Live Chat mit Sozialministerin Drese

Kindertagesförderung im Fokus

Schwerin – Am kommenden Dienstag, den 18. Dezember 2018, steht Sozialministerin Stefanie Drese live für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Von 17 Uhr bis 18 Uhr können sich Interessierte über das Portal www.familienbotschaft-mv.de an die Ministerin wenden.

Wer keine Zeit hat, direkt am 18. Dezember seine Fragen an die Ministerin zu richten, der kann bereits jetzt sein Anliegen online auf der Homepage der Familienbotschaft MV unter http://chat.familienbotschaft-mv.de/einstellen.

Im Fokus des Austauschs soll vor allem das Thema „Kindertagesförderung“ stehen. Die Neuerungen im Gesetz bieten weitere finanzielle Entlastungen für Eltern. So müssten Eltern zum 1.1.2019 ab dem zweiten Kind in Krippe, Kita, Hort oder Tagespflege künftig keine Gebühren mehr bezahlen. Darüber hinaus werden auch die Elternbeiträge für das erste Kind zusätzlich gefördert. Durch einen direkten Zuschuss des Landes in Höhe von bis zu 20 Euro pro Monat im Krippenbereich und bis zu 15 Euro im Kindergarten, sollen Preiserhöhungen der Kita-Träger abgefedert werden.

„Natürlich können aber auch viele weitere Themen, z.B. zur Pflege, Integration oder Gleichstellung angesprochen werden“, betont Ministerin Drese. „Ich hoffe auf viele Fragen und freue mich auf einen regen Gedankenaustausch.“

Rahmenplan „Digitale Kompetenzen“ leistet Präventionsarbeit

Ministerin Hesse: Schule ist ein guter Ort, um vorzubeugen und aufzuklären

Schwerin – Der neue fächerübergreifende Rahmenplan „Digitale Kompetenzen“ für die Schulen geht nicht nur auf die Chancen der Digitalisierung ein, sondern beschäftigt sich auch mit den Risiken für Schülerinnen und Schüler. Kinder und Jugendliche sollen in der Schule die Kompetenzen erhalten, sich selbst und andere vor möglichen Gefahren der digitalen Medien zu schützen. Über Computerspielsucht und die notwendige Präventionsarbeit haben heute auch die Abgeordneten im Landtag debattiert.

„In der Schule geht es darum, Kinder und Jugendliche zu befähigen, sich in einer zunehmend digitalisierten Welt zurechtzufinden und sich selbstbestimmt in ihr zu bewegen“, bekräftigte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die Schule ist ein guter Ort, um vorzubeugen und aufzuklären. Genau dieses Ziel ist in dem neuen Rahmenplan auch verankert. Für die Basiskompetenzen benennt unser Rahmenplan sogenannte Leitfächer und zeigt auf, welchen Beitrag die jeweils anderen Fächer leisten können, um ebendiese Kompetenzen zu vermitteln. Leitfach für die Kompetenzgruppe ‚Gesundheit schützen‛ ist übrigens das Fach Biologie“, so Hesse.

Im Schuljahr 2019/2020 will die Landesregierung das Unterrichtsfach „Informatik und Medienbildung“ an allen weiterführenden Schulen einführen. In diesem Schuljahr steht es bereits an 21 Modellschulen auf dem Stundenplan. Für die Jahrgangsstufe 7 ist u. a. das Thema „Spiele entwickeln und multimedial präsentieren“ vorgesehen.

„Spiele zu entwickeln dient dabei auch als Anlass, den eigenen Umgang mit Computerspielen zu reflektieren“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „In der Jahrgangsstufe 10 geht es dann konkret um Computersucht, die wir mit Bedacht nicht auf Computerspielsucht reduziert haben. Vielmehr sind die Schülerinnen und Schüler dazu angehalten, neben Fragen der Sicherheit soziale, rechtliche, ethische, ökologische und ökonomische Aspekte zu untersuchen. Als ausdrückliche Ziele sind hier ‚Risiken der Nutzung von Informatiksystemen bewerten‛, ‚Rückschlüsse für das eigene Verhalten ziehen‛ und ‚gesellschaftliche Folgen der Digitalisierung beurteilen und bewerten‛ formuliert“, sagte Hesse.

Eine neue Studie zur Computerspielsucht von Kindern und Jugendlichen lehnte die Ministerin mit dem Verweis auf bereits bestehende Erhebungen ab.

Fünf Kommunen in M-V erhalten EU-Gelder für öffentliche WLAN-Hotspots

Schwerin – In Bützow, Karlshagen, Parchim, Poppendorf und Zinnowitz besteht kurz vor Weihnachten bereits Grund zur Freude. Die fünf Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern erhalten je 15.000 Euro aus dem Programm ‚WiFi4EU‘ der Europäischen Union. Mit dem Geld können die Kommunen kostenlose Internet-Hotspots im öffentlichen Raum installieren.

„Es freut mich, dass ein Teil des Geldes in Mecklenburg-Vorpommern für den Ausbau der digitalen Infrastruktur eingesetzt werden kann. Dabei war die Förderung heiß umkämpft: Beim ersten derartigen Aufruf der Europäischen Kommission hatten sich mehr als 13.000 Kommunen beworben. Nur 2.800 von ihnen haben einen Gutschein erhalten“, sagt Landesdigitalisierungsminister Christian Pegel. Es standen insgesamt 42 Millionen Euro zur Verfügung. Davon gingen rund drei Millionen Euro an Kommunen in Deutschland.

„Das Angebot eines kostenfreien Internetzugangs wird für die Städte und Gemeinden im Land immer wichtiger. Er ist nicht nur Ausdruck einer digitalen und vernetzten Informationsgesellschaft, sondern wichtiger Faktor der Wahrnehmung der Städte und Gemeinden als attraktiver Standort, sowohl für die Einwohner und ansässigen Unternehmen als auch für Touristen“, so der Minister.

Deshalb begrüße er, dass die Europäische Kommission bis 2020 zwei weitere Förderaufrufe über zusammen rund 80 Millionen Euro plant. Die eingegangenen Bewerbungen werden nach dem Prinzip ‚Wer zuerst kommt, mahlt zuerst‘ bearbeitet. Christian Pegel appelliert an die Kommunen: „Es lohnt sich, bei der Bewerbung schnell zu sein. Nutzen Sie die Gelegenheit, kostenloses WLAN in Ihren Zentren mit finanzieller Unterstützung aus Brüssel einzurichten.“

Einen Termin für die ausstehenden Förderaufrufe gibt es aber noch nicht. Deshalb rät der Minister: „Registrieren Sie sich in der WiFi4EU-Community. So erhalten Sie auf direktem Wege weitere Informationen zum Programm.“

WiFi4EU ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, das von der Europäischen Kommission verwaltet wird. Ziel ist es, die Anbindung an schnelles Internet durch drahtlose Internetzugänge im öffentlichen Raum zu unterstützen. Mithilfe der Initiative sollen EU-weit in bis zu 8.000 Städten und Gemeinden, in denen bislang keine schnelle Internetversorgung vorhanden ist, sogenannte WLAN-Hotspots eingerichtet werden. Antragsberechtigt sind ausschließlich Kommunen.

Ein WiFi4EU-Gutschein weist pro Kommune einen festen Betrag von 15.000 Euro aus. Mit dem Geld wird die Installation von WLAN-Geräten auf dem neusten Stand der Technik in den Zentren des gemeinschaftlichen Lebens wie öffentlichen Plätzen und Gebäuden unterstützt. Die Hotspots werden Teil des EU-weiten WiFi4EU-Netzes, bei dem sich jeder Nutzer nur einmal registrieren muss. Anschließend ist kostenlos und ohne weitere Anmeldung über alle geförderten Hotspots das Surfen im Internet möglich.

Staatssekretär Buchwald: Digitale Kompetenz intensiv ausbauen

Dummerstorf – Der Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Jürgen Buchwald, hat die Landwirte des Landes aufgerufen, sich rechtzeitig auf die Anforderungen aus der Digitalisierung der landwirtschaftlichen Produktion einzustellen. „Neben der landwirtschaftlichen Fachkompetenz wird die digitale Kompetenz ein wichtiger Faktor im Unternehmensmanagement“, sagte er am Donnerstag in Dummerstorf. Das Landwirtschafts­ministerium und die LMS Agrarberatung hatten zur Fachveranstaltung „Chancen der Digitalisierung für die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ in das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN) eingeladen.

„Dass wir in der Breitbandinfrastruktur ein Stück zurück liegen, ist leider Fakt. Aber wir dürfen nicht den Fehler machen, die Diskussion zum Thema Digitalisierung mit dem Hinweis auf den noch fehlenden Netzausbau zu beenden“, sagte Buchwald. Bereits jetzt müssten Entscheidungen über den Aufbau betrieblicher Netzwerke, über die Verwaltung und Nutzung der unüberschaubaren Betriebsdaten, über die Vorbereitung des Personals getroffen werden.

Andererseits sei die Digitalisierung auf dem Feld, im Stall und im Büro längst Realität. Sie führt bereits jetzt zu einer umfangreichen Datenmenge, aus denen sich Erkenntnisse für die Optimierung des Einsatzes von Dünge- und Pflanzenschutzmittel, für die effektivere Nutzung des Futters, für die Vereinfachung der Verwaltungsarbeit und Nachweisführung ziehen und entsprechende Maßnahmen oft auch automatisieren lassen.

Angesichts dieser anstehenden Herausforderungen müsse die Kompetenz der Landwirte zum Thema Digitalisierung intensiv ausgebaut werden. Das Landwirtschaftsministerium habe deshalb in den Förderprogrammen für Wissenstransfer und Informationsmaßnahmen sowie für landwirtschaftliche Beratungsleistungen Möglichkeiten zur Förderung der Einführung und Nutzung digitaler Techniken integriert. Beispielsweise könne unter bestimmten Bedingungen ein Kurs gefördert werden, mit dem ein Drohnenführerschein erworben werden kann.

„Wir haben auch die Fördermöglichkeit besonders innovativer Maschinen über das Agrarinvestitions­förderungsprogramm (AFP) bis 2020 verlängert“, sagte Buchwald. Zwar sei Digitalisierung kein eigenständiger Fördertatbestand, aber langlebige Investitionen in die neueste, innovativste Technik könnten gefördert werden. Das gelte beispielsweise für Futterautomaten oder Licht-, Wärme- und Lüftungsregulation, die ohne digitale Steuerung gar nicht mehr denkbar sei.

„In der aktuellen Förderperiode wurden auch Spezialma­schinen zum exakten oder sparsamen Ausbringen von Wirtschaftsdüngern oder Pflanzenschutzmitteln zur Förderung zugelassen. Allerdings nur, wenn sie als besonders innovativ vom Julius-Kühne-Institut bewertet wurden“, führte Buchwald weiter aus. Dieses Prinzip sei ebenso auf Maschinen zur mechanischen Unkrautbekämpfung übertragen worden, die in MV seit 2018 förderfähig sind. Diese müssen digital ausgestattet sein, um eine Förderung zu erhalten.

Seit Mitte Oktober stehen den Landwirten des Landes zudem über die Homepage der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei (LFA) die umfangreichen Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die Landwirtschaft kostenlos zur Verfügung. „Für mich ist klar, dass wir bei der Förderung im Bereich Digitalisierung der Landwirtschaft kontinuierlich nachsteuern müssen“, sieht der Staatssekretär Land und Bund weiterhin herausgefordert.

Schwesig: Alle Länder wollen den Digitalpakt zügig umsetzen

Schwerin – Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben ihre Unterstützung des Digitalpakts bekräftigt: „Alle Länder wollen den Digitalpakt. Er ist wichtig, um die Schulen für das digitale Zeitalter gut auszustatten. Es ist unser gemeinsames Ziel, dass dieser Pakt möglichst schnell umgesetzt werden kann“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nach einer Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder in Berlin. „Wenn dafür eine Grundgesetzänderung kurzfristig nicht möglich ist, müssen wir andere Wege gehen.“

„Außerdem brauchen wir eine Klärung der vom Bundestag vorgeschlagenen Grundgesetzänderungen. Wir haben uns heute in der Ministerpräsidentenkonferenz einstimmig darauf verständigt, dass wir in der nächsten Bundesratssitzung den Vermittlungsausschuss anrufen wollen. Für uns in Mecklenburg-Vorpommern ist die neue und nicht mit den Ländern abgestimmte Änderung des Artikel 104b problematisch. Sie würde dazu führen, dass wir und auch die anderen finanzschwächeren Länder bei künftigen Investitionsprogrammen benachteiligt sind“, sagte Schwesig weiter.

Gemeinsames Ziel der Länder sei, zügig zu einer Einigung zu kommen. „Es geht hier um wichtige Investitionen in die Zukunft unserer Kinder“, so die Ministerpräsidentin.

Zukunftstechnologien im Handwerk – Digitalisierung ist Wachstumstreiber

Insel Rügen – Zukunftstechnologien im Handwerk hat Wirtschaftsminister Harry Glawe am Montag in Lauterbach (Insel Rügen) mit dem Vorstand der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern diskutiert. „Die Digitalisierung wird immer mehr zum zentralen Wachstumstreiber in allen Bereichen der Wirtschaft. Das gilt auch für das Handwerk. Während große Unternehmen häufig schon Produktionsketten digitalisieren und vernetzten, sind es insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen, die bislang zurückhaltend sind, digitale Technologien einzusetzen. Hier wünsche ich mir etwas mehr Mut bei den Betrieben. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Unternehmen auf dem Weg“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

„Für die Unternehmen stellt die Fachkräftesicherung eine große Herausforderung dar. Der durch den demografischen Strukturwandel ohnehin schon vorhandene Fachkräftemangel verstetigt sich durch die Digitalisierung. Da sich Branchen und Berufsbilder wandeln, sind am Arbeitsmarkt zukünftig neue und andere Kompetenzen gefragt. Hier gibt es Möglichkeiten, die Mitarbeiter darauf vorzubereiten“, sagte Glawe und verwies auf die Qualifizierungsrichtlinie. Unternehmen können die Förderung in Form von Bildungsschecks für branchenübergreifende und branchenspezifische Fortbildungsmaßnahmen ihrer Beschäftigten erhalten (Förderung 50 Prozent beziehungsweise 75 Prozent, maximal 500 Euro pro Bildungsscheck oder 3.000 Euro bei abschlussorientierten Bildungsschecks). Die Förderung erfolgt aus dem „Europäischen Sozialfonds“ (ESF). Seit Beginn der aktuellen ESF-Förderperiode (2014 bis 2020) wurden bisher rund 1.800 Anträge mit insgesamt rund 12.500 Bildungsschecks (Stand 31.10.2018) ausgegeben.

Darüber hinaus können Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit überregionalem Absatz für sogenannte unternehmensspezifische Maßnahmen (Projekte) eine 50-prozentige Förderung für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten (Beratung), die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen (Beratung) oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten (Schulung) erhalten, wenn ein externer Dienstleister beauftragt wird (maximal 100.000 Euro). „So ist eine genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnittene Qualifizierung möglich“, betonte Glawe.

Die Förderung von unternehmensspezifischen Maßnahmen wurde seit Ende 2017 von 13 Unternehmen für insgesamt rund 650 Mitarbeiter beantragt. Wirtschaftsminister Glawe verdeutlichte die Fördermöglichkeiten am Beispiel der Baubranche – über die Bildungsschecks können die Unternehmen der Bauwirtschaft zum einen Förderungen zu branchenübergreifenden Inhalten erhalten (EDV, Sprachen, Ausbildereignungsprüfungen usw.). Zum anderen sind Weiterbildungen auch für Baumaschinenbedienberechtigungen oder Spezialmaschinenführer (z. B. zum geprüften Turmdrehkranführer), im Bereich Fahr- und Präzisionstraining (z. B. Gefahr- und Schwertransport) oder unter anderem in den Bereichen Bauvertragsrecht, Baukalkulation, Weiterbildung zum Vorarbeiter möglich.

Um die Innovationsfähigkeit von Unternehmen zu erhöhen, können kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft zudem Personalkostenzuschüsse erhalten. Bei der Einstellung von zusätzlichem Personal mit Hochschulabschluss in einer technischen Fachrichtung werden für 24 Monate Personalkostenzuschüsse in Höhe von bis zu 50 Prozent ausgereicht (im 1. Jahr ist die Förderung auf 30.000 Euro, im 2. Jahr auf 15.000 Euro begrenzt). Seit Mitte August 2018 haben 29 Unternehmen Anträge dazu gestellt. „Entscheidend ist, dass es sich um eine Ersteinstellung handelt oder der Hochschulabschluss nicht länger als drei Jahre zurückliegt. Damit wollen wir den Handwerksbetrieben die Entscheidung für die Besetzung eines Arbeitsplatzes erleichtern“, sagte Glawe.

Wenn Unternehmen ihre Produktionsprozesse analysieren, „digitale“ Prozesse (=Prozessinnovationen) erarbeiten und in Pilotprojekten umsetzen wollen, unterstützt das Wirtschaftsministerium Betriebe der gewerblichen Wirtschaft. Förderfähig ist die Inanspruchnahme externen Sachverstands (bis zu 50 Prozent bei kleinen und mittleren Unternehmen, große Unternehmen mit bis zu 15 Prozent, max. 200.000 Euro). Zukünftig ist geplant, auch Investitionen zu unterstützen, die der Umsetzung von vorher durchgeführten Prozessinnovationen dienen. Dazu erhalten Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben bis maximal 100.000 Euro. „Das gilt beispielsweise für Maschinen, Anlagen und Automatisierungstechnik wie Sensorik oder Datenübertragungstechnik. Hier sehe ich gute Möglichkeiten für das Handwerk, Digitalisierungsstrategien mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums umzusetzen“, sagte Glawe abschließend.

In Mecklenburg-Vorpommern sind bei den Handwerkskammern derzeit über 20.200 Betriebe verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen und 5.061 Lehrlinge. Es wird ein jährlicher Umsatz in Höhe von neun Milliarden Euro erwirtschaftet. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden.

Schulkongress „Bildung in der digitalen Welt“

300 Lehrerinnen und Lehrer beraten über Digitalisierung in der Schule

Rostock – Inwieweit verändert die Digitalisierung den Unterricht? Wo liegen Chancen und Herausforderungen für die Schulen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich der diesjährige Schulkongress in Rostock. 300 Lehrerinnen und Lehrer treffen sich morgen, am 24. November 2018, im Audimax der Universität Rostock, um sich über die „Bildung in der digitalen Welt“ auszutauschen – so lautet auch das Motto des Kongresses. Veranstaltet wird er vom Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Beginn ist 9:00 Uhr. Lehrerinnen und Lehrer, die Interesse haben, können auch ohne Voranmeldung teilnehmen.

„Aufgabe der Schule ist es, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sich in einer zunehmend digitalisierten Welt zurechtzufinden und sich selbstbestimmt in ihr zu bewegen“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Nur wenn ich weiß, wie ich mich im Netz orientiere, wie ich dort Informationen beschaffe, wie ich sie zu bewerten und einzuordnen habe und welche Gefahren dort lauern, kann ich die digitale Welt für mich nutzen und bin gerüstet für die Anforderungen der modernen Arbeitswelt“, sagte die Ministerin.

Prof. Rudolf Kammerl von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wird beim Schulkongress den Vortrag „Digitalisierung der Schule oder Bildung für eine zunehmend digitale Welt“ halten und die Frage beantworten, wie Kompetenzen aufgebaut werden können, die nachhaltig sind. Thomas Batzer, Leiter des IT-Service-Centers im Landkreis Vorpommern-Greifswald, stellt das „Kooperationsprojekt Schul-IT“ des Landkreises vor. Dr. Jan Hartmann vom Medienpädagogischen Zentrum des Bildungsministeriums referiert über Medienentwicklungspläne und Medienbildungskonzepte.

„Ohne die Lehrerinnen und Lehrer geht es bei der Digitalisierung in der Schule nicht“, erklärte Bildungsministerin Hesse. „Aber niemand erwartet von ihnen, dass sie von heute auf morgen zum ‚digital native‛ mutieren. Wir arbeiten daran, alle Lehrkräfte entsprechend fortzubilden – mithilfe von 42 medienpädagogischen Multiplikatoren aus den eigenen Reihen und einem Fortbildungskonzept zur fächerintegrativen Medienbildung. Den angehenden Lehrkräften werden wir die medienpädagogischen Fähigkeiten bereits während ihres Studiums vermitteln, indem sie zum künftigen Pflichtcurriculum gehören“, so Hesse.

Land unterstützt Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen

Schwerin – Die Digitalisierung eröffnet den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern große Chancen für mehr Lebensqualität, effizienteres Wirtschaften und zukunftsorientierte Geschäftsmodelle. Sie stellt potenzielle Gründer, Start-ups und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen im Land aber auch vor neue Herausforderungen.

Um dabei helfend zur Seite zu stehen, hat das Energieministerium die Richtlinie zur Förderung der digitalen Transformation, kurz DigiTrans-Richtlinie, aufgelegt. „Damit wollen wir die Wirtschaft im Land auf dem Weg in die Digitalisierung begleiten und bei der zukunftsfähigen Aufstellung der Unternehmen helfen“, sagt Landesdigitalisierungsminister Christian Pegel.

„Mit der Richtlinie greifen wir aber nicht nur dem digitalen Start-up unter die Arme. Vielmehr soll damit auch den bereits bestehenden Betrieben und Unternehmen, im Land bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse geholfen werden – beispielsweise mit Zuschüssen zu Maschinen und Anlagen, die einen Teil des Fertigungsprozesses übernehmen und diesen damit erleichtern, verkürzen oder die Kosten minimieren können“, so der Minister.

Fördermittel beantragen können kleine, Kleinst- und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten oder einer Jahresbilanzsumme von bis zu 50 Millionen Euro. Unterstützung in Form von nicht zurückzuzahlenden Zuschüssen gibt es für den Aufbau neuer, digitaler Geschäftsmodelle oder die Umstellung von analogen auf digitale Prozesse. Außerdem sind Investitionen in die IT-Sicherheit und den Datenschutz zur Erhöhung des Digitalisierungsgrads förderbar.

„Die digitale Transformation ist ein Prozess, der sich für die Start-ups und Unternehmen nicht pauschalisieren oder standardisiert auf verschiedene Geschäftsmodelle übertragen lässt. Deshalb haben wir den Zweck der Förderung bewusst offen gehalten, um unnötige Restriktionen zu vermeiden“, so Minister Pegel. Lediglich die Anschaffung von Standardsoft- und -hardware wird nicht durch die Richtlinie unterstützt.

Gefördert werden zuwendungsfähige Ausgaben zwischen 8.000 Euro und 20.000 Euro. „In Ausnahmefällen, in denen die Vorhaben besonders innovativ sind, können die zuwendungsfähigen Ausgaben sogar bis zu 100.000 Euro betragen. Mit Fördersätzen von bis zu 50 Prozent schafft die Richtlinie den Unternehmen im Land somit Raum für die Kreativität und Innovation, die zur Umsetzung der Digitalisierung dringend gebraucht werden“, erklärt der Minister.

Mit der Richtlinie sind vor allem auch Unternehmen förderfähig, die bisher im klassischen Fördergeschäft ausgeschlossen waren, weil sie keinen überregionalen Absatz nachweisen können. Das betrifft in vielen Fällen den Handel und das Handwerk.

Anträge müssen vor Beginn des Vorhabens beim Landesförderinstitut gestellt werden. Die dafür notwendigen Unterlagen können auf der Internetseite des LFI heruntergeladen werden.

Großes Interesse am Schulkongress zur Digitalisierung

Ministerin Hesse: Schulen sind auf die neuen Herausforderungen gut vorbereitet

Rostock – 300 Lehrerinnen und Lehrer wollen sich beim Schulkongress am kommenden Sonnabend mit Expertinnen und Experten über das Lernen in der digitalen Welt austauschen. Die diesjährige Veranstaltung am 24. November 2018 im Audimax der Universität Rostock widmet sich den Fragen, inwieweit die Digitalisierung Unterricht und Schulalltag verändert und wo Chancen und Herausforderungen liegen. Veranstaltet wird der Kongress vom Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

„Die Digitalisierung spielt heute in unserem Alltag und im Arbeitsleben eine große Rolle“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wenn wir Schülerinnen und Schüler auf eigenverantwortliches und selbstständiges Leben vorbereiten wollen und damit auch auf ihre berufliche Zukunft, dann müssen wir dieser Entwicklung in der Schule Rechnung tragen. Seit Beginn dieses Schuljahres gilt deshalb der fächerübergreifende Rahmenplan ‚Digitale Kompetenzen‛. Er gibt vor, welche Kenntnisse Schülerinnen und Schüler in ihrer Schullaufbahn erhalten sollen, um mit digitalen Medien umzugehen“, erklärte Hesse.

Prof. Rudolf Kammerl von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wird beim Schulkongress den Vortrag „Digitalisierung der Schule oder Bildung für eine zunehmend digitale Welt“ halten und die Frage beantworten, wie Kompetenzen aufgebaut werden können, die nachhaltig sind. Dr. Jan Hartmann vom Medienpädagogischen Zentrum des Bildungsministeriums referiert über Medienentwicklungspläne und Medienbildungskonzepte. Thomas Batzer, Leiter des IT-Service-Centers im Landkreis Vorpommern-Greifswald, stellt das „Kooperationsprojekt Schul-IT“ des Landkreises vor. Am Nachmittag stehen Workshops auf dem Programm.

„Unsere Schulen sind auf die neuen Herausforderungen inhaltlich gut vorbereitet“, betonte Bildungsministerin Hesse. „An 21 Modellschulen steht schon heute das Fach ‚Informatik und Medienbildung‛ auf dem Stundenplan. Zum Schuljahr 2019/2020 soll es an allen weiterführenden Schulen eingeführt werden. Unser digitales Unterrichtshilfenportal bietet mittlerweile über 16.000 interaktive Materialien für modernen Unterricht an. Darüber hinaus sind an den Schulen medienpädagogische Multiplikatoren im Einsatz, die vom kommenden Schulhalbjahr an ihre Expertise an die Lehrerinnen und Lehrer weitergeben sollen. Derzeit werden diese Kolleginnen und Kollegen selbst fortgebildet“, erläuterte Hesse.

Das Land setzt damit die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ der Kultusministerkonferenz um und bereitet sich auf den DigitalPakt von Bund und Ländern vor. „Der DigitalPakt kann den Schulen einen großen Modernisierungsschub verleihen“, bekräftigte Bildungsministerin Hesse. „Deswegen hoffe ich, dass es am 6. Dezember 2018 zur Unterzeichnung der Bund-Länder-Vereinbarung zum DigitalPakt kommt“, sagte sie.

Neue Internetseite zum Vorpommerns-Fonds gestartet

Schwerin – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern hat anlässlich der 4. Sitzung des Vorpommern-Rates in Anklam eine neue Webpräsentation zum Vorpommern-Fonds vorgestellt. Sie ist unter der Adresse www.vorpommern-fonds.de zu erreichen.

„Der Vorpommern-Fonds läuft seit etwa anderthalb Jahren. Wir haben inzwischen 357 Projekte, die mit Hilfe des Fonds angeschoben und umgesetzt werden konnten. Diese wurden mit 3,53 Millionen Euro unterstützt und eine Gesamtsumme von 12,84 Millionen umgesetzt. Das können wir jetzt transparent und nachvollziehbar kartografisch darstellen“, begründete der Parlamentarische Staatsekretär für Vorpommern den Schritt.

Kernstück des neuen Auftritts ist eine Landkarte, in die die Nutzer hineinzoomen und dann mit einem Vorpommern-Greifen markierte einzelne Projekte anklicken können. Dort erhalten sie dann jeweils Informationen zu den Antragstellern, zum Zuschuss sowie eine Kurzbeschreibung des Projektes. Diese Darstellung wird in den kommenden Wochen weiter vervollständigt und dann auch aktuell fortgeschrieben.

„Die neue Karte zeigt sehr anschaulich, wie viel der Fonds schon bewirkt hat und dass Vorpommern insgesamt von den Mitteln des Fonds profitiert. Das zeigt auch noch einmal, dass die Menschen überall in Vorpommern viele gute Ideen haben, wie wir unseren schönen Landesteil weiter voranbringen können und dass man manchmal schon mit kleinen Beträgen etwas bewegen kann“, so Dahlemann.

Die Mitglieder des Vorpommern-Rates befassten sich in ihrer 4. Sitzung mit der beruflichen Bildung in Vorpommern und diskutierten dazu mit Vertretern des Bildungsministeriums. „Der Spagat zwischen Wohnortnähe und den Chancen der Digitalisierung stand dabei im Fokus. Wir haben hochmoderne Berufsschulstandorte in Vorpommern. Damit können wir in Zeiten des Fachkräftebedarfs selbstbewusst bei den jungen Menschen werben“, sagte Dahlemann.

Drese zum Jugendbeteiligungsfonds: Wir setzen auf attraktive digitale Angebote

Güstrow – „Die Jugend von heute ist weder politisch desinteressiert noch gesellschaftlich unengagiert. Aber viele Beteiligungsangebote sind für junge Menschen nicht attraktiv. Deshalb wollen wir neue, digitale Wege für mehr Mitwirkung gehen, die mit Offline-Angeboten verknüpft werden.“ Sozialministerin Stefanie Drese stelle heute in Güstrow Grundzüge des neuen Jugendbeteiligungsfonds vor.

Mit dem Fonds in Höhe von 100.000 Euro jährlich sollen bessere Beteiligungsmöglichkeiten für junge Leute im gesamten Land geschaffen werden. „Gerade Jugendliche im ländlichen Raum sind allein schon räumlich häufig abgehängt. Wir setzen deshalb vor allem auf attraktive digitale Angebote, um Jugendliche zu ermuntern, sich für ihre Belange zu engagieren und selbst aktiv zu werden“, betonte Drese bei der Auftaktveranstaltung zum Jugendbeteiligungsfonds.

Als erster Schritt wird derzeit eine sogenannte Landing-Page, als Plattform für digitale Partizipationsmöglichkeiten erstellt. Auf dieser werden nicht nur digitale Tools zur Verfügung gestellt, sondern auch bedarfsgerechte, MV-spezifische Anwendungen erarbeitet.

Drese: „Darüber hinaus wird derzeit eine Beteiligungslandkarte durch den Landesjugendring gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt. Diese soll Heranwachsende dabei unterstützen, Informationen und Beteiligungsangebote zu erhalten. Dabei geht es etwa um Möglichkeiten, wo man sich engagieren kann oder auch die Chance, sich mit eigenen Interessen und Ideen in der Gesellschaft einzubringen.“

Auch eine Online-Weiterbildung für alle Fachkräfte und Interessierten zum Thema digitale Jugendbeteiligung wird ab Anfang kommenden Jahres angeboten. „Sie wird Fachkräfte aus allen Bereichen der Jugendbeteiligung unterstützen auch digitale Methoden und Tools zielgerichtet für Beteiligungsverfahren einsetzen zu können“, sagte Drese.

Integrierter Landesverkehrsplan nun auch online einzusehen

Schwerin – Nachdem das Kabinett den Integrierten Landesverkehrsplan Mecklenburg-Vorpommern (ILVP) beschlossen hat, ist dieser nun auch für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger online einsehbar. Unter www.regierung-mv.de/Landesregierung/em/Infrastruktur/Landesverkehrsplan/ können die Lösungsvorschläge der Landesregierung zu den Herausforderungen im Bereich Mobilität nachgelesen werden.

„Drei zentrale Themen bestimmen den ILVP: die demografischen Entwicklungen im dünn besiedelten Flächenland Mecklenburg-Vorpommern, die begrenzten Ressourcen für die Verkehrsinfrastruktur – finanziell, personell, aber auch bei Bauunternehmen und Planungsbüros – und die strengeren Anforderungen an ein ressourcenschonendes Verkehrssystem“, fasst Landesverkehrsminister Christian Pegel den Plan zusammen.

Der ILVP stellt die Kombination und Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger Bahn, Bus, Taxi, Fahrrad und Fußgänger in den Vordergrund. Basis sollen das Verbessern der Infrastruktur unter anderem durch Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen, des Services beispielsweise durch die bessere Abstimmung der Fahrpläne von Bus und Bahn und der Kommunikation vor allem durch verkehrsträgerübergreifende Fahrplanauskünfte bilden.

Neu ist, dass der ILVP verkehrsträgerübergreifende Themen wie die Mobilität in ländlichen Räumen, die touristische Mobilität sowie die Nutzung alternativer Kraftstoffe oder Antriebe losgelöst von der traditionellen Aufteilung nach Verkehrsträgern betrachtet.

„Die Zukunft der Mobilität im ländlichen Raum sollte laut ILVP verstärkt durch regionale Konzepte mit bisher unkonventionellen Lösungsansätzen bestimmt werden“, so Christian Pegel. So könnten zunehmend Fahrzeuge einbezogen werden, die ohnehin unterwegs sind und Menschen mitnehmen können. Gemeint seien damit nicht nur geschäftliche Fahrten, sondern auch ,solidarische Mobilität‘, also das Mitnehmen im privaten PKW.

Der Plan liefert auch Handlungsempfehlungen für die Entwicklung der Mobilität. „Dabei geht es nicht um verpflichtende Vorgaben, sondern um Empfehlungen an die verschiedenen Akteure, die im Verkehrsbereich Verantwortung tragen, vor allem die Landkreise und Gemeinden“, so Minister Pegel. Es gelte vielmehr, die Maßnahmen in den kommenden Jahren gemeinsam zu konkretisieren und bestmöglich für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern umzusetzen.

Land wartet auf Umsetzung des Digitalpakts für Schulen

Ministerin Hesse: Digitalpakt kann Schulen einen großen Modernisierungsschub verleihen

Schwerin – Bildungsministerin Birgit Hesse hofft auf eine schnelle Umsetzung des Digitalpaktes für die Schulen. Die Ministerin hat heute im Kabinett über den Stand der Dinge berichtet. Bund und Länder müssen dafür eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnen. „Ich gehe davon aus, dass die Verhandlungen von Bund und Ländern noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können. Das würde bedeuten, dass der Digitalpakt 2019 starten kann. Die Signale, die ich derzeit vom Bund vernehme, deuten in diese Richtung“, sagte Hesse.

„Der Digitalpakt kann unseren Schulen einen großen Modernisierungsschub verleihen. Die Digitalisierung spielt in unserem Alltag eine wichtige Rolle. Schülerinnen und Schüler brauchen eine digitale Lernumgebung, wenn wir sie angemessen auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten wollen. Mecklenburg-Vorpommern hat seine Hausaufgaben zum Digitalpakt bereits gemacht und die Vorbereitungen für die Umsetzung getroffen. Nun ist wichtig, dass er auch kommt. Wir warten schon sehr lange“, sagte Hesse.

Für die Umsetzung des Digitalpakts ist zudem eine Änderung des Grundgesetzes notwendig. „Ich hoffe, dass diese notwendige Änderung kommt. Die Bundesregierung hat dafür einen Vorschlag gemacht. Die Grundgesetzänderung ist der entscheidende Hebel, damit die Mittel aus Berlin an die Länder fließen können. Ich hoffe, dass die Gespräche über die Lockerung des Kooperationsverbotes zügig abgeschlossen werden können“, sagte Bildungsministerin Hesse.

Öffentlicher Kontrollpunkt für mobile Navigation in Wismar wird eingeweiht

Wismar – Standortbestimmungen mit mobilen Geräten wie Smartphones sind heutzutage ganz alltägliche Vorgänge. Zahlreiche Apps wie Routenplaner und Online-Kartendienste nutzen die Positionsbestimmung. Für einige Menschen ist die satellitengestützte Positionierung zu einer Art Sport geworden; beim Geocaching suchen sie über vorgegebene Koordinaten und Wegebeschreibungen kleine Schätze.

Bei allen Navigationsanwendungen taucht aber irgendwann die Frage nach der Genauigkeit des genutzten Gerätes auf. Navigationsfähige mobile Geräte verwenden unterschiedliche Verfahren der Standortbestimmung mit ebenso unterschiedlichen Genauigkeiten. Mit dem nunmehr dritten Kontrollpunkt für mobile Navigation in Mecklenburg-Vorpommern lassen sich die Standortkoordinaten mobiler Geräte mit Koordinatenangaben des amtlichen Geoinformations- und Vermessungswesen des Landes überprüfen.

Am 30.10.2018, 10.00 Uhr, wird im Alten Hafen in Wismar der neueste Kontrollpunkt für mobile Navigation in Mecklenburg-Vorpommern eingeweiht.

Schwesig: Digitalpakt muss jetzt kommen

Hamburg – Die Länder machen Druck beim Digitalpakt für Schulen. „Die Verhandlungen von Bund und Ländern zum Digitalpakt sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, damit ein Programmstart des Digitalpaktes zu Beginn des Jahres 2019 gewährleistet ist“, heißt es in einem heute auf der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder in Hamburg getroffenen Beschluss.

„Der Digitalpakt muss jetzt kommen. Wir brauchen eine gute digitale Ausstattung unserer Schulen und mehr digitale Bildung, und zwar überall in Deutschland. Dieses Ziel werden wir am besten erreichen, wenn Bund und Länder ihre Kräfte bündeln“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Konferenz.

„Es geht um die Zukunft unserer Kinder. In 10 Jahren wird es keinen Beruf mehr geben, der ohne digitale Kenntnisse auskommt. Darauf muss Schule vorbereiten“, so die Ministerpräsidentin.

Mit Blick auf die anstehenden Entscheidungen in Bundestag und Bundesrat sagte Schwesig: „Wir brauchen für die Umsetzung des Digitalpakts eine Änderung des Grundgesetzes. Die Bundesregierung hat dafür einen Vorschlag gemacht. Ich wünsche mir, dass die Gespräche über die Lockerung des Kooperationsverbotes jetzt schnell abgeschlossen werden, damit es keine weiteren Verzögerungen gibt.“