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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

Zukunftspreis Handwerk 2023

Bewerbungsfrist endet am 30. Juni

Schwerin – Der Zukunftspreis Handwerk ist die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung, mit der das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes, die Handwerkskammer Schwerin und die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin gemeinsam zukunftsorientierte Leistungen und Konzepte in Handwerksbetrieben honorieren und fördern. Mit dem Zukunftspreis Handwerk werden besondere unternehmerische Leistungen, die Mut machen, ausgezeichnet.

„Das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich durch hohe Kreativität, innovative Entwicklungen und beispielgebende Qualität aus. Das soll noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Mit dem ´Zukunftspreis Handwerk´ werden zukunftsorientierte, beispielgebende Leistungen und Konzepte, die aus dem Handwerk heraus entstanden sind, gewürdigt.

Bewerben können sich Betriebe, die beispielsweise innovative Produkte, Dienstleistungen, Verfahren oder Organisationsformen umgesetzt haben, ein außergewöhnliches Engagement in der Berufsausbildung bieten oder nachhaltige und langlebige Gestaltung von Produkten und Verfahren eingeführt haben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

„In unseren Handwerksbetrieben findet sich ein enormes Innovationspotential, denn Handwerk muss sich nahezu jeden Tag auf neue Anforderungen von Märkten und Kunden einstellen. Gleichzeitig hat gerade das Handwerk auch ein hohes Bewusstsein für Tradition, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Mitarbeiterbindung. Das wollen wir mit dem Zukunftspreis würdigen“, sagt Uwe Lange, Präsident der Handwerkskammer Schwerin.

„Das Handwerk und wir als Sparkasse haben den gleichen Fokus – auf die Region, die Menschen und Unternehmen hier vor Ort. Uns verbindet, dass es uns nur gut gehen kann, wenn es auch unserem Geschäftsgebiet gut geht. Das ist eine starke gemeinsame Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit“, ergänzt Björn Mauch, Vorstandsmitglied der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin.

Der Zukunftspreis Handwerk wird alle zwei Jahre vergeben. Zusätzlich zum Preisgeld der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin in Höhe von 10.000 Euro lobt die Handwerkskammer Schwerin einen mit weiteren 1.500 Euro dotierten Sonderpreis Digitalisierung aus. Schirmherr des Zukunftspreises Handwerk ist der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Die Ausschreibung für den Wettbewerb 2023 endet am 30. Juni. Eine fachkundige Jury entscheidet über die Preisvergabe, die Auszeichnung wird dann im September 2023 im Rahmen der Chefkonferenz der Handwerkskammer Schwerin übergeben.

Weitere Informationen zur Ausschreibung und Online-Bewerbung unter www.hwk-schwerin.de/Zukunftspreis.

Wie werde ich Lehrkraft im Seiteneinstieg?

Oldenburg: Im persönlichen Austausch Fragen klären und Perspektiven aufzeigen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern erweitert sein Informationsangebot zur Lehrkräftegewinnung. An sechs Orten präsentieren sich insgesamt 13 Schulen. Interessierte können sich über den Seiteneinstieg in den Lehrkräfteberuf informieren. Zwei Veranstaltungen haben in dieser Woche bereits stattgefunden. Die Veranstaltungen ergänzen die Aktivitäten der Lehrerwerbekampagne und die Informationen auf dem Karriereportal für den Schuldienst unter www.Lehrer-in-MV.de.

„Ich bin bei vielen Gelegenheiten angesprochen worden, wie der Seiteneinstieg als Lehrkraft gelingen kann“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Dieses Interesse von potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern nehmen wir auf und haben ein weiteres Informationsangebot eingerichtet. Da Lehrkräfte im Seiteneinstieg in vielen Fällen Eltern oder andere Verwandte sind, bietet es sich an, Informationen dort zu übermitteln, wo sich die Interessierten aufhalten. Informationsveranstaltungen finden deshalb vor Ort in den Schulen oder in anderen Einrichtungen statt. Zum einen können sich die Schulen vorstellen, an denen ein Einstellungsbedarf besteht. Zum anderen können im persönlichen Austausch Fragen geklärt und Perspektiven für den Einstieg in den Lehrkräfteberuf aufgezeigt werden. Die ersten beiden Veranstaltungen waren erfolgreich und fanden großen Zuspruch. Das zeigt uns, dass dieses Angebot richtig ist“, so Oldenburg.

Bildungsministerin Simone Oldenburg besucht die Veranstaltung in Crivitz, Staatssekretär Tom Michael Scheidung fährt nach Parchim. „Wer Interesse an einer Tätigkeit als Lehrkraft in Mecklenburg-Vorpommern hat, ist zu diesen Veranstaltungen herzlich eingeladen. Ich freue mich auf die Gespräche und den Austausch. Wir setzen alles daran, auch im kommenden Schuljahr den Unterricht abzusichern und Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern. Dazu benötigen wir ausgebildete Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und jene, die bereit sind, sich entsprechend zu qualifizieren. Gern kommen wir dazu mit allen Interessierten über Möglichkeiten für eine Beschäftigung an unseren Schulen ins Gespräch“, sagte die Bildungsministerin.

In Mecklenburg-Vorpommern absolvieren Lehrkräfte im Seiteneinstieg, die einen Bachelor oder einen Berufsabschluss haben, eine intensive, dreimonatige Vorqualifizierung, bevor sie ihre Tätigkeit in den Schulen aufnehmen bzw. zeitnah zu ihrer Einstellung. Als Bestandteil einer insgesamt 15-monatigen Grundlegenden Pädagogischen Qualifizierung (GPQ) enthält sie sowohl theoriegeleitete als auch schulpraktische Ausbildungsteile. An die GPQ schließt sich die dreijährige Modularisierte Qualifizierungsreihe (MQR) an. Wer beide Qualifizierungen mit Erfolg durchlaufen hat und den Zeitraum der Mindestbeschäftigung nachweisen kann, erfüllt die Voraussetzungen, einen Antrag auf Anerkennung einer Lehrbefähigung zu stellen.

Personen mit einem universitären Hochschulabschluss steht der berufsbegleitende Vorbereitungsdienst offen. Er startet mit einer sechsmonatigen Qualifizierung. Es folgt ein berufsbegleitender Vorbereitungsdienst, der 18 Monate dauert und mit der Zweiten Staatsprüfung abschließt.

Die Schulen laden zu den Informationsveranstaltungen über den Seiteneinstieg in den Schuldienst ein und informieren auch auf ihren Internetseiten über die genauen Termine. Die weiteren Termine sind:

Mittwoch, 21. Juni 2023

  • Förderschule Sternberg, Am Berge 3, 19406 Sternberg, 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr
  • Regionale Schule „Fritz Reuter“ und Regionale Schule mit Grundschule „Pestalozzi“ Demmin, Frauenstraße 18, 17109 Demmin, 16:30 Uhr

Montag, 26. Juni 2023

  • Regionale Schule mit Grundschule Malliß, Schulstraße 1, 19294 Malliß, 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Dienstag, 27. Juni 2023

  • Regionale Schule „Fritz Reuter“ Parchim, Mönchhof 6, 19370 Parchim, 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Donnerstag, 29. Juni 2023

  • Regionale Schule Crivitz, Bürgerhaus Crivitz, Rathausstraße 1, 19089 Crivitz, 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Freitag, 30. Juni 2023

  • Oskar-Picht-Gymnasium Pasewalk, Gymnasium Ueckermünde, Regionale Schule Strasburg, Regionale Schule Löcknitz, Regionale Schule Torgelow, Regionale Schule Pasewalk, Grundschule Pasewalk, Kulturforum Historisches U, An der Kürassierkaserne 9, 17309 Pasewalk, 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr

An vier Tagen im Juni wehen die Flaggen

Schwerin  – Im Juni werden die hoheitlichen Flaggen vor den Dienstgebäuden der Dienststellen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Einrichtungen, die der Aufsicht des Landes unterstehen, an zwei Tagen auf Vollmast gesetzt. Außerdem werden alle Schweriner Ministerien und die Staatskanzlei anlässlich des Christopher-Street-Days zum Monatsende die Regenbogenflagge hissen.

Am 17. und 20. Juni werden jeweils die Bundesflagge, die Landesdienst- bzw. Landesflagge sowie – je nach Art und Anzahl der vorhandenen Masten – die Europaflagge und eigene Flaggen der Kommunen wehen. Der 17. Juni gilt als Tag des Gedenkens an die Opfer des mit Gewalt beendeten Volksaufstands in der DDR im Jahr 1953.  Am 20. Juni wird offiziell der Opfer von Flucht und Vertreibung gedacht, zeitgleich findet der Weltflüchtlingstag statt.

 „Bei diesen im Beflaggungskalender unseres Bundesland aufgeführten Tagen handelt es sich um regelmäßige Beflaggungstage, an denen die Dienststellen verpflichtet sind, hoheitlich zu flaggen. Zusätzlich wird in diesem Jahr auf Beschluss der Staatssekretäre die Regenbogenflagge zum Monatsende vor allen Ministeriumsgebäuden in Schwerin wehen“, kündigte Innenminister Christian Pegel heute in Schwerin an. Anlass ist der Christopher Street Day (CSD) am 28. Juni – der Tag, an dem im Jahr 1969 infolge einer Polizeirazzia in einer New Yorker Schwulenbar eine der größten Emanzipationsbewegungen nicht nur in der Geschichte der USA begann – sowie der CSD in Schwerin am 1. Juli.

„In M-V begehen neben der Landeshauptstadt auch Greifswald, Neubrandenburg und Rostock an unterschiedlichen Tagen den Christopher-Street-Day. Auch ihnen steht es dank unserer neuen Beflaggungsverordnung frei, aus diesem Anlass an ihren Dienstgebäuden die Regenbogenflagge zu hissen“, sagt Christian Pegel und fügt hinzu:

„Die Verordnung, die seit Jahresbeginn in Kraft ist, ermöglicht, dass unter bestimmten Umständen auch nicht hoheitliche Flaggen wie zum Beispiel die Regenbogenflagge gesetzt werden dürfen. Dies war ein Auftrag aus dem Koalitionsvertrag ­ –  und er wurde zügig erfüllt. Die Dienststellen im Land können nun selbst entscheiden, ob sie diese ,Solidaritäts-Flaggen‘ aus besonderen Anlässen setzen möchten oder nicht“, sagte Christian Pegel und fügte hinzu: „Bei Dienststellen des Landes muss zuvor das Innenministerium zustimmen. Das haben wir in diesem Fall gern getan.“

Ein neues Highlight im Zoo Rostock

Spatenstich für die Robbenanlage / Eröffnung ist für Spätherbst 2024 geplant

Rostock – Die alte Robbenanlage ist Geschichte und bereits komplett abgetragen. Jetzt nimmt das Baugeschehen Fahrt auf. Heute haben Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte, Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger, die Präsidentin der Rostocker Bürgerschaft, Regine Lück, und Architekt Sezai I. Candan gemeinsam mit Zoodirektorin Antje Angeli den offiziellen Spatenstich vollzogen und über den weiteren Zeitplan informiert.

„Wir sind sehr froh, dass wir jetzt durchstarten können“, betonte Zoodirektorin Antje Angeli. „Ein großes Dankeschön geht an das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern und die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, ohne die die Durchführung dieses Projektes nicht möglich gewesen wäre.“

„Im Rostocker Zoo entsteht ein attraktiver Anlaufpunkt. In der Robbenanlage wird den Besucherinnen und Besuchern in anschaulicher Weise Wissenswertes vermittelt. Es ist wichtig, dass wir im ganzen Land eine gute ausgebaute touristische Infrastruktur haben, um Einheimischen und Gästen stets Neues zu präsentieren. Deshalb unterstützen wir die Zoos und Tiergärten im Land bei ihren Vorhaben“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte.

Im Zoo Rostock entsteht derzeit eine neue Anlage für die Seehunde und Seebären mit einem Investitionsvolumen von rund elf Millionen Euro. Eine zeitliche Verzögerung wurde genutzt, das Projekt nochmals weiterzuentwickeln. In der zukünftig nur aus einem großen statt aus zwei Wasserbecken bestehenden Anlage werden Seehunde und Seebären vergesellschaftet zusammenleben.

Um den höchsten Standards einer artgerechten und modernen Tierhaltung zu genügen, wird eine wesentliche Verbesserung der Haltungsbedingungen durch moderne Filtertechnik sowie die Haltung der Robben in Salzwasser anstelle von Süßwasser erreicht. Auch die Gestaltung der Anlage wird sich deutlich verbessern. Kleine Inseln werden den Tieren Platz zum Verweilen und Sonnen bieten. Terrassierte Felsen bieten gleichzeitig Rückzugsmöglichkeiten.

Große Sichtscheiben ermöglichen für die Besucherinnen und Besucher Unterwassereinblicke und auf neu errichteten, überdachten Traversen können die regelmäßig stattfindenden Schaufütterungen beobachtet werden. Ein umfassender Bildungsbereich wird durch Schautafeln, Modelle und interaktive Angebote über Meeressäuger und ihren Lebensraum informieren. Themen zum Natur- und Artenschutz werden hier ebenfalls präsentiert.

Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger lobte das Engagement des Zoos, die Robbenanlage zukunftssicher und tiergerecht zu gestalten. „Wir freuen uns für die Robben und für die Besucherinnen und Besucher, denn für alle soll der Spaß im Mittelpunkt stehen! Der Zoo hat das wieder sehr kreativ und verlässlich geplant und dabei auch immer den Austausch mit der Stadt und dem Land gesucht. Für das neue Highlight unseres Zoos ziehen wir weiter an einem Strang.“

„Wir prüfen derzeit, in welchem Umfang wir auch bei den Mehrkosten helfen können und sind hierzu im Gespräch“, sagte Jochen Schulte. Das Wirtschaftsministerium hatte bislang einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 5,5 Millionen Euro ausgereicht.

Seit 1990 sind eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen des Rostocker Zoos im Rahmen der Infrastrukturförderung mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt 42,95 Millionen Euro durch das Wirtschaftsministerium begleitet worden. Dazu zählen beispielsweise die Errichtung des Darwineums und der Bau des Polariums.

Der Baustart für die Erdbauarbeiten bis zu einer Tiefe von fünf Metern ist für den kommenden Monat angesetzt. Diese sollen bis Anfang Oktober abgeschlossen sein, so dass anschließend die Technikhalle durch das Gewerk Rohbau errichtet werden kann. Weitere Leistungen und Baugewerke werden aktuell ausgeschrieben. Die Eröffnung der Robbenanlage mit Informationen zu den Tieren und zum Natur- und Artenschutz sowie einer Tribüne und Panoramascheiben für einen freien Blick unter Wasser ist für Spätherbst 2024 vorgesehen.

Im vergangenen Sommer wechselten die Südafrikanischen Seebären Daisy (27) und Egoli (26) in den hessischen Zoo Frankfurt am Main, wo sie auch geboren worden sind. Die beiden Seebärenweibchen haben in der Zwischenzeit zwei junge Männchen aus Schweden als Gesellschaft dazu bekommen. „Es geht ihnen sehr gut im Frankfurter Zoo“, berichtete Säugetierkuratorin Daniela Lahn. „Aufgrund des fortgeschrittenen Alters werden die beiden Seebärinnen dort auch ihren Ruhestand verbringen und nicht in den Zoo Rostock zurückkehren.“

Die Seehunde Susi (35), Gizmo (22) und Sammy (2) sind Ende vergangenen Jahres ins Rostocker Marine Science Center im Yachthafen Hohe Düne umgezogen. „Das Trio fühlt sich dort sichtlich wohl, beteiligt sich ausgiebig beim Training und alle drei fressen gut. Besonders freuen wir uns darüber, dass unsere Seehunddame Susi trächtig ist und somit, wenn alles gut geht, vier Seehunde in den Zoo zurückkommen werden“, so die Kuratorin.

Da im Marine Science Center nur männliche Tiere gehalten werden, wurden mit Ausnahme von Susi weitere Weibchen an andere Zoos vermittelt. Seehundrobbe Lilly (18) zog ebenfalls in den Zoo Frankfurt, wo sie am 30. Juli ihr Jungtier Otto zur Welt gebracht hat. Vater ist der Rostocker Gizmo. Das 2019 in Rostock geborene Seehundmädchen Lotte (4) lebt jetzt im Tierpark Nordhorn in Niedersachsen. Nachwuchs könnte es künftig auch bei den Südafrikanischen Seebären geben; dort ist eine neue Gruppe mit einem Männchen und zwei bis drei Weibchen geplant.

„Auf die Rückkehr ihrer Patentiere Susi, Gizmo und Sammy freut sich auch die OstseeSparkasse Rostock, die seit 30 Jahren zu den wichtigsten Förderern des Zoos gehört, unter anderem als Premiumpartner für den Natur- und Artenschutz. „Toll, dass eine regionale Kooperation die Ausquartierung so nah ermöglicht hat und ein Besuch unserer Patentiere im Marine Science Center gerade jetzt in der Saison täglich möglich ist. Wir sind schon heute gespannt auf eine moderne Robbenanlage und einen neuen Leuchtturm für den Zoo Rostock“, sagte OSPA-Vorstandmitglied Karsten Pannwitt.

Unterdessen bat Zoodirektorin Antje Angeli um Geduld während der laufenden Bauarbeiten. „Das Neubauprojekt ist erneut eine große Herausforderung für den Zoo und sorgt durch die Wegesperrungen auch für Einschränkungen und längere Wege, für die wir unsere Besucherinnen und Besucher um Verständnis bitten möchten. Dafür gibt es in vielen Gehegen in unserem schönen Zoo Nachwuchs zu bestaunen. Mehr als 50 Jungtiere, von Pinguin-Küken bis zu unseren Elch-Zwillingen, freuen sich auf zahlreiche Zoogäste. Gleichzeitig möchte ich mich bei allen Förderern und Unterstützern unserer neuen Robbenanlage herzlich bedanken.“

Erinnerung an Volksaufstand vom 17. Juni 1953

Ministerpräsidentin Schwesig erinnert an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953

Schwerin – Vor 70 Jahren, am 17. Juni 1953, protestierten in der DDR mehr als eine Million Menschen gegen die SED-Diktatur.

„Das Ende der DDR ist eine Geschichte des Glücks. Die Menschen in Ostdeutschland haben sich 1989 mit friedlichen Mitteln Mitsprache und Demokratie erstritten“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Es darf aber nicht in Vergessenheit geraten, dass mutige Bürgerinnen und Bürger sich schon vor der Wende gegen das Regime erhoben hatten. Auch der Volksaufstand des 17. Juni 1953 erzählt vom Wunsch nach Freiheit und Demokratie.“

In mehr als 700 Orten der DDR legten Menschen ihre Arbeit nieder und forderten die Senkung der Arbeitsnormen, die Freilassung politischer Gefangener, freie Wahlen und die Einheit Deutschlands.

Schwesig: „Die Antwort des Regimes war Gewalt und Unterdrückung. Sowjetische Panzer und Soldaten schlugen den Aufstand brutal nieder und erstickten jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft. 55 Menschen kamen ums Leben, Tausende wurden festgenommen. Ihnen gedenken wir heute. Wir werden sie nicht vergessen!“

Mit der Niederschlagung wollte die SED-Diktatur nicht nur ihre Macht sichern, sondern gleichermaßen die Bevölkerung zum Schweigen bringen, sagte Schwesig.

„Es führt eine Linie vom 17. Juni 1953 zur Friedlichen Revolution im Herbst 1989: Viele Menschen in der DDR wollten angesichts der Probleme im Land nicht länger schweigen – und gingen deshalb genau wie ihre mutigen Vorgängerinnen und Vorgänger im Juni 1953 auf die Straße. Dieses Mal mit einem glücklichen Ausgang.“

Schwesig nahm heute an der Gedenkveranstaltung des Bundesrats zum 17. Juni teil.

Verband deutscher Unternehmerinnen tagt

Schulte: Mecklenburg-Vorpommern bietet attraktive Rahmenbedingungen für Investorinnen und Investoren

Rostock – Wirtschafts-Staatssekretär Jochen Schulte hat am Donnerstag bei der Jahresversammlung des Verbands deutscher Unternehmerinnen (VdU) in Rostock vor rund 200 Teilnehmenden aus ganz Deutschland für Mecklenburg-Vorpommern als Investitionsstandort geworben.

„Es ist nach wie vor eine wichtige und leider notwendige Aufgabe, die Interessen von Unternehmerinnen in Politik und Wirtschaft offensiv zu vertreten. Wir brauchen mehr Frauen in allen Bereichen der Wirtschaft – als Fachkräfte, in Führungspositionen, in Handwerk, Mittelstand und technischen Berufen. Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Mecklenburg-Vorpommern hat dazu einiges zu bieten.

Neben den herausragenden wirtschaftlichen Standortvorteilen punkten wir auch mit einer zeitgemäßen und qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung sowie eine sehr gute Wohn- und Lebensqualität. Diese Merkmale machen unser Land für potentielle Investorinnen und Investoren attraktiv“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte.

Der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) vertritt als Wirtschaftsverband branchenübergreifend die Interessen von Unternehmerinnen. Seit über 65 Jahren setzt sich der VdU nach eigenen Angaben für mehr weibliches Unternehmertum, mehr Frauen in Führungspositionen und bessere Bedingungen für Frauen in der Wirtschaft ein.

Derzeit repräsentiert der VdU über 1.800 frauengeführte, insbesondere mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung. Die Mitglieder des VdU erwirtschaften zusammen einen Jahresumsatz von 85 Milliarden Euro und beschäftigen 500.000 Menschen.

„Über den Verband deutscher Unternehmerinnen wird vor allem der Mittelstand gestärkt. In Mecklenburg-Vorpommern prägen die kleinen und mittleren Unternehmen das wirtschaftliche Geschehen. Deshalb unterstützen wir mit guten Rahmenbedingungen und attraktiven Fördermöglichkeiten Investitionen in bestehende und neu angesiedelte Unternehmen, Gründungen, Nachfolgeregelungen sowie Forschung und Entwicklung“, sagte Schulte.

In Mecklenburg-Vorpommern gehören etwa 99,5 Prozent aller Unternehmen des Landes quantitativ zu den kleinen und mittleren Unternehmen. Diese Unternehmen stehen für etwa 79,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Quelle: Mittelstandsbericht Mecklenburg-Vorpommern 2021).

Neben dem Fachkräftemangel steht derzeit das Thema Unternehmensnachfolge im Mittelpunkt der Diskussionen. Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn schätzt ein, dass in den nächsten vier Jahren rund 150.000 Unternehmen zur Unternehmensnachfolge anstehen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat zusammen mit den Wirtschaftskammern und der Bürgschaftsbank M-V die NACHFOLGEZENTRALE MV initiiert, die abgebende Unternehmer und potentielle Nachfolger zusammenbringt.

„Um erfolgreiche Nachfolgen im unternehmerischen Bereich umzusetzen oder auch gründungswillige Frauen zu unterstützen, übernehmen Vorbilder eine wichtige Funktion. Da geht der Verband auf seiner Jahrestagung einen richtigen Schritt und zeichnet mit dem „she succeeds award“ erfolgreiche Nachfolgerinnen in bestehenden Unternehmen aus. Zugleich werden Alt-Inhaberinnen und Alt-Inhaber gewürdigt, die in besonderem Maße dazu beigetragen haben, Frauen den Weg als Unternehmerin in der Nachfolge zu ebnen“, sagte Schulte.

66 TOP-Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet

Schulte: Ausbildung des Nachwuchses ist wichtiger Teil unternehmerischen Handelns

Neubrandenburg – In Neubrandenburg sind am Donnerstag feierlich die Auszeichnungen für die „TOP-Ausbildungsbetriebe 2023“ der Industrie- und Handelskammer zu Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern (IHK) übergeben worden.

„Wir wollen die besonderen Leistungen der Unternehmen für eine hochwertige Ausbildung junger Menschen bei der Berufsorientierung und der Fachkräfteentwicklung öffentlichkeitswirksam würdigen. Die ausgezeichneten Betriebe gehören zu den Besten des Landes, weil sie die Ausbildung des Nachwuchses als Teil ihres unternehmerischen Handelns ernst nehmen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte.

Der Staatssekretär hat zusammen mit IHK-Präsident Dr. Wolfgang Blank die Auszeichnungen im Haus der Kultur und Bildung vorgenommen.

Insgesamt haben 66 Unternehmen den Titel „TOP-Ausbildungsbetrieb“ erhalten. Die Betriebe wurden ausgezeichnet, weil sie sich über den gesetzlich geforderten Rahmen hinaus in der Berufsausbildung, Berufsorientierung und Fachkräfteentwicklung engagieren.

Dazu zählen beispielsweise Mitwirkung im Prüfungsausschuss der IHK, Entwicklung eigener Azubi-Projekte, Motivationsanreize wie Übernahme der Kosten des Azubitickets, Fahrtkostenübernahme für die Berufsschule, Geburtstags- und Tankgutscheine etc. sowie das Aufzeigen von vielfältigen Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten.

„Die Auszeichnung TOP-Ausbildungsbetrieb ist für die Unternehmen auch ein ausgezeichnetes Mittel für die Eigenwerbung. Junge Menschen erkennen, dass in den Betrieben intensiv an einer inhaltlich wertvollen Ausbildung gearbeitet wird. Das gibt Jugendlichen Orientierung auf dem Weg ins Berufsleben“, sagte Schulte.

Nutztierstrategie für Mecklenburg-Vorpommern

Dummerstorf – Heute hat die Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung einer Nutztierstrategie Mecklenburg-Vorpommern in den Räumlichkeiten des FBN in Dummerstorf stattgefunden. Minister Dr. Backhaus hatte im Vorfeld mehr als 30 Unternehmen, Wissenschaftler, Verbände und Institutionen angeschrieben und um Beteiligung gebeten. Beim Auftakt in Dummerstorf waren mehr als 40 Personen vor Ort, die sich am Diskussionsprozess, der Ende des Jahres abgeschlossen sein soll, beteiligen werden.

Die Erarbeitung einer Nutztierstrategie ist unter Ziffer 212 des Koalitionsvertrages zwischen SPD MV sowie DIE LINKE MV.: „Wir bringen eine „MV-Nutztierstrategie 2030“ mit dem Ziel nachhaltiger, bodengebundener und tiergerechter Investitionen in die Tierhaltung auf den Weg,“ erklärt Agrarminister Dr. Till Backhaus und ergänzt: „Die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV (LFA) als nachgeordnete Einrichtung des LM wurde federführend mit der Erarbeitung einer Nutztierstrategie beauftragt.

Sie verifiziert, dass das erarbeitete Papier wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Als weiterer Partner wurde im Wege einer Ausschrei­bung die Kommunikationsagentur 13° aus Neubranden­burg gewonnen. Sie formuliert Textvorschläge zu den einzelnen Themen und gleicht sie mit allen Beteiligten ab.

Mir ist wichtig, dass sich auch diejenigen an dem Prozess zur Erarbeitung einer Nutztierstrategie beteiligen können, die vieles an der heutigen Landwirtschaft und insbesondere der Tierhaltung kritisch sehen. Dies ist kein Papier nur meines Hauses oder der Tierzuchtverbände. Es sollen ausdrücklich auch diejenigen sich einbringen, die einen Umbau der Tierhaltung hin zu mehr Tierwohl und hin zu höheren Tierschutzstandards fordern.

Ich habe deutlich meine Zustimmung zum Green Deal der EU-Kommission und damit auch der Farm-to-Fork-Strategie der EU signalisiert. Wir haben uns das Ziel gesetzt, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen, und das erfordert, jetzt energische Schritte zu gehen. Daran führt kein Weg vorbei. Wir müssen die Lebensgrund­lagen für künftige Generationen sichern: Sauberes Wasser, saubere Luft, gesunde Böden, hochwertige Lebensmittel und eine hohe Biodiversität sind die Stichworte.

Aber man darf dabei nicht aus dem Blick verlieren, dass die Landwirtschaftsbetriebe trotz dieses Anpassungs­prozesses von ihrer Arbeit leben können müssen und als wirtschaftlich tragfähige Unternehmen in die Zukunft blicken sollen. Der Spagat, den wir als Gesellschaft hinbekommen müssen, wird sein, gleichzeitig Klima­neutralität und die Nutztierhaltung als Bestandteil der landwirtschaftlichen Kreislaufwirtschaft.“

Es sei dringend notwendig, sich über die Zukunft der Nutztierhaltung in unserem Bundesland auszutauschen, fährt der Minister fort. „Insbesondere in der Rinder- und Schweinehaltung gehen sowohl die Zahl der Haltungen als auch die Zahl der gehaltenen Tiere stark zurück und ich mache mir allergrößte Sorgen um die Tierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern.

So beobachten wir seit 1990 ein Minus in der Rinderhaltung von 58 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung stellen wir beim Milchvieh fest: Minus 40 Prozent seit 1990. Bei den größeren Schweinehaltungen zählen wir lediglich noch 80 Betriebe, Schweinemäster halten noch 40 ihr Geschäft aufrecht. In den vergange­nen beiden Jahren haben 5 Prozent ihre Betriebe aufgegeben, weitere 15 Prozent könnten es in diesem Jahr sein.

Ich bin daher allen Verbänden und Institutionen, die sich auf meine Einladung hin zur Mitwirkung bereiterklärt haben, sehr dankbar, dass sie dabei sind, sich in den Diskussionsprozess zur Nutztierhaltung einzubringen. Diese Resonanz zeigt natürlich auch, dass meine Sorge um die Tierhaltung von den Akteuren geteilt wird und wir nach gemein­samen Lösungen suchen müssen, damit die Nutztier­haltung in Mecklenburg-Vorpommern eine Zukunft hat.“