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Kategorie: Politik

LANDPARTIE BERUFLICHE SCHULEN

Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2022

Schwerin – Das Bildungsministerium lädt Studierende zu einer LehrerbildungsLANDPARTIE an die beruflichen Schulen ein. Bis zum 31. Juli können sich Interessierte auf www.Lehrer-in-MV.de für die gemeinsame Exkursion bewerben.

Diese führt am 4. und 5. Oktober an das Regionale Berufliche Bildungszentrum (RBB) Greifswald und das RBB Wolgast-Torgelow am Standort Wolgast.

„Die Teilnahme an der Exkursion ist für die Studierenden kostenfrei; die Schulbesuche sind in ein Begleitprogramm eingebettet, das vor allem zeigt, wie attraktiv die Orte gerade für junge Familien zum Leben und Arbeiten sind. Der direkte Kontakt und das eigene Erleben sind die beste Möglichkeit, Lehrkräfte für unsere ländlichen Schulen zu gewinnen; das haben zuletzt die Schulmessen und Landpartien an unseren allgemein bildenden Schulen erfolgreich gezeigt“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Abgestimmt auf die beruflichen Schulen, hat das Bildungsministerium im September vergangenen Jahres zum ersten Mal eine LehrerbildungsLANDPARTIE BERUFLICHE SCHULEN an das Regionale Berufliche Bildungszentrum Neustrelitz angeboten – gemeinsam mit dem Institut für Berufspädagogik (ibp) der Universität Rostock. Für die nunmehr zweite Landpartie wurde die Kooperation auf den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Gründungspädagogik der Universität Rostock ausgeweitet.

Dr. Matthias Söll, lehrt am Institut für Betriebswirtschafslehre Wirtschaftsdidaktik und unterstreicht die Bedeutung beruflicher Schulen: „Digitale Werkzeuge zur Kommunikation und zum Datenaustausch können gemeinsames Arbeiten ermöglichen und Grenzen überwinden. Bei der Bewältigung der besonderen Herausforderungen beruflicher Schulen im ländlichen Raum werden innovative digitale Lösungen entwickelt, die Studierende auf der Landpartie kennenlernen können. Eine gemeinsame Busfahrt, das Get-Together, Gesprächsrunden und Führungen bringen Studierende und Lehrkräfte zusammen und gewähren Einblicke in eine interessante Arbeitswelt.“

Weitere Informationen: https://www.lehrer-in-mv.de/lehramt-studieren/landpartie/landpartie-berufliche-schule

Meyer: Mobilität weiter ermöglichen

Verlängerung der Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen für Inhaber einer ukrainischen Fahrerlaubnis

Schwerin – Das Wirtschafts – und Verkehrsministerium hat eine Allgemeinverfügung über die Verlängerung der Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen für Inhaber einer ukrainischen Fahrerlaubnis erlassen. Hintergrund ist die russische Invasion in der Ukraine und die damit verbundenen Auswirkungen. In Mecklenburg-Vorpommern leben aktuell etwa 21.000 Ukraine-Flüchtlinge.

„Viele Menschen möchten in Deutschland insbesondere mit ihren Kraftfahrzeugen mobil sein. Darüber hinaus benötigen sie zum Teil eine Fahrerlaubnis um einer Beschäftigung nachzugehen. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern ist das von Bedeutung“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer am Freitag.

Den nach Deutschland geflohenen Inhabern ukrainischer Fahrerlaubnisse ist es derzeit dabei regelmäßig nur schwer möglich, ihre Befähigung zum Führen von Kraftfahrzeugen durch Ablegung einer Fahrerlaubnisprüfung nachzuweisen.

„Hindernisse stellen etwa mangelnde deutsche Sprachkenntnisse und fehlende finanzielle Mittel dar“, so Meyer weiter. Die Europäische Kommission hat dieses Problem erkannt und mit Datum vom 20. Juni 2022 den Vorschlag einer EU-Verordnung in Bezug auf den Umgang mit ukrainischen Führerscheinen und Berufskraftfahrerqualifikationen vorgelegt. Dieser sieht im Wesentlichen die Anerkennung gültiger ukrainischer Führerscheine von Personen vor, die dem Schutzstatus entsprechend der unterliegen.

Um die hiervon Betroffenen bis zum Inkrafttreten der EU-Verordnung vor dem Verlust ihrer Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen nach Ablauf von sechs Monaten in der aktuellen Ausnahmesituation zu bewahren, ist ausnahmsweise eine Verlängerung der gesetzlichen Frist auf zwölf Monate, längstens jedoch bis zum 23. Februar 2023 vorgenommen worden.

Die in der Allgemeinverfügung gewährte Verlängerung der Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen gilt nur für Fahrerlaubnisinhaber, denen vorübergehender oder angemessener nationaler Schutz gewährt wird.

Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) hat darauf hingewiesen, dass der vorübergehende Schutz auch auf Personen ausgedehnt wird, die nicht lange – innerhalb eines Zeitraums von höchstens bis zu 90 Tagen – vor dem 24. Februar 2022, als die Spannungen zunahmen, aus der Ukraine geflohen sind oder die sich kurz vor dem Kriegsbeginn (z. B. im Urlaub oder zur Arbeit) im Gebiet der EU befunden haben und die infolge des bewaffneten Konflikts nicht in die Ukraine zurückkehren können.

Konferenz: „Corona“ und „Energie“

Dahlemann: Wir brauchen Entlastungen für Senioren und Anschluss für 9-Euro-Ticket

Schwerin – Der Chef des Bundeskanzleramtes und die Chefs der Staatskanzleien sind heute zu einer Videokonferenz zu den Themen „Corona“ und „Energie“ zusammengekommen.

„Ich bin Wolfgang Schmidt, dem Chef des Bundeskanzleramts, sehr dankbar, dass er die Länder zu dieser Runde eingeladen hat. Es ist absehbar, dass Deutschland in den nächsten Monaten vor großen Herausforderungen steht. Wir bereiten uns auf den nächsten Corona-Winter vor. Die Länder müssen im Fall einer steigenden Auslastung der Krankenhäuser maßvoll reagieren können.

Vor allem aber stehen wir vor der Aufgabe, eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung zu sichern. Bund und Länder werden diese Herausforderungen nur gemeinsam meistern“, erklärte der Chef der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern Patrick Dahlemann im Anschluss an das Gespräch.

Mecklenburg-Vorpommern sei bereit, seinen Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung zu leisten. „Ich freue mich sehr, dass die Gespräche zur Ölversorgung über Rostock und einem Einspeisen von Gas in Lubmin deutliche Fortschritte machen. Wir brauchen überall in Deutschland eine verlässliche Energieversorgung, auch in den ostdeutschen Bundesländern“, sagte Dahlemann.

„Außerdem habe ich im Gespräch deutlich gemacht, dass wir weitere Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger brauchen. Und das nicht erst 2023. Es ist gut, dass das Energiegeld demnächst ausgezahlt wird. Wir brauchen aber auch eine Entlastung für Rentnerinnen und Rentner.

Denn auch sie haben mit den steigenden Energiepreisen zu kämpfen. Und ich habe dafür geworben, dass es eine Anschlusslösung nach dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets gibt. Dabei geht es mir vor allem um die Pendlerinnen und Pendler und auch um Azubis und Senioren. Sie müssen auch weiter preisgünstig den Nahverkehr nutzen können“, so der Chef der Staatskanzlei.

Bundesförderung für Sprach-Kitas endet

Oldenburg: kein Rotstift bei Sprachförderung für Kita-Kinder

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg kritisiert die Entscheidung von Bundesfamilienministerin Lisa Paus, das Bundesprogramm zur besonderen Sprachförderung für Kita-Kinder einzustellen. Bei den aktuellen Haushaltsverhandlungen soll diese Förderung des Bundes künftig wegfallen.

Das bisherige Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ darf laut Ministerin Oldenburg unter keinen Umständen dem Rotstift anheimfallen.

„Sprache ist der Schlüssel zur Welt, auch in Zukunft. Daher hat die Sprachförderung einen ganz besonderen Stellenwert deutschlandweit. Der Bund hat hier eine besondere Aufgabe. Es ist unverantwortlich, dieses Programm auslaufen zu lassen und an Kindern zu sparen. Die Länder müssen dringend weiterhin die finanziellen Mittel erhalten, um die Mädchen und Jungen in den Kindertageseinrichtungen gezielt und individuell zu fördern. Ansonsten verwehrt der Bund den Kindern mit besonderem Sprachförderbedarf Bildungs- und Teilhabechancen“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Ministerin Oldenburg setzt sich entschieden dafür ein, dass das Bundesprogramm Sprach-Kitas auch über 2022 hinaus fortgeführt und perspektivisch als dauerhaftes Bundesprogramm verstetigt wird.

In MV gibt es rund 140 Kindertageseinrichtungen Sprach-Kitas, die 2022 mit weit über 4 Millionen Euro gefördert werden.

Modernisierungen im Gutshaus Wasdow geplant

Meyer: Aufenthaltsqualität für Gäste wird verbessert – Investition sichert vier Arbeitsplätze und schafft einen neuen Job

Behren-Lübchin – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat am Donnerstag einen Zuwendungsbescheid für die Modernisierung des Gutshauses Wasdow (Gemeinde Behren-Lübchin, Landkreis Rostock) übergeben.

„Die Aufenthaltsqualität für die Gäste im Gutshaus Wasdow soll sich verbessern. Dafür werden jetzt umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Mit dem Vorhaben werden vier Arbeitsplätze gesichert und ein neuer Job geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer vor Ort.

Das Gutshaus Wasdow wurde ursprünglich durch die Gemeinde als Tagungs- und Veranstaltungsgebäude mit Übernachtungsmöglichkeiten genutzt. Für die vorhandenen sechs Zimmer waren nur Gemeinschaftswaschräume verfügbar.

Jetzt ist vorgesehen, das Objekt umfangreich zu modernisieren. Unter anderem sollen die Zimmer durch den Einbau eigener Bäder und eine Ausstattung mit WLAN auf heutige Standards gehoben werden. Zudem sind Gemeinschaftsbereiche wie beispielsweise eine Bibliothek und ein Musikzimmer geplant. Außerdem entsteht ein Pavillon für Veranstaltungen und Tagungen. Im Außenbereich werden für Autos, Wohnmobile und Fahrräder elektrische Ladesäulen aufgestellt.

„Die Region bietet Urlaubern und Anwohnern eine breite Vielfalt an geschichtsträchtigen Ausflugsmöglichkeiten – beispielsweise laden die Herrenhäuser und Parks in Viecheln, Behren-Lübchin und Samow, der Fangelturm im Gutspark Wasdow und die Reste der Burgwallanlage Behren-Lübchin zu einem Besuch ein. Mit den geplanten Modernisierungen wird das historische Gutshaus Wasdow zu einem attraktiven Standort für Gäste, die einen erholsamen Urlaub in beeindruckenden Naturlandschaften erleben wollen“, sagte Meyer.

Die Gesamtinvestition des Unternehmens beträgt 1,6 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt im Rahmen des Sonderprogramms „Modernisierung für Beherbergungsbetriebe“ mit 800.000 Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandortes Mecklenburg-Vorpommern sind regelmäßig Investitionen in das touristische Angebot erforderlich. Hierzu zählen insbesondere Investitionen zur Steigerung der Attraktivität des Übernachtungsangebotes. Beherbergungsbetriebe waren besonders von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen.

Um ihnen unter diesen Umständen die Finanzierung von Modernisierungsmaßnahmen zu erleichtern, hatten die Betriebe bis Ende September 2021 die Möglichkeit, dafür Fördermittel zu beantragen.

OTC verzahnt Wirtschaft und Wissenschaft

Schulte: Praxisnahe Arbeit in den Fraunhofer-Strukturen ist Glücksfall für das Land

Rostock – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock besuchte heute den Ocean Technology Campus (OTC) in Rostock und informierte sich über neue Techniken zur Beseitigung von Munitionsaltlasten im Meer.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatsekretär Jochen Schulte machte anlässlich des Informationsbesuches auf die vielfältigen Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten des Zentrums aufmerksam. „Das OTC zeigt eindrucksvoll, dass maritime Wirtschaft mehr ist als Schiffbau“, sagte der Wirtschaftsstaatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur und Tourismus Jochen Schulte.

„Die Innovationen bei Unterwassertechnologien, die durch den OTC vorangebracht werden, sind vielfältig, ob nun in den Bereichen Sensorik, Robotik, Antriebstechnik oder aber auch der Datenverarbeitung und Materialforschung. Das OTC ist daher mehr als eine Forschungseinrichtung, es ist eine Innovationsschmiede, die weltweit ihresgleichen sucht.“

Das Rostocker Zentrum für Unterwassertechnologien ist sowohl für die Wirtschaft als auch für die Wissenschaft von großer Bedeutung. „Die praxisnahe Arbeit in den Fraunhofer-Strukturen ist ein Glücksfall für das Land. Die Bedeutung der Forschung am OTC geht daher auch weit über die Beseitigung von Umweltbelastungen hinaus“, betonte Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte.

„Als Wirtschaftsministerium haben wir den Aufbau des Forschungscampus deshalb von Beginn an unterstützt, weil wir uns wichtige Impulse insbesondere für die maritime Wirtschaft versprachen“, so Schulte

Vor wenigen Wochen konnte sich Wirtschaftsstaatssekretär Schulte ein Bild der Forschung im kanadischen Dartmouth machen. Das dortige Centre for Ocean Ventures and Entrepreneurship (COVE) gilt als Vorbild des OTC in Rostock.

„Die Kanadier hatten einen Vorsprung bei der Unterwasserforschung. Inzwischen haben wir kräftig aufgeholt. In den kommenden Jahren ist es nun wichtig, Wissenschaft und Wirtschaft noch enger zu verzahnen. Als Wirtschaftsministerium werden wir die Umsetzung der Forschung in unternehmerische Praxis daher auch weiter intensiv unterstützen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte abschließend.

Anbau am Neubrandenburger Rathaus

Neubrandenburg – Das Innenministerium hat für die Sanierung und die Umnutzung des Gebäudes am Rathaus Neubrandenburg, 1,25 Millionen Euro bewilligt. Der entsprechende Bescheid wurde jetzt dem Landrat Heiko Kärger übersandt.

Der südlich gelegene Anbau des Rathauses wird zum Bürgerservicezentrum des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme betragen rund 3,6 Millionen Euro.

Im Mittelpunkt der Baumaßnahmen steht die energetische und schadstofftechnische Sanierung des Verwaltungsgebäudes am Friedrich-Engels-Ring. Die Außenfassade wird neu gestrichen und gestalterisch aufgewertet und die Fenster ausgetauscht. Im Innengebäude werden die Elektro- und Heizungsanlagen neu verlegt sowie Sanitäranlagen und Fußbodenbeläge erneuert. Die neu gestalteten Räume werden für mehrere Abteilungen der Verwaltung des Landkreises aus unterschiedlichen Orten zusammengefasst und zentralisiert.

Das Rathaus und Bürgerservicezentrum wird positive Synergieeffekte bieten und auch zur Verbesserung der kommunalen Infrastruktur beitragen.

Hummel trifft Minister

Schwerin – Im Rahmen seiner Sommertour informiert sich Dr. Backhaus in Anwesenheit von Anke Hollerbach, Leiterin des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe, gemeinsam mit dem Flächeneigentümer Zweckverband Schaalsee-Landschaft, Frau Maria Boness, Geschäftsstellenleiterin des Zweckverbandes Schaalsee-Landschaft, sowie der Projektmanagerin Frau Dr. Josephine Kuczyk und dem Pächter Arche-Hof Domäne Kneese über die Staffelmahd.

Beim Besuch auf dem Arche-Hof Domäne Kneese stand das neue, insekten-freundlichere Management einer Mähwiese im Mittelpunkt. Es ist Teil des Insektenschut­zprojekts „BROMMI – Biosphärenreservate als Modell­landschaften für den Insektenschutz“. Fachlich unterstützt können in der Landwirtschaft tätige Personen und Kommunen in den Biosphärenreservaten Schaalsee, Schorfheide-Chorin, Mittelelbe, Bayerische Rhön und dem Bio-sphärengebiet Schwarzwald Maßnahmen zur Förderung von Insektenlebensräumen erproben und etablieren.

Minister Backhaus betont wie wichtig es sei, durch dieses Projekt im Biosphärenreservat Schaalsee die Insektenvielfalt zu fördern und Möglichkeiten auszutesten: „Mein Ziel ist es langfristig diese Kenntnisse dann auch auf andere Gebiete landesweit übertragen zu können.“

Auf einer 12 Hektar großen Mähwiese des Arche-Hof Domäne Kneese wurde das bisherige zweimalige, Mähen auf eine zeitliche und räumliche Staffelung umgestellt. Das Mähen, fachlich Mahd genannt, erfolgt nun auf acht flächengleichen Teilen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Immer zwei Teilflächen werden gemeinsam gemäht, der Rest bleibt unberührt.  „Es entsteht ein Muster unterschiedlicher Altersstrukturen in der Wiesenvegetation und somit eine Art Mosaik verschiedenster Lebensräume. Zudem können Insekten so das Mähen der Wiese besser überleben. Sie können in ungemähte Bereiche flüchten und sich dort ungestört weiterentwickeln“, sagt Dr. Josephine Kuczyk zur Staffelmahd.

Kuczyk ist vor Ort fachliche Ansprechpartnerin im Projekt BROMMI. Wie an allen Standorten des Projekts beginnt dieses Jahr auch das wissenschaftliche Monitoring ausgewählter Maßnahmen. „An verschiedenen ausgesuchten Insektengruppen

Insektengruppen untersuchen wir, ob und in welchem Ausmaß die Insektenschutz-Maßnahmen erfolgreich sind. Zum Vergleich führen wir Erfassungen in ähnlichen Flächen ohne Insektenschutz-Maßnahmen durch“, so Kuczyk.

BROMMI ist ein gemeinsames Projekt von WWF Deutschland, dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e. V. (ZALF), Nationale Naturlandschaften e. V. und fünf UNESCO-Biosphärenreservaten. Gestartet 2020, befindet es sich jetzt im zweiten Jahr. Bis heute konnten in den fünf Projektgebieten 27 landwirtschaftliche Betriebe und 6 Kommunen zur Zusammenarbeit gewonnen werden. Weitere sollen folgen. Gegen Ende der Projektlaufzeit 2025 werden die ausgearbeiteten Konzepte und Erkenntnisse auf andere Biosphärenreservate übertragen und in Folgeprojekten ausgeweitet.

BROMMI wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Die fünf beteiligten Bundesländer und somit auch das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern sowie der WWF Deutschland kofinanzieren das Projekt.

https://brommi.org/schaalsee/