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Jetzt Anträge zur Tierheim-Förderung bis 31. März stellen

Schwerin – Bis zum 31. März können Betreiber von Einrichtungen, die der Unterbringung von Fundtieren, fortgenommenen, eingezogenen oder sichergestellten Tieren sowie kranken, verletzt aufge­fundenen oder aus einem anderen Grund hilflosen Wildtieren dienen, Anträge auf Förderung stellen. Im Anschluss beginnt das Auswahlverfahren. Antragsteller, die im vergangenen Jahr nicht berücksichtigt wurden, sind gebeten, die Aufrechterhaltung ihres Antrages mitzuteilen, weil dieser ansonsten verfällt.

„Aufgrund regelmäßiger Besuche kenne ich den Zustand der Tierheime in Mecklenburg-Vorpommern und weiß um die Notwendigkeit von dringenden Investitionen. Daher setze ich mich für eine kontinuierliche Unterstützung aus dem Landes­haus­halt ein. Auch für den nächsten Doppelhaushalt wurden entsprechende Mittel angemeldet. Denn Ehrenamt und Tierschutz sind unverzichtbare Säulen einer solidarischen und verantwortungsvollen Gesellschaft. Ich danke allen engagierten haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die die Situation vor Ort Tag und Nacht mit vollem Arbeitseinsatz und mit viel Herzblut meistern“, sagt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Antragsberechtigt sind Einrichtungen, welche über eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz verfügen. Geschlossene Verträge über die Unterbringung von Fundtieren o. ä. mit Kommunen sind bei dem Auswahlverfahren hilfreich.

Wer wird gefördert?

Alle Träger von in der Richtlinie definierten „Tierheimen“. Tierheime im Sinne dieser Richtlinie sind alle Einrichtungen, die der Unterbringung von Fundtieren, fortgenommenen, eingezo­genen oder sichergestellten Tieren oder kranken, verletzt aufgefundenen oder aus einem anderen Grund hilflosen Wildtieren dienen.

Was wird gefördert?

  • Neu-, Erweiterungs-, Aus- und Umbauten, Modernisierungen;
  • Verbesserung hygienischer und energetischer Funktionalität;
  • Verbesserung der Ausstattung, der Ausgestaltung und Ausrüstung von Tierunterbringungsplätzen

Wie wird gefördert?

Die Zuwendung wird im Wege einer Projektförderung als Anteilfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt. Die Höhe der Zuwendung beträgt bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Fördervoraussetzungen sind die Einhaltung aller Vorschriften des Tierschutzgesetzes und der Nachweis notwendiger behördlicher Genehmigungen und Erlaubnisse. Die fünfjährige Zweckbindung ab der letzten Auszahlung verbietet eine Veräußerung, Verpachtung oder zweckentfremdete Verwendung der geförderten Investitionen während dieses Zeitraumes.

Auf den Seiten des Landesförderinstitutes stehen alle wichtigen Informationen, Unterlagen und die Kontaktdaten der Ansprech­partner zur Verfügung:

 https://www.lfi-mv.de/foerderfinder/tierheime/

 Die Antragsstellung für mehrere Projekte ist möglich, wobei je nach Antragslage zunächst nur ein Förderantrag pro Antragsteller berücksichtigt werden kann. Das LFI steht beratend und unter­stützend zur Verfügung.

Senioren-Internet-Initiativen im ländlichen Raum gesucht

DigitalPakt Alter fördert

Schwerin – Im Jahr 2023 ist das Land Mecklenburg-Vorpommern dem DigitalPakt Alter beigetreten. Dieser geht auf die Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft für Seniorenorganisationen (BAGSO) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zurück und hat sich die Förderung digitaler Kompetenzen von älteren Menschen zur Aufgabe gemacht.

„Innerhalb des Paktes stehen nun wieder Fördermittel für Senioren-Internet-Initiativen bereit. In diesem Jahr werden dabei gezielt Angebote im ländlichen Raum gesucht“, warb Sozialministerin Stefanie Drese heute für die Teilnahme von Initiativen aus Mecklenburg-Vorpommern.

Noch bis zum 28. Februar können sich demnach Träger von Angeboten, die ältere Menschen bei der digitalen Teilhabe oder dem Kompetenzerwerb unterstützen, für die Förderung bewerben. „Neben einer finanziellen Förderung in Höhe von 2.000 Euro, etwa für neue Anschaffungen, Arbeitsmaterialien oder für eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, profitieren die ausgewählten Erlebnisorte auch von einer professionellen Begleitung, Schulungen und einer stärkeren Vernetzung untereinander“, hob die Ministerin hervor.

Strukturschwächere Regionen mit weniger als 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern werden bei der Auswahl der Projekte in diesem Durchlauf bevorzugt. „In meinen Augen ist das eine Chance für viele unserer kleineren Projekte im Land, die genau dort ihre Dienste anbieten, wo die digitale Teilhabe den größten Unterschied macht“, hob Drese hervor.

So könne allein die Fähigkeit, selbstständig online Tickets zu erwerben, etwa für Bus, Bahn und Kultur oder der schnellere Draht zur Familie via Videotelefonie einen großen Unterschied für die selbstständige Lebensgestaltung bedeuten.

„Ich hoffe deshalb, dass unter den 25 geförderten Initiativen auch viele aus MV vertreten sein werden“, so die Ministerin. Eine Bewerbung ist noch bis zum Monatsende möglich. Sie muss per Online-Formular abgegeben werden, Bewerbungen per Post, E-Mail oder Fax sind nicht möglich. Weitere Informationen zum Förderprogramm sowie Antworten auf häufige Fragen finden Interessierte unter

 https://www.digitalpakt-alter.de/digitalpakt-alter/unser-foerderprogramm/foerderung-fuer-den-laendlichen-raum/.

Drese: Karnevalsvereine sind gut für die Gesundheit

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese war heute zu Gast beim Landespräsidententreffen, der größten Karnevalveranstaltung an einem Aschermittwoch in Deutschland. Die Veranstaltung des Karneval-Landesverbandes (KLMV) fand in diesem Jahr in Waren/ Müritz mit rund 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt anlässlich des 70. Jubiläums des Carneval Club Waren.

Drese, die diesjährige Trägerin des Spaßvogelordens des KLMV ist, dankte den inzwischen 89 Karnevalsvereinen in Mecklenburg-Vorpommern für eine erfolgreiche und stimmungsvolle Karnevalszeit. Als jüngstes Mitglied war der Plastener Karneval Club erstmals beim Landespräsidententreffen vertreten. Der KLMV begeht in diesem Jahr seine 35. Session.

Die Ministerin hob den enormen Beitrag der Närrinnen und Narren für lebendige Städte und Dörfer, Spaß und Humor sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor. Aber auch in der Jugendarbeit und beim Karnevalistischen Tanzsport leisteten die Vereine hervorragende Arbeit.

„Fast 1.000 Sportlerinnen und Sportler sind inzwischen im karnevalistischen Tanzsport aktiv. Er wird in fast allen Vereinen im Verband betrieben, in 15 Vereinen sogar leistungsorientiert mit der regelmäßigen Teilnahme an Turnieren“, betonte Drese.

Eine Besonderheit des ostdeutschen Karnevals sei, dass alles ausschließlich im Ehrenamt und ohne Kommerzialisierung geleistet wird, so Drese. Fast 8.000 Aktive seien mit Herzblut dabei. Beinahe alle Veranstaltungen in dieser Session seien schnell ausverkauft gewesen.

Mit einem Augenzwinkern verwies Drese auf die aktuelle „Jeckenstudie“ der Universität zu Köln: „Was wir alle schon ahnten, wird darin bestätigt. Im Karneval aktiv zu sein, macht nicht nur Spaß, sondern kann auch die Gesundheit fördern. Denn Karneval bedeutet vor allem auch Gemeinschaft und gute Laune. Das wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das soziale Wohlbefinden aus.“

Land wirbt für ein Studium in „#MVwow“ MV

Schwerin – Die Hochschulmarketingkampagne „Studieren mit Meerwert – Studieren in Mecklenburg-Vorpommern“ wirbt ab dem 23.02.2026 auf knapp 180 öffentlichen digitalen Flächen und weiteren 5.797 Bildschirmen in S- und U-Bahnen sowie Metroboards in den fünf Ländern Schleswig- Holstein, Hamburg, Berlin, Niedersachsen, und Brandenburg für ein Studium in MV. In Zusammenarbeit mit den staatlichen Hochschulen des Landes, dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und dem Landesmarketing in der Staatskanzlei soll mit den Motiven Aufmerksamkeit für die Qualität des Hochschulstandortes MV und seine guten Bedingungen für Studierende erzeugt werden.

„Im Land zum Leben laden wir junge Menschen ein, ihren Studienplatz zu finden und das `Meer´ an exzellenter Forschung und Lehre an den sieben hervorragenden staatlichen Universitäten und Hochschulen unseres Landes für sich zu entdecken. Die große Bandbreite an Studienfächern sowie die kurzen Wege in das eigene Berufsleben, gepaart mit praxisorientierter, individueller Betreuung, bieten perfekte Rahmenbedingungen für ein Studium in Mecklenburg- Vorpommern. MV setzt erfolgreich Reformen um, die Bildung und Forschung fördern und nachhaltig stärken – und das kostenlos von der Kita bis zur Hochschule“, sagt der Chef der Staatskanzlei, Patrick Dahlemann.

Die Kampagne umfasst Werbung in Großstädten wie Hamburg und Berlin, aber auch in Kiel, Hannover, Potsdam und weiteren Städten. Begleitet wird die digitale Video-Schaltung durch die Platzierung von bis zu 31.000 „Gratispostkarten“ an 310 ausgewählten Standorten z.B. in Restaurants, Kneipen und weiteren öffentlichen Orten.

Vom 23. Februar bis zum 1. März sind die sieben Motive mit ihren Hochschulbotschafterinnen und -botschaftern zu sehen. Begleitet wird die Kampagne durch Onlineauftritte und die Bewerbung auf Social Media-Plattformen wie Meta und TikTok.

Alle Motive sind auch auf dem Portal der Hochschulmarketingkampagne des Landes veröffentlicht:
www.studieren-mit-meerwert.de/kampagnenmotive/

Die Kommunikation für „Studieren mit Meerwert“ wird im Rahmen der Landesmarketingkampagne „MV tut gut.“ durch die Agenturen Werk 3 Rostock und Mandarin Medien Schwerin betreut und umgesetzt.

Neue Pflegemedaille würdigt Verdienste von pflegenden Angehörigen

Vorschläge können bis 27. März eingereicht werden

Schwerin – Pflegende Angehörige sind eine tragende Säule für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Etwa 86 Prozent der Menschen, die einen anerkannten Pflegegrad haben, werden in Mecklenburg-Vorpommern im familiären Umfeld zu Hause gepflegt. Meist findet dieser Einsatz im Stillen statt und erfährt nicht die gebührende Wertschätzung.

„Die Landesregierung möchte die Menschen, die sich tagtäglich mit großem Engagement um ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder kümmern, würdigen. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, eine Pflegemedaille für besondere Verdienste in der häuslichen Pflege sowie bei der Unterstützung pflege- oder unterstützungsbedürftiger Personen zu stiften, die in diesem Jahr erstmalig verliehen wird“, gab Sozialministerin Stefanie Drese am Dienstag in Schwerin bekannt.

„Die liebevolle und oft auch emotional und körperlich belastende Arbeit der pflegenden Angehörigen ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar und verdient höchste Anerkennung und Unterstützung. Mit der Pflegemedaille des Landes wollen wir Danke sagen und die Care-Arbeit, die zum großen Teil von Frauen geleistet wird, sichtbar machen“, hob Drese hervor.

Die Verleihung der Landes-Pflegemedaille findet am 12. Mai 2026 anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden im Goldenen Saal des Justizministeriums in der Landeshauptstadt Schwerin statt.

„Vorschläge können ab sofort bis zum 27. März 2026 eingereicht werden“, sagte Drese. „Wir freuen uns über möglichst viele Zusendungen, die per Brief oder E-Mail an das Sozialministerium gerichtet werden können.“

Voraussetzungen zur Einreichung von Vorschlägen für die Pflegemedaille des Landes

  • Pflege oder Unterstützung von pflege- oder unterstützungsbedürftigen Menschen durch eine private Pflegeperson
  • die Pflege- und Unterstützungstätigkeit
  • darf nicht nur vorübergehend sein
  • soll vorrangig im häuslichen Umfeld der privaten Pflegeperson erfolgen
  • darf nicht hauptberuflich erbracht werden
  • muss unentgeltlich sein
  • soll zum Zeitpunkt des Vorschlags nicht länger als ein Jahr zurückliegen
  • die Inanspruchnahme von Hilfen durch Dritte bei einzelnen Verrichtungen, Leistungen aus der Pflegeversicherung oder die Erstattung von Auslagen der privaten Pflegeperson schließen eine Ehrung nicht aus
  • die private Pflegeperson und die pflege- oder unterstützungsbedürftige Person müssen ihren ständigen Wohnsitz in MV haben

Vorschläge können formlos eingereicht werden von

  • jeder natürlichen Person,
  • Kirchen und Religionsgemeinschaften,
  • den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege,
  • den Verbänden der gewerblichen Wohlfahrtspflege,
  • dem Landesseniorenbeirat,
  • dem Inklusionsförderrat,
  • Selbsthilfegruppen,
  • den Landesverbänden der Pflegekassen und Ersatzkassen,
  • den Gemeinden, Landkreisen und kreisfreien Städten

Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.

Der Vorschlag ist zu senden an das

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport
Abteilung 3, Referat IX 330,
Werderstraße 124,
19055 Schwerin

oder per E-Mail an pflegemedaille@sm.mv-regierung.de

Der Vorschlag muss folgende Angaben zur privaten Pflegeperson enthalten

  • Vor- und Familienname, Postanschrift, Geburtsdatum sowie
  • eine Begründung des Vorschlags mit evtl. weiteren Angaben zur privaten Pflegeperson und einer Beschreibung der Tätigkeiten zur Pflege oder/und zur Unterstützung der pflege- oder unterstützungsbedürftigen Person

Land fördert Theaterbesuche von Schülerinnen und Schülern

„Theater in Sicht“ startet mit vielfältigem und abwechslungsreichem Programm in die nächste Saison

Schwerin – Hinfahren, zuschauen, mitmachen: Die Theater in Mecklenburg-Vorpommern wollen auch in diesem Jahr viele Schülerinnen und Schüler für ihre Inszenierungen begeistern. Das Land fördert das Projekt „Theater in Sicht“ im Jahr 2026 mit 10.000 Euro. Außerdem werden Schulklassen bei den Reisekosten unterstützt.

„Das Theater ist ein besonderer Lernort, an dem Kinder und Jugendliche Neues entdecken, über sich und andere nachdenken und die Welt aus verschiedenen Perspektiven betrachten können“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. Organisiert wird das Projekt, das in diesem Jahr bereits zum neunten Mal stattfindet, von der Fachstelle Kulturelle Bildung in Rostock.

„Theater in Sicht“ bietet Schulen aber nicht nur einen Besuch der Vorstellungen an. Theaterpädagogische Projekte und die Möglichkeit, auf individuelle Art und Weise mit den beteiligten Theatern zu kooperieren, gehören ebenfalls zum Angebot. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstüzung von Schulen in ländlichen Regionen. Deshalb werden Fahrten zu den Theatern finanziell unterstützt.

„So sollen alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Chancen haben, Theater und Kultur zu erleben, ganz gleich, wo sie wohnen“, so die Bildungsministerin weiter. „Beim Theaterbesuch setzen sich Kinder und Jugendliche mit Darstellungsformen, Medien und Texten auseinander, die in den Bildungsstandards für das Unterrichtsfach Deutsch verankert sind und Thema in den Unterrichtsfächern Musik, Kunst und Gestaltung sowie Theater sind. Schule und Theater stehen in enger Verbindung.“

Im vergangenen Jahr stieß „Theater in Sicht“ bei den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern auf großes Interesse. So konnten die bereitgestellte Landesförderung von 12.500 Euro vollständig genutzt werden. 1.250 Schülerinnen und Schüler von 19 Schulen haben die Angebote wahrgenommen. Hinzu kommen Schülerinnen und Schüler, die an den Workshops teilgenommen haben. Den größten Anteil machten Grundschulen und Regionale Schulen aus. Aber auch Gymnasien haben Theaterfahrten unternommen.

„Theater ist ein Ort an dem Demokratie gelebt und erlebt werden kann. Er verbindet Tanz, Sprache, Bildung, Musik, Kreativität, Freude und das Miteinander auf vielfältige Weise“, sagte Oldenburg. „Ich hoffe, dass sich auch in diesem Jahr viele Schulen wieder auf den Weg ins Theater machen.“

Bei „Theater in Sicht“ wirken folgende Häuser mit: das Theater Vorpommern, das Volkstheater Rostock, das Mecklenburgische Staatstheater, die Vorpommersche Landesbühne, die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz, das Ernst-Barlach-Theater in Güstrow und die Deutsche Tanzkompanie in Neustrelitz.

M-V bildet 2026 neue Moorspezialist*innen aus

Schwerin – Das „Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten (IMS)“ am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V bildet seit April 2025 in einem anspruchsvollen Modellvorhaben Moorspe­zialistinnen und Moorspezialisten aus, um den Mangel an Fach­kräften im Bereich des Natürlichen Klimaschutzes auszugleichen. Für den zweiten Jahrgang schreibt das IMS zurzeit neue Stellen für angehende Moorspezialist*innen aus und lädt interessierte Institutionen ein, als Einsatzstelle die praktische Ausbildung zu unterstützen.

Zum Sommer 2026 startet das Institut mit 18 neuen Teilneh­menden in Mecklenburg-Vorpommern, die sich über drei Jahre fachpraktisch und theoretisch für die Umsetzung von Wiederver­nässungsprojekten im Moorklimaschutz qualifizieren und zum Abschluss ein Zertifikat erwerben. Zudem ist geplant, erstmals zwei weitere Stellen des Qualifizierungsprogramms in Nieder­sachsen auszuschreiben, die ebenfalls vom IMS in Mecklenburg-Vorpommern inhaltlich und organisatorisch betreut werden sollen.

„Mit dem Qualifizierungsprogramm Moorspezialisten, das als Modellvorhaben im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz gefördert wird, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Ostseestiftung und der Universität Greifswald einen Meilenstein entwickelt, um die hohen Ambitionen des Landes im Moor-Klimaschutz und beim Wasserrückhalt in der Landschaft abzusichern“, sagt Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Der theoretische Teil der Ausbildung wird von der Universität Greifswald mit der vom Land geförderten Professur Moorkunde angeboten. „In dem praktischen Ausbildungsteil vermitteln u.a. Wasser- und Bodenverbände, Vorhabenträger, Behörden und Planungsbüros als Einsatzstellen Fachkenntnisse zum Wasser­haushalt und Wasserbau, im Boden- und Naturschutz und nicht zuletzt im Wasserrecht, die wir bei Fachkräften unbedingt brauchen, um Moorprojekte sachgerecht und zügig umzusetzen“, erklärt Backhaus.

„Ich durfte die ersten Teilnehmenden des Qualifizierungs­programms und ihre Projekte nach einem halben Jahr Qualifizierung kennenlernen und war begeistert von der Expertise, die sie sich in dieser kurzen Zeit bereits erarbeitet haben“, so Backhaus weiter.

Antonia Stefer, Leiterin des Institutes zur Ausbildung von Moorspezialisten, schätzt die breite Unterstützung und das Bekenntnis von Land und Bund zum Programm:

„Wir werden fachlich und organisatorisch von Politik und Verwaltung sowie Wissenschaftlern und Fachpraktikern aus dem eigenen Land und dem ganzen Bundesgebiet intensiv in der Ausbildung unterstützt. Daneben sind wir durch das Gesamtbudget i. H. v. 34 Mio. Euro in der Lage, mit unserem neu gegründeten Institut die Qualifizierung äußerst professionell umsetzen.“

Gefördert wird das Projekt im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (90 %). Weitere Finanzierung erhält das Projekt aus Landesmitteln aus dem Sondervermögen Natürlicher Klimaschutz.

„Wir freuen uns nun auf unseren neuen Jahrgang mit engagierten, lernbegeisterten jungen Teilnehmenden“, sagt Stefer.

Bachelor- und Masterabsolventen und –absolventinnen unterschiedlicher Studienfachrichtungen können sich ab sofort auf die ausgeschriebenen Stellen bewerben. Interessierte Institutionen können sich bis zum 15. April an einem Interessensbekundungsverfahren beteiligen, um Einsatzstelle für den praktischen Ausbildungsteil des zweiten Jahrgangs zu werden.

Link Stellenausschreibung: www.karriere-in-mv.de

Link Interessensbekundungsverfahren: www.lung.mv-regierung.de

Seit 2016 rund 880 Millionen Euro für Schulbau bereitgestellt

Schwerin – Seit 2016 hat das Land Mecklenburg-Vorpommern massiv in den Schulbau investiert. Insgesamt wurden landesweit rund 550 Schulbauvorhaben bei Gesamtinvestitionen von rund 1,4 Milliarden Euro mit einem Fördervolumen von etwa 880 Millionen Euro in Förderprogramme des Landes aufgenommen oder Fördermittel in Aussicht gestellt. Rund 540 Millionen Euro davon sind bereits ausgezahlt worden.

„Gute Schulen sind die Grundlage für gute Bildung – und gute Bildung ist die Grundlage für die Zukunft unseres Landes. Gute Lernbedingungen sind die Grundlage für Bildungsgerechtigkeit, Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mecklenburg-Vorpommern steht vor großen Herausforderungen – vom demografischen Wandel bis zur digitalen Transformation. Umso wichtiger ist es, dass unsere Schulen baulich modern, energetisch sinnvoll saniert und technisch zeitgemäß ausgestattet sind. Deshalb hat der Schulbau für die Landesregierung seit Jahren höchste Priorität“, betont MV-Bauminister Christian Pegel.

Breites Förderspektrum – gezielte Investitionen

Allein im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Inneres und Bau MV wurden im Zeitraum 2016 bis 2025 rund 300 Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von etwa 715 Millionen Euro begleitet oder bewilligt. Damit deckt das Bauministerium rund 81 Prozent des gesamten Fördervolumens der Schulbauförderung des Landes ab.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem 2017 gestarteten „Sonderprogramm für den Schulbau“ mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro. Finanziert wurden 26 Vorhaben – darunter auch Schulbauprojekte an überregionalen Förderzentren – über das Bundesprogramm Kommunalinvestitionsförderung (KInvF) Teil II Schulbau sowie den Strategiefonds des Landes. Ziel war insbesondere der barrierefreie Umbau und die Stärkung inklusiver Schulstandorte.

„Wir investieren gezielt dort, wo Schulen modernisiert, erweitert oder neu gebaut werden müssen – und zwar so, dass sie den Anforderungen von Inklusion, Barrierefreiheit und zeitgemäßer Pädagogik gerecht werden“, so Christian Pegel weiter.

Programme zeigen Wirkung

Zu den wichtigsten Programmen der vergangenen Jahre zählen unter anderem:

  • Im Rahmen der Kommunalinvestitionsförderung Teil 1 Städtebau (2018–2024) konnten zwölf große Schulbauvorhaben und eine Machbarkeitsstudie mit einem Fördervolumen von rund 45,7 Millionen Euro umgesetzt werden. Ein Beispiel ist das Schulzentrum in Sundhagen. Dort wurde im September 2021 der Neubau einer Grund- und Regionalen Schule mit einer Zweifeld-Sporthalle und Außenanlagen fertiggestellt.
  • Im Rahmen der Kommunalinvestitionsförderung Teil 2 Schulbau (2019–2026) wurden 13 große Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 75,2 Millionen Euro unterstützt, von denen neun fertiggestellt wurden. Mit diesem Programm konnte beispielsweise der Ersatzbau der Europaschule – Regionalschule mit Grundschulteil – in Hagenow realisiert werden, der im September 2024 fertiggestellt wurde. Bis zum Ende des Jahres 2026 werden voraussichtlich weitere vier Vorhaben fertiggestellt.
  • Im Strategiefonds Schulbau M-V (2020–2025) konnten 13 Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 23,7 Millionen Euro vollständig umgesetzt werden, darunter der Schulcampus Käthe-Kollwitz in Anklam. Die Sanierung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes wurde im September 2025 abgeschlossen.
  • Das landeseigene Schulbauprogramm (hervorgegangen aus dem M-V-Schutzfonds zur Finanzierung von Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen., 2020–2026) unterstützte 73 Vorhaben – davon 38 kleinere und 35 größere Schulbauvorhaben – zur Verbesserung der räumlichen Kapazitäten und der Hygienestandards mit einem Gesamtvolumen von rund 73 Millionen Euro. Dabei wurden elf Schulbauvorhaben freier Träger aufgenommen. Bis zum Ende des Jahres 2025 wurden 65 Schulbauvorhaben fertiggestellt. Bis zum Jahresende 2026 werden voraussichtlich weitere acht im Bau befindliche Vorhaben fertiggestellt. Teil dieses Programms war z. B. der Neubau der Mosaik-Schule als Teil der Entwicklung des Schulcampus in Grevesmühlen. Die Schule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ wurde im September 2025 fertiggestellt.

Ergänzend wurden Schulbauprojekte unter anderem über EFRE, ELER, die Bund-Länder-Städtebauförderung sowie verschiedene Investitionspakte unterstützt.

Schulbau bleibt Daueraufgabe

Der Schulbau bleibt weiterhin ein zentrales Handlungsfeld der Landesregierung. Im Rahmen des Konjunkturprogramms Schulbau 2024–2027 nach § 10a FAG M-V wurden zusätzlich 200 Millionen Euro bereitgestellt.

Ab 2026 stehen weiterhin Mittel der Bund-Länder-Städtebauförderung zur Verfügung. Im Rahmen des EFRE-Programms M-V 2021-2027 wurden im Bereich nachhaltige Stadtentwicklung und Verbesserung der Energieeffizienz für Vorhaben der Bildungsinfrastruktur rund 16,5 Millionen Euro bewilligt und rund 18,6 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Ab 2026 bis 2037 werden darüber hinaus 600 Millionen Euro mit dem „MV-Plan 2035“ für Vorhaben der Bildungsinfrastruktur im Rahmen des neuen Sondervermögens Infrastruktur des Bundes durch das Land über die Landkreise bereitgestellt. Der Start wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 erfolgen.

„Mit gezielten Investitionen schaffen wir nicht nur sichere und attraktive Lernorte für Schülerinnen und Schüler, sondern unterstützen auch Lehrkräfte in ihrer wichtigen Arbeit. Gleichzeitig stärken wir die Kommunen, entlasten sie langfristig und setzen wichtige Impulse für regionale Wertschöpfung. Schulbau ist damit weit mehr als eine Pflichtaufgabe – er ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit Mecklenburg-Vorpommerns. Wir werden diesen Kurs konsequent fortsetzen“, sagt Bauminister Christian Pegel abschließend.