Fördermittel für Tanklöschfahrzeug und Drehleiter

Insel Rügen – Die Stadt Bergen auf Rügen will für ihre Freiwillige Feuerwehr ein neues allradbetriebenes Löschfahrzeug und eine Drehleiter kaufen. Finanzielle Unterstützung dafür kommt aus dem Innenministerium. Für die Beschaffung eines Tanklöschfahrzeuges TLF 4000 Allrad mit Staffelkabine werden 120.000 EUR bereitgestellt, für den Ankauf einer Drehleiter der Bauart DLA(K) 370.000 EUR.

Bei der Übergabe der Förderbescheide an die Bürgermeisterin der Stadt Bergen auf Rügen, Anja Ratzke, dankte Minister Lorenz Caffier den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Freiwilligen Feuerwehr für ihre große Einsatzbereitschaft: „Im letzten Jahr waren Sie vor allem durch die lang anhaltende Hitze stark gefordert und mussten überdurchschnittlich oft zu Bränden an Bahndämmen oder auf Feldern ausrücken. Deutlich häufiger wurden Sie auch zur Technischen Hilfeleistung z.B. bei Unfällen gerufen. Ich ziehe den Hut davor, wie motiviert Sie bei Ihren Einsätzen trotz oft widriger Umstände sind und bedanke mich dafür. Jeder könnte ganz schnell auf Hilfe von gut ausgebildeten und engagierten Feuerwehrleuten angewiesen sein. Um diese leisten zu können, brauchen die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr entsprechende Technik.“

Die Freiwillige Feuerwehr Bergen ist eine Schwerpunktfeuerwehr und es ist zu erwarte, dass sie zukünftig als Feuerwehr mit besonderen Aufgaben bestimmt wird. Neben Aufgaben im Stadtgebiet bergen nimmt sie auch Aufgaben im Landkreis Vorpommern-Rügen wahr. Gefahrenschwerpunkte im Ausrückbereich sind insbesondere ein Krankenhaus, mehrere Pflegeeinrichtungen, Schulen, ein Gewerbegebiet, die Bundesstraße B196 und eine Bahnlinie im Fernverkehr. Der Einsatz der Drehleiter ist immer dann wichtig, wenn ein baulicher, zweiter Rettungsweg für die Personenrettung und Brandbekämpfung nicht zur Verfügung steht. Das ist bei vielen Gebäuden in der Stadt und in den angrenzenden Gebieten des Amtes Bergen auf Rügen der Fall.

Neues Polizeigebäude in Bergen auf Rügen übergeben

Insel Rügen – Die alten Quartiere der Polizeibediensteten in Bergen auf Rügen gehören der Vergangenheit an. Nach umfangreichen Baumaßnahmen übergab Innenminister Lorenz Caffier heute offiziell das neue Polizeidomizil für die Polizistinnen und Polizisten des Polizeihauptreviers und der Außenstelle des Kriminalkommissariats Bergen.

„Die Präsentation einer modernen Polizei als „Dienstleistungsunternehmen für innere Sicherheit“, wie hier in Bergen, entscheidet nicht zuletzt über Erfolg und Misserfolg dieser Institution“, stellt Innenminister Lorenz Caffier fest. „So wie für jeden Beamten gilt, dass er persönlich durch sein Auftreten und seine Erscheinung das Bild der Polizei in der Öffentlichkeit wesentlich bestimmt, muss auch ein Dienstgebäude diesen Ansprüchen genügen. Optimale räumliche und technische Arbeitsbedingungen tragen ganz wesentlich zur Motivation und Leistungssteigerung der Beamten bei. Ich sehe mich als Innenminister in der Pflicht, für die gute Arbeit, die die Polizei im Land leistet, im Gegenzug dafür zu sorgen, dass die Beamtinnen und Beamten bestmöglich ausgestattet sind. Und dazu zählen eben nicht nur Pistolen und Uniformen, sondern auch vernünftige Büros.“

Das mehrgeschossige Gebäude und ehemalige Finanzamt ist den Anforderungen der Polizei entsprechend umgebaut worden. Auf einer Fläche von 1.208 m² des 1991 errichteten Plattenbaus wurden neue Besprechungsräume, Schulungsräume und Fitnessräume geschaffen. Zudem hat die Kriminalpolizei erheblich bessere Bedingungen als zuvor mit separaten Räumen für die Spurensicherung oder für Gegenüberstellungen. Wichtig ist auch, dass auf die erhöhten Sicherheitsanforderungen der Polizei eingegangen wurde; vor allem mit Blick auf die Gewahrsamsräume und neue Transpondertechnik.

Synergien werden unter anderem damit erzielt, dass die rund 45 Mitarbeiter des Polizeihauptreviers und acht Mitarbeiter der Kriminalpolizei Besprechungs- und Schulungsräume gemeinsam nutzen können. Der Zugang zum Gebäude erfolgt barrierefrei und im Bereich der Hauptzufahrt befinden sich Parkplätze für Besucher.

Die Kosten für die neue Polizeiliegenschaft belaufen sich auf rund 4,35 Millionen Euro. Das Polizeihauptrevier Bergen und die Außenstelle des Kriminalkommissariats sind für rund 34.360 Einwohnerinnen und Einwohner der Ämter Bergen auf Rügen, West-Rügen sowie der Stadt Putbus auf einer Fläche von 661 km² zuständig.

Neues Feuerwehrauto für die Gemeinde Pruchten

Pruchten – Die Freiwillige Feuerwehr Pruchten im Landkreis Vorpommern-Rügen bekommt für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos (Löschgruppenfahrzeug, kurz: LF 10) finanzielle Unterstützung. Innenminister Lorenz Caffier übergab heute vor Ort an den Bürgermeister Andreas Wieneke einen Bewilligungsbescheid über 83.300 EUR. Mit dem neuen Fahrzeug wird das alte Löschfahrzeug der Pruchtener Feuerwehr mit Baujahr 1986 ersetzt.

Die Gemeinde muss für die Neuanschaffung selbst tief in die Tasche greifen, denn der Landkreis beteiligt sich aus finanziellen Gründen nicht an dem Neukauf. Da kommen die Fördermittel aus dem Innenministerium gerade recht, um den Gemeindehaushalt etwas zu entlasten.

Innenminister Lorenz Caffier: „Die Angehörigen der Feuerwehren können Menschen oft nur unter großer Gefahr für das eigene Leben retten. Die Bereitstellung moderner Einsatzmittel dient dem Schutz der Bevölkerung und der Einsatzkräfte gleichermaßen. Die Aussonderung veralteter Technik und ein Fuhrpark, der den örtlichen Verhältnissen und Einsatzschwerpunkten angepasst ist, ist in einer Gemeinde genauso wichtig, wie das Ehrenamt“, sagte Minister Caffier.

Die Pruchtener Feuerwehr sichert in ihrer Gemeinde den örtlichen Brandschutz und die technische Hilfeleistung ab. Besondere Gefahrenschwerpunkte sind die Landesstraße L 21, der sogenannte Darß-Zubringer, und eine hohe Dichte an reetgedeckten Häusern.

Erste Behördenleiterin der Wasserschutzpolizei M-V

Direktorin vom Landeswasserschutzpolizeiamt M-V, leitende Kriminaldirektorin Anja Hamann

Direktorin vom Landeswasserschutzpolizeiamt M-V, leitende Kriminaldirektorin Anja Hamann

Waldeck – Die Leitende Kriminaldirektorin Anja Hamann ist nach Beschlussfassung des Kabinetts der Landesregierung im Januar dieses Jahres nun offiziell die neue Direktorin des Landeswasserschutzpolizeiamtes der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. Mit einem Festakt im Polizeizentrum in Waldeck hat Innenminister Lorenz Caffier heute die neue Behördenleiterin offiziell in das Amt eingeführt.

Mit Anja Hamann steht erstmals eine Frau an der Spitze der Polizeibehörde, deren Zuständigkeit sich auf insgesamt 7.634 km2 Küstenmeer und 1.271 km2 Binnengewässerflächen erstreckt. Anja Hamann folgt damit Herrn Peter Mainka, der seit Ende letzten Jahres das Polizeipräsidium Rostock leitet.

„Die Polizei braucht die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und dass Anja Hamann zu den besten Polizistinnen des Landes gehört, hat sie bereits in ihren bisherigen Verwendungen deutlich unter Beweis gestellt“, lobt Innenminister Lorenz Caffier die geleistete Arbeit von Anja Hamann im Dienst der Landespolizei und ergänzt: „Anja Hamann hat sich bei der Bestenauslese durchgesetzt und hat mein vollstes Vertrauen, auch die Wasserschutzpolizei immer auf Kurs zu halten. Ihre Arbeit ist akribisch, ausdauernd, qualitätsbewusst, im besten Sinne des Wortes beharrlich und sehr hartnäckig. Sie stellt hohe Anforderungen an sich und an ihre Leute.“

Anja Hamann wurde 1965 in Schleswig geboren. Ihre berufliche Laufbahn bei der Polizei begann 1985 im Land Schleswig-Holstein.

Seit 1992 ist sie Angehörige der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. Frau Hamann wurde zunächst klar kriminalpolizeilich geprägt, hat in ihrer ersten Funktion hier im Land beim LKA als stellvertretende Pressesprecherin gearbeitet und ist auch nach ihrem Aufstiegsstudium für den höheren Polizeivollzugsdienst an der Hochschule der Polizei in Münster zunächst einmal dorthin wieder zurückgegangen.

Seit 2002 führte die damalige Kriminaloberrätin Hamann als Leiterin der Kriminalpolizeiinspektion Rostock ihre erste größere Polizeidienststelle.

Im Jahr 2009 folgte dann der Schritt, als Dozentin Polizeianwärterinnen und -anwärter auszubilden, um ein Jahr später als Leiterin den Fachbereich Polizei an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow zu managen.

Ein großer Wechsel stand dann im Jahr 2015 mit der Versetzung zum Polizeipräsidium Rostock als Leiterin des Führungsstabs an. Anja Hamann war damals die erste Frau, die diesen Weg als Führungskraft in der Spitzenebene der Landespolizei gegangen ist.

Mit der neuen Verwendung als Direktorin des Landeswasserschutzpolizeiamtes M-V erwarten Anja Hamann nun wieder ganz neue Aufgaben und Herausforderungen, von denen sich Innenminister Caffier sicher ist, dass sie diese mit all ihrer Kompetenz, ihrem Ehrgeiz und ihrer Offenheit sehr erfolgreich angehen wird.

Innenminister Lorenz Caffier: „In Sachen Frauen in Führungspositionen sind wir in der Landespolizei auf einem guten Weg. Zudem zeigt die Ernennung von Frau Hamann anderen Frauen, die sich für eine Karriere in der Landespolizei interessieren, welche Perspektiven ihnen hier offen stehen.“

Schulterschluss zwischen Feuerwehr und Energieversorger

Landesfeuerwehrverband und WEMAG unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Schwerin – Im Rahmen des Festaktes zum 140-jährigen Bestehen des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V. haben der Verband und die WEMAG gestern Abend im Schweriner Schloss eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

„Die soziale Kompetenz, kommunikative Fähigkeiten und der verantwortungsvolle Umgang miteinander gewinnen für die Arbeit in den Feuerwehren immer mehr an Bedeutung“, sagte Landesbrandmeister Hannes Möller. Damit die Feuerwehren ihre vielschichtigen Aufgaben methodisch und fachlich kompetent erfüllen können, bietet der Verband kontinuierlich entsprechende Seminare an.

Landtagsvizepräsidentin Beate Schlupp MdL, Landesbrandmeister Hannes Möller, WEMAG-Vorstand Thomas Murche Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der feierlichen Vertragszeichnung (v. l. n. r.). Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Die WEMAG unterstützt in diesem Jahr die Qualifizierung der Verantwortlichen und Betreuer von Kinder- und Jugendfeuerwehren mit 5.000 Euro. In Workshop-Atmosphäre werden unterschiedliche Gesprächssituationen und komplexe Problemstellungen erkundet. Zu den Lehrinhalten gehören unter anderem der Aufbau einer Kindergruppe in der Feuerwehr, die Begeisterung von Kindern für die Aufgaben der Feuerwehr, das richtige Alarmieren, die Funktion von Rauchmeldern und das Verhalten im Brandfall. Mit Blick auf die 649 Jugendfeuerwehren im Land und deren mehr als 8.300 Mitglieder eine große Aufgabe.

„Es ist wichtig, den Nachwuchs der Feuerwehren gut auszubilden. Ich finde es gut, dass die WEMAG dieses Ziel und damit die Qualifizierung von Ausbildern und Betreuern unterstützt. Ich wünsche der Kooperation von Landesfeuerwehrverband und WEMAG viel Erfolg“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist für die Feuerwehren ein wichtiges Betätigungsfeld. Hier werden die Grundsteine für das zukünftige ehrenamtliche Engagement in unseren Feuerwehren gelegt. Umso mehr sind die Feuerwehren hierbei auf die Unterstützung der Politik und der Wirtschaft angewiesen“, sagte Hannes Möller. „Wir sind sehr stolz, dass wir mit der WEMAG einen regionalen Kooperationspartner gewonnen haben, der die Brandschutzerziehung unterstützt und zur Stärkung der Feuerwehren landesweit beiträgt“, so der Landesbrandmeister weiter.

„Unser kommunales Unternehmen trägt Verantwortung für die Region. Das Ehrenamt verdient eine besondere Förderung. Mit dieser Kooperationsvereinbarung bringen wir den Nachwuchs für das ehrenamtliche Engagement in der Feuerwehr weiter“, sagte der technische Vorstand der WEMAG, Thomas Murche. Die finanzielle Unterstützung sei eine Investition in die Zukunft. „Unsere technischen Anlagen gehören zu den kritischen Infrastrukturen und erfordern einen besonderen Schutz“, ergänzt Murche. Deshalb würden die Partner der Katastrophenabwehr regelmäßig für Schulungen zu Ortsterminen eingeladen. Zu den Partnern gehören neben der Feuerwehr auch die Katastrophenschutzbehörden der Landkreise, die Polizei, das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr.

Schwesig zum Jubiläum: Landesregierung steht an der Seite der Feuerwehren

Schwerin – „Jeden Tag 24 Stunden, 7 Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr sind sie für uns da, die vielen tausend Feuerwehrleute in ganz Mecklenburg-Vorpommern, hauptberuflich und ehrenamtlich. Sie bewältigen Brände, Sturmschäden, retten bei Autounfällen. Dazu kommen Osterfeuer, Kinderfeste oder Gemeindeumzüge“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig beim Festabend anlässlich des 140-jährigen Bestehens des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern im Schweriner Schloss. Im Land gibt es sechs Berufsfeuerwehren und 939 Freiwillige Feuerwehren mit rund 700 hauptberuflichen Kameradinnen und Kameraden und mehr als 25.000 Ehrenamtlichen.

Wie unverzichtbar ihre Arbeit ist, „haben wir im vergangenen Jahr auf besondere Weise erlebt, wie zum Bespiel beim Waldbrand in Groß Laasch oder beim Brand auf dem Truppenübungsplatz in Lübtheen. Hunderte Brandschützer, das THW und die Bundeswehr waren im Einsatz. Die Belastung für alle Einsatzkräfte war sehr hoch. Trotzdem haben sie das Beste gegeben und die schwierige Lage gut bewältigt“.

Besonders wichtig für den sozialen Zusammenhalt sei die Kinder- und Jugendarbeit. Schwesig: „Dort finden die Kinder nicht nur Gemeinschaft und eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, sondern lernen frühzeitig Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.“

Vor allem das ehrenamtliche Engagement in den Freiwilligen Feuerwehren sei herausragend. „Alle, die sich dort engagieren, sind bereit, ihre freie Zeit für uns alle zu opfern, manchmal sogar ihre Gesundheit und ihr Leben einzusetzen, um anderen zu helfen. Und zwar nicht nur dann, wenn es passt, was für Familien nicht immer ganz einfach ist. Für all das kann ich nur Danke sagen.“

Die Ministerpräsidentin lobte die Arbeit des Landesfeuerwehrverbandes: „Der Verband ist ein zuverlässiger Interessenvertreter an der Seite seiner Mitglieder. Er kümmert sich um alle Fragen der Aus- und Fortbildung, der Nachwuchsgewinnung und Brandschutzerziehung und um Fragen rund um Technik und Ausrüstung.“

In diesem Zusammenhang betonte die Regierungschefin, dass die Förderung der Feuerwehren für die Landesregierung einen hohen Stellenwert habe. „Wir wollen die Kommunen bei ihrer Aufgabe unterstützen, die Wehren auch in Zukunft gut auszurüsten. Ich freue mich sehr, dass sich die Regierungsparteien im Koalitionsausschuss darüber geeinigt haben, in dieser Legislaturperiode aus Haushaltsüberschüssen zusätzlich 50 Millionen Euro für die Ausrüstung der Feuerwehren zur Verfügung zu stellen. Ich bin mir sicher: Damit sind wir auf einem guten Weg. Dahin, dass die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehren im Land und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Zukunft gesichert ist.“

15. Todestag von Mehmet Turgut

Terroristischer Extremismus ist zentrale Herausforderung der Sicherheitsbehörden

Schwerin – Anlässlich des heutigen 15. Todestages des vom NSU in Rostock ermordeten Mehmet Turgut macht das Innen- und Europaministerium auf die Gefahren rechtsextremer und rechtspopulistischer Ideen, die leider in vielen Ländern vertreten sind aufmerksam. Der terroristische Extremismus ist eine ständige Gefahr, mit denen sich die Sicherheitsorgane in allen europäischen Ländern befassen müssen. Rechtspopulistische Parteien haben sich zu einer festen Größe in Europa entwickelt. Häufig sind dabei die Übergänge zu radikalen rechtsextremistischen Einstellungen, die klar rassistisch sind und kämpferisch gegen das bestehende System vorgehen wollen, fließend.

Und auch in Deutschland müssen wir uns selbstverständlich weiterhin aktiv mit dem Rechtsextremismus auseinandersetzten. Trotz der schrecklichen Erfahrungen während des Nationalsozialismus haben wir ein rechtsextremes Potential, das gefährlich ist. Insbesondere die schrecklichen Taten des NSU haben uns die Gefährlichkeit dieser Szene vor Augen geführt. Mit der Aufdeckung der Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ im November 2011 wurde eine bis dahin für unmöglich gehaltene Verbrechensserie sichtbar. Einer der Morde wurde im Februar 2004 in Rostock an Mehmet Turgut, einem türkischen Mitbürger, verübt.

Klar ist: In den Sicherheitsbehörden in Deutschland wurden im Zusammenhang mit dem NSU-Komplex Fehler gemacht! Es hat Ermittlungspannen gegeben, gerade bei der Zusammenarbeit der Behörden untereinander. Diese Fehler wurden und werden weiterhin gründlich aufgearbeitet.

Das Innenministerium zeigt sich allerdings verwundert, dass die Partei DIE LINKE den heutigen Todestages von Mehmet Turgut nutzt, die Sicherheitsbehörden des Landes mit haltlosen Unterstellungen erneut leichtfertig zu diskreditieren und der Öffentlichkeit Glauben zumachen, die Landesregierung hätte die Aufklärung des NSU-Komplexes in der Vergangenheit behindert. Für eine politische Instrumentalisierung ist das Thema völlig ungeeignet. Die politischen Verantwortlichkeiten zu Zeiten der NSU-Verbrechensserie und seine langjährige Zugehörigkeit in der Parlamentarischen Kontrollkommission blendet der Landtagsabgeordnete der Linkspartei Peter Ritter offenbar völlig aus.

Die Landesregierung hat bisher stets sehr ausführlich über den jeweils aktuellen Kenntnisstand berichtet. Allein in der vergangenen Legislaturperiode stand der Innenminister den Abgeordneten in drei Landtagssitzungen Rede und Antwort zu diesem Thema. Mehrere Kleine Anfragen wurden beantwortet. Außerdem wurden dem Landtag drei Berichte über Reformschritte vorgelegt. Darüber hinaus wurde den Vorsitzenden der demokratischen Fraktionen Anfang 2013 ein Informationsbrief zum NSU zugeleitet. In diesem Info-Brief wurde dargestellt, ob und inwieweit auf der Grundlage der vorliegenden Ermittlungsergebnisse Bezüge des NSU und seines Umfeldes zu Personen und Organisationen im Land Mecklenburg-Vorpommern erkennbar waren und sind und welche Ermittlungen von Polizei und Verfassungsschutz bis dahin durchgeführt wurden. Ein weiterer Bericht zu den NSU-Ermittlungen wurde Anfang dieses Jahres vom Innenministerium veröffentlicht. Weiterhin sind an den parlamentarischen Untersuchungsausschüssen auf Landes- und Bundesebene auf der Basis von entsprechenden Beweisbeschlüssen verschiedene Stellungnahmen und Zuarbeiten erfolgt.

Seitens der Landesregierung wurde bereits alles getan, um aufzuklären, klarzustellen und zu informieren. Und die Landesregierung wird auch weiterhin den Untersuchungsausschuss des Landtages in seiner Arbeit unterstützen. Das sollte auch der Abgeordnete Peter Ritter endlich anerkennen.

Dahlemann: 50-Millionen-Paket für Feuerwehr ist Anerkennung

Ueckermünde – „Die Landesregierung steht an der Seite der Freiwilligen Feuerwehren. Deshalb haben wir in dieser Woche ein 50-Milllionen-Euro-Paket verabschiedet, um die Ausrüstung der Feuerwehren zu verbessern. Deshalb ist es gut, dass ein Teil des Überschusses, den wir im Landeshaushalt haben, endlich auch bei den Freiwilligen Feuerwehren ankommt. Jeder, der immer bereit ist, zu helfen und auch sein Leben in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen, hat auch das Recht auf gute sichere Ausrüstung“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann auf der Vollversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ueckermünde in der vorpommerschen Stadt am Stettiner Haff.

Dahlemann lobte die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Seebad: „Wie überall im Land leisten die rund 50 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner hier in Ueckermünde und Umgebung Großartiges und setzen ihr Motto „Retten, Bergen, Löschen, Schützen“ um. Rund 120 Einsätze und Übungen sind im vergangenen Jahr zu bilanzieren. Ob Wohnungsbrände, Ölspuren oder umgekippte Bäume auf der Straße – stets sind die Feuerwehrleute zur Stelle und retten, was zu retten ist. Die Menschen können sich auf ihre Einsatzbereitschaft verlassen.“

Aber nicht nur Rettungseinsätze würden ihre ehrenamtliche Arbeit ausmachen. Osterfeuer, Kinder- und Stadtfeste – „immer ist die Feuerwehr mit dabei und unterstützt und sorgt so für einen guten sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Herzlichen Dank dafür. Ich habe großen Respekt vor ihren Leistungen. Zu Recht genießen die Kameradinnen und Kameraden hohe Anerkennung bei Jung und Alt.“

Start für FOX-112

Innenminister Caffier: Landeseinheitliche Feuerwehrverwaltungssoftware entlastet Ehrenamtler und Verwaltung

Schwerin – Innenminister Lorenz Caffier hat heute den landesweiten Wirkbetrieb der einheitlichen onlinebasierten Feuerwehrverwaltungssoftware „Feuerwehr Online Extra 112“ (kurz „Fox-112“) gestartet. Sie ist speziell für Feuerwehren entwickelt und bietet eine Fülle von Funktionen für die Verwaltung einer Feuerwehr an. Außerdem unterstützt sie den Austausch von Datensätzen über das Internet und erleichtert die Erhebung gesicherter statistischer Daten. Diese sind z.B. wichtig für die Planung des Feuerwehrbedarfs im Land und in den Kommunen, von Einsätzen oder Lehrgängen.

„Wenn die Feuerwehr im Einsatz ist, nehmen das die Menschen sofort wahr. Was sie nicht wahrnehmen, ist die Einsatznachsorge, das Verwalten und Managen im Hintergrund, was auch zur Arbeit gerade der Führungs- und Fachkräfte gehört. Die Verwaltungssoftware vereinfacht vieles, weil sie nahezu alle Bereiche der Feuerwehrverwaltung abdeckt. Damit lassen sich z.B. Personal, Fahrzeuge, Geräte, Übungen und Ausbildungen bis hin zur Kleiderkammer dokumentieren und managen. Viel Papierkram fällt damit weg“, ist der Minister überzeugt.

„Von der Ortsfeuerwehr bis zum Landesfeuerwehrverband, Landkreise und Feuerwehrschule – sie alle profitieren davon. Das Alltagsgeschäft so zumutbar wie möglich zu gestalten, darum muss es gehen, wenn wir auf unsere vielen Ehrenamtler in den Freiwilligen Feuerwehren blicken. Der eigentliche Kern der Arbeit – der Einsatz – bleibt zwar hart, aber wir verbessern die Rahmenbedingungen dafür, dass sich die Feuerwehren im Land auf das konzentrieren können, wofür sie eigentlich da sind.“

Fox-112 ist ein eigenständiges, reines Online-Verwaltungsprogramm. Der Nutzer braucht keine Programmteile installieren und hält auch keine lokalen Daten vor. So können die Feuerwehren von jedem internetfähigen Gerät aus die Software bedienen und z.B. die Module der Personalverwaltung, der Geräteverwaltung oder die Einsatzberichte bearbeiten. Landesmodule für die Lehrgangsverwaltung, Antragsbearbeitung für die Brandschutzehrenzeichen und die Statistik kommen kurzfristig dazu. Dabei werden die notwendigen Daten, von denen die Verwaltungssoftware lebt, erst einmal hauptsächlich in den Feuerwehren erfasst. Den Rest übernimmt das System.

Welche Aufgabe auch erfüllt werden muss: Die notwendigen Daten stellt das System selbst an die Gemeinden, Ämter, Landkreise, kreisfreien Städte, die Landesverwaltung und so weiter zu. Von heute an müssen also keine Daten mehr händisch, einzeln übertragen werden. Das wird die Feuerwehren von unnötigen Bürokratieaufwand entlasten. Das System kombiniert auch eigenständig relevante Daten miteinander, zum Beispiel bei den Einsatzberichten. Hier greift die Software automatisch auf die Daten aus der Leitstelle und Geräteverwaltung zurück (welche Fahrzeuge wurden wann eingesetzt oder welches Gerät kam zum Einsatz.)

Innenminister Caffier dankte in seinem Grußwort ausdrücklich dem Geschäftsführer des Unternehmens PLANET IC GmbH Andreas Scher für die vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit gerade hinsichtlich des Sicherheitskonzeptes. Auch die datenschutz- und datensicherheitsrechtlichen Anforderungen haben zusätzliche Anstrengungen verlangt.

Die Software ist für die Nutzer kostenfrei. Die Finanzierung erfolgt über den Landeshaushalt aus der Feuerschutzsteuer. Veranschlagt sind jährlich knapp 60.000 Euro.

Neues Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Göhren-Lebbin

Göhren-Lebbin – Die Gemeinde Göhren-Lebbin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) will für ihre Freiwillige Feuerwehr ein neues Löschfahrzeuges (LF 20) beschaffen. Es soll einen nicht mehr einsatzfähigen W 50 mit Baujahr 1974 ersetzen. Neben dem Landkreis unterstützt auch das Innenministerium das Vorhaben. Minister Lorenz Caffier übergab dazu heute einen Bewilligungsbescheid über 121.000 EUR an den Bürgermeister Peter Becher. Bei dieser Gelegenheit bedankte er sich bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr.

„Die ehrenamtliche Arbeit, die Brandschützer leisten, kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Die freiwilligen Helfer investieren viel Zeit und Kraft in diese Arbeit, nicht nur bei ihren Einsätzen, sondern auch für die Ausbildung.“

Die Freiwillige Feuerwehr Göhren-Lebbin ist nicht nur im eigenen Gemeindegebiet, sondern auch überörtlich tätig. Sie übernimmt auch Aufgaben des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung im Amtsgebiet Malchow für die Nachbargemeinde Penkow. Als besondere Gefahrenschwerpunkte im eigenen Ausrückebereich sind über das übliche Maß hinaus die Bundessstraße B192, zahlreiche mittlere bis große touristische Ansiedlungen, wie Ferienanlagen und Hotels, sowie zwei große Seen zu nennen.

Polizeihauptrevier Wismar: Innenminister Caffier führt neue Leiterin in ihr Amt ein

Wismar – Polizeirätin Dörte Andersson ist neue Leiterin des Polizeihauptreviers Wismar. Im feierlichen Rahmen hat der Minister für Inneres und Europa M-V, Lorenz Caffier, sie heute in Wismar in ihr neues Amt eingeführt. Der bisherige Amtsinhaber Dr. Andreas Walus wechselte Ende vergangenen Jahres in das Polizeipräsidium Rostock.

„Mit Frau Andersson übernimmt ein weiteres Landeskind Verantwortung in unserer Landespolizei. Auch ihre Ausbildung hat sie hier im Land absolviert“, so der Minister. Sie ist hoch motiviert, kennt die Region und ihre Menschen und hat sich bewusst für den Dienst in ihrer Heimat entschieden. Hier ist ihr zu Hause, ihre Familien und Freunde – einfach alles, was wichtig ist im Leben.“

In Güstrow geboren und aufgewachsen, hat sie an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow die Ausbildung zum gehobenen Dienst abgeschlossen, später dann die Ausbildung zum höheren Dienst absolviert. Es folgten verschiedene Aufgaben in der Polizeiinspektion Güstrow und in Rostock. Danach war Frau Andersson selbst als Dozentin an der Fachhochschule tätig.

„Mit ihr bekommt das Polizeihauptrevier eine Leiterin, die positives Denken und Ernsthaftigkeit, Frische und gleichzeitig eine ausgesprochene Professionalität mit sich bringt. Vor allem aber ist sie sehr menschenzugewandt und will ein Team, das gemeinsam etwas schafft“, ist Minister Caffier überzeugt. Er wünschte ihr Gesundheit und viel Erfolg für das neue Amt.

Neues Löschfahrzeug für die Feuerwehr Loddin

Loddin – Das von der Freiwilligen Feuerwehr Loddin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) genutzte Löschfahrzeug mit Baujahr 1973 muss dringend ersetzt werden. Es weist altersbedingt erhebliche technische Mängel auf, die, wenn überhaupt, nur durch kostenintensive Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten behoben werden können. Für dieses Fahrzeug werden keine neuen Fahrzeugteile mehr hergestellt.

Für die Ersatzbeschaffung gibt es finanzielle Hilfe vom Land und vom Landkreis. Innenminister Lorenz Caffier übergab heute an den Bürgermeister des Seebades Loddin, Ulrich Hahn, einen Bewilligungsbescheid über rund 107.000 EUR.

„Da die Loddiner Feuerwehr nicht nur in der eigenen Gemeinde zum Einsatz kommt, sondern darüber hinaus auch in die Einsatzplanung des Amtes Usedom-Süd eingebunden ist, wird es höchste Zeit, dass die Feuerwehr neue Technik bekommt. Nur so kann sie ihre Aufgaben beim Brandschutz und bei der technischen Hilfeleistung erfüllen“, betonte der Minister.

Zu den Einsatzschwerpunkten gehören über das übliche Maß hinaus die Bundesstraße 111, eine Bahnlinie im Nahverkehr sowie viele Gebäude mit reetgedeckten Dächern. Hinzu kommen eine Kindertagesstätte, zwei Reha- Kliniken, zahlreiche Gaststätten und Hotels, ein Campingplatz, mehrere kulturhistorische Bauwerke sowie ein Gewerbegebiet.

Innenminister Caffier nahm seinen heutigen Besuch in Loddin auch zum Anlass, um den Brandschützern für ihre ehrenamtliche Arbeit zu danken. „Feuerwehren bekämpfen nicht nur Brände und leisten technische Hilfe, sie sind auch ein wichtiger Teil bei der Abwehr von Katastrophen und anderen Gefahren. Wer mit offenen Augen durchs Land fährt, der stellt fest, dass in diesem Bereich der öffentlichen Sicherheit viel geleistet wurde, es aber auch noch viel zu tun gibt.“ Der Minister verwies darauf, dass die Gewinnung ehrenamtlicher Mitglieder mittlerweile zum Hauptproblem der Wehren geworden sei. Sie leiden darunter, dass die jungen Leute oft nach der Schule oder Lehre ihren Heimatort verlassen. Viele Wehren bekommen Schwierigkeiten, ihre Mindestsollstärke zu halten, wenn der Nachwuchs seinen Lebensmittelpunkt weit entfernt von der heimatlichen Feuerwehr sucht.

Freiwillige Feuerwehr Peenemünde bekommt neues Löschfahrzeug

Insel Usedom – Mit der Umsetzung des regionalen Entwicklungskonzepts für Peenemünde aus dem Jahr 2012 steht auch die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde vor größeren Herausforderungen. Der im Konzept „Peenemünde 2020“ festgeschriebene Ausbau der Infrastruktur bedeutet für die ehrenamtlichen Brandschützer auch umfangreichere Aufgaben für den Schutz von Leben, Gesundheit sowie Hab und Gut von Einwohnern und Urlaubern. Deshalb will die Gemeinde das derzeitige Löschfahrzeug, einen W 50 und eines der letzten von der DDR gebauten Feuerwehrfahrzeuge, durch ein modernes Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20) ersetzen. Das Innenministerium unterstützt die Gemeinde dabei finanziell und stellt rund 149.000 Euro als Sonderbedarfszuweisung dafür zur Verfügung.

„Gerade Ende Januar konnte ich hier in Peenemünde einen Förderbescheid für die Sanierung des Trafoanbaus im Historisch-Technische Museum Peenemünde übergeben, heute geht es um die bessere Ausstattung der Feuerwehr Peenemünde“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Auch das ist ein Beleg dafür, dass die Landeregierung die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde im Blick hat und Projekte mit wirtschaftlichen und touristischen Perspektiven unterstützt.“

Besondere Gefahrenschwerpunkte im eigenen Ausrückebereich der Peenemünder Feuerwehr sind derzeit der Hafen, ein Energiepark, zahlreiche touristische Institutionen und Einrichtungen, eine Bahnlinie sowie ausgedehnte Kiefernwaldgebiete.

Neues Löschfahrzeug für die Zinnowitzer Feuerwehr

Insel Usedom – Die Freiwilligen Feuerwehr des Ostseebads Zinnowitz bekommt ein neues Löschfahrzeug (TLF 4000). Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern stellt dafür rund 133.000 Euro zur Verfügung, der Landkreis Vorpommern-Greifswald steuert 113.000 Euro bei. Mit der Neuanschaffung wird die Gemeinde ein altes Fahrzeug mit Baujahr 1982 ersetzen.

Innenminister Lorenz Caffier übergab heute an den Bürgermeister Peter Usemann einen Bewilligungsbescheid und dankte bei dieser Gelegenheit den Kameradinnen und Kameraden für ihr ehrenamtliches Engagement. „Anerkennung ist die wichtigste Währung, mit der Ehrenamt entgolten wird. Deshalb kann man es gar nicht oft genug hervorheben, was in den Feuerwehren wie hier in Zinnowitz geleistet wird.“

Die Freiwillige Feuerwehr ist in der Gemeinde mit ihrer touristische Infrastruktur, vier Tiefgaragen, einer Gastrasse, vielen hohen Gebäuden sowie die Bundesstraße B 111 sehr gefordert. In Teilen des Gemeindegebiets werden die Vorgaben zur Löschwasserbereitstellung nicht erreicht. Auch aus diesem Grund ist ein Tanklöschfahrzeug mit einem großen Wassertank unerlässlich.

Die Zinnowitzer Feuerwehr erfüllt darüber hinaus Aufgaben des überörtlichen Brandschutzes sowie der technischen Hilfeleistung im Amtsgebiet Usedom-Nord. Mit über ihren über 30 aktiven Kameradinnen und Kameraden ist sie personell gut aufgestellt und kann auch die Tageseinsatzbereitschaft sicher gewährleisten.

Neues Feuerwehrauto für die Gemeinde Zemitz

Zemitz – Innenminister Lorenz Caffier hat an die Bürgermeisterin der Gemeinde Zemitz im Landkreis Vorpommern-Greifswald, Susanne Darmann, einen Bewilligungsbescheid für ein neues Löschfahrzeug (TSF-W) in Höhe von 54.300 Euro übergeben. Die Neuanschaffung soll rund 163.000 EUR kosten, neben dem Land beteiligt sich auch der Landkreis mit 54.300 Euro an der Finanzierung. Das bisherige Fahrzeug stammt noch aus dem Jahr 1985.

Die Freiwillige Feuerwehr Zemitz ist nicht nur für die eigene Gemeinde da, sie nimmt auch Aufgaben im Amtsbereich „Am Peenestrom“.

Minister Caffier dankte bei seinem Besuch in Zemitz den Feuerwehrfrauen und –männern für ihre ehrenamtliche Arbeit. „Auch an den Wochenenden, wenn andere ihre Freizeit genießen, müssen Sie ausrücken, um anderen Menschen zu helfen. Dazu kommen Tage für die Ausbildung. Das wird von vielen Menschen oft nicht so wahrgenommen, deshalb nutze ich gern solche Gelegenheiten wie heute. Jeder könnte ganz schnell auf Hilfe von gut ausgebildeten Feuerwehrleuten angewiesen sein. Nicht zu unterschätzen ist auch die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren für das Dorfleben in unserem Land.“