Menü Schließen

Sternsänger besuchen Gingster Schule

Pastor Gerber und Vorschulkinder sammeln Spenden für Kindergarten in Brasilien

Insel Rügen – Premiere an der Grundschule. In diesem Jahr legten die Sternsänger aus der Kita „Löwenzahn“ zusammen mit Pastor Joachim Gerber bei den Gingster Schülern und Lehrern einen Zwischenstopp ein.

Die drei Könige und ihre Mitstreiter hatten ein kleines Programm einstudiert und sangen gemeinsam mit den neugierigen Zuschauern. Sie überbrachten in Liedern und Reimen gute Wünsche zum neuen Jahr und den Segen für das Gebäude.

„Wir freuen uns, dass wir in der Schule sein durften“, sagt Joachim Gerber am Rande des Auftritts. „Schön war zu erleben, dass viele der ehemaligen Sternsänger begeistert dabei waren und einfach mitsingen konnten.“

Die Sternsänger besuchten unter der Regie von Pastor Joachim Gerber die Gingster Grundschule. Foto: A. Farin
Die Sternsänger besuchten unter der Regie von Pastor Joachim Gerber die Gingster Grundschule. Foto: A. Farin

Schulleiter André Farin begrüßt die gemeinsame Aktion. „Unsere Kooperation mit der Kirche und der evangelischen Kita bekommt immer wieder neue Bausteine dazu“, erklärt er. Gemeinsame Traditionen wie das Sommerfest oder das Adventssingen werden dadurch bereichert.

Die Gingster Sternsänger sammeln in diesem Jahr Finanzen für einen brasilianischen Kindergarten und strahlten, als auch in der Grundschule die Sammelbüchse zu klingen begann.

Bundesweiter Schulwettbewerb „Energiesparmeister 2026“ startet

Schwerin – Welche Schule in Mecklenburg-Vorpommern überzeugt 2026 mit ihrem Klimaschutzprojekt? Der bundesweite Schulwettbewerb Energiesparmeister 2026 startet im Januar erneut. Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV) übernimmt auch in diesem Jahr die Landespatenschaft für den Wettbewerb in Mecklenburg-Vorpommern – erstmals über ihr Beratungsangebot für Unternehmen MVeffizient. Schulen haben die Möglichkeit, sich mit ihren Projekten um den Titel „Energiesparmeister Mecklenburg-Vorpommern 2026“ zu bewerben und ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro zu gewinnen.

Der Wettbewerb würdigt Schulen, die Klimaschutz dauerhaft und praxisnah in ihren Alltag integrieren. Im Mittelpunkt stehen Projekte zur Energieeinsparung, zur effizienten Energienutzung, zum Einsatz erneuerbarer Energien, zur nachhaltigen Mobilität oder zur festen Verankerung von Klima- und Umweltschutz im Unterricht. Entscheidend sind Ansätze mit Vorbildcharakter, die Wirkung entfalten und zur Nachahmung anregen.

„Der Energiesparmeister-Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft und Verantwortungsbewusstsein in unseren Schulen steckt. Wenn junge Menschen Klimaschutz nicht nur theoretisch behandeln, sondern ganz konkret in ihrem Schulalltag umsetzen, ist das ein starkes Signal für die Zukunft unseres Landes. Mit der Patenschaft durch MVeffizient verbinden wir Bildung, praktische Unterstützung und nachhaltige Wirkung – genau so stellen wir uns wirksamen Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern vor“, betonte Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus.

Die LEKA MV begleitet den Energiesparmeister-Wettbewerb in MV seit vielen Jahren. Mit der Landespatenschaft 2026 wird dieser langjährige Beitrag fortgeführt und organisatorisch innerhalb der LEKA MV neu verortet: MVeffizient, das Angebot der LEKA MV zur Energieeffizienzberatung von Unternehmen, übernimmt die Rolle des Landespaten.

MVeffizient bringt seine Erfahrung aus der praktischen Energieeffizienzberatung im Anschluss an den Wettbewerb ein. Nach der Auswahl des Landessiegers unterstützen die Technischen Berater die ausgezeichnete Schule auf Wunsch bei der Weiterentwicklung und Umsetzung ihres Projektes. Dabei fließen Erfahrungen aus der Beratungspraxis ein, etwa bei der Analyse von Energieverbräuchen oder der Identifikation von Einsparpotenzialen.

„Der Energiesparmeister zeichnet starke Ideen und engagierte Projekte aus“, sagt Gunnar Wobig, Geschäftsführer der LEKA MV. „Mit der Landespatenschaft über MVeffizient schaffen wir ein Angebot, das über die Auszeichnung hinausgeht. Der Landessieger kann bei Bedarf fachlich begleitet werden, um aus einer guten Idee konkrete Maßnahmen weiterzuentwickeln. Dieser Ansatz verbindet Wettbewerb, Praxis und nachhaltige Wirkung.“

Bewerbungen für den Energiesparmeister 2026 sind bis zum 20. März 2026 online unter www.energiesparmeister.de möglich. Der Landessieger aus Mecklenburg-Vorpommern erhält ein Preisgeld von 2.500 Euro und nimmt am bundesweiten Online-Voting um den Titel „Energiesparmeister Gold“ teil, der mit weiteren 2.500 Euro dotiert ist. Zusätzlich wird ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro für langfristiges Engagement vergeben. Dieser richtet sich ausdrücklich an frühere Teilnehmer- und Preisträgerschulen, die zeigen, wie ihr Klimaschutzprojekt weitergeführt, ausgebaut oder verbessert wurde. Die Auswahl der Landessieger erfolgt durch eine Fachjury, das Online-Voting findet im Juni 2026 statt.

Der Energiesparmeister 2025 aus Mecklenburg-Vorpommern war die Freie Schule Rügen in Dreschvitz. Sie überzeugte mit einem ganzheitlichen Ansatz auf dem Weg zur Modellschule für Klimaschutz – unter anderem durch den Einsatz erneuerbarer Energien, energetische Sanierungen, die feste Verankerung von Nachhaltigkeit im Unterricht sowie CO₂-arme Klassenfahrten und die Öffnung der Schule für die Dorfgemeinschaft.

Der Energiesparmeister-Wettbewerb (www.energiesparmeister.de) ist eine Aktion von co2online, unterstützt durch das Projekt „Online-Klimaschutzberatung für Deutschland“ und gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. co2online realisiert den Schulwettbewerb im 18. Jahr in Folge und vergibt jedes Jahr Preise im Gesamtwert von 50.000 Euro.

 Zu co2online gehören mehr als 50 Energie- und Kommunikationsexperten. Sie machen sich seit 2003 dafür stark, den Strom- und Heizenergieverbrauch in privaten Haushalten auf ein Minimum zu senken. Unterstützt wird co2online unter anderem vom Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt sowie von Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV) wurde 2016 gegründet. Sie ist mit den drei Standorten Stralsund, Schwerin und Neustrelitz landesweit aktiv. Als landeseigene Einrichtung berät die LEKA MV Kommunen, Unternehmen und Bürger kostenlos und neutral in allen Fragen der Energieeffizienz und der Energiewende. Darüber hinaus vernetzt sie in Schulungen und Veranstaltungen die Akteure der Energiewende, vermittelt Wissen an Entscheidungsträger und berät zu Fördermöglichkeiten. Weitere Informationen unter www.leka-mv.de.

Bildungsministerin setzt Elternsprechstunden fort

Oldenburg: Direkter Austausch bleibt wichtiger Bestandteil der Bildungsarbeit

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg setzt den direkten Dialog mit Eltern in Mecklenburg-Vorpommern auch im Februar fort. Aufgrund der hohen Nachfrage der individuellen Elternsprechstunden in den vergangenen Monaten lädt sie erneut zu einer digitalen Elternsprechstunde ein.

Diese findet am Montag, 9. Februar 2026, ab 12 Uhr statt.

„Der Austausch mit Eltern bleibt ein wichtiger Bestandteil der Bildungsarbeit. Wenn wir Schule weiter verbessern wollen, gelingt das nur gemeinsam“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg und ergänzte: „Mich interessiert, was an den Schulen gut funktioniert und wo Eltern Verbesserungsbedarf sehen.“ In den Gesprächen können sowohl allgemeine Themen als auch persönliche Anliegen angesprochen werden. „Oft zeigt sich, dass sich viele Fragen durch einen offenen Dialog schnell klären lassen“, so die Bildungsministerin weiter.

Die digitale Elternsprechstunde richtet sich an Eltern und Erziehungsberechtigte in ganz Mecklenburg-Vorpommern und bietet die Möglichkeit, direkt mit der Bildungsministerin ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme erfolgt in Einzelgesprächen.

Da die Platzzahl begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung per E-Mail, um Angabe der teilnehmenden Personen, des Themas und der Nennung der Schule unter sprechstunde@bm.mv-regierung.de.

Nächstes Bürgerforum mit Ministerpräsidentin Schwesig in Teterow

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig lädt zu ihrem ersten Bürgerforum 2026 ein. Dieses Mal geht es nach Teterow im Landkreis Rostock.

Das Bürgerforum findet am

Dienstag20. Januar um 17.30 Uhr
in der Aula der Europaschule Gymnasium Teterow,
Constantin-Kirchhoff-Straße 6, 17166 Teterow

statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich unter www.regierung-mv.de/buergerforum anmelden.

„Es ist mir wichtig, dass es Räume gibt, um respektvoll miteinander zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Deshalb lade ich regelmäßig zu Bürgerforen ein, jedes Mal in einer anderen Stadt oder Gemeinde. Ich freue mich auf das Bürgerforum in Teterow und bin gespannt, welche Fragen, Kritikpunkte und Anregungen es im Herzen unseres Landes gibt“, sagte die Ministerpräsidentin im Vorfeld der Veranstaltung.

Gesund aufwachsen von Anfang an

Neue Hygiene-Broschüre für Kitas veröffentlicht

Neben Informationen zur Handhygiene, Reinigung von Flächen oder zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln umfasst die Neuauflage nun auch erstmals ein eigenes Kapitel zu den Auswirkungen des Klimawandels.

Schwerin – Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) sowie das Gesundheitsministerium haben Anfang des Jahres die umfassend überarbeitete Broschüre „Hygienegrundsätze für Kindertageseinrichtungen“ veröffentlicht. Der bewährte Leitfaden informiert über Hygienemaßnahmen, umfasst die geltenden Standards für den Kita-Alltag und bündelt praktische Empfehlungen, die Träger und das pädagogische Personal dabei unterstützen sollen, beste Voraussetzungen für ein gesundes Aufwachsen zu schaffen.

„Wo unsere Kleinsten lernen, toben und essen, ist eine gute Hygiene eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass sie sich wohlfühlen und unbeschwert spielen und lernen können. Ereignisse wie der EHEC-Ausbruch im vergangenen Sommer verdeutlichen die hohe Bedeutung von Hygienekonzepten in Gemeinschaftseinrichtungen. Mit der neuen praxisnahen und zeitgemäßen Broschüre können wir die Kitas künftig noch besser unterstützen“, betonte Gesundheitsministerin Stefanie Drese.

Neben bewährten Informationen etwa zur Handhygiene, zur Reinigung von Flächen oder zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln umfasst die Neuauflage nun auch erstmals ein eigenes Kapitel zu den Auswirkungen des Klimawandels. „Wir wollen unsere Kitas dabei unterstützen, sich besser auf Hitze vorzubereiten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Gerade kleinere Kinder gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen in Hitzeperioden“, erklärte Drese.

Welche baulichen Maßnahmen Abhilfe schaffen können, wie der Kita-Ablauf an heißen Tagen umorganisiert werden kann und woran man z.B. hitzebedingte Erkrankungen wie einen Sonnenstich frühzeitig erkennt, sind daher Teil der Broschüre. „Eingeflossen sind hierbei auch Erkenntnisse aus dem ersten landeseigenen Hitzeschutzplan, den wir im vergangenen Jahr erarbeitet haben“, so die Ministerin weiter.

Auch aktuelle fachliche Standards, etwa im Bereich der Sanitärtechnik, des Infektionsschutzes und der Impfprävention sind in der Broschüre reflektiert. „Dazu gehört auch der aktualisierte Impfkalender für alle empfohlenen Schutzimpfungen der Ständigen Impfkommission“, verdeutlichte Drese.

Insgesamt sei die Expertise verschiedener Landesstellen eingeflossen, darunter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, des LAGuS, mehrerer Fachreferate des Sozialministeriums, des Lebensmittelhygienischen Dienstes des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei sowie der Unfallkasse MV.

Drese: „Ich bin überzeugt, dass es uns so gelungen ist, den Kitas und den dort Beschäftigten ein verlässliches Fundament an die Hand zu geben, das ihnen im Alltag Orientierung bietet und sie bei der täglichen Verantwortung für die Kinder nachhaltig unterstützt. Dafür gilt allen Beteiligten mein ausdrücklicher Dank.“

Die überarbeitete Broschüre „Hygienegrundsätze für Kindertageseinrichtungen“ steht auf den Internetseiten des LAGuS und des Sozialministeriums zum Download bereit.

Drese spricht sich für Neuregelung der Organspende aus

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese wirbt für die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende. „Das ist eine große Chance, mehr Spenderinnern und Spender zu gewinnen und so im wahrsten Sinne des Wortes Leben zu retten“, sagte Drese anlässlich der am Dienstag veröffentlichen Organspendezahlen 2025 durch die Deutsche Stiftung Organtransplantation.

Danach haben im vergangenen Jahr bundesweit insgesamt 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Das sind 32 mehr als im Jahr 2024 und entspricht 11,8 Organspenderinnen und Organspendern pro Million Einwohner. In Mecklenburg-Vorpommern haben mit 22 Menschen genauso viele Organe gespendet wie 2024. Die Quote in MV liegt bei 14 Organspenderinnen und Organspendern pro Million Einwohner.

„Diese leicht positive Entwicklung ist ermutigend. Dennoch besteht weiterhin ein Mangel an Spenderorganen. Allein in unserem Bundesland warten 201 Patientinnen und Patienten dringend auf ein Spenderorgan“, betonte Drese.

Gleichzeitig sei aus diversen Erhebungen bekannt, dass die meisten Menschen einer Spende grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Es fehlt aber häufig eine dokumentierte Entscheidung, was dazu führt, dass Angehörige in einer meist extrem emotionalen und belasteten Situation stellvertretend entscheiden müssen.

„Eine gesetzliche Änderung des Transplantationsgesetzes mit der Einführung einer Widerspruchsreglung fördert die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende. Angehörige würden dagegen davon entlastet werden, in einer Ausnahmesituation eine Entscheidung für die sterbende Person zu treffen“, verdeutlichte Drese.

Wer nicht spenden möchte, könne dies rechtssicher festhalten und bindend hinterlegen. Wer hingegen nicht widerspricht, hilft im Ernstfall mit einer Organspende möglicherweise mehreren schwerkranken Menschen, so die Ministerin.

Drese hofft, dass der Bundestag zügig eine Gesetzesinitiative des Bundesrates von Ende September 2025 aufgreift und die Einführung der Widerspruchslösung gesetzlich regelt. Die Bundesregierung hatte in einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf darauf hingewiesen, dass es sich dabei um eine ethische Problematik handele, die als Gewissensentscheidung von den Abgeordneten und somit aus der Mitte des Bundestages zu beantworten sei.

Drese: „Ich hoffe auf eine klare Mehrheit für die Widerspruchslösung bei der Organspende. Dann könnten mehr Menschen, die auf eine Organspende angewiesen sind, ein lebensrettendes Organ erhalten.“

Justizvollzugsgesetze setzen neue Maßstäbe für die Resozialisierung

Das Landeskabinett billigt den Entwurf. Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Das Gesetz dient auch der gesamten Gesellschaft.“

Schwerin – „Das Bundesverfassungsgericht hat klare Vorgaben gemacht. Nach dem die Gefangenenvergütungen in Nordrhein-Westfalen und Bayern mit dem Urteil vom 20. Juni 2023 als verfassungswidrig gekippt wurden, haben wir uns in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe auf neue Eckpunkte verständigt. Entscheidend war die klare Ausrichtung des Strafvollzugs auf das Ziel der Resozialisierung der Gefangenen. In Mecklenburg-Vorpommern nahmen wir das Urteil zum Anlass, das bestehende Resozialisierungskonzept zu evaluieren.

Die Bedeutung der Gefangenenarbeit als Behandlungsmaßnahme als Vorbereitung auf ein sozialverantwortliches Leben nach der Entlassung wird im Gesetz hervorgehoben. Ein Baustein ist die Vergütung der Gefangenen und Untergebrachten in der Sicherungsverwahrung. In diesem Atemzug modernisieren wir alle Justizvollzugsgesetze und optimieren die Resozialisierungsarbeit“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt nach der Kabinettsitzung. Die Landesregierung hat den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Vollzugsgesetze zugestimmt, der nun dem Landtag zugesandt wird.

„Die Vergütung der Gefangenen und Sicherungsverwahrten wird erhöht. Damit sollen sie die Chance bekommen, Schulden tilgen zu können oder Unterhaltszahlungen zu begleichen. Das sind alles Punkte, die auch der gesamten Gesellschaft zugutekommen“, so Ministerin Bernhardt. Die Vergütung für eine Beschäftigung im Strafvollzug soll, wie in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe vereinbart, von neun Prozent auf 15 Prozent der Bezugsgröße nach § 18 SGB IV angehoben werden.

„Neu einführen wollen wir das verpflichtende Resozialisierungsgeld. Dabei wird aus jeder Vergütung Geld angespart, um auf die Entlassung vorbereitet zu sein. Damit soll die Wiedereingliederung der Gefangenen und Untergebrachten erleichtert werden. Das Geld kann zum Beispiel auch verwendet werden, um Tatfolgen auszugleichen oder Mietkautionen zu zahlen“, erklärt Ministerin Bernhardt.

Mecklenburg-Vorpommern ist offizieller Partner der Grünen Woche

Schwerin – Ein Höhepunkt zum Start des Jahres: Mecklenburg-Vorpommern ist 2026 offizieller Partner der Grünen Woche, der Weltleitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau.

„Mecklenburg-Vorpommern bekommt eine besondere Bühne: Zum 100-jährigen Jubiläum der Grünen Woche sind wir offizieller Partner und repräsentieren damit auch Deutschland insgesamt. Das ist eine tolle Möglichkeit, die Stärken unseres Landes für die Hundertausenden Besucherinnen und Besucher sichtbar zu machen“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Die Grüne Woche wird am 15. Januar mit einer feierlichen Veranstaltung im City Cube in Berlin eröffnet. Erwartet werden rund 2.000 Gäste aus Politik und Wirtschaft, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Schwesig: „Bei der Eröffnungsveranstaltung nehmen wir die Gäste mit auf eine Reise nach Mecklenburg-Vorpommern. Wir zeigen unser Land als modernen Agrarstandort, eine leistungsfähige Wirtschaftsregion und ein Land des Genusses.“

Eine weitere Besonderheit: Durch die Partnerschaft starten alle offiziellen Rundgänge für Gäste und hochrangige Delegationen aus aller Welt in der MV-Halle. „Mehr als 70 Unternehmen, Verbände und Regionen zeigen in unserer Halle ihre Produkte. Die vielen Kontakte durch die Partnerschaft mit der Grünen Woche werden uns dabei helfen, unser Land über die Landesgrenzen hinweg noch bekannter zu machen“, sagte die Ministerpräsidentin.

2026 ist zugleich ein Jubiläumsjahr für das Land: 25 Jahre MV-Halle auf der Grünen Woche. Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus stellte die Highlights der Länderhalle 5.2 b vor: „Wir zeigen besondere Produkte, die für Mecklenburg-Vorpommern stehen: handwerkliche Lebensmittel, innovative Textilien aus regionalen Rohstoffen, nachhaltige Natur- und Designprodukte sowie neue Wege der Wertschöpfung im ländlichen Raum. Viele Produkte erzählen dabei eine Geschichte – von sozialem Engagement über Ressourcenschutz bis hin zu internationaler Partnerschaft. Besonders gespannt bin ich auf das eigens für die Grüne Woche kreierte Glühweinbrot der Bäckerei Behrens aus Plau am See.“

Unter den 76 Ausstellerinnen und Ausstellern befinden sich auch einige neue Unternehmen, u.a. die Waldräuber aus Gingst (LK Vorpommern-Rügen) mit Kleidung aus nachhaltiger Schafswolle, die Möwe Teigwaren GmbH aus Waren (LK MSE) mit schmackhaften Pasta-Sorten, die Mürli GmbH aus Vielist (LK MSE) mit mehrfach ausgezeichneten Premiumlikören und die Tekoha GmbH aus Pinnow (LK Ludwigslust-Parchim) mit hochwertigem Bio-Matekaffee.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Begegnung und Teilhabe. Drei Aussteller beteiligen sich aktiv an einem Kinderprogramm. Die Bernsteinreiter mit vier Standorten in MV und die Insel Hiddensee gehen mit Kindern auf Schatzsuche. Die Bäckerei Behrens aus Plau am See backt und der Imkerverband dreht Kerzen aus Bienenwachs mit ihnen. Zudem wird es zwei spezielle Führungen für sehbehinderte Besucherinnen und Besucher geben. Damit setzt Mecklenburg-Vorpommern ein bewusstes Zeichen für Inklusion und Barrierefreiheit auf der Grünen Woche.

Ein fester Programmpunkt ist zudem die Verleihung des Regionalzeichens Mecklenburg-Vorpommern am ersten Messesamstag (17.01.). Ausgezeichnet werden Betriebe, die für regionale Herkunft, Qualität und verantwortungsvolle Produktion stehen.

Minister Backhaus betonte abschließend die herausragende politische Bedeutung der Grünen Woche. Parallel zur Messe findet traditionell das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) statt. Damit werde Berlin während der Grünen Woche zu einem internationalen Zentrum der Agrar- und Ernährungspolitik „Ernährungssicherheit ist systemrelevant. Sie gehört zur staatlichen Daseinsvorsorge und ist ein zentraler Bestandteil unser Sicherheitsarchitektur. Wer über Verteidigungsfähigkeit spricht, muss auch über eine leistungsfähige Landwirtschaft und sichere Versorgungsketten sprechen. Eine verlässliche heimische Land- und Ernährungswirtschaft ist kein Selbstzweck, sondern Teil unserer gesamtstaatlichen Verantwortung – vergleichbar mit Energieversorgung, Infrastruktur und innerer Sicherheit.“