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Kategorie: Arbeitsmarkt & Wirtschaft

Jobaktionstag in Schwerin

Schulte: 30 Unternehmen zeigen attraktive Job-Möglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte hat heute den Jobaktionstag der UdW Gesellschaft für Dienstleistung Unternehmensberatung der Wirtschaft mbH (UdW GmbH) in Schwerin offiziell eröffnet. „Der Jobaktionstag mitten im Herzen Schwerins auf dem Alten Garten vor dem Schweriner Schloss ist ein gutes Format, um für die attraktiven Arbeitsplätze bei uns im Land zu werben.

An einem öffentlichen Platz, der gut frequentiert ist, präsentieren die Unternehmen Arbeits- und Ausbildungsplatzinteressierten zwanglos und niedrigschwellig die Job-Möglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte.

Der JOBAKTIONSTAG fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Die Veranstaltung ist nach Angaben der Veranstalter adressiert an Touristen, Rückkehrer, MV-Verliebte und Auspendler als potentielle Bewerber für Unternehmen aus dem westlichen Mecklenburg. Auf dem Alten Garten in Schwerin präsentierten sich rund 30 Unternehmen mit ihren Arbeits- und Ausbildungsplatzangeboten.

„Die wichtigste Aufgabe im Land ist jetzt die Sicherung von qualifizierten Fachkräften. Fähige und engagierte Mitarbeitende sind die Grundlage für erfolgreich am Markt agierende Betriebe. Deshalb muss stetig aus- und weitergebildet werden. Ein attraktives Arbeitsumfeld, gute Löhne und stete Investitionen in Aus- und Weiterbildung sind das beste Mittel zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in den Unternehmen“, sagte Schulte.

Nach Angaben der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit gab es im Juli 2023 60.200 Arbeitssuchende in Mecklenburg-Vorpommern. Zudem waren 4.200 unbesetzte Ausbildungsplätze gemeldet, vor allem in den Bereichen Verkäufer/in (410), Kaufmann/-frau im Einzelhandel (269) und Koch/Köchin (146).

Wichtiger Faktor Außenhandel

Neubrandenburg – Der Außenhandel spielt bei der wirtschaftlichen Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns eine wichtige Rolle. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute auf dem Exportabend der Landesregierung in Neubrandenburg.

„Seit 2018 verzeichnen wir ein stetiges Wachstum im Außenhandel. Im vergangenen Jahr betrug das Volumen insgesamt 20 Milliarden Euro. Auch die Zahlen dieses Jahres sind positiv: Im Vergleich zum Vorjahr ist unser Außenhandel im Export in den ersten fünf Monaten um 192 Millionen Euro und im Import um 84 Millionen Euro angestiegen“, sagte Schwesig. Möglich machten das die Unternehmen im Land, „die mit Ideen und Mut nicht nur den nationalen, sondern auch den internationalen Markt bereichern“.

In den kommenden Jahren müsse es darum gehen, die Potentiale Mecklenburg-Vorpommerns noch besser zu nutzen. „Mehr internationale Verbindungen würden bei uns im Land Wertschöpfung und Wachstum schaffen. Es gibt schon viele Erfolgsgeschichten bei uns. Wir als Landesregierung helfen dabei, weitere zu schreiben.“

Die Veranstaltung in Neubrandenburg wurde in enger Zusammenarbeit mit der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern vorbereitet. „Außenwirtschaftlich aktiv sind in der Region der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern rund 15 Prozent der Firmen. Dazu gehört auch der Export von Waren oder Dienstleistungen. Damit erschließen sich die Firmen nicht nur neue Absatzmärkte.

Sie sichern auch die Zukunft des Unternehmens und der Arbeitsplätze in diesen. Die Unternehmen führen ihre Waren und Dienstleistungen in mindestens 90 Prozent der Länder der Erde aus. Mit diesen Leistungen wird so zur Attraktivität des Wirtschaftsstandortes im östlichen Mecklenburg-Vorpommern beigetragen. Für potentielle Investoren ein nicht zu unterschätzendes Argument, sich in solch einem Umfeld anzusiedeln“, warb der Präsident der Kammer Dr. Wolfgang Blank für ein stärkeres außenwirtschaftliches Engagement.

Kurze Wege zwischen Wirtschaft und Politik, finanzielle Hilfen zum Beispiel auf Messen oder das gemeinsame Knüpfen von Kontakten im Ausland, „all das ist ein guter Rahmen für einen weiteren Ausbau unseres Außenhandels“, sagte die Ministerpräsidentin.

Schwerpunkt sei dabei der demokratische Ostseeraum. „Mecklenburg-Vorpommern ist das deutsche Tor zur Ostsee. Und wir sind ein Land, das reich an erneuerbaren Energien ist. Das bringt große Chancen, auch für den Export. In enger Zusammenarbeit im demokratischen Ostseeraum können wir voneinander lernen und voneinander profitieren. Unser Ziel ist klar: Wir wollen unser Land stärker als bisher zum Industrieland machen.“

Gegen Fachkräftemangel

Ludwigslust – Eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie werde dabei helfen, dem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute auf einer Veranstaltung der IHK zu Schwerin in Ludwigslust.

„Wenn man Unternehmen fragt, was die größten Herausforderungen für die Zukunft sind, dann kommt gleich hinter der Sorge um die steigenden Energiepreise die Schwierigkeit, Fachkräfte zu finden.“

Deshalb erarbeite das Land gemeinsam mit der Wirtschaft und Gewerkschaften an einer Fachkräftestrategie. „Eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist dabei ein wesentlicher Schwerpunkt. Sie sichert Fachkräfte für unsere Unternehmen und für unser Land“, sagte Schwesig.

Eine gute Vereinbarkeit bedeute mehr Lebensqualität, weniger Stress und mehr Lust auf Familie. „Arbeiten die Unternehmen und das Land hier weiter gut zusammen, ist das ein großer Standortvorteil für Mecklenburg-Vorpommern.“

Der wichtigste Beitrag der Landesregierung sei dabei eine gute Kinderbetreuung. 95 Prozent aller Kinder zwischen drei Jahren und der Einschulung besuchen eine Kita oder eine Tagesmutter. Von den Jüngeren ist es jedes zweite Kind – der höchste Anteil aller Bundesländer. „Dazu ist die Betreuung von Kita bis zum Hort beitragsfrei. Und dabei wird es bleiben“, betonte die Ministerpräsidentin.

„Und wir machen weiter: Mit dem neuen Kinderförderungs-gesetz werden wir den Personalschlüssel in den Kitas verbessern und somit die Qualität erhöhen. Auch beim Breitbandausbau gehen wir weiter voran. Schnelles Internet auch in ländlichen Räumen erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“

Naturkautschuk aus Löwenzahn

Meyer: Innovative Produkte sind bedeutend für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes

Anklam – Der dritte Termin während der aktuellen Wirtschaftstour des Wirtschaftsministers Reinhard Meyer fand bei Continental in Anklam statt. Das Unternehmen ist mit mehreren Projektpartnern vor Ort aktiv, um die Forschung und Entwicklung von Naturkautschuk aus Löwenzahn voranzubringen. Seit 2017 fördert das Wirtschaftsministerium dieses innovative Vorhaben.

„Mit der Etablierung des Forschungsvorhabens „Taraxagum Lab“ in Anklam sowie der Schaffung der entsprechenden landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor Ort wird aktuell ein regionaler Standortvorteil erarbeitet. Ganz besonders wichtig für die Region ist dabei nicht nur die Innovation von neuen Produkten sondern auch die Entstehung von über 45 gutbezahlten Arbeitsplätzen im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Aussicht auf weitere Arbeitsplätze bei der möglichen Produktion des Naturkautschuks, auf Basis von Löwenzahn, ist eine weitere positive Nachricht für die Region“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer. Im Verlauf der Begehung des Forschungs-Labs zeigte sich Reinhard Meyer beeindruckt von der Arbeit: „Das Projekt „Taraxagum Lab Anklam“ ist von weitreichender strategischer Bedeutung für den Industriestandort Europa, da mit der Produktion eines wichtigen Rohstoffes im europäischen Wirtschaftsraum die Abhängigkeit von außereuropäischen Zulieferungen verringert werden kann und all dies hier vor Ort in Anklam.“

2016 hat Continental das Projekt „Taraxagum Lab Anklam“ gestartet. Das Taraxagum Lab Anklam ist ein Forschungslabor zur Erforschung eines ökonomischen und ökologischen Extraktionsprozesses zur Gewinnung des Naturkautschuks aus den Wurzeln des Löwenzahns. Neben der Erforschung des Extraktionsprozesses steht auch die Etablierung eines Anbaus des Löwenzahns im Fokus dieses Projektes.

Continental, die Projektpartner Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME, Außenstelle in Münster, das Julius Kühn-Institut in Quedlinburg und der Pflanzenzüchter ESKUSA mit Sitz in Parkstätten haben in den vergangenen Jahren bereits drei Preise für das Taraxagum-Projekt erhalten, die dokumentieren, wie vielversprechend die Industrialisierung von Naturkautschuk aus Löwenzahnwurzeln auch aus Sicht von externen Experten beurteilt wird.

Im bisherigen Verlauf des Projektes sind bereits zahlreiche Erfolge erzielt worden. So konnten in der Kampagne 2022/2023 erstmals größere Tonnagen an Löwenzahnwurzeln verarbeitet und Naturkautschuk aus den Wurzeln extrahiert werden. Der bei den Forschungsaktivitäten generierte Naturkautschuk wird bereits seit 2019 in dem Fahrradserienreifen Urban Taraxagum verarbeitet. Die Kommerzialisierung des Anbaus und eine Verwertung der Rohstoffe aus Löwenzahn in großem Maßstab zu erreichen ist übergeordnetes Projektziel.

Auf Wirtschaftstour

Unternehmensbesuche bei Palmberg Büroeinrichtungen + Service GmbH und PMC Rehna GmbH

Schönberg – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat sich am Montag (21.08.) bei zwei Unternehmen im Landkreis Nordwestmecklenburg – Palmberg Büroeinrichtungen + Service GmbH in Schönberg und die Projects & Manufacturing in Composites (PMC GmbH) in Rehna – über aktuelle Vorhaben informiert.

„Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern viele engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer, die jeden Tag Verantwortung übernehmen, sich mit eigenem Risiko engagieren und zukunftsorientierte Arbeitsplätze bereitstellen. Das erfordert Mut, Leidenschaft, Durchhaltevermögen und vor allem eine hohe Innovationsbereitschaft.

Das zeichnet auch die Unternehmen Palmberg und PMC aus. Aus der Region Nordwestmecklenburg heraus werden Produkte entwickelt und produziert, die national und international gefragt sind. Das ist beste Werbung für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Das familiengeführte Unternehmen Palmberg Büroeinrichtungen + Service GmbH aus Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) entwickelt und produziert Büromöbeleinrichtungen. Nach Unternehmensangaben werden die selbst produzierten Möbel in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Österreich, Luxemburg und in die Schweiz verkauft.

Auf 25.000 Quadratmetern Produktionsfläche werden täglich 700 Schreibtische, 800 Büroschränke, 300 Bürocontainer, 230 Kommunikationsmöbel und knapp 250 Akustikelemente für den europäischen Büromöbelmarkt produziert. An den Standorten in Schönberg und Rehna sind derzeit rund 620 Mitarbeitende tätig.

„Als Teil des verarbeitenden Gewerbes Mecklenburg-Vorpommerns ist das Unternehmen seit Jahrzehnten ein wichtiger Arbeitgeber der Region und stärkt dank der erfolgreichen Unternehmensentwicklung die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Zugleich nimmt Palmberg eine wichtige gesellschaftliche Rolle ein – es wird stetig in die Ausbildung junger Menschen investiert, ergreift Maßnahmen, um die Energieeffizienz im Unternehmen zu steigern und unterstützt regionale Vereine und Verbände“, sagte Meyer.

Die PMC GmbH ist ein Unternehmen der Faserverbundtechnologie, entwickelt und produziert Bauteile und Produkte aus Faserverbundwerkstoffen wie glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) oder carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK).

Dabei handelt es sich unter anderem um Anwendungen für den Schienenfahrzeugbau, E-Mobilität, Medizintechnik, Gehäusebau, Möbel- und Mockup-Bau (= materialechtes Vorführmodell, das den originalgetreuen Maßstab wiedergibt).

Das Unternehmen hat im Jahr 2008 eine Niederlassung in Rehna eröffnet; derzeit sind dort rund 20 Mitarbeitende tätig. „Mit Ideenreichtum und klugem Vorausdenken ist es der PMC GmbH gelungen, sich einen guten Namen zu erarbeiten. Das geht vor allem auf die unternehmensinternen Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung zurück.

In enger Kooperation zwischen Wissenschaft und Forschung sind hier in Rehna wettbewerbsfähige Produkte entstanden. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die PMC GmbH auf diesem Weg“, sagte Meyer.

Die PMC GmbH wurde im Rahmen der Richtlinie für Forschung, Entwicklung und Innovation seit dem Jahr 2009 vom Wirtschaftsministerium bei vier Projekten unterstützt. Das Gesamtprojektvolumen betrug mehr als zwei Millionen Euro; aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) gab es Unterstützungen in Höhe von über 1,1 Millionen Euro.

Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie

Schwerin – Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern wird einen Antrag zur dauerhaften Beibehaltung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes in der Gastronomie in den Bundesrat einbringen. Das beschloss das Kabinett in seiner heutigen Sitzung.

„Mecklenburg-Vorpommern setzt sich bereits seit vielen Jahren für einen dauerhaft reduzierten Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie ein. Der abgesenkte Mehrwertsteuersatz hat in der Corona-Pandemie geholfen, Umsatzeinbrüche zu vermindern. Jetzt kämpft die Branche mit hohen Energie- und steigenden Lebensmittelpreisen. Deshalb sollte zu den von der Bundesregierung geplanten Wirtschaftshilfen auch die Beibehaltung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes in der Gastronomie gehören.

Das würde nicht nur dem Hotel- und Gaststättengewerbe helfen. Auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren. Wir wollen, dass sich auch Bürgerinnen und Bürger mit kleinem und mittleren Einkommen den Restaurantbesuch leisten können. Und auch für das Kita- und Schulessen ist der reduzierte Steuersatz wichtig“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Kabinettssitzung.

„Eine Rückkehr zum Regelsteuersatz von 19 Prozent käme einer Steuererhöhung gleich. In Zeiten hoher Energie- und Verbraucherpreise würde das die Branche sowie Verbraucherinnen und Verbraucher zusätzlich belasten und weiter preistreibend wirken. Dies sollte vermieden werden“, so Finanzminister Dr. Heiko Geue. Er betonte in diesem Zusammenhang jedoch, dass „es hier nicht um die Einführung einer neuen Steuerermäßigung, sondern um die Beibehaltung einer seit mehr als drei Jahren geltenden Regelung geht.“

„Die dauerhafte Beibehaltung der reduzierten Umsatzsteuer für die Gastronomie ist auch für das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern wichtig. Unsere Gäste und die Einheimischen sollen weiterhin auch in Zeiten gestiegener Kosten das gastronomische Angebot genießen können. Wenn mehr Gäste das kulinarische Angebot der Gastronomie nutzen, sichern wir zugleich Arbeitsplätze in dieser Branche“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Regionale Wertschöpfung

Backhaus würdigt regionale Wertschöpfung an der vorpommerschen Ostseeküste

Gustow – Im Rahmen seiner Sommertour ist Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus heute an der vorpommerschen Ostseeküste unterwegs gewesen. Am Vormittag besuchte er zwei Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft, das ökologische Hofprojekt LandWert Hof in Stahlbrode mit Freilandhaltung von Rindern, und die Agrargesellschaft Süd-Rügen in Gustow. Am Nachmittag fuhr er weiter in die Gemeinde Ummanz, um sich das neue Mehrzweckgebäude für Feuerwehr und Dorfgemeinde anzusehen.

Der Minister betonte am Vormittag, dass beide Landwirtschaftsbetriebe für vielfältige und erstklassige Bio-Produkte von der Ostseeküste stehen, die sogar Verwendung in der Hamburger Spitzengastronomie finden.

„Für viele Menschen spielen Heimatgefühle und Regionalität beim Einkauf eine große Rolle. Das ist aus meiner Sicht nicht nur in Krisenzeiten wichtig. Die Wertschöpfung in und aus der Region sollte für uns alle ein generelles Bedürfnis sein. Kurze Wege wirken sich nicht nur auf die Qualität der Produkte aus, sie schonen auch das Klima. Verbleibt das Geld in der Region, kommt es der Gemeinschaft zu Gute. Das hat positive Auswirkungen auf die Entwicklung der ländlichen Räume insgesamt. Wir stehen hier also in einer sehr großen Verantwortung“, sagte er weiter.

Besonders beeindruckt zeigte sich der Minister vom Schulbauernhof auf dem LandWert Hof: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nur schützen, was wir schätzen. Umso wichtiger ist es, dass wir außerschulische Lernorte schaffen, die uns die Bedeutung unserer natürlichen Lebensgrundlagen mit allen Sinnen erleben lassen. In Stahlbrode gilt „Vom Acker auf den Teller“ – hier sind die Kinder für die Erzeugung ihrer Lebensmittel selbst zuständig.

Sie versorgen die Tiere und den Garten, backen Brot, verarbeiten Milch zu Frischkäse und kochen ihr eigenes Essen. Das finde ich bemerkenswert. Kein Wunder, dass der LandWertHof eine beliebte Einsatzstelle im Freiwilligen Ökologischen Jahr, seit 2015 nach den Kriterien der norddeutschen Partnerschaft nun- zertifiziert und ein wichtiger Partner für die Landesarbeitsgruppe Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist.“

Die Agrargesellschaft Süd-Rügen baut in Kooperation mit der Hamburger Ratsherrn Brauerei im Rahmen des landwirtschaftlichen Projekts „Vom Halm ins Glas“ auf ca. 170 Hektar Braugerste an. „Die Kooperation ist für mich ein Audruck dafür, wie ländlicher Raum und Metropolregion gemeinsam und erfolgreich eine Vision in die Tat umsetzen, nämlich ein frisches, regionales und nachhaltiges Bier zu brauen, und gleichzeitig deutlich machen, dass die Lebensmittelproduktion eben genau hier beginnt – im ländlichen Raum.“

Auf Ummanz besichtige er das Mehrzweckhaus der Gemeinde, das sowohl die örtliche Feuerwehr beherbergen, als Treffpunkt für die gesamte Dorfbevölkerung sein soll. „Ich begrüße  den Ansatz, die Modernisierung der Feuerwehr und die Verbesserung der Infrastruktur für die Dorfbevölkerung zu verbinden. Denn beides ist ungemein wichtig für den ländlichen Raum. Wir wollen lebendiges und selbstbestimmtes Leben auf dem Land, doch dazu braucht es auch entsprechende Räume.

Zum anderen ist die Ausstattung der Feuerwehren im Land Teil der öffentlichen Daseins- und Notfallvorsorge. Der Klimawandel ist bereits voll im Gange und die nächsten Jahre werden uns noch mehr Dürrephasen, Rekordhitzen und damit auch Waldbrände bringen. Die Brände 2019 bei Lübtheen und auch dieses Jahr wieder zeigen, wie wichtig deshalb eine gute Brandprävention und -vorsorge ist“, so Backhaus.

Die Baukosten von rund zwei Millionen Euro wurden in Höhe von ca. 1,5 Millionen Euro vom Land gefördert. Mit den Investitionen in die Feuerwehren sei Mecklenburg-Vorpommern Vorreiter im bundesweiten Vergleich, betonte Backhaus.

Mit Bürgermeister Holger Kliewe tauschte er sich zudem über den Küstenschutz auf Ummanz aus. Seit 1995 arbeitet das Land konsequent daran, den Sturmflutschutz dort zu verbessern. Auf Grundlage neuer Erkenntnisse zum Meeresspiegelanstieg hat das Land detailierte Variantenuntersuchungen durchgeführt und wird die Plaungsergebnisse im Spätherbst der Gemeinde vorstellen.

Wirtschaftskraft M-V

Schwesig: M-V hat trotz schwieriger Umstände an Wirtschaftskraft gewonnen

Rostock – Mutig trotz Krisen und steigender Preise: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute auf dem Hanse-Sail-Business-Forum Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern ihren Respekt ausgesprochen, die sich trotz großer Herausforderungen international aufstellen.

„Unsere Unternehmen bewegen sich seit Jahren in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Steigende Preise, zerbrechliche internationale Lieferketten, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. All das belastet unsere Wirtschaft. Dennoch haben wir Grund zum Optimismus: Wir haben engagierte, spannende und erfolgreiche Unternehmen im Land, die den Mut haben, sich international aufzustellen.“

Seit 2018 steige das Außenhandelsvolumen Mecklenburg-Vorpommern jährlich – im vergangenen Jahr auf 20 Milliarden Euro. „Unser Land hat an Wirtschaftskraft gewonnen“, sagte die Ministerpräsidentin. „Und wir wollen weiter gemeinsam unsere Potentiale nutzen.“

Der demokratische Ostseeraum spiele dabei eine entscheidende Rolle. Schwesig: „Denn das ist der Schwerpunkt der internationalen Beziehungen unseres Landes. Seit vielen Jahrzehnten pflegen wir vertrauensvolle Partnerschaften mit den Ländern des Ostseeraums. Ich bin davon überzeugt: Jede Verbindung zwischen Städten und Regionen und zwischen Unternehmen stärkt die Zusammenarbeit rund um die Ostsee insgesamt.“