Bahnbrücke Anklam: Zu den Feiertagen freie Fahrt auf zwei Spuren

Anklam – Gute Neuigkeiten für Urlauber: Die Brücke über die Bahnanlagen der Deutschen Bahn AG im Zuge der Bundesstraße 109 bei Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wird zu den kommenden Feiertagen wieder zweispurig befahrbar sein.

Die aktuell einspurige Verkehrsführung auf der Brücke wird am Mittwoch, 24. Mai, im Laufe des Tages vorläufig aufgehoben. Der Baustellenbereich kann dann zweispurig mit 50 km/h befahren werden.

Für Restarbeiten an der Brücke wird vom 29. bis 31. Mai noch einmal eine einspurige Streckenführung eingerichtet. Ab dem 1. Juni wird die Brücke dann wieder zweispurig befahrbar sein.

Um die Traggerüste und die Signalanlage zurückbauen sowie Markierungsarbeiten durchführen zu können, wird es im Juni lediglich in den Abend- und Nachtstunden noch einmal zu halbseitigen Sperrungen kommen.

Die aus fünf Teilbauwerken bestehende Brücke über die Bahnanlagen wird seit Dezember 2015 instandgesetzt. Im Rahmen von turnusmäßig durchgeführten Bauwerksprüfungen an der Brücke waren Risse und Feuchteschäden festgestellt worden, die eine Reparatur notwendig gemacht hatten. Die Kosten für die Maßnahme trägt der Bund.

Wassersport: 50.000 Euro für Sportstätten in Schwerin

Ministerin Hesse: Land sorgt für bessere Bedingungen der Vereine

Schwerin – Das Land unterstützt in diesem Jahr die Sanierung von Sportstätten zweier Wassersportvereine in Schwerin mit insgesamt rund 50.000 Euro. Der Kanu- und Kleinsegel-Verein e. V. Schwerin erhält 25.249 Euro für die Modernisierung seines Bootshausgiebels. Die Sanierung der Uferkante und der Kanalausfahrt des Segelvereins Schwanenhalbinsel e. V. in Schwerin fördert das Land mit 24.735 Euro.

„Das Kommando ‚Leinen los‛ ist längst verhallt. Die Wassersportsaison auf dem Schweriner See hat bereits begonnen“, sagte Sportministerin Birgit Hesse. „Mit der finanziellen Unterstützung bei der Sanierung sorgt das Land für bessere Bedingungen der beiden Wassersportvereine. Das Bootshaus des Kanu- und Kleinsegel-Vereins wurde in den vergangenen 16 Jahren durch Eigenleistungen der Mitglieder saniert. Die diesjährige Unterstützung ist damit auch eine Anerkennung für das Engagement der Mitglieder“, so Hesse.

Der noch nicht sanierte Ostgiebel des Bootshauses des Kanu- und Kleinsegel-Vereins e. V. weist starke Rissbildungen und Setzungen auf. Die massive Giebelkonstruktion soll zurückgebaut und durch eine leichte Fachwerkkonstruktion einschließlich neuer Gründung ersetzt werden.

Die Uferkante am Gelände des Segelvereins Schwanenhalbinsel e. V. ist wegen der Überalterung der Pfähle der vorhandenen Uferbefestigung stark sanierungsbedürftig. Außerdem verlandet die Kanalausfahrt in den Schweriner See zunehmend.

Bundesweiter Dorfwettbewerb – bis 29. September anmelden!

Schwerin – Bis zum 29. September 2017 können sich Dörfer und Gemeinden unter 3.000 Einwohner bei den jeweiligen Landkreisen für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ anmelden. Mit dem Dorfwettbewerb ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft alle drei Jahre bürgerliches Engagement für eine lebenswerte Zukunft. Seit 1961 steht der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Seit 1993 werden in dem traditionsreichen Bundeswettbewerb die Teilnehmerdörfer der alten und neuen Bundesländer gemeinsam bewertet.

„Ich hoffe sehr, dass sich hierzulande wieder viele Gemeinden an dem traditionsreichen Wettbewerb beteiligen werden und Mecklenburg-Vorpommern an die Erfolge aus den vorherigen Wettbewerben anknüpfen kann. Sechs Goldmedaillen und sechs Silbermedaillen hat unser Bundesland in der Vergangenheit bereits abgeräumt. Das zeigt mir: Engagement ist in Mecklenburg-Vorpommern zu Hause. Bürger, Unternehmen und Gemeinden arbeiten zielstrebig, die Gemeinschaft im Ort zu stärken und Dörfer wirtschaftlich voranzubringen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus.

Ziel des Wettbewerbes ist, Menschen zu motivieren, die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken ihres Ortes zu erfassen, um daraus gemeinschaftlich Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Dem sozialen Miteinander zwischen Jung und Alt sowie Alteingesessenen und Zugezogenen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. „Nur gemeinsam können wir ländliche Räume beleben und das Leben auf dem Land, insbesondere für junge Menschen, wieder attraktiver machen“, so der Minister.

Bewertet werden:

Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen
Soziales und kulturelles Leben
Baugestaltung und -entwicklung
Grüngestaltung und –entwicklung
Ort in der Landschaft

Detaillierte Informationen finden unter:

http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Laendliche-Raeume/Wettbewerb-Unser-Dorf-hat-Zukunft/

Schuljahr 2017/2018: Fünf neue Ganztagsschulen im Land

Ministerin Hesse: Bis zu 10.000 weitere Ganztagsplätze in dieser Legislaturperiode

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern geht der Ausbau von Ganztagsschulen Schritt für Schritt weiter. Zum Schuljahr 2017/2018 nehmen fünf weitere Schulen die Arbeit als teilweise gebundene bzw. gebundene Ganztagsschule oder als volle Halbtagsgrundschule auf. Schulen, die ihre Organisationsform mit Beginn eines Schuljahres verändern wollen, müssen bereits im Vorjahr einen entsprechenden Antrag im Bildungsministerium einreichen.

„Ganztägiges Lernen betrachte ich als große Chance“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Ganztagsschulen bzw. volle Halbtagsgrundschulen können Bildungs- und Freizeitangebote flexibler gestalten und machen neue Lernformen möglich. Insbesondere für Schülerinnen und Schüler auf dem Land halte ich das ganztägige Lernen für wichtig, weil Kinder und Jugendliche nachmittags nicht alleine zu Hause sitzen, sondern ihre Zeit mit Gleichaltrigen verbringen können“, so Hesse.

Überblick über die fünf Schulen mit veränderter Organisationsform:

  • Regionale Schule mit Grundschule Garz: Errichtung einer vollen Halbtagsgrundschule an der Grundschule
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum Grimmen – Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen: Errichtung einer gebundenen Ganztagsschule
  • Kooperative Gesamtschule Barth: Änderung der Organisationsform von der offenen zur teilweise gebundenen Ganztagsschule
  • Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg: Änderung der Organisationsform von der offenen zur gebundenen Ganztagsschule
  • Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium Neubrandenburg: Errichtung einer teilweise gebundenen Ganztagsschule

„Eine große Bereicherung für das ganztägige Lernen ist die Kooperation mit Einrichtungen und Vereinen in den Bereichen Kultur und Sport, Jugendhilfe und Umweltbildung“, betonte Bildungsministerin Hesse. „Wir müssen dafür werben, dass noch mehr außerschulische Partner mit unseren Schulen zusammenarbeiten. Neben dem qualitativen Ausbau von Ganztagsschulen will die Landesregierung in dieser Legislaturperiode bis zu 10.000 weitere Ganztagsplätze für Schülerinnen und Schüler schaffen“, erklärte Hesse.

Im Schuljahr 2016/2017 nehmen von den 117.903 Schülerinnen und Schülern des Primar- und Sekundarbereichs I insgesamt 71.102 Schülerinnen und Schüler an ganztägigen Angeboten teil. Dies entspricht einer Quote von 60,3 Prozent. Das ist jeder zweite Schüler im Primar- und Sekundarbereich I. Gegenüber dem Schuljahr 2014/2015 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die an ganztägigen Angeboten teilnehmen, um 6.185 gestiegen.

Von den 267 öffentlichen Grundschulen im Land (einschließlich der Grundschulen, die organisatorisch mit anderen Schulen verbunden sind – z. B. Regionale Schulen mit Grundschulen, Kooperative Gesamtschulen mit Grundschulen, Integrierte Gesamtschulen mit Grundschulen) finden an 146 Schulen unterrichtsergänzende Angebote im Bereich der vollen Halbtagsgrundschulen statt. Dies entspricht 54,7 Prozent dieser Schulen.

An 188 von 252 öffentlichen allgemein bildenden Schulen, an denen Schüler des Sekundarbereiches I beschult werden, finden unterrichtsergänzende Angebote im Bereich der Ganztagsschulen statt. Das sind 74,6 Prozent dieser Schulen. Das Land stellt im laufenden Schuljahr 26 Mio. Euro für die öffentlichen Ganztagsschulen bzw. vollen Halbtagsgrundschulen bereit.

Förderbescheid über 5.000 Euro an Wolhynier Umsiedlermuseum

Linstow – Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) würdigte jetzt die neue Linstower Wanderausstellung: „Wolhynier-Geschichte auf das Schweigen der DDR-Zeit ausgeweitet“

„Mit der Geschichte der Wolhynier verbindet man vor allem die Tragödie von Flucht und Vertreibung. Diese Geschichte ist bewegend und wiederholte sich innerhalb weniger Jahrzehnte gleich mehrfach. Wir alle, die diese Zeit nicht miterleben mussten, können die persönlichen Verluste nur erahnen. Denn Vertreibung und Flucht heißt vor allem immer auch Verlust. Verlust von Heimat, lieber Menschen und materiellem Besitz“, sagte Justizministerin Hoffmeister zum Start der neuen Wanderausstellung des Wolhynier Umsiedlermuseums Linstow. Die Ministerin ist auch zuständig für Religions- und Vertriebenangelegenheiten.

Vorsitzender des Heimatvereins Linstow e.V. Johannes Herbst und Justizministerin Katy Hoffmeister

„73 wolhyniendeutsche Familien waren nach langer Odyssee nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Linstow angekommen. Sie errichteten sich eine Siedlung, in der sie ihre Traditionen bewahrten. Doch blieben sie unter sich, denn auf ihre alte Heimat zurück besinnen durften sie sich zu DDR-Zeiten nicht. Öffentliche Erinnerungen an Flucht und Vertreibung waren unter Strafe verboten. Erst nach der Wiedervereinigung gründeten sie ihren Heimatverband. Diese Nachkriegszeit betrachtet die neue Ausstellung.

Die Ausstellung des Wolhynier Umsiedlermuseums in Linstow erzählt die Geschichte ausgewählter Schicksale. Es ist wichtig, die Erlebnisse an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Denn aus der Geschichte leiten sich Handlungsweisen für die Zukunft ab. Dem Heimatverein ist es zudem gelungen nach Flucht und Vertreibung aus der damaligen Sowjetunion und dem seelischen Schmerz des Schweigens in der DDR in den letzten 25 Jahren hier in Linstow ein Versöhnungswerk aufzubauen“, lobte Ministerin Hoffmeister und übergab dem Heimatverein einen Förderscheck über 5.000 Euro.

23. Regionalmesse für heimische Produkte in Wittenhagen

Wittenhagen – In Wittenhagen bei Grimmen (Landkreis Vorpommern-Rügen) hat sich Wirtschaftsminister Harry Glawe am Sonntag auf der 23. Regionalmesse der Bartels-Langness GmbH & Co. KG (BELA) über regionale Lebensmittel informiert. „Die jährlich stattfindende Messe ist für Kunden und Industriepartner der Bela ein fester Termin. Hier werden Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern und anderen Regionen vorgestellt. Besonders erfreulich ist, dass viele kleinere Anbieter regionaler Köstlichkeiten die Möglichkeit haben, ihr Sortiment einem breiten überregionalen Publikum vorzustellen. Dank des Engagements der BELA erhöht sich der Bekanntheitsgrad unserer Produkte. Das fördert die heimische Wirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Bela Handels GmbH & Co. KG mit ihren 181 Mitarbeitern betreibt seit mehreren Jahren eine Betriebsstätte des Großhandels mit Lebensmitteln in Wittenhagen. Auf rund 28.000 Quadratmetern lagern in den sechs Meter hohen Hochregalen etwa 12.000 Produkte, davon rund 1.300 aus den Neuen Bundesländern. Dazu gehört auch ein Lager des Tochterunternehmens „Backring Nord“, ein Fachgroßhändler für das Back- und Eishandwerk.

Die Regionalmesse wird jährlich ausgerichtet, um gezielt regionale Lebensmittel bei den Abnehmern bekannt zu machen. In diesem Jahr waren insgesamt 70 Aussteller vertreten, davon 15 aus Mecklenburg-Vorpommern. Das Angebot reichte von Wildspezialitäten über Honig und Frischkäseprodukte bis zu Fisch und Tee. „In Wittenhagen zeigt sich ein Querschnitt der beeindruckenden Vielfalt unserer heimischen Produkte. Da hat sich in Mecklenburg-Vorpommern viel getan – unser Land hat sich zu einem attraktiven Standort für die Ernährungsindustrie entwickelt“, sagte Glawe.

Derzeit sind in den 86 Betrieben (mit mehr als 50 Beschäftigten) der Ernährungsindustrie über 14.600 Mitarbeiter beschäftigt. Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete in 2016 einen Jahresumsatz von rund 4,5 Milliarden Euro. Damit betrug der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes mehr als 33 Prozent (35%). „Die Ernährungsindustrie ist innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung“, so Glawe weiter.

Die Vielzahl der Betriebe zählt zu den mittelständischen Unternehmen. In Mecklenburg-Vorpommern sind auch wichtige Tochterunternehmen von internationalen Konzernen ansässig wie beispielsweise die Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH in Wittenburg und Pfanni GmbH & Co. KG in Stavenhagen. Hinzu kamen Ansiedlungen und Investitionen von Unternehmen der Ernährungsbranche. Dazu zählen insbesondere der Bau einer Betriebsstätte für Lebensmittelzusatzstoffe der SternMaid GmbH in Wittenburg, die Errichtung eines Edeka-Fleischwerkes in Valluhn, die Ansiedlung der Süßwarenhersteller Toffee Tec GmbH und Sweet Tec GmbH in Boizenburg oder des Nescafé Dolce-Gusto-Werkes in Schwerin.

1892 in Kiel gegründet, ist die Bartels-Langness-Gruppe bis heute ein Familienunternehmen mit über 15.000 Mitarbeitern, davon 2.000 in Mecklenburg-Vorpommern. Zum Kundenstamm der Bela Wittenhagen gehören rund 700 selbständige Einzelhändler, Tankstellen und Drogeriemärkte in Nord- und Ostdeutschland. Darunter sind kleinere Kaufleute in ländlich geprägten Strukturen, aber auch Großkunden wie Konsum Dresden mit über 40 Verkaufsstellen. Stammgeschäft der Bela ist der Lebensmittelgroß- und -einzelhandel. Daneben gehören verschiedene Aktivitäten im Bäckereihandwerk- und -handel, im Tiernahrungsfachhandel, im Großverbrauchergeschäft sowie ein eigenes Weinimporthaus und ein Weingut zum Unternehmen. Weiterhin gehören in Norddeutschland auch 86 famila-Warenhäuser, darunter 15 in den neuen Bundesländern und 13 in Mecklenburg-Vorpommern sowie 33 Markant-Märkte, darunter zehn aus Mecklenburg-Vorpommern, zur Unternehmensgruppe.

150 Jahre Feuerwehr im Ostseebad Nienhagen

Nienhagen – Innenminister Lorenz Caffier hat der Feuerwehr im Ostseebad Nienhagen im Landkreis Rostock zum 150. Gründungsjubiläum gratuliert. „Nienhagen kann mit Stolz auf seine Feuerwehr blicken“, sagte der Minister auf der Jubiläumsfestveranstaltung heute in Nienhagen. „Was vor genau 150 Jahren als Spritzenverband für die Gemeinden Rethwisch, Börgerende und Nienhagen mit 30 Hilfsleuten begann, ist heute eine hochprofessionelle Truppe von 101 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten“, lobt Innenminister Caffier.

Am 15. Mai 1867 hatte sich der Spritzenverband zusammengefunden, um Hilfe und Beistand in Not und Gefahr für die Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Region zu leisten. „Dieses Einstehen für die Nachbarn, das persönliche Engagement, ist bis heute die Grundidee des Brand- und Katastrophenschutzes in unserem Land – egal ob bei den freiwilligen Einsatzkräften oder den Angehörigen der Berufsfeuerwehr“, betont Brandschutzminister Caffier. Er dankt zugleich auch den Feuerwehrleuten für ihre stetige Einsatzbereitschaft. In diesen Dank schließt er auch die Familien, Angehörigen und Partner der Einsatzkräfte ein, ohne deren Verständnis und Rückhalt die Feuerwehrleute ihren Dienst nicht leisten könnten.

Minister Caffier lobt zugleich die aktive Nachwuchsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Nienhagen. Die 16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr verdeutlichen das große Engagement auf diesem Gebiet. „Das ist wichtig für die personelle Sicherung des Brandschutzes in der Zukunft. Es ist aber auch ein toller Beitrag zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche“, sagt der Innenminister.

Die erste Löschtechnik des Spritzenverbandes bestand aus einem Küben und einem Wasserwagen. 1939 erhielt die Wehr ihre erste Tragkraftspritze und das erste Löschfahrzeug konnte die Wehr 1962, es war ein ausrangierter Krankenwagen vom Typ K30, übernehmen.

1960 konnte als Höhepunkt für die Wehr der Bau und die Einweihung des Gerätehauses in der Gemeinde gefeiert werden. 1971 erhielten die Kameraden die Genehmigung zum Ausbau des Gerätehauses, es wurde

ein Schulungsraum und ein Stellplatz für den neuen Schlauchanhänger geschaffen. Die Kameraden führten diesen Umbau in Eigeninitiative durch. Dann erhielt die Wehrdas erste Löschfahrzeug mit Schlauchanhänger.

„Die Kameradinnen und Kameraden hatten bei vielen sportlichen Wettkämpfen oftmals die Nase vorn und gingen als stolze Sieger vom Platz“, so Innenminister Caffier und ergänzt: „Körperliche Fitness und Sport bilden nach wie vor eine der entscheidenden Grundlagen für die Einsatzbereitschaft der Kameradinnen und Kameraden in den Feuerwehren.

Neben dem Gewinn vieler Kreismeistertitel sowie erfolgreicher Beteiligung an Landeswettkämpfen der Freiwilligen Feuerwehr Nienhagen, ist als besonderer Erfolg der Sieg von der Frauenmannschaft bei den Landesmeisterschaften im September 2002 herauszustellen.

Acht Mitglieder der Feuerwehr Nienhagen nahmen im Team MV an den Deutschen Feuerwehrmeisterschaften in Rostock im Juli 2016 teil. Die Frauenmannschaft belegte den 1. Platz und die Männermannschaft holte den 3.Platz.

„Danke dafür, dass Sie Verantwortung übernehmen und sich für das Gemeinwohl einsetzen. Danke dafür, dass Sie Ihr Leben riskieren, um unseres zu schützen. Ohne Ihr Engagement könnten wir den Brandschutz in Deutschland nicht gewährleisten“, sagte Innenminister Caffier abschließend und wünschte allen noch ein schönes Jubiläumsfest.

SEETELHOTELS feiert 25jähriges Bestehen

Insel Usedom – Das Unternehmen SEETELHOTELS mit Sitz im Seebad Heringsdorf (Insel Usedom) hat am Sonnabend sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Zur Hotelgruppe der Familie Seelige-Steinhoff gehören 16 Hotels, Residenzen und Villen auf der Insel Usedom sowie ein Hotel in Santa Ponsa (Mallorca). „Das familiengeführte Unternehmen SEETELHOTELS hat eine beeindruckende Entwicklung genommen. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die Hotelgruppe stetig um weitere Übernachtungsmöglichkeiten erweitert und das Angebot für die Gäste vielfältig ergänzt. Diese Erfolgsgeschichte ist geprägt durch das unermüdliche Engagement der Gründerfamilie. Heute gehört SEETELHOTELS zu einem der bedeutendsten Arbeitgeber in Vorpommern. 450 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl ihrer Gäste“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Hotelgruppe verfügt über mehr als 950 Zimmer, die Angebote reichen dabei vom Drei-Sterne-Familienresort bis zum Fünf-Sterne-Luxushotel. Insgesamt hat die Unternehmerfamilie an den Standorten Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck und Trassenheide in den vergangenen 25 Jahren mehr als 100 Millionen Euro investiert. Das Wirtschaftsministerium hat die Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit knapp 27 Millionen Euro unterstützt. Zuletzt wurden das Hotel Kaiserstrand Beachhotel und die Villa Gerda in Bansin eröffnet. Zu den SEETELHOTELS gehört auch die Privatbrauerei zu Heringsdorf. In dem Usedomer Brauhaus werden vier verschiedene Biere mit einer Gesamtkapazität von über 2.400 Hektolitern pro Jahr gebraut sowie edle Brände destilliert und Liköre kreiert.

„Besonders hervorzuheben ist auch das starke Engagement des Unternehmens für die Region. Neben der Unterstützung kultureller und kulinarischer Veranstaltungen übernimmt das Unternehmen auch Klassenpatenschaften, geht Schulkooperationen ein und fördert die heimischen Vereine. Das zeigt die hohe Identifikation mit der Insel Usedom und ihren Menschen“, sagte Glawe.

Gemeinsam mit anderen Hoteliers der Insel Usedom unterstützt die SEETELHOTELS-Gruppe die Entwicklung des Flughafens Heringsdorf. Die Unternehmer übernehmen Garantien für den Flugticketverkauf, um so regelmäßige Flüge aus verschiedenen Quellgebieten zu ermöglichen. Am Flughafen startete am 8. April der Linienverkehr mit den Eurowings-Linien aus Düsseldorf und Stuttgart und am 15. April mit der Lufthansa aus Frankfurt am Main. Ab dem 26. Mai wird wöchentlich mit der Austrian Airlines Linz in Österreich angeflogen, ab dem 4. Juni kommen mit der SkyWork Airlines Schweizer Urlauber aus Bern und Basel. „Die Kooperation zwischen dem Flughafen und den Hotels trägt entscheidend dazu bei, die Attraktivität der Urlaubsregion weiter zu erhöhen und auch in der Vor- und Nachsaison eine gute Auslastung zu sichern“, sagte Glawe.

Auf der Insel Usedom gab es im Jahr 2016 mehr als eine Million Ankünfte (+6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und über 5,3 Millionen Übernachtungen (+4,7 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag mit 4,9 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. 2016 wurden im Seeheilbad Heringsdorf (Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf) mehr als 479.000 Ankünfte (+5 Prozent) und mehr als 2,3 Millionen Übernachtungen (+4,6 Prozent) gezählt.

In Mecklenburg-Vorpommern insgesamt gab es im Gesamtjahr 2016 einen Übernachtungsrekord: Die Marke von 30 Millionen Übernachtungen wurde erstmals überschritten. Insgesamt gab es 30,3 Millionen Übernachtungen (+2,8 Prozent) und 7,6 Millionen Ankünfte (+2,3 Prozent).

Bio-Bauern auf Achse: Erster Bio-Genussmarkt kommt nach Schwerin

Schwerin – Heute findet unter dem Motto „LAND WIRT SCHAF(F)T ZUKUNFT – Bio-Bauern auf Achse“ zum ersten Mal in Mecklenburg-Vorpommern der Bio-Genuss-Markt statt. Auf dem Hafenfest am Marstall in Schwerin geben 16 Aussteller, darunter Landwirte und Öko-Verbände, Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die ökologische Wirtschaftsweise.

„Das Hafenfest in Schwerin bietet der Bio-Branche eine weitere große Plattform, um sich einem breiten Publikum vorzustellen. Interessierte haben die Möglichkeit, die Menschen hinter den Produkten kennenzulernen und mehr über einzelne Regionen zu erfahren. Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein wesentlicher Stützpfeiler für eine erfolgreiche Entwicklung des ökologischen Landbaus. Auch hier gilt die goldene Regel: Transparenz schafft Vertrauen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus, der die Veranstaltung besuchen wird.

Wie wird aus Milch Butter? Wie aus Getreide Brot? Oder wie entsteht Honig? Auf einer Spielstraße können Gäste an fünf Mitmachstationen die Besonderheiten des Ökolandbaus erfahren und sich ein Diplom als „Bio-Botschafter“ erarbeiten. Für die kleinen Besucher wird es einen interaktiven Kinder-Mitmach-Bauernhof geben.

Unterstützt wird der Bio-Event vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, ländlichfein e.V., dem Netzwerk Ökologischer Landbau der Landesforschungsanstalt MV und den beteiligten Unternehmen.

Mit Stand vom 31.12.2016 sind hierzulande 1.099 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft entsprechend der EG-Ökoverordnung zertifiziert. 843 landwirtschaftliche Unternehmen bewirtschaften ca. 132.200 ha Landwirtschaftsfläche ökologisch – fast jeder fünfte Betrieb.

Damit liegt der Öko-Anteil an der landwirtschaftlich genutzten Fläche hierzulande bei 9,85 %. Dies ist ein Spitzenwert im Vergleich zum Bundesdurchschnitt für das Jahr 2016 von ca. 7,0 %. Damit nimmt unser Land sowohl hinsichtlich der Wirtschaftskraft als auch im Rahmen der Behördenarbeit eine führende Rolle ein.

Ein weiterer Flächenzuwachs wird zudem in 2017 erwartet. Bereits in den ersten 4 Monaten sind weitere 2.000 ha im Kontrollverfahren von 19 Landwirtschaftsbetrieben angemeldet worden.

34 Badestellen und fünf Sportboothäfen mit „Blauer Flagge“ ausgezeichnet

Schwerin – 34 Badestellen und fünf Sportboothäfen aus Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag von Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Rudolph mit dem Gütesiegel „Blaue Flagge“ ausgezeichnet worden. Die „Blaue Flagge“ ist eine Umweltauszeichnung der Kopenhagener „Stiftung für Umwelterziehung“ (Foundation for Enviromental Education – F.E.E.); in Deutschland wird die internationale Auszeichnung durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung e.V. (DGU) verliehen. „Mecklenburg-Vorpommern nimmt eine Vorreiterrolle ein – von bundesweit 41 Blauen Flaggen für die Badestellen werden 34 bei uns im Land wehen. Das ist ein großartiges Ergebnis. Die Blaue Flagge als werthaltiges Gütesiegel für die Verbindung von Tourismus und Natur zeigt unseren Gästen den Weg zu sauberen, sicheren und attraktiven Badestränden sowie zu umweltgerechtem Bootstourismus“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort in Karlshagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald).

In Deutschland werden in diesem Jahr insgesamt 101 Sportboothäfen und 41 Badestellen mit dem Umweltsymbol „Blaue Flagge“ ausgezeichnet.

Mit der Blauen Flagge können Kommunen mit Stränden ausgezeichnet werden, wenn sie neben einer ausgezeichneten Badewasserqualität auf der Grundlage der EU-Badegewässerrichtlinie nachweislich hohe Standards im Umweltmanagement einhalten, zur Erhaltung der Natur und Umwelt in der Umgebung und im Strandbereich beitragen sowie eine hohe Sicherheit am Strand gegeben ist. „Die Blaue Flagge ist ein exzellentes Mittel, mit dem Küstenorte, Badestellen im Binnenland und Sportboothäfen des Landes aktiv für sich werben können. Da haben wir aber vor allem bei den Sportboothäfen noch Nachholbedarf. Wir müssen noch stärker die Vorzüge Mecklenburg-Vorpommerns in Sachen Wassertourismus herausstellen. Die Blaue Flagge ist dafür ein geeignetes Instrument“, sagte Rudolph.

Derzeit gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 105 Sportboothäfen und 45 Wasserwanderrastplätze. Gästen stehen rund 400 wassertouristische Anlagen in verschiedenen Kategorien zur Verfügung – von der Marina bis zur einfachen Ein- und Ausstiegsstelle für Kanuten. Insgesamt 7.255 touristisch nutzbare Liegeplätze gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, davon 4.308 Dauerliegeplätze und 2.947 Gastliegeplätze. Die wassertouristisch nutzbare Seen- und Flusslandschaft umfasst mehr als 2.000 Seen und mehr als 26.000 Kilometer Fließgewässer.

„Vorrangiges Ziel ist es, stetig an unserem touristischen Qualitätsstandard zu arbeiten. So gelingt es uns, eine hohe Gästezufriedenheit zu erreichen und aus unseren Urlaubern regelmäßig wiederkehrende Gäste zu machen. Dazu gehört, dass in die touristische Infrastruktur weiter investiert wird“, sagte Rudolph. Das Wirtschafts- und Tourismusministerium hat seit 1990 insgesamt 356 maritim-touristische Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 528 Millionen Euro mit knapp 408 Millionen Euro aus Mitteln unterstützt. Investiert wurde unter anderem in den Bau von Strandpromenaden, Schiffsanlegern, Seebrücken, Anlegestellen und Rettungstürmen barrierefreien Strandabgängen, Badestellen und Wasserwanderrastplätzen sowie Sportboothäfen. Für Investitionen in den Bau und Ausbau von Wasserwanderrastplätzen sind seit 1990 insgesamt 129 Vorhaben bei einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 221 Millionen Euro aus Mitteln Zuschüsse in Höhe von rund 177 Millionen Euro ausgereicht worden. Die Mittel der Zuschüsse vom Wirtschaftsministerium stammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Mecklenburg-Vorpommern hat im Gesamtjahr 2016 einen Übernachtungsrekord erzielt. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistischen Amtes 30,3 Millionen Übernachtungen registriert worden. Im Vergleich zum Vorjahr (29,5 Millionen Übernachtungen) ist das ein Zuwachs um 2,8 Prozent. Auch die Anzahl der Gästeankünfte liegt mit 7,6 Millionen und einem Zuwachs von 2,3 Prozent deutlich über dem Vorjahresergebnis.

Die Auszeichnungen „Blaue Flagge“ gingen an:

Badestellen an der Küste

Ostseebad Kühlungsborn (Mittelstrand), Bad Doberan/Heiligendamm (Am Heiligen Damm), Ostseebad Zinnowitz (Hauptstrand), Ostseebad Prerow (Nordstrand), Ostseeheilbad Graal-Müritz (Hauptstrand-Seebrücke), Ostseebad Binz (Hauptstrand), Ostseebad Baabe (Hauptstrand), Ostseebad Boltenhagen (Strandklinik), Ostseebad Warnemünde (Marktgrafenheide, Weststrand und Warnemünder Strand), Seebad Ahlbeck (An der Seebrücke), Seebad Heringsdorf (Sportstrand), Seebad Bansin (Langenberg), Ostseebad Ahrenshoop (Hohes Ufer), Ostseeheilbad Zingst (Am Kurhaus), Ostseebad Wustrow (Fischländer Strand), Ostseebad Sellin (Nordstrand/Hauptstrand und Fischerstrand/Südstrand), Ostseebad Trassenheide (Hauptstrand und Campingplatz), Ostseebad Göhren (Nordstrand), Ostseebad Karlshagen (Hauptstrand und Dünencamp), Seebad Loddin (Hauptstrand), Ostseebad Nienhagen (Hauptstrand), Vitte Hiddensee (Hauptstrand), Seebad Ückeritz (Hauptstrand).

Badestellen an Binnengewässern

Krakow am See (Städtische Badeanstalt am Jörnberg), Waren/Müritz (Volksbad), Neubrandenburg (Augustabad am Tollensesee, Badestelle Reitbahnsee und Strandbad Broda), Neustrelitz (Glambecker See).

Sportboothäfen

Wasserwanderrastplatz Prerow, Stadthafen Barth, Bootshafen Kühlungsborn, Yacht- und Fischereihafen Karlshagen, M.C. Zierker See e.V. in Neustrelitz

Jetzt vorschlagen: Preisträger für Denkmalpreise 2017

Ministerium verlängert Zeitraum für das Einreichen der Vorschläge

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger des Friedrich-Lisch-Denkmalpreises und des Denk mal! Preises für Kinder und Jugendliche zu machen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat den Zeitraum für das Einreichen der Vorschläge bis Donnerstag, 15. Juni 2017 (Poststempel), verlängert. Ursprünglicher Einsendeschluss war Mittwoch, 31. Mai 2017. Darüber hinaus will das Land mit einem neuen Faltblatt die Denkmalpreise bekannter machen.

„In Mecklenburg-Vorpommern gibt es viele Menschen, die sich um den Denkmalschutz verdient gemacht haben“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Denkmalpreise, die wir alljährlich vergeben, sind Ausdruck der Wertschätzung des Landes für dieses denkmalpflegerische Engagement. In diesem Jahr würden wir uns darüber freuen, wenn noch weitere Vorschläge eingehen“, so Hesse.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro, der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche mit 700 Euro dotiert. Beide Auszeichnungen werden am 10. September 2017 bei der zentralen Landesveranstaltung am bundesweiten Tag des offenen Denkmals vergeben. Die Bewertung der Vorschläge erfolgt durch eine Fachkommission. Vorschläge können durch Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen eingereicht werden.

Bitte reichen Sie die Vorschläge unter folgender Adresse ein:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern
19048 Schwerin

Fax: 0385 588-7082
E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
  • die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
  • die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege.

Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.

Eigenbewerbungen sind in dieser Kategorie möglich.

Europaministerkonferenz in Wismar

Wismar – Die Minister und Senatoren der Europaressorts der Bundesländer trafen sich vom 17. – 18. Mai in der Hansestadt Wismar zur 74. Europaministerkonferenz (EMK). Im Mittelpunkt der Konferenz standen Gespräche zur Zukunft der Europäischen Union. Dazu begrüßte der Vorsitzende der EMK, der Minister für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommerns Lorenz Caffier, den ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments Herrn Dr. Hans-Gert Pöttering. „Die EU steht im Moment vor wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft, die Richtung können und müssen wir als Länder aktiv mit gestalten.

Gruppenbild der Mitglieder der Europaministerkonferenz

Mitglieder der Europaministerkonferenz

Im Weißbuch zur Zukunft Europas vom 1. März 2017 hat die EU-Kommission Überlegungen und Szenarien für die 27 Mitgliedsstaaten im Jahr 2025 zusammengefasst und damit einen Reflexionsprozess angestoßen, der bis zum Europäischen Rat im Dezember 2017 andauern soll. Wir werden uns aktiv in die Debatte über die zukünftige Ausgestaltung der EU einbringen und positionieren. Es gibt verschiedene Ideen, Vorschläge, Optionen oder Szenarien für Europa im Jahr 2025“, sagte Minister Caffier. „Heute haben wir in einer interessanten Diskussion mit einer ersten Einordung der im Weißbuch beschriebenen Szenarien begonnen.“

In einem Vortrag von Günther Oettinger, EU-Kommissar für Haushalt und Personal, ging es u.a. um die Finanzausstattung der EU in den Jahren nach 2020. Angesichts des Brexit und seinen finanziellen Auswirkungen, angesichts der neuen EU-Aufgaben im Bereich der Grenzsicherung und in der Sicherheitspolitik steht die EU-Kommission vor einer Herkulesaufgabe. „Die EU stand immer wieder vor großen Herausforderungen, die sie bewältigt hat. Wir als Interessenvertreter der Bundesländer haben Verständnis dafür, dass zusätzliche Ausgaben auch durch Umschichtung der Mittel finanziert werden. Aber wir brauchen auch weiterhin die Förderprogramme der EU“, sagte Lorenz Caffier und sprach sich für eine Beibehaltung einer siebenjährigen Laufzeit für die Finanzplanung aus. „Das gibt uns Planungssicherheit.“

Die Europaminister und -senatoren nutzten die Konferenz auch, um sich über die Migrations- und Flüchtlingspolitik in der EU auszutauschen. Zwar ging die Zahl der Flüchtlinge Ende 2016 zurück, verschiedene Maßnahmen wurden EU-seitig bereits umgesetzt oder in die Wege geleitet, aber es besteht weiterhin Handlungsbedarf, denn all dies hat auch unmittelbar Auswirkungen auf die Länder, die Landkreise und Kommunen, die letztendlich die Flüchtenden aufnehmen.

Stellvertretend für die Europaministerkonferenz übergab der Vorsitzende Lorenz Caffier an Kommissar Oettinger eine Broschüre des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Aktion im letzten Jahr „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten in Deutschland“. Sie enthält viele gelungene Beispiele dafür, was in Deutschland mit den EU – Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Aus Mecklenburg-Vorpommern wird beispielsweise ein F&E-Verbundvorhaben zur Entwicklung von Strukturen für die Gründung von großen Windenergieanlagen im Offshore-Bereich vorgestellt.

Mit der Tagung in Wismar endete auch der Vorsitz Mecklenburg-Vorpommerns in diesem Gremium, Niedersachsen wird zum 1. Juli 2017 den Vorsitz übernehmen. Staatssekretärin Birgit Honé dankte Minister Caffier für seine hervorragende Arbeit. Sie kündigte an, dass Niedersachsen selbstverständlich die überragend wichtigen Themen „Zukunft der Europäischen Union“ und „Mittelfristiger Finanzrahmen nach 2020“ besondere Aufmerksamkeit widmen wird, insbesondere im Kontext mit dem Brexit. Das vielschichtige Thema „Zukunft des sozialen Europas“ soll darüber hinaus Raum für Diskussionen bieten.

Keine neue BUGA in Schwerin

Schwerin – Heute haben sich Innenminister Lorenz Caffier, Finanzminister Mathias Brodkorb sowie der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin und Vertreter der Fraktionen der Stadtvertretung Schwerins noch einmal zum Thema Machbarkeit zur Durchführung der Bundesgartenschau im Jahr 2025 in der Landeshauptstadt verständigt. Im Ergebnis des konstruktiven Austauschs muss festgestellt werden, dass eine Ausrichtung der Bundesgartenschau die finanziellen Möglichkeiten der hoch verschuldeten Landeshauptstadt überfordern würde.

Hierzu erklären Innenminister Lorenz Caffier und Finanzminister Mathias Brodkorb „Zweifelsohne hat die Stadt Schwerin 2009 eine hervorragende Bundesgartenschau auf die Beine gestellt und durchgeführt, mit der die Entwicklung der Stadt maßgeblich vorangebracht werden, konnte. Da ist es nur verständlich, dass der Oberbürgermeister und die Stadtvertreter an diesen Erfolgen anknüpfen wollen“, loben die Minister die BUGA 2009.

„Eine Neuauflage der Bundesgartenschau in Schwerin ist nach der gegenwärtigen Haushaltssituation der Stadt Schwerin aber einfach nicht möglich. Der Haushalt muss konsolidiert werden, so wie es die Stadt mit dem Land vereinbart hat. Anderen Kommunen gegenüber wäre es nicht vertretbar, wenn Schwerin eine Sonderbehandlung erfahren würde und wir an dieser Stelle vom Konsolidierungskurs abweichen. Im Übrigen stellt das Land der Stadt schon erhebliche Finanzmittel zur Entschuldung bereit und wird auch bei Investitionen in die städtische Infrastruktur und zur Entwicklung des Tourismus weiter behilflich sein“, so die Minister.

Radweg an der B 104 freigegeben

Schönberg – Ein neuer straßenbegleitender Radweg im Zuge der Bundesstraße 104 zwischen dem Ortsausgang Schönberg und der Anschlussstelle Schönberg der A 20 im Landkreis Nordwestmecklenburg ist fertiggestellt und für den Radverkehr freigegeben. Der 840 Meter lange Radweg wurde aus Bundesmitteln in Höhe von 322.000 Euro finanziert.

Der Abschnitt ist Teil der Gesamtmaßnahme Schönberg – A 20 – Roduchelstorf mit einer Gesamtlänge von etwa 1,3 Kilometern.

Für den zweiten Teilabschnitt von der Brücke über die Autobahn, die bereits über einen Radweg verfügt, bis zum Ortseingang Roduchelstorf muss zunächst der notwendige Grunderwerb abgeschlossen werden.

Erweiterung der Johannesbad Fachklinik „Klaus Störtebeker“ Ostseestrand

Insel Usedom – Am Mittwoch ist in Kölpinsee (Insel Usedom) der erste Spatenstich für die Erweiterung der Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand gesetzt worden. Die Ostseestrandklinik bietet Vorsorgemaßnahmen für Eltern (sogenannte Mutter/Vater-Kind-Kuren) und Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche an. Träger der Klinik ist die Johannisbad Usedom AG & Co. KG.

„Mit der anstehenden Erweiterung werden sich die Bedingungen für Gäste und Personal weiter verbessern. Mecklenburg-Vorpommern erweist sich so einmal mehr als attraktiver Vorsorge- und Rehabilitationsstandort“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Die Ostseestrand-Klinik mit rund 260 Betten besteht aus mehreren Gebäuden, die sich auf einem weitläufigen Gelände mit Spiel- und Sportplätzen befinden. Insgesamt 96 Mitarbeiter, insbesondere Ärzte, Pflegepersonal, Physio- und Sporttherapeuten, Ernährungsfachleute, Psychologen und Pädagogen sind vor Ort tätig. Das Leistungsspektrum umfasst die Bereiche psychosomatische Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen/Adipositas, Hauterkrankungen, Atemwegserkrankungen und orthopädische Erkrankungen.

Nach Klinikangaben sind die Betten mit weit über 90 Prozent ganzjährig ausgelastet. In der Klinik wird für schulpflichtige Patienten auch eine unterstützende Lernbegleitung angeboten. „Die Klinik bietet neben den Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche auch Eltern die Möglichkeit, Vorsorge zu treffen. So kann auch die eigene Leistungsfähigkeit gestärkt werden, um langfristig die Lebensqualität zu erhöhen. Dazu tragen das familiengerechte Umfeld, die professionelle Kinderbetreuung und die medizinische Kompetenz der Mitarbeiter in der Klinik bei“, sagte Rudolph.

Mit dem Neubau entstehen 14 Patientenappartements für Mutter-Vater-Kind-Vorsorgemaßnahmen. Zusätzlich sind unter anderem Spiel- und Aufenthaltsbereiche, eine Empfangshalle, Kinderwagenabstell- und Technikräume sowie der Einbau eines Fahrstuhles geplant. „Mit dem Neubau und der damit folgenden Erhöhung der Bettenkapazitäten wird für die medizinische Versorgung sowie für weitere Aktiv- und Erholungsangebote mehr Raum geschaffen“, sagte Rudolph.

Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 60 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit insgesamt rund 10.400 Betten. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden dort im Jahr 2015 knapp 130.000 Patienten mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 23,8 Tagen stationär behandelt. In den Kliniken arbeiten 471 Ärzte und mehr als 4.900 nichtärztliche Mitarbeiter.