2018 knapp neun Millionen Euro für Klimaschutzmaßnahmen bewilligt

Schwerin – Im vergangenen Jahr erhielten 68 Kommunen und 19 Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern vom Energieministerium Förderzusagen für insgesamt 105 Klimaschutz-Vorhaben. Damit wurden Fördermittel in Höhe von insgesamt 8,97 Millionen Euro bewilligt. Im Vorjahr waren es 5,5 Millionen Euro.

„Die steigende Nachfrage nach unseren Klimaschutzprogrammen zeugt davon, dass diese ein gutes Instrument sind, um das Bewusstsein für den Klimaschutz bei uns im Land zu schärfen – und Anreize für ein entsprechendes Handeln zu setzen“, beurteilt Energieminister Christian Pegel diese Zahlen.

Den größten Teil der Summe, gut 5,2 Millionen Euro, erhalten Kommunen für die Umrüstung von Außenbeleuchtungen auf LED, die zu Einsparungen bei Energiekosten und Kohlendioxid-Emission führt. Weitere ca. 850.000 Euro setzen die Kommunen u. a. für klimafreundliche Innenbeleuchtung oder die Nutzung von Biomasse-, Solar – oder Geothermieanlagen ein.

„Es freut mich sehr, dass auch immer mehr Unternehmer unsere Förderprogramme nutzen“, sagt der Landesenergieminister. Ihnen wurden 2018 insgesamt knapp drei Millionen Euro bewilligt. Den größten Teil, fast 1,9 Millionen Euro, haben die Firmen für Energie-effizienzmaßnahmen beantragt. Förderzusagen gab es auch für regenerative Heizungsanlagen und Nahwärmenetze, Geothermieanlagen oder das Umrüsten auf Elektromobilität.

Die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden im Rahmen der Richtlinien finanzielle Unterstützungen zur Realisierung von Energieeffizienzvorhaben und von Projekten zur Nutzung erneuerbarer Energien bereitgestellt. In der Förderperiode 2014 bis 2020 stehen insgesamt knapp 45 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind bislang knapp 29 Millionen Euro ausgegeben bzw. gebunden.

Kommunen und Unternehmen können eine Förderung nach der Klimaschutzrichtlinie beantragen. Gefördert werden mit Fördersätzen zwischen 30 und 60 Prozent Vorhaben mit folgenden Zwecken:

  • Energiesparen und bessere Energieeffizienz
  • Nutzung erneuerbarer Energien zum Heizen
  • Schaffen von Infrastruktur zur Nutzung erneuerbarer Energien
  • Einsatz nichtfossiler Kraftstoffe und Antriebe sowie
  • Vorplanungsstudien zur Vorbereitung solcher Maßnahmen und Studien/Gutachten zum Aufbau lokaler, regenerativer Energieversorgungsstrukturen und Energiemanagementuntersuchungen.
  • Für Unternehmen wird zurzeit die Förderrichtlinie angepasst, um Speicherprojekte einfacher unterstützen zu können.

Zusätzlich stehen für Kommunen im ländlichen Raum Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Verfügung für Maßnahmen, die die kommunale regenerative Energieversorgung sowohl vorbereitend als auch investiv unterstützen.

Klimaschutz an Schulen: Wo sind die Energiesparmeister in M-V?

Wettbewerb sucht bestes Klimaschutz-Projekt an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Berlin – Der Energiesparmeister-Wettbewerb für Schulen sucht das beste Klimaschutz-Projekt von und mit Schülern aus Mecklenburg-Vorpommern. „Mitmachen lohnt sich“, motiviert Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online, die den Wettbewerb organisiert. „Auf das überzeugendste Projekt wartet ein Preisgeld von 2.500 Euro, die Chance auf den mit weiteren 2.500 Euro dotierten Bundessieg und eine Reise zur Preisverleihung im Bundesumweltministerium in Berlin.“

Bewerben können sich Schüler und Lehrer aller Schularten und jeder Jahrgangsstufe bis zum 4. April auf www.energiesparmeister.de. Der Wettbewerb wird unterstützt durch die vom Bundesumweltministerium beauftragte Kampagne „Mein Klimaschutz“. Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist Schirmherrin des Wettbewerbs.

Jury kürt Landessieger – Online-Abstimmung über Bundessieg

Ende April wählt eine Fachjury den Landesieger aus Mecklenburg-Vorpommern und aus den weiteren 15 Bundesländern aus; nach den Kriterien Innovation, Nachhaltigkeit und Kreativität. Im Mai treten die 16 Energiesparmeister zu einer öffentlichen Online-Abstimmung um den Bundessieg an. Der Bundessieger erhält neben den 2.500 Euro für den Landessieg den mit weiteren 2.500 Euro dotierten Titel „Energiesparmeister Gold“.

Ein mit 1.000 Euro dotierter Sonderpreis honoriert besonders ausdauerndes Engagement für den Klimaschutz. Dafür können sich alle früheren Energiesparmeister bewerben, die am Ball geblieben sind und ihr Projekt weiterentwickelt haben. Alle neuen Preisträger werden zur Preisverleihung am 14. Juni 2019 ins Bundesumweltministerium eingeladen.

Paten und Unterstützer des Energiesparmeister-Wettbewerbs

Neben Geld- und Sachpreisen werden die Gewinner-Schulen mit einer Patenschaft eines Partners aus Wirtschaft und Gesellschaft belohnt. Die Paten unterstützen ihren Energiesparmeister bei der Öffentlichkeitsarbeit. Die diesjährigen Paten des Wettbewerbs sind atmosfair gGmbH, Bremer Energiehaus-Genossenschaft eG, eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, ENGIE Deutschland, Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH, Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH, Ostdeutscher Sparkassenverband, Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg, Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen, die Sparkassen in Niedersachsen und WEMAG AG für Mecklenburg-Vorpommern.

Im vergangenen Jahr konnte die Arche Schule in Waren an der Müritz das beste Klimaschutzprojekt in Mecklenburg-Vorpommern vorweisen. So werden an der Grundschule die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit theoretisch vermittelt und auch praktisch umgesetzt. Es wird auf Einwegplastik verzichtet und bei der Verpflegung auf Regionalität gesetzt. Die Kinder werden im Energiesparen geschult und regelmäßig führen Exkursionen zu Erzeugern erneuerbarer Energie. „Klimaschutz braucht oft einen langen Atem. Wichtig sind Vorbilder, die zeigen, dass es auch mit kleinen Schritten ein ganzes Stück vorangehen kann. Ich bin sehr stolz auf die Schule in Waren“, sagt Thomas Murche, technischer Vorstand des kommunalen Energieversorgers WEMAG.

Zusätzlich unterstützen den Wettbewerb a&o Hostels, Florida-Eis Manufaktur GmbH, memo AG, Vaude GmbH & Co. KG und Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Als Medienpartner agieren der auf pädagogisch-didaktische Fachzeitschriften spezialisierte Friedrich-Verlag, das Familienmagazin Naturkind, das Naturkostmagazin Schrot&Korn sowie das bundesweite Schülermagazin YAEZ. Unterstützt wird der Wettbewerb auch von Deutschlandfunk Kultur mit Berichterstattung in der Sendung „Kakadu“.

Ab heute zum Stadtradeln anmelden – Land übernimmt Anmeldegebühr

Schwerin – Ab heute, 11. März 2019, können sich Kommunen in ganz Deutschland für das „Stadtradeln 2019“ anmelden. Christian Pegel ruft dazu auf, dass auch möglichst viele Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern an den Start gehen.

„Das Stadtradeln schärft das Bewusstsein für das Fahrrad als Alternative zum Auto. Als Minister, der für Energie und Verkehr zugleich zuständig ist, kann ich diese Initiative nur begrüßen“, lobt Christian Pegel, der selbst gern auf den Drahtesel steigt, wenn es Zeit und Route erlauben.

Beim Stadtradeln kann jede Stadt, jede Gemeinde, jeder Landkreis und jede Region mitmachen. Ein Gemeindebeschluss oder ähnliches ist für eine Teilnahme nicht zwingend erforderlich. Das Einverständnis der Kommune, zum Beispiel durch den Bürgermeister/die Bürgermeisterin oder die Verwaltung, muss jedoch gegeben sein. Bei der Anmeldung über die Webseite www.stadtradeln.de muss zudem mindestens eine Ansprechperson vor Ort für das Stadtradeln in der Kommune genannt werden.

Der Aktionszeitraum, in dem dann alle Teilnehmer aus der Kommune mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer sammeln, muss drei zusammenhängende Wochen nach Wahl zwischen dem 1. Mai und dem 30. September betragen. Das heißt, frühestmöglicher Starttermin ist der 1. Mai, letzter der 10. September. Ab 11. März 2019 bis kurz vor dem letztmöglichen Starttermin können sich Kommunen bundesweit fürs „Stadtradeln“ anmelden.

In diesem Jahr stellt das Verkehrsministerium 15.000 Euro für die Teilnahme von Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung, 5.000 Euro mehr als in den vergangenen Jahren. Von diesem Geld wird die Teilnahmegebühr für Städte und Gemeinden aus M-V für das bundesweite Stadtradeln erstattet.

„Die Aktion findet immer mehr Interesse in den Kommunen, so dass wir einen stetig steigenden Teilnehmerkreis verzeichnen können“, sagt Christian Pegel, Landesminister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung. Er fügt hinzu: „Damit viele Städte und Gemeinden unseres Landes mitmachen, haben wir vor vier Jahren zum ersten Mal diesen Fördertopf bereitgestellt. Ich würde mir wünschen, dass sich neben den großen Städten auch mehr kleine Gemeinden und gern auch die Landkreise beteiligen.“

2018 haben Greifswald, Ludwigslust, Parchim, Rostock, Schwerin, Stralsund sowie der Landkreis Vorpommern-Rügen, Anklam, Bergen auf Rügen, Neubrandenburg und Neustrelitz den Nordosten vertreten. Zusammen haben sie in ihrem jeweils dreiwöchigen Aktionszeitraum knapp 1,2 Millionen Kilometer zurückgelegt und damit fast 164.000 Kilogramm Kohlendioxid vermieden, die beim Zurücklegen derselben Strecke mit dem Auto ungefähr angefallen wären.

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung übernimmt die Anmeldegebühr für die sich anmeldenden Kommunen so lange, bis der Fördertopf in Höhe von 15.000 Euro ausgeschöpft ist. Die Gebühren variieren je nach Einwohnerzahl. Das Geld wird entsprechend der zeitlichen Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Dies erfolgt direkt bei Anmeldung auf www.stadtradeln.de – die Kommune muss nicht in Vorleistung gehen.

Pegel stellt Studie in Berlin vor

Mit Experimentierklauseln Sektorkopplung voranbringen

Berlin – Die Sektorkopplung verspricht, die Energiewende auch auf Mobilität und Wärmeerzeugung zu übertragen. Rechtliche Hürden verhindern aber bislang den wirtschaftlichen Betrieb solcher Verfahren und Anlagen. Experimentierklauseln können Abhilfe schaffen und die Umsetzung der Sektorkopplung ermöglichen, ohne ein neues Förderregime zu etablieren. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Klimaschutz, Energie und Mobilität (Ikem), die das Energieministerium M-V in Auftrag gegeben hat. Heute (6. März 2019) haben Landesenergieminister Christian Pegel und Ikem-Geschäftsführer Simon Schäfer-Stradowsky die Ergebnisse dieser Studie in Berlin vorgestellt.

Mecklenburg-Vorpommern ist Vorreiter bei der Energiewende. Im Jahresmittel erzeugt das Bundesland mehr Strom aus erneuerbaren Quellen als es verbraucht. In Zeiten von Netzengpässen oder zu geringer Nachfrage müssen Erneuerbare-Energie-Anlagen jedoch abgeregelt werden. Im Jahr 2017 ging so eine Leistung von rund 5.500 Gigawattstunden ungenutzt verloren.

„Es ist eines unser wichtigsten Anliegen, dass die saubere Energie, die bei uns im Land erzeugt wird, auch vollständig genutzt wird. Nur dann wird der weitere Ausbau der erneu­erbaren Energien die erforderliche öffentliche Akzeptanz finden“, sagt Energieminister Christian Pegel und fügt hinzu: „Deshalb ist die Sektorkopplung unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende. Sie wurde jedoch ausgebremst durch rechtliche Hemmnisse, Strom in anderen Sektoren einzusetzen. Das soll sich dank Experi­mentierklauseln ändern.“

Bislang belasten die Stromnebenkosten den wirtschaftlichen Betrieb von Speichern und Power-to-X-Anlagen, da Steuern und Abgaben auf den über die Netze transportierten Strom sowie das veredelte Endprodukt fällig werden. Die Experimentierklauseln sollen ermöglichen, dass neue Anlagen erprobt werden können, bei denen die Erzeugungsan­lagen, Energiespeicher und Power-to-X-Anlagen virtuell über das Stromnetz gekoppelt sind. „Durch diese Kopplung wird die Stromerzeugung aus volatilen Energieträgern plan­barer. Strom aus erneuerbaren Energien, der nicht innerhalb der Anlagenkopplung genutzt werden soll, kann vorhersehbar in das Netz eingespeist werden. Außerdem verbleibt der Großteil der Wertschöpfung in der Region“, so Christian Pegel.

„Experimentierklauseln bringen die Energiewende voran, ohne sie mit neuen Förderungen zu belasten. Im Gegenteil: Das vorgeschlagene Modell ist eine regulatorische Befreiung. Der Abbau der rechtlichen Hemmnisse verleiht innovativen Geschäftsmodellen einen neuen Schub und schützt so unser Klima“, sagte Ikem-Geschäftsführer Simon Schäfer-Stradowsky.

Mit der Studie liegt ein vollständiger Gesetzesentwurf für Experimentierklauseln vor. „Für eine echte Energiewende muss das Gesetzgebungsverfahren zur Umsetzung der Experi­mentierklausel jetzt eingeleitet werden. Das kann etwa im Bundesrat durch ein Bündnis der Länder erfolgen, die dazu bereit sind“, so Schäfer-Stradowsky. Ein Gesetzgebungsverfah­ren kann zugleich im Bundestag angestrebt werden.

Die Studie richtet sich auch an die Bundesregierung: Teile der Experimentierklauseln lassen sich in die bereits für 2019 geplanten Innovationsausschreibungen inte-grieren. Anknüp­fungspunkte für die Experimentierklauseln können auch die notwendigen Umsetzungen zur Erneuerbaren-Energie-Richtlinie II sein, die zum 30. Juni 2021 fällig werden, und das Auslaufen der Verordnung zur Schaffung eines rechtlichen Rahmens zur Sammlung von Erfahrungen im Förderprogramm „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (Sinteg) im Jahr 2022.

Für eine erfolgreiche Energiewende muss nicht nur der Stromsektor auf erneuerbare Energien umgestellt werden, sondern auch im Wärme- und Verkehrsbereich müssen diese erheblich stärker genutzt werden. Dies geschieht etwa durch den direkten Einsatz von erneuerbaren Energien, indem zum Beispiel ein Haus mittels Solarthermie beheizt wird. Zusätzlich hilft auch der Einsatz von Strom aus Erneuerbaren, die Energiewende in den anderen Sektoren voranzubringen. Wird dieser sauber erzeugte Strom genutzt, um in anderen Sektoren den Einsatz fossiler Energien zu reduzieren, spricht man von „Sektorkopplung“. Ein Beispiel für die Sektorkopplung ist der Einsatz von Power-to-X-Verfahren, mit denen sauber erzeugter Strom zum Beispiel in Gas umgewandelt und dieses dann als umweltfreundlicher Treibstoff eingesetzt werden kann.

Tag der Erneuerbaren Energien: Anmeldung für Mitveranstalter bis 15.3.

Stralsund – Im Rahmen des Aktionswochenendes zum Tag der Erneuerbaren Energien 2019 findet in Stralsund das siebte Stralsunder Solarbootrennen statt. Die Veranstalter – das Umweltbüro Nord, die Maritime Lernwerkstatt des Kreisdiakonischen Werks Stralsund und der Landkreis Vorpommern-Rügen – stellen Schulklassen kostenlos Solarbausätze zur Verfügung. Mit diesen können die Kinder und Jugendlichen selbst gebastelte kleine Bootsmodelle ausrüsten. Prämiert werden die schnellsten Boote sowie das schönste Boot.

„Die Aktion ist eine von vielen, die auch in diesem Jahr zum Aktionswochenende spannende Erfahrungen für Jung und Alt garantieren“, sagt Landesenergieminister Christian Pegel. Zum fünften Mal in Folge wird der bundesweite Tag der Erneuerbaren Energien 2019 in M-V mit einem Aktionswochenende begleitet. Unternehmen, Vereine, Initiativen, die Ihren Beitrag zur Energiewende vorstellen wollen, können sich bis zum 15. März 2019 anmelden.

„Die Erneuerbaren sind bei uns im Land zu einer stabilen Größe geworden“, sagt Christian Pegel. Für den fünften Energietag in M-V hofft er, dass sich wiederum viele Akteure beteiligen. „In den vergangenen Jahren umfasste das Programm stets rund 60 Aktionen. Das ist auch 2019 unser Ziel“, so Pegel.

Informationen zu allen Aktionen vom 26. bis 28. April 2019 erhalten Sie unter www.energietag-mv.de sowie auf Facebook unter www.facebook.com/energietagmv.

Mitveranstalter können sich bis zum 15.3.2019 anmelden unter www.energietag-mv.de/anmeldung. E-Mail-Kontakt: energietag-mv@em.mv-regierung.de.

Die Anmeldung zum 7. Stralsunder Solarbootrennen ist unter www.kurzlink.de/solarboot-2019 möglich.

Aktion des NDR „Was atmest Du?“ bestätigt Luftgüte in M-V

Schwerin – Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat im Rahmen der Aktion „Was atmest Du?“ in Norddeutschland die Stickstoffdioxidwerte in der Luft gemessen. Für die Aktion bewarben sich rund 5.000 interessierte Bürgerinnen und Bürger. Sie konnten eigene Vorschläge einbringen, wo neben den offiziellen Messstellen noch gemessen werden sollte. Am Ende des Auswahlverfahrens wurden bereits im November 2018 im gesamten Sendegebiet insgesamt 1.000 Passivsammler (Messröhrchen) zur Messung der Stickstoffdioxidbelastung an die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber verteilt. Rund 160 dieser Passivsammler gingen nach Mecklenburg-Vorpommern.

Nun liegen die Untersuchungsergebnisse vor. „Die Messungen des NDR haben ergeben, dass Mecklenburg-Vorpommern die niedrigsten Stickstoffdioxidwerte in ganz Norddeutschland hat“, zeigte sich Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, erfreut. Damit seien auch die amtlichen Messungen des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) nochmals bestätigt worden. Die geringsten Werte waren in den ländlichen Bereichen wie der Insel Poel und die höchsten Werte in den Städten Neubrandenburg, Schwerin, Stralsund und Rostock zu verzeichnen. Jedoch wurde an keiner Stelle der zulässige Grenzwert von 40µg/m3 Luft annähernd erreicht. „Auch das überrascht uns nicht. Es war zu erwarten, dass die höchsten Werte an den vom Straßenverkehr beeinflussten Messpunkten der größeren Städte im Land gemessen werden“, so Buchwald.

Zwar seien die Messungen des NDR nur bedingt mit den amtlichen Messungen des LUNG vergleichbar. So bezieht sich der europaweit geltende Grenzwert von 40µg/m3 Luft auf den Jahresmittelwert; die Messungen des NDR jedoch auf einen Untersuchungszeitraum von rund einem Monat. Auch die Messmethoden unterscheiden sich. „Trotzdem unterstreichen die Ergebnisse der Messaktion des NDR, dass die gesetzlich geforderte amtliche Luftgüteüberwachung ein reales Abbild der Luftgüte wiederspiegelt. Die Bürgerinnen und Bürger des Landes und natürlich auch die Touristen können überall im Land saubere Luft atmen“, resümierte der Staatssekretär. Gleichzeitig unterstrich er, dass das Land seine Bemühungen zur Verbesserung der Luftgüte weiter fortsetzen werde.

Brot, Kartoffeln und Strom – WEMAG richtet zehnte Servicestation in einem Dorfladen ein

Jetzt bietet auch in Picher ein Partner umfangreiche Serviceleistungen des Energieversorgers an

Picher – Mit dem Supermarkt von Jörg Dühring in Picher im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat die WEMAG ihren zehnten Servicepartner in einem Dorfladen unter Vertrag genommen. „In Flächenländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ist es nicht immer einfach, seine Fragen in einem persönlichen Gespräch zu klären. Mit unseren Partnern möchten wir den Kunden und anderen Interessenten die Möglichkeit bieten, sich schnell und unkompliziert in ihrer Nähe über die Angebote der WEMAG zu informieren“, erläutert WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann.

ie zehnte WEMAG-Servicestation in einem Dorfladen steht jetzt mit Informationsmaterial des Energieversorgers im Supermarkt von Jörg Dühring in Picher. Foto @ WEMAG/Johanna Möller

Auch Supermarkt-Inhaber Jörg Dühring hat jetzt einen Aufsteller mit Produktinformationen zu Ökostrom- und Erdgas sowie dem Hausnotruf. Erhältlich sind auch Service-Karten zur Zählerstandmitteilung, Abschlagsanpassung oder Neuanmeldung sowie Informationsmaterial zum Thema Breitband-Hausanschluss, Internet und Telefonie. „So halten wir den kurzen Draht zu unseren Kunden“, erklärt Michael Hillmann.

„Mit den Servicepunkten schafft die WEMAG Kontaktmöglichkeiten auch in kleineren Ortschaften. So müssen die Leute keine weiten Wege mehr fahren und können während des Einkaufens bei mir Serviceleistungen der WEMAG in Anspruch nehmen“, ergänzt Ladeninhaber Jörg Dühring. Er freue sich sehr auf die Zusammenarbeit mit der WEMAG und in dem Zusammenhang auch auf mehr Kunden in seinem Geschäft.

Im Juli 2017 wurde der erste Dorfladen in Grebs bei Eldena ausgestattet. Es folgten Lebensmittelmärkte  in Warnow bei Bützow, in Marnitz südlich von Parchim, in Roggendorf bei Gadebusch, in Demen bei Crivitz, in Rastow südlich von Schwerin, in Muchow bei Ludwigslust, in Carlow bei Rehna und in Kuchelmiß bei Krakow am See.

Mit den zehn Dorfläden, 14 Internetshops, ihren fünf Netzdienststellen und dem Zweckverband Schweriner Umland betreibt die WEMAG momentan 30 Servicepunkte.

Neben diesen Servicepunkten stehen Interessenten natürlich weiterhin die Türen des Kundencenters in Schwerin offen. Etwa 2.200 Kunden nutzen pro Jahr diesen Anlaufpunkt am Obotritenring. Auch die mobile Kundenberatung, das WEMAG-Infomobil, bleibt weiter im Einsatz. Zu insgesamt 182 Terminen an 31 Standorten war es im Jahr 2018 für Einwohner vor Ort. Der Tourenplan wird in Amtsblättern, im Kundenmagazin und im Internet unter www.wemag.com/vor-ort veröffentlicht. Auf der Internetseite werden neben den Standorten und Terminen des Infomobils auch die Adressen und Öffnungszeiten der ausgestatteten Dorfläden und des Kundencenters genannt.

Fördermittel für vier öffentliche Ladepunkte am Gutshaus Pohnstorf

Schwerin – Landesenergieminister Christian Pegel übergibt am Montag, 25. Februar 2019, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 26.550 Euro für die Errichtung von Ladeinfrastruktur und die Anschaffung eines Elektroautos an Dr. Fabian und Kamila Sösemann, Eigentümer des Gutshauses Pohnstorf. Die Mittel kommen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen. Im Anschluss werden die vier Ladepunkte, die bereits errichtet wurden, feierlich eingeweiht.

Das Ehepaar Sösemann hatte im vergangenen Jahr einen Förderantrag gestellt, der im Mai 2018 vorzeitig genehmigt wurde. Daraufhin hat es ein umweltfreundliches E-Auto angeschafft und die Ladestation errichtet. Es wurden vier Ladepunkte mit jeweils 22 Kilowatt aufgebaut, um Besuchern des Guts zu ermöglichen, während des Cafébesuchs, der Übernachtung oder Wanderung ihr Elektromobil aufzuladen. Die elektrische Energie wird zu 100 Prozent aus Ökostrom bereitgestellt. Jährlich können so rund fünf Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Unternehmer können Zuwendungen aus der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen beantragen beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern, Werkstraße 213, 19061 Schwerin (Ansprechpartner Frau Köhncke, Tel. 0385 6363-1433 und Herr Papenfuß, Tel. 0385 6363-1231).

Zu Fördermöglichkeiten im Rahmen des Klimaschutzes berät auch die Förderberatungsstelle des Landeszen-trums für Erneuerbare Energien in Neustrelitz. Ansprechpartner: Herr Jens Kiel, Tel. 03981 4490 -106, Mail: projektleitung@foerderung-leea-mv.de , Website: http://www.foerderung-leea-mv.de.

Informationen rund um das Thema Elektromobilität erhalten Sie bei der Landesenergie- und Klimaschutzagentur MV. Ansprechpartner: Frank Jacobi; Tel. 03981 4490203, E-Mail: frank.jacobi@leka-mv.dewww.leka-mv.de/Themen/E-Mobilitaet/

Land stockt auf: Jetzt 15.000 Euro für Stadtradel-Kommunen in M-V

Schwerin – In diesem Jahr stellt das Schweriner Verkehrsministerium 15.000 Euro für die Teilnahme von Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung, 5.000 Euro mehr als in den vergangenen Jahren. Von diesem Geld wird die Teilnahmegebühr für Städte und Gemeinden aus M-V für das bundesweite Stadtradeln erstattet.

„Die Aktion findet immer mehr Interesse in den Kommunen, so dass wir einen stetig steigenden Teilnehmerkreis verzeichnen können“, sagt Christian Pegel, Landesminister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung. Er fügt hinzu: „Damit viele Städte und Gemeinden unseres Landes mitmachen, haben wir vor vier Jahren zum ersten Mal diesen Fördertopf bereitgestellt. Ich würde mir wünschen, dass sich neben den großen Städten auch mehr kleine Gemeinden und gern auch die Landkreise beteiligen.“

2018 nahm mit Vorpommern-Rügen erstmals ein Landkreis aus M-V teil und ermöglichte seinen Kommunen so, für einen vergünstigten Pauschalbetrag teilzunehmen. Dies wird auch in diesem Jahr wieder möglich sein.

„Das Stadtradeln schärft das Bewusstsein für das Fahrrad als Alternative zum Auto. Als Minister, der für Energie und Verkehr zugleich zuständig ist, kann ich diese Initiative nur begrüßen“, lobt Christian Pegel, der selbst gern auf den Drahtesel steigt, wenn es Zeit und Route erlauben.

2018 haben Greifswald, Ludwigslust, Parchim, Rostock, Schwerin, Stralsund sowie der Landkreis Vorpommern-Rügen und erstmals Anklam, Bergen auf Rügen, Neubrandenburg und Neustrelitz den Nordosten vertreten. Zusammen haben sie in ihrem jeweils dreiwöchigen Aktionszeitraum knapp 1,2 Millionen Kilometer zurückgelegt und damit fast 164.000 Kilogramm Kohlendioxid vermieden, die beim Zurücklegen derselben Strecke mit dem Auto ungefähr angefallen wären.

Beim Stadtradeln kann jede Stadt, jede Gemeinde, jeder Landkreis und jede Region mitmachen. Ein Gemeindebeschluss oder ähnliches ist für eine Teilnahme nicht zwingend erforderlich. Das Einverständnis der Kommune, zum Beispiel durch den Bürgermeister/die Bürgermeisterin oder die Verwaltung, muss jedoch gegeben sein. Bei der Anmeldung über die Webseite www.stadtradeln.de muss zudem mindestens eine Ansprechperson vor Ort für das Stadtradeln in der Kommune genannt werden. Der Aktionszeitraum, in dem dann alle Teilnehmer aus der Kommune mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer sammeln, muss drei zusammenhängende Wochen nach Wahl zwischen dem 1. Mai und dem 30. September betragen. Das heißt, frühestmöglicher Starttermin ist der 1. Mai, letzter der 10. September. Ab 11. März 2019 bis kurz vor dem letztmöglichen Starttermin können sich Kommunen bundesweit fürs „Stadtradeln“ anmelden.

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung übernimmt die Anmeldegebühr für die sich anmeldenden Kommunen so lange, bis der Fördertopf in Höhe von 15.000 Euro ausgeschöpft ist. Die Gebühren variieren je nach Einwohnerzahl. Das Geld wird entsprechend der zeitlichen Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Dies erfolgt direkt bei Anmeldung auf www.stadtradeln.de – die Kommune muss nicht in Vorleistung gehen.

„Ich würde mich sehr freuen, wenn sich auch in unserem Bundesland noch mehr Gemeinden für diese Aktion zu Gunsten des Ressourcen schonenden Fahrrads begeistern würden“, sagt Christian Pegel.

Deutschlandweit waren im vergangenen Jahr knapp 886 Kommunen dabei, von Aachen bis Zusmarshausen im Landkreis Augsburg.

Daueraufgabe Klimaschutz

Backhaus bei Schüler-Demo in Schwerin

Schwerin – „Die konkreten Auswirkungen des Klimawandels sind im Alltag nicht für Jedermann greifbar. Viele Menschen sehen die Folgen der zunehmenden Erderwärmung vielleicht sogar erst einmal als etwas Positives an; sie freuen sich über warme Sommer und milde Winter und erwarten, dass sich erst einmal die ‚Anderen‘ einschränken und etwas für den Klimaschutz tun. Umso mehr begrüße ich die Initiative, die sich derzeit deutschlandweit unter Schülerinnen und Schülern formiert. Es ist wichtig, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und für ihre Zukunft auf die Straße gehen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus heute vor dem Schweriner Schloss, wo er die Schüler-Demo „Fridays for Future“ besuchte, um sich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auszutauschen. Auch lud er die „Köpfe“ der Bewegung zu einem Gespräch ins Ministerium ein.

„Erstmals nach über sieben Jahrzehnten können wir davon ausgehen, dass es unsere Kinder in Zukunft nicht zwangsläufig besser haben werden als wir. Wir alle müssen deshalb dazu beitragen, dass die natürlichen Ressourcen unserer Erde ausreichend und in guter Qualität für nachkommende Generationen bereitstehen. In der Politik der Landesregierung hat der Klimaschutz eine hohe Priorität“, führte der Minister Backhaus aus.

Zuständig für die Fachbereiche Umwelt und Landwirtschaft betonte er, dass in seinem Ressort unter anderem durch die Umsetzung des Moorschutzkonzeptes, der Fachstrategie Paludikultur, dem Insektenschutz, dem Wasser- und Bodenschutz sowie dem entwickelten Leitbild zur Lebensmittelwertschätzung bereits viel für den Klimaschutz getan werde. Auch die Landwirtschaft biete große Potentiale zum Schutz des Klimas, denn beim landwirtschaftlichen Produktionsprozess wird das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid in Böden und Pflanzen gebunden.

Als Spitzenreiter im ökologischen Landbau mit etwa 152.600 Hektar Öko-Fläche und der hohen Umweltorientierung der Landwirtschaft durch die vermehrte Umsetzung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen seitens der Landwirte setze Mecklenburg-Vorpommern auch hier Maßstäbe. Allein in den vergangenen vier Jahren sind rund 140.000 Hektar Landwirtschaftsfläche für den Anbau vielfältiger Kulturen hinzugekommen. Über 7.000 Hektar zusätzliche Fläche ist im gleichen Zeitraum für die Anlage von Blühstreifen- und -flächen eingesetzt worden, Gewässer- und Erosionsschutzstreifen wurden auf einer Fläche von 220 Hektar angelegt.

Seit 2008 gibt es die Nationale Klimainitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums. In zehn Jahren (2008-2017) wurden mehr als 25.000 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 790 Millionen Euro durchgeführt. Projekte haben Gesamtinvestitionen von über 2,5 Milliarden Euro ausgelöst. Die Projekte helfen den Klimaschutz. Dank der NKI wurde der CO2-Ausstoß um rund 1,1 Mio. Tonnen CO2–Äquivalente pro Jahr vermindert.

In Mecklenburg-Vorpommern haben in den vergangenen zehn Jahren Kommunen in 200 NKI-Projekten den Klimaschutz vorangebracht: In vielen Städten und Gemeinden, zum Beispiel in Zinnowitz (LK Greifswald), wurden Straßenlaternen und die Beleuchtung von Turnhallen auf energieeffiziente LED-Technik umgerüstet. In Röbel an der Müritz, Rostock, Greifswald oder in Wismar wurden Klimaschutzkonzepte und Masterpläne erarbeitet.

Zu den Maßnahmen zählen der Ausbau der Erneuerbaren Energien, eine integrierte Wärmenutzung oder die Umrüstung von Kläranlagen. Schul- und Lehrküchen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden mit Küchengeräten mit der höchsten Effizienzklasse ausgestattet. Im Landkreis Vorpommern-Rügen entwickelten Schülern, Lehrer und Hausmeister gemeinsam Maßnahmen zur Energieeinsparung für ihre Schulen.

„Natürlich ist nichts so gut, dass man es nicht noch besser machen könnte. Klimaschutz ist eine Daueraufgabe, bei der jeder mit anpacken muss“, sagte Backhaus abschließend.

Backhaus: Auch in 2018 keine Probleme mit der Luftgüte in MV

Schwerin – Im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) werden derzeit die Messwerte der Luftgüteüberwachung des Jahres 2018 ausgewertet. Eine abschließende statistische Auswertung wird als Jahresbericht im 2. Quartal dieses Jahres veröffentlicht werden, aber schon jetzt lässt sich feststellen, dass alle Grenzwerte eingehalten wurden.

Minister Backhaus hob hervor, dass trotz der derzeitigen Diskussionen über die Höhe der Grenzwerte, vor allem von Stickstoffdioxid und Feinstaub, im Land keine Besorgnis zur Luftgüte und damit zur Gefährdung der menschlichen Gesundheit und zum Schutz der Umwelt besteht.

Die letzte Grenzwertüberschreitung für Stickstoffdioxid datiert aus dem Jahr 2014 an der Station Rostock-Am Strande, die letzte Grenzwertüberschreitung der Feinstaubfraktion PM10 war an gleicher Station im Jahr 2011 zu verzeichnen. Die Stickstoffdioxidbelastung an der Rostocker Station Am Strande lag im Jahr 2018 bei einem Mittelwert von 36 µg und damit 4 µg unterhalb des europäischen Grenzwertes von 40 µg.

„In den letzten vier Jahren schwankt der Grenzwert an dieser Station zwischen 34 und 38 µg. Die etwas höhere Belastung im Vergleich zum Wert des Jahres 2017 von 34 µg ist auf die für einen Luftaustausch ungünstigen meteorologischen Bedingungen des vergangenen Jahres zurückzuführen. Die im Rahmen des Luftreinhalteplans der Hansestadt Rostock durchgeführten verkehrsregulierenden Maßnahmen, wie die Verschärfung des Tempolimits von vormals 60 km/h auf 50 km/h sowie eine Neuschaltung der Ampelanlage, um den Verkehr flüssiger zu gestalten, haben dazu geführt, dass die Grenzwerte eingehalten werden und damit auch keine Fahrverbote zu befürchten sind“, erklärte der Minister. Auch der technische Fortschritt an den Fahrzeugen hat zu der positiven Entwicklung beigetragen.

Neben den Stickoxiden und dem Feinstaub werden unter anderem auch Messungen für Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Ammoniak, Ozon, Benzol sowie an Inhaltsstoffen des Feinstaubs durchgeführt. Alle gemessenen Werte liegen zum Teil weit unter den europaweit geltenden Grenzwerten. Das LUNG veröffentlicht die aktuellen Werte im Internetportal des Amtes.

Klimafreundlicher Transport dank MoorFutures

Berlin – Die mobile Bundesausstellung BAUnatour 2.0 macht vom 17. bis 28. Januar Station auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Mit Exponaten, Broschüren, Mustern und kompetenten Beratern, informiert sie über biobasierte Baumaterialien, von Bienenwachs bis Zellulosedämmung, von Kork über Linoleum bis Holz. Die containergroße Box besteht selbst zu 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen.

Damit sie möglichst vielen Menschen die Vielfalt vermitteln kann kommt die Ausstellung direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern und machte bisher in über 80 Städten Station. Um den eigenen ökologischen Fußabdruck dabei so klein wie möglich zu halten, gleicht die Baunatour ihre CO2-Bilanz durch Klimaschutz-Zertifikate aus. Die Einnahmen kommen zum Beispiel dem Projekt MoorFutures zu Gute.

„Moore sind die größten und effektivsten Kohlenstoffspeicher auf der Erde. Die Wiedervernässung von Mooren mit Hilfe von MoorFutures vermindert deren Ausstoß an Treibhausgasen erheblich. Durch Kauf von Klimaschutz-Zertifikaten lassen sich nicht vermeidbare Emissionen kompensieren und gleichzeitig konkrete Klimaschutzprojekte fördern, in diesem Fall in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte der Umweltminister des Landes Dr. Till Backhaus. Die MoorFutures-Projekte werden über einen Zeitraum von 50 Jahren intensiv gepflegt.

Minister Backhaus wird das Zertifikat persönlich an die Initiatoren der Ausstellung übergeben.

Die BAUnatour 2.0. ist täglich im Rahmen der Messezeiten von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Initiatoren sind das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und sein Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR).

Zuschuss für LED-Beleuchtung im Verwaltungsgebäude

Lützow – Die Gemeinde Lützow-Lübstorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 24.512,63 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die energetische Sanierung der Innenbeleuchtung im Verwaltungsgebäude des Amtes auf LED-Technik.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die 165 vorhandenen Leuchten werden gegen 141 energieeffiziente LED-Leuchten ausgetauscht. Diese sind hell genug, um die erforderliche Beleuchtungsstärke zu erreichen und die Gesamtzahl der Lampen kann daher um 24 reduziert werden.

Durch die Umrüstung auf LED können pro Jahr knapp 34.000 Kilowattstunden Strom sowie rund 18 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Straßenbeleuchtung wird auf LED umgerüstet

Rukieten – Die Gemeinde Rukieten (Landkreis Rostock) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 13.975,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

In Rukieten sollen 65 vorhandene Natriumdampfleuchten durch ebenso viele LED-Leuchten ersetzt werden. Dadurch können pro Jahr 13.115 Kilowattstunden Strom und knapp acht Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Tag der Erneuerbaren Energien 2019: Unternehmen können sich anmelden

Schwerin – Zum fünften Mal in Folge wird der bundesweite Tag der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Aktionswochenende begleitet. Mit vielfältigen Angeboten wird das Thema erneuerbare Energien für Bürgerinnen und Bürger vom 26. bis 28. April erlebbar gemacht.

Unternehmen und Initiativen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien sind eingeladen, sich an diesem Wochenende neugierigen Besuchern vorzustellen. Das Energieministerium koordiniert die Aktivitäten der einzelnen Teilnehmer und unterstützt sie in der Öffentlichkeitsarbeit.

Unternehmen, die am Aktionswochenende zum Tag der Erneuerbaren Energien 2019 teilnehmen wollen, laden wir recht herzlich zu der Kick-Off Veranstaltung mit Energieminister Christian Pegel ein.

Termin: Mittwoch, 16. Januar 2019, 15.30 Uhr
Ort: Rostock, AFZ Aus- und Fortbildungszentrum, Alter Hafen Süd 334

Das Energieministerium möchte die Kampagne mit allen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen vorstellen und offene Fragen klären. Für die Veranstaltung ist eine formlose Anmeldung erforderlich. Diese können bis zum 15. Januar 2019 per E-Mail an energietag-mv@em.mv-regierung.de gesendet werden.

Im vergangenen Jahr waren knapp 70 Unternehmen und Institutionen am Tag der erneuerbaren Energien beteiligt. So hat zum Beispiel der Netzbetreiber 50Hertz zu einer Schiffsfahrt zu den Offshore-Windparks Arkona und Wikinger eingeladen. Die mesocon GmbH stellte in Rostock ein Haus vor, das sich mit Hilfe einer Photovoltaik-Anlage sowie eines Batteriespeichers zu 100 Prozent regenerativ mit Wärme und Strom versorgt. Und die ME-LE Biogas GmbH verband angebotene Führungen durch die Biogasanlage Torgelow mit einem Bürgerfest für Groß- und Klein – Hüpfburg und Traktorfahrten sowie Musik und Gelegenheit zum Tanz inklusive.

Insgesamt sind auch dieses Jahr von Freitag bis Sonntag Aktionen über das ganze Land verteilt geplant, um zu zeigen, was mit den erneuerbaren Energien heute schon in Mecklenburg-Vorpommern möglich ist. Wir hoffen auch dieses Jahr auf eine rege Beteiligung und freuen uns auf die Neugierde der großen und kleinen Besucher.