Erlebnisreiche Ferientage im Outdoor Camp der Polizei

Malchow – Noch bis morgen verbringen 66 Kinder und Jugendliche eine Ferienwoche im Outdoor Camp der Polizei in der Landesfeuerwehrschule in Malchow. 23 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus verschiedenen Dienststellen der Landespolizei kümmern sich als Betreuer um die Kinder. Sie organisieren ein abwechslungsreiches Ferienprogramm und sind vertrauensvolle Ansprechpartner. Höhepunkt ist traditionell der Polizei- und Feuerwehraktionstag am heutigen Tag, bei dem auch Innenminister Lorenz Caffier und Anja Hamann, Leiterin des Führungsstabs des Polizeipräsidiums Rostock, die Kinder besuchten. Sie sahen sich gemeinsam mit den Ferienkindern eine Vorführung von spezieller Kriminaltechnik und ein Training von Spezialkräften an.

„Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welchem Engagement und Fingerspitzengefühl unsere Polizistinnen und Polizisten hier mit den Kindern und Jugendlichen umgehen, die nicht selten selbst Zeugen von Gewalt oder Opfer von Straftaten wurden. Trotz aller ernsthaften Themen, die hier besprochen werden, stehen natürlich Ferienspaß und Erholung im Mittelpunkt“, so der Minister.

Das Outdoor-Camp ist für Kinder, die z.B. in Großfamilien oder Kinderheimen aufwachsen bzw. deren Eltern finanziell nicht in der Lage sind, ihren Kindern eine Ferienfahrt oder die Mitgliedschaft in Sportvereinen zu ermöglichen. Auch Kinder, die Opfer von Straftaten geworden sind, werden durch die Fachkräfte der örtlich zuständigen Jugendämter bzw. Präventionssachbearbeiter der Kommunen ausgewählt.

Für die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern ist das jährliche einwöchige Camp Teil ihrer Präventionsarbeit, mit der sie Kindern ihre Arbeit näherbringen wollen, aber ihnen vor allem kostenlose und erlebnisreiche Ferientage ermöglichen. Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung unterstützte die Durchführung des diesjährigen 23. Camps mit 8.650 Euro, weitere Zuschüsse kommen von den Landkreisen und kreisfreien Städten der teilnehmenden Kinder.

Unbeschwerte Ferien: 66 Kinder beim 23. Outdoor Camp der Polizei

Rostock – Noch bis kommenden Dienstag, 22. August, verbringen 66 Kinder aus ganz Mecklenburg-Vorpommern ihre Ferien im „Outdoor Camp“ der Polizei in der Landesfeuerwehrschule in Malchow. Beamte aus allen Bereichen der Landepolizei MV haben sieben Tage lang ein abwechslungsreiches Programm für die Kinder aufgestellt und sind dabei gleichzeitig als Betreuer tätig. Höhepunkt ist der Polizei- und Feuerwehraktionstag am Montag, bei dem auch Innenminister Lorenz Caffier und Anja Hamann, Leiterin des Führungsstabs des Polizeipräsidiums Rostock, die Kinder besuchen werden.

Das Outdoor Camp ist für Kinder, die z.B. in Großfamilien oder Kinderheimen aufwachsen bzw. deren Eltern finanziell nicht in der Lage sind, ihren Kindern eine Ferienfahrt oder die Mitgliedschaft in Sportvereinen zu ermöglichen. Auch Kinder, die Opfer von Straftaten geworden sind, werden durch die Fachkräfte der örtlich zuständigen Jugendämter bzw. Präventionssachbearbeiter der Kommunen ausgewählt. Finanzielle Unterstützung erhält das Outdoor Camp vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung. Weitere Zuschüsse kommen von den Landkreisen und kreisfreien Städten der teilnehmenden Kinder.

Insgesamt kümmern sich 23 Betreuer aus den verschiedenen Dienststellen der Landespolizei MV um die Kinder. Sie sind vertrauensvolle Ansprechpartner und sorgen dafür, dass sich die Kinder schnell in die Gruppe integrieren. In vielen Einzel- und Gruppengesprächen mit den Betreuern werden Themen wie Gewalt an Schulen oder Straftaten wie z.B. Diebstähle diskutiert. Zu den typischen Ferienerlebnissen gehören der Besuch des Erdbeerhofes in Rövershagen, des Piraten-Open-Airs in Grevesmühlen und der Sommerrodelbahn in Malchow. Ein Abenteuertag mit Lagerfeuer sowie ein Neptunfest sind geplant. Höhepunkt wird aber traditionell der Polizei- und Feuerwehraktionstag am Montag, 21. August. Neben einer Vorführung von spezieller Kriminaltechnik bekommen die Kinder auch ein Training von Spezialkräften zu sehen.

Abschiebeanordnung gegen Gefährder erlassen

Schwerin – Das Ministerium für Inneres und Europa hat gestern gegen die beiden als Gefährder eingestuften 26-jährigen Brüder aus Bosnien, die vor zwei Wochen im Raum Güstrow vorübergehend in Gewahrsam genommen wurden und gegen die wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat strafrechtlich ermittelt wird, Abschiebeanordnungen nach Paragraph 58a Aufenthaltsgesetz erlassen.

Die Abschiebeanordnungen wurde den beiden Personen gestern Abend persönlich übergeben. Auf Grundlage der Anordnungen wurden die beiden Gefährder von Spezialeinheiten des Landeskriminalamts vorläufig in Gewahrsam genommen. Beim örtlich und sachlich zuständigen Amtsgericht Güstrow wurde ein Antrag auf Sicherungshaft für beide Gefährder gestellt. Zur Entscheidung über die Anordnung der Sicherungshaft wurden beide Personen unverzüglich dem Richter vorgeführt. Das Amtsgericht Güstrow ordnete noch in der Nacht die vorrübergehende Freiheitsentziehung bis zur heutigen weiteren Entscheidung an.

Nach § 58a Aufenthaltsgesetz kann die oberste Landesbehörde gegen einen Ausländer ohne vorhergehende Ausweisung eine Abschiebungsanordnung erlassen. Voraussetzung hierfür ist nach dem Wortlaut des Gesetzes, dass eine solche Maßnahme zur Abwehr einer besonderen Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland oder einer terroristischen Gefahr erfolgen kann.

Die bisherigen polizeilichen Maßnahmen gegen die dritte, deutsche Person werden fortgesetzt.

Innenminister Caffier: Schlag gegen Gefährder zeigt, dass wir im Land gewappnet sind

Güstrow – Zum Antiterroreinsatz der Sicherheitsbehörden von Bund und Land im Raum Güstrow erklärte Innenminister Lorenz Caffier: „Durch die konsequente Ermittlungsarbeit aller Beteiligten konnte zielgerichtet eingegriffen und eine konkrete Gefahrenlage verhindert werden. Der Fall zeigt sehr deutlicht, dass die Sicherheitsbehörden von Bund und Land hervorragend zusammenarbeiten, um die Gegner von Freiheit und Demokratie konsequent aufzuspüren und zu bekämpfen.“

„Anders als Herr Kramer von der AfD-Landtagsfraktion behauptet, zeigt der heutige Schlag gegen den Islamistischen Terror, dass wir Personen, bei denen wir sichere Anhaltspunkte haben, dass von ihnen eine konkrete Gefahr ausgeht, eben nicht frei und unkontrolliert herumlaufen lassen“, so Innenminister Caffier und ergänzt: „Ich habe immer betont, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch Mecklenburg-Vorpommern als Rückzugsort für potenzielle Attentäter genutzt wird. Insofern haben wir uns für alle Eventualitäten gewappnet, uns auf alle erdenkliche Lage eingestellt und im richtigen Moment zugeschlagen.“

Das Innenministerium hat immer betont, dass die Zahl der Islamistischen Gefährder in Mecklenburg-Vorpommern im unteren einstelligen Bereich liegt und wir diese Leute natürlich im Visier haben. Das ist ein sich stetig ändernder und dynamischer Prozess. Die hier betroffenen Personen hat der Landesverfassungsschutz schon länger im Blick und darüber in der zuständigen parlamentarischen Kontrollkommission des Landtages auch stets berichtet.

„Wenn Herr Kramer und die AfD nun etwas anderes behaupten, beweisen sie damit nur, dass sie mit populistischen Phrasen und fremdenfeindlicher Hetze versuchen Ängste zu schüren und die Bevölkerung zu verunsichern“, so Innenminister Caffier abschließend.

Tragischer Badeunfall in Sellin auf der Insel Rügen

Insel Rügen – Am 23.07.2017 gegen 12:30 Uhr teilte die Rettungsleitstelle dem Polizeipräsidium Neubrandenburg mit, dass es am Strand von Sellin zu einem Badeunfall gekommen ist. Ein 61-jähriger Urlauber aus Brandenburg begab sich in die Ostsee, und schwamm hinaus. Seine Ehefrau beobachtete ihn eine Zeit lang. Als sie plötzlich keinen Sichtkontakt mehr zu ihm hatte, verständigte sie umgehend die Rettungsschwimmer der DLRG.

Diese begaben sich sofort ins Wasser und suchten den 61-Jährigen. Etwa 30 Minuten später wurde der Mann leblos, im Wasser treibend, festgestellt und geborgen. Die Rettungskräfte begannen umgehend mit der Reanimation und verbrachten den Verunfallten an Land. Nach erfolgreicher Reanimation wurde er sofort mit dem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung ins Klinikum Greifswald geflogen. Dort erlag der 61-Jährige jedoch gegen 14:20 Uhr seinen Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen wird von einem tragischen Badeunfall ausgegangen.

Weniger Falschgeld in Mecklenburg-Vorpommern im Umlauf

Rampe – Im Jahr 2016 sind in Mecklenburg-Vorpommern 972 falsche Euro-Banknoten im Zahlungsverkehr registriert worden. Die Zahl der Fälschungen ist damit gegenüber dem Vorjahr gesunken (2015: 1.172 Stück). Der dadurch verursachte Schaden stieg allerdings gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 53.635,- Euro auf 54.050,-Euro.

Bundesweit betrachtet liegt Mecklenburg-Vorpommern damit bei der Belastung durch Falschgeldkriminalität im mittleren Bereich. In Deutschland wurden im Jahr 2016 rund 82.200 falsche Euro-Banknoten mit einem Gesamtschaden von 4,2 Millionen Euro registriert. Das entspricht einer Belastung von 10 gefälschten Banknoten auf 10.000 Einwohner. Die Zahl der Fälschungen sank gegenüber dem Vorjahr (2015: 95.400 Stück) um 14 %.

Am häufigsten sind in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr nach wie vor 20-Euro- (240 Stück) und 50-Euro-Fälschungen (586 Stück) in den Verkehr gebracht worden, gefolgt von 100-Euro- (57 Stück) und 10- Euro-Banknoten (34 Stück). Auffallend ist die Abnahme der Falsifikate im Bereich der 20-Euro-Banknote (2015: 507 Stück), was auch auf die Einführung des neuen Zwanzigers im November 2015 zurückzuführen ist.

Die größte Häufung an gefälschten Euro-Noten insgesamt liegt mit 326 von 972 Stück im Raum Rostock.

Der überwiegende Teil der Fälschungen (86 %) wurde, wie in den Jahren zuvor auch, bei Banken, Werttransportunternehmen sowie bei der Deutschen Bundesbank und deren Filialen als falsch erkannt und angehalten. Dies verdeutlicht die mitunter hohe Qualität der Fälschungen.

Der rückläufige Trend des Vorjahres setzt sich bislang fort. Im ersten Halbjahr 2017 (Stichtag: 07.07.2017) wurden gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 40 % weniger Euro-Banknoten-Fälschungen registriert (1. Halbjahr 2017: 294 Stück; 1. Halbjahr 2016: 489 Stück). Der verursachte Schaden betrug im 1. Halbjahr 2017 14.765,- Euro. Die Abnahme der Falschgeldzahlen erstreckt sich auf nahezu alle Stückelungen. Weiterhin sind vorrangig gefälschte 50-Euro-Banknoten im Umlauf (68 %). Die im April 2017 eingeführte neue 50-Euro-Banknote ist bislang jedoch in M-V nicht als Fälschung festgestellt worden.

Wie die Herstellung falscher Euro-Banknoten wird auch deren Verteilung durch organisierte Gruppen vorgenommen. Bei der Falschgeldverbreitung, dem sog. Inverkehrbringen von Falschgeld, wird nach dem „bewährten“ Modus Operandi vorgegangen, möglichst nur ein Falsifikat bei niedrigpreisigen Einkäufen zu verausgaben. In Einzelfällen werden auch größere Stückzahlen auf einmal in Umlauf gebracht, z.B. bei Fahrzeugkäufen.

Die Anzahl gefälschter Münzen war im letzten Jahr um rund 30 % rückläufig (Rückgang von 1.452 auf 1.094 Stück). Hier handelt es sich überwiegend um Fälschungen von Zwei-Euro-Münzen (866 Stück). Auch im ersten Halbjahr 2017 ist ein Rückgang festzustellen (333 Stück, darunter 269 Zwei-Euro-Münzen).

Auch wenn der Anteil der Fälschungen gemessen an der Anzahl echter im Umlauf befindlicher Euro-Banknoten und -Münzen weiterhin sehr gering ist, sollte Bargeld, insbesondere Banknoten, stets aufmerksam geprüft werden, denn für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.

Die Echtheit von Euro-Banknoten lässt sich mit dem einfachen Test „Fühlen-Sehen-Kippen“ überprüfen. Im Zweifelsfall sollte eine verdächtig erscheinende Banknote mit einer zweiten, echten Banknote verglichen werden.

Verkehrsunfall auf Rügen – drei Kinder verletzt

Insel Rügen – Am Montagnachmittag, dem 03.07.2017, ereignete sich auf der B 96 zwischen Samtens und Bergen auf Rügen ein Verkehrsunfall, bei dem drei Kinder leicht verletzt wurden.

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr eine 36-jährige Urlauberin aus dem sächsischen Erzgebirgskreis, zusammen mit ihren zwei Kindern, in einem Pkw Renault die B96 in Richtung Bergen auf Rügen, als sie sich auf Höhe des Parkplatzes „Burkvitzer Wald“ auf das Ende eines Rückstaus zubewegte. Der vor ihr fahrende Pkw BMW aus Schweden musste abbremsen, was die 36-jährige Fahrerin des Renaults scheinbar zu spät bemerkte und gegen 14:45 Uhr auf den BMW des 38-jährigen Fahrers auffuhr.

Durch den Zusammenstoß erlitten die beiden 9 und 4 Jahre alten Kinder der 36-Jährigen einen Schock. Im Pkw des 38-jährigen Schweden befanden sich ebenfalls zwei 6 und 4 Jahre alte Kinder sowie eine Beifahrerin, wovon ein Kind durch den Aufprall ebenfalls leicht verletzt wurde.

Vorsichtshalber wurden alle Kinder zur ärztlichen Untersuchung in ein Krankenhaus gefahren. Die beiden Fahrer und die Beifahrerin des BMW blieben jedoch unverletzt. Der Pkw Renault war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Es entstand Sachschaden in Höhe von 12.000 Euro.

Unwetter über Schwerin erforderte mehrere Einsätze

Schwerin – Das Unwetter, welches am Donnerstagabend ab 20 Uhr über Schwerin zog und heftige Regenfälle und Windböen mit sich brachte, erforderte mehrere Einsätze von Polizei und Feuerwehr. So waren die Rettungskräfte unter anderem in den Stadtteilen Neumühle und in der Gartenstadt im Einsatz. Grund hierfür waren umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste, welche den Verkehr beeinträchtigten. Weiterhin kam es in Folge des starken Regenfalls zur Überflutung der Fahrbahn im Kreuzungsbereich am Schweriner Zoo. Der Knotenpunkt war zeitweise nicht befahrbar und musste durch die Polizei abgesperrt werden, bis das Regenwasser allmählich versickerte. Ab 21.30 Uhr rollte der Verkehr wieder ungehindert.

Verletzt wurde in der Landeshauptstadt in Folge des Unwetters glücklicherweise niemand. In einem Fall musste die Polizei einen Verkehrsunfall aufnehmen. Der Fahrer eines Mercedes-Benz fuhr durch ein Gullyloch. Die Wassermassen drückten die Abdeckung des Gullys zuvor heraus. An dem verunfallten Pkw entstand Sachschaden.

Eine 62-jährige Frau aus Schwerin wollte dem nahenden Unwetter gerade noch entkommen und stieg gegen 19.30 Uhr in Schwerin/Mueß in ihren Pkw, um rechtzeitig nach Hause zu kommen, unterschätzte jedoch ihren Alkoholisierungsgrad von 2,17 Promille. Die Frau fuhr gerade erst rückwärts von einem Grundstück auf die Straße und kollidierte prompt mit einem dort wartenden Linienbus. Vor dem Unwetter geschützt war die Frau dennoch. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich nämlich in den Räumlichkeiten der Schweriner Polizei, sodass ihr durch eine Ärztin eine Blutprobe entnommen werden konnte. Darüber hinaus verblieb ihr Führerschein bei der Polizei. Die 62-jährige muss sich nun in einem Strafverfahren wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

Betrug in Waren (Müritz) leider erfolgreich

Waren/Müritz – Anfang Juni erhielt ein Ehepaar (beide 56) aus Waren (Müritz) den Anruf einer angeblichen Lottogesellschaft. Ihnen wurde mitgeteilt, dass sie 280.000 EUR gewonnen hätten. Als Gebühr müssten sie über 4000 EUR auf ein Konto überweisen, um den Gewinn zu erhalten.

Das Paar überwies die geforderte Summe. Ein angeblicher Notar rief einen Tag später an und ließ sich die Überweisung bestätigen und vereinbarte einen Termin zur Geldübergabe. Schließlich wurden die Geschädigten aufgefordert, die Überweisung erneut durchzuführen, da die erste fehlerhaft gewesen sei. Dies wollten sie ein paar Tage später tun. Ein Bankangestellter wies das Ehepaar auf einen möglichen Betrug hin, woraufhin sie von einer weiteren Überweisung absahen.

In den Folgetagen erhielten sie mehrfach Anrufe von unterschiedlichen Personen die aus verschiedensten Gründen Geld forderten. Sogar mit einem Inkassobüro wurde gedroht, um die ausstehenden Zahlungen einzutreiben.

Jetzt erstattete das Paar Anzeige. Die Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg übernommen.

Bankdaten durch angeblichen Polizisten erfragt

Grimmen – Am 18.06.2017, gegen 21:55 Uhr, versuchte ein angeblicher Polizist aus Grimmen bei einem 74-Jährigen während eines Telefongespräches die Bankdaten seines Kontos zu erfragen und auszuspähen.

Unter dem Vorwand der scheinbare Polizist hätte nach mehreren Einbrüchen die Täter gefasst und Unterlagen – wie Ausweisdokumente und Bankdaten – sichergestellt, wollte er die Daten mit denen des 74-Jährigen aus Grimmen „abgleichen“. Um die Glaubwürdigkeit zu untermauern, sollten Berichte über Einbrüche bereits als Anzeige in der Zeitung gestanden haben.

Der Mann aus Grimmen hatte jedoch solche Artikel nicht gelesen und hinterfragte, warum solch ein Abgleich am Telefon erfolgen sollte, wo doch die Polizei ganz in der Nähe sei. Nach weiteren Fragen reagierte die Gegenseite nicht mehr und brach das Telefongespräch ab. Im Anschluss zeigte der 74-Jährige den Sachverhalt an und sagte, dass er die Betrugsmethode bereits kannte und es für ihn von Beginn an keinen Sinn machte.

Enkeltrick in Stralsund vier Mal fehl geschlagen

Stralsund – Am 15.06.2017 wurden bei den Beamten des Polizeihauptreviers Stralsund vier Strafanzeigen wegen des Verdachts des Betruges/Enkeltrickbetruges aufgenommen.

Die bisher unbekannten Täter riefen in der Zeit von ca. 11:30 Uhr bis 14:30 Uhr bei drei Seniorinnen und einem Herrn im Alter von 70, 76 und 77 Jahren in Stralsund an. Sie gaben vor ein Sohn, eine Schwiegertochter oder eine gute Freundin zu sein und Geld für Notarkosten zu benötigen, da sie sich allesamt gerade eine Wohnung/Eigentumswohnung in Rostock gekauft hätten. Es sind Bargeldsummen in Höhe von 40.000 Euro bis 50.000 Euro gefordert worden.

Den Angerufenen kamen diese Gespräche und plötzlichen Aktionen der „Verwandten“ und „Bekannten“ sehr komisch vor. Sie hinterfragten zum Teil den angeblichen Erwerb einer Wohnung, obwohl doch ein Haus in Stralsund in Besitz wäre. Daraufhin wurden die Gespräche seitens der Täter abgebrochen. Auch haben die 77-jährigen Frauen im Nachgang ihre echten Freundinnen angerufen, um sich zu vergewissern, dass diese kein Geld benötigen. Keinem der Senioren ist ein finanzieller Schaden entstanden, weil sie die „Geschichten“ richtigerweise kritisch aufnahmen. Anschließend wurden die Anzeigen bei der Polizei erstattet.

Die Polizei rät – auch wenn es hier ohne Verluste ausging – weiterhin zur Vorsicht.

Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Diese und weitere Informationen sind auch unter: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/ einsehbar.

Tödlicher Unfall an Rostocker Bahnübergang

Rostock – Am Donnerstag kam es kurz vor 20:00 Uhr an einem Bahnübergang im Rostocker Tannenweg zu einem schweren Verkehrsunfall mit einer Regionalbahn, bei dem ein 75-jähriger Fußgänger tödliche Verletzungen erlitt.

Nach ersten Erkenntnissen überquerte der Mann den halbseitig beschrankten Bahnübergang bei geschlossenen Schranken. Trotz der sofort durch den 36-jährigen Lokführer eingeleiteten Notbremsung erfasste der Reisezug den Fußgänger. Der eingesetzte Notarzt konnte an der Unfallstelle nur noch den Tod des Rostockers feststellen.

Nach Informationen der Bundespolizeiinspektion Rostock befanden sich in dem Reisezug RE13135 elf Fahrgäste, die unverletzt blieben. Die Deutsche Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein. Die Bahnstrecke war durch den Unfall zwischen dem Rostocker Hauptbahnhof und Bad Doberan voll gesperrt. Hierdurch kam es bei fünf Reisezügen zu insgesamt 176 Minuten Verspätung. Bei sechs Zugverbindungen kam es zu Teilausfällen und zwei Züge fielen komplett aus.

Das Kriminalkommissariat Rostock hat unverzüglich die Ermittlungen aufgenommen. Ein Mitarbeiter der DEKRA kam zur Ermittlung des Unfallherganges zum Einsatz.

Verkehrsunfall auf der Rügenbrücke/B 96

Stralsund – Am 15.06.2017, gegen 07:55 Uhr, ereignete sich auf der Rügenbrücke ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. Eine Person ist leicht verletzt worden.

Der 21-jährige Fahrer eines Pkw Mazda befuhr die Rügenbrücke von Rügen kommend in Richtung Stralsund. Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Mazda-Fahrer aus Stralsund von der rechten Fahrbahn ab, überfuhr die gesperrte Mittelspur, stieß mit dem Anhänger eines entgegenkommenden Fahrzeugs zusammen und prallte gegen eine Schutzplanke. Durch die Kollision wurde der 21-Jährige leicht verletzt und mit einem Rettungswagen ins Stralsunder Krankenhaus gefahren. Der 55-jährige Fahrer des in Richtung Rügen fahrenden Lkw mit Anhänger (Mercedes Benz) blieb unverletzt.

Pkw und Anhänger waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Ausgelaufene Betriebsflüssigkeiten sind durch eine Firma aufgenommen worden. Aufgrund dieser erforderlichen Maßnahmen war die Rügenbrücke für beide Fahrtrichtungen bis ca. 11:00 Uhr komplett gesperrt. Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird auf etwa 22.000 Euro geschätzt.

Neue Funkstreifenwagen für die Landespolizei

Schwerin – Innenminister Lorenz Caffier hat in Schwerin 34 Funkstreifenwagen PKW Kombi vom Typ Volkswagen Passat B8 und einen Hundetransportkraftwagen vom Typ VW T6 an die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern übergeben.

„Der eingeschlagene Weg der ständigen Modernisierung des Fuhrparkes der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern wird heute fortgesetzt. Die neuen Einsatzfahrzeuge werden Fahrzeuge ablösen, die teilweise über 230.000 Kilometer gelaufen oder schon über 8 Jahre alt sind“, sagte Minister Caffier und ergänzte: „Es sollen in diesem Jahr insgesamt 108 Fahrzeuge ersetzt und in den Dienst gestellt werden. Ich freue mich, diese modernen Fahrzeuge der Landespolizei persönlich zur Nutzung übergeben zu können. Da Mecklenburg-Vorpommern ein Flächenland mit langen Anfahrtswegen ist müssen wir zeitnah die Fahrzeugflotte erneuern, um Instandhaltungskosten niedrig zu halten“, führte Minister Caffier aus.

Die neuen Funkstreifenwagen werden künftig im allgemeinen Streifendienst der Polizeiinspektionen in den Polizeipräsidien Neubandenburg und Rostock eingesetzt. Ein Fahrzeug erhält das Landeswasserschutzpolizeiamt, der Hundetransportkraftwagen wird in der Polizeiinspektion Rostock zum Einsatz kommen.

23 der neuen Funkstreifenwagen sind mit Aufklebern der Kampagne der Landespolizei zur Nachwuchsgewinnung „Verstärkung gesucht“ ausgestattet. Diese befindet sich beidseitig auf den hinteren Türen der Fahrzeuge. „Das Land braucht mehr junge und gut ausgebildete Polizistinnen und Polizisten“, so Innenminister Lorenz Caffier. „ Doch die Bewerberinnen und Bewerber müssen erst einmal gefunden werden. Die Kampagne der Landespolizei soll dabei helfen Jugendliche und junge Erwachsene für die Arbeit als Polizist zu begeistern.“

Landespolizei beteiligte sich an europaweiten Verkehrskontrollen zur Einhaltung der Gurtpflicht

Schwerin – Im Rahmen einer europaweiten Verkehrssicherheitsaktion hat die Polizei M-V gezielt die Einhaltung der Gurtpflicht sowie der verwendeten Kinderrückhaltesysteme im Straßenverkehr kontrolliert. An 379 Kontrollstellen im Land überwachten vergangene Woche (13. – 19.03.2017) 570 Polizeibeamte den Straßenverkehr.

Hierbei wurden insgesamt 658 Verstöße wegen nicht angeschnallter Fahrzeuginsassen, davon sieben Kinder, festgestellt.

„Das Verhalten einiger Eltern im Straßenverkehr ist besonders verantwortungslos. Erste Elternpflicht sollte es immer sein, dafür Sorge zu tragen, dass ihre Kinder in einem geeigneten, altersgerechten Kindersitz im Fahrzeug mitfahren und mit dem Sicherheitsgurt angeschnallt sind. Ungesicherte Kinder schweben in Lebensgefahr!“, mahnt Innenstaatssekretär Thomas Lenz.

Die Akzeptanz und Nutzung der vorgeschriebenen Rückhalteeinrichtungen ist in den letzten Jahren zwar gestiegen, da deren lebensrettende Wirkung mittlerweile jedem Verkehrsteilnehmer bekannt sein dürfte und auch die technische Entwicklung mit optischen und akustischen Warnsignalen bei nicht angelegtem Gurt in den Kraftfahrzeugen deutliche Fortschritte gemacht hat. Dennoch zeigt die Kontrollaktion, dass das Fahren ohne angelegten Sicherheitsgurt leider immer noch bei einer Vielzahl von Fahrzeugführern und -insassen festzustellen ist. Daher sind hier Aufklärungsarbeit und regelmäßige Kontrollen der Polizei wichtig, da die Folgen durch die Nicht- oder Falschnutzung von Rückhalteeinrichtungen bei einem Straßenverkehrsunfall für Leben und Gesundheit immens sein können.

Nach wie vor ist der angelegte Sicherheitsgurt – trotz Airbag und anderen Sicherheitssystemen – ein wesentliches Element passiver Sicherheit im Fahrzeug und rettet nachweislich Jahr für Jahr zahllosen Autofahrern das Leben! Denn nur durch ein abgestimmtes Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Schutzsystemen im Fahrzeug kann das Verletzungsrisiko der Insassen optimal reduziert werden.

Die Landespolizei beteiligt sich regelmäßig an europaweiten Verkehrskontrollen. Im Focus der nächsten europaweiten Kontrollaktion im April 2017 wird das Thema „Geschwindigkeit“ stehen.