Drese unterstützt das Projekt „Hein Hannemann“

Bad Doberan – Ministerin Stefanie Drese nimmt am heutigen Nachmittag an der Projektvorstellung „Hein Hannemann“ des Hanse Sail Vereins e.V. teil und wird aus dem Kinder- und Jugendbuch „Hein Hannemann. Eine Geschichte von der Waterkant“ vorlesen.

„Die Figur Hein Hannemann steht für Weltoffenheit und Heimatliebe, für Frechheit und Liebe zum Elternhaus. Das Bilderbuch mit seinen farbenprächtigen Illustrationen eignet sich hervorragend zum Einsatz in Kitas und Grundschulen. Deshalb unterstütze ich sehr gern das Projekt des Hanse Sail Vereins e.V., die Abenteuer des 5-jährigen Jungen mit dem vorlauten Mundwerk in möglichst vielen Einrichtungen zu verbreiten“, sagte Drese im Vorfeld der Lesung.

Ursprung der Geschichten um Hein Hannemann ist das Jugendbuch von Sophie Kloerss aus dem Jahr 1923, das vom Lexikus Verlag zeitgemäß editiert wurde. Der Grafiker und Autor Rainer M. Osinger hat Hein Hannemann ein modernes Gesicht gegeben.

Ministerin Drese: „Besonders toll finde ich, dass diese moderne Adaption Grundlage eines multilingualen Sprachenprojekts ist. Durch die jahrelange Zusammenarbeit des Hanse Sail Vereins mit dem Migrantenrat Rostock und dem Verlag umfasst es mittlerweile elf Sprachen von Plattdeutsch über Russisch, Arabisch bis Persisch. Damit eignet sich das Buch hervorragend auch zum Erlernen der deutschen Sprache auf spielerische Weise.“

Wann: Heute (23.6.), 16.00 Uhr:

Projektvorstellung des Hanse Sail Vereins e.V. und Lesung mit Ministerin Stefanie Drese aus dem Buch „Hein Hannemann. Eine Geschichte von der Waterkant“.

Wo: Stadtbibliothek (im Obergeschoß), Verbindungsstraße 14, 18209 Bad Doberan

Dahlemann: Mit dem neuen Spielplatz ist Ueckermünde noch attraktiver

Ueckermünde – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute an die Stadt Seebad Ueckermünde für die Neugestaltung des Spielplatzes am Ueckerpark einen Bewilligungsbescheid übergeben. Die Mittel kommen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den Zeitraum von 2014 bis 2017 und belaufen sich auf insgesamt mehr als 163.800 Euro. Eingebunden ist die Neugestaltung des Spielplatzes in den Förderbereich „Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung“.

„Ich freue sehr, heute diesen Förderbescheid übergeben zu können. Auf einer Fläche von 350 Quadratmetern in Nähe des Stadtzentrums können Mädchen und Jungen seit Ende März 2017 ausgelassen tummeln, auch dank der Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn. Mit dem neuen Spielplatz ist der Erholungsort am Stettiner Haff für Einheimische und Gäste, insbesondere für Familien, noch attraktiver geworden“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern.

Auch mit Hilfe von europäischen Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung habe sich Ueckermünde in den letzten Jahren gut entwickelt. Allein von 2000 bis 2013 seien rund zwei Millionen Euro für eine nachhaltige Stadtentwicklung geflossen. „Dazu zählen die Ueckerpromenade und das Neue Bollwerk. Und auch die Schlossmauer wurde aufwändig saniert. Weitere Vorhaben sind für die Förderperiode 2014 bis 2020 geplant. So zum Beispiel die Sanierung des Schlossturms inklusive neuer Verputzung und die energetische Sanierung der Turnhalle im Altstadtkomplex“, kündigte Dahlemann an.

Güstrow: Sportministerin eröffnet Seniorensportspiele 2017

Ministerin Hesse: Sport kann den natürlichen Alterungsprozess verlangsamen

Güstrow – Sportministerin Birgit Hesse eröffnet am Sonnabend, 24. Juni 2017, in Güstrow die 12. Seniorensportspiele Mecklenburg-Vorpommern. Die Sportangebote richten sich an Sportlerinnen und Sportler ab einem Alter von 40 Jahren. Veranstaltet werden die Seniorensportspiele vom Landessportbund. Ausrichter in diesem Jahr sind die Stadt Güstrow und der Kreissportbund des Landkreises Rostock. Ministerin Hesse hat die Schirmherrschaft für die Sportveranstaltung übernommen.

„Seniorensport fördert die Gesundheit und kann den natürlichen Alterungsprozess zwar nicht verhindern, ihn aber deutlich verlangsamen“, sagte Sportministerin Birgit Hesse. „Sport verbessert das persönliche Wohlbefinden. Er kann die gesamte Leistungsfähigkeit eines Menschen steigern und dazu beitragen, dass wichtige motorische Fähigkeiten auch im Alter erhalten bleiben. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich viel Spaß, einen sportlichen und geselligen Tag“, so Hesse.

„Mein besonderer Dank richtet sich in diesem Jahr an die Gastgeberstadt Güstrow, die ausrichtenden Sportvereine und -verbände, zahlreichen Helferinnen und Helfer sowie die Unterstützerinnen und Unterstützer für ihr großes Engagement. Das Schöne ist, dass die breit gefächerten Seniorensportspiele nicht nur zum Mitmachen, sondern gleichermaßen zum Nachmachen anregen“, betonte Ministerin Hesse.

Seit 1995 veranstaltet der Landessportbund alle zwei Jahre die Seniorensportspiele – jedes Mal in einer anderen Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Die 11. Seniorensportspiele wurden in Ueckermünde ausgetragen.

Picknick mit Kühen und Kälbern – Erstes Weidefestival auf Gut Borken

Viereck – „Picknick mit Kühen und Kälbern“ – so lautet das Motto des ersten Weidesfestivals in Mecklenburg-Vorpommern, das am kommenden Sonntag, dem 25. Juni 2017, ab 11 Uhr, auf dem Gut Borken in Viereck (LK Vorpommern-Greifswald) gefeiert wird.

„Veranstaltungen wie diese, sind gerade in der heutigen Zeit enorm wichtig. Massentierhaltung, Pestizide, Gentechnik – die Landwirtschaft sieht sich zunehmend mit negativen Vorurteilen konfrontiert. Dabei hat sie sich in vergangenen Jahren äußerst positiv entwickelt. Mit dem Weidefestival zeigen das Gut Borken, der Bauernverband Uecker-Randow und die Rinder Allianz exemplarisch für viele andere Betriebe, dass unsere Landwirtschaft regional, naturnah, artgerecht und nachhaltig gesunde Lebensmittel erzeugt“, betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung.

Die 50 Mitarbeiter des Gutes Borken bewirtschaften eine Fläche von ca. 5.000 ha nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus und versorgen insgesamt bis zu 6.000 Biofleischrinder. Darunter sind ca. 2.500 Mutterkühe, die jedes Jahr ein Kalb naturnah und artgerecht aufziehen.

Der gesamte Rinderbestand setzt sich vornehmlich aus den Fleischrinderrassen Fleckvieh, Uckermärker, Limousin und Angus sowie aus zielgerichteten Kreuzungen dieser Rassen zusammen. Die Mutterkühe werden dabei ganzjährig im Freien gehalten. Hierfür wurden spezielle Winterkoppeln auf trockenen und vorwiegenden Wald umgebenen Ackerstandorten eingerichtet, die über frostsichere Tränken sowie mobile Fress- und Liegeplätze verfügen.

Zum Gut gehören auch Bioschweine. Jährlich werden ungefähr 3.500 Schweine gefüttert und aufgezogen.

Das Futter für die Tiere wird ebenfalls im Betrieb erzeugt. Im Frühjahr kommen auf dem Grünland Walzen und Schleppen zum Einsatz und das Biowintergetreide wird gehackt. Lupine, Ackerbohne und Erbse werden im Frühjahr eingesät und der Mais wird in Reihen abgelegt. Unkrautbekämpfungsmittel kommen nicht zum Einsatz. Von Juni bis Oktober wird das Gras von den Wiesen und Feldern geerntet und zu wertvollen Silagen erzeugt. So werden allein 17.000 Tonnen Grassilage für das Winterhalbjahr produziert. Das sind 1.000 große Traktoranhänger voll. Außerdem werden 11.000 Ballen Stroh für die kalte Jahreszeit gepresst.

„Das Weidefestival macht den Arbeitsalltag der Mitarbeiter für Gäste erlebbar“, so Backhaus. Das Gut sei darüber hinaus ein Botschafter für die erfolgreiche Entwicklung des Öko-Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit bewirtschaften hierzulande 885 Landwirtschaftsbetriebe ca. 135.700 ha Anbaufläche ökologisch. Damit klettert der Öko-Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche in MV erstmals in den zweistelligen Bereich auf 10,1 %. Das ist im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 7,0 % ein Spitzenwert.

Die Landesregierung setzt sich seit Jahren für eine konsequente Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus ein. „Landwirtschaft lebt von und mit der Natur, Umweltschutz ist wichtig für uns und nachfolgende Generationen“, so Backhaus. Unter seiner Federführung wurde deshalb das Landesprogramm Öko-Kompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2020“ erarbeitet. Es baut auf der Analyse von Stärken und Schwächen der bisherigen Entwicklung auf. Ziel ist, die Instrumente der Agrarpolitik auf die wachsenden Herausforderungen zu fokussieren, um den ökologischen Landbau als eine besondere Stärke des Landes Mecklenburg-Vorpommern weiter auszubauen.

Um speziell den Bio-Betrieben in MV unter die Arme zu greifen, wurde darüber hinaus das Netzwerk Ökologischer Landbau Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufen Eine Zielstellung des Netzwerkes sind der Aufbau von themenspezifischen Vernetzungen entlang der Wertschöpfungskette sowie von Demonstrationsnetzwerken mit Landwirtschaftsbetrieben mit den Themenkomplexen Ackerbau, Gartenbau, Tierhaltung, Vermarktung und Gastronomie. Aber auch die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Koordinierung länderübergreifender Projekte stehen im Mittelpunkt des Netzwerkes.

Neue Deckschicht für A 19 bei Malchow

Malchow – Die Autobahn 19 zwischen den Anschlussstellen Linstow und Malchow unmittelbar vor der Abfahrt Malchow in Fahrtrichtung Berlin wird wegen einer Vielzahl von Asphaltschäden kurzfristig saniert. Mit diesen Arbeiten soll die Befahrbarkeit noch vor den Sommerferien vollständig wiederhergestellt werden.

Es ist folgender Ablauf vorgesehen: Baubeginn ist am Montag (26.06.2017) um sechs Uhr. In Richtungsfahrbahn Berlin werden die Standspur sowie der rechte Fahrstreifen auf einer Länge von 2.500 Metern gesperrt. Die Überholspur ist frei. Ab voraussichtlich 28.06.2017 wird dann die Überholspur gesperrt. Wegen der Bauarbeiten wird die Geschwindigkeit in diesem Bereich auf 60 km/h reduziert. Mit größeren Verkehrsbeeinträchtigungen ist nicht zu rechnen, da eine Fahrspur immer befahrbar bleibt.

Voraussichtlich am 29.06.2017 gegen 22 Uhr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dies ist jedoch vom Baufortschritt und vom Wetter abhängig.

Kita Bantin eingeweiht

Bantin – Nach knapp einem Jahr Bauzeit wurde die neue Kindertagesstätte in Bantin bei Zarrentin (LK Ludwigslust-Parchim) offiziell eingeweiht. Sie bietet ingesamt 82 Kindern Platz. So gibt es 12 Krippenplätze, 40 Kindergartenplätze und 30 Hortplätze. Damit wurden 26 zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen.

„Ich hoffe, dass die neue Umgebung Kindern, Erziehern und Eltern gleichermaßen gefällt. Sicher ist noch nicht alles an Ort und Stelle, aber die räumlichen Grundvoraussetzungen für eine wertvolle Spiel- und Lernatmosphäre sind nun gegeben“, freute sich Mecklenburg-Vorpommerns Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, der extra gekommen war, um sich die neuen Räumlichkeiten anzuschauen.

Die alte Kindertagesstätte war in einem desolaten Zustand und entsprach weder den aktuellen baulichen noch sicherheitstechnischen Standards. Eine Betriebserlaubnis wurde durch den Fachdienst Jugend des Landkreises Ludwigslust-Parchim deshalb nur noch befristet erteilt. Gleichwohl bestand zunehmender Platzbedarf. „Dass ein Neubau mehr als überfällig war, versteht sich vor diesem Hintergrund von selbst“, so Backhaus.

Auch die Bedürfnisse der älteren Generation wurden im Vorhaben berücksichtigt. So ist im Zuge des Kitneubaus auch ein neuer Gemeindesaal entstanden. Dieser ist im Anbau zu ebener Erde untergebracht und nun für alle Dorfbewohner zugänglich. Der alte Gemeindesaal befand sich im Oberschoss der alten Kita. Körperlich eingeschränkte und ältere Bürger waren nicht in der Lage, diesen über die steile Treppe zu erreichen.

„Dritte mögen die Strahlkraft eines solches Projektes geringschätzen. Ich sage: Es ist von großer Bedeutung! Mit Vorhaben wie diesen, wird eine entsprechende Grundversorgung auf dem Land erhalten. Damit eröffnen wir insbesondere jungen Familien Entwicklungschancen in ländlichen Gegenden. Viele Bundesländer beneiden uns um diese Prioritätensetzung“, betonte der Minister.

Das Landwirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Gesamtkosten von insgesamt ca. 2,3 Mio. € deshalb mit ca. 1,4 Mio. € durch Mittel der Integrierten ländlichen Entwicklung (ILERL M-V) aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums.

Auch zukünftig stehen für die Förderung von Basisdienstleistungen der Grundversorgung in der Förderperiode 2014 bis 2020 rund 35 Mio. € zur Verfügung.

Allein in der Stadt Zarrentin wurden seit 2008 Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 9,2 Mio. € mit Fördermitteln in Höhe von rund 4,5 Mio. € ermöglicht. Im Amtsbereich Zarrentin werden aktuell die Kindertageseinrichtungen in Vellahn, in Lüttow-Valluhn und Gallin neu errichtet, saniert bzw. erweitert.

Neugestaltung des Busbahnhofs in Plau am See

Plau am See – Die Stadt Plau am See (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Infrastrukturministerium einen Zuschuss in Höhe von rund 435.000 Euro für die barrierefreie Neugestaltung des Busbahnhofs. Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen rund 580.000 Euro.

Die Fördermittel werden nach der Förderrichtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen und Maßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Vorgesehen ist, drei Bushaltestellen mit Fahrgastunterstand sowie Parkflächen für Pkw und Busse zu errichten. Auch die Gehwege, die Entwässerungsanlagen sowie die Beleuchtung werden erneuert bzw. umgestaltet.

WEMAG unterstützt Nachwuchstalente im Fußball

Landesfußballverband MV und seine Partner ehren die Besten der Saison 2016/2017

Schwerin – Am Mittwochabend ehrte der Landesfußballverband (LFV) gemeinsam mit der WEMAG am Standort des Energieversorgers in der Landeshauptstadt Schwerin die Meister der abgelaufenen Saison 2016/2017 im Nachwuchsbereich und zeichnete die fairsten Teams der WEMAG-Landesligen aus.

Im Rahmen der Meisterehrung überreichten LFV-Präsident Joachim Masuch und WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart den Siegerteams je einen kompletten Trikotsatz und einen Original-Spielball. Zu den ausgezeichneten Vereinsmannschaften gehörten in den WEMAG-Ligen: SC Parchim als Sieger der A-Junioren; MSV Pampow als Sieger der B-Junioren; Hagenower SV als Sieger der C-Junioren und FC Schönberg 95 als Sieger der D-Junioren.

Großer Jubel bei den Besten der WEMAG-Ligen der A- D-Junioren, den Fairplay-Cupsiegern und den besten Jugend-Einzelsportlern nach der Ehrung in Schwerin. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Seit der Spielzeit 2015/2016 unterstützt der Schweriner Energieversorger zusätzlich den Fairplay-Cup, der den Team- und Toleranz-Gedanken des Mannschaftssports unterstreicht. „Neben Fußballerischem wie Flanke und Zweikampf werden auf dem Spielfeld auch Werte und Normen vermittelt. Fairplay, Integrität, Verantwortungsbewusstsein: alles Dinge, die auch in anderen Lebenslagen wichtig sind“, sagte Caspar Baumgart bei der Preisverleihung.

In jeder WEMAG-Liga wurde die jeweils fairste Mannschaft mit einem Preisgeld in Höhe von 350 Euro sowie einem Pokal als Symbol für das fairste Spieljahr geehrt. Die Gewinner-Mannschaften sind bei den A-Junioren der SG Lübstorf / Bad Kleinen, bei den B-Junioren der PSV Wismar, bei den C-Junioren der Schweriner SC. Bei den D-Junioren haben sich mit einem Punktegleichstand gleich drei Vereine diese Auszeichnung gesichert: der FC Schönberg 95, der Neumühler SV und der FC Mecklenburg Schwerin U11.

Darüber hinaus wurden während der Veranstaltung vor etwa 100 Sportlern von der AOK Nordost Lina Jubel (1. FC Neubrandenburg 04) und die U16-Auswahl des LFV M.-V. mit ihrem Gesamtergebnis beim DFB-Sichtungsturnier als die besten Talente prämiert. Niklas Rose (MSV Pampow) hat den Titel als bester Jungschiedsrichter in Empfang genommen. Er ist seit dem Jahr 2014 ehrenamtlicher Schiedsrichter. Allein in der Saison 2016/2017 war der mit 18 Jahren junge Unparteiische 65-mal im Einsatz und überzeugte dabei mit sehr guten Leistungen. „Das sind großartige Voraussetzungen für den Weg in die nächst höhere Liga“, würdigt Bastian Dankert, Geschäftsführer des Landesfußballverbandes und selbst FIFA-Referee, das Engagement Roses.

Die WEMAG ist seit 2009 Premiumpartner des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Dank der finanziellen Förderung können unter anderem Mannschaftstrikots, Medaillen und Pokale sowie Fußbälle bereitgestellt werden und wir können unsere Nachwuchsfußballer und ‑fußballerinnen noch gezielter unterstützen“, sagt Joachim Masuch.

Das Energieunternehmen WEMAG bleibt weiter Premiumpartner des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Mit unserem Engagement wollen wir den Landesfußballverband in seiner sozialen und gesellschaftspolitischen Verantwortung materiell und finanziell unterstützen und mit dafür sorgen, dass dem Fußball nicht die Talente ausgehen“, sagte Caspar Baumgart.

296.000 Euro für Neubau des Rostocker Yachtclubs e.V.

Ministerin Hesse: Kinder- und Jugendarbeit spielt seit jeher eine wichtige Rolle

Rostock – Das Land unterstützt in diesem Jahr den Rostocker Yachtclub e. V. beim Neubau einer Bootslagerhalle mit Sportfördermitteln in Höhe von 296.037 Euro. Die bestehende Bootshalle ist baufällig und soll durch einen Neubau ersetzt werden, der dem aktuellen Bedarf entspricht. Weil der Yachtclub die Kinder- und Jugendarbeit in den vergangenen Jahren verstärkt und mehr Segelboote angeschafft hat, ist die Fläche für Unterstell- und Lagermöglichkeiten der Sportgeräte gewachsen.

„Die Kinder- und Jugendarbeit spielt im Rostocker Yachtclub seit jeher eine wichtige Rolle“, sagte Sportministerin Birgit Hesse bei ihrem Besuch am Mittwochnachmittag. „Der Verein arbeitet mit sehr gut ausgebildeten Trainern. Nachwuchssportler in allen Altersklassen haben zahlreiche internationale und nationale Erfolge erlangt. Stellvertretend sind hier Jörn und Bodo Borowski oder Malte Philipp zu nennen. Um diese Tradition weiterzuführen, fördert der Rostocker Yachtclub e. V. verstärkt junge Seglerinnen und Segler“, so Hesse.

Der Rostocker Yachtclub gehört zu den ältesten Segelvereinen, die sich an der Warnow angesiedelt haben. Im Jahr 1905 wurde der Verein gegründet. Das Vereinsgelände mit dem historischen Vereinsgebäude befindet sich an der Unterwarnow im Rostocker Stadtteil Gehlsdorf direkt gegenüber dem historisch bedeutenden Stadthafen. Der Rostocker Yachtclub kann auf eine stetig steigende Mitgliederzahl verweisen, die im Jahr 2016 ihren bisherigen Höchststand mit 235 Sportlerinnen und Sportlern erreichte.

1. Bauabschnitt geschafft: Ausbau der B96 auf Rügen geht voran

Insel Rügen – Die B96 von Strüßendorf bis Ralswiek wird von 2017 bis 2019 auf insgesamt 2,8 Kilometern Länge grundhaft ausgebaut. Der erste der drei Bauabschnitte von der Kreuzung Jarnitz bis zur Kreuzung Ralswiek wurde am 09.06.2017 vorfristig fertiggestellt. In der vergangenen Woche wurden auch die Restarbeiten abgeschlossen.

„Mein Dank gilt allen Beteiligten – der Straßenbauverwaltung ebenso wie den beauftragten Firmen. Durch sorgfältige Planung, kontinuierliche Abstimmungen und eine zügige Arbeitsweise kann der Verkehr nun noch vor dem errechneten Termin und weit vor den Sommerferien wieder fließen“, so Infrastrukturminister Christian Pegel.

Die B96 bildet auf der Insel Rügen die wichtigste Nord-Süd-Verbindung von der Hansestadt Stralsund bis zum Mukran Port. Um dem Verkehr auf der Strecke gerecht zu werden und insbesondere auch die Anbindungsbedingungen an den Fährhafen weiter zu verbessern, werden die Fahrbahn auf 3,50 Meter je Fahrstreifen verbreitert sowie beidseitig Randstreifen und je 1,5 Meter breite Bankette angelegt. Die Kurvenradien der Straße werden verändert. Das Oberflächenwasser der Fahrbahn wird künftig in das teilweise bereits vorhandene Grabensystem geleitet, daneben wird ein neues Entwässerungssystem hergestellt.

An der Kreuzung Jarnitz wird eine Linksabbiegespur eingerichtet, im Bereich der Kreuzungen Strüßendorf und Jarnitz werden beidseitig Busbuchten angelegt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit werden zudem auf der gesamten Strecke Schutzplanken entlang des westlichen Fahrbahnrandes sowie im Bereich einer Böschung vor der Kreuzung Jarnitz aufgestellt. Die Kosten der Baumaßnahme in Höhe von rund 4,7 Millionen Euro trägt der Bund.

Im nun fertiggestellten ersten Bauabschnitt wurden zunächst die Asphaltschichten entfernt. Danach wurde der Untergrund mit einer sogenannten Zementverfestigung hergestellt und das Entwässerungssystem angepasst. Abschließend wurden die Asphaltschichten aufgetragen. Allein eine Zementverfestigung muss zwei bis drei Wochen lang abbinden.

Der zweite Bauabschnitt von der Kreuzung Prisvitz bis Strüßendorf sowie von Strüßendorf bis zu den Chausseehäusern wird im Zeitraum September 2017 bis Juni 2018 realisiert. Der dritte Bauabschnitt von den Chausseehäusern bis Jarnitz wird von September 2018 bis Juni 2019 sowie September 2019 bis Dezember 2019 gebaut werden. Die Arbeiten finden jeweils unter Vollsperrung statt.

Die Gesamtbauzeit ist durch zwei Faktoren bedingt. Zum einen die umfangreichen Arbeiten. Zum anderen wurde bei der Planung der Bauzeiten ein Augenmerk auf die touristische Hochsaison und hier insbesondere die Störtebeker Festspiele gelegt. Um den Verkehr während der Spielzeit nicht zu beeinträchtigen, werden von Mitte Juni bis Mitte September jeden Jahres keine Arbeiten durchgeführt. Die Baustelle muss dafür jeweils vor den baufreien Monaten geräumt sowie anschließend wieder neu eingerichtet werden. In den für die Arbeiten verbleibenden Zeiträumen sind die Wetterlagen und die in den kälteren Monaten kürzere helle Tageszeit entscheidende Faktoren, die zu der Bauzeit bis Ende 2019 führen.

Inklusionspreis für Schulcampus Rostock-Evershagen

Ministerin Hesse: Förderung ist hier kein Zeichen von Schwäche, sondern etwas Positives

Rostock – Bildungsministerin Birgit Hesse hat dem Schulcampus Rostock-Evershagen zum Jakob-Muth-Preis für inklusive Schulen gratuliert. Die Schule hat die Auszeichnung heute erhalten. Der Jakob-Muth-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

„Am Schulcampus Rostock-Evershagen wird Inklusion gelebt“, lobte Bildungsministerin Birgit Hesse bei der Übergabe des Preises. „Förderung ist hier kein Zeichen von Schwäche, sondern etwas Positives. Jede Schülerin und jeder Schüler steht mit seinem Bildungserfolg im Mittelpunkt. Alle lernen gemeinsam und nehmen aufeinander Rücksicht. Ich freue mich darüber, dass der Schulcampus Rostock-Evershagen als erste Schule im Land mit dem Inklusionspreis ausgezeichnet wurde. Den Lehrerinnen und Lehrern danke ich für ihr tägliches Engagement, so Hesse.

Der Jakob Muth-Preis für inklusive Schule zeichnet seit 2009 Schulen aus, die inklusive Bildung beispielhaft umsetzen und so allen Kindern die Möglichkeit eröffnen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre individuellen Potenziale zu entwickeln. Projektträger sind die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, die Deutsche UNESCO Kommission e.V. und die Bertelsmann Stiftung.

Tag der Technik 2017: Schülerinnen und Schüler für Technik begeistern

Ministerin Hesse: In technischen Berufen gibt es einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften

Neubrandenburg – Schülerinnen und Schüler können sich am Freitag, 23. Juni 2017, in Neubrandenburg, Rostock, Stralsund und Wismar über neue Technologien und technische Berufe informieren. Am bundesweiten Tag der Technik gibt es in Mecklenburg-Vorpommern an den vier Hochschulstandorten unter dem Motto „Heute die Welt von morgen gestalten“ viele Aktionen. Bildungs- und Wissenschaftsministerin Birgit Hesse hat die Schirmherrschaft für die landesweite Veranstaltung übernommen.

„Der Tag der Technik ist eine gute Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler für technische Entwicklungen zu begeistern, weil sie technische Geräte ausprobieren und eigene Erfahrungen machen können“, sagte Bildungs- und Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Die Expertinnen und Experten wollen den Schülerinnen und Schülern vermitteln, dass sie es sind, die die Innovationen von morgen schaffen. Gerade in den technischen Berufen gibt es einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften“, betonte Hesse.

An der Hochschule Neubrandenburg können sich Mädchen und Jungen beispielsweise über 3-D-Drucker in der Lebensmitteltechnologie informieren. Die Fraunhofer-Einrichtung für Großstrukturen in der Produktionstechnik (AGP) in Rostock zeigt, wie Bleche zusammengefügt werden. An der Hochschule Stralsund steht die Entwicklung von Schiffsrümpfen am Wellensimulator auf dem Programm. In Wismar können Schülerinnen und Schüler aus Holzlatten eine Bogenbrücke ohne Nägel und Schrauben bauen und die Stabilität testen.

Am Tag der Technik öffnen die Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Labore und Unternehmen ihr Türen und laden zu Experimenten ein. Organisiert wird der Tag der Technik vom Verein Deutscher Ingenieure Mecklenburg-Vorpommern. Unterstützt werden die Mitmach-Aktionen vom Ingenieurrat MV und weiteren regionalen Partnern aus Handwerk und Industrie. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern ab Klasse 8 sowie den Lehrerinnen und Lehrern Technik nahezubringen.

Landkreis übernimmt Bahnlinie Waren (Müritz)-Malchow

Waren/Müritz – Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte haben eine gemeinsame Lösung für den weiteren Betrieb der Bahn zwischen Waren (Müritz) und Malchow gefunden. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember wird der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte für zehn Jahre Aufgabenträger für die Strecke Waren (Müritz) – Malchow sein.

Infrastrukturminister Christian Pegel und Landrat Heiko Kärger hatten seit Oktober 2016 Gespräche geführt, um bis zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2017 vorbereitet zu sein. Das Land unterstützt den Landkreis bei der Finanzierung. Dazu werden Land und Landkreis einen Finanzierungsvertrag und einen Vertrag zur Aufgabenübertragung an den Landkreis abschließen. Vom ersten bis zum dritten Jahr stehen dafür jährlich 650.000 Euro und vom vierten bis zum zehnten Jahr jährlich 420.000 Euro zur Verfügung. Die Beteiligten gehen dabei davon aus, dass zu Beginn zusätzliche Infrastrukturinvestitionen erforderlich sein werden, die in der Folge zu einer Senkung der Betriebskosten beitragen, so dass ein erhöhter Betrag nur in den ersten drei Jahren erforderlich ist.

„Das Weiterbetreiben der Strecke zwischen Waren (Müritz) und Malchow war für uns ein erklärtes Ziel. Vor dem Hintergrund begrenzter Haushaltsmittel war jedoch in den vergangenen Monaten die Frage zu beantworten, inwieweit dennoch Anpassungen im Streckenangebot des Schienenpersonennahverkehrs vorgenommen werden müssen. Mit der nun erzielten Einigung haben wir meiner Meinung nach eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung gefunden“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel. „Neben der jährlichen Finanzierung werden wir darüber hinaus Investitionszuschüsse für die Bahninfrastruktur in Höhe von zwei Millionen Euro zur Verfügung stellen“, fügte er hinzu.

„Grundsätzlich bedauere ich es sehr, dass das Land diese Strecke nicht weiter bestellt. Aber wir haben eine Möglichkeit gefunden, um weiter Züge fahren zu lassen“, betont Landrat Heiko Kärger. „Mit dem Kreistagsbeschluss zum Nahverkehrsplan war im Oktober 2016 für uns als Landkreis das Ziel klar formuliert: Wir setzen uns weiter für attraktive umweltfreundliche Schienenverkehrsanbindungen ein. Vor allem geht es uns um unsere Berufs- und Ausbildungspendler und die Einwohner in der Region, die mit der Bahn von Waren (Müritz) in Richtung Berlin und Rostock kommen möchten. Und natürlich erhalten wir damit auch ein wichtiges Angebot für die Touristen.“

Den Verträgen zum weiteren Betrieb der Strecke muss der Kreistag Mecklenburgische Seenplatte nun in der Sitzung am 3. Juli 2017 zustimmen.

Auch die Strecke Mirow – Neustrelitz wird für weitere zehn Jahre durch den Landkreis getragen. Das Land unterstützt hierbei mit 300.000 Euro jährlich in den ersten drei Jahren sowie 320.000 Euro ab dem vierten Jahr.

Neues Feuerwehrhaus sichert technischen Standard

Neuenkirchen – Die Gemeinde Neuenkirchen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte erhält finanzielle Unterstützung für ihr Feuerwehrhaus im Ortsteil Ihlenfeld. Innenminister Lorenz Caffier übergab heute bei seinem Besuch in Neuenkirchen einen Förderbescheid über rund 164.000 EUR an den Bürgermeister der Gemeinde.

Der Bürgermeister verwies während seines Gespräches mit dem Innenminister darauf, dass die Freiwillige Feuerwehr für ein größeres Einsatzgebiet in der Gemeinde zuständig ist, vor allem schwerpunktmäßig auch für eine Biogasanlage, den Flugplatz Trollenhagen. Die Infrastruktur in der Region ist geprägt von Landwirtschaft und Tourismus sowie einigen Gewerbegebieten.

Das jetzige Feuerwehrhaus wurde vor 20 Jahren als erstes Feuerwehrhaus im Amtsbereich gebaut und weist gravierende und technische Mängel auf, die behoben werden müssen. Im Zuge der Baumaßnahme soll das Feuerwehrhaus mit einem Anbau erweitert werden, der künftig für Schulungszwecke genutzt werden soll. Für die Baumaßnahmen sind Gesamtkosten in Höhe von rund 297.000 EUR veranschlagt, die Gemeinde kann jedoch ohne finanzielle Unterstützung durch das Land die Baumaßnahmen nicht finanzieren.

„Die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen-Ihlenfeld muss weiter gewährleistet sein, dazu gehört auch ein Feuerwehrhaus, dass sowohl den Anforderungen der freiwilligen Helfer als auch der Feuerwehrunfallkasse gerecht wird. Brandschutz und Brandbekämpfung sowie Technische Hilfeleistung im dürfen nicht gefährdet werden. Die Fördermittel werden einen Großteil der Kosten für den Neubau abdecken“, so Minister Caffier.

Staatliches Museum Schwerin erwirbt Dejeuner aus Mitgift der Großfürstin

Schwerin – Das Dejeuner, ein aus hochkarätigem Gold gefertigtes dreizehnteiliges Frühstücksservice, gehört zu den Kostbarkeiten des Brautschatzes der russischen Großfürstin Helena Pawlowna. Dank der großzügigen Unterstützung durch die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Kulturstiftung der Länder und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin konnte das Land Mecklenburg-Vorpommern dieses herausragende Kunstwerk nun erwerben.

Iwar Wenfeldt Buch, Goldenes Dejeuner aus der Mitgift der Großfürstin Helena Pawlowna von Russland, St. Petersburg, 1799, Staatliches Museum Schwerin, Foto @ Bröcker

Mit großem Prunk erreichte die russische Großfürstin Helena Pawlowna, Tochter des Zaren Pauls I. und Enkelin Katharinas der Großen, am 17. März 1800 Schloss Ludwigslust. Wenige Monate zuvor hatte die erst 14-Jährige in St. Petersburg den Erbprinzen von Mecklenburg-Schwerin, Friedrich Ludwig, geheiratet.

Der grandiose Brautschatz Helena Pawlownas umfasste neben einer Million Rubel tausende kunsthandwerkliche Arbeiten von europäischem Rang. Neben erlesenem, mit kostbaren Edelsteinen besetztem Schmuck fanden sich in Helenas Mitgift Kronleuchter, extrem großformatige und somit überaus teure Spiegel, Marmorkamine, eine große Zahl prachtvoller Möbel, ein mehr als 1000 Teile umfassendes Speiseservice aus Porzellan, über 1000 Gläser, ferner edle Stoffe, Kleider, Fächer, Schuhe, Pelze, Tisch-, Bett- und Leibwäsche. Die objets d‘art waren bei St. Petersburger Kunsthandwerkern und den Kaiserlichen Manufakturen bestellt worden.

Im Ehekontrakt, von dem sich ein Exemplar im Landeshauptarchiv Schwerin befindet, sind all diese Schätze der Mitgift verzeichnet. Unter den Garnituren aus Edelmetall ist ein Dejeuner aufgelistet, das nicht – wie weit häufiger anzutreffen – aus vergoldetem Silber, sondern aus hochkarätigem Gold besteht. Das in eleganten, klaren Formen des Klassizismus gestaltete Service schuf der Petersburger Goldschmied Iwar Wenfeldt Buch im Jahr 1799. Es besteht aus Kaffee- und Teekanne, Milchgießer, Zuckergefäß, Spülkumme, sechs Teelöffeln, einer Zuckerzange sowie einem Tablett.

Durch Vererbung blieb das Dejeuner lange Zeit Eigentum des herzoglichen Hauses von Sachsen-Altenburg, in das die Tochter Helena Pawlownas, Marie Luise, 1825 geheiratet hatte. 1931 wurde es in London auf einer Auktion bei Christie´s, Manson & Woods veräußert. Aus dem Nachlass von Mr. und Mrs. McCann wurde es 1942 in den Parke-Bernet Galleries in New York versteigert und dort nach Aussage von Christie´s von der Familie der jetzigen Einlieferer erworben.

Finanzminister Mathias Brodkorb bedankte sich bei den Förderern, die den Ankauf ermöglichten. „Der Erwerb des Dejeuners war eine einmalige Gelegenheit, die wir ohne die Unterstützung der Förderer nicht hätten nutzen können. Das Museum Schwerin ist damit um einen weiteren Glanzpunkt reicher.“

„Die Sammlung des Staatlichen Museums Schwerin wird durch das außerordentlich kostbare Dejeuner substanziell und sinnvoll erweitert“, freut sich Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung. „Das Vermächtnis des Mäzens und Unternehmers Ernst von Siemens sowie die großzügige Unterstützung der Siemens AG erlaubten es, die Möglichkeit zum Ankauf entschlossen wahrzunehmen.“

“Wieder einmal ist es gelungen, gemeinsam mit unseren engagierten Partnerstiftungen ein kunst- wie landesgeschichtlich hochbedeutendes Ensemble für Mecklenburg-Vorpommern zu erwerben“, so Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder. „Nach über 200 Jahren kehrt das kostbare Dejeuner zurück und setzt nun in Schloss Ludwigslust ein Glanzlicht auf die russisch-mecklenburgische Allianz um 1800.“

Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, hebt hervor: “Das Dejeneur der Großfürstin Helena Pawlowna ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte Mecklenburgs im Konzert der internationalen Politik des ausgehenden 18. Jahrhunderts und unterstreicht die Bedeutung des herzoglichen Schlosses in Ludwigslust. Um diese Rarität für Mecklenburg zu sichern, hat sich die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin gerne am Erwerb beteiligt und weiß das partnerschaftliche Zusammenwirken mit dem Land und den Partnerstiftungen zu schätzen.“