Neue Seidenstraße

Pegel: „Seidenstraßen-Testzug ist Ergebnis langjähriger Anstrengungen“

Insel Rügen – 10.000 Kilometer Fahrt über zwei Kontinente, drei Klima- und sechs Zeitzonen hat er vor sich: der erste Zug, der Container mit Konsum- und Industriegütern über die Ostsee und Mecklenburg-Vorpommern zwischen China und West- sowie Nordeuropa transportiert. Energieminister Christian Pegel begrüßte im Hafen Sassnitz-Mukran mit dessen Geschäftsführer Harm Sievers sowie Vertretern der chinesischen und russischen Botschaften undder Wirtschaft den ersten in Richtung Osten fahrenden Zug.

„Dieser Test-Zug ist das erste sichtbare Ergebnis unserer langjährigen Bemühungen, Mecklenburg-Vorpommern an die ,Neue Seidenstraße‘ anzubinden, den überwiegend terrestrischen Handelsweg von China über Asien und Russland nach Europa“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel. Weiter führt er aus: „Wir haben als Ministerium mit den Häfen des Landes seit vielen Jahren kontinuierlich intensiven Kontakt in die russischen Partnerhäfen gehalten und dabei stets die ,Neue Seidenstraße‘ als Riesenchance für Rostock und Sassnitz-Mukran als Drehscheiben im Ostseeraum im Blick gehabt. Wir und die Hafenvertreter waren seit 2014 alljährlich bei Russlands größter Transport- und Logistikmesse ,TransRussia‘ in Moskau und haben die Reisen für Gespräche in den zentralen Ministerien dort genutzt. Auch unsere Reise im Jahr 2017 mit einer Wirtschaftsdelegation nach Kasachstan, durch das eine der zentralen Routen der ,Neuen Seidenstraße‘ führt, hatte unter anderem diese zum Schwerpunkt.“

Bislang wird der mit Abstand größte Teil des Handels zwischen China und Westeuropa mit Containerschiffen abgewickelt, die die großen Häfen im Nordseeraum – Antwerpen, Bremerhaven, Hamburg, Rotterdam – ansteuern. In den vergangenen Jahren hat sich jedoch vor dem Hintergrund der chinesischen Initiative, die Handelswege der historischen „Seidenstraße“ wiederzubeleben, der landgestützte Transport stark entwickelt.

„Der Hafen Mukran war im transeurasischen Eisenbahnverkehr schon immer ein verlässlicher Knotenpunkt. Mit der Eisenbahnfähre verfügen wir über jahrzehntelange Erfahrungen mit den Märkten in Russland sowie den GUS-Staaten. Diese haben wir mit Partnern aus Industrie und Handel in einer intensiven zweijährigen Entwicklungsarbeit auf China ausgeweitet. Mit dem ersten Zug aus und nach Xi’an rückt der Mukran Port in China als idealer europäischer Logistikstandort verstärkt in den Fokus. Ich bin fest davon überzeugt, dass in absehbarer Zeit noch viele weitere Züge aus dem Reich der Mitte folgen werden – auch dank unserer Geschäftspartner aus dem Kaliningrader Gebiet“, äußert sich Harm Sievers, Geschäftsführer des Mukran Port, zu der Ankunft des Zuges.

„Angesichts rasant steigender Mengen sowie einer möglichen weiteren Verkürzung der Laufzeiten bietet sich die Chance, die langjährige Logistikverbindung zwischen Russland und Sassnitz-Mukran zu nutzen, um eine schnelle und lückenlose Ost-West-Verbindung sicher zu stellen: auf der Schiene aus China über Kasachstan, Weißrussland und Litauen zu den russischen Ostseehäfen und von dort per Schiff über die Ostsee an unsere Küste. Von hier können die Waren dann wiederum auf der Schiene ins deutsche und europäische Hinterland und per Fähre nach Nordeuropa verteilt werden. Und das Ganze natürlich auch in umgekehrter Richtung“, so Christian Pegel.

Für den Nordosten biete der Anschluss an die Handelswege nach Asien enorme wirtschaftliche Potenziale – nicht nur für den Hafen Mukran. Dr. Gernot Tesch, Geschäftsführer der Rostock Port GmbH als Betreiber des Rostocker Überseehafens, sagt dazu: „Der Hafen Rostock arbeitet mit seinen international agierenden Partnern intensiv an ähnlichen Projekten. In den transeurasischen Bahnverkehren mit Teilstrecke über die Ostsee steckt ein großes Umschlagspotenzial für die Häfen Mecklenburg-Vorpommerns, denn sie bieten viele Möglichkeiten zur Beschleunigung und Optimierung für die Gesamttransportkette.“

Ob diese Möglichkeit dauerhaft genutzt wird, darüber entscheiden die jetzt anstehenden Testfahrten: „Sie sollen beweisen, dass diese deutsch-russische Transportstrecke allen Ansprüchen genügt. Ich bin davon überzeugt“, so Christian Pegel. Er weist darauf hin, dass es zudem gelingen müsse, für die Route Rückladungen gen China zu organisieren. „Solch‘ eine Bahnverbindung ist nur wirtschaftlich, wenn die Züge nicht eine Strecke leer zurücklegen müssen. Hier haben wir noch eine Herkulesaufgabe vor uns. Aber sie ist die Mühe wert. Diese neue Ost-West-Route wird das Band zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Russland weiter festigen. Sie wird eine Brücke von unserem Land nach China schlagen, die es jetzt mit Leben zu füllen gilt.“

KulturSchuppen Garz mit Ausstellung

Insel Rügen – Am 30.11. 2019 werden im KulturSchuppen in der Stadt Garz auf der Insel Rügen Ölbilder und anderes von Anja Gehrke präsentiert. Die Ausstellungseröffnung beginnt um 18.00 Uhr.

Im Anschluß findet ein Konzert mit neuen und bekannten Songs von Joanna Gemma Auguri statt. Der Eintritt zur Ausstellung und zum Konzert ist frei, um eine Spende für die Künstlerin wird gebeten.

Am ersten Advent ist die Ausstellung mit Anja Gehrkes Arbeiten in der Zeit von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Abends in die Schule!

Abend der offenen Schule in Gingst mit Schülerband KALLM und Stabheuschrecken-Selfies

Insel Rügen – Zu einem herbstlichen „Abend der offenen Schule“ lädt die Regionale Schule mit Grundschule Gingst am Freitag, dem 25. Oktober 2019 ein. Dann erleben alle Eltern, ehemalige Schüler und Gäste zwischen 17 und 20 Uhr all das, was den schulischen Alltag aus- und schöner macht.

Alle Eltern und Schüler der künftigen 1. und 5. Klassen haben dann die Möglichkeit, sich über das Schulprofil, die Lernangebote und das Alltagsleben der beiden Schulformen zu informieren. In der Mensa finden die zwei Informationsveranstaltungen statt: um 16 Uhr beginnt diese für die Eltern der neuen 1. Klassen und um 18.30 Uhr die Runde für die zukünftigen 5. Klassen. Dabei nutzen die Eltern und Erziehungsberechtigten zugleich die Möglichkeit der Anmeldung, die in der Grundschule bis zum 31. Oktober abgeschlossen sein muss.

Für alle Besucher wird ein buntes Programm mit Spiel, Spaß und Spannung angeboten, das in diesem Jahr wiederum vom SSV 09 Gingst e. V., dem schuleigenen Förderverein, unterstützt wird. Dazu gehören eine Tombola, ein Bücher- und Flohmarkt und die verschiedenen Bastelstationen in der Grundschule. Die modernen Lernräume und Unterrichtsmaterialien der neuen Schule können ansehen werden.

Die Regionalschullehrer regen die jungen Gäste zum Experimentieren, Bauen und Werkeln an. So entstehen Magnetfiguren, bemalte Gipsmodelle, Stabheuschrecken-Selfies oder lebende Pyramiden. In anderen Räumen bekommen sie Einblicke in die Welten von Steinzeit-Historikern, Puzzle-Geologen oder Web-Informatikern.

Ein Höhepunkt des Abends wird die hauseigene Schülerband KALLM sein, die mit neuen Songs ab 17.30 Uhr in der Turnhalle auftritt. Der Schulverein beendet auf dem Schulhof mit Würstchen und Punsch die Grillsaison des Jahres. Die Schülerfirma sorgt in der Halle für das leibliche Wohl der Besucher.

Alle interessierten Gingster und Gäste sind herzlich eingeladen, um sich auch über die Arbeit des Schulfördervereins zu informieren und diesen durch eine Mitgliedschaft oder Spenden zu unterstützen. Auf der Homepage www.schulegingst.de finden Sie weitere Informationen. Nachfragen sind telefonisch unter 03 83 05 4 39 möglich.

Landeserntedankfest 2019

Schwesig: Landwirte sind aktiv, weit über ihre eigentliche Arbeit hinaus

Insel Hiddensee – „Heute wollen wir feiern, die gute Ernte und die gute Arbeit so vieler Menschen in der Landwirtschaft. In den letzten Jahren haben die Landwirte besonders gespürt, wie sehr die Ernte vom Wetter abhängt. Wir freuen uns, dass die Ernte für viele in diesem Jahr wieder etwas besser ausfällt“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Sonntag auf dem Landeserntedankfest auf der Insel Hiddensee.

Der Einfluss von Wetter und Klima zeige, dass Landwirt zu sein keine Arbeit wie jede andere ist. Schwesig: „Landwirte haben eine besondere Verantwortung, vor allem für gesunde Ernährung. Dass wir alle genug Essen auf dem Tisch haben, dahinter steht viel harte Arbeit. Die Landwirtschaft gehört zu unserem Bundesland wie die Ostsee und die Mecklenburgische Seenplatte. Landwirte gestalten die Entwicklung unseres ländlich geprägten Bundeslandes ganz besonders mit.“

Die Ministerpräsidentin lobte die Leistungen der in der Landwirtschaft Beschäftigten insgesamt: „Ihr Engagement geht weit über ihre Arbeit im engeren Sinne hinaus. Als Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe sorgen sie dafür, dass junge Leute in der Region bleiben. Sie kümmern sich darum, dass Landwirtschaft und Umweltschutz keine Gegensätze sind. Und sie gestalten Dorffeste mit, helfen bei Katastrophen wie vor ein paar Wochen in Lübtheen, sind bei der Feuerwehr und in Vereinen aktiv. Dafür gebührt ihnen große Anerkennung.“

Schwesig dankte den Organisatoren und Unterstützern des Landeserntedankfestes und nahm die Erntekrone von den Landfrauen entgegen: „Heute wird zu recht kräftig gefeiert. Das haben sich alle verdient. Ich wünsche allen Einheimischen, Besucherinnen und Besuchern auf der Insel, die ich sehr mag, ein schönes Fest.“

Inselbus auf Hiddensee fährt künftig mit Strom

Insel Hiddensee – Am 05. Oktober 2019 nahm Infrastrukturminister Christian Pegel an der feierlichen Indienststellung des ersten Elektrobusses auf der Insel Hiddensee teil. Das Land hat die Anschaffungskosten für den Bus mit 202.312,50 Euro (75 Prozent) aus Klimaschutzmitteln sowie Mitteln nach dem Entflechtungsgesetz unterstützt.

Seit 1964 verkehrt auf der bis auf wenige Ausnahmen autofreien Insel Hiddensee ein Inselbus, der Schüler, Einwohner und Gäste transportiert. Der bisherige Inselbus ist im Jahr 2007 in Betrieb genommen worden und verkehrt aktuell jeweils von Montag bis Freitag zwischen den Inselorten Grieben, Kloster, Vitte und Neuendorf im Linienverkehr einschließlich der Schülerbeförderung. Aufgrund seines Alters musste dieser ersetzt werden.

Mit Hilfe der Fördermittel hat die Insel-Information Hiddensee deshalb einen Elektrobus mit 24 Sitzplätzen erworben sowie die notwendige Ladeinfrastruktur auf der Insel installiert. Damit soll zum einen der Öffentliche Personennahverkehr auf Hiddensee attraktiver gestaltet werden. Zum anderen soll die Förderung dazu beitragen, die Kohlenstoffdioxidemission auf der Insel zu reduzieren. Mit der Unterstützung trägt das Land dem einzigartigen Charakter der Insel Hiddensee als Nationalpark Rechnung.

Bauarbeiten auf der B 96

Stralsund/Insel Rügen – In der kommenden Woche, 23. bis 27. September 2019, werden auf der B96 zwischen den Anschlussstellen Stralsund/Schwarze Kuppe und Bergen Unterhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten zur Vorbereitung auf die Wintersaison durchgeführt. Von Dienstag bis Donnerstag muss dafür der Abschnitt zwischen Stralsund und Samtens einschließlich der Rügenbrücke jeweils zwischen 8 und 15 Uhr komplett für den Verkehr gesperrt werden.

Am Montag, 23. September, wird zwischen Samtens und Bergen gearbeitet. Das erfolgt fahrbahnweise, so dass jeweils die Fahrbahn, auf der nicht gearbeitet wird, befahrbar bleibt. Der Verkehr in die andere Richtung wird umgeleitet über die Landesstraße L296.

Für die Arbeiten von Dienstag, 24. September, bis Donnerstag, 26. September (falls erforderlich auch am Freitag) jeweils zwischen 8 und 15 Uhr, wird der Verkehr zwischen Stralsund und Samtens in beiden Richtungen über die L296 umgeleitet. Dort haben sich sechs verschiedene Unternehmen abgestimmt, ihre erforderlichen Arbeiten gleichzeitig durchzuführen und somit die Gesamtzahl und –länge von Sperrzeiten zu verkürzen. Zu den erforderlichen Arbeiten zählen neben Mäh-, Entwässerungs- und Reinigungsarbeiten das Auswechseln der Markierungknöpfe, das Spülen von Leitungen und Abläufen und Gewährleistungsarbeiten an Brücken.

Regelmäßige Instandsetzungsarbeiten sind erforderlich, um die Straßen lange gut befahrbar und sicher zu erhalten. Die Landesstraßenbauverwaltung ist sich aber bewusst, dass dies mit Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer verbunden ist. Sie versucht stets, sie so gering wie nur möglich zu halten und bedankt sich für das Verständnis der Autofahrer.

Spatenstich zum Ausbau des Hafens Lauterbach

Insel Rügen – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Freitag den ersten Spatenstich für den Ausbau des Hafens Lauterbach (Insel Rügen) gesetzt.

„Der Hafen in Lauterbach ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge auf der gesamten Insel. Ab Mole geht es mit der Schmalspurbahn nach Binz, Sellin, Gören und Baabe oder per Schiff zur Insel Vilm. Um künftig das Angebot für Gäste und Anwohner noch attraktiver zu gestalten, wird der Hafen jetzt umfangreich ausgebaut“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Der Hafen Lauterbach wurde seit seinem Bau in den Jahren 1901/1902 vorrangig als Wirtschafts- und Fischereihafen genutzt. In jüngster Zeit ist die touristische Nutzung stärker nachgefragt. Mit Ausflugsschiffen können Besucher in den Sommermonaten Fahrten um die Insel Vilm, in den Greifswalder Bodden und zum Ostseebad Baabe unternehmen. Auch die Haltestellen der historischen Schmalspurbahn „Rasender Roland“ und der Groß-Bahn befindet sich direkt auf der Lauterbacher Mole. Zudem befinden sich im Hafen Anleger für Sportboote und Großsegler.

Jetzt beginnen die Arbeiten für einen umfangreichen Ausbau. Vorgesehen ist, die vorhandene Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe auszubauen. Im Bereich „Westlicher Kai“ entstehen zwei neue Liegeplätze für Flusskreuzfahrtschiffe der sogenannten 120-Meter-Klasse, die über neue Versorgungssäulen mit Strom und Trinkwasser ausgestattet sind. Weiterhin sollen beide Fahrrinnen auf fünf Meter Wassertiefe ausgebaggert werden. Auch der Bau eines rund 100 Quadratmeter großen Informationszentrums ist geplant.

„Mit der Erweiterung des Hafens und dem Ausbau der touristischen Infrastruktur wird die gewerbliche touristische Wirtschaft der Region gestärkt“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Vorhabens betragen rund fünf Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Durch das Innenministerium wird eine Kofinanzierungshilfe in Höhe von rund 546.000 Euro bereitgestellt.

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis Mai 2019 mehr als 410.000 Ankünfte (+6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und rund 1,7 Millionen Übernachtungen (+10,5 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern wurden im gleichen Zeitraum rund 2,6 Millionen Ankünfte (+7,2 Prozent) und rund 9,3 Millionen Übernachtungen (+9,8 Prozent) gezählt.

Sanierung der Warmwasseranlage

Insel Rügen – In den Jahren 1997/1998 wurde in Garz auf Rügen eine Turnhalle für den Schulsport gebaut. Mittlerweile ist die Halle über 20 Jahre alt und die Technik veraltet. Die Wasserqualität in den Rohren entspricht nicht den gesetzlichen Vorschriften. Nur durch Umbau- und Sanierungsmaßnahmen der Warmwasserversorgungsanlage und Erweiterung des Trinkwasserrohrsystems mit Warmwasser- und Zirkulationsrohrleitung kann Trinkwasser in guter Qualität bereitgestellt werden.

Ein Problem ist auch die Beheizung der Turnhalle. Diese erfolgt mittels Fußbodenheizung und Lüftungsanlage. Die Regelung bzw. Steuerung ist defekt und kann nicht repariert werden. Das hat zur Folge, dass auch in den Sommermonaten die Heizung nicht komplett ausgeschaltet werden kann, weil dann die Warmwasserversorgung nicht mehr gewährleistet wird. Die Folge ist, dass auch bei höheren Außentemperaturen hohe Heizkosten entstehen.

Die Stadt Garz als Schulträger hat deshalb um Unterstützung gebeten und einen Antrag auf Fördermittel gestellt.

„Ich freue mich sehr, dass wir die Stadt an dieser Stelle mit einer Sonderbedarfszuweisung in Höhe von 34.460,70 Euro unterstützen können, damit die Sanierungsmaßnahme so schnell wie möglich durchgeführt werden kann und der Schulsport in der Turnhalle abgesichert wird“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. Der Bewilligungsbescheid wurde dem Bürgermeister der Stadt Garz zugesandt.

Kirchenmusiksommer 2019

Im Rahmen des „Kirchenmusiksommers 2019“ mit Fontanes Gedichten musikalisch unterwegs! / Fontane-Konzert (in Vorfreude auf den 200. Geburtstag am 30.12.2019) Glück|Wunsch

Insel Rügen – Gedichte – in Kompositionen von Norbert Fietzke – Anekdoten von und über Theodor Fontane und seine(n) Zeitgenossen (z. B. „Herr von Ribbeck“, „Alles still“, „So und nicht anders“, „In Hangen und Bangen“, den Zyklus „Strandbilder“, „Ausgang“, „Der Kranich“)

Norbert Fietzke hat die Kompositionen verschiedener Fontane-Gedichte seiner Frau, der Sopranistin Liane Fietzke, auf den Leib geschrieben, und dabei entstanden grandiose Melodien für ihren warmen, lyrischen und natürlichen Gesang. Erleben Sie mit dem Duo ›con emozione‹, ein Konzert, in dem das Besondere, das Überraschende, das Berührende passieren kann, ganz und gar dem Namen des Duos entsprechend: ›con emozione‹. Mit im Gepäck haben sie ihre neue CD Theodor Fontane in Wort und Musik.

Donnerstag, 25. Juli 2019, 20 Uhr

Ev. Kirche, Bahnhofstraße 1, 18609 Binz/Rügen

Ausführende Künstler:
Duo ›con emozione‹
Liane Fietzke, Sopran/Lesung/Moderation
Norbert Fietzke, Piano
https://www.con-emozione.de

Duo >con emozione< - Foto @ Andreas Dornheim

Duo >con emozione< – Foto @ Andreas Dornheim

Das Duo ›con emozione‹, Liane Fietzke (geb. in Lutherstadt Wittenberg) und Norbert Fietzke (geb. in Döbern), arbeitet seit vielen Jahren professionell musikalisch zusammen. Sie erhielten beide ihre Ausbildung an der Musikhochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Weitere Studien folgten nach Köln und Weimar. Mit ihrer glockenhellen, reinen Gesangsstimme begeisterte Liane Fietzke gemeinsam mit ihrem Mann Norbert Fietzke, der perfekte Liedbegleiter, am Klavier bereits sehr viele Konzertbesucher mit ihren unterschiedlichen Programmen.

Das Duo ›con emozione‹ lebt und arbeitet im Havelland und feiert 2019 sein 25-jähriges Bestehen mit vielen hochkarätigen Konzerten und Lesungen, so u. a. mit ihrem Jubiläumskonzert Mitte April im Gewandhaus zu Leipzig.

Karten für € 12,-/ € 8,- nur an der Abendkasse und Einlass, ab 19.15 Uhr
Veranstalter: Ev. Kirche Binz/Rügen

Radweg zwischen Schaprode und Trent wird freigegeben

Insel Rügen – Am Dienstag, 23. Juli 2019, gibt Landesverkehrsminister Christian Pegel mit Vorpommern-Rügens Landrat Dr. Stefan Kerth den neuen straßenbegleitenden Radweg an der Landesstraße 302 zwischen Schaprode und Trent frei.

Der etwa 5,5 Kilometer lange und mindestens 2,50 Meter breite Asphaltweg beginnt am Ortsausgang Schaprode und endet am Ortseingang Trent. Er wurde in einer Bauzeit von zehn Monaten errichtet. Bisher mussten Radfahrer dort die Fahrbahn der L 302 nutzen, die als einzige Straßenverbindung zur Hiddenseefähre ab Schaprode ein hohes Verkehrsaufkommen aufweist, aber nur eine Fahrbahnbreite von sechs Metern hat. Mit dem neuen Radweg ist eine durchgehende, sichere Verbindung zwischen Schaprode und Trent entstanden, die als Bestandteil sowohl des Ostseeküstenradwegs als auch des Rügen-Rundwegs künftig nicht nur Pendler sondern auch Touristen nutzen werden.

Die Kosten in Höhe von ca. 3,65 Millionen Euro werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln finanziert. Die Maßnahme ist Bestandteil des Lückenschlussprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Radwege an Landesstraßen.

Radwege und Straßen teilen sich in der Zuständigkeit auf verschiedene Beteiligte auf. An Bundes- und an Landesstraßen ist das Land zuständig. An Kreis- und Gemeindestraßen sowie losgelöst von Straßen sind es die Kommunen. Ziel der Landesregierung für die Bundes- und Landesstraßen ist es, die vorhandene Radwegeinfrastruktur zu einem bedarfsgerechten und sicheren Gesamtnetz weiterzuentwickeln. Das Radwegenetz dient sowohl dem Alltags- als auch dem touristischen Radverkehr. Je nach Verkehrszweck müssen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Radfahrenden berücksichtigt werden. So ist im Alltagsverkehr die Anbindung des Umlands an Zentrale Orte mit kurzen Fahrstrecken besonders wichtig, während für den touristischen Radverkehr landschaftlich reizvolle Strecken vorrangig sind.

Für den Radverkehr investiert das Land in die Radwege- infrastruktur, betreibt den Radnetzplaner M-V und unterstützt die Kommunen beim Aufbau einer Arbeitsgemeinschaft für fahrradfreundliche Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt hat das Land für den Radwegebau an Landesstraßen seit 2012 knapp elf Millionen Euro investiert. Für den Bau von Radwegen an Bundesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern hat der Bund im selben Zeitraum insgesamt ca. 55,6 Millionen Euro investiert. Daneben wurden in der laufenden Förderperiode (2014 bis 2020) EU-Mittel in Höhe von rund 22,6 Millionen Euro für den Radwegebau an Landesstraßen und die kommunale Radinfrastruktur bewilligt.

„Der Topf für kommunale Radwegprojekte ist noch nicht ausgeschöpft“, sagt Landesinfrastrukturminister Christian Pegel und appelliert an die Kommunen, für den Neu- oder Ausbau von Radwegen des Alltags- und des touristischen Verkehrs auch diese Finanzierungsquelle zu berücksichtigen.

Ehrenamtsstiftung und Vorpommern-Fonds

Insel Rügen – Mit dem „Ehrenamtstag“ hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann seine Vorpommerntour fortgesetzt. Dabei besuchte er gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Stiftung für Ehrenamt und Bürgerliches Engagement Jan Holze den Förderverein des Theaters Putbus e.V. und die Jam GmbH in Ribnitz-Damgarten. Anschließend ging es zum Backstein Geist- und Garten e.V. nach Starkow. Am Nachmittag besuchte Dahlemann den T30 e.V. in Demmin und übergab einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 25.000 Euro aus Mitteln des Vorpommern-Fonds.

„Die Initiative des T30 e.V. ist ein herausragendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement in der Hansestadt Demmin. Darüber freue ich mich sehr. Es ist schön, dass es Menschen gibt, die Visionen haben und diese auch gemeinsam mit anderen umsetzen wollen. Sehr gern hat die Landesregierung das Projekt des Begegnungs- und Lernbüros mit Mitteln aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt. Hier können Konzepte entstehen und neue Projekte in der Stadt vorangebracht werden. Dabei ziehen wir mit der Ehrenamtsstiftung an einem Strang“, sagte Dahlemann im Anschluss an den Besuch.

Das Projekt des Begegnungs- und Lernbüros umfasst ein Gemeinschaftsbüro mit Werkstatt, Atelier und Seminarraum, das von Vereinen und gemeinnützigen Akteuren zu Veranstaltungen genutzt werden kann.

Den Abschluss des Tages bildete die Übergabe eines Zuwendungsbescheides mit dem Innenminister des Landes Lorenz Caffier für die Beschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Torgelow im Ortsteil Torgelow Holländerei. „Für mich ist die Verbesserung der Ausrüstung unserer Feuerwehren schon immer von großer Wichtigkeit. Nur so können wir sicherstellen, dass auch künftig der Brandschutz in den Ortsteilen und kleinen Orten gewährleistet ist. Gerade auch der verheerende Brand in Ueckermünde hat gezeigt, wie wichtig eine gute technische Ausstattung unserer Wehren ist“, so der Staatssekretär.

Der Abend klang mit einem gemeinsamen Grillen an der Feuerwehr aus.

Filterleistung von Kläranlagen verbessert

Insel Rügen – Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute die Baustelle der Zusatzfiltration für das Klärwerk Bergen des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasser­behandlung Rügen (ZWAR) besichtigt. Die Errichtung der Zusatzfiltration ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen Nord Stream 2 den Eingriff in die küsten­nahen Ostseegewässer zu kompensieren hat. Durch den zusätzlichen Sandfilter soll sich der Stickstoff­eintrag in den Kleinen Jasmunder Bodden um rund 16 Tonnen pro Jahr verringern.

„Es ist eines der vordringlichsten Umweltziele unseres Landes, die Nährstoffeinträge in unsere Gewässer und insbesondere in die Ostsee erheblich zu senken. Mecklenburg-Vorpommern ist wie kaum ein anderes Bundesland für seinen Wasserreichtum bekannt. Diesen Naturschatz gilt es zu bewahren, denn Wasser ist die kostbarste Ressource, die wir auf der Erde haben – ohne Wasser gibt es kein Leben“, betonte Backhaus.

Neben der Zusatzfilteranlage in Bergen hat Nord Stream 2 auch die Aufrüstung der Klärwerke in Göhren, Stralsund und Greifswald finanziert. Dabei sind Gesamtkosten in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro entstanden. „Von den Zusatzfilteranlagen erwarten wir, dass sich der jährliche Eintrag in die Rügenschen Boddengewässer um rund 70 Tonnen Stickstoff und drei Tonnen Phosphor verringert“, sagte der Minister weiter.

Intakte Gewässer und sauberes Wasser aus der Leitung seien keine Selbstverständlichkeit, so der Minister. Dafür sei in den vergangenen 30 Jahren viel investiert worden. Allein in die kommunale Abwasser­beseitigung seien in diesem Zeitraum 2,5 Milliarden Euro geflossen. In die naturnahe Gewässerentwicklung seien seit der Wende mehr als 200 Millionen Euro gelenkt worden.

Dennoch bestehe weiterhin akuter Handlungsbedarf, sagte Backhaus. Die im Zuge der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie durchgeführten Bestandsauf­nahmen bestätigen dies. So seien lediglich 18 Prozent der Seen, 3 Prozent der Fließgewässer und kein einziges Küstengewässer in einem guten ökologischen Zustand. Noch immer würden jährlich durch alle Anrainerstaaten rund 830.000 Tonnen Stickstoff und rund 33.000 Tonnen Phosphor in die Ostsee einge­tragen. Deutschland habe daran einen Anteil von fast sieben Prozent beim Stickstoff und rund fünf Prozent beim Phosphor.

Im Rahmen der Helsinki Kommission (HELCOM) arbeiten alle Ostseeanrainerstaaten gemeinsam mit der EU am Ziel, bis 2021 einen guten ökologischen Zustand der Ostsee zu erreichen. Entsprechend den von der HELCOM ermittelten frachtgewichteten Reduktions­zielen muss M-V seine Einträge insgesamt um 5.000 Tonnen Stickstoff und 57 Tonnen Phosphor pro Jahr reduzieren.

Backhaus verwies in diesem Zusammenhang auf die im vergangenen Jahr abgeschlossene Vereinbarung zur Phosphorminimierung in kleinen Kläranlagen. Darin habe er mit der Wasserwirtschaft des Landes verein­bart, die Phosphoreinträge aus öffentlichen Kläranlagen der Größenklassen 1 bis 3 auf freiwilliger Basis weiter zu senken.

„Ich würde mir wünschen, dass diese Initiative noch mehr Fahrt aufnimmt und damit Beispielcharakter für andere Eintragspfade erhält. Denn eines ist auch klar: Die Kläranlagen sind nur ein Baustein. Es wird weiter­hin entscheidend darauf ankommen, dass wir die diffusen Nährstoffeinträge, beispielsweise aus der Landwirtschaft, maßgeblich reduzieren.“

Geplante Verminderung des Nährstoffeintrags pro Jahr:

KlärwerkGöhren:            3 t Nitrat, 0,2 t Phosphor
Klärwerk Bergen:         16 t Nitrat, 0,4 t Phosphor

Klärwerk Greifswald:   21 t Nitrat, 0,6 t Phosphor
Klärwerk Stralsund:    31 t Nitrat, 1,8 t Phosphor

Dahlemann: Regional ist die beste Wahl

Insel Rügen – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute im Rahmen seiner Vorpommern-Tour auch auf der Insel Rügen Station gemacht. Am vierten Tag der Vorpommern-Tour steht „Regionales“ im Mittelpunkt. Dazu zählte auch ein Besuch des Heimatvereins e.V. in Wiek auf Rügen am Nachmittag. Gemeinsam mit Mitgliedern besichtigte Dahlemann die durch Förderungen aus dem Vorpommern-Fonds umgesetzten Projekte des Vereins. Hier ging es um die Erneuerung des Badesteges und der Treppe an der Badestelle sowie um die Herstellung der Pflasterung am Wappenstein und die Aufarbeitung des Kriegerdenkmals.

„Ich bin begeistert, mit welchem Enthusiasmus die Ehrenamtlichen vor Ort die Vorhaben in die Tat umsetzen. Mit viel Liebe und großer Sorgfalt bewahrt der Verein die Traditionen des Ortes. Das stärkt die regionale Identität und fördert das Zusammenleben der Menschen. Aber auch Urlauber und Gäste profitieren vom Engagement des Heimatvereins. Ich danke den Mitgliedern des Vereins um ihren Vorsitzenden Herrn Walter für ihr unermüdliches Wirken im Ort. Die Landesregierung hat die Projekte sehr gern mit Mitteln aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt. Unsere regionalen Produkte noch besser zu vermarkten und mehr Regionalläden aufzubauen, das ist mein Ziel. Ob die Regio-Box auf dem Bauernhof oder der Verkauf im Tierpark Ueckermünde. Das ist gut angelegtes Geld aus dem Vorpommern-Fonds“, erklärte Dahlemann abschließend.

Bereits am Vormittag fand ein Treffen mit der Geschäftsleitung des Gutes Klepelshagen statt. Dabei überzeugte sich der Staatssekretär in der Gourmet Manufaktur davon, wie die Kette von Erzeugung bis zur Vermarktung von Rind- und Wildfleisch funktioniert. Anschließend besuchte er das Kirchengut Strellin. Der biozertifizierte Landwirtschaftsbetrieb bewirtschaftet ca. 340 Hektar Acker- und Grünland. Nach der Vorstellung des Betriebes ging es vorrangig um den Stand des ökologischen Landbaus und deren Vermarktungswege.

Dahlemann: „Die Land- und Ernährungswirtschaft, mit dem zunehmenden ökologischen Landbau, spielt bei uns in Vorpommern eine sehr wichtige Rolle. Daher ist es für mich wichtig zu hören, wo den Landwirten der Schuh drückt. Die Vorpommersche Genussmanufaktur in Griebenow mit den Bereichen Mosterei und Catering sowie ein Schlossrundgang im Ort waren weitere Stationen der Tour.