Mobilfunk

Kommunen mit schlechtem Funknetz können sich bewerben für LTE-Station

Schwerin – Infrastrukturminister Christian Pegel weist auf eine Aktion hin, die die Deutsche Telekom gestern gestartet hat: Gemeinden mit schlechter Mobilfunkversorgung können sich bei dem Mobilfunkbetreiber um neue LTE-Funkstationen bewerben.

„Normalerweise entscheiden die Mobilfunkanbieter auf Basis marktwirtschaftlicher Erwägungen, wo sie neue Funkstationen aufstellen. Dabei fallen immer wieder Kommunen durchs Raster“, sagt Christian Pegel. Umso mehr freue er sich über die Initiative der Telekom, dies zumindest zu einem kleinen Teil auszugleichen.

Unter www.telekom.com/de/konzern/themenspecials/netze/wir-jagen-funkloecher kann sich jede Kommune, die auf ihrem Gebiet ein LTE-Funkloch hat, um eine Funkstation bewerben. Voraussetzungen sind ein Beschluss des Gemeinderats für die Installation der Anlage sowie ein Standort für eine Antenne auf einem Dach oder eine freie Fläche für einen Mast.

Bis zum 30. November 2019 können sich Kommunen bewerben. Die Telekom wählt zunächst 50 aus, in denen dann bis Ende 2020 ihre neuen Stationen in den Betrieb gehen sollen.

„Die Landesregierung arbeitet mit Hochdruck an einem Funkmastenprogramm, das dazu beitragen soll, Funklöcher im Land zu stopfen. Wir haben dafür zunächst ein Budget von 50 Millionen Euro bereitgestellt. Allein wegen der erforderlichen Zustimmung der EU zu unserem Programm wird dieses aber frühestens 2020 greifen können“, sagt Christian Pegel und fügt hinzu: „Deshalb möchte ich jede Kommune aus unserem Bundesland, die die Voraussetzungen für diesen Wettbewerb erfüllt beziehungsweise sie bis zum Ende der Bewerbungsfrist erfüllen kann, animieren, sich um eine der 50 Funkstationen zu bewerben. Ich drücke jedem Bewerber aus M-V die Daumen.“

Aktuelles Schulmagazin „klasse!“ jetzt online

Schwerin – Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern haben zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 die neue Ausgabe des Schulmagazins „klasse!“ erhalten. Das kostenlose Heft wird in diesen Tagen an allen öffentlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen verteilt. Auch freie Schulen erhalten Exemplare für die Lehrerkollegien. Titelthema der aktuellen Ausgabe des Magazins „klasse!“ ist die Digitalisierung.

Ab heute liegt die Zeitschrift auch als digitale, mobil lesbare Ausgabe vor. Zu erreichen ist die Online-Fassung über www.lehrer-in-mv.de/klasse. Schulen können die digitale Ausgabe oder einzelne Artikel mit ihrer Homepage verlinken.

„Für die Kinder und Jugendlichen, die derzeit an unseren Schulen lernen, ist digital ganz normal“, findet Bildungsministeri n Bettina Martin. „Diese Welt, zu der Apps, Tools und Social-Media-Kanäle selbstverständlich dazugehören, macht nicht an den Schultoren Halt. Und sie kommt nicht nur mit den Schülerinnen und Schülern in die Klassenzimmer, sondern auch mit den Lehrplänen, den Unterrichtsmaterialien – und ab dem neuen Schuljahr mit dem Fach „Informatik und Medienbildung.“

Deshalb steht eine der 21 Modellschulen, an denen das neue Schulfach im Vorfeld getestet wurde, im Fokus der Reportage „Digitales Handwerkszeug“: das Schulzentrum am Sund. Die Reportage des zweiten Heftteils „Ausbildung“ stellt außerdem den neuen Ausbildungsberuf Kauffrau/-mann für E-Commerce vor. Im dritten Teil „Hochschule“ wiederum wird berichtet, wie an der Hochschule Wismar „Neue Ideen für die Zukunft des Digitalen“ entwickelt werden.

Vom Unterrichtshilfenportal MV über ein Interview mit der Rostocker Informatikprofessorin Alke Martens, von Fake News über Safer Surfen bis zur Digitalisierungsstrategie des Landes bietet das Heft Infos und Tipps für alle Lese- und Altersgruppen.

Doch nicht alles ist digital und deswegen beschäftigt sich die neue Ausgabe von „klasse!“ auch mit Klimaprojekten an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, spannenden Erfahrungsberichten aus dem Ausland sowie Schülerbands. Außerdem finden sich aktuelle Termine und Meldungen rund um das Thema Bildung im Heft.

„klasse!“ ist nun zum sechsten Mal erschienen. Umgesetzt und produziert wurde das Schulmagazin im Jahr 2019 von der Rostocker Werbeagentur WERK3.

Kooperation bei IT-Sicherheit

Schwerin – Um die Zusammenarbeit zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Fragen der Cybersicherheit weiter zu vertiefen, haben die IT-Beauftragte der Landesregierung Ina-Maria Ulbrich und Innenstaatssekretär Thomas Lenz in Schwerin eine Absichtserklärung mit Arne Schönbohm, Präsident des BSI, unterzeichnet.

„Mit der Absichtserklärung gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um künftig in Fragen der Informationssicherheit noch enger und gut vernetzt mit dem Bund zusammenzuarbeiten. So wollen wir uns mit einem starken Partner an unserer Seite effektiver vor Angriffen auf unsere IT-Systeme schützen“, sagt Ina-Maria Ulbrich und betont: „In unserer immer stärker vernetzten Welt besteht eine wachsende digitale Bedrohung – auch für die Verwaltung, deren Digitalisierungsgrad stetig zunimmt. Informationssicherheit bedeutet deshalb vor allem, richtig mit den bestehenden Risiken umzugehen.“

Staatssekretär Thomas Lenz betont: „Cyber-Kriminelle werden immer professioneller. Sie sind gezielt darauf aus, auch vertrauliche Daten für politische oder wirtschaftliche Spionage zu stehlen oder durch digitale Angriffe auf kritische Infrastrukturen sogar ganze Systeme lahm zu legen. Informationssicherheit kann heute mit lokal begrenzten Schutzmaßnahmen nicht mehr gewährleistet werden. Nur gemeinsam können wir ein hohes IT-Sicherheitsniveau schaffen.“

Cybersicherheit

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) arbeiten in Fragen der Cybersicherheit künftig noch stärker zusammen. Am Dienstag werden die IT-Beauftragte der Landesregierung Ina-Maria Ulbrich und Thomas Lenz, Staatssekretär im Innenministerium, dafür mit Arne Schönbohm, Präsident des BSI, eine Absichtserklärung unterzeichnen.

Das BSI kann als nationale Cybersicherheitsbehörde und zentrales Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit in Deutschland die Länder in Fragen der Informationstechnik beraten. Außerdem kann es die Länder bei der Sicherung ihrer Informations- und Kommunikationstechnik und Abwehr von Gefahren unterstützen.

Die Absichtserklärung ist ein erster Schritt dahin, dass – trotz fortschreitender Verwaltungsdigitalisierung sowie zunehmender Vernetzung und Komplexität der Technik – sowohl bundes- als auch M-V-weit ein einheitlich hohes Mindestsicherheitsniveau in Bund, Ländern und Kommunen etabliert werden kann.

5G auf Usedom

Insel Usedom – Am 15. August 2019 nehmen Digitalisierungsminister Christian Pegel, Helmut Zeitz, Verantwortlicher für Mobilfunk und Umwelt für die Region Ost bei Vodafone, sowie Georg Zönnchen, Inhaber des Feriendorfes „Alte Schmiede“, die erste 5G-Station in Mecklenburg-Vorpommern feierlich in Betrieb.

Nach Inbetriebnahme des Funkmastes können Anwohner und Urlauber mit Geschwindigkeiten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde durchs Internet surfen.

5G steht für „fünfte Generation“ und ist ein Standard für mobiles Internet und Mobiltelefonie. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass große Datenmengen in nahezu Echtzeit übertragen werden können.

Über 5G kann jede Region der Welt miteinander verbunden werden. Außerdem lassen sich Steuerung und Anwendung von Dienstleistungen und Produktion beliebig vernetzen. 5G ist daher unter wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten gerade auch für Flächenländer von erheblichem Interesse. Dafür hat die Bundesnetzagentur im Frühjahr 2019 sämtliche 5G-Lizenzen bundesweit an die vier großen Netzbetreiber – Telekom, Vodafone, Telefonica und 1&1-Drillisch – versteigert.

Digitale Transformation

Ribnitz-Damgarten – Am Donnerstag, 15. August 2019, übergibt Digitalisierungsminister Christian Pegel in Ribnitz-Damgarten (Landkreis Vorpommern-Rügen) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 15.660 Euro an Petra Rackow, Vorstandsvorsitzende der Wohnungsgenossenschaft „Am Bodden“. Die Förderung wird nach der Richtlinie zur Förderung der digitalen Transformation vergeben.

Mit Hilfe der Fördermittel wird die Genossenschaft ein Dokumenten-Management-System und eine digitale Archivierung einführen. Gleichzeitig sollen diese ans hauseigene Geschäftsressourcenplanungssystem angebunden werden. Im Rahmen der digitalen Transformation werden Anlagenbuchhaltung, Immobilienverwaltung sowie Finanzbuchhaltung und Zahlungsverkehr vollständig automatisiert. Damit werden die Arbeitsbedingungen für die zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter optimiert und mögliche Fehlerquellen durch händische Erfassung minimiert.

Die digitale Transformation stellt potenzielle Gründer, Start-ups und insbesondere kleine und Kleinst- sowie mittlere Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern vor neue Herausforderungen. Um die Wirtschaft im Land auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten und bei der zukunftsfähigen Aufstellung der Unternehmen zu helfen, hat das Energieministerium die Richtlinie zur Förderung der digitalen Transformation, kurz DigiTrans-Richtlinie, aufgelegt.

Fördermittel von bis zu 10.000 Euro und in Ausnahmefällen bis zu 50.000 Euro können Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten und entweder einem Jahresum-satz von bis zu 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro beantragen. Unterstützung in Form von nicht rückzahlbaren Zu-schüssen gibt es für den Aufbau neuer, digitaler Geschäftsmodelle oder die Umstellung von analogen auf digitale Prozesse. Außerdem sind Investitionen in die IT-Sicherheit und den Datenschutz zur Erhöhung des Digitalisierungsgrads förderbar.

Zurzeit liegen beim Landesförderinstitut bereits 76 Anträge auf Förderung im Rahmen der DigiTrans-Richtlinie vor. Anträge sind vor Beginn des Vorhabens beim Landesförderinstitut zu stellen. Die dafür notwendigen Unterlagen können auf der Internetseite des LFI heruntergeladen werden.

Gründer und neue Impulse

Rostock – „Damit es der Wirtschaft in unserem Land gut geht, brauchen wir Gründer und ihre neuen Impulse. Gründer helfen unserem Land, in einer globalisierten Wirtschaft zu bestehen“, betonte der Chef der Staatskanzlei Dr. Heiko Geue heute auf dem 19. Hanse Sail Business Forum, das unter dem Motto „Gründerkultur im Ostseeraum – aus dem Hörsaal in die Wirtschaft“ stand.

Außerdem würden Gründer die Wirtschaft in der Breite stärken, erläuterte Geue weiter. In ganz Deutschland würde mehr als jeder zweite Arbeitsplatz in einem kleinen oder mittleren Unternehmen angesiedelt. Auch die Unternehmensstruktur in Mecklenburg-Vorpommern sei mittelständisch. „Gründer machen das Fundament unserer Wirtschaft solider.“

Zu einer Gründerkultur gehöre es, Menschen eine Chance zu geben, die kreativ seien und neue Ideen hätten. „Gründer brauchen Respekt und natürlich ganz praktische Unterstützung. In Mecklenburg-Vorpommern haben wir ein breites Angebot.“ Der Staatssekretär verwies auf die Webseite www.gruender-mv.de, auf der man sich über alle Fördermöglichkeiten informieren kann.

„Wir haben Gründer- und Technologiezentren im ganzen Land und jede Handwerkskammer und IHK hat ihre Ansprechpartner und ihre Angebote. Unternehmen können sich bei uns auf kurze Wege, schnelle Genehmigungsverfahren und guten Austausch verlassen.“ Auch die Universitäten und Hochschulen würden Gründer engagiert und erfolgreich unterstützen. So sei die Universität Rostock mit ihrem Zentrum für Entrepreneurship in jedem Ranking gründerfreundlicher Hochschulen vorn dabei.

Neben einer gründerfreundlichen Kultur, einer breiten und wirksamen Unterstützung würden Gründer auch eine entsprechende Infrastruktur brauchen, „vor allem eine digitale Infrastruktur. Wir brauchen schnelles Internet und leistungsfähige Mobilfunknetze. Deshalb ist die Digitalisierung ein Schwerpunkt in der Politik der Landesregierung.“

Im Rahmen der vom Kabinett beschlossenen Digitalen Agenda würden in den kommenden Jahren rund 1,5 Milliarden Euro investiert. Dazu gehörten auch digitale Innovationszentren an den Universitäts- und Hochschulstandorten. Dort gebe es Raum und Unterstützung für digitale Start-Ups.

Neuer Abteilungsleiter Digitalisierung

Schwerin – Digitalisierungsminister Christian Pegel hat am 6. August 2019 Herrn Karsten Gillhaus die Leitung der Abteilung „Digitalisierung in Wirtschaft und Verwaltung, Breitbandausbau“ im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung übertragen.

„Ich bin überzeugt, mit Herrn Gillhaus haben wir eine hervorragende Wahl getroffen. Der neue Leiter unserer Abteilung 5 verfügt durch seine früheren Tätigkeiten als IT-Experte in der freien Wirtschaft zugleich über umfangreiche Erfahrungen in der Verwaltungsarbeit“, sagt Minister Christian Pegel.

Karsten Gillhaus, 1962 in Dortmund geboren, hat nach seiner Ausbildung zum Datenverarbeitungskaufmann sieben Jahre für die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin unter anderem in der Softwareentwicklung gearbeitet. Parallel absolvierte er ein Fachhochschulstudium zum Diplomkaufmann und anschließend ein Masterstudium zum Wirtschaftsinformatiker. Seit 2010 war er unter anderem IT-Referent im Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung, Seniorberater in einer Berliner Beratungsgesellschaft und dann sechs Jahre lang Manager in einem Beratungsunternehmen für die öffentliche Hand. Dort leitete er vor allem die Modernisierung von IT-Systemen, zum Beispiel in deutschen und ausländischen Ministerien oder auch bei einem Versicherungsträger.

Danach übernahm der verheiratete Vater zweier Töchter ähnliche IT-Projekte für ein Hamburger Unternehmen, bevor er im Februar 2019 als Leiter der Stabsstelle E-Government ins Schweriner Digitalisierungsministerium wechselte.

„Zusätzlich zu seiner unstrittigen Expertise im IT-Bereich hat uns Herr Gillhaus in den zurückliegenden sechs Monaten überzeugt, dass er mit seiner besonnenen, bei Bedarf aber auch sehr entschiedenen Art der Richtige für die Leitung unserer Digitalisierungsabteilung ist“, so Christian Pegel.

Neben seinen Glückwünschen für den neuen Abteilungsleiter übermittelt er seinen Dank an Christian Dahlke, der die Abteilung 5 bislang kommissarisch geleitet hat und sich nun wieder ganz auf die Leitung der Abteilung „Energie und Landesentwicklung“ konzentrieren kann.

MV-Serviceportal

Das MV-Serviceportal nimmt Fahrt auf – neue Leistung für Künstler aktiviert

Schwerin – Mit dem Slogan „Suchen – Finden – Antrag stellen“ steht das MV-Serviceportal seit dem 28. Juni 2019 zur Verfügung. „Wir zählen seit dem Start fast 16.000 Zugriffe auf das Portal. Dies ist ein schönes Ergebnis und zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Digitalisierungsminister Christian Pegel.

Das Portal unter www.mv-serviceportal.de unterstützt bei alltäglichen Behördenkontakten und führt aktuell zu ca. 380 voll- und teildigitalisierten Verwaltungsleistungen im Land. „Zu den Anträgen, die vom Aufrufen bis zum Absenden komplett am Computer erledigt werden können, ist jetzt das Beantragen der Umsatzsteuerbefreiung für kulturelle Einrichtungen nach dem Umsatzsteuergesetz, Paragraph 4, Absatz 20a hinzugekommen“, sagt der Minister. Das bedeutet, dass berechtigte kulturelle Einrichtungen und Künstler in ganz Mecklenburg-Vorpommern die Bescheinigung des Kultusministeriums über die Befreiung von der Umsatzsteuer online beantragen können.

„Indem wir Stück für Stück sämtliche Verwaltungsleistungen digitalisieren, erleichtern wir zum einen den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen Behördengänge und ermöglichen ihnen, diese rund um die Uhr und von jedem Ort zu erledigen. Wir erleichtern aber auch den Arbeitsalltag in den Behörden, indem Standardvorgänge automatisiert bearbeitet werden können und somit mehr Zeit für die schwierigeren Sonderfälle bleibt“, nennt Christian Pegel den praktischen Nutzen des landesweiten Portals.

Seit dessen Start wurden zudem 117 Nutzerkonten angemeldet. Mit diesen müssen die „User“ ihre Stammdaten nur einmal eingeben und diese werden dann bei jedem neuen Antrag automatisch ins Online-Formular übernommen. Christian Pegel ruft dazu auf: „Gucken Sie doch auch mal rein. Es kommen ständig neue Leistungen dazu.“

Bau- und Planungsportal M-V geht online

Schwerin – Heute (1. August 2019) geht das Bau- und Planungsportal Mecklenburg-Vorpommern online. „Das Portal ermöglicht den Menschen im Land unabhängig von Uhrzeit und Aufenthaltsort künftig den Zugriff auf Bauleitpläne zahlreicher Gemeinden“, erklärt Landesbauminister Christian Pegel. Zu den abrufbaren Unterlagen gehören Bebauungspläne, Flächennutzungspläne und sonstige Satzungen einschließlich deren Änderung, Ergänzung und Aufhebung. Erreichbar ist es unter https://bplan.geodaten-mv.de/.

„Sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Kommunen, sonstige Planungsträger und Vertreter der Wirtschaft können sich über das Portal schnell einen Überblick über die wirksamen oder in Aufstellung befindlichen Bauleitpläne verschaffen“, ergänzt der Minister. Über eine intuivtiv bedienbare Suchfunktion können über 5.200 Dokumente eingesehen werden. Außerdem gibt es eine interaktive Karte, über die landesweit sämtliche Kommunen aufgerufen werden können.

„Mit dem Bau-und Planungsportal geht heute bereits eine Vielzahl an digitalen Bebauungs- und Flächennutzungsplänen online. Der Datenbestand befindet sich aber noch im Aufbau“, sagt Christian Pegel und appelliert an die Kommunen: „Damit das Portal schnellstmöglich weiter mit Bauleitplänen befüllt werden kann, bitte ich die Kommunen und Ämter um Unterstützung und Bereitstellung der notwendigen Daten und Pläne.“

Die Bauleitplanung ist im Rahmen der kommunalen Planungshoheit nach Artikel 28 des Grundgesetzes eine Aufgabe der Städte und Gemeinden im Land Mecklenburg-Vorpommern. Das zentrale Bauleitplanungsportal Mecklenburg-Vorpommern bündelt diese Informationen als Servicedienstleistung auf Landesebene.

Zeugnisse für junge Lehrerinnen und Lehrer

Ministerin Martin: Lehrerberuf bietet in den meisten Fächern eine Jobgarantie

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern haben 241 Lehramtsreferendarinnen und Lehramtsreferendare ihren Vorbereitungsdienst mit dem Zweiten Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen. Bei einer Feierstunde im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin hat Bildungsministerin Bettina Martin rund 100 Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse überreicht und zum Abschluss ihrer Ausbildung gratuliert. Mit dem Bestehen der Zweiten Staatsprüfung steht den ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern die Arbeit im Schuldienst offen.

„Ich freue mich, dass mit ihnen so viele motivierte und gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer in die Schulen kommen“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Im Studium haben die Absolventinnen und Absolventen das Handwerkszeug gelernt. Im Referendariat konnten sie sich ausprobieren und Praxiserfahrungen sammeln. Damit sind sie sehr gut vorbereitet auf den Berufseinstieg. Mit dem Lehrerberuf haben sie sich für einen anspruchsvollen, aber auch für einen der schönsten Berufe entschieden. Gemeinsam mit den Kindern gestalten sie die Zukunft. Ich wünsche allen Junglehrerinnen und Junglehrern viel Glück, Erfolg und einen guten Start“, so Martin.

Von den 241 Absolventinnen und Absolventen haben 21 den Vorbereitungsdienst bzw. das Referendariat für ein Lehramt für Sonderpädagogik erfolgreich abgeschlossen, 27 für ein Lehramt an Grundschulen, sechs für ein Lehramt an Grundschulen und Regionalen Schulen, 14 für ein Lehramt an Regionalen Schulen, 161 für ein Lehramt an Gymnasien, 12 für ein Lehramt an beruflichen Schulen. 150 der Absolventinnen und Absolventen dieses Durchgangs haben bereits eine unbefristete Einstellung in den Schuldienst des Landes erhalten.

„Mit dem Lehrerberuf haben die Absolventinnen und Absolventen eine sehr gute Wahl getroffen“, sagte Bildungsministerin Martin. „Der Lehrerberuf ist ein Beruf mit Zukunft. In den meisten Fächern und meisten Schularten bietet er sogar eine Jobgarantie. Ich freue mich über alle, die sich für eine Schule in Mecklenburg-Vorpommern entscheiden. Danken möchte ich allen Kolleginnen und Kollegen, die sich in der Lehrerausbildung engagieren. Dazu zählen Studienleiterinnen und Studienleiter, Schulleitungen der Seminar- und Ausbildungsschulen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Qualitätsentwicklung und des Lehrerprüfungsamtes. Ohne sie wäre das alles nicht möglich“, lobte Martin.

Am Donnerstag, 1. August 2019, begrüßt die Bildungsministerin im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin die künftigen Referendarinnen und Referendare.

Erleichterung für Kulturschaffende

Bescheinigung für Umsatzsteuerbefreiung jetzt digital

Schwerin – Per Klick schneller zur Umsatzsteuerbefreiung: Über das MV-Serviceportal können Künstlerinnen, Künstler und nichtstaatliche kulturelle Einrichtungen wie Orchester, Musikensembles, Chöre, Theater und Museen nun auf digitalem Weg die Bescheinigung nach § 4 Nr. 20 a UStG beantragen.

Dieser Nachweis ist die Voraussetzung, um über das Finanzamt eine Befreiung von der Umsatzsteuer zu erreichen. Die Befreiung von der Umsatzsteuer greift, wenn kulturelle Einrichtungen oder Einzelkünstlerinnen und -künstler gleichartige Aufgaben wie entsprechende öffentliche Einrichtungen wahrnehmen.

Wer den Antrag digital stellen möchte, kann sich einfach auf dem MV-Serviceportal registrieren. Mit dieser Registrierung sind dann auch sämtliche andere im Portal angebotenen Verwaltungsleistungen verfügbar. Alle notwendigen Anlagen lassen sich als PDF beigefügen, sodass die Unterlagen nicht mehr ausgedruckt oder per Post versendet werden müssen. Während des Verfahrens können die Nutzerinnen und Nutzer jederzeit auf ihren Vorgang zugreifen. Die Eingangsbestätigung, die gesamte Korrespondenz und die Übermittlung des Bescheids laufen über das Serviceportal.

Das Angebot richtet sich neben kulturellen Einrichtungen, Künstlerinnen und Künstlern mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern auch an internationale kulturelle Einrichtungen, Künstlerinnen und Künstler. Sie können die Umsatzsteuerbefreiung für ihre Tourneen und Auftritte im Land in Anspruch nehmen und dafür auf den Antrag im MV-Serviceportal zurückgreifen.

Lichterfest markiert neues Internet-Zeitalter

Weitendorf – Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern, Stefan Sternberg, Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Andrea Sielaff, Bürgermeisterin der Gemeinde Weitendorf, Thomas Murche, Technischer Vorstand der WEMAG und Martin Retzlaff, Geschäftsführer der WEMACOM Breitband GmbH, haben in Weitendorf das Glasfasernetz in Betrieb genommen.

Damit sind die technischen Voraussetzungen geschaffen worden, damit im Landkreis Ludwigslust-Parchim die ersten Kunden mit Lichtgeschwindigkeit im WEMAG-Glasfaser-Internet surfen können. Sobald die Endgeräte ausgeliefert wurden, gehen die etwa 150 Privat- und Geschäftskunden online. Aus diesem Anlass sind die Einwohner von Weitendorf zu einem Lichterfest eingeladen worden. Diese wurden seinerzeit gefeiert, wenn Gemeinden erstmals an das Stromnetz angeschlossen wurden.

„Das ist ein schöner Anlass, die alte Tradition des Lichterfests wiederaufleben zu lassen. Die Parallelen liegen meines Erachtens auf der Hand: So wichtig, wie damals der Anschluss ans Stromnetz für jeden Einzelnen war, so wichtig ist heute der Anschluss ans schnelle Internet. Beides steht für Fortschritt“, sagte Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, und fügt hinzu: „Und auch im eigentlichen Wortsinn passt es: Wir bringen mit der hochmodernen Glasfasertechnologie Lichtwellenleiter und damit tatsächlich `Licht` als Medium für den Informationstransport via Datenleitung in die Gemeinden.“

„Kupfer war gestern. Mit der Glasfasertechnologie investieren wir in die Zukunft. Hochmoderne Leitungen ermöglichen ab 50 Megabit pro Sekunde die Übertragung großer Datenmengen und bieten im Vergleich zu alten Kupferleitungen erhebliche Vorteile“, erklärte WEMAG-Vorstand Thomas Murche. Schnelle Datenübertragungsraten und eine geringe Störanfälligkeit seien nur zwei von vielen Vorzügen. Internetnutzer könnten nun bequem und ohne Ladehemmung Mediatheken, Online-Shopping und Streaming-Dienste nutzen. „Mit der Internetversorgung im ländlichen Raum betreiben wir auch ein Stück Daseinsvorsorge, von der die nächsten Generationen ebenfalls profitieren werden“, so Murche.

„Das Netz steht. Ich freue mich, dass wir dank der guten Zusammenarbeit mit dem Landkreis und allen beteiligten Unternehmen die Bauarbeiten hier planmäßig abschließen können. Die Gemeinde Weitendorf ist die erste von über 25 Gemeinden im Landkreis, in der wir unser Glasfasernetz offiziell in Betrieb nehmen können“, sagte Martin Retzlaff, Geschäftsführer der WEMACOM Breitband GmbH.

„Ländlicher Raum und Gigabit – das passt sehr gut zusammen! Unternehmen und Freiberufler, die die Chancen der Digitalisierung erkannt haben, werden die Spitzenstellung zu nutzen wissen, die wir jetzt mit dem Glasfasernetz erreichen. Es geht nicht ,nur‘ darum, jederzeit sein eigenes Fernsehprogramm zusammenzustellen. Online-Weiterbildungsinitiativen unserer Volkshochschule schaffen Einblick in die neuen digitalen Möglichkeiten für jedermann. Auch für unser großes Digitalisierungsprojekt, Medienzukunft an Schulen‘ ist schnelles Internet von zentraler Bedeutung“, so Landrat Stefan Sternberg.

Im November 2017 hat die WEMACOM Breitband GmbH vom Landkreis Ludwigslust-Parchim den Zuschlag für den von Bund und Land geförderten Breitbandausbau in drei Gebieten erhalten. So bekommen verschiedene Gemeinden in der Region Zarrentin, Wittenburg und Stralendorf, in der Sternberger Seenlandschaft sowie im Raum Eldenburg, Lübz und Plau am See die Möglichkeit für einen Glasfaseranschluss. In den drei Clustern des Landkreises werden insgesamt 650 Kilometer Glasfaser-Trassen gebaut.

Die WEMACOM Breitband GmbH, die das Glasfaser-Netz betreibt, kann auf Branchenkenntnis und langjährige Erfahrungen zurückgreifen. Mit einem Projekt dieser Größenordnung und Komplexität kann das Unternehmen Kunden gewinnen und sein Glasfaser-Netz ausbauen.

„Ich freue mich sehr darüber, dass unsere Gemeinde die erste im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist, die nun endlich ans Glasfasernetz angeschlossen wird. Da ich viel mit dem Internet arbeite, freue ich mich auf die schnelle Datenübertragung. Aus meiner Sicht haben die Mitarbeiter des beauftragten Bauunternehmens eine wirklich gute Arbeit geleistet. Sie waren immer freundlich und haben kleine Beanstandungen schnell beseitigt“, betonte Andrea Sielaff, Bürgermeisterin der Gemeinde Weitendorf.

Die WEMAG erweitert mit der Erschließung dieses neuen Geschäftsfeldes ihr bestehendes Portfolio um Telekommunikationsdienstleistungen. Neben Strom und Erdgas vertreibt das Unternehmen nun auch Internet-, Telefon- und TV-Produkte an Privat- und Gewerbekunden in geförderten Gebieten. Kunden erhalten so Zugang zu verschiedenen Services aus einer Hand.

Hotspots in touristischen Regionen

Schwerin – Das Wirtschaftsministerium hat eine Studie für die Standortbestimmung von WLAN-Hotspots in Tourismusregionen von Mecklenburg-Vorpommern erstellt.

„Heute kein Internet in Regionen verfügbar zu haben, ist ein klarer Wettbewerbsnachteil. Mit dem geplanten Ausbau können wir unseren Gästen einen weiteren Service anbieten. Mit der Studie werden potentielle Standorte geprüft und eine Empfehlung für mögliche Standorte der WLAN-Hotspots vorgenommen. Diese sollen vorzugsweise im Binnenland, an Plätzen in Tourismusstädten, an touristisch stark nachgefragten Schlössern und Gutshäusern, an Wasserstraßen mit hoher touristischer Bedeutung sowie an touristischen Sehenswürdigkeiten mit Verweildauer liegen. Das Ziel der Studie ist es, die Orte zu identifizieren, welche am besten und ehesten einen Bedarf zur WLAN Versorgung aufweisen. 234 Standorte werden dabei in Betracht bezogen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag.

Grundlage für die Ermittlung der Standorte waren touristisch relevante Orte. Danach erfolgte eine Auswahl nach räumlichen Kriterien (Tourismusentwicklungsräume), nach Tourismussegmenten gebildeten Kategorien und nach Räumen um Rad- und Wanderwege. Anschließend erfolgte die Priorisierung der Standorte durch die Regionalen Tourismusverbände.

„Insbesondere für Orte mit großem touristischen Publikumsverkehr, empfiehlt sich die Errichtung eines öffentlich zugänglichen WLAN-Netzes. Dieses soll als Ergänzung zu den bestehenden Mobilfunknetzen einen Internetzugang im Wesentlichen für die Datennutzung bereitstellen. Nutzer erhalten nach Verbindung mit dem WLAN über eine speziell eingerichtete Internetseite relevante Aufenthaltsinformationen, zum Beispiel Veranstaltungstermine, eine Übersicht über „Geführte Touren“ sowie aktuelle Hinweise zur Verkehrsinfrastruktur wie Baustellen und Umleitungen über ein zentrales System“, so Glawe weiter.

Das Standortgutachten für Hotspots in Tourismusregionen MV wurde durch die DEN GmbH Greifswald in Abstimmung mit dem Landestourismusverband (TMV) und Regionalen Tourismusverbänden erarbeitet. Die Kosten für die Studie belaufen sich auf rund 44.300 Euro. Gegenwärtig wird eine Europaweite Ausschreibung zur praktischen Umsetzung der Standortvorschläge erarbeitet.

Digital geleistete Unterschrift auf Meldeschein beim Hotel-Check-In möglich

Schwerin – Beim Einchecken z.B. in ein Hotel muss der Gast einen Meldeschein ausfüllen und die Angaben per Unterschrift bestätigen. Auch derjenige, der online gebucht hat, muss am Empfang die übermittelten Daten handschriftlich bestätigen. Die Unterschrift muss in Mecklenburg-Vorpommern jedoch nicht mehr zwingend auf Papier geleistet werden, sondern auch die digital geleistete Unterschrift beim Check-In z.B. auf einem Unterschriftenpad wird als handschriftlich anerkannt.

„Für die Hotels und Beherbergungsstätten, aber auch für den Gast ist dies eine Erleichterung und Zeitersparnis, gerade wenn die Anbieter in Kenntnis der Gästedaten durch die online-Buchung den Meldeschein im Vorhinein ausfüllen können. Bei der Anreise muss der Gast nur noch unterschreiben, dazu musste jedoch der Meldeschein bisher immer noch ausgedruckt werden“, so Innenminister Lorenz Caffier. „Dies ist ein erster wichtiger Schritt für die Digitalisierung der Prozesse während des Gastaufenthalts.“

Das Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern hatte mit Blick auf die digitale Abwicklung der Hotelmeldepflicht geprüft, ob die digitale Unterschrift auf einem elektronischen Unterschriftenpad für den Hotelmeldeschein das rechtliche Erfordernis nach einer handschriftlichen Unterschrift erfüllt. Dies wurde bejaht, so dass der digitalen Unterschrift auf elektronischen Unterschriftenpads für Hotelmeldescheine in Mecklenburg-Vorpommern nichts im Wege steht.

Die eigenhändige Unterschrift des Gastes ist aber weiterhin erforderlich. Mit einem Schreiben wurde den Landkreisen und kreisfreien Städten, IHKs und einschlägigen Verbänden die offizielle Freigabe für die digitale Unterschrift auf elektronischen Unterschriftenpads für Hotelmeldescheine in Mecklenburg-Vorpommern nun mitgeteilt.

Die bisherige Verfahrensweise, bei der den Gästen ein Meldeschein-Formular zum Ausfüllen und zur Unterschrift oder ein vorausgefülltes Meldeschein-Formular nur zur Unterschrift vorgelegt wird, ist selbstverständlich weiterhin möglich.