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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

„Lebenspraxis“ an Grundschulen: Kinder fit für den Alltag machen

Sechs Modellschulen erproben neues Unterrichtsangebot

Schwerin – Zum neuen Schuljahr startet an den Grundschulen des Landes das Unterrichtsangebot „Lebenspraxis“. Hier lernen die Mädchen und Jungen praxisnah den Umgang mit alltäglichen Dingen. Das Angebot befindet sich derzeit in einer Modellphase. An sechs Grundschulen wird es seit Januar 2026 erprobt und für die Umsetzung an allen Grundschulen vorbereitet.

Bildungsministerin Simone Oldenburg hat eine der Modellschulen, die Grundschule „Friedenshof“ in Wismar, besucht. „Es ist schön zu sehen, wie das Unterrichtsangebot umgesetzt wird. Lebenspraktischer Unterricht fördert Selbstständigkeit und Eigenverantwortung und trägt dazu bei, dass Kinder ihren Alltag eigenständig bestreiten können“, sagte die Bildungsministerin.

Das Unterrichtsangebot „Lebenspraxis“ kann zwei- bis dreimal pro Schuljahr im Rahmen des regulären Unterrichts, in Form eines Projekts, eines Projekttags, eines Umwelttags oder einer Schulwanderung umgesetzt werden. Es umfasst verschiedene Themenbereiche, die eng mit den Inhalten der Rahmenpläne für die Fächer Sachunterricht, Deutsch, Mathematik und Werken verknüpft sind.

Im Themenbereich „Ohne Moos nichts los” lernen die Kinder beispielsweise den richtigen Umgang mit Geld. Im Bereich „Bunt und gesund” dreht sich alles um eine gesunde Ernährung. Die Kinder können eine Ernährungspyramide erstellen oder gemeinsam kochen. Im Themenfeld „Hör zu” sind Projekte zum Umgang mit Gefühlen und Emotionen wie Wut und Trauer sowie Übungen zur Stressbewältigung möglich.

Als Unterstützung bei der Umsetzung erhalten die Schulen eine Handreichung, die unter anderem Anregungen für lebensnahe Projekte enthält. „Die sechs Modellschulen haben die Möglichkeit, Anregungen und Ergänzungen zur Handreichung einzubringen”, so Simone Oldenburg. „Warum wackeln meine Zähne? Welche Zutaten brauche ich, wenn ich einen Geburtstagskuchen für meine Eltern oder Freunde backen möchte? Wie komme ich mit meinem Taschengeld zurecht? Genau diese und ähnliche Fragen greift unser Angebot auf.“

Folgende Schulen nehmen noch bis zum Ende des Schuljahres an der Erprobung des Unterrichtsangebotes teil:

  • Grundschule „Friedenshof“, Wismar
  • Regionale Schule mit Grundschule „Schule am See“, Satow
  • Grundschule „G. F. Kersting“, Güstrow
  • Grundschule „Dr. Theodor Neubauer“, Grimmen
  • Grundschule „Am See“, Löcknitz
  • Grundschule Süd, Neubrandenburg

Zu Beginn des Schuljahres 2026/2027 startet das Angebot „Lebenspraxis“ dann für alle Grundschulen.

Prüfungen zur Mittleren Reife beginnen

Etwa 6.200 Schülerinnen und Schüler legen in diesem Schuljahr ihre schriftlichen Prüfungen zur Mittleren Reife ab

Schwerin – Nach den Abiturprüfungen und den Prüfungen zur Fachhochschulreife beginnen in dieser Woche für etwa 6.200 Schülerinnen und Schüler die schriftlichen Prüfungen zur Mittleren Reife. Am Donnerstag, 21. Mai 2026, finden sie im Fach Deutsch, am Mittwoch, 27. Mai 2026, in der Ersten Fremdsprache und am Freitag, 29. Mai 2026, im Fach Mathematik statt. Die mündlichen Prüfungen beginnen anschließend ab dem 22. Juni 2026.

Bildungsministerin Simone Oldenburg wünscht den Schülerinnen und Schülern an den Regionalen Schulen und an den Gesamtschulen viel Erfolg für ihre anstehenden Prüfungen. „Während ihrer Schulzeit haben sie sich intensiv auf Leistungskontrollen, Tests und Klassenarbeiten vorbereitet und dabei eigene Lernstrategien entwickelt. Das ist eine wichtige Grundlage für die Prüfungen“, betonte die Ministerin. „Für den Prüfungstag wünsche ich allen starke Nerven und Selbstvertrauen. Mit dem Abschluss der Mittleren Reife eröffnen sich viele neue Perspektiven. In unserem Land gibt es zahlreiche attraktive Ausbildungsplätze“, so Simone Oldenburg weiter.

Seit dem Schuljahr 2023/2024 können sich Schülerinnen und Schüler auch von einer der drei schriftlichen Prüfungen in Deutsch, Mathematik oder der Ersten Fremdsprache befreien lassen. Eine Prüfung in einem Fach muss dann nicht absolviert werden, wenn dieses Fach mit „sehr gut“ bewertet worden ist und darüber hinaus auch in allen anderen Fächern der schriftlichen Prüfung gute bis sehr gute Leistungen vorgewiesen werden. Der Durchschnitt aller Jahresnoten in den übrigen Fächern darf zusätzlich nicht schlechter als 2,5 sein.

Schülerinnen und Schüler erhalten die Mittlere Reife am Ende der Jahrgangsstufe 10, wenn sie mindestens mit dem Gesamtprädikat „bestanden“ abschließen. Das bedeutet, dass sie einen Notendurchschnitt von 3,5 bis 4,0 nachweisen müssen. Schülerinnen und Schüler, die mindestens das Gesamtprädikat „befriedigend“ erhalten, also einen Notendurchschnitt von 2,5 bis 3,4 erreichen, können anschließend auch die gymnasiale Oberstufe besuchen und das Abitur ablegen. Dabei müssen sie allerdings in Deutsch, Mathematik sowie einer Fremdsprache mindestens befriedigende Leistungen erbracht haben. Zusätzlich sind in allen anderen versetzungsrelevanten Fächern im Durchschnitt befriedigende Leistungen nachzuweisen.

Alle Prüfungstermine für die Mittlere Reife sind auf dem Bildungsserver MV aufgeführt. Die Ausgabe der Zeugnisse erfolgt spätestens am Samstag, 11. Juli 2026.

Ausbau des Bildungscampus der Berufsfachschule Greifswald

Dr. Wolfgang Blank: „Mit mehr Ausbildungskapazitäten in Gesundheitsberufen stärken wir die Fachkräftesicherung und die Gesundheitsversorgung im Land nachhaltig.“

Greifswald – Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern unterstützt den Ausbau des Bildungscampus der Berufsfachschule Greifswald GmbH mit rund 3,39 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsauf­gabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank übergab heute in Greifswald den entsprechenden Zuwendungs­bescheid. Die Gesamtinvestition beträgt rund sechs Millionen Euro.

„Die Gesundheitswirtschaft gehört zu den tragenden Säulen unseres Landes. Mit der Förderung schaffen wir moderne Ausbildungsbedingungen und zusätzliche Kapazitäten in Berufen, in denen der Fachkräftebedarf besonders hoch ist. Das stärkt nicht nur die regionale Wirtschaftskraft, sondern verbessert zugleich die Gesundheitsversorgung in Mecklen­burg-Vorpommern“, so Minister Dr. Blank vor Ort.

„Gute Bildung und verlässliche Fachkräftesicherung sind zugleich wichtige Investitionen in die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes. Deshalb werden wir mit dem MV-Plan in den kom­menden Jahren 850 Millionen Euro in die Bildungsinfrastruktur investieren, davon alleine 250 Millionen Euro in die berufliche Bildung.“

Gefördert wird die Erweiterung der Ausbildungskapazitäten für Ergotherapie, Physiotherapie und Pharmazeutische Assistenz am Standort Pappelallee in Greifswald. Vorgesehen sind die Aufstockung bestehender Gebäudeteile sowie der Neubau eines zusätzlichen Anbaus auf dem Bildungscampus. Die Förderung erfolgt auf Grundlage der Infrastrukturrichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Ziel ist der Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur zur Stärkung der Wettbewerbs­fähigkeit von Unternehmen sowie die Verbesserung der Bedingungen für die Ausbildung von Fachkräften.

Mit der Einführung der Schulgeldfreiheit für Ergotherapie und Physiotherapie im Jahr 2024 sind die Schülerzahlen an der Berufsfachschule Greifswald in diesen Bereichen um ein Drit­tel gestiegen. Gleichzeitig besteht weiterhin ein hoher Bedarf an Praxispartnern und qualifiziert ausgebildeten Fachkräften im Gesundheitswesen.

„Die hohe Nachfrage zeigt, wie wichtig attraktive Ausbildungs­angebote im Land sind. Mehr Ausbildungskapazitäten und bessere Lernbedingungen bedeuten mehr qualifizierte Fach­kräfte für Kliniken, Praxen, Pflege- und Gesundheitseinrich­tungen. Das ist ein entscheidender Standortfaktor und sichert wirtschaftliche Perspektiven in unserem Land“, betonte Minister Dr. Blank.

Mit dem Vorhaben werden bestehende Ausbildungsdefizite reduziert und zusätzliche moderne Berufsbildungsmöglich­keiten geschaffen. Die Landesregierung sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur langfristi­gen Stabilisierung der Gesundheitsversorgung in der Region.

Erweiterungsbau an der Theodor-Körner-Schule eröffnet

Schwesig: Theodor-Körner-Schule ist im Aufwind, mit Engagement und guten Ideen

Picher – In Picher ist heute der Schulerweiterungsbau an der Theodor-Körner-Schule feierlich gestartet. „Die Theodor-Körner-Schule ist im Aufwind, mit viel Engagement und guten Ideen für die Zukunft. Ich freue mich sehr, dass jetzt das Schulgebäude moderner wird.

Es entsteht ein dreistöckiger Neubau mit 12 Klassenräumen und Fachräumen für Naturwissenschaften, Kunst und Musik: eine bessere Lernumgebung. Ein Aufzug macht die ganze Schule barrierefrei zugänglich“, sagte die Ministerpräsidentin in ihrem Grußwort.

Sie danke dem Schulzweckverband von acht Gemeinden, die die Theodor-Körner-Schule gemeinsam tragen, für den Mut und das Geld, das dieser aufbringe. Sie ließ auch die finanzielle Beteiligung des Landes an der Schulerweiterung nicht unerwähnt: „Das Land fördert den Erweiterungsbau mit 4,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm Schulbau 2024–2027. Insgesamt stehen mit diesem Schulbauprogramm 400 Millionen Euro zur Verfügung. Auch aus anderen Förderprogrammen werden Schulbauvorhaben unterstützt.“

Viele Schulen seien in den vergangenen Jahren schon renoviert, ausgebaut und neu gebaut worden und seit 2016 beinahe eine Milliarde Euro in den Schulbau und die Digitalisierung der Schulen geflossen.

„Und es geht weiter: Ein Drittel unserer Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes, 600 Millionen Euro, setzen wir für moderne Schulen ein“, fuhr sie fort. Die Landesregierung wolle, dass Kinder und Jugendliche beste Bedingungen zum Lernen haben.

„Bildung ist ein Schwerpunkt unserer Landesregierung, schon in der ganzen Wahlperiode. Wir haben die Ausgaben für den Bildungsbereich deutlich erhöht. Im kommenden Jahr wenden wir 1,9 Milliarden Euro für Kitas und Schulen auf“, so die Regierungschefin.

Mehr Sichtbarkeit für die „Weiterbildungsdatenbank“

Dr. Wolfgang Blank: „Mit mehr Reichweite schaffen wir neue Chancen – für Fachkräfte wie für Bildungsanbieter.“

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern verbessert die Sichtbarkeit seiner Weiterbildungsangebote: Ab sofort werden die Kurse aus der Weiterbildungsdatenbank des Landes zusätzlich auf dem bundesweiten Portal „mein NOW“ der Bundesagentur für Arbeit angezeigt. Grundlage ist eine neue technische Schnittstelle, über die die Angebote automatisiert ausgespielt werden.

„Das erhöht die Reichweite und eröffnet neue Chancen – für Fachkräfte, Unternehmen und Weiterbildungsinteressierte gleichermaßen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank.

Das Landesportal www.weiterbildung-mv.de, gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+), bleibt zugleich die zentrale Anlaufstelle für alle, die sich in Mecklenburg-Vorpommern weiterbilden möchten. Es bündelt Informationen zu Kursen, Bildungsanbietern und Fördermöglichkeiten und ist ein wichtiger Bestandteil des Landesnetzwerk Weiterbildung Mecklenburg-Vorpommern.

Aktuell sind dort rund 10.500 Kurse von etwa 300 Bildungsanbietern aus Mecklenburg-Vorpommern gelistet. Bereits heute verzeichnet das Portal monatlich mehr als 13.000 Besuche. Nutzerinnen und Nutzer finden dort einen umfassenden Überblick über Weiterbildungsangebote, Bildungsanbieter und Fördermöglichkeiten im Land. Durch die zusätzliche Veröffentlichung auf „mein NOW“ erreichen diese Angebote künftig eine noch größere Zielgruppe.

„Die Anbindung an das bundesweite Portal ergänzt unser Angebot sinnvoll und stärkt gleichzeitig die Sichtbarkeit unseres eigenen Portals“, so Dr. Wolfgang Blank.

Für Weiterbildungsinteressierte wird die Suche damit einfacher: Wer über „mein NOW“ ein passendes Angebot findet, gelangt direkt zu den weiterführenden Informationen auf weiterbildung-mv.de – einschließlich Details zu Inhalten, Anbietern und Fördermöglichkeiten.

Mecklenburg-Vorpommern nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein: Als erstes Bundesland setzt es diese technische Lösung um. Bildungsanbieter erhalten so neue Möglichkeiten, zusätzliche Teilnehmende zu gewinnen. Unternehmen profitieren von besser auffindbaren Qualifizierungsangeboten für ihre Beschäftigten. Fachkräfte wiederum erhalten einen noch einfacheren Zugang zu passender Weiterbildung.

Nähere Informationen zum Landesportal finden Sie unter: www.weiterbildung-mv.de

Nähere Informationen zum Bundesportal finden Sie unter: https://mein-now.de/

Große Erfolge beim Landesfinale des 17. Plattdeutsch-Wettbewerbs

Mehr als 200 junge Sprachtalente zeigen, wie lebendig und vielfältig die plattdeutsche Sprache ist

Güstrow – Beim Landesfinale des 17. Plattdeutsch-Wettbewerbs haben junge Sprachtalente aus Mecklenburg-Vorpommern ihre kreativen Beiträge präsentiert. Das Motto: „Plattdüütsch allerwägens ünnerwägens – 150 Johr Martha Müller-Grählert“. In der Aula der Regionalen Schule „Richard Wossidlo“ in Güstrow haben sie gezeigt, wie lebendig und vielfältig die plattdeutsche Sprache ist. Die Bandbreite reichte von Liedbeiträgen über szenische Darstellungen bis hin zu Kurzfilmen.

„Beim Plattdeutsch-Wettbewerb haben junge Menschen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie viel Freude und Kreativität in der Sprache steckt. Sie sind die besten Botschafter für das Plattdeutsche heute und in Zukunft“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Dieser Wettbewerb ist ein Fest der Sprache und der Gemeinschaft. Mein herzlicher Dank gilt allen, die diesen Tag möglich gemacht haben: den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den Lehrkräften, den Eltern und Großeltern, die die Kinder und Jugendlichen so großartig unterstützen und nicht zuletzt dem Organisationsteam.“

Jette Bolz, Botschafterin für Niederdeutsch, hat als Mitglied der Jury die Preise und Urkunden überreicht: „Mir war es eine große Freude, so viel Talent und Begeisterung für das Niederdeutsche zu erleben. Jede Darbietung hatte ihre ganz eigene Handschrift und hat gezeigt, wie viel Leben, Kreativität und Herz in unserer Sprache stecken. Die Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen, am liebsten hätten wir noch viel länger zugehört.“

Insgesamt 219 Kinder und Jugendliche aus 21 angemeldeten Einrichtungen nahmen am Wettbewerb teil und hatten 32 Beiträge eingereicht. Die Finalisten überzeugten die Jury bereits in den Regionalwettbewerben der Schulamtsbereiche Greifswald, Schwerin, Rostock und Neubrandenburg mit ihren digitalen Projekten.

Der Plattdeutsch-Wettbewerb wird seit 2013 durch das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums organisiert. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt.

Preisträgerinnen und Preisträger:

Kategorie Kita

  1. Platz: Kita „Knirpsenland“ aus Laage
  2. Platz: Kita Lüsewitz aus Groß Lüsewitz
  3. Platz: Kita „Muschelsucher“ aus Zingst

Kategorie Grundschule

  1. „Die andere Grundschule“ aus Groß Nemerow
  2. Grundschule Mönchgut aus Mönchgut
  3. Grundschule „Fritz Reuter“ aus Ludwigslust

Kategorie Klasse 5-9

  1. Evangelisches Schulzentrum Demmin „Katharina von Bora“
  2. Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen
  3. Förderzentrum „Schule am Schwanenteich“ aus Rostock

Klasse 10-13

  1. Goethe-Gymnasium Demmin

Die prämierten Sprachtalente wurden mit folgenden Preisgeldern ausgezeichnet – für den 1. Platz mit 500 Euro, für den 2. Platz mit 300 Euro und für den 3. Platz mit 100 Euro. Außerdem wurden Sachpreise wie bunte Lieder- und Lesebücher, Sprach-Spiele, Viereckstücher und für Grundschulen die Heimatschatzkiste vergeben. Darüber hinaus konnten sich die Siegerinnen und Sieger in den oberen Klassenstufen über eine Einladung zum Sprachcamp „Plietsch und Platt“ in Schwerin-Mueß freuen.

Den Sonderpreis des Landes und damit je 250 Euro bekamen die Schülerinnen und Schüler der „Schule am Bodden“ aus Neuenkirchen bei Greifswald für Ihre Theaterstücke „Hänsel und Gretel“ und „Aschenputtel“ sowie das Förderzentrum „Schule am Schwanenteich“ aus Rostock, das auch den 3. Platz im Landesfinale belegte. Die Grundschüler aus Vorpommern erhielten zudem eine Heimatschatzkiste für den Unterricht.

Zu Besuch in der Jenaplanschule

Im Jubiläumsjahr des Deutschen Schulpreises stehen Preisträgerschulen im Fokus

Rostock – Bildungsministerin Simone Oldenburg hat anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Deutschen Schulpreises die Jenaplanschule Rostock besucht. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Robert Bosch Stiftung sowie Mitgliedern der Jury des Deutschen Schulpreises informierte sie sich über die pädagogische Arbeit der Schule, die 2015 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde.

„Die Jenaplanschule Rostock zeigt eindrucksvoll, wie modernes Lernen gelingen kann – mit Gemeinschaft, Eigenverantwortung und individueller Förderung“, sagte Bildungsministerin Oldenburg während ihres Besuchs. „Die Auszeichnung mit dem Deutschen Schulpreis ist bis heute eine schöne Anerkennung für das große Engagement des Kollegiums und der gesamten Schulgemeinschaft.“

Der Deutsche Schulpreis feiert im Jahr 2026 sein 20-jähriges Bestehen. Seit 2006 zeichnen die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung gemeinsam mit Partnern Schulen aus, die mit innovativer Praxis und erfolgreicher Schulentwicklung überzeugen. Im Jubiläumsjahr besuchen Bildungsministerinnen und Bildungsminister bundesweit Preisträgerschulen, um gute Bildungspraxis sichtbar zu machen und den Austausch zu fördern.

Die Jenaplanschule Rostock ist eine Integrierte Gesamtschule mit Grundschulteil in öffentlicher Trägerschaft. Derzeit lernen dort 800 Schülerinnen und Schüler in 34 Klassen. Grundlage der pädagogischen Arbeit ist das Jenaplan-Konzept, das auf Gemeinschaft, Selbstständigkeit und individuelle Förderung setzt. Die reformpädagogische Schulform wurde in den 1920er Jahren von Peter Peterson entwickelt und ersetzt Jahrgangsklassen durch jahrgangsgemischte Stammgruppen. Der Unterricht fußt auf vier Säulen: Gespräch, Arbeit, Spiel und Feier.

Die Schulleitung und das Kollegium nutzten den Besuch der Bildungsministerin, um sich über aktuelle Aufgaben auszutauschen und Perspektiven moderner Schulentwicklung zu diskutieren. Bildungsministerin Simone Oldenburg hob dabei hervor: „Schulen wie die Jenaplanschule geben wichtige Impulse für unser Schulsystem. Moderne Schulkonzepte und Lernformen sind auch an öffentlichen Schulen möglich. Nicht die Trägerschaft – ob öffentlich oder frei – ist ausschlaggebend, sondern das Engagement der Lehrkräfte.“

Die Jenaplanschule Rostock gehört zu den vier Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, die bislang mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurden. Dazu zählen außerdem das Regionale Berufliche Bildungszentrum Müritz (Hauptpreisträger 2022), das Evangelische Schulzentrum Martinschule Greifswald (Hauptpreisträger 2018) sowie die Schule am Park Behrenhoff (Preisträger 2010).

Gemeinsam für erfolgreiche Ausbildungswege

Landesregierung und Landesausschuss für Berufsbildung verbessern Berufsperspektiven von Jugendlichen

Schwerin – Das Land führt ab dem Schuljahr 2026/2027 an beruflichen Schulen mit Berufsvorbereitungsteil den neuen Bildungsgang AVdual (Ausbildungsvorbereitung dual) ein. Das berufsvorbereitende Angebot startet mit dem Ziel, die Ausbildungschancen und die Anschlussvermittlung von Schülerinnen und Schülern zu verbessern, die den ersten Einstieg in die Berufsausbildung noch nicht geschafft haben. Die genaue Anzahl der AVdual-Gruppen, die je Schule eröffnet werden, hängt von den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler sowie den personellen Voraussetzungen der jeweiligen Schule ab. Der neue Bildungsgang soll im ersten Schuljahr an ausgewählten beruflichen Schulen modellhaft erprobt und dann Schritt für Schritt ausgeweitet werden.

Bildungsministerin Simone Oldenburg: „Mit dem neuen Bildungsgang an beruflichen Schulen stärken wir die Berufswahlkompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Wir verbinden Unterricht mit praxisnaher Beruflicher Orientierung und setzen auf individualisierte Lehr- und Lernkonzepte. Außerdem gibt es die Möglichkeit, den bundesweit anerkannten Abschluss der Berufsreife zu erlangen. AVdual ist damit ein weiteres Angebot, um jungen Menschen in unserem Land eine klare Perspektive zu eröffnen. Der Übergang von der allgemein bildenden Schule in die berufliche Schule darf keine Warteschleife sein. Kein junger Mensch soll uns verloren gehen. Ich danke den Mitwirkenden im Landesausschuss für Berufsbildung, die sich gemeinsam mit der Landesregierung dafür einsetzen, dass mehr Schülerinnen und Schüler die beruflichen Schulen mit einem Abschluss verlassen und eine Ausbildung beginnen.“

Marco Kiepke, alternierender Vorsitzender des Landesausschusses für Berufsbildung (LAB) und Abteilungsleiter Berufliche Bildung beim DGB Nord: „Als Mitglieder des Landesausschusses für Berufsbildung wollen wir uns nicht damit abfinden, dass fast jeder fünfte junge Mensch in Mecklenburg-Vorpommern keinen Berufsabschluss hat. Seit jeher arbeiten wir deshalb gemeinsam unter anderem an der Verbesserung von Berufsorientierung und Ausbildungsqualität. Wir begrüßen die Initiative des Bildungsministeriums, mit einer eng an den Landesausschuss angebundenen Arbeitsgruppe weitere Maßnahmen zu entwickeln, um den Übergang in die Berufsausbildung zu verbessern und Auszubildende besser auf ihrem Weg zum erfolgreichen Abschluss zu unterstützen.“

Peter Todt, alternierender Vorsitzender des Landesausschusses für Berufsbildung (LAB) und Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu Schwerin: „Die Unternehmen in Mecklenburg sind sich ihrer Verantwortung bewusst und werden auch zum Sommer 2026 eine ausreichende Anzahl an Ausbildungsstellen bereitstellen. Für alle Abschlüsse (Berufsreife, Mittlere Reife und Fachhochschul- und Hochschulreife) wird es attraktive Angebote geben. Der Landesausschuss für Berufsbildung wird in seiner breiten Zusammensetzung und bewährten Zusammenarbeit aller Partner weiter an der Umsetzung einer hohen Qualität vor allem der dualen Berufsausbildung arbeiten und dabei die drei Hauptbeteiligten – die beruflichen Schulen, die Ausbildungsunternehmen und die Auszubildenden – in die Pflicht nehmen.“

Viele Jugendliche scheitern an direktem Einstieg

Der Übergang von der Schule in die berufliche Bildung und ein sich anschließendes Beschäftigungsverhältnis stellt für viele Jugendliche eine große Herausforderung dar. Nach dem Besuch einer allgemein bildenden Schule gelingt es zu vielen jungen Menschen nicht, direkt in eine Ausbildung, ein Studium oder einen studienqualifizierenden Bildungsgang überzugehen. Die Gründe dafür sind vielfältig und individuell – entsprechend differenziert müssen auch die Unterstützungsangebote sein.

Gemeinsame Initiative für erfolgreiche Ausbildungswege

Die Landesregierung und der Landesausschuss für Berufsbildung haben daher die Arbeitsgruppe „Gemeinsam für erfolgreiche Ausbildungswege“ initiiert, um partnerschaftlich tragfähige Strategien und Angebote zu entwickeln und bestehende Konzepte zu schärfen. Erste Vorschläge der Arbeitsgruppe sowie eine grobe Struktur zum weiteren Vorgehen sind für das Ende des dritten Quartals in diesem Jahr geplant. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen, wie die Übergänge von der Schule in die berufliche Bildung weiter verbessert und die Potenziale von Schülerinnen und Schülern im sogenannten Übergangssektor besser genutzt werden können. Die Arbeitsgruppe stützt sich hier auf die Erkenntnisse des Gutachtens der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz „Kompetenzen für den erfolgreichen Übergang von der Sekundarstufe I in die berufliche Ausbildung sichern“ und die Befragung von Fachkräften der Bertelsmann Stiftung „Jugendliche im Übergangssektor“.

Warum Jugendliche im Übergangssektor sind

Im sogenannten Übergangssektor befinden sich immer noch zu viele Jugendliche aus verschiedenen Gründen, wie das SWK-Gutachten ausführt: „Ein Teil der Jugendlichen hat noch keine klaren beruflichen Vorstellungen. Bei anderen sind die Kompetenzen noch nicht entwickelt, um eine berufliche Ausbildung erfolgreich zu durchlaufen. Wieder andere versuchen, ihre Chancen auf den Wunschberuf zu verbessern. Im Übergangssektor sind aber auch Jugendliche zu finden, die Stigmatisierung und Diskriminierung am Ausbildungsmarkt erfahren haben oder aufgrund eines Förderbedarfs im Rahmen der Berufsberatung in den Übergangssektor geleitet wurden.“

Fast jeder fünfte Jugendliche an beruflichen Schulen ohne Abschluss

Im Schuljahr 2024/2025 haben von den 11.485 Schülerinnen und Schülern an den beruflichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern 2.140 Jugendliche das jeweilige Ziel des vollständig durchlaufenen Bildungsganges nicht erreicht. Das ist ein Anteil von 18,6 Prozent an allen abgehenden Schülerinnen und Schülern an beruflichen Schulen und Bildungsgängen. Land und Landesausschuss für Berufsbildung sind sich einig, dass auch diese Jugendlichen wichtig für die Fachkräftesicherung sind und enger begleitet werden müssen.

Landesregierung stärkt Grundlagen von Schülerinnen und Schülern

Die Landesregierung hat bereits viele Maßnahmen ergriffen, damit Jugendliche gezielter den Beruf ergreifen, der am besten ihren Neigungen entspricht. Dazu zählt die Stärkung der Kernfächer Deutsch, Mathematik, Englisch und der Naturwissenschaften in den allgemein bildenden Schulen. Ziel ist es, die Kernkompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Die neuen Stundentafeln schaffen mehr Unterrichtszeit sowie zusätzliche Möglichkeiten zur individuellen Förderung. Regionale Schulen und Gesamtschulen bieten ein Freiwilliges 10. Schuljahr für Schülerinnen und Schüler an, die mehr Zeit zum Lernen brauchen. Das steigert die Chancen, den bundesweit anerkannten Schulabschluss der Berufsreife zu erlangen und einen Ausbildungsplatz zu erhalten.

Frühzeitige Einblicke in die Arbeitswelt ausgebaut

Das neue Konzept zur Beruflichen Orientierung an allgemein bildenden und beruflichen Schulen schafft viele Angebote, damit Schülerinnen und Schüler ihre Talente besser entdecken und konkrete Vorstellungen von Berufsfeldern erhalten. Hier sind 30 Tage für Betriebspraktika vorgesehen – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Das Produktive Lernen und die Berufsreife dual verknüpfen Schule und Arbeitsleben und motivieren Jugendliche auf diese Weise. Schülerinnen und Schüler lernen in der Schule und in einem Betrieb. Die beiden Angebote werden zum kommenden Schuljahr als Praxisorientierte Berufsreife zusammengeführt.

Berufliche Schulen im Land gestärkt

Auf Basis eines Gutachtens haben sich die Planungsträger untereinander auf ein Verfahren zur Schulnetzplanung der beruflichen Schulen verständigt, das die Entwicklung der Schülerzahlen, die regionalen Profile der Berufsschulstandorte schärft und damit zu einer Stabilisierung des Gesamtsystems beiträgt. Die neue Berufsschulverordnung sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler künftig bis zu acht Wochen an der beruflichen Schule verbleiben können, wenn ihr Ausbildungsverhältnis, beispielsweise durch Kündigung während der Probezeit, endet und sie den Ausbildungsbetrieb verlassen müssen. Dadurch soll verhindert werden, dass sie den Anschluss an ihre schulische Bildung verlieren. Die Neuregelung schafft Zeit, einen neuen Ausbildungsbetrieb zu finden, reduziert das Risiko eines vollständigen Ausbildungsabbruchs und erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Fortsetzung der Ausbildung.