Schneller Datenaustausch für den Ernstfall

Integrierte Leitstelle Westmecklenburg und die WEMAG-Netzleitstelle verstärken Katastrophenvorsorge

Schwerin – Die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg und die WEMAG-Netzleitstelle verstärken ihre Katastrophenvorsorge und arbeiten jetzt noch enger zusammen. Dafür hat in den vergangenen zwei Jahren eine Arbeitsgruppe die Schnittstellen der Datensysteme so angeglichen, dass wichtige Informationen schnell ausgetauscht werden können. Ziel ist es, in schwierigen Situationen, wie zum Beispiel bei einem Sturm oder einem flächendeckenden Stromausfall, gemeinsam noch schneller reagieren zu können.

„Die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg erhält automatisch aus der WEMAG-Netzleitstelle Daten über die vom Stromausfall betroffenen Anlagen. So wissen die Rettungskräfte, welche Ortschaften beispielsweise nach Stürmen spannungslos sind. Im Gegenzug erhalten wir bei Bränden an elektrischen Anlagen oder gemeldeten Schäden an Freileitungen von der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg alle Einsätze mit Koordinaten“, erklärte WEMAG-Vorstand Thomas Murche. „Da unser Netzgebiet nahezu identisch mit dem der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg ist, lag die Zusammenarbeit auf der Hand. So stärken wir gemeinsam die Region und geben der Gemeinschaft mehr Sicherheit“, ergänzte Thomas Murche.

„Im Störungs-, Katastrophen- oder Krisenfall ist es für unsere Rettungskräfte wichtig, schnell Informationen über abgeschaltete Anlagen zu haben. Schon allein vor dem Hintergrund, dass dann die Alarmierung der freiwilligen Feuerwehren und die Warnung der Bevölkerung eingeschränkt ist“, sagte Markus Holtz, stellvertretender Leiter der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg. Zu den Vorteilen des neuen Datenaustauschsystems gehöre es auch, dass bei größeren Stromausfällen beispielsweise Dialysepatienten gezielt evakuiert werden könnten. Außerdem habe die Feuerwehr etwas mehr Spielraum, da im Ernstfall die Telefonleitungen häufig überlastet sind.

„Es ist ein deutliches Signal, wenn zwei Institutionen der kritischen Infrastruktur enger zusammenarbeiten. Das stärkt zugleich das gegenseitige Verständnis und Vertrauen, was in schwierigen Situationen von entscheidender Bedeutung sein kann“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier bei der Vorstellung des Systems in der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg.

European Broadband Awards 2019

WEMACOM Breitband GmbH gehört zu den drei Finalisten in der Kategorie Servicequalität

Brüssel/Schwerin – Die Europäische Kommission vergibt auch in diesem Jahr die European Broadband Awards. Damit sollen herausragende öffentliche und private Projekte zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur und zur Bereitstellung von Hochgeschwindigkeits-Internet für die Bürger in Europa ausgezeichnet werden. Eine von der EU-Kommission nominierte Jury aus internationalen Experten hat die Projekte bewertet und ausgewählt. Die Gewinner werden bei der Preisverleihung am 2. Dezember 2019 ausgezeichnet und ihre Projekte auf den Breitbandtagen in Brüssel vorgestellt.

Die WEMACOM Breitband GmbH hatte nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag vom Landkreis Ludwigslust-Parchim für den aus Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln geförderten Breitbandausbau in 3 Clustern erhalten. Das Schweriner Unternehmen hat sich mit seinem ersten Breitbandprojekt für den Preis beworben und gehört zu den drei Finalisten in der Kategorie 5 „Quality and affordability of services“. In dieser Kategorie starten Projekte, die sich auf das Bereitstellen einer hohen Servicequalität für die Endkunden spezialisiert haben.

„Dass wir gleich mit unserem ersten Breitbandprojekt überhaupt zu den besten Unternehmen in ganz Europa zählen, macht mich sehr stolz. Das ist ein Verdienst aller Mitarbeiter sowie der beteiligten Unternehmen und Behörden“, sagte Volker Buck. Dabei hob er insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim hervor. „Wir haben hier gemeinsam in einer Geschwindigkeit und Professionalität Neuland beschritten, dass ich mich heute frage, wie wir das geschafft haben“, so der Geschäftsführer der WEMACOM Breitband GmbH.

„Ich finde es gut, dass wir unser Konzept eines zukunftsfähigen Gigabit-Netzes in unserem sehr ländlichen Landkreis mit dem regionalen Telekommunikationsunternehmen partnerschaftlich umsetzen können. Die Auszeichnung ist eine wunderbare Bestätigung für den von uns eingeschlagenen Weg“, gratuliert auch Stefan Sternberg, Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim.

Die WEMACOM Breitband GmbH und die WEMAG AG haben die Vertriebsaktivitäten im Landkreis Ludwigslust Parchim gemeinsam gestaltet. Dazu zählten Gemeindevertretersitzungen, rund circa 30 Einwohnerversammlungen in allen förderfähigen Gemeinden, Aushänge in den Schaukästen der Gemeinden, der Versand von Vertragsunterlagen und Erinnerungen per Post innerhalb der Planungs- und Bauphase, Bürgersprechstunden, Kundenservice, der Einsatz von Medienberatern vor Ort, Plakataktionen, Social-Media-Kampagnen und Anzeigen. Im Fokus stand und steht immer der enge Kundenkontakt.

Die Herausforderung des Projekts bestand im Glasfaserausbau in drei ländlich geprägten Ausbaugebieten des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Diese bildeten den Auftakt für den flächendeckenden Glasfaserausbau im Landkreis, der mit seiner Fläche von 4.750 km² der zweitgrößte Landkreis in Deutschland ist. In den drei Clustern wurden die Voraussetzungen geschaffen, rund 11.400 förderfähige Hausanschlüsse mit Glasfaser bis in die Wohnung (Fiber to the Home) versorgen zu können.

In nur 24 Monaten wurden bei 650 Kilometer Trassenbau circa 1.600 Kilometer Leerrohr und etwa 2.900 Kilometer Glasfaserleitung verbaut. Auf sechs Monate für Planung und Genehmigung folgten 18 Monate für den Bau. Die WEMACOM baut auch die weiteren 13 Cluster im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit entsprechenden 2.400 Kilometern Trasse für rund 30.000 förderfähige Glasfaser-Hausanschlüsse aus. Zusammen mit dem angrenzenden Landkreis Nordwestmecklenburg (rund 2.000 Kilometer Trassenbau und circa 40.000 Haushalte) errichtet die WEMACOM auf insgesamt 6.800 km² ein zusammenhängendes Glasfasernetz.

Entscheidung für die Zukunft

WEMAG und WEMACOM informieren Bresegarder zum geförderten Breitbandausbau

Bresegard – Im Rahmen der Einwohnerversammlung am Montag, den 25. November, haben Mitarbeiter der WEMAG und der WEMACOM Breitband GmbH etwa 60 Einwohner über den geförderten Breitbandausbau in der Gemeinde Bresegard bei Picher informiert. In seinem Vortrag erläuterte WEMAG-Geschäftskundenbetreuer Mario Möller den Bauablauf.

„Wer sich in der Planungsphase zwischen dem 1. März und dem 31. August 2020 für einen Hausanschluss sowie einen Internetvertrag mit mindestens 24 Monaten Laufzeit entscheidet, bekommt an seinem Haus kostenfrei den Glasfaseranschluss bis zu einer Länge von fünfzehn Metern bereitgestellt. Jeder weitere Meter kostet 50 Euro“, sagte Mario Möller und verwies darauf, dass alle Hauseigentümer den Auftrag für den Glasfaser-Hausanschluss unterschreiben müssen. Anschließend stellte der Geschäftskundenbetreuer die unterschiedlichen Tarife für Internet, Telefon und Fernsehen vor. Da WEMAG-Kunden einen Nachlass von 5 Euro auf die Tarife erhalten, können sich die Bresegarder freuen, die an das Fernwärmenetz der WEMAG Energiedienste GmbH angeschlossen sind.

Rüdiger Falk forderte die Grundstückseigentümer um genaue Prüfung der Unterlagen auf. „Wer auf seinem Grundstück ein zweites Haus hat, in dem ein Gewerbe untergebracht ist oder beispielsweise die Kinder wohnen, sollte umgehend beim Amt Hagenow-Land eine zweite postalische Adresse beantragen, damit auch dort ein Glasfaser-Hausanschluss gelegt werden kann“, so der Breitbandkoordinator des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Je schneller sich die Einwohner für den Anschluss an das schnelle Internet entscheiden, desto früher könne das Planungsbüro auch die Netzstruktur für Bresegard festlegen.

Die Bürgermeisterin ist eine Befürworterin des Glasfasernetzes. Sie möchte den Wohnort Bresegard attraktiver machen und den wachsenden Ansprüchen der Einwohner gerecht werden. „Auch für die Gewerbetreibenden ist das schnelle Internet ein essenzieller Standortfaktor“, sagte Dr. Marianne Röckseisen. Sie selbst spüre bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit, dass die Arbeit mit der derzeitigen Internetverbindung sehr lange dauert. Durch die Glasfaserversorgung verspricht sie sich eine wertvolle Zeitersparnis.

Der Breitbandausbau steht in der Gemeinde Bresegard noch am Anfang. Im Jahr 2023 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Der Glasfaser-Hausanschluss bedeutet zugleich eine Aufwertung der Immobilie – sei es beim Verkauf oder der Vererbung an die Kinder.

Die WEMACOM Breitband GmbH hat im September 2019 vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den Glasfaserausbau in 13 weiteren Projektgebieten erhalten und lädt jetzt in allen Gemeinden zu Einwohnerversammlungen ein. Die Planungsphasen enden in den jeweiligen Clustern zu verschiedenen Zeiten, die Fristen sind auf der WEMAG-Internetseite veröffentlicht. Während der rund 150 Einwohnerversammlungen beantworten die Mitarbeiter der WEMAG und der WEMACOM Breitband GmbH alle Fragen zum Bau der Glasfaserleitungen und den Tarifen für das schnelle Internet. Zehn Tage vor der Veranstaltung werden die förderfähigen Haushalte per Post eingeladen. Die bereits feststehenden Termine für die Einwohnerversammlungen können auf der Internetseite unter www.wemag.com/internet abgerufen werden.

,Slush‘ 2019

Christian Pegel: „Delegationsreise zur ,Slush‘ 2019 voller Erfolg“

Schwerin – Die Delegationsreise des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum Start-up-Festival „Slush“ in Helsinki stieß bei den mitgereisten Vertretern von Wirtschaft, Verwaltung und Politik auf großen Zuspruch. Auch Digitalisierungsminister Christian Pegel war von der Atmosphäre in der finnischen Hauptstadt begeistert.

„Den Input, den wir als Verwaltung ebenso wie die Start-Ups an diesen zwei Tagen erhielten, können wir nur über solche Reisen erreichen. Wir stehen mit dem digitalen M-V noch am Anfang eines Wegs. In Helsinki konnten wir mit Menschen aus der ganzen Welt darüber sprechen, wie sie eben diesen gegangen sind“, fasste der Minister zusammen. Er fügte hinzu: „Es geht nicht darum, andere Modelle zu kopieren. Aber die Inspirationen, die wir bei der Gründermesse bekommen haben, werden für unsere weiteren Aufgaben unbezahlbar sein.“

Organisiert von der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock sowie der Auslandshandelskammer Finnlands verbringt die Delegation aus M-V insgesamt vier Tage in Helsinki. Erster Programmpunkt nach der Ankunft war der Start-Up-Campus „Maria01“: Etwa 1.200 Menschen arbeiten dort für verschiedene Start-Ups.

„,Maria01‘ vermittelt uns eine Vorstellung davon, wie unsere künftigen Innovationszentren aussehen könnten. Räume sind das Eine. Am Ende sind es die Menschen, die die Räume mit Leben füllen. Wir werden versuchen, für unsere Talente ebenso wie für bereits etablierte Unternehmerinnen und Unternehmer genau diese Räume zu schaffen“, kündigte Christian Pegel an.

Kern der Reise war der Besuch des Start-Up-Festivals „Slush“. Gestern und heute kamen dort Gründerinnen und Gründer aus der ganzen Welt mit ihresgleichen sowie mit ebenfalls internationalen etablierten Unternehmen und Investoren zusammen. „Die Veranstaltung ist ein riesiges Matchmaking-Event. Die Teilnehmer vernetzen sich weit über ihre Landesgrenzen hinaus und knüpfen Kontakte, die vielleicht ihr ganzes Berufsleben lang halten werden. Es macht mich stolz, dass auch unsere Start-Ups auf großes internationales Interesse stoßen und Mecklenburg-Vorpommern als ein Ort der Innovation wahrgenommen wird“, so Pegel.

Mit der Delegation waren sieben Start-Ups aus M-V mit von der Partie. Professor Matthias Wißotzki von der Hochschule Wismar betreut seit einiger Zeit drei von ihnen und urteilt: „Für unsere Talente sind solche Erfahrungen Gold wert. Auf einer solchen Veranstaltung die eigene Vision vorzustellen – daran werden sich alle lange erinnern.“

Von den Vorbereitungen auf die Reise berichtet er: „Wir haben viel miteinander gearbeitet. Es ist immens wichtig, dass wir unsere Talente an die Hand nehmen und fördern. Hier können Hochschule, Verwaltung und digitales M-V gemeinsam unterstützen. Die Start-Ups werden mit ihren Ideen die Welt von morgen gestalten. Als Digitalisierungsbotschafter des Landes Mecklenburg-Vorpommern macht es mich froh und stolz, dass unsere Ideen auch international auf positive Resonanz stoßen.“

Die Veranstaltung „Slush“ zählt mit mehr als 25.000 Teilnehmern zu den größten Start-Up-Festivals der Welt. Mit der Delegation des Landes Mecklenburg-Vorpommern reisten 32 Teilnehmer an. Die Förderung des Landesministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung ermöglichte zum zweiten Mal nach 2018 Start-Ups aus dem Nordosten Deutschlands die Teilnahme. Nicht zum letzten Mal, wenn es nach Christian Pegel geht. Er sagte: „Ich freue mich darauf, unsere kreativen Talente auch weiterhin zu begleiten.“

Informationen zum geförderten Breitbandausbau

WEMAG und WEMACOM sind vor Ort/In jeder Gemeinde finden Infoveranstaltungen statt

Schwerin – Nachdem die WEMACOM Breitband GmbH im September 2019 vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den Glasfaserausbau in 13 weiteren Projektgebieten erhalten hat, beginnen jetzt die Einwohnerversammlungen. Premiere ist am 22. November in der Gemeinde Bülow.

„Die Planungsphasen enden in den jeweiligen Clustern zu verschiedenen Zeiten, die Fristen finden unsere Kunden auch auf der WEMAG-Internetseite veröffentlicht. Wer sich bis zum Ende der Planungsphase für einen Glasfaser-Hausanschluss in Kombination mit einem Internet- oder Telefonvertrag mit mindestens 24 Monaten Laufzeit entscheidet, bekommt an seinem Haus kostenfrei den Glasfaseranschluss bis zu einer Länge von fünfzehn Metern bereitgestellt“, kündigte WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann an.

Während der rund 150 Einwohnerversammlungen beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WEMAG und der WEMACOM Breitband GmbH alle Fragen zum Bau der Glasfaserleitungen und den Tarifen für das schnelle Internet. Die Informationsveranstaltungen zum geförderten Breitbandausbau sind in allen Gemeinden geplant. Zehn Tage vor der Veranstaltung werden die förderfähigen Haushalte per Post eingeladen. Die bereits feststehenden Termine für die Einwohnerversammlungen können auf der Internetseite unter www.wemag.com/internet abgerufen werden.

Für die Errichtung der Hausanschlüsse ist die WEMACOM zuständig – die Vermarktung der Internet- und Telefonprodukte übernimmt die WEMAG. Kunden können die Internetprodukte zum Beispiel über die WEMAG beziehen. Das kommunale Unternehmen bietet für Privat- und Gewerbekunden Internettarife mit Übertragungsraten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde, Telefonanschlüsse mit Flatrate ins deutsche Festnetz und Mobilfunknetz sowie Digital- und HD-Fernsehen an.

„Für alle Kunden, die einen der WEMAG-Surf-Tarife bestellen, verdoppeln wir ohne Aufpreis die Bandbreiten. Das gilt auch für Bestandskunden, die schon bei uns unter Vertrag sind. So sind unsere Kunden noch besser für die weiter zunehmenden Bandbreiten-Anforderungen durch immer mehr Geräte gerüstet, die zuhause gleichzeitig online sein werden“, ergänzte der WEMAG-Vertriebsleiter und verwies auf Smart Home und datenintensive Internetdienste für Filme und Serien.

In den etwa 110 Gemeinden, die im Rahmen des zweiten Förderaufrufs des Bundes von einer Förderung profitieren und in denen nun gebaut wird, können bis zu 30.000 förderfähige Glasfaser-Hausanschlüsse erstellt werden. Dies entspricht etwa zwei Dritteln der gesamten Haushalte. Dafür sollen insgesamt rund 2.400 Kilometer Trasse gebaut und 7.600 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2020 geplant.

Alle weiteren Informationen zu dem Veranstaltungsort und -zeit können auf der Internetseite unter www.wemag.com/internet oder auf der Einladungskarte entnommen werden.

1,66 Mio. Euro für digitale Lehre

Rostock – Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat sich bei einem Besuch an der Universität Rostock über den Stand der Umsetzung des Landesprogramms „Digitale Lehre“ informiert. Das landesweite Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) und die Universitätsbibliothek Rostock erhalten 1,66 Mio. Euro für die Entwicklung und Erprobung digitaler Lehr- und Lernkonzepte sowie Module mit dem Schwerpunkt Lehrerbildung. Das Förderprogramm „Digitale Lehre“ ist Teil der Digitalen Agenda der Landesregierung. Insgesamt stehen für die Hochschulen 8,8 Mio. Euro zur Verfügung.

„Digitalisierung spielt heute auch bei der Lehre eine wichtige Rolle“, betonte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Wir unterstützen die Hochschulen, damit sie ihre Konzepte umsetzen und herausfinden, welche Schritte den notwendigen Mehrwert bringen. Das Förderprogramm hat Anschubcharakter. Das Projekt von ZLB und Universitätsbibliothek ist ambitioniert. Es bietet die Chance, die Lehrerbildungsbibliothek weiterzuentwickeln und die Bestände einem noch größeren Kreis zugänglich zu machen. Ich freue mich sehr, dass die Lehrerbildung Vorreiter in der Umsetzung von digitalen Projekten sein will, von denen auch andere Studiengänge profitieren sollen“, sagte Martin.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen digitale Fachkonzepte, um die medienpädagogische Kompetenz von Lehrenden und Studierenden zu erhöhen. Das ZLB und die Universitätsbibliothek wollen einen virtuellen Campus aufbauen. Für die Einbindung digitaler Tools in die Lehre ist es zudem notwendig, die Nutzung freier Unterrichts- und Informationsmaterialien zu verbessern bzw. überhaupt zu ermöglichen. Dabei sollen bereits vorhandene Materialien für Studierende, Referendarinnen und Referendare sowie für Lehrkräfte, die an der Ausbildung von angehenden Lehrerinnen und Lehrern beteiligt sind, verfügbar gemacht werden. Eine Kooperation mit den beiden Juniorprofessuren für Medienpädagogik ist vorgesehen.

Landeseigene Funkmastengesellschaft

Schwerin – Digitalisierungsminister Christian Pegel begrüßt die Entscheidung des Landtags, beim Schließen der Lücken im Mobilfunknetz des Landes künftig auf den Aufbau einer landeseigenen Infrastrukturgesellschaft zu setzen.

„Nach der Ankündigung des Bundes, eine Mobilfunk-infrastrukturgesellschaft für den Bau von Mobilfunkmasten in unversorgten Regionen zu gründen, ist dies die wirtschaftlichste und effizienteste Möglichkeit, um Funklöcher im Nordosten zu bekämpfen“, sagte der Minister bei der heutigen Landtagssitzung.

Auf die Frage, warum nicht auf die Arbeit der Bundesgesellschaft gewartet werden könne, antwortete er: „Ich habe die Sorge, dass der Bund seine Arbeit nicht als Erstes im Nordosten aufnimmt, sondern eher später bei uns ankommt. Deshalb wollen wir auf eine Landesmastengesellschaft umswitchen.“ Ursprünglich hatte der Landtag die Landesregierung beauftragt, ein Programm mit einem Volumen von 50 Millionen Euro aufzulegen, über das Kommunen beim Aufstellen eigener Mobilfunkmasten unterstützt werden.

„Der Aufbau einer landeseigenen Gesellschaft bringt weitere Vorteile für den Bau der nötigen Funkmasten“, sagte Pegel und präzisierte: „Es sind sowohl Kosten- wie auch Zeiteinsparungen möglich, wenn aus einer Hand und nicht in jeder Kommune separat Funkmasten gebaut werden. Außerdem sind die anstehenden Verhandlungen mit den vier großen Mobilfunkanbietern – Telekom, Vodafone, Telefonica und 1&1 Drillisch – für eine Gesellschaft leichter als für die einzelnen Kommunen.“

Um den Status quo des Mobilfunkangebots in Mecklenburg-Vorpommern zu ermitteln, hatte das Energieministerium im Frühjahr ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dies kam zu dem Ergebnis, dass landesweit ca. 232 Funkmasten fehlten. Der Minister betonte, dass die unterversorgten Gebiete nicht nur im ländlichen Raum liegen: „Wenn Sie auf die Karte schauen, werden Sie unterversorgte Korridore finden, in denen auch größere Städte und Gemeinden liegen. Umgekehrt werden Sie auch kleine Dörfer finden, die gut an das Mobilfunknetz angeschlossen sind.“

Ziel sei es, mit der landeseigenen Infrastrukturgesellschaft möglichst zügig die fehlenden Funkmasten aufzustellen und damit langfristig auf einen flächendeckenden LTE-Standard zuzusteuern.

Christian Pegel wies auch darauf hin, dass die Gründung einer solchen Landesgesellschaft – ebenso wie das ursprünglich geplante Programm – aus wettbewerbsrechtlichen Gründen durch die EU genehmigt werden müsse. Deshalb werde es voraussichtlich zwei bis zweieinhalb Jahre dauern, „bis sichtbare Erfolge in der Fläche erkennbar werden dürften“.

Das Smartphone mit seinen vielseitigen Funktionen gehört heute zum Alltag des modernen Menschen. Unterwegs Mails checken oder telefonieren, die nächsten Termine planen, sich über Nachrichtenportale oder Social Media auf den neuesten Stand bringen, und das unabhängig von Ort und Tageszeit – mit den kleinen Taschencomputern ist das technisch kein Problem.

Bundesweit und auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es aber noch immer sogenannte „weiße Flecken“, in denen die Mobilfunkversorgung sowohl mit Sprach-, als auch mit datenbasierten Diensten nach Ansicht von Experten, der Politik und nicht zuletzt der Bevölkerung nicht den heutigen Kommunikationsbedürfnissen entspricht.

Der Landtag hatte das Digitalisierungsministerium deshalb im Frühjahr beauftragt, ein Förderprogramm zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung in Mecklenburg-Vorpommern aufzulegen. Dafür stellte er insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Öffentliche WLAN-Hotspots

Schwerin – Im dritten Aufruf zum EU-Programm „WiFi4EU“ konnten sich neun Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern durchsetzen: Rühn im Landkreis Rostock, Groß Krams, Morass und Warlitz im Landkreis Ludwigslust-Parchim, Dargun, Priepert und Wustrow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sowie Dassow im Landkreis Nordwestmecklenburg und Anklam im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Sie erhalten Fördermittel in Höhe von je 15.000 Euro. Mit dem Geld können die Kommunen kostenlose Internet-Hotspots im öffentlichen Raum installieren.

„Ich freue mich, dass sich auch beim dritten Förderaufruf Städte und Gemeinden aus Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich beteiligt haben. Mit öffentlich verfügbarem WLAN wird die Attraktivität gerade auch in innerstädtischen Hotspots und vor allem in beliebten Urlaubsregionen deutlich gesteigert“, sagt Landesdigitalisierungsminister Christian Pegel.

Wie bei den vorangegangenen Förderaufrufen war der Andrang der Kommunen EU-weit groß: Mehr als 11.000 Kommunen hatten sich im Rahmen des Förderaufrufs vom 19. bis 20. September 2019 beworben. 1.780 von ihnen haben einen Gutschein erhalten. Insgesamt standen 26,7 Millionen Euro zur Verfügung. Davon gingen 2,13 Millionen Euro an Kommunen in Deutschland.

Christian Pegel erklärt, was die neun geförderten Kommunen nun beachten müssen: „Die Kommunen müssen sicherstellen, dass das von der EU unterstützte WiFi-Netz binnen 18 Monaten installiert ist und funktioniert. Es gilt also auch weiterhin, schnell zu sein: Bei der Suche nach einem Unternehmen, dass die Installation im geforderten Zeitraum abwickeln kann und bei der Auswahl der Zentren des öffentlichen Lebens, an denen das Netzwerk installiert werden soll.“ Daneben fordert die EU, dass das frei verfügbare Netz gut sichtbar markiert wird.

Anschließend sind die Kommunen für Betrieb und Wartung des Netzwerks zuständig. „Die EU überwacht Funktion und Leistungsfähigkeit der geförderten „WiFi4EU“-Netze über drei Jahre. Sollte es Auffälligkeiten geben, wendet sie sich direkt an die Kommunen“, erklärt der Minister.

Allen, die bislang keinen Erfolg beim „WiFi4EU“-Programm hatten, rät der Christian Pegel: „Ein weiterer Förderaufruf ist im kommenden Jahr geplant. Registrieren Sie sich in der WiFi4EU-Community! So erhalten Sie auf direktem Wege weitere Informationen zum Programm.“

WiFi4EU ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, das von der Europäischen Kommission verwaltet wird. Ziel ist es, die Anbindung an schnelles Internet durch drahtlose Internetzugänge im öffentlichen Raum zu unterstützen. Mithilfe der Initiative sollen EU-weit in bis zu 8.000 Städten und Gemeinden, in denen bislang keine schnelle Internetversorgung vorhanden ist, sogenannte WLAN-Hotspots eingerichtet werden. Antragsberechtigt sind ausschließlich Kommunen.

Ein WiFi4EU-Gutschein weist nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ pro Kommune einen festen Betrag von 15.000 Euro aus. Mit dem Geld wird die Installation von WLAN-Geräten auf dem neuesten Stand der Technik in Zentren des gemeinschaftlichen Lebens wie öffentlichen Plätzen und Gebäuden unterstützt. Die Hotspots werden Teil des EU-weiten WiFi4EU-Netzes, bei dem sich jeder Nutzer nur einmal registrieren muss. Anschließend ist kostenlos und ohne weitere Anmeldung über alle geförderten Hotspots das Surfen im Internet möglich.

Glasfasertechnologie revolutioniert Unterricht

Mit doppelter Bandbreite der WEMAG macht das Lehren im Gymnasialen Schulzentrum in Stralendorf doppelt Spaß

Stralendorf – Torsten Neik lässt mit sicheren Bewegungen den interaktiven Stift über einen 75 Zoll großen Bildschirm gleiten. Dabei verändert er die Lage eines Dreiecks, dessen Eckpunkte durch einen Kreis verbunden sind. Nebenbei ruft der Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik über ein Symbol in der Seitenleiste Erläuterungen zur Eulerschen Gerade im Internet auf, die sofort in einem Fenster des riesigen Bildschirms erscheint. „Diese moderne Technologie ist in allen Fächern einsetzbar. Sie wird Tafel und Kreide bald ablösen“, ist sich der Oberstufenkoordinator des Gymnasialen Schulzentrums „Felix Stillfried“ in Stralendorf sicher. So kann er zum Beispiel auch handschriftlich Anmerkungen in das interaktive Tafelbild einfügen und es den Schülern per E-Mail senden.

Das Gymnasiale Schulzentrum mit seinen etwa 740 Schülern gehört zu den ersten Gebäuden im Amt Stralendorf, die an das schnelle Glasfasernetz der WEMACOM Breitband GmbH angeschlossen wurden. „Kaum eine andere Schule in der Region verfügt über diese zukunftsweisende Ausstattung, die erst mit der enormen Übertragungsgeschwindigkeit voll genutzt werden kann“, erklärt Maik Helterhoff, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Stralendorf, bei der Präsentation der neuen Technik. Da das Amt Träger der Schule ist, lag ihm der schnelle Anschluss besonders am Herzen. Vor einigen Wochen noch hatte die Schule einen 6-Megabit-Anschluss und deshalb im Rahmen des Breitbandausbaus eine 100-Megabit-Leitung bei der WEMAG bestellt. Da das Unternehmen gerade die Übertragungsgeschwindigkeit für alle Kunden verdoppelt hat, kann das Gymnasiale Schulzentrum in Stralendorf nun ein Datenvolumen von 200 Megabit pro Sekunde nutzen. „Damit sind wir sehr gut für die gegenwärtigen und künftigen Anforderungen aufgestellt. Außerdem wird die Kommunikation mit dem Schulamt jetzt deutlich erleichtert“, meint Schulleiter Arne Henke. Das Einrichten der neuen Technik hat Holger Seiffert, Fachdienstleiter Bau des Amtes Stralendorf, begleitet.

Oberstufenkoordinator Torsten Neik demonstriert anschaulich Schulleiter Arne Henke, WEMAG-Geschäftskundenbetreuer Mario Möller und Maik Helterhoff, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Stralendorf (v.l.n.r.), die Einsatzmöglichkeiten der neuen Technik. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Neun der großen interaktiven Bildschirme sowie über 20 weitere Smartboards gibt es bereits in der Schule. Insgesamt laufen in den Schulgebäuden etwa 150 Rechner. Weitere 14 Klassenräume sind im Erweiterungsbau geplant, in dem auch ein Computerkabinett eingerichtet werden soll. Außerdem gibt es schon Überlegungen, die Klassenräume auch mit WLAN auszustatten.

Im Rahmen der Präsentation überreichte WEMAG-Geschäftskundenbetreuer Mario Möller den Vertretern der Schule und des Amtes zur Erinnerung je ein Cartoon, die aus der Feder des regionalen Künstlers Roland Regge-Schulz, alias Mario Lars, stammen.

„Slush“ 2019

M-V mit Delegation zu Gründer-Event

Schwerin – Auch in diesem Jahr macht sich eine Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern auf den Weg nach Helsinki, um am Start-Up Festival „Slush“ teilzunehmen. Begleitet von Digitalisierungsminister Christian Pegel bietet sich insgesamt sieben Start-Ups die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee einem internationalen Publikum vorzustellen und Kontakte für ihr Unternehmen zu knüpfen.

„Mich freut ganz besonders, dass wir mit der IHK zu Rostock die letztjährige Reise wiederholen können. Das Erlebnis war für alle einmalig. Ich bin davon überzeugt, dass auch die in diesem Jahr teilnehmenden Gründerinnen und Gründer unglaublich viel Input für Ihre Unternehmungen mitnehmen werden“ so Pegel. Das Digitalisierungsministerium übernimmt anteilig die Kosten der Start-Ups für Flug, Hotel und „Slush“-Ticket.

Neben den jungen Unternehmerinnen und Unternehmern gehören mit dem Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock, Claus Ruhe Madsen, und dem Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg, auch erstmalig Vertreter der Verwaltung zur Reisegruppe. Für den Minister ein deutliches Zeichen für das digitale MV. „Schon auf unseren Reisen nach Estland ist allen Beteiligten klar geworden, dass wir auch über die Landes- und Bundesgrenzen hinaus schauen müssen. Skandinavien ist eine der Vorreiterregionen der Digitalisierung und so auch großes Vorbild für uns. Besonders stolz macht mich, dass neben Vertretern des Digitalisierungsministeriums auch die Kollegen aus der Verwaltung sowie Vertreter der Wirtschaft und der Politik die Reise mit uns antreten.“

Kürzlich fand im ganzen Land der erste Digitalisierungskongress der Landesregierung statt. Im Rahmen der NØRD wurden erstmals Digitalisierungsbotschafter des Landes Mecklenburg-Vorpommern ernannt, von denen zwei zur Delegation gehören. „Die Zusammensetzung der Gruppe spiegelt für mich zum einen wider, welchen Weg wir bisher im digitalen M-V gegangen sind. Sie zeigt zudem, was die Zukunft für uns bereithalten soll. Gestandene Unternehmerinnen und Unternehmer, Start-Ups, unsere Digitalisierungsbotschafter, Vertreter unserer Stabsstelle für Digitalisierung und Kümmerer der künftigen Innovationsräume dürfen wir in Helsinki begrüßen. Also genau die Menschen, die den Weg mit uns bisher gegangen sind und ihn auch weiter mit uns gehen werden“ so Pegel weiter. Insgesamt umfasst die Delegation 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Delegationsreise findet vom 20. bis zum 23. November statt und beinhaltet für die Start-Ups die Chance, ihre Visionen auf der „German Pitching Stage“ vorzustellen. Insgesamt werden 25.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt zur „Slush“ erwartet – unter ihnen zahlreiche Investoren. Um die Mitfahrenden optimal vorzubereiten, organisierte die IHK zu Rostock mit der Auslandshandelskammer Finnland am 13. Oktober eine Kick-Off Veranstaltung. Hier gab es verschiedene Coachings für die jungen Gründerinnen und Gründer. Beispielsweise ging es darum wie Investoren richtig angesprochen werden können oder was es bei den Pitches zu beachten gilt.

1. Landesdigitalkongress „NØRD“

Greifswald – Nach Tag eins mit mehr als 40 Rednern aus Mecklenburg-Vorpommern und dem baltischen Raum wurde heute der zweite Teil des 1. Digitalkongresses der Landesregierung mit Videobotschaften der Schirmherrin, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Digitalisierungsminister Christian Pegel via Livestream eröffnet.

„Die Digitalisierung mit sieben parallel stattfinden Fachkongressen zu beleuchten ist eine Leistung des digitalen M-V, die mich besonders stolz macht. Einen derartigen Input aus Impulsvorträgen, Workshops und Ausstellungen hat es in unserem Land noch nicht gegeben. Ich selbst konnte mir sechs Veranstaltungen vor Ort anschauen. Ich bin begeistert von der Resonanz und von der inhaltlichen Tiefe, die wir mit der ersten ,NØRD‘ erreichen konnten“, fasste Christian Pegel den zweiten Tag, das Herzstück des Kongresses, zusammen.

Die Themen reichten von „Digitaler Wandel in Forschung und Lehre“ über „Digitalisierung als Chance für den ländlichen Raum und Arbeitsplatz der Zukunft“ bis hin zu „Neue Technologien in Gesundheit(swirtschaft) und Pflege“. Für Christian Pegel ist es gerade die Bandbreite, die die NØRD ausmacht und von bisherigen Veranstaltungen abhebt.

„Unser Ansatz war es stets, alle in die digitale Transformation mitzunehmen. Prof. Henning Vöpel vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut sagte gestern bei der Eröffnungsgala, die Digitalisierung sei die größte gesamtgesellschaftliche Revolution seit der Industrialisierung. Deswegen wollen wir diesen Weg nicht nur mit den Unternehmen in unserem Land gehen, sondern mit allen Bürgerinnen und Bürgern. Auch und vor allem für sie haben wir die ,NØRD‘ gemacht.“ Mehr als 800 Besucher allein bei den Fachkongressen am zweiten Tag seien Beleg für die große Resonanz. Insgesamt dürften es an den zwei Tagen „NØRD 2019“ an die 2000 gewesen sein.

Im Anschluss an die Fachkongresse brachten Shuttlebusse die Kongressteilnehmer dann ins Medienhaus der Ostseezeitung in Rostock, wo am Abend (nach Redaktionsschluss) der Existenzgründerpreis verliehen wurde. In den Bussen führten Moderatorinnen und Moderatoren mit Hilfe der Feedback-App „Tweedback“ durch einen Fragenkatalog. Die Antworten hat Mareike Donath, Leiterin der Stabsstelle für Digitalisierung im Energieministerium, in Rostock live aufgenommen und mit Gästen diskutiert.

Überraschung beim „NØRD“-Auftakt

Greifswald – Die „NØRD 2019“ fand mit dem „Digital Baltic Start-Up Day“ einen internationalen Auftakt. In der Alten Mensa in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald haben der Greifswalder Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder und Mareike Donath, Leiterin der Stabsstelle für Digitalisierung, die Veranstaltung mit kurzen Grußworten in englischer Sprache eröffnet.

Digitalisierungsminister Christian Pegel zeigt sich beeindruckt von der Veranstaltung: „Der ,Digital Baltic Start-Up Day‘ spiegelt die Idee eines digital vernetzen Ostseeraumes perfekt wider. Ich freue mich sehr, dass wir Gäste aus Norwegen, Estland, Polen und aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen konnten. Die verschiedenen Pitches zeigen deutlich, was für ein Potenzial in M-V steckt.“

Mehr als 20 junge Gründerinnen und Gründer haben in der Pitching-Arena ihre Ideen und Visionen vorgestellt. „Obwohl ich sehr viel unterwegs bin und den jungen Start-Ups aus unserem Land immer wieder begegne, ist es jedes einzelne Mal erneut beeindruckend, was für Ideen hier entstehen“, sagte Christian Pegel.

Für eines der Start-Ups gab es an diesem Tag ein weiteres Highlight. Zunächst stellte Hartmann Schleifer die Idee seines Unternehmens „NautiTronix“ vor, bevor Minister Pegel das Wort ergriff und die Gelegenheit nutzte, dem jungen Unternehmen einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 47.750 Euro zu überreichen. Die Förderung gemäß der Richtlinie zur digitalen Transformation in Unternehmen (DigiTrans-Richtlinie) wird das Start-Up nutzen, um ein Informations- und Überwachungssystem für die Schifffahrt zu entwickeln.

„Jeder Antrag zur DigiTrans-Richtlinie und jeder überreichte Zuwendungsbescheid zeigen mir, dass wir mit ihr den Bedarf der Unternehmerinnen und Unternehmer treffen. Die Digitalisierung stellt viele Unternehmen im Land vor große Aufgaben. Hier wollen wir helfen und sie auf ihrem Weg unterstützend begleiten“, so Christian Pegel.

Durch die Veranstaltung führte mit Dr. Wolfgang Blank der Geschäftsführer der Witeno GmbH, die das künftige Innovationszentrum in der Alten Mensa Greifswald betreiben wird. „Als die Idee entstand, ein internationales Pitching-Event auf die Beine zu stellen, haben wir nicht mit einer solchen Resonanz gerechnet. Die Atmosphäre war einfach überragend. Wir begleiten junge Gründerinnen und Gründer schon lange. Der ,Digital Baltic Start-Up Day‘ ist einmal mehr Motivation, diesen Weg weiterzugehen und mit dem künftigen Innovationszentrum noch mehr zu fokussieren“, zeigt sich Dr. Blank mit der ersten offiziellen „NØRD“-Veranstaltung sehr zufrieden.

Insgesamt 250 Teilnehmer nahmen an diesem Event teil. „So einen Kongress auf die Beine zu stellen ist natürlich auch immer ein Wagnis. Daher freut es mich umso mehr, dass wir bei den Experten auf genauso viel Interesse zur Digitalisierung stoßen wie bei den Bürgerinnen und Bürgern. Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich mit dem Digitalkongress als ein Netzwerk, das gemeinsam Lösungen sucht. Das macht uns stolz und bestätigt uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Pegel.

Der erste Veranstaltungstag der „NØRD“ schließt heute Abend mit einer Gala im Theater Vorpommern und der Party „Let‘s get nørdy“ im Mensaclub, bevor es morgen, am 7. November, in sechs Städten und zwölf Standorten zu einzelnen Fachkongressen kommt.

Digitallotsen für ländliche Regionen

Neubrandenburg – „Digitalisierung ist Daseinsvorsorge und darf an den ländlichen Räumen nicht vorbeigehen! Digitale Anwendungen im ländlichen Raum sind längst keine Fiktion mehr und tragen dazu bei, Lebensqualität in den Dörfern zu sichern. Für alle Projekte, die wir auf den Weg bringen, brauchen wir immer auch einen ‚analogen Zwilling‘ zum Beispiel den Bürger-Dialog vor Ort, um vor allem älteren Menschen zu informieren und bei der Nutzung digitaler Anwendungen zu unterstützen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus anlässlich der Jahreskonferenz des Forums für ländliche Entwicklung und Demografie in Neubrandenburg.

Die Jahreskonferenz findet morgen (7.11.2019) ab 9.30 Uhr im Rahmen der Digitalisierungskonferenz Nørd 2019 der Landesregierung in der Crossmedia-Agentur 13 0, Gerstenstaße 2 in Neubrandenburg statt.

Backhaus betonte, dass es nicht nur darauf ankomme, die technischen Voraussetzung zu schaffen, um digitale Angebote landesweit nutzen zu können, sondern dass es ebenso Menschen braucht, die das Thema verstehen und digitale Kompetenzen weitervermitteln können. Das Amt Dömitz-Malliß erarbeite derzeit gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule Ludwigslust-Parchim modellhaft ein Bildungsangebot, bei dem alsbald kommunale Digitallotsen ausgebildet werden sollen.

„Gleichwohl müssen wir uns im Klaren darüber sein, dass Dörfer mit ihren beruflichen und kulturellen Möglichkeiten kaum zu den Zentren aufschließen können. Aber darum geht es auch nicht! Ziel muss sein, dass ländliche Regionen den digitalen Wandel nutzen, um ein eigenes Profil zu entwickeln. Mit ihren Vorteilen – gesunde Natur, mehr Platz, Freiräume und Ruhe – können sie zum Anziehungspunkt junger, kreativer Menschen werden, die in geteilten Büros, so genannten Coworking Spaces, getrennt oder gemeinsam an Projekten arbeiten. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den ersten Bundesländern, die die Ansiedlung von Coworking Spaces durch Förderung über die Richtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILERL M-V) unterstützen. „Damit wollen wir nicht nur Menschen auf dem Land halten, sondern auch Städter für das Leben und Arbeiten auf dem Land begeistern“, so Backhaus.

Abschließend verwies der Minister auf den Wettbewerb, Digitales Landleben M-V „Smart tau Hus“, der noch bis zum 25. November läuft. Dieser richtet sich an Gemeinden oder Gemeindeverbünde, die kreative Ideen haben, um die Versorgung ländlicher Räume mit Hilfe von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zu unterstützen und damit deren Zukunftsfähigkeit zu sichern. Im Rahmen des Wettbewerbs wird eine Modellregion ausgewählt, die ihre Idee gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) aus Kaiserslautern in die Praxis umsetzen darf. Dafür stellt das Land in den kommenden drei Jahren 100.000 Euro zur Verfügung.

Alte Tradition markiert neues Internet-Zeitalter

Lichterfest setzt Signal für Surfen mit Lichtgeschwindigkeit durch Glasfaser-Internet der WEMAG

Schwerin – In den Orten Burow und Gischow sowie den Gemeinden Kreien, Barkhagen, Passow, Gallin-Kuppentin, Gehlsbach und Kritzow sind weitere Privat- und Geschäftskunden der WEMAG an das WEMACOM-Glasfasernetz angeschlossen worden. Aus diesem Anlass wurden die Einwohner zu einem kleinen Lichterfest eingeladen.

Im Dorfgemeinschaftshaus Kreien haben Herr Alexander Leetz, der Bürgermeister der Gemeinde Kreien und Herr Michael Hillmann, WEMAG-Vertriebsleiter, symbolisch gemeinsam das Licht eingeschaltet. Mitmecklenburgischen Spezialitäten und guten Gesprächen wurde der Meilenstein an diesem Abend gefeiert. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim surfen insgesamt ca. 620 Kunden durch das Internet und ca. 2.600 Kunden durchlaufen gerade diesen Prozess.

„Das Glasfasernetz steht und unsere Kunden können endlich, auch superschnell durch das Internet surfen. Ab heute sind in unserer Region ländlicher Raum und Gigabit-Internet kein Widerspruch mehr“, so WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann.

Lichterfeste sind eine alte Tradition. Sie wurden im vergangenen Jahrhundert gefeiert, wenn Gemeinden erstmals an das Stromnetz angeschlossen wurden. So wichtig wie damals der Anschluss an das Stromnetz war, so wichtig ist heute der Zugang zum schnellen Internet. „Ich freue mich sehr darüber, dass auch unsere kleine Gemeinde an das moderne Glasfasernetz angeschlossen wird. Damit ist ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen“, sagte Alexander Leetz, Bürgermeister der Gemeinde Kreien.

„In den kommenden Wochen laden wir weiteren Gemeinden zu kleinen Lichterfesten ein, um diesen symbolischen Meilenstein mit unseren Kunden zu feiern und uns gleichzeitig für ihr Vertrauen in unser Unternehmen zu bedanken“, kündigt Michael Hillmann an.

Im November 2017 hat die WEMACOM Breitband GmbH vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den von Bund und Land geförderten Breitbandausbau in drei Gebieten erhalten. Die WEMACOM Breitband GmbH, die das Glasfasernetz betreibt, verfügt über Branchenkenntnis und langjährige Erfahrungen.

Mit einem Projekt dieser Größenordnung und Komplexität kann das Unternehmen Kunden gewinnen und sein Glasfasernetz ausbauen. Die hochmodernen Leitungen ermöglichen mit Bandbreiten von 100bis 1.000 Megabit pro Sekunde die Übertragung großer Datenmengen und bieten im Vergleich zu alten Kupferleitungen erhebliche Vorteile. Internetnutzer könnten nun bequem und ohne „Ladehemmung“ Mediatheken, Online-Shopping und Streaming-Dienste nutzen.

1. Landesdigitalkongress „NØRD“

2 Tage, 7 Orte, 14 Events, 120 Redner, 1400 Besucher

Greifswald – Morgen, am 6. November 2019, startet der erste Digitalisierungskongress der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, die „NØRD 2019“. Das landesweite Mega-Event beginnt mit drei Veranstaltungen in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und wird am 7. November an sieben Orten im ganzen Land fortgesetzt.

Greifswalds Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder und Mareike Donath, Leiterin der Stabsstelle für Digitalisierung im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, eröffnen morgen den „Digital Baltic Start-Up Day“ in der Alten Mensa in Greifswald. Dort treffen sich ab 8.30 Uhr 20 Start-Ups aus Deutschland und Estland, um einem internationalen Publikum aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung ihre Ideen und Geschäftsmodelle vorzustellen. Sie werden in verschiedenen Themenblöcken ihre Visionen „pitchen“ und von den Teilnehmern via Feedback-Tool live bewertet werden.

Am Abend laden die Landesregierung und das Theater Vorpommern in die Stadthalle zur feierlichen Eröffnungsgala der „NØRD“ – der „Night of Inspiration“. Digitalisierungsminister Christian Pegel wird dort den Kongress für die Ministerpräsidentin des Landes als Schirmherrin offiziell eröffnen. Der estnische Abgeordnete Kalle Palling wird einen Vortrag zum Thema “Estonia – Best practice for digital transformation of a country” (Die Digitalisierung eines ganzen Landes am Beispiel Estland) halten. Weitere Vorträge und Show-Acts runden das Programm ab. Zum Abschluss des ersten Tages wird unter dem Motto „Let´s get nørdy“ im Mensaclub Greifswald gefeiert.

Am Donnerstag, 7. November, werden dann landesweit an den sechs Standorten der künftigen Innovationszentren sowie auf Rügen zeitgleich Fachkongresse zur Digitalisierung stattfinden. In Schwerin, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Neubrandenburg und auf der Insel Rügen werden Experten aus ihrer Branche berichten, Impulse geben und mit den Teilnehmern Chancen und Risiken der digitalen Transformation in einer landesweiten Wertediskussion aufarbeiten.

Angelehnt an die Schwerpunkte der Hochschulen vor Ort stehen jeweils spezifische Themen im Fokus – vom digitalen Wandel in Forschung, Lehre und Gesundheitswirtschaft über Robotik bis hin zu künstlicher Intelligenz.

Insgesamt konnten für die NØRD mehr als 120 nationale und internationale Speaker gewonnen werden. So werden neben Landesministerinnen und Ministern, Staatssekretärinnen und Staatssekretären auch Professoren der hiesigen Hochschulen sowie Branchenexperten zu ihren Fachgebieten zu Wort kommen.

Im Anschluss an die Fachkongresse fahren die Teilnehmer von allen Orten mit einem Busshuttle zur „Night of Community“ in Rostock. Während dieser Fahrt wird in allen Bussen eine moderierte Wertediskussion geführt, die via der Feedback-App „Tweedback“ live ins OZ-Gebäude gesendet wird. Dort wird die Leiterin der Stabsstelle für Digitalisierung, Mareike Donath, mit Prof. Roland Rosenstock von der Universität Greifswald, Prof. Harald Kesberg von Kesberg Consulting und Steffen Hausmann von Fit Skipper die Beiträge aus den Bussen vor den eintreffenden Teilnehmern des Kongresses einordnen.