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Kategorie: Politik

Neue WC-Anlagen

Meyer: Wichtiger Bestandteil kommunaler Infrastruktur

Rostock – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat heute einen Fördermittelbescheid an die Stadt Rostock übergeben. „Wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Infrastruktur in den Kommunen sind auch öffentliche Toilettenanlagen, die zeitgemäß und barrierefrei gestaltet sind. Deshalb unterstützen wir die Hansestadt Rostock bei den Modernisierungsmaßnahmen für insgesamt drei Anlagen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Geplant ist, in Evershagen in der Nähe des Einkaufszentrums „Am Scharren“ ein öffentliches WC neu zu errichten. Der Bau ist nach Angaben der Stadt im Jahr 2024 geplant. Bereits fertiggestellt sind die Toilettenanlagen an den Strandaufgängen 1 und 3 in Warnemünde. Die bisherigen Anlagen stammten aus den 90er Jahren, waren optisch und technisch stark verschlissen.

„Wir danken der Landesregierung für die Unterstützung“, so Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger. „Moderne und saubere öffentliche Toiletten überall in der Stadt sind ein Wunsch, der bei Rostocker*innen und Gästen unserer Stadt immer ganz oben steht. Mit den nun geförderten Anlagen verbessern wir das vorhandene Anlagennetz aus 33 öffentlichen WC-Anlagen in kommunaler Verantwortung.“

Die Gesamtinvestition für beide Vorhaben beträgt knapp 697.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 416.000 Euro.

ZOB am Hauptbahnhof

Ab Montag (14. August) rollen die Busse wieder – rebus betreibt den modernsten Zentralen Omnibusbahnhof des Landes

Rostock – Vor einem Jahr war der Baustart für den in die Jahre gekommenen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) der rebus Regionalbus Rostock GmbH am Rostocker Hauptbahnhof. Mit Unterstützung des Landkreises Rostock und des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurde der ZOB in den vergangenen zwölf Monaten barrierefrei umgebaut und modernisiert. Ab Montag, den 14. August, ist der Zentrale Busbahnhof in Rostock wieder für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und Fernverkehr geöffnet.

Bereits heute (09.08.) fand die offizielle Einweihungsfeier mit dem Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Reinhard Meyer, dem Landrat des Landkreises Rostock, Sebastian Constien, und dem Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Warnow, Stefan Wiedmer, sowie weiteren Gästen statt. Gefördert wurde das Bauvorhaben vom Land Mecklenburg-Vorpommern mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf drei Millionen Euro.

„Der ZOB ist ein neues Aushängeschild für Rostock, das sich hervorragend ins Stadtbild einpasst“, betonte heute Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. „Das Land hat das Modernisierungsvorhaben unterstützt, um die verkehrspolitischen Ziele wie die Verkehrs- und Antriebswende in Mecklenburg-Vorpommern weiter voranzubringen. Der Omnibusbahnhof ist für die Menschen in der Region, für die Touristen und ankommende Gäste im Fernverkehr das Tor zu unserem Land und somit eine besonders wichtige Visitenkarte für Mecklenburg-Vorpommern“, so der Minister.

Über die erfolgreiche Kompletterneuerung innerhalb nur eines Jahres freute sich auch der Landrat des Landkreises Rostock, Sebastian Constien: „Eine moderne und barrierefreie Infrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung für einen attraktiven Öffentlichen Personennahverkehr. Durch die zusätzlichen Angebotserweiterungen auf den Linien 113 von Rostock nach Laage und 220 von Gnoien nach Tessin ab 28. August 2023 wird der Nahverkehr im Landkreis und im Stadt-Umland-Verkehr erneut deutlich ausgebaut und durch das kostengünstige Deutschlandticket für immer mehr Bürgerinnen und Bürger eine lohnende Alternative zum motorisierten Individualverkehr. Der neue ZOB ist dabei Dreh- und Angelpunkt für unsere Takt- und Regionalverkehre und wichtiger Baustein für die Verkehrswende“, machte der Landrat deutlich.

„Der barrierefrei und familienfreundlich umgestaltete Zentrale Busbahnhof in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, der durch die rebus Regionalbus Rostock GmbH betrieben wird, ist sicher einer der modernsten Verkehrsknotenpunkte des Landes. Er zeichnet sich jetzt vor allem neben seiner verkehrspolitischen Bedeutung auch durch eine höhere Aufenthaltsqualität und Sicherheit aus und lädt mit dem neuen Spielplatz und der nachhaltigen Gestaltung und Begrünung zum Verweilen ein“, unterstrich rebus-Geschäftsführer Thomas Nienkerk.

Die Modernisierung des 30 Jahren alten ZOB konnte mit Hilfe des Planungsbüros aib Bauplanung Nord aus Rostock und der Baufirma Geltmeier aus Güstrow in der Rekordzeit von nur zwölf Monaten umgesetzt werden – trotz der widrigen Bedingungen im Untergrund, dem langen und sehr nassen Winter und der allgemeinen Lieferschwierigkeiten und Kostensteigerungen in allen Bereichen. Hierzu war es jedoch notwendig, den ZOB ab Februar 2023 zu sperren und die Zusammenarbeit zwischen allen Partnern fortlaufend und unkonventionell zu koordinieren, um den Zeitplan einhalten zu können.

Neben den sichtbaren Veränderungen wurden auch im Untergrund erhebliche Leistungen vollbracht, alle Wasser- und Abwasserleitungen erneuert und große Auffangsysteme geschaffen, damit das Niederschlagswasser bei Starkregen nicht umliegende Bereiche gefährdet und langsam abgeleitet werden kann.

Dank der neuen digitalen Informationssysteme ist nun auf einen Blick erkennbar, von welcher Haltestelle die Busse abfahren. Diese Informationen werden Menschen mit Sehbeeinträchtigung auf Knopfdruck vorgelesen. Darüber hinaus erhöhen ein neues Beleuchtungskonzept und taktile Bodenleitsysteme die Sicherheit. Bei der Planung wurden auch ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt. So bieten eine klimaresistente Bepflanzung und begrünte Fahrgastunterstände Insekten und anderen Kleinstlebewesen einen Lebens- und Rückzugsraum. Das neue Lichtkonzept trägt dazu bei, die Lichtemissionen zu minimieren und berücksichtigt unter anderem die Bedürfnisse der Fledermäuse. Die Scheiben an den Aufbauten sind mit Vogelschutzstreifen versehen.

Die bepflanzten Fahrgastunterstände und neuangelegten Aufenthaltsbereiche mit Sitzmöglichkeiten sorgen auch bei heißen Außentemperaturen für eine angenehme Überbrückungszeit. Für die jüngsten Fahrgäste gibt es einen farbenfrohen Spielplatz mit einem Holzbus als Highlight. Darüber hinaus stehen am ZOB kostenloses WLAN und stationäre Fahrkartenautomaten an der Haupthaltestelle zur Verfügung.

Rebus-Geschäftsführer Thomas Nienkerk bedankte sich bei allen Beteiligten, die zu dem erfolgreichen Umbau beigetragen haben. „Jetzt macht Busfahren in Rostock und im Landkreis Rostock noch mehr Spaß“, ist sich Nienkerk sicher.

Die rebus Regionalbus Rostock GmbH ist im Auftrag ihres Gesellschafters, dem Landkreis Rostock, für den öffentlichen Personennahverkehr und den gesamten Schüler- und Ausbildungsverkehr im Bediengebiet des Landkreises Rostock zuständig. Die jährliche Fahrleistung des Unternehmens mit 180 Fahrzeugen und 76 Regional- und sechs Stadtlinien liegt bei ca. 9,0 Millionen Fahrplankilometern. Die Fahrzeugflotte ist inzwischen weitestgehend barrierefrei ausgestattet. Rebus fährt insgesamt rund 1.600 Haltestellen mit ca. 2.500 Haltebereichen an. Derzeit beschäftigt rebus über 300 Mitarbeiter, davon 220 Buskraftfahrer.

Forschungsstandort Vorpommern

Anklam – „Der ländliche Raum – Vielfalt ist seine Stärke“. Unter diesem Motto hat der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, heute seine Sommertour durch Mecklenburg-Vorpommern gestartet.

„Klimawandel, Energiewende, Ernährungssicherheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt – das sind die Schlagworte und Themen, über die in unserer Gesellschaft aktuell intensiv diskutiert wird und die sich teilweise vermeintlich ausschließen. Dem ländlicen Raum kommt hierbei eine ganz besondere Rolle zu, denn dort werden unsere Lebensmittel letztlich produziert und auch Anlagen zur Erzeugung und Nutzung von erneuerbaren Energien werden in weiten Teilen in ländlichen Gegenden implementiert.

Für mich ist deshalb klar, die Zukunft liegt im ländlichen Raum. Hier fallen Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung in besonderem Maße zusammen. Von der Sommertour verspreche ich mir, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, um sie in Entscheidungsprozesse einzubinden. Ich möchte erfahren, welche Herausforderungen es vor Ort konkret gibt, welche Lösungsideen bereits existieren und wie man diese weiterentwickeln kann.

Es geht mir nicht darum zu zeigen, was alles nicht geht, sondern die vielen innovativen Projekte, die hierzulande u.a. in den Bereichen Agrarfoschung, Küstenschutz, Umweltbildung und erneuerbarer Energien bereits auf den Weg gebracht wurden, zu unterstützen“, sagte der Minister zum Auftakt seiner Sommertour auf der Insel Riems bei Greifswald. Dort besuchte er zunächst das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem Bundesinstitut für Tiergesundheit, um dann ins Bioökonomiezentrum Anklam weiterzureisen.

„Der erste Tag meiner Sommertour nimmt den Forschungsstandort Mecklenburg-Vorpommern in den Blick. Kaum einer weiß, dass sich unser Land in den vergangenen Jahren zu einem anerkannten Hochschul- und Forschungsstandort entwickelt hat“, sagte Minister Backhaus und würdigte in diesem Zusammenhang das FLI als einen seit Jahren starken Partner und Berater des Landes. Die intensive Zusammenarbeit hat sich insbesondere während der BSE-Krise 2000, dem Ausbruch der Geflügelpest 2006 und der Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest, die 2021 erstmals M-V erreichte, bewährt.

„Sofern die Europäische Kommission unserem Ersuchen, die ASP-Sperrzonen im Landkreis LUP aufzuheben zustimmt, wäre es in Deutschland erstmals gelungen ASP-Sperrzonen vollständig aufzuheben. Ein wichtiger Schritt zurück zur Normalität in den betroffenen Gemeinden.“

Im Bioökonomiezentrum Anklam informierte sich Minister Backhaus über die Produkte und Projekte der 16 dort ansässigen Firmen, die u.a. an einem Mittel gegen Demenz und Diabetes aus Rohstoffen der Landwirtschaft, Kraftstoffen aus organischen Abfällen, medizinischem Hanf oder dem Recycling von Klärschlamm zur Gewinnung von Dünger forschen.

„Die Bioökonomie leistet die Transformation von einer Erdöl-basierten Wirtschaft hin zu einer Wirtschaft, in der fossile Ressourcen durch verschiedene nachwachsende Rohstoffe ersetzt werden. Sie ist zentral für die künftige globale Ernährungs­sicherung und stellt nachwachsende Rohstoffe für vielfältige Anwendungsbereiche bereit. Bioökonomie und Bioökologie sind die Wachstumsmotoren der Zukunft.

Heute werden bereits mehr als 800 Mrd. Euro Umsatz im Jahr mit diesen Produkten in Europa  gemacht. Wir haben gute Ausgangsbedingungen und müssen entschieden agieren, um den Wohlstand für die künftigen Generationen zu sichern. Ich möchte Mecklenburg-Vorpommern als Standort sowohl für die Grundlagenforschung im Bereich Bioökonomie entwickeln wie auch die Anwendung der gewonnen Erkenntnisse und damit Wertschöpfung im Land schaffen“, sagte Backhaus.

Im Bereich Ernährung und nachwachsende Rohstoffe wurden im Rahmen der Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation im Zeitraum von 2015 bis 2022 insgesamt 29 Projekte mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt über 17 Millionen Euro bewilligt.

Im Verbundvorhaben „UltraPulp – Extraktion von Zuckerrüben-Pektin-Oligo-Sacchariden“ des Unternehmens Suiker Unie GmbH Anklam und dem Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnik (ZELT) gGmbH geht es zum Beispiel darum, aus dem Restsaft der Rüben spezifische Substanzen zu gewinnen, um diese  etwa als Pulver für Backwaren einzusetzen. Die Zuckerrübe hat wertvolle Inhaltsstoffe, die bisher nicht genutzt werden, und erfährt damit eine Aufwertung.

Im Verbundvorhaben „FermMixDrink – Innovative, malzbasierte, alkoholfreie Getränke“ des Unternehmens Störtebeker Braumanufaktur GmbH, Stralsund, und dem ZELT soll eine neue alkoholfreie, durstlöschende Getränkeserie entwickelt werden.

Weitere relevante außeruniversitäre Forschungseinrichten, die sich der Bioökonomie widmen, sind hierzulande das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN), das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie sowie das Leibniz-Institut für Ostseeforschung.

An der Universität Rostock befasst sich insbesondere die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät mit bioökonomischen Themen und auch die Universität Greifswald tritt unter anderem als Partner im Norddeutschen Zentrum für Mikrobielle Genomforschung (NZMG) in Erscheinung. Anfang März diesen Jahres erfolgte die Inbetriebnahme des Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie am Greifswalder Campus. Seit dem Wintersemester 2022/2023 bietet die Universität Greifswald einen Bioökonomie-Masterstudiengang an.

Berufe im frühpädagogischen Bereich

Oldenburg: Der Erzieherberuf wird stark nachgefragt

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern gab es in den vergangenen beiden Schuljahren wesentlich mehr Absolventinnen und Absolventen in den frühpädagogischen Berufen als zur Deckung des Fachkräftebedarfs nötig waren. Im Schuljahr 2022/2023 verzeichneten die beruflichen Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft circa 1.700 Absolventinnen und Absolventen.

Die Prognose der Ausbildungsplatzplanung sah 800 Absolventinnen und Absolventen vor. Im Schuljahr 2021/2022 waren es ebenfalls 1.700 Absolventinnen und Absolventen. Die Ausbildungsplatzplanung prognostizierte auch in diesem Schuljahr 800 Absolventinnen und Absolventen.

„Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Der Erzieherberuf wird stark nachgefragt und wir bilden in frühpädagogischen Berufen über Bedarf aus“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Das ist eine gute Nachricht. Gemeinsam mit den Kita-Trägern müssen wir jedoch erreichen, dass mehr Absolventinnen und Absolventen in den Kitas in Mecklenburg-Vorpommern in den Beruf starten und nicht in andere Bundesländer wechseln.

Die Landesregierung hat deswegen eine breit angelegte Fachkräfteoffensive gestartet. Wir müssen uns vom Land der besten Öffnungszeiten und der besten Betreuungsquote zum Land der noch besseren Arbeits- und Ausbildungsbedingungen entwickeln“, so Oldenburg.

Laut Ausbildungsplatzplanung ergibt sich für das Jahr 2023 ein Mindestpersonalbedarf an pädagogischen Fachkräften in Höhe von 300 Neueinstellungen. Der Bedarf entsteht unter anderem aus der schrittweisen Nichtanrechnung derjenigen, die zu Staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern für 0- bis 10-Jährige (ENZ) ausgebildet werden.

Ab dem Ausbildungsjahrgang 2023/2024 werden die sogenannten ENZ im ersten und zweiten Ausbildungsjahr nicht mehr auf den Stellenanteil einer Fachkraft angerechnet. Damit verbessern sich nicht nur die Ausbildungsbedingungen, sondern dadurch erhöht sich auch der Fachkräfteschlüssel. Bislang hat das Land auch angehende ENZ in den Personalschlüssel eingerechnet – mit 30 Prozent im ersten Ausbildungsjahr und mit 40 Prozent im zweiten Ausbildungsjahr.

Ein weiterer Grund ist die geplante Verbesserung der Betreuungsrelation (Fachkraft-Kind-Verhältnis) im Kindergarten auf 1:14. Für diese Qualitätsmaßnahme werden ebenfalls zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher benötigt.

„Die schrittweise Einführung des Ganztagsanspruchs ab dem Jahr 2026 löst voraussichtlich keinen zusätzlichen Fachkräftebedarf aus, denn bei uns im Land werden circa 75 Prozent der Grundschulkinder schon heute ganztätig gefördert. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung wird somit in diesem Umfang bereits erfüllt“, sagte die Bildungsministerin.

Die Bertelsmann-Stiftung prognostiziert im „Fachkräfte-Radar für KiTa und Grundschule“ (Seite 27), dass aufgrund sinkender Kinderzahlen der Platzbedarf bis 2030 voraussichtlich zurückgeht, sodass mit dem prognostizierten Personalangebot die nicht-lineare Platzbedarfsentwicklung erfüllt wird und voraussichtlich noch 300 Fachkräfte für eine bessere Personalausstattung verfügbar wären.

In Mecklenburg-Vorpommern führen die frühpädagogischen Bildungsgänge an den beruflichen Schulen zu folgenden Abschlüssen: Staatlich geprüfte/r Sozialassistent/in, Staatlich anerkannte/r Erzieher/in, Staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/in, Staatlich anerkannte/r Erzieher/in für 0- bis 10-Jährige.

Heckenpflanzung in Grambow

Grambow – Mit dem erfolgreichen Mecklenburg-Vorpommern-Tag 2023 in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg vom 30. Juni – 2. Juli setzte die Staatskanzlei erstmals auf einen direkten Beitrag für ein klimafreundliches Landesfest.

In enger Abstimmung mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Klimaschutz und ländliche Räume wird unter anderem eine Feldheckenpflanzung in Grambow im Kreis Nordwestmecklenburg finanziert. Damit leistet das Land einen weiteren wichtigen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit.

Dazu erklärt der Chef der Staatskanzlei, Patrick Dahlemann: „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem gelungenen MV-Tag auch einen ersten Akzent für klimagerechtere Großveranstaltungen des Landes gesetzt haben. Die Kompensationssumme in Höhe von 10.000 Euro erhielt jetzt ganz konkret nachhaltige Effekte.

So kann ein Moor auf Rügen als Äquivalent von bis zu 8 Tonnen Klimagasen pro Jahr gelten. Die Heckenpflanzung schafft laut Berechnung eine dauerhafte Bindung von rund 2,8 Tonnen CO2. Zugleich hat sie ganz konkrete Verbesserung für Menschen und Landwirtschaft. Das schafft Akzeptanz.“

Die Realisierung des Heckenprojekts in Grambow ist gestartet. Für den Herbst 2023 ist eine weitere Pflanzaktion geplant, die derzeit in Zusammenarbeit mit der Gemeinde vorbereitet wird. Staatssekretär Patrick Dahlemann: „Das Ziel der Landesregierung für mehr Nachhaltigkeit setzen wir entschlossen um. Daher werde ich auch gern persönlich zum Spaten greifen und mich in Grambow beim Heckenpflanzen einbringen, sowie den „HeckenScheck“ in Empfang nehmen.“

Insgesamt planen die Gemeinde und das Kompetenzzentrum Ökowertpapiere mehr als 700 Meter des Alten Postwegs für die Heckenpflanzung zu nutzen. Die Hecke wird Lebensraum für viele Insekten, Bestäuber und Vögel sein.

Der „HeckenScheck“ ist ein zertifiziertes Ökowertpapier des „Kompetenzzentrums Ökowertpapiere – Zukunft durch naturbasierte Lösungen“.

Modernisierung von Wohneigentum

Förderung jetzt beantragen

Schwerin – Wer ein Eigenheim oder eine Wohnung in Mecklenburg-Vorpommern besitzt und diese modernisieren möchte, kann auch in der zweiten Jahreshälfte 2023 eine Förderung in Anspruch nehmen. „Wir gewähren Kredite bis zu 120.000 Euro ganz ohne Zinsen, außerdem einen so genannten Tilgungsnachlass, sodass 25 Prozent der Kreditsumme nicht zurückgezahlt werden müssen“, wirbt Landesbauminister Christian Pegel und fügt hinzu:

„Bestand geht vor Neubau, weil wir auf diese Weise die so genannte graue Energie, die bei der Produktion des Baumaterials verbraucht wurde, weiterhin nutzen können. Wir wollen mit dieser Förderung auch den gestiegenen Baupreisen begegnen und vor allem Familien helfen, die sich Wohneigentum geschaffen haben und dieses nun sanieren wollen.“

Förderfähig sind Maßnahmen an Gebäuden, die älter als zehn Jahre sind. Bei später fertig gestellten Wohngebäuden können auch Maßnahmen unterstützt werden, die der Heizenergieeinsparung dienen, zur Minderung des Treibhausgasausstoßes führen oder zur Wohnungsanpassung für behinderte oder ältere Menschen erforderlich sind. Auch der Einbau von Smart-Home-Komponenten und einbruchhemmender Sicherheitstechnik sowie die Errichtung von gebäudeintegrierter Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität sind förderfähig.

„Mit der Förderung nach der Modernisierungsrichtlinie wollen wir besonders Familien und Eigentümer mit kleineren und mittleren Einkommen fördern, wegen der Einkommensgrenzen empfehle ich, sich vor der Antragstellung im Landesförderinstitut beraten zu lassen“, so Pegel.

Anträge sind vor dem Beginn der Sanierung im Landesförderinstitut einzureichen; erst nach der Bewilligung der Zuwendung kann mit dem Vorhaben begonnen werden. Informationen und Antragsformulare finden Sie hier: Modernisierung (lfi-mv.de), Ansprechpartnerinnen sind Silke Schmeling (Telefon: 0385/6363-1345) und Annette Ahrens (Telefon: 0385/6363-1334)

Regierung M-V unterstützt Torgelower Feuerwehr

Torgelow – Gute Nachricht für die Freiwillige Feuerwehr in Torgelow: Der Chef der Staatskanzlei Patrick Dahlemann hat heute an die Torgelower Bürgermeisterin Kerstin Pukallus eine Sonderbedarfszuweisung aus dem Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung für die Beschaffung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges in Höhe von 215.800 Euro übergeben.

Die Gesamtkosten für dieses Feuerwehrfahrzeug betragen knapp 500.000 Euro. Neben der Förderung der Landesregierung stehen auch eine Förderung Dritter und ein Eigenanteil von über 116.000 Euro zur Verfügung.

„Beide Programme machen deutlich, dass sich das Land konsequent und kontinuierlich um die Ausstattung der Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern kümmert. Jeder weiß: Wir brauchen die Feuerwehren, ob es regnet oder brennt, sie sind eine der größten Hilfsorganisationen in unserem Land, die uns vor Katastrophen schützen, besonders im ländlichen Raum, egal, ob im Alltag oder an Feiertagen, gleich, um welche Tageszeit.

So möchte ich auch die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Feuerwehrfrauen und        -männern, egal, ob haupt- oder ehrenamtlich bedanken. Sie schützen unser Leben, unsere Städte und Gemeinden, unser Hab und Gut. Sie alle sind unverzichtbar für unsere Gesellschaft, für unseren Zusammenhalt“, erklärte Dahlemann bei der Übergabe.

Die Fördermittel des Landes für das Feuerwehrfahrzeug kommen aus dem Programm „Zukunftsfähige Feuerwehren“, für das von 2020 bis 2023 50 Millionen Euro vorgesehen sind. Im Frühjahr hatte die Landesregierung ein weiteres Sonderprogramm 50 Millionen Euro angekündigt – diesmal für Feuerwehrgerätehäuser, finanziert aus Haushaltsüberschüssen.

Generationenspielplatz entsteht in Barth

Meyer: Angebot für Urlaubende, Tagestouristen und Einheimische wird noch attraktiver

Barth – Anlässlich der 28. Barther Segel- und Hafentage hat Wirtschaftsminister Meyer am Donnerstag (03.08.) einen Zuwendungsbescheid an die Stadt Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) übergeben. In der VINETA-Stadt am Barther Bodden entsteht derzeit ein Generationenspielplatz zwischen dem Holzreiterwall und dem Bleicherwall.

„Maritime Veranstaltungen sind ein wichtiges Aushängeschild für den Tourismus in unserem Land und zugleich ein attraktives Ausflugsziel für Gäste und Anwohner. Das zeigt sich auch bei den Segel- und Hafentagen in der Stadt Barth. Um künftig das Angebot für Urlauberinnen und Urlauber, Tagestouristen sowie Einheimische noch attraktiver zu gestalten, entsteht derzeit ein Generationenspielplatz zwischen dem Holzreiterwall und dem Bleicherwall. Dort werden attraktive Spiel-, Sport- und Erholungs-Angebote für Jung und Alt angeboten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Der Generationenspielplatz liegt auf einem etwa 2.100 Quadratmeter großen Gelände. Dort sollen Angebote für unterschiedliche Alters- und Benutzergruppen vorgehalten werden, unter anderem Spielplatz-Elemente wie Doppelschaukel, Seilkletterpyramide, Karussell und Sandkasten. Weiterhin sind Trampolin, Reck, Barren, Schrägbank, Balancierstrecke, Hüpfsteine und Stepphocker vorgesehen. Ergänzt wird der Generationenspielplatz um einen Skat-Tisch mit Schachbrett.

Alle Spiel- und Sportelemente sowie die gesamte Spielplatzgestaltung werden unter das Thema VINETA gestellt. Dazu gehört die farbliche Gestaltung und die bildliche Umsetzung des gewählten Themas an den Geräten und Elementen. Dies nimmt den Bezug auf den Mythos des Untergangs von VINETA durch eine riesige Welle. „Die Erholungsfläche wird ergänzt um zwei Hinweistafeln, die zur Stadt Barth, zur VINETA-Saga, den Sehenswürdigkeiten und zu den kulturellen Einrichtungen der Region informieren“, sagte Meyer.

Die Gesamtinvestition beträgt knapp 200.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 120.000 Euro.

Seit 1991 sind für Infrastrukturmaßnahmen der Stadt Barth, des Landkreises Vorpommern-Rügen, des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst e.V. und der Kommunen des Amtsbereiches insgesamt 14 Förderungen ausgereicht. Die Gesamtinvestitionen betrugen 19,1 Millionen Euro; die Förderungen rund 14,2 Millionen Euro. Dabei handelte es sich unter anderem um den Umbau und die Erweiterung des Papenhofes zu einem Kulturforum mit musealer Nutzung in Barth, den Ausbau des Hafens zum Wasserwanderrastplatz in der Gemeinde Pruchten und den Schiffsanleger im Hafen Neuendorf (Gemeinde Saal).

Die Barther Segel- und Hafentage sind ein maritimes Volksfest mit Regatten, Märkten und Musik und laufen noch bis zum 06. August 2023. „Das bunte Programm spiegelt die Vielfalt wieder, die in Mecklenburg-Vorpommern am und auf dem Wasser als Freizeitaktivitäten möglich sind. Das ist hervorragende Werbung für die Stadt, die Region und den maritimen Tourismus insgesamt in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Meyer.