Start für FOX-112

Innenminister Caffier: Landeseinheitliche Feuerwehrverwaltungssoftware entlastet Ehrenamtler und Verwaltung

Schwerin – Innenminister Lorenz Caffier hat heute den landesweiten Wirkbetrieb der einheitlichen onlinebasierten Feuerwehrverwaltungssoftware „Feuerwehr Online Extra 112“ (kurz „Fox-112“) gestartet. Sie ist speziell für Feuerwehren entwickelt und bietet eine Fülle von Funktionen für die Verwaltung einer Feuerwehr an. Außerdem unterstützt sie den Austausch von Datensätzen über das Internet und erleichtert die Erhebung gesicherter statistischer Daten. Diese sind z.B. wichtig für die Planung des Feuerwehrbedarfs im Land und in den Kommunen, von Einsätzen oder Lehrgängen.

„Wenn die Feuerwehr im Einsatz ist, nehmen das die Menschen sofort wahr. Was sie nicht wahrnehmen, ist die Einsatznachsorge, das Verwalten und Managen im Hintergrund, was auch zur Arbeit gerade der Führungs- und Fachkräfte gehört. Die Verwaltungssoftware vereinfacht vieles, weil sie nahezu alle Bereiche der Feuerwehrverwaltung abdeckt. Damit lassen sich z.B. Personal, Fahrzeuge, Geräte, Übungen und Ausbildungen bis hin zur Kleiderkammer dokumentieren und managen. Viel Papierkram fällt damit weg“, ist der Minister überzeugt.

„Von der Ortsfeuerwehr bis zum Landesfeuerwehrverband, Landkreise und Feuerwehrschule – sie alle profitieren davon. Das Alltagsgeschäft so zumutbar wie möglich zu gestalten, darum muss es gehen, wenn wir auf unsere vielen Ehrenamtler in den Freiwilligen Feuerwehren blicken. Der eigentliche Kern der Arbeit – der Einsatz – bleibt zwar hart, aber wir verbessern die Rahmenbedingungen dafür, dass sich die Feuerwehren im Land auf das konzentrieren können, wofür sie eigentlich da sind.“

Fox-112 ist ein eigenständiges, reines Online-Verwaltungsprogramm. Der Nutzer braucht keine Programmteile installieren und hält auch keine lokalen Daten vor. So können die Feuerwehren von jedem internetfähigen Gerät aus die Software bedienen und z.B. die Module der Personalverwaltung, der Geräteverwaltung oder die Einsatzberichte bearbeiten. Landesmodule für die Lehrgangsverwaltung, Antragsbearbeitung für die Brandschutzehrenzeichen und die Statistik kommen kurzfristig dazu. Dabei werden die notwendigen Daten, von denen die Verwaltungssoftware lebt, erst einmal hauptsächlich in den Feuerwehren erfasst. Den Rest übernimmt das System.

Welche Aufgabe auch erfüllt werden muss: Die notwendigen Daten stellt das System selbst an die Gemeinden, Ämter, Landkreise, kreisfreien Städte, die Landesverwaltung und so weiter zu. Von heute an müssen also keine Daten mehr händisch, einzeln übertragen werden. Das wird die Feuerwehren von unnötigen Bürokratieaufwand entlasten. Das System kombiniert auch eigenständig relevante Daten miteinander, zum Beispiel bei den Einsatzberichten. Hier greift die Software automatisch auf die Daten aus der Leitstelle und Geräteverwaltung zurück (welche Fahrzeuge wurden wann eingesetzt oder welches Gerät kam zum Einsatz.)

Innenminister Caffier dankte in seinem Grußwort ausdrücklich dem Geschäftsführer des Unternehmens PLANET IC GmbH Andreas Scher für die vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit gerade hinsichtlich des Sicherheitskonzeptes. Auch die datenschutz- und datensicherheitsrechtlichen Anforderungen haben zusätzliche Anstrengungen verlangt.

Die Software ist für die Nutzer kostenfrei. Die Finanzierung erfolgt über den Landeshaushalt aus der Feuerschutzsteuer. Veranschlagt sind jährlich knapp 60.000 Euro.

Videoüberwachung auf dem Marienplatz Schwerin

Innenministerium wird gegen Untersagungsverfügung klagen

Schwerin – Nach Eingang der „Untersagungsverfügung“ des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern hat das Innenministerium die Anordnung rechtlich geprüft und ist nach wie vor der Auffassung, dass die Bildüberwachung des Marienplatzes zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger datenschutzrechtskonform ist. Aus diesem Grund wird das Innenministerium beim Verwaltungsgericht Schwerin Klage einreichen, die Klageschrift wird derzeit vorbereitet.

Nach der Rechtsauffassung des Ministeriums ist nach der Datenschutzgrundverordnung keine Ende zu Ende-Verschlüsselung vorgeschrieben. Eine Ende zu Ende-Verschlüsselung der Bildübertragung würde zu zeitlichen Verzögerungen der Bilder und erheblichen Qualitätsverlusten führen. Mit Blick auf die polizeilichen Aufgaben darf eine Verschlüsselung aber nicht zu Lasten der Qualität der ins Polizeihauptrevier übertragenen Bilder gehen, so dass das Bildmaterial für die polizeiliche Aufgabenerfüllung unbrauchbar wäre.

Es wird betont, dass alles Erforderliche getan wurde und wird, um einen Datenmissbrauch zu verhindern, ohne dass es zu Qualitätsverlusten kommt. Es ist schlichtweg falsch, wenn der Landesdatenschutzbeauftragte mit seinen wiederholten öffentlichen Äußerungen den Eindruck erweckt, die Datenübertragung sei nicht geschützt. Der Landesdatenschutzbeauftragte ist bis heute einen Nachweis schuldig geblieben, dass die von ihm aufgemachten Anforderungen an die Übertragungsstecke notwendig sind.

Mittlerweile gibt es 13 Beispiele, bei denen die Bildüberwachung die Arbeit der Schweriner Polizei bereits erheblich unterstützt hat.

Mit wenigen Klicks zum Lieblingsbuch

Ministerin Hesse: Digitale Angebote der öffentlichen Bibliotheken kommen gut an

Schwerin – Die landesweite Onleihe der öffentlichen Bibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern wird immer beliebter. Über 13.500 Nutzerinnen und Nutzer der Bibliotheken haben im vergangenen Jahr über die Onleihe elektronische Bücher, Hörbücher, Zeitungen und Zeitschriften auf ihre mobilen Geräte oder den PC heruntergeladen. Das geht aus der jüngsten Erhebung der Fachstelle der öffentlichen Bibliotheken in Rostock hervor. Die Nutzerzahlen stiegen 2018 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 17 Prozent.

„Die digitalen Angebote der öffentlichen Bibliotheken kommen bei immer mehr Menschen gut an“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Bibliotheken als Orte der Leseförderung und Lesekultur sind nach wie vor wichtig. Hier können Kinder, Jugendliche und Erwachsene stöbern und Bücher selbst aus dem Regal ziehen. Digitale Medien gehören heute aber selbstverständlich zum Angebot einer modernen Bibliothek dazu. Sie machen ein Leseangebot rund um die Uhr und tragen dazu bei, neue Zielgruppen zu erschließen. Ich denke hier an Berufspendlerinnen und Berufspendler oder an Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind“, erklärte Hesse.

2018 haben die rund 80.000 elektronischen Medien im Bestand der Onleihe über 470.000 Ausleihen erzielt. Das ist ein Plus von 19 Prozent. Am beliebtesten waren eBooks mit 73 Prozent der Ausleihen, gefolgt von Hörbüchern mit 18 Prozent und elektronischen Zeitschriften mit knapp neun Prozent aller Downloads. Krimis, Thriller und Unterhaltungsliteratur sind weiterhin die Ausleihhits, aber auch Zeitungen und Zeitschriften werden verstärkt nachgefragt.

Die landesweite Onleihe wurde 2015 gegründet und ist seitdem auf Erfolgskurs. Wer einen Bibliotheksausweis für eine der 34 Bibliotheken besitzt, die am Onleiheverbund beteiligt sind, kann derzeit aus knapp 50.000 verschiedenen Titeln wählen. Das Land hat die Onleihe im vergangenen Jahr mit 65.000 Euro unterstützt.

Bibliotheken im Landesverbund Onleihe Mecklenburg-Vorpommern:

Ahrenshoop, Altentreptow, Anklam, Bad Doberan, Barth, Bergen auf Rügen, Bützow, Demmin, Gadebusch, Graal-Müritz, Greifswald, Güstrow, Hagenow, Klütz, Kröpelin, Ludwigslust, Lübtheen, Malchow, Neubrandenburg, Neukloster, Neustrelitz, Parchim, Pasewalk, Rehna, Ribnitz-Damgarten, Rostock, Schwaan, Schwerin, Stralsund, Teterow, Wismar, Wolgast, Wustrow und Zingst

Bankmitarbeiterin vereitelt Überweisungsbetrug

Insel Rügen – Wie der Polizei in Bergen auf Rügen am Montagnachmittag, dem 04.02.2019, über die Internetwache der Landespolizei M-V angezeigt wurde, kam es offenbar zu einem Versuch eines sogenannten Überweisungsbetruges. Eine aufmerksame Mitarbeiterin einer Bankfiliale in Gingst bemerkte den augenscheinlich gefälschten Überweisungsträger und verständigte den angeblichen Auftraggeber eines eingetragenen Vereins in Mecklenburg-Vorpommern. Dadurch deckte die Frau den Betrugsversuch auf und verhinderte somit, dass ein Geldbetrag in fünfstelliger Höhe überwiesen wurde.

Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche, bei der die Täter mit denkbar einfacher Ausführung an das Geld ihrer Opfer gelangen. Die Betrüger benötigen lediglich die IBAN-Nummer des Kontos und den dazugehörigen Namen einer Privatperson, eines Unternehmens oder eines Vereins, welche sie als Auftraggeber auf dem Überweisungsträger eintragen. Anschließend wird die Unterschrift ihrer Opfer gefälscht und der Überweisungsträger bei der Bank eingeworfen, um die Geldüberweisung auf zumeist ausländische Konten zu veranlassen.

Dabei erlangen die Täter ihre benötigten Daten auf Homepages, Briefbögen oder von weggeworfenen Kontoauszügen ihrer Opfer. Auch fingierte Gewinnspiele oder falsche Bankmitarbeiter am Telefon zielen darauf ab, an private Daten zu gelangen. Die Polizei rät daher, den Zahlungsverkehr auf dem eigenen Konto regelmäßig in kurzen Abständen zu überprüfen, um Unregelmäßigkeiten schnellst möglich feststellen zu können. Nicht mehr benötigte Kontoauszüge sollten am besten geschreddert werden, bevor sie entsorgt werden. Bankdaten sollten stets vertraulich behandelt werden.

In diesem Fall fiel der Betrugsversuch durch die aufmerksame Mitarbeiterin der Bankfiliale auf. Ein Schaden wurde nicht verursacht. Dafür gilt der Frau der ausdrückliche Dank der Polizeiinspektion Stralsund.

M-V stellt Bundesratsantrag für flächendeckenden Mobilfunk

Schwerin – Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hat heute (5. Februar 2019) beschlossen, eine Bundesratsinitiative für die flächendeckende Mobilfunkversorgung der Bundesrepublik Deutschland zu starten. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wird diese am 15. Februar mit einer Rede in Berlin in den Bundesrat einbringen.

„Mit unserem Antrag wollen wir die Bundesregierung auffordern, dass System der Mobilfunkfrequenz-Vergaben so umzustellen, dass künftig nur noch diejenigen Mobilfunkfrequenzen bekommen, die eine flächendeckende, einhundertprozentige Mobilfunkversorgung in allen Regionen Deutschlands gewährleisten“, begründet Landesdigitalisierungsminister Christian Pegel. Das Land Mecklenburg-Vorpommern wolle mit seiner Bundesratsinitiative erreichen, dass dies bereits für die im Frühjahr 2019 geplante erste Versteigerung der sogenannten 5G-Frequenzen gilt. „Die bisherige Annahme der Bundespolitik, dass der Markt es schon richten werde, ist gescheitert – wir brauchen deshalb mehr Staat statt Markt in diesem Daseinsvorsorge-gleichen Bereich wie der Mobiltelefonie“, fordert Pegel.

Bisher will der Bund die Versorgungsauflagen bis Ende 2022 auf mindestens 98 Prozent der Haushalte in jedem Bundesland mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) erhöhen. „Der Haken dabei ist: Der Bund stellt mit seiner Auflage auf Haushalte, also Gebäude, ab – das macht in einem dünn besiedelten Flächenbundesland wie Mecklenburg-Vorpommern aber nur einen Teil der Gesamtfläche aus“, erläutert Pegel die Hauptkritik aus dem Nordosten. „Wir brauchen Versorgungsauflagen für den Mobilfunk, die auf Fläche, nicht nur auf Haushalte abstellen“, fordert der Landesinfrastrukturminister. Nur so könnten alle Menschen in Deutschland – unabhängig von ihrem Wohnort – von den Errungenschaften der Gigabit-Gesellschaft profitieren, beispielsweise von künftigen Anwendungen wie dem autonomen und vernetzten Fahren oder medizinischen Checks via Tele-Arztbesuchen.

Pegel sieht alle Flächenbundesländer gleichermaßen betroffen und setzt auf deren Unterstützung im Bundesrat: „In allen 13 Flächenbundesländern gibt es ländliche Regionen mit Funklöchern, die – auch nach Erfüllung der aktuellen Auflagen – über keine ausreichende Mobilfunkverbindung verfügen werden.“ Das mobile Telefonieren sei aber längst so etwas wie Daseinsvorsorge – gerade auch in den ländlichen Räumen. „Gute und stabile Mobilfunkverbindungen mit hohen Übertragungsraten sind maßgeblich für aktuelle und vor allem künftige Anwendungen der Gigabitgesellschaft. Deshalb kann das Ziel nur die hundertprozentige Mobilfunk-Flächenversorgung sein“, betont Christian Pegel und sagt weiter: „Wir wollen den Bund auffordern, alle gesetzlichen und finanziellen Aktivitäten, die dafür erforderlich sind, einzuleiten.“

Über die Initiative Mecklenburg-Vorpommerns soll der Bundesrat am 15. Februar 2019 abstimmen. Dann werde diese zwar zunächst dem zuständigen Ausschuss zugewiesen. Aber auf diesem Wege, so Pegel, könne sich die Länderkammer noch vor Beendigung der geplanten Versteigerung der hochleistungsfähigen 5G-Frequenzen deutlich gegenüber der Bundesregierung positionieren.

Illegale Hetze im Internet: EU-Verhaltenskodex zeigt Wirkung

Brüssel – IT-Unternehmen reagieren immer schneller auf rassistische und fremdenfeindliche Online-Hetze: die Unternehmen prüfen mittlerweile 89 Prozent der gemeldeten Inhalte innerhalb von 24 Stunden und entfernen 72 Prozent der Inhalte, die als illegale Hetze betrachtet werden. Das zeigt die vierte Bewertung des EU-Verhaltenskodexes, den die EU-Kommission heute (Montag) in Brüssel vorgestellt hat. Als der Kodex im Jahr 2016 eingeführt wurde, lagen diese Werte noch bei 40 bzw. 28 Prozent. Allerdings zeigt der Bericht, dass die IT-Unternehmen noch ihre Rückmeldungen an die Nutzer verbessern müssen.

Im Laufe des Jahres 2018 haben mit Google+, Instagram, Snapchat und Dailymotion vier weitere Unternehmen beschlossen, dem Kodex beizutreten. Heute hat auch die französische Spieleplattform „jeuxvideo.com“ ihre Teilnahme angekündigt. Im Mai 2016 hatten sich Facebook, Twitter, YouTube und Microsoft mit einem Verhaltenskodex dazu verpflichtet, die Verbreitung illegaler Online-Inhalte in Europa zu bekämpfen.

Andrus Ansip, der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, sagte hierzu: „Die heutige Bewertung zeigt, dass die Zusammenarbeit mit den Unternehmen und der Zivilgesellschaft Ergebnisse zeitigt. Die Unternehmen prüfen mittlerweile 89 Prozent der gemeldeten Inhalte innerhalb von 24 Stunden und werden unverzüglich tätig, um sie bei Bedarf zu entfernen. Diese Quote ist mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2016. Vor allem aber funktioniert der Kodex, weil er die Freiheit der Meinungsäußerung achtet. Das Internet ist ein Ort, den Menschen aufsuchen, um mit einem einzigen Klick Ansichten zu teilen und Informationen zu finden. Niemand sollte sich wegen illegaler Hetze im Internet unsicher oder bedroht fühlen.“

Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, fügte an: „Illegale Hetze im Internet ist nicht nur eine Straftat, sie stellt auch eine Bedrohung der freien Meinungsäußerung und der demokratischen Gesellschaft dar. Ich habe im Mai 2016 den Verhaltenskodex zur Bekämpfung von Online-Hetze auf den Weg gebracht, weil wir dringend etwas gegen dieses Phänomen tun mussten. Zweieinhalb Jahre später können wir sagen, dass wir den richtigen Ansatz gefunden und europaweit einen Standard für die Lösung dieses ernsten Problems gesetzt haben, ohne Abstriche am Schutz der Meinungsfreiheit zu machen. ”

Der Verhaltenskodex hat seit seiner Annahme im Jahr 2016 zu kontinuierlichen Fortschritten geführt; die jüngste Bewertung bestätigt, dass die IT-Unternehmen umgehend auf rassistische und fremdenfeindliche Hetze reagieren. Allerdings müssen sie noch die Rückmeldung an die Nutzer, die Inhalte melden, verbessern und für mehr Transparenz hinsichtlich der Mitteilungen und der Entfernung von Inhalten sorgen.

Die Unternehmen entfernen illegale Inhalte immer schneller, schießen dabei aber nicht über das Ziel hinaus: Am Anteil der entfernten Inhalte lässt sich ablesen, dass sie das Recht auf freie Meinungsäußerung weiterhin respektieren. Zudem sind dank des Kodex Partnerschaften zwischen Organisationen der Zivilgesellschaft, nationalen Behörden und IT-Plattformen entstanden, die sich Sensibilisierung und Aufklärung zum Ziel gesetzt haben.

Polizei warnt vor dem sogenannten Cyber-Grooming

WhatsApp-Nachrichten mit kinderpornografischen Inhalten im Umlauf

Neubrandenburg – Die Polizei möchte hiermit ausdrücklich vor einem vermehrten Aufkommen des sogenannten Cyber-Groomings warnen. Dabei wird insbesondere zu Kindern in sozialen Netzwerken zunächst ein Vertrauensverhältnis (das Grooming = vorbereiten) aufgebaut, welches schließlich dazu genutzt wird, an Aufnahmen mit teilweise kinderpornographischen Inhalten zu gelangen.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg sind in den vergangenen Tagen vermehrt WhatsApp-Nachrichten mit sexuellem Hintergrund an Kinder verschickt worden. Nach unserem bisherigen Kenntnisstand sind die Betroffenen allesamt Mädchen im Alter zwischen zehn und elf Jahren. Sie wurden von unbekannten Tatverdächtigen, die sich teils als angeblich weibliche, 18 Jahre alte Person ausgaben, aufgefordert, Nacktbilder und Videos von sich zu verschicken.

Wir appellieren in diesem Zusammenhang eindringlich an die Eltern und andere Familienangehörige: Sprechen Sie mit Kindern über diese Masche. Machen Sie Kindern und Jugendlichen klar, dass sie niemals auf solche Nachrichten reagieren und sich nicht unter Druck setzen lassen sollten. Erklären Sie Ihren Kindern, wie rasend schnell sich Bilder in Netzwerken verbreiten. Ihre Kinder sollten niemals (Nackt-)Bilder von sich selbst oder Freunden machen und diese womöglich noch verschicken – auch nicht an ihnen bekannte Personen. Oft sind sich Kinder der Tragweite ihres Handelns gar nicht bewusst.

Reden Sie mit Kindern auch über eine mögliche Beeinflussung durch die Zugehörigkeit zu „WhatsApp-Freundesgruppen“. Hierbei besteht die Gefahr, dass ein „realer“ Freund auf die Aufforderungen eingeht und seine „Gruppe“ auffordert, ebenfalls „mitzumachen“.

Wer eine wie oben beschriebene Aufforderung auf dem Handy bekommen hat, braucht keine Scham zu haben. Im Gegenteil: Betroffene sollten sich unbedingt an die Eltern oder andere erwachsene Vertrauenspersonen wenden und diese über entsprechende Nachrichten informieren.

Nacktbilder von Kindern zu fordern ist strafbar! Einschlägig dazu ist der § 176 (4) StGB – Sexueller Missbrauch von Kindern. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!

Helfen Sie Ihren Kindern, indem Sie die richtigen Einstellungen bei WhatsApp vornehmen. Verbergen Sie die Profilinformationen für unbestätigte Nutzer. Sollte Ihnen ein Profil nicht geheuer erscheinen, blockieren Sie es! Sie können Nutzer auch melden. Tippen Sie dazu auf den Nutzer-Namen, scrollen Sie ganz hinunter und gehen Sie auf „Kontakt melden“. Nähere Informationen und Tipps gibt es unter www.klicksafe.de

Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, dass der Nachrichtendienst WhatsApp selbst im Zuge der neuen EU-Datenschutzverordnung das Mindestalter für seine Nutzer auf 16 Jahre angehoben hat.

Digitales Innovationszentrum entsteht im alten Holzhafen Wismar

Wismar – In der Hansestadt Wismar soll eines der landesweit sechs digitalen Innovationszentren entstehen. Dafür soll die Hansestadt vom Wirtschaftsministerium Unterstützung in Höhe von 1,38 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” erhalten. Eine entsprechende Zusicherung übergab Landesdigitalisierungsminister Christian Pegel an Wismars Bürgermeister Thomas Beyer. Außerdem wurde beim Termin ein Bewirtschaftungsvertrag über die Nutzung eines Speichers im alten Holzhafen als Sitz des Zentrums unterzeichnet.

Um für Gründer sowie Start-ups beste Voraussetzungen für die Umsetzung ihrer digitalen Geschäftsideen zu schaffen, soll eine Etage des Speichers auf einer Fläche von ca. 400 Quadratmetern saniert und umgerüstet werden. Die Forschungs-GmbH, ein Unternehmen der Hochschule Wismar, wird das Zentrum betreiben. Deshalb wird der Bewirtschaftungsvertrag zwischen Hochschule und Hansestadt unterschrieben.

Die Sanierungsarbeiten sollen im Februar 2019 beginnen. Das digitale Innovationszentrum der Hansestadt Wismar soll die Räumlichkeiten im zweiten Halbjahr 2020 beziehen.

Die Landesregierung hat im Frühjahr 2018 mit der Digitalen Agenda den Bau von sechs Innovationszentren vorrangig an Hochschulstandorten in Mecklenburg-Vorpommern beschlossen. In diesen Zentren sollen Gründerinnen und Gründer sowie Startups mit digitalen Geschäftsideen beste Bedingungen vorfinden, um ihre Ideen umzusetzen. Zugleich sollen die Zentren Raum für den Austausch zwischen der Gründer- und Startup-Szene und etablierten Unternehmen schaffen.

Schulen stellen sich auf Digitalisierung ein

Ministerin Hesse: Regionalkonferenzen sind ein wichtiges Forum, um sich auszutauschen

Schwerin – Das Bildungsministerium hat seine Regionalkonferenzen zur Digitalisierung in der Schule mit einer Veranstaltung im Schulamtsbereich Schwerin fortgesetzt. Am Vormittag sind rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Aula des Goethe-Gymnasiums zusammengekommen, um sich über die anstehenden Aufgaben bei der Digitalisierung im Schulbereich auszutauschen. Am Mittwoch, 23. Januar 2019, ist eine weitere Regionalkonferenz für freie Schulen in Schwerin vorgesehen, am Donnerstag, 24. Januar 2019, findet ein Treffen in Neubrandenburg statt.

„Der DigitalPakt soll dazu beitragen, dass unsere Schulen ihre technische Ausstattung verbessern können“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wir nutzen die Zeit, in der darüber verhandelt wird, wie die Bundesmittel an die Länder fließen, und bereiten uns weiter auf die Umsetzung vor. Die Vermittlung von digitalen Kompetenzen kann nur gelingen, wenn Schulen, Schulträger, kommunale IT-Dienstleister und Schulbehörden zusammenarbeiten. Die Regionalkonferenzen sind ein wichtiges Forum, um sich auszutauschen und offene Fragen zu klären. Ich freue mich, dass mit 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Güstrow und mit rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Greifswald die ersten beiden Regionalkonferenzen auf großes Interesse gestoßen sind“, so Hesse.

Die Schulen entwickeln sogenannte Medienbildungskonzepte, die die Ziele der Schul- und Unterrichtsentwicklung für eine Bildung in der digitalen Welt beschreiben und die Umsetzung in einer Schule festlegen. Medienbildungskonzepte sollen Teil des Schulprogramms sein. Schulträger hingegen stellen Medienentwicklungspläne auf, die über die technische Ausstattung, die Finanzierung und die Fortbildungen für eine technische Einweisung Auskunft geben. Medienbildungskonzepte und Medienentwicklungspläne sind die Voraussetzung, damit Schulen und Schulträger Fördermittel aus dem DigitalPakt Schule erhalten können.

Christian Pegel appelliert: Machen Sie Ihre Passwörter sicher!

Schwerin – Gehäuft werden im Internet persönliche Daten von Nutzern des World Wide Web angeboten, so jüngst eine Sammlung von E-Mail-Adressen und geknackten Passwörtern zu 773 Millionen Online-Konten. Mecklenburgs-Vorpommerns Digitalisierungsminister Christian Pegel weist aus diesem Anlass darauf hin, dass jeder Einzelne viel dafür tun kann, seine Daten vor Hackern zu schützen. „Sichern Sie Ihre Daten mit einem sicheren Passwort“, appelliert der Minister.

Welche Anforderungen ein solches Passwort erfüllen sollte, haben die Internet-Experten des Steinbeis-Transferzentrum für Projektierung und Evaluierung von Netzwerken an der Hochschule Stralsund im Auftrag der Landesregierung zusammengestellt. Sie finden sich neben vielen anderen Tipps und Tricks auf der Webseite www.it-sicherheit-mv.de unter dem Menüpunkt „Passwörter“.

„Es gibt auch die Möglichkeit zu prüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse schon mal gehackt wurde. Dazu werden Ihre Daten online abgeglichen mit den Angaben zu gehackten Daten, die öffentlich bekannt wurden“, sagt Christian Pegel. Eine Möglichkeit bietet das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut mit diesem Check. Speziell für den jüngst bekannt gewordenen Datenklau von Mail-Adressen und Passwörtern bietet auch der Hunts Dienst HIBP diese Möglichkeit kostenlos an.

„Sollte Ihre Adresse als gehackt gemeldet werden, sollten Sie umgehend Ihr Passwort ändern und dabei die Hinweise der Experten unbedingt berücksichtigen“, rät Christian Pegel und fügt hinzu: „Das Schloss zu Ihren Daten ist Ihr Passwort. Und so wie bei Ihrer Wohnungstür sollten Sie darauf achten, dass dieses Schloss möglichst schwierig zu knacken ist.“

Regionalkonferenzen zur Digitalisierung in der Schule gestartet

Staatssekretär Freiberg: Wir klären, wer welche Aufgaben zu bewältigen hat

Greifswald – Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, öffentlichen Schulträgern, kommunalen IT-Dienstleistern und der Schulaufsicht treffen sich am Nachmittag im Schulamtsbereich Greifswald bei der zweiten Regionalkonferenz zur Digitalisierung. Gestern hatten sich bereits 220 Vertreterinnen und Vertreter bei der ersten Regionalkonferenz im Schulamtsbereich Rostock in Güstrow über die anstehenden Aufgaben bei der Digitalisierung in der Schule ausgetauscht. In der kommenden Woche wird es weitere Regionalkonferenzen in Schwerin und Neubrandenburg geben. Außerdem ist eine eigene Regionalkonferenz mit den Trägern freier Schulen geplant.

„Digitalisierung verändert die gesamte Gesellschaft von Grund auf. Damit kommen auch viele Neuerungen auf unsere Schulen zu, aber die Digitalisierung eröffnet auch große Chancen“, betonte Bildungsstaatssekretär Steffen Freiberg. „Verständlicherweise gibt es viele Fragen, wenn etwas neu ist. Bei den Regionalkonferenzen kommen wir darüber ins Gespräch und tauschen uns mit Schulen und Schulträgern aus. Die Vermittlung von digitalen Kompetenzen an die Schülerinnen und Schüler kann nur gelingen, wenn alle Seiten partnerschaftlich zusammenarbeiten. Bei den Regionalkonferenzen sprechen wir auch darüber, wer welche Aufgaben zu bewältigen hat. Insofern freue ich mich über das große Interesse“, sagte Freiberg.

Die Schulen entwickeln sogenannte Medienbildungskonzepte, die die Ziele der Schul- und Unterrichtsentwicklung für eine Bildung in der digitalen Welt beschreiben und die Umsetzung in einer Schule festlegen. Medienbildungskonzepte sollen Teil des Schulprogramms sein. Schulträger hingegen stellen Medienentwicklungspläne auf, die über die technische Ausstattung, die Finanzierung und die Fortbildungen für eine technische Einweisung Auskunft geben. Medienbildungskonzepte und Medienentwicklungspläne sind die Voraussetzung, damit Schulen und Schulträger Fördermittel aus dem DigitalPakt Schule erhalten können.

„Der DigitalPakt soll dazu beitragen, die technische Infrastruktur der Schulen zu verbessern. Wir wollen die Zeit nutzen, in der darüber verhandelt wird, wie die Bundesmittel an die Länder fließen. Wir bereiten uns weiter auf die Umsetzung des DigitalPaktes vor“, so Staatssekretär Freiberg. „Grundlage für die Digitalisierung in der Schule ist die Strategie ‚Bildung in der digitalen Welt‛, auf die sich die Kultusministerkonferenz verständigt hat. Danach sollen Mädchen und Jungen, die in diesem Schuljahr eingeschult wurden oder in die Sekundarstufe I eingetreten sind, in ihrer Schullaufbahn eine umfassende Medienbildung erhalten. Damit dies erreicht werden kann, haben wir zu Beginn des Schuljahres den fächerübergreifenden Rahmenplan ‚Digitale Kompetenzen‛ in Kraft gesetzt“, erläuterte Freiberg.

„FIFA 19“ war Europas Games-Bestseller 2018

Im Weltmeisterschaftsjahr 2018 war König Fußball auch bei den Videospielen das Maß der Dinge. Wie eine plattformübergreifende Auswertung von GfK Entertainment für 15 Länder zeigt, verkaufte sich europaweit kein Titel häufiger als die Ballsportsimulation „FIFA 19“ (Publisher: Electronic Arts). Obwohl erst seit Herbst im Einsatz, sprinteten Cristiano Ronaldo & Co. an der versammelten Konkurrenz vorbei und wiederholten ihren Erfolg aus dem Vorjahr: Bereits 2017 hatten sich der Vorgänger „FIFA 18“ durchgesetzt.

Zweiterfolgreichstes Videospiel der vergangenen Monate war das Western-Abenteuer „Red Dead Redemption 2“ aus dem Hause Take 2. Für den Ego-Shooter „Call of Duty: Black Ops 4“ (Publisher: Activision) springt die Bronzemedaille heraus.

Basis der europäischen Games-Charts 2018 sind die Daten aus folgenden Ländern: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweiz, Schweden und Spanien.

Ein separater Blick auf die offiziellen deutschen Games-Jahrescharts belegt, dass sich die Vorlieben von Plattform zu Plattform durchaus unterscheiden. Während „FIFA 19“ auf PS4 (Platz eins), Xbox One (Rang zwei hinter „Red Dead Redemption 2“) und PS3 (Rang zwei hinter „FIFA 18“) überzeugt, räumt Dauerbrenner „Die Sims 4“ im PC-Ranking ab. Nintendo-Fans entschieden sich mehrheitlich für „Mario Kart 8 Deluxe“ (Switch), „Pokémon Ultrasonne“ (3DS) und „Minecraft“ (Wii U), das auch auf Xbox 360 gewinnt.

Voraussetzung für den DigitalPakt: Schulen entwickeln Medienbildungskonzepte

Ministerin Hesse: Wir legen die Hände nicht in den Schoß, sondern bereiten uns weiter vor

Schwerin – Mit Medienbildungskonzepten stellen sich die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern für die Umsetzung der Digitalisierung neu auf. Das Medienbildungskonzept soll Bestandteil des Schulprogramms sein, das die Ziele der Schul- und Unterrichtsentwicklung für eine Bildung in der digitalen Welt beschreibt und notwendige und verbindliche Maßnahmen innerhalb einer Schule festlegt. Das Bildungsministerium hat eine Handreichung vorgelegt, die die Schulen bei der Erstellung eines Medienbildungskonzeptes unterstützen soll. Ein solches Konzept ist die Voraussetzung, damit Schulen Fördermittel über den DigitalPakt von Bund und Ländern erhalten können.

„Wenn eine Entwicklung wie die Digitalisierung so viele Bereiche tangiert, lassen sich die Neuerungen nicht nur in einem fächerübergreifenden Rahmenplan festschreiben. Schulen benötigen ein umfassendes Konzept“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Mit der Handreichung wollen wir Lehrerinnen und Lehrern einen roten Faden an die Hand geben, damit am Ende ein Medienbildungskonzept steht, das ihnen Lust auf das Neue macht und die Voraussetzungen schafft, es zu gestalten. Wir legen die Hände nicht in den Schoß, sondern bereiten uns weiter auf den DigitalPakt Schule vor, auch wenn in Berlin verhandelt wird, über welchen Weg die Fördermittel an die Länder fließen“, erläuterte Hesse.

Grundlage für ein Medienbildungskonzept ist die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“, auf die sich die Kultusministerkonferenz verständigt hat. Danach sollen Mädchen und Jungen, die im Schuljahr 2018/2019 eingeschult wurden oder in die Sekundarstufe I eingetreten sind, am Ende ihrer Schullaufbahn eine umfassende Medienbildung erhalten haben. Der DigitalPakt soll die Umsetzung der Digitalisierung der Schulen unterstützen, indem er die technische Infrastruktur verbessert. Während Schulen Medienbildungskonzepte erstellen, müssen Schulträger Medienentwicklungspläne erarbeiten.

„Die Vermittlung von digitalen Kompetenzen kann nur gelingen, wenn Schulen, Schulträger, Schulbehörden und das Medienpädagogische Zentrum des Ministeriums zusammenarbeiten und sich verständigen“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Zum Auftakt dieser intensiven Arbeitsphase veranstalten wir im Januar Regionalkonferenzen zur Digitalisierung. Bei diesen Treffen wollen wir uns mit Schulleitungen und der kommunalen Seite austauschen, die weiteren Schritte vereinbaren und offene Fragen klären“, betonte Hesse.

Ermittlungsgruppe im LKA M-V eingerichtet

Schwerin – Zur weiteren Bearbeitung des bundesweiten Sachverhalts um die Veröffentlichung einzelner Daten von Politikern und Personen des öffentlichen Lebens wurde auf Landesebene im Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern zum 05.01.2019 eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Sie setzt sich aus Spezialisten der Bereiche Cybercrime und Staatsschutz zusammen. Innerhalb der Ermittlungsgruppe werden alle polizeilichen Maßnahmen koordiniert und bearbeitet, die im Zusammenhang mit der Veröffentlichung persönlicher Daten betroffener Personen aus Mecklenburg-Vorpommern stehen.

Darüber hinaus werden auch durch das Bundeskriminalamt im Auftrag der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt/Main Ermittlungen in diesem Sachverhalt geführt.

Die derzeit bekannt gewordenen Betroffenen aus Mecklenburg-Vorpommern wurden durch die Sicherheitsbehörden des Landes schriftlich über Art und Umfang der veröffentlichten Daten informiert. Zudem wurden ihnen Handlungsempfehlungen zum weiteren Umgang gegeben. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit dem Computer Emergency Response Team (CERT) des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern.

Nach derzeitigem Stand ist es wahrscheinlich, dass sich durch die Auswertung des vorliegenden Datenmaterials Erkenntnisse zu weiteren Betroffenen ergeben. Diese werden ebenfalls umgehend von den Sicherheitsbehörden informiert. Den Sicherheitsbehörden des Landes liegen derzeit keine Erkenntnisse zu einer konkreten Gefährdung der betroffenen Personen aus Mecklenburg-Vorpommern vor.

Im Zusammenwirken mit der Landtagsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern wird durch das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern kurzfristig eine Informationsveranstaltung für Mitglieder des Landtags durchgeführt.

Auch Daten von Politikern aus MV im Internet veröffentlicht

Schwerin – Unter den öffentlich gewordenen Listen über persönliche Daten von Politikern sowie weiteren Personen des öffentlichen Lebens befinden sich neben Bundestagsabgeordneten und Abgeordneten des Europäischen Parlaments aus Mecklenburg-Vorpommern auch Mitglieder des Landtages Mecklenburg-Vorpommern. Art und Umfang der persönlichen Daten sind unterschiedlich, sie umfassen u.a. Adressen, Telefonnummern und E-Mails.

Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht keine konkrete Gefährdung für die aus Mecklenburg-Vorpommern stammenden Personen. Für eine abschließende Bewertung müssen die weiteren Ermittlungen abgewartet werden, die zentral von den Bundesbehörden geführt werden.

Die Sicherheitsbehörden unseres Landes werden die betroffenen Europa- und Landtagsabgeordneten schriftlich kurzfristig informieren und auch Handlungsempfehlungen geben. Ihnen steht ein Ansprechpartner der Polizei für persönliche Nachfragen zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund der Angriffe von Hackern auf Politiker in Mecklenburg-Vorpommern übernimmt das Innenministerium federführend die Zuständigkeit bei der Aufklärung des Hackerangriffs für die Landesregierung. Dabei stimmt sich das Landeskriminalamt mit den zuständigen Bundesbehörden insbesondere mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem Bundeskriminalamt über das weitere Vorgehen ab.

Hinsichtlich der Betroffenheit der Ministerpräsidentin ist gegenwärtig bislang bekannt, dass behördliche Telefonnummern und Handynummern veröffentlicht wurden.

„Das muss aufgeklärt werden. Wir sollten uns von derartigen Angriffen nicht einschüchtern lassen“, erklärte die Ministerpräsidentin.