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Monat: August 2026

Zum Start des Schuljahres

Regiobus MV: Eine neue Linie und neue einheitliche Liniennummern

Schwerin – Zum Start des Schuljahres 2026/2027 werden die Regiobuslinien in Mecklenburg-Vorpommern auf ein landesweit einheitliches Nummernsystem umgestellt. Für Fahrgäste gilt dabei: Alle bestehenden Linien bleiben unverändert – lediglich die Liniennummern ändern sich. Außerdem kommt eine weitere Regiobuslinie hinzu.

Ab dem 24. August 2026 erhalten alle Regiobuslinien neue, einheitliche Liniennummern. Ziel ist es, den „Regiobus MV“ in allen Regionen des Landes als einheitliches Angebot des öffentlichen Nahverkehrs erkennbar zu machen.

Die im Rahmen der Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern seit Herbst 2023 schrittweise eingeführten, durch das Land geförderten Regiobuslinien, verbinden Städte und ländliche Regionen als Hauptachsen des öffentlichen Nahverkehrs. Sie schaffen insbesondere in Regionen ohne Bahnanbindung schnelle, tägliche und regelmäßige Verbindungen. Inzwischen verkehren in allen Landkreisen Regiobuslinien.

„Mit den landesweit einheitlichen Liniennummern schaffen wir mehr Orientierung und einen Wiedererkennungswert für Fahrgäste. Der „Regiobus MV“ wird künftig überall im Land auf den ersten Blick anhand der exklusiven ‚mv‘-Liniennummer erkennbar sein. Wir denken Mobilität ganzheitlich – von der Schiene über die Straße bis in den ländlichen Raum, im ganzen Land“, betont Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit.

Im Rahmen der Mobilitätsoffensive hat das Land von 2023 bis 2025 rund 120 Millionen Euro in die verbesserte Mobilität der Bürgerinnen und Bürger investiert. Für 2026 sind Investitionen von rund 60 Millionen Euro für die verschiedenen Maßnahmen der Mobilitätsoffensive geplant.

Mehrwert für die Region – Die Regiobusse MV bieten:

  • Verbindungen auch über Landkreisgrenzen hinaus – für mehr Mobilität und eine bessere Vernetzung
  • Leicht zu merkende Abfahrtszeiten und lange Bedienzeiten – für mehr Planbarkeit und Alltagstauglichkeit
  • von Schul- und Ferienzeiten unabhängiger Fahrplan – für ein tägliches und zuverlässiges Angebot
  • mindestens zweistündlicher Takt – für regelmäßige Verbindungen und mehr Flexibilität
  • Übergangsmöglichkeiten zu weiteren ÖPNV-Angeboten an Verknüpfungspunkten, wie zum Schienenpersonennahverkehr und Rufbus MV – für bessere Anschlussbeziehungen und längere Reiseketten

Der „Regiobus MV“ ist ein vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördertes Angebot, das von den kommunalen Verkehrsunternehmen betrieben wird. Das Netz umfasst ab dem 24. August 2026 insgesamt 18 Regiobuslinien, die die Städte und Gemeinden miteinander verbinden und auf den Bahnverkehr abgestimmt sind.

Neue Regiobuslinie

Ab dem 24. August 2026 wird die neue Regiobuslinie mv67 eingeführt: Parchim – Plau am See – Malchow (ehemals Linie 77). Informationen zu den neuen Liniennummern, Fahrplänen und Anschlüssen stellen die zuständigen Verkehrsunternehmen bereit.

Gut informiert ins neue Schuljahr mit „MV FÄHRT GUT“ 

Die landesweite Fahrplanauskunft „MV FÄHRT GUT“ ist zum Schulstart auf dem aktuellen Stand: Sie enthält alle aktualisierten Fahrplandaten der Verkehrsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern und bietet darüber hinaus deutschlandweite Fahrplanauskünfte. Die kostenlose App des Landes ist für Android und iOS verfügbar(www.fahrplanauskunft-mv.de).

Land fördert zweiten Bauabschnitt des Industrieparks Berlin-Szczecin

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken den Wirtschaftsstandort Pasewalk nachhaltig – mit leistungsfähiger Infrastruktur und besten Voraussetzungen für Ansiedlungen und zukunftsfähige Arbeitsplätze“

Pasewalk – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Pasewalk einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 22 Mio. Euro für die Erschließung des zweiten Bauabschnitts des Industrieparks Berlin-Szczecin übergeben. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich auf rund 25 Millionen Euro. Auf einer Fläche von rund 100 Hektar sollen damit die Voraussetzungen für die Ansiedlung weiterer Unternehmen und größerer Industrievorhaben geschaffen werden.

„Leistungsfähige Infrastruktur ist eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung von Regionen. Mit der Förderung stärken wir den Wirtschaftsstandort Pasewalk nachhaltig. Die Erfahrungen aus dem ersten Bauabschnitt zeigen, dass sich eine vorausschauende Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen auszahlt. Mit TOPREGAL und Birkenstock konnten bereits bedeutende Unternehmen für den Standort gewonnen werden. Pasewalk schafft dank der Unterstützung neue, große und leistungsfähig erschlossene Flächen für weitere Ansiedlungen und damit die Grundlage für zusätzliche Wertschöpfung und zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Region“, sagte Minister Dr. Blank.

Die Stadt Pasewalk entwickelt den Industriepark Berlin-Szczecin mit einer Gesamtfläche von rund 156 Hektar in mehreren Bauabschnitten. Mit dem nun geförderten zweiten Bauabschnitt wird die Erschließung des Industrieparks in nördlicher Richtung fortgesetzt. Der zweite Bauabschnitt schafft großflächige Ansiedlungsmöglichkeiten für neue oder erweiterungswillige Unternehmen.

Gefördert werden die innere Erschließung des Bebauungsplangebietes 47/17 sowie Teile der äußeren Medienerschließung. Dazu gehören insbesondere die Straßen- sowie Ver- und Entsorgungsinfrastruktur. Vorgesehen sind unter anderem ein Schmutzwasserpumpwerk mit Druckleitung, ein Schmutzwasser-Freigefällekanal sowie eine Trinkwasserleitung in der Dargitzer Straße. Rund 16,1 Millionen Euro entfallen auf die Ver- und Entsorgungsanlagen, weitere rund 5,2 Millionen Euro auf den Straßenbau. Das Vorhaben soll im Jahr 2030 abgeschlossen werden.

Für die Erschließung des ersten Bauabschnitts wurden rund 21 Mio. Euro GRW-Mittel bereitgestellt. Damit beläuft sich die GRW-Infrastrukturförderung des Landes für den ersten und zweiten Bauabschnitt zusammen auf rund 43 Millionen Euro.

Die Entwicklung des ersten Bauabschnitts hat bereits zu bedeutenden Industrieansiedlungen geführt. Mit TOPREGAL konnte ein erster Ankerinvestor mit aktuell rund 40 Dauerarbeitsplätzen vor Ort gewonnen werden. Das Unternehmen investierte rund 29 Mio. Euro in den Standort. Von besonderer Bedeutung ist zudem die Ansiedlung von Birkenstock mit einem Investitionsvolumen von rund 107 Millionen Euro. Mit aktuell rund 700 Arbeitsplätzen sollen am Standort perspektivisch bis zu 1.000 Arbeitsplätze entstehen.

„In Pasewalk zeigt sich, wie regionale Wirtschaftsentwicklung und eine vorausschauende Flächenpolitik erfolgreich zusammenwirken. Große Investitionen brauchen passende Flächen, eine leistungsfähige Infrastruktur und verlässliche Rahmenbedingungen. Mit dem zweiten Bauabschnitt sorgen wir auch dafür, dass Pasewalk als attraktiver und lebenswerter Wirtschaftsstandort gut aufgestellt ist“, so Minister Dr. Blank.

Der Industriepark profitiert dabei von seiner verkehrsgünstigen Lage zwischen Berlin und Szczecin. Über die Kreisstraße VG 70 besteht eine Anbindung an die Bundesstraßen B 104 und B 109 sowie an die Autobahn A 20. Die vorhandene Schienenanbindung stärkt die Standortqualität zusätzlich. Eine geplante zweite Verkehrsanbindung soll die überregionale Erreichbarkeit weiter verbessern und zugleich den Ortsteil Franzfelde vom Durchgangsverkehr entlasten. Durch seine Lage im deutsch-polnischen Wirtschaftsraum und die Nähe zur Metropolregion Szczecin bietet der Standort zudem sehr gute Voraussetzungen für grenzüberschreitende Wirtschaftsbeziehungen und weitere industrielle Ansiedlungen. Die Metropolregion Szczecin verfügt über hohes Wachstumspotential und dynamischen Entwicklungspotentialen über den deutsch-polnischen Grenzraum hinaus.

Schulanfang: Besondere Vorsicht auf den Schulwegen

Innenminister Pegel appelliert, auf Kinder besonders zu achten

Schwerin – Mit Beginn der Schule in der kommenden Woche sind wieder viele Kinder auf den Straßen unterwegs. Damit beginnt für sie auch der tägliche Weg zur Schule und nach Hause. Gerade für die ABC-Schützen ist der neue Schulweg eine Herausforderung. Die Landespolizei wird deshalb in den kommenden Wochen verstärkt vor Schulen im gesamten Bundesland präsent sein. Sie appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, besonders aufmerksam zu sein und ihre Geschwindigkeit dem Verkehrsgeschehen anzupassen.

Wie wichtig das ist, zeigen die aktuellen Unfallzahlen. 2025 verunglückten 494 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren im Straßenverkehr. Im Jahr zuvor waren es 415. Auf dem Weg zur Schule oder von der Schule wurden bei 75 Verkehrsunfällen mit Personenschaden Kinder verletzt. 2024 waren es 60 Unfälle. Bei den Schulwegunfällen des vergangenen Jahres wurden zehn Kinder schwer und 82 leicht verletzt. In 44 Fällen waren die Kinder mit dem Fahrrad unterwegs. Das entspricht einem Anteil von 58,7 Prozent. Weitere 21 verunglückte Kinder waren zu Fuß unterwegs.

Innenminister Christian Pegel: „Mit dem Schulanfang verändert sich auch das Verkehrsgeschehen auf unseren Straßen. Kinder sind wieder häufiger zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs und können Situationen im Straßenverkehr noch nicht immer richtig einschätzen. Deshalb kommt es auf die Aufmerksamkeit der Erwachsenen an. Wer an Schulen und auf Schulwegen unterwegs ist, sollte besonders vorausschauend fahren und Kindern die nötige Zeit und den nötigen Raum geben.“

Besondere Aufmerksamkeit ist vor Schulen, an Bushaltestellen und beim Abbiegen erforderlich. Auch Eltern können ihre Kinder unterstützen, indem sie den Schulweg gemeinsam mit ihnen üben und sichere Wege und mögliche Gefahrenstellen besprechen. Der Schulweg soll sicher sein. Dazu kann jeder Verkehrsteilnehmer beitragen.

Nordländer für starke Wirtschaft, erneuerbare Energien und moderne Häfen

Rostock – Die Regierungschefin und Regierungschefs der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind heute in Rostock zu ihrer jährlichen Konferenz zusammengekommen. Schwerpunkte waren die Themen Wirtschaft, Energie und Häfen.

„Die norddeutschen Länder sind mit ihrer Stärke in der maritimen Wirtschaft, bei der Erzeugung von erneuerbaren Energien, im Tourismus und in der Gesundheitswirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Wir erwarten deshalb auch in Zukunft die Unterstützung der Bundesregierung für den Norden. Unsere Erwartung ist, dass der Bund seine Finanzmittel für den Ausbau der Häfen deutlich erhöht. Sie sind von wirtschaftlicher Bedeutung für ganz Deutschland, auch als Energieknoten. Außerdem müssen Hemmnisse der Energie- und Wärmewende beseitigt werden. Es geht uns um bezahlbare Energiepreise für die Bürgerinnen und Bürger, wettbewerbsfähige Preise für die Wirtschaft und auch um den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Netze“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Konferenz.

In ihrem Beschluss zum Wirtschafts- und Energiestandort betonten die fünf norddeutschen Länder zunächst die wirtschaftliche Bedeutung des Nordens. Der Gesamtwert aller in den norddeutschen Ländern produzierten Waren und Dienstleistungen ist von 746 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf rund 806 Milliarden Euro im Jahr 2025 gewachsen. Das entspricht rund 18 Prozent des Bruttoinlandprodukts Deutschlands.

Mit Blick auf die Energiewende fordern die norddeutschen Länder unter anderem Verbesserungen zur regionalen und lokalen Nutzung erneuerbaren Stroms und ein attraktiveres Marktdesign bei Ausschreibungen zur Offshore-Energie. Der Bund müsse geeignete Rahmenbedingungen schaffen, damit ein maßgeblicher Anteil der Produktion und Wertschöpfung von Komponenten der Offshore- und Netzinfrastruktur wie beispielsweise Konverterplattformen in Deutschland erbracht wird. Zur Entlastung von Bürgern und Wirtschaft fordern die Nord-MPs eine Absenkung der Stromsteuer auf das europarechtliche Minimum.

„Der Norden entscheidet über Deutschlands Energieversorgung. Die hohen Energiekosten bleiben eine Belastung für Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen. Wir Nordländer sind uns einig: Die nachhaltige Lösung liegt im ambitionierten Ausbau erneuerbarer Energien. Da werden wir nicht nachlassen. Damit machen wir uns unabhängiger von volatilen Weltmarktpreisen und teuren Energieimporten. Der Norden übernimmt hier die Hauptverantwortung. Mit Offshore-Windkraft, Wasserstofftechnologien und Netzinfrastrukturen schaffen wir saubere, unabhängige Energie für ganz Deutschland.

Aber wer große Verantwortung übernimmt und damit verbundene Lasten trägt, muss auch von dieser Transformation profitieren – in Form von regionaler Wertschöpfung und günstiger Energie. Unsere Häfen sind zentrale Infrastruktur für diesen Ausbau – Umschlagplätze für Windkraftanlagen und grüne Industrien, zugleich kritisch für Versorgungssicherheit und Verteidigungsfähigkeit. Der Bund darf die Küstenländer mit deren Finanzierung nicht allein lassen. Und wir brauchen gemeinsame Lösungen für den Schutz dieser Infrastruktur. Das ist im nationalen Interesse und damit auch nationale Verantwortung“, erklärte der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies.

In ihrem Beschluss zu den Häfen begrüßen die Regierungschefin und Regierungschefs der norddeutschen Länder die Vorstellung der Europäischen Hafenstrategie durch die Europäische Kommission und unterstreichen die darin hervorgehobene Bedeutung der Häfen für Sicherheit und Wachstum in Europa. Weiterhin fordern sie eine Beteiligung des Bundes an den Hafeninfrastrukturkosten im Umfang von jährlich 500 Millionen Euro. Weiter ausgebaut werden sollen auch die Hinterlandanbindungen der Häfen. Hierbei komme den Elbquerungen eine zentrale Rolle zu.

„Wir im Norden sind uns völlig einig: Der Bund muss sich deutlich stärker als bislang an den Kosten der Häfen beteiligen und darf die Länder mit den anstehenden Investitionen nicht alleine lassen. Die Häfen haben eine nationale Bedeutung – für die Wirtschaft, für die Energieversorgung und für die Landesverteidigung. Mit den bisherigen 38 Mio. Euro im Jahr für alle Seehäfen wird der Bund seiner Verantwortung nicht ansatzweise gerecht.

Nachdem mittlerweile zwei Gutachten belegen, dass eine Erhöhung der so genannten Hafenlasten auch ohne Grundgesetzänderung möglich ist, ist der Weg für eine deutliche Erhöhung frei. Angesichts der anstehenden Herausforderungen wären 500 Mio. im Jahr mehr als angemessen“, erklärte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte.

Der Norden übernimmt zentrale Aufgaben für Deutschland“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher. „Die Seehäfen sichern die Versorgung der Bevölkerung und die Anbindung der drittgrößten Volkswirtschaft an die internationalen Märkte. Durch die geopolitische Zeitenwende haben sich die Anforderungen an die Seehäfen massiv erhöht. Die Infrastruktur muss nicht mehr nur saniert und modernisiert, sondern auch ausgebaut, für eine militärische Nutzung im Sinne von „Dual Use“ ausgestattet und vor Sabotage gesichert werden. Deutschland kann den maritimen Sektor im nationalen Interesse nur dann zukunftsfähig entwickeln, wenn die Bundesregierung ihre Zusage aus dem Koalitionsvertrag umsetzt und die nationale Hafenstrategie als gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern auch gemeinsam finanziert wird.“

„Schleswig-Holstein hat mit seinem Beschlussvorschlag bewusst die Sicherheit im Ostseeraum auf die Agenda dieser Konferenz gesetzt. Die aktuellen Entwicklungen und hybriden Bedrohungen zeigen, wie dringend wir kritische maritime Infrastruktur besser schützen müssen. Dafür brauchen wir eine engere Zusammenarbeit mit unseren Ostsee-Anrainern und eine stärkere Verzahnung von Bund, Ländern und Marine. Schleswig-Holstein setzt hier seit Langem Akzente.

Zu dieser Infrastruktur gehören auch unsere Häfen. Sie sind für Warenverkehr, Industrie und Offshore-Energie unverzichtbar und brauchen endlich eine verlässliche finanzielle Beteiligung des Bundes. Sicherheit und leistungsfähige Häfen sind zugleich die Grundlage für wirtschaftliche Stärke. Hinzu kommt unser Standortvorteil beim grünen Strom: Er muss dort günstig sein, wo er erzeugt wird, damit daraus vor Ort Investitionen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze entstehen. Darin waren wir uns heute auch mit dem Unternehmerkuratorium Nord einig“, ergänzte der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther.

Im Anschluss führten Schwesig, Günther, Bovenschulte, Lies und Tschentscher ein Gespräch mit dem Unternehmerkuratorium Nord, dem Zusammenschluss der Wirtschaft in den norddeutschen Bundesländern.

„Für die beteiligte Wirtschaft zeigt der gute Austausch beim heutigen Treffen mit der Konferenz Norddeutschland, dass die norddeutsche Zusammenarbeit funktionieren kann, der Wille ist auf beiden Seiten deutlich erkennbar. Dies sieht man vor allem bei dem für den Norden so wichtigen Thema Hafenfinanzierung – hier gibt es große Einigkeit zwischen Politik und Wirtschaft im Norden. Ganz Deutschland diskutiert über wirtschaftliche Resilienz, Versorgungssicherheit, Energiewende und Verteidigungsfähigkeit. All diese Themen haben einen gemeinsamen Nenner: leistungsfähige Seehäfen.

Wer die Bedeutung der Häfen betont, muss auch bereit sein, Verantwortung für ihre Finanzierung zu übernehmen. Daher fordert die norddeutsche Wirtschaft gemeinsam mit den fünf Küstenländern eine dauerhafte Grundfinanzierung der Hafeninfrastruktur durch den Bund in Höhe von 500 Millionen Euro jährlich. Ein aktuelles Rechtsgutachten der IHK Nord zeigt, dass es dafür keine Grundgesetzänderung braucht, sondern der Bund seine Finanzhilfen bereits auf Grundlage des bestehenden Rechtsrahmens erhöhen kann. Wir verbinden damit die klare Erwartung an die Bundespolitik, das Seehafenfinanzierungsgesetz an die realen Notwendigkeiten anzupassen“, erklärte der Vorsitzende des Unternehmerkuratoriums Nord Matthias Belke.

STIKO ändert Empfehlung zur COVID-19-Impfung

Schwerin – Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre COVID-19-Impfempfehlung aktualisiert und diese an die aktuelle epidemiologische Situation und den Immunstatus in der Bevölkerung angepasst. Darauf weist Gesundheitsministerin Stefanie Drese mit Blick auf die nächste Grippe- und Coronasaison im Herbst hin.

„Die wichtigste Änderung ist die Anhebung der Altersgrenze für die jährliche Impfung“, betont Drese. Künftig empfiehlt die STIKO allen gesunden Menschen erst ab 75 Jahren eine jährliche Corona-Impfung. Bislang galt die jährliche Impfempfehlung bereits ab 60 Jahren. Die Impfung sollte einmal pro Saison und möglichst im Frühherbst erfolgen.

„Hintergrund dieser Entscheidung des Expertengremiums ist, dass rund 95 Prozent der Erwachsenen inzwischen durch Impfungen, Infektionen oder beides über eine breite Immunität verfügen“, verdeutlicht Drese. „Diese Immunität schützt gesunde Erwachsene in der Regel gut vor schweren Covid-19-Verläufen. Deshalb ist nach Ansicht der STIKO auch für gesunde Schwangere keine Auffrischimpfung notwendig“, so die Ministerin.

Für Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Corona-Verlauf sowie für Personen mit einem erhöhten arbeitsbedingten SARS-CoV-2-Infektionsrisiko empfiehlt die STIKO jedoch weiterhin eine jährliche Auffrischimpfung.

Dazu gehören unter anderem Schwangere mit einer Grunderkrankung oder schwangerschaftsbedingten Komplikationen sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Lungen-, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, Adipositas, Trisomie 21, geschwächtem Immunsystem, bestimmten neurologischen Erkrankungen und aktiven Krebserkrankungen.

Auch Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie bestimmtes medizinisches und pflegerisches Personal sollen sich – wie beim Grippeschutz – weiterhin unabhängig vom Alter jährlich impfen lassen. Gleiches gilt für enge Kontaktpersonen von Menschen, bei denen nach einer Impfung keine schützende Immunantwort zu erwarten ist.

Drese: „Dabei können Corona-Impfung und Grippeschutzimpfung zeitgleich an einem Termin verabreicht werden.“ Für gesunde Säuglinge, Kinder und Jugendliche wird die Corona-Impfung weiterhin nicht empfohlen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) ist ein unabhängiges, ehrenamtliches Expertengremium, das Impfempfehlungen für die Bevölkerung in Deutschland entwickelt. Dabei orientiert sie sich an den Kriterien der evidenzbasierten Medizin und berücksichtigt sowohl den individuellen Nutzen für geimpfte Personen als auch den Nutzen für die gesamte Bevölkerung. Ziel ist es, die Impfempfehlungen an neue Impfstoffentwicklungen und Erkenntnisse aus der Forschung optimal anzupassen. Die STIKO gibt neben den Empfehlungen zu Standardimpfungen auch Empfehlungen zu Indikationsimpfungen bei besonderen epidemiologischen Situationen oder Gefährdungen für bestimmte Personengruppen. Diese umfassen auch Impfungen aufgrund von beruflichen bzw. arbeitsbedingten Risiken sowie Reiseimpfungen.

Einschulungsfeiern: Gut vorbereitet in die Schulzeit

Bildungsministerin Simone Oldenburg wünscht allen Schulanfängerinnen und Schulanfängern einen guten Start

Schwerin – Für 13.300 Kinder in Mecklenburg-Vorpommern beginnt mit dem Start in die Schulzeit ein neuer Lebensabschnitt. Die Grundschulen entscheiden eigenverantwortlich, ob die Einschulungsfeiern am letzten Sonnabend der Sommerferien oder am Ende der ersten Schulwoche stattfinden. Insgesamt besuchen im neuen Schuljahr 28.800 Schülerinnen und Schüler die flexible Schuleingangsphase der Jahrgangsstufen 1 und 2.

„Mit der Einschulung beginnt für die Mädchen und Jungen eine aufregende und spannende Zeit“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Sie lernen lesen, schreiben und rechnen, schließen Freundschaften und wachsen jeden Tag ein Stück über sich hinaus. Wir wollen ihnen eine Schule bieten, in der sie sich wohlfühlen und mit Freude lernen können.“

Bildungsministerin Simone Oldenburg nimmt am Sonnabend, 22. August 2026, an der Einschulungsfeier der Grundschule „Fritz Reuter“ in Grevesmühlen teil (Beginn: 9:00 Uhr).

In Mecklenburg-Vorpommern umfasst die Schuleingangsphase die Jahrgangsstufen 1 und 2. Kinder können sie – je nach individuellem Lernstand – in einem Jahr, in zwei oder drei Jahren durchlaufen. So erhalten sie die Zeit, die sie für ihre persönliche Entwicklung benötigen.

„Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell. Deshalb ist es wichtig, dass sie ohne unnötigen Leistungsdruck lernen können. Die flexible Schuleingangsphase schafft die Voraussetzungen dafür, jedes Kind entsprechend seinen Stärken zu fördern und ihm einen erfolgreichen Start in die Schulzeit zu ermöglichen“, betonte die Bildungsministerin.

Viele Grundschulen gestalten die ersten Schultage als Willkommenswoche. Sie erleichtert den Schulanfängerinnen und Schulanfängern das Ankommen, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und hilft ihnen, den neuen Schulalltag Schritt für Schritt kennenzulernen. Die Schulen entscheiden dabei selbst, welche pädagogischen Schwerpunkte sie setzen.

„Ein gelungener Schulstart lebt von einem starken Zusammenhalt. Wenn Eltern, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und alle, die Kinder begleiten, gemeinsam vertrauensvoll zusammenarbeiten, schaffen wir die besten Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen und eine gute Entwicklung für jedes einzelne Kind“, sagte Oldenburg.

Zu Beginn des neuen Schuljahres appelliert Bildungsministerin Simone Oldenburg an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, besonders aufmerksam und rücksichtsvoll zu sein. Gerade Schulanfängerinnen und Schulanfänger müssen sich erst an den täglichen Schulweg und an den Straßenverkehr gewöhnen.

Baustart für historischen Schützenantritt auf Festung Dömitz

Dömitz – Heute gibt Minister Dr. Till Backhaus, zuständig für die ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern, den Startschuss für den Baubeginn des historischen Schützenantritts der Festung Dömitz. Das LEADER-Projekt wird mit 158.600 Euro gefördert.

Die Wallmauer und ihre Fundamente werden instandgesetzt. Gleichzeitig entsteht eine Holzplattform mit Zuwegung und Geländer. Damit wird ein historisches Element der Festung wieder sichtbar und zugleich kulturell nutzbar gemacht.

„Die Festung Dömitz besitzt eine herausragende historische Bedeutung als der einzige vollständig erhaltene Renaissance-Festungsbau dieser Art in Norddeutschland. Sie zählt zu den besterhaltenen Flachlandfestungen in ganz Nordeuropa. Gleichzeitig ist sie eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler unserer Region, ein Anziehungspunkt für Gäste und ein Stück Identität für Dömitz und die gesamte Griese Gegend. Umso wichtiger ist es, dieses besondere Ensemble Stück für Stück zu erhalten, weiterzuentwickeln und erlebbar zu machen“, sagt Minister Dr. Backhaus.

Die Festung wurde im 16. Jahrhundert mit einem fünfeckigen Grundriss erbaut. Jede Ecke wird durch eine Bastion geschützt. Die fünf Bastionen der Festung sind Held, Drache, Greif, Burg und Kavalier. Der neue Schützenantritt befindet sich direkt auf dem Wall zwischen den Bastionen Drache und Held.

In den vergangenen Jahren hat das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV viele Teilprojekte in der Festung gefördert. Zu nennen sind beispielhaft

  • 2008: die Planung der zweiten Zufahrt: ILE-Förderung 28.266 Euro, 35.408 Euro Gesamtinvestition
  • 2010/2011: Bau der Zugbrücke und der zweiten Zuwegung: ILE-Förderung 500.827 Euro, 842.978 Euro Gesamtinvestition
  • 2011/2012: die Sanierung der Fundamente des Zughauses: 183.675 Euro LEADER-Förderung, 214.885 Euro Gesamtinvestition
  • 2013: Errichtung der Überdachung der Freilichtbühne: 135.040,52 Euro LEADER-Förderung, 162.285 Euro Gesamtinvestition

Auch über die Festung hinaus hat sich in Dömitz in den vergangenen Jahren einiges getan. Ein besonders großes Vorhaben war Ersatzneubau von Haus 2 des Schulzentrums Dömitz. Bei einem Investitionsvolumen von rund 4,2 Millionen Euro wurde das Projekt mit rund 2,18 Millionen Euro unterstützt.

Hinzu kommen Investitionen in die touristische Infrastruktur. Dazu zählen etwa die Projekte „Badespaß für alle“. Für den barrierefreien Zugang wurden rund 123.000 Euro bereitgestellt, für die Erneuerung einer weiteren Steganlage gab es 360.000 Euro Fördermittel.

Im Landkreis Ludwiglust-Parchim wurden zwischen 2015 und 2025 nach der Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung sowie nach der LEADER-Richtlinie 77 Projekte mit rund acht Millionen Euro unterstützt, was eine Gesamtinvestition in Höhe von 12,9 Millionen Euro ermöglichte.

„Genau darum geht es bei der Förderung des ländlichen Raumes: Wir investieren nicht abstrakt in Strukturen, sondern konkret in Bildung, Kultur, Tourismus und Lebensqualität vor Ort. Dömitz zeigt sehr gut, was mit diesem Zusammenspiel erreicht werden kann. Historisches Erbe wird erhalten, touristische Angebote werden verbessert und zugleich wird in die Infrastruktur für die Menschen investiert, die hier leben“, ergänzt der Minister.

Land fördert Erneuerung des Weltziner Damms

Dr. Wolfgang Blank: „Gute Straßen sind die Basis für sichere und verlässliche Mobilität in unserem Land“

Burow – Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Burow (Mecklenburgische Seenplatte) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 64.000 Euro überreicht. Mit der Förderung unterstützt das Land die Gemeinde Burow bei der Erneuerung des „Weltziner Damms“. Die Gesamtausgaben der Maßnahme betragen rund 130.000 Euro.

„Gute Straßen sind die Basis für sichere und verlässliche Mobilität in unserem Land. Mit der Erneuerung des Weltziner Damms verbessern wir die Verkehrssicherheit und stärken zugleich die Anbindung der Gemeinde Burow an das überörtliche Verkehrsnetz. Davon profitieren die Menschen vor Ort jeden Tag“, so Minister Dr. Blank.

Der rund 650 Meter lange Abschnitt zwischen der Ortslage Weltzin und der Landesstraße 35 weist derzeit eine unebene und verschlissene Betonfahrbahn auf. Im Zuge der Maßnahme wird die bestehende sechs Meter breite Fahrbahn mit einer Asphaltbewehrung ausgelegt und anschließend durch eine neue Asphaltdeckschicht im Hocheinbau ertüchtigt.

Die Förderung erfolgt nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bauarbeiten beginnen im Herbst 2026 und sollen bis Jahresende abgeschlossen sein.