Unwetter über Schwerin erforderte mehrere Einsätze

Schwerin – Das Unwetter, welches am Donnerstagabend ab 20 Uhr über Schwerin zog und heftige Regenfälle und Windböen mit sich brachte, erforderte mehrere Einsätze von Polizei und Feuerwehr. So waren die Rettungskräfte unter anderem in den Stadtteilen Neumühle und in der Gartenstadt im Einsatz. Grund hierfür waren umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste, welche den Verkehr beeinträchtigten. Weiterhin kam es in Folge des starken Regenfalls zur Überflutung der Fahrbahn im Kreuzungsbereich am Schweriner Zoo. Der Knotenpunkt war zeitweise nicht befahrbar und musste durch die Polizei abgesperrt werden, bis das Regenwasser allmählich versickerte. Ab 21.30 Uhr rollte der Verkehr wieder ungehindert.

Verletzt wurde in der Landeshauptstadt in Folge des Unwetters glücklicherweise niemand. In einem Fall musste die Polizei einen Verkehrsunfall aufnehmen. Der Fahrer eines Mercedes-Benz fuhr durch ein Gullyloch. Die Wassermassen drückten die Abdeckung des Gullys zuvor heraus. An dem verunfallten Pkw entstand Sachschaden.

Eine 62-jährige Frau aus Schwerin wollte dem nahenden Unwetter gerade noch entkommen und stieg gegen 19.30 Uhr in Schwerin/Mueß in ihren Pkw, um rechtzeitig nach Hause zu kommen, unterschätzte jedoch ihren Alkoholisierungsgrad von 2,17 Promille. Die Frau fuhr gerade erst rückwärts von einem Grundstück auf die Straße und kollidierte prompt mit einem dort wartenden Linienbus. Vor dem Unwetter geschützt war die Frau dennoch. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich nämlich in den Räumlichkeiten der Schweriner Polizei, sodass ihr durch eine Ärztin eine Blutprobe entnommen werden konnte. Darüber hinaus verblieb ihr Führerschein bei der Polizei. Die 62-jährige muss sich nun in einem Strafverfahren wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

Betrug in Waren (Müritz) leider erfolgreich

Waren/Müritz – Anfang Juni erhielt ein Ehepaar (beide 56) aus Waren (Müritz) den Anruf einer angeblichen Lottogesellschaft. Ihnen wurde mitgeteilt, dass sie 280.000 EUR gewonnen hätten. Als Gebühr müssten sie über 4000 EUR auf ein Konto überweisen, um den Gewinn zu erhalten.

Das Paar überwies die geforderte Summe. Ein angeblicher Notar rief einen Tag später an und ließ sich die Überweisung bestätigen und vereinbarte einen Termin zur Geldübergabe. Schließlich wurden die Geschädigten aufgefordert, die Überweisung erneut durchzuführen, da die erste fehlerhaft gewesen sei. Dies wollten sie ein paar Tage später tun. Ein Bankangestellter wies das Ehepaar auf einen möglichen Betrug hin, woraufhin sie von einer weiteren Überweisung absahen.

In den Folgetagen erhielten sie mehrfach Anrufe von unterschiedlichen Personen die aus verschiedensten Gründen Geld forderten. Sogar mit einem Inkassobüro wurde gedroht, um die ausstehenden Zahlungen einzutreiben.

Jetzt erstattete das Paar Anzeige. Die Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg übernommen.

Bankdaten durch angeblichen Polizisten erfragt

Grimmen – Am 18.06.2017, gegen 21:55 Uhr, versuchte ein angeblicher Polizist aus Grimmen bei einem 74-Jährigen während eines Telefongespräches die Bankdaten seines Kontos zu erfragen und auszuspähen.

Unter dem Vorwand der scheinbare Polizist hätte nach mehreren Einbrüchen die Täter gefasst und Unterlagen – wie Ausweisdokumente und Bankdaten – sichergestellt, wollte er die Daten mit denen des 74-Jährigen aus Grimmen „abgleichen“. Um die Glaubwürdigkeit zu untermauern, sollten Berichte über Einbrüche bereits als Anzeige in der Zeitung gestanden haben.

Der Mann aus Grimmen hatte jedoch solche Artikel nicht gelesen und hinterfragte, warum solch ein Abgleich am Telefon erfolgen sollte, wo doch die Polizei ganz in der Nähe sei. Nach weiteren Fragen reagierte die Gegenseite nicht mehr und brach das Telefongespräch ab. Im Anschluss zeigte der 74-Jährige den Sachverhalt an und sagte, dass er die Betrugsmethode bereits kannte und es für ihn von Beginn an keinen Sinn machte.

Enkeltrick in Stralsund vier Mal fehl geschlagen

Stralsund – Am 15.06.2017 wurden bei den Beamten des Polizeihauptreviers Stralsund vier Strafanzeigen wegen des Verdachts des Betruges/Enkeltrickbetruges aufgenommen.

Die bisher unbekannten Täter riefen in der Zeit von ca. 11:30 Uhr bis 14:30 Uhr bei drei Seniorinnen und einem Herrn im Alter von 70, 76 und 77 Jahren in Stralsund an. Sie gaben vor ein Sohn, eine Schwiegertochter oder eine gute Freundin zu sein und Geld für Notarkosten zu benötigen, da sie sich allesamt gerade eine Wohnung/Eigentumswohnung in Rostock gekauft hätten. Es sind Bargeldsummen in Höhe von 40.000 Euro bis 50.000 Euro gefordert worden.

Den Angerufenen kamen diese Gespräche und plötzlichen Aktionen der „Verwandten“ und „Bekannten“ sehr komisch vor. Sie hinterfragten zum Teil den angeblichen Erwerb einer Wohnung, obwohl doch ein Haus in Stralsund in Besitz wäre. Daraufhin wurden die Gespräche seitens der Täter abgebrochen. Auch haben die 77-jährigen Frauen im Nachgang ihre echten Freundinnen angerufen, um sich zu vergewissern, dass diese kein Geld benötigen. Keinem der Senioren ist ein finanzieller Schaden entstanden, weil sie die „Geschichten“ richtigerweise kritisch aufnahmen. Anschließend wurden die Anzeigen bei der Polizei erstattet.

Die Polizei rät – auch wenn es hier ohne Verluste ausging – weiterhin zur Vorsicht.

Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Diese und weitere Informationen sind auch unter: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/ einsehbar.

Tödlicher Unfall an Rostocker Bahnübergang

Rostock – Am Donnerstag kam es kurz vor 20:00 Uhr an einem Bahnübergang im Rostocker Tannenweg zu einem schweren Verkehrsunfall mit einer Regionalbahn, bei dem ein 75-jähriger Fußgänger tödliche Verletzungen erlitt.

Nach ersten Erkenntnissen überquerte der Mann den halbseitig beschrankten Bahnübergang bei geschlossenen Schranken. Trotz der sofort durch den 36-jährigen Lokführer eingeleiteten Notbremsung erfasste der Reisezug den Fußgänger. Der eingesetzte Notarzt konnte an der Unfallstelle nur noch den Tod des Rostockers feststellen.

Nach Informationen der Bundespolizeiinspektion Rostock befanden sich in dem Reisezug RE13135 elf Fahrgäste, die unverletzt blieben. Die Deutsche Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein. Die Bahnstrecke war durch den Unfall zwischen dem Rostocker Hauptbahnhof und Bad Doberan voll gesperrt. Hierdurch kam es bei fünf Reisezügen zu insgesamt 176 Minuten Verspätung. Bei sechs Zugverbindungen kam es zu Teilausfällen und zwei Züge fielen komplett aus.

Das Kriminalkommissariat Rostock hat unverzüglich die Ermittlungen aufgenommen. Ein Mitarbeiter der DEKRA kam zur Ermittlung des Unfallherganges zum Einsatz.

Verkehrsunfall auf der Rügenbrücke/B 96

Stralsund – Am 15.06.2017, gegen 07:55 Uhr, ereignete sich auf der Rügenbrücke ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. Eine Person ist leicht verletzt worden.

Der 21-jährige Fahrer eines Pkw Mazda befuhr die Rügenbrücke von Rügen kommend in Richtung Stralsund. Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Mazda-Fahrer aus Stralsund von der rechten Fahrbahn ab, überfuhr die gesperrte Mittelspur, stieß mit dem Anhänger eines entgegenkommenden Fahrzeugs zusammen und prallte gegen eine Schutzplanke. Durch die Kollision wurde der 21-Jährige leicht verletzt und mit einem Rettungswagen ins Stralsunder Krankenhaus gefahren. Der 55-jährige Fahrer des in Richtung Rügen fahrenden Lkw mit Anhänger (Mercedes Benz) blieb unverletzt.

Pkw und Anhänger waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Ausgelaufene Betriebsflüssigkeiten sind durch eine Firma aufgenommen worden. Aufgrund dieser erforderlichen Maßnahmen war die Rügenbrücke für beide Fahrtrichtungen bis ca. 11:00 Uhr komplett gesperrt. Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird auf etwa 22.000 Euro geschätzt.

Neue Funkstreifenwagen für die Landespolizei

Schwerin – Innenminister Lorenz Caffier hat in Schwerin 34 Funkstreifenwagen PKW Kombi vom Typ Volkswagen Passat B8 und einen Hundetransportkraftwagen vom Typ VW T6 an die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern übergeben.

„Der eingeschlagene Weg der ständigen Modernisierung des Fuhrparkes der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern wird heute fortgesetzt. Die neuen Einsatzfahrzeuge werden Fahrzeuge ablösen, die teilweise über 230.000 Kilometer gelaufen oder schon über 8 Jahre alt sind“, sagte Minister Caffier und ergänzte: „Es sollen in diesem Jahr insgesamt 108 Fahrzeuge ersetzt und in den Dienst gestellt werden. Ich freue mich, diese modernen Fahrzeuge der Landespolizei persönlich zur Nutzung übergeben zu können. Da Mecklenburg-Vorpommern ein Flächenland mit langen Anfahrtswegen ist müssen wir zeitnah die Fahrzeugflotte erneuern, um Instandhaltungskosten niedrig zu halten“, führte Minister Caffier aus.

Die neuen Funkstreifenwagen werden künftig im allgemeinen Streifendienst der Polizeiinspektionen in den Polizeipräsidien Neubandenburg und Rostock eingesetzt. Ein Fahrzeug erhält das Landeswasserschutzpolizeiamt, der Hundetransportkraftwagen wird in der Polizeiinspektion Rostock zum Einsatz kommen.

23 der neuen Funkstreifenwagen sind mit Aufklebern der Kampagne der Landespolizei zur Nachwuchsgewinnung „Verstärkung gesucht“ ausgestattet. Diese befindet sich beidseitig auf den hinteren Türen der Fahrzeuge. „Das Land braucht mehr junge und gut ausgebildete Polizistinnen und Polizisten“, so Innenminister Lorenz Caffier. „ Doch die Bewerberinnen und Bewerber müssen erst einmal gefunden werden. Die Kampagne der Landespolizei soll dabei helfen Jugendliche und junge Erwachsene für die Arbeit als Polizist zu begeistern.“

Landespolizei beteiligte sich an europaweiten Verkehrskontrollen zur Einhaltung der Gurtpflicht

Schwerin – Im Rahmen einer europaweiten Verkehrssicherheitsaktion hat die Polizei M-V gezielt die Einhaltung der Gurtpflicht sowie der verwendeten Kinderrückhaltesysteme im Straßenverkehr kontrolliert. An 379 Kontrollstellen im Land überwachten vergangene Woche (13. – 19.03.2017) 570 Polizeibeamte den Straßenverkehr.

Hierbei wurden insgesamt 658 Verstöße wegen nicht angeschnallter Fahrzeuginsassen, davon sieben Kinder, festgestellt.

„Das Verhalten einiger Eltern im Straßenverkehr ist besonders verantwortungslos. Erste Elternpflicht sollte es immer sein, dafür Sorge zu tragen, dass ihre Kinder in einem geeigneten, altersgerechten Kindersitz im Fahrzeug mitfahren und mit dem Sicherheitsgurt angeschnallt sind. Ungesicherte Kinder schweben in Lebensgefahr!“, mahnt Innenstaatssekretär Thomas Lenz.

Die Akzeptanz und Nutzung der vorgeschriebenen Rückhalteeinrichtungen ist in den letzten Jahren zwar gestiegen, da deren lebensrettende Wirkung mittlerweile jedem Verkehrsteilnehmer bekannt sein dürfte und auch die technische Entwicklung mit optischen und akustischen Warnsignalen bei nicht angelegtem Gurt in den Kraftfahrzeugen deutliche Fortschritte gemacht hat. Dennoch zeigt die Kontrollaktion, dass das Fahren ohne angelegten Sicherheitsgurt leider immer noch bei einer Vielzahl von Fahrzeugführern und -insassen festzustellen ist. Daher sind hier Aufklärungsarbeit und regelmäßige Kontrollen der Polizei wichtig, da die Folgen durch die Nicht- oder Falschnutzung von Rückhalteeinrichtungen bei einem Straßenverkehrsunfall für Leben und Gesundheit immens sein können.

Nach wie vor ist der angelegte Sicherheitsgurt – trotz Airbag und anderen Sicherheitssystemen – ein wesentliches Element passiver Sicherheit im Fahrzeug und rettet nachweislich Jahr für Jahr zahllosen Autofahrern das Leben! Denn nur durch ein abgestimmtes Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Schutzsystemen im Fahrzeug kann das Verletzungsrisiko der Insassen optimal reduziert werden.

Die Landespolizei beteiligt sich regelmäßig an europaweiten Verkehrskontrollen. Im Focus der nächsten europaweiten Kontrollaktion im April 2017 wird das Thema „Geschwindigkeit“ stehen.

FAKE-SHOPBETREIBER IN HAFT

Rampe – Am Abend des 07. März 2017 wurden durch das Cybercrime-Dezernat des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern (LKA M-V) in Niedersachsen, Raum Delmenhorst, strafprozessuale Maßnahmen durchgeführt. Diese erfolgten aufgrund eines hier geführten Ermittlungsverfahrens der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Rostock und richteten sich gegen einen männlichen Beschuldigten im Alter von 27 Jahren aus Delmenhorst.

Die Festnahme des Beschuldigten erfolgte mit Unterstützung von Kräften des Spezialeinsatzkommandos des LKA M-V. Die Cybercrime-Ermittler wurden bei den sich anschließenden Durchsuchungen an drei verschiedenen Örtlichkeiten (Wohnort, Meldeanschrift, ehemaliger Firmensitz) durch Mitarbeiter der Polizeiinspektion Delmenhorst sowie Finanzermittler und IuK-Forensiker des LKA M-V unterstützt. Die Maßnahmen vor Ort wurden durch den zuständigen Staatsanwalt der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Cybercrime der Rostocker Staatsanwaltschaft begleitet.

Die dem Einsatz vorausgegangenen fast zweijährigen umfangreichen und komplexen Ermittlungen haben den Tatverdacht erhärtet, dass sich der Hauptbeschuldigte mit anderen Personen, gegen die gesondert ermittelt wird, in der Absicht zusammengeschlossen hat, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil, konkret durch das Betreiben sogenannter Fakeshops (Screenshot – Anlage), zu verschaffen. Derzeit sind hier über 200 Geschädigte bekannt, die bisherige Schadenshöhe beläuft sich auf ca. 430.000,00 EUR.

Neben diesen Taten sind im Rahmen der Ermittlungen auch Aktivitäten im Underground-Economy-Forum „crimenetwork.biz“ festgestellt worden. Aus diesem Grund erfolgte das zeitgleiche Agieren des Cybercrime-Dezernats des LKA M-V mit den länderübergreifenden Durchsuchungsmaßnahmen (siehe dazu Pressemitteilung des BKA vom 08. März 2017). Eine Mitarbeiterin des BKA war bei der Umsetzung der Maßnahmen ebenso anwesend.

Im Ergebnis der Durchsuchungsmaßnahmen sind insbesondere IT-Beweismittel sowie Betäubungsmittel in allen drei Objekten, darunter neun Cannabis-Pflanzen, sichergestellt worden. Zusätzlich wurden ein Pkw (Foto – Anlage), ein hochwertiges Fahrrad sowie Bargeld in vierstelliger Höhe gesichert und ein Haftbefehl gegen den Beschuldigten vollstreckt. Der 27-jährige Mann ist seit dem 08.03.2017 in Untersuchungshaft.

Polizei und Stadt klären weitere Schritte zur geplanten Videoüberwachung

Schwerin – Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier und Polizeipräsident Thomas Laum haben in einem Arbeitsgespräch die weiteren Schritte zur Umsetzung des Stadtvertretungsbeschlusses zur Videoüberwachung auf dem Schweriner Marienplatz beraten. „Stadt und Polizei wollen bei der Erprobung der Videoüberwachung eng zusammenarbeiten. Die Gespräche waren sehr konstruktiv, und wir haben jetzt erste Schritte sowie die konkrete Arbeitsteilung vereinbart“, so Oberbürgermeister Rico Badenschier nach dem Gespräch.

Demnach wird sich die Polizei um die Beschaffung und Finanzierung der Kameratechnik sowie die Auswertung der Überwachungsbilder kümmern. Die Stadt stellt geeignete Standorte für die Videoüberwachung zur Verfügung. Darüber hinaus ist geplant, die Maßnahme im Rahmen einer Evaluation wissenschaftlich begleiten zu lassen.

An dem Arbeitsgespräch nahmen auch die Stellvertreterin des Polizeipräsidenten Anja Hamann, der Leiter der Polizeiinspektion
Schwerin Ingo Renk und der Dezernent für Finanzen, Jugend und Soziales Andreas Ruhl teil.

Unfall mit Nandu

Schlagsdorf – Bei einem Unfall mit einem Nandu auf der L 01 verletzte sich am Montagvormittag eine 92 Jahre alte Fahrerin leicht. Von Schönberg kommend in Richtung Ratzeburg kam es auf Höhe des Abzweigs Schlagresdorf gegen 10:00 Uhr zur Kollision mit einem plötzlich auf die Fahrbahn laufenden Nandu.

Passanten kümmerten sich um die Unfallbeteiligte und brachten sie zum Arzt. Der nicht mehr fahrbereite Mercedes Benz musste durch einen Abschleppunternehmen geborgen werden. Der Schaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Das Tier überlebte den Unfall nicht.

Von Freitag bis Montagvormittag ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Wismar 14 weitere Unfälle, die im Zusammenhang mit Tieren auf der Fahrbahn verursacht wurden. Während es in Metelsdorf gleich zweifach wegen Hasen krachte, liefen in Bobitz, Dassow, Kirchstück oder auch in Dreveskirchen Wildschweine, Füchse und Rehe auf die Fahrbahn. Fahrzeugführer konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen.

Die Unfälle ereigneten sich vermehrt während der Dunkelheit. Fahrerinnen und Fahrer sollten daher insbesondere während der Dämmerung und der Dunkelheit besonders vorsichtig fahren.

Fall des sexuellen Missbrauchs eines 11jährigen Jungen aufgeklärt

Innenminister Caffier: Hervorragende Ermittlungsarbeit der Schweriner Kriminalpolizei im Fall des sexuellen Missbrauchs eines 11jährigen Jungen

Schwerin – Zur Mitteilung der Staatsanwaltschaft Schwerin über die Festnahme eines Tatverdächtigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines 11jährigen Jungen im Dezember 2015 in schwerin erklärt Innenminister Lorenz Caffier: „Ich freue mich sehr, dass diese schreckliche Tat nun aufgeklärt zu sein scheint und bedanke mich ausdrücklich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schweriner Kriminalpolizei, die mit sehr großem Kräfteaufwand sowie hervorragender und akribischer Ermittlungsarbeit wesentlich dazu beigetragen haben, den bislang unbekannten Täter bekannt zu machen und festzunehmen.“

Wie die Ermittler mitteilten, habe eine DNA-Spur den Tatverdächtigen überführt. „Dies zeigt einmal mehr, dass der DNA-Beweis eines der erfolgreichsten kriminalistischen Instrumente bei der Identifizierung von Tätern sowie bei der Zuordnung von Tatspuren ist“, so Innenminister Caffier. „Vor diesem Hintergrund begrüße ich eine Ausweitung der DNA-Untersuchung auf offen sichtbare äußere Merkmale einer Person, wie sie im Übrigen auch für jeden Zeugen optisch sichtbar sind, ausdrücklich.“

Der Gesetzgeber hat bislang strikte Grenzen der DNA-Untersuchung in § 81e StPO festgeschrieben. Die gegenwärtige Entwicklung der Sicherheitslage gebietet aber, hierüber eine neue Diskussion mit allen zu beachtenden Aspekten zu führen.

Ziel einer DNA-Untersuchung ist bislang vor allem der sogenannte „nicht codierende“ Teil der DNA, über den sich ein Spurenverursacher individualisieren lässt. Zusätzlich ist die Geschlechtsbestimmung erlaubt. Weiterführende Untersuchungen sind nicht zulässig, können aber bei beispielsweise der Feststellung der Farbe des Haares und der Augen weitere Ermittlungsansätze bieten und die Fahndung nach Tätern verbessern.

Seit Bestehen der DNA-Analyse-Datei (1998) wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 2.816 Treffer zu den in der DNA-Datenbank eingestellten Datensätzen zu Personen bzw. Spuren erzielt. Bis Mitte Dezember 2016 gab insgesamt 237 Treffer. 2015 waren es 344 und 2014 insgesamt 184 Treffer.

Feuerwerkskörper sichergestellt

Pasewalk/Linken – Kurz vor dem Jahreswechsel haben Beamte der Bundespolizeiinspektion Pasewalk am gestrigen Nachmittag (29. Dezember 2016) gegen 16:40 Uhr bei der Kontrolle eines polnischen PKW auf der B 104/ Höhe Ortschaft Linken im Fahrzeuginnenraum einfuhrverbotene Feuerwerks- und Knallkörper festgestellt. Darunter befanden sich 32 sogenannte „Polenböller“ sowie jeweils eine Silberfontäne und eine Feuerwerksbatterie.

Diese verfügten nicht über die erforderlichen Kennzeichnungen (BAM- und CE-Kennzeichen). Die Feuerwerkskörper wurden sichergestellt und werden dem Munitionsbergungsdienst in Mellenthin übergeben, durch welchen die fachmännische Entsorgung erfolgt. Gegen den 46-jährigen polnischen Fahrzeugführer wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.

Die Bundespolizeiinspektion Pasewalk weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nicht zugelassene Feuerwerks- und Knallkörper äußerst gefährlich und deren Gebrauch mit extremen Risiken verbunden ist. Mangelhafte Verarbeitung und die Verwendung von Industriesprengstoff können selbst bei korrekter Anwendung zu lebensbedrohlichen Verletzungen führen.

Der Gesetzgeber hat aufgrund der davon ausgehenden Gefahr, die Einfuhr nicht zugelassener Feuerwerkskörper unter Strafe gestellt. Personen, die solche Feuerwerkskörper dennoch nach Deutschland einführen, verstoßen gegen das Sprengstoffgesetz.

Greifswalder Polizisten sammelten Spenden für krebskranke Kinder

Greifswald – In der Weihnachtszeit ist die Nächstenliebe besonders groß. Auch unsere Greifswalder Polizisten Polizeiobermeisterin Jana Szepat und Polizeihauptmeister Holger Pretschner, später agierender Weihnachtsmann, machten sich Gedanken darüber, wie und wo sie helfen können. Sie entschieden sich für die Kinderonkologie des Greifswalder Universitätsklinikums und fragten direkt nach. Wo drückt der Schuh? Woran fehlt es am meisten? Für die Verantwortlichen der Kinderonkologie war sofort klar, dass vor allem Spielsachen benötigt werden.

Mit viel Herz und Engagement sammelten sie Spendengelder bei den Kollegen im Polizeihauptrevier Greifswald und in der Kriminalkommissariat-Außenstelle Greifswald. Am Ende kamen über 600,- Euro zusammen, wovon Gesellschaftsspiele, Filme, Spielsachen, T-Shirts und Süßigkeiten besorgt wurden. Auch einige Greifswalder Firmen, wie Real, Marktkauf und Metro Gastro, beteiligten sich an der Aktion und gaben Sachspenden.

Nun wurde alles an Vertreter der Kinderonkologie übergeben. Da so viel zusammen gekommen ist, geht ein Teil auch an das Eltern-Kind-Haus.

Allen Kindern viel Kraft und der Wunsch auf Genesung!

Neue Einsatzfahrzeuge für Landespolizei

Schwerin – Innenminister Lorenz Caffier hat in Schwerin sechs Funkstreifenwagen des Typs Mercedes-Benz Vito 114, einen Kriminalkraftwagen groß vom Typ Mercedes Benz Sprinter 316 CDI sowie einen Befehls- und Verkehrskontrollkraftwagen vom Typ Mercedes Benz Sprinter 316 an die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern übergeben.

„Der eingeschlagene Weg der ständigen Modernisierung des Fuhrparkes der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern wird heute fortgesetzt. Die neuen Einsatzfahrzeuge werden Fahrzeuge ablösen, von denen die meisten fast 300.000 Kilometer gelaufen oder schon 15 Jahre alt sind“, sagte Minister Caffier und ergänzte: „Wir haben in diesem Jahr den Bestand der Landespolizei bereits mit 79 Fahrzeugen erneuert.

Je drei Funkstreifenwagen werden künftig im allgemeinen Streifendienst in den Polizeipräsidien Neubandenburg und Rostock eingesetzt.

Mithilfe des Kriminalkraftwagens, der für die Kriminalpolizeiinspektion Anklam vorgesehen ist, lassen sich diverse Materialien zur Spurensicherung an einen beliebigen Ort transportieren. Dazu verfügt das Fahrzeug, neben diverser polizeitechnischer Ausrüstung, auch über eine unabhängige Stromversorgung sowie Klimatisierung. Die Ausstattung als geländefähiges Fahrzeug (4×4) ermöglicht auch den Einsatz in schwerem Gelände.

Mit dem Verkehrskontrollwagen für die Polizeiinspektion ins Wismar lassen sich Kontrolltätigkeiten an beliebigen Orten durchführen. Dazu verfügt das Fahrzeug, neben diverser polizeitechnischer Ausrüstung, auch über eine unabhängige Stromversorgung sowie Klimatisierung. Die Anhaltesignalgeber im Front- und Heckbereich erleichtern das Anhalten von zu kontrollierenden Fahrzeugen aus dem fließenden Verkehr.

„Ich freue mich, diese modernen Fahrzeuge der Landespolizei persönlich zur Nutzung übergeben zu können. Da Mecklenburg-Vorpommern ein Flächenland mit langen Anfahrtswegen ist müssen wir zeitnah die Fahrzeugflotte erneuern, um Instandhaltungskosten niedrig zu halten“, führte Minister Caffier aus.