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Kategorie: Landtag / Regierung / Politik M-V

Betriebstour bei Unternehmen

Meyer: Risikokapitalfonds bieten wichtige Hilfen

Greifswald – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat sich am Donnerstag in Greifswald bei drei technologieorientierten Unternehmen über aktuelle Vorhaben informiert. Auf dem Tourplan standen die NIPOKA GmbH, die COLDPLASMATECH GmbH und die Litec-LLL GmbH. Die drei Unternehmen wurden durch Beteiligungen unterstützt, unter anderem mit den Finanzinstrumenten „innoSTART“ und „innoSTARTup“, die aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert werden.

„Die Beteiligungen sind für junge Unternehmen eine wichtige Hilfe, um finanzielle Unsicherheiten besser abzufedern. So kann beispielsweise ein unternehmerisches Risiko bei Investitionen in Forschung und Entwicklung aufgefangen werden. Die Fonds erleichtern zudem den Zugang zu Eigenkapital, wodurch ein zentrales Innovationshemmnis beseitigt und zusätzliche Innovationsprozesse angestoßen werden. Die Greifswalder Unternehmen haben die Chancen der Risikokapitalfonds genutzt und so in ihre unternehmerische Entwicklung investiert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Erste Station der Tour war die NIPOKA GmbH, die im Jahr 2019 als Spin-off der Universitätsmedizin Greifswald gegründet wurde. Das Unternehmen mit fünf Mitarbeitenden bietet Dienstleistungen zur Analyse innerer Organe über bildgebende Verfahren an; insbesondere zur Erforschung von Nieren und zur Diagnostik von Nierenerkrankungen.

Das Wirtschaftsministerium hatte die Errichtung der Betriebsstätte aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 119.000 Euro unterstützt; die Gesamtinvestition rund betrug 330.000 Euro. „Die NIPOKA GmbH ist ein gutes Beispiel für die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft. Nach erfolgreicher Forschung ist die entwickelte Diagnostik in ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen übergeleitet worden“, sagte Meyer.

Das Unternehmen ging 2017 als Ausgründung aus dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung e.V. Greifswald hervor. COLDPLASMATECH hat mit seinen 15 Mitarbeitenden eine Wundauflage (CPT®patch) zur Behandlung chronischer Wunden mittels kaltem, physikalischem Plasma entwickelt.

„Aus einer innovativen Idee – der Entwicklung von Plasmatechnologien für medizinische Anwendungen – ist ein etabliertes Unternehmen geworden, das sich nach intensiver anwendungsorientierter Forschung einen guten Ruf erarbeitet hat“, sagte Meyer.

Das Unternehmen Litec-LLL GmbH aus Greifswald wurde im Jahr 2002 gegründet. Der Geschäftsgegenstand der Litec-LLL GmbH ist die Produktion und der Vertrieb von Leuchtstoffen und Leuchtstoffprodukten, Forschung und Entwicklung zu Leuchtstoffen und Leuchtstofflampen, Produktion und Vertrieb lichttechnischer Produkte, insbesondere für LED-Anwendungen.

Heute sind 20 Mitarbeitende in Greifswald tätig. Das Wirtschaftsministerium unterstützt derzeit die Erweiterung der Betriebsstätte aus Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund einer Million Euro. Die Gesamtinvestition des Unternehmens beträgt über drei Millionen Euro.

„Die Litec-LLL GmbH wächst weiter, schafft neue Räumlichkeiten und erweitert ihr Produktportfolio. So stellt sich das Unternehmen mit innovativen Ideen zukunftssicher auf“, sagte Meyer.

Die Betriebstour wurde von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (MBMV) organisiert. Wirtschaftsminister Meyer wird von den Mitgliedern der MBMV-Geschäftsführung Dr. Thomas Drews und Carsten Krull begleitet.

Die Risikokapitalinstrumente BFIMV I („innoStart“) und BFIMV II („innoSTARTup“) unterstützen seit 2014 Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen sowie Existenzgründungen. Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBMV) engagiert sich als Fondsmanager mittels stiller und offener Beteiligungen in einer maximal 15 Jahre dauernden Laufzeit.

Der BFIMV I startete mit einem Fondsvolumen von 9,4 Millionen Euro und wurde 2017 aufgrund der hohen Nachfrage um weitere drei Millionen Euro aufgestockt und ist seitdem 34 Engagements an 29 unterschiedlichen Unternehmen eingegangen. Das vom Land Mecklenburg-Vorpommern initiierte und aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) gespeiste Fondsvolumen von etwa zwölf Millionen Euro wurde im Jahr 2018 erfolgreich ausplatziert.

Im Jahr 2018 wurde ein weiterer Beteiligungsfonds aufgelegt – MBMV innoSTARTup. Mit dem Fondsvolumen von knapp 15 Millionen Euro aus dem EFRE können bewährte Finanzierungen von Innovationen im Bereich der Forschung und Entwicklung weitergeführt werden.

Gefördert werden kleinste, kleine und mittlere Unternehmen und auch Existenzgründungen. Neu ist, dass neben den Fördermöglichkeiten für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben jetzt auch Beteiligungen für digitale Geschäftsmodelle vergeben werden können. Bisher wurden insgesamt 26 Unternehmen durch den EFRE-Fonds innoSTARTup unterstützt.

Tierhaltung für die Kreislauf­wirtschaft notwendig

Linstow – Auf dem VR-Landwirtschaftstag in Linstow machte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus erneut deutlich, dass die Tierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern unter enormen Druck steht:

„Schweine können schon seit drei Jahren nicht mehr rentabel gehalten werden. Jedes Jahr steigen rund 10 Prozent aller Halter aus und die Unsicherheiten durch die misslungene Tierhaltungskennzeichnung oder die fehlenden Aussagen des Bundeslandwirtschaftsministerium zu einer möglichen Investitionsförderung verschlimmern die Situation.

Ähnliches droht jetzt auch bei der Putenhaltung, wenn der Bund ohne vorherige Abstimmung auf europäischer Ebene Alleingänge umsetzen will und vorschlägt, die Menge der gehaltenen Tiere um mehr als 30 Prozent im Vergleich zum jetzigen Standard zu senken. Das ist eine Benachteiligung der heimischen Erzeugung und unter solchen Bedingungen kann in Deutschland nicht mehr rentabel produziert werden. Die Folge: Es wird auch in Zukunft noch Putenhaltung in der EU geben und Fleisch auf deutschen Ladentheken, nur kommt es dann nicht mehr aus Deutschland.

Dabei brauchen wir die Tierhaltung für die Kreislaufwirtschaft. Nutztiere liefern organischen Dünger wie Mist und Gülle, halten Landschaften offen und sind außerdem wichtiger wirtschaftlicher Faktor für viele Menschen. Statt immer neuer Einschnitte brauchen wir deshalb Planungssicherheit für die Erzeugerinnen und Erzeuger. Dazu gehören aus meiner Sicht klare rechtliche Rahmenbedingungen und Auslegungen im Baurecht, die Beschleunigung bei Genehmigungsverfahren und die finanzielle Förderung des Umbaus der Tierhaltung, wie von der Borchert- Kommission angedacht. Die Überarbeitung der Tierwohl-Standards ist zudem ein wichtiges Anliegen, das angepackt werden muss.

Mit den bisher vorgelegten Eckpunktepapieren und Gesetzentwürfen der Bundesregierung bin ich nicht einverstanden. Anstatt den auf einem breiten Konsens von Experten und unterschiedlichen gesellschaftlichen Interessenvertretungen fußenden Borchert-Plan komplett umzusetzen, wird durch das BMEL nur ein Teil des ursprünglichen Konzeptes angegangen. So wird ein Ansatz, der viel Zuspruch erfahren hat, wirkungslos. Er erzeugt keinerlei Aufbruchsstimmung, sondern eher das Gegenteil – Frust und Perspektivlosigkeit bei den Tierhaltern. Die Bundestagsfraktion der Grünen hat Ergebnisse bei der Tierhaltungskennzeichnung und den Umbau der Tierhaltung als wichtigstes Ziel für das Jahr 2022 deklariert. Das Jahr 2022 ist längst beendet, die Bilanz mager“, führte der Minister aus.

Er betonte, dass sich vor allem der Rückgang der Schweinehaltung in Deutschland rasant beschleunige. Im Jahr 2022 sei die Zahl der schweinhaltenden Betriebe in Deutschland um 1.900 auf 16.900 zurückgegangen. Gleichzeitig finde eine Verlagerung der Produktion ins Ausland statt. Inzwischen habe Spanien der Bundesrepublik den Rang als Schweineproduzent Nr. 1 abgelaufen.

Auch Mecklenburg-Vorpommern, die viehärmste Region Deutschlands, verliere weiter massiv in diesem Bereich, sagte er weiter. Die Auszahlungspreise für Schlachtschweine seien mit 2,02 Euro/kg zwar besser als in den Vorjahren, die höheren Auszahlungspreise werden aber durch den starken Anstieg aller Kostenpositionen bei den Vorleistungen nicht gedeckt. Benötigt würden 2,49 Euro/kg, um alle Kosten abzudecken.

Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im September 2020 und die Coronapandemie haben diese Entwicklung zusätzlich verstärkt.

„Erfreulich ist jedoch, dass die Krisen der vergangenen Jahre dazu geführt haben, dass die Leistungen der Landwirtschaft stärker anerkannt und die tägliche Versorgung mit Nahrungsmitteln höher wertgeschätzt werden. Gleichzeitig werden umfassende gesellschaftliche Erwartungen an die Landwirtschaft gestellt, zum Beispiel, was den Schutz unserer natürlichen Ressourcen anbetrifft. Damit die Branche diese Verantwortung vollumfänglich wahrnehmen kann, ist es unabdingbar, dass diesen Aufgaben entsprechende Entlohnungssätze gegenüberstehen“, sagte Backhaus.

Positive Effekte auf die Landwirtschaft insgesamt und die Tierhaltung und das Tierwohl im Speziellen verspricht sich Minister Backhaus von der fortschreitenden Digitalisierung, die es schon heute ermöglicht, präzise zu düngen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen oder Arzneimittel bedarfsgerecht zu verabreichen. 

Bewerbungsstart für die Landpartien 2023

Oldenburg: Vielfältige Einblicke in den Alltag der Lehrkräfte auf dem Land

Schwerin – Studierende der Lehrämter an Grundschulen, Regionalen Schulen und Gymnasien sowie der Sonderpädagogik können sich ab sofort für die LehrerbildungsLANDPARTIEN 2023 bewerben. Angesprochen sind Lehramtsstudierende, die sich für ein Praktikum im ländlichen Raum interessieren oder den Vorbereitungsdienst im ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern antreten wollen.

„Nach dem großen Erfolg unserer LehrerbildungsLANDPARTIEN 2019 und 2022 laden wir Lehramtsstudierende aller Fächer und Semester auch in diesem Jahr ein, sich ein Bild vom Schulleben und vom Alltag einer Lehrkraft auf dem Land zu machen. Ob im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte oder Ludwigslust-Parchim – bei der Landpartie erfahren sie, wo Lehrerinnen und Lehrer nicht nur gut arbeiten, sondern auch gut leben können“, wirbt Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wir haben tolle Schulen und Kollegien, lebenswerte Orte und Regionen. Die Landpartien bieten sehr gute Möglichkeiten, vor Ort persönliche Kontakte zu knüpfen und neue Perspektiven für die berufliche und private Zukunft zu entdecken.“

An den Vormittagen nehmen die Studierenden in kleinen Gruppen am Unterricht teil, sprechen mit Lehrkräften, Schulleitungen oder Schülervertretungen und erleben hautnah den Alltag des Lehrpersonals. Die Nachmittage und Abende dienen dem Austausch und geben Einblicke in das Leben und Arbeiten als Lehrkraft in der Region.

Daneben stehen auch Kultur- und Freizeitangebote auf dem Programm. Vertreterinnen der lokalen und regionalen Politik, der Welcome Center, der Schulen und der Vereine beantworten im persönlichen Kontakt Fragen nach Lebens- und Karriereperspektiven.

LehrerbildungsLANDPARTIE ROSTOCK 2023:

  • Start am Montag, 22. Mai 2023, ca. 14 Uhr
  • Ende am Mittwoch, 24. Mai 2023, ca. 16 Uhr

Montag, 22. Mai 2023: 16 bis 21 Uhr Kennenlern- und Eröffnungsveranstaltungen in Parchim

Dienstag, 23. Mai 2023 (parallele Schulbesuche ca. 9 bis 13 Uhr, anschließend Nachmittags- und Abendprogramm in Lübz):

  • Friedrich-Franz-Gymnasium, Parchim
  • Regionale Schule „J. W. v. Goethe“, Parchim
  • Goethe-Grundschule, Parchim
  • Schule am Alten Hafen, Parchim – Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Mittwoch, 24. Mai 2023 (parallele Schulbesuche ca. 9 bis 13 Uhr mit anschließendem Ausklang):

  • Eldenburg-Gymnasium Lübz
  • Regionale Schule Lübz
  • Grundschule Lübz
  • Schule am Neuen Teich, Lübz – Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen

LehrerbildungsLANDPARTIE GREIFSWALD 2023:

  • Start am Mittwoch, 31. Mai 2023, ca. 14 Uhr
  • Ende am Freitag, 2. Juni 2023, ca. 16 Uhr

Mittwoch, 31. Mai 2023, 16 bis 21 Uhr Kennenlern- und Eröffnungsveranstaltungen in Neustrelitz

Donnerstag, 1. Juni 2023 (parallele Schulbesuche mit Nachmittagsprogrammen ca. 9:30 bis 16:30 Uhr, anschließend Abendveranstaltung in Neustrelitz):

  • Albert-Einstein-Gymnasium, Neubrandenburg (AEG)
  • Integrierte Gesamtschule (IGS) „Vier Tore“, Neubrandenburg
  • Regionale Schule „Am Lindetal“, Neubrandenburg
  • Grundschule Datzeberg, Neubrandenburg

Freitag, 2. Juni 2023 (parallele Schulbesuche ca. 9 bis 13 Uhr mit anschließendem Ausklang):

  • „neue friedländer gesamtschule (nfg)“, Kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (KGS), Friedland
  • Grundschule „Am Wall“, Friedland

Die Kosten für Beförderung, Übernachtungen und Basisverpflegung sowie alle didaktischen und schulischen Angebote tragen die Veranstalter.

Das Bildungsministerium arbeitet dabei eng mit dem landesweiten Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung, dem ZLB der Universität Rostock, sowie dem Greifswalder Universitätszentrum für Lehrer*innenbildung und Bildungsforschung zusammen.

Mehr Informationen und Online-Bewerbung unter: www.lehrer-in-mv.de/lehramt-studieren/landpartie

Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie

Meyer: Mehr Forschung und Entwicklung ermöglichen

Greifswald – In Greifswald ist das neue Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie feierlich eröffnet worden. „Mit dem neuen Zentrum werden weitere Kapazitäten geschaffen, um jungen Unternehmen gute Voraussetzungen zu bieten, Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen und sich im Wettbewerb zu etablieren. Gleichzeitig gibt es den Bedarf existierender Unternehmen, an diesem Standort zu erweitern. Das Zentrum ist wichtig, um mehr Forschung und Entwicklung in der Hansestadt zu ermöglichen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer am Donnerstag.

Das neue Zentrum soll als fachspezifisches Forschungs-, Dienstleistungs- und Gründerzentrum eine auf die Bereiche Bioökonomie und Plasmatechnologie ausgerichtete Infrastruktur für vorrangig kleine und mittlere Unternehmen bereitstellen. „Die Branchen industrielle Biotechnologie (Bioökonomie) und Plasmatechnologie in einem Komplex zu verbinden, ist neuartig. Auf diese Weise wird die infrastrukturelle Voraussetzung für eine räumlich und thematisch konzentrierte Zusammenarbeit bei der Erforschung, Entwicklung und Anwendung von biomedizinischer und plasmabasierter Technologie ermöglicht“, erläuterte Meyer weiter.

Es wurden zusätzliche Kapazitäten für Neu- und Ausgründungen im Bio- und Plasmabereich etabliert. Daneben wurden Bereiche für Umsiedlungen und Erweiterungen bereits im BioTechnikum angesiedelter Unternehmen sowie Forschergruppen geschaffen.

Im Betriebsteil Plasma sind neben Büro- und Laborflächen auch Produktionsflächen errichtet worden, um neue Plasmaanwendungen zu testen, zur Einsatzreife in der Industrie zu bringen und marktreife Produkte in Serie zu produzieren. Der Betriebsteil Biotechnologie beinhaltet Forschungs-, Produktions- und Aufarbeitungsflächen für die industrielle Bioökonomie. „Es sollen perspektivisch direkt etwa 240 Arbeitsplätze bei den künftigen Nutzern des Zentrums entstehen“, sagte Meyer.

Wirtschaftsminister Meyer machte deutlich, dass sich das Land intensiv für den Ausbau von Forschung, Entwicklung und Innovation (FEuI) einsetzt. In der EU-Förderperiode 2021 bis 2027 stehen für die Umsetzung der Regionalen Innovationsstrategie 2021 – 2027 insgesamt 266 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE VI-Mittel) für den Bereich der wirtschaftsnahen Forschung zur Verfügung.

„Die Mittel werden beispielsweise für die einzelbetriebliche FEuI-Förderung eingesetzt, für die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen der Verbundforschungsförderung sowie für wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen und Technologietransfer. Im Ergebnis entstehen hochwertige Arbeitsplätze, die Mecklenburg-Vorpommern weiter benötigt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer abschließend.

Die Gesamtinvestitionen für das Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie belaufen sich auf ca. 40 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben voraussichtlich mit etwa 19,5 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Jugend- und Schulsozialarbeit

Schwerin – In den kommenden sieben Jahren unterstützt das Land die Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich der Jugend- und Schulsozialarbeit in Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt über 96 Millionen Euro. Das Sozialministerium fördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds+ (ESF+) und Landesmitteln die Personalausgaben für die pädagogischen Fachkräfte.

„Das ist ein großer Erfolg und eine deutliche Steigerung gegenüber der vorherigen Förderperiode, die jungen Menschen in unserem Land zu Gute kommt“, betone Sozialministerin Stefanie Drese anlässlich der Ausreichung der Zuwendungsbescheide an die Landkreise und kreisfreien Städte für die erste Förderphase im ESF+ bis zum 31.12.2024. Mit der notwendigen kommunalen Kofinanzierung erhöht sich die Förderung zusätzlich.

Drese: „Damit ermöglichen wir eine an der tariflichen Vergütung orientierte Bezahlung der Fachkräfte und es können zusätzliche Stellen geschaffen werden. Land und Kommunen schließen hierzu eine Zielvereinbarung ab, in der sie sich zur gemeinsamen Verantwortung bekennen.“

Durch sozialpädagogische Hilfen in Verbindung mit schulischen und arbeitsweltbezogenen Maßnahmen sollen junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden. So können gezielt die Chancen insbesondere von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Schule, Ausbildung oder auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden.

Die gesamte ESF-Förderperiode zur Förderung der Jugend- und Schulsozialarbeit begann am 01.01.2023 und erstreckt sich über sieben Jahre bis zum 31.12.2029.

Im Einzelnen stellt das Land zur Förderung der Jugendsozialarbeit 25 Millionen Euro (davon 15 Millionen Euro ESF+-Mittel und 10 Millionen Euro Landesmittel) zur Verfügung. Hinzu kommt ein einmaliger Aufschlag aus Landesmitteln von jeweils 500.000 Euro in 2023 und 2024 (erste Förderphase).

Zur Förderung der Schulsozialarbeit stellt das Land den Kommunen in den kommenden sieben Jahren ESF+-Mittel in Höhe von 64,2 Millionen Euro bereit und damit deutlich mehr als in der vorangegangenen Förderperiode.

Zur Förderung der sogenannten sozialraumorientierten Schulsozialarbeit sind darüber hinaus weitere ESF+-Mittel in Höhe von 6,25 Millionen Euro vorgesehen.

„Mit diesem Gesamtpaket und der geplanten engeren Verzahnung der Schul- und Jugendsozialarbeit schaffen wir stabile Rahmenbedingungen für die nächsten sieben Jahre in diesem für die gute Entwicklung junger Menschen so wichtigen Bereich. Damit setzen Land und Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern ein klares Signal für die Zukunft von Kindern und Jugendlichen“, verdeutlichte Ministerin Drese.

Die Jugend- und Schulsozialarbeit ist eine bundesgesetzlich festgeschriebene Pflichtaufgabe der kommunalen Ebene im Rahmen der Jugendhilfe. Das Land unterstützt sie dabei aufgrund der großen Bedeutung des Themas.

Der ESF+ ist das Hauptinstrument der Europäischen Union für Investitionen in den Bereichen Beschäftigung, Soziales, Bildung und Kompetenzen. Darunter zählen unter anderem Vorhaben, die zur Integration von benachteiligten Personen dienen. Das Sozialministerium in Mecklenburg-Vorpommern hat erfolgreich erwirkt, dass die Mittel für die Schulsozialarbeit in Mecklenburg-Vorpommern deutlich erhöht werden.

200 Euro für Berufs-, Fachschüler*innen

Jetzt Vorbereitungen für Online-Antragsverfahren der Einmalzahlung treffen

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg ruft 9.700 Berufs-, Fachschülerinnen und -schüler in Mecklenburg-Vorpommern auf, die Energiepreispauschale des Bundes in Höhe von 200 Euro Mitte dieses Monats zu beantragen. Sie können bereits jetzt einige Schritte erledigen, um später die Einmalzahlung schneller zu erhalten. Der bundesweite Start des Online-Antragsverfahrens ist für den 15. März 2023 geplant.

„Berufs- und Fachschülerinnen und -schüler brauchen dringend diese Unterstützung von 200 Euro“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Die Abstimmungen der Länder mit dem Bund waren nicht immer einfach und haben lange gedauert. Ich bin froh, dass wir nun endlich die Voraussetzungen für die Auszahlung schaffen konnten. Schülerinnen und Schüler müssen selbst auch etwas unternehmen, um die 200 Euro zu erhalten. Mit wenigen Klicks können sie schon heute die Vorbereitungen treffen“, so Oldenburg.

Für die Anmeldung benötigen sie ein BundID-Konto, das sie umgehend anlegen können. Die Identifizierung kann bereits jetzt über ihren Online-Ausweis oder ein ELSTER-Zertifikat erfolgen. Schülerinnen und Schüler, die keine elektronische Identifizierung nutzen wollen oder können, haben aber ebenfalls schon jetzt die Möglichkeit, sich ein Nutzerkonto Bund mittels Benutzernamen und Passwort einzurichten. Erforderlich ist lediglich eine gültige E-Mailadresse.

Wird eine elektronische Identifizierung mittels Online-Ausweis oder ELSTER-Zertifikat nicht genutzt, geben sie bei der Beantragung der Energiepreispauschale neben einem Zugangscode zusätzlich eine PIN ein. Fach- und Berufsschulen stellen in Kürze Zugangscode und PIN der Berufs-, Fachschülerinnen und Fachschüler in Mecklenburg-Vorpommern bereit.

Damit besteht für alle Schülerinnen und Schüler eine Wahlmöglichkeit hinsichtlich der Identifizierung. Die Ausbildungsstätten versenden oder übergeben die Zugangsdaten zum Online-Antrag dann direkt an die antragsberechtigen Berufs-, Fachschülerinnen und Fachschüler.

Weitere Informationen: www.einmalzahlung200.de

 Info-Hotline des Bundes: 0800 2623 003 (kostenfrei),

dienstags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr

Sanierung der Schweriner Friedensschule

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute einen Zuwendungsbescheid des Landes zur Sanierung der Schweriner Friedensschule an Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier übergeben.

„Wir investieren hier in die Zukunft unserer Landeshauptstadt und ganz konkret in die Bildung der Kinder. Das ist der Weg, den wir als Land gemeinsam mit der Landeshauptstadt gehen. Die Friedensschule ist mit seiner beinahe 140-jährigen Geschichte ein traditionsreicher Bildungsstandort in Schwerin. Ich freue mich sehr, dass wir die Schule nun endlich umfangreich sanieren können“, sagte Schwesig.

Gute Schulen seien ein entscheidender Faktor für Chancengleichheit, ein Garant dafür, dass jede und jeder seine Talente und Begabungen entfalten kann. „Gute Schulen, das wollen wir überall in Mecklenburg-Vorpommern. Das ist ein Schwerpunkt der Landesregierung und Pfeiler unserer Bildungspolitik“, betonte die Ministerpräsidentin.

Seit 2016 hat das Land Fördermittel für 490 Schulbauvorhaben zur Verfügung gestellt – insgesamt mehr als 740 Millionen Euro. „Und auch in herausfordernden Zeiten wie der Energiekrise stehen wir an der Seite der Schulen, indem wir sie mit Geldern aus dem MV-Energiefonds unterstützen“, sagte Schwesig.

Weiter erklärte die Ministerpräsidentin: „Wir schaffen die Voraussetzungen für moderne, vernetzte, barrierefreie Schulen, in denen sich alle wohlfühlen; in denen wir die Schülerinnen und Schüler fit machen für die Zukunft und die Lehrerinnen und Lehrer ebenso tolle Arbeitsbedingungen vorfinden.“

OstseeMesse in Rostock eröffnet

Rostock – In Rostock hat Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte die OstseeMesse eröffnet. „Endlich kann es wieder losgehen. Die größte Verbraucherschau des Nordens ist wieder mit einem großen Angebot für alle Gäste geöffnet.

Das Schaufenster der regionalen und überregionalen Produktvielfalt zeigt sich dabei von seiner besten Seite. Der Neustart der Messe ist gelungen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte am Mittwoch vor Ort. Schirmherrin ist Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Die OstseeMesse hat mit über 30 Jahren eine langjährige Tradition. Auf 10.000 Quadratmetern präsentieren sich etwa 200 regionale, nationale und internationale Aussteller auf dem Gelände der Rostocker Hansemesse. Davon stellen 70 Aussteller auf der Messe neu aus.

Die Besucher bekommen ein umfangreiches Angebot für alle Bereiche des täglichen Lebens geboten. 40.000 Besucher konnte die OstseeMesse in 2020 nur wenige Tage vor dem ersten Corona-bedingten Lockdown verzeichnen. „Die Verbindung aus Regionalität, Innovation und Einkaufserlebnis macht diese Messe zu einer der aussteller- und besucherstärksten Messen in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Schulte weiter. Ein besonderer Höhepunkt ist die 1.000 Quadratmeter große Blumenschau.

Neu ist in diesem Jahr der Bereich „Kieken und Köpen“. In diesem werden unter anderem regionale, kleinere Unternehmen und Start-ups mit den Verbrauchern zusammengebracht. Gezielte Marketingmaßnahmen und Möglichkeiten zum Networking komplettieren das Angebot.

Ein buntes Rahmenprogramm mit unterhaltsamen Highlights für alle Altersgruppen auf einer großen Showbühne machen den Besuch der OstseeMesse Rostock darüber hinaus zu einem abwechslungsreichen Erlebnis für Groß und Klein. „Die Messe ist darüber hinaus vor allem auch eine gute Gelegenheit für unsere Unternehmen, die eigene Produktvielfalt und zugehörige Dienstleistungen zu präsentieren.

Eine Messeteilnahme als Aussteller bedeutet für den Anbieter dabei einen direkten Weg zum Kunden. Die Kunden können – im Vergleich zu einer Onlinebestellung – die Ware direkt erleben und ausprobieren. Umso wichtiger ist es für heimische Unternehmen, Messen intensiv zu nutzen, um auf sich und ihre Produkte aufmerksam zu machen. Messen sind dabei ein wichtiges Instrument, um neue Absatzmärkte zu erschließen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte abschließend.

Die 31. Auflage der OstseeMesse findet an fünf Tagen von Mittwoch (01. März 2023 bis Sonntag 05. März 2022) in Rostock auf dem Gelände der HanseMesse statt. In den Jahren 2021 und 2022 konnte die OstseeMesse aufgrund der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden.