Land veröffentlicht Empfehlungen für inklusiven Schulbau

Ministerin Hesse: Inklusion ist mehr als ein rollstuhlgerechtes Gebäude

Schwerin – Die Landesregierung beginnt mit der Umsetzung des Sonderprogramms für den Schulbau. Die Mittel im Umfang von 110 Millionen Euro stehen für Schulsanierungen und für Umbauten an Schulgebäuden zur Umsetzung der Inklusion bereit. Bei einem Treffen im Bildungsministerium haben Landrätinnen und Landräte sowie die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte Empfehlungen für den inklusiven Schulbau erhalten. Bildungsministerin Birgit Hesse hatte den Kriterienkatalog bei der Vorstellung des Sonderprogramms angekündigt. Er enthält Hinweise für Sanierungen, Umbauten und Neubauten von Schulgebäuden, in denen Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Beeinträchtigungen lernen.

„Inklusion ist mehr als ein rollstuhlgerechtes Gebäude. Für Menschen mit Sehbehinderungen sind Orientierungshilfen sehr wichtig. Dazu gehören Treppen- und Stufenmarkierungen, Türbeschriftungen in großer Schrift oder Brailleschrift“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse bei dem Treffen. „Inklusion ist für uns alle neu. Wir haben uns deshalb auf eine behutsame Umsetzung verständigt. Mit dem Kriterienkatalog wollen wir die Schulträger beim inklusionsgerechten Schulbau unterstützen. Die Empfehlungen sollen dazu beitragen, landesweit gleiche Bedingungen zu schaffen“, betonte Hesse.

Der Kriterienkatalog bezieht sich auf Schulen mit spezifischer Kompetenz. Dabei handelt es sich laut Inklusionsstrategie des Landes um Schulen, an denen Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten Sehen, Hören, körperlich-motorische Entwicklung lernen. In der Landesbauordnung ist der gesetzlich notwendige Umfang des barrierefreien Bauens definiert. Barrierefreies Bauen ist bislang jedoch auf rollstuhlgerechtes Bauen ausgerichtet und wird Menschen mit anderen Beeinträchtigungen oftmals nicht gerecht.

In einem nächsten Schritt müssen die Landkreise in Abstimmung mit den Kommunen dem Land rechtsverbindlich mitteilen, bei welchen Standorten es sich zukünftig um Schulen mit spezifischer Kompetenz handeln soll. Insgesamt soll es bis zu 28 Schulen mit spezifischer Kompetenz in Mecklenburg-Vorpommern geben. Die Abstimmungen mit den Beteiligten hierzu laufen bereits seit Januar 2017.

Neben dem Sonderprogramm für den Schulbau im Umfang von 110 Millionen Euro geht die Landesregierung davon aus, dass in der laufenden Wahlperiode weitere 165 Millionen Euro über bestehende Förderprogramme in moderne Schulgebäude investiert werden. Damit stehen insgesamt 275 Millionen Euro für Schulbauvorhaben bereit.

Dahlemann: Historisches Institut steht für gute Entwicklung in Vorpommern

Greifswald – „Der Campus ist vollendet. Das altehrwürdige Gebäude des Historischen Instituts der Ernst-Moritz-Arndt-Universität erstrahlt in neuem Glanz. Damit ist ein wichtiges Projekt, das uns lange hier beschäftigt hat, erfolgreich zu Ende gebracht worden. Ich freue mich, das neugestaltete Gebäude eröffnen zu können“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Übergabe des Gebäudes.

Fast alle Lehrstühle des Historischen Instituts sind nunmehr in der Domstraße 9a untergebracht. Mehr als jeder zehnte Studierende in der Hansestadt wird Historiker. Damit zählt das Institut zu den größten der Universität.

Gerade das Historische Institut sei wichtig für die regionale Identität für Vorpommern. Dahlemann: „Auch mit diesem Institut zeigen wir, was wir im östlichen Teil des Landes können und was wir in den vergangenen Jahren bewegt und geschafft haben. Gute Bedingungen für Studierende und Lehrende, international vernetzte Forschungsprojekte und eine hervorragende Betreuung der Studierenden geben dem Historischen Institut seinen ganz eigenen Charakter.“

Das Institut werde auch in Zukunft dazu beitragen, dass sich die Universität insgesamt immer mehr zu einem Anziehungspunkt in der Region und im Ostseeraum entwickelt. „Diese Entwicklung ist für Vorpommern sehr wichtig und macht den Landesteil Stück für Stück attraktiver, gerade für junge Leute“, betonte Dahlemann.

Polizeidirektor Lutz Müller ist neuer Polizeichef der Landeshauptstadt

Schwerin – „Die Leitung der Polizeiinspektion Schwerin ist eine ganz besondere Herausforderung. Die polizeiliche Lage in der Landeshauptstadt steht im Fokus des gesamten Landes“, sagte Innenminister Lorenz Caffier anlässlich der Verabschiedung des bisherigen Leiters der Polizeiinspektion Schwerin Herrn Polizeidirektor Ingo Renk sowie der Amtseinführung seines Nachfolgers Herrn Polizeidirektor Lutz Müller am heutigen Nachmittag.

„Den Herausforderungen der Stadt hat sich Polizeidirektor Ingo Renk immer erfolgreich gestellt. Er hat ein gutes Gefühl für die Besonderheiten hier vor Ort entwickelt“, dankt Innenminister Caffier dem ehemaligen Polizeichef Schwerins, der nun die Geschicke der Polizeiinspektion Ludwigslust, der größten Polizeiinspektion des Landes, leitet.

Der neue Leiter der Polizeiinspektion in Schwerin Polizeidirektor Müller blickt bisher auf einen für einen Polizisten dienstlichen Werdegang zurück, bei dem er jede Menge polizeiliche Erfahrung sammeln konnte. Der heute 46-jährige, verheiratete und in Schwerin geborene Vater eines Kindes trat 1991 in den Dienst der Landespolizei ein und begann seine Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst.

Nach der zweijährigen Ausbildung versah Polizeidirektor Müller zunächst seinen Dienst in der ersten Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei in Schwerin bevor er 1996 den Aufstieg in die Laufbahn des gehobenen Dienstes erfolgreich absolvierte und zum Polizeikommissar ernannt wurde.

Nach vier Jahren Dienst in verschiedenen Funktionen in der damaligen Polizeidirektion Schwerin, unter anderem als Leiter der Führungsgruppe der Polizeiinspektion Hagenow oder in der Einsatzleitstelle als Leiter vom Lagedienst, wurde Lutz Müller zum Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern abgeordnet. Von hier betrieb er das Studium für die Laufbahn des höheren Polizeivollzugsdiensts in Münster Hiltrup und wurde nach erfolgreichen Abschluss im Jahr 2003 zum Polizeirat ernannt.

Innenminister Lorenz Caffier: „Herr Müller war jahrelang das Gesicht unserer Spezialeinheiten und ist zweifelsohne ein herausragender Experte auf diesem Gebiet.

Als Leiter der Spezialeinheiten oblagen Herrn Müller im Landeskriminalamt zuletzt die Leitung des MEK und SEK sowie die Verantwortung über die Berater- und Verhandlungsgruppe und die Zielfahndung.

Seit dem 02. Oktober führt Polizeidirektor Lutz Müller die Polizeiinspektion Schwerin. „Ich bin überzeugt, dass Herr Müller hier neue Impulse setzen wird. Er ist ein Mann mit klaren Linien und tadelloser Einstellung. Er regiert nicht wie ein Boss von oben, sondern nimmt den Begriff Polizeiführer wörtlich: Er geht voran, führt von vorne und reißt seine Mitarbeiter mit“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Verkauf der Bergener Molkerei im Bereich des Möglichen

Insel Rügen – Das Deutsche Milchkontor (DMK) ist offen für die Weiternutzung seines Molkereistandortes Bergen auf Rügen durch einen Investor aus der nicht-milchwirtschaftlichen Branche. Das unterstrichen Vertreter der Geschäftsführung der DMK-Group in ihrem Gespräch mit dem Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Dr. Jürgen Buchwald.

Im September hatte das DMK die Schließung der „Rügener Badejunge“-Molkerei für Mitte 2019 angekündigt. Auslöser seien zu hohe Produktionskosten, hieß es aus dem Unternehmen. Heute erklärte sich das Molkereiunternehmen erneut bereit, Weiternutzungsnutzungskonzepte branchenfremder Investoren zu prüfen, die Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region sicherten, so ein DMK-Sprecher. Allerdings liegt ein solches Investorenkonzept dem Molkereiunternehmen derzeit nicht vor.

Staatssekretär Dr. Buchwald sicherte dem DMK Begleitung bei der Investorensuche zu. „Dem Landwirtschaftsministerium ist daran gelegen, die knapp 60 Arbeitsplätze der Molkerei in Bergen zu erhalten“, sagte er. Die Produktion des Camemberts der Traditionsmarke „Rügener Badejunge“ ist derzeit noch bis Mitte 2019 vertraglich gesichert.

Dahlemann unterstützt Forderung nach Steigerung des Lohnniveaus

Anklam – Auf dem 2. Betriebsräteforum in der Anklamer Zuckerfabrik hat sich der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann für höhere Löhne ausgesprochen: „Wir haben eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Das muss noch viel stärker bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ankommen. Gerade auch bei uns in Vorpommern.“

Die Landesregierung habe beschlossen, „in dieser Wahlperiode zu prüfen, wie wir die Wirtschaftsförderung noch stärker auf die Schaffung sozialversicherungspflichtiger, tarifgebundener Arbeitsplätze ausrichten können. Und wir haben uns darauf verständigt, dass wir auch Veränderungen im Vergabegesetz diskutieren wollen. Wir wollen Anreize setzen, dass mehr Unternehmen gute Löhne, am bestem Tariflohn zahlen.“

Dahlemann verwies auf den vom Kabinett beschlossenen Fahrplan für das weitere Vorgehen in dieser Sache. Bis zum 5. Dezember werde eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Wirtschaftsministeriums Vorschläge für die Überarbeitung des Vergabegesetzes unterbreiten. Zeitgleich würden die Richtlinien für die Vergabe von Fördermitteln zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur überarbeitet.

„Kernanliegen ist, Unternehmen, die ihren Beschäftigten ein mindestens tarifgleiches Entgelt zahlen gegenüber anderen Unternehmen besser zu stellen und damit die Schaffung guter Arbeitsplätze mit guten Löhnen zu befördern. Das ist ein richtiger Schritt. Mecklenburg-Vorpommern wird auf Dauer nur wettbewerbsfähig und auch für Rückkehrer attraktiv sein, wenn auch die Löhne steigen.“

Neues Polizeigebäude in Heringsdorf übergeben

Insel Usedom – Die alten Quartiere der Polizeibediensteten in Heringsdorf gehören der Vergangenheit an. Nach umfangreichen Baumaßnahmen übergab Innenminister Lorenz Caffier heute offiziell das neue Polizeidomizil für die Polizistinnen und Polizisten des Polizeireviers und der Außenstelle des Kriminalkommissariats Anklam.

„Die Präsentation einer modernen Polizei als „Dienstleistungsunternehmen für innere Sicherheit“, wie hier in Heringsdorf, entscheidet nicht zuletzt über Erfolg und Misserfolg dieser Institution“, stellt Innenminister Lorenz Caffier fest. „So wie für jeden Beamten gilt, dass er persönlich durch sein Auftreten und seine Erscheinung das Bild der Polizei in der Öffentlichkeit wesentlich bestimmt, muss auch ein Dienstgebäude diesen Ansprüchen genügen. Optimale räumliche und technische Arbeitsbedingungen tragen ganz wesentlich zur Motivation und Leistungssteigerung der Beamten bei.“

Nachdem die ursprüngliche Bauplanung aufgrund der Bausubstanz in der alten Villa nicht umgesetzt werden konnte, entschieden sich die Landesregierung und die Gemeinde für den Neubau auf einem bisher ungenutzten Grundstück im Waldbühnenweg von Heringsdorf. Es handelt sich bei dem neuen Polizeigebäude um einen freundlichen, zeitgemäßen Zweckbau, der nach Bewertungskriterien des Nachhaltigen Bauens errichtet wurde.

Die Fassadenelemente sind aus vollständig recyclebaren Material hergestellt worden. Die Energieversorgung übernimmt eine Luft-Wärmetauschanlage, deren Strombedarf über die Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert wird. So muss nur an äußerst kalten Tagen über eine Gastherme Wärmeenergie zugeführt werden.

Nicht zuletzt sorgen die hohen Fenster, die viel Licht in das Gebäude bringen, die breiten Flure und auch der innenliegende Sonnenschutz für angenehme Arbeits- und raumklimatische Bedingungen.

„In einer Grenzregion, die in großem Maße vom Tourismus lebt, ist innere Sicherheit ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor. Durch den Neu-Bezug der modernisierten Polizeiliegenschaft geht meines Erachtens ein Impuls für mehr Sicherheit und Ordnung zugunsten der Bürgerinnen und Bürger in Heringsdorf und seines Umlandes sowie deren Urlauber aus“, sagte Innenminister Caffier abschließend.

WEMAG-Kunden pflanzen etwa 1.400 Bäume für Klimawald

7. Baumpflanzaktion des kommunalen Energieversorgers WEMAG

Malchow – Der kommunale Energieversorger WEMAG hat am Sonnabend, den 14. Oktober mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern der Landesforst in der Nähe von Malchow seinen nächsten Klimawald gepflanzt. „Der Klimaschutz beginnt vor der Haustür. Deshalb packen wir selbst aktiv mit an und pflanzen seit sechs Jahren Bäume in unserer Region“, sagte WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart zu Beginn der 7. Baumpflanzaktion, die von Mitarbeitern des Forstamtes Wredenhagen fachlich geplant und begleitet wurde.

WEMAG-Baumpflanzaktion: Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart, Vorstand der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern Manfred Baum und WEMAG-Vorstandsmitglied Thomas Murche (v.l.) packten bei der WEMAG-Baumpflanzaktion ebenfalls mit an. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

„Ich freue mich, dass sich die Waldaktie in den zehn Jahren ihres Bestehens großer Beliebtheit erfreut und sich die WEMAG mit ihren Kunden mit dem Kauf von bisher etwa 44.300 Aktien vorbildlich engagiert. Schließlich erbringt der Wald eine Vielzahl von Leistungen. Er fördert die menschliche Gesundheit, verschönert die Landschaft und liefert uns den nachwachsenden und umweltfreundlichen Rohstoff Holz. Zudem wirkt er als Kohlenstoffspeicher, bindet Staubpartikel, kühlt das Umfeld, verbessert das Grundwasserdargebot, produziert Sauerstoff und erhöht die Artenvielfalt. Mit dieser Pflanzaktion leisten wir also auch etwas für nachfolgende Generationen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus.

„Da es ein Jubiläumsjahr für die Waldaktie ist, haben wir versucht, die Bäume des Jahres aus diesem Zeitraum zu bestellen, welche für diesen Boden geeignet sind“, erläuterte Forstamtsleiter Bernd Poeppel. Rund 1.400 Bäume, darunter etwa 1.000 Traubeneichen, jeweils 150 Elsbeeren und Vogelkirschen, Berg- und Feldahorn sowie Winterlinden, Ess- und Rosskastanien konnten innerhalb von etwa zwei Stunden in den Malchower Klostertannen, im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte, gepflanzt werden.

In den vergangenen Jahren halfen hunderte Kunden und andere Freiwillige bei der Durchführung der Baumpflanzaktionen des regionalen Energieversorgers. Im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee, im Seefelder Holz bei Mühlen Eichsen, auf einer Fläche bei Bad Kleinen, bei Herren Steinfeld sowie in Malchow wurden so bereits sechs Klimawälder mit einer Gesamtfläche von etwa 41 Hektar geschaffen. Die dort gepflanzten Eichen und Linden entwickeln sich gut. Initiiert wurde die Aktion von der WEMAG und der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2011.

Die WEMAG bietet mit wemio-Waldgas ein Erdgasprodukt mit ökologischem Mehrwert an. Für jeden Kunden investiert das Unternehmen zehn Euro, um Waldschutzprojekte im Norden zu unterstützen. Mit dem Geld wurden bisher ausschließlich Waldaktien der Landesforst MV erworben. Jede Aktie steht für die Aufforstung von fünf Quadratmetern Waldfläche.
Die WEMAG verwendet die zehn Euro je Erdgaskunde nicht nur für Klimawälder, sondern verteilt das Geld auf mehrere Projekte. So unter anderem in die Wildtierhilfe, MoorFuture-Zertifikate sowie in die Erhaltung, Revitalisierung und Neuanlage von Streuobstwiesen, die zu den artenreichsten Biotopen Europas gehören.

25 Jahre Edeka in Malchow: Backhaus würdigt Engagement

Malchow – Der Lagerstandort Malchow der Edeka Nord blickte am Sonnabend (14. September 2017) auf das 25. Jahr seines Bestehens zurück. Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus erinnerte in seinem Grußwort aus Anlass des Gründungsjubiläums an die Wurzeln des hiesigen Lagerstandortes. „Was 1990 im ehemaligen Teppichwerk Malchow auf 7000 Quadratmetern mit nur 80 Mitarbeitern begann, hat sich inzwischen zu einem Lagerstandort von 33.110 Quadratmetern Größe mit 390 Mitarbeitern entwickelt“, sagte der Minister vor Geschäftsführung, Beschäftigten und vormaligen Wegbegleitern des Malchower Lagerstandortes.

Backhaus schlug die Brücke vom Lebensmittelhandel zur Arbeit der 24.000 Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern. „Sie liefern qualitativ hochwertige Lebensmittel. Das muss honoriert werden. Mit Dumpingpreisen kommen wir hier nicht weiter“, mahnte Backhaus. Verbesserungsbedarf erkenne er vor allem bei den Marktpreisen für die Erzeugnisse der Milch- und Schweinebauern. Dennoch nehme er zur Kenntnis, dass Edeka sich für die Landwirtschaft engagiere und in MV wertvolle Strukturen geschaffen habe.

Als Beispiel hob er die Errichtung des Fleischverarbeitungsbetriebes in Lüttow-Valluhn bis 2006 hervor, die mit 18,8 Mio. € aus der Marktstrukturverbesserung mit Mitteln des Landes, des Bundes und der EU gefördert wurde sowie eine Investitionszulage von 5,8 Mio. € erhielt. Des Weiteren betonte der Minister die Zusammenarbeit Edekas mit der ökologischen Erzeugergemeinschaft Biopark. Aktuell arbeiten über 11.140 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft in MV nach ökologischen Kriterien.

Edeka Nord garantiere zudem die Abnahme von Produkten aus dem vom Landwirtschaftsministerium geförderten Naturschutzprojekt „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ und beteilige sich über die Edeka Stiftung an der Aktion „Gemüsebeete für Kids“. Mit Blick auf das zu Schuljahresbeginn gestartete EU-Schulernährungsprogramm, bei dem bislang drei Lieferanten 91 Grund- und Förderschulen im Land einmal wöchentlich mit Milch, Obst und Gemüse beliefern, regte der Minister das Engagement des Lebensmitteleinzelhandels für gesunde Ernährung an. „Der Lebensmitteleinzelhandel sollte hier seine Verantwortung, vor allen Dingen bei Kindern noch stärker wahrnehmen“, sagte Backhaus.

Drese: In Kürze sieben 24-Stunden-Kitas im Land

Rostock – Mecklenburg-Vorpommern baut sein bundesweit vorbildliches Angebot an 24-Stunden-Kitas und Kindertageseinrichtungen mit Randzeitenbetreuung weiter aus. Mit Kitas in Demmin (ab November 2017) und Wismar (ab Anfang 2018) verfügen in naher Zukunft dann sieben Einrichtungen über flexible Angebote über Nacht und an den Wochenenden. Darauf machte Sozialministerin Stefanie Drese bei ihrem Besuch der 24-Stunden-Kita Humperdinckstraße heute in Rostock aufmerksam.

„Besonders für Eltern im Schichtdienst und Berufspendler schließen Kitas mit Öffnungszeiten in den Randzeiten und Übernachtungsmöglichkeiten eine Betreuungslücke. Damit schaffen wir im Land Rahmenbedingungen, die es auch diesen Eltern ermöglicht, unbesorgt ihrer Arbeit nachzugehen und die Kinder gut versorgt und betreut zu wissen“, sagte Drese. Die Kinder verbleiben dabei in der Regel nicht länger in den Einrichtungen als im „normalen“ Betrieb werden aber über Nacht oder an den Wochenenden von pädagogischen sowie heilpädagogischen Fachkräfte betreut.

Drese: “Der Bedarf an einer 24-Stunden-Kita ist in Rostock im näheren Umfeld der Humperdinckstraße vorhanden, da viele Eltern bei der Polizei oder am Uniklinikum beschäftigt sind und seit langem sich ein solches Angebot wünschen. Mein Dank gilt vor allem der Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik mbH (GGP) als Kita-Träger, deren Konzept überhaupt erst eine qualifizierte Betreuung der Kinder mit erweiterten Öffnungszeiten und einer Übernachtungsmöglichkeit ermöglicht hat.“

Die derzeit existierenden 24-Stunden-Kitas befinden sich in Schwerin (2x) sowie in Rostock, Stralsund und Neubrandenburg. Demmin und Wismar folgen demnächst. In Greifswald könnte die Uni-Kita bei Bedarf zu einer 24-h-Kita werden (z. Zt. Betreuung von 5.30 – 20.30 Uhr).

Waldaktie wird 10 Jahre: Für 20 Euro eine Tonne weniger CO2 in der Luft

18 Klimawälder auf 120 Hektar Fläche in MV

Schwerin – Die in Mecklenburg-Vorpommern entwickelte Waldaktie erfreut sich auch zehn Jahre nach ihrem Start großer Beliebtheit. „Als wir im Herbst 2007 den ersten Klimawald nahe Neustrelitz bepflanzten, war diese überwältigende Resonanz noch nicht abzusehen“, sagte Umweltminister Dr. Backhaus am Sonnabend (14. Oktober 2017) anlässlich des Jubiläums der Waldaktie auf der 7. Baumpflanzaktion des regionalen Energieanbieters WEMAG im Klimawald Fleesensee. Seit 2007 sind landesweit auf einer Gesamtfläche von rund 120 Hektar durch zwanzig Pflanzaktionen 18 Klimawälder entstanden. Etwa 85.000 Waldaktien zum Einzelpreis von 10 Euro wurden seither in ganz Deutschland sowie an Interessenten aus Europa, Südamerika und Australien verkauft. Damit standen aus dem Waldaktien-Verkauf bislang zusätzliche 850.000 Euro für Aufforstungen zur Verfügung.

Bei der jüngsten Pflanzaktion am Fleesensee brachten die Waldaktien-Käufer – sie können, je Aktie auf fünf Quadratmetern Bäume pflanzen und pflegen – rund 1.400 Bäume auf insgesamt 0,3 Hektar in den Boden. Das sind etwa 1.000 Traubeneichen, je 150 Elsbeeren und Vogelkirschen, je 30 Berg- und Feldahorn sowie Winterlinden sowie 20 Esskastanien.

„Die Waldaktie ist eines der ersten Instrumente, um die Treibhausgas-Ausgleichfunktion eines Waldes in Wert zu bemessen“, erinnerte Minister Backhaus. „Sie bietet die Möglichkeit, die eigene Treibhausbilanz freiwillig zu verbessern.“ Rechnerisch könne bereits das Pflanzen eines Baumes die Kohlendioxid-Emissionen von einer vierköpfigen Familie in einwöchigem Urlaub ausgleichen.

Expertenberechnungen zufolge binden zehn Quadratmeter ausgeforstete Fläche – das entspricht dem Kauf zweier Waldaktien für je zehn Euro – knapp eine Tonne Kohlendioxid und weitere Luftschadstoffe. „Nach dem Aufwachsen der Bäume werden die bis heute angelegten Waldaktien-Klimawälder der Atmosphäre rund 100.000 Tonnen Kohlendioxid entziehen“, betonte der Minister. Auf diese Weise minderten die neuen Anpflanzungen die Auswirkungen des Klimawandels und dessen durch Extrem-Ereignisse wie Orkane, Überschwemmungen oder Dürren ausgelöste Folgekosten. Daneben seien Klimawälder wichtige Lebensräume zahlreicher Arten. Sie verbesserten die Grundwasserqualität und wirkten sich positiv auf die die menschliche Gesundheit aus. Heimatverbundenen biete die Waldaktie überdies die Möglichkeit, ihre Region ein Stück weit mitzugestalten.

Mit der Bepflanzung des 21 Hektar umfassenden Klimawaldes am Fleesensee war im Frühjahr 2015 begonnen worden; knapp sieben Hektar stehen hier noch für weitere Pflanzaktionen zur Verfügung.

Die mehrfach ausgezeichnete und zuletzt 2017 als offizielles Projekt der UN Dekade Biologische Vielfalt geehrte Waldaktie wurde im Herbst 2007 als gemeinsames Projekt des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, des Tourismusverbandes und der Landesforst aufgelegt, um Touristen zu animieren, ihre mit dem Urlaub verbundenen Treibhausgasemissionen freiwillig zu kompensieren. So zeigte sich Wolfgang Waldmüller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern erfreut: „Die Waldaktie ist ein Pionier der Nachhaltigkeit. Gäste kommen damit der Natur Mecklenburg-Vorpommerns nahe. Sie gestalten ihren Urlaub CO2-neutral, erfahren etwas über Umweltprozesse und nehmen das Erlebnis mit nach Hause, einen Baum gepflanzt zu haben. Ganz besonders freue ich mich darüber, dass sich die weltgrößte Reisemesse ITB Berlin im Rahmen ihrer Kooperation mit Mecklenburg-Vorpommern für die Waldaktie engagiert“.

Im Jahre 2010 wurde das Instrument nach Togo (Afrika) exportiert, wo derzeit zwei Klimawälder wachsen.

Neben der Waldaktie gibt es inzwischen zwei weitere erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete ökologische Wertpapiere aus Mecklenburg-Vorpommern: die MoorFutures (www.moorfutures.de) und den Streuobstgenussschein (www.streuobstgenussschein.de ).

Unterstützung für das Projekt „Theater-Hanse“ in Stralsund

Stralsund – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann besuchte am Freitagabend im Theater Vorpommern in Stralsund das Gastspiel des polnischen Teatr Wierszalin mit dem Stück „Gott Nijinski“.

Die Aufführung bildet den Auftakt zu einer Impulsveranstaltung, die am 13. und 14.Oktober in Stralsund stattfindet und durch den Interessenverein „Theater-Hanse“ ausgerichtet wird. Die Initiative möchte gemeinsam mit dem Verlag „theater der zeit“ und dem Theater Vorpommern die alte Tradition der Hanse auf kulturellem Gebiet beleben. Dafür soll ab 2019 in Stralsund ein Festival ins Leben gerufen werden, das dann alle zwei Jahre die bemerkenswertesten Schauspiel-, Musiktheater- und Tanzveranstaltungen aus dem Ostseeraum zeigt.

Dahlemann kündigte eine Zuwendung der Landesregierung in Höhe von 20.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds an: „Setzen Sie Ihr Vorhaben engagiert um. Ein Theaterfestival mit Ausstrahlung in den gesamten Ostseeraum, das an die gute Tradition der Hanse anknüpft, wäre eine große Bereicherung des kulturellen Lebens in Vorpommern und stärkt zugleich den sehr guten Ruf unserer Kulturschaffenden über unsere Region hinaus. Für Ihr Engagement danke ich Ihnen sehr herzlich“, sagte Dahlemann an die anwesenden Gäste gewandt.

IQB-Bildungstrend 2016: Leistungen der Schüler in MV im Bundesdurchschnitt

Ministerin Hesse: Studie weist nach, worauf unsere Grundschullehrer bereits hingewiesen haben

Schwerin – Die Leistungen von Schülerinnen und Schülern in Mecklenburg-Vorpommern in der Jahrgangsstufe 4 in den Fächern Deutsch und Mathematik liegen im Bundesdurchschnitt. Das geht aus dem bundesweiten IQB-Bildungstrend 2016 hervor, den das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen  in Berlin vorgestellt hat.

„Die Studie weist nach, worauf unsere Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer in einer Umfrage im vergangenen Jahr bereits hingewiesen haben“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Schülerinnen und Schüler benötigen mehr Übungszeit, um ihre Rechtschreibleistungen zu verbessern. Diese erhalten sie durch die zusätzliche Deutschstunde, die wir mit Beginn dieses Schuljahres eingeführt haben. Auch die Arbeit mit dem Mindestwortschatz soll dazu beitragen, dass sich die Rechtschreibleistungen der Kinder verbessern. Insofern zeigt der IQB-Bildungstrend, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer die besten Expertinnen und Experten sind und wissen, wo Schülerinnen und Schüler mehr Unterstützung brauchen. Wir werden uns in den nächsten Wochen den 400 Seiten starken Bericht ‚Bildungstrend 2016‛ in Ruhe anschauen und auswerten. Wichtig ist auch, dass wir den guten Austausch mit unseren Lehrerinnen und Lehrern fortsetzen“, betonte Hesse.

Am IQB-Bildungstrend 2016 haben 29.259 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 in 1.508 Grund- und Förderschulen aus allen 16 Ländern teilgenommen. In Mecklenburg-Vorpommern waren es 1.842 Schülerinnen und Schüler in 92 Schulen. Im Fach Deutsch wurden die Kompetenzbereiche Lesen, Zuhören und Orthografie geprüft. Im Fach Mathematik wurden die Bereiche „Zahlen und Operationen“, „Raum und Form“, „Muster und Strukturen“, „Größen und Messen“ sowie „Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit“ getestet.

Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Lambrechtshagen

Lambrechtshagen – Die Gemeinde Lambrechtshagen im Amt Warnow-West (Landkreis Rostock) erhält eine Zuwendung für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Das Energieministerium fördert das Projekt mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie.

Die Straßenbeleuchtung der Gemeinde wird im Wohngebiet Sievershagen II, Rostocker Straße, Siedlungsweg und Ostseeparkstraße auf energieeffiziente LED-Technik umgerüstet. Die derzeitigen 76 Leuchten werden durch hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt. Die vorhandenen Masten können weiterhin genutzt werden.

Nach Umsetzung der Maßnahme kann neben einer Energieeinsparung von 42.386 kWh pro Jahr auch eine CO2-Einsparung von 25 Tonnen pro Jahr erreicht werden.

Für dieses Vorhaben steht ein Zuschuss in Höhe von 29.419 Euro zur Verfügung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 58.838 Euro.

Sanierung der Außensportanlagen der Integrierten Gesamtschule „Walter Karbe“ in Neustrelitz

Neustrelitz – Die Sportanlagen der Integrierten Gesamtschule „Walter Karbe“ in Neustrelitz wird für den Schul- und Freizeitsport genutzt, allerdings uneingeschränkt nur bei trockenem Wetter. Aufgrund der Platzbeschaffenheit fließt Niederschlagswasser nur unzureichend ab und bei Regenwetter steht das Wasser längere Zeit auf dem Platz. Ein lehrplangerechter Sportunterricht im Freien ist so nicht möglich.

Deshalb will die Stadt Neustrelitz die Außensportanlage dringend sanieren, damit sie wieder bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit genutzt werden kann. Als neuer Belag ist für das Spielfeld ein gefüllter Kunststoffrasen und für die Laufbahnen und die Segmente eine Kunststoffbelag vorgesehen. Die Kosten dafür muss die Stadt nicht allein tragen, das Innenministerium beteiligt sich mit einer Sonderbedarfszuweisung in Höhe von rund 192.000 EUR. Den Zuwendungsbescheid übergab Minister Lorenz Caffier heute an Bürgermeister Andreas Grund.

„Die Schüler sollen ordentliche Bedingungen für den Sportunterricht haben, das fördert nicht nur die Freude am Sport, sondern weckt hoffentlich auch Begeisterung für den Sport außerhalb des Unterrichtes. Und so profitiert nicht nur die Schule von den Investitionen in die Sportanlage, sondern alle, die ihn gern nutzen.“

Gemeinde Krusenhagen rüstet Beleuchtung auf LED um

Krusenhagen – Für die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik erhält die Gemeinde Krusenhagen (Landkreis Nordwestmecklenburg) einen Zuschuss in Höhe von 13.373,50 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde beabsichtigt, die vorhandene Straßenbeleuchtung in der Redentiner Landstraße, Gardinenstraße in Hof Redentin und im Wiesenweg in Gagzow auf energieeffiziente LED-Technik umzurüsten. Die vorhandenen 31 Natriumdampflampen werden durch 31 hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt. In Hof Redentin werden zudem drei Betonmaste durch neue feuerverzinkte Stahlmasten ausgetauscht.

Ziel dieser Maßnahme ist es, den Stromverbrauch sowie die Kohlendioxidbelastung zu reduzieren. Neben einer jährlichen Energieeinsparung von rund 8.315 Kilowattstunden kann eine Kohlendioxideinsparung von rund 5 Tonnen pro Jahr erreicht werden.