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Kategorie: Politik

Landesintegrationspreis 2023

Landesintegrationsbeauftragte ruft erneut zur Bewerbung für den ersten Landesintegrationspreis 2023 auf

Schwerin – Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Jana Michael, lobt in diesem Jahr zum ersten Mal einen Integrationspreis aus. Unter dem Motto „Zuhause in MV“ sind Vereine, Verbände und Organisationen aber auch Einzelpersonen dazu aufgerufen, sich mit ihrem Engagement im Bereich der Integration zu bewerben. „Nutzen Sie Ihre Chance – noch bis zum 17. Juni können Sie sich mit Ihren Projekten bewerben“, appellierte Michael.

„In Mecklenburg-Vorpommern gibt es unzählige Personen, die sich tagtäglich für die Integration im Land einsetzen und sie mit viel Kraft und Herzblut vorantreiben. Sie sorgen dafür, dass sich Menschen, die hier ankommen, willkommen fühlen, dass sie gesellschaftlich eingebunden werden und sie hier erste Wurzeln schlagen können“, erklärte die Landesintegrationsbeauftragte. Dieses Engagement sei es, das der Integrationspreis würdigen und in den Mittelpunkt rücken wolle, so Michael.

Insgesamt seien bisher knapp 20 Bewerbungen in den drei Kategorien Ehrenamt, Hauptamt und Einzelperson eingegangen. Sie umfassen Bereiche wie die Bildungsarbeit, den organisierten Sport, kommunale Projekte oder die Jugendarbeit. „Damit zeigen die Bewerbungen die Vielfalt der Angebote im Land schon recht deutlich. Dennoch kann ich nur appellieren: Zeigen Sie keine falsche Scheu! Kein Projekt ist zu groß und keines zu klein. Bewerben Sie sich, motivieren Sie andere oder reichen Sie Vorschläge ein!“

Bewerbungen und Vorschläge sind noch bis zum 17. Juni 2023 möglich. Ein entsprechendes Bewerbungsformular sowie weitere Informationen zum Integrationspreis 2023 finden Interessierte unter https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Soziales/Integration/Integrationspreis/.

Berufliche Orientierung

Berufswahl-SIEGEL für vorbildliche Berufliche Orientierung vergeben

Güstrow – Bildungsministerin Simone Oldenburg hat am Nachmittag im Hotel am Schlosspark in Güstrow 12 Schulen das Berufswahl-SIEGEL übergeben. Mit dem Siegel werden Schulen ausgezeichnet, die in vorbildlicher Weise die Berufliche Orientierung ausüben und die Schülerinnen und Schüler individuell und praxisnah auf das Arbeits- und Berufsleben vorbereiten. Das Fritz-Grewe-Gymnasium Malchin und das Regionale Berufliche Bildungszentrum Wirtschaft und Verwaltung Schwerin haben das Berufswahl-SIEGEL zum ersten Mal erhalten. Die anderen 10 Schulen wurden erneut zertifiziert und dürfen das Berufswahl-SIEGEL weiterhin führen.

„Eine gute Berufswahl, die den Interessen und Fähigkeiten von Jugendlichen entspricht, ist eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Berufsabschluss, den Eintritt in den Arbeitsmarkt und ein finanziell unabhängiges Leben im Erwachsenenalter“, betonte Bildungsministerin Oldenburg. „Die Berufliche Orientierung an unseren Schulen genießt daher einen hohen Stellenwert. Die Schulen, die heute das Berufswahl-SIEGEL erhalten, sind sich bewusst, welch zentrale Rolle dieses Thema im Schulalltag einnimmt. Wir werden die Berufliche Orientierung weiter stärken und überarbeiten dazu derzeit das Konzept für Berufliche Orientierung“, sagte sie.

Das Berufswahl-SIEGEL MV ist ein Projekt, das mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus gefördert wird. Das Siegel wurde im Schuljahr 2012/2013 erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern vergeben. Seit 11 Jahren setzten sich Akteurinnen und Akteure in Schulen und in der Wirtschaft für die Qualitätssicherung der Beruflichen Orientierung ein. Aktuell tragen 53 Schulen das Berufswahl-SIEGEL im Land. Für die Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e. V. und den DGB Nord übernehmen das Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e. V. und die Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB Nord/VHS -Verband die Umsetzung des Projektes.

„Das Berufswahl-SIEGEL ist eine Auszeichnung von ganz besonderer Qualität“, lobte die Bildungsministerin. „Die Standards, die bei der Vergabe angewendet werden, weisen über unser Bundesland hinaus. Das Berufswahl-SIEGEL wird deutschlandweit nach vergleichbaren Kriterien vergeben und steht somit für eine bundesweit anerkannte Qualität. Ich gratuliere daher auch den Lehrkräften zu ihrer Arbeit und danke ihnen für ihr großes Engagement“, so Oldenburg.

Folgende Schulen wurden erneut zertifiziert:

  • Regionale Schule „Heinrich Schliemann“ in Neubukow
  • Don-Bosco-Schule in Rostock
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum „Claus-Jesup“ in Wismar
  • Regionale Schule „Werner-von-Siemens“ in Schwerin
  • CJD Christophorusschule Rügen in Sellin
  • Förderschule „Jan-Amos-Komensky“ in Barth
  • Förderschule „Janusz-Korczak“ in Wolgast
  • Fleesenseeschule – Verbundene Regionale Schule und Gymnasium in Malchow
  • Regionale Schule Nord in Neubrandenburg
  • Internationaler Bund – Kooperative Gesamtschule „Stella“ in Neubrandenburg

Demonstranten vor dem Sozialministerium

Drese: Gute Pflege braucht weitere Reformen und mehr Gemeinsinn

Ministerin Drese begrüßte die Demonstranten vor dem Sozialministerium.
Ministerin Drese begrüßte die Demonstranten vor dem Sozialministerium.

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese empfing heute vor dem Ministerium in Schwerin mehrere Hundert Pflege-Beschäftigte und Pflegedienstbetreiber, die für bessere Bedingungen in der Pflege demonstrierten.

Organisiert wurde die Demonstration durch das Aktionsbündnis „Pflege in Not“, das durch verschiedene private ambulante und Intensivpflegedienste ins Leben gerufen wurde.

„Viele ihrer Forderungen wie mehr Aufmerksamkeit und bessere Bedingungen für die Pflege sowie mehr Solidarität mit den Beschäftigten, den Pflegebedürftigen und den pflegenden Angehörigen teile ich“, betonte die Ministerin, die selbst zum Mikrofon griff, um mit den Demonstrierenden ins Gespräch zu kommen.

Drese verdeutlichte, dass sich in der Pflege in den letzten Jahren einiges getan habe. So seien in den letzten acht Jahren die Ausgaben in der Pflege von 30 auf 60 Milliarden Euro verdoppelt worden.

Mit den gerade im Bundestag beschlossenen Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetz kämen noch einmal sieben Milliarden Euro dazu.

„Damit wurde etwa eine generalistische Ausbildung eingeführt, die auch finanziert ist. Es gibt deutliche Steigerungen bei den Löhnen und Gehältern der Beschäftigten. Und das neue Personalbemessungsinstrument wird für mehr Personal in Pflegeheimen sorgen“, so Drese

Aber die Maßnahmen reichen nach Ansicht der Ministerin nicht aus. „Vor allem werden bisher die Grundprobleme der Pflegeversicherung nicht angepackt“, so Drese. „Die Finanzierung, etwa durch den Ausbau der Pflegeversicherung zu einer Pflegebürgerversicherung muss grundlegend geändert werden, Sektorgrenzen von Kranken- und Pflegeversicherung müssen überwunden und versicherungsfremde Leistungen aus Steuermitteln finanziert werden. Wir müssen über zukünftige Standards in der Pflege sprechen; darüber, wie wir Pflegekräfte in ihrem Beruf halten und pflegenden Angehörigen die Sorgearbeit ermöglichen können, ohne dass sie daran zerbreche“, betonte Drese.

„Ich finde es deshalb richtig, dass Sie laut und leidenschaftlich für diese und weitere Themen auf die Straße gehen und Ihren Forderungen so Nachdruck und Gehör verleihen“, sagte die Ministerin zu den Demonstrierenden.

Anschließend lud die Ministerin Pflegedienstinhaberinnen und -Inhaber noch zum Gespräch in das Ministerium. „Denn nachhaltige Verbesserungen in der Pflege können wir dann schaffen, wenn wir gemeinsam und auf Augenhöhe, im engen Austausch mit Bund, Land, Kassen und den Pflegedienstleistern an einem Strang ziehen“, so Drese. Das müsse ausdrücklich auch für die Verhandlungen zwischen privaten ambulanten Pflegediensten und den Krankenkassen gelten, sagte Drese. „Wir brauchen in der Pflege Vertrauen und Transparenz, statt Misstrauen und Verzögerungshaltungen.“

Mathematik-Abitur wird nicht abgeschafft

Oldenburg: Lenkungsgruppe berät und diskutiert ergebnisoffen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern berät eine Lenkungsgruppe, die sich aus Schulpraktikerinnen und Schulpraktikern zusammensetzt, seit mehr als einem Jahr über die Weiterentwicklung der Abiturprüfungsverordnung.

Anlass ist ein Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK), die Rahmenbedingungen für die gymnasiale Oberstufe der Länder anzugleichen und damit die Vergleichbarkeit des Abiturs in Deutschland weiter zu erhöhen. Die Expertinnen und Experten beraten dabei auch über die Frage, ob Mathematik in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin verpflichtendes Prüfungsfach im Abitur sein soll.

„Die Abiturnote setzt sich auf der Grundlage der entsprechenden KMK-Vereinbarung zu zwei Dritteln aus den Leistungen im Unterricht der Qualifikationsphase und zu einem Drittel aus den Prüfungsergebnissen zusammen. Mathematik gehört zu den Fächern, die in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe als Grundkurs oder als Leistungskurs zu belegen sind. In Mecklenburg-Vorpommern ist darüber hinaus eine Abiturprüfung im Fach Mathematik verbindlich“, erklärte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„In elf Ländern ist eine verpflichtende Prüfung im Grundkurs Mathematik nicht vorgesehen. In diesen Ländern müssen die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse aus der Qualifikationsphase im Fach Mathematik zwar in das Gesamtergebnis über alle Fächer einbringen, sie müssen aber nicht verbindlich geprüft werden. Das heißt, dass hier die Prüfungsergebnisse des Abiturs in Deutschland nicht vergleichbar sind, weil es unterschiedliche Voraussetzungen gibt“, so Oldenburg.

Die Lenkungsgruppe berät derzeit ergebnissoffen das weitere Verfahren mit dem Grundkurs im Fach Mathematik. Welchen Weg Mecklenburg-Vorpommern künftig geht und welche Änderungen noch notwendig sind, wird in diesem breitem Diskussions- und Anhörungsprozess von den Praktikerinnen und Praktikern diskutiert und anschließend entschieden.

Dazu gehört auch, welche Veränderungen in der Anwahl von Prüfungsfächern oder der Prüfungspflicht von Fächern notwendig sind, um die Vergleichbarkeit des Abiturs bundesweit zu verbessern und damit eine Benachteiligung der Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern zu vermeiden.

Eigenes Wappen und eigene Flagge

Schwerin – Die Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen im Landkreis Rostock erhält ein eigenes Wappen sowie eine eigene Flagge. Den Wappenbrief hat das Innenministerium an Bürgermeister Uwe Leonhardt versandt.

„Ich freue mich sehr über das Engagement der Gemeinde für ein eigenes Wappen und eine eigene Flagge. Damit bringt sie deutlich ihren Wunsch zum Ausdruck, ihre kulturhistorischen Traditionen zu bewahren und ihre Selbstverwaltung in einem eigenen Symbol sichtbar machen. Wappen spiegeln die geschichtliche Vergangenheit der Gemeinde und die Besonderheiten der örtlichen Gemeinschaft auf anschauliche Art und Weise wider und unterstreichen die Eigenständigkeit der Kommune“, sagte Innen- und Kommunalminister Christian Pegel.

Das Wappen wird im Wappenbrief wie folgt beschrieben: „In Gold schwebend eine grüne Giebelfront einer niederdeutschen Scheune mit schwarzem Fachwerk und Tor sowie Giebelbrettern mit abgewendeten Pferdeköpfen. Im Schildfuß ein nach unten eingebogener fünfblättriger grüner Lindenzweig.“ (siehe Bild im Anhang).

„Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Admannshagen, Admannshagen-Ausbau, Bargeshagen, Rabenhorst und Steinbeck. Diese Bauerndörfer wurden erstmals in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts bzw. um die Jahrhundertwende zum 14. Jahrhundert erwähnt. Das Niederdeutsche Hallenhaus ist ein typisches Bauernhaus und wurde bereits mit der Gründung dieser Dörfer hier gebaut.

Die Scheune war neben dem Wohnhaus das wichtigste Gebäude des Bauernhofes und hatte eine besonders große Bedeutung für die notwendigen Arbeitsprozesse als auch für das gesellschaftliche Leben. Mit der traditionellen Scheune im grünen Feld der Flagge sollen die historischen Bauerndörfer mit ihrer Entstehung im Waldgebiet, dem Hag, versinnbildlicht werden. Der Lindenzweig mit fünf Blättern stellt die fünf Ortsteile und ihren Zusammenhalt dar“, erklärt Bürgermeister Uwe Leonhardt die Bedeutung der Symbole.

In der Flagge der Gemeinde spiegeln sich die Farben des Wappens von Admannshagen-Bargeshagen wider. Sie besteht aus grünem Tuch. Es ist in der Mitte mit dem Gemeindewappen belegt, das zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt (auch hier finden Sie ein Bild im Anhang).

Die Gemeinde kann das Wappen künftig unter anderem im Siegel, Briefkopf und auf Amtsschildern führen. Die endgültige Verwendung des Wappens legt jede Gemeinde selbst fest. Die Flagge kann als repräsentatives Aushängeschild für die Aktivitäten der Gemeinde dienen und bei geeigneten Anlässen gehisst werden.

Aktuell sind in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen 724 Gemeinden und den kreisfreien Städten Schwerin und Rostock 387 Wappen in die Wappenrolle des Landes eingetragen. Seit 1990 wurden 299 Wappen für Gemeinden, Städte und Landkreise genehmigt (einschließlich Wappen, die zum Beispiel wegen Gemeindezusammenlegungen inzwischen erloschen sind). Jährlich werden etwa fünf bis acht Wappen beantragt und genehmigt.

Schon in der DDR gab es die Möglichkeit, ein Wappen als Hoheitszeichen zu beantragen. Nach 1990 nahmen die Anträge deutlich zu. Grund dafür war die Neufassung der Kommunalverfassung, wodurch auch das kommunale Wappen- und Flaggenwesen erneuert wurde.

Das Verfahren für die Annahme eines Wappens ist in der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums über die Genehmigung kommunaler Wappen und Flaggen beschrieben, die Sie auf der Webseite des Ministeriums herunterladen können.

1. Healthcare Hackathon MV

Gewinner:innen-Teams des 1. Healthcare Hackathon MV in Greifswald prämiert

Greifswald – Das Team „Sepsis“ erhält den 1. Preis des Healthcare Hackathon MV mit seiner Lösung für die Früherkennung bei Sepsisverdacht. Da die für die Früherkennung wichtigen Labor- und Vitalparameter häufig noch analog übermittelt werden, kann mit der Lösung zukünftig eine kontinuierliche Überwachung der Patient:innen mit einem Bio-Sensor und eine Übermittlung kritischer Abweichungen an das Behandlungsteam in Echtzeit sichergestellt werden.

Dies soll im gesamten Krankenhaus eine deutliche Verbesserung der Sepsisfrüherkennung ermöglichen. Dotiert ist die Auszeichnung mit einem Preisgeld in Höhe von 9.000 Euro und der Weiterentwicklung der Problemlösung in Zusammenarbeit mit den Universitätsmedizinen Greifswald und Rostock sowie einer Reise zum Healthcare Hackathon in Mainz.

Den 2. Platz belegt das Team „Smart Onboarding“ mit einer App-Lösung, die neue Mitarbeitende ab Tag eins abholt und den 3. Platz sichert sich das Team „George“, das ein Service-Portal für Verwaltungsprozesse für die Mitarbeitenden einfach, zentral und digital abrufbar macht.

Die Sonderpreise der Jury gehen an die Teams „Smart Onboarding“ von der Universität Szczecin, „Smarte Räume“ und das Team „Demografischer Wandel“.

„Es freut mich sehr, dass wir mit dem Healthcare Hackathon so viele kreative Köpfe im Gesundheitsland M-V zusammenbringen konnten, die mit frischen Ideen Gesundheit neu denken wollen. Schon jetzt verbessern wir mit digitalen Hilfsmitteln die Patientensicherheit, optimieren Arbeitsabläufe und entlasten Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegerinnen und Pfleger durch Softwarelösungen. So bleibt mehr Zeit für das wirklich Wichtige: Zuwendung und Kontakt.

Diese Aufgaben werden sich nie digitalisieren lassen und machen das Gesundheitswesen zu dem, wofür es so eindrucksvoll steht: Die Arbeit für und mit den Menschen. Die vielfältigen Lösungsansätze, die im Rahmen des Hackathons das Licht der Welt erblickt haben, werden hierzu ohne Zweifel in großem Maße beitragen“, erklärt Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport in M-V.

Zwei Tage lang haben rund 50 Expert:innen aus der Gesundheitsbranche in interdisziplinären Teams an konkreten Lösungen für die zukünftige Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern gearbeitet.

Christian Pegel, Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung M-V lobt in seinem Grußwort: „Die Gesundheitsversorgung der Zukunft geht uns alle an. Und ohne Digitalisierung geht in der Zukunft oftmals nichts. Ich freue mich, dass der Healthcare Hackathon MV diese beiden Themenfelder verbindet – und stellvertretend für unser gesamtes Bundesland in Greifswald stattfindet.

Mit den beiden Universitätsmedizinen Greifswald und Rostock und der Witeno GmbH setzt das Land mit dieser Veranstaltung Denkanstöße, um kreative und innovative Lösungen im Gesundheitswesen zu entwickeln. Hier wurde eine Plattform für einen regen Ideenaustausch der unterschiedlichsten Fachrichtungen, wie Entwickler:innen, Designer:innen, Datenwissenschaftler:innen, Mitarbeitende der Stadtverwaltung, Projektleiter:innen, Jurist:innen und vielen mehr geschaffen. Nur mit guten Vorschlägen, die von vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden, können wir unser Gesundheitswesen auf zukunftssichere Beine stellen und nach den Bedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger weiterentwickeln.“

Prof. Dr. med. Karlhans Endlich, Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Greifswald fasst zusammen: „Die Zukunft der Medizin ist digital. Manche digitalen Lösungen liegen auf der Hand, aber vieles ist noch nicht gedacht. Der Hackathon liefert hier Kreativität und frische Ideen.“

Arbeit des DSMG in M-V gewürdigt

Rund 2.500 MS-Betroffene in M-V

Schwerin – Anlässlich des landesweiten MS-Tages und des Jahresempfanges der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern (DMSG-MV) würdigte Staatssekretärin Grimm heute das jahrelange Engagement des Verbandes. „Mit rund 75 ehrenamtlichen Mitarbeitenden ist die DMSG für die Betroffenen im ganzen Land zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden, die die Betroffenen bei der Bewältigung ihrer speziellen Lebenssituation mit allen Kräften unterstützt“, so Grimm.

Schätzungen zufolge sind allein in Mecklenburg-Vorpommern rund 2.500 Menschen an der bisher unheilbaren Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose (MS) erkrankt. Frauen sind dabei durchschnittlich dreimal häufiger betroffen, der Erkrankungsbeginn liegt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.

„Eine MS-Erkrankung ist für Betroffene häufig ein Schreckensmoment, der mit vielen offenen Fragen einhergeht. Die Beratungsangebote der DMSG-MV und die Vernetzung mit anderen Erkrankten sind für sie in dieser Zeit eine wichtige Stütze – aber auch ein Zeichen, dass Sie mit ihren Fragen und Ängsten nicht allein sind“, betonte die Staatssekretärin auf dem Jahresempfang in Parchim.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern versteht sich als Fachverband, Interessenvertreterin, Selbsthilfe- und Betreuungsorganisation. Das Ziel der DMSG ist es, die Lebensqualität von Menschen mit MS zu verbessern und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen

Die Mehrzahl der Mitglieder sind in mittlerweile bereits 17 Selbsthilfegruppen, 12 Stammtische, sechs offene Treffs und zwei Beratungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern organisiert. „Zusätzlich können wir im Land auf einen einzigartigen Zusammenschluss von 12 Praxen zählen, die gemeinsam ein ambulantes MS-Zentrum bilden. Sie ermöglichen eine qualifizierte Behandlung unter Beachtung der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse – und das möglichst wohnortnah“, betonte Grimm.

Grimm: „Für dieses Engagement der DMSG-MV und aller beteiligten Ärztinnen und Ärzte, die eine gute Versorgung und eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen, spreche ich Ihnen meinen größten Respekt und tiefsten Dank aus.“

Krankenhaus- und Gesundheitsreform

Drese auf Internisten-Tag: Sektorenübergreifende Zusammenarbeit birgt große Potentiale für Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – Gesundheitsministerin Stefanie Drese spricht sich im Zuge der Krankenhaus- und Gesundheitsreform für eine Stärkung der sektorenübergreifenden gesundheitlichen Versorgung aus.

„Die strikte Aufteilung in verschiedene Sektoren ist nicht mehr zeitgemäß. Von einer gut gestalteten Zusammenarbeit zwischen dem ambulanten und stationären Bereich profitieren in erster Linie die Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig können so Kosten eingespart und Bürokratie abgebaut werden und gute medizinische Versorgungsangebote bestehen bleiben“, sagte Drese auf der Jahrestagung der Gesellschaft der Internistinnen und Internisten in Mecklenburg-Vorpommern heute in Rostock.

Drese betonte, dass in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Ansätze und Maßnahmen zur sektorenübergreifenden Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern ergriffen wurden. Dazu gehörten z.B. die Medizinischen Versorgungszentren, die ambulante Behandlung durch Krankenhausärzte und die Förderung von neuen Versorgungsformen über den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses.

„Wir haben als besonders betroffenes Land langjährige Erfahrungen bei der Gestaltung des demografischen Wandels. Deshalb gibt es in MV schon viele innovative Projekte im Gesundheitsbereich an die wir anknüpfen können. Ich denke da etwa an die Entwicklung von regionalen Gesundheitszentren und den Ausbau der Telemedizin“, sagte Drese.

Die Ministerin nahm dabei auch die geplanten Versorgungsgesetze I und II in den Blick. Darin gehe es um ein besseres Zusammenwirken aller Akteure des Gesundheitssektors in den Kommunen und Regionen, insbesondere auch die stärkere Einbindung des öffentlichen Gesundheitsdienstes, sowie weitere konkrete Verbesserungen beim Zugang zur gesundheitlichen Versorgung. So sollen z.B. Primärversorgungszentren mit dem Ziel etabliert werden, die ambulante Versorgung, insbesondere in unterversorgten Regionen zu verbessern.

Drese: „Gemeinsam mit dem Bund wollen wir die zukünftige Gesundheitsversorgung aktiv gestalten. Gerade für unser dünn besiedeltes und flächenmäßig großes Land bietet eine aufeinander abgestimmte sektorenübergreifende Versorgung große Potentiale für flächendecke medizinische Angebote auf hohem Niveau.“