Menü Schließen

Tag: 26. April 2026

Zahl der Betreuungsverfahren in M-V weiter auf hohem Niveau

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Rechtliche Betreuerinnen und Betreuer werden im Alltag immer wichtiger. Ihnen gilt großer Dank.“

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Betreuungsverfahren wieder leicht gestiegen. Ende des Jahres 2025 waren an den Amtsgerichten in Mecklenburg-Vorpommern 34.608 Betreuungsverfahren anhängig. Im Jahr 2024 lag die Anzahl bei 34.290 Verfahren. Gesunken waren im letzten Jahr die Gesamtausgaben für Betreuerinnen, Betreuer, Verfahrenspflegerinnen und Verfahrenspfleger sind im Vergleich zum Jahr 2024 um knapp eine Million Euro auf rund 39,5 Millionen Euro.

Der Großteil, rund 36 Millionen Euro, fiel für berufliche Betreuerinnen und Betreuer an. Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt dankt den rechtlichen Betreuerinnen und Betreuern: „Egal ob ehrenamtlich bei Angehörigen oder Freundinnen und Freunden oder beruflich die rechtliche Betreuung nimmt in unserer älter werdenden Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle ein. Knapp jede dritte rechtliche Betreuung wird ehrenamtlich erledigt. Daher ist es mir sehr wichtig, auch aus ihren Reihen jedes Jahr Menschen mit dem Ehrenamtspreis der Justiz zu würdigen“, sagt Justizministerin Jacqueline Bernhardt.

„Ich freue mich, dass es auch durch unseren Einsatz aus Mecklenburg-Vorpommern gelungen ist, die Situation für Betreuerinnen und Betreuer zu verbessern. Seit diesem Jahr ist die Vormünder- und Betreuervergütung neu geregelt, um die notwendige und qualitativ hochwertige Arbeit der Betreuerinnen und Betreuer weiterhin sicherzustellen. Die Erhöhung der Vergütungssätze war unumgänglich. Denn auch bei den rechtlichen Betreuerinnen und Betreuern sowie bei den Betreuungsvereinen kam es zu Kostensteigerungen“, so Ministerin Jacqueline Bernhardt.

Die Ministerin ist auch mit der Broschüre „Das Betreuungsrecht“ in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs und erklärt die Vorsorgevollmacht. Zuletzt war sie in Ludwigslust. Die Broschüre kann kostenlos im Ministerium bestellt oder als PDF auf der ->Homepage des Ministeriums heruntergeladen werden.

17. Schweriner Jazznacht

Schwesig: Jazznacht zeigt, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement ist

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat am 25. April die Gäste der 17. Schweriner Jazznacht begrüßt: „Jazz hat in Schwerin eine längere Tradition, als man vermuten könnte. Bereits in den 1960er- und 70er-Jahren trafen sich Jazzbegeisterte in Klubs und Kulturhäusern. Oft war diese Musik nicht im Mittelpunkt des offiziellen Kulturlebens – und gerade das verlieh ihr eine besondere Energie, die bis heute nachwirkt.“

Seit 2009 gebe es die Schweriner Jazznacht. Was damals als Konzert begann, habe sich längst zu einem kleinen Festival entwickelt – einer gelungenen Mischung aus etablierten Künstlern und neuen Talenten. „Und in diesem Jahr mit Veranstaltungen an ganz unterschiedlichen Orten – in der Landesbibliothek, im Modehaus, in Unternehmen. Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie Kultur Menschen verbindet und Räume öffnet. Und es zeigt auch, was möglich ist, wenn Engagement, Leidenschaft und Gemeinschaft zusammenkommen“, sagte sie.

Die Ministerpräsidentin würdigte in ihren Grußworten auch die Veranstalterin der Schweriner Jazznacht Marianne Wöhrle-Braun: „Sie sind die Initiatorin und das Herz dieser Veranstaltung. Mit großem ehrenamtlichen Engagement haben Sie die Jazznacht aufgebaut und über viele Jahre geprägt. Dafür haben Sie 2022 völlig zu Recht den Kulturförderpreis des Landes erhalten. Ihr Einsatz zeigt, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für unser Land ist. Herzlichen Dank dafür!“

Die Schweriner Jazznacht stehe nicht nur für großartige Musik, sondern auch für Solidarität. Schwesig: „Unter dem Motto „Jazz meets Business in Benefit“ wurden in den vergangenen 15 Jahren über 84.000 Euro für kulturelle und soziale Projekte gesammelt. Das ist ein starkes Zeichen.“ Im vergangenen Jahr wurde die Brass Band „Potzblech“ der Musikschule Antaraxia unterstützt. „Ein zentrales Element ist der Förderpreis Jazz. Er gibt jungen Musikerinnen und Musikern Sichtbarkeit und zeigt, wie wichtig es ist, Kultur aktiv zu fördern und weiterzugeben“, so die Regierungschefin. Der Auftakt des Jazzförderpreisträgers Caspar Rutsch aus dem letzten Jahr, der gemeinsam mit dem Gitarristen Liam Möller im Januar auftrat, habe gezeigt, wie hoch das Niveau ist.