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Kategorie: Polizei / Feuerwehr / THW / Rettung

Neue Löschfahrzeuge stärken Feuerwehren vor Ort

Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern erhalten weitere moderne Fahrzeuge

Schwerin – Wald- und Vegetationsbrände stellen die Feuerwehren gerade in den Sommermonaten vor besondere Herausforderungen. Große Einsatzlagen können sich über viele Stunden oder sogar Tage hinziehen und binden zahlreiche Kräfte. Eine leistungsfähige technische Ausstattung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes.

In Mecklenburg-Vorpommern wird die Erneuerung der Feuerwehrfahrzeuge weiter vorangetrieben. Sechs weitere Löschgruppenfahrzeuge des Typs LF 10 sind jetzt an Feuerwehren in Garz/Rügen, Gustow, Neetzow-Liepen, Pudagla, Kreien und Stepenitztal ausgeliefert worden.

Damit sind inzwischen 29 LF 10 aus der laufenden Zentralbeschaffung bei den Feuerwehren im Land angekommen. Die Auslieferungen sind damit noch nicht abgeschlossen. Weitere 19 Fahrzeuge stehen im Rahmen der bestehenden Vereinbarung zur Verfügung und werden bis April 2027 an Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern gehen.

Innenminister Christian Pegel: „Wenn Feuerwehren ausrücken, müssen sie sich auf ihre Technik verlassen können. Das gilt für den Einsatz im Ort genauso wie für große Brände, bei denen Kräfte über längere Zeit gefordert sind. Mit der laufenden Zentralbeschaffung erneuern wir die Fahrzeugausstattung der Feuerwehren und bringen moderne Technik dorthin, wo sie gebraucht wird. Die nächsten Fahrzeuge werden bereits zeitnah folgen.“

Die LF 10 sind für den kommunalen Brandschutz vorgesehen und werden auf MAN-Fahrgestellen mit Aufbauten von Magirus bereitgestellt. Die landesweite Beschaffung ermöglicht es, Fahrzeuge gemeinsam für die Feuerwehren im Land zu beschaffen und die Kommunen bei der Erneuerung ihrer Fahrzeugtechnik zu unterstützen.

Schwesig: Wir schaffen moderne Bedingungen für die Polizeiausbildung

Güstrow – Bei Baustart der Erweiterung an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Der Landesregierung ist die Ausbildung künftiger Fachkräfte im öffentlichen Dienst ein großes Anliegen.

Deshalb investieren wir in die Fachhochschule Güstrow. Für die baulichen Maßnahmen stellen wir mehr als 7 Millionen Euro zur Verfügung.“ Aus den Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität werden 5,17 Millionen Euro investiert. 2,48 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

„Durch die baulichen Erweiterungen können Studierende, Auszubildende und Mitarbeitende in der Polizeiausbildung künftig von neuen Schul- und Übungsräumen, Tatortdarstellungen und verschiedenen Lagerräumen profitieren. Eine gute Ausbildung bildet den Rahmen für gute Polizeiarbeit“, so Schwesig weiter.

Bei den Investitionen habe die Landesregierung die Polizei fest im Blick. Sie bedanke sich bei allen, die bei der Polizei arbeiten oder eine Ausbildung beginnen und damit zur Sicherheit im Land beitragen. Sie habe großen Respekt vor der Tätigkeit.

Wie wichtig gute Bedingungen bei der Polizei ihr sind, betonte Schwesig auch beim Spatenstich für den Neubau des Polizeigebäudes in Güstrow, in dem die Polizeiinspektion, das Polizeihauptrevier und das Kriminalkommissariat Güstrow untergebracht werden sollen: „Wir ermöglichen den Polizeibediensteten für ihre Arbeit eine zeitgemäße Arbeitsstätte, damit sie den steigenden Herausforderungen für die Polizei begegnen können ob in der analogen oder der digitalen Welt.“

Für diesen Bau werden mehr als 17 Millionen Euro aus Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung investiert. Insgesamt werden aus den Mitteln des Sondervermögens Polizeigebäude in sieben Orten neu gebaut oder saniert.

Spatenstich für erste Mustergerätehäuser

Ribnitz-Damgarten – Die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Rukieten im Landkreis Rostock und im zu Ribnitz-Damgarten gehörenden Ortsteil Klockenhagen profitieren als erste vom neuen Feuerwehrgerätehaus-Programm der Landesregierung. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nimmt heute an beiden Orten den ersten Spatenstich für den Bau von neuen Feuerwehrgerätehäusern vor.

Beide Gemeinden erhalten standardisierte Mustergerätehäuser aus dem 50-Millionen-Programm der Landesregierung. „Die Brände der vergangenen Woche haben gezeigt, wie wichtig modern ausgestatte Feuerwehren sind. Dazu gehören moderne Fahrzeuge ebenso wie Feuerwehrgerätehäuser. Um möglichst viele davon in möglichst kurzer Zeit bauen zu können, haben wir gemeinsam mit Praktikern Muster-Feuerwehrgerätehäuser entwickelt.

Das spart Zeit, Aufwand und vor allem Geld. Wir können mit den zur Verfügung stehenden 50-Millionen-Programm mehr neue Feuerwehrgerätehäuser bauen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Insgesamt werden durch das 50-Millionen-Programm an 58 Orten Mustergerätehäuser gebaut, die oftmals auch als Dorfgemeinschaftshäuser genutzt werden können. Darüber hinaus profitieren 32 weitere Orte durch den Neubau und die Modernisierung von Feuerwehrgerätehäusern von diesem Programm.

Schwesig dankte Feuerwehren im Land. „Sie retten Leben, schützen Eigentum und bewahren uns vor Gefahren. Am Tag oder in der Nacht, am Wochenende oder Feiertag. Auch unter Einsatz des eigenen Lebens. Gerade bei großen und schwierigen Bränden wie kürzlich im Müritz-Nationalpark wird uns das bewusst. Da stehen dann die Feuerwehrkameradinnen und Kameraden aus dem ganzen Land und aus den Nachbarländern zusammen.

Danke für Ihren Einsatz, in besonders gefährlichen Situationen ebenso wie im Alltag!“ Das Land lädt am 12. September zum alle zwei Jahre stattfindenden Dankeschön-Fest für die Feuerwehren im Land in Mühlengeez ein.

Polizeibauprogramm „Sieben auf einen Streich“ gestartet

Erster Spatenstich für neues Polizeirevier in Gadebusch

Gadebusch – Mit dem ersten Spatenstich für den Neubau des Polizeireviers in Gadebusch startet Mecklenburg-Vorpommern das erste Bauvorhaben des neuen Polizeibauprogramms „Sieben auf einen Streich“. Rund 95 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes investiert das Land in sieben moderne Polizeidienststellen und stärkt damit die innere Sicherheit nachhaltig.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue, Innenminister Christian Pegel und der Inspekteur der Landespolizei Lutz Müller gaben gemeinsam den symbolischen Startschuss für das Bauprojekt.

„Mit dem Programm ,Sieben auf einen Streich‘ schaffen wir moderne Polizeidienststellen im ganzen Land – schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger als bisher. Das ist auch gut für die regionale Wirtschaft. Rund 90 Prozent der bisher beauftragten Unternehmen kommen aus Mecklenburg-Vorpommern“, freut sich Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue.

Innenminister Christian Pegel betonte: „Dieser erste Spatenstich markiert den Beginn eines wichtigen Bauvorhabens und ist ein starkes Zeichen der Wertschätzung für die tägliche Arbeit unserer Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten. In Gadebusch entsteht ein Neubau, der moderne und funktionale Arbeitsbedingungen bietet und den wachsenden Anforderungen gerecht wird.“

Das Polizeirevier Gadebusch erhält einen dreigeschossigen Neubau mit einer Investitionssumme von rund 11 Millionen Euro. Das Gebäude orientiert sich am bewährten „Modell Heringsdorf“, das von der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung entworfen und für das neue Bauprogramm weiterentwickelt wurde. Die standardisierte Planung verkürzt die Planungs- und Bauzeiten erheblich und ermöglicht eine effiziente Umsetzung mehrerer Bauvorhaben.

Insgesamt entstehen im Rahmen von „Sieben auf einen Streich“ neue Polizeidienststellen in Gadebusch, Ueckermünde, Friedland, Bad Doberan und Sassnitz nach einer gemeinsamen Musterplanung. Für Güstrow und Waren (Müritz) werden aufgrund besonderer Anforderungen individuelle Neubauten realisiert.

Der Neubau in Gadebusch erfüllt hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Eine Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage sowie der Einsatz energieeffizienter Gebäudetechnik sorgen für einen wirtschaftlichen und klimafreundlichen Betrieb. Das Gebäude unterschreitet die gesetzlichen Anforderungen an den Primärenergiebedarf deutlich.

Erste Aufträge für das Bauvorhaben sind bereits vergeben. Rund 90 Prozent der bislang beauftragten Unternehmen kommen aus Mecklenburg-Vorpommern. Damit stärkt das Bauprojekt nicht nur die Infrastruktur der Landespolizei, sondern schafft zugleich Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze in der heimischen Bauwirtschaft.

Die Fertigstellung des Neubaus ist derzeit für das Frühjahr 2029 vorgesehen.

Land und Kreis danken für den Waldbrandeinsatz

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, Innenminister Christian Pegel und der Landrat des Kreises Mecklenburgische Seenplatte Thomas Müller danken allen beim Brand im Müritz-Nationalpark tätigen Einsatzkräften für ihre Arbeit und allen Bürgerinnen und Bürgern in den betroffenen Ortschaften für ihre Geduld.

„Ich danke allen Einsatzkräften für ihre engagierte Arbeit. Das war ein schwer zu bekämpfender Brand, da das betroffene Gebiet durch Altmunition belastet ist. Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung ist es gelungen, das Feuer zunächst einzudämmen und dann vollständig unter Kontrolle zu bekommen. Es zeigt sich wieder einmal: Auf unsere Feuerwehren und die weiteren Blaulichtorganisationen ist Verlass. Die seit dem großen Waldbrand bei Lübtheen vorgenommenen Verbesserungen bei der Ausstattung unserer Feuerwehren zahlen sich aus. Mein Dank gilt auch den Bewohnerinnen und Bewohnern in den von Evakuierungen betroffenen Ortschaften für ihr besonnenes Verhalten. Die Sicherheit geht vor“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Auch Landrat Thomas Müller dankte allen Einsatzkräften: „Über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus konnten wir uns auf Hilfe verlassen. Feuerwehren aus mehreren Bundesländern und die Bundeswehr unterstützten unsere Kameradinnen und Kameraden mit viel Engagement bei der Brandbekämpfung und Sicherung der Ortschaften. Ebenso danke ich den Menschen vor Ort, ihre Hilfe und Solidarität waren überwältigend. Die Akzeptanz für die Arbeit der Einsatzkräfte und die damit verbundenen Einschränkungen hat uns sehr berührt.“

„Auch mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften, die unter schwierigsten Bedingungen mit großem Engagement und hoher Professionalität diesen Waldbrand bekämpft haben. Die betroffene Fläche wird sich ökologisch wieder erholen – die Natur besitzt eine beeindruckende Regenerationskraft. Der Einsatz zeigt aber auch, dass die Munitionsaltlasten in unseren Wäldern die Brandbekämpfung erheblich erschweren. Hier erwarte ich vom Bund, dass er die Länder bei der Erkundung und Beräumung dieser historischen Altlasten deutlich stärker unterstützt. Das ist eine gesamtstaatliche Aufgabe“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

„Der Erfolg dieses Einsatzes resultiert aus der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen“, so Innenminister Pegel. „Die Feuerwehren, die Polizei, die Hilfsorganisationen und das Technische Hilfswerk, die Bundeswehr, die Nationalparkverwaltung, der Landkreis und sein Katastrophenschutz haben ihre jeweiligen Kompetenzen zielgerichtet eingesetzt. Genau dieses Zusammenspiel zeichnet einen leistungsfähigen Bevölkerungsschutz aus.“ Pegel hob dabei die Arbeit des Landkreises hervor. Dieser sorgte während der gesamten Einsatzdauer für die Koordinierung der Maßnahmen, die fortlaufende Lagebe-wertung und die Abstimmung zwischen den beteiligten Be-hörden und Organisationen. „Die Entscheidungen mussten häufig unter hohem Zeitdruck getroffen und an die sich ständig verändernde Lage angepasst werden. Einsätze dieser Größenordnung lassen sich nur bewältigen, wenn Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg funktionieren.“

Die Ministerpräsidentin kündigte an, dass das Dankeschönfest für die Feuerwehren am 12. September auf der MeLa nachgeholt wird. Das alle zwei Jahre stattfindende Fest sollte ursprünglich am 27. Juni in Rostock stattfinden, musste dann aber wegen Hitze und mehrerer Brandeinsätze verschoben werden. „Wir wollen Dankeschön sagen für die engagierte Arbeit der Feuerwehren im ganzen Land. Sie sorgen dafür, dass wir alle sicher leben können und dass in Gefahrsituationen Hilfe kommt“, sagte die Ministerpräsidentin. „Beim Fest werden selbstverständlich auch die weiteren Einsatzkräfte eingeladen, die jetzt beim Feuer im Müritz-Nationalpark tätig waren.“

30 Jahre Luftrettungsstation Neustrelitz

Christoph 48 sorgte in mehr als 32.000 Fällen für schnelle Hilfe im Notfall

Neustrelitz – Im Jahr 1996 verlegte die Landesregierung den Standort für den Bundeswehr-Rettungshubschrauber SAR 93, der seit 1990 von Schwerin aus startete, in den damaligen Landkreis Mecklenburg-Strelitz nach Neustrelitz. Unter dem Namen Christoph 48 hat er dort seine neue Heimat gefunden und wird seither alarmiert, wann immer es in einem Umkreis von 70km im südöstlichen Landesteil oder bis hin nach Brandenburg zu Notfällen kommt.

Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat das Jubiläum heute zum Anlass genommen, um diesen Einsatz für die medizinische Notfallversorgung der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zu würdigen. „Seit drei Jahrzehnten steht die Luftrettungsstation Neustrelitz für schnelle, hochprofessionelle Hilfe in medizinischen Notfällen. Wenn es auf jede Minute ankommt, braucht die Crew bis zum Aufbruch meist nur zwei Minuten. Volle Straßen oder lange Wege spielen dann keine Rolle, unsere Rettungshubschrauber sind deshalb gerade für die ländlichen Regionen eine wichtige Ergänzung des bodengebundenen Rettungsdienstes“, erklärte Drese.

Mehr als 32.000 Mal konnten sich Patientinnen und Patienten so in den vergangenen 30 Jahren auf schnelle Rettung aus der Luft durch Christoph 48 verlassen. Allein 1.099 Einsätze waren es im vergangenen Jahr. „Hinter jedem dieser Einsätze steht dabei ein schwer verletzter oder erkrankter Mensch, der von den Notärztinnen und Notärzten, den Pilotinnen und Piloten und den weiteren Mitarbeitenden der Luftrettungsstation umsichtig versorgt. In kürzester Zeit treffen sie lebenswichtige Entscheidungen und geben den Verletzten Sicherheit und Hoffnung. Dafür danke ich ihnen von Herzen“, betonte Drese.

Mit Blick auf die Zukunft verwies die Ministerin auf die Weiterentwicklung des Rettungsdienstes im Land. „Es ist abzusehen, dass der Fachkräftemangel auch vor der Luftrettung nicht Halt macht.  Gerade in den ländlichen Gebieten wird es zunehmend schwerer, Fachkräfte zu finden. In Mecklenburg-Vorpommern bauen wir deshalb die Telemedizin weiter aus. Über digitale Videoschalten können Notärztinnen und Notärzte so zum Beispiel Rettungsteams aus der Ferne unterstützen und Medikationen freigeben. Damit sind wir bundesweit Vorreiter und zeigen, wie wir auch in Zukunft die Bodenrettung optimal ergänzen können.“

Grundstein für neue Raumschießanlage für die Polizei gelegt

Wichtiger Meilenstein für hochmodernes und nachhaltiges Einsatztrainingszentrum der Polizei

Waldeck – Der für den Staatshochbau zuständige Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue und Innenminister Christian Pegel legten heute gemeinsam den Grundstein für die neue Raumschießanlage der Polizei in Waldeck. An dem Termin nahmen zudem der Inspekteur der Polizei, Lutz Müller, die Polizeipräsidentin des Polizeipräsidiums Rostock, Anja Hamann, der Direktor des Landesbereitschaftspolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern, Michael Ebert, und die Direktorin des Landeswasserschutzpolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern, Antje Finnern, teil.

Mit einer Gesamtinvestition von rund 24,5 Millionen Euro entsteht auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Rostock ein hochmodernes Einsatztrainingszentrum für das polizeiliche Schießtraining. Davon werden voraussichtlich 2,5 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

„Mit dem Neubau schaffen wir sehr gute Voraussetzungen für eine moderne und realitätsnahe Aus- und Fortbildung unserer Polizistinnen und Polizisten. Gleichzeitig investieren wir in eine energieeffiziente Infrastruktur und stärken die heimische Wirtschaft: Drei Viertel der bislang beauftragten Unternehmen stammen aus Mecklenburg-Vorpommern. Das zeigt, dass von dieser Investition nicht nur die Polizei, sondern auch die regionale Wirtschaft profitiert“, sagte Minister Dr. Heiko Geue.

Innenminister Christian Pegel betonte: „Mit der heutigen Grundsteinlegung beginnen wir den Bau einer modernen Raumschießanlage für die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern. Damit schaffen wir die nötige Infrastruktur für erweiterte und zeitgemäße Trainingsmöglichkeiten. Die Anforderungen an die polizeiliche Ausbildung sind hoch und werden weiter steigen. Eine verlässliche Einsatzfähigkeit setzt voraus, dass ein Training unter realistischen Bedingungen kontinuierlich möglich ist. Genau dafür entsteht hier ein neuer Standort, mit dem wir ein klares Signal für eine leistungsfähige und gut ausgebildete Polizei setzen.“

Das neue Einsatztrainingszentrum umfasst zwei Schießhallen mit 25- und 50-Meter-Bahnen, Trainings- und Seminarräume sowie Sozialbereiche. Die Schießhallen werden mit modernster digitaler Schießkinotechnik ausgestattet. Laserbeamer mit hochauflösender Zieldarstellung ermöglichen die Projektion statischer und bewegter Trainingsszenarien. Ein kamerabasiertes System erfasst Treffer automatisch. Die Anlage wird für dynamisches Mehrdistanzschießen sowie digital skaliertes Schießen bis 200 Meter ausgelegt und setzt damit neue Maßstäbe für die Aus- und Weiterbildung der Polizei Mecklenburg-Vorpommerns.

Die vorbereitenden Maßnahmen für das Bauvorhaben begannen bereits im März 2025. Mit dem Rohbau wurde im Dezember 2025 begonnen. Die Fertigstellung ist für Dezember 2027 vorgesehen.

Besonderes Augenmerk wird beim Neubau auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. Die Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt über hocheffiziente Wärmepumpen. Für eine nachhaltige Stromerzeugung ist zudem auf der Dachfläche des Neubaus die Errichtung einer großflächigen Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von rund 160 kWp geplant. Die Anlage soll jährlich rund 130.000 Kilowattstunden Strom erzeugen und vor allem die Wärmepumpen und die Raumschießanlage mit Eigenstrom versorgen.

Der Neubau unterschreitet die gesetzlichen Anforderungen an den Energieverbrauch und den CO₂-Ausstoß deutlich. Der berechnete Jahresprimärenergiebedarf liegt um mehr als 35 Prozentpunkte unter den gesetzlichen Anforderungen nach dem Gebäudeenergiegesetz. Zudem werden durch die Photovoltaikanlage jährlich rund 90 Tonnen CO2 eingespart.

Verantwortlich für das Bauvorhaben ist das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Neubrandenburg. Die Planung erfolgt durch die JSP ARCHITEKTEN Gesellschaft für Gesamtplanung mbH.

Landespolizei startet 35. Bäderdienstsaison

Wustrow – Mit Beginn der Urlaubssaison startet die Landespolizei in die 35. Bäderdienstsaison. Innenminister Christian Pegel hat heute im Ostseebad Wustrow gemeinsam mit Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten den diesjährigen Bäderdienst offiziell eröffnet.

Vom 1. Juni bis Ende August werden zusätzliche Polizeikräfte in den touristischen Regionen des Landes eingesetzt. Ein besonderer Fokus liegt auch in dieser Saison auf den Inselregionen Mecklenburg-Vorpommerns. Auf Usedom, Rügen sowie in den beliebten Urlaubsorten Warnemünde und Kühlungsborn werden zusätzliche Kräfte eingesetzt, um den erhöhten Besucherzahlen gerecht zu werden. Hier zeigt sich der Bäderdienst besonders präsent: auf Promenaden, an Stränden und in der Nähe touristischer Hotspots.

„Mecklenburg-Vorpommern zählt seit Jahren zu den gefragtesten Urlaubsdestinationen in Deutschland, und das Besucheraufkommen steigt vor allem in der Küstenregion deutlich an. Mit dem Bäderdienst trägt unsere Landespolizei dazu bei, dass Sicherheit und Ordnung auch in dieser besonders intensiven Zeit gewährleistet bleiben“, erklärte der Minister zum Saisonauftakt. „Auch über die klassischen Urlaubsschwerpunkte hinaus werden die Beamtinnen und Beamten insbesondere bei landesweit stattfindenden Veranstaltungen für mehr Sicherheit, schnelle Hilfe und eine stärkere Präsenz sorgen. Über 100 solcher Events, darunter Konzerte, Feste und sportliche Großereignisse, stehen auch in diesem Jahr im Einsatzkalender der Landespolizei.”

Unterstützt werden die örtlichen Polizeidienststellen vom Landesbereitschaftspolizeiamt. Mit Blick auf die zahlreichen Veranstaltungen und die hohe touristische Auslastung ist der Bäderdienst ein zentraler Baustein der Sicherheitsstrategie für den Sommer in Mecklenburg-Vorpommern.