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Kategorie: Klimaschutz / Energie / Wetter / Wirtschaft

EnergieTag MV 2026

Gemeinsam die Energiezukunft entdecken

Schwerin – Der EnergieTag MV lädt Bürgerinnen und Bürger, Familien, Unternehmen und Interessierte dazu ein, die vielfältigen Facetten moderner Energieversorgung hautnah zu erleben.

Ob spannende Führungen durch Anlagen der erneuerbaren Energien, Mitmach-Aktionen für Groß und Klein oder exklusive Einblicke hinter die Kulissen innovativer Projekte – der EnergieTag MV macht die Energiezukunft greifbar und verständlich.

Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: „Mit dem EnergieTag MV werden die erneuerbaren Energien erlebbar – live und vor Ort. Es werden Türen geöffnet, die sonst verschlossen sind: Lassen Sie sich diese spannenden Einblicke nicht entgehen! Für Mecklenburg-Vorpommern sind die Erneuerbaren längst ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, an dem viele tausend Arbeitsplätze hängen. Der EnergieTag macht die große Bedeutung der Branche für unser Land sichtbar und stärkt Akzeptanz und Verständnis für die erneuerbaren Energien.“

Der 11. EnergieTag am 25. April 2026 verspricht ein buntes Programm mit vielen Highlights:

  • Erlebnistag auf dem Anklamer Markt 

Regionale Unternehmen und Initiativen haben ein vielseitiges Stadtfest für Familien und Technikinteressierte auf die Beine gestellt. Geboten wird ein buntes Programm rund um die Erneuerbaren. Solarbootrennen, Segway-Parcours und Hüpfburg laden zum Mitmachen ein.

  • Stralsunder Hafeninsel – Treffpunkt für erneuerbare Energien

Die Stadt Stralsund lädt mit Ausstellern, Mitmachaktionen und dem beliebten Solarbootrennen zum Entdecken und Ausprobieren auf die Hafeninsel ein.

  • Schautag rund um Photovoltaik in Neustadt-Glewe

Die Steffen Huber GmbH lädt auf ihrem Firmengelände zum Energiesparfest mit Angeboten für die ganze Familie ein.

  • Zukunft zum Anfassen auf dem Mittelhof in Gessin

Die Meck-Schweizer sind eine Regionalvermarktungs-initiative und zeigen auf ihrem Hof, wie sie die Erneuerbaren und Elektromobilität im Alltag verbinden.

  • Marktplatz Neubrandenburg – moderne Energielösungen

Entdecken Sie bei den Stadtwerken Wärmepumpen mit Speicher, Solaranlagen und Wallboxen. Erfahren Sie, wie klimaneutrales Wohnen funktioniert, während Kinder auf spielerische Weise die Windenergie erleben können.

Weitere Informationen sowie eine ausführliche Übersicht über alle geplanten Aktionen finden Interessierte auf der offiziellen Website: energietag-mv.de.

Neue LED-Beleuchtung für die Malzfabrik in Grevesmühlen

Grevesmühlen – Ein wichtiges Klimaschutzvorhaben wird in Grevesmühlen umgesetzt. Der Landkreis Nordwestmecklenburg erhält einen Zuwendungsbescheid für die Umrüstung der Innenbeleuchtung im Verwaltungsgebäude „Malzfabrik“ auf eine energiesparende, intelligente und steuerbare LED-Beleuchtung vom Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV.

„Das ist ein wirksamer Beitrag zu mehr Energieeffizienz, zu geringeren laufenden Kosten und zu weniger CO2-Auststoß. Die Zahlen sprechen für sich: Für das Vorhaben in dem Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Gebäude sind Gesamtausgaben in Höhe von 702.600 Euro vorgesehen. Davon stellt das Land aus EFRE-Mitteln 351.300 Euro bereit. Hinzu kommt eine Kumulierung mit Bundesmitteln in Höhe von 105.000 Euro“, sagt Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus, der terminbedingt nicht persönlich vor Ort sein kann.

Mit dem Projekt werden insgesamt 483 Lichtpunkte ausgetauscht. Zusätzlich entstehen 306 weitere LED-Lichtpunkte, verbunden mit rund 460 Metern zusätzlichem Kabel. Künftig wird die Beleuchtung zeitlich und präsenzabhängig gesteuert sowie dimmbar sein. Dadurch verbessert sich auch der Arbeitsalltag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mit der neuen Technik werden einerseits Ressourcen geschont: Jährlich werden voraussichtlich rund 88.700 kWh Strom eingespart. Bei einem Strompreis von 36 Cents pro kWh entspricht das einer Entlastung von rund 38.300 Euro pro Jahr. Gleichzeitig sinkt der strombedingte CO2-Ausstoß um 53 Tonnen jährlich. Das ist eine Reduktion von 46 Prozent. Zum Vergleich: 53 Tonnen CO2 entsprechen etwa 17 Hin- und Rückflügen von Frankfurt nach New York. Die eingesparte Strommenge ist vergleichbar mit dem Verbrauch von rund 450-500 LED-Straßenleuchten.

„Genau solche Projekte brauchen wir, um die Klimaschutzziele in MV zu erreichen. Den Klimaschutz entsteht ganz praktisch vor Ort in den Kommunen, in Verwaltungsgebäuden, in Schulen oder auf Straßen“, ergänzt der Minister.

Er dankte abschließend allen, die dieses Projekt vorbereitet und auf den Weg gebracht haben, insbesondere dem Landkreis Nordwestmecklenburg, Landrat Schomann, dem Klimaschutzkoordinator Igor Kolomiyets sowie allen Beteiligten in Verwaltung und Planung.

Insgesamt wurden seit Anfang 2024 rund 5,5 Millionen über die Klimaschutzförderrichtlinie für Kommunen in MV bewilligt, was Gesamtausgaben in Höhe von 14,5 Millionen Euro ermöglichte. Schwerpunkte sind unter anderem LED-Straßen- und Außenbeleuchtung, Studien- und Planungsleistungen, LED-Innenbeleuchtung, energetische Gebäudesanierung im Bestand, technische Gebäudeausrüstung im Neubau sowie der Austausch von Pumpen und anderen Anlagenbestandteilen.

Stärkung der Solarenergie

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern erweitert das Kontingent für Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Staatssekretärin Ines Jesse erklärte, dass das bestehende Kontingent im Rahmen von Zielabweichungsverfahren auf insgesamt 10.000 Hektar erhöht wird.

„Das Potenzial der Sonnenenergie ist groß und das wollen wir noch besser nutzen. Wir ermöglichen den weiteren Ausbau der Solarenergie – gesteuert und mit klaren, innovativen Krite­rien“, so Staatssekretärin Jesse.

Für viele Kommunen im ländlichen Raum sind Einnahmen aus Photovoltaik ein wichtiger Baustein, um Investitionen zu er­möglichen und die Daseinsvorsorge zu sichern. Mit der Weiterentwicklung des Bürger- und Gemeindenbeteiligungs­gesetzes stärkt das Land die finanzielle Beteiligung an den Erträgen der Solarenergie für Kommunen und Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Gleichzeitig ist der Ausbau der erneuer­baren Energien ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und sichert qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze im Land.

Weiterentwickelte Kriterien stellen sicher, dass Solaranlagen dort entstehen, wo lokale Unternehmen davon profitieren und wo es mit Blick auf die Anforderungen des Stromnetzes sinn­voll ist. Die neuen Kriterien wurden gemeinsam mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt erarbeitet.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus betont die gemein­same Verantwortung: „Der Ausbau der Solarenergie ist ein zentraler Baustein für Klimaschutz und regionale Wert­schöpfung. Mit den neuen Regelungen schaffen wir einen ausgewogenen Rahmen: Wir ermöglichen mehr Solarenergie dort, wo es sinnvoll ist, und schützen gleichzeitig hochwertige Böden und sensible Räume.“

Neue Anlagen sollen möglichst effizient und flächensparend sein und können zum Beispiel auf bereits versiegelten Flächen oder stillgelegten Deponien entstehen. Hochwertige landwirtschaftliche Flächen, Moore und Naturschutzgebiete werden besonders geschützt.

„Wir verbinden wirtschaftliche Entwicklung, Klimaschutz und den Schutz unserer landwirtschaftlichen Flächen. Ent­scheidend ist, dass der Ausbau geordnet erfolgt und die Wertschöpfung vor Ort ankommt“, betonte Jesse.

Die Kontingenterhöhung ist als Übergangslösung angelegt, bis das Landesraumentwicklungsprogramm fortgeschrieben wird. Zur Sicherung laufender Investitionen gilt hinsichtlich der geänderten Bodenwertigkeit eine Übergangsfrist von sechs Monaten.

Die weiterentwickelten Kriterien für Zielabweichungsverfahren sind vollständig auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlicht: Zielabweichungsverfahren

EnergieTag MV 2026 – Ganz klar. Erneuerbar.

Schwerin – Unter dem Motto „Ganz klar. Erneuerbar.“ sind Unternehmen und Initiativen aus den Bereichen erneuerbare Energien, Wasserstoff und Elektromobilität eingeladen, sich am 25. April neugierigen Besuchern vorzustellen. Das Wirtschaftsministerium koordiniert die Aktivitäten der einzelnen Teilnehmer und unterstützt sie in der Öffentlichkeitsarbeit.

Der EnergieTag MV ist ein wichtiger Beitrag, um für regionale Wertschöpfung durch erneuerbare Energien zu werben. Mit einem ganzen Tag voller lehrreicher, spannender und unterhaltsamer Aktionen wird das komplexe Thema Energiewende an konkreten Beispielen fass- und erlebbar.

Sie möchten sich gern mit einer Aktion am

EnergieTag MV 2026 beteiligen? Dann melden Sie sich gern bei uns unter

energietag-mv@wm.mv-regierung.de .

Wir freuen uns auf Ihre Ideen!

Informationen zu allen Aktionen erhalten Sie im Internet unter www.energietag-mv.de sowie auf Facebook (@wirtschaftsministeriummecklenburgvorpommern) und Instagram (@wirtschaftsministeriummv)

Windenergie: MV steigert Genehmigungen – bundesweit vorn dabei

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern gehört 2025 erneut zu den Bundesländern mit den höchsten absoluten Genehmigungszahlen im Windenergiebereich. 188 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.146 Megawatt wurden im vergangenen Jahr genehmigt. Insgesamt trafen die Behörden 147 Entscheidungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) – fast doppelt so viele wie im Jahr 2024 (88 Entscheidungen).

Auch im Offshore-Bereich wurden wichtige Weichen gestellt: Im Dezember 2025 wurde die zweite wesentliche Änderung des Offshore-Windparks Gennaker mit 63 Anlagen und 976,5 Megawatt Leistung genehmigt. Das Investitionsvolumen im Onshore-Bereich lag 2025 bei rund 1,95 Milliarden Euro.

„Die Zahlen zeigen klar: Mecklenburg-Vorpommern bringt die Energiewende mit Tempo voran. Wir schaffen Investitionssicherheit, stärken die regionale Wertschöpfung und sichern zugleich hohe Umweltstandards“, erklärte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Hoher Antragsdruck – beschleunigte Verfahren greifen

Der deutliche Anstieg der Entscheidungen erfolgt vor dem Hintergrund eines außergewöhnlich hohen Antragsaufkommens. 161 neue Genehmigungsanträge gingen 2025 ein – nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Zum Jahresende befanden sich 374 Anträge mit 1.544 Windenergieanlagen im Verfahren. Das entspricht einer potenziellen Gesamtleistung von über 8,5 Gigawatt und einem geschätzten Investitionsvolumen von rund 14,5 Milliarden Euro.

Ein zentraler Baustein für die Beschleunigung ist der gezielte Personalaufbau im Energiewendebereich. Seit 2013 wurden zusätzliche unbefristete Stellen in den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt, im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie sowie in den beteiligten Ministerien geschaffen. Besonders das vierte Quartal 2025 zeigt, dass diese Maßnahmen Wirkung entfalten.

Gleichzeitig prägen weiterhin zahlreiche Altverfahren die Statistik: Von den 374 laufenden Verfahren stammen 213 Anträge aus Vorjahren. „Wir arbeiten diese Verfahren konsequent ab – und das trotz bundesweit besonders hoher Fallzahlen. Energiewende heißt für uns: schneller werden, ohne fachliche Qualität und Rechtssicherheit zu gefährden“, betonte Backhaus.

Dialog vor Ort

Trotz der positiven Bilanz bleibt der Ausbau der Windenergie mit Konflikten verbunden. Minister Backhaus wird sich daher am 3. März in Bekow bei Hagenow sowie am 5. März in Penzlin mit Bürgerinitiativen austauschen.

In Bekow stehen Fragen zur möglichen Ausweisung eines Windenergie-Sondergebietes im Bereich eines Landschaftsschutzgebietes im Mittelpunkt. In der Region Penzlin geht es vor allem um die Gesamtbelastung der Kulturlandschaft durch bestehende und geplante Anlagen sowie begleitende Infrastruktur.

„Die Energiewende gelingt nur, wenn wir Umwelt- und Naturschutz, kommunale Planungshoheit und berechtigte Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen. Mein Anspruch ist es, erneuerbare Energien rechtssicher, transparent und im Dialog voranzubringen. Politische Einzelentscheidungen gegen geltendes Recht wird es nicht geben – aber sehr wohl den offenen Austausch“, so Backhaus.

Inselhafen und Seebrücke Prerow im Frostmodus

Prerow – Erstmals seit seiner Inbetriebnahme kann der Inselhafen Prerow aufgrund teilweiser Vereisung der Prerow Bucht nicht von Wasserfahrzeugen genutzt werden. Die Seebrücke und die öffentlichen sanitären Anlagen im Inselhafen sind jedoch voll funktionsfähig. Trotz der winterlichen Temperaturen und Ostwind bleibt die Seebrücke ein beliebtes Ausflugziel mit aktuell ungewöhnlichen Ausblicken.

„Grundsätzlich sind wir froh, dass der Inselhafen Prerow bei den niedrigen Temperaturen so lange eisfrei und somit für den Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) nutzbar war. Andere Häfen in der Region konnten aufgrund der Eisbildung schon seit ca. 4 Wochen nicht mehr angelaufen werden. In der vergangenen Nacht bildete sich aber auch in der Prerow Bucht, in welcher der Inselhafen liegt, eine Eisdecke, die den Inselhafen derzeit umschließt. Die Crew des Seenotrettungskreuzers hat deshalb in der Nacht zunächst eine Seeposition aufgesucht. Nach Entscheidung der DGzRS hat die ,Nis Randers‘ nun vorübergehend Warnemünde angelaufen, um von dort aus weiterhin einsatzklar zu bleiben“, sagte Minister Dr. Backhaus, der sich viele Jahre persönlich für den Bau von Inselhafen und Seebrücke Prerow eingesetzt hatte.

Innerhalb des Inselhafens Prerow hatte sich in den vergangenen Tagen bereits eine dünne Eisschicht gebildet, die Prerow Bucht war aber bisher noch eisfrei. Nun hat das Eis also auch den etwa 700m vor der Küste liegenden Inselhafen erreicht. Der Inselhafen mit Funktionsgebäude und die Seebrücke werden aber weiterhin von Mitarbeitern des Nationalparks Vorpommern betreut und die sanitären Anlagen bleiben für Gäste nutzbar. Das ist auch gut, denn die längste Seebrücke im Ostseeraum lockt trotz der eisigen Temperaturen täglich bis zu 300 wetterfeste Besucher. Auch die Dachterrasse ist nach wie vor gut erreichbar. Die Seebrücke und der Inselhafen Prerow bieten somit ein besonderes Wintererlebnis mit Blick auf die vereiste Ostsee und die vereisten Hafenanlagen.

Erfolgreichstes Jahr seit Bestehen

LEKA MV startet mit starkem Wachstum in ihr Jubiläumsjahr

Schwerin – Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV) hat das Jahr 2025 mit dem erfolgreichsten Ergebnis seit ihrer Gründung abgeschlossen. Deutliche Zuwächse bei Beratungen für Kommunen, Bürge­rinnen und Bürger sowie Vorhabenträger unterstreichen die wachsende Bedeutung der LEKA MV als zentrale Anlaufstelle für Energie- und Klimaschutzfragen im Land. Mit diesem Ergebnis startet die Agentur in ihr zehnjähriges Jubiläumsjahr 2026.

Im Jahr 2025 führte die LEKA MV 258 Kommunalberatungen durch. Gegenüber 140 Beratungen im Jahr 2024 entspricht dies einem Zuwachs von 84 Prozent. Die Zahl der Bürger­beratungen stieg von 19 auf 42 Beratungen (+121 Prozent). Im Rahmen des Beratungsangebots MVeffizient, mit dem die LEKA MV Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern bei Fragen der Energieeffizienz unterstützt, wurden 96 Unter­nehmensberatungen durchgeführt. Damit liegt das Beratungs­niveau nahezu auf dem Vorjahreswert (101 Beratungen) und verdeutlicht den kontinuierlich hohen Bedarf an individueller Beratung und konkreter Umsetzungshilfe.

Ein neues Aufgabenfeld der LEKA MV war 2025 die Klima­verträglichkeitsprüfung (KVP) mit 90 durchgeführten Prü­fungen. Das Projekt wurde 2024 mit einer eigenen Personal­stelle aufgebaut. In Kooperation mit dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt übernimmt die LEKA MV die Prüfung der Klimaverträglichkeit von EFRE-geförderten Infrastrukturvorhaben. Hintergrund ist die EU-rechtliche Vorgabe, dass Infrastrukturinvestitionen mit einer erwarteten Lebensdauer von mindestens fünf Jahren nur gefördert werden dürfen, wenn ihre Klimaverträglichkeit nach­gewiesen ist.

Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz als zentraler Beratungstreiber

Ein wesentlicher Treiber der gestiegenen Nachfrage nach Beratungen war das Bürger- und Gemeindenbeteiligungs­gesetz Mecklenburg-Vorpommern (BüGembeteilG M-V). Die Zahl der Vorhabenträgerberatungen erhöhte sich von 46 im Jahr 2024 auf 131 Beratungen im Jahr 2025 (+185 Prozent). Parallel dazu nahm auch die Nachfrage auf kommunaler Ebene deutlich zu: Während die LEKA MV im Jahr 2024 48 Kommunen zum Gesetz beriet, waren es im vergangenen Jahr bereits 123 kommunale Beratungen (+156 Prozent). Diese Beratungen sind Bestandteil der insgesamt 258 Kom­munalberatungen im Jahr 2025. 

Hintergrund: In diesem Jahr ist eine Neufassung des BüGem­beteilG M-V vorgesehen. Das Gesetz gilt als zentrales Instru­ment zur finanziellen Beteiligung von Kommunen und Anwoh­nenden an Windenergieprojekten. Bereits im Vorfeld der Anpassung informieren sich Kommunen und Vorhabenträger verstärkt über bestehende und künftige Regelungen. Die LEKA MV begleitet diesen Prozess landesweit als zentrale Ansprechpartnerin. 

„Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass sich die LEKA MV als landesweite Ansprechpartnerin für Energie- und Klimaschutz­fragen in Mecklenburg-Vorpommern etabliert hat. Gerade mit Blick auf die anstehende Neufassung des Bürger- und Ge­meindenbeteiligungsgesetzes ist die fachliche Begleitung von Kommunen und Vorhabenträgern von großer Bedeutung. Die LEKA MV leistet hier einen überaus wertvollen Beitrag zur Umsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele unseres Landes und zur regionalen Wertschöpfung“, erklärt Dr. Wolf­gang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern. 

Digitale Wissensangebote ergänzen individuelle Beratung

Demgegenüber gingen die sonstigen Beratungen – darunter Beratungen für Vorhabenträger von Photovoltaikprojekten, wissenschaftliche Einrichtungen sowie öffentliche Einrich­tungen des Landes – von 129 im Jahr 2024 auf 88 Bera­tungen im Jahr 2025 zurück (-32 Prozent). Diese Entwicklung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem kontinuier­lichen Ausbau digitaler Wissensangebote der LEKA MV. Viele grundlegende Fragestellungen werden inzwischen über auf­gezeichnete Schulungen, Webinare und Informationsan­gebote in der Mediathek und auf YouTube abgedeckt. Ent­sprechend stieg die Nutzung dieser Inhalte deutlich an: Die Aufrufe der Schulungs- und Veranstaltungsaufzeichnungen erhöhten sich von 3.825 im Jahr 2024 auf 12.740 Aufrufe (+233 Prozent). Ergänzend dazu erreichte die LEKA MV mit 155 Schulungen, Veranstaltungen und Vorträgen insgesamt 25.948 Teilnehmende. 

Strategische Weiterentwicklung der Angebote

„Die Entwicklung der Zahlen ist das Ergebnis einer bewussten strategischen Ausrichtung. Wir haben unsere Angebote ge­zielt weiterentwickelt und den Fokus stärker auf individuelle Beratung, persönliche Begleitung und konkrete Umsetzungs­fragen gelegt. Gleichzeitig stellen wir über digitale Formate grundlegendes Wissen flächendeckend zur Verfügung. Die anhaltend hohe Nachfrage nach persönlicher Unterstützung spiegelt die sehr gute strategische Ausrichtung der LEKA MV wider. Das Ergebnis ist für uns ein guter Ausgangspunkt für das zehnjährige Jubiläumsjahr“, erläutert Gunnar Wobig, Ge­schäftsführer der LEKA MV. 

Zehn Jahre LEKA MV: kontinuierliche Entwicklung und hohe Nachfrage

Seit ihrer Gründung im Jahr 2016 hat sich die LEKA MV konti­nuierlich weiterentwickelt und ihre Angebote an die Bedarfe im Land angepasst. Zehn Jahre nach ihrer Gründung zeigt sich, dass die LEKA MV eine tragende Rolle für Kommunen, Unter­nehmen und weitere Akteure in Mecklenburg-Vorpommern einnimmt.

Weitere Informationen zu den Angeboten der LEKA MV sind unter www.leka-mv.de zu finden.

Über die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Meck­lenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV)

Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV) wurde 2016 gegründet und ist mit den drei Standorten Stralsund, Schwerin und Neustrelitz landesweit aktiv. Als landeseigene Einrichtung berät die LEKA MV Kommunen, Unternehmen sowie Privathaushalte kosten­los und neutral in allen Fragen der Energieeffizienz und der Energiewende. Darüber hinaus vernetzt die LEKA MV in eige­nen Schulungen und Veranstaltungen die landesweiten Akteure der Energiewende, vermittelt Wissen an Entschei­dungsträger und berät zu Fördermöglichkeiten. Weitere Infor­mationen unter www.leka-mv.de.

Genehmigung für größten Ostsee-Windpark in M-V übergeben

Rostock – Heute wurde der Genehmigungsbescheid für den Bau des Offshore-Windparks „Gennaker“ an die Firma Skyborn in Rostock übergeben. „Es handelt sich um den größten Windpark im Gebiet des Küstenmeeres der Deutschen Ostsee innerhalb der Grenzen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, sowohl was die Anzahl der Anlagen als auch was die Leistung des Windparks betrifft. Die 63 Anlagen tragen erheblich zum Ausbau erneuerbarer Energien, zur Energiewende und zur regionalen Wertschöpfung bei.

Nach Fertigstellung wird der Offshore Windpark Gennaker jährlich grüne Energie von fast vier Terrawattstunden, das sind vier Milliarden Kilowattstunden, zum deutschen Energiemix aus erneuerbaren Energien beitragen. Damit können jedes Jahr etwa eine Million Haushalte mit grünem Strom versorgt werden. Mit dieser Leistung können etwa durchschnittlich ein bis zwei moderne Kohlekraftwerke oder ein Atomkraftwerk ersetzt werden“, sagt Klimaschutz-und Umweltmiister Dr. Till Backhaus, der terminbedingt nicht persönlich vor Ort sein kann und von Luise Müller, Abteilungsleiterin im Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern (StALU VP) vertreten wird.

Der Skyborn Offshore Windpark Gennaker befindet sich etwa 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Am 16. Dezember hat das StALU VP die Gesamtgenehmigung des Landes Mecklenburg-Vorpommern erteilt. Sie erlaubt den Bau und Betrieb von 63 Windenergieanlagen der neuesten 15-MW-Klasse von Siemens-Gamesa. Zudem erhöht sich die installierte Leistung des Vorhabens (inkl. Power Boost) von 927,0 MW auf nun 976,5 MW – ohne dass sich die vom Offshore Windpark beanspruchte Fläche erhöht hat. Der neue Windpark umschließt den mit Umweltverträglichkeitsprüfung genehmigten und in Betrieb befindlichen Offshore Windpark „Baltic 1“ mit 21 Anlagen.

Der Minister verweist auf ein ordentliches, rechtssicheres und transparentes Prüfverfahren durch das StALU Vorpommern im Vorfeld. Das zweite immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren wurde vollständig nach § 16 BImSchG und mit Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt und mit allen betroffenen Fachbehörden und Kommunen abgestimmt. Dazu zählen unter anderem das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, das Bundesamt für Naturschutz, das Havariekommando, das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV, das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern, das Nationalparkamt Vorpommern, die Gemeinde Ostseeheilbad Zingst, das Amt Nord-Rügen, das Amt West-Rügen, die 50Hertz Transmission GmbH sowie die Bundesnetzagentur.

Auch die Öffentlichkeit wurde mit einbezogen. Die Antragsunterlagen waren einen Monat lang (19.05.–18.06.2025) online einsehbar – auf der StALU-Website, im Amtlichen Anzeiger und im UVP-Portal. Zusätzlich lagen sie vor Ort in Zingst, im Amt Nord-Rügen und im Amt West-Rügen aus. Bis zum 18. Juli wurden drei gültige Einwendungen erhoben.

Die Information der Länder Dänemark und Schweden erfolgte am 05.05.2025. Es ergaben sich keine grenzüberschreitenden erheblichen nachteiligen Umweltwirkungen.

Die neuen Windenergieanlagen des Typs SG DD-236++ haben eine Nabenhöhe von max. 143 Meter, einen Rotordurchmesser von 236 Meter und eine Gesamthöhe von max. 261 Meter.

Der Baubeginn ist für Mitte 2027 geplant und die Inbetriebnahme für Ende 2028.