Veranstaltungen im Naturerbe Zentrum Rügen

Freitag, 25. Mai 2018, 04.00 – 05.30 Uhr
Sonnenaufgang auf dem Baumwipfelpfad

Insel Rügen – Der Moment, in dem die Sonne hinter dem Horizont auftaucht, ist der vielleicht schönste am ganzen Tag. Bildet dabei die blaue Ostsee den Horizont und Rügens Boddenlandschaft die Kulisse, so ist dies ein ganz besonderes Erlebnis. Begleiten Sie uns an diesem Morgen über den Baumwipfelpfad zum Aussichtsturm „Adlerhorst“ und erleben Sie bei einem Glas Sekt einen exklusiven und spektakulären Sonnenaufgang über der Ostsee aus der Vogelperspektive.

Foto @ Erlebnis Akademie AG/NEZR

Preise: Erwachsene 15 €, Kinder (6-14 Jahre) 8 € / bei Familien zahlen die Eltern & das erste Kind, jedes weitere Kind ist frei

Treffpunkt: Naturerbe Zentrum Rügen, Kasse
Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00

Veranstaltungen im Naturerbe Zentrum Rügen

Donnerstag, 24. Mai 2018, 10.00 – 13.00 Uhr
Wanderung zu den Feuersteinfeldern

Insel Rügen – Die Feuersteinfelder Mukrans gehören zu den großen Phänomenen der Insel Rügen. Entdecken Sie auf unserer Exkursion mit den Naturführern das einmalige steinerne Meer und spüren Sie die faszinierende Schönheit dieses Kleinodes. Gebildet wurden sie vor ca. 4000 Jahren und erzählen die wechselvolle Geschichte einer vergangenen Landschaft. Der in der Kreidezeit entstandene Feuerstein wurde durch die letzten Eisberge in Vorpommern umgelagert, empor gepresst und transportiert. Zu einer Zeit als der Wasserspiegel der Ostsee noch höher war, haben Sturmfluten die Feuersteine ins Inselinnere verlagert. Wandeln Sie zwischen Wacholderhainen und werden Sie Teil einer Jahrtausende alten Kulturgeschichte, die bis in die Steinzeit zurückgeht.
Hinweis: Bitte festes Schuhwerk mitbringen!

Wanderung zu den Feuersteinfeldern Foto @ Erlebnis Akademie AG/NEZR

Preise: Erwachsene 10 €, Kinder (6-14 Jahre) 8 € / bei Familien zahlen die Eltern & das erste Kind, jedes weitere Kind ist frei
Treffpunkt: Parkplatz Feuersteinfelder, Neu-Mukran

Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00

Speer-Ausstellung in Prora eröffnet

Insel Rügen – In Prora hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann die Ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“ eröffnet.

„Ich freue mich sehr, dass die Wanderausstellung des NS- Dokumentationszentrums „Reichsparteitagsgelände Nürnberg“ jetzt auch bei uns in Mecklenburg-Vorpommern, hier in Prora Station macht. Mit ´Erinnerungen´ war das Buch überschrieben, mit dem es Albert Speer gelang, erhebliche Teile der bundesdeutschen Öffentlichkeit über sein Wirken in der Zeit des Nationalsozialismus zu täuschen. Speer war nicht der unpolitische Technokrat und nach der NS-Zeit dann so etwas wie ein geläuterter Nazi. Er war Täter, der es nach 1945 geschickt verstand, seine tatsächliche Verantwortung in der Zeit des Nationalsozialismus zu verschleiern. Die Ausstellung macht deutlich, was im Leben von Albert Speer Dichtung und was Wahrheit ist und führt so die Kluft zwischen Aktenlage und Mythos anschaulich vor Augen“, würdigte Dahlemann die Ausstellung.

Der Parlamentarische Staatssekretär übergab zugleich an das Dokumentationszentrum Prora einen Zuwendungsbescheid in Höhe 2.500 Euro aus dem Vorpommern-Fonds für die Durchführung einer Deutsch-Polnischen Begegnungswoche, bei der auch ehemalige NS-Zwangsarbeiterinnen als Zeitzeuginnen zu Wort kommen sollen. „An die Geschichte erinnern und für ein friedliches, demokratisches Miteinander einzutreten, ist eine Aufgabe, der wir uns immer wieder aufs Neue stellen müssen. Die damaligen Verbrechen kann niemand ungeschehen machen. Aber wir können gemeinsam dafür sorgen, dass wir in Gegenwart und Zukunft friedlich, demokratisch und respektvoll miteinander leben – im eigenen Land und über Grenzen hinweg“, sagte der Staatssekretär.

Sogenannter Romantik-Betrug auf Rügen

Insel Rügen – Auf der Insel Rügen ist eine 61-jährige Frau Opfer des sogenannten Romantik-Betruges (Romance Scam) geworden. Die Geschädigte hatte im November vergangenen Jahres über eine Internetplattform Kontakt mit dem angeblichen Chirurgen Dr. Jack Dossier aufgenommen. Er stamme aus den USA und befände sich derzeit im Irak. Nach dem Austausch einiger Nachrichten bat er die Frau, dringend benötigte Dokumente aus den USA für ihn entgegen zu nehmen, da dies im Irak nicht möglich sei. Die Überstellung würde durch eine Sicherheitsfirma erfolgen.

Diese Firma nahm dann auch Kontakt zur Geschädigten auf und forderte im März und April mehrfach Summen ein, welche für Zoll oder Gebühren benötigt wurden. Ende April forderten sie 6.500 EUR. Diese Summe überwies die Frau nicht. Bis dahin hatte sie jedoch bereits über 4000 EUR gezahlt. Auf die Nichtzahlung reagierte der „Arzt“ mit bedrohlichen Nachrichten, was die Frau dazu veranlasste, schließlich Anzeige zu erstatten.

Beim Romance Scam handelt es um eine seit Jahren bekannte Betrugsmasche, welche meisten den hoch organisierten Banden der Nigeria Connection zugerechnet werden kann. Diese erstellen authentisch wirkende Fake-Profile auf verschiedenen Plattformen und stellen sich als gutaussehende und erfolgreiche Personen vor. Einfühlsam gehen sie auf ihre Opfer ein und spielen Verliebtheit vor. Sofern das Vertrauen dann gewonnen wurde, wird eine Notlage vorgetäuscht, aus der nur der Partner ihnen helfen kann. Oft sind die Geschädigten bei Erfolg der Betrüger finanziell und emotional zerstört.

Romance Scammer kommunizieren oft in gutem Englisch, wobei sie häufig Software benutzen. Erkennbar könnten sie an den Bildern sein, die in die Fake-Profile eingespeist wurde. Diese sind unscharf und von geringer Auflösung, da sie von Identitätsdiebstählen stammen. Schon nach dem ersten Kontakt werden die Opfer mit Liebesschüren überhäuft, eine feste Partnerschaft vorgegaukelt. Schließlich kommt es dann zur finanziellen Notlage.

Wir raten Ihnen im Falle des möglichen Romatik-Betruges, niemals Geld an Personen zu überweisen, die Sie noch nie persönlich getroffen haben. Gehen Sie sparsam mit Ihren Hintergrundinformationen, wie zum Beispiel finanziellen Verhältnissen, um. Geben Sie den Namen der Internetbekanntschaft in eine Suchmaschine mit dem Zusatz „Scammer“ ein. Es gibt Portale, die sich mit dem Aufdecken der unechten Profile beschäftigen und vielleicht ist Ihre Bekanntschaft dort schon verzeichnet. Bei der umgekehrten Bildersuche könnten Sie ebenfalls nützliche Hinweise erhalten.

Wenn Sie erkennen, dass Sie Opfer eines solchen Betruges wurden, brechen Sie sofort jeglichen Kontakt ab. Lassen Sie sich nicht erpressen oder einschüchtern und überweisen kein Geld mehr. Gehen Sie in jedem Fall zur Polizei und erstatten Anzeige.

Gemeinde Baabe erhält Zuschuss für Umrüstung der Straßenbeleuchtung

Insel Rügen – Die Gemeinde Ostseebad Baabe (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 23.000 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

In der Dorfstraße im Ostseebad Baabe soll die bestehende Beleuchtung durch 35 neue LED-Module ausgetauscht werden. Die Masten und Kabel können weiterhin genutzt werden. So können im Jahr knapp 24.000 Kilowattstunden Strom und 14 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Gesundheitsbewusst und aktiv neue Höhen erklimmen

Naturerbe Zentrum Rügen und AOK Nordost gehen gemeinsame Wege

Insel Rügen – Das Naturerbe Zentrum Rügen, eine Einrichtung der bayerischen Erlebnis Akademie AG, und die AOK Nordost werden als neue Kooperationspartner gemeinsame Wege gehen. Darüber informierten heute in Binz der Marketingleiter der Erlebnis Akademie AG, Christian Kremer, und Juri Schlünz, der Koordinator für Sport- und Gesundheitsstützpunkte der AOK Nordost. Als exklusiver Gesundheitspartner möchte die AOK Nordost künftig die beliebte touristische Freizeit- und Bildungseinrichtung nutzen, um auf unterhaltsame und doch nachhaltige Art und Weise auf eine aktive und gesunde Lebensweise aufmerksam zu machen. Das Naturerbe Zentrum Rügen mit dem 2013 eröffneten 1.250 Meter langen Baumwipfelpfad zieht jährlich rund 300.000 Besucher an.

Bewegung tut gut – Jürgen Michalski, Regionalleiter Nord der Erlebnis Akademie AG (v. li.), Juri Schlünz von der AOK Nordost, der Stralsunder AOK-Niederlassungsleiter Henry Nahlik und Christian Kremer, Marketingleiter der Erlebnis Akademie AG, zeigen eine der ersten Infotafeln vor dem Einstiegsturm des Baumwipfelpfades. Foto @ NEZR/Maxi Klawa

„Am 15. Juni feiern wir fünf Jahre Naturerbe Zentrum Rügen. Unser Anspruch liegt in der Vermittlung von Werten, die zur Bewahrung unserer Naturräume und zu einem bewussten Umgang mit unseren Ressourcen beitragen. Mit der Kooperation mit der AOK Nordost setzen wir jetzt neue Akzente“, betonte Christian Kremer. „Wir erweitern unsere Ziele um den wichtigen Faktor der Gesundheitsbildung und möchten dabei die Zusammenarbeit mit unserem neuen Partner schrittweise ausbauen.“

Gestartet wird mit drei großen Infotafeln, die vor dem Einstiegsturm des Baumwipfelpfades, im Pfad an der ersten Erlebnisstation, an der es den Balancierbalken oder Wackelelemente zu überwinden gilt, und nach dem Ausstiegsturm angebracht worden sind. Auf den Schildern wird um eine aktive Lebensweise geworben, wobei schon die Absolvierung von täglich 10.000 Schritten eine große Rolle spielt. Studien belegen, dass damit das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung um 20 Prozent gesenkt werden kann. Bei Kindern wirken einfache Übungen zur Koordination dem Bewegungsmangel entgegen, bei älteren Menschen dienen sie der Sturzprävention und dem Erhalt der Lebensqualität.

„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Naturerbe Zentrum Rügen“, sagte Juri Schlünz. „Gemeinschaftliche Erlebnisse und die Freude an aktiver Betätigung in der Natur tragen sehr viel zum gesundheitlichen Wohlbefinden und einer positiven Entwicklung bei“, so der ehemalige Bundesligaspieler und Trainer vom F.C. Hansa Rostock. „Der Baumwipfelpfad auf Deutschland größter Insel ist geradezu prädestiniert für unser Anliegen und die Botschaft an alle Altersgruppen, dass jeder selbst etwas für seine Fitness und sein Wohlbefinden tun kann.“

Die AOK Nordost wird darüber hinaus die mehrfach prämierte „Baumwipfelpfad-Comic-Rallye“ unterstützen und Preise für die Teilnehmer zur Verfügung stellen. Mit Comic-Heft und Stift in der Hand können die jüngeren Besucher während der Wanderung zum Gipfel spannende Aufgaben in dem Rallye-Quiz lösen.

Im eigenen Boomhus-Bistro werden in Kooperation mit der AOK Nordost regelmäßig verschiedene gesunde Wochengerichte angeboten. Die Steckbriefe zum jeweiligen Tagesgericht wie beim aktuellen Süßkartoffel-Gemüse-Auflauf mit Schafskäse liegen als Infoblatt aus und können mitgenommen werden. Darin wird auf die Bedeutung und Inhalte der verarbeiteten Lebensmittel hingewiesen. So heißt es in dieser Woche „Süßkartoffeln sind eine wahre Karotin-Fundgrube und punkten mit viel Vitamin E und C. Vom Nährwertgehalt sind sie ganz vorne dabei. Junges frisches Gemüse tut immer gut und Schafkäse enthält sehr wenig Laktose“.

Bedrückende Stille in KZ-Gedenkstätte

Bewegende Momente beim deutsch-polnischen Schulpartnertreffen im polnischen Sztutowo

Sztutowo/Gingst – Stille herrscht im ehemaligen KZ-Krematorium Stutthof (Sztutowo). 40 deutsche und polnische Jugendliche aus Gingst und Sztutowo gedenken am letzten Donnerstag im April schweigend der Toten. Eine bewegende Führung durch die Gedenkstätte findet hier ihr Ende und war zugleich der Beginn einer bewundernswerten Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte. Zwischen September 1939 und Mai 1945 bestand das Lager in der Nähe des kleinen Badeortes. Diesen zeitlichen Ausschnitt brachte ihnen der 19-jährige Abiturient Kamil Krzyszczyk näher, der selbst schon mehrfach an solchen Treffen teilgenommen hatte. „Es war für mich eine Herausforderung, vor einer so großen deutsch-polnischen Schülergruppe zu sprechen“, sagte der Jahrgangsbeste, der sich seit langem auch für die Vergangenheit seines Heimatortes Sztutowo interessiert. Als ehrenamtlicher Führer begleitet er unterschiedliche Gruppen durch das ehemalige Konzentrationslager an der pommerschen Küste. „Ich kann dabei meine Sprachkenntnisse trainieren und neue Leute kennen lernen.“

Julienne Köster (li.) und Amanda Kosoka lösen im ehemaligen KZ Stutthoff ihre Arbeitsaufträge. Foto @ Martina Zabel

Er hatte ein Arbeitsblatt in englischer Sprache vorbereitet, das von kleinen gemischten Teams auf dem Rundgang durch die Einrichtung ausgefüllt wurde. Schüler sollten Fakten, Daten und Personenschicksale erfassen, verarbeiten und bewerten. Ganz bewusst entschied sich der junge Pole für den Inhalt des Blattes, der sich mit den von ihm gewählten Stopps auf dem eineinhalbstündigen Weg verband. Dabei erfuhren sie auch von der Evakuierung vieler Häftlingen, die unter anderem auf Lastkähnen transportiert wurden und auch in den Häfen Lauterbach und Sassnitz auf Rügen Station machten.

Zugleich waren die Teilnehmer aufgerufen, per Smartphone ein Motiv festzuhalten, welches sie bei dem Besuch der Ausstellungsräume und des weitläufigen Geländes besonders bewegte. Julienne Köster gewann den kleinen Wettbewerb, in dem sich jeder Schüler ganz persönlich mit seinen Eindrücken auseinandersetzen sollte. „Ein beeindruckender, kleiner Teil des KZ“, schrieb sie wenige Minuten später zu dem Bild, das sie in die deutsche WhatsApp-Gruppe postete. Hier sammelten sich am Ende des Rundgangs 20 Fotos, die auf ganz spezielle Weise die Empfindungen der jungen Leute widerspiegelten. Am meisten bewegte sie die Gaskammer oder das Krematorium, wo Tausende Menschen unschuldig ermordet worden waren. Ein Fakt, den man nur schwer begreifen kann. Viele Fragen gingen den jungen Menschen durch den Kopf, nicht alle können gestellt werden. Festgehalten in einer Fotografie bieten die gewählten Ausschnitte aber später Anlass, um über das vor Ort Erfahrene noch einmal nachzudenken und in der Klasse zu diskutieren.

Paula, Marvin, Til und Katharina (v. l. n. r.) an einem Modell in der Gedenkstätte Sztutowo. Foto @ Martin Zabel

„Meine Schüler hatten sich den Besuch der Gedenkstätte gewünscht“, erklärt Deutschlehrerin Martina Zabel. Im Unterricht liest sie gerade mit den Neuntklässlern das bewegende Buch „Der Junge im gestreiften Pyjama“. Darin beschreibt der Ire John Boyne das Schicksal zweier Jungen im Konzentrationslager Auschwitz. An vielen Punkten der Führung, so stellte sie fest, verglichen ihre Schüler das Gesehene oder Gehörte mit Textpassagen, die sie wenige Tage vorher gelesen und besprochen hatten. „Lebendiger kann die Auseinandersetzung mit dem Thema nicht sein“, meint ihre Kollegin Magda Czarnogorska. Seit Beginn der Partnerschaft zwischen den Schulen in Gingst und Sztutowo vor neun Jahren organisiert die polnische Deutschlehrerin zusammen mit Projektleiter André Farin die Treffen, die immer auch geschichtliche Bausteine in das Programm aufnehmen.

Der Besuch des einstigen Konzentrationslagers war ein bewegender Programmpunkt der fünftägigen Reise, die Gingster Schüler in das 650 Kilometer entfernte Sztutowo unternommen hatten. Außerdem entdeckten sie auf einer Gruppentour geschichtliche Höhepunkte der Hansestadt Gdansk (Danzig) oder besuchten das Auswanderermuseum in Gdynia (Gdingen). Im kommenden Jahr werden sich die Austauschschüler in Stralsund auf den Spuren der Hanse bewegen sowie in verschiedenen Integrationsspielen weiter an der gemeinsamen Kommunikation in Englisch, Deutsch und Polnisch üben. (Von André Farin)

Sieg mit Zukunftszeitung

GINGSTER WELLE holt Platz 1 im Schülerzeitungswettbewerb M-V

Insel Rügen – Voller Erfolg! Mit ihrer Zukunftszeitung holen die Redakteure der GINGSTER WELLE in diesem Jahr den ersten Platz im Schülerzeitungswettbewerb des Landes. Die von Lehrerin Christiane Müller angeleitete Redaktion landete in der 13-jährigen Geschichte des Wettstreits erstmals ganz oben. „Wir sind so glücklich mit diesem super Ergebnis“, sagte sie gleich nach der Preisverleihung am Donnerstag in Schwerin. „Alle freuen sich mit uns, dass eine so gute Gemeinschaftsarbeit von Schülern und Lehrern in Gingst ausgezeichnet wird.“

Daumen hoch auf den Sieg. Lore Bellmann vom Jugendmedienverband M-V gratuliert den Gingster Redakteuren Maris Hoppe, Nele Westphal, Lotta Hoffmann, Anna Christine Beuch und Victoria Nagel. Foto @ André Farin

Lore Bellmann vom Jugendmedienverband M-V bewunderte in ihrer Laudatio die vorgelegte Arbeit von 10 Redakteuren und 5 freien Mitarbeitern des Blattes: „Hier werden hohe Ansprüche in einer fantastischen Vielfalt an Themen bedient.“ Sie bescheinigt mit solchen Attributen wie wunderbar, sorgfältig recherchiert oder großartig gestaltet das entstandene Produkt. Die mehrköpfige Expertenjury war sich einig, dass sich „Zeit und Arbeit … mehr als gelohnt haben.“

Bewusst hatten sich die Zeitungsmacher im vergangenen Herbst das Zeitungsthema Zukunft ausgesucht. Sie wollten zusammen mit ihren Mitschülern darüber nachdenken, wie ihre Schule wohl im Jahr 2050 aussehen könnte. Damit verbanden sie den Wunsch einer baldigen Sanierung von Hauptgebäude, Turnhalle und Außenanlage, um wirklich zukunftsfähig zu sein. Moderne Technik und freies WLAN im Schulgebäude, Roboter für als Hausaufgabenhilfe oder ein Mensaessen aus dem 3-D-Drucker waren einige der Zukunftsideen für die Schule. Andere überlegten, welche Zukunft Zeitung und Bücher bei Jugendlichen haben und schrieben zweisprachige Artikel darüber. Der „blaue Strahl der Zukunft“ mit einem Blick in alle Zukunftsbereiche durchzog die 36-seitige Ausgabe und erhielt ein besonderes Lob.

M-V Bildungsministerin Birgit Hesse ließ es sich nehmen, den Gewinnern zu gratulieren. Sie lobte die Arbeit der Schülerzeitungsmacher, denn in unserer Zeit gehöre Information zu den wichtigsten Gütern. Dabei sollten vor allem Schüler lernen, kritisch mit allen möglichen Informationen in der Vielzahl der Medien umgehen und nie Neugierde für Neues und Veränderungen verlieren. „Ich bin wirklich stolz auf euch“, meinte sie in ihren Grußworten vor über 100 jungen Redakteuren aus Grund-, Förder- und Regionalschulen sowie von Gymnasien des Landes. Sie ermutigt alle Teilnehmer, die von ihren Lehrerinnen und Lehrern begleitet wurden, weiter zu machen und neben einer Zeitung auch über digitale Informationsmöglichkeiten nachzudenken. (Von André Farin)

2006 kam die erste GINGSTER WELLE heraus. Mit Nr. 35 holt die Redaktion den 1. Platz im SZ-Wettbewerb M-V. 15 Schüler arbeiten an den vier Ausgaben im Schuljahr. 450 Euro Preisgeld werden für neue Laptops, USB-Sticks und Kamerataschen verwendet. Die GINGSTER WELLE findet man online in der Infothek auf www.schulegingst.de

Rügenlinie erneut an PRESS vergeben

Insel Rügen – Die Linie RB 26 Bergen auf Rügen und Lauterbach Mole wird nach der Beauftragung 2009 erneut an die Eisenbahn-Bau-und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH (PRESS) vergeben. Die PRESS als Bestandsbetreiber hat im Vergabeverfahren das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt. Die Zuschlagserteilung ist heute (18.04.2018) erfolgt. Damit ist die Fortführung des Schienenpersonennahverkehrs auf der Rügenlinie für die Laufzeit von Dezember 2018 bis Dezember 2027 vertraglich gesichert.

„Der neue Verkehrsvertrag enthält vor allem für die Schüler und Pendler auf der Insel einige Verbesserungen. Die Linie wird künftig ganzjährig zu den Hauptverkehrszeiten und am Nachmittag im Stundentakt statt im Zweistundentakt bedient. Dies kommt Einheimischen und Touristen gleichermaßen zugute“, sagt Verkehrsminister Christian Pegel. „Zudem können wir, nach dem erfolgreichen Start des WLAN-Piloten auf der Strecke zwischen Rostock und Sassnitz/Binz, nun auch auf der Rügenlinie den Reisenden WLAN im Zug anbieten“, so Pegel weiter.

Diese Verbesserungen waren auf Grundlage eines Gutachtens in die Vergabeunterlagen aufgenommen worden, welches das Land im Vorfeld der Ausschreibung beauftragt hatte. Insgesamt wird das Land auf der Rügenlinie über eine Vertragslaufzeit von neun Jahren mit knapp 98.000 Zugkilometern jährlich rund 10.000 Kilometer pro Jahr mehr als bisher bestellen.

„Wir sind stolz auf die Beauftragung und möchten die sehr gute Qualität unseres Angebots weiter ausbauen.“ freut sich Kay Kreisel, Geschäftsführer der PRESS. „Der bewährte Triebwagen präsentiert sich in frischer Optik und weist auf die Zubringerfunktion zur Schmalspurbahn „Rasender Roland“ hin. Auch der historische Fahrzeugeinsatz bleibt als echtes Zugpferd im Marketing erhalten.“

Die durch die Landesregierung beauftragte Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) schreibt die Verkehrsnetze des Schienenpersonennahverkehrs regelmäßig europaweit aus. Aufgrund der sich überschneidenden Zeiträume der einzelnen Verkehrsverträge finden daher fortlaufend Planungen statt. Der aktuelle Verkehrsvertrag für die Rügenlinie läuft zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 aus.

Gingster Schüler laufen für Erik

Spendenlauf, Kuchenbasar und Klassensammlung bringen über 800 Euro für krebskranken Jungen

Insel Rügen – Das ist nicht alltäglich! Schüler und Lehrer der Schule Gingst sammelten in den zurückliegenden Wochen Gelder für den an Krebs erkrankten Erik aus Thesenvitz. Über sein Schicksal berichteten die regionalen Medien und veröffentlichten Spendenaufrufe, weil sich Krankenkassen und Politiker für den Fall nicht zuständig fühlten. Das konnte niemand an der Gingster Schule verstehen und alle entschlossen sich, mit eigenen Beiträgen zu helfen. Jetzt kam Erik mit seinen Eltern an die Schule, um die Summe von über 800 Euro für die weiteren Behandlungskosten unter anderem in Köln in Empfang zu nehmen.

Der krebskranke Erik aus Thesenvitz (links) bekommt gleich drei Spendenschecks von Schulleiter Eckhard Mostek (rechts) und den Klassenvertreterinnen Josi, Maria, Miriam und Frieda (v. l. n. r.). Foto @ André Farin

„Wir sind sehr froh, dass ihr euch darüber solche Gedanken macht“, sagt Eriks Vater, Torsten Noack, in dem Gespräch mit einigen Klassensprechern und Schulleiter Eckhard Mostek. Dieser erklärte, wie drei verschiedene Spendenaktionen in kürzester Zeit zustande gekommen waren. Der größte Anteil von 600 Euro kommt vom Spendenlauf „Cross-West-Rügen“, den die Regionalschüler und der Förderverein der Schule im Herbst letzten Jahres durchführten. „Eigentlich sollte ein Drittel des Erlöses an die Kinderkrebshilfe gehen“, erklärt Eckhard Mostek. Das hatten alle am Lauf beteiligten Schüler mehrheitlich entschieden. „Als wir von Eriks Schicksal in der Zeitung lasen, sprachen wir uns sofort für eine direkte Hilfe an einen Rüganer aus.“

Frieda Freudenreich aus der 5a brachte den Spendengedanken in ihre Klasse: „Ich habe es in einer Klassenleiterstunde angesprochen. Und dann hat jeder etwas Geld mitgebracht.“ Sie strahlt ganz stolz, dass ihre Idee so einen Zuspruch gefunden hat. Immerhin kamen 43,50 Euro zusammen, die größtenteils vom Taschengeld der Jungen und Mädchen stammten. Weitere 176 Euro erzielten die Schüler der 6a bei einem Kuchenbasar, der sonst immer Einnahmen für die Klassenkasse bringt. „Nun wollten wir den ganzen Gewinn für Erik stiften“, erzählt Klassensprecherin Josi Schulz. Zusammen mit ihren Mitschülerinnen Miriam und Maria hörte sie sich an dem Vormittag an, wie die bisherige Behandlung des Jungen abläuft und welche nächsten Therapiemaßnahmen geplant sind. Eriks Mutter, Annett Schuldt, nahm sich die Zeit, um von dem „Kampf gegen die Beule im Kopf“ sehr anschaulich und kindgerecht zu berichten. Sie dankte für die grenzenlose Hilfsbereitschaft, die die Familie in der zurückliegenden Zeit erlebte. Von André Farin

Spendenkonto
Inhaber: Netzwerk Rügen e.V.
IBAN: DE 12 130 910 540 106 352 332
Verwendungszweck: Erik

Kriminalpolizei bittet um Hinweise zu abgetretenen Spiegeln an Fahrzeugen

Insel Rügen – Die Kriminalpolizei Bergen ermittelt derzeit in drei Sachverhalten der Sachbeschädigung an Fahrzeugen, zu denen sie sich die Mithilfe aus der Bevölkerung erhofft.

So wurde im Zeitraum vom 16.03.2018, 14:30 Uhr bis 17.03.2018, 08:30 Uhr ein Pkw Renault Laguna beschädigt. Der oder die bislang unbekannten Täter traten offenbar gegen den rechten Außenspiegel des Pkw, der rückwärts und quer zur Fahrbahn Höhe der Störtebekerstraße 14 in Bergen geparkt war.

In einem zweiten Fall wurde offenbar ebenfalls der rechte Außenspiegel eines Pkw VW Passat im beinahe gleichen Zeitraum (zwischen 16.03.2018, 21:00 Uhr bis 17.03.2018, 10:45 Uhr) abgetreten, welcher längs zur Fahrbahn Höhe Trebelehof 8 abgestellt war.

Zuletzt wurde ein Pkw Skoda Fabia im Zeitraum vom 20.03.2018, 16:00 Uhr bis zum 21.03.2018, gegen 07:00 Uhr am linken Außenspiegel beschädigt, welcher in einer Parkfläche Höhe der Kurt-Barthel-Straße 55 abgestellt war. Auch hier gibt es Hinweise darauf, dass der Spiegel mutwillig durch den oder die unbekannten Tatverdächtigen abgetreten wurde. Andere Ursachen für den Schadenseintritt können derzeit ausgeschlossen werden. Der so entstandene Sachschaden an allen drei Fahrzeugen wird insgesamt auf zirka 650 Euro geschätzt.

Die drei Örtlichkeiten liegen nur wenige 100 Meter auseinander. Ein möglicher Zusammenhang zwischen den o.g. Sachverhalten wurde geprüft, konnte jedoch bislang nicht weiter erhärtet werden.

Die bisherigen Ermittlungsansätze führten nicht zum Erfolg. Es wird um Hinweise aus der Bevölkerung gebeten. Wer im o.g. Zeitraum Beobachtungen gemacht hat, die mit den drei geschilderten Sachverhalten im Zusammenhang stehen könnten, wird gebeten, sich an die Polizei in Bergen (Tel. 03838 / 8100) bzw. jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de zu wenden.

Flyer informiert über Gefahren an den Steilküsten auf Jasmund

Insel Rügen – In einem druckfrischen Flyer informieren das Güstrower Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) und das Nationalparkamt Vorpommersche Boddenküste die Besucher des Nationalparks Jasmund mit dem Königsstuhl jetzt über die Gefahren durch Küstenabbrüche und Hangrutschungen. Besucher des beliebten Reise- und Ausflugsziels auf Rügen erhalten Hinweise für das Erkennen gefährlicher Uferbereiche und wertvolle Verhaltensregeln.

„Besonders an der elf Kilometer langen Außenküste zwischen Sassnitz und Lohme gibt es viele aktive Steilküstenabschnitte mit ständigem Küstenrückgang und -zerfall. Hier gab es in den letzten Jahren leider immer wieder folgenschwere Unfälle, bei denen auch Menschen zu Tode kamen. Deshalb ist es wichtig, ausschließlich auf gekennzeichneten Wegen zu wandern und Warnschilder und Absperrungen zu beachten“, sagt Umweltminister Dr. Till Backhaus mit Blick auf die zu Ostern startende Besuchersaison. „Kliffabbrüche können für Strandspaziergänger den Aufenthalt im Bereich des Steilufers lebensgefährlich machen. Besondere Vorsicht ist bei schmalen Strandabschnitten mit steilen oder überhängenden Kliffs geboten“, warnt der Minister.

Steilküsten sind seit Jahrtausenden natürlichen Veränderungen ausgesetzt. Infolge des ständigen Küstenrückgangs und Küstenzerfalls besteht dauerhaft die Gefahr von Kliffabbrüchen und Hangrutschungen. Bei Sturmfluten mit hohen Wasserständen kann es zur Unterspülung des Hangfußes kommen, wodurch das Kliff instabil wird. Auch Perioden mit starken Niederschlägen und Frost-Tau-Wechseln sowie eine rasche Schneeschmelze bewirken häufig die plötzliche Verlagerung von Gesteinsmassen. Seltener sind durch Austrocknung bedingte Materialrutschungen im Sommer. Beispielsweise war im Mai 2016 nach einer Hangsetzung ein Baum auf den unteren Teils des Abstiegs am Königsstuhl gestürzt und hatte die Treppe massiv beschädigt. Verletzt worden war niemand. Allerdings rutscht dieser Abschnitt wie weitere Bereiche des Steilhanges langsam, aber stetig ab. „Deshalb wird der Abstieg am Königsstuhl nicht wieder repariert oder neu errichtet. Der Schutz der Besucher hat oberste Priorität“, erläutert Minister Backhaus.

Der Flyer, der an den örtlichen Besucher­schwerpunkten ausgelegt werden soll, enthält u. a. folgende Informationen und Verhaltensregeln:

  • Das Betreten der Küstenwanderwege und der Uferbereiche erfolgt immer auf eigene Gefahr.
  • Unterlassen Sie Spaziergänge an den Steilküsten bei Sturm und Hochwasser!
  • Beobachten Sie immer aufmerksam die Steilufer bei Wanderungen oder Spaziergängen unterhalb des Kliffs!
  • Benutzen Sie nur gekennzeichnete Wege!
  • Beachten Sie die Hinweise der Ämter und Gemeinden sowie des Nationalparks und der Touristeninformationen!
  • Melden Sie bitte unverzüglich ungewöhnliche Beobachtungen (z. B. größere Risse am Kliff oder frische Abbruchmassen). Wählen Sie die Notrufnummer 112!