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Modernisierung der Notaufnahme Pasewalk

Drese sieht Modernisierung der Notaufnahme Pasewalk als bundesweit richtungsweisend

Pasewalk – Mit sechs Millionen Euro fördert das Land den Anbau der Zentralen Notaufnahme der Asklepios Klinik in Pasewalk. Damit wird hauptsächlich die Erweiterung durch Untersuchungs- und Behandlungsräume, Isolationszimmer sowie einem septischem und einem aseptischem Eingriffsraum ermöglicht. Dies gab Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Freitag in Schwerin bekannt.

„Das ist eine Zukunftsinvestition und ein klares Zeichen für die große Bedeutung der Klinik Pasewalk als wichtiger Krankenhausstandort in der dünn besiedelten Region“, hob Drese hervor. „Durch die notwendige Modernisierung und Erweiterung der Notaufnahme stärken wir die Versorgungsqualität und helfen mit, das Krankenhaus zukunftsfähig zu machen“, so die Ministerin.

Drese verdeutlichte, dass die Bedeutung einer funktionalen Notaufnahme, die in der Lage ist verschiedene Arten von Notfällen zu bewältigen, stetig zunehme. „Gerade angesichts der bevorstehenden Krankenhausreform ist es sinnvoll, die Grundversorgung in ländlichen Regionen zu sichern. Die Krankenhausreform sehe vor, dass spezifische Abteilungen wie Notfallmedizin, Intensivmedizin, Pädiatrie und Geburtshilfe eine zusätzliche finanzielle Förderung erhalten, unabhängig von der reinen Fallzahl.

Nach Aussage von Drese hat die Analyse der Fälle der Asklepios Klinik Pasewalk ergeben, dass der Standort für die Versorgung in Notfällen eine relevante Rolle in der Region einnimmt und die Erreichbarkeit in MV und auch in Teilen Brandenburgs sicherstellt. Die Wichtigkeit des Standortes habe sich zudem vor dem Hintergrund eines veränderten Leistungsangebotes in Prenzlau erhöht.

Darüber hinaus erfülle die Modernisierung der Notaufnahme in Pasewalk den Zweck der Notfallreform, eine bundesweit einheitliche und effektivere Notfallversorgung zu schaffen. Ziel sei es, Patienten schneller in die passende Behandlung zu leiten, die Notaufnahmen und Rettungsdienste zu entlasten und eine bessere Koordination zu ermöglichen.

„Mit der neuen Struktur der Notaufnahme des Krankenhauses in Pasewalk werden die Bereiche Rettungsdienst, Leitstelle, Krankenhaus und ambulante Versorgung besser verzahnt und entwickeln sich zu sektorenübergreifenden Notfallversorgungsstrukturen, sodass immer eine bedarfsgerechte medizinische Erstversorgung bereitsteht“, so Drese.

„Das modernisierte Krankenhaus ist somit wesentlicher Bestandteil einer leistungsstarken Notfallversorgung. Das ist bundesweit richtungsweisend“, sagte Ministerin Drese.

Partner der Feuerwehren: Land setzt weiter auf Investitionen und Dialog

Schwerin – Anlässlich der Neujahrsgespräche des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern hat Innenminister Christian Pegel die Bedeutung der Feuerwehren für den Nordosten bekräftigt. Auch in 2026 liegt ein besonderer Fokus auf der weiteren Stärkung der Feuerwehren durch umfangreiche Landesprogramme zur Fahrzeugbeschaffung sowie auf dem Dialog zum neuen Brand- und Hilfeleistungsgesetz.

„Der enge Schulterschluss mit dem Landesfeuerwehrverband ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für eine starke Feuerwehrlandschaft in unserem Land. Unsere Feuerwehren sind eine tragende Säule der öffentlichen Sicherheit in Mecklenburg-Vorpommern. Sie leisten tagtäglich Herausragendes – ehrenamtlich wie hauptamtlich. Als Landesregierung stehen wir fest an ihrer Seite. Daher setzen wir auch 2026 das klare Signal: Wir investieren entschlossen in die Sicherheit der Menschen und in die Zukunft unserer Feuerwehren. Moderne Fahrzeuge, verlässliche Förderung und klare rechtliche Rahmenbedingungen sind Ausdruck einer starken und handlungsfähigen Landespolitik“, sagt Innenminister Christian Pegel.

Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Hannes Möller, stellt die herausragende Rolle der Feuerwehren und die Bedeutung des engen Austauschs mit der Landespolitik heraus: „Die Feuerwehren unseres Landes Mecklenburg-Vorpommern sind ein unverzichtbarer Pfeiler für die Sicherheit und das Miteinander in Mecklenburg-Vorpommern. Mit ihrem ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatz, ihrer Professionalität und ihrem ständigen Engagement stellen sie den Brand- und Katastrophenschutz in unseren Gemeinden rund um die Uhr sicher. Das Format der Neujahrsgespräche bietet uns die wertvolle Gelegenheit, dieses Engagement und den Zusammenhalt zu stärken und die Weichen für eine zukunftsfähige, gut ausgestattete und gut ausgebildete Feuerwehrfamilie im ganzen Land sicher zu stellen.“

Ein Schwerpunkt des Landes im Jahr 2026 liegt auf den bewährten zentralen Landesbeschaffungsprogrammen für Fahrzeuge, mit denen Kommunen gezielt unterstützt und finanziell entlastet werden.

Geplant sind unter anderem die Beschaffung von:

  • Löschfahrzeugen LF 10 und LF 20 für den kommunalen Brandschutz,
  • weiteren Tanklöschfahrzeuge (TLF 3000 und TLF 4000) zur Stärkung der Vegetationsbrandbekämpfung,
  • Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen HLF 10,
  • weiteren Tragkraftspritzenfahrzeugen mit Wasser (TSF-W),
  • Spezialfahrzeuge wie Rüstwagen oder Mannschaftstransportwagen

Das Landesamt für Zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz (LPBK) hat den aktuellen Beschaffungsplan, in teilweiser Zusammenarbeit mit dem Bundesland Brandenburg, zunächst für die nächsten bis 2035 erarbeitet, dieser wird aber stetig fortgeschrieben. Durch eine Verwaltungsvereinbarung der Länder Brandenburg, Thüringen und MV sollen in Zukunft gemeinsam Vergabeverfahren zur Beschaffung von Geräten und Fahrzeugen des Brand- und Katastrophenschutzes durchgeführt werden.

„Wir wissen, dass Feuerwehrfahrzeuge enorme Investitionen für Städte, Gemeinden und Landkreise darstellen. Genau hier greift das Land ein: Mit unseren Landesbeschaffungsprogrammen sorgen wir für Planungssicherheit, technische Standards und eine spürbare finanzielle Entlastung der Kommunen. Allein mit den Sammelbeschaffungen sparen die Kommunen pro Fahrzeug oft mehrere zehntausend Euro“, so Pegel.

Die Ausrichtung der Fahrzeugprogramme berücksichtigt gezielt die Bedarfe der Feuerwehren sowie veränderte Einsatzlagen beispielsweise durch den Klimawandel. „Wir investieren nicht abstrakt, sondern sehr konkret: leistungsfähige Pumpentechnik, größere Löschwasserkapazitäten, geländegängige Fahrgestelle und moderne Kommunikationssysteme. Damit machen wir unsere Feuerwehren zukunftsfest“, betont der Innenminister.

Seit 2018 hat das Land Mecklenburg-Vorpommern bereits mehrere hundert Feuerwehrfahrzeuge mit Landesmitteln gefördert oder vollständig beschafft – ein Kurs, der konsequent fortgesetzt wird. Neben den materiellen Schwerpunkten wurde der Dialog zum Brand- und Hilfeleistungsgesetz gesucht. Das Innenministerium setzt hierbei ausdrücklich auf den Austausch mit den Feuerwehrverbänden, Kommunen und weiteren Akteuren.

„Wir wollen ein Gesetz, das den Feuerwehren den Rücken stärkt, das Ehrenamt schützt und gleichzeitig klare Zuständigkeiten schafft. Das gelingt nur im engen Schulterschluss mit den Verbänden und den Kommunen – diesen Weg gehen wir bewusst gemeinsam“, erklärt Christian Pegel.

Innenminister Christian Pegel würdigt das Engagement der Feuerwehrangehörigen im ganzen Land: „Unsere Feuerwehren sind das Rückgrat der Gefahrenabwehr in Mecklenburg-Vorpommern. Wer Sicherheit ernst nimmt, investiert in Menschen, Technik und Strukturen. Genau das tun wir – verlässlich, planbar und mit einem klaren Bekenntnis zum Ehrenamt.“

LRS und Dyskalkulie: Informationsflyer für Eltern

Oldenburg: Kein Kind soll allein gelassen werden, wenn es Unterstützung braucht

Schwerin – Viele Kinder und Jugendliche stehen im Schulalltag vor besonderen Problemen beim Lesen, Schreiben oder Rechnen. Um Eltern und Erziehungsberechtigte noch gezielter zu unterstützen, hat das Bildungsministerium zwei Informationsflyer zu Legasthenie/LRS und Dyskalkulie aufgelegt.

„Wenn Kinder trotz großer Anstrengungen kaum Lernfortschritte machen, sind Eltern oft verunsichert. Mit unserem Informationsmaterial wollen wir aufklären, Informationen bereitstellen und zeigen, dass es viele Wege der Unterstützung gibt“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg und ergänzte: „Kein Kind soll allein gelassen werden, wenn es beim Lesen, Schreiben oder Rechnen auf besondere Herausforderungen trifft.“

Die kompakten Flyer erläutern leicht und verständlich, wie sich entsprechende Schwierigkeiten zeigen können, welche Fördermöglichkeiten bestehen und welche Schritte Familien und Schulen gemeinsam gehen können. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen – sowohl beim Erkennen eines besonderen Lernbedarfs als auch beim Ableiten geeigneter Unterstützungsmaßnahmen.

„Wir wollen den Zugang zu verlässlichen Informationen erleichtern und die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern stärken. Denn frühe Unterstützung ist entscheidend, um Lernfrustration zu vermeiden“, sagte Simone Oldenburg. Mit dem Angebot erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten bestmöglich zu entwickeln.

Legasthenie/Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) und Dyskalkulie gehören zu den spezifischen Lernstörungen, die unabhängig von allgemeiner Begabung auftreten können. Sie äußern sich durch anhaltende Schwierigkeiten beim Erwerb grundlegender Kompetenzen im Lesen, Schreiben oder Rechnen. Bei LRS betrifft dies vor allem den Aufbau der Laut-Buchstaben-Zuordnung, das flüssige Lesen sowie die sichere Rechtschreibung. Kinder mit Dyskalkulie haben hingegen deutliche Schwierigkeiten beim Verständnis von Mengen und Zahlen, beim Erfassen mathematischer Zusammenhänge und beim Entwickeln grundlegender Rechenstrategien. Eine frühzeitige Unterstützung trägt wesentlich dazu bei, Lernwege positiv zu gestalten und negative Folgen für den weiteren Bildungsweg zu vermeiden.

Damit Schülerinnen und Schüler von den Lehrkräften in Mecklenburg-Vorpommern bestmöglich betreut und gefördert werden können, bietet das Land umfassende Fortbildungsmöglichkeiten an. Zwei Blended-Learning-Fortbildungsreihen zu den Themen LRS und Dyskalkulie sind darauf ausgerichtet, die individuellen Lernbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen und Lehrkräfte in ihrer professionellen Entwicklung zu fördern. Blended-Learning-Angebote verzahnen Präsenz- und Online-Angebote. Der Einstieg in die Kurse ist jederzeit möglich. Darüber hinaus bietet das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums Fortbildungen zu den Themen LRS und Dyskalkulie an. Außerdem haben Lehrkräfte die Möglichkeit am Online-Kurs „LRS erkennen und fächerübergreifend differenzieren“ über die Online-Plattform „fobizz“ teilzunehmen.

Die Flyer zur Legasthenie/Lese-Rechtschreib-Schwäche und zur Dyskalkulie stehen auf dem Bildungsserver MV zum Download bereit.

Extreme Wetterlage: Schulen sind grundsätzlich geöffnet

Schulen sichern für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen Unterricht ab

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern kann es am Freitag in einigen Regionen zu starkem Schneefall kommen. Wegen der Einstellung des Schülerverkehrs im Landkreis Ludwigslust-Parchim und im Landkreis Nordwestmecklenburg weist das Bildungsministerium erneut auf die Regelungen für die gesamte Winterzeit hin:

  • Die Schulen sind grundsätzlich geöffnet. Der Unterricht für alle Jahrgangsstufen findet statt. Die Organisation übernehmen die Schulleitungen.
  • Sollten Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten haben, zur Schule zu kommen, melden ihre Erziehungsberechtigten sie telefonisch oder per E-Mail ab. Volljährige Schülerinnen und Schüler melden sich selbst ab. Sie sind damit entschuldigt.
  • Weitere Informationen können bei den Schulen oder bei den Landkreisen bzw. den kreisfreien Städten eingeholt werden.
  • Darüber hinaus informieren die Landkreise und kreisfreien Städte über Änderungen im Schülerverkehr. Auch wenn Landkreise und kreisfreie Städte den Schülerverkehr einschränken oder einstellen, sind die Schulen weiterhin geöffnet.

Schwesig: Wir machen unsere Netze widerstandsfähiger

Schwerin – Die WEMAG erhält ein Investitionsdarlehen der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 220 Millionen Euro für Ausbau und Modernisierung der Stromnetzinfrastruktur in Westmecklenburg. Ein entsprechender Vertrag wurde heute im Beisein von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei einem Besuch des Schweriner Batteriespeichers unterzeichnet. Insgesamt plant die WEMAG sogar Investitionen in ihre Netze in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro.

„Wir in Mecklenburg-Vorpommern sind ein Vorreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Wir produzieren schon lange mehr als doppelt so viel Strom aus erneuerbaren Energien, als wir selbst verbrauchen. Das macht uns unabhängig und gibt uns einen Standortvorteil“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Ziel sei es, dass das Land bis 2035 seinen gesamten Energiebedarf für Strom, Wärme und Mobilität aus erneuerbaren Quellen deckt. Neben der Entwicklung von Speichertechnologien wie dem Schweriner Batteriespeicher sei hierfür der weitere Ausbau der Netze nötig. „Wir müssen sie moderner, widerstandsfähiger und leistungsstärker machen. Eine leistungsfähige Energieinfrastruktur ist notwendig für eine gelingende Energiewende. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger Standortfaktor, um Industrieansiedlungen zu versorgen, Wirtschaftswachstum zu schaffen und Arbeitsplätze zu sichern“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Die geplanten Investitionen der WEMAG würden den Westen Mecklenburg-Vorpommerns besser an das Stromnetz anbinden. „Mit der Europäischen Investitionsbank und der WEMAG kommen europäische Unterstützung und regionale Tatkraft zusammen. Gemeinsam stellen wir die Weichen dafür, dass unser Stromnetz auch morgen sicher, widerstandsfähig und leistungsstark ist. Ich wünsche dem Vorhaben viel Erfolg.“

M-V stärkt Ostseeschutz

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus tauscht sich am Nachmittag mit dem Geschäftsführer der Firma Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb Eyk-Uwe Pap intensiv zu aktuellen umweltrelevanten Themen aus. Im Mittelpunkt steht die Munitionsräumung vor Boltenhagen, neue technische Ansätze zur Sanierung von Gewässern sowie Fragen der Ölwehrvorsorge in der Ostsee.

Munitionsräumung vor Boltenhagen: bundesweit einmalige Lösung

Die Bergung von Altmunition vor Großklützhöved bei Boltenhagen im Rahmen eines Sofortprogramms ders Bundesregierung stellt einen wichtigen Schritt für den Schutz der Ostsee dar. Erstmals konnte in Mecklenburg-Vorpommern eine rechtssichere Lösung für den Seetransport geborgener Altmunition zum Zweck des Umweltschutzes umgesetzt werden. Möglich wurde dies durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesbehörden.

Im Zeitraum von August bis September 2025 wurde  in MV erstmals Altmunition aus einem Munitionsversenkungsgebiet geborgen. Ein Teil der Munition konnte an Land verbracht und einer fachgerechten Vernichtung zugeführt werden. Die Arbeiten wurden durch ein umweltwissenschaftliches und biologisches Monitoring begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse liefern wichtige Grundlagen für zukünftige Maßnahmen zur Altlastenbeseitigung in der Ostsee.

Umweltminister Dr. Till Backhaus betont: „Die Munitionsräumung vor Boltenhagen zeigt, dass wir mit fachlicher Kompetenz, enger Kooperation und rechtlicher Klarheit konkrete Fortschritte beim Schutz unserer Meeresumwelt erzielen können.“

Gewässersanierung: Wissenschaftliche Grundlage ist Voraussetzung

Im Gespräch wird auch eine neue Technologie zur Sanierung von Gewässern thematisiert, die ursprünglich in Norwegen entwickelt wurde. Das Umweltministerium macht deutlich, dass der Einsatz neuer Verfahren in natürlichen Gewässern nur auf Grundlage belastbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse erfolgen kann. Die bislang vorliegenden Daten reichen für einen Einsatz in Seen Mecklenburg-Vorpommerns nicht aus. Fachliche Bewertungen durch Wissenschaftseinrichtungen kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass weitere Forschung unter kontrollierten Bedingungen erforderlich ist. Das Land setzt hier auf Vorsorge und den Schutz bestehender Ökosysteme. „Innovationen sind wichtig – sie müssen aber wissenschaftlich fundiert und ökologisch verantwortbar sein“, so Minister Backhaus.

Ölwehr Ostsee: Verlässliche Strukturen für den Ernstfall

Mecklenburg-Vorpommern verfügt gemeinsam mit seinen Partnern über bewährte Strukturen zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen. Die Vorhaltung von Ölwehrkapazitäten sowie bestehende Verträge mit Einsatzorganisationen und Firmen gewährleisten die Einsatzfähigkeit in der Ostsee. Aktuelle Ausschreibungen und Ersatzbeschaffungen sichern diese Leistungsfähigkeit auch für die Zukunft.

Robuste Wirtschaftsdaten bestätigen Kurs in Mecklenburg-Vorpommern

Jochen Schulte: „Mit nachhaltigen Investitionen, robustem Wachstum und guten Jobs stärken wir den Wirtschafts- und Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern“

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern startet mit positiven wirtschaftlichen Signalen in das neue Jahr. Aktuelle Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten sowie konkrete Investitionen in industrielle Arbeitsplätze unterstreichen die robuste Entwicklung des Landes. Jochen Schulte, Wirtschaftsstaatssekretär und Industriebeauftragter des Landes, sieht darin eine Bestätigung des eingeschlagenen wirtschaftspolitischen Kurses.

„Auch unter schwierigen globalen Rahmenbedingungen zeigt sich die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern robust. Mit dem stärksten Wirtschaftswachstum aller Bundesländer, einer stabilen Lage am Arbeitsmarkt und spürbaren Impulsen aus der Industrie wird deutlich: Unser Land ist auf einem guten Weg – die Landesregierung auf dem richtigen Kurs“, sagte Staatssekretär Schulte. „Dabei kommt unseren Häfen eine besondere Bedeutung zu. Das zeigen auch die aktuellen Entwicklungen bei TKMS in Wismar: Gute Jobs und Wertschöpfung vor Ort stärken den Standort Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig und machen das Land zukunftsfest.“

Nach aktuellen Zahlen verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern im dritten Quartal 2025 ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent. Damit lag das Land deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 0,3 Prozent und an der Spitze aller Bundesländer.

Auch der Arbeitsmarkt zeigt sich insgesamt stabil. Zwar stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2025 im Vergleich zum Vormonat saisonbedingt an. Im Vorjahresvergleich ist die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 0,5 Prozent gesunken.

Ein besonders starkes Signal für den Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern kommt aus Wismar: Zum Jahresbeginn 2026 hat thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) 140 neue Mitarbeitende am Standort eingestellt. Der weitere Aufbau des Standortes ist fest eingeplant. Bis zum Jahr 2029 sollen dort bis zu 1.500 Arbeitsplätze entstehen – unter anderem für den Bau von U-Booten, Marineschiffen und des Forschungsschiffes „Polarstern II“.

„Die Entwicklungen bei TKMS in Wismar sind ein Gewinn für den Standort, für die Region und für die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt“, betonte Staatssekretär Schulte. „Hier entstehen zukunftssichere Arbeitsplätze und langfristige industrielle Wertschöpfung. Das ist eine positive Entwicklung für Mecklenburg-Vorpommern und eine Bestätigung für den wirtschaftspolitischen Kurses der Landesregierung.“

Bewerbungsfrist für Medienkompetenzpreis MV endet am 15. Januar

Sozialministerium stiftet Preis in der Kategorie Freizeit und Teilhabe

Schwerin – Seit nunmehr zwei Jahrzehnten zeichnet die Landesmedienanstalt jährlich Projekte aus, die sich erfolgreich und kreativ der Medienbildung und des Erlernens von entsprechenden Kompetenzen verschrieben haben. Der Medienkompetenzpreis Mecklenburg-Vorpommern wird in mehreren Kategorien verliehen. Die Projekte können aus allen Bereichen der Medienarbeit stammen. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport stiftet auch in diesem Jahr einen der Preise. So werden zwei Projekte in der Kategorie Freizeit und Teilhabe ausgezeichnet. Das Preisgeld hierfür beträgt insgesamt 1.500 Euro.

„Bewerben können sich Medienprojekte, die in Jugendzentren, Kitas, Einrichtungen der Jugendhilfe und der Familienbildung, in Begegnungs- oder Stadtteilzentren, Medienwerkstätten, Seniorenbüros, Vereinen, im Bereich der freien Jugendarbeit und anderen Einrichtungen angesiedelt sind“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese am Donnerstag in Schwerin.

„Für die gesellschaftliche Teilhabe in der digitalen Welt ist es von hoher Bedeutung, Medien kritisch und verantwortungsvoll nutzen zu können – also nicht nur technisch zu wissen, wie man sie bedient“, verdeutlichte Drese den Stellenwert von Medienkompetenz. Es gehe darum, Inhalte zu verstehen, zu bewerten (z.B. Fake News zu erkennen), eigene Inhalte zu gestalten und die gesellschaftlichen Auswirkungen zu reflektieren.

Drese hofft deshalb auf rege Bewerbungen. „Das kann zum Beispiel ein Videoprojekt des Sportvereins, ein Podcast, der sich kritisch mit gesellschaftlichen Themen beschäftigt, die Entwicklung einer App, ein gutes medienpädagogisches Konzept oder die Vermittlung von Medienkompetenz im Rahmen einer Veranstaltungsreihe sein“, sagte Drese.

Dabei gehe es nicht um die Erstellung hoch professioneller Beiträge, sondern im Fokus steht der Erarbeitungsprozess und die innovative Medienarbeit selbst, so Drese weiter.

Die Einsendung von Projekten aus den Jahren 2024 bis 2026 ist noch bis zum 15. Januar bei der Medienanstalt MV möglich. Bewerbungen können ganz einfach online unter www.medienkompetenzpreis-mv.de oder per Post eingereicht werden.

Neben der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“ werden außerdem auch Projekte aus den Bereichen Schule und Bildung sowie in der Kategorie „Nachgehakt“ gesucht. Zudem wird ein Projekt des Jahres gekürt. Die feierliche Preisverleihung findet am Donnertag, den 23. April 2026, am Eröffnungstag des FiSH Filmfestivals Rostock im Volkstheater Rostock statt.