Games-Charts: „Far Cry 5“ bleibt ungeschlagen

In den offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, ist auch in Woche drei kein Ende der „Far Cry 5“-Dominanz in Sicht. Ganz im Gegenteil: Das Action-Adventure behält auf PS4, Xbox One und PC nicht nur die Oberhand, sondern schiebt seine „Gold Edition“ zurück von vier auf zwei der Xbox One-Auswertung. Auf PS4 landet die „Gold Edition“ hinter „Minecraft“ an dritter Stelle.

Ein einzelner Neuzugang betritt die PC Games-Hitliste: das Wimmelbild-Adventure „Dark Dimensions: Der Klingenmagier“ (Rang sieben). Silber sahnt wie gehabt „Die Sims 4“ ab. PS3- und Xbox 360-Abstauber sind „Minecraft“ und „FIFA 17“ bzw. „Call of Duty: Black Ops 2“ und „Minecraft“.

Nintendo Switch-Fans setzen mit „Mario Kart 8 Deluxe“ und „Super Mario Odyssey“ ebenso auf die Top-Titel der Vorwoche wie Nutzer der Wii („Mario Kart Wii Selects“, „Mario Party 9 Selects“). Einzig auf 3DS gibt’s ein bisschen Abwechslung: Hier entthronen die beiden „Pokémon“-Ausgaben „Ultrasonne“ und „Ultramond“ den Dauerbrenner „Super Mario 3D Land Selects“ (jetzt auf drei).

Bundesgerichtshof: Angebot des Werbeblockers AdBlock Plus nicht unlauter

Urteil vom 19. April 2018 – I ZR 154/16

Karlsruhe – Der u.a. für das Wettbewerbsrecht zuständige I. Zivilsenat hat entschieden, dass das Angebot des Werbeblockerprogramms AdBlock Plus nicht gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstößt.

Die Klägerin, ein Verlag, stellt ihre redaktionellen Inhalte auch auf ihren Internetseiten zur Verfügung. Dieses Angebot finanziert sie durch Werbung, also mit dem Entgelt, das sie von anderen Unternehmen für die Veröffentlichung von Werbung auf diesen Internetseiten erhält.

Die Beklagte vertreibt das Computerprogramm AdBlock Plus, mit dem Werbung auf Internetseiten unterdrückt werden kann. Werbung, die von den Filterregeln erfasst wird, die in einer sogenannten Blacklist enthalten sind, wird automatisch blockiert. Die Beklagte bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Werbung von dieser Blockade durch Aufnahme in eine sogenannte Whitelist ausnehmen zu lassen. Voraussetzung hierfür ist, dass diese Werbung die von der Beklagten gestellten Anforderungen an eine „akzeptable Werbung“ erfüllt und die Unternehmen die Beklagte am Umsatz beteiligen. Bei kleineren und mittleren Unternehmen verlangt die Beklagte für die Ausnahme von der automatischen Blockade nach eigenen Angaben keine Umsatzbeteiligung.

Die Klägerin hält den Vertrieb des Werbeblockers durch die Beklagte für wettbewerbswidrig. Sie hat beantragt, die Beklagte und ihre Geschäftsführer zu verurteilen, es zu unterlassen, ein Computerprogramm anzubieten, das Werbeinhalte auf näher bezeichneten Webseiten unterdrückt. Hilfsweise hat sie das Verbot beantragt, ein solches Computerprogramm anzubieten, wenn und soweit Werbung nur nach von der Beklagten vorgegebenen Kriterien und gegen Zahlung eines Entgelts der Klägerin nicht unterdrückt wird.

In erster Instanz hatte die Klage keinen Erfolg. Das Berufungsgericht hat das mit dem Hilfsantrag begehrte Verbot erlassen. Im Übrigen hat es die Klage abgewiesen. Der Bundesgerichtshof hat auf die Revision der Beklagten das Berufungsurteil aufgehoben und die Klage auch hinsichtlich des Hilfsantrags abgewiesen.

Das Angebot des Werbeblockers stellt keine gezielte Behinderung im Sinne des § 4 Nr. 4 UWG dar. Eine Verdrängungsabsicht liegt nicht vor. Die Beklagte verfolgt in erster Linie die Beförderung ihres eigenen Wettbewerbs. Sie erzielt Einnahmen, indem sie gegen Entgelt die Möglichkeit der Freischaltung von Werbung durch die Aufnahme in die Whitelist eröffnet. Das Geschäftsmodell der Beklagten setzt demnach die Funktionsfähigkeit der Internetseiten der Klägerin voraus.

Die Beklagte wirkt mit dem Angebot des Programms nicht unmittelbar auf die von der Klägerin angebotenen Dienstleistungen ein. Der Einsatz des Programms liegt in der autonomen Entscheidung der Internetnutzer. Die mittelbare Beeinträchtigung des Angebots der Klägerin ist nicht unlauter. Das Programm unterläuft keine gegen Werbeblocker gerichteten Schutzvorkehrungen des Internetangebots der Klägerin. Auch die Abwägung der Interessen der Betroffenen führt nicht zu dem Ergebnis, dass eine unlautere Behinderung der Klägerin vorliegt. Der Klägerin ist auch mit Blick auf das Grundrecht der Pressefreiheit zumutbar, den vom Einsatz des Programms ausgehenden Beeinträchtigung zu begegnen, indem sie die ihr möglichen Abwehrmaßnahmen ergreift. Dazu gehört etwa das Aussperren von Nutzern, die nicht bereit sind, auf den Einsatz des Werbeblockers zu verzichten.

Es liegt auch keine allgemeine Marktbehinderung vor, weil keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür bestehen, dass das Geschäftsmodell der Bereitstellung kostenloser Inhalte im Internet zerstört wird.

Das Angebot des Werbeblockers stellt auch – anders als das Berufungsgericht angenommen hat – keine aggressive geschäftliche Handlung gemäß § 4a UWG gegenüber Unternehmen dar, die an der Schaltung von Werbung auf den Internetseiten der Klägerin interessiert sind. Es fehlt an einer unzulässigen Beeinflussung dieser Marktteilnehmer, weil die Beklagte eine ihr durch das technische Mittel des Werbeblockers etwaig zukommende Machtposition jedenfalls nicht in einer Weise ausnutzt, die die Fähigkeit der Marktteilnehmer zu einer informierten Entscheidung wesentlich einschränkt.

Chancen der Digitalisierung nutzen

Schwerin – „Ob Politik oder Wirtschaft – wir alle müssen permanent auf neue Herausforderungen reagieren und uns neuen Rahmenbedingungen anpassen. Für Sie als Unternehmerinnen und Unternehmer gehört Veränderung zum täglichen Brot. Sie müssen sich anpassen an die Erwartungshaltungen von Kunden oder Zulieferern, an neue Wettbewerber oder neue Technologien“, betonte der Chef der Staatskanzlei Reinhard Meyer auf dem Unternehmertag 2018 „Change Management – Herausforderungen meistern“ in Schwerin.

Eine der größten Herausforderungen sei die Digitalisierung. „Mit ihr verändern sich Arbeitswelt und Industrie. Auf diesen Veränderungsprozess müssen wir uns alle bewusst einstellen. Uns allen ist klar: Ohne Digitalisierung wird in Zukunft kaum ein Bereich auskommen. Das ist keine Zukunftsfrage, sondern eine Frage der Gegenwart. Wir sind schon mitten in der Veränderung“, so der Staatssekretär.

Die Digitalisierung biete vor allem kleinen und mittleren Unternehmen große Potenziale. Meyer: „Es können neue Vertriebswege entstehen, die Internationalisierung kann vorangebracht und Exportchancen gesteigert werden. Neue Geschäftsfelder sind möglich, um künftig noch besser und schneller auf Kundenwünsche eingehen zu können. Darüber hinaus kann die Effizienz in Unternehmen ausgebaut und Mitarbeiter können von schwerer körperlicher Arbeit entlastet werden.“ Als Beispiel dafür nannte Meyer robotergestützte Systeme und digitale Assistenzprogramme.

Die Landesregierung werde die Unternehmen im Veränderungsprozess unterstützen, begleiten und beraten. „Ein besonderer Schwerpunkt ist der Ausbau der digitalen Infrastruktur mit schneller Netzanbindung. Darüber hinaus wollen wir Existenzgründungen in der digitalen Wirtschaft fördern, eine bessere Anbindung an die Forschung erreichen und Förderprogramme für die Qualifizierung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Bereich Digitalisierung öffnen.“

Fit für das digitale Zeitalter würden Unternehmen nicht einfach durch das Aufstellen neuer Technik. „Die digitale Transformation spielt sich vor allem in den Köpfen ab. Der Erfolg einer Veränderungsmaßnahme wird maßgeblich davon bestimmt, ob es gelingt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür zu gewinnen. Sie müssen mitgenommen werden.“ Dabei ginge es auch um Ängste und Sorgen, zum Beispiel um die Veränderung der Arbeitsplätze oder um die Sicherheit eigener Daten. Dies müsse ernst genommen werden.

Meyer: „Nichts geht mehr ohne Digitalisierung. Wir müssen zügig handeln, wenn wir den Anschluss nicht verlieren wollen. Alle müssen mitziehen, vom Geschäftsführer bis zur Sekretärin. Seien Sie Impulsgeber!“

Landesregierung und katholische Kirche sprechen über Digitalisierung

Schwerin – Auf Einladung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig trafen sich am gestrigen Abend in Schwerin Vertreter der Landesregierung mit den für Mecklenburg und Vorpommern zuständigen katholischen Erzbischöfen von Hamburg und Berlin, Dr. Stefan Heße und Dr. Heiner Koch.

Für die Landesregierung nahmen ferner die für Kirchenfragen zuständige Justizministerin Katy Hoffmeister, Innenminister Lorenz Caffier, Finanzminister Mathias Brodkorb und Wirtschaftsminister Harry Glawe teil. Für die Erzbistümer nahmen außerdem die Generalvikare, die Caritasdirektoren, Schulexperten und die bischöflichen Beauftragten der Regionen teil.

„Mir ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und den Kirchen wichtig“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an das Gespräch. „Die Kirchen geben vielen Menschen im Land Halt und Orientierung. Und sie leisten mit ihrer täglichen Arbeit einen großen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt bei uns in Mecklenburg-Vorpommern.“

Erzbischof Koch: „Auch wenn sich manche Themen in der Metropole Berlin besonders deutlich zeigen, ist uns die ländliche Entwicklung in Vorpommern ein großes Anliegen. Entlang der deutsch-polnischen Grenze legen wir einen Schwerpunkt auf die Integration der überwiegend katholischen Polen, die hier zuziehen.“

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft. „Wir wollen die wirtschaftlichen Chancen der Digitalisierung für unser Land nutzen. Deshalb verbessern wir mit Unterstützung des Bundes die Versorgung im Land mit schnellem Internet und wollen die digitale Ausstattung der Schulen verbessern. Aber die Digitalisierung ist auch mit Auswirkungen auf unsere Gesellschaft verbunden, die problematisch sind. Wir sind uns darüber einig, dass auch im digitalen Zeitalter immer der Mensch und nicht ein Algorithmus der entscheidende Maßstab sein muss“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Thema des Gesprächs war außerdem die Zukunft der katholischen Schulen. „Wir hatten dazu ein gutes Gespräch. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung für alle betroffenen Schulstandorte finden“, erklärte die Ministerpräsidentin. Erzbischof Heße machte deutlich: „Die katholischen Schulen in Schwerin und Rostock sind ohne jede Frage zukunftsfähig. Für den Standort Ludwigslust gibt es derzeit Gespräche, deren Ergebnisse in wenigen Wochen erwartet werden.“

Ein weiteres Thema war die Bestattungskultur. Erzbischof Heße sprach sich für den Erhalt des geltenden Bestattungsgesetzes aus. „Friedhöfe sind das kulturelle Gedächtnis einer Gesellschaft. Wir Seelsorger wissen, dass viele Angehörige im Nachhinein ein großes Problem damit haben, wenn eine Person anonym bestattet oder die Asche irgendwo verstreut wurde. Trauer und Totengedenken brauchen einen konkreten Ort und konkrete Zeichen. Das Grundgesetz verpflichtet dazu, die Würde jedes Menschen zu achten und zu schützen. Das gilt auch über den Tod hinaus. Die Gesellschaft wird ärmer und kälter werden, wenn sie nicht mehr als Gemeinschaft und nicht mehr öffentlich ihre Toten ehrt und bestattet“, so Heße.

13. Landestagung der Informatiklehrerinnen und -lehrer

Ministerin Hesse: Einführung des Faches „Informatik und Medienbildung“ geplant

Rostock – 150 Informatiklehrerinnen und -lehrer in Mecklenburg-Vorpommern treffen sich am Sonnabend, 14. April 2018, in Rostock zu ihrer 13. Landestagung. Sie findet im Institut für Informatik der Universität Rostock statt. Organisiert wird die Veranstaltung von der Fachgruppe „Informatische Bildung in Mecklenburg-Vorpommern“ der Gesellschaft für Informatik.

„Schülerinnen und Schüler gehen heute ganz selbstverständlich mit Computern um“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „In der Schule sollen sie aber nicht nur mit den Geräten arbeiten, sondern auch verstehen, wie sie funktionieren. Geplant ist deshalb die Einführung des Faches ‚Informatik und Medienbildung‛ ab Klasse 7. An 21 Modellschulen steht es bereits in diesem Schuljahr auf den Stundenplan. Von den Erfahrungen, die die Schüler und Lehrer dort sammeln, sollen alle profitieren. Ich bin mir sicher, dass die Informatiklehrerinnen und -lehrer morgen die Gelegenheit zum Austausch über dieses Modellprojekt nutzen. Ihrer Tagung wünsche ich einen guten Verlauf“, so Hesse.

Der Informatiker und Pädagoge, Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger (Pädagogische Hochschule Schwyz, Goldau in der Schweiz), wird in seinem Hauptvortrag „Mehr als 0 und 1“ illustrieren, wie Informatik und Medienbildung miteinander verzahnt werden können. Er analysiert zudem den Leitmedienwechsel und beschreibt Möglichkeiten und Herausforderungen für Schulen bei der Digitalisierung. In 15 Workshops können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Medienbildung fortbilden. Die Themen reichen von der Programmierung bis hin zum Urheberrecht.

Tino Hempel, Sprecher der Fachgruppe „Informatische Bildung M-V“ und Organisator der Veranstaltung, freut sich über das große Interesse seiner Fachkolleginnen und -kollegen. Er sieht Mecklenburg-Vorpommern auf einem guten Weg, den Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung unserer Gesellschaft durch eine Stärkung der Schulinformatik zu begegnen.

Für kurzentschlossene Lehrkräfte besteht noch die Möglichkeit, sich im Internet oder im Tagungsbüro anzumelden.

Sheeran, Trump, „Far Cry” und „Es“ waren Entertainment-Bestseller im ersten Quartal 2018

Welche Songs, Bücher, Spiele und Filme haben die Deutschen in den ersten drei Monaten des Jahres am meisten unterhalten? Aufschluss darüber gibt eine Sonderauswertung von GfK Entertainment. Der offizielle Chartermittler hat die Topseller des ersten Quartals 2018 aus vier verschiedenen Entertainment-Bereichen zusammenfasst.

Im Musik-Segment führt auch im neuen Jahr kein Weg an Ed Sheeran vorbei. Der britische Superstar landet nicht nur den erfolgreichsten („Perfect“) und dritterfolgreichsten Song („River“, mit Eminem) im Zeitraum Januar bis März, sondern auch das zweitbeliebteste Album („÷“). Ganz oben bei den Longplayern steht die Südtiroler Rockband Frei.Wild, deren jüngstes Werk „Rivalen und Rebellen“ erst seit ein paar Wochen auf dem Markt ist. Peter Maffay bringt sein „MTV Unplugged“ an dritter Stelle unter.

Der Belletristik-Buchmarkt wird von Regionalkrimis wie „Kaiserschmarrndrama“ (Rita Falk, eins) und „Ostfriesenfluch“ (Klaus-Peter Wolf, drei) geprägt. Während bei den Ratgebern mit John Streleckys „Das Café am Rande der Welt“ ein über zehn Jahre alter Titel abräumt, ist bei den Sachbüchern ein brandaktuelles Werk gefragt: Michael Wolffs Portrait „Feuer und Zorn“ über US-Präsident Donald Trump, das hervorragende Absätze verzeichnet.

Eine der erfolgreichsten Spielereihen aller Zeiten geht mit „Far Cry 5“ in die nächste Runde. Der Action-Kracher ist für Rang zwei auf PC und Konsole verantwortlich. Davor rangieren nur „Die Sims 4“ (PC) bzw. „Monster Hunter: World“ (Konsole). Für die plattformübergreifende Auswertung wurden Titel sämtlicher aktueller Konsolen zusammengefasst.

Die Neuverfilmung des Horrorfilms „Es“ überzeugt DVD- und Blu-ray-Fans gleichermaßen. In der Quartalsauswertung treibt Horror-Clown Pennywise an dritter (DVD) bzw. zweiter Stelle (Blu-ray) sein Unwesen. Nicht zum Gruseln bringt er allerdings die beiden erfolgreichsten DVDs „Fack Ju Göhte 3“ und „Fifty Shades of Grey 2 – Gefährliche Liebe“ sowie den Blu-ray-Gott Thor aus „Thor: Tag der Entscheidung“

Der Kunde ist digital – ist es der Einzelhandel auch?

Schwerin – Unter diesem Titel laden die Industrie- und Handelskammern (IHK) des Landes, der Handelsverband Nord und das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung am 9. April 2018 zur dritten Veranstaltung im Rahmen des „Dialogforum Einzelhandel“. Drei Stunden lang werden Handelsexperten und Wissenschaftler mit Vertretern der Kommunen und Einzelhändlern in Schwerin über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Handels-, Stadt-und Regionalstrukturen diskutieren.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zum Termin herzlich eingeladen.

„Der Online-Handel führt zu einem Strukturwandel im Einzelhandel. Kunden bestellen zunehmend Waren – unabhängig von Zeit und Raum – mit digitalen Endgeräten. Diese Entwicklung führt auch zu veränderten Liefer- und Logistikströmen. Und unsere Innenstädte werden sich verändern, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität und Ausprägung“, sagt der für Infrastruktur und Digitalisierung gleichermaßen zuständige Minister Christian Pegel. Kleinstädte, die bereits heute ein unzureichendes, in der Regel auf die Grundversorgung beschränktes Handelsangebot haben, werden besonders betroffen sein. Ein Rückgang der Kundenfrequenz wird zu Geschäftsaufgaben und zunehmendem Leerstand führen. „Aber zugleich bietet sich die Chance, die Angebotslücken durch Online-Angebote zu schließen und neue, alternative Versorgungsangebote zu entwickeln“, so Christian Pegel.

Die Deutschen tätigen heute etwa zehn Prozent ihrer Einkäufe online, Tendenz steigend (Quelle HDE Monitor, 2017). Wie dies allerdings in einzelnen Regionen genau aussieht, dazu gibt es bislang, anders als im stationären Einzelhandel, keine verlässlichen statistischen Daten. „Um sich diesem Strukturwandel zu stellen, müssen wir wissen, wie viel Kaufkraft bereits durch Online-Handel gebunden wird und welche Auswirkungen dies auf die regionale Standort-und Branchennachfrage hat. Benötigen wir künftig weniger Fläche für den stationären Handel oder eröffnen Kleinflächenkonzepte vielleicht neue Chancen für historische Innenstädte – das sind nur einige Fragen, die es zu klären gilt“, so der Minister. Deshalb hat das Energieministerium in Kooperation mit dem Handelsverband, den Industrie- und Handelskammern des Landes sowie dem Ostdeutschen Sparkassenverband Anfang 2018 eine Studie mit dem Titel „Bedeutung der Digitalisierung für die Entwicklung der Einzelhandels- und Versorgungsstruktur in Mecklenburg-Vorpommern“ in Auftrag gegeben.

Sie soll unter anderem das Online-Nutzerverhalten der Einwohner analysieren, differenziert nach Bevölkerungs-, Alters- und Branchengruppen sowie nach eventuellen Unterschieden zwischen Stadt und Land. Die Studie soll auch aufzeigen, welche Online-Offline-Konzepte in Deutschland und darüber hinaus erfolgreich sind und ob diese sich auf M-V übertragen lassen. Untersucht wird auch, ob eine gemeinsame Präsentation der lokalen Händler im Netz Lösungen für die Pro-bleme in den Innenstädten bieten, wie zufrieden die Einwohner mit den digitalen Angeboten im Handel sind und welche Erwartungen sie an diesen haben. Die Gutachter sollen zudem die Online-Umsätze in den einzelnen Branchen ermitteln, differenziert nach Größe und Funktion der Städte. Und auch die Frage, wie ist der Einzelhandel konzeptionell und personell im Hinblick auf die veränderte digitale Einzelhandelswelt aufgestellt, soll die Studie beantworten.

„Erste Ergebnisse erwarten wir im vierten Quartal 2018. Wir werden sie bei einer weiteren Veranstaltung des Dialogforums vorstellen und diskutieren“, kündigt Christan Pegel an. Dann fügt er hinzu: „Wie auch immer die Online-Offline-Entwicklung in Zukunft aussehen wird – eines scheint sicher: Die Händler müssen ihre Kunden dort abholen, wo sie gerade einkaufen wollen – in der Innenstadt, mit dem Tablet-PC auf der Couch oder mit dem Smartphone direkt im Geschäft.“

Großen Wert legt der Minister auf die Feststellung, dass es nicht um „Online gegen Offline“ geht, sondern um „Online plus Offline“. Er präzisiert: „Die Zukunft liegt in der intelligenten Verknüpfung beider. Gewinner heute und in naher Zukunft werden die Händler sein, die ihren Kunden neben attraktiven Produkten eine einladende Atmosphäre, gut ausgebildetes Fachpersonal und eine leicht auffindbare Online-Präsenz bieten.“

Voraussetzung dafür ist ein flächendeckender und schneller Internetzugang für Händler und Kunden. „Dank unserer erfolgreichen Teilnahme am Breitbandförderprogramm des Bundes sind wir dabei, den ländlichen Raum mit schnellem Internet aufzurüsten. In den Landkreisen Vorpommern-Rügen sowie Ludwigslust-Parchim werden bereits die ersten Glasfaserkabel verlegt. Die anderen landesweiten Projektgebiete werden folgen“, so Christian Pegel.

Das „Dialogforum Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommern“ wurde im Februar 2016 auf Initiative des Handelsverbands gegründet als Plattform für einen breit angelegten Informations- und Diskussionsaustausch zwischen Politik, Verwaltung, Handel, Land, Kommunen, Wissenschaft und Verbrauchern. Gründungsmitglieder waren neben dem federführenden Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung der Handelsverband Nord, die Industrie- und Handelskammern des Landes, der Ostdeutsche Sparkassenverband und die kommunalen Spitzenverbände. Weitere Mitstreiter aus Politik, Verwaltung, Einzelhandel, Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich aktiv in den Dialog einzubringen.

EU kündigt Gespräche mit Facebook über Datenmissbrauch an

Brüssel – Die jüngsten von Facebook veröffentlichten Zahlen bestätigen, dass auch europäische Nutzer von dem Missbrauch ihrer Daten betroffen sind. „Der wachsende Umfang des Falls ist sehr beunruhigend. 87 Millionen Menschen waren betroffen – auch aus der EU. Facebook muss seine Reaktion verstärken und europäische Daten schützen“, erklärte Justizkommissarin Vera Jourová heute (Donnerstag). Sie begrüßte, dass Facebook die Kontrolle und Einstellungen nach der EU-Datenschutzgrundverordnung für Nutzer global verfügbar machen wolle. Jourova berät mit der Vorsitzenden der EU-Datenschutzbehörden, Andrea Jelinek, über den Fall. Die Kommission wird in den kommenden Tagen auch auf hoher Ebene Gespräche mit Facebook führen.

Justizkommissarin Jourová hatte vergangene Woche ein Schreiben an Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg geschickt, in dem sie um weitere Erläuterungen innerhalb von zwei Wochen bat. „Facebook hat sich bereits gemeldet und die Bereitschaft gezeigt, mit uns zusammenzuarbeiten. Derzeit sind wir in Kontakt, um in den nächsten Tagen Kontakte auf hoher Ebene anzubahnen“, sagte ein Kommissionssprecher.

Heute spricht Justizkommissarin Jourová mit der Vorsitzenden der EU-Datenschutzbehörden, Andrea Jelinek, über den Fall. Sie wird auch mit der britischen Datenschutzbehörde (ICO), die die europäische Untersuchung leitet, und mit der amerikanischen Federal Trade Commission, die ebenfalls eine Untersuchung in diesem Fall eingeleitet hat, Kontakt aufnehmen, um über die laufenden Untersuchungen informiert zu werden. „Wir werden diese Untersuchungen weiterhin aufmerksam verfolgen“, so der Kommissionssprecher weiter.

Lehrer aus MV mit Informatikpreis geehrt

Hesse: Schöne Bestätigung für wichtiges Engagement

Schwerin – Ausgezeichneter Informatikunterricht in Mecklenburg-Vorpommern! Der diesjährige Lehrerpreis der Saarbrücker Informatik ging an Tino Hempel. Der Lehrer des Richard-Wossidlo-Gymnasiums Ribnitz-Damgarten wurde Ende März auf der Tagung des Verbandes zur Förderung des MINT-Unterrichts (MNU) in München mit der Ehrung ausgezeichnet. Der Preis würdige Hempels Verdienste um die Gestaltung eines lebensnahen und anregenden Informatikunterrichts, hieß es in der Laudatio.

„Ich gratuliere Tino Hempel zu dieser Auszeichnung“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse, „gerade wenn sich Lehrer aus MV in den MINT-Fächern hervortun, ist das tolles Zeichen. Dieser Bereich wird für die Zukunftschancen unserer Schülerinnen und Schüler immer wichtiger, denn sie wachsen in eine sich weiter digitalisierende Welt hinein. Lehrkräfte, die ihnen diese Welt zugänglich machen und ihre Neugier wach halten, sind da immens wichtig. Ich freue mich, dass das besondere Engagement von Herrn Hempel durch den Preis auf schöne Weise bestätigt wird.“

Bundesweit ist Tino Hempel u. a. durch die Veröffentlichung seiner gelungenen Unterrichtsplanungen und -materialien auf seiner Webseite bekannt, durch die eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen seit Jahren wertvolle Anregungen für die Vorbereitung ihres eigenen Unterrichts erhalten.

Als Sprecher der Fachgruppe „Informatische Bildung in Mecklenburg-Vorpommern“ in der Gesellschaft für Informatik hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass sich in Mecklenburg-Vorpommern eine stabile Gemeinschaft aktiver Informatiklehrerinnen und -lehrer entwickelt hat, u.a. durch die ideenreiche Konzeption und Gestaltung praxisnaher Fortbildungsformate.

Digitalisierung der Verwaltung spart Steuergeld und schützt die Umwelt

Schwerin – Digitalisierung ist das zentrale Thema unserer Zeit und macht auch vor der Verwaltung nicht Halt. Mit dem Start des Mitarbeiterportals steht das derzeit größte Digitalisierungsprojekt der Landesverwaltung BEATA vor dem vorläufigen Abschluss. Ab April können die Mitarbeiter nicht nur viele Anträge elektronisch stellen, sondern auch Bescheide, Mitteilungen, Abrechnungs- und Informationsblätter in digitaler Form erhalten.

Das Mitarbeiterportal ist das letzte Element des Projekts BEATA („Bezügedaten elektronisch anweisen, transportieren und archivieren“). Schon vor über 10 Jahren begann mit der Einführung elektronischer Akten die Digitalisierung der Verwaltung. Mittlerweile sind die Papierakten zum größten Teil aus den Amtsfluren verdrängt und werden nahezu vollständig elektronisch verarbeitet.

Letzter Baustein: Das Mitarbeiterportal, das ab April an den Start geht. Das Portal ermöglicht die papierlose Kommunikation zwischen dem Landesamt für Finanzen und allen Beschäftigten sowie Versorgungsempfängern des Landes. Dokumente können so in Echtzeit versandt werden, es ist keine Postübermittlung mehr notwendig und der aktuelle Status von Anträgen – etwa zur Beihilfe, der Pflege oder bei Dienstunfällen – kann jederzeit eingesehen werden.

Durch die Umstellung auf digitale Verfahren werden Bürokratie abgebaut, die Transparenz gesteigert und nicht zuletzt die Sachkosten erheblich reduziert. So können pro Jahr weit über 3 Mio. Blatt Papier eingespart werden und über 300 Bäume müssen nicht geschlagen werden. Aneinandergereiht würden die A4-Blätter rd. 190 km weit reichen; eine Strecke von Anklam nach Schwerin. Finanzminister Mathias Brodkorb: „Was die Verwaltung betrifft, ist unser Land bei der Digitalisierung schon sehr gut aufgestellt. Die Digitalisierung spart aber nicht nur Steuergelder, sie leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.“

Games-Charts: Neue Spitzenreiter auf PS4, Xbox One, PC & Switch

Wer den Start der „Formel 1“-Saison nicht mehr abwarten will, kann seinen Adrenalinspiegel mit „Burnout Paradise Remastered“ schon einmal in die Höhe treiben. Die getunte Neufassung des zehn Jahre alten Rennspiel-Hits hat immer noch mächtig PS unter der Haube und braust in den offiziellen deutschen PS4- und Xbox One-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, direkt an die Pole-Position. Vorwochensieger „Monster Hunter: World“ nimmt vor den Boliden Reißaus und rutscht an die zweite (PS4) bzw. dritte Stelle (Xbox One).

Weniger schnell und wendig, dafür umso arbeitstüchtiger sind die Maschinen aus „Pure Farming 2018 – Landwirtschaft weltweit – D1 Edition“. Die polnische Konkurrenz zum „Landwirtschafts-Simulator“ lädt seine Ernte auf dem Silberplatz (Xbox One) sowie dem Bronzerang (PC Games) ab. Am Genre-Primus „Landwirtschafts-Simulator 17“ führt dank dem offiziellen Add-on 2 auf PC aber kein Weg vorbei. „Die Sims 4“ rutscht an die zweite Stelle.

Nintendos knuffiger Jump’n’Run-Held Kirby saugt seine Gegner lieber ein, als sie hinterrücks abzuknallen. Dies sichert ihm die Sympathien der Switch-Fans, die sein erstes HD-Abenteuer „Kirby Star Allies“ aus dem Stand auf den Thron hieven. „Mario Kart 8 Deluxe“ ist nun zweitbeliebtestes Switch-Spiel.

In der 3DS-Tabelle übernimmt „Super Mario 3D Land Selects“ die Führung von „Pokémon Ultrasonne“ (zwei). Auch die Wii-Spitzenreiter „Mario Kart Wii Selects“ (jetzt auf eins) und „Just Dance 2018“ (jetzt auch zwei) tauschen das Kommando. Meistverkaufte PS3- und Xbox 360-Titel sind weiterhin „FIFA 17“ und „FIFA 18 – Legacy Edition“ bzw. „Minecraft“ und „Call of Duty: Black Ops 2“.

Freies W-LAN für alle

Städte und Gemeinden können sich ab sofort für EU-finanzierte Internet-Hotspots registrieren

Brüssel – Jean-Claude Junckers Vorschlag für mehr freies WLAN an öffentlichen Orten nimmt konkrete Form an: ab heute (Dienstag) können sich Städte und Gemeinden in ganz Europa für EU-finanzierte kostenlose drahtlose Internet-Hotspots in öffentlichen Räumen über das WiFi4EU-Webportal registrieren. Mitte Mai wird dann die erste Aufforderung veröffentlicht und die registrierten Gemeinden können sich um die ersten 1000 WiFi4EU-Gutscheine im Wert von jeweils 15.000 Euro bewerben. Die Gutscheine werden in der Reihenfolge des Eingangs der Bewerbungen vergeben.

Das Programm WiFi4EU bietet Städten und Gemeinden Gutscheine im Wert von 15.000 Euro für die Einrichtung von Wi-Fi-Hotspots in öffentlichen Räumen, u. a. in Bibliotheken, Museen, öffentlichen Parks und auf Plätzen. Wie Präsident Jean-Claude Juncker erklärte, soll mit der WiFi4EU-Initiative erreicht werden, dass „bis 2020 jedes Dorf und jede Stadt in Europa über einen kostenlosen WLAN-Internetzugang in der Nähe der Hauptzentren des öffentlichen Lebens verfügt“.

Mit den WiFi4EU-Gutscheinen können Gemeinden Wi-Fi-Geräte (drahtlose Zugangspunkte) beschaffen und in den von ihnen ausgewählten Zentren des örtlichen öffentlichen Lebens einrichten. Die Kosten für Betrieb und Wartung des Netzes werden von den Gemeinden getragen.

Hierzu erklärte der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizepräsident, Andrus Ansip: „Die heutige Eröffnung des WiFi4EU-Webportals ist ein wichtiger konkreter Schritt, um den Gemeinden zu helfen, kostenloses Wi-Fi bereitzustellen. Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt dar. Dennoch möchte ich das Europäische Parlament und den Rat auch nachdrücklich darin bestärken, die Arbeiten am vorgeschlagenen Kodex für die elektronische Kommunikation zu Ende zu bringen, um im gesamten Gebiet der EU eine schnelle Internetanbindung zu gewährleisten. Dazu gehören auch die europaweite Frequenzkoordinierung und die konsequente Förderung von Investitionen in Netze mit sehr hoher Kapazität, die Europa braucht.“

Die Kommissarin für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Mariya Gabriel, ergänzte: „Die WiFi4EU-Initiative wird Tausenden von Europäern in der gesamten EU einen kostenlosen Internetzugang in öffentlichen Räumen ermöglichen. Mithilfe des Programms WiFi4EU werden Städte und Gemeinden die Möglichkeit haben, den Bürgerinnen und Bürgern das Internet näher zu bringen, sodass sie in vollem Umfang von den unendlichen Chancen der Digitalisierung profitieren können. Dies ist ein konkreter Fortschritt auf dem Weg zur Verwirklichung des digitalen Binnenmarkts.“

Bis 2020 stehen aus dem EU-Haushalt 120 Millionen EUR zur Finanzierung von Geräten für kostenlose öffentliche Wi-Fi-Dienste in bis zu 8000 Gemeinden in allen Mitgliedstaaten sowie in Norwegen und Island zur Verfügung.

Wie kann ein WiFi4EU-Gutschein beantragt werden?

  • Registrierungsphase: Ab dem 20. März 2018 können sich Städte und Gemeinden beim www.WiFi4EU.eu (link is external)-Portal anmelden;
  • Bewerbungsphase: Mitte Mai 2018 wird die erste Aufforderung veröffentlicht, und die registrierten Gemeinden können sich um die ersten 1000 WiFi4EU-Gutscheine (Wert jeweils 15.000 Euro) bewerben. Die Gutscheine werden in der Reihenfolge des Eingangs der Bewerbungen vergeben.
  • Zuteilungsphase: Die Kommission wird die 1000 Gemeinden bekannt geben, die Mittel im Rahmen der ersten Aufforderung zur Bewerbung erhalten, wobei die geografische Ausgewogenheit gewahrt wird. Jedes teilnehmende Land erhält mindestens 15 Gutscheine.
  • In den kommenden zwei Jahren werden vier weitere EU-Aufforderungen zur Bewerbung veröffentlicht werden.
    WiFi4EU-finanzierte Netze werden kostenlos und werbefrei sein und keine personenbezogenen Daten abgreifen. Die Mittel werden nur bereitgestellt, wenn in demselben öffentlichen Raum noch keine unentgeltlichen privaten oder öffentlichen Angebote ähnlicher Qualität bestehen.

Die WiFi4EU-Initiative war von Präsident Juncker in seiner Rede zur Lage der Union im September 2016 angekündigt worden und ist Teil der ehrgeizigen Überarbeitung der EU-Telekommunikationsvorschriften, zu der auch neue Maßnahmen gehören, um den wachsenden Internetanbindungsbedarf der EU-Bürger zu decken und die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu steigern.

Die EU kann heute bereits eine Reihe wichtiger Erfolge vorweisen: die Abschaffung der Roaminggebühren ab dem 15. Juni 2017 für alle Reisenden in der EU, die Portabilität von Inhalten, die es den Europäern ab Anfang 2018 ermöglichen wird, mit den zu Hause abonnierten Filmen, Musikdiensten, Videospielen oder E-Büchern auf Reisen zu gehen, und die Bereitstellung des 700-MHz-Funkfrequenzbandes für die Entwicklung von 5G-Netzen und neuen Onlinediensten.

Die Verhandlungen über 14 Legislativvorschläge, die in der Strategie für einen digitalen Binnenmarkt – einer der wichtigsten Prioritäten der Juncker-Kommission – enthalten waren, sind noch nicht abgeschlossen. Die Kommission hat das Europäische Parlament und den Rat aufgerufen, die Annahme aller bereits vorgelegten Vorschläge zügig voranzubringen.

Landesregierung will Digitalisierung der Wirtschaft voranbringen

Neubrandenburg – Die Landesregierung sieht in der Digitalisierung eine wirtschaftliche Chance für Mecklenburg-Vorpommern. Sie will die Unternehmen und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land auf dem Weg ins digitale Zeitalter unterstützen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel und der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe stellten heute gemeinsam mit dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern Dr. Wolfgang Blank die „Initiative der Landesregierung M-V zur Digitalisierung in der Wirtschaft“ vor.

„Wir in Mecklenburg-Vorpommern gehen diese Aufgabe gemeinsam an“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Vorstellung der Initiative auf der Landespressekonferenz. „Das Ziel ist klar: Wir wollen die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg in die Digitalisierung begleiten, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Es geht uns um wirtschaftliches Wachstum und die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Vorstellung auf der Landespressekonferenz.

Dazu will die Landesregierung auf vier Feldern ansetzen. Sie will Existenzgründungen in der digitalen Wirtschaft fördern. „Es ist nicht einzusehen, warum sich junge innovative Unternehmen nur in Berlin, Hamburg oder München ansiedeln sollten. Sie sollen auch in Rostock und Greifswald beste Bedingungen vorfinden“, sagte Schwesig.

Schon bestehende Unternehmen sollen bei der Erschließung digitaler Geschäftsfelder und Geschäftsprozesse unterstützt werden. Gefördert werden soll auch die Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Schließlich sollen Forschung und Entwicklung im digitalen Bereich gestärkt werden.

Konkret sollen in den kommenden Monaten in den Universitätsstädten Rostock und Greifswald „digitale Innovationszentren“ aufgebaut werden. In diesen Zentren sollen Gründerinnen und Gründer und Startups mit digitalen Geschäftsideen beste Bedingungen vorfinden, um ihre Ideen umzusetzen. Zugleich sollen die Zentren Raum für den Austausch zwischen der Gründer- und Startup-Szene und etablierten Unternehmen schaffen. „Mit den digitalen Innovationszentren schaffen wir neue Impulse der Innovationspolitik. Sie werden junges Unternehmertum und die in unserem Land fest verankerten kleinst-, klein- und mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer gleichermaßen erreichen. Dafür gilt es, jetzt intensiv für dieses Vorhaben zu werben. Im Interesse unseres ganzen Landes ist es wichtig, dass nicht nur Einzelne von den Chancen der Digitalisierung profitieren. Und dass wir die Möglichkeiten, die sich mit dem Breitbandausbau für etwa 1,3 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren überall im Land eröffnen, für vollkommen neue Chancen in der Wirtschaft nutzen“, erklärte Energieminister Christian Pegel.

Um Unternehmen und die Qualifizierung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu unterstützen, soll eine Reihe von Förderprogrammen für die Digitalisierung geöffnet werden. „Die rasant fortschreitende Digitalisierung von Wertschöpfungs- und Marktprozessen stellt die heimische Wirtschaft vor enorme Herausforderungen. Das Wirtschaftsministerium wird die Unternehmen und ihre Beschäftigten bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unterstützen. Schließlich betrifft die Digitalisierung fast alle Branchen. Insbesondere wird es darum gehen, bereits vorhandene Förderinstrumente aufzubrechen, um diese einer größeren Anzahl von Unternehmen als bisher zur Verfügung zu stellen. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von Unternehmen und Existenzgründern. Wir setzen auf die Umsetzung von neuen technologischen Innovationen und fördern die Qualifikation der Mitarbeiter“, erklärte Wirtschaftsminister Harry Glawe. Neu sei auch ein Beteiligungsfonds, aus dem kleinste, kleine und mittlere Unternehmen und Existenzgründer künftig auch bei der Umsetzung von innovativen digitalen Geschäftsmodellen unterstützt werden können.

Der Präsident der IHK Neubrandenburg Dr. Wolfgang Blank bewertete die Initiative als positiv. „Die Wirtschaft unterstützt alle Bemühungen, die Digitalisierung im Land voranzubringen. Deshalb begrüßen wir diese Initiative. Die Digitalisierung ist bereits in vollem Gange und wird alle Branchen betreffen, das produzierende Gewerbe genauso wie den Handel. Deshalb ist wichtig, dass möglichst alle Branchen von dieser Initiative profitieren können. Die Förderinstrumente müssen einfach, schlank und leicht verständlich sein und vor allem auch schnell umgesetzt werden.“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kündigte an, dass sich die Landesregierung am 14. und 15. Mai auf einer Kabinettsklausur erneut mit dem Thema Digitalisierung befassen wird. Dann soll es auch um die Auswirkungen der Digitalisierung auf andere Felder der Landespolitik gehen. „Bildung, Gesundheit, moderne Verwaltung – nahezu alle Bereiche sind betroffen“, sagte Schwesig.

Zukunft Glasfaser beginnt jetzt

WEMACOM Breitband GmbH setzt ersten Spatenstich in Gemeinde Siggelkow

Schwerin – Der Breitbandausbau für Mecklenburg-Vorpommern startet im Landkreis Ludwigslust-Parchim in eine neue Phase: Gemeinsam mit Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, und Wolfgang Schmülling, 1. Stellvertreter des Landrates des Landkreises Ludwigslust-Parchim, haben WEMAG-Vorstand Thomas Murche und Martin Retzlaff, Geschäftsführer der WEMACOM Breitband GmbH, den symbolischen Spatenstich für das Großprojekt durchgeführt. Die Gemeinde Siggelkow ist die erste von über 25 Gemeinden aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, in der die Bauarbeiten beginnen.

„Ich freue mich sehr, dass wir nun den ersten Spatenstich für den Breitbandausbau im Landkreis Ludwigslust-Parchim durchführen können. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst aller Beteiligten, hier sozusagen mit Lichtgeschwindigkeit die Planungen voranzutreiben. Heute kann die Bauphase beginnen“, sagte der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung. Die moderne Informations- und Kommunikationstechnik ist aus dem privaten wie beruflichen Leben nicht mehr wegzudenken und gewinnt weiterhin an Bedeutung. „Die Grundvoraussetzung dafür, dass unser Land an dieser Entwicklung partizipieren kann, ist eine flächendeckende Breitbandversorgung. Nach Umsetzung aller Projekte werden wir die Breitbandversorgung mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde in Mecklenburg-Vorpommern von derzeit gut 60 Prozent auf über 90 Prozent gesteigert haben, im ländlichen Raum gar von rund 23 Prozent auf über 95 Prozent. Hinzu kommt der künftige eigenwirtschaftliche Ausbau zum Beispiel in den Städten. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass das begonnene Förder- und Ausbauprogramm Mecklenburg-Vorpommern deutlich voranbringen wird.“

Im November 2017 hat die WEMACOM Breitband GmbH vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den Breitbandausbau in drei Gebieten erhalten. So sollen verschiedene Gemeinden in den Regionen Zarrentin, Wittenburg und Stralendorf, in der Sternberger Seenlandschaft sowie im Raum Eldenburg, Lübz und Plau am See die Möglichkeit für einen Glasfaseranschluss erhalten.

„Wenn der heutige Spatenstich zum Breitbandausbau erfolgt, dann ist das zunächst ein kleiner Schritt hier im Ortsteil Neuburg in der Gemeinde Siggelkow. Für uns als Landkreis ist es jedoch ein riesengroßer Schritt in die Zukunft: Wir schaffen eine zukunftsfähige Infrastruktur, die unsere ländlichen Gemeinden in eine hervorragende Position bringt, denn nur wenige Gebiete in Deutschland haben bisher Glasfaseranschlüsse in jedem Haus“, sagte Wolfgang Schmülling, 1. Stellvertreter des Landrates des Landkreises Ludwigslust-Parchim. „Es bedeutet für uns den Aufbruch in das Zeitalter des digitalen Wandels unserer Gesellschaft, den wir nutzen wollen, statt von ihm überrollt zu werden. Mit dem Einsatz der Glasfaser-Technologie werden den Menschen in unserem Landkreis Teilhabe und Entwicklung ermöglicht, die weit, sehr weit über die schlichte Möglichkeit des schnellen Surfens im Internet hinausreichen. Ich danke allen, die diesen Weg eröffnen – den Geldgebern Bund, Land und Gemeinden, den Bürgern, die aufgeschlossen der neuen Technologie gegenüberstehen und natürlich allen, die jetzt baulich den Weg in die Zukunft eröffnen, den Planern und ausführenden Betrieben“, so Schmülling weiter.

„Ich freue mich sehr, dass die WEMACOM Breitband GmbH, ein Tochterunternehmen der WEMAG, im vergangenen Jahr die Ausschreibung gewonnen hat und für den Breitbandausbau in drei Gebieten des Landkreises Ludwigslust-Parchim Fördermittel von Bund und Land erhält. Damit können wir 650 Kilometer Glasfaser-Trassen errichten und die Internetzukunft für einen Teil unserer Heimatregion sichern“, sagte WEMAG-Vorstand Thomas Murche.

Seit über einem Jahrzehnt funktionieren Internetanschlüsse über Kupferkabel. Die Datenübertragung erfolgt hier über das Telefonnetz. Die Datenraten haben dabei lange Zeit ausgereicht. Inzwischen sind die Ansprüche gewachsen. Immer mehr Geräte greifen zu Hause auf das Internet zu. Wenn dies parallel geschieht, stoßen Kupferleitungen an ihre Grenzen.

„Die Glasfasertechnologie ist eine Investition in die Zukunft. Hochmoderne Leitungen ermöglichen die Übertragung großer Datenmengen und bieten im Vergleich zu alten Kupferleitungen erhebliche Vorteile“, erklärte Martin Retzlaff, Geschäftsführer der WEMACOM Breitband GmbH. Schnelle Datenübertragungsraten und eine geringe Störanfälligkeit seien nur zwei von vielen Vorzügen. Internetnutzer könnten in Zukunft bequem und ohne Ladehemmung Mediatheken, Online-Shopping und Streaming-Dienste nutzen. „Wir planen, nächstes Jahr im September alle Bauarbeiten abgeschlossen zu haben“, prognostizierte Retzlaff.

Die WEMAG erweitert mit der Erschließung dieses neuen Geschäftsfeldes ihr bestehendes Portfolio um Telekommunikationsdienstleistungen. Neben Strom und Erdgas vertreibt das Unternehmen nun auch Internet-, Telefon- und TV-Produkte an Privat- und Gewerbekunden aus geförderten Gebieten. Kunden erhalten so Zugang zu verschiedenen Services aus einer Hand.

Die WEMACOM Breitband GmbH, die das Glasfaser-Netz betreibt, kann auf Branchenkenntnis und langjährige Erfahrungen zurückgreifen. Mit einem Projekt dieser Größenordnung und Komplexität kann das Unternehmen Kunden gewinnen und sein Glasfaser-Netz erweitern.

Damit Vertrieb und Bauarbeiten erfolgreich sein können, wurde ein Projektteam bestehend aus Mitarbeitern der WEMAG und der WEMACOM sowie externen Planungs- und Tiefbaufirmen zusammengestellt. Die Umsetzung des Projektes macht qualifizierte Fachkräfte auf verschiedenen Fachgebieten erforderlich. Bis heute wurden in den Unternehmen der WEMAG Gruppe über 20 neue Arbeitsplätze geschaffen – und hier sind nur interne Stellen gezählt. Durch die Zusammenarbeit mit Projektplanungs- und Tiefbauunternehmen tragen indirekt noch mehr entstehende Arbeitsplätze zur regionalen Wertschöpfung bei.

Games-Charts: Die Monster sind zurück

Dinos, Drachen und Riesenvögel sind nur einige der Bestien, die Capcoms „Monster Hunter: World“ bevölkern. In den offiziellen deutschen Xbox One-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, finden die Ungetüme nun zu alter Stärke zurück und verdrängen Vorwochensieger „Kingdom Come: Deliverance“ an die zweite Stelle. Auch auf PS4 rangiert das Jagdspiel vor dem Mittelalter-RPG.

Meistverkaufter PC-Titel ist aktuell „Die Sims 4“. Silber holt „Kingdom Come: Deliverance“. Als einziger Neuzugang erreicht das Wimmelbild-Abenteuer „Vermillion Watch: Die Rote Queen“ Rang 14.

In einer veröffentlichungsarmen Woche vermelden die übrigen Hitlisten keinen weiteren New Entry. Die beiden Spitzenpositionen besetzen auf den Nintendo-Konsolen jeweils „Mario Kart 8 Deluxe“ und „Super Mario Odyssey“ (Switch), „Pokémon Ultrasonne“ und „Super Mario 3D Land Selects“ (3DS) sowie „Mario Kart Wii Selects“ und „Mario Party 9 Selects“ (Wii). Auf PS3 haben die Legacy Edition von „FIFA 18“ und „FIFA 17“ die Nase vorn; auf Xbox 360 siegen „Minecraft“ und „Call of Duty: Black Ops 2“.