„Call of Duty: Black Ops 4” treffsicher in Games-Charts

Alle Jahre wieder erscheint ein neuer Teil von „Call of Duty“ – und alle Jahre wieder erobert er die Spitze der offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. Auch „Call of Duty: Black Ops 4“ legt einen souveränen Auftritt hin. Der Activision-Shooter punktet mit der größten Karte in der Geschichte der Reihe, drei unterschiedlichen Spielmodi und dem ersten Platz der PS4- und Xbox One-Hitliste. Neben der Standardversion schießt sich die Pro Edition an die vierte (PS4) bzw. fünfte Position (Xbox One).

Wie langfristig der Erfolg des Franchises ist, beweist „Call of Duty: Black Ops 2“. Bereits 2012 erschienen, holt das Game aktuell immer noch PS3-Silber hinter „FIFA 19“ sowie Xbox 360-Bronze hinter „FIFA 19“ und „Minecraft“. Zusätzlich schaut „Call of Duty: Black Ops 3“ auf Rang acht der PC-Auswertung vorbei. Dort stehen „Assassin’s Creed Odyssey“ und „Die Sims 4“ weiter vorne.

Partys und Autorennen bleiben die höchste Priorität für Nintendo-Spieler: „Super Mario Party“ und „Mario Kart 8 Deluxe“ siegen auf Switch, „Mario Kart Wii Selects“ und „Mario Party 9 Selects“ auf Wii. „3DS Luigi’s Mansion 2 Selects“, das Remake des GameCube-Klassikers um eine gruselige Geistervilla, findet die meisten 3DS-Käufer.

Staatskanzlei weitet Onlineangebot mit eigener Facebook-Seite aus

Schwerin – „Mir ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger mehr über die Arbeit der Landesregierung erfahren. Dazu gehört, unsere Informationen auf verschiedenen Plattformen anzubieten, um sie möglichst allen zugänglich zu machen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zum Start der neuen Facebook-Seite der Staatskanzlei.

Die Nutzung Sozialer Medien gehöre für einen wachsenden Teil der Bevölkerung zum Alltag und auch die politische Kommunikation und Meinungsbildung finde zunehmend online statt. Die Bürgerinnen und Bürger wollen Entscheidungsprozesse aktiv mitgestalten, sich vernetzen und mit Politik wie Verwaltung ins Gespräch kommen. „Das sind Kanäle, die auch wir nutzen müssen. Nicht nur einseitig, um etwas mitzuteilen, sondern auch in Dialogform“, betonte Schwesig.

Auf Facebook soll über politische Entscheidungen der Landesregierung und Termine im Land informiert sowie ein Einblick hinter die Kulissen gegeben werden. Dabei werden neben der Ministerpräsidentin auch der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann, und der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Reinhard Meyer, begleitet.

Für Ende Oktober ist der nächste LiveChat mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf der Präsenz der Staatskanzlei geplant. „Wir setzen auf einen Dialog auf Augenhöhe“, erklärte Schwesig.

Sie finden die Facebook-Seite unter: www.facebook.com/StaatskanzleiMV

Land fördert Mitwirkung junger Menschen und geht neue digitale Wege

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese ermutigt alle Jugendlichen im Land, sich zu engagieren und selbst aktiv zu werden. „Dazu werden durch die Landesregierung Beteiligungsmöglichkeiten ausgebaut und steht ein Jugendbeteiligungsfonds in Höhe von 100.000 Euro jährlich zur Verfügung“, betonte Drese zur Eröffnung von „Jugend im Landtag“ heute in Schwerin.

„Unsere Demokratie lebt davon, dass die Menschen sich einbringen und sie mitgestalten. Auch viele junge Menschen sind engagiert, haben Ideen und wollen sich einmischen. Das zeigt sich jedes Mal bei Projekten wie ‚Jugend im Landtag‘. Um noch mehr junge Menschen zu erreichen, müssen wir auch neue digitale Wege gehen“, sagte Drese.

Ein wichtiger Bestandteil zur Erhöhung der demokratischen Jugendbeteiligung ist deshalb die Erarbeitung einer Beteiligungslandkarte. Die Beteiligungslandkarte ist eine Idee aus dem Jahr 2016 im Rahmen von „Jugend fragt nach“. Sie schafft u.a. eine digitale Übersicht über Engagement-Möglichkeiten für Jugendliche.

Drese: „Die Umsetzung zeigt, dass es ‚Früchte trägt‘, sich zu beteiligen und Wünsche und Anregungen bei Formaten wie Jugend im Landtag oder Jugend fragt nach von der Politik aufgegriffen werden.“

Das Sozialministerium plant zudem, bis zum Ende der Legislaturperiode gemeinsam mit Jugendlichen, eine digitale Beteiligungsplattform zu entwickeln. Junge Menschen sollen damit die Möglichkeit erhalten, ihre Ideen und Interessen in die Gesellschaft einzubringen. Schon zum Jahresende werden hierzu erste Aktionen starten.

„Wir wollen die Umsetzung des Jugendbeteiligungsfonds vornehmlich digital gestalten, um so die Möglichkeit zu schaffen, alle Jugendlichen im Land zu erreichen. Wir tragen damit nicht nur unserer ländlichen Struktur Rechnung, sondern gehen in die digitalen Räume, in denen sich unsere Jugendlichen aufhalten“, so Drese.

„Lie Detectors“ und Faktenfinder der Tagesschau kooperieren mit Schulen

Ministerin Hesse: Aus erster Hand erfahren, wie Nachrichten gemacht werden

Schwerin – Das EU-Projekt „Lie Detectors“ und der Faktenfinder der Tagesschau starten in dieser Woche in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Medienkompetenzprojekt für Schülerinnen und Schüler. Zum Auftakt kommen die Medienmacherinnen und Medienmacher am Donnerstag, 27. September 2018, in die Hochschule für Musik und Theater Rostock. Sie wollen die rund 50 Lehrerinnen und Lehrer für das Projekt begeistern, die dort für zwei Tage zusammenkommen und in einer zweitägigen Fortbildung zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Kinder- und Jugendmedienschutz in der Schule durch das Medienpädagogische Zentrum des Bildungsministeriums ausgebildet werden.

„Welche Information stimmt und wann es sich um eine Falschmeldung handelt, ist für Schülerinnen und Schüler nicht immer einfach zu entscheiden“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Lie Detectors und der ARD-faktenfinder wollen Kindern und Jugendlichen zeigen, wo sie verlässliche Informationen und Nachrichten erhalten und wie sie ihren Wahrheitsgehalt prüfen können. Besonders spannend ist, aus erster Hand zu erfahren, wie Nachrichten gemacht werden und worauf es dabei ankommt. Das ist Medienbildung in bestem Sinne“, lobte Hesse. „Deshalb danke ich ‚Lie Detectors‛ und den Redakteurinnen und Redakteuren der Tagesschau, dass sie in unsere Schulen gehen.“

„Lie Detectors“ ist eine gemeinnützige Organisation aus Brüssel, die Kindern und Jugendlichen der Jahrgangsstufen 5 und 6 sowie der Jahrgangsstufen 9 und 10 dabei helfen will, manipulative Informationen zu erkennen und einzuschätzen. Dafür arbeitet sie mit Journalistinnen und Journalisten in den jeweiligen Regionen zusammen und bereitet sie in einem Kurzlehrgang auf die Arbeit in Schulen und mit Schülerinnen und Schülern vor. Diese Journalistinnen und Journalisten gestalten dann in Schulen 90-minütige Workshops zum Thema Nachrichtenkompetenz und nutzen dabei vorgefertigte und evaluierte Unterrichtsmaterialien.

Im ersten Schulhalbjahr 2018/2019 will „Lie Detectors“ mit den ARD-faktenfinder-Redakteurinnen und -Redakteuren zusammenarbeiten. Die ARD hat acht Redakteurinnen und Redakteure aus den eigenen Reihen benannt, die die 90-minütigen Workshops an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern durchführen. Die Veranstaltungen sind für Schulen kostenfrei.

Premierenbesuch: Christian Pegel im mobilen „Smart Home“

Greifswald – Der Herd schaltet sich ab, wenn sich längere Zeit niemand in der Küche befindet. Klingelt jemand an der Tür, ist das nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Droht die Badewanne überzulaufen, dreht sich der Hahn allein zu. Das sind nur einige Beispiele, mit denen die mobile Musterwohnung der Greifswalder „Initiative Leben und Wohnen im Alter (ILWiA)“ zeigt, wie das Wohnen der Zukunft aussehen dürfte. Und wie vor allem ältere Menschen von „Smart Home“ profitieren können.

„Wohnen im Alter – und das möglichst lange in den eigenen vier Wänden – braucht zuweilen Hilfen. Einen Eindruck von den technischen Möglichkeiten, die es heute schon gibt, zeigt diese mobile Musterwohnung in lebensechter Umgebung“, sagte Christian Pegel beim Besuch der Pflegemesse in Rostock, bei der die Musterwohnung erstmals gezeigt wurde. Sie besteht aus zwei mobilen Wohncontainern und einem Beratungspavillon.

„Damit hat die Vorführwohnung, die der Verein schon länger in Greifswald betreibt, eine transportable Schwester bekommen, durch die man schlendern und sich technische Lösungen und digitale Assistenzsysteme als Hilfen für den Alltag im Haushalt zeigen lassen kann. Sie ermöglicht es, die schon längst verfügbaren verschiedensten Hilfs- und Assistenzsysteme in einer realen Wohnumgebung kennenzulernen und durch praktisches Ausprobieren zu testen, ob und welche Lösung zu den eigenen Wünschen und Bedürfnissen passt – an jedem Ort im Land, zu dem die mobile Musterwohnung bestellt wird“, so Christian Pegel.

Er betont, wie wichtig es ist, sich auch im Bereich Wohnen auf die demographische Entwicklung einzustellen. „Die Menschen werden immer älter – und die Älteren werden immer mehr. Es ist vor allem für ihr Wohlbefinden und für ihre Würde wichtig, dass sie möglichst lange selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben können. Aber natürlich trägt dies auch zur Entlastung der Gesellschaft bei. ILWiA wird die Container aber auch regelmäßig nutzen, um damit Studierende und junge Start-Ups mit den Aufgaben und Herausforderungen im Rahmen von `smart living´ vertraut zu machen und sie so anzuregen, neue Ideen für digitale Assistenz- und Hilfssysteme zu entwickeln“, ergänzt Pegel. „Damit ist die Containerwohnung auch ein Reallabor für die digitale Entwicklung im Land – ganz im Sinne der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung!“

Die Landesregierung hat den Bau der mobilen Musterwohnung deshalb mit 182.000 Euro aus dem Strategiefonds gefördert.

Nach der Pflegemesse gestern in Rostock und heute in Stralsund ist die rollende Ausstellung zum Anfassen morgen in Greifswald auf dem Markt zu sehen. Ab kommender Woche sind alle Termine unter www.ilwia.de zu finden.

Das Projekt „ILWiA“ entstand 2014 als eine Initiative des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Zu den 40 Mitgliedern des Projektkonsortiums gehören unter anderen das Technologiezentrum Greifswald, die Rehabilitationsklinik „Medigreif“ Greifswald, der Landkreis Vorpommern-Greifswald und der Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement der Universität Greifswald.

Ziel des Projekts ist es, Innovationen und Digitalisierung für Pflege und Wohnen nutzbar zu gestalten. Es richtet sich vor allem an ältere und hilfsbedürftige Menschen, die durch den Einsatz von technischen Lösungen in der Gestaltung ihres Alltages unterstützt werden sollen. So können die verschiedenen technischen Lösungen helfen, länger sicher und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben.

Öffentlichkeitsbeteiligung zum Management invasiver gebietsfremder Arten gestartet

Schwerin – Im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) sowie in den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin, Neubrandenburg, Rostock und Stralsund liegen bis zum 17. Oktober 2018 zu den Geschäftszeiten die Entwürfe für das Management weiterer gebietsfremder invasiver Arten zur Öffentlichkeitsbeteiligung aus. Die Unterlagen sind auch online unter www.anhoerungsportal.de verfügbar.

Bereits 2016 waren in einer ersten Listung europaweit 37 invasive gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten identifiziert worden, von denen 6 Arten in Mecklenburg-Vorpommern weit verbreitet sind – darunter Nutria und Waschbär. Die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Management dieser Arten der ersten Listung erfolgte im Jahr 2017.

Darüber hinaus wurden 2017 weitere 12 gebietsfremde invasive Tier- und Pflanzenarten für die EU aufgelistet, 8 davon sind inzwischen auch in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern weit verbreitet. Dabei handelt es sich um Nilgans, Marderhund und Bisam sowie um die Gewöhnliche Seidenpflanze, die Schmalblättrige Wasserpest, den Riesenbärenklau, das Drüsige Springkraut und das Verschiedenblättrige Tausendblatt. Die Managementvorschläge für diese Arten sowie weitere Unterlagen, etwa zur länderspezifischen Verbreitung, werden nun öffentlich zur Diskussion gestellt.

Die ausgelegten Unterlagen beziehen sich auf die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten. Die Verordnung schafft einen für alle Mitgliedsstaaten verbindlichen Rechtsrahmen zum Umgang mit invasiven gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten, also solche Arten, die einheimische Tiere und Pflanzen verdrängen und so die biologische Vielfalt gefährden.

Die Vorschläge können von jedermann eingesehen und schriftlich kommentiert werden. Hinweise können bis zum 19. November 2018 entweder an das LUNG (Stichwort „Anhörung Managementpläne invasive Arten) gerichtet oder direkt online unter www.anhoerungsportal.de eingegeben werden.

Bei der Digitalisierung überwiegen die Chancen für die Landwirtschaft

Mühlengeez – Die Auseinandersetzung mit der Digitalisierung der landwirtschaftlichen Produktion ist für den Staatssekretär des Landwirtschaftsministeriums, Dr. Jürgen Buchwald, unverzichtbar für die Zukunft der Landwirtschaft. „Deshalb bin ich froh, dass wir hier auf der Mela das Thema aufgreifen, auch wenn ich genau weiß, dass die Themen Trockenheit, Futterversorgung oder die Weiterentwicklung der GAP vielen Landwirten weit mehr auf den Nägeln brennen“, sagte er heute in seinem Vortrag auf dem Mela-Forum „Chancen der Digitalisierung in der Landwirtschaft“.

So helfen bereits vielerorts N-Sensoren, den Düngebedarf exakt und standortgerecht zu ermitteln und die Ausbringungstechnik entsprechend einzustellen. „Gerade angesichts der Herausforderungen der neuen Düngeverordnung werden solche Applikationen an Bedeutung gewinnen“, nannte Buchwald als Beispiel aus dem Ackerbau. Die eingesparten Kosten für Dünger und Pflanzenschutzmittel würden dann an einem bestimmten Punkt die Anschaffungskosten einer solchen automatisierten Technik übersteigen, so dass sie auch betriebswirtschaftlich interessant sind.

Auch im Stall helfe der Einsatz digitaler Technologien Kosten zu sparen und gleichzeitig das Tierwohl zu verbessern. „Die Hälfte der Landwirte versorgt ihre Tiere bereits mit einer digitalen individuellen oder einer auf Leistungsgruppen zugeschnittenen Fütterung. Über- oder Unterversorgungen und damit Belastungen für die Tiere können vermieden werden“, führte Buchwald aus. Frühwarnsysteme ermöglichten eine sachgerechte Behandlung und vermeiden Schäden für das Tier und somit auch Verluste für den Betrieb.

Die Digitalisierung schreitet also in der Landwirtschaft voran. Um der laufenden Entwicklung gerecht zu werden, müsse man sich diesem Prozess stellen und die Digitalkompetenz in den Betrieben steigern, legte Buchwald den Landwirten ans Herz.

Zudem könne durch die Digitalisierung die Transparenz der Produktionsverfahren und die Rückverfolgbarkeit der Produkte vereinfacht werden, was beim Verbraucher das Vertrauen erhöhen und die Wertschätzung für die Landwirtschaft insgesamt wieder verbessern könnte.

Allerdings hätte Digitalisierung auch ihre Grenzen. „So wollen wir wiederum auch nicht den gläsernen Landwirt“, warnte Buchwald. „Ich glaube, dass mit der zunehmenden Digitalisierung dem Schutz von Daten, der Privatsphäre und den Urheberrechten eine ganz neue rechtsstaatliche Bedeutung zukommt. In Zeiten von BIG DATA muss der gesetzliche Datenschutz über personenbezogene Daten hinaus auch auf Betriebs-, Maschinen- und Geschäftsdaten ausgedehnt werden.“

Pilotprojekt zur Einführung der Elektronischen Akte am Landgericht Rostock gestartet

Justizministerin Katy Hoffmeister sieht im Pilotprojekt einen Meilenstein: „Die Justiz in M-V geht heute den ersten großen Schritt weg von der Papierakte“

Justizministerin Katy Hoffmeister (2.v.l.) beim Landgericht Rostock

Justizministerin Katy Hoffmeister (2.v.l.) beim Landgericht Rostock

Rostock – „Mit der Einführung der elektronischen Akte wird schrittweise die Papierakte in den Gerichten und Staatsanwaltschaften abgelöst. Das Pilotprojekt, das am Montag am Landgericht Rostock gestartet wurde, ist somit ein Meilenstein für die Justiz in Mecklenburg-Vorpommern. Die E-Akte wird die Arbeitsabläufe in den Serviceeinheiten und für Richterinnen und Richter am Landgericht Rostock verändern. Ihre Arbeitsplätze wurden mit moderner Technik ausgestattet.

Um auch im Sitzungssaal mit der elektronischen Akte arbeiten zu können, wurden zunächst zwei Sitzungssäle entsprechend umgebaut. Das Landgericht Rostock kann als erstes Gericht in Mecklenburg-Vorpommern elektronische Posteingänge auch digital weiterbearbeiten. Ich danke dem Team des Gemeinsamen IT-Betriebs der Justiz, kurz GemIT, sowie dem Landgericht Rostock für die Umsetzung des Pilotprojektes“, so Justizministerin Hoffmeister.

Zunächst werden am Landgericht Rostock neu eingehende Zivilverfahren ausschließlich in elektronischer Form und nicht mehr in Papierform geführt. Nach und nach werden weitere Gerichte und die Staatsanwaltschaften umgestellt.

Die Einführung der elektronischen Akte ist nur möglich, da die Justiz im Land mittlerweile komplett für den elektronischen Rechtsverkehr eingerichtet ist und Post auf sicheren elektronischen Übermittlungswegen erhalten kann. Nach und nach wird die Justiz nun umgerüstet, um die eingehende Post auch in der E-Akte weiterbearbeiten zu können. „Das geht nur Schritt für Schritt. Aber das Ziel ist gesetzlich vorgegeben: Zum 1. Januar 2026 wird die elektronische Akte die Papierakte ersetzt haben“, sagte Ministerin Hoffmeister.

Digitalisierung in der Schule

Ministerin Hesse: Kompetenzvermittlung ist das Ziel, an dem sich die technische Ausstattung orientieren muss

Schwerin – Bildungsministerin Birgit Hesse hat sich in Schwerin mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kammern in Mecklenburg-Vorpommern über die Digitalisierung an den Schulen ausgetauscht. Schwerpunkt der Gespräche waren die digitalen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft hatten sich mehrfach über mangelnde Kenntnisse von Jugendlichen im Umgang mit digitalen Medien beklagt.

„Die Digitalisierung ist für uns alle eine große Chance. Nutzen können wir sie, wenn wir die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die Kompetenzvermittlung ist dabei das wichtigste Ziel, an dem sich die technische Ausstattung orientieren muss. Seit diesem Schuljahr gilt ein fächerübergreifender Rahmenplan ‚Digitale Kompetenzen‛ an unseren Schulen. Schritt für Schritt sollen die rund 150 Rahmenpläne der einzelnen Fächer überarbeitet werden“, erläuterte die Ministerin.

Der Rahmenplan „Digitale Kompetenzen“ ist ein Kompass für die Neujustierung von Lernzielen, Lerninhalten und der Unterrichtsgestaltung. Grundlage ist die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“, auf die sich die Ressortchefs der Länder in der Kultusministerkonferenz verständigt haben. Danach soll jedes Kind, das in diesem Sommer eingeschult worden ist, in seiner Schullaufbahn eine umfassende Medienbildung erhalten. 21 weiterführende Schulen erproben in einem Modellvorhaben weiterhin das neue Unterrichtsfach „Informatik und Medienbildung“.

„Wenn alles gut läuft, führen wir das Fach zum Schuljahr 2019/2020 landesweit ein“, erläuterte Bildungsministerin Hesse. „Wir wollen Schülerinnen und Schüler im Umgang mit digitalen Medien befähigen. Digitalisierung darf nicht zum Selbstzweck verkommen. In unseren Schulen geht es vor allem darum, die Kinder und Jugendlichen für ein selbstbestimmtes Leben zu befähigen und sie auf die moderne Arbeitswelt vorzubereiten.“

Darüber hinaus setzt die Ministerin auf den Digitalpakt von Bund und Ländern: „Welche Hardware wir bzw. die Schulträger für die Schulen anschaffen, muss genau überlegt sein. Der Digitalpakt kann unseren Schulen einen großen Modernisierungsschub verleihen. Dafür möchte ich ihn nutzen und nicht, um ein Strohfeuer zu zünden. Voraussetzung dafür ist, dass die Mittel des Bundes endlich fließen. Wir warten schon sehr lange“, sagte Hesse.

Landesvermessung schaltet historische Luftbilder von 1953 frei

Schwerin – Luftbilder dokumentieren den Landschaftszustand zu einem bestimmten Zeitpunkt und enthalten alle aus der „Vogelperspektive“ sichtbaren Landschaftsinformationen. Die erste großflächige Luftbildbefliegung für die Landesfläche Mecklenburg-Vorpommerns wurde im Jahr 1953 durch die sowjetischen Streitkräfte durchgeführt.

Das analoge Bildmaterial, bestehend aus ca. 3.300 Schwarz-Weiß-Luftbildern, wurde nun durch die Landesluftbildstelle des Amtes für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen im Landesamt für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern digitalisiert und als Offline-Daten über den Geodatenservice ( www.laiv-mv.de ) oder als kostenfreier Abruf von Auszügen aus Landkarten über das GeoPortal.MV ( www.geoportal-mv.de ) für die Allgemeinheit bereitgestellt.

Das Amt für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen im Landesamt für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern ist die für das amtliche Vermessungswesen des Landes zuständige obere Vermessungs- und Geoinformationsbehörde. Aufgabe des amtlichen Vermessungswesens ist es, die Geobasisdaten für die Landesfläche zu erheben und landesweit nachzuweisen. Unter Geobasisdaten sind der vermessungstechnische Raumbezug, die geo-topographischen Informationen und das Liegenschaftskataster zu verstehen.

WEMACOM versorgt ersten Geschäftskunden mit schnellem Internet in Pampow

Auch Privatkunden werden in Kürze an das Breitbandnetz angeschlossen

Schwerin/Pampow – In der Gemeinde Pampow bei Schwerin hat der erste Geschäftskunde von der WEMACOM Telekommunikation GmbH ein schnelles Glasfaser-Internet erhalten. „Dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Amt Stralendorf und dem Tiefbauunternehmen können wir vorfristig den ersten Kunden zuschalten“, sagte WEMACOM-Projektleiter Rainer Killer.

„Mit den Glasfaserleitungen werden die Einwohner und Unternehmen zukunftsfähig an das Internet angebunden. Ich freue mich, dass die WEMACOM den Ausbau so zügig umsetzt“, erklärte Pampows Bürgermeister Hartwig Schulz.

„Der schnelle Internetanschluss ist für uns von großer Bedeutung. Als mittelständisches Unternehmen in der Fläche sind wir darauf angewiesen, schnell mit unseren Kunden zu kommunizieren“, sagte Jürgen Kuhnert, Geschäftsführer der Fensterbau Kuhnert GmbH. Das Unternehmen wurde 1990 durch Jürgen Kuhnert in der Region Pritzwalk gegründet. Seit 2011 hat die Unternehmung ihren Firmensitz in Pampow und ist auf die Produktion, Montage, Planung und den Verkauf von Bauelementen aus Kunststoff und Aluminium spezialisiert. Derzeit werden 66 Mitarbeiter und fünf Lehrlinge beschäftigt.

Die Gemeinde Pampow hatte 2016 den Ausbau der Internetversorgung für das Gewerbegebiet Pampow, Holthusen Bahnhof, den alten Ortskern nordöstlich der Stralendorfer Straße sowie südöstlich der Schweriner Straße ausgeschrieben. Ausschreibungskriterien waren eine fünfzehnjährige Zweckbindungsfrist, das heißt, der Anbieter muss das Netz für 15 Jahre betreiben und Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s für Privatkunden sowie 1 GBit/s für Gewerbekunden vorhalten. Die WEMACOM Telekommunikation GmbH reichte ihr Angebot ein und bekam den Zuschlag. Baustart war im Februar 2018.

Bisher wurden in der Gemeinde 69 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Von den etwa 900 möglichen Kunden, hat sich bereits mehr als die Hälfte für einen Glasfaseranschluss entschieden. „Wir gehen davon aus, dass bis zum Weihnachtsfest die meisten Kunden ihr schnelles Internet haben“, ergänzte WEMACOM-Projektleiter Rainer Killer. Spätestens im März 2019 soll das Projekt in Pampow abgeschlossen sein.

Der Netzausbau wird mit 1,2 Mio. Euro Fördermitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern bezuschusst. Die Gemeinde Pampow leistet einen Eigenbeitrag von 134.000 Euro. Vertragspartner für den Hausanschluss ist die WEMACOM. Die Internetprodukte können die Kunden zum Beispiel über die WEMAG beziehen. Die Glasfasertechnologie gilt als Investition in die Zukunft, da die hochmodernen Leitungen die ultraschnelle Übertragung großer Datenmengen ermöglichen. Zudem haben sie im Vergleich zu alten Kupferleitungen eine geringe Störanfälligkeit. So können Internetnutzer bequem Mediatheken, Online-Shopping und Streaming-Dienste nutzen.

Neue Internetpräsenz der Justiz in M-V

Justizportal www.mv-justiz.de wurde komplett erneuert. Justizministerin Katy Hoffmeister: „Moderner Internet-Auftritt ist vor allem für die Nachwuchssuche wichtig“

Rostock – Am Montag ist am Oberlandesgericht Rostock offiziell das neue Internet-Portal der Gerichte und Staatsanwaltschaften des Landes Mecklenburg-Vorpommern gestartet worden. Die Präsenz www.mv-justiz.de wurde komplett erneuert.

Justizministerin Katy Hoffmeister: „Die gesamte Justiz präsentiert sich nun im modernen Landesdesign. Das ist zum einen für eine moderne Justiz wichtig, aber vor allem auch zur Nachwuchsgewinnung bedeutend. Darum ist ins neue Justizportal auch das Karriereportal für die gesamte Justiz des Landes eingebunden. Wer sich über seine Perspektiven in der Justiz informieren möchte, findet hier alle wichtigen Fakten. Auch unsere Kampagnenfilme vom Referendariat über Justizfachangestellte bis hin zur neuesten Kampagne für den Justizvollzug sind auf dem Portal abrufbar“, so Justizministerin Hoffmeister.

Der Präsident des Oberlandesgerichts Rostock, Burkhard Thiele, lobt die Zusammenarbeit der Gerichte und Staatsanwaltschaften für den neuen Internetauftritt: „Die Justiz zeigt sich geschlossen und zeitgemäß. Das ist sehr wichtig, da immer mehr Menschen sich hauptsächlich im Internet informieren. Daher muss die Justiz entsprechend und ansprechend präsent sein. Wir nutzen somit auch die Chance, den Bürgerinnen und Bürgern die Rechtsprechung näher zu erklären. Das stärkt das Vertrauen in die Justiz. Und nicht zuletzt erreichen wir nur mit einem zeitgemäßen Internetauftritt den so dringend gebrauchten Nachwuchs.“

Das Justizportal ist federführend vom Oberlandesgericht Rostock und dem gemeinsamen IT-Betrieb der Justiz (GemIT) im Justizministerium umgesetzt worden.

Kindergeld im Studium – jetzt einfach online beantragen

Nürnberg – Ab sofort können die Eltern die Weiterbewilligung des Kindergelds für ihre studierenden Kinder online abwickeln – ganz ohne bürokratischen Aufwand. Formulare müssen sie nicht mehr ausfüllen. Der Studiennachweis kann online übermittelt werden.

„Viele Eltern kennen das leidvoll: Obwohl vorher schon viele Jahre für das Kind Kindergeld gezahlt worden ist, müssen sie, wenn das Kind nach Ende der Schulausbildung ein Studium aufnimmt, wieder viele Formulare der Familienkasse ausfüllen. Das ist jetzt vorbei. Mit unserem neuen Online-Service geht es schneller, man spart Zeit und nervige Behördenwege. Das Einreichen eines Formulars mit Unterschriften ist nicht notwendig, sodass der Prozess absolut bürokratiefrei ist“ sagt Karsten Bunk, Leiter der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit. „In diesem Jahr haben wir bereits etwa 450.000 Schreiben an unsere Kundinnen und Kunden mit einem individuellen Zugangscode versandt“.

So funktioniert das neue Online-Verfahren: Endet die Schulausbildung eines Kindes, schreibt die Familienkasse die Eltern an. Das Schreiben enthält nun neben den Hinweisen zum weiteren Kindergeldbezug auch einen individuellen Zugangscode und einen Hinweis auf das Online-Portal der Familienkasse. Auf der Website geben die Eltern ihren personalisierten Nutzungscode ein. Damit werden automatisch auch bereits vorhandene Daten der Eltern bzw. des Kindes angezeigt; sie müssen nicht mehr eingegeben werden. Das neue Onlineportal der Familienkasse ermöglicht zudem den unkomplizierten Upload und die Übermittlung des Studiennachweises. Da alle Angebote der Familienkasse für Smartphone und Tablet optimiert sind, geht dies sogar einfach von unterwegs.

Kindergeldberechtigte, die bereits angeschrieben worden sind, aber aktuell noch keinen Studiennachweis für ihr Kind vorliegen haben, können den Zugangscode auch zum Nachreichen der Studienbescheinigung nutzen. Weitere Informationen zum Kindergeld online: www.familienkasse.de

Schulmagazin „klasse!“ jetzt auch digital lesen

Ministerin Hesse: Lehrer und Schüler sind engagiert bei der Sache

Schwerin – „Tanzen & zappeln im Unterricht – Mehr Bewegung in der Schule“ bildet den Schwerpunkt der neuen Ausgabe des Schulmagazins „klasse!“. Das Heft liegt nun auch als digitale Ausgabe vor. Zu erreichen ist die Online-Ausgabe über www.lehrer-in-mv.de/klasse. Schulen können die digitale Ausgabe oder einzelne Artikel mit ihrer Homepage verlinken. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen haben ein gedrucktes Exemplar von „klasse!“ bereits vor den Sommerferien erhalten.

„An unseren Schulen ist immer viel los“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Neben regulärem Unterricht stehen Klassenfahrten und spannende Projekte auf dem Stundenplan. Das Schulmagazin zeigt, wie engagiert unsere Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler bei der Sache sind. Und auch die Elternarbeit kommt nicht zu kurz. Ich freue mich darüber, dass sich wieder viele Schulen an der Ausgabe beteiligt haben und Einblicke in ihren Alltag gewähren“, lobte Hesse.

Neben Bewegung und Sport in all seinen Facetten geht es im Heft um Ganztagsangebote und um virtuelle Lernmethoden in der Berufsschule. Der Rostocker Professor Christoph Perleth rät Lehrkräften und Eltern, wie sie hochbegabte Kinder und Jugendliche bestmöglich fördern können. Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Karriereperspektiven sich nach dem Medizinstudium bieten.

„klasse!“ ist inzwischen zum fünften Mal erschienen. Umgesetzt und produziert wurde das Schulmagazin im Jahr 2018 von der Rostocker Werbeagentur WERK3. „Wir haben dieses kleine Jubiläum zum Anlass genommen, auch dem Magazin ein bisschen Bewegung zu verordnen. Nach einigen Layout-Runden und Layout-Übungen kommt es jetzt umso frischer aus der Umkleide“, erläuterte Bildungsministerin Hesse.

Nordwestmecklenburg erhält Zuschuss für Digitalisierung im ÖPNV

Schwerin – Infrastrukturminister Christian Pegel hat am Montag einen Zuwendungsbescheid für die Digitalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Landkreis Nordwestmecklenburg an Landrätin Kerstin Weiss übergeben. Das Land unterstützt das Vorhaben mit 81.000 Euro (Fördersatz 75 Prozent). Die Mittel werden nach der Förderrichtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen und Maßnahmen im ÖPNV aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

„Der Landkreis und das kommunale Verkehrsunternehmen Nahbus planen, sämtliche Verkehrsleistungen zu digitalisieren. Mit einer App für Nordwestmecklenburg soll den Fahrgästen des ÖPNV eine Auskunftsplattform angeboten werden, dank derer sie per Smartphone schnell und unkompliziert die gewünschten Auskünfte erhalten. Ich begrüße die Initiative, im Nahverkehr neue Wege einzuschlagen und unterstütze dieses Vorhaben gern“, sagt Minister Pegel.

Die App soll Fahrgästen ab dem Frühjahr 2020 unter anderem Anschlussmöglichkeiten an den Schienenpersonennahverkehr, Anschluss- und Bestellmöglichkeiten für den flächendeckenden Anrufbus und die Ankünfte und Abfahrten der Busse in Echtzeit anzeigen. Außerdem sollen die Nutzerinnen und Nutzer wichtige Informationen, zum Beispiel zu witterungsbedingten Änderungen oder Ausfällen des ÖPNV, direkt auf ihr Smartphone erhalten.