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Kategorie: Politik

Rollkollektiv 4 Tore

Neubrandenburg – Zum Start in die letzte Woche ihrer Sommertour besuchte Sportministerin Stefanie Drese am (heutigen) Montag das BMX-Sommercamp des Neubrandenburger Vereins Rollkollektiv 4 Tore. „Der Verein hat eine beeindruckende Entwicklung in den vergangenen sechs Jahren genommen und ist zu einer echten Größe für den Sport und die Jugendarbeit im Land geworden“, teilte Drese nach ihrem Besuch mit.

Das Rollkollektiv 4 Tore gründete sich Ende 2017. Aus den damals zehn Mitglieder sind inzwischen mehr als 70 geworden. „Die Mitglieder, Fördernden und Unterstützenden haben es in dieser kurzen Zeit geschafft, eine selbst finanzierte moderne Halle für alle Rollsportlerinnen und -sportler in Betrieb zu nehmen“, so Drese. Dies sei eine bemerkenswerte Leistung. Auf dem Gelände finden unter anderem Ganztagsschulangebote im BMX- und Scooterfahren, Ferienworkshops sowie zahlreiche Kooperationen mit lokalen Jugendvereinen für Ferienfahrten statt.

Zum zweiten Mal im Jahr 2023 richtet der Verein in dieser Woche das BMX-Sommercamp aus. Bis einschließlich Freitag finden täglich von 9 bis 17 Uhr Trainings für Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 18 Jahren statt. Das Land unterstützt diese und andere Veranstaltungen im Rahmen der Leistungssportförderung über den Landessportbund (LSB). „Die Fördermittel können zum Beispiel für die Finanzierung von Trainingslagern und der Teilnahme an Wettkämpfen mit Fahrtkosten, Übernachtung, Verpflegung eingesetzt werden“, erklärt Drese. Auch die Teilfinanzierung einer Landestrainerstelle sei möglich, so Drese weiter.

Neben den zahlreichen Aktivitäten im Freizeitbereich, widmet sich der Verein der Entwicklung und Förderung sportlicher Talente in der seit 2017 olympischen Disziplin BMX-Freestyle Park. „Dank des Engagements des Rollkollektivs erfreut sich der BMX-Freestyle wachsender Beliebtheit im Land“, stellt die Ministerin fest. Inzwischen werde die Sportart sogar leistungssportlich im Radsportverband MV gefördert. Drese: „Bereits jetzt hat der Verein mit Lillyana Seidler und Max Jimmy Werner zwei hoffnungsvolle Talente hervorgebracht.“ Lillyana Seidler konnte im Juni 2023 an der BMX-Europameisterschaft in Polen teilnehmen. Sie ist bereits im Bundeskader.

Drese lobte darüber hinaus die Aktivitäten des Vereins in der Kinder- und Jugendarbeit über das sportliche Training hinaus. „Hochverdient wurde das Rollkollektiv 2022 als Landessieger im Wettbewerb ‚Sterne des Sports‘ ausgezeichnet“, so die Ministerin. Mit dem Projekt „Sport verbindet, baut Vorurteile ab und Freundschaften auf“ konnte sich das Rollkollektiv 4 Tore somit für das Bundesfinale im Januar 2023 in Berlin qualifizieren und erzielte dort einen den 4. Platz.

Auf Wirtschaftstour

Unternehmensbesuche bei Palmberg Büroeinrichtungen + Service GmbH und PMC Rehna GmbH

Schönberg – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat sich am Montag (21.08.) bei zwei Unternehmen im Landkreis Nordwestmecklenburg – Palmberg Büroeinrichtungen + Service GmbH in Schönberg und die Projects & Manufacturing in Composites (PMC GmbH) in Rehna – über aktuelle Vorhaben informiert.

„Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern viele engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer, die jeden Tag Verantwortung übernehmen, sich mit eigenem Risiko engagieren und zukunftsorientierte Arbeitsplätze bereitstellen. Das erfordert Mut, Leidenschaft, Durchhaltevermögen und vor allem eine hohe Innovationsbereitschaft.

Das zeichnet auch die Unternehmen Palmberg und PMC aus. Aus der Region Nordwestmecklenburg heraus werden Produkte entwickelt und produziert, die national und international gefragt sind. Das ist beste Werbung für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Das familiengeführte Unternehmen Palmberg Büroeinrichtungen + Service GmbH aus Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) entwickelt und produziert Büromöbeleinrichtungen. Nach Unternehmensangaben werden die selbst produzierten Möbel in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Österreich, Luxemburg und in die Schweiz verkauft.

Auf 25.000 Quadratmetern Produktionsfläche werden täglich 700 Schreibtische, 800 Büroschränke, 300 Bürocontainer, 230 Kommunikationsmöbel und knapp 250 Akustikelemente für den europäischen Büromöbelmarkt produziert. An den Standorten in Schönberg und Rehna sind derzeit rund 620 Mitarbeitende tätig.

„Als Teil des verarbeitenden Gewerbes Mecklenburg-Vorpommerns ist das Unternehmen seit Jahrzehnten ein wichtiger Arbeitgeber der Region und stärkt dank der erfolgreichen Unternehmensentwicklung die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Zugleich nimmt Palmberg eine wichtige gesellschaftliche Rolle ein – es wird stetig in die Ausbildung junger Menschen investiert, ergreift Maßnahmen, um die Energieeffizienz im Unternehmen zu steigern und unterstützt regionale Vereine und Verbände“, sagte Meyer.

Die PMC GmbH ist ein Unternehmen der Faserverbundtechnologie, entwickelt und produziert Bauteile und Produkte aus Faserverbundwerkstoffen wie glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) oder carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK).

Dabei handelt es sich unter anderem um Anwendungen für den Schienenfahrzeugbau, E-Mobilität, Medizintechnik, Gehäusebau, Möbel- und Mockup-Bau (= materialechtes Vorführmodell, das den originalgetreuen Maßstab wiedergibt).

Das Unternehmen hat im Jahr 2008 eine Niederlassung in Rehna eröffnet; derzeit sind dort rund 20 Mitarbeitende tätig. „Mit Ideenreichtum und klugem Vorausdenken ist es der PMC GmbH gelungen, sich einen guten Namen zu erarbeiten. Das geht vor allem auf die unternehmensinternen Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung zurück.

In enger Kooperation zwischen Wissenschaft und Forschung sind hier in Rehna wettbewerbsfähige Produkte entstanden. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die PMC GmbH auf diesem Weg“, sagte Meyer.

Die PMC GmbH wurde im Rahmen der Richtlinie für Forschung, Entwicklung und Innovation seit dem Jahr 2009 vom Wirtschaftsministerium bei vier Projekten unterstützt. Das Gesamtprojektvolumen betrug mehr als zwei Millionen Euro; aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) gab es Unterstützungen in Höhe von über 1,1 Millionen Euro.

Mobiler Rettungsturm für Wohlenberger Wiek

Meyer: Investitionen in touristische Infrastruktur schaffen gute Urlaubsbedingungen

Klütz – Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer hat heute einen Zuwendungsbescheid an die Stadt Klütz (Landkreis Nordwestmecklenburg) übergeben.

„Die Region rund um die idyllisch gelegene Stadt Klütz ist ein attraktives Ziel für Urlaubende, Tagesausflügler und Einheimische. Vor allem die Wohlenberger Wiek erfreut sich großer Beliebtheit. Künftig soll dort am Badestrand ein mobiler Rettungsturm für die DLRG stehen.

Investitionen in die touristische Infrastruktur wie diese sind ein wichtiger Baustein, um den Gästen gute Urlaubsbedingungen zu bieten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Die Wohlenberger Wiek ist eine Bucht im Westteil der Wismarer Bucht, die nach dem Ort Wohlenberg, einem Ortsteil von Klütz, benannt wurde. Sie verfügt über eine bis zu 300 Meter breite Flachwasserzone und im Südteil eine flache, feinsandige Küste mit Dünen.

Im Norden wird die Bucht von der Tarnewitzer und der Hohen Wieschendorf Huk begrenzt. Es ist beabsichtigt, einen bewachten Badestrand in der Wohlenberger Wiek auszuweisen. Hierfür ist die Anschaffung eines mobilen Rettungsturmes für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG) notwendig.

„Der Strand bietet zahlreiche Möglichkeiten, die freie Zeit zu genießen. Damit es ein unbeschwerter Urlaub wird, steht die DLRG bereit und bietet eine erhöhte Sicherheit am und im Wasser“, sagte Meyer.

Die Gesamtinvestition beträgt knapp 57.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 34.000 Euro.

Unterstützung bei Belastung

Polizistinnen und Polizisten erhalten in Belastungssituationen Unterstützung

Schwerin – Ein Verkehrsunfall mit insgesamt 85 Fahrzeugen, acht getöteten Menschen und mehr als 100 Verletzten. Dieser Massenunfall ereignete sich am 8. April 2011 auf der Bundesautobahn 19 wegen eines Sandsturms. Mehr als 600 Ersthelfer und Einsatzkräfte waren damals vor Ort. Ein Mann bedroht mit einem Messer einen Anwohner in einem Mehrfamilienhaus.

Als Polizeieinsatzkräfte zum Ort des Geschehens kommen, läuft der Mann erneut mit einem Messer auf die Einsatzkräfte zu und bedroht diese. Die Beamten müssen schießen – dem Mann in Bein und Oberkörper. Beide Fälle sind zum Teil extreme Ausnahmesituationen, aber durchaus Realität für Polizistinnen und Polizisten in unserem Land.

„Wir haben heute ein System entwickelt, in dem jede Beamtin und jeder Beamter angesprochen wird, ob es der Nachsorge bedarf. In akuten Belastungssituationen unterstützt das Team der sozialen Ansprechpartner sowohl die betroffenen Einsatzkräfte als auch die Führungskräfte“, sagt Landesinnenminister Christian Pegel.

Seit 2002 gibt es in Mecklenburg-Vorpommern das ehrenamtliche Einsatznachsorgeteam „SbE-Team M-V“ (SbE= Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen), ein Nachsorgeteam, das Einsatzkräfte nach belastenden bzw. schwierigen Einsätzen unterstützt und begleitet. Im Team sind aktuell 42 speziell ausgebildete Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Bundeswehr, Wasser-/Seenotrettung und THW (sogenannte Peers) sowie Psychologen, Fachärzte und Pastoren (Psychosoziale Fachkräftelandesweit ehrenamtlich aktiv.

„Dieses Team steht den betroffenen Einsatzkräften zeitnah und kostenfrei zur Verfügung. Das Angebot richtet sich nur an Einsatzkräfte und nicht an andere Betroffene eines Einsatzes. Angeboten werden neben Einzel- und Gruppennachbesprechungen auch Informations- und Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). In Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen kann das Team auch bei der Vermittlung professioneller Ansprechpartner z.B. Psychotherapeuten und Fachärzte behilflich sein“, so der Minister und:

„Die Mitglieder des SbE-Teams M-V unterliegen selbstverständlich der Verschwiegenheit und dem Datenschutz. Das SbE-Team kann über alle Leitstellen des Landes, die beiden Teamleiter oder die Landeszentralstelle PSNV angefordert werden.“

Neben diesem Angebot in extremen Situationen, wurde die Verwaltungsvorschrift „Gesundheitliche Prävention bei Tätigkeiten in psychisch belastenden Phänomenbereichen und Nachsorge nach belastenden Einsatzlagen“ zum 1. März 2022 erlassen. Zudem ist die „Konzeption zur Umsetzung der gesundheitlichen Prävention bei Tätigkeiten in psychisch belastenden Phänomenbereichen und Nachsorge nach belastenden Einsatzlagen“ als Anlage der VV Prävention und Nachsorge gleichzeitig in Kraft getreten.

„Ziel ist, unter anderem die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in psychisch belastenden Bereichen zu verbessern. Ein zentraler Bestandteil ist dabei die grundsätzlich verpflichtende Teilnahme an Supervisionen für die betroffenen Beschäftigten“, erklärt der Minister.

„Die verpflichtenden Supervisionen sind für die Arbeitsbereiche bestimmt, die regelmäßig und intensiven Umgang mit der Bearbeitung von Tötungs- und Sexualdelikten, Straftaten zum Nachteil der sexuellen Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen, Kriminaltechnik mit dem Schwerpunktbereich forensische Informations- und Kommunikationstechnik, Todesermittlungsverfahren haben.“ Darüber hinaus wird den Beschäftigten die freiwillige Teilnahme an Supervisionsgesprächen ermöglicht.

„Diese Entwicklung stellt einen neuen Weg innerhalb der Landespolizei dar, der erst noch Akzeptanz erarbeiten muss und deshalb im Steigflug ist und über mehrere Jahre Entwicklung braucht. Diese Entwicklung macht aber Sinn, um die langfristige Gesunderhaltung der Kolleginnen und Kollegen zu sichern“, sagt Innenminister Christian Pegel.

CSD in Neubrandenburg

Drese: Mit Entschlossenheit für unsere Werte einer offenen Gesellschaft und die Menschenrechte einstehen

Neubrandenburg – Sozialministerin Stefanie Drese sieht in der regen Beteiligung und hohen Aufmerksamkeit des Christopher Street Days (CSD) in Neubrandenburg am Sonnabend ein kraftvolles und wichtiges Zeichen für Freiheit, Lebensfreude und Weltoffenheit.

Mit ihrer Teilnahme am CSD Neubrandenburg wollte Drese ausdrücklich ein politisches Statement gegen Hass und Hetze setzen. Leider seien Akzeptanz, Toleranz und Selbstbestimmung noch immer nicht selbstverständlich. Das würden aktuelle Vorfälle von Diskriminierung und queerphoben Anfeindungen zeigen, so die Ministerin.

Drese: „Ganz besonders erschüttert hat uns das abscheuliche Hissen einer Hakenkreuzflagge an Stelle der Regenbogenflagge am Neubrandenburger Bahnhof. Ein Angriff, für dessen Schrecklichkeit und Dumpfheit man kaum Worte finden kann und einer, der das Mark der Demokratie und unserer Gesellschaft insgesamt trifft.“

„Auf diese Taten kann es nur eine Antwort geben: Lassen Sie uns geschlossen und entschlossen gegen diese Attacken vorgehen. Lassen Sie uns mit Mut und Durchsetzungskraft für unsere Werte einer offenen Gesellschaft und die Menschenrechte einstehen.

Lassen Sie uns Farbe bekennen. Lassen Sie uns bunt, schrill, laut und unübersehbar sein – so wie heute“, betonte Drese in ihrer Ansprache auf dem CSD.

Die Ministerin informierte darüber, dass derzeit der „Landesaktionsplan für die Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ in einem breiten Beteiligungsprozess fortgeschrieben werde. Gerade sei die zweite Phase einer offenen Umfrage abgeschlossen worden, um zu erfahren, wo Verbesserungspotential besteht und welche Maßnahmen das Land ergreifen soll.

„Wir werden nun die fast 2500 Hinweise auswerten. Anschließend werden diese Vorschläge dann in unseren neuen Aktionsplan einfließen, der die nächsten fünf Jahre unser politisches Handeln für Vielfalt und Gleichstellung formen soll“, so Drese.

Campingplatz Prerow

Auswahlverfahren erfolgreich abgeschlossen

Prerow – Auf dem Weg zu einer naturverträglichen Betreibung des bekannten Campingplatzes bei Prerow im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft wurden in einem zweiten Verfahrensschritt innovative Konzeptionen eingereicht. Ein Auswahlgremium prüfte und bewertete eingehend vier Feinkonzepte und Pachtpreisangebote.

Dessen Vorschlag zur Reihung der Bewerber folgten das Kuratorium der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern und abschließend Minister Dr. Backhaus. Mit dem erstplatzierten Unternehmen, der Camper`s Friend GmbH, werden jetzt im nächsten Verfahrensschritt Verhandlungen zum Pachtvertrag aufgenommen.

In Anbetracht der Qualtät der eingereichten Feinkonzepte der vier Bewerber und des gezeigten Ideenreichtums, sieht sich Umweltminister Dr. Backhaus im Vorgehen des Landes und der Stiftung bestätigt.

„Alle vier Unternehmen haben sich intensiv mit den Möglichkeiten einer naturschutzgerechten, klimafreundlichen und sozialverträglichen Entwicklung des Campingplatzes auseinandergesetzt. Mit diesem Verfahren wurde der Grundstein für eine innovative Campingplatzentwicklung und eine gedeihliche Zusammenarbeit in der Region gelegt. Ich danke allen Bewerbern für das große Engagement, gleichwohl muss die Entscheidung für ein Unternehmen getroffen werden,“ und eröffnete das Ergebnis: „Das Unternehmen Camper`s Friend GmbH erzielte mit seinem Konzept die höchste Bewertung des Auswahlgremiums.“

Wenn jetzt die Pachtvertragsverhandlungen erfolgreich verlaufen, wird das junge, in Hamburg ansässige Unternehmen eine GmbH zur Betreibung in Prerow gründen, damit Steuern und Abgaben in der Region bleiben. Es konnte überzeugen, dass eine intensive Zusammenarbeit in der Region und enge Naturverbundenheit ihr Kernanliegen sind. Allen Mitarbeitern soll ein Beschäftigungsangebot zu fairen Konditionen unterbreitet werden und auch alle Dauercamper können bleiben.

„Das Konzept besticht durch Innovationen und Geschlossenheit in der Verbindung von Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung.“ so Minister Backhaus, der dem Vorschlag des Auswahlgremiums gern gefolgt ist.

Dem Gremium aus Vertretern des Flächeneigentümers, des Landes MV mit den Ministerien für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt sowie dem für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, der Stiftung Umwelt-und Naturschutz M-V und dem Nationalparkamt sowie Fachexperten aus Tourismus, Camping und der Wissenschaft, fiel in Anbetracht der ideenreichen Konzepte und Präsentationen die Wahl nicht leicht. Im Vorfeld abgestimmte Bewertungskriterien und Gewichtungen führten schließlich zu einer Reihung nach bester Punktzahl.

Der Auswahl der vier Bewerber ging im ersten Schritt eine öffentliche Bekanntmachung des Nationalparkamtes Vorpommern und der Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V voraus. An dem Aufruf zum Bekunden des Interesses beteiligten sich sieben Unternehmen. In diesem Teil des Verfahrens prüfte ein Gremium die Rahmen-Kriterien.

Mit der langfristigen Verpachtung soll ein qualitativ hochwertiger Campingbetrieb gewährleistet werden, der die Schutzziele im Nationalpark und europäischen Vogelschutzgebiet ebenso berücksichtigt, wie die Kriterien der ECOCAMPING-Zertifizierung. Weitere Ziele sind eine wirtschaftlich stabile Situation, Familienfreundlichkeit, der Erhalt von Arbeitsplätzen und eine gesicherte Infrastruktur-, Dienstleistungs- und Servicequalität (BVCD/DTV-Zertifikat).

Der traditionelle Campingplatz am Prerower Nordstrand wurde 1990 Bestandteil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Sein Fortbestand war in der Nationalparkverordnung mit einer Begrenzung der Stellplatzzahl gesichert. Eine nationalparkgerechte Entwicklung des Campingplatzes und die Einhaltung europäischen Naturschutzrechtes konnten seitdem nicht im erforderlichen Umfang gewährleistet werden. Mit Übernahme großer Teile des Gebietes durch das Land M-V und durch die Landesstiftung kommt dieses seinen gesetzlichen Verpflichtungen nach und wird die Schutz- und Nutzungsinteressen schrittweise annähern.

Die zur Verpachtung angebotene Fläche beträgt aktuell etwa 29,7 Hektar und wird sich zum 1.1.2033 noch auf verbleibende 27,3 Hektar verringern. Im Areal G erfahren Dünenflächen bereits vorher mehr Schutz, indem ab  2024 die Zahl der Stellplätze halbiert wird. Auch durch Rückbauten und eine klimaneutrale nachhaltige Bauweise der nötigen Infrastruktur wird der Campingplatz künftig umweltschonender betrieben.

Die Strandfläche wird auch künftig öffentlich nutzbar bleiben, auch der Waldcharakter bleibt erhalten und die Wälder können über die Wege weiterhin erreicht werden.

Um- und Ausbau des Meeresmuseums

Schwesig: Meeresmuseum wird auch in Zukunft ein tolles Erlebnis für unsere Gäste

Stralsund – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute gemeinsam mit Bundesbauministerin Klara Geywitz die Baustelle des Meeresmuseums in Stralsund besucht.

„Das Meeresmuseum ist ein kulturelles und wissenschaftliches Aushängeschild Mecklenburg-Vorpommerns. Mit jährlich mehr als 800.000 Besucherinnen und Besuchern zählen Meeresmuseum und Ozeaneum zu den zehn beliebtesten Museen in Deutschland. Und auch in Zukunft wollen wir unseren Gästen ein tolles Erlebnis bieten“, sagte Schwesig.

Seit 2020 wird das Meeresmuseum umfangreich umgebaut und saniert. Wegen gestiegener Baukosten infolge der Corona-Pandemie und des Ukrainekrieges hatten sich Bund und Land im Juli darauf verständigt, zusätzlich 11,1 Millionen Euro zu investieren. Das gesamte Investitionsvolumen wächst damit auf 51,1 Millionen Euro.

Schwesig: „Wir sind stolz auf unser Meeresmuseum. Beim Rundgang heute haben wir gesehen, wie gut die Bauarbeiten vorangehen. Wir alle können uns auf die Wiedereröffnung freuen.“

„Mecklenburg-Vorpommern und der Bund stärken beide den Museumsstandort Stralsund mit seinem einzigartigen Meeresmuseum und dem Ozeaneum. Die Welt des Meeres und ihre Bedeutung für unser Klima interessieren tausende von Menschen von überall her. Diesen Lern- und Begegnungsort zu erhalten, ist daher sehr wichtig“, erklärte die Bundesministerin Klara Geywitz.

„Das neue Meeresmuseum wird mit seinen Ausstellungen und Aquarien die Faszination der Meere und Ozeane vermitteln und Wege zu ihrem Schutz und ihrer nachhaltigen Nutzung aufzeigen“, sagte Prof. Burkard Baschek, wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Meeresmuseums. „Die Modernisierung unseres Stammhauses stellt uns aufgrund der aktuellen Krisen vor besondere Herausforderungen. Wir sind daher umso dankbarer für die großzügige Unterstützung durch die Bundesregierung und das Land Mecklenburg-Vorpommern.“

MoorFutures erneut ausgezeichnet

MoorFutures erhalten erneut Auszeichnung durch die Vereinten Nationen

Schwerin – Die MoorFutures des Kompetenzzentrums Ökowertpapiere im Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt wurden als Top 10-Projekt der aktuellen UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen ausgezeichnet. MoorFutures-Projekte werden mittlerweile in den vier norddeutschen Flächenländern erfolgreich umgesetzt, mit den Erlösen aus dem Verkauf von MoorFutures wird die Klimaschutzleistung der Moore wiederhergestellt.

Weltweit sehen sich Ökosysteme einem hohen und eher zunehmenden Nutzungsdruck gegenüber, der oftmals mit einer starken Beeinträchtigung, wenn nicht gar Zerstörung des Ökosystems einhergeht. Diese Entwicklung wird durch den Klimawandel nochmals verstärkt, der nun auf geschwächte Biotope trifft. Mit der Ausrufung der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen 2021–2030 wollen die Vereinten Nationen weltweit dazu beitragen, dass sich die Menschen verstärkt für die Rückgewinnung lebenswichtiger Ökosysteme einsetzen.

Die in Mecklenburg-Vorpommern entwickelten Ökowertpapiere Waldaktie, MoorFutures, Streuobstgenussschein und HeckenScheck zielen genau darauf ab. Nun wurden die MoorFutures als offizielles UN-Dekadeprojekt ausgezeichnet.

„Über diese Auszeichnung freue ich mich ganz besonders“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Sie zeigt, dass unsere Ökowertpapiere auch in ihrem übergreifenden Ansatz anerkannt werden. Ein Moor wiederzuvernässen ist eben nicht „nur“ Klimaschutz oder „nur“ Artenschutz. Die Wiederherstellung von Ökosystemen ist auch immer ein Stück Anpassung an den Klimawandel: wieder hergestellte Moore puffern Extremwetterereignisse ab. Über die Wasserverdunstung wirken sie kühlend auf die Region. Ein gestörtes Ökosystem kann diese Leistungen nicht mehr erbringen.“

Genau hier setzt auch die UN-Dekade ein. So sind intakte Ökosysteme eine zentrale Voraussetzung, um die Lebensgrundlagen der Menschen zu verbessern, dem Klimawandel entgegenzuwirken und den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten. „Hier gilt es Synergien zu erschließen!“, so der Minister. „Zu einer ehrlichen Bilanz der Wertschöpfung auf einer Fläche gehören auch immer die dort erbrachten Ökosystemleistungen!“

Die UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen 2021 bis 2030 zielt darauf ab, weltweit die geschädigten Ökosysteme wieder weitestgehend herzustellen. Sie sollen damit in die Lage versetzt werden, eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt zu spielen. Für Mecklenburg-Vorpommern sind die Moore besonders wichtig, da etwa ein Drittel der Treibhausgasemissionen des Landes aus trockenen Mooren stammt. Weitere Informationen zur UN-Dekade: https://www.undekade-restoration.de/

Weitere für den Umweltbereich besonders relevante UN-Dekaden waren u. a.:

  • UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), 2005 bis 2014,
  • UN Dekade Biologische Vielfalt, 2011 bis 2020.

Die in Mecklenburg-Vorpommern entwickelten Ökowertpapiere Waldaktie, MoorFutures, Streuobstgenussschein und HeckenScheck sind alternative Finanzierungsinstrumente für die Finanzierung der Basisbiotope Wald, Moor, Streuobstwiese und Hecke. Die durch den Verkauf erzielten Einnahmen ermöglichen die Neuanlage bzw. Wiederherstellung der genannten Biotope. Die Ökowertpapiere stehen aber auch für die gesellschaftlich relevanten Ökosystemleistungen, die sie abbilden. So wird durch die Wiedervernässung eines Moores die Treibhausgasemission deutlich, d. h. um bis zu 30 Tonnen CO2eq. Pro Hektar und Jahr gesenkt.

Die Ökowertpapiere wurden bereits mehrfach im Kontext der genannten UN-Dekaden ausgezeichnet. Nicht zuletzt auch darin zeigt sich deren Wirkungsvielfalt. Davon unabhängig haben die Auszeichnungen die Bedeutung eines Qualitätssiegels, das zur Reputation der Projekte beiträgt.

Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt hat im Herbst 2021 das Kompetenzzentrum Ökowertpapiere geschaffen. Ziel ist es, die bestehenden Ökowertpapiere weiter zu entwickeln. Darüber hinaus sollen auch neue Ökowertpapiere geschaffen werden.