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Monat: August 2026

Schwesig: Der Vergabemindestlohn steigt auf 15,27 Euro

Schwerin – Der Vergabemindestlohn wird zum 1. Oktober von 14,68 Euro auf 15,27 Euro erhöht. Er gilt immer dann, wenn bei einer öffentlichen Auftragsvergabe des Landes oder der Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern kein einschlägiger Tarifvertrag vorliegt. Die Höhe des Vergabemindestlohns ist an die Lohnentwicklung gekoppelt. Er wird jährlich zum 1. Oktober angepasst. Die jetzt anstehende Erhöhung erfolgt aufgrund der Lohnentwicklung von Frühjahr 2025 bis Frühjahr 2026.

„Die Landesregierung steht dafür, dass für gute Arbeit auch faire Löhne gezahlt werden. Das muss insbesondere bei öffentlichen Aufträgen gelten, die aus Steuergeld finanziert werden. Deshalb haben wir die Vergabe öffentlicher Aufträge in dieser Wahlperiode daran gekoppelt, dass bei ihrer Erfüllung Tariflohn oder tarifgleicher Lohn gezahlt werden muss.

Wo es keinen Tarifvertrag gibt, gilt der Vergabemindestlohn. Kommunen und Land zahlen für diese Aufträge den höheren Vergabemindestlohn oder den geltenden Tariflohn.  Damit setzen wir ein Signal für höhere Löhne. Und wir schützen die vielen Unternehmen im Land, die ihren Beschäftigten schon heute gute Löhne zahlen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute im Anschluss an die Kabinettssitzung.

Förderung des PSV Rostock

Drese beim PSV Rostock: „Starke Vereine brauchen starke Strukturen“

Rostock – Sportministerin Stefanie Drese hat am Montag dem Polizeisportverein Rostock e.V. einen Zuwendungsbescheid über 48.000 Euro aus Mitteln des Bürgerfonds des Landes übergeben. Mit dem Geld wird das Vorhaben „Nähe schafft Stärke – Umbau zur effektiveren Förderung von Sportlern und Ehrenamtlichen“ unterstützt.

„Der PSV Rostock ist der größte Kinder- und Breitensportverein in Mecklenburg-Vorpommern mit mannigfaltigen Angeboten für Klein und Groß. Er bringt Menschen zusammen, schafft Gemeinschaft und fördert Gesundheit und Bewegung“, sagte Drese bei ihrem Besuch in Reutershagen. „Das funktioniert nur durch das große Engagement vieler Ehrenamtlicher. Deshalb unterstützen wir den PSV dabei, seine Strukturen weiterzuentwickeln und bessere Rahmenbedingungen für Sportlerinnen und Sportler sowie für die ehrenamtlich Engagierten zu schaffen“, so die Sportministerin.

Kern des Vorhabens ist die räumliche Zusammenführung von Geschäftsstelle und Trainingsstätte. In einem ersten Schritt werden bestehende Umkleidekabinen umgebaut und geeignete Räumlichkeiten für die Sportlerinnen und Sportler geschaffen. Dadurch sollen die Betreuung und die Zusammenarbeit im Verein effizienter organisiert werden.

Die Maßnahme schafft zugleich einen zentralen Anlaufpunkt für Vereinsverwaltung, Training und Ehrenamt. „Kurze Wege und mehr Möglichkeiten für Austausch und Zusammenarbeit stärken nicht nur den Verein selbst, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl und den sozialen Zusammenhalt“, so die Sportministerin.

Justiz schöpft über 14 Mio. Euro an Vermögen ab

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Wir müssen die Praxis der Vermögensabschöpfung stetig optimieren.“

Schwerin – Die vier Staatsanwaltschaften in Mecklenburg-Vorpommern haben im Jahr 2025 insgesamt rund 14,1 Millionen Euro aus Straftaten abgeschöpft. Fast die Hälfte davon, rund 6,8 Millionen Euro, wurden an geschädigte Privatpersonen, weitere ca. 3,7 Millionen Euro an geschädigte staatliche Institutionen ausgekehrt.

Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt: „Kriminalität darf sich nicht lohnen. Das gilt gerade dort, wo mit Straftaten erhebliche Vermögen aufgebaut und deren Herkunft professionell verschleiert wird. Auf der letzten Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister haben wir deshalb darauf hingewiesen, dass die geltenden Grenzen für die Offenbarung und Verwertung steuerlicher Informationen in bestimmten Fällen die Beweisführung bei der selbständigen erweiterten Einziehung erschweren können. Das Steuergeheimnis ist ein hohes Gut und darf nicht leichtfertig aufgeweicht werden.

Zugleich müssen wir prüfen, ob es eng begrenzte Fälle gibt, in denen vorhandene steuerliche Erkenntnisse für eine wirksame Vermögensabschöpfung genutzt werden können. Deshalb haben wir die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz gebeten zu prüfen, ob und unter welchen rechtsstaatlichen und verhältnismäßigen Voraussetzungen eine solche Nutzung möglich ist. Wer Vermögen aus Straftaten erlangt hat, soll sich nicht hinter staatlichen Zuständigkeitsgrenzen verstecken können“, so Justizministerin Jacqueline Bernhardt.

Generalstaatsanwältin Christine Busse: „Die Vermögensabschöpfung bleibt ein wichtiges Instrument der Kriminalitätsbekämpfung. Die von den rechtskräftigen Einziehungsanordnungen betroffenen Vermögenswerte sind weiterhin auf einem hohen Stand und zeigen erneut die Wirksamkeit der Vermögensabschöpfung, um deliktisch erlangte Vermögenswerte zu entziehen.“

Deutschlands erstes öffentliches AED-Flächennetz soll in M-V entstehen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern soll das erste öffentliche AED-Flächennetz Deutschlands bekommen. Den Auftakt bildet die Initiative „Schwerin zeigt Herz“ von NOFIAS e. V. mit Unterstützung von LOTTO Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, öffentlich zugängliche automatisierte externe Defibrillatoren (AED) systematisch im Land zu verbreiten und damit die Chancen auf schnelle Hilfe bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu erhöhen.

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand können bereits nach drei bis fünf Minuten ohne Blutfluss irreversible Schäden am Gehirn entstehen. Bis der Rettungsdienst eintrifft, vergehen im Durchschnitt acht Minuten oder länger. Damit kommt der unmittelbaren Hilfe durch Menschen vor Ort eine entscheidende Bedeutung zu. Eine sofort begonnene Herzdruckmassage und der möglichst schnelle Einsatz eines AED können die Überlebenschancen deutlich verbessern.

„Unsere Landesbeteiligungen tragen Verantwortung für Mecklenburg-Vorpommern und können wichtige gesellschaftliche Impulse setzen. Die Unterstützung der AED-Initiative ist dafür ein sehr konkretes Beispiel. Allein in diesem Jahr sollen mit Unterstützung von LOTTO Mecklenburg-Vorpommern mindestens 20 AED sowie 75 Witterungskästen beschafft werden. Damit schaffen wir gemeinsam wichtige Voraussetzungen für schnelle Hilfe im Notfall und gehen einen ersten Schritt auf dem Weg zum ersten landesweiten öffentlichen AED-Netz in Deutschland“, sagt Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue.

Gesundheitsministerin Stefanie Drese betont: „Auch der schnellste Rettungswagen ist nicht sofort vor Ort – deshalb sind Menschen, die sich trauen, im Notfall zu helfen, und öffentlich zugängliche AED so wichtig. Mit dem heutigen Startschuss für den Aufbau des bundesweit ersten öffentlichen AED-Flächennetzes machen wir in Mecklenburg-Vorpommern einen wichtigen Schritt und knüpfen zugleich an Kommunen an, die beim Thema Erste Hilfe bereits vorbildlich vorangehen.

Mein Dank gilt daher dem Verein NOFiAS e. V., allen Institutionen, die AED öffentlich zugänglich machen, und LOTTO Mecklenburg-Vorpommern für die finanzielle Unterstützung. Entscheidend ist aber auch, dass wir alle den Mut haben, im Notfall zu handeln: Jede Hilfe ist besser als keine Hilfe – und jeder zusätzliche AED erhöht die Chance, einen Menschen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes erfolgreich wiederzubeleben.“

Elisabeth Aßmann, Geschäftsführerin von LOTTO Mecklenburg-Vorpommern, erläutert: „Ein Herzstillstand kann jeden treffen – jederzeit und überall. In solchen Momenten zählt buchstäblich jede Minute. Genau deshalb finden wir die Initiative von NOFiAS e. V. so wichtig. Der Verein hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Mecklenburg-Vorpommern soll das erste Bundesland mit einem flächendeckenden Netz öffentlich zugänglicher AED-Geräte werden.

Wir von LOTTO Mecklenburg-Vorpommern wollen dazu beitragen, dass aus dieser Idee eine Bewegung wird und unsere Unterstützung der Initiative für einen entscheidenden Anschub sorgt, um viele weitere Unternehmen, Kommunen und Einrichtungen zu gewinnen. Als staatliches Lotterieunternehmen haben wir nicht nur einen wirtschaftlichen Auftrag, wir tragen auch eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Denn am Ende geht es nicht um die Sichtbarkeit eines Logos, es geht um etwas sehr viel Wichtigeres: im entscheidenden Moment ein AED zu erreichen – und damit die Chance zu erhöhen, ein Menschenleben zu retten.“

„Mit unserer Initiative ‚MV zeigt Herz‘ wollen wir die Herzgesundheit in Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig stärken und die Chancen auf schnelle Hilfe im Notfall verbessern. Unsere Vision ist dabei ebenso einfach wie ambitioniert: Jedes Dorf ein Defi. AED sollen überall im Land als stille Wächter für das Leben erreichbar sein, denn im entscheidenden Moment können sie den Unterschied machen. Und wir möchten die Menschen nicht nur für dieses Thema sensibilisieren, sondern sie auch zum Mitmachen bewegen. Deshalb laden wir alle herzlich ein, am 2. September in Schwerin Teil unseres Weltrekordversuchs zu werden und gemeinsam ein starkes Zeichen für Wiederbelebung und Erste Hilfe zu setzen“, sagt Frederik Schlichting, 1. Vorsitzender von NOFIAS e. V.

Für den Aufbau des Netzes unterstützt LOTTO Mecklenburg-Vorpommern die Anschaffung von mindestens 20 AED in Verbindung mit 75 Witterungsschutzkästen.

Der Start erfolgt in Schwerin. Der Fachdienst 37 der Landeshauptstadt hat bereits rund 150 öffentliche Liegenschaften erfasst, um den Aufbau eines ersten systematischen AED-Netzes zu planen. Darüber hinaus sollen weitere Regionen im Land als Leuchtturmprojekte hinzukommen, aus denen Schritt für Schritt ein öffentliches AED-Flächennetz für das gesamte Land entsteht.

Zum Auftakt wurden heute symbolisch zwei AED an Vertreter des Stadtsportbundes Schwerin und der Stadtfeuerwehr Schwerin übergeben.

Am 2. September 2026 soll die Initiative mit einem besonderen Zeichen für Wiederbelebung fortgesetzt werden: In Schwerin ist ein Weltrekordversuch geplant. Unter offizieller Beobachtung des Rekord-Instituts für Deutschland sollen Ersthelfende in einer Staffel 80 Stunden lang an einer Reanimationspuppe reanimieren.

Internationaler Spitzensport auf der Insel Rügen

Schwesig: Der SailGP zeigt: MV ist Heimat für internationalen Spitzensport

Insel Rügen – Zum zweiten Mal gastiert mit der SailGP die „Formel 1 des Segelns“ in Sassnitz. „Die schnellsten Segelboote der Welt vor der malerischen Kulisse unserer Kreideküste“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrem Besuch. „Wir zeigen damit: Mecklenburg-Vorpommern ist Heimat für  internationalen Spitzensport.“

Mit dem SailGP komme nicht nur der Sport, sondern auch Wertschöpfung nach MV. „Nach Angaben des Veranstalters führte die Premiere im vergangenen Jahr zu direkten wirtschaftlichen Effekten in Höhe von rund zehn Millionen Euro, insbesondere in Hotellerie und Gastronomie“, sagte Schwesig. Gleichzeitig stärke die Landesregierung mit Investitionen in Infrastruktur, Veranstaltungslogistik und maritime Einrichtungen die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt und der Region.

Mecklenburg-Vorpommern positioniere sich damit nicht nur als attraktiver Gastgeber für internationale Sportformate, sondern ebenso als zukunftsorientierter Wirtschafts- und Tourismusstandort – auch mit Blick auf die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland.

Schwesig: „Gemeinsam mit Rostock bewerben wir uns um die olympischen und paralympischen Segelwettbewerbe in Warnemünde. Wir sind überzeugt: Warnemünde ist Deutschlands bestes Segelrevier für Olympia – mit hervorragender Infrastruktur für Athletinnen und Athleten sowie Gäste.“

Nächster Bauabschnitt für Peenebrücke startet

Ines Jesse: „Gemeinsam bringen wir ein zentrales Infrastrukturprojekt unseres Landes weiter voran“

Wolgast – Beim Bau der neuen Peenestrombrücke in Wolgast steht der nächste wichtige Schritt an: In der Woche ab Montag, 24. August 2026, beginnen die Bohrpfahlarbeiten für die Gründung der Brückenpfeiler im Peenestrom. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat sich heute vor Ort über den Baufortschritt und die anstehenden Arbeiten informiert.

„Die neue Peenestrombrücke und die Ortsumgehung Wolgast sind von großer Bedeutung für die gesamte Region. Sie werden die Menschen vor Ort spürbar vom Durchgangsverkehr entlasten, die Verkehrssicherheit erhöhen und gleichzeitig die Verbindung für die Unternehmen und den Tourismus in der Region nachhaltig stärken“, sagte Staatssekretärin Jesse. „Mit den jetzt beginnenden Bohrpfahlarbeiten geht das Projekt an einer zentralen Stelle sichtbar voran. Dies ist ein wichtiger Schritt für eine leistungsfähige und zukunftsfeste Infrastruktur zwischen dem Festland und Usedom.“

Für die Herstellung der Bohrpfähle kommt eine spezielle Stützflüssigkeit aus Bentonit zum Einsatz. Sie stabilisiert das Bohrloch während der Arbeiten. Die tief gegründeten Bohrpfähle bilden später das Fundament für die Brückenpfeiler im Peenestrom. Jesse konnte sich bei ihrem Termin vor Ort einen Eindruck von den laufenden und hoch spezialisierten Bauarbeiten machen.

Seit dem Baustart im Mai 2026 sind die Baugrundarbeiten am Fundament auf der Festlandseite bereits weit fortgeschritten. Dort wurden unter anderem die Bauuntergründe für das Widerlager und mehrere Pfeilerstandorte hergestellt. Inzwischen zeigen sich erste Brückenelemente an der Oberfläche. Im Peenestrom wurden in den vergangenen Wochen die Arbeitsbereiche für die Pfeilergründungen vorbereitet und unter anderem Spundwände eingebracht.

Parallel werden ab Montag im Bereich der Bahnhofstraße in Wolgast bauliche Anpassungen für die späteren Schwertransporte vorgenommen. Große Stahlbauteile für die neue Peenestrombrücke sollen über die neue Bahnhofstraße zur Baustelle transportiert werden, um zusätzliche Verkehre durch die Stadt zu vermeiden.

Dafür werden unter anderem die Fußgängerführung verändert und Bahnsignale versetzt. Aufgrund der geringen Fahrbahnbreite muss die alte Bahnhofstraße von Montag, 31.  August, bis Donnerstag, 17. September 2026, voll gesperrt werden. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner werden gesondert über die Erreichbarkeit ihrer Grundstücke informiert. Nach Abschluss des Neubaus der Peenestrombrücke werden die für die Schwertransporte vorgenommenen Anpassungen wieder zurückgebaut.

Die neue Ortsumgehung Wolgast umfasst einen zweistreifigen Neubau der B 111 mit einer Länge von rund 6,8 Kilometern. Sie soll die bisherige Ortsdurchfahrt vom Durchgangsverkehr entlasten und damit Lärm- und Luftschadstoffbelastungen reduzieren sowie die Verkehrssicherheit verbessern. Gleichzeitig wird die Verbindung zwischen der A 20, Wolgast und der Insel Usedom leistungsfähiger.

Herzstück der Ortsumgehung ist die neue Peenestrombrücke. Durch ihre künftige Höhe von rund 42 Metern über dem Peenestrom soll auf Brückenöffnungen für den Schiffsverkehr verzichtet werden können. Die heute regelmäßig durch die Öffnungen der bestehenden Klappbrücke entstehenden Staus auf der Festland- und Inselseite können damit deutlich reduziert werden.

Schwesig würdigt positive Entwicklung in Wismar

Wismar – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat zur Eröffnung des Schwedenfestes die positive Entwicklung Wismars gewürdigt: „Beim Schwedenfest zeigt Wismar, was es alles zu bieten hat. Und das ist viel. Da ist die wunderschön sanierte Altstadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Der Hafen ist Wirtschaftsstandort mit dem Holzcluster, mit dem Technologiezentrum, dem Innovationsport und mit der Werft.

Dort hat im Juli der Marineschiffbauer TKMS einen großen Auftrag aus Kanada erhalten, um bis zu zwölf U-Boote zu liefern. Das bedeutet für Wismar die Chance auf mehr als 1.000 Arbeitsplätze zusätzlich.“ Wismar sei auch eine Stadt, die sich einen festen sozialen Zusammenhalt bewahrt hat, mit modernisierten Kitas und Schulen, mit Sport und ehrenamtlichem Engagement sowie Zusammenhalt zwischen den Generationen.

Sie begrüßte besonders die Gäste, die aus Schweden angereist waren. „Das Schwedenfest ist fester Bestandteil des Feriensommers in Mecklenburg-Vorpommern und das größte schwedische Fest außerhalb Schwedens“, sagte sie. Auch wenn die Zugehörigkeit der Hansestadt Wismar zum Königreich Schweden lange vorbei sei, ist das Fest ein guter Anlass, an die gemeinsame Geschichte zu erinnern. Zudem stehe das Fest für die Freundschaft zwischen Deutschland und Schweden.

„Frieden ist möglich. Das ist die Botschaft des Schwedenfestes. Es ist eine gute Botschaft, die nun schon zum 25. Mal in Wismar gefeiert wird. Das passt auch gut zu Mecklenburg-Vorpommern: Schließlich haben wir uns die Zusammenarbeit mit den Ostseestaaten in die Verfassung geschrieben. Mit unserer Ostseestrategie füllen wir diesen Auftrag mit Leben“, verdeutlichte die Regierungschefin in ihrem Grußwort.

Sie danke allen Organisatoren und Ehrenamtlichen vor allem der Deutsch-Schwedische Gesellschaft Wismar.

Inklusive Regatta beim SailGP in Sassnitz

Norwegen gewinnt nach 32 Wettfahrten / Drei Tage inklusives Segeln · 15 Crews aus vier Nationen · 1,3 Punkte Vorsprung im Ziel · Siegerehrung mit Schirmherrin Stefanie Drese in der Team Base des Germany SailGP Teams

Insel Rügen – Die inklusive Regatta im Stadthafen Sassnitz ist am Donnerstagabend zu Ende gegangen. Nach drei Tagen und 32 Wettfahrten gewinnt das SALTO SAILING Team Norway mit 19,4 Punkten. Zweiter wurde das Bat Sailing Team mit 20,7 Punkten, Dritter das BYC Inklusions Team des Bayerischen Yacht-Clubs vom Starnberger See mit 26,2 Punkten – nur zwei Zehntel vor den viertplatzierten Waveboys.

Gesegelt wurde vom 18. bis 20. August parallel zum ROCKWOOL Germany Sail Grand Prix: 15 Crews aus Belgien, Deutschland, Norwegen und Tschechien, jede inklusiv besetzt. Menschen mit und ohne Behinderung in denselben Booten, nach denselben Regeln, im direkten Wettbewerb – auf acht barrierefreien Booten der Klasse RS Venture Connect. Die Regatta war zugleich der zweite Spieltag des Heinz Kettler Cups.

Neben dem sportlichen Ergebnis bleibt von diesen drei Tagen noch etwas anderes: eine Spende über 2.000 Euro an Kinderlachen 009 Rügen e.V. – und Begleitfahrten, bei denen rollstuhlfahrende Gäste aus Sassnitz, Binz und der Region direkt aus dem Rollstuhl an Bord gehen können.

Die Ergebnisse

Die Ergebnisse verlas Andreas Schorr von der Wettfahrtleitung. Ausgezeichnet wurden die Plätze eins bis vier:

  1. SALTO SAILING Team Norway mit Stian Kristiansen und Elliot Finnestrand – 19,4 Punkte
  2. Bat Sailing Team mit Christina Schober und Saskia Gense – 20,7 Punkte
  3. BYC Inklusions Team, Bayerischer Yacht-Club vom Starnberger See, mit Christian Bittner und Nina Gumbel – 26,2 Punkte
  4. Waveboys mit Calle Sibbert und Hans Nee – 26,4 Punkte

Spannender hätte es kaum ausgehen können: Zwischen dem Sieger und dem Zweiten lagen am Ende 1,3 Punkte, zwischen Platz drei und Platz vier zwei Zehntel. Das BYC Inklusions Team hatte den Auftakttag noch mit vier Siegen aus vier Wettfahrten angeführt – ein Frühstart und eine nicht gesegelte Wettfahrt warfen das Team im Verlauf der Serie zurück. Gewertet wurde nach dem Low-Point-System: Wer die wenigsten Punkte hat, gewinnt.

Vollständige Ergebnisliste: https://www.manage2sail.com/DE/event/HKDC20262#!/results

Vier Sondermedaillen

Zusätzlich zu den Platzierungen wurden vier Sondermedaillen vergeben: an Tim Krieglstein (CEO), Anne van der Weereld (Teammanagerin) und Thomas Riedel (Gesellschafter und Gründer) vom Germany SailGP Team sowie an Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern und Schirmherrin der Regatta.

Ausgezeichnet wurden sie für besondere Verdienste um das inklusive Segeln: Sie bauen Barrieren ab, verschaffen dem inklusiven Segeln Sichtbarkeit – und dass es die inklusive Regatta im Rennwochenende des SailGP überhaupt gibt, ist maßgeblich ihnen zu verdanken. Sie gehören zu den Initiatoren dieses Formats und tragen es seither mit.

Drei Tage in Zahlen

  • 3 Regattatage, 18. bis 20. August 2026, Stadthafen Sassnitz
  • 32 Wettfahrten insgesamt
  • 15 Crews aus vier Nationen: Belgien, Deutschland, Norwegen, Tschechien
  • 8 barrierefreie Boote der Klasse RS Venture Connect
  • über 50 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz
  • 000 Euro Spende an Kinderlachen 009 Rügen e.V.
  • Auflage der inklusiven Regatta an der Seite des SailGP

Siegerehrung in der Team Base des Germany SailGP Teams

Die Siegerehrung fand am Donnerstagabend um 19 Uhr dort statt, wo tagsüber die F50-Katamarane vorbereitet werden: in der Team Base des Germany SailGP Teams presented by Deutsche Bank. Rund 100 Gäste kamen zusammen – Crews und ihre Begleitungen, Ehrenamtliche, Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der ausrichtenden Vereine und der Partner.

Die Schirmherrschaft über die Regatta hat Stefanie Drese übernommen, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sie überreichte die Preise gemeinsam mit Heiko Miraß, Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg.

„Inklusives Segeln und der SailGP in Sassnitz gehören zusammen. Das haben die vergangenen Tage eindrucksvoll bestätigt. Mich begeistert besonders, dass hier Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Voraussetzungen gemeinsam an den Start gehen. Von der zehnjährigen sehbehinderten Sophia, die erst 2025 mit dem Segeln begonnen hat, bis zum Medaillengewinner der Europameisterschaften 2026 – alle sind Teil desselben Wettbewerbs. Die Inklusive Segelregatta im Rahmen der SailGP ist gelebte Teilhabe und zugleich ein starkes Signal für den gesamten Sport in Mecklenburg-Vorpommern.“ so Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Die Ministerin dankte allen Beteiligten, die dieses Sporterlebnis ermöglichen.

Der Heinz Kettler Cup, dessen zweiter Spieltag in Sassnitz ausgetragen wurde, geht auf die Heinz Kettler Stiftung zurück – sie ist Namensgeberin und Gründerin der Serie. Für die Stiftung sprach Vorstand Andreas Sand.

„Beim Heinz Kettler Cup stehen Sport und Wettkampf im Mittelpunkt. Bei kräftigem Wind und zeitweise ‚Regen quer‘ haben sich alle Crews mit großem Einsatz durch die Wettfahrten gekämpft. Doch spätestens am Abend zählt vor allem das Miteinander: gemeinsam feiern, lachen und Erfahrungen teilen. Genau diese Verbindung aus sportlichem Ehrgeiz und Gemeinschaft ist echte, gelebte Inklusion im Sport,“ so Andreas Sand, Vorstand der Heinz Kettler Stiftung

Mehr als Sport: 2.000 Euro für Kinderlachen 009 Rügen

Am Eröffnungsabend im Alten Kühlhaus übergab Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. eine Spende über 1.000 Euro an Kinderlachen 009 Rügen e.V. – einen Verein, der sich für kranke und bedürftige Kinder einsetzt, auf Rügen und darüber hinaus. Zwei private Spender legten spontan je 500 Euro dazu; am Ende waren es 2.000 Euro.

Was weitergeht

Die Regattabegleitfahrten für Rollstuhlfahrende sind unser neues Projekt in diesem Jahr. Wer einen Rollstuhl nutzt, kommt auf der „Henk de Mol“ direkt an Bord – ohne ihn verlassen zu müssen. Gesegelt wird nicht auf einem Ausflugsboot, sondern auf einem modernen, sportlichen Segelboot, unmittelbar an der Regattabahn.

Möglich macht das der rollstuhlgerechte Umbau der „Henk de Mol“, den die Herman van Veen-Stiftung mitfinanziert hat. Ihre stellvertretende Vorsitzende Steffi Nerius – Speerwurf-Weltmeisterin 2009, Europameisterin 2006 und Olympiazweite, geboren in Bergen auf Rügen – hatte am Eröffnungsabend ein Grußwort gesprochen und ging bei den Fahrten selbst mit an Bord.

Bislang sind die Fahrten ein großer Erfolg – und für viele an Bord eine Premiere. Unter den Gästen waren auch Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, denen das Segeln bisher verschlossen war: nicht aus Mangel an Interesse, sondern aus Mangel an Zugängen. Auf der „Henk de Mol“ erlebten sie Wind, Welle und Tempo aus nächster Nähe. Bewegende Momente gab es dabei auf allen Seiten – bei den Gästen ebenso wie bei ihren Begleitungen und Assistenzkräften und bei unserer Crew. Es sind Fahrten, die so schnell niemand vergisst.

Dass es weitergeht, unterstreicht auch das Germany SailGP Team presented by Deutsche Bank. CEO Tim Krieglstein: „Segeln ist ein Sport, der Hürden abbaut und Menschen zusammenbringt – unabhängig von Alter, Geschlecht oder körperlichen Voraussetzungen. Für das Germany SailGP Team ist die erneute Partnerschaft mit der inklusiven Regatta im Rahmen des Heinz Kettler Deutschland Cups eine absolute Herzensangelegenheit. Was der Verein Wir sind Wir hier auf die Beine stellt, zeigt eindrucksvoll, wie Segeln auf Augenhöhe funktioniert. Wir sind stolz darauf, diesen Weg als Partner zu begleiten und den Sport gemeinsam noch zugänglicher und inklusiver zu machen.“ – Tim Krieglstein, CEO Germany SailGP Team

Alle Beteiligten beabsichtigen, die inklusive Regatta auch 2027 wieder im Rahmen des SailGP auszutragen.

Dank

Unser Dank gilt der Stadt Sassnitz mit Bürgermeister Leon Kräusche und Stadtpräsident Norbert Benedict sowie dem Stadthafen Sassnitz als Gastgebern vor Ort.

Möglich gemacht haben SailGP Inklusiv 2026: das Germany SailGP Team presented by Deutsche Bank, das Land Mecklenburg-Vorpommern, der Vorpommern-Fonds, die Heinz Kettler Stiftung, die Viessmann Foundation und die Deutsche Postcode Lotterie – unterstützt von ihren Teilnehmenden. Dazu Salzbrenner Würstchen, ELLETEC und der Fleisch Großmarkt Hamburg.

Und ein besonderer Dank an die über 50 Ehrenamtlichen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, die diese Veranstaltung überhaupt erst möglich gemacht haben. Ihr Einsatz ging weit über die drei Regattatage hinaus: von der Vorbereitung über Aufbau, Sicherung und Begleitung auf dem Wasser bis zum Abbau waren sie durchgehend im Einsatz.