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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

Landgestüt Redefin gehört zu M-V

Schwerin – „Das Landgestüt ist als Kulturdenkmal unverzichtbar für Mecklenburg-Vorpommern. Wir stehen dazu.“, erklärt der finanzpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Tilo Gundlack.

Jüngst wurde kritisiert, dass zu viel Geld in das Landgestüt fließt. Dabei wurde auch gefordert, das Land solle Redefin verkaufen.

„Eine Privatisierung lehnen wir kategorisch ab. Redefin muss weiterhin für die gesamte Bevölkerung offen stehen und nicht nur für wenige mit ausreichend Geld in der Tasche. Als Zentrum für Pferdezucht und Pferdesport sowie als touristischen und kulturellen Anziehungspunkt muss es erhalten und weiterentwickelt werden. Das haben wir in der Koalitionsvereinbarung auch so verabredet. Die Forderung des Bundes der Steuerzahler lehnen wir entschieden ab. Das würde ein großer Verlust für unser Land sein.“, so Grundlack abschließend.

Die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Dr. Sylva Rahm-Präger ergänzt: „Wir haben es in 30 Jahren geschafft, dieses Landgestüt als eine Perle im ländlichen Raum und als lebendiges Kulturdenkmal zu erhalten und weiterzuentwickeln. An der Wirtschaftlichkeit wird kontinuierlich gearbeitet. Das kann aber nicht bedeuten, dass der Betrieb in einem solchen denkmalgeschützten Ambiente kostenneutral funktionieren könnte. Die 7 in Deutschland verbliebenen Landgestüte werden alle von Ihren Ländern bezuschusst. Das Landgestüt Celle bekommt einen jährlichen Zuschuss in dreifacher Höhe.

Die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes genießen ihre Theater und auch dort wird nicht erwartet, dass diese sich komplett selber tragen. Das Landgestüt ist unser „Theater“ mit dem Kulturgut Pferd im Mittelpunkt. Der Pferdesport ist in unserem Land ein Breitensport im ländlichen Raum und kein Hobby für Eliten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landgestütes leisten neben ihrer täglichen Arbeit 24-7 viel im Bereich der Aus- und Weiterbildung über unsere Landesgrenzen hinweg. Sie stellen die jährlichen Hengstparaden auf die Beine und unterstützen beim Festspielsommer in MV. Alles Aktivitäten, die dem Image unseres Landes gut zu Gesicht stehen und von den Menschen genutzt werden können. Das möchten wir erhalten.“

Ausflüge in die Natur am Weltumwelttag

Greifswald – Am morgigen Weltumwelttag besucht Umweltminister Dr. Till Backhaus das Greifswald Moor Centrum. „Mecklenburg-Vorpommern ist eines der moorreichsten Bundesländer. 13 Prozent der Landesfläche, d.h. rund 330.000 Hektar, sind mit Mooren bedeckt. Das Ökosystem Moor ist ein bedeutender Kohlenstoff- und Wasserspeicher. Wichtigste Kenngröße für die Umsetzung des Moorschutzes ist die landesweit wiedervernässte Fläche auf Moorstandorten. Seit 1991 wurden 400 Moorschutzprojekte auf rund 35.000 Hektar umgesetzt.

Wissenschaftlich fundierter natürlicher Klimaschutz und Biodiversität werden zunehmend nachgefragte Produkte sein, die Mecklenburg-Vorpommern liefern kann. Hierbei spielt das Greifswald Moor Centrum eine tragende Rolle. Zur Bündelung der Kräfte und zur Steigerung der Effizienz haben sich die Uni Greifswald, der DUENE e. V. und die Succow-Stiftung 2015 zum Greifswald Moor Centrum (GMC) zusammengeschlossen.

Es hat sich zu einem global anerkannten Zentrum der Moorforschung etabliert. Durch einen Beitrag zur Verstetigung der Moorprofessur im Jahr 2017 hat das LM erheblich zur Kontinuität der Einrichtung beigetragen. Verschiedene im GMC tätige Wissenschaftler*innen wurden zum Teil mehrfach ausgezeichnet, zuletzt die Leiterin, Frau Dr. Franziska Tanneberger mit dem Deutschen Umweltpreis 2024. Aktuell sind rund 100 Personen an der Uni Greifswald in moorbezogenen Drittmittelprojekten tätig. Sie forschen und arbeiten nicht allein in Mecklenburg-Vorpommern bzw. Deutschland, sondern auf der ganzen Welt.

Besonders freut es mich, dass das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV seit 2023 die neue Agrarumwelt- und Klimamaßnahme ‚Moorschonende Stauhaltung‘ anbietet. Das ist ein Instrument, mit dem Bewirtschaftende den schrittweisen Umstieg in eine nasse Landwirtschaft erproben können. Sie erhalten entweder 150 Euro für 30 cm unter Flur oder 450 Euro für einen Wasserstand von 10 cm unter Flur je Hektar. Zusätzlich können weitere 450 Euro für den Anbau von Paludikultur beantragt werden. In dieser Förderperiode sind 47 Anträge für 2.706 Hektar förderfähig“, sagt Backhaus.

Darüber hinaus laden anlässlich des Weltumwelttages in ganz MV die Nationalen Naturlandschaften zu verschiedenen Aktivitäten ein.

 Einige Tipps:

  • Im Naturpark Sternberger Seenland geht es am Donnerstag mit dem Ranger zur Wanderung „Naturnahe Waldwirtschaft und Landschaftsarchitekt Biber“. Die Wanderung auf den Spuren der Biber führt durch das Radebachtal. Los geht es um 10 Uhr am Bahnhof in Blankenberg. Die sechs Kilometer lange Tour dauert bis ca. 15 Uhr.
  • Im Naturpark Feldberger Seenlandschaft lautet der Titel einer Wanderung am 5. Juni „Vom forstlichen Paradiesgarten zum Buchenurwald“. Gäste können durch den ältesten Buchenbestand Deutschlands, die Heiligen Hallen, wandern und dabei die Entwicklung eines Waldes erleben, der aus der Nutzung genommen ist. Beginn der sechs Kilometer langen Tour ist um 10 Uhr am Waldmuseum „Lütt Holthus“ in Lüttenhagen.
  • Im Biosphärenreservat Südost-Rügen findet am 5. Juni die geführte Wanderung zum Thema „Architektur des Waldes in der Granitz“ statt. Start ist um 10 Uhr am Haus des Gastes in Binz.
  • Das Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe bietet am Sonntag, 8. Juni, die Wanderung „Unterwegs am Grünen Band – Rangerwanderung am Elbdeich“ anDie ca. fünf Kilometer lange, historische und naturkundliche Rundwanderung zum Thema Natur und Grenze beginnt um 10 Uhr am Hafenplatz (Pegelanzeige) in Boizenburg/Elbe.
  • Der Müritz-Nationalpark bietet am 5. Juni eine Wanderung unter dem Motto „Unterwegs zu den Fischjägern“ an. Auf dieser ca. sechs Kilometer langen Wanderung erleben Interessierte die Natur rund um Boek und beobachten Fisch- oder Seeadler, Kormorane oder Reiher bei der Jagd. Wälder und Wiesen wechseln einander ab. Los geht es um 10.30 Uhr an der Naturparkinformation Boek.
  • Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft beginnt am Donnerstag um 11 Uhr die Rangerführung „Dünensand und Meeresglitzern“. Die sechs Kilometer lange Wanderung führt durch das jüngste Land im Nationalpark auf dem Rundwanderweg Darßer Ort. Treffpunkt ist an der Endhaltestelle der Darßbahn.

Für alle Wanderungen und Veranstaltungen werden die Mitnahme von Proviant, wetterfester Kleidung und ggf. eines Fernglases empfohlen. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Interessierte können sich telefonisch, per E-Mail oder direkt auf den Webseiten der Nationalen Naturlandschaften anmelden und informieren.

Chemie-Nachwuchs trifft sich in M-V

Regionalrunde des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt!“ bringt Schülerinnen und Schüler nach Groß Lüsewitz und Rostock

Rostock – Mit Neugier und Begeisterung und voller Konzentration nehmen etwa 40 Schülerinnen und Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Berlin und Hamburg vom 3. bis 5. Juni 2025 an der Regionalrunde der Chemie-Olympiade „Chemie – die stimmt“ in Groß Lüsewitz und Rostock teil.

Die qualifizierten Landesbesten der Klassenstufen 9 und 10 stellen sich in der mehrtägigen dritten Runde des Wettbewerbs anspruchsvollen theoretischen und praktischen Aufgaben. Für die Experimente am 3. Juni bieten die Räumlichkeiten des Schülerlabors des Forschungsverbundes Mecklenburg-Vorpommern e. V. im Agrobiotechnikum in Groß Lüsewitz optimale Bedingungen. Seit 2008 finden die Eröffnung und der experimentelle Teil des Regionalausscheids Nord dort statt. Nach der Praxis folgt am 4. Juni die Theorie als Klausur an der CJD Christophorusschule in Rostock.

„Wettbewerbe wie ‚Chemie – die stimmt!‘ sind ein wichtiger Bestandteil der Talentförderung in unserem Land und zeigen eindrucksvoll, wie früh junge Menschen für Naturwissenschaften begeistert werden können. Sie fördern nicht nur fachliches Können, sondern auch Teamgeist, Neugier und die Lust am Forschen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg, die die Nachwuchstalente offiziell begrüßte.

Die Auswertung aller Resultate und die anschließende Siegerehrung findet am 5. Juni statt. Die besten Chemie-Talente der Regionalrunde qualifizieren sich für das Bundesfinale im September in Leipzig.

Das Land unterstützt das 2006 gegründete Schülerlabor Groß Lüsewitz des Forschungsverbundes Mecklenburg-Vorpommern e. V. in diesem und im kommenden Jahr mit ca. 122.000 Euro. So haben Schülerinnen und Schüler weiterhin die Möglichkeit, diesen außerschulischen Lernort für Experimente zu nutzen.

Drese zum Hitzeaktionstag

Pflegebedürftige Menschen sind besonders hitzegefährdet / Ministerin ruft zur Vorbereitung auf Hitzeperioden auf

Schwerin – Anlässlich des bundesweiten Hitzeschutzaktionstages am 4. Juni fordert Sozial- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese verstärkte Anstrengungen, um sich frühzeitig auf Hitzeperioden vorzubereiten. Besonders im Fokus müssen nach Ansicht der Ministerin dabei pflegebedürftige Menschen, v.a. auch in der häuslichen Versorgung sowie ihre Angehörigen und Betreuungspersonen stehen.

„Hohe Temperaturen können für ältere und pflegebedürftige Menschen lebensbedrohlich werden. Sie spüren Durst oft später oder gar nicht und ihr Kreislauf ist anfälliger für hohe Temperaturen. Deshalb ist es entscheidend, dass wir gemeinsam vorsorgen und aufeinander achten. Angehörige, ambulante Dienste und Nachbarschaftsnetzwerke spielen dabei eine wichtige Rolle. Deshalb appelliere ich, sich über geeignete Schutzmaßnahmen zu informieren und diese konsequent umzusetzen“, betonte die Ministerin vor dem Aktionstag.

Drese hob hervor, dass chronisch Kranke, Schwangere, Kleinkinder, aber auch die arbeitende Bevölkerung ebenfalls von Extremtemperaturen in den Sommermonaten stark belastet sind. „Die Zahl hitzebedingter Krankenhausaufenthalte steigt. Auch neue Infektionskrankheiten, die früher nur aus südlichen Gebieten bekannt waren, wie das West-Nil-Virus oder durch Zecken übertragene FSME breiten sich zunehmend in unseren Regionen aus“, so Drese.

Die Ministerin kündigte Unterstützung des Landes durch einen „Gesundheitsbezogenen Hitzeschutzplan M-V“ an, der Mitte Juni durch die Landesregierung beschlossen werden soll. Darin werden Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für Landkreise, größere und kleinere Kommunen, Träger von Einrichtungen, in denen besonders gefährdete Menschen sich regelmäßig aufhalten, sowie für die Bevölkerung aufgeführt.

Zur tagesaktuellen Orientierung empfiehlt die Ministerin, die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu beachten: www.dwd.de/DE/leistungen/hitzewarnung/hitzewarnung.html

Zudem stellt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ausführliche, leicht verständliche Informationen und Handlungsempfehlungen für den Hitzeschutz zur Verfügung: www.klima-mensch-gesundheit.de/hitzeschutz/

„Hitzevorsorge rettet Leben – das gilt gerade in unserer älter werdenden Gesellschaft“, verdeutlicht Ministerin Drese. „Ich rufe alle auf, aufmerksam zu sein, sich gut zu informieren und Verantwortung füreinander zu übernehmen.“

M-V auf der transport logistic Messe

Dr. Blank: „Unsere Häfen sind das logistische Rückgrat für den Handel im Ostseeraum“

München – Mecklenburg-Vorpommern hat auf der Messe der transport logistic 2025 in München seine Funktion als verlässlicher und leistungsfähiger Logistikstandort im internationalen Waren­verkehr betont. Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, nutzte den Besuch am Gemeinschaftsstand des Landes, um für die strategischen Potenziale der hiesigen Häfen zu werben.

„Der persönliche Austausch mit internationalen Partnern ist durch nichts zu ersetzen. Gerade in einer sich dynamisch verändernden Weltwirtschaft brauchen wir sichtbare Präsenz und verlässliche Anknüpfungspunkte. Der gemeinsame Auftritt zeigt: Mecklenburg-Vorpommern ist im Ostseeraum fest verankert und ein aktiver Knotenpunkt im internationalen Handel“, betonte Dr. Blank beim traditionellen Empfang des Landesstandes.

Zentrale Themen waren die Zukunft der Hafenwirtschaft, der Umgang mit geopolitischen Veränderungen sowie die notwen­dige Transformation angesichts künftig rückläufiger fossiler Güterströme. Minister Dr. Blank verwies auf neue Potenziale – etwa im Bereich Wasserstoff, Offshore-Windenergie oder projektbezogener Schwergutlogistik: „Unsere Häfen ent­wickeln sich zu vielseitigen Standorten für maritime Wirtschaft und nachhaltige Energieträger. Dafür benötigen wir aber auch die Unterstützung des Bundes, um die Hafeninfrastrukturen an die gestiegenen Anforderungen anzupassen. Das Sonder­vermögen Infrastruktur mit 500 Milliarden Euro bietet dazu vielfältige Möglichkeiten, die wir jetzt nutzen müssen.“

Auch die internationale Vernetzung stand im Fokus. Die Belt and Road Initiative, alternative Schienenkorridore und die mittelfristigen Auswirkungen der Fehmarnbeltquerung machten deutlich, dass langfristige Infrastrukturent­scheidungen auch aus europäischer Perspektive gedacht werden müssten.

Am Gemeinschaftsstand präsentierten sich die Seehäfen Rostock, Wismar, Stralsund und Sassnitz sowie weitere Logistik- und Engineering-Dienstleister. Der Empfang bot den Gästen Gelegenheit zum Austausch über Zukunftstrends und Standortstrategien. „Unsere Häfen stehen für Stabilität, Wandel und Perspektive. Dafür werben wir mit Nachdruck – auch über die Landesgrenzen hinaus“, betonte Dr. Wolfang Blank abschließend.

Die transport logistic findet vom 02. bis 05. Juni in München statt. Mit über 2.300 Ausstellern aus mehr als 70 Ländern und rund 75.000 Besucherinnen und Besuchern gilt sie als Welt­leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management.

Energiesparmeister 2025: „Freie Schule Rügen“

Insel Rügen – Der Titel „Energiesparmeister 2025“ für das beste Klimaschutzprojekt aus Mecklenburg-Vorpommern geht an die Freie Schule Rügen in Dreschvitz. Die Grundschule überzeugte die Jury mit einem langjährig gewachsenen Konzept, das Klimaschutz, Energieeffizienz und Umweltbildung seit 2004 eng miteinander verknüpft.

„Die Freie Schule Rügen zeigt eindrucksvoll, was Bildung für nachhaltige Entwicklung bedeutet. Hier lernen Kinder nicht nur über Klimaschutz, sondern sie gestalten ihn aktiv mit. Ziel der Schule ist die Umsetzung eines vollständigen Null-Energie-Konzepts für alle Schulgebäude. Dazu wurden sämtliche Bestandsgebäude energetisch saniert und Neubauten energieoptimiert geplant. Der verbleibende Energiebedarf wird durch eigene Photovoltaikanlagen und einen pelletbefeuerten Holzvergaserkessel gedeckt. Damit gelingt der Schule eine nahezu CO₂-neutrale Versorgung.

Das rund 14.000 Quadratmeter große Gelände ist außerdem ökologisch gestaltet: mit Bachlauf, Teich, Amphitheater, Streuobstwiese, Schulgarten, Bienenvölkern und Erdgewächshaus. Das Gelände ist frei zugänglich für alle Dorfbewohner*innen. Damit ist die Schule ist damit nicht nur Lernort, sondern auch Teil des öffentlichen Raums. Die Maßnahmen der Schule werden seit mehr als 20 Jahren von Kindern, Eltern, pädagogischem Team, regionalen Handwerksbetrieben und Umweltorganisationen wie BUND, NABU oder dem Biosphärenreservat Südost-Rügen getragen.

Auch mit der Universität Greifswald besteht eine Kooperation. Zuletzt wurden waschbare Stoffhandtücher eingeführt, um jährlich tausende Papierhandtücher zu vermeiden. Dieses konsequente Engagement über einen so langen Zeitraum ist außergewöhnlich. Ich gratuliere allen Beteiligten herzlich zum Titel ‚Energiesparmeister Mecklenburg-Vorpommern 2025‘“, sagt Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus.

Besonders ist auch der Grundsatz der Schule: Es gibt kein Einzelprojekt, sondern täglich gelebte Nachhaltigkeit im „Lebensraum Schule“. Der Unterricht greift Umwelt- und Klimaschutzthemen kontinuierlich auf – ob beim Draußenunterricht, bei Kursen zu alten Handwerkstechniken wie Imkern, Töpfern oder Nähen oder beim „Waldunterricht“ mit Alleenpatenschaft. CO₂-neutrale Klassenfahrten mit Fahrrad, Bahn und Zelt sind ebenso fester Bestandteil wie handlungsorientierte Kurse zur Reparatur- und Wiederverwendungskultur.

Im Schulgebäude wurden Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse in die Außendämmung integriert. Der Schulhof wird gemeinsam mit Eltern, Kindern und Partnern regelmäßig weiterentwickelt.

Für ihr langjährige Engagement erhält die Schule ein Preisgeld von 2.500 Euro sowie die Patenschaft durch die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV). „Die Freie Schule Rügen lebt, was andere noch planen: Klimaschutz, Ressourcenschonung und gemeinschaftliches Lernen werden hier jeden Tag ganz selbstverständlich miteinander verbunden. Vom Null-Energie-Konzept bis zum Handwerkskurs – so sieht echte Bildung für eine nachhaltige Zukunft aus“, sagt Gunnar Wobig, Geschäftsführer der LEKA MV.

Ab sofort kann unter www.energiesparmeister.de/voting für die Freie Schule Rügen abgestimmt werden. Die Schule tritt gegen 15 weitere Landessieger aus ganz Deutschland an. Die Schule mit den meisten Stimmen wird Bundessieger und erhält ein zusätzliches Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro. Die feierliche Preisverleihung findet am 27. Juni 2025 im Bundesumweltministerium in Berlin statt. Bundesweit hatten sich knapp 450 Schulen für den diesjährigen Wettbewerb beworben.

Fünf Jahre Pflegestützpunkt Waren

Drese hebt hohe Bedeutung der Beratungsstelle für Pflegebedürftige und Angehörige hervor

Waren(Müritz) – Der Pflegestützpunkt Waren (Müritz) feiert am (heutigen) Montag sein fünfjähriges Bestehen. „Er ist damit die jüngste Anlauf- und Beratungsstelle in unserem wichtigen landesweiten Hilfenetzwerk zu allen Fragen rund um die Pflege“, gratulierte Sozialministerin Stefanie Drese.

Der Pflegestützpunkt Waren nahm seine Arbeit während der Corona-Pandemie auf. „Als vierter Stützpunkt im großen Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist er ein bedeutsamer Baustein für ein flächendeckendes und wohnortnahes Beratungsangebot“, betonte Drese. Mit der Eröffnung sei ein wichtiger Schritt hin zu mehr Unterstützung und besserer Versorgung vor Ort getan worden.

„Mit viel Herzblut, Fachwissen und großer Empathie beraten und begleiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Sie geben Orientierung in einer Phase des Umbruchs, zeigen Wege auf, machen Mut und vermitteln Hilfe – unabhängig, kostenlos und immer auf Augenhöhe“, hob Drese hervor.

Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile 19 unabhängige und trägerübergreifende Anlauf- und Beratungsstellen. „Die Pflegestützpunkte sind die erste Anlaufstation für Pflegebedürftige und deren Angehörige. Für die Stärkung der ambulanten und teilstationären Angebote spielen die Pflegestützpunkte eine große Rolle“, verdeutlichte Drese.

Oftmals könnte durch kleine Veränderungen der eigenen Wohnung weiterhin ein selbstbestimmtes Leben geführt und ein Heimaufenthalt verhindert werden, so die Ministerin. Auch in solchen Fällen beraten die Pflegestützpunkte.

Drese: „Die Pflegestützpunkte, ob in Waren oder überall sonst im Land, zeigen, wie gute Pflegeberatung vor Ort aussehen kann – und sie geben den Menschen das Gefühl: Ich bin nicht allein.“

Träger der Pflegestützpunkte in Mecklenburg-Vorpommern sind die Kommunen und die Pflege- und Krankenkassen. Die Pflegestützpunkte verfügen über ein leistungsfähiges Netzwerk mit Institutionen, Organisationen, Einrichtungen und Fachkräften. Das Land fördert die Pflegestützpunkte mit 790.000 Euro jährlich.

Aktionstag „sicher.mobil.leben“: Kinder im Blick

Schwerin – Unter dem Motto „Kinder im Blick“ findet am 3. Juni 2025 der diesjährige länderübergreifende Aktionstag der Verkehrssicherheitskampagne „sicher.mobil.leben“ statt. Dabei stehen die schwächsten Verkehrsteilnehmer, die Kinder, im Mittelpunkt. Auch die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich mit umfassenden Kontrollen im gesamten Land.

Seit 2018 wird die bundesweite Aktion jährlich unter einem wechselnden Themenschwerpunkt durchgeführt. Ziel ist es, das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu stärken.

„Kinder sind aufgrund ihrer geringen Körpergröße, ihrer begrenzten Wahrnehmung und ihrer mangelnden Erfahrung besonders gefährdet”, betont Innenminister Christian Pegel. „Unsere Aufgabe ist es, nicht nur Kinder zu schulen, sondern auch Erwachsene an ihre besondere Verantwortung zu erinnern. Wer mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist, muss stets damit rechnen, dass Kinder anders reagieren und entsprechend vorsichtig handeln.“

Im Jahr 2024 verunglückten in Mecklenburg-Vorpommern 513 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr. Diese Zahl unterstreicht die Dringlichkeit des diesjährigen Schwerpunkts.

Im Rahmen der Aktion werden am 3. Juni an zahlreichen Orten im Land Kontrollen durchgeführt. Der Fokus liegt dabei unter anderem auf sicheren Schulwegen, der Geschwindigkeit im Umfeld von Kitas und Schulen, der Ablenkung am Steuer sowie dem Verhalten gegenüber Kindern im Straßenverkehr. Ziel ist es, das Verkehrsbewusstsein aller Beteiligten für ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr zu schärfen.