Cyber-Attacke: Landesverwaltung nicht betroffen

Schwerin – Die weltweiten Hackerangriffe auf Unternehmen und Behörden Ende der vergangenen Woche haben in der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern keine Schäden angerichtet. Eine Abfrage unter den Ressorts heute (15. 05.2017) ergab, dass kein einziger Rechner von einem der perfiden Erpressungstrojaner befallen wurde. „Die Sicherheitsmaßnahmen, die wir seit Oktober 2016 ergriffen haben, haben sich ausgezahlt. Im Gegensatz zu anderen Verwaltungen konnten die Mitarbeiter in M-V ihre Dienstrechner am Montagmorgen ohne Probleme starten“, sagte Ina- Maria Ulbrich, IT-Beauftragte des Landes.

Bereits für 2016 hatten IT-Sicherheitsexperten „das Jahr der Ramsomware“ vorausgesagt. Genau ein solches Softwareprogramm, das den Zugriff auf Daten und Systeme einschränkt und nur bei Zahlung eines Lösegelds wieder freigibt, hat nun am Wochenende weltweit Computer lahmgelegt. Die Landesverwaltung blieb davon verschont dank der Sicherheitsstrategien,die das „Computer Emergency Response Team“ (CERT) – das Computer-Notfallteam – M-V aufgrund dieser Warnungen frühzeitig entwickelt und bereits 2016 eingeführt hat. Diese ermöglichen unter anderem, dass gefälschte E-Mail-Absender besser erkannt werden – selbst wenn sie den Anschein erwecken, sie kämen aus einer Landesbehörde.

Allein im Januar 2017 konnten dadurch knapp zehn Millionen gefährliche Zustellversuche an die elektronischen Postfächer der Landesverwaltung verhindert werden. Ina-Maria Ulbrich fühlt sich vor diesem Hintergrund darin bestätigt, so rechtzeitig auf die Bedrohung reagiert zu haben. „Dank des CERT M-V und unseren verantwortungsbewussten Mitarbeitern ist in der Landesverwaltung nichts passiert. Dieser weltweite Hackerangriff hat gezeigt, wie wichtig es ist, von vornherein auch in die Sicherheit von Daten und Systemen zu investieren.“

Länder unterstützen offenes WLAN

Berlin – Der Bundesrat begrüßt die Absicht der Bundesregierung, die Rechtssicherheit für WLAN-Betreiber zu verbessern und offene WLAN-Zugänge in Deutschland zu fördern. In seiner Stellungnahme zum Änderungsentwurf des Telemediengesetzes vom 12. Mai 2017 regt er allerdings an, die darin vorgesehenen technischen Maßnahmen zur Sperrung von Informationen noch einmal zu überprüfen. Davon betroffen seien in der Regel Laien. Für sie sei eine Sperrung von Router-Ports oder Internetseiten technisch kaum realisierbar. Außerdem geben die Länder zu bedenken, dass solche Maßnahmen ohnehin umgangen werden könnten.

Mit ihrem Entwurf eines dritten Gesetzes zur Änderung des Telemediengesetzes beendet die Bundesregierung die so genannte Störerhaftung für Anbieter öffentlichen Internets: Wer sein offenes WLAN-Netz anderen zur Verfügung stellt, soll künftig nicht mehr dafür haften müssen, wenn diese illegale Inhalte aus dem Internet abrufen. Café-Besitzer und ähnliche Ladenbetreiber könnten dann ohne Sorge offenes WLAN für ihre Kunden anbieten. Laut Gesetzentwurf haben sie weder Unterlassungsforderungen noch Abmahnkosten zu fürchten. Außerdem sind sie nicht verpflichtet, ihr WLAN zu verschlüsseln oder eine Vorschaltseite einzurichten. Auch die Identität ihrer Nutzer müssen sie nicht prüfen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das zweite Gesetz zur Änderung des Telemediengesetzes den Anspruch von Rechteinhabern auf Schadensersatz wegen Urheberrechtsverletzungen gegen die Betreiber öffentlicher WLAN-Netzte beseitigt. Von den zusätzlichen Änderungen verspricht sich die Bundesregierung einen entscheidenden Schub für mehr offene WLAN-Hotspots.

Die Stellungnahme geht zunächst an die Bundesregierung, die dazu ihre Gegenäußerung verfasst und beide Dokumente dem Bundestag vorlegt. Spätestens drei Wochen, nachdem dieser das Gesetz in 2. und 3. Lesung verabschiedet hat, beraten die Länder noch einmal abschließend über das Vorhaben.

Onleihe MV: Digitale Medien werden immer beliebter

Ministerin Hesse: Land unterstützt die Onleihe mit jährlich 100.000 Euro

Schwerin – Immer mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern greifen auf die digitalen Angebote der öffentlichen Bibliotheken zurück. Nach Angaben des Onleihe-Verbundes Mecklenburg-Vorpommern sind die Nutzerzahlen im Jahr 2016 um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Nutzerinnen und Nutzer haben sich 2016 über 300.000 E-Medien auf ihre mobilen Geräte oder den PC heruntergeladen. Die Zahl der Entleihungen hat sich damit fast verdoppelt. Bis April 2017 verzeichnete der Onleihe-Verbund MV 130.900 Downloads. Die Prognose für dieses Jahr liegt bei insgesamt 400.000 Downloads.

„Nichts geht über ein richtiges Buch, das man in den Händen halten kann. Aber auch digitale Bücher haben ihre guten Seiten. Sie wiegen nichts, sind auf dem Computer leicht zu transportieren und lange Anfahrtswege, um sie in Bibliotheken auszuleihen, entfallen“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mit der Onleihe machen heute 33 Bibliotheken im Land ihren Nutzerinnen und Nutzern ein modernes Medienangebot. Ich freue mich dass es so gut ankommt. Das Land unterstützt die Onleihe jährlich mit 100.000 Euro“, erläuterte Hesse.

Ziel ist es, den Onleihe-Verbund weiter auszubauen und möglichst vielen öffentlichen Bibliotheken den Beitritt zu ermöglichen. Das Land stellt jährlich für zwei Bibliotheken Sondermittel in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung, die auch für einen Beitritt zum Verbund verwendet werden können. Die Stadtbibliotheken in Malchow und Bad Doberan haben diese Sondermittel 2014 bzw. 2016 erhalten. So konnte auf der diesjährigen Verbundkonferenz der Onleihe Mecklenburg-Vorpommern die Stadtbibliothek Bad Doberan als 32. Mitglied des Verbundes begrüßt und dem Zustieg der Stadtbibliothek Malchow noch in diesem Jahr zugestimmt werden.

Der Onleihe-Verbund ging im November 2015 ans Netz. Nutzerinnen und Nutzer einer teilnehmenden Bibliothek können mit einem gültigen Mitgliedsausweis E-Books, E-Magazines, E-Musik und E-Videos für eine bestimmte Zeit online ausleihen und auf ihr Endgerät herunterladen. Ihnen stehen 60.108 E-Medien zur Verfügung.

Bibliotheken im Onleihe-Verbund Mecklenburg-Vorpommern

Ahrenshoop, Altentreptow, Anklam, Bad Doberan, Barth, Bergen auf Rügen, Bützow, Demmin, Gadebusch, Graal-Müritz, Greifswald, Güstrow, Hagenow, Klütz, Kröpelin, Ludwigslust, Lübtheen, Malchow, Neubrandenburg, Neukloster, Parchim, Pasewalk, Rehna, Ribnitz-Damgarten, Rostock, Schwaan, Schwerin, Stralsund, Teterow, Wismar, Wolgast, Wustrow und Zingst

Automatisierte Fahrsysteme heute auf allen Ebenen vorbereiten

Schwerin – Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) begrüßt die Diskussion zur VSMK zum Umgang mit Technologie der Zukunft: „Entwicklung nicht aufhalten, aber steuern“

„Die Zukunft ist digital. Die Entwicklung der Automatisierung ist auch im Straßenverkehr nicht mehr aufzuhalten. Umso wichtiger ist es, verantwortungsbewusst diese Entwicklung zu beeinflussen. Das ist das Signal, das von der Verbraucherschutzministerkonferenz in Dresden an den Bund ausgehen sollte. Verstärkt werden muss zudem die Forschung darüber, wie sich die Automatisierung auf unser Leben auswirkt“, sagt Justizministerin Hoffmeister kurz vor der Konferenz (VSMK). Die Justizministerin ist für den wirtschaftlichen Verbraucherschutz zuständig.

„Jede Technologie birgt Chancen und Risiken. Das gilt vor allem auch für die Tatsache, dass der Verkehr immer stärker automatisiert wird. Viele können sich das noch gar nicht vorstellen. Die Entwicklung der selbstfahrenden Fahrzeuge ist jedoch sehr weit vorangeschritten. Ich bin mir sicher, in den nächsten fünf Jahren sprechen wir nicht mehr über das ‚ob‘, sondern über das ‚wie viele‘. Darum müssen wir heute so wichtige Fragen klären wie die Fragen nach Haftung, Versicherungsrecht und Datenschutz.

Wir stecken die rechtlichen Rahmenbedingungen ab. Innerhalb der EU brauchen wir eine gemeinsame Linie, wie die Vernetzung grenzübergreifend garantiert werden kann und mit den Daten von automatisierten Fahrzeugen umzugehen ist. Verhindern sollten wir im Vorfeld, dass sowohl beim Bau von Fahrzeugen als auch beim technischen Ausbau zum Beispiel der Straßen eine Monopolisierung der Software-Systeme möglich ist. Andererseits müssen die Menschen bereits jetzt aufgeklärt werden, was die Technologien bedeuten und worauf wir achten müssen. Sie können unser Leben und den Alltag aber auch erleichtern, denn ältere oder auch mobil eingeschränkte Menschen könnten fahrerlos wieder an der Mobilität teilhaben“, so die Ministerin.

Kennen Sie den Handy-Garten?

Kampagne „Medien-Familie-Verantwortung“ geht in die nächste Phase

Rostock – Die Kampagne mit den Plakaten „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“ hat ein von uns nicht erwartetes bundesweites Interesse geweckt und wir haben bis jetzt unzählige Anfragen erhalten. Darum haben wir uns entschlossen die Rechte freizugeben, so dass andere Bundesländer die Plakate mit der Agentur PINAX in Rostock drucken lassen können.

Sozialministerin Stefanie Dreese sagt dazu: „Ich freue mich sehr über die Fortsetzung der Kampagne ‚Medien-Familie-Verantwortung‘. Sie ist kreativ, deutlich in der Aussage und kommt dennoch ohne erhobenen Zeigefinger aus. Das große bundesweite Interesse zeigt, wie wichtig das Thema ist. Wir alle sollten im Interesse unserer Kinder unser Medien-Verhalten immer wieder hinterfragen. Genau das schafft die Kampagne.“

„Statt chatten und surfen, lieber öfter miteinander reden und spielen. Eltern leben den Kindern den Umgang mit den neuen Medien vor. Wichtig sind aus diesem Grund klare Regeln im Alltag. Unsere Kinder dürfen nicht zu kurz kommen. Nichts ist wertvoller als der Kontakt zu ihnen. Die Kampagne leistet hier einen wertvollen gesellschaftlichen und hochaktuellen Beitrag. Ich danke allen Akteuren, die zum Gelingen beitragen“, so Gesundheitsminister Harry Glawe.

Nach dem erfolgreichen Start der Kampagne geht diese nun in die nächste Runde.

Erzieherinnen und Erzieher haben angezeigt, dass sie neben Plakaten auch gerne Tipps für Eltern hätten, die sie diesen mitgeben können. So wurde in Zusammenarbeit mit dem Grafiker Mario Laars der Cartoon Handy-Garten für eine Postkarte entworfen, der Eltern zum Schmunzeln und Nachdenken anregen soll.

Auf der Rückseite erhalten Eltern Tipps für den Alltag, wie sie sich ohne großen Aufwand eine Auszeit vom Smartphone nehmen und somit die Zeit mit ihren Kindern genießen können:

  • Legen Sie Ihr Smartphone beiseite und stellen Sie es bei gemeinsamen Aktivitäten mit Ihrem Kind auf stumm, auch beim Hinbringen oder Abholen von Kita, Schule, Hort etc.
  • Schalten Sie auf Ihrem Smartphone alle Push-Funktionen aus und rufen Sie z.B. E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten nur manuell – also selbstbestimmt ab.
  • Essen: Bei gemeinsamen Mahlzeiten sollten digitale Medien tabu sein.
  • Ihr Kind muss zum Arzt? Lassen Sie doch das Smartphone zu Hause oder in der Tasche und nutzen Sie die Spielsachen und Kinderbücher beim Kinderarzt.
  • Unterwegs mit Kinderwagen, Buggy, Tragetuch, Laufrad und Co.? Genießen Sie Tagträumen und Spaziergänge in der Stadt oder Natur ohne Smartphone dafür aber gemeinsam mit Ihrem Kind.
  • Nutzen Sie die Zeit bei gemeinsamen Fahrten in Bus, Straßenbahn oder Zug für Blickkontakt und Gespräche mit Ihren kleinen oder großen Kindern.
  • Denken Sie an Ihre Vorbildfunktion und lassen das Smartphone manchmal einfach zu Hause, in der Tasche oder ausgeschaltet.

Gleichzeitig ist ein neues Plakatmotiv „Heute schon mit Ihrem Kind gespielt?“ entstanden. Die neuen Plakate werden verstärkt in öffentlichen Einrichtungen, aber auch bei Kinderärzten, Logopäden etc. zu finden sein.

Die Plakate und Postkarten werden erstmalig am 22.04.2017 beim Kindergartentag der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung MV e.V und der Unfallkasse MV, an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege MV in Güstrow, vorgestellt und verteilt.

Wer steckt hinter der Kampagne?

Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung MV
Ministerium für Arbeit, Wirtschaft und Gesundheit MV
Landesfachstelle Familienhebammen in MV
Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV
Landesdatenschutzbeauftragter MV
Landeskoordinierungsstelle Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen, Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung MV
Kompetenzzentrum und Beratungsstelle für exzessiven Mediengebrauch und Medienabhängigkeit
Beratungs- und Therapiezentrum Ludwigslust/Parchim
Frühe Hilfen, Hansestadt Rostock & Landkreis Ludwigslust-Parchim

Die Kampagne wird durch die LAKOST MV koordiniert.

Auf virtuellen Pfaden: Die Schlösser digital erkunden

Schwerin – Zum Start der neuen Saison ist der Internetauftritt der Staatlichen Schlösser und Gärten M-V modernisiert worden.

Der etwas angestaubte Internetauftritt der Schlösser und Gärten M-V ist komplett überarbeitet worden und wird nun mit modernem Webdesign und interaktiven Elementen den gestiegenen Ansprüchen zeitgemäßer Internetnutzung gerecht.

Neben allen wichtigen Informationen für die Besucherinnen und Besucher zu den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen, Parkmöglichkeiten sowie den gastronomischen und museumspädagogischen Angeboten, gibt es eine besondere Neuerung.

Auf 360°-Touren lassen sich die Schlösser nun digital entdecken. Ob in der Panorama-Ansicht auf dem Bildschirm oder mit der Virtual-Reality-Brille – die Rundgänge steigern nicht nur die Vorfreude auf den Schlossbesuch, der Ausflug zum Schloss lässt sich damit auch auf ganz besondere Weise nacherleben und mit Freunden teilen.

Games-Charts: „Persona 5“ begeistert Playstation-Fans

Das Japan-RPG „Persona 5“ wird von Kritikerlob überschüttet und setzt neue Maßstäbe in Punkto Grafikstil, Inszenierung und Kreativität. Auch Videospieler finden Gefallen an der Geschichte über eine Gruppe von Highschool-Schülern, die ein geheimnisvolles Doppelleben führen. Sie befördern den neuesten Teil der „Persona“-Reihe auf Platz eins der offiziellen deutschen PS3-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. „Call Of Duty: Black Ops 2“ tritt nach sechs Wochen den Rückzug an die zweite Stelle an.

In der PS4-Tabelle ordnet sich „Persona 5“ auf den Positionen zwei (Limited Steelbook D1 Edition) und sieben (Collector’s „Take your Heart“-Premium Edition) ein. „Kingdom Hearts HD 1.5 & 2.5 Remix“ (jetzt Rang sechs) macht an der Spitze Platz für „Horizon Zero Dawn“. Das mit dem „Deutschen Kindersoftwarepreis 2013“ prämierte „Lego City Undercover“ erstrahlt in neuem HD-Glanz an vierter Stelle.

Geheimagent Chase McCain aus „Lego City Undercover“ verfolgt noch eine weitere Spur, die ihn auf Rang zwei der Xbox One-Hitliste führt. Auch die Goldmedaille geht an einen Titel aus dem „Lego“-Universum, und zwar „Lego Worlds“. Dem Flugsimulator „X-Plane 11“ gelingt derweil eine Musterlandung auf Platz sieben der PC Games-Charts. Bis zum erneuten Abräumer „Die Sims 4“ sind es allerdings noch einige Flügellängen Abstand. Die übrigen Wochengewinner lauten „Minecraft“ (Xbox 360) sowie „Mario Kart Wii Selects“ (Nintendo Wii).

Klarstellung: Der Wegfall der Roaming-Gebühren in der EU führt nicht zu höheren Mobilfunkpreisen

Brüssel – Am 15. Juni dieses Jahres entfallen alle Gebühren für Surfen, Telefonieren und SMS auf Reisen in andere Länder der EU. Dann wird jeder bestehende oder neue Vertrag, der Roaming-Dienste umfasst, standardmäßig zu einem „Roaming wie zu Hause“-Vertrag („Roam Like at Home“ – RLAH). Das heißt, die Kunden können EU-weit mobil telefonieren, SMS senden und surfen wie bei sich zu Hause – ohne zusätzliche Kosten. Entgegen anderslautender Medienberichte können die Preiserhöhungen von einigen Mobilfunkanbietern im vergangenen Jahr nicht im Zusammenhang mit dem Wegfall der Roaming-Gebühren in der EU stehen. Seit 2007 haben die EU-Regelungen dazu geführt, dass die Roaming-Kosten für Verbraucher um 90 Prozent gefallen sind. Auch die Inlandspreise sind in diesem Zeitraum spürbar gesunken.

EU-Vorschriften und spezielle Schutzmaßnahmen stellen sicher, dass nirgendwo in der EU die neuen Roaming-Regeln missbraucht und die Preise im Inland erhöht werden. Denn gleichzeitig mit dem Wegfall der Roaming-Gebühren im Juni senkt die EU die maximalen Großhandelspreise, die die Betreiber sich gegenseitig für das Daten-Roaming in Rechnung stellen. Und zwar deutlich: im Juni um 85 Prozent, danach werden sie weiter stetig zurückgehen. Das hilft vor allem kleineren Anbietern, auch virtuellen mobilen Netzbetreibern, ähnlich günstige Großhandelsangebote zu bekommen, wie die großen internationalen Telekommunikationsgruppen bereits für sich verhandelt haben. Damit sinken die Kosten für alle, die ihren Kunden Roaming-Dienste anbieten. Die Regelung stellt sicher, dass die Betreiber ihre bisherigen Preise beibehalten können.

Die Behauptung, Geringverdiener und Nichtreisende würden unter dem Strich sogar draufzahlen und für vielreisende Mobilfunknutzer mitzahlen, ist somit falsch.

In Deutschland decken die großen Netzbetreiber Telefónica, Vodafone und die Deutsche Telekom einen großen Teil des Roaming-Verkehrs ab. Diese drei gehören zu den größten Mobilfunk-Dienstleistern in ganz Europa. Sie kompensieren den grenzüberschreitenden Datenverkehr innerhalb ihrer Gruppe. In Spanien, dem beliebtesten Reiseziele der Deutschen, und Deutschland beispielsweise sind Telefónica und Vodafone etablierte Dienstleister. Aus diesem Grund ist es eher wahrscheinlich, dass sie die Kosten für ihre reisenden Kunden senken werden.

Auch das Reiseverhalten der Deutschen zeigt, dass es keinen Grund gibt, die Preise zu erhöhen. Die Deutschen reisen im Durchschnitt weniger als 9 Tage im Jahr in andere europäische Länder. Wenn man die durchschnittliche Reisezeit von 9 Tagen und das typische Verbrauchsmuster der Deutschen von 45,9 MB Datenvolumen am Tag, 3,1 Minuten Telefonie und 0,6 SMS am Tag zugrunde legt, würde ein Betreiber im Jahr 2017 pro Jahr pro Kunde 4,13 Euro für Roaming aufwenden. Im kommenden Jahr wären es mit den niedrigeren Großhandelspreisen nur noch 3,45 Euro. Das heißt, die Roaming-Kosten für die Betreiber belaufen sich auf wenig mehr als 1 Cent pro Tag.

Zudem ist es für die Betreiber mit den neuen „Fair use“ Regeln möglich, die mobile Daten-Nutzung im Ausland zu limitieren, wenn beispielsweise die Preise für eine Inlands-Flatrate weit unter den Preisen liegen, die der Betreiber an Großkundenentgelten an die Betreiber im Ausland zahlen muss. Das wird jedoch in Deutschland kaum zur Anwendung kommen, da die Preise für mobile Daten in Deutschland vergleichsweise relativ hoch sind.

Sollten dennoch ein Anbieter in spezifischen Ausnahmefällen Probleme haben, seine Inlandstarife unter den neuen „Roaming wie Zuhause“-Regeln aufrechtzuerhalten, hat er die Möglichkeit, bei seiner zuständigen Regulierungsbehörde um eine Ausnahme zu bitten. Dass diese Ausnahmeregelung bei einem deutschen Anbieter zur Anwendung kommt, ist jedoch sehr unwahrscheinlich.

Kunden, die dennoch mit Preiserhöhungen konfrontiert werden oder Missbrauch vermuten, werden gebeten, dies der nationalen Regulierungsbehörde mitzuteilen. In Deutschland ist das die die Bundesnetzagentur. Die Kunden können in jedem Fall ohne jegliche Gebühr von ihrem Vertrag zurücktreten.

Klarstellung: Kein Handy-Verkaufsverbot in der EU ab Sommer

Brüssel – Die Europäische Kommission weist darauf hin, dass es ab Sommer 2017 weiterhin keine Einschränkungen beim Kauf von Smartphones oder anderen Elektrogeräten geben wird. Wer sich dann ein neues Gerät kaufen will, wird auch weiterhin die gewohnte Auswahl haben. Mehrere Medien hatten berichtet, dass aufgrund fehlender Normierung bestimmte Geräte ab 13. Juni 2017 nicht mehr auf dem EU-Markt verkauft werden können. Tatsächlich aber können alle Produkte, die bereits auf dem Markt sind, weiter verkauft werden. Für neue Produkte, für die die Normungsorganisation der Telekommunikationsindustrie noch keine harmonisierten Normen bereitgestellt hat, können Hersteller auf andere Sicherheitsprüfungen zurückgreifen, um das Sicherheitslabel CE zu erhalten.

Mit einer neuen Richtlinie hatte die EU im Jahr 2014 höhere Sicherheitsstandards für Geräte mit Funk, also Radios, Fernseher, Mobilfunkgeräte, Satellitenempfänger oder Geräte mit WiFi und Bluetooth verabschiedet. Damit werden für Hersteller neue technische Industrie-Normen verbindlich, die vom Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen ETSI ausgearbeitet werden. Das ETSI ist zuständig für die Normierung im Bereich der Telekommunikation und arbeitet dabei eng mit Vertretern der Industrie zusammen. Die EU-Mitgliedsstaaten und das Europäische Parlament hatten die neue Richtlinie 2014 verabschiedet. Sie gilt seit 13. Juni 2016 in allen Mitgliedsstaaten mit einer Übergangsphase bis 12. Juni 2017. Die ETSI hat also bereits seit 2014 Zeit, die neuen Normen auszuarbeiten.

Die ETSI hat bisher aber nur einen Teil der Normen ausgearbeitet, die für die neuen Sicherheitsstandards gelten. Diese hat die Kommission bereits im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Sie sind bereits für alle Hersteller bindend. Für die noch fehlenden Normen gilt: Wenn die ETSI diese nicht fristgerecht vorlegt, so kann die Kommission übergangsweise die alten Bestimmungen weiter gelten lassen. Zudem haben Hersteller die Möglichkeit, die Sicherheit und Konformität ihrer Geräte über andere Wege zertifizieren zu lassen.

Konsumenten erkennen normgerechte, zertifizierte Geräte übrigens am Label CE.

„Kingdom Hearts” ist neue Nummer 1 auf PS4

Micky Maus, Goofy, Donald Duck, Sora, Riku, Kairi: Sie alle sind in der Parallelwelt von „Kingdom Hearts“ zu Hause. Mit „Kingdom Hearts HD 1.5 & 2.5 Remix“, einer Zusammenstellung aus insgesamt sechs Abenteuern, versüßt SquareEnix seinen Fans nun die Wartezeit auf „Kingdom Hearts III“. In den offiziellen deutschen PS4-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, kommt das Action-Rollenspiel-Paket gut an und saust direkt von null auf eins.

Der Science-Fiction-Kracher „Mass Effect: Andromeda” rückt an die zweite Stelle ab, performt auf Xbox One aber weiter galaktisch gut. Hier greift „Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands“ zu Silber. Die PC-Spitzenreiter heißen „Die Sims 4“ und „Landwirtschafts-Simulator 17“. Nintendo Wii-Fans greifen neuerdings lieber zu „Just Dance 2017“ als zu „Mario Kart Wii Selects“, dem Rang zwei bleibt. Die weiteren Wochengewinner sind „Call Of Duty: Black Ops 2“ und „Plants vs. Zombies: Garden Warfare 1“ (PS3) bzw. „Minecraft“ und „Call Of Duty: Black Ops 2“ (Xbox 360).

„Mass Effect: Andromeda“ toppt Games-Charts

Die offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, bekommen den „Mass Effect“ zu spüren. Der aktuelle Ableger der Science-Fiction-Reihe, „Mass Effect: Andromeda“ (Electronic Arts), reist mit Lichtgeschwindigkeit durchs All und erobert den ersten Platz der PS4- und Xbox One-Hitliste. Die Handlung spielt 600 Jahre in der Zukunft, wo die Menschheit in der Andromeda-Galaxie eine neue Heimat sucht.

Diverse Bestien, Untote und Dämonen müssen im Action-Rollenspiel „Vikings – Wolves of Midgard“ besiegt werden. Der „Diablo 3“-Konkurrent, der Spieler in die nordische Mythenwelt entführt, debütiert auf den Positionen sieben (PS4), vier (Xbox One) bzw. fünf (PC Games). Vorwochensieger „Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands“ ist in allen drei Rankings nun an zweiter Stelle zu finden. Die PC-Krone wird an „Die Sims 4“ weitergereicht. Auf PS3 („Call Of Duty: Black Ops 2“), Xbox 360 („Minecraft“) und Nintendo Wii („Mario Kart Wii Selects“) bleiben die Spitzenreiter dieselben wie vor sieben Tagen.

Breitbandausbau: Weiterer Bescheid für ZWAR Rügen

Insel Rügen – Energieminister Christian Pegel übergibt heute einen vorläufigen Förderbescheid an den Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR) über Kofinanzierungsmittel des Landes zum Bundesprogramm Breitbandausbau.

Der ZWAR konnte mit einem Breitbandausbauprojekt erfolgreich am 3. Call des Bundesförderprogrammes teilnehmen.

Die Landesfördermittel in Höhe von rund 2.087.000 Euro werden zur Kofinanzierung von mehr als 7,3 Millionen Euro Bundesfördermitteln eingesetzt. Zusammen mit dem zu leistenden kommunalen Eigenanteil ergibt sich ein Gesamtvolumen von mehr als 10 Millionen Euro.

Vor einer Woche wurden in Berlin die vorläufigen Fördermittelbescheide im Rahmen des 3. Förderdurchlaufs des Breitbandförderprogramms des Bundes übergeben. Aus Mecklenburg-Vorpommern waren 15 Anträge gestellt worden, die alle in der beantragten Förderhöhe berücksichtigt wurden.

Um bis zum Jahr 2018 deutschlandweit eine flächendeckende Breitbandabdeckung mit Datenraten von mindestens 50Mbit/s zu erreichen, stellt der Bund in mehreren Etappen mehr als zwei Milliarden Euro Fördermittel bereit. Die Förderung des Bundes beträgt bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten eines Ausbauprojektes. Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt zur Verringerung des kommunalen Eigenanteils in Höhe von zehn Prozent ergänzend eine Kofinanzierung des Bundesprogramms zum Breitbandausbau bereit, mit der die Differenz ausgeglichen wird.

Von den 93 Projektgebieten, mit denen das gesamte Land Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend für den Breitbandausbau überplant worden war, erhielten in den beiden ersten Förderrunden bereits 77 Projektgebiete den Zuschlag vom Bund. Damit konnten rund 709 Millionen Euro Bundesmittel nach M-V geholt werden. Mit den nun bestätigten 15 Projekten im 3. Call ist der flächendeckende Ausbau im ganzen Land gesichert.

Bereits in den beiden ersten Calls erhielt der ZWAR die Zusagen für drei Projektgebiete in Höhe von insgesamt 6,7 Millionen Euro Landesfördermittel und mehr als 12 Millionen Euro Bundesfördermittel.

Breitbandausbau: Erneut alle Förderanträge bestätigt

Schwerin – Am 21.03.2017 wurden in Berlin die vorläufigen Fördermittelbescheide im Rahmen des 3. Förderdurchlaufs des Breitbandförderprogramms des Bundes übergeben. Aus Mecklenburg-Vorpommern waren 15 Anträge gestellt worden, die alle in der beantragten Förderhöhe berücksichtigt wurden.

„Die Verkündung ist wirklich Grund zur Freude. Damit ist nun in 92 von 93 für unser Land gebildeten Projektgebieten der Breitbandausbau gesichert. Ein großer Erfolg für alle Beteiligten“, so Infrastrukturminister Christian Pegel.

Um bis zum Jahr 2018 deutschlandweit eine flächendeckende Breitbandabdeckung mit Datenraten von mindestens 50Mbit/s zu erreichen, stellt der Bund in mehreren Etappen mehr als zwei Milliarden Euro Fördermittel bereit. Die Förderung des Bundes beträgt bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten eines Ausbauprojektes. Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt zur Verringerung des kommunalen Eigenanteils in Höhe von 10 Prozent ergänzend eine Kofinanzierung des Bundesprogramms zum Breitbandausbau bereit, mit der die Differenz ausgeglichen wird.

Von den 93 Projektgebieten, mit denen das gesamte Land Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend für den Breitbandausbau überplant worden war, erhielten in den beiden ersten Förderrunden bereits 77 Projektgebiete den Zuschlag vom Bund. Damit konnten rund 709 Millionen Euro Bundesmittel nach M-V geholt werden. Mit den nun bestätigten 15 Projekten im 3. Call ist der flächendeckende Ausbau im ganzen Land gesichert.

Im Rahmen des 4. Programmaufrufs wurde für ein weiteres Projektgebiet in Mecklenburg-Vorpommern – das insgesamt 93. – ein Antrag auf Bundesförderung gestellt.

„Ghost Recon Wildlands“ macht kurzen Prozess in Games-Charts

Auf verschlungene Dschungelpfade, eisbedeckte Gipfel und abgelegene Inseln verschlägt es die Spezialeinheiten aus „Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands“ (Ubisoft), dem zehnten Abenteuer der „Ghost Recon“-Reihe. Dabei heben die Ghosts nicht nur bolivianische Drogenplantagen aus, sondern nebenbei auch Platz eins der offiziellen deutschen PS4-, Xbox One- und PC Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. Zusätzlich zur Standard-Version deckt sich die Gold Edition mit Rang drei (PS4, Xbox One) bzw. zwei (PC) ein.

Auf PS4 überzeugen als weitere New Entries der Klötzchenspaß „Lego Worlds“ (vier) sowie das explosive Action-Rollenspiel „Nier: Automata – Day One Edition“ (fünf). Für „Horizon Zero Dawn“ geht’s runter von eins auf zwei. Xbox One-Fans hieven „Lego Worlds“ an die zweite Stelle; Computerspieler mögen das Wimmelbild-Paket „Mystery Trackers: Übernatürliche Phänomene“ (sieben).

Einziger Neueinsteiger bei den Nintendo Wii-Titeln ist „Skylanders Trap Team – Starter Pack“ auf Position sechs. Spitzenreiter „Mario Kart Wii Selects“ bleibt ebenso am Zug wie seine Pendants auf PS3 („Call Of Duty: Black Ops 2“) und Xbox 360 („Minecraft“).

Erosionsereignisse ab sofort online melden

Erosionsereignisse in Mecklenburg-Vorpommern können ab sofort auch über das Internet gemeldet werden.

Schwerin – „Bodenerosion durch Wind oder Wasser stellt eine Gefahr für eine unserer wichtigsten Ressourcen dar und betrifft häufig Ackerflächen ohne schützende Bodenbedeckung. Eine wichtige Aufgabe des staatlichen Bodenschutzes ist es daher, zum Zweck der Vorsorge und Gefahrenabwehr Erosionsereignisse flächenhaft zu erfassen und auszuweisen“, sagt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt.

Traurige Berühmtheit erlangte die Bodenerosion durch den Sandsturm, welcher im April 2011 zu einer verheerenden Massenkarambolage mit 8 Toten und über 100 Verletzten auf der A19 führte. Als eine von vielen Reaktionen auf diesen schweren Unfall wurde im Land Mecklenburg-Vorpommern ein Erosionsereigniskataster (EEK) aufgebaut.

Das Kataster dient der flächendeckenden Erfassung von Erosionsereignissen auf landwirtschaftlichen Flächen, um besonders betroffene Regionen und Bereiche zu erkennen und Auswertungen zur Häufigkeit und Intensität von Erosionsereignissen durchführen zu können.

Die bisherige Meldung von Erosionsereignissen per Fax oder Telefon wird jetzt um die Möglichkeit der Online-Meldung erweitert. Der Nutzer ruft dazu folgende Internetseite auf:

https://www.lung.mv-regierung.de/insite/cms/umwelt/boden/boden_onlineservice.htm

Und gibt die folgenden Angaben zum Erosionsereignis ein:

  • Was: ’ Wind- oder Wassererosion
  • Wo: ’ Fläche, auf der das Ereignis aufgetreten ist (GPS-Koordinaten des Smartphone/Tablet oder Punkt auf der Online‑Karte setzen)
  • Wann: ’ Ereignis eingetreten oder festgestellt
  • Wer: ’ Person, die das Ereignis oder seine Wirkung beobachtet hat.

Nach dem automatischen Import dieser Meldung in das digitale Bodenschutz- und Altlastenkataster des Landes Mecklenburg-Vorpommern (dBAK MV) werden die zuständige untere Bodenschutzbehörde und die mit der Führung des EEK beauftragte Stelle für Landwirtschaftliches Fachrecht und Beratung (LFB) in der LMS Agrarberatung GmbH durch das System per Mail über das angezeigte Ereignis informiert. Die LFB führt dann in Abstimmung mit der unteren Bodenschutzbehörde des betroffenen Landkreises eine detaillierte Erfassung des Erosionsereignisses durch.

Um zukünftige Bodenerosionen auf der betroffenen Fläche zu verhindern, erfolgt eine intensive Beratung der Landwirte einschließlich Umsetzung erforderlicher erosionsmindernder Maßnahmen. Neben allen staatlichen und kommunalen Stellen sowie den Flächennutzern ruft Minister Backhaus jeden Bürger dazu auf, Bodenerosionsereignisse zu melden und damit seinen Beitrag zur Vorsorge und Gefahrenabwehr zu leisten.