Digitale Infrastruktur in Nordwestmecklenburg wird ausgebaut

Grevesmühlen – Der Landkreis Nordwestmecklenburg beauftragt die Wemacom Breitband GmbH mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur nahezu im gesamten Kreisgebiet. Die entsprechenden Verträge werden die Landrätin des Landkreises Nordwestmecklenburg, Kerstin Weiss und die Geschäftsführer der Wemacom, Martin Retzlaff und Thorsten Speth, am Montag (20.08.2018) unterzeichnen. Digitalisierungsminister Christian Pegel nimmt an der Vertragsunterzeichnung für die Umsetzung des Breitbandausbaus im Landkreis Nordwestmecklenburg teil.

Mit der Umsetzung der 14 Projekte sollen rund 35.700 Haushalte und ca. 4.900 Unternehmen an das schnelle Internet angeschlossen werden. Die Wemacom beabsichtigt, im gesamten Ausbaugebiet ein reines Glasfasernetz mit FTTB/H-Standard einzurichten, also mit Glaserfaseranschlüssen bis an die Gebäude bzw. Wohneinheiten.

Insgesamt hat der Landkreis für den Breitbandausbau 180 Millionen Euro veranschlagt. Davon trägt der Bund 113 Millionen Euro, das Land unterstützt mit Fördermitteln in Höhe von rund 43 Millionen Euro. Um die übrigen 24 Millionen Euro Eigenanteil zu stemmen, kann der Landkreis auf den Kommunalen Aufbaufonds zugreifen.

Um deutschlandweit eine flächendeckende Breitbandabdeckung mit Datenraten von mindestens 50 Mbit/s zu erreichen, stellt der Bund in mehreren Etappen mehr als zwei Milliarden Euro Fördermittel bereit. Die Förderung des Bundes beträgt bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten eines Ausbauprojekts. Um den verbleibenden kommunalen Eigenanteil zu verringern, stellt das Land Mecklenburg-Vorpommern ergänzend eine Kofinanzierung zum Breitbandausbau bereit. Der Eigenanteil der Landkreise beträgt zehn Prozent. Dieser wird aus dem Kommunalen Aufbaufonds finanziert und belastet deshalb nicht die einzelnen Kommunen. Das Land finanziert diese Ausgaben des Kommunalen Aufbaufonds aus der Haushaltsrücklage des Landes vor.

Sämtliche 93 Projektgebiete, mit denen Mecklenburg-Vorpommern nahezu flächendeckend für den Breitbandausbau überplant worden ist, erhielten den Zuschlag vom Bund. Damit konnten rund 832 Millionen Euro Bundesmittel nach M-V geholt werden. Das Land wird aus der Haushaltsrücklage eine knappe halbe Milliarde Euro als Kofinanzierung des Landes sowie für den kommunalen Eigenanteil beitragen. Damit stehen insgesamt ca. 1,3 Milliarden Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung.

Games-Charts: „No Man’s Sky” und „Go Vacation” ziehen noch immer

Alte Spiele in neuem Gewand – das gilt in den offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, gleich mehrfach. Während der Weltraumkracher „No Man’s Sky“ (Original-VÖ 2016 für PS4) vor „Jurassic World Evolution“ die Spitze der Xbox One-Hitliste übernimmt, reiht sich die Spielesammlung „Go Vacation“ (Original-VÖ 2011 für Wii) hinter „Mario Kart 8 Deluxe“ auf Platz zwei des Nintendo Switch-Rankings ein. Der 2014er-Survival-Bestseller „The Last Of Us Remastered“ schließlich erobert dank Zweitvermarktung von AK Tronic die PS4-Bronzemedaille hinter „Jurassic World Evolution“ und „The Crew 2“.

Zwar erbeutet die Minispiele-Zusammenstellung „WarioWare Gold“ kein Edelmetall, aber immerhin Rang sechs der 3DS-Tabelle. Das Ruder fest in der Hand hält weiterhin „Captain Toad: Treasure Tracker“. Bei den Wii-Titeln tauschen „Mario Party 9 Selects“ (jetzt auf eins) und „Mario Kart Wii Selects“ (jetzt auf zwei) wieder mal die Führung.

Wimmelbild-Adventures von astragon Entertainment sind in den PC Games-Charts ein gewohnter Anblick. Doch in dieser Woche lohnt es sich, genauer hinzuschauen, denn „Dark Parables: Der Dieb und das Feuerzeug“ leuchtet neu an zweiter Stelle. Nur „Die Sims 4“ stellt sich dem Langfinger in den Weg. Auf PS3 und Xbox 360 überzeugen abermals „FIFA 17“ bzw. „Minecraft“.

Neuer Ausbildungsberuf im E-Commerce startet

Ministerin Hesse: Jugendliche erlernen Beruf in einem Wachstumsmarkt

Schwerin – Die Digitalisierung lässt neue Ausbildungsberufe entstehen. Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. August 2018 startet auch in Mecklenburg-Vorpommern die duale Ausbildung zur Kauffrau/zum Kaufmann für E-Commerce. In jedem der drei Bezirke der Industrie- und Handelskammern soll es einen Standort für die theoretische Ausbildung an der Berufsschule geben. Das sieht der Entwurf der Berufsschulorganisationsverordnung vor. Die Verordnung soll Anfang August in Kraft treten.

„Die Bedürfnisse der Kunden haben sich verändert. Der digitale Handel boomt. Das weiß jeder, der über das Internet etwas gekauft hat“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Der kaufmännische Ausbildungsberuf im E-Commerce ist der erste neue seit zehn Jahren in diesem Bereich und trägt dieser Entwicklung Rechnung. Ich wünsche den neuen Auszubildenden einen guten Start – im Unternehmen und nach den Ferien in der Berufsschule. Die Jugendlichen erlernen einen Beruf in einem Wachstumsmarkt“, betonte Hesse.

Die duale kaufmännische Ausbildung im elektronischen Handel dauert drei Jahre. E-Commerce-Kaufleute sind in Unternehmen tätig, die Waren oder Dienstleistungen online vertreiben – nicht nur im Groß- und Außenhandel, im Einzelhandel oder der Tourismusbranche, sondern auch bei Herstellern und Dienstleistern. Voraussetzung ist die Berufsreife bzw. Mittlere Reife. Zu den Aufgaben der E-Commerce-Kaufleute gehört die Auswahl der Vertriebskanäle, die Mitarbeit bei der Gestaltung und Bewirtschaftung des Sortiments. Auszubildende erhalten Kenntnisse in Werbung, Logistik, IT, Vertragsrecht und Controlling.

Am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz in Waren liegen bislang vier Anmeldungen von Schülerinnen und Schülern für den Besuch der Berufsschule vor (Stand: 24. Juli 2018). An der Beruflichen Schule der Hansestadt Rostock – Wirtschaft sind es drei Anmeldungen. Die Berufliche Schule der Landeshauptstadt Schwerin – Wirtschaft und Verwaltung verzeichnet eine Anmeldung. Da immer noch Ausbildungsverträge geschlossen werden können, können sich die Anmeldezahlen in den kommenden Wochen erhöhen. Die Sommerferien an den beruflichen Schulen enden am Freitag, 31. August 2018.

„Sonic Mania Plus“ überzeugt in Games-Charts

Bereits vor 27 Jahren erblickte Sonic the Hedgehog das Licht der Welt. Und das Sega-Aushängeschild zeigt auch weiterhin keinerlei Ermüdungserscheinungen. In den offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, präsentiert sich der blaue Igel dank „Sonic Mania Plus“ so flink wie eh und je. Gemeinsam mit seinen Freunden Tails und Knuckles erobert er aus dem Stand die Positionen fünf (Xbox One), sechs (PS4) und sieben (Nintendo Switch).

Meistverkaufter Xbox One-Titel bleibt „Jurassic World Evolution“, gefolgt von „Crash Bandicoot N.Sane Trilogy“. Auf PS4 treten die Dinos den Rückzug an die dritte Stelle an. Neue Spitzenreiter sind nun „God Of War“ und „Monster Hunter: World“. Switch-Fans begeistern sich für „Captain Toad: Treasure Tracker“. Das Solo-Debüt des pilzköpfigen „Super Mario“-Helden ist auch bei 3DS-Spielern am gefragtesten. Im Wii-Ranking regieren „Mario Kart Wii Selects“ und „Mario Party 9 Selects“.

Mit „Die Sims 4“ gibt es auf dem Sonnenplatz der PC Games-Charts den gewohnten Anblick. Einziger New Entry ist das Puzzle-Spiel „Spellarium 2“ auf Rang 13. „FIFA 17“ (PS3) und „Minecraft“ (Xbox 360) komplettieren die Führungsriege.

Europäischer Games-Markt: „Far Cry 5” und „FIFA 18” dominieren erstes Halbjahr 2018

Im WM-Jahr 2018 macht König Fußball auch bei den europäischen Videospieleverkäufen eine gute Figur. Wie eine plattformübergreifende Sonderauswertung von GfK Entertainment zeigt, war der EA-Kracher „FIFA 18“ gleich in fünf Ländern meistverkauftes Game der ersten sechs Monate. Cristiano Ronaldo und seine Mitstreiter dribbeln in Dänemark, Italien, Portugal, Schweden und Spanien an die Spitze der Halbjahres-Charts. Noch erfolgreicher war nur „Far Cry 5“. Das Action-Adventure aus dem Hause Ubisoft sichert sich die Pole-Position in Deutschland, den Benelux-Staaten, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Österreich und der Schweiz.

Der „God Of War“ (Sony Interactive Entertainment) macht ebenfalls keine halben Sachen und erobert in nahezu allen untersuchten Ländern die zweite Stelle. Nur in der Benelux-Region und Dänemark muss sich der Kriegsgott mit Bronze begnügen. Weitere Abräumer zwischen Januar und Juni waren „Monster Hunter: World“, „Minecraft“, „GTA V“ und „Call of Duty: WWII“. Basis der Auswertung sind die Verkäufe von Computer- und Videospielen im physischen Markt.

Multiplikatoren tragen Digitalisierung ins Lehrerzimmer

Für elf Lehrerinnen und Lehrer ist noch Platz

Schwerin – Der Digitalpakt kommt, die Mittel für die Länder sollen im kommenden Jahr bereitstehen. Jetzt gilt es, die Chancen dieses Programms für die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zu nutzen: Die Landesregierung sorgt deshalb dafür, alle Lehrerinnen und Lehrer für den Umgang mit digitalen Medien zu qualifizieren. Dafür sucht das Bildungsministerium unter den unbefristet beschäftigten Lehrkräften medien-pädagogische Multiplikatoren, damit diese Fortbildungen für ihre Kolleginnen und Kollegen anbieten, die Umsetzung des Rahmenplans „Digitale Kompetenzen“ unterstützen und den Schulen bei Datenschutzfragen zur Seite stehen.

„Wer sich einigermaßen sicher in der digitalen Welt bewegt und mit den dazugehörigen Medien und Kanälen souverän umzugehen weiß, für diejenigen ist das eine spannende Aufgabe“, wirbt Bildungsstaatssekretär Steffen Freiberg. 31 Multiplikatoren haben sich im vergangenen Monat bereits gefunden, elf Plätze stehen noch zur Verfügung. „Uns geht es darum, ein landesweites Netz zu spannen, mit dem wir alle Lehrerinnen und Lehrer erreichen. Deshalb ist es wichtig, dass wir Multiplikatoren aus allen Regionen gewinnen“, erklärte Freiberg.

Im Zuge des Digitalpakts wird es die Aufgabe der Länder sein, die Aus- und Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer zu übernehmen und die Rahmenpläne zu überarbeiten. Die medienpädagogischen Multiplikatoren sollen ab dem neuen Schuljahr 2018/19 im Einsatz sein. Im ersten Halbjahr werden sie zunächst selber für ihre neue Aufgabe qualifiziert.

Die betreffenden Lehrkräfte erhalten für ihr zusätzliches Engagement fünf Anrechnungsstunden. Wer sich für die Aufgabe als Multiplikator interessiert, kann sich bis zum 24. August 2018 beim Medienpädagogischen Zentrum des Bildungsministeriums bewerben.

Schwesig und Pegel starten Breitbandausbau auf Hiddensee

Insel Hiddensee – Am 16.07.2018 nahmen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel in Vitte den ersten Spatenstich für den Bau des Breitbandnetzes auf der Insel Hiddensee und der Halbinsel Mönchgut vor. Zusätzlich übergab die Ministerpräsidentin die Zuwendungsbescheide für die Maßnahme auf Hiddensee sowie für den Breitbandausbau in zwei weiteren Projektgebieten auf der Insel Rügen an Axel Rödiger, Geschäftsführer des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR).

„Der Breitbandausbau in Mecklenburg-Vorpommern nimmt Fahrt auf“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erfreut. „Es ist wichtig, auch die ländlichen Regionen gut auszustatten. Wir brauchen schnelles Internet überall im Land.“

Für insgesamt sieben Millionen Euro sollen auf der Insel Hiddensee und der Halbinsel Mönchgut etwa 1.500 Haushalte an das schnelle Internet angeschlossen werden. „Davon profitiert die einheimische Bevölkerung – und davon profitieren natürlich auch die Urlaubsgäste. Die zugesagte Bundesförderung in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro wird flankiert durch Fördermittel des Landes in Höhe von ca. 2,5 Millionen Euro“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. Der Eigenanteil des ZWAR für die Maßnahme beträgt rund 1,3 Millionen Euro und wird aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds bereitgestellt.

Die beiden weiteren Zuwendungsbescheide dienen dem Ausbau der digitalen Infrastruktur unter anderem in Putgarten, Schaprode, Bergen und Putbus sowie den Amtsgebieten West-Rügen und Nord-Rügen. Insgesamt stellt der Bund für den Ausbau des schnellen Internets in diesen beiden Projektgebieten ca. 15,7 Millionen Euro bereit. Das Land unterstützt die Maßnahmen mit Fördermitteln in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro. Der Eigenanteil des ZWAR für beide Maßnahmen liegt bei etwa drei Millionen Euro und kann aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds gedeckt werden. Vom Breitbandausbau in den beiden Projektgebieten profitieren insgesamt gut 3.450 Haushalte.

Auf der Insel Hiddensee – und auf der gesamten Insel Rügen setzt man auf das sogenannte Betreibermodell. Das bedeutet, dass der ZWAR den Ausbau der digitalen Infrastruktur für die Kommunen übernimmt. Das fertiggestellte Netzsegment bleibt dann im Besitz des ZWAR und somit der Kommunen und wird anschließend an einen privaten Telekommunikationsanbieter verpachtet. „So stellen die Kommunen sicher, dass Glasfaserverbindungen flächendeckend und in ihrem Sinne auf der Insel verlegt werden und jederzeit nachgerüstet werden können“, erklärte Infrastrukturminister Christian Pegel.

Mit dem heutigen Baustart befinden sich landesweit 15 Breitbandprojektgebiete im Bau. Elf davon liegen im Landkreis Vorpommern-Rügen, drei im Landkreis Ludwigslust-Parchim und eins im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Die Gebiete werden mit der modernen Glasfasertechnologie ausgebaut. Von den verbleibenden 78 Projektgebieten, die sich im Auswahlverfahren befinden, stehen 14 im Landkreis Nordwestmecklenburg kurz vor dem Abschluss. Die Vertragsunterlagen liegen bereits zur Prüfung beim Bund. Christian Pegel fasste das Anliegen der Landesregierung noch einmal zusammen: „Unser Ziel ist es, in unserem gesamten Bundesland den Zugang zu schnellem Internet zu ermöglichen – bis hin zu den Gebieten, die nur auf dem Wasserweg erreichbar sind.“

Sassnitzer Ortsteile an schnelles Internet angeschlossen

Insel Rügen – Digitalisierungsminister Christian Pegel hat heute (16.07.2018) in Sassnitz mit Axel Rödiger, Geschäftsführer des Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR), und Rolf Hoffmann, Geschäftsführer der Kabel + Satellit Bergen Kommunikationstechnik GmbH (Kabel + Sat Bergen), sowie Tim Brauckmüller, Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes, das landesweit erste digitale Hochgeschwindigkeitsnetzsegment in Betrieb genommen, das aus Fördermitteln des Bundes und des Landes finanziert wurde.

Das heute freigeschaltete Netzsegment versorgt rund 110 Haushalte in den Sassnitzer Ortsteilen Alt Mukran, Neu Mukran, Wostevitz und Dubnitz mit schnellem Internet. Es ist Teil des Projektgebietes ZWAR 1_1, hinter dem sich der Breitbandausbau in Altefähr, Rambin, Sagard, Sassnitz, Lohme, Ralswiek, Buschvitz, Bergen, Glowe und auf der Insel Ummanz verbirgt. Das Projektgebiet ist in sieben Netzsegmente unterteilt.

„Mit insgesamt 5,3 Millionen Euro sollen bis Ende 2018 rund 1.700 Haushalte im Projektgebiet an das schnelle Internet angeschlossen werden. Dafür stellt der Bund 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt mit weiteren rund 1,4 Millionen Euro“, sagte Minister Pegel. Um die übrigen 1,1 Millionen Euro Eigenanteil zu stemmen, kann der ZWAR auf den Kommunalen Aufbaufonds zugreifen.

„Die notwendige Infrastruktur für das erste Netzsegment im Projektgebiet hat der ZWAR im Auftrag der Kommune erfolgreich angelegt. Jetzt wird das Netz an ein privates Telekommunikationsunternehmen verpachtet, das für den Datenverkehr sorgt“, beschreibt Digitalisierungsminister Christian Pegel das sogenannte Betreibermodell, das beim Ausbau des schnellen Internets auf der Insel Rügen angewandt wird. Mithilfe des Betreibermodells soll sichergestellt werden, dass Glasfaserverbindungen flächendeckend auf der Insel verlegt und jederzeit nachgerüstet werden können. Den Betrieb des Netzsegments Mukran übernimmt künftig die auf Rügen ansässige Kabel + Sat Bergen.

Mit heutigem Stand erfolgen die Arbeiten zum Breitbandausbau in 15 Projektgebieten landesweit. Dabei sollen Tiefbauarbeiten auf einer Länge von rund 1.900 Kilometern durchgeführt werden, bei denen gut 7.700 Kilometer Glasfaser verlegt werden. “Nach den zeitintensiven Antrags- und Ausschreibungsverfahren kommt der Breitbandausbau in Mecklenburg-Vorpommern jetzt auf Touren“, kommentierte Pegel die Bestandsaufnahme. Und er ist überzeugt: In den kommenden Monaten werden die Zahlen exponentiell steigen.

Der Digitalisierungsminister lobte den Einsatz der zukunftsfähigen Glasfasertechnologie in sämtlichen Projektgebieten, die zurzeit landesweit im Bau sind. Auch für die verbleibenden 78 Projektgebiete in Mecklenburg-Vorpommern hofft er mindestens auf XTTB – also Glasfaser bis ans Gebäude bzw. an die Grundstücksgrenze: „Wir sind uns mit den Landkreisen einig, dass das Ziel überall Glasfaser heißt. Damit erreichen wir nicht nur das Bundesziel von 50 Megabit pro Sekunde locker, sondern können nach oben beinahe ohne Obergrenze bis in den Terrabit-Bereich hinein Anschlüsse im Land sicherstellen.“ Die Ausschreibungen müssten zwar aus wettbewerbsrechtlichen Gründen des EU-Rechts technologieneutral erfolgen und dürften nicht auf Glasfaser beschränkt werden. Das Land habe den Kreisen aber frühzeitig verschiedene Hilfen an die Hand gegeben, um mit größerer Wahrscheinlichkeit auf einen zukunftsfähigen Glasfaserausbau zuzusteuern. „Ich freue mich, dass es bislang bei allen Ausschreibungen funktioniert hat“, zeigte sich der Minister erfreut über die bisherigen Ergebnisse.

Außerdem habe der Bund seine Bereitschaft signalisiert, im Falle nicht ausreichender Mittel für den flächendeckenden Glasfasereinsatz Fördermittel nachzubewilligen. „Von Landesseite aus würden wir in diesen Fällen ebenfalls nachbewilligen“, erklärte der Minister und sagte weiter: „Ich hoffe, dass die Landkreise dies im Rahmen ihrer Auswahlverfahren berücksichtigen.“

Um deutschlandweit eine flächendeckende Breitbandabdeckung mit Datenraten von mindestens 50 Mbit/s zu erreichen, stellt der Bund in mehreren Etappen mehr als zwei Milliarden Euro Fördermittel bereit. Die Förderung des Bundes beträgt bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten eines Ausbauprojekts. Um den verbleibenden kommunalen Eigenanteil zu verringern, stellt das Land Mecklenburg-Vorpommern ergänzend eine Kofinanzierung zum Breitbandausbau bereit. Der Eigenanteil der Landkreise beträgt zehn Prozent. Dieser wird aus dem Kommunalen Aufbaufonds finanziert und belastet deshalb nicht die einzelnen Kommunen. Das Land finanziert diese Ausgaben des Kommunalen Aufbaufonds aus der Haushaltsrücklage des Landes vor.

Sämtliche 93 Projektgebiete, mit denen Mecklenburg-Vorpommern nahezu flächendeckend für den Breitbandausbau überplant worden ist, erhielten den Zuschlag vom Bund. Damit konnten rund 832 Millionen Euro Bundesmittel nach M-V geholt werden. Das Land wird aus der Haushaltsrücklage eine knappe halbe Milliarde Euro als Kofinanzierung des Landes sowie für den kommunalen Eigenanteil beitragen. Damit stehen insgesamt ca. 1,3 Milliarden Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung.

Gefördertes Breitbandnetzsegment auf der Insel Rügen wird freigegeben

Insel Rügen – Am Montag (16.07.2018) gibt Infrastrukturminister Christian Pegel mit Axel Rödiger, Geschäftsführer des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR), und Rolf Hoffmann, Geschäftsführer der Kabel + Satellit Bergen Kommunikationstechnik GmbH, das landesweit erste Breitbandnetzsegment frei, das mit Fördermitteln von Bund und Land unterstützt wurde. Das Netzsegment schließt künftig rund 110 Haushalte in den Sassnitzer Ortsteilen Alt Mukran, Neu Mukran, Wostevitz und Dubnitz an.

Die Freigabe des Netzsegments Mukran ist Teil einer Gesamtmaßnahme, mit der bis Ende 2018 rund 1.700 Haushalte auf der Insel Rügen mit schnellem Internet versorgt werden sollen. Um das digitale Hochgeschwindigkeitsnetz im gesamten Projektgebiet zu installieren, das sich über Altefähr, Rambin, Sagard, Sassnitz, Lohme, Ralswiek, Buschvitz, Bergen, Glowe und die Insel Ummanz erstreckt, werden insgesamt sieben Netzsegmente errichtet. Dafür hat der Bund Fördermittel in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro bereitgestellt. Diese werden durch Landesmittel in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro flankiert. Der Eigenanteil des ZWAR für die Maßnahme beträgt rund 1,1 Millionen Euro und wird aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds bereitgestellt.

Im Anschluss tauft der Minister mit Roger Pieniak, Geschäftsführer der Jagdschlossexpress und Ausflugfahrten GmbH, eine elektrische Kleinbahn.

Erster Spatenstich für Breitbandausbau auf Hiddensee

Insel Hiddensee – Am Montag (16.07.2018) übergibt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig den endgültigen Zuwendungsbescheid für den Breitbandausbau auf der Insel Hiddensee und der Halbinsel Mönchgut an Axel Rödiger, Geschäftsführer des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR). Anschließend nimmt die Ministerpräsidentin mit Infrastrukturminister Christian Pegel und Axel Rödiger den ersten Spatenstich für den Breitbandausbau in Vitte auf der Insel Hiddensee vor.

Für den Ausbau des digitalen Hochgeschwindigkeitsnetzes auf der Insel Hiddensee und der Halbinsel Mönchgut hat der Bund eine Förderung in Höhe von ca. 3,2 Millionen Euro zugesagt. Diese wird durch Fördermittel des Landes in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro flankiert. Der Eigenanteil des ZWAR für die Maßnahme beträgt rund 1,3 Millionen Euro und wird aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds bereitgestellt. Insgesamt sollen mit der Maßnahme knapp 1.500 Haushalte an das schnelle Internet angeschlossen werden, davon 860 auf der Insel Hiddensee. Die Arbeiten sollen voraussichtlich Ende 2020 abgeschlossen werden.

Vertrag über ein Benutzerkonto bei einem sozialen Netzwerk ist vererbbar

Urteil vom 12. Juli 2018 – III ZR 183/17

Karlsruhe – Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute entschieden, dass der Vertrag über ein Benutzerkonto bei einem sozialen Netzwerk grundsätzlich im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Erben des ursprünglichen Kontoberechtigten übergeht und diese einen Anspruch gegen den Netzwerkbetreiber auf Zugang zu dem Konto einschließlich der darin vorgehaltenen Kommunikationsinhalte haben.

Der Sachverhalt:

Die Klägerin ist die Mutter der im Alter von 15 Jahren verstorbenen L. W. und neben dem Vater Mitglied der Erbengemeinschaft nach ihrer Tochter. Die Beklagte betreibt ein soziales Netzwerk, über dessen Infrastruktur die Nutzer miteinander über das Internet kommunizieren und Inhalte austauschen können.

2011 registrierte sich die Tochter der Klägerin im Alter von 14 Jahren im Einverständnis ihrer Eltern bei dem sozialen Netzwerk der Beklagten und unterhielt dort ein Benutzerkonto. 2012 verstarb das Mädchen unter bisher ungeklärten Umständen infolge eines U-Bahnunglücks.

Die Klägerin versuchte hiernach, sich in das Benutzerkonto ihrer Tochter einzuloggen. Dies war ihr jedoch nicht möglich, weil die Beklagte es inzwischen in den sogenannten Gedenkzustand versetzt hatte, womit ein Zugang auch mit den Nutzerdaten nicht mehr möglich ist. Die Inhalte des Kontos bleiben jedoch weiter bestehen.

Die Klägerin beansprucht mit ihrer Klage von der Beklagten, den Erben Zugang zu dem vollständigen Benutzerkonto zu gewähren, insbesondere zu den darin vorgehaltenen Kommunikationsinhalten. Sie macht geltend, die Erbengemeinschaft benötige den Zugang zu dem Benutzerkonto, um Aufschluss darüber zu erhalten, ob ihre Tochter kurz vor ihrem Tod Suizidabsichten gehegt habe, und um Schadensersatzansprüche des U-Bahn-Fahrers abzuwehren.

Der Prozessverlauf:

Das Landgericht hat der Klage stattgegeben. Auf die Berufung der Beklagten hat das Kammergericht das erstinstanzliche Urteil abgeändert und die Klage abgewiesen. Hiergegen richtet sich die vom Berufungsgericht zugelassene Revision der Klägerin.

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs:

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat das Urteil des Kammergerichts aufgehoben und das erstinstanzliche Urteil wiederhergestellt.

Die Erben haben gegen die Beklagte einen Anspruch, ihnen den Zugang zum Benutzerkonto der Erblasserin und den darin vorgehaltenen Kommunikationsinhalten zu gewähren. Dies ergibt sich aus dem Nutzungsvertrag zwischen der Tochter der Klägerin und der Beklagten, der im Wege der Gesamtrechtsnachfolge nach § 1922 Abs. 1 BGB auf die Erben übergegangen ist. Dessen Vererblichkeit ist nicht durch die vertraglichen Bestimmungen ausgeschlossen. Die Nutzungsbedingungen enthalten hierzu keine Regelung. Die Klauseln zum Gedenkzustand sind bereits nicht wirksam in den Vertrag einbezogen. Sie hielten überdies einer Inhaltskontrolle nach § 307 Abs. 1 und 2 BGB nicht stand und wären daher unwirksam.

Auch aus dem Wesen des Vertrags ergibt sich eine Unvererblichkeit des Vertragsverhältnisses nicht; insbesondere ist dieser nicht höchstpersönlicher Natur. Der höchstpersönliche Charakter folgt nicht aus im Nutzungsvertrag stillschweigend vorausgesetzten und damit immanenten Gründen des Schutzes der Persönlichkeitsrechte der Kommunikationspartner der Erblasserin. Zwar mag der Abschluss eines Nutzungsvertrags mit dem Betreiber eines sozialen Netzwerks in der Erwartung erfolgen, dass die Nachrichten zwischen den Teilnehmern des Netzwerks jedenfalls grundsätzlich vertraulich bleiben und nicht durch die Beklagte dritten Personen gegenüber offengelegt werden. Die vertragliche Verpflichtung der Beklagten zur Übermittlung und Bereitstellung von Nachrichten und sonstigen Inhalten ist jedoch von vornherein kontobezogen. Sie hat nicht zum Inhalt, diese an eine bestimmte Person zu übermitteln, sondern an das angegebene Benutzerkonto. Der Absender einer Nachricht kann dementsprechend zwar darauf vertrauen, dass die Beklagte sie nur für das von ihm ausgewählte Benutzerkonto zur Verfügung stellt. Es besteht aber kein schutzwürdiges Vertrauen darauf, dass nur der Kontoinhaber und nicht Dritte von dem Kontoinhalt Kenntnis erlangen. Zu Lebzeiten muss mit einem Missbrauch des Zugangs durch Dritte oder mit der Zugangsgewährung seitens des Kontoberechtigten gerechnet werden und bei dessen Tod mit der Vererbung des Vertragsverhältnisses.

Eine Differenzierung des Kontozugangs nach vermögenswerten und höchstpersönlichen Inhalten scheidet aus. Nach der gesetzgeberischen Wertung gehen auch Rechtspositionen mit höchstpersönlichen Inhalten auf die Erben über. So werden analoge Dokumente wie Tagebücher und persönliche Briefe vererbt, wie aus § 2047 Abs. 2 und § 2373 Satz 2 BGB zu schließen ist. Es besteht aus erbrechtlicher Sicht kein Grund dafür, digitale Inhalte anders zu behandeln.

Einen Ausschluss der Vererblichkeit auf Grund des postmortalen Persönlichkeitsrechts der Erblasserin hat der III. Zivilsenat ebenfalls verneint.

Auch das Fernmeldegeheimnis steht dem Anspruch der Klägerin nicht entgegen. Der Erbe ist, da er vollständig in die Position des Erblassers einrückt, jedenfalls nicht „anderer“ im Sinne von § 88 Abs. 3 TKG.

Schließlich kollidiert der Anspruch der Klägerin auch nicht mit dem Datenschutzrecht. Der Senat hat hierzu die seit 25. Mai 2018 geltende Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) anzuwenden. Diese steht dem Zugang der Erben nicht entgegen. Datenschutzrechtliche Belange der Erblasserin sind nicht betroffen, da die Verordnung nur lebende Personen schützt. Die der Übermittlung und Bereitstellung von Nachrichten und sonstigen Inhalten immanente Verarbeitung der personenbezogenen Daten der Kommunikationspartner der Erblasserin ist sowohl nach Art. 6 Abs. 1 Buchst. b Var. 1 DS-GVO als auch nach Art. 6 Abs. 1 Buchst. f DS-GVO zulässig. Sie ist sowohl zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Kommunikationspartnern der Erblasserin erforderlich (Art. 6 Abs. 1 Buchst. b Var. 1 DS-GVO) als auch auf Grund berechtigter überwiegender Interessen der Erben (Art. 6 Abs. 1 Buchst. f DS-GVO).

Die maßgeblichen Vorschriften lauten:

§ 1922 Abs. 1 BGB Gesamtrechtsnachfolge

(1) Mit dem Tode einer Person (Erbfall) geht deren Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere andere Personen (Erben) über.

§ 307 BGB Inhaltskontrolle

(1) Bestimmungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind unwirksam, wenn sie den Vertragspartner des Verwenders entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligen. Eine unangemessene Benachteiligung kann sich auch daraus ergeben, dass die Bestimmung nicht klar und verständlich ist.

(2) Eine unangemessene Benachteiligung ist im Zweifel anzunehmen, wenn eine Bestimmung

1. mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung, von der abgewichen wird, nicht zu vereinbaren ist oder

2. wesentliche Rechte oder Pflichten, die sich aus der Natur des Vertrags ergeben, so einschränkt, dass die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet ist.

(3) Die Absätze 1 und 2 sowie die §§ 308 und 309 gelten nur für Bestimmungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, durch die von Rechtsvorschriften abweichende oder diese ergänzende Regelungen vereinbart werden. Andere Bestimmungen können nach Absatz 1 Satz 2 in Verbindung mit Absatz 1 Satz 1 unwirksam sein.

§ 2047 BGB Verteilung des Überschusses

(1) Der nach der Berichtigung der Nachlassverbindlichkeiten verbleibende Überschuss gebührt den Erben nach dem Verhältnis der Erbteile.

(2) Schriftstücke, die sich auf die persönlichen Verhältnisse des Erblassers, auf dessen Familie oder auf den ganzen Nachlass beziehen, bleiben gemeinschaftlich.

§ 2373 BGB Dem Verkäufer verbleibende Teile

Ein Erbteil, der dem Verkäufer nach dem Abschluss des Kaufs durch Nacherbfolge oder infolge des Wegfalls eines Miterben anfällt, sowie ein dem Verkäufer zugewendetes Vorausvermächtnis ist im Zweifel nicht als mitverkauft anzusehen. Das Gleiche gilt von Familienpapieren und Familienbildern.

§ 88 TKG Fernmeldegeheimnis

(1) Dem Fernmeldegeheimnis unterliegen der Inhalt der Telekommunikation und ihre näheren Umstände, insbesondere die Tatsache, ob jemand an einem Telekommunikationsvorgang beteiligt ist oder war. Das Fernmeldegeheimnis erstreckt sich auch auf die näheren Umstände erfolgloser Verbindungsversuche.

(2) Zur Wahrung des Fernmeldegeheimnisses ist jeder Diensteanbieter verpflichtet. Die Pflicht zur Geheimhaltung besteht auch nach dem Ende der Tätigkeit fort, durch die sie begründet worden ist.

(3) Den nach Absatz 2 Verpflichteten ist es untersagt, sich oder anderen über das für die geschäftsmäßige Erbringung der Telekommunikationsdienste einschließlich des Schutzes ihrer technischen Systeme erforderliche Maß hinaus Kenntnis vom Inhalt oder den näheren Umständen der Telekommunikation zu verschaffen. Sie dürfen Kenntnisse über Tatsachen, die dem Fernmeldegeheimnis unterliegen, nur für den in Satz 1 genannten Zweck verwenden. Eine Verwendung dieser Kenntnisse für andere Zwecke, insbesondere die Weitergabe an andere, ist nur zulässig, soweit dieses Gesetz oder eine andere gesetzliche Vorschrift dies vorsieht und sich dabei ausdrücklich auf Telekommunikationsvorgänge bezieht. Die Anzeigepflicht nach § 138 des Strafgesetzbuches hat Vorrang.

(4) Befindet sich die Telekommunikationsanlage an Bord eines Wasser- oder Luftfahrzeugs, so besteht die Pflicht zur Wahrung des Geheimnisses nicht gegenüber der Person, die das Fahrzeug führt oder gegenüber ihrer Stellvertretung.

Art. 6 Abs. 1 DS-GVO Rechtmäßigkeit der Verarbeitung

(1) Die Verarbeitung ist nur rechtmäßig, wenn mindestens eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:

a) Die betroffene Person hat ihre Einwilligung zu der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten für einen oder mehrere bestimmte Zwecke gegeben;
b) die Verarbeitung ist für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich, die auf Anfrage der betroffenen Person erfolgen;
c) die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;
d) die Verarbeitung ist erforderlich, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen;
e) die Verarbeitung ist für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;
f) die Verarbeitung ist zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen, insbesondere dann, wenn es sich bei der betroffenen Person um ein Kind handelt.

Kulturportal MV mit buntem Programm für die Ferienzeit

Schwerin – Extra für Familien und Kinder hat das Kulturportal MV wieder Termine gesammelt, die die Ferienzeit noch spritziger, spaßiger und spannender machen: Mehr als 400 Angebote verteilen sich auf die sechs Ferienwochen – und es kommen immer noch neue dazu: Vom Zuckergusskerzen fertigen in Greifswald übers Roboter tanzen lassen in Güstrow bis zur nächtlichen Tropenexpedition im Rostocker Zoo reichen die Veranstaltungen, mit denen sich der Ferienkalender für Kinder jeden Alters füllen lässt.

„Das Kulturportal spricht gezielt die Interessen der User an. Der zunehmende Erfolg der Plattform zeigt zum einen, dass das Konzept aufgeht, und zum anderen, dass Kunst und Kultur bei uns in Mecklenburg-Vorpommern gefragt sind“, erklärte Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder.

Aktuell sorgen monatlich mehr als 11.500 Besucher des Kulturportals für über 24.000 Seitenaufrufe. Nach dem Start vor zwei Jahren waren es noch rund 4.850 Besucher mit knapp 15.600 Klicks.

Seit April 2016 können sich Kulturschaffende und Kreative in Mecklenburg-Vorpommern unter der gemeinsamen Adresse www.kultur-mv.de präsentieren. Dazu zählen Galerien, Museen, Theater, Kunstvereine und freischaffende Künstlerinnen und Künstler.

„Das breite Angebot der Seite lebt vom Mitmachen. Ich freue mich, dass so viele Kulturschaffende das Portal und die damit verbundene Chance, auf sich aufmerksam zu machen, für sich entdeckt haben“, sagte Schröder.

Das offizielle Kulturportal für Mecklenburg-Vorpommern in seiner jetzigen Form haben das Land und der Tourismusverband MV gemeinsam gestartet. Konzipiert und programmiert wurde das neue Kulturportal MV von der Rostocker Werbeagentur WERK3. Die farbmedia GbR in Schwerin ist für die inhaltliche Betreuung und Pflege des Portals zuständig. Die Aktualisierung der Internetseiten von Kulturschaffenden nehmen die Nutzerinnen und Nutzer selbst vor. Wer Veranstaltungen bekannt machen möchte, meldet sich im Portal an und kann dann seine Informationen einstellen. Gefördert wird das Kulturportal durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Neues Online-Informationsportal zum Thema Smart Home startet

Schwerin – Der kommunale Energieversorger WEMAG bietet ab sofort ein Online-Informationsportal zu den Themen Smart Home und Internet of Things an. Auf der Internetplattform www.wemag-smarthome.com finden sich inspirierende Praxisberichte, Produkte und Produkttests von Smart-Home-Geräten und Systemen.

Intelligente Haustechnik (Smart Home) kann den Alltag komfortabler und sicherer machen. Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik sind intelligent durch WLAN oder Bluetooth miteinander vernetzt und lassen sich mithilfe von Smartphone, Tablet oder Laptop bequem bedienen.

Das neue Smart Home Portal der WEMAG stellt aktuelle Trends vor, gibt Bewertungen, Empfehlungen und Tipps. Foto by WEMAG

„Wir erweitern damit unser eigenes Angebot durch spannende Inhalte rund um das intelligente Zuhause. Schon heute vertreiben wir innovative Produkte über unseren Onlineshop unter www.wemag.com/shop Smart-Home-Produkte können viele Abläufe im Haushalt vereinfachen und automatisieren damit wertvolle Zeit für unsere Kunden sparen“, so Dr. Diana Kuhrau, Leiterin der WEMAG Unternehmenskommunikation. Gleichzeitig senkt ein klug vernetztes Zuhause Strom- und Heizkosten und schont so Umwelt und Geldbeutel.

In Kooperation mit dem Verbraucherportal home&smart werden auf der Plattform regelmäßig neue Inhalte und Formate veröffentlicht. „So können unsere Kunden und andere Interessierte sich aktuell über Neuheiten, Berichte und Tests zum vernetzten Zuhause aktuell erleben“, so Kuhrau.

Digitalisierung in der Schule: Land will 42 Lehrkräfte als Multiplikatoren einsetzen

Ministerin Hesse: Mecklenburg-Vorpommern ist für den Digitalpakt bereit

Schwerin – Das Land bereitet sich auf die Umsetzung der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ und des Digitalpaktes der Bundesregierung an den Schulen vor. Um alle Lehrerinnen und Lehrer für den Umgang mit digitalen Medien zu befähigen, sucht das Bildungsministerium unter den unbefristet beschäftigten Lehrkräften des Landes 42 Kolleginnen und Kollegen, die als medienpädagogische Multiplikatoren arbeiten wollen. Sie erhalten für die zusätzlichen Aufgaben Anrechnungsstunden und sollen vom Schuljahr 2018/2019 an im Einsatz sein. Im ersten Halbjahr des kommenden Schuljahres werden sie zunächst selbst fortgebildet.

„Um alle 11.700 Lehrerinnen und Lehrer an den staatlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen bei der Digitalisierung mitzunehmen, wollen wir ein landesweites Netz von Lehrerinnen und Lehrern aufbauen, die ihre Expertise weitergeben. Anders wäre diese große Aufgabe auch gar nicht zu schaffen“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wir setzen bewusst auf Lehrkräfte mit Erfahrungen im Umgang mit digitalen Medien, da sie ihre Kolleginnen und Kollegen an den Schulen gut kennen und sie sie dort unterstützen können, wo es notwendig ist. Ich freue mich über alle, die offen sind für diese neue und spannende Aufgabe“, sagte Hesse.

Zum einen sollen 29 unbefristet beschäftigte Lehrkräfte im Einsatz sein, die als medienpädagogische Multiplikatoren Fortbildungen anbieten, bei der Umsetzung des Rahmenplans „Digitale Kompetenzen“ unterstützen und bei Datenschutzfragen die Schulen beraten und begleiten. Zum andern sollen weitere 13 unbefristet beschäftigte Lehrkräfte neben diesen Aufgaben Kooperationen mit Kreisen und kreisfreien Städten voranbringen und schulartbezogene Aktivitäten organisieren.

„Mit dem Aufbau eines landesweiten Netzes an Multiplikatoren zeigen wir, dass wir als Land unsere Hausaufgaben für die Umsetzung des Digitalpaktes gemacht haben“, betonte Hesse. „Aufgabe der Länder soll es sein, die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte zu übernehmen und die Rahmenpläne zu überarbeiten. Mecklenburg-Vorpommern ist für den Digitalpakt bereit. Ich bin froh, dass uns die neue Bundesbildungsministerin am vergangenen Freitag auf der Kultusministerkonferenz in Erfurt zugesichert hat, dass die Mittel im kommenden Jahr endlich abrufbar sein sollen“, sagte Hesse.

Wer sich die Aufgabe als Multiplikator vorstellen kann, kann sich bis Mittwoch, 20. Juni 2018, im Medienpädagogischen Zentrum des Bildungsministeriums bewerben. Die Staatlichen Schulämter haben die Schulen bereits in den vergangenen Wochen über die Veröffentlichung der Interessenbekundung informiert.

10 Mio. Euro für Forschungsprojekte zur Digitalisierung

Ministerin Hesse: Digitalisierung revolutioniert Alltag, Arbeit und Wissenschaft

Schwerin – Das Land lobt einen dritten Wettbewerb innerhalb des Exzellenzforschungsprogramms aus. Nach einem allgemeinen Aufruf zu exzellenten Forschungsprojekten und der Gesundheitsforschung stehen in der dritten Runde Projekte zur Digitalisierung im Mittelpunkt. Ziel ist es, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu unterstützen, die sich in Forschungsverbünden weiter qualifizieren wollen. In der aktuellen Ausschreibung stehen knapp 10 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderung erfolgt aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020.

„Die Digitalisierung revolutioniert unseren Alltag, unsere Arbeit und auch die Wissenschaft. Mit dem Exzellenzforschungsprogramm fördern wir die Spitzenforschung in unserem Land und erweitern sie um ein wichtiges Zukunftsthema“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Es geht darum, Digitalisierung als eigenen Schwerpunkt zu begreifen und sie in anderen Feldern mitzudenken und zu nutzen. In der aktuellen Runde sollen Fragen zur Digitalisierung in Forschung und Lehre thematisiert werden. Mit der Förderung von Forschungsprojekten zur Digitalisierung setzt die Landesregierung ein Vorhaben um, das sie in der Digitalen Agenda beschlossen hat“, betonte Hesse.

Der Vergabe der Fördermittel liegt ein wettbewerbliches Verfahren zu Grunde, wie es auch bei anderen Forschungsförderern üblich ist. Das Bewerbungsverfahren ist zweistufig. Eine unabhängige Fachjury wählt die Forschungsverbünde aus, die gefördert werden sollen. Es können vier bis fünf Verbünde gefördert werden. Ein Forschungsverbund kann rund zwei Millionen Euro an ESF-Mitteln erhalten.

In diesem Wettbewerbsaufruf können Forschungsprojekte zu folgenden Themen gefördert werden:

Digitalisierung in der Energie-, Umwelt- und Agrarforschung

Entwicklung von intelligenten Messsystemen
Datenerfassung und -übertragung, Visualisierung

Digitalisierung in Produktionsverfahren

Entwicklungen in den Bereichen Automatisierung und Robotik
Forschungen zur systemischen Vernetzung und zur künstlichen Intelligenz

Digitalisierung in der Gesellschaft

Digitalisierung und Datensicherheit
Auswirkungen auf das Arbeitsleben, Familienleben und Freizeit
Entwicklungen im städtischen und ländlichen Raum

Digitalisierung in Bildung & Ausbildungskonzepten

Wissensvermittlung und -anwendung (Digitales Lernen)
Entwicklung von interdisziplinären Ausbildungsmodulen und Studiengängen
Konzepte für die berufliche Ausbildung
Weiterentwicklung der Informationsinfrastrukturen

Forschungsverbünde, die sich nicht einem der vier Themenschwerpunkte zuordnen lassen, müssen in ihrer Projektskizze darstellen, wie sie sich dem Themenfeld „Information und Kommunikation (IuK)“ der Regionalen Innovationsstrategie (RIS) des Landes Mecklenburg-Vorpommern zuordnen lassen.