarchiv zum dauerhaften Erhalt der Kulturschätze eine Klimatisierung sicherzustellen, die eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit zwischen 40 Prozent und 60 Prozent garantiert.“

Auch städtebaulich stellt der Neubau auf dem ehemaligen Garnisonsgelände eine Besonderheit dar, ist er doch ein Teil des Residenzensembles, mit dem sich die Landeshauptstadt um Aufnahme in die Welterbeliste bemüht. „Aufgrund dieser einzigartigen Lage“, so Finanzminister Brodkorb, „musste eine sensible architektonische Lösung gefunden werden, die von allen Beteiligten – dem internationalen Denkmalrat ICOMOS, dem Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege und natürlich auch der Landeshauptstadt Schwerin – mitgetragen wird.“

Der Entwurf, der nun umgesetzt wird, ist in einem Architektenwettbewerb ausgewählt worden. In den kommenden Jahren entsteht im Herzen Schwerins ein viergliedriger, mit Kupferblechplatten verkleideter Gebäudekomplex aus drei unterschiedlich großen, quadratischen Bauten mit Depots für die Archäologie, das Kunstgewerbe und das Archiv – verbunden durch einen sogenannten Riegelbau, der die Werkstätten und Büros beherbergen soll.

Finanzminister Brodkorb machte deutlich, dass die Pläne ambitioniert seien, wünschte sich als zuständiger Bauherr einen reibungslosen Bauverlauf und nicht zuletzt die Einhaltung des Kostenrahmens.

Abriss eines weiteren Abluftkamins im ehemaligen KKW Greifswald genehmigt

Schwerin – Das Ministerium für Inneres und Europa hat die atomrechtliche Genehmigung für den Abriss eines weiteren großen Abluftkamins (Werk Nord II, Blöcke 3 und 4) des ehemaligen Kernkraftwerkes Greifswald und des Luftkanals zwischen dem Abluftkamin und dem Spezialgebäude 2 erteilt. Damit können die EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH (EWN GmbH) den Abbau des KKW in Lubmin fortsetzen.

Innenminister Lorenz Caffier: “Es erfolgt ein weiterer sichtbarer Schritt zum Rückbau des Kernkraftwerkes Lubmin/Greifswald. Wir rechnen im Herbst dieses Jahres mit dem Beginn der Arbeiten.“

Die Demontage der Anlagentechnik und die Dekontamination der Gebäude sind bereits abgeschlossen. Derzeit erfolgt die Freimessung der baulichen Anlagen. Der erfolgreiche Abschluss der Freimessung ist eine Voraussetzung für den Abbruch der Gebäude.

Im Herbst 2016 erfolgte bereits nach entsprechender Genehmigung durch das Innenministerium der Abriss des Abluftkamins der Blöcke 1 und 2 (Werk Nord I).