Gemeinde Mönchgut investiert in Turnhalle für die Grundschule

Insel Rügen – Die drei Gemeinden Gager, Middelhagen und Thiessow haben sich zum 1. Januar dieses Jahres zur neuen Gemeinde Mönchgut (Landkreis Vorpommern-Rügen) zusammengeschlossen. Die Grundschule in Gager, die 1957 erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht, wird von den Kindern aus Gager, Middelhagen und Thiessow besucht. Allerdings gibt es dort keine Turnhalle, es existiert nur ein größerer Sportraum und wann immer es das Wetter zulässt, machen die Mädchen und Jungen draußen ihren Sportunterricht.

Das soll sich nun endlich ändern und mit Hilfe von Fördermitteln kann die Gemeinde Mönchgut die dringend nötigen Investitionen angehen. Innenminister Lorenz Caffier übergab dazu heute am Schulstandort einen Förderbescheid über 303.300 Euro an den Bürgermeister der Gemeinde Mönchgut Hartwig Diwisch.

„Die Sporthalle wird zu einer enormen Qualitätsverbesserung für den Schul- und Breitensport führen und auch den Schulstandort für die kommenden Jahre stärken. Sicher werden sich auch die Vereine darauf freuen“, ist der Minister überzeugt. „Schulbedingungen sind zudem oft auch wichtige Kriterien für die Wohnortentscheidung junger Eltern. Das Geld, das die Gemeinde hier für eine bessere kommunale Infrastruktur investiert, ist gut angelegt.“

Als erste Gemeinde des Landes hatte die Gemeinde Mönchgut im Sommer einen Bewilligungsbescheid des Innenministeriums über eine Fusionszuweisung in Höhe von 800.000 Euro nach dem Gemeinde-Leitbildgesetz erhalten. Entsprechend einer Festlegung im Gebietsänderungsvertrag wird das Geld unter anderem auch für den Bau der neuen Schulsporthalle verwendet.

Innenminister Caffier lobte die Gemeinde: „Das Beispiel zeigt, dass alle von einem solchen Schritt profitieren können, wenn man sachorientiert miteinander verhandelt und die Bürgerinnen und Bürger mitnimmt. Ich hoffe, dass bis zur Kommunalwahl 2019 noch weitere Gemeinden diesen Weg beschreiten und die vom Land bereitgestellten Prämien für sinnvolle kommunale Maßnahmen nutzbar machen werden.“

Bundesweiter Vorlesetag am 16.11.2018

Insel Rügen – Den bundesweiten Vorlesetag, am 16. November 2018, greift das Ernst-Moritz-Arndt-Museum mit einer besonderen Veranstaltung auf: An diesem Tag treffen das geschriebene Wort und die gezeichnete Geschichte aufeinander – in Form einer Buchlesung und Midissage begleitend zur aktuellen Sonderausstellung. Denn, obschon den Kinderschuhen entwachsen, so ist es doch für jeden ein Vergnügen, sich dann und wann etwas vorlesen und von Worten und Bildern inspirieren zu lassen.

Dazu lädt das Museum zum Abendprogramm in den blauen Salon ein. Die Sonderausstellung „Vilm Supracolor Soft 149“ des Putbuser Künstlers Egon Arnold taucht den Saal in ein besonderes Licht. Die ausgewählten Arbeiten von der Insel Vilm, deren eindrucksvolle Buchen schon einst Ernst Moritz Arndt in Gedichtform auf das Papier bannte, verdeutlichen die Auseinandersetzung mit der hiesigen Natur, die sich in ihrer Beständigkeit zu einer bildhaften Chronik entwickelt hat.

Zudem wird an diesem Abend die Autorin Dorina Kasten zu Gast sein und auf charmante Art und Weise aus ihren Romanen „Pläne sind zum Ändern da“ und „Sammlerherz“ vorlesen. Kasten, diplomierte Historikerin, arbeitet am Stralsund Museum. Täglich erforscht, schreibt und erzählt sie Geschichte(n). Mit Egon Arnold hat sie bereits am Buchprojekt „Die Katze von Stralsund“ zusammengearbeitet, nun korrespondieren der Künstler und die Schriftstellerin im Arndt-Museum erneut miteinander. Auch davon wird sie in ihrer Lesung anekdotenhaft erzählen.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung in die Ausstellung um 17 Uhr, die anschließende Lesung startet 18:30 Uhr.

Fit für die Zukunft

Berufsmesse an der Schule Gingst mit 31 Unternehmen

Insel Rügen – Die Schule Gingst lädt am Mittwoch, dem 14. November 2018, zu ihrer 13. Berufsmesse ein, an der traditionell die über 230 Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 teilnehmen. Die dreistündige Messe in der Turnhalle wird um 9:00 Uhr zusammen mit Vertretern aus der Gemeinde Gingst eröffnet.

31 Unternehmen aus der Region haben sich angemeldet, um sich den Kindern und Jugendlichen in der Turnhalle vorzustellen und über Ausbildungschancen in ganz unterschiedlichen Berufsfeldern zu informieren. Die Teilnehmer absolvieren unter anderem einen von sieben Fachvorträgen, zahlreiche praktische Übungen und Gesprächsrunden.

An die Berufsmesse schließen sich an der Gingster Schule zwei Projekttage unter dem Titel „Berufswelten“ an. Mit sechs ganz verschiedenen Programmbausteinen nähern sich die Jungen und Mädchen aller Klassen den Themen der Berufsorientierung.

Alle Interessierten sind herzlich zu einem Rundgang und Gespräch an den Stationen eingeladen. Weitere Informationen gibt es unter 03 83 05 – 4 39 oder auf der schuleigenen Website www.schulegingst.de

Straßenbeleuchtung in Trent wird auf LED-Technik umgerüstet

Insel Rügen – Die Gemeinde Trent (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Energieministerium für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik einen Zuschuss in Höhe von 27.500,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Geplant ist, die 30 vorhandenen Quecksilberdampflampen in der Ortslage Trent durch LED-Leuchten inklusive Maste und rund tausend Meter Kabel zu ersetzen. Durch diese Maßnahme können pro Jahr knapp 9.500 Kilowattstunden Strom und fast acht Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Fisch- und Wollmarkt in Schaprode

Backhaus: Wichtig für den Erhalt traditionellen Handwerks auf Rügen

Insel Rügen – Am Sonntag (30.09.) besucht Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus den erstmals stattfindenden Fisch- und Wollmarkt in Schaprode. Der am Samstag und Sonntag veranstaltete Markt im Hafen von Schaprode will das traditionelle Kulturgut der Küstenfischerei und der Schafhaltung auf Rügen und Hiddensee feiern und für deren Erhalt die Öffentlichkeit mobilisieren. Veranstalter ist der Verein der Hiddenseer Kutterfischer.

„Ich halte es für eine sehr gute Idee, in dieser Form die regionale traditionelle Produktion mit touristischer Vermarktung zu verbinden“, begrüßte Backhaus die Initiative. „Der Erhalt dieser Gewerke, die nachhaltig und naturverbunden von den regionalen Gegebenheiten leben, ist für die regionale Wertschöpfung sehr wichtig.“

Unter der Marke „Hiddenseer Kutterfisch“ verkaufen die Hiddenseer Stellnetz-Fischer ihren Fang zum großen Teil an Ort und Stelle. Das vom örtlichen Landwirt und Gastronomen Mathias Schilling initiierte Projekt wird über das Bundes-Modellvorhaben Land(auf)Schwung gefördert und ist inzwischen zu einem Botschafter für das Rügener Fischerhandwerk geworden.

Hinter der Idee der Marke „Nordwolle“ steckt die traditionelle Bekleidung der Rügener Fischer. Sie nutzten die wasserabweisende Eigenschaft der Wolle des pommerschen Landschafes. Der Unternehmer Marco Scheel vermarktet so die Wolle einiger Rügener Schäfer und leistet damit gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der traditionellen Schafrasse.

Der Schaproder Fisch- und Wollmarkt soll sich jährlich wiederholen und als Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen jeden Alters etablieren. Neben Vorstellen und Verkauf der regionalen Produkte erwartet die Gäste ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Kochshows und maritimer Musik. Im Mitmachzelt kann man selber filzen, basteln oder schnitzen.

Abends in die Schule!

Abend der offenen Schule in Gingst mit Schülerband KALLM

Insel Rügen – Zu einem herbstlichen „Abend der offenen Schule“ lädt die Regionale Schule mit Grundschule Gingst am Freitag, dem 19. Oktober 2018 ein. Dann erleben alle interessierten Eltern, ehemalige Schüler und Gäste zwischen 17 und 20 Uhr all das, was den schulischen Alltag aus- und schöner macht.

An dem Abend werden alle Eltern und Schüler der künftigen 1. und 5. Klassen die Möglichkeit haben, sich über das Schulprofil, die Lernangebote und das Alltagsleben der beiden Schulformen zu informieren. In der Mensa finden die zwei Informationsveranstaltungen statt: um 16 Uhr beginnt diese für die Eltern der neuen 1. Klassen und um 18.30 Uhr die Runde für die zukünftigen 5. Klassen. Dabei nutzen die Eltern und Erziehungsberechtigten zugleich die Möglichkeit der Anmeldung, die in der Grundschule bis zum 31. Oktober abgeschlossen sein muss.

Für alle Besucher wird ein buntes Programm mit Spiel, Spaß und Spannung angeboten, das in diesem Jahr wiederum vom SSV 09 Gingst e. V., dem schuleigenen Förderverein, unterstützt wird. Dazu gehören eine Tombola, ein Bücher- und Flohmarkt und die verschiedenen Bastelstationen in der Grundschule. Interessierte Gäste können sich an dem Abend alle modernen Lernräume und Unterrichtsmaterialien ansehen.

Die Regionalschüler präsentieren unter anderem die Ergebnisse der Themenwoche und der Projekttage „Berufswelten“, die sich mit dem Thema Berufsorientierung aus unterschiedlichen Sichtweisen beschäftigten. Ein Höhepunkt des Abends wird der Auftritt der Schülerband KALLM sein, die mit neuen Songs in der Turnhalle auftritt. Der Schulverein beendet auf dem Schulhof mit Würstchen und Punsch die Grillsaison des Jahres. Die Schülerfirma sorgt in der Halle für das leibliche Wohl der Besucher.

Alle interessierten Gingster und Gäste sind herzlich eingeladen, um sich auch über die Arbeit des Schulfördervereins zu informieren und diesen durch eine Mitgliedschaft oder Spenden zu unterstützen. Auf der Homepage www.schulegingst.de finden Sie weitere Informationen. Nachfragen sind telefonisch unter 03 83 05 4 39 möglich.

Hortanbau an Grundschule „Am Rugard“ in Bergen auf Rügen

Drese: Hortkapazität wird auf über 200 Kinder erweitert

Insel Rügen – Die Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung, Stefanie Drese, übergab am heutigen Mittwoch (26. September) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 2,2 Millionen Euro an die Stadt Bergen. Die Mittel stammen aus dem „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung“ (EFRE). „Damit kann der Schulcampus optimal ausgebaut werden“, sagte Drese bei der Übergabe.

„Mit dem Anbau wird der Hort eine Kapazität von 200 bis 220 Kindern umfassen. Betreut werden hier Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 12 Jahren“, erklärte Drese. Neben dem neuen Hortanbau an der Grundschule „Am Rugard“ wird der Mensaneubau und die Neugestaltung der Freianlagen mit den Fördermitteln unterstützt. Anfang 2020 soll die neue Anlage fertiggestellt sein.

Drese: „Ich freue mich sehr für die Kinder und das Lehr- und Erzieherpersonal. Der neue Schulcampus, der hier entsteht, wird ein Schmuckkästchen. Er soll gestalterisch mit den Gebäuden, der Wegführung und inhaltlich dem Rugard – der Wald- und Burgwallanlage – nachempfunden werden. Dieses Baukonzept wird enorm dazu beitragen, dass sich die Kinder hier wohl fühlen. Dies ist wichtig und richtig; schließlich verbringen sie fast die meiste Zeit des Tages in der Schule und im Hort.“

Dr. Berndt Seite liest aus seinem Buch „Gefangen im Netz der Dunkelmänner“

Insel Rügen – Am Tag der Deutschen Einheit 2018 liest Dr. Berndt Seite, Ministerpräsident a.D. aus seinem Buch „Gefangen im Netz der Dunkelmänner“ in der Bücherstube Garz, 19.00 Uhr, vor.

Mit seiner Frau und Tochter hat der Autor die umfangreiche Akte seiner Familie, die das MfS angelegt hatte, aufgearbeitet und die Machenschaften des Systems umfangreich dokumentiert. Besonders die 75 veröffentlichten Kopien der Akte zeigen, wie die Stasi die Familie Seite zersetzen und mundtot machen wollte.

Nur der Fall der Mauer konnte das verhindern. Das Buch ist ein wertvoller Beitrag, ungeschminkt und nüchtern den folgenden Generationen zu zeigen, wie brutal und menschenverachtend Diktaturen gegen die eigenen Bürger immer vorgehen. Das sollte eine Warnung für alle Demokraten sein!

Landesseniorentage 2018 im Landkreis Vorpommern-Rügen

Führungen, Aufführungen und Aktionen (nicht nur) für Seniorinnen und Senioren

Stralsund – Seit dem Jahr 2009 finden in Mecklenburg-Vorpommern Landesseniorentage statt. Ins Leben gerufen wurde diese Veranstaltung vom Sozialministerium. In diesem Jahr warten die Seniorenbeiräte, der Landkreis Vorpommern-Rügen und die Hansestadt Stralsund mit einem abwechslungsreichen Programm auf. Über den gesamten Landkreis verteilt finden vom 26. bis 29. September Veranstaltungen statt.

Die diesjährigen, vierten Landesseniorentage beginnen am Mittwoch, den 26. September 2018, um 14:00 Uhr, im Stralsunder Rathaus (Löwenscher Saal), Alter Markt 10, 18439 Stralsund. Zur feierlichen Eröffnungsveranstaltung ist auch Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung des Landes Mecklenburg-Vorpommern vor Ort.

„Jeder vierte Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns ist älter als 60 Jahre. Viele von ihnen sprühen nur so vor Kreativität und Tatendrang, sie möchten noch etwas bewegen und sich einbringen. Die Erfahrung, das Wissen und das verfügbare Zeitbudget müssen wir noch stärker erkennen und für uns nutzen, für ein Engagement in der Gesellschaft, im Ehrenamt, in der Nachbarschaft oder auch in der Politik“, erklärt Ministerin Drese im Vorfeld der Seniorentage.

Carmen Schröter, die stellvertretende Landrätin Vorpommern-Rügen, betont die gute Zusammenarbeit des Landkreises und der Seniorenbeiräte: „Wir schaffen gemeinsam gute Lebensbedingungen für Jung und Alt. Die große Mehrheit unserer Seniorinnen und Senioren ist sowohl geistig als auch körperlich sehr fit und viele von ihnen engagieren sich stark ehrenamtlich. Das tut unserer Region ausgesprochen gut.“

Eröffnet wird die Veranstaltung durch den Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, Dr. Ing. Alexander Badrow, der insbesondere für die Veranstaltungen in der seit 2017 „Seniorenfreundlichen Kommune“ wirbt: „Aktiv bleiben und im Kontakt mit anderen stehen, sind oft geäußerte Herzenswünsche von Ruheständlern. Was, wenn nicht die Landesseniorentage bieten dazu beste Gelegenheit. Nutzen Sie die Angebote und tauschen Sie sich aus.“

Für die musikalische Begleitung der Eröffnungsveranstaltung sorgt die Musikschule Stralsund. Einen besonderen Höhepunkt wird es gleich zu Beginn der Landesseniorentage geben: In der Kulturkirche St. Jakobi wird die Ausstellung „Das Alter in der Karikatur“ eröffnet. Auch ein Sportfest und ein Tischtennisturnier gehören zum insgesamt viertägigen Programm.

Einem ernsten Thema wird sich mit viel Humor am Seniorensicherheitstag genähert. Das Präventionstheater „Die Wachsamen“ zeigt auf, mit welchen Maschen Trickbetrüger Senioren in die Falle locken wollen. Die Schauspieler, selbst im Seniorenalter, bringen anderen das Thema in kleinen Sketchen näher. Die Aufführung findet in der Aula des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, Arndtstraße 7, 18528 Bergen auf Rügen am Freitag, dem 28. September um 15:30 Uhr statt.

Backhaus: Ökologischer Landbau hat hohen Stellenwert in Agrarpolitik

Insel Rügen – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat heute auf dem Ökohof „Ranch am Torfmoor“ in Göhren auf Rügen die 11. Bio-Landpartie eröffnet. 62 Betriebe bieten an diesem Tag landesweit die Möglichkeit, sich selbst ein Bild vom ökologischen Landbau in Mecklenburg-Vorpommern zu machen.

„Die Betriebsinhaber, die sich heute vorstellen, belegen durch die Vielfalt ihrer ökologischen Erzeugnisse, dass sie sich engagiert den Anforderungen des Marktes stellen“, sagte Backhaus. „Mit Menschen wie ihnen wird es auch zukünftig gelingen, den ökologischen Landbau nachhaltig zu entwickeln. Insofern schaue ich mit Blick auf den Ökolandbau in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin positiv in die Zukunft.“

Der ökologische Landbau besitze in der Agrarpolitik der Landesregierung einen hohen Stellenwert. Stand Juni dieses Jahres wurden rund 150.000 Hektar und damit 11,1 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Landes nach Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Vom Flächenumfang her ist also die Zielstellung für 2021 bereits erreicht.

Und somit sei auch die ursprünglich geplante Förderhöhe ausgeschöpft. „Dennoch haben wir uns entschlossen, für den Ökolandbau Erweiterungsanträge als auch Neuanträge weiterhin zuzulassen“, verkündete Backhaus. Das sei ein klares Signal an die Ökobranche des Landes, dass Mecklenburg-Vorpommern keinen Abbruch dieser positiven Entwicklung riskieren wolle.

Die Bio-Landpartie sei zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender Mecklenburg-Vorpommerns geworden. „Beim Start 2007 nahmen acht Betriebe teil, heute öffnen 62, darunter neben den Landwirtschaftsbetrieben, auch Käsereien, Bäckereien, Mostereien, Brennereien, Mühlen, Fleischereien sowie Vermarkter“, würdigte Backhaus die Entwicklung. Das ermögliche die Vielfalt der Bio-Produkte hautnah zu erleben. Der besondere Charme der Bio-Landpartie bestehe darin, an diesem Tag die engagierten Menschen kennenzulernen, die hinter den Bio-Produkten stehen.

Biologische Vielfalt der Küstenregion Westrügen erlebbar gemacht

Insel Rügen – Heute hat Umweltminister Dr. Till Backhaus in Waase auf der westrügenschen Insel Ummanz die Ausstellung „Insel Schatz Ummanz“ eröffnet. Die Dauerausstellung in der Informationsstelle der Nationalparkverwaltung Vorpommersche Boddenlandschaft ist ein Teilprojekt zur Umsetzung des Verbundvorhabens „Schatz an der Küste“ innerhalb des Bundesprogramms Biologische Vielfalt.

„Hier werden dem Publikum die Themenschwerpunkte des Verbundvorhabens in wirklich gelungener Weise nahegebracht, finde ich“, lobte Backhaus das Ergebnis der Umgestaltung. Er dankte der Ostseestiftung für ihr Engagement, seit 2014 gemeinsam mit acht Partnern die biologische Vielfalt der so genannten Hotspot-Region von der Rostocker Heide bis Westrügen zu schützen und der Bevölkerung nahezubringen.

Die kleine Ausstellung wurde von der Ostseestiftung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ummanz und dem Nationalparkamt gestaltet und soll die bunte Vielfalt der Natur Westrügens lebendig und mit den Sinnen erlebbar machen. Interaktiv können die unterschiedlichen Lebensräume der Region mit ihren Tieren und Pflanzen entdeckt werden. So geht es gleich nach einer ersten Orientierung im Foyer direkt ins Schilf, wo so manche Überraschung wartet.

Backhaus erinnerte bei der Ausstellungseröffnung an die Erfolge beim Schutz der Naturschätze des Landes. „Mecklenburg-Vorpommern steht für mich wie kaum ein anderes Bundesland für eine beeindruckende Naturausstattung und intakte, artenreiche Landschaften“, sagte der Minister. „Unsere Aufgabe ist es, diesen unglaublichen Naturreichtum für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.“

Insgesamt seien in Mecklenburg-Vorpommern 1,4 Mio. Hektar unter Schutz gestellt. Das sind 45.8 Prozent der Landesfläche (einschließlich der Hoheitsgewässer). Fast 20 Prozent der Landesfläche nehmen allein die Nationalen Naturlandschaften ein. Unter diesem Begriff sind die drei Nationalparks, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparks zusammengefasst. Die Biosphärenreservate sowie zwei Buchenwaldgebiete in den Nationalparks Jasmund und Müritz besitzen sogar die Anerkennung als UNESCO-Weltnaturerbe. „Darauf können wir stolz sein. Es stellt uns aber auch vor große Herausforderungen“, so Backhaus.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) bestimmte für das Bundesprogramm Biologische Vielfalt 30 Hotspot-Regionen. Sie zeichnen sich durch eine hohe Dichte und Vielfalt besonders charakteristischer Arten, Populationen und Lebensräume aus. 2012 schrieb das BfN die Erarbeitung von Konzepten und deren Umsetzung aus, wie die biologfische Vielfalt in diesen Hotspot-Regionen erhalten werden könne. Die Maßnahmen werden vom Bund zu 75 Prozent gefördert.

Die Ostseestiftung erarbeitete im Verbund dem WWF, dem NABU, dem BUND, der Uni Greifswald, der Hansestadt Rostock, dem Kranichschutz Deutschland, der Michael Succow Stiftung und der ANU MV ein Konzept für die Hotspot-Region 29 „Schatz an der Küste“. Damit bezeichnete das BfN die Region von der Rostocker Heide über die Vorpommersche Boddenlandschaft und Hiddensee bis hin zu den westrügenschen Bodden. Sie ist landschaftlich durch potenzielle Küstenüberflutungsräume gekennzeichnet.

Ziel des Verbundprojektes ist es,

die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit den Naturschätzen zu stärken,
Küstenüberflutungsräume wieder herzustellen und nachhaltig zu nutzen,
Besucherlenkung naturverträglich organisieren.

Seit 2014 werden die verschiedenen Teilprojekte umgesetzt. Das Gesamtprojekt läuft bis 2020.

Dahlemann: Lenkungsgruppe billigt Konzept für Prora

Insel Rügen – Der Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums in Prora, die Entwicklung der Stadt Anklam und der Vorpommern-Fonds waren heute die wichtigsten Themen in der Sitzung der Lenkungsgruppe Vorpommern.

„Der Bund und das Land werden in den nächsten Jahren jeweils 3,4 Millionen Euro in den Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums in Prora investieren. Uns ist heute die Eckpunkte der Umsetzungsstudie für dieses Vorhaben vorgestellt worden. Der Plan ist, dass jeweils auf den Etagen des Blocks V in Prora die NS-Geschichte und die DDR-Geschichte des Ortes vorgestellt werden. Außerdem soll eine Aussichtsplattform entstehen. Wir unterstützen diesen Ansatz“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann im Anschluss an die Sitzung. „Prora ist ein Ort mit einer besonderen Geschichte. Es ist wichtig, dass wir diese Geschichte an die nachkommenden Generationen weitergeben. Ich bin allen Akteuren sehr dankbar, dass es dieses Konzept jetzt gibt.“

Dahlemann bekräftigte das Angebot der Landesregierung an die Stadt Anklam, rund 50 Millionen Euro in den Schulcampus der Hansestadt, die Sanierung der örtlichen Schwimmhalle und das Projekt „Ikareum“ zu investieren. „Wir wollen Anklam in seiner Entwicklung unterstützen. Deshalb hoffen wir sehr, dass unser Angebot angenommen wird“, sagte Dahlemann. Der Aufbau des Ikareums sei eine Chance für ganz Vorpommern.

Turnusmäßig wurde in der Sitzung eine aktuelle Bilanz zum Vorpommern-Fonds gezogen. „Ich bin sehr dankbar, dass wir den Fonds haben. Wir können damit viele gute Ideen in Vorpommern verwirklichen. Es gibt inzwischen 302 genehmigte Projekte mit einer Gesamtfördersumme von etwas mehr als 3 Millionen Euro. Wir sind auf einem guten Weg“, sagte der Staatssekretär.

Mehr als 200 Feinschmecker auf der Insel Rügen zu Gast

Insel Rügen – Mehr als 200 Gäste aus ganz Deutschland und den Niederlanden sind noch bis Sonntag im Ostseebad Binz zur 93. Grand Chapitre D´Allemagne zu Gast. Die internationale Vereinigung Chaîne des Rôtisseurs widmet sich der Förderung der Koch- und Tafelkultur und ist in rund 100 Ländern der Welt vertreten. In Deutschland hat sie rund 2.500 Mitglieder.

„Mit acht Sterne-Restaurants und einer vielseitigen Spitzen-Gastronomie hat sich Mecklenburg-Vorpommern unter Gourmets einen guten Ruf erarbeitet. Mit dem Besuch der Mitglieder der Chaîne des Rôtisseurs wird vor allem die Verwendung regionaler Spezialitäten wie Fisch, Wild und Sanddorn gewürdigt. Neben den kulinarischen Genüssen haben die Feinschmecker die Gelegenheit, die Insel Rügen zu erkunden. Für uns ist das die Möglichkeit, einmal für die touristischen Schönheiten Vorpommern zu werben und auf die heimischen Köstlichkeiten aufmerksam zu machen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In der ersten Jahreshälfte 2018 erfasste das Statistische Amt auf der Insel Rügen knapp 521.000 Ankünfte und mehr als 2,2 Millionen Übernachtungen. Im Ostseebad Binz gab es im gleichen Zeitraum knapp 163.000 Ankünfte und knapp 718.000 Übernachtungen. Der Ortsteil Prora der Gemeinde Binz hatte jüngst den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ von Wirtschaftsminister Glawe erhalten. Auf Rügen insgesamt wurde in den vergangenen fünf Jahren mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums in die touristische Infrastruktur investiert – beispielsweise in die Errichtung des barrierefreien Strandes in Altefähr, die Verlängerung sowie den Ausbau der Strandpromenade Juliusruh, in den Wasserwanderrastplatz mit zwei Fahrgastschiffsanlegern in Baabe, in den Wasserwanderrastplatz Sellin einschließlich Ausbaggerung der Fahrrinne, in den Wasserwanderrastplatz Glewitzer Fähre, in die grundlegende Erneuerung und Erweiterung des Stadthafens in Sassnitz oder in die Verlängerung der Strandpromenade von Prora nach Binz.

„Die Insel Rügen wartet mit einer Vielzahl attraktiver Möglichkeiten für die Urlauber auf. Neben dem reinen Strandvergnügen gibt es zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und sportliche Aktivitäten. Entscheidend ist, dass ausreichend Angebote auch außerhalb der typischen Saisonzeiten vorhanden sind, denn ein Besuch der Insel lohnt sich das ganze Jahr“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Glawe.

Die Chaîne des Rôtisseurs ist eine Gastronomie-Vereinigung mit mehr als 25.000 Mitgliedern in über 80 Ländern. Ihr Ziel sind Förderung und Erhalt gehobener Kochkunst und Aufrechthaltung gastronomischer Werte und gepflegter Tischsitten. Die Geschichte der Vereinigung begann im Jahre 1248, als König Ludwig der Neunte die Genehmigung zur Gründung der Zunft der „Gänsebrater“ (Rôtisseurs) gab.

Diese Zunft bekam 1610 die königliche Anerkennung durch die Überreichung des Berufswappens der Rôtisseure, wurde jedoch 1789 während der französischen Revolution, wie alle anderen Zünfte auch, aufgelöst. 1950 kam es zur Neugründung der Vereinigung, die sich Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs nennt. Die Chaîne veranstaltet jedes Jahr nationale und internationale Meisterschaften für Jungköche bis 27 Jahre und Sommeliers. Mit der Teilnahme an der Weltmeisterschaft werden die Jungköche in die Confrérie aufgenommen.

Schülerzeitung „Gingster Welle“ beim Bundeswettbewerb ausgezeichnet

Ministerin Hesse: Junge Redakteure sorgen für spannenden Lesestoff

Insel Rügen – Bildungsministerin Birgit Hesse hat den jungen Redakteurinnen und Redakteuren der Schülerzeitung „Gingster Welle“ zum Bundespreis im Schülerzeitungswettbewerb gratuliert. Die Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schule mit Grundschule Gingst haben in der Kategorie „Realschulen“ den dritten Platz erreicht. Zusammen mit den anderen Gewinnerinnen und Gewinnern ist das Redaktionsteam von der Insel Rügen heute im Bundesrat in Berlin ausgezeichnet worden. Das Preisgeld beträgt 250 Euro.

„Zweimal im Schulhalbjahr sorgen die jungen Redakteurinnen und Redakteure aus Gingst für spannenden Lesestoff. Heute standen die Zeitungsmacherinnen und Zeitungsmacher einmal selbst im Mittelpunkt der Geschichte“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Sich im bundesweiten Wettbewerb durchzusetzen, ist eine ausgezeichnete Leistung. Dies spricht für den engagierten Reportereinsatz und die Schülerzeitung selbst. Die Arbeit an jeder neuen Ausgabe ist Medienbildung im besten Sinne: Die Schülerinnen und Schüler müssen sich nicht nur mit Themen auseinandersetzen, sondern auch mit Meinungs- und Pressefreiheit, Urheber- und Bildrechten, journalistischen Darstellungsformen, Fake News und vertrauenswürdigen Quellen. Ganz nebenbei zeigt die Arbeitsgemeinschaft Schülerzeitung, was eine Ganztagsschule möglich macht“, lobte Hesse.

Zum 15. Mal hat die Jugendpresse Deutschland gemeinsam mit den Ländern die bundesweit besten Schülerzeitungen prämiert. Ausgezeichnet wurden 29 Schülerzeitungen. Eine Jury hatte sie aus 1.900 Einsendungen ausgewählt. Der Schülerzeitungswettbewerb „Kein Blatt vorm Mund“ wird von der Kultusministerkonferenz empfohlen.

Straßenersatzverkehr: Zusätzliche Züge während Bauarbeiten auf Rügen

Insel Rügen – Der „Rasende Roland“ fährt an den Abenden vom 10. bis 14. September einmal zusätzlich zwischen Göhren und Binz hin und zurück. Außerdem dürfen Reisende mit Tickets der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) in diesem Zeitraum abends zwischen Serams, Binz und Göhren zwei Fahrten der Schmalspurbahn nutzen, für die üblicherweise ein separater Fahrschein erforderlich ist.

Grund: In diesem Zeitraum wird von jeweils 20 bis 4 Uhr die Bundesstraße 196 zwischen Göhren und Serams abschnittsweise gesperrt, um den Asphalt zu konservieren. Dies führt dazu, dass auch die Busse der vom Landkreis beauftragten VVR auf dieser Strecke in diesem Zeitraum nicht fahren können.

„Wir haben entschieden, an dieser Stelle mit Zügen auszuhelfen – Straßenersatzverkehr auf der Schiene als Äquivalent zum geläufigeren Schienenersatzverkehr auf der Straße“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel und fügt hinzu: „Damit kommt die Landesregierung dem Wunsch von Bürgern nach, die diesen an den Dampfzugbetreiber Rügener Bäderbahn herangetragen hatten.“ Kurzfristig stellt das Land dafür 2.500 Euro bereit.

Christian Pegel hofft, dass nicht nur die Bus-Fahrgäste dieses Angebot nutzen. „Das ist eine Gelegenheit auch für Autofahrer, die die B 196 wegen der Bauarbeiten nachts nicht nutzen können, einmal den Nahverkehr zu testen. Einheimische wie Urlauber könnten zum Beispiel ihr Auto an einem der Bahnhöfe stehen lassen und mit den Öffentlichen an ihr Ziel fahren.“