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Kategorie: Städte und Gemeinden

Historisches Bahnhofsgebäude in Malchin wird saniert  

Malchin – Ein Pilotprojekt für die energetische Sanierungen historischer Gebäude unter Einbindung intelligenter Managementsysteme wird in Malchin umgesetzt. Die Alte Direktion Grundstücksverwaltung eGbR erhält einen Zuwendungsbescheid für die energetische Sanierung des ehemaligen Direktionsgebäudes der Friedrich-Franz-Eisenbahn. Die Gesamtausgaben liegen bei rund 541.500 Euro.

Davon beträgt die EFRE-Förderung knapp 245.000 Euro, zusätzlich erfolgt eine Förderung über die KfW. Es werden unter anderem Fenster und Türen erneuert, Dach- und Kellerböden gedämmt, eine energieeffiziente Beleuchtung und eine Verschattungsanlage eingebaut. Außerdem kommen eine Wärmepumpe, ein Wärmespeicher, ein Batteriespeicher und smarte Gebäudemanagementsysteme zum Einsatz. Die Stromversorgung erfolgt aus erneuerbaren Energien, etwa einer PV-Anlage.

„Die Sanierung des 1864 errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes hat einen Vorbildcharakter für die energetische Ertüchtigung von Bestandsgebäuden in Mecklenburg-Vorpommern. Die Zahlen stehen für sich: Die voraussichtliche Einsparung von 13 Tonnen CO2 pro Jahr ist eine Reduzierung des CO-2-Ausstoßes um 45 Prozent. Das entspricht dem CO2-Ausstoß eines Vier-Personen-Haushalts über neun Jahre. Die Einsparung an Energie (Strom, Gas) beträgt rund 57.000 kWh/ Jahr, was einer Ersparnis von ca. 19.800 Euro/ Jahr gleichkommt“, sagt Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus, der terminbedingt nicht persönlich vor Ort sein kann.

Er dankt abschließend allen, die dieses Projekt vorbereitet und auf den Weg gebracht haben, insbesondere dem Verein „Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern“, Frau und Herrn Dr. Sösemann von der Alte Direktion Grundstücksverwaltung eGbR sowie den Beteiligten in Verwaltung und Planung.

Insgesamt wurden seit Anfang 2024 rund 5,5 Millionen über die Klimaschutzförderrichtlinie für Kommunen in MV bewilligt, was Gesamtausgaben in Höhe von 14,5 Millionen Euro ermöglichte. Schwerpunkte sind unter anderem LED-Straßen- und Außenbeleuchtung, Studien- und Planungsleistungen, LED-Innenbeleuchtung, energetische Gebäudesanierung im Bestand, technische Gebäudeausrüstung im Neubau sowie der Austausch von Pumpen und anderen Anlagenbestandteilen.

Zuwendungsbescheide für Kita in Kogel und Schulzentrum in Stralendorf

Schwerin – Der für ländliche Räume Mecklenburg-Vorpommerns zuständige Minister Dr. Till Backhaus hat heute zwei Zuwendungsbescheide im Landkreis Ludwigslust-Parchim übergeben. Sie betreffen den Neubau der Kita „Kleine Strolche“ in Kogel sowie den Erweiterungsbau des Gymnasialen Schulzentrums „Felix Stillfried“ in Stralendorf. Außerdem weiht er den Anbau einer Großküche für Kitas des Jessenitzer Aus- und Weiterbildung e.V. (JAW e.V.) in Lübtheen/ OT Jessenitz ein.

„Ich freue mich, dass mit den Fördermitteln besonders die Infrastrukturen für unsere Jüngsten aufgewertet, Freizeitangebote geschaffen und die Lernbedingungen verbessert werden. Die Förderungen für Kitas und Schulen sind da von besonderer Bedeutung. Auf diese Weise werden Grundversorgungseinrichtungen in den Gemeinden erhalten. Das stärkt den ländlichen Raum insgesamt, weil der Abwanderung junger Familien entgegengewirkt und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt wird“, sagte Minister Dr. Backhaus.

Zwischen 2015 und 2025 wurden über die Richtlinie zur Förderung der Integrierten ländlichen Entwicklung (FöRL ILE M-V) 114 Kitas mit insgesamt rund 64 Millionen Euro gefördert, was Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 92,6 Millionen Euro ermöglichte. In derselben Zeit wurden 70 Schulen mit rund 64 Millionen Euro unterstützt. Die Gesamtausgaben lagen bei rund 88,2 Millionen Euro.

Die 1986 entstandene Kita in Kogel ist stark sanierungsbedürftig. Die baulichen und pädagogischen Rahmenbedingungen entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Der auf dem Kita-Spielplatz entstehende Neubau umfasst 15 Krippen- und 33 Kindergartenplätze. Auf der Fläche des abgerissenen Bestandsgebäudes soll später der neue Kita-Spielplatz errichtet werden. Die Gesamtkosten betragen rund 2,9 Millionen Euro, welche durch rund 1,2 Millionen Euro aus der FöRL ILE M-V bezuschusst werden.

Ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz und damit zur Klimaneutralität wurde heute in Stralendorf geleistet. Umwelt- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus überreichte einen Zuwendungsbescheid für die energieeffiziente Erweiterung des Gymnasialen Schulzentrums „Felix Stillfried“. Grundlage ist die Klimaschutz-Förderrichtlinie für Kommunen in MV. Die Gesamtausgaben für das Vorhaben betragen rund 810.000 Euro. Aus EFRE-Mitteln werden rund 405.200 Euro zur Verfügung gestellt.

Darin enthalten sind unter anderem der Neubau des zweiten Erweiterungsbaus, die Errichtung eines Sonnenschutzsystems zur Reduzierung des solaren Wärmeeintrages, 800 energieeffiziente LED-Innenleuchten (inklusive Präsenzmelder und tageslichtabhängiger Steuerung) sowie eine Lüftungsanlage mit höchstem energetischem Wirkungsgrad. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft/Wasser-Wärmepumpe.

„Mit diesem Vorhaben werden jedes Jahr rund 19,9 Tonnen CO2 eingespart. Zugleich werden jährlich 95.400 Kilowattstunden Endenergie eingespart. Das ist vergleichbar mit dem jährlichen Stromverbrauch von 27 Einfamilienhäusern. Der CO2-Ausstoß reduziert sich um 34 Prozent. Das entspricht ungefähr dem CO2 Ausstoß eines Benzin-PKWs, der jährlich rund 104.000 Kilometer zurücklegt. Zusätzlich sinken die Betriebskosten wegen geringerer Wartungskosten. Dank der Maßnahme erleben junge Menschen hier ganz praktisch, was ressourcenschonendes Bauen und Wirtschaften bedeutet. Klimaschutz wird damit nicht abstrakt vermittelt, sondern er wird sicht- und erlebbar als Teil des Schulalltags“, sagte Backhaus.

Insgesamt wurden seit Anfang 2024 rund 5,5 Millionen Euro über die Klimaschutzförderrichtlinie für Kommunen bewilligt. Damit sind Gesamtkosten in Höhe von rund 14,5 Millionen Euro verbunden.

Durch die Modernisierung und Erweiterung der Versorgungseinheit für Kitas des JAW e.V. erfolgt eine Effizienzsteigerung. Zudem werden die Lebensmittelsicherheit gewährleistet und eine gesunde Ernährung für die Kinder gefördert. Die bestehenden Räumlichkeiten entsprachen nicht mehr den aktuellen hygienischen und technischen Standards. Die vorhandene Küche mit einer Fläche von ca. 70 Quadratmetern versorgte bisher die Kindertagesstätten in Jessenitz sowie in Vellahn. Zukünftig werden zwei weitere Kindertageseinrichtungen in Zarrentin und Dömitz darüber versorgt.

Im Rahmen der Maßnahme wurden unter anderem ein neuer Anbau errichtet und die bestehende Küche saniert. Es wurden die Elektrik, die Lüftung sowie Trink- und Abwasserleitungen erneuert. Die gesamte Einheit wurde mit moderner Großküchentechnik ausgestattet. Arbeits- und Nutzflächen wurden neugestaltet. Ein Durchgang verbindet künftig die vorhandene mit der neuen Küche. Die Gesamtinvestition in Höhe von rund 830.000 Euro wurde mit Mitteln aus der Richtlinie zur Förderung der Integrierten ländlichen Entwicklung in Höhe von rund 694.500 Euro subventioniert.

Gemeinde Hoort erhält offiziell ein eigenes Gemeindewappen

Hoort – Die Gemeinde Hoort im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat heute offiziell ihren Wappenbrief erhalten. Innenminister Christian Pegel überreichte diesen an Bürgermeisterin Iris Feldmann und bestätigte damit das Recht der Gemeinde, ihr Wappen offiziell zu führen.

„Die Übergabe dieses Wappenbriefes ist ein erfolgreicher Abschluss des in der Gemeinde gemeinsam getragenen Prozesses und bildet im Wappen die Identität und Geschichte der Gemeinde Hoort sichtbar ab. Ein Wappen erzählt immer eine Geschichte: von Herkunft, von Zusammenhalt und von dem, was die Menschen vor Ort miteinander verbindet. Mit dem eigenen Wappen erhält Hoort nun ein offizielles Zeichen, das genau dafür steht.

Es macht deutlich, worauf man hier stolz sein kann, und schafft zugleich etwas Bleibendes für die kommenden Generationen“, sagte Innenminister Christian Pegel bei der Übergabe und ergänzte: „Ich gratuliere der Gemeinde Hoort herzlich zu diesem wichtigen Schritt. Möge das Wappen mit Freude und Stolz geführt werden – als Ausdruck einer lebendigen Gemeinschaft, die ihre Wurzeln kennt und ihre Zukunft gemeinsam gestaltet.“

Der Wappenbrief stellt die formale Anerkennung des Gemeindewappens dar und würdigt zugleich die geschichtliche Entwicklung sowie die Identität der Gemeinde. Mit der Verleihung wird das Wappen in die Reihe der hoheitlich geführten Symbole der Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen.

Das Wappen wird im Wappenbrief wie folgt beschrieben: Innerhalb eines blau-silbernen geteilten Wolkenbords ein goldener Stabgöpel, oben vorn in Blau ein schrägrechts gelegtes goldenes Eichenblatt, oben hinten in Blau ein schräglinks gelegtes goldenes dreiblättriges Kleeblatt, unten in Grün ein goldenes Widderhorn.

Aktuell sind in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen 724 Gemeinden und den kreisfreien Städten Schwerin und Rostock, 398 Wappen in die Wappenrolle des Landes eingetragen.

Schon in der DDR gab es die Möglichkeit, ein Wappen als Hoheitszeichen zu beantragen. Nach 1990 und durch die Neufassung der Kommunalverfassung, wodurch auch das kommunale Wappen- und Flaggenwesen erneuert wurde, stiegen die Anträge deutlich. Das Verfahren für die Annahme eines Wappens ist in der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums über die Genehmigung kommunaler Wappen und Flaggen beschrieben, die Sie auf der Webseite des Ministeriums herunterladen können.

Innenminister verleiht Laage die Bezeichnung „Recknitzstadt“

Laage – Die Stadt Laage darf ab sofort offiziell die kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnung „Recknitzstadt“ führen. Innenminister Christian Pegel hat Bürgermeisterin Christin Zimmermann heute diese Bezeichnung offiziell überreicht.

„Mit dem Namen ‚Recknitzstadt‘ wird sichtbar, was Laage seit Jahrhunderten prägt: die enge Verbindung von Stadt, Geschichte, Natur und den Menschen vor Ort. Der Beiname würdigt nicht nur die geografische Bedeutung der Recknitz, sondern auch das starke Heimatgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Der neue Beiname wird das regionale Profil Laages stärken und die historische Bedeutung der Stadt über die Region hinaus sichtbar machen“, so Minister Christian Pegel.

Die Verleihung folgt einem Beschluss der Stadtvertretung sowie einem breiten Beteiligungsprozess: Im Sommer 2025 waren die Einwohnerinnen und Einwohner aufgerufen, Vorschläge für einen Beinamen einzureichen. Mit deutlicher Mehrheit entschieden sie sich für „Recknitzstadt“. Bereits heute tragen zahlreiche öffentliche Einrichtungen in Laage den Namen „Recknitz“ – ein Ausdruck der gelebten Identifikation mit Stadt und Landschaft.

„Laage zeigt eindrucksvoll, wie Geschichte, Gegenwart und Bürgerengagement zu einer starken kommunalen Identität zusammenwachsen“, so Pegel abschließend.

Die kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnung wird dem amtlichen Gemeindenamen vorangestellt und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Rehna darf offiziell den Titel „Klosterstadt“ tragen

Rehna – Die Stadt Rehna darf ab sofort die Bezeichnung „Klosterstadt“ führen. Die Verleihung nahm Landesinnenminister Christian Pegel heute in der Stadt mit dem Bürgermeister Martin Reininghaus vor.

„Mit der Bezeichnung ‚Klosterstadt‘ wird die lange Geschichte des ehemaligen Frauenklosters als religiöses, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum in Rehna und für die gesamte Region offiziell anerkannt, in besonderer Weise hervorgehoben und in die Gegenwart getragen. Das Kloster war und ist mehreren Jahrhunderten hinweg prägendes Zentrum des städtischen Lebens“, sagte Minister Christian Pegel bei der offiziellen Verleihung und weiter:

„Die kontinuierliche öffentliche Nutzung der Klosteranlage, ihr herausragender denkmalgeschichtlicher Wert und das große Engagement der Stadt für Kultur, Geschichte und Tourismus rechtfertigen diese Auszeichnung in besonderer Weise.“

Die Stadtvertretung hatte im Oktober 2025 einstimmig beschlossen, die Bezeichnung zu beantragen. Ziel ist es, die historische Identität Rehnas zu stärken, den Kulturtourismus weiterzuentwickeln und die Verbundenheit der Bevölkerung mit der Stadtgeschichte zu fördern.

Das Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern hat dem Antrag auf die kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnung zugestimmt. Diese wird dem amtlichen Gemeindenamen vorangestellt und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

 Künftig sollen auch neue Ortseingangsschilder mit der Aufschrift „Klosterstadt Rehna“ auf die besondere Bedeutung der Klosteranlage aufmerksam machen.

LED-Straßenbeleuchtung leistet wichtigen Beitrag zum Klimaschutz

Lübz – Ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz und damit zur Klimaneutralität wird heute in Lübz geleistet. Umwelt- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus überreicht einen Zuwendungsbescheid für die Umrüstung der Straßen- und Gehwegsbeleuchtung auf energieeffiziente, intelligente und steuerbare LED-Beleuchtung. Mit der EFRE-Förderung in Höhe von 413.000 Euro werden Gesamtausgaben in Höhe von 1,18 Millionen Euro ermöglicht.

„Die Investition macht die Stadt Lübz zu einem relevanten Akteur in MV hinsichtlich der Energieeffizienzsteigerung. Mit der Umrüstung auf LED-Beleuchtung geht eine voraussichtliche Einsparung von 94,5 Tonnen CO2 pro Jahr einher. Das entspricht dem CO2-Ausstoß von etwa 30 Gas-beheizten Einfamilienhäusern je Jahr. Die Stromeinsparung beträgt etwa 143.500 kWh/ Jahr. Das entspricht etwa dem Verbrauch eines E-Autos bei einer Fahrleistung von 800.000 Kilometern. Bei einem angenommenen Strompreis von 30 Cents je Kilowattstunde werden ca. 43.000 Euro gespart. Außerdem sinken aufgrund geringerer Wartungskosten auch die Betriebskosten“, sagt Backhaus.

Im Stadtgebiet gibt es 617 Lichtpunkte, davon 525 Lichtmasten, Bodeneinbauleuchten und Poller-Leuchten. Soweit notwendig werden alle Masten ersetzt und 42 weitere installiert. Darüber hinaus werden in die Jahre gekommene Kabel, insgesamt knapp 7.000 Meter Gesamtlänge, erneuert.

Insgesamt wurden seit Anfang 2024 rund 5,5 Millionen über die Klimaschutzförderrichtlinie für Kommunen bewilligt, was Gesamtausgaben in Höhe von 14,5 Millionen Euro ermöglichte. Schwerpunkte sind unter anderem LED-Straßen- und Außenbeleuchtung, Studien- und Planungsleistungen, LED-Innenbeleuchtung, energetische Gebäudesanierung im Bestand, technische Gebäudeausrüstung im Neubau sowie der Austausch von Pumpen und anderen Anlagenbestandteilen.

Greifswald wird von Altverbindlichkeiten entlastet

Greifswald – Landesinnenminister Christian Pegel hat heute mehrere Bescheide zur Ablösung von Wohnungsbaualtschulden mit einer Gesamtsumme von elf Millionen Euro an die Stadt Greifswald übergeben. Dies entlastet die Kommune und vor allem das kommunale Wohnungsunternehmen, die WVG, nachhaltig von historischen Verbindlichkeiten mit einer Höhe von rund 23,8 Millionen Euro. Die Mittel dienen der weiteren Ablösung von Wohnungsbaualtschulden aus der DDR-Zeit, die viele Kommunen und kommunale Wohnungsunternehmen auch mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer belasten.

„Mit der Ablösung dieser Altverbindlichkeiten schaffen wir finanziellen Handlungsspielraum für die Zukunft. Bereits in den Vorjahren hat Greifwald für seine WVG insgesamt 12,8 Millionen Euro ausgezahlt bekommen und gewinnt nun Planungssicherheit – für Investitionen in Infrastruktur, Wohnen und Lebensqualität“, so Innenminister Pegel bei der Übergabe und:

„Wer Kommunen stark machen will, muss ihnen die Lasten der Vergangenheit nehmen. Die Wohnungsbaualtschulden stammen aus früheren DDR-Finanzierungsstrukturen, als Investitionskredite für neu gebaute Stadtteile auch für die Ausgaben für die Straßen, Kaufhallen, Schulen und KiTas im jeweiligen Quartier – aus heutiger Sicht wahllos – als Schulden mit auf die Wohnungsbauten umgelegt wurden. Der Einigungsvertrag hat diese zufällige Zuordnung zementiert und führt dazu, dass diese DDR-Altschulden bis heute kommunale Haushalte bzw. die kommunalen Wohnungsgesellschaften erheblich belasten. Ihre Ablösung ist ein zentraler Baustein zur Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung, der kommunalen Wohnungsunternehmen und zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse.

Mecklenburg-Vorpommern nimmt mit diesem Vorgehen bundesweit eine Vorreiterrolle ein. „Der Nordosten ist bislang das einzige Bundesland, das die Ablösung von Wohnungsbaualtschulden der Kommunen und ihrer Wohnungsunternehmen konsequent umsetzt. Darauf können wir stolz sein – und es zeigt, dass Land und Kommunen entschlossen handeln, wenn es um die Zukunft unserer Städte und Gemeinden geht. Das ist eine Frage der Fairness und der Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern“, so der Minister weiter.

Mit der Übergabe der Bescheide setzt das Land seinen Kurs fort, Kommunen strukturell zu entlasten und ihnen verlässliche Perspektiven zu eröffnen. Für Greifswald bedeutet dies, spürbar Investitionsspielräume der kommunalen Wohnungsgesellschaft WVG in ihren Wohnungsbestand zu schaffen und neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu eröffnen.

Über den Kommunalen Entschuldungsfonds stehen seit 2020 jährlich 25 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, die Altschulden schrittweise abzulösen und die wirtschaftliche Stabilität der Gemeinden und kommunalen Wohnungsunternehmen nachhaltig zu sichern.

„Ich danke allen Beteiligten auf kommunaler wie auf Landesebene, die an der Umsetzung dieses Programms mitgewirkt haben. Gemeinsam tragen wir dazu bei, dass Mecklenburg-Vorpommern lebenswert und zukunftsfähig bleibt“, sagt Minister Christian Pegel abschließend.

Tag der Städtebauförderung

Bauminister: Tag der Städtebauförderung für Leistungsschau der Städte nutzen

Schwerin – Landesbauminister Christian Pegel ruft die Kommunen der Städtebauförderung dazu auf, am 9. Mai öffentlichkeitswirksam zu zeigen, wie sehr die Zentren und Stadtteile mit Hilfe der Förderprogramme an Attraktivität gewonnen haben.

„Die Erfolgsgeschichte der Städtebauförderung währt nun schon 35 Jahre. In Mecklenburg-Vorpommern haben Bund, Land und Kommunen in dieser Zeit weit über drei Milliarden Euro aus den verschiedenen Programmen investiert. Unsere Städte sind schöner denn je, für Mecklenburger und Vorpommern lebenswert und für Gäste anziehend“, so der Minister.

Der diesjährige Tag der Städtebauförderung wird am 9. Mai 2026 unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ gefeiert. Kommunen, die teilnehmen möchten, finden auf der Website des Tags der Städtebauförderung Anregungen für Veranstaltungsformate, Kommunikationsmaterialien und Beispiele aus anderen Kommunen. Zur Online-Anmeldung geht es hier: https://www.tag-der-staedtebaufoerderung.de/login

Im Jahr 2026 stellt der Bund erstmals 1 Milliarde Euro bereit, die von den Ländern und Kommunen kofinanziert werden. 46 Prozent der Städtebauförderung fließen in ländliche und 54 Prozent in städtische Räume. Bundesweit wurden bisher rund 12.500 Gesamtmaßnahmen in 4.000 Kommunen gefördert. 1 Euro Städtebauförderung generiert durchschnittlich fast 7 Euro private oder öffentliche Bauinvestitionen.