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Jeden zweiten Tag verzeichnen die Frauenschutzhäuser Neuzugänge

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt sagte beim Besuch in Ribnitz-Damgarten: „Jeder Hilfe suchenden Frau wird Hilfe geboten.“

Ribnitz-Damgarten . „Frauenschutzhäuser sind ein unverzichtbarer Teil des Hilfe- und Beratungsnetzes in Mecklenburg-Vorpommern. Allein die Polizeiliche Kriminalstatistik des Landes vom Vorjahr beweist die Notwendigkeit der Anlaufstellen. Drei Viertel der Betroffenen von häuslicher Gewalt sind Frauen. Bei 5.204 erfassten Fällen waren letztes Jahr insgesamt 3.871 Frauen betroffen. Für einige von ihnen ist das Frauenschutzhaus der letzte Ausweg.

Im vergangenen Jahr verzeichneten alle neun Frauenschutzhäuser in Mecklenburg-Vorpommern 185 Neuzugänge. Das waren zwar vier weniger als im Jahr 2024, dennoch ist die Zahl der hilfesuchenden Frauen weiter hoch. Statistisch gesehen gab es jeden zweiten Tag einen Neuzugang“, bilanziert die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt beim Besuch des Frauenschutzhauses Ribnitz-Damgarten.

„Jeder Hilfe suchenden Frau, selbst wenn sie nicht in ein Frauenschutzhaus aufgenommen werden kann, wird Hilfe angeboten dank des Engagements des umfassenden Hilfe- und Beratungsnetzes im Land. Frauenschutzhäuser bieten von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern in akuten Krisensituationen Schutz, Sicherheit und Perspektiven.

Sie bieten vor allem auch den Kindern ein Stück Normalität. Alle Mitarbeiterinnen begleiten die Betroffenen psychosozial, beraten in komplexen Lebenslagen und geben Halt auf dem Weg in ein Leben, das von Gewaltlosigkeit geprägt sein sollte“, so Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert ein flächendeckendes spezialisiertes Hilfe- und Beratungsnetz für Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt. Das Frauenschutzhaus Ribnitz-Damgarten ist seit 2006 Anlaufpunkt für Frauen, die von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen sind. Zwölf Plätze stehen hier zur Verfügung, drei Mitarbeiterinnen betreuen die Frauen. Träger der Einrichtung ist der AWO Kreisverband Nordvorpommern, Hansestadt Stralsund und Hansestadt Greifswald e. V.

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