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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

Ausstellung von Mario Lars eröffnet

Schwerin – Der Finanzminister, Dr. Heiko Geue, hat heute im Beisein zahlreicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, des Künstlers, Mario Lars, und verschiedener Gäste eine neue Ausstellung eröffnet.

„Ich freue mich sehr, dass die langjährige Reihe ‚Kunst im FM‘ nach nunmehr zweijähriger Pause wieder fortgesetzt werden kann. Wir sind ein Haus mit offenen Türen. Deshalb sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, die neue Ausstellung in den Fluren des Finanzministeriums Mecklenburg-Vorpommern zu besuchen“, sagte Heiko Geue.

Das Finanzministerium setzt damit seine durch die Corona-Pandemie unterbrochene Tradition fort. Unter dem Titel „Du hast dir doch Geld gewünscht“ werden ab heute ca. 50 Cartoons des Künstlers Mario Lars gezeigt. Er war jahrelang Ressortleiter für Layout, Grafik und Fotos bei der Schweriner Volkszeitung, bis er sich im Jahr 2014 als Cartoonist selbstständig machte. Er veröffentlicht seine Werke u. a. im Eulenspiegel, in der taz, bei Spiegel online und in einer Reihe von Regionalzeitungen.

Eigens für die Ausstellung im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern hat Herr Lars Cartoons rund um die Themen Geld, Finanzen und Steuern zusammengestellt. Mit den Werken können diese Themen des Finanzressorts einmal mit einem Augenzwinkern und von einer ganz anderen Seite betrachtet werden.

Die Ausstellung kann bis zum 30. September 2022 während der Geschäftszeiten des Finanzministeriums besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Bevölkerungsschutz

Kompetenzzentrum hilft deutschlandweit im Krisenfall

Würzburg – Die Innenminister von Bund und Ländern haben heute bei der Innenministerkonferenz in Würzburg eine Vereinbarung zur Errichtung eines „Gemeinsamen Kompetenzzentrums Bevölkerungsschutz“ unterzeichnet. Damit kann der Aufbau des gemeinschaftlich getragenen Zentrums starten.

„Wir haben in Deutschland ein sehr leistungsstarkes Hilfesystem für Katastrophen- und Krisenlagen. Es ist aber aufgrund seiner föderalen Struktur und damit vieler Akteure in Bund und Ländern auch sehr komplex. Mit dem Kompetenzzentrum schaffen wir eine Kooperationsplattform für den Bevölkerungsschutz, die das Risiko- und Krisenmanagement in und zwischen Bund und Ländern sowie weiteren Akteuren ressortübergreifend verzahnt“, nennt Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel den Zweck dieser Einrichtung, die die Innenminister bei ihrer Konferenz im vergangenen Herbst beschlossen hatten.

„Das föderale System Deutschlands hat sich grundsätzlich bei Krisen und Katastrophen bewährt. Die Coronapandemie hat aber auch gezeigt, dass bei Prognosen, Information, Kommunikation und Koordination noch eine Schippe draufgelegt werden kann. Dazu soll das gemeinsame Kompetenzzentrum beitragen.“ Außerdem werde es die Träger des Katastrophenschutzes, insbesondere Behörden und Hilfsorganisationen, bei der operativen Krisenbewältigung beraten und unterstützen.

„Eine seiner Aufgaben ist, ein Ressourcen-Register für den überregionalen Bedarf aufzubauen und zu betreiben sowie ein Verfahren festzulegen, wie diese Ressourcen vermittelt werden. Dabei geht es zum Beispiel um Hubschrauber, Drohnen, Helfer, Spezialkräne und ähnliches. Mit Hilfe des Registers sollen sie schnell und gezielt herbeigeholt werden, wenn ein Bundesland oder eine Region von einer Krise wie etwa dem Waldbrand bei uns in Lübtheen oder dem Hochwasser vergangenes Jahr in Westdeutschland heimgesucht wird“, nennt Christian Pegel konkrete Beispiele.

Das Kompetenzzentrum wird beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn eingerichtet. Bund und Länder entsenden Vertreter aus ihren Katastrophenschutzbehörden dorthin. Die Bundesländer entsenden zur Wahrung der Länderinteressen gemeinsam insgesamt fünf Vertreter. Die Entsendungsdauer soll in der Regel mindestens zwei Jahre betragen.

„Die Grundidee hinter dem neuen Kompetenzzentrum ist, die Akteure im Bevölkerungsschutz permanent zu vernetzen und ein eingespieltes Gremium zu schaffen, das im Krisenfall über die Bundesländergrenzen hinaus die Lage beobachtet und berät“, fasste Christian Pegel zusammen und sagte abschließend:

„Damit gehen wir einen wichtigen Schritt in die Zukunft. Denn eines dürfte uns allen nach den Waldbränden, Überschwemmungen, der intensiven Flüchtlingsbewegung 2015/2016, der Pandemie und jetzt dem Ukrainekrieg klar sein: Die nächste Krise kommt bestimmt. Und je besser wir uns darauf vorbereiten, desto besser werden wir sie bewältigen.“

Taskforce Moorschutz tagt zum zweiten Mal

Schwerin – Um Mecklenburg-Vorpommern für den Schutz seiner Moore neu aufzustellen, soll mittelfristig eine Moorklimaschutzagentur gegründet werden. Dafür tagte heute zum zweiten Mal per Videoschalte die Taskforce Moorschutz.

„Wir starten hier einen Prozess, der uns dem Ziel ‚Klimaneutrales MV bis 2040‘ im Bereich der Moore näherbringt. Moorwiedervernässungen sind sehr komplex. Das betrifft zum Beispiel die Eigentümerstruktur, Hydrologie und Wasserverfügbarkeit, Genehmigungsverfahren, Baumaßnahmen und ggf. nachher eine ‚nasse Nutzung‘ im Sinne etwa der Paludikultur. Es gibt glücklicherweise sehr viele kompetente Akteure für den Moorklimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Es ist unsere die Aufgabe, diese an einen Tisch zu holen und den Prozess zu steuern. Der Start des Taskforce-Prozesses erfolgte im März mit der ersten Runde.

Nun sollen heute unter anderem die Nutzer- und Schützerverbände einbezogen werden. Dazu kommen die Wasser- und Bodenverbände als sehr wichtige Akteure in der Fläche. Zu der heutigen Taskforce Moorschutz wurden der Bauernverband MV, der Verein „Land schafft Verbindung“, der Landesverband Wasser- und Bodenverbände, der NABU MV, BUND MV, Biopark, der WWF, der Städte- und Gemeindetag, der Landkreistag und der Tourismusverband MV eingeladen. Auch haben wir Betriebe eingebunden, die bereits heute klimagerecht wirtschaften bzw. dies für die nahe Zukunft planen“, sagte der Minister.

Die Rede ist etwa von der Unternehmensgruppe Landboden Glasin GmbH. Der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Johann-Christoph Meyer zu Bentrup hat 170 Hektar des Agrarbetriebes mit 5200 Hektar Anbaufläche als potenzielle Eignungsflächen für eine Vernässung identifiziert. Sein Anliegen ist es, Agrarflächen aus der Nutzung herauszunehmen. Die Idee dahinter: Wirtschaftsunternehmen wollen grüner werden, sie sind bereit, in Naturschutzleistungen zu investieren. Der Betrieb verfolgt einen marktwirtschaftlichen Ansatz für mehr Naturschutz, mit dem Agrarunternehmen Gewinne erzielen können.

Neben Meyer zu Bentrup berichten auch die Landwirte Voigt und Bork aus der Praxis. In Neukalen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) baut Voigt auf einer rund zehn Hektar großen wiedervernässten Versuchsfläche Rohrkolben erfolgreich an. Ludwig Bork hat das Schilfheizwerk in Malchin aufgebaut.

„Die Bereitschaft von Landwirten sowie Wasser- und Bodenverbänden, Flächen aus einer trockenen Nutzung herauszunehmen, ist deutlich gewachsen. Doch häufig fehlen die Ansprechpartner für den steigenden Beratungsbedarf. Genehmigungsprozesse sind meist langwierig. Genau hier soll die neue Moorklimaschutzagentur tätig sein. In enger Zusammenarbeit mit dem Greifswalder Moor Centrum und der Landgesellschaft MV sollen bestehende Kompetenzen, Akteure und Projekte im Moorschutz gebündelt und vernetzt werden, sagte Backhaus.

Die Landesregierung setzt sich auf EU-Ebene dafür ein, dass GAP-Zahlungen die Wiedervernässung von Flächen in landwirtschaftlicher Nutzung auf entwässerten Böden zunehmend unterstützen.

Moorschutz spielt bei der Entwicklung des Klimaschutzgesetzes eine wesentliche Rolle. „Immerhin stammen rund 30 Prozent aller Treibhausgasemissionen aus trockenen Mooren und bilden damit die größte Treibhausgaseinzelquelle. Daher ist klar, dass die Moore nass werden müssen. Hierfür brauchen wir nachhaltige Nutzungsalternativen für die Landwirtschaft. Genauso klar ist, dass wir eine natürliche Landnutzung brauchen“, sagte Backhaus. Hierzu gibt es am 25. Juni eine Auftaktveranstaltung beim Landeszentrum für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern (Leea) in Neustrelitz. Sie richtet sich an Verbände, Vertretungsgremien, Unternehmen, Kommunen und interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Premiere des Kurzfilms „Aquakultur in M-V“

Wismar – Was bedeutet Aquakultur? Diese Frage und viele andere rund um das Thema Aquakultur in Mecklenburg-Vorpommern haben Kinder und Jugendliche über drei Jahre mit unterschiedlichen medialen Mitteln und Methoden beantwortet. Der Abschluss: eine 12-minütige Dokumentation, die die Bedeutung der Aquakultur für M-V aufzeigt. Am Donnerstagabend (2. Juni 2022, ab 18 Uhr) feiert der Kurzfilm eine interne Premiere im Filmbüro MV in Wismar. Mit dabei ist der für die Fischwirtschaft zuständige Minister Dr. Till Backhaus.

„Seit über 20 Jahren begleitet und fördert die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern die Aquakultur sehr intensiv, weil wir davon überzeugt sind, dass dieser Wirtschaftszweig eine Zukunft hat.  Der Fischkonsum steigt weltweit seit Jahrzehnten – auch in Deutschland. Leider werden weit über 80 Prozent des in Deutschland verzehrten Fischs – 2010 waren es rund 1,3 Millionen Tonnen – importiert. Während Frischfisch vor allem aus Tansania, Südafrika, Sri Lanka oder Island eingeflogen wird, kommt der Frostfisch ausschließlich über den Seeweg nach Deutschland. Damit verbunden sind große Menge an CO2-Emissionen, die es künftig zu vermeiden gilt.

Mit unseren Fördermöglichkeiten ergänzen wir die Förderangebote der Europäischen Kommission und haben erreicht, dass sich hierzulande in den vergangenen Jahren bereits eine vielversprechende Infrastruktur aus Produzenten, Verarbeitern und Forschungseinrichtungen entwickelt hat, die erfolgreich zusammenarbeiten“, sagte der Minister im Vorfeld der Veranstaltung.

Backhaus betonte, dass in den geschlossenen Kreislaufanlagen Fische weitgehend ohne Einfluss auf die Umwelt erzeugt werden. Das Wasser in einer Kreislaufanlage könne durch eine Kreislaufführung über Biofiltersysteme mehrfach genutzt werden. Die benötigte Wärmeenergie werde in einigen Anlagen durch die sonst ungenutzte Abwärme von Biogasanlagen zur Verfügung gestellt. Außerdem könnten dadurch Temperatur und auch Licht so gesteuert werden, dass ein ganzjähriges Wachstum möglich ist.

Das Filmteam hat im Zuge seiner Recherche verschiedene Aquakulturbetriebe in MV aufgesucht und konnte tiefe Einblicke über die tatsächliche Durchführung von Aquakultur gewinnen. Besucht wurde außerdem die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern in Born, die die Grundlagen einer nachhaltigen Aquakultur erforscht und entwickelt. „Ich finde es großartig, dass sich die Kinder und Jugendlichen mit diesen unter jungen Leuten sicherlich eher unpopulären Themen beschäftigen. Denn schließlich sind sie die Verbraucher von morgen und ihr Konsumverhalten entscheidet maßgeblich, wie es mit unserem Planeten weitergeht“, so Backhaus. Das Filmprojekt wurde mit ca. 12.000 Euro aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds vom Land unterstützt.

Seit 2000 wurden investive Aquakultur und Forschungsprojekte in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 54.700 Euro aus EU- und Landesmitteln gefördert. Über 46 Tausend Euro flossen davon in die Forschung. Rund 13.600 Euro betrug der Anteil der Landesgelder.

 Aktuell gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 9 Kreislaufanlagen, sechs Teichwirtschaften und zwei Durchlaufanlagen. Prädestinierte Standorte für neue Anlagen seien laut Landgesellschaft M-V und Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV zum Beispiel Gewerbeareale in Grevesmühlen, Maliß. Güstrow, Dummerstorf, Malchow oder Stavenhagen.

Universitäres Notfallzentrum eingeweiht

Rostock – Finanzminister Dr. Heiko Geue und Wissenschaftsstaatssekretärin Susanne Bowen, stellvertretend für Wissenschaftsministerin Bettina Martin, haben heute gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Universitätsmedizin Rostock und des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes (SBL) Rostock den fertiggestellten Neubau „Universitäres Notfallzentrum“ feierlich eingeweiht.

Das „Universitäre Notfallzentrum“ ist der entscheidende Baustein in der Gesamtkonzeption der Universitätsmedizin Rostock und nimmt auf dem Campus einen städtebaulich bedeutsamen Platz ein. Ob zu Fuß, mit dem Taxi oder dem Bus, mit dem Krankentransport oder mit dem Rettungshubschrauber – die erste Aufnahme der Patientinnen und Patienten und die Sofortbehandlung beginnt in diesem Gebäude.

„Das Land hat über 185 Millionen Euro in das bisher größte und komplexeste Bauprojekt Mecklenburg-Vorpommerns investiert. Davon hat auch die regionale Wirtschaft profitiert. Ich freue mich, dass viele Aufträge an mittelständische Firmen aus unserem Bundesland gegangen sind. Und wir bringen den Klimaschutz voran: Der hochtechnisierte Gebäudekomplex bezieht einen Teil seiner Energie aus Erdwärme. So leisten 53 Geothermiesonden einen Beitrag zum Klimaschutz“, erläutert der für den Landesbau zuständige Finanzminister Dr. Heiko Geue.

Mit dem Neubau werden medizinische Funktionen auf dem gesamten Campus konzentriert und bestehende Kliniken vernetzt. Damit wird das „Universitäre Notfallzentrum“ die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten, aber auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden der Universitätsmedizin erheblich verbessern.

Das klar gegliederte Gebäude besteht aus fünf Geschossen, vier Lichthöfen und einer in Mecklenburg-Vorpommern einzigartigen Hubschrauber-Landeplattform auf dem Dachgeschoss. Verantwortlich für den Bau ist das SBL Rostock aus dem Geschäftsbereich des Finanzministeriums Mecklenburg-Vorpommern.

Das Notfallzentrum ist ein wichtiger Schritt bei der strategischen Ausrichtung der Universitätsmedizin Rostock. „Wir stärken die Universitätsmedizin Rostock und damit die Spitzenmedizin in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Das hochmoderne Gebäude konzentriert sensible medizinische Bereiche unter einem Dach. Davon profitieren Patientinnen und Patienten sowie die Mitarbeitenden gleichermaßen“, erklärte Wissenschaftsstaatssekretärin Susanne Bowen in Vertretung für Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Ich gehe davon aus, dass mit diesem neuen Gebäude auch ein Anziehungspunkt für medizinisches Fachpersonal entsteht.“

Der Neubau fördert den am Standort Schillingallee notwendigen Konzentrations- und Modernisierungsprozess.

Jahresempfang der Rostocker Touristiker

Neue Chancen für Rostock – Hanse- und Universitätsstadt ist jetzt auch Tourismusort

Rostock – Gute Nachrichten für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock: Auf dem Jahresempfang der Rostocker Touristiker im Hotel NEPTUN in Warnemünde hat Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer der Stadt die Anerkennung als „Tourismusort“ verliehen. Dadurch ergeben sich zahlreiche neue Möglichkeiten in der Finanzierung der touristischen Infrastruktur, zukunftsweisender Angebote und des Modellregionen-Projektes.

„Rostock ist ein Motor der touristischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern und gehört zu den ersten Kommunen im Land, die die neuen Perspektiven durch das geänderte Kurabgabengesetz schnell erkannt und umgehend die Initiative ergriffen haben“, betont der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer. „Die Akteure der Hanse- und Universitätsstadt setzen hier neue Maßstäbe, die die Branche im Land prägen und motivieren wird. Mit der Auszeichnung als Tourismusort legen wir die Grundlage für eine verlässliche Finanzierung der touristischen Infrastruktur. Das Angebot und der Service für den Gast kann noch attraktiver gestaltet werden. Darüber hinaus wird auch die kommunale Zusammenarbeit dadurch gestärkt.“

Das Wirtschafts- und Tourismusministerium MV kann Gemeinden auf der Grundlage des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern seit Ende vergangenen Jahres die Anerkennung zum Tourismusort verleihen. Die Voraussetzungen dafür sind unter anderem eine landschaftlich bevorzugte Lage oder das Vorhandensein bedeutender kultureller Einrichtungen, insbesondere Museen oder Theater, internationale Veranstaltungen oder sonstige bedeutende Freizeiteinrichtungen von überörtlicher Bedeutung.

Die Einführung der neuen Prädikate und die damit verbundenen neuen Finanzierungsmöglichkeiten sollen das touristische Angebot nachhaltig verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung von Infrastruktur, Mobilität und Qualität. Sie sind ein wesentlicher Baustein dafür, dass Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern zukunfts- und wettbewerbsfähig bleiben kann.

„Für die Rostocker Touristiker wird damit ein neues Kapitel aufgeschlagen“, freute sich Tourismusdirektor Matthias Fromm. Nun sei der Weg frei für die Erhebung einer Kurabgabe in ganz Rostock. Die zusätzlichen Einnahmen sollen in die touristische Infrastruktur und attraktive Angebote fließen. „Das wird dem Rostocker Tourismus Rückenwind verschaffen“, ist Fromm überzeugt. An der entsprechenden Satzung werde bereits gearbeitet. Diese müsse durch die Bürgerschaft beschlossen werden. Ziel sei, dass die Änderung 2023 in Kraft treten soll.

„Das streben wir nicht nur für Rostock, sondern auch für unsere gemeinsame Tourismusregion mit Schwaan, Güstrow und Teterow an“, unterstreicht Fromm. Mit den Partnerstädten wolle man den Tourismus als Modellregion zukunftsweisend aufstellen – mit einer digitalen Gästekarte und einem Marktforschungscockpit zur Auswertung und besseren Steuerung von Gästeströmen. Die Prädikatisierung als Tourismusort ist einer der wegweisenden Bausteine für das Projekt, dessen Ergebnisse in ein Tourismusgesetz einfließen sollen, in dem erstmals die freiwilligen Leistungen in der Branche definiert werden und einen gesetzlichen Rahmen erhalten. „Damit wären wir Vorreiter in ganz Deutschland“, so Fromm.

Gerade in Anbetracht der Auswirkungen, die die Pandemie auf den Rostocker Tourismus hatte, sei es geboten, den Tourismus nachhaltig zu stärken. In Rostock verzeichneten die Hotel- und Beherbergungsbetreibenden im vergangenen Jahr 1.433.896 Übernachtungen. Das entspricht einem Minus von 5,8 Prozent zu 2020 und 37,3 Prozent zu 2019. Die Zahl der Gästeankünfte fiel 2021 ebenfalls um 3,9 Prozent auf 466.228. Im Verhältnis zu 2019 sogar um 43,7 Prozent. „Die Auswirkungen der beiden Pandemiejahre werden wir noch länger spüren. Dennoch ist die Lage relativ stabil und wir schauen zuversichtlich in die Zukunft“, sagte Frank Martens, Direktor vom Hotel Warnemünder Hof und Vorsitzender des Tourismusvereins Rostock & Warnemünde e.V. „Der Vorbuchungsstand ist sehr vielversprechend. Wir glauben daran, dass wir in einigen Monaten an das Rekord-Niveau von 2019 anknüpfen können.“

Der Jahresempfang der Rostocker Touristiker 2022 ist eine Veranstaltung der Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing mbH (Rostock Marketing) zusammen mit dem Tourismusverein Rostock & Warnemünde e.V., dem Familiengeführte Privathotels & Pensionen in Rostock, Warnemünde und Umgebung e.V. und der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde.

Internationaler Kindertag 2022

Schwesig: Kindern eine friedliche und intakte Welt übergeben

Schwerin – „Von Anfang an müssen Kinder gleiche Chancen und Rechte haben – egal, wo sie herkommen und wo sie aufwachsen. Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden. Es ist für mich einer der wichtigsten Aufgaben der Politik, Kindern eine friedliche und intakte Welt mit auf ihren Weg zu geben, denn Kinder sind unsere Zukunft“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig anlässlich des Internationalen Kindertages.

Das Land habe in den vergangenen Jahren viel für Kinder und Familien erreicht. „Die beitragsfreie Kinderbetreuung in Kita, Tagespflege und Hort entlastet Eltern und verbessert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Und wir machen weiter: Ab dem Sommer können Kinder bis zu zehn Stunden beitragsfrei den Ferienhort nutzen. Das ist einmalig in Deutschland.“

Weiter sagte die Regierungschefin: „Kinder von heute sind die Gestaltenden von morgen. Die Landesregierung hat deshalb einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, mit dem wir das aktive Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 Jahre herabsenken wollen. Wer heute zwölf Jahre alt ist, kann dann bei der Wahl zum nächsten Landtag 2026 die Zukunft unseres Landes mitbestimmen.“

Am Internationalen Kindertag gehe der Blick auch in die Ukraine. Der brutale Angriffskrieg Wladimir Putins habe den Frieden in Europa zerstört. „Millionen Menschen aus der Ukraine sind geflüchtet, darunter viele Kinder. Wir tun alles dafür, ihnen hier bei uns zu helfen. Mittlerweile besuchen mehr als 2.700 ukrainische Schülerinnen und Schüler bei uns im Land eine Schule.“

Schwesig erinnerte zum Kindertag auch an die vergangenen zwei Jahre, in denen Familien und Kinder wegen der Corona-Pandemie besonders belastet waren. „Mein Dank gilt allen Müttern und Vätern, allen Kindern für ihr Durchhaltevermögen. Als Landesregierung haben wir immer gesagt, dass Kinder in der Corona-Pandemie Priorität haben. Das haben wir umgesetzt.“

Die Ministerpräsidentin besucht am Internationalen Kindertag um 15 Uhr das Kinderfest auf dem Bauspielplatz Schwerin, Marie-Curie-Straße 5d. Der pädagogisch betreute Bauspielplatz besteht seit 1999 und ist im Schweriner Stadtteil Mueßer Holz als Abenteuerspielplatz ein Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche.

LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis M-V

Auszeichnung für kosten- und ressourcensparenden Elektrolyseur

Wismar – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat am Dienstag gemeinsam mit Matthias Belke, geschäftsführender Präsident der Industrie- und Handelskammern in MV, den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“ an die Hoeller Electrolyzer GmbH aus Wismar verliehen.

„Der Ludwig-Bölkow-Technologiepreis soll vor allem Unternehmen ermutigen, ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu intensivieren. Hochwertige Produkte und Dienstleistungen, die auch im internationalen Wettbewerb standhalten, helfen Firmen, ihre Existenz zu sichern, ihren wirtschaftlichen Erfolg auszubauen und gut bezahlte zukunftsorientierte Arbeitsplätze zu schaffen. Die Hoeller Electrolyzer GmbH ist ein Paradebeispiel für zielgerichtete wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung. Im modern ausgestatteten Technologiezentrum in Wismar entwickelt das Unternehmen wettbewerbsfähige Produkte für den Weltmarkt. Von den insgesamt neun Beschäftigten sind derzeit sieben im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Mit der Ausweitung der Produktion können in den nächsten Jahren weitere Arbeitsplätze entstehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer vor Ort.

Das Unternehmen wurde 2016 neu gegründet. Wesentlicher Geschäftsgegenstand sind die Entwicklung und Produktion von Geräten und Anlagen auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologie sowie deren Vermarktung. Bei dem für den Preis eingereichten Projekt „Prometheus-IT-PEM Stack“ handelt es sich um die Entwicklung eines innovativen Elektrolyseurs, welcher aus Wasser und Elektroenergie Wasserstoff generieren kann. Der aus Wind- und Sonnenenergie generierte Wasserstoff kann zwischengespeichert und dann dazu genutzt werden, die stark schwankende Einspeisung mit dem Verbrauch in Einklang zu bringen.

„Dem Unternehmen ist es gelungen, den Einsatz von Edelmetallen in den relevanten Bauteilen des Produktes zu reduzieren und gleichzeitig die technischen und wirtschaftlichen Eigenschaften des Produktes zu verbessern. Das ist kostensparend und ressourcenschonend. Zugleich wurden weitere technische Spezifikationen entwickelt, um eine Senkung der Herstellkosten in der industriellen Fertigung zu erreichen“, sagte Meyer.

„Die langjährige Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Hoeller Electrolyzer GmbH hat sich ausgezahlt! Wir freuen uns sehr, dass sich das innovative Unternehmen in der Hansestadt Wismar mit seinem hocheffizienten Elektrolyse-Stack bei der Jury durchsetzen konnte und gratulieren herzlich zu dieser Auszeichnung. Dieses Produkt wird nicht nur in Deutschland zum notwendigen Strukturwandel beitragen, sondern auch international die Märkte erobern können. In einem Elektrolyzer wird unter Nutzung von regenerativer Energie an einer Kunststoffmembran Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Genau diese Technologie profiliert das Land Mecklenburg-Vorpommern als Standort für erneuerbare Energien und die Wasserstoffwirtschaft. Der diesjährige Preis geht deshalb verdientermaßen an dieses hoch innovative Unternehmen“, so Matthias Belke, geschäftsführender Präsident für die Industrie- und Handelskammern in MV.

Seit 2003 vergeben das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes jährlich den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“. Unter Schirmherrschaft des Wirtschaftsministers des Landes werden Unternehmen und Wissenschaftler für neuartige Innovationen in Form von Produkten, Verfahren und technologischen Dienstleistungen ausgezeichnet. Ein Ziel ist es, Innovationen und wissenschaftliche Erkenntnisse intensiver in die Unternehmen des Landes Mecklenburg-Vorpommern einzubringen. Insgesamt sind 2022 elf Bewerbungen zum Landestechnologiepreis eingegangen. Der Preisträger erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Der Namensgeber Dr. Dr. hc. mult. Ludwig Bölkow war ein gebürtiger Schweriner und Mitbegründer des Konzerns Messerschmidt-Bölkow-Blohm (MBB), aus dem die DASA (heute EADS) entstand. Alle Informationen zum Preis unter: www.boelkowpreis.de.