Das war wohl zu schnell…….

Rüganer muss nach Geschwindigkeitsüberschreitung mit Fahrverbot rechnen

Insel Rügen – Am heutigen Montag, dem 24.02.2020 führten Beamte vom Polizeihauptrevier Bergen in der Ortschaft Putbus eine Geschwindigkeitskontrolle durch.

Die Beamten nahmen dabei die Verkehrsteilnehmer auf der Landesstraße 301, die in Fahrtrichtung Bergen unterwegs waren, ins Visier. In der Zeit von 09:30 bis 10:30 Uhr überschritten insgesamt neun Verkehrsteilnehmer die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Der schnellste Fahrzeugführer war ein 59-jähriger Mann von der Insel Rügen, der mit seinem Mercedes-Benz mit einer Geschwindigkeit von 86 km/h durch die Beamten gemessen wurde. Abzüglich der gesetzlich vorgeschriebenen Toleranz überschritt der Fahrzeugführer die zulässige Höchstgeschwindigkeit somit um 33 km/h.

Die Beamten leiteten gegen den 59-Jährigen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Der Mann muss mit einer Geldbuße in Höhe von 160 Euro, einem einmonatigen Fahrverbot und einer Eintragung von zwei Punkten in der Verkehrssünderdatei in Flensburg rechnen.

Auch gegen die anderen acht Fahrzeugführer, die zu schnell unterwegs waren, leiteten die Beamten Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

B 196 auf der Insel Rügen gesperrt

Insel Rügen – Am 20.02.2020 gegen 10:40 Uhr ereignete sich auf der Bundesstraße 196 zwischen Serams und Sellin ein Verkehrsunfall, bei dem drei Personen leichte Verletzungen erlitten.

Zwischen Serams und Lancken-Granitz wollte ein in Fahrtrichtung Sellin fahrender PKW nach links in einen Feldweg abbiegen. Die dahinterfahrenden Fahrzeuge mussten entsprechend abbremsen. Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr ein PKW Renault auf einen vorausfahrenden PKW Renault auf. Die 19-jährige Fahrerin des auffahrenden PKW, der 44-jährige Fahrer des anderen PKW sowie eine weitere 53-jährige Insassin aus diesem Fahrzeug wurden dabei leicht verletzt. Alle drei wurden zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus nach Bergen gebracht.

Bei der 19-Jährigen handelt es sich um eine Frau von der Insel Rügen, während die anderen Beteiligten im Saarland wohnen.

Die beiden Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 8.000 Euro geschätzt.

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sellin nahmen an der Unfallstelle ausgetretene Betriebsstoffe auf. Die Fahrbahn war während der Verkehrsunfallaufnahme für etwa eine Stunde voll gesperrt.

Nationalparks und Naturtourismus

Insel Rügen – Die Vorpommersche Boddenlandschaft, Jasmund auf Rügen und die Müritzregion sind drei der 16 Nationalparks in Deutschland. In diesem Jahr jährt sich ihr Bestehen zum 30. Mal. Auf dem Neujahrsempfang des Nationalparkamtes Vorpommern am 01. Februar im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl auf Rügen stellte Umweltminister Dr. Till Backhaus die Bedeutung der drei Nationalparks für einen erfolgreichen Naturtourismus und damit für die Entwicklung der ländlichen Räume heraus.

„Die Möglichkeit weitestgehend unberührte Natur zu erleben, wird für die Reiseentscheidung vieler Menschen immer wichtiger. Nicht umsonst gehört Mecklenburg-Vorpommern zu den beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen. Allein der Nationalpark Jasmund zählt jährlich etwa eine Million Besucherinnen und Besucher. In Zukunft kommt es darauf an, das Prädikat „Nationalpark“ für die ländlichen Regionen weiter in Wert zu setzen, ohne Natur und Landschaft nachhaltig zu belasten und die Bedürfnisse der Anwohner zu übergehen“, führte er aus.

In der Region im und um den Nationalpark Jasmund konnte in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern laut Backhaus eine exzellente touristische Infrastruktur aufgebaut werden. Neben modernen Herbergen seien gut ausgebaute Wander-, Rad- und Reitwege entstanden. Das Nationalparkzentrum Königsstuhl sei eines der beliebtesten und besucherstärksten Umweltbildungs­zentren bundesweit.

Seit 2011 sind Teile der Buchenwälder des Nationalparks sogar UNESCO-Weltnaturerbe. „Das ist ein Meilenstein für die Natur und hat dazu geführt, dass unser Bundesland auch internationale Bekanntheit erlangte“, so Backhaus. Mit dem 2017 eingeweihten UNESCO-Welterbe-Forum sei ein weiteres attraktives touristisches Angebot geschaffen worden.

An der Stelle des heutigen Nationalpark-Zentrums Königs­stuhl befand sich vor der Einweihung im Jahr 2004 eine etwa 2,8 Hektar große Militärliegenschaft, erinnerte der Minister. Nachdem im Jahr 1994 die Idee entstand, dort eine Bildungseinrichtung für den Nationalpark zu schaffen, prüfte das Land Möglichkeiten, das Areal zu erwerben. Im Jahr 1997 konnten Bund und Land einen Flächentausch im Wert von 3,5 Mio. DM vereinbaren. Die Liegenschaften am Königsstuhl erwarb das Land, indem es Flächen auf der Insel Riems abgab, die der Bund für seine Forschungsinstitution benötigte, führte Backhaus aus.

Das Land als Flächeneigentümer räumte der Stadt Sassnitz ein Erbbaurecht ein und verzichtete auf die Zahlung von jährlichen Erbbauzinsen in Höhe von 104.000 DM. Das Wirtschaftsministerium reichte rund 9,4 Mio. DM Fördermittel an die Stadt Sassnitz für die Errichtung des Zentrums und der Ausstellung aus. Der WWF Deutschland brachte die Kofinanzierung für die bereitgestellten Fördermittel in Höhe von 3,7 Mio. DM auf. Das Bundesamt für Naturschutz finanzierte die Mach­barkeitsstudie, erinnerte Backhaus.

Der WWF Deutschland und die Stadt Sassnitz gründeten daraufhin eine gemeinnützige Betreibergesellschaft. In einem umfassenden Vertragswerk regelten Land, Stadt und WWF Errichtung und Betrieb des Nationalpark-Zentrums Königsstuhl. „Die verbindende Klammer war stets der gemeinsame Wille, das Nationalparkzentrum zu einem naturschutzfachlichen, wirtschaftlichen und touristischen Erfolgsmodell zu entwickeln“, so der Minister. Im Jahr 2004 wurde das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl eingeweiht. Heute arbeiten an diesem Standort mehr als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weltweit gibt es mehr als 2.200 Nationalparks. Deutschland bringt insgesamt 16 Nationalparks in dieses Netzwerk mit ein.

Putbus investiert in das Parkstadion

Insel Rügen – Die Stadt Putbus will durch die Neugestaltung des Parkstadions, das im denkmalgeschützten Landschaftspark liegt, die Sportbedingungen deutlich verbessern. Auf das neue Spielfeld freuen sich nicht nur die Fußballer des SV Putbus. Auch der Schulsport an der Grundschule in Putbus wird nach dem Umbau von dem neuen Platz profitieren.

Das Innenministerium hilft der Stadt bei der Finanzierung des Vorhabens. Jörg Hochheim, Abteilungsleiter für Kommunales im Ministerium für Inneres und Europa, übergab heute an die Bürgermeisterin, Frau Beatrix Wilke, einen Bewilligungsbescheid über rund 102.000 Euro Sonderbedarfszuweisung.

„Sport macht nicht nur körperlich und geistig fit, er entwickelt vor allem auch soziale Kompetenzen. Das ist in der heutigen Zeit eine besonders wichtige Aufgabe, die Sport in Schule und Verein leistet. Von der erneuerten Sportanlage werden nicht nur Schule und Vereinsmitglieder profitieren, sondern auch die Stadt mit ihren zahlreichen Gästen, die z.B. vor oder nach einem Fußballspiel gleich den schönen Park genießen können“, so Jörg Hochheim bei der Übergabe.

Bei Gesamtkosten von rund 571.000 Euro wird mit der Sonderbedarfszuweisung und einer Drittförderung seitens des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt i.H.v 360.000 Euro die Stadt deutlich finanziell entlastet.

Förderung von Ladesäulen

Insel Rügen – Für die Installation von zwölf öffentlichen Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge in verschiedenen Urlaubsregionen der Insel Rügen sowie der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst erhält das Unternehmen SWS Energie Stralsund einen Zuschuss in Höhe von 58.798,80 Euro (Fördersatz 30 Prozent).

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Bei den geplanten Ladesäulen handelt es sich um Normalladesäulen mit je zwei Ladepunkten zu jeweils 22 Kilowatt Ladeleistung. Alle Ladesäulen werden mit Ökostrom betrieben.

Dieses Vorhaben dient der Verdichtung der Ladeinfrastruktur zur beschleunigten Einführung der Elektromobilität in den Tourismusregionen. Dadurch können jährlich ca. 25 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Einigung im Grundstücksstreit

Insel Hiddensee – Als eine seiner letzten Amtshandlungen im Jahr 2019 ist Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, heute nach Hiddensee gefahren, um in dem seit mehr als zehn Jahren andauernden Grundstücksstreit zwischen den Neuendorfern und der Hansestadt Stralsund zu vermitteln.

„Ich habe auf dem Landeserntedankfest versprochen, bis Weihnachten einen für alle Beteiligten gangbaren Kompromissvorschlag auf den Tisch zu legen und ich halte Wort“, sagte Backhaus. Die Gespräche seien äußerst konstruktiv verlaufen. Alle Beteiligten haben den Vorschlag zustimmend aufgenommen, zeigte sich der Minister zufrieden.

Der von ihm vorgestellte Kompromissvorschlag sieht verkürzt dargestellt vor, dass die Käufer einen Kaufpreis von 110 Euro/m² erbringen müssen. Bei diesem Betrag handelt es sich um den halben Bodenwert. Der Gutachterausschuss hatte den Bodenrichtwert im Jahr 2018 entsprechend der Bodenwertrichtlinie mit 300 Euro/m² bestimmt. Da nicht die Grundstückseigentümer, sondern die Hauseigentümer die Kosten zur Erschließung getragen haben, waren diese entsprechend abzusetzen.

Dafür wurde ein vorläufiger Betrag von 80 Euro/m² in Ansatz gebracht. Die Bemessung der zu erwerbenden Fläche soll sich nach der bebauten Fläche richten. Zugleich müssten sich die Käufer für eine Laufzeit von 20 – 30 Jahren zur Nachzahlung des Differenzbetrages zum vollen Bodenwert verpflichten, wenn sie das Grundstück an einen Dritten verkaufen, der kein Abkömmling ist.

„Mir war es wichtig, in dem festgefahrenen Streit zu vermitteln. Deshalb freue ich mich sehr über die heute von allen Seiten klar signalisierte Kompromissbereitschaft“, betonte der Minister und dankte allen Beteiligten. Der Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, Herr Dr. Alexander Badrow, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Ausgang des Termins.

Damit keine finanziellen Nachteile für die Hansestadt entstehen, habe man sich mit der Gemeinde Hiddensee darauf verständigt, durch einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss für Grundstücke der Hansestadt an anderen Standorten auf der Insel Baurecht zu schaffen.

„Schließlich haben mir die Bürgerinnen und Bürger die Werte der Stadt anvertraut und ich bin gefordert, sorgsam damit umzugehen“, erklärte Badrow. „Für uns gilt deshalb, die Wertschöpfung aus den Liegenschaften in die Infrastruktur unserer Hansestadt zu investieren. All unsere Pachteinnahmen – nicht nur die aus Neuendorf – fließen in die Sanierung und den Bau von Schulen, Straßen und Spielplätzen. Jeder Euro weniger würde an anderer Stelle fehlen“, so der Oberbürgermeister.

„Nach den heutigen Gesprächen bin ich optimistisch, dass der Streit damit alsbald beigelegt werden kann. Damit ist die benötigte Zustimmung der Bürgerschaft der Hansestadt, der Gemeinde Hiddensee und der Kommunalaufsicht deutlich wahrscheinlicher geworden. Sobald diese formellen Voraussetzungen abgearbeitet sind, werden die Neuendorfer zeitnah entsprechende Kaufangebote erhalten“, schloss der Minister.

Hintergrund

Der jetzt vorgelegte Kompromissvorschlag erfolgt in Anlehnung an das Sachenrechtsbereinigungsgesetz, um einen Interessenausgleich zwischen Gebäudeeigentümer und Grundstückseigentümer zu erzielen.

Die Eigentumsverhältnisse gestalten sich kompliziert und erfordern einen Blick in die Vergangenheit.

Im Jahr 1872 wurde Neuendorf von einer schweren Sturmflut getroffen, bei der zahlreiche Häuser zerstört wurden. Auf dem klösterlichen Grundstückseigentum durften neue Häuser errichtet werden, das Eigentum blieb dabei allerdings auf die Gebäudegrundfläche begrenzt.

Bis 1945 stand das klösterliche Grundstückseigentum unter städtischer Güter- und Klosterverwaltung.

Danach folgten 1946 die entschädigungslose Enteignung und die Auflösung der städtischen Klöster und Stiftungen.

Zu DDR-Zeit bestand keine Verkehrsfähigkeit der Grundstücke. Diese war auch nach der Wende eingeschränkt bis zur Vermögenszuordnung im Jahre 2002. Erst ab diesem Zeitpunkt war den Hauseigentümern ein Erwerb der Flächen um ihre Häuser überhaupt möglich bzw. den Grundstückseigentümern ein Verkauf.

Anfang der 90er Jahre wurden als Interimslösung Pachtverträge mit der Gemeinde geschlossen und ein Pachtzins von 0,50 DM/m² (= 0,26 Euro/m²) vereinbart.

Seither ist die Hansestadt Stralsund bemüht, einen angemessenen Pachtzins von den Grundstücksnutzern zu erwirken. Eine gütliche Einigung konnte bislang nicht erreicht werden, so dass schließlich eine Vielzahl von Gerichtsverfahren in Gang gesetzt werden mussten.

Im Jahr 2018 stellte das Landgericht Stralsund rechtskräftig fest, dass der mit der „Interimslösung“ Anfang der 90er Jahre vereinbarte Pachtzins für die Jahre seit Klageerhebung bis 2014 wegen einer offensichtlichen Äquivalenzstörung auf mindestens 3,20 Euro/m² (= 80 Euro/m² x 4 Prozent) anzuheben ist.

Neues Löschfahrzeug für Sellin

Insel Rügen – Die Freiwillige Feuerwehr kann sich freuen. Innenminister Lorenz Caffier übergibt an den Bürgermeister, Herrn Reinhard Liedtke einen Fördermittelbescheid i.H.v. 200.000 Euro für den Kauf eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs HLF 20. Die Gemeinde möchte ein aus dem Baujahr 1998 altes Löschfahrzeug ersetzen. Das Innenministerium beteiligt sich mit einer Sonderbedarfszuweisung zur Hälfte an der Finanzierung der Gesamtkosten i.H.v. 410.000 Euro.

Die Freiwillige Feuerwehr Sellin erfüllt Aufgaben des örtlichen und überörtlichen Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung im eigenen Gemeindegebiet sowie im Amtsbereich Mönchgut-Granitz. Das alte Fahrzeug kann den Anforderungen an den örtlichen und überörtlichen Brandschutz nicht mehr gerecht werden. Besondere Gefahrenschwerpunkte bilden die zahlreichen Hotels, Großparkplätze sowie saisonal bedingte Verkehrsströme. Die Bundestraße 196, eine Bahnlinie im Nahverkehr sowie eine Kurklinik gehören darüber hinaus dazu.
Mit derzeit 34 aktiven Kameradinnen und Kameraden ist die Freiwillige Feuerwehr gut aufgestellt und kann die Einsatzbereitschaft auch tagsüber gewährleisten. Zusätzlich engagieren sich 15 Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr.

Bei der Übergabe bedankte sich Minister Lorenz Caffier ausdrücklich für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr. „Jenen Frauen und Männern, die sich für die Bürgerinnen und Bürger tagtäglich einsetzen, die für unsere Sicherheit sorgen, die uns immer hilfsbereit zur Seite stehen und die die Gemeinschaft vor Ort in den Gemeinden zusammenhalten, zolle ich großen Respekt. Zur Gewährleistung all dieser Aufgaben gehört, in eine moderne Ausrüstung und Technik zu investieren“, sagte der Minister.

Gingster Kinder singen in der Kirche

Kindergartenkinder und Schüler der Gingster Schulen bereiten ein traditionelles Adventssingen vor

Insel Rügen – In diesem Jahr setzen die Kindergartenkinder und Schüler aus Gingst eine schöne Tradition fort, in dem sie am 20. Dezember um 9 Uhr eine Neuauflage des Adventssingens in der Gingster Kirche organisieren.

Nicole Hoppe, die in verschiedenen Klassen Musikprojekte organisiert, hat für die Veranstaltung den Hut auf. Sie studiert mit den Schülern ihrer Musik-Profilstunden 5 bis 8 beliebte Weihnachtslieder ein, die an dem Vormittag zu hören sein werden. Die Kleinen aus den Klassenstufen 1 bis 4 üben bis dahin in den Musikstunden ihre Lieblingslieder. Sie werden alle zusammen mit ihren Lehrern die schönsten Lieder singen und sich so auf das Fest und die Ferien einstimmen. Mit dabei sind auch wieder die ganz kleinen Kinder aus der Kindertagesstätte Löwenzahn, die das Programm mit einem eigenen Lied bereichern.

Pastor Joachim Gerber und seine Frau Dorothee begleiten das Weihnachtssingen in der Gingster Kirche und freuen sich auf eine vorweihnachtliche Veranstaltung. Dabei werden auch Klänge auf der Orgel und einige besinnliche Worte zum Fest zu hören sein. Einwohner und Gäste des Ortes sind herzlich eingeladen, an dem Adventssingen teilzunehmen und natürlich auch mitzusingen.

Mukran Port soll intensiver als Industriestandort vermarktet werden

Insel Rügen – Der Großgewerbestandort Mukran Port in Sassnitz auf der Insel Rügen soll intensiver vermarktet werden. „Wir unterstützen am Mukran Port die Vermarktung von Industrieflächen. Das Ziel der Initiative ist die Erhöhung der überregionalen Aufmerksamkeit und Bekanntheit des Industriestandortes am Mukran Port. Das steigert die Attraktivität des Standortes für hafenaffine Industrie- und Gewerbeunternehmen, sich dort anzusiedeln. So wollen wir nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der Region sichern und stärken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Umsetzung erfolgt durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft „Invest in Mecklenburg-Vorpommern“ GmbH. Neben der Stärkung der Bekanntheit des Standortes geht es auf der Grundlage des erstellten Vermarktungskonzeptes um die konkrete Anwerbung von Investoren für den Standort im Rahmen einer Direktansprache.

Der Mukran Port bietet auf einer Gesamtfläche von knapp 430 Hektar Fähr-, Eisenbahn-, Multipurpose- und Offshore-Terminals sowie umfangreiche Produktions- und Lagerflächen. Der östlichste Tiefwasserhafen Deutschlands ist für alle im Ostseeraum operierenden Schiffsklassen zugänglich. Er liegt unmittelbar an der offenen See und ermöglicht der Schifffahrt eine unkomplizierte Ansteuerung. Derzeit wird ein Teil des Flächenareals im Hafengebiet für Offshore-Windpark-Montagetätigkeiten sowie für die Lagerung bis zur Verlegung der Nordstream 2 Pipelines genutzt. Zuvor wurden diese ebenfalls in Mukran mit Beton ummantelt.

„Die infrastrukturelle Anbindung des Hafens ist ideal – vor allem die kombinierten Breit- und Normalspuranbindungen bis zur Verladerampe stellen sicher, dass der Güterumschlag über das betriebseigene Schienennetz im Hafen- und im Bahnhofsbereich möglich ist. So kann unkompliziert vom Schiff auf den LKW umgeladen werden“, sagte Glawe. Betreiber des Hafens ist die Fährhafen Sassnitz GmbH mit den Gesellschaftern Stadt Sassnitz (90 Prozent) und Land Mecklenburg-Vorpommern (10 Prozent).

„Das wichtigste Thema für uns in Vorpommern ist und bleibt die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen. Neben den beiden Großgewerbestandorten Pasewalk-Stettin und Pommerndreieck ist Mukran auf Rügen damit die dritte Vermarktungsoffensive für Vorpommern. Gerade mit der Anbindungsmöglichkeit nach Skandinavien und Russland entsteht hier ein hochattraktiver Standort mit großem internationalem Potenzial, was der erste Testzug nach China eindrucksvoll zeigte“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann.

Die Gesamtkosten der geplanten Aktivitäten betragen 150.000 Euro. Die „Invest in MV“ erhält zur Umsetzung je 75.000 Euro zu gleichen Teilen vom Wirtschaftsministerium und aus dem Vorpommernfonds.

Alleenschutz

Jeder Baum ein Zugewinn für Klima, Mensch, Tiere und Pflanzen

Insel Rügen – Vor zehn Jahren übernahmen insgesamt 34 Schülerinnen und Schüler der Freien Schule Rügen in Dreschvitz die Patenschaft für eine Allee aus Linden- und Ahornbäumen in Klein Kubitz und damit Verantwortung für den Naturschutz und den Erhalt der Kulturlandschaft. Dieses Engagement würdigte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus heute bei einem kleinen Festakt vor Ort. Anlässlich des Jubiläums pflanzte er mit den Kindern zehn weitere Obstbäume, die vor allem Bienen Nahrung liefern sollen. Für die Kombination von Alleen- und Bienenschutz gab es 5.2000 Euro aus dem Alleenfonds.

„Wer wie ihr Bäume seit 2009 pflanzt und regelmäßig pflegt, der lernt mit allen Sinnen einen Baum wahrzunehmen. Nur was man kennt, lernt man zu schätzen und zu schützen. Eure Eigeninitiative und Engagiertheit ist vorbildhaft und kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ich wünsche mir, dass viele Kinder und Jugendliche diesem Beispiel folgen. Und euch wünsche ich, dass ihr euch das Bewusstsein für die Umwelt, euer ganzes Leben hindurch bewahrt“, betonte der Minister.

Jeder Baum sei ein echter Zugewinn für das Klima, den Menschen, die Tiere und Pflanzen, sagte er weiter. Alleen reduzieren die Temperatur und die Hitze im Sommer um zwei bis drei Grad Celsius unter ihrem geschlossenen Laubdach. In Zeiten des Klimawandels sei dies besonders wichtig, weil sich somit weniger giftige Gase im Straßenraum bilden und Hitzeschäden an Stämmen reduziert werden.

Auch für die Luftqualität spielen Alleen eine wichtige Rolle. Ein Baum mit einer großen Krone nehme so viel Schadstoffe aus der Luft, wie 3.340 Marienkäfer wiegen, nämlich rund 170 Gramm, veranschaulichte Minister Backhaus. Alles in allem nehmen die insgesamt 5.000 km langen Alleen und einseitigen Baumreihen in M-V pro Jahr etwa 84 Tonnen Schadstoffe aus der Luft. Damit ersparten sie den Menschen mindestens 19 Millionen Euro an Arzt- und Krankenhauskosten.

In Alleen brüteten darüber hinaus mindestens 88 Vogelarten – das sind 31 Prozent aller in Deutschland vorkommenden Brutvogelarten, berichtete er. 2018 durchgeführte Baumgutachten in vier Alleen in Lübtheen offenbarten das Vorhandensein von 283 Käferarten – davon 40 Rote Liste-Arten und mehr als 100 im Holz lebende Arten. Vier davon seien sogar „Urwaldreliktarten“ gewesen. Ebenso vielfältig sei das Vorkommen an Farn- und Blütenpflanzenarten, wie die Studie einer städtischen Allee in Kiel zeigte. Damit seien Alleen in Ortschaften ökologisch mindestens ebenso wertvoll wie die besten Naturwälder Deutschlands.

Da es den Altbeständen im Land immer schlechter gehe – die insgesamt 184 älteren Bergahorn-Bäume – leiden zunehmend unter Trockenheit – sei es wichtig, dass Nachpflanzungen wie in Dreschvitz vorgenommen werden, unterstrich Minister Backhaus. 2019 seien für die Erhaltung geschädigter Bäume 19 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 500.000 Euro bewilligt worden.

Im Alleenfonds liegen Mittel für die Neuanpflanzung und Pflege von Alleen an Bundes- und Landesstraßen, aber auch an kommunalen Straßen bereit. Von 1997 bis 2019 wurde über den Alleenfonds die Anpflanzung von ca. 160 km Baumreihe allein an kommunalen Straßen und ländlichen Wegen finanziert. Insgesamt beträgt der Zugewinn an allen Straßen und Wegen bis 2019 rund 565 km Baumreihe. Seit Bestehen des Alleenfonds (1994) wurden bis Oktober 2019 fast 13,4 Mio. Euro in den Alleenfonds eingezahlt. Rund 11 Mio. Euro wurden davon bislang ausgereicht.

Allein 350.000 Euro sind in den Erhalt der Alleen in Klein Kubitz und Lieschow geflossen.