SEETELHOTELS feiert 25jähriges Bestehen

Insel Usedom – Das Unternehmen SEETELHOTELS mit Sitz im Seebad Heringsdorf (Insel Usedom) hat am Sonnabend sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Zur Hotelgruppe der Familie Seelige-Steinhoff gehören 16 Hotels, Residenzen und Villen auf der Insel Usedom sowie ein Hotel in Santa Ponsa (Mallorca). „Das familiengeführte Unternehmen SEETELHOTELS hat eine beeindruckende Entwicklung genommen. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die Hotelgruppe stetig um weitere Übernachtungsmöglichkeiten erweitert und das Angebot für die Gäste vielfältig ergänzt. Diese Erfolgsgeschichte ist geprägt durch das unermüdliche Engagement der Gründerfamilie. Heute gehört SEETELHOTELS zu einem der bedeutendsten Arbeitgeber in Vorpommern. 450 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl ihrer Gäste“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Hotelgruppe verfügt über mehr als 950 Zimmer, die Angebote reichen dabei vom Drei-Sterne-Familienresort bis zum Fünf-Sterne-Luxushotel. Insgesamt hat die Unternehmerfamilie an den Standorten Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck und Trassenheide in den vergangenen 25 Jahren mehr als 100 Millionen Euro investiert. Das Wirtschaftsministerium hat die Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit knapp 27 Millionen Euro unterstützt. Zuletzt wurden das Hotel Kaiserstrand Beachhotel und die Villa Gerda in Bansin eröffnet. Zu den SEETELHOTELS gehört auch die Privatbrauerei zu Heringsdorf. In dem Usedomer Brauhaus werden vier verschiedene Biere mit einer Gesamtkapazität von über 2.400 Hektolitern pro Jahr gebraut sowie edle Brände destilliert und Liköre kreiert.

„Besonders hervorzuheben ist auch das starke Engagement des Unternehmens für die Region. Neben der Unterstützung kultureller und kulinarischer Veranstaltungen übernimmt das Unternehmen auch Klassenpatenschaften, geht Schulkooperationen ein und fördert die heimischen Vereine. Das zeigt die hohe Identifikation mit der Insel Usedom und ihren Menschen“, sagte Glawe.

Gemeinsam mit anderen Hoteliers der Insel Usedom unterstützt die SEETELHOTELS-Gruppe die Entwicklung des Flughafens Heringsdorf. Die Unternehmer übernehmen Garantien für den Flugticketverkauf, um so regelmäßige Flüge aus verschiedenen Quellgebieten zu ermöglichen. Am Flughafen startete am 8. April der Linienverkehr mit den Eurowings-Linien aus Düsseldorf und Stuttgart und am 15. April mit der Lufthansa aus Frankfurt am Main. Ab dem 26. Mai wird wöchentlich mit der Austrian Airlines Linz in Österreich angeflogen, ab dem 4. Juni kommen mit der SkyWork Airlines Schweizer Urlauber aus Bern und Basel. „Die Kooperation zwischen dem Flughafen und den Hotels trägt entscheidend dazu bei, die Attraktivität der Urlaubsregion weiter zu erhöhen und auch in der Vor- und Nachsaison eine gute Auslastung zu sichern“, sagte Glawe.

Auf der Insel Usedom gab es im Jahr 2016 mehr als eine Million Ankünfte (+6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und über 5,3 Millionen Übernachtungen (+4,7 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag mit 4,9 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. 2016 wurden im Seeheilbad Heringsdorf (Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf) mehr als 479.000 Ankünfte (+5 Prozent) und mehr als 2,3 Millionen Übernachtungen (+4,6 Prozent) gezählt.

In Mecklenburg-Vorpommern insgesamt gab es im Gesamtjahr 2016 einen Übernachtungsrekord: Die Marke von 30 Millionen Übernachtungen wurde erstmals überschritten. Insgesamt gab es 30,3 Millionen Übernachtungen (+2,8 Prozent) und 7,6 Millionen Ankünfte (+2,3 Prozent).

Erweiterung der Johannesbad Fachklinik „Klaus Störtebeker“ Ostseestrand

Insel Usedom – Am Mittwoch ist in Kölpinsee (Insel Usedom) der erste Spatenstich für die Erweiterung der Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand gesetzt worden. Die Ostseestrandklinik bietet Vorsorgemaßnahmen für Eltern (sogenannte Mutter/Vater-Kind-Kuren) und Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche an. Träger der Klinik ist die Johannisbad Usedom AG & Co. KG.

„Mit der anstehenden Erweiterung werden sich die Bedingungen für Gäste und Personal weiter verbessern. Mecklenburg-Vorpommern erweist sich so einmal mehr als attraktiver Vorsorge- und Rehabilitationsstandort“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Die Ostseestrand-Klinik mit rund 260 Betten besteht aus mehreren Gebäuden, die sich auf einem weitläufigen Gelände mit Spiel- und Sportplätzen befinden. Insgesamt 96 Mitarbeiter, insbesondere Ärzte, Pflegepersonal, Physio- und Sporttherapeuten, Ernährungsfachleute, Psychologen und Pädagogen sind vor Ort tätig. Das Leistungsspektrum umfasst die Bereiche psychosomatische Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen/Adipositas, Hauterkrankungen, Atemwegserkrankungen und orthopädische Erkrankungen.

Nach Klinikangaben sind die Betten mit weit über 90 Prozent ganzjährig ausgelastet. In der Klinik wird für schulpflichtige Patienten auch eine unterstützende Lernbegleitung angeboten. „Die Klinik bietet neben den Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche auch Eltern die Möglichkeit, Vorsorge zu treffen. So kann auch die eigene Leistungsfähigkeit gestärkt werden, um langfristig die Lebensqualität zu erhöhen. Dazu tragen das familiengerechte Umfeld, die professionelle Kinderbetreuung und die medizinische Kompetenz der Mitarbeiter in der Klinik bei“, sagte Rudolph.

Mit dem Neubau entstehen 14 Patientenappartements für Mutter-Vater-Kind-Vorsorgemaßnahmen. Zusätzlich sind unter anderem Spiel- und Aufenthaltsbereiche, eine Empfangshalle, Kinderwagenabstell- und Technikräume sowie der Einbau eines Fahrstuhles geplant. „Mit dem Neubau und der damit folgenden Erhöhung der Bettenkapazitäten wird für die medizinische Versorgung sowie für weitere Aktiv- und Erholungsangebote mehr Raum geschaffen“, sagte Rudolph.

Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 60 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit insgesamt rund 10.400 Betten. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden dort im Jahr 2015 knapp 130.000 Patienten mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 23,8 Tagen stationär behandelt. In den Kliniken arbeiten 471 Ärzte und mehr als 4.900 nichtärztliche Mitarbeiter.

Flüge aus Österreich und der Schweiz starten in Kürze

Insel Usedom – Am Sonnabend fand auf dem Heringsdorfer Flughafen (Insel Usedom) die traditionelle Saisonauftaktfeier mit Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe statt. „Der Flughafen hat sich gut entwickelt. Er ist ein wichtiger Faktor für die Tourismus- und Wirtschaftsregion Insel Usedom und Vorpommern. Wir haben noch deutliches Potenzial für mehr ausländischen Gäste in Mecklenburg-Vorpommern. Insofern ist es gut, wenn wir die Möglichkeiten der Erreichbarkeit der Gäste für unser Land auch weiter verbessern“, sagte der Wirtschaftsminister Glawe.

„Der Saisonauftakt mit unseren Mitstreitern in der Region aus der Tourismusbranche, Politik und Verwaltung ist immer eine gute Gelegenheit, über die neuesten Entwicklungen und Zukunftschancen bezüglich des Flughafens Heringsdorf ins Gespräch zu kommen. Auch in diesem Jahr haben wir einige Abläufe neu gestaltet, verbessert und uns viel vorgenommen“, betonten Flughafengeschäftsführer Dirk Zabel und Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Raulin.

Der Wirtschaftsminister nutze das Treffen, um die mit Unterstützung des Landes neu angeschafften Vorfeldmaschinen sowie die Feuerwehr und die umgesetzten Investitionsmaßnahmen im Linienbetrieb in Augenschein zu nehmen. „Mit der erfolgten Anpassung der Sicherheitstechnik an die geltenden Standards und den weiteren noch anstehenden Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung des Flughafens Heringsdorf werden wichtige Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des internationalen Tourismus in der Region und somit auch für den Erhalt bestehender und die Ansiedlung neuer Betriebe geschaffen“, so Glawe weiter.

So haben sich seit Saisonstart am 8. April schon die neue 18stufige Passagiertreppe, die Ground Power Unit, eine Bodenstromversorgung für Flugzeuge, ein Elektrokleinschlepper für Bodengeräte und Gepäckhänger sowie eine Gepäckförderanlage zur Verladung in Luftfahrzeuge bestens bewährt. Die Verbesserungsmaßnahmen am Inselairport unterstützte das Wirtschaftsministerium mit einem Zuschuss von 1,15 Millionen Euro. Die Gesamtinvestitionen beliefen sich auf 1,54 Millionen Euro.

Der Linienverkehr startete in Heringsdorf am 8. April mit den Eurowings-Linien aus Düsseldorf und Stuttgart und am 15. April mit der Lufthansa aus Frankfurt am Main. Ab dem 26. Mai wird wöchentlich wieder mit der Austrian Airlines Linz in Österreich angeflogen, ab dem 4. Juni kommen mit der SkyWork Airlines auch wieder die Schweizer Urlauber aus Bern und Basel. Im Spätsommer ab dem 2. September folgt die Germania mit einem Flugangebot aus Dortmund, das von Usedom aus zum direkten Weiterflug nach Palma de Mallorca genutzt werden kann. Im vergangenen Jahr nutzten insgesamt 42.160 Fluggäste den Heringsdorfer Flughafen, davon 22.497 Linienflugpassagiere.

Die Insel Usedom konnte 2016 nach Angaben des Statistischen Amtes 1.08 Millionen Ankünfte (+6,3%) und 5.36 Millionen Übernachtungen verzeichnen (+4,7%). Sie kann damit an den positiven Trend des Vorjahres (Ankünfte +5,5%; Übernachtungen +2,8%) anknüpfen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag mit 4,9 Nächten über dem Landesschnitt von 4,0 Nächten.

Mecklenburg-Vorpommern hat im Gesamtjahr 2016 einen Übernachtungsrekord erzielt. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistischen Amtes 30,3 Millionen Übernachtungen registriert worden. Im Vergleich zum Vorjahr (29,5 Millionen Übernachtungen) ist das ein Zuwachs um 2,8 Prozent. Auch die Anzahl der Gästeankünfte liegt mit 7,6 Millionen und einem Zuwachs von 2,3 Prozent deutlich über dem Vorjahresergebnis.

Vorbereitungen für Projekt `Portalpraxis´ in Wolgast laufen

Wolgast – Die Kreiskrankenhaus Wolgast GmbH erhält einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn für das Projekt `Pädiatrische Portalpraxis Wolgast`. „Die Vorbereitungen für die Portalpraxis laufen. Wir schaffen mit dem Maßnahmebeginn die Voraussetzungen für die Umsetzung des neuartigen Projektes in Wolgast. Die Ausschreibungen für die Herrichtung der Räume können starten und Personal kann gewonnen werden. Vor Ort soll ein Modell erprobt werden, das zu einer sektorenübergreifenden Versorgung in der Kinderheilkunde (Pädiatrie) beiträgt. Zudem werden damit auch die Bedarfe beispielsweise durch die touristische Saison entsprechend berücksichtigt. So können flexible Regelungen zur Sicherstellung der Versorgung im Rahmen des Projektes erprobt werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag.

In Wolgast wird eine intersektorale fachärztliche Notfallversorgung am Beispiel der Pädiatrie in einer ländlichen Region durch eine Portalpraxisklinik aufgebaut. „Da eine solche Versorgungform bisher noch nicht in der Regelversorgung existiert, soll anhand des Projekts modellhaft die Praxistauglichkeit erprobt werden. Es ist notwendig, Versorgungskonzepte mit neuen Formen der Behandlung und Betreuung zu entwickeln, um weiterhin einen hohen fachlichen Standard zu gewährleisten“, erläuterte Glawe weiter. Zu den Zielen zählen unter anderem eine gut erreichbare Notfallversorgung in einem ländlich strukturierten Gebiet, die Vermeidung unnötiger Krankenhausaufenthalte sowie der Einsatz telemedizinischer Instrumente für z.B. Videosprechstunden oder eine ärztliche Zweitmeinung. „Zudem wird ein kindgerechter Bereich mit 10 Plätzen als Portal-Praxisklinik gestaltet“, sagte Gesundheitsminister Glawe.

Eine wichtige Aufgabe für die Portalpraxisklinik ist die Sichtung und Einteilung („Triage“) der als Notfall ankommenden Kinder und Jugendlichen. „Hierzu sind ein ärztlicher Dienst sowie Kinderkrankenschwestern erforderlich. Flankiert werden diese Maßnahmen durch die Nutzung telemedizinischer Netzwerke. Für die Einrichtung und den Betrieb der Portalpraxisklinik am Krankenhausstandort Wolgast sind Ärzte und Krankenschwestern/Krankenpfleger erforderlich. „Hier laufen die Gespräche weiter. Die Fachkräftesuche ist eine Herausforderung. Alle Beteiligten sind gefordert, ihre Bemühungen weiter zu intensivieren“, sagte Gesundheitsminister Glawe abschließend.

Bauarbeiten an A 20 bei Jarmen ab 2. Mai nach enger Abstimmung mit Tourismusverband Usedom

Jarmen – Ab 2. Mai wird die A 20 an der Peene-Brücke bei Jarmen erneuert. Im ersten Bauabschnitt bis voraussichtlich 30. Juni wird die Fahrbahn in Richtung Lübeck saniert. Ab 11. September folgt der zweite Bauabschnitt in der Gegenrichtung. Die dringend erforderlichen Baumaßnahmen wurden durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr geplant und mit Tourismus-Vertretern so abgestimmt, dass die Bauarbeiten außerhalb der Haupt-Urlaubssaison erfolgen können.

Ab 2. Mai wird die Richtungsfahrbahn in Richtung Lübeck gesperrt. Somit kann der Verkehr zum verlängerten 1. Mai-Wochenende von und nach Usedom uneingeschränkt rollen. Der Verkehr wird in dieser Zeit mit einer Spur je Richtung über die Fahrbahn in Richtung Stettin geführt. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird in diesem Zeitraum auf 80 km/h begrenzt. Auf der Brücke über die Peene ist eine Reduzierung auf 40 km/h erforderlich.

Die Anschlussstellen (AS) Gützkow und Jarmen werden teilgesperrt. Dort ist während der Baumaßnahme zunächst nur die Auffahrt auf die A 20 in Richtung Stettin und die Abfahrt aus Richtung Lübeck möglich. Fahrzeuge auf der A 20 aus Richtung Stettin mit Ziel Usedom müssen die Autobahn an der AS Anklam verlassen. Von dort werden sie über die L 35 zur B 111 nahe der AS Gützkow geführt – bis voraussichtlich 01. Juni. Ab dann soll der Verkehr wieder zweistreifig über die Bahnbrücke Anklam auf der B 109 rollen, an der zurzeit gebaut wird. Sobald die zwei Fahrstreifen befahrbar sind, erfolgt die Umleitung zur Insel Usedom über die B 199. Alternativ ist ab diesem Zeitpunkt eine Abfahrt von der A 20 an der AS Pasewalk-Süd und die Anreise nach Usedom über die B 109 über Anklam möglich.

Fahrzeuge aus Richtung Usedom in Richtung Lübeck können über die B 109 zur AS Greifswald und dort auf die A 20 auffahren.

Die Fahrbahn auf der A 20 in Richtung Stettin wird im zweiten Bauabschnitt nach Saisonende ab 11. September bis voraussichtlich 30. November erneuert. Dann ist an den AS Gützkow und Jarmen nur das Verlassen der A 20 aus Richtung Stettin sowie das Auffahren in Richtung Lübeck möglich. Fahrzeuge aus Richtung Lübeck mit Ziel Usedom fahren an der AS Greifswald ab und über die Bundesstraßen B 109 – B 110 – B 111 zur Insel. Fahrzeuge von Usedom in Richtung Stettin können über die B 109 und B 199 zur AS Anklam und dort auf die A 20 fahren.

Im Rahmen des Bauvorhabens werden an der Jarmener Brücke alle Übergangskonstruktionen komplett erneuert. Auf insgesamt 7,5 Kilometern Länge werden die Fahrbahnen in kompletter Breite in beiden Fahrtrichtungen gefräst und es wird die Binder- und Deckschicht erneuert. Zurzeit erfolgen bereits Arbeiten zur Ertüchtigung der Fahrbahnübergänge an der Brücke in Richtung Stettin, damit der Umleitungsverkehr ab 02.05.2017 möglich ist. Bis zum 2. Mai steht in dieser Richtung nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Für die Planer ebenso wie für die Bauausführenden stellt dieses Bauvorhaben eine große Herausforderung dar. Die umfangreichen Bauarbeiten können nur in frostfreien Perioden durchgeführt werden und zudem in Abhängigkeit von der Fertigstellung der Arbeiten an der Bahnbrücke Anklam.

Der zeitliche Rahmen für die Bauarbeiten ist mit den Tourismusvertretern der Insel Usedom abgestimmt worden. Anfang März hatte die Straßenbauverwaltung den Tourismusverband der Insel über die erforderlichen Bauarbeiten informiert. Bei einem Treffen am 15. März mit dem Vorstand des Verbands sowie Vertretern von Infrastrukturministerium und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Abteilung Autobahn wurden dann die Anregungen der Tourismusexperten und ihre Umsetzbarkeit besprochen. Dank akribischer Planungen kann nun der Wunsch, dass die Bauarbeiten nicht die Urlauberströme in der Hauptsaison beeinträchtigen, erfüllt werden.

Auch der Wunsch nach einer Umleitungsbeschilderung, die an- und abreisenden Gästen der Insel die optimalen Reiserouten gut erkennbar anzeigt, wurde erfüllt.

Dazu wurde der Beschilderungsplan für den ersten Bauabschnitt mit dem Tourismusverband abgestimmt.

Es wurde zudem vereinbart, dass die Gastgeber auf der Insel ihren Gästen mit der Buchungsbestätigung die Anregungen zu den An- und Abfahrtsrouten während der Bauzeit übermitteln, die die Straßenbauverwaltung erarbeitet hat. Außerdem veröffentlicht der Tourismusverband diese Informationen zu den einzelnen Bauphasen auf seiner Internetseite www.tviu.de/aktuelles

Vorstandsvorsitzender Sebastian Ader bewertete die Einbeziehung seines Tourismusverbands als äußerst positiv. „Diese Vorgehensweise haben wir bereits bei den Baumaßnahmen an der Bahnbrücke Anklam gut praktiziert. Bei dieser immer noch bestehenden Maßnahme können wir allen Befürchtungen zum Trotz von einem reibungslosen Verlauf sprechen. Hierbei war insbesondere der abgestimmte Zeitplan und die hochmoderne Ampelanlage, welche das Verkehrsaufkommen aus beiden Richtungen erkannte und berücksichtigte, verantwortlich.“

Zu erneuernde Fahrbahnlänge: 7,5 km auf kompletter Breite und beiden Richtungsfahrbahnen 1. Bauabschnitt: 2. Mai bis voraussichtlich 30. Juni 2. Bauabschnitt: 11. September bis vorauss.30. November

Kosten: 9,87 Mio. Euro (Bundesmittel) Ausführendes Unternehmen (Hauptauftragnehmer): Arbeitsgemeinschaft der Eurovia VBU GmbH Neubrandenburg mit der Strabag AG Neubrandenburg

Verbesserung der Infrastruktur auf Usedom

Insel Usedom – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute an die Gemeinde Benz einen Zuwendungsbescheid für den Ausbau der Verbindungsstraße zwischen Benz und dem Ortsteil Stoben übergeben. Verbessert werden soll der Straßenverkehr in den Ortslagen Benz und Stoben. Für den Ausbau sind Kosten in Höhe von rund 394.500 Euro geplant. Bund und Land fördern das Vorhaben bis zu einem Höchstbetrag von rund 256.000 Euro.

„Dieser Ausbau ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur im ländlichen Raum im Herzen der Insel Usedom. Gerade für die Anwohner bedeutet dies eine deutliche Steigerung der Lebensqualität. Mögen die Baumaßnahmen zügig und reibungslos verlaufen“, sagte der Staatssekretär bei der Übergabe des Bescheides in der Stadt Usedom.

Europaschule wird Teil des Generationenzentrums

Insel Usedom – Am Donnerstag ist im Seebad Ahlbeck der erste Spatenstich für die Sanierung und Erweiterung der „Europäischen Gesamtschule Insel Usedom“ gesetzt worden. Die Schule gehört zum Generationenzentrum der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf. Schule, Jugendclub, Seniorentreff, Kita, Krippe und eine Mensa bilden einen Gebäudekomplex mit gemeinsamen Freiflächen. „Die Europaschule ist als wesentlicher Bestandteil des Vorhabens der letzte Mosaikstein, der das Generationenzentrum nun vollendet. Schüler, Erzieher, Lehrer und Besucher des Seniorentreffs profitieren von den generationenübergreifenden Begegnungen und lernen voneinander. Die Lebensqualität wird weiter erhöht. Die Vermittlung von Tradition und Werten ist so noch besser möglich“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Die Europaschule ist eine weiterführende allgemeinbildende Schule, in der die Bildungsgänge der Regionalen Schule (ab Klasse 5) und des Gymnasiums (Klasse 11 und 12) vereinigt sind. Als Bestandteil des „Generationenzentrums Ahlbeck“ soll das Hauptgebäude der Europaschule (ehemals Kooperative Gesamtschule Insel Usedom) saniert und erweitert werden. Dazu werden unter anderem der viergeschossige Plattenbau um eine Aula erweitert, ein Aufzug installiert, die Außenanlagen umgestaltet und eine neue Cafeteria errichtet. Die ebenfalls zum Generationenzentrum gehörenden Gebäude der Kindertagesstätte mit Seniorentreff und das historische Schulhaus sind bereits in den vergangenen Jahren saniert worden. Die Baumaßnahmen sollen zum Schuljahr 2019 beendet sein. „Ein wesentlicher Bestandteil des Schulkonzeptes bildet der Deutsch-Polnische Bildungsweg. Es werden regelmäßig gemeinsame Unterrichtstunden mit deutschen und polnischen Schülern im Austausch durchgeführt. Das Miteinander ist hier nicht nur Theorie, sondern gelebte Praxis“, so Rudolph weiter.

Die Gesamtinvestitionen der Baumaßnahmen betragen rund 9,7 Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt unter anderem aus Mitteln der Städtebauförderung in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro und aus Sonderbedarfszuweisungen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro. Hinzu kommen 1,2 Millionen Euro aus dem Förderfonds für integrierte ländliche Entwicklung (ILERL) sowie Klimaschutzfördermittel in Höhe von 100.000 Euro. „Die bestehende Infrastruktur wird mit dem Vorhaben deutlich ausgebaut und weiter optimiert. Die Europaschule steht exemplarisch für die kollegiale Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Ministerien im Land. Gemeinsam ist es gelungen, das Vorhaben auf finanzielle Füße zu stellen“, so Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph abschließend.

Pünktlich zum Saisonstart zu Ostern – erster großer touristischer Belastungstest des Jahres

Insel Usedom – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Donnerstagmittag in Zempin auf der Insel Usedom zum touristischen Saisonauftakt zu Ostern Zusicherungen in Höhe von rund 5,6 Millionen Euro an Bürgermeister der Gemeinden Zempin, Koserow, Loddin und Benz zur Beseitigung der Sturmflutschäden übergeben. Bereits am Morgen hatte der Minister in der Gemeinde Sundhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen) im Amt Miltzow eine Zusicherung für ein touristisches Vorhaben in Höhe von rund 179.000 Euro überbracht. „An der Küste wurde ordentlich aufgeräumt. Die Strandzugänge sind vielerorts befreit und die gröbsten Schäden beseitigt worden. Unsere Botschaft ist: Wir heißen alle Gäste an der Küste und im Binnenland herzlich willkommen. Unser Land ist touristisch zum Saisonauftakt zu Ostern gut vorbereitet. Die Ferien- und Feiertage zu Ostern sind der erste große Belastungstest für die Tourismusbranche. Jetzt kann es losgehen“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe in Zempin.

Der Minister ermunterte die Gemeinden, die Planungen für die von der Sturmflut geschädigten Vorhaben weiter zügig voranzutreiben und umzusetzen. „Wir lassen die Gemeinden nicht im Regen stehen. Die Grundlage für die Umsetzung vieler geplanter Vorhaben ist mit den Zusicherungen des Wirtschaftsministeriums vorhanden. Wir investieren weiter in die touristische Wiederherstellung der Infrastruktur für unsere Einheimischen und Gäste“, betonte Glawe vor Ort.

Wirtschaftsminister Glawe hat mit Familie Hofmann den durch die Sturmflut bekannt gewordenen Kiosk in Zempin (Insel Usedom) zum Saisonstart gemeinsam an einem neuen Standort in Betrieb genommen. „Wir haben eine mobile Lösung für einen Imbisswagen gefunden. Unser Ziel war es, dass wir Familie Hofmann zu Ostern noch eine Möglichkeit bieten, den Kioskbetrieb wieder zu ermöglichen. Das ist gemeinsam gelungen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Er dankte auch der Gemeinde und den beteiligten Behörden, die eine Übergangslösung am neuen Standort Promenadenplatz in Zempin ermöglicht haben. Der Bau eines neuen dauerhaften Imbisswagens wurde bereits beauftragt.

Neben dem Kioskbetrieb ist der knapp 13 Kilometer lange Strandabschnitt zwischen Zempin und Ückeritz zwischenzeitlich von Gefahrenstellen geräumt worden. Insgesamt sind gut 3.000 Tonnen angespülten Materials und frei gespülten bzw. abgestürzten Beton- und Steinteilen, zerstörten Spielgeräten geborgen und entsorgt worden. Allein in Zempin wurden 316 Bäume entsorgt. „Diese waren zum Teil aufgrund des Sturmhochwassers abgestürzt bzw. mussten gefällt werden, da sie abzustürzen drohten. Die Arbeiten dauerten knapp einen Monat an“, sagte Glawe.

Der Fischereistandort in Zempin ist behelfsmäßig wiederhergestellt worden, die Fischer können arbeiten. „Die Böschung vor der Betriebsstätte der Fischerei soll weiter hergerichtet werden. Ebenso sind fast alle Strandaufgänge wieder begehbar“, sagte Glawe. Wirtschaftsminister Glawe hat eine Zusicherung für die am Standort geplanten Infrastrukturmaßnahmen an die Gemeinde übergeben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 4,74 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 4,06 Millionen Euro.

Die zwei Holztreppen am Streckelsberg in Koserow wurden repariert und sind für die Saison nutzbar gemacht worden. Darüber hinaus wird eine durch Sturmwasser zerstörte Treppe an der Steilküste durch einen neue Strandtreppe ersetzt. „Ziel ist eine dauerhafte Lösung vor Ort. Um mehr Barrierefreiheit zu ermöglichen, wird ein öffentlicher Treppenlift installiert“, so Glawe. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf etwa 1,02 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 892.000 Euro.

In der Gemeinde Loddin werden die Strandanlagen vor Ort hergerichtet. Geplant ist eine Wiederaufschiebung und Stabilisierung der Strandaufgänge. „Für die Eisentreppe in Stubbenfelde ist die Ausschreibung für die Reparaturarbeiten erfolgt. Für die Instandsetzung der Strandaufgänge in Kölpinsee wurde ein Auftrag bereits erteilt“, erläuterte Tourismusminister Glawe.

Die Gesamtkosten liegen bei rund 254.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit einem Zuschuss aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 149.000 Euro.

In der Gemeinde Benz (Ortsteil Neppermin) wird ein Seesteg erneuert. „Der Seesteg wurde infolge des Sturms erheblich beschädigt. Damit er gefahrlos betrieben werden kann, ist es notwendig, die Unterkonstruktion, den Belag sowie das Geländer zu erneuern“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe. Er hat für das Vorhaben eine Zusicherung an die Gemeinde Benz übergeben. Die Gesamtkosten hat die Gemeinde mit etwa 50.000 Euro beziffert. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 45.000 Euro.

In der Gemeinde Sundhagen ist im Ortsteil Stahlbrode der Strandbereich über drei Treppen erreichbar. Diese sind aufgrund der Sturmflut stark zerstört worden. „Um den Strand zu erreichen, müssen die gesperrten Treppen dringend erneuert werden“, so Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe.

Die Gesamtkosten für das Vorhaben der Gemeinde Sundhagen (Amt Miltzow) belaufen sich auf etwa 179.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 161.000 Euro.

Dahlemann: Flughafen Heringsdorf gut für Usedom und Vorpommern insgesamt

Insel Usedom – Beim heutigen Saisonstart des Flughafens Heringsdorf hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann die Rolle des Airports für die Entwicklung des Tourismus im östlichen Landesteil gewürdigt: „Im vergangenen Jahr sind mehr als 42 000 Gäste hier angekommen, darunter weit über 22 000 Linienflugpassagiere. Das sind erfreuliche Zahlen. Ich drücke die Daumen, dass es 2017 mindestens genauso gut läuft.“ Mit der neuen Saison übernehme der Flughafen zudem erstmals die Abfertigung der Passagiere selbst „Damit sind anspruchsvolle neue Arbeitsplätze im Unternehmen entstanden, eine wirklich schöne Entwicklung.“

Insgesamt sieben Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden in diesem Jahr per Linienverkehr bedient. Darüber hinaus gibt es eine Verbindung von Dortmund über Heringsdorf nach Palma de Mallorca und Landemöglichkeiten für Privatflugzeuge. „Insbesondere in Österreich und der Schweiz hat sich die Schönheit der Sonneninsel mit ihren wunderbaren Stränden, den vielfältigen Kulturangeboten und attraktiven Unterkünften herumgesprochen. Das ist gut für Usedom und das ist gut für Vorpommern insgesamt“, betonte Dahlemann.

Der Parlamentarische Staatssekretär hob das Engagement der Hoteliers in der Region hervor, die in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Heringsdorf und der Usedom Tourismus GmbH sehr viel dafür tun würden, um Gäste mit dem Flugzeug auf die Insel zu holen: „Der Flughafen steht und fällt mit den ansässigen Hoteliers, die entscheidend zur Auslastung des Flughafens beitragen.“ Darüber hinaus lobte Dahlemann das Engagement des Landkreises Vorpommern-Greifswald, der als Eigner des Flughafens mit seinen regelmäßigen Betriebskostenzuschüssen einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Tourismus in ganz Vorpommern leiste.

„Ich freue mich, dass wir als Land dieses große Engagement vor Ort unterstützen können, z.B. mit Investitionszuschüssen für ein Gepäckförderband, eine neue Gangway oder die dringend benötigte Modernisierung des Rollfeldes“, so Dahlemann abschließend.

Tourismusabend auf der Insel Usedom

Insel Usedom – Über die Entwicklung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern hat Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe am Freitag in Mellenthin (Insel Usedom) beim ersten Tourismus-Abend der Nordkurier Mediengruppe diskutiert. „Mecklenburg-Vorpommern hat sich in seiner touristischen Vielfalt als attraktives Urlaubsland einen guten Namen erarbeitet. Immer mehr Gäste entdecken unser Land. Entscheidend ist, dass wir uns unentwegt darum bemühen, unsere Stammgäste zu halten, neue Zielgruppen zu gewinnen und aus Erstbesuchern Wiederholungsurlauber zu machen. Wir können unser Potential für unsere Gäste noch besser ausschöpfen. In den Küstenregionen kommt es vor allem auch auf qualitatives Wachstum an: mehr Wertschöpfung durch den einzelnen Gast und eine Verlängerung der Saison. Im Binnenland geht es um die Entwicklung zusätzlicher Angebote. Das Thema ist hier Urlaub in ländlichen Regionen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Im Jahr 2016 wurden nach der amtlichen Statistik in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 7,6 Millionen Ankünfte und 30,3 Millionen Übernachtungen registriert.

Nach der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen 2016 (FUR) interessieren sich rund 4,2 Millionen Deutsche (6 Prozent der Bevölkerung) im Zeitraum 2016 bis 2018 sowohl für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern, als auch für Urlaub auf dem Lande. „Kultur und Tourismus können in den ländlichen Räumen zukünftig mehr voneinander profitieren und Mecklenburg-Vorpommern auch als Kulturland bekannter machen. So kann es uns gelingen, unseren Gästen neben der Ostseeküste auch die Schönheiten im Binnenland zu präsentieren. Das stärkt den Tourismus insgesamt. So gilt es beispielsweise, Angebote im Bereich Tradition und Brauchtum für die Urlauber im ganzen Land erlebbar zu machen. Insbesondere in der Region Vorpommern sehe ich das Thema Romantik gut positioniert“, sagte Glawe.

Das Reisegebiet Vorpommern ist mit über 2,1 Millionen Ankünften und mehr als 9,8 Millionen Übernachtungen im Jahr 2016 die touristisch erfolgreichste Region des Landes. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt mit 4,5 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. Die durchschnittliche Auslastung betrug 2016 38,1 Prozent (MV gesamt: 35,8 Prozent).

„Das große Interesse am Reisegebiet Vorpommern wollen wir nutzen und die Gäste auch für Orte, Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen außerhalb der Küstenregionen begeistern“, sagte Glawe. Drei Kooperationsnetzwerke zur Positionierung zukunftsträchtiger Tourismusschwerpunkte im ländlichen Raum sind derzeit aktiv: „Erlebnis-Landwirtschaft“ mit den Themen Reiten und Fahren sowie Typisch regional, „Aktivität in der Natur“ mit den Themen Wandern und Angeln sowie die „Förderung des kulturellen Erbes im ländlichen Raum“ mit den Themen Romantik und Brauchtum.

Die Gesamtkosten betragen rund 1,8 Millionen Euro; das Wirtschaftsministerium unterstützt die Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro (Projektlaufzeit 2015 bis 2017).

Unter dem Motto „Natürlich romantisch“ finden in diesem Jahr eine Reihe von Veranstaltungen statt, unter anderem:

  • Am 17. und 18. Juni der 4. Greifswalder Klostermarkt an der Klosterruine Eldena – neben einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm präsentieren Künstler und Handwerker an rund 60 Ständen und Stationen ihre vorrangig regionalen Produkte.
  • Am ersten Wochenende im Juli treffen sich Jazzfreunde in der Klosterruine Eldena – vom 30.06. bis 01.07.2017 laufen zum 37. Mal die Eldenaer Jazz Evenings Greifswald
  • Am Dienstag, den 5.September, findet um 13 Uhr unter dem Motto „Happy Birthday C. D. Friedrich“ eine romantische Führung über den Baumwipfeln statt. Das Naturerbe Zentrum Rügen lädt ein, den Baumwipfelpfad mit den Augen des Künstlers Caspar David Friedrich zu entdecken.

„Um weiter im Tourismus erfolgreich zu sein, unterstützen wir die touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel muss es sein, das touristische Angebot insbesondere bei schlechtem Wetter und außerhalb der Saison noch zu erweitern“, betonte Glawe. Das Wirtschaftsministerium hat in der Region Vorpommern seit 1990 aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) in der Region Vorpommern 785 touristische Infrastrukturvorhaben bei einem Gesamtvolumen in Höhe von 776,2 Millionen Euro mit rund 516,5 Millionen Euro unterstützt. Im gewerblichen Tourismus sind in Vorpommern seit 1990 insgesamt 1.724 neue Investitionsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 2,6 Milliarden Euro in Höhe von 743 Millionen Euro gefördert worden. Durch die Projekte sind 7.531 neue Arbeitsplätze entstanden und 7.785 Jobs wurden gesichert.

Insgesamt ist in Mecklenburg-Vorpommern die touristische Infrastruktur seit 1990 für 1.623 Fördervorhaben mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 1,49 Milliarden Euro in Höhe von einer Milliarde Euro unterstützt worden. Im gewerblichen Tourismus wurden seit 1990 3.309 Vorhaben bei Gesamtinvestitionen von 5,34 Milliarden Euro in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro gefördert. Damit entstanden mehr als 15.400 Arbeitsplätze.

Der Tourismus-Abend wurde von der Nordkurier Mediengruppe organisiert, die zudem zwei Jubiläen feierte. Zum einen beging das Magazin „Usedom aktuell“ des Nordkuriers sein 25-jähriges Erscheinen. Mit Kultur- und Freizeittipps, Veranstaltungskalender und Reportagen informiert die Zeitschrift über die Insel Usedom.

Straßensanierungen im Ostseebad Zinnowitz

Insel Usedom – Im Ostseebad Zinnowitz auf der Insel Usedom sollen die im Ortszentrum gelegenen Straßen Dannweg und Dünenstraße erneuert werden. „Der Dannweg und die Dünenstraße gehören zu den Hauptverkehrsadern in Zinnowitz. Gäste, Anlieferer und Anwohner nutzen die Straßen intensiv. Der derzeitige Zustand ist allerdings schlecht, deshalb soll die Baumaßnahme jetzt in Angriff genommen werden. Das wird die touristische Infrastruktur im Ostseebad Zinnowitz erheblich verbessern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Geplant ist, auf einer Länge von rund 900 Metern die Straßen zu asphaltieren, die Regenentwässerung und die Gehwege zu erneuern. Durch die neue Oberflächengestaltung am Dannweg und in der Dünenstraße soll das Gesamtbild stärker der Bäderarchitektur im Ort entsprechen. „Zinnowitz und die gesamte Insel Usedom sind ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel unserer Gäste. Da ist es wichtig, dass Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger entspannt und sicher in die Städte und Gemeinden gelangen. Die neu gestalteten Straßen werden künftig die Qualität des Ortsbildes insgesamt aufwerten“, sagte Glawe.

Im Jahr 2016 gab es auf der Insel Usedom mehr als eine Million Ankünfte und mehr als 5,3 Millionen Übernachtungen. Das entspricht einem Zuwachs von 6,3 Prozent bei den Ankünften und 4,7 Prozent bei den Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2016 nach Angaben des Statistischen Amtes 30,3 Millionen Übernachtungen (+2,8 Prozent) und 7,6 Millionen Ankünfte (+2,3 Prozent).

Die Gesamtinvestitionen des Vorhabens betragen rund 1,7 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund einer Million Euro.

Strandhotel Seerose feiert 20-jähriges Bestehen

Insel Usedom – Das Strandhotel Seerose in Kölpinsee (Gemeinde Loddin, Insel Usedom) hat am Sonnabend mit einem Jubiläumsball sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. „Das Strandhotel Seerose hat eine beeindruckende Entwicklung hinter sich – aus einem ehemaligen Ferienheim ist mit viel Tatkraft der Besitzer und dank guter Planung, stetiger Investitionen sowie einer hohen Serviceorientierung der Mitarbeiter eine Wohlfühloase inmitten beeindruckender Natur entstanden. Ganzjährig geöffnet, werden die attraktiven Wellness- und Freizeit-Angebote von den Gästen stark nachgefragt“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Das Hotel hat 109 Zimmer, drei Ferienwohnungen, einen Spa- und Wellnessbereich sowie einen Saal für Tagungen und Events. 67 Mitarbeiter sind im Strandhotel Seerose tätig, davon jeder Dritte mehr als zehn Jahre. In den letzten Jahren wurde in den Bau von Mitarbeiterwohnungen investiert. Durch den DEHOGA ist das Strandhotel Seerose als „4 Sterne Superior“ klassifiziert; im Jahr 2015 erhielt das Hotel das Qualitätssiegel „Q“ der Stufe II (Initiative ServiceQalität Deutschland) als eines von fünf Hotels in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Zertifizierung gilt für drei Jahre, anschließend ist eine Rezertifizierung oder die Beantragung der Stufe III möglich. Nach eigenen Angaben verbuchte das Hotel in den vergangenen 20 Jahren mehr als 385.000 Übernachtungen. „Vor allem die regelmäßige Organisation kultureller Events hat sich zu einem Alleinstellungsmerkmal der Seerose entwickelt. Konzerte, Frühlings- und Herbstbälle, das Kölpinseer Oldtime-Jazz-Festival und die Usedomer Heringsgala sind nur einige Beispiele. All das trägt entscheidend dazu bei, auch in der Nachsaison eine gute Auslastung zu sichern. Das stärkt den Tourismus auf der Insel Usedom insgesamt“, betonte Rudolph.

Auf der Insel Usedom gab es im Jahr 2016 mehr als eine Million Ankünfte (+6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und über 5,3 Millionen Übernachtungen (+4,7 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag mit 4,9 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. Im Seebad Loddin wurden 2016 rund 48.600 Ankünfte (+3,0 Prozent) und knapp 380.000 Übernachtungen (3,9 Prozent) gezählt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag mit 7,8 Nächten sehr hoch.

In Mecklenburg-Vorpommern insgesamt gab es im Gesamtjahr 2016 einen Übernachtungsrekord: Die Marke von 30 Millionen Übernachtungen wurde erstmals überschritten. Insgesamt gab es 30,3 Millionen Übernachtungen (+2,8 Prozent) und 7,6 Millionen Ankünfte (+2,3 Prozent). „Für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern haben wir damit das dritte Rekordjahr in Folge erreicht. Vor allem Vorpommern ist neben der Mecklenburgischen Ostseeküste ein Zugpferd im Tourismus“, sagte Rudolph.

Schienenpersonennahverkehr: Teilnetz Usedom neu vergeben

Insel Usedom – Der Schienenpersonennahverkehr im Teilnetz Usedom wird ab Dezember 2017 von der DB Regio AG bedient. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn erhielt den Zuschlag im Ausschreibungsverfahren und übernimmt damit die bisher von der Usedomer Bäderbahn (UBB) bedienten Strecken des Teilnetzes.

Das Teilnetz Usedom besteht aus den Verbindungen RB23 Stralsund – Swinemünde (ab Dezember 2019: Züssow – Swinemünde) und RB24 Zinnowitz – Peenemünde. Die durch die Landesregierung beauftragte Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) schreibt die Verkehrsnetze des Schienenpersonennahverkehrs regelmäßig europaweit aus. Die Ausschreibung von Verkehrsleistungen eines Verkehrsnetzes benötigt einen mehrjährigen Vorlauf. Aufgrund der sich überschneidenden Zeiträume der einzelnen Verkehrsverträge finden daher fortlaufend Planungen statt. Der aktuelle Verkehrsvertrag für das Teilnetz Usedom läuft zum Dezember dieses Jahres aus. Die Laufzeit des neuen Vertrages beträgt 13 Jahre. Die DB Regio AG war der einzige Bieter in dem Ausschreibungsverfahren.

Das Teilnetz Usedom soll künftig weitestgehend auf den Inselbereich beschränkt sein. Aus diesem Grund wird die RB23 Stralsund – Swinemünde voraussichtlich ab Ende 2019 verkürzt und als RB23 Züssow – Swinemünde verkehren. Bis dahin wird die Strecke zwischen Züssow und Stralsund aber weiterhin im Rahmen des Verkehrsvertrages Teilnetz Usedom bedient. Später soll dieser Abschnitt aus einem anderen Verkehrsvertrag bedient werden.

Die DB Regio AG wird die bislang auf den Strecken des Teilnetzes Usedom eingesetzten Fahrzeuge (Dieseltriebwagen vom Typ GTW 2/6) übernehmen. Der Fahrplan bleibt, von Detailänderungen abgesehen, unverändert. Als Verbesserung für die Kunden ist künftig auch die bargeldlose Bezahlung in den Zügen möglich.

Dahlemann: Die Lehre heißt gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit

Insel Usedom – „Wir stehen erschrocken und fassungslos vor der gewaltigen Zahl an Menschen, die am 12. März 1945 und den Tagen danach in Swinemünde bei einem amerikanischen Bombenangriff ihr Leben lassen mussten. Und wir denken an die vielen einzelnen Schicksale, die hinter dieser großen Zahl Getöteter stecken. Zugleich sind unsere Gedanken bei den vielen Verletzten und denen, die zwar überlebten, aber durch die Erlebnisse traumatisiert wurden, manchmal mit schlimmsten Folgen für ihr gesamtes Leben“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann auf einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Bombardierung von Swinemünde am Sonntag an der Kriegsgräberstätte Golm auf der Insel Usedom.

Es ginge aber nicht nur darum zu trauern. „Es geht auch darum, dass wir die Erinnerung an das Geschehen wachhalten und zwar nicht als Selbstzweck, sondern damit wir daraus die richtigen Lehren ziehen. Deshalb treten wir allen Versuchen von Ewiggestrigen, die Ereignisse des 12. März 1945 für sich zu instrumentalisieren, heute und in Zukunft entschieden entgegen“, betonte Dahlemann. Die Lehre aus jenen Märztagen in Swinemünde, aus der deutschen Geschichte seien gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit über Grenzen hinweg, „so wie es seit vielen Jahren z.B. mit unseren polnischen Partnerregionen, den Wojewodschaften Westpommern und Pommern gelebte Realität ist“.

Der Staatssekretär lobte die ehrenamtliche Arbeit, die seit vielen Jahren auf dem Golm geleistet werde. Dazu zähle der langjährige und hartnäckige Einsatz für eine würdevolle letzte Ruhe der Getöteten und die Erinnerungsarbeit, die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für das Thema Kriegsgräber und Kriegsgräberpflege. „Die Einweihung der App „Digitaler Friedhof“ ist ein schönes Beispiel dafür.“ Mit dieser App können sich Besucherinnen und Besucher der Kriegsgräberstätte Golm auf einen digitalen Rundgang begeben. Das in Deutschland einmalige Projekt wurde von der Landeszentrale für politische Bildung gefördert.