Güstrow: Sportministerin eröffnet Seniorensportspiele 2017

Ministerin Hesse: Sport kann den natürlichen Alterungsprozess verlangsamen

Güstrow – Sportministerin Birgit Hesse eröffnet am Sonnabend, 24. Juni 2017, in Güstrow die 12. Seniorensportspiele Mecklenburg-Vorpommern. Die Sportangebote richten sich an Sportlerinnen und Sportler ab einem Alter von 40 Jahren. Veranstaltet werden die Seniorensportspiele vom Landessportbund. Ausrichter in diesem Jahr sind die Stadt Güstrow und der Kreissportbund des Landkreises Rostock. Ministerin Hesse hat die Schirmherrschaft für die Sportveranstaltung übernommen.

„Seniorensport fördert die Gesundheit und kann den natürlichen Alterungsprozess zwar nicht verhindern, ihn aber deutlich verlangsamen“, sagte Sportministerin Birgit Hesse. „Sport verbessert das persönliche Wohlbefinden. Er kann die gesamte Leistungsfähigkeit eines Menschen steigern und dazu beitragen, dass wichtige motorische Fähigkeiten auch im Alter erhalten bleiben. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich viel Spaß, einen sportlichen und geselligen Tag“, so Hesse.

„Mein besonderer Dank richtet sich in diesem Jahr an die Gastgeberstadt Güstrow, die ausrichtenden Sportvereine und -verbände, zahlreichen Helferinnen und Helfer sowie die Unterstützerinnen und Unterstützer für ihr großes Engagement. Das Schöne ist, dass die breit gefächerten Seniorensportspiele nicht nur zum Mitmachen, sondern gleichermaßen zum Nachmachen anregen“, betonte Ministerin Hesse.

Seit 1995 veranstaltet der Landessportbund alle zwei Jahre die Seniorensportspiele – jedes Mal in einer anderen Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Die 11. Seniorensportspiele wurden in Ueckermünde ausgetragen.

Drese: Mittel für Bildung und Teilhabe kommen immer besser bei den Kindern an

Schwerin – Die Ausgaben für Bildung und Teilhabe (BuT) sind landesweit im sechsten Jahr in Folge gestiegen. Das hat die Auswertung der von den Landkreisen und kreisfreien Städten vorgelegten BuT-Nachweise für das Jahr 2016 durch das Sozialministerium ergeben.

„Damit sind die Leistungen für anspruchsberechtigte Kinder aus einkommensschwachen Haushalten im Jahr 2016 in Mecklenburg-Vorpommern noch besser als 2015 angekommen“, teilt Sozialministerin Stefanie Drese mit. Gleichzeitig sei die Anzahl der Kinder, die theoretisch Ansprüche auf BuT-Leistungen haben (SGB II und Bundeskindergeldgesetz – BKGG) u.a. durch die verbesserte wirtschaftliche Situation im sechsten Jahr in Folge weiter gesunken, trotz Änderungen im SGB II und im Wohngeldgesetz sowie der Erhöhung der Regelsätze.

„Immer weniger Kinder im SGB II- und BKGG-Bezug erhalten also immer mehr Mittel aus dem BuT-Paket des Bundes“, betont Ministerin Drese. „Das ist ein wesentlicher Beitrag für mehr soziale Gerechtigkeit. Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus einkommensschwachen Haushalten wird so ein besserer Zugang zu Bildungsangeboten sowie zum sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft ermöglicht.“ Die wichtigste BuT-Leistung bleibt auch 2016 die Mittagsverpflegung in Kita und Kindertagespflege und für Schüler. Danach folgen Ausgaben für den persönlichen Schulbedarf und für Lernförderung.

Die Ausgaben für BuT-Leistungen sind landesweit im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 1,06 Millionen Euro auf knapp 15,8 Millionen Euro gestiegen. Das ist eine Steigerung von 7,2 Prozent und bedeutet den höchsten Ausgabenstand seit Einführung des BuT-Paketes 2011. Gleichzeitig ist die Anzahl der anspruchsberechtigten Kinder und Jugendlichen (SGB II und BKGG) von 79.574 im Jahr 2015 auf 76.238 im Jahr 2016 (-4,2 %) gesunken.

Drese: „Die jüngste Auswertung zeigt, dass sich die positive Entwicklung seit Einführung des BuT-Paketes bis heute verstetigt hat. Das kommt den anspruchsberechtigten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unmittelbar zu Gute. Die Landkreise und kreisfreien Städte leisten als verantwortliche Träger bei der Umsetzung eine sehr gute Arbeit. Dafür bedanke ich mich“, so Sozialministerin Drese.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Sozialhilfe erhalten oder deren Eltern den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, haben grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf Bildungs- und Teilhabeleistungen. Auch wer Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhält, kann einen Anspruch auf das Bildungspaket des Bundes haben. Zudem kann ein Anspruch auf Leistungen des Bildungspakets nach dem SGB II bestehen, wenn das Kind bzw. seine Eltern zwar ansonsten keine der genannten Sozialleistungen beziehen, jedoch die spezifischen Bildungs- und Teilhabebedarfe des Kindes nicht decken können.

Die Sozialgerichte in M-V bauen Altbestände konstant ab

Justizministerin Hoffmeister (rechts) und die Direktorin des Sozialgerichts Rostock, Katharina Plate.

Justizministerin Hoffmeister (rechts) und die Direktorin des Sozialgerichts Rostock, Katharina Plate.

  Rostock – „Seit zwei Jahren bauen die Sozialgerichte in Mecklenburg-Vorpommern ihre Bestände in konstantem Tempo ab. Allein in den letzten zwölf Monaten sind die Bestände um mehr als 2.500 Verfahren geschrumpft. Im Vergleich zum Höchststand 2011 wurden über 6.500 Verfahren abgebaut. Das ist eine gute Entwicklung. Ich bin guter Hoffnung, dass die Sozialgerichte ihre selbstgesteckten Ziele dank eines Bestandsabbauprojektes bis Ende 2019 erreichen werden“, sagte Justizministerin Hoffmeister zur Amtseinführung der Direktorin des Sozialgerichts Rostock, Katharina Plate.

„Der Abbau von Altbeständen ist seit über zehn Jahren bei den Sozialgerichten eine große Herausforderung. Im Zusammenhang mit den so genannten Hartz-Reformen nahmen die Eingangszahlen zwischen 2002 und 2010 um über 160 Prozent zu, bundesweit lag die Zunahme bei rund 75 Prozent. Dadurch haben sich die Bestände von gut 7.000 auf über 23.000 Verfahren mehr als verdreifacht. Die Zahl der Altverfahren hatte noch stärker zugenommen. Die Präsidentin des Landessozialgerichts hatte vor sieben Jahren dankenswerterweise ein Konzept erarbeitet, mit dem das Problem angepackt wurde. Arbeitsabläufe und Strukturen wurden optimiert. Auch das Justizministerium unterstützte das Konzept. Es wurden den Sozialgerichten zunächst verstärkt Proberichter zugewiesen. Später erhielt die Sozialgerichtsbarkeit sechs zusätzliche Richterstellen für den Bestandsabbau, so die Justizministerin.

„Der Erfolg zeigt sich auch hier am Sozialgericht in Rostock, wo man sich dem angestrebten Ziel nähert, dass weniger als zehn Prozent der Bestände älter als zwei Jahre alt sind. Es ist noch viel zu tun. Ich möchte dennoch allen 61 Richterinnen und Richtern in der Sozialgerichtsbarkeit im Land für ihren bisherigen Einsatz danken“, so die Ministerin.

Öko-Landbau knackt 10%-Marke

Schwerin – „In Mecklenburg-Vorpommern bewirtschaften derzeit 885 Landwirtschaftsbetriebe ca. 135.700 ha Anbaufläche ökologisch. Damit klettert der Öko-Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche hierzulande erstmals in den zweistelligen Bereich auf 10,1 %. Das sind im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 7,0 % ein Spitzenwert und ein großartiger Erfolg. Die Landesregierung wird sich auch weiterhin nachdrücklich für verbesserte Rahmenbedingungen für ökologisch wirtschaftende Landwirte und ihre Marktpartner einsetzen. Die Zahlen zeigen: Mit unserem Landesprogramm „Öko-Kompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2020“ sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Mit diesen Worten lobte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Entwicklung des Öko-Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern. Anlass gibt das 20jährige Bestehen der Bio-Gärtnerei-Watzkendorf (LK Mecklenburgische-Seenplatte). Der Betrieb lädt Besucherinnen und Besucher heute (24. Juni 2017), um 11 Uhr, mit Feldrundfahrten, Exkursionen in die Gewächshäuser sowie Kulinarischem zu einem Hoffest ein.

„Was sich ausschließlich nach Spaß anhört, hat einen fachlichen Hintergrund, der nicht zu unterschätzen ist: Die Bio-Gärtnerei Watzkendorf macht Bio erlebbar. Das ist wichtig und gut. Verbraucherinnen und Verbraucher kommen beim Hoffest in den vielfältigen Genuss ökologisch erzeugter Produkte und erhalten einen Einblick in den Ökolandbau unseres Landes“, sagte der Minister im Vorfeld der Veranstaltung.

Das Unternehmen ist Backhaus zufolge in vielen Punkten „ein echter Vorzeigebetrieb“. So sei es zum Beispiel gelungen, Gemüsejungpflanzen aller Art zu produzieren. Dafür greife man auf neueste Technik zurück. Bis zu 30 Angestellte gärtnern saisonbedingt auf ca. 20 ha Freiland, in 6.300 m² Gewächshäusern, 5.100 m² Folientunneln und 3.600 m² Folienhäusern.

2012 ist auf dem Betriebsgelände ein Energie autarkes Gewächshaus entstanden. Die Wärme liefert eine Biogas-Anlage, der Strom kommt aus der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und das Wasser aus einem Regenwasserauffangbecken. Minister Backhaus: „Das nenne ich Wertschöpfung im ländlichen Raum.“

Im Januar 2017 konnte die Bio-Gärtnerei Watzkendorf als erstes Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern beim Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau punkten. Die Bio-Gärtnerei Watzkendorf überzeugte die Jury in der Kategorie „Herausragende Leistungen in der Umsetzung eines gesamtbetrieblichen Konzepts im Bereich des Anbaus und der Vermarktung von Gemüse und Jungpflanzen“. „Auch wenn der Preis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft verdienterweise an ein einzelnes Unternehmen geht, so ist er auch Anerkennung für die Leistungen einer ganzen Branche“, so Backhaus.

Ein wichtiger Faktor für erfolgreiches Wirtschaften sind angemessene Erzeugerpreise. Das gilt trotz der flächenbezogenen Förderung auch für den ökologischen Landbau. „Wie überall in der Landwirtschaft bewegen sich die Öko-Betriebe in einem knallharten europäischen Wettbewerb. Das heißt, die quantitative Erhöhung muss mit einem nachhaltigen und marktgerechten Wachstum der Branche einher gehen“, betonte der Minister.

Ziel der Landesregierung ist es, die Instrumente der Agrarpolitik auf die wachsenden Herausforderungen auszurichten, um den ökologischen Landbau als eine besondere Chance des Landes Mecklenburg-Vorpommern weiter auszubauen. Dazu wurde das Landesprogramm zur Stärkung und Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern „Öko-Kompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2020“ erarbeitet.

Gefragt seien neben Förderangeboten, aber vor allem erfolgreiche Betriebskonzepte. „Mit Menschen, wie in der Bio-Gärtnerei Watzkendorf, wird es auch zukünftig gelingen, den ökologischen Landbau im Land nachhaltig zu entwickeln und zu befördern“, sagte der Minister abschließend.

Backhaus: Jagd hoch angesehen – Ehrenamtlicher Einsatz „unbezahlbar“

Warnemünde – Rund 400 Delegierte und Gäste aus Jagd, Politik, Verbänden und Unternehmen sind am Donnerstag (22. Juni 2017) zum Bundesjägertag in Rostock-Warnemünde zusammengekommen, um über Zukunftsfragen des Verbandes und die Bedeutung der Jagd in Deutschland zu diskutieren.

Am heutigen Freitag (23. Juni 2017), um 15 Uhr, wird Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus den öffentlichen Teil der Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen.

Backhaus betonte im Vorfeld der Veranstaltung, dass die Jagd in der Bevölkerung des Landes Mecklenburg-Vorpommern eine erfreulich hohe Akzeptanz erfährt: „Durch die traditionell große Bedeutung von Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie die überwiegend ländliche Struktur haben die meisten Menschen hier oben im Norden das Verständnis für die Notwendigkeit der Jagd noch nicht verloren.“

In Mecklenburg-Vorpommern sorgen ca. 12.000 Jägerinnen und Jägern mit ihren 3.000 Jagdhunden als Naturschützer für einen artenreichen und gesunden Wildbestand. Davon sind 83 % im Landesjagdverband organisiert, der seit 1992 auch als anerkannte Landesjägerschaft gilt. Deutschlandweit gibt es etwa 382.000 Jägerinnen und Jäger.

Auch im restlichen Bundesgebiet sei die Jagd akzeptiert. Das habe eine vom Deutschen Jagdverband jüngst in Auftrag gegebene Image-Umfrage ergeben. Demnach seien rund 80% der Deutschen überzeugt, dass die Jagd notwendig sei, um Wildbestände zu regulieren und Wildschäden in Wald und Feld vorzubeugen. „Das bestärkt die Jägerschaft in ihrem täglichen Handeln“, so der Minister.

Die Jägerinnen und Jäger in Mecklenburg-Vorpommern bringen mit viel jagdlichem Geschick und unter besonderer Achtung vor der Kreatur jährlich etwa 127.000 Stück Schalenwild mit einem beachtlichen Gesamtgewicht von rund 3.200 Tonnen zur Strecke. Das landesweite potentielle Vermarktungsvolumen beläuft sich damit auf rund 6,6 Mio. € und allein 23 wildbe- und verarbeitende Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern veredeln das Wildbret zu hochwertigen Wildprodukten, die von der Bevölkerung immer hoch geschätzt sind.

Rot- und Damwild kommen jeweils auf etwa 80 % der Landesfläche vor, wobei 14 Wildschwerpunktgebiete existieren, die etwa ein Drittel der Landesfläche ausmachen. Hinzu kommen flächendeckend Reh- und Schwarzwild und partiell Muffelwild. Rot- und Damwild werden in 60 Hegegemeinschaften mit einer Fläche zwischen 5 und 30.000 ha bewirtschaftet.

Doch damit nicht genug: „Die Jagd spielt in vielen Dörfern unseres Landes eine wichtige Rolle. Die Jägerschaft organisiert viele Veranstaltungen und Feste im Land, die von den Menschen sehr geschätzt werden. Auch das Engagement der Jägerschaft in der Kinder- und Jugendbildung ist von unschätzbarem Wert für die Wahrnehmung der Natur und die Identifikation mit der eigenen Heimat“, betonte Backhaus. Müsste man die täglichen Leistungen der Jägerinnen und Jäger in Deutschland im Ehrenamt vergüten, käme man auf ein Äquivalent von fast 7 Mio. €, veranschaulichte er.

Politisch betrachtet hat die Weiterentwicklung des Jagdwesens in Mecklenburg-Vorpommern zu keiner anderen Zeit einen so großen Rückhalt erfahren: „Mit Erfolg haben wir uns auf Bundesebene für eine konkrete Regelung zur bundeseinheitlichen Verwendung von Büchsenmunition und eine bundeseinheitliche Jägerprüfung ausgesprochen. Besonders stolz bin ich auch auf die enge Zusammenarbeit mit den Landwirtinnen und Landwirten und den hohen politischen Stellenwert der Wildschadensausgleichskasse. Wir sind das einzige Bundesland mit flächendeckend gebildeten Wildschadensausgleichskassen. Sie bilden das Rückgrat im Jagdwesen des Landes und stärken die Bodenständigkeit der Jagd“, so Backhaus.

Mit Sorge betrachte er hingegen die jüngsten Entwicklungen in einzelnen Ländern, in denen altbewährte Regelungen des Bundesjagdgesetzes abgeschafft werden sollen oder bereits wurden. Begründet werde dies oftmals mit der Notwendigkeit einer ökologischen und tierschutzgerechten Ausrichtung des Jagdrechts. Tatsächlich werden Wildarten aus dem Jagdrecht genommen, Jagdzeiten verkürzt oder aufgehoben, die Liste der sachlichen Jagdverbote verlängert, der Jagdschutz weiter eingeschränkt oder demnächst noch weitere Grundstücke befriedet. „Ist dann erst mal die Hegeverpflichtung abgeschafft, verkommt das Jagdwesen nur noch zur Abschusshilfe im Schadensfall“, warnte er.

Auch das Thema Wolf ließ der Minister nicht unerwähnt. Gerade mit Blick auf die dynamische Populationsentwicklung müssten bundesweit abgestimmte Lösungen her. „Wir führen dazu sowohl länderübergreifend als auch mit dem Bund entsprechende Abstimmungen. Ziel ist, eine Population sowie Maßnahmen zu definieren, die eine Vereinbarkeit der verschiedenen Anforderungen an die Kulturlandschaft auch zukünftig ermöglicht.“ Übergriffe auf Nutztiere könnten durch konsequente Herdenschutzmaßnahmen deutlich minimiert werden. Seit 2013 hat das Land Präventionsmaßnahmen mit etwa 290.000 € gefördert. Insgesamt kam es seit 2007 zu 63 Schadensfällen, bei denen der Wolf nicht als Verursacher ausgeschlossen werden konnte.

Tag der Technik in Rostock

Rostock – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Freitag den Tag der Technik unter dem Motto „Heute die Welt von Morgen gestalten“ in Rostock eröffnet. „Es geht darum, mehr junge Menschen durch eigenes Ausprobieren von Technik zu begeistern. Darüber hinaus ist der Tag auch ein Beitrag, für die Fachkräftesicherung in technischen Berufen zu werben. Gerade in den naturwissenschaftlich-technischen Berufen müssen wir intensiv um Nachwuchs werben. Die wirtschaftliche Entwicklung wird durch die fortschrittliche Technik und Forschung weiter vorangetrieben. Umso wichtiger ist es auf diese Ausbildungs- und Berufszweige aufmerksam zu machen“, appellierte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In MV wird die Veranstaltung vom Landesverband des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) organisiert. „Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 sollen spielerisch an technische Themen herangeführt und zugleich über die Vielfalt der Berufe in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) informiert werden“, erläuterte Glawe weiter. In Rostock werden den Schülern Mitmachaktionen, Experimente und Informationsveranstaltungen durch die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik, die Fakultät für Informatik und Elektrotechnik und die Fraunhofer-Einrichtung für Großstrukturen in der Produktionstechnik angeboten. Ebenso vertreten sind der Landesinnungsverband der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke Mecklenburg-Vorpommern, die Ferdinand Schultz u. Nachfolger Fördertechnik GmbH und die Stadtwerke Rostock AG als Ausbildungsbetriebe sowie diverse Schulprojekte.

Eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hat herausgefunden, dass 2017 (Stand: April) 237.500 Arbeitskräfte – Akademiker genauso wie Facharbeiter – im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) fehlen. Das sind 38,6 Prozent mehr als noch im April 2016. „Der MINT-Bereich bietet sehr gute Arbeitsmarktbedingungen und Chancen für den beruflichen Aufstieg“, erläuterte Glawe weiter. „Bedarf an Ingenieuren haben die Unternehmen an der Schnittstelle zwischen IT und Fertigung, also in der sogenannten Industrie 4.0. Hier sind Ingenieure dafür zuständig, wie eine Fabrik digital vernetzt wird und wie man neue Informationsströme in Zeiten der Digitalisierung richtig nutzt. Mit der dualen Berufsausbildung oder einem Studium gibt es zahlreiche Möglichkeiten, seine berufliche Karriere in Mecklenburg-Vorpommern zu starten“, sagte Glawe.

Der Minister warb darüber hinaus für die gemeinsame Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ des Wirtschaftsministeriums und den IHK’s in MV. Im Azubi-Atlas von „Durchstarten in MV“ sind derzeit über 1.300 Unternehmen mit mehr als 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen zu finden. „Hier haben Jugendliche die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika, Erfolgsgeschichten von Auszubildenden und Unternehmen zu suchen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Die Umkreissuche bietet ihnen die Chance, nicht weitab vom Wohnort einen Ausbildungsplatz zu finden. Zudem kann man auf der Website nach Branchen suchen, erfährt Details zu den einzelnen Ausbildungen und bekommt die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen sowie der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern angezeigt. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos.

In Mecklenburg-Vorpommern wird der Tag der Technik in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurrat MV, der Universität Rostock sowie den Hochschulen in Wismar, Stralsund und Neubrandenburg veranstaltet. Der Tag der Technik findet zeitgleich an diesen vier Hochschulstandorten statt. Er findet bundesweit seit 14 Jahren statt.

Drese: Bemerkenswert gute Anmeldezahlen für neue Kita-Ausbildung

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese begrüßt die vom Bildungsministerium eingeräumte Fristverlängerung für die neue dreijährige praxisorientierte Erzieherausbildung. Bis zum 1. Juli 2017 (Poststempel) können sich Schulabgängerinnen und Schulabgänger, aber auch Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger für die Ausbildung „Staatlich anerkannte/r Erzieher/in 0-10“ noch bewerben.

Als bemerkenswert bezeichnet Ministerin Drese die vorläufigen Anmeldezahlen. „Da wir ein Jahr früher als ursprünglich geplant anfangen, ist der Zeitrahmen eng gesteckt“, sagte Drese. „Dass dennoch an allen fünf Berufsschulstandorten zwischen 12 und 23 Anmeldungen vorliegen, ist ein deutliches Zeichen für die Attraktivität des neuen Ausbildungsangebotes. Für jeden einzelnen Auszubildenden hat es sich gelohnt, für einen Start bereits zum Schuljahr 2017/ 18 zu kämpfen.“

Drese: „Mein Dank gilt den zukünftigen Auszubildenden, die den Mut haben, neue Wege zu beschreiten und den Trägern, die bereit sind, die jungen Menschen auf diesem Weg zu begleiten. Ich bin überzeugt davon, dass der neue Ausbildungsgang in den nächsten Jahren zu einem großen Erfolg wird und maßgeblich zur Qualitätssicherung in unseren Kitas beiträgt“, so Drese.

Derzeitige Anmeldezahlen nach Angaben des Bildungsministeriums:

Rostock: 23 (6 noch ohne Träger)
Neubrandenburg: 20
Güstrow: 13
Stralsund: 12
Schwerin: 13 (9 noch ohne Träger)

Kita Bantin eingeweiht

Bantin – Nach knapp einem Jahr Bauzeit wurde die neue Kindertagesstätte in Bantin bei Zarrentin (LK Ludwigslust-Parchim) offiziell eingeweiht. Sie bietet ingesamt 82 Kindern Platz. So gibt es 12 Krippenplätze, 40 Kindergartenplätze und 30 Hortplätze. Damit wurden 26 zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen.

„Ich hoffe, dass die neue Umgebung Kindern, Erziehern und Eltern gleichermaßen gefällt. Sicher ist noch nicht alles an Ort und Stelle, aber die räumlichen Grundvoraussetzungen für eine wertvolle Spiel- und Lernatmosphäre sind nun gegeben“, freute sich Mecklenburg-Vorpommerns Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, der extra gekommen war, um sich die neuen Räumlichkeiten anzuschauen.

Die alte Kindertagesstätte war in einem desolaten Zustand und entsprach weder den aktuellen baulichen noch sicherheitstechnischen Standards. Eine Betriebserlaubnis wurde durch den Fachdienst Jugend des Landkreises Ludwigslust-Parchim deshalb nur noch befristet erteilt. Gleichwohl bestand zunehmender Platzbedarf. „Dass ein Neubau mehr als überfällig war, versteht sich vor diesem Hintergrund von selbst“, so Backhaus.

Auch die Bedürfnisse der älteren Generation wurden im Vorhaben berücksichtigt. So ist im Zuge des Kitneubaus auch ein neuer Gemeindesaal entstanden. Dieser ist im Anbau zu ebener Erde untergebracht und nun für alle Dorfbewohner zugänglich. Der alte Gemeindesaal befand sich im Oberschoss der alten Kita. Körperlich eingeschränkte und ältere Bürger waren nicht in der Lage, diesen über die steile Treppe zu erreichen.

„Dritte mögen die Strahlkraft eines solches Projektes geringschätzen. Ich sage: Es ist von großer Bedeutung! Mit Vorhaben wie diesen, wird eine entsprechende Grundversorgung auf dem Land erhalten. Damit eröffnen wir insbesondere jungen Familien Entwicklungschancen in ländlichen Gegenden. Viele Bundesländer beneiden uns um diese Prioritätensetzung“, betonte der Minister.

Das Landwirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Gesamtkosten von insgesamt ca. 2,3 Mio. € deshalb mit ca. 1,4 Mio. € durch Mittel der Integrierten ländlichen Entwicklung (ILERL M-V) aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums.

Auch zukünftig stehen für die Förderung von Basisdienstleistungen der Grundversorgung in der Förderperiode 2014 bis 2020 rund 35 Mio. € zur Verfügung.

Allein in der Stadt Zarrentin wurden seit 2008 Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 9,2 Mio. € mit Fördermitteln in Höhe von rund 4,5 Mio. € ermöglicht. Im Amtsbereich Zarrentin werden aktuell die Kindertageseinrichtungen in Vellahn, in Lüttow-Valluhn und Gallin neu errichtet, saniert bzw. erweitert.

Drese: Handlungsbedarf bei Verteilung von Belastungen und Chancen zwischen den Geschlechtern

Güstrow – Gleichstellungsministerin Stefanie Drese hat heute auf der Abschlusstagung des Projektes „Zeit im Zentrum“ des Landesfrauenrates in Güstrow eine bessere Unterstützung von Familien und weitere Anstrengungen für eine wirkliche Gleichstellung von Frauen und Männern gefordert.

Die Ministerin betonte in ihrem Grußwort, dass mehr Möglichkeiten geschaffen werden müssen, um Familie und Beruf auch wirklich gut vereinbaren zu können. So biete die Digitalisierung neue Chancen für mehr Zeitsouveränität für Familien. „Ziel muss eine familienfreundliche Unternehmenskultur sein, die mobile Arbeit als selbstverständliches Angebot für alle diejenigen ansieht, deren Tätigkeit sich hierfür eignet. Flexibilität darf aber nicht dazu führen, dass Arbeitszeit und Freizeit sich vermischen und der Einzelne jeden Tag ständig verfügbar ist. Hier braucht es klare Regelungen und Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer“, so Ministerin Drese.

In Bereichen, wie der Alten- und Krankenpflege, Gastronomie oder Polizei sei es wichtig, für die dort Beschäftigten bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, z.B. durch erweiterte Kita-Betreuungsangebote in den Randzeiten. „Bei den Öffnungszeiten in den Kitas oder auch in der Kindertagespflege sind wir in Mecklenburg-Vorpommern bundesweit an der Spitze bis hin zur 24-Stunden-Kita. Eltern wissen ihre Kinder in guten Händen. Das ist ein familienpolitisches Pfund mit dem wir wuchern können“, sagte Drese.

Handlungsbedarf besteht nach Ansicht der Ministerin bei der Verteilung von Belastungen und Chancen zwischen den Geschlechtern. Der gerade von der Bundesregierung veröffentlichte Zweite Gleichstellungsbericht zeige deutlich, dass Frauen deutlich mehr Zeit für unbezahlte Tätigkeiten im Haushalt und für die Familie aufwenden als Männer. Drese: „Während wir bei der Gleichberechtigung sehr weit vorangekommen sind, gibt es nach wie vor Unterschiede in der Lebensrealität von Frauen und Männern. Gleichstellung im Sinne verwirklichter Lebensplanungen ist noch nicht erreicht“, so Drese.

Genau an diesem Punkt setzt das Projekt „Zeit im Zentrum“ des Landesfrauenrates MV an. Durch das Projekt wird nach Einschätzung der Ministerin wichtige Vorarbeit für einen notwendigen gesellschaftlichen Diskurs geleistet. Drese: „Um zu einer realen Gleichstellung zu kommen, müssen wir über die klassischen Vereinbarkeitsthemen, wie die Kinderbetreuung hinaus denken. Diesem erweiterten Themenfeld müssen sich Politik, Wirtschaft und Arbeitswelt, aber auch jede und jeder Einzelne stellen, um bestmögliche Lösungen für Frauen und Männer für die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben zu finden.“

296.000 Euro für Neubau des Rostocker Yachtclubs e.V.

Ministerin Hesse: Kinder- und Jugendarbeit spielt seit jeher eine wichtige Rolle

Rostock – Das Land unterstützt in diesem Jahr den Rostocker Yachtclub e. V. beim Neubau einer Bootslagerhalle mit Sportfördermitteln in Höhe von 296.037 Euro. Die bestehende Bootshalle ist baufällig und soll durch einen Neubau ersetzt werden, der dem aktuellen Bedarf entspricht. Weil der Yachtclub die Kinder- und Jugendarbeit in den vergangenen Jahren verstärkt und mehr Segelboote angeschafft hat, ist die Fläche für Unterstell- und Lagermöglichkeiten der Sportgeräte gewachsen.

„Die Kinder- und Jugendarbeit spielt im Rostocker Yachtclub seit jeher eine wichtige Rolle“, sagte Sportministerin Birgit Hesse bei ihrem Besuch am Mittwochnachmittag. „Der Verein arbeitet mit sehr gut ausgebildeten Trainern. Nachwuchssportler in allen Altersklassen haben zahlreiche internationale und nationale Erfolge erlangt. Stellvertretend sind hier Jörn und Bodo Borowski oder Malte Philipp zu nennen. Um diese Tradition weiterzuführen, fördert der Rostocker Yachtclub e. V. verstärkt junge Seglerinnen und Segler“, so Hesse.

Der Rostocker Yachtclub gehört zu den ältesten Segelvereinen, die sich an der Warnow angesiedelt haben. Im Jahr 1905 wurde der Verein gegründet. Das Vereinsgelände mit dem historischen Vereinsgebäude befindet sich an der Unterwarnow im Rostocker Stadtteil Gehlsdorf direkt gegenüber dem historisch bedeutenden Stadthafen. Der Rostocker Yachtclub kann auf eine stetig steigende Mitgliederzahl verweisen, die im Jahr 2016 ihren bisherigen Höchststand mit 235 Sportlerinnen und Sportlern erreichte.

Neues Feuerwehrhaus sichert technischen Standard

Neuenkirchen – Die Gemeinde Neuenkirchen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte erhält finanzielle Unterstützung für ihr Feuerwehrhaus im Ortsteil Ihlenfeld. Innenminister Lorenz Caffier übergab heute bei seinem Besuch in Neuenkirchen einen Förderbescheid über rund 164.000 EUR an den Bürgermeister der Gemeinde.

Der Bürgermeister verwies während seines Gespräches mit dem Innenminister darauf, dass die Freiwillige Feuerwehr für ein größeres Einsatzgebiet in der Gemeinde zuständig ist, vor allem schwerpunktmäßig auch für eine Biogasanlage, den Flugplatz Trollenhagen. Die Infrastruktur in der Region ist geprägt von Landwirtschaft und Tourismus sowie einigen Gewerbegebieten.

Das jetzige Feuerwehrhaus wurde vor 20 Jahren als erstes Feuerwehrhaus im Amtsbereich gebaut und weist gravierende und technische Mängel auf, die behoben werden müssen. Im Zuge der Baumaßnahme soll das Feuerwehrhaus mit einem Anbau erweitert werden, der künftig für Schulungszwecke genutzt werden soll. Für die Baumaßnahmen sind Gesamtkosten in Höhe von rund 297.000 EUR veranschlagt, die Gemeinde kann jedoch ohne finanzielle Unterstützung durch das Land die Baumaßnahmen nicht finanzieren.

„Die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen-Ihlenfeld muss weiter gewährleistet sein, dazu gehört auch ein Feuerwehrhaus, dass sowohl den Anforderungen der freiwilligen Helfer als auch der Feuerwehrunfallkasse gerecht wird. Brandschutz und Brandbekämpfung sowie Technische Hilfeleistung im dürfen nicht gefährdet werden. Die Fördermittel werden einen Großteil der Kosten für den Neubau abdecken“, so Minister Caffier.

LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2017 ausgelobt

Schwerin – Jetzt für den Technologiepreis 2017 bewerben: Ab sofort sind Bewerbungen für den LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2017 möglich. „Gesucht werden Produkte, Verfahren und technologische Dienstleistungen mit hohem Innovationsgrad und Verwertungspotenzial. Wir suchen Unternehmer, Forscher und Entwickler mit innovativen Ideen und Projekten. Der Preis trägt dazu bei, das Potential der heimischen Wirtschaft und Wissenschaft noch bekannter zu machen“, ermunterte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin zur Teilnahme am diesjährigen Wettbewerb um den Technologiepreis. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. September 2017.

Das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes Mecklenburg-Vorpommern loben in diesem Jahr zum 15. Mal den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“ aus. „Erfolgreich umgesetzte Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeit sind ein Aushängeschild für Mecklenburg-Vorpommern. Das schafft Arbeit im Land und kurbelt auch das überregionale Geschäft weiter an“, so Glawe weiter.

Mit dem „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern 2017“ werden Unternehmen und wissenschaftlich ausgebildete Einzelpersonen oder auch Personengruppen von Forschungseinrichtungen gewürdigt, die sich um die erfolgreiche Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen aus MV in ein konkretes wirtschaftliches Produkt, ein Verfahren oder eine technologische Dienstleistung besonders verdient gemacht haben. Für den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis MV 2017“ stehen insgesamt 10.000 Euro Preisgeld zur Verfügung.

„Ein Schwerpunkt unserer Wirtschaftspolitik liegt auf Forschung, Entwicklung und Innovation. Im Verbund von Wirtschaft und Wissenschaft wird unsere überregionale Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt. Ziel ist es, dass aus den Ideen nach vielen Forschungsleistungen marktfähige Produkte entstehen können“, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich. Für die EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für Forschung, Entwicklung und Innovation zur Verfügung. Die Rahmenbedingungen sind so gestaltet, dass Unternehmen Unterstützung erhalten von der Produktentwicklung bis zur Marktreife.

Preisträger des Technologiepreises MV 2016 waren die Physiolution GmbH aus Greifswald und die Prolupin GmbH aus Grimmen. Das Greifswalder Unternehmen Physiolution GmbH hat sich auf die Untersuchung der Wirkstofffreisetzung von festen peroralen (oral zu verabreichenden) Arzneiformen unter biorelevanten Testbedingungen spezialisiert. Damit soll herausgefunden werden, wie sich Medikamente auf den pH-Wert im Magen-Darm-Trakt auswirken.

Die Prolupin GmbH aus Grimmen hat sich auf die Gewinnung und Modifizierung von Proteinen der Blauen Süßlupine als Lebensmittelzutat und deren gezielte Anwendung im Lebensmittelbereich spezialisiert.

Der Namensgeber, Dr. Dr. hc. mult. Ludwig Bölkow war ein gebürtiger Schweriner und Mitbegründer des Konzerns Messerschmidt-Bölkow-Blohm (MBB), aus dem die DASA (heute EADS) entstand.

Die Bewerbungsunterlagen für den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern 2017“ sind bis zum 15. September 2017 bei der Industrie- und Handelskammer zu Rostock einzureichen.

Freiwillige Feuerwehr Groß Teetzleeben braucht mehr Platz

30.000 Euro Fördermittel für Anbau an Feuerwehrhaus

Groß Teetzleben – Mit einem Anbau will die Gemeinde Groß Teetzleben die beengten Platzverhältnisse im Feuerwehrhaus beenden und zusätzlich Raum für ein neues Mehrzweckfahrzeug (MZF) schaffen. Viele Ideen und Planungen gingen dem Vorhaben voraus. Nun sorgen Fördergelder aus dem Innenministerium und eine finanzielle Beteiligung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte dafür, dass die Gemeinde ihre Investitionen finanziell schultern kann.

Innenminister Lorenz Caffier übergab heute den Bewilligungsbescheid für eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von rund 30.480 Euro an die Bürgermeisterin Frau Karin Heß. „Die beengten Platzverhältnisse im bestehenden Feuerwehrhaus werden bald der Vergangenheit angehören und der heisigen Fahrzeugausstattung besser als bisher Rechung tragen“, so der Minister.

Die Freiwillige Feuerwehr Groß Teetzleben erfüllt nicht nur im eigenen Gemeindegebiet Aufgaben des abwehrenden Brandschutzes und der Technischen Hilfeleistung, sondern darüber hinaus auch im südlichen Teil des Amtes Treptower Tollensewinkel. Schwerpunkte sind hier zwei örtliche Behindertenwohnheime sowie die Biogasanlage in Thalberg. Weiterhin wird die Freiwillige Feuerwehr zur Unterstützung mit Atemschutzgeräteträgern in Einsätze der Schwerpunktfeuerwehr Altentreptow eingebunden.

Das Gerätehaus (Baujahr 2005) hat einen Stellplatz für ihr Tanklöschfahrzeug sowie einen kleinen engen Anbau für Geräte, in dem ein Mannschaftswagen untergebracht ist. Mit dem Erweiterungsanbau entsteht ein zusätzlicher neuer Fahrzeugstellplatz, der Technik und Feuerwehrleuten mehr Raum gibt.

Ausbau der Gemeindestraße zwischen Mallin und Passentin

Penzlin – Die Gemeinde Mallin wurde 2012 Ortsteil von Penzlin. Gegenstand der damaligen Fusionsgespräche war auch der Ausbau der Verbindungsstraße zwischen Mallin und Passentin. Geplant ist, die Gemeindestraße zu verbreitern, auch die Straßenbefestigung wird erneuert. Die Gesamtkosten für den Straßenausbau betragen rund 224 100 Euro. Das Straßenbauamt Neustrelitz beteiligt sich mit 161 400 Euro und aus dem Innenministerium kommen 22 900 Euro als Sonderbedarfszuweisung dazu.

Minister Lorenz Caffier übergab heute in Mallin den Förderbescheid an den Bürgermeister Sven Flechner. „Jetzt, wo die Finanzierung gesichert ist, sollte einem erfolgreichem Abschluss der Arbeiten nichts mehr im Wege stehen und auch die eine oder andere Vollsperrung oder Umleitung nehmen alle sicher in Kauf, denn endlich erfüllt sich der Wunsch für die Einwohner, die schon lange auf eine neue Straße gehofft hatten“, sagte Innenminister Caffier bei seinem Ortstermin. „Auch Besucher, die zum Slawendorf Passentin wollen, dürften sich über das Ende der Holperstraße freuen.“

Dahlemann eröffnet erste „Nacht der Wirtschaft“ in Anklam

Anklam – „Vorpommern ist immer dann erfolgreich, wenn sich die Akteure vor Ort zusammentun, gemeinsam Ideen entwickeln, für diese werben und sie dann auch gemeinsam umsetzen. Dafür ist die „Nacht der Wirtschaft“ in Anklam – die erste überhaupt – ein sehr gutes Beispiel“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung der Nacht der Wirtschaft in der Hansestadt.

Es sei gut, dass die teilnehmenden Unternehmen und Gesellschaften ihre Pforten für die Bürgerinnen und Bürger öffneten, „damit sich die Menschen vor Ort selbst ein Bild von den Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Stadt machen und die wirtschaftliche Vielfalt in der Lilienstadt kennenlernen können.“ Davon profitierten beide Seiten. Die Unternehmerinnen und Unternehmer werben um Auszubildende und Fachkräfte. Die interessierten Besucherinnen und Besucher machen sich mit Bedingungen, die die Unternehmen bieten, bekannt. Dahlemann: „Wer gute Fachkräfte haben will, der muss auch anständigen Lohn zahlen und eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie garantieren.“

Es sei ganz hervorragend, dass die Stadt und die Agentur für Arbeit Greifswald als Initiatoren viele engagierte Partner gefunden hätten. Dahlemann: „Das ist genau das, was wir hier in Vorpommern brauchen: Gute Ideen, Gemeinsamkeit und Miteinander. Es gibt hier viele Engagierte, die sich für Anklam und für Vorpommern insgesamt einsetzen. Das macht uns stark.“

Die positive Entwicklung Vorpommerns sei unübersehbar. „Bei der Arbeitslosigkeit liegen wir zwar immer noch über dem Landesdurchschnitt. Aber im Kreis Vorpommern-Greifswald hat sich z.B. im Vergleich zum Mai 2007 die Zahl der Arbeitslosen halbiert. Mit 9,7 Prozent ist die Quote sogar erstmals in der Geschichte des Kreises einstellig.“ Natürlich könne diese Entwicklung nur so weitergehen, wenn neben den Verantwortlichen vor Ort auch die Landespolitik ihren Beitrag leiste. „Mit der Lenkungsgruppe Vorpommern zur Koordinierung der großen Vorhaben und dem Vorpommern-Fonds, mit dem wir viele kleine Projekte unterstützen können, haben wir gute Instrumente geschaffen, um die Entwicklung in Vorpommern noch zielgerichteter voranzutreiben“, betonte Dahlemann.