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Kategorie: Landtag und Regierung MV

Schwesig setzt ihre Finnlandreise fort

Schwesig: Wir öffnen Türen für die Wirtschaft des Landes

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat ihre Finnlandreise fortgesetzt. In Helsinki traf die Ministerpräsidentin mit der finnischen Europaministerin Tytti Tuppurainen zusammen.

„Mecklenburg-Vorpommern setzt auf verstärkte Zusammenarbeit im Ostseeraum. Wir stehen vor vielen gemeinsamen Herausforderungen: ob bei der gemeinsamen Sicherheit, beim Umwelt- und Klimaschutz oder der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Es gibt viele Felder, auf denen wir noch enger zusammenarbeiten können: bei der Entwicklung moderner Technologien, in der Wissenschaft und auch im kulturellen Bereich.

Ich habe mit Ministerin Tuppurainen vor allem über den Schutz der Ostsee inklusive der Bergung von Altmunition und den Ausbau der erneuerbaren Energien gesprochen. Das sollen Felder einer noch engeren Zusammenarbeit sein“, erklärte die Ministerpräsidentin im Anschluss an das Gespräch.

Am Abend präsentiert sich Mecklenburg-Vorpommern auf einem Empfang der Deutschen Botschaft in Helsinki vor 150 Gästen als „Land zum Leben“.  Der Empfang findet am Vorabend der Jahrestagung der Deutsch-Finnischen-Außenhandelskammer statt, auf der die Ministerpräsidentin morgen für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern werben wird. „Wir freuen uns darüber, dass wir uns hier in Helsinki vor einem hochkarätigen Publikum präsentieren können.

Unser Land hat sich in den letzten 30 Jahren wirtschaftlich gut entwickelt. Im letzten Jahr haben wir einen neuen Außenhandelsrekord erzielt. Aber es gibt noch viel mehr Potenzial. Die Landesregierung sieht sich hier als Türöffner für die Wirtschaft unseres Landes“, sagte die Ministerpräsidentin.

„Finnland ist ein interessantes Land für unsere Wirtschaft. Deshalb folgt auf diese Reise mit einer Wirtschaftsdelegation nach Finnland schon im September ein großes deutsch-finnisches Wirtschaftsforum in Rostock. Wir hoffen sehr, dass diese beiden Veranstaltungen zu neuen wirtschaftlichen Kooperationen führen.“

„Die Möglichkeit direkte Wirtschaftskontakte zu knüpfen, aktiv für unser Bundesland zu werben, es so bekannter zu machen und direkt vor Ort Einblicke zu bekommen, stand für mich im Vordergrund. Bei den Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Fachkräfte oder Unternehmenskultur können wir viel lernen.

Auch das Thema Energiewende mit den aktuell zweitniedrigsten Strompreisen zeigt uns auch mögliche Lösungen für Mecklenburg-Vorpommern auf“, erklärte der Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände für MV Lars Schwarz, der zur Wirtschaftsdelegation der Ministerpräsidentin gehört.

Kinder- und Jugendschutz

Güstrow – Etwa 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, der Schulen, der Gesundheit, der Polizei und der Justiz nahmen am (heutigen) Dienstag an der 16. Kinder- und Jugendschutzkonferenz des Landes teil. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand das Thema „Beteiligung im Kinderschutz“.

„Solch eine große fachübergreifende Veranstaltung ist für einen funktionierenden Kinderschutz von herausragender Bedeutung“, hob Sozialstaatssekretärin Sylvia Grimm zum Start der Konferenz hervor. „Wir brauchen die gute Zusammenarbeit und Netzwerkbildung von allen Akteuren, die beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben.“

Grimm betonte, dass das Sozialministerium derzeit an zwei Gesetzesvorhaben arbeite, um Kinderechten mehr Geltung zu verschaffen und ihre Entwicklungsmöglichkeiten weiter zu stärken. „Mit dem Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz wollen wir die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sich junge Menschen aktiver in die Gesellschaft einbringen können. Ziel sei eine Verabschiedung des Gesetzes im Laufe des kommenden Jahres.

„Darüber hinaus stellen wir die Weichen für ein Landeskinderschutzgesetz, dass die Bedingungen für ein sicheres Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig verbessern soll“, verdeutliche die Staatssekretärin. Hierzu sei bereits ein einjähriger fachübergreifender Dialogprozess durchgeführt worden. Die Kinder- und Jugendschutzkonferenz sei eine wichtige Etappe im Gesetzgebungsprozess.

Grimm: „Mit dem Kinderschutzgesetz, das in dieser Legislaturperiode in Kraft treten soll, machen wir klar: der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat für die Landesregierung oberste Priorität. Schon in den letzten Jahren hat das Land mit Aktivitäten, wie z. B. dem Bündnis Kinderschutz, der Kinderschutz-Hotline, dem Landesprogramm Kinderschutz und der Kontaktstelle Kinderschutz, aktiv Kinderschutz betrieben. Diese Planungen und Aktivitäten im Kinderschutz werden wir konsequent fortsetzen und intensivieren. Früherkennung und Prävention sind dabei ebenso wichtig wie Qualifizierung und Vernetzung.“

Badewasserqualität in M-V sehr gut

Offizieller Start der Badesaison 2023 am 20. Mai

Anlässlich des Starts der diesjährigen Badesaison am 20. Mai stellten Gesundheitsministerin Stefanie Drese und der Erste Direktor des Landesamtes für Soziales und Gesundheit (LAGuS), Dr. Heiko Will heute die Ergebnisse der Untersuchungen zur Badewasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern vor.

Drese: „96 Prozent der insgesamt 493 überwachten Badegewässer hier im Land verzeichnen eine gute oder sehr gute Qualität. Damit sind und bleiben unsere Badegewässer ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Mecklenburg-Vorpommern als attraktiver Urlaubs- und Lebensort.“

Durch die Gesundheitsämter werden 331 Badestellen an Seen, 155 an der Ostsee und 7 an Flüssen innerhalb der Badesaison vom 20. Mai bis 10. September in regelmäßigen Abständen überwacht. Die entnommenen Proben untersucht das LAGuS-Labor. Dr. Heiko Will: „Im Labor erfolgt eine mikrobiologische Untersuchung auf die Darmbakterien Escherichia coli und Intestinale Enterokokken. Der Nachweis dieser Fäkalkeime weist auf eine Verunreinigung des Wassers hin.“ Die Bewertung der Badegewässer für die Badewasserkarte erfolge jährlich nach EU-Standard anhand der mikrobiologischen Untersuchungsergebnisse der vergangenen vier Badesaisons, so Will.

Sollte eine entsprechende Verunreinigung festgestellt werden, spricht das Gesundheitsamt vor Ort eine Warnung bis hin zu einem Badeverbot aus. „Alle Ergebnisse und wichtige Warnhinweise zu möglichen Gesundheitsrisiken durch eine Verschmutzung des Wassers sind in der Badewasserkarte nachzulesen,“ ergänzt die Ministerin.

Neben Hinweisen zu möglichen Gesundheitsrisiken sind in der Karte zudem zahlreiche Informationen zu den jeweiligen Badestellen abrufbar. „Zum Beispiel – und das bietet für Familien mit Kindern oder Menschen mit Behinderungen einen echten Mehrwert – erfahren die Nutzerinnen und Nutzer in der Karte, ob es Parkmöglichkeiten, sanitäre Anlagen, Verpflegungsmöglichkeiten oder einen behindertengerechten Strandzugang an der Badestelle gibt,“ so Drese.

Die Badewasserkarte kann unter www.badewasser-mv.de im Browser aufgerufen werden. Zudem steht sie als App „Badewasser MV“ im Apple Store oder im Google Play Store zur Verfügung. Zudem stehen zwölf neue Regionalkarten mit gekennzeichneten Badestellen zum Download bereit.

Lesekompetenz der Kinder wird gestärkt

Oldenburg: IGLU-Studie zur Lesekompetenz bestätigt neuen Weg – MV erhöht die Lesezeit in der Grundschule

Schwerin – Die Ergebnisse der IGLU-Studie bestätigen die Notwendigkeit der Maßnahmen zur Stärkung der Lesekompetenz der Grundschulkinder, die in Mecklenburg-Vorpommern eingeleitet werden.

Die IGLU-Studie der OECD untersucht die Lesekompetenz bei Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen im internationalen Vergleich. Die Erhebung zeigt eindeutig, dass sich die Ergebnisse in allen Ländern verschlechtert haben. Das heißt, dass in allen Ländern die Kinder schlechter lesen können. Im EU-Durchschnitt verringerten sich die Lesekompetenzen der Grundschulkinder um 11 Punkte. Deutschland liegt mit einem Verlust von 13 Punkten im Mittelfeld.

Aus der IGLU-Studie geht hervor, dass Kinder immer weniger in der Schule lesen. Im Ländervergleich sind es durchschnittlich 45 Minuten. Die Kinder in der Bundesrepublik kommen laut Studie auf 25 bis 30 Minuten.

„Alle Kinder müssen endlich die gleiche Chance haben, eine erfolgreiche Schulzeit zu haben – ganz unabhängig von ihrem sozialen Umfeld“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Nur, wenn wir frühzeitig, also bereits im Kindergarten, die Sprachfähigkeiten verbessern, stärken wir ihre Startbedingungen. Künftig wird bereits in den Kindergärten der Spracherwerb gestärkt, das ist die grundlegende Voraussetzung, um überhaupt eine Lesekompetenz zu entwickeln.

Wir stärken das Fundament für erfolgreiches Lernen in der frühen Kindheit. Es wurde nachgewiesen, dass unsere Kinder eine hohe Lesemotivation haben. Diese müssen wir nutzen, damit die Kinder mehr Lesen und damit einhergehend auch ihre Voraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen verbessern“, so Oldenburg.

„Lesen, schreiben, rechnen sind die Voraussetzungen für den Wissenserwerb. Sie müssen so frühzeitig wie möglich gelegt und gestärkt werden. Deshalb führen wir in allen Jahrgangsstufen der Grundschule zum Schuljahr 2024/2025 eine verpflichtende 20-minütige Lesezeit ein“, betonte die Ministerin. „An drei bis fünf Tagen der Woche werden alle Kinder täglich eine feste Lesezeit haben, ob im Deutsch-, Mathematik- oder im Sachunterricht. Lesen lernen muss unabhängig vom Fach gestärkt werden.“

Darüber hinaus werden ebenfalls die Unterrichtsstunden für die Fächer Deutsch und Mathematik – auch in der Grundschule – erhöht.

„Hierzu befragen wir die Grundschullehrkräfte über ihre Ideen und Vorstellungen, in welcher Form künftig die Stundentafel in der Grundschule gestaltet werden muss, um die grundlegenden Fähigkeiten der Kinder zu stärken“, erläuterte die Bildungsministerin. „Bereits jetzt bietet die flexible Verweildauer in der Schuleingangsphase die Möglichkeit, auch ungünstige Voraussetzungen in der Sprachentwicklung der Kinder auszugleichen.“

Die IGLU-Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) zur Lesekompetenz von Grundschülerinnen und Grundschülern im internationalen Vergleich der Länder wird alle fünf Jahre erhoben. Die IGLU-Studie 2023 beschreibt den Stand der Lesekompetenz von Kindern der vierten Klassen im Jahr 2021. Weltweit beteiligen sich etwa 60 Länder an der Studie unter Leitung der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA).

Schiffbau sichert Arbeitsplätze

Turku – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat auf ihrer Finnland-Reise die auf den Kreuzfahrt-Schiffbau spezialisierte Meyer-Werft in Turku besucht. Empfangen wurden die Ministerpräsidentin von den Firmenchefs Bernard und Tim Meyer.

„Das war ein sehr beeindruckender Besuch. Wir freuen uns gemeinsam darüber, dass der internationale Kreuzfahrt-Markt wieder stark nachgefragt ist. Die Neptun-Werft in Rostock liefert Module mit klimafreundlichen Antrieben, die hier in Turku in Kreuzfahrtschiffe verbaut werden. Davon profitieren beide Seiten.

Ingenieurskunst aus Rostock von der Neptun-Werft sorgt dafür, dass hier in Finnland die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt entstehen. Umgekehrt sichert die Werft in Turku wertvolle Industriearbeitsplätze bei uns in Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte Schwesig. Aktuell wird auf der Werft das größte Kreuzfahrtschiff der Welt gebaut.

Die Ministerpräsidentin sprach sich dafür aus, den Schiffbau als „Schlüsseltechnologie“ zu sehen und zu erhalten. „Die Konkurrenz in Asien ist groß. Deshalb ist es wichtig, den Schiffbau stark zu machen, gemeinsam mit unseren Partnern in Finnland“, so Schwesig.

Geschäftsführer Tim Meyer freute sich über den Besuch aus Mecklenburg-Vorpommern: „Dieser hohe Besuch ist eine tolle Wertschätzung der Ministerpräsidentin für unsere Kolleginnen und Kollegen. Die Landesregierung ist für uns ein verlässlicher Ansprechpartner für die Werft. Wir spüren eine anziehende Nachfrage im internationalen Kreuzfahrtgeschäft und sehen neuen Aufträgen sehr positiv entgegen.“

Ärzte auf dem Land

Projekt zur Stärkung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum gestartet

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat am (heutigen) Montag einen Fördermittelbescheid an das Unternehmen ATI Küste GmbH Gesellschaft für Technologie und Innovation in Rostock übergeben. Für ein neues Beratungsangebot speziell für Kommunen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum stellt das Land aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds plus (ESF+) zunächst für ein Jahr 536.216 Euro zur Verfügung.

Die zukunftsfeste Gestaltung der ärztlichen Versorgung, u.a. durch den derzeit stattfindenden Generationenwechsel in der ambulanten ärztlichen Versorgung, gehört in vielen ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns zu den größten Herausforderungen. „Deshalb wollen wir Kommunen und regionale Entscheidungsträgerinnen und -träger gezielt unterstützen, um aktiv dem Ärztemangel zu begegnen“, so Drese.

Drese verdeutlichte, dass vor allem ein wachsender Bedarf an Beratung von Landkreisen, Kommunen sowie weiteren Akteuren bestehe, um Ärzte bei der Ansiedlung in der Region zu unterstützen. Gleichzeitig sei ein enger Austausch mit der Kassenärztlichen Vereinigung als für die Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung zuständige Körperschaft sowie mit Ärztevereinigungen wichtig. Vor diesem Hintergrund entwickelte das Gesundheitsministerium ein Förderinstrument und führte ein Interessenbekundungsverfahren durch bei dem die ATI Küste GmbH ausgewählt wurde.

„Damit haben wir ein erfahrenes und kompetentes Projektteam gefunden, das die Probleme der Gesundheitsversorgung erkennt und aktiv gemeinsam mit den Akteuren vor Ort nach möglichen Lösungen sucht“, sagte Drese bei der Übergabe des Förderbescheids.

Drese: „Wir stellen uns mit dem Angebot offensiv den veränderten Rahmenbedingungen und dem demografischen Wandel. Dies betrifft unter anderem die Themen Arbeitszeitmodelle, Kooperationen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Attraktivität der Region. Ich bin mir sicher, dass wir mit dem Projekt gemeinsam viel Gutes für die Gesundheitsversorgung in den ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns bewirken können.“

Lernangebote für geflüchtete Schüler*innen

Oldenburg: Für alle einen geordneten Schulbetrieb und eine gute Bildung ermöglichen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern besuchen derzeit 5.450 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine die Schulen. Davon lernen 570 Schülerinnen und Schüler an einer beruflichen Schule. Seit Beginn des Schuljahres 2021/2022 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler um rund 4.700 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine gestiegen.

Zum Stichtag 6. Mai 2023 befanden sich rund 6.650 Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache mit Sprach-Förderbedarf an den Schulen in öffentlicher Trägerschaft im Land. Das sind rund 4.200 Schülerinnen und Schüler mehr als zum Beginn des Schuljahres 2021/2022. Zum Vergleich: In der Flüchtlingskrise 2015/2016 haben 5.500 Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache eine Schule in Mecklenburg-Vorpommern besucht.

„Die große Zahl an geflüchteten Schülerinnen und Schülern stellt das Land, die Kommunen und die Schulen vor große Aufgaben“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wir haben unser Lernangebote immer wieder angepasst. Aktuell helfen uns die Vorklassen dabei, für alle Schülerinnen und Schüler einen geordneten Schulbetrieb und eine gute Bildung zu ermöglichen. Dort, wo sich die geflüchteten Kinder und Jugendlichen gut verständigen können und die räumlichen und personellen Möglichkeiten es zulassen, ist die Integration in eine Regelklasse möglich“, erläuterte Oldenburg.

Seit dem Schuljahr 2022/2023 werden geflüchtete Schülerinnen und Schüler, die neu in die Schule aufgenommen werden, an Schulen in öffentlicher Trägerschaft in Vorklassen an sogenannten Standortschulen beschult. Derzeit gibt es 101 Vorklassen mit 1.662 Schülerinnen und Schülern an 72 Schulen. Die Einrichtung der Standorte ist mit den Kommunen abgestimmt. Die Vorklassen arbeiten jahrgangsübergreifend. Der Gesamtumfang der erteilten Wochenstunden umfasst 20 Wochenstunden, davon werden mindestens 10 Wochenstunden Deutsch als Zweitsprache (DaZ) erteilt.

An den beruflichen Schulen besuchen die Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache eine Berufsvorbereitungsklasse (BVJA-Klassen). Die Berufsvorbereitungsklasse ist durchlässig. Das heißt, jederzeit ist ein Wechsel an andere Schularten und Bildungsgänge möglich, wenn die Schülerinnen und Schüler die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.

Auch im neuen Schuljahr will das Land das System der Vorklassen beibehalten. Wann Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache aus der Vorklasse in eine Regelklasse integriert werden können, ist abhängig von den Sprachkenntnissen der geflüchteten Kinder und Jugendlichen und der räumlichen und personellen Kapazitäten an den Schulen.

Die Einschulung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache im Schuljahr 2023/2024 erfolgt ebenfalls in Vorklassen. Ein Besuch einer Regelklasse ist möglich, wenn bei den geflüchteten Schülerinnen und Schülern die deutschen Sprachkenntnisse hinreichend sind und es die räumlichen und personellen Bedingungen an einer Schule zulassen.

Alle ukrainischen Schülerinnen und Schüler der zukünftigen Jahrgangsstufen 8 bis 11 können wählen, ob sie einen ukrainischen oder einen deutschen Schulabschluss anstreben. Die Schülerinnen und Schüler, die einen ukrainischen Schulabschluss erreichen wollen, nehmen ausschließlich am Unterricht über die ukrainische Lernplattform teil. „Wir machen damit den geflüchteten Schülerinnen und Schülern verschiedene Lernangebote, damit sie bestmöglich gefördert werden können“, sagte Oldenburg.

Klimafreundlich mit dem Zug zur Fähre

Meyer: Fährhafen Sassnitz-Mukran durch zusätzliche Zuganbindung im Sommer gestärkt

Insel RügenUrlaubsreisende nach Schweden und Dänemark können auch in diesem Jahr in den Sommermonaten komfortabel mit dem Zug zu den Fähren nach Bornholm und Trelleborg fahren. In der kommenden Urlaubssaison gibt es an Sonnabenden und Sonntagen Zuganbindungen mit überregionalen Anschlüssen in Bergen auf Rügen.

„Mit den Zuganbindungen in den Sommermonaten zu den Fährlinien nach Dänemark und Schweden stärken wir den Fährhafen Sassnitz-Mukran. Urlaubsreisende können so klimafreundlich und bequem mit dem Zug zu den beliebten Bornholmlinien und der FRS Baltic von der Insel Rügen in das Königreich Dänemark oder das Königreich Schweden fahren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Die dänische Ostseeinsel Bornholm ist mit der Fähre in etwa dreieinhalb Stunden zu erreichen. Die Überfahrt in die südschwedische Stadt Trelleborg dauert von Sassnitz aus zwei Stunden und 30 Minuten.

An allen Sonnabenden und Sonntagen zwischen dem 20. Mai 2023 und dem 30. September 2023 werden jeweils zwei Hin- und Rückfahrten auf der Strecke zwischen Bergen auf Rügen und Sassnitz Fährhafen als Linie RE27 angeboten. Die Hanseatische Eisenbahn setzt dazu Triebwagen des Typs LVT/S ein.

Im Oktober (bis einschließlich 21. Oktober 2023) werden aufgrund des dann reduzierten Fahrplanes der Fährlinien die Züge an Sonnabenden verkehren. Es besteht dabei mittags Anschluss von und zur Fähre nach Rønne/Bornholm. Am Nachmittag wird neben der Bornholmfähre auch die Fähre von und nach Trelleborg erreicht. In Bergen auf Rügen bestehen Anschlüsse zu Direktzügen des Fern- und Regionalverkehrs in/aus Richtung Rostock, Hamburg und Berlin sowie aus/nach Sachsen, Thüringen, Hessen, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

„Der RE27 ist ein kleiner, aber dennoch wichtiger Bestandteil unserer Mobilitätsoffensive und aktiviert das Potential der beliebten touristischen Fährverbindungen für den Nahverkehr. In Auswertung der vergangenen Saison bauen wir das Angebot auf nun zwei Verkehrstage pro Woche bis September aus. Ich freue mich auf viele Urlauber und Urlauberinnen, die das klimafreundliche Verkehrsangebot annehmen und mit der Bahn auf die beliebte Insel Rügen und zu Ausflügen nach Dänemark oder Schweden anreisen“, betont Daniel Bischof, Geschäftsführer VMV Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH.

„Klimafreundliches Reisen wird immer wichtiger. Umso mehr freue ich mich, auch in diesem Jahr attraktive Reiseketten mit dem IC/ICE der Deutschen Bahn via RE27 der HANS zum Fährverkehr nach Dänemark und Schweden anbieten zu können. Das Auto kann also auch beim nächsten Südschweden-Urlaub in der Garage stehen bleiben. So geht reisen heute! Auch stärken wir hiermit den Bahn-Fernverkehr auf der ´grünen Vorpommern-Magistrale´ Richtung Berlin und Hamburg“, sagt Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Mecklenburg-Vorpommern.

„Wir freuen uns, dass der Testbetrieb 2022 überzeugen konnte und das Angebot in diesem Jahr verdoppelt wird. Wir freuen uns auf viele Fahrgäste, die die umweltfreundliche Reisekette per Bahn und Schiff von und nach Skandinavien nutzen“, so René Haber-Henning, Geschäftsführer der Hanseatischen Eisenbahn GmbH (HANS).

Der Fahrplan der RE27 ist beigefügt. Für Rückfragen steht Katharina Henkel (Teamleitung Öffentlichkeitsarbeit und Marketing VMV) unter 0385/59087-14 oder k.henkel@vmv-mbh.de zur Verfügung.

Die Verbindung wurde im vergangenen Jahr auf Probe reaktiviert und wird nun um einen zusätzlichen Verkehrstag je Woche ergänzt. Das Verkehrsunternehmen – die Hanseatische Eisenbahn GmbH (HANS) – hat in der vergangenen Saison in den Zügen zu den Fähren fast 900 Fahrgäste transportiert.

Die zusätzlichen Fahrten der RE27 werden vom Land Mecklenburg-Vorpommern bestellt und finanziert. Nach Abschluss der Saison werden alle Beteiligten die Nutzung des Angebots gemeinsam auswerten und über die Ausgestaltung des Angebotes für die Saison 2024 beraten.

Die landeseigene Verkehrsgesellschaft wirkt daran mit, die verkehrspolitischen Ziele der Landesregierung umzusetzen. Sie stellt die Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sicher. Sie wurde 1995 gegründet, nachdem die Bahnreform die staatlichen Zuständigkeiten für den SPNV neu geregelt hatte.

Mit dem Regionalisierungsgesetz wurde die Verantwortlichkeit an die einzelnen Bundesländer übertragen. Nach dem ÖPNV-Gesetz Mecklenburg-Vorpommern sind die Kommunen für den öffentlichen Personennahverkehr auf der Straße, also für Bus und Straßenbahn, verantwortlich. Wegen seiner überregionalen Bedeutung bleibt der öffentliche Verkehr auf der Schiene in der Verwaltung des Landes.