1. Bauabschnitt geschafft: Ausbau der B96 auf Rügen geht voran

Insel Rügen – Die B96 von Strüßendorf bis Ralswiek wird von 2017 bis 2019 auf insgesamt 2,8 Kilometern Länge grundhaft ausgebaut. Der erste der drei Bauabschnitte von der Kreuzung Jarnitz bis zur Kreuzung Ralswiek wurde am 09.06.2017 vorfristig fertiggestellt. In der vergangenen Woche wurden auch die Restarbeiten abgeschlossen.

„Mein Dank gilt allen Beteiligten – der Straßenbauverwaltung ebenso wie den beauftragten Firmen. Durch sorgfältige Planung, kontinuierliche Abstimmungen und eine zügige Arbeitsweise kann der Verkehr nun noch vor dem errechneten Termin und weit vor den Sommerferien wieder fließen“, so Infrastrukturminister Christian Pegel.

Die B96 bildet auf der Insel Rügen die wichtigste Nord-Süd-Verbindung von der Hansestadt Stralsund bis zum Mukran Port. Um dem Verkehr auf der Strecke gerecht zu werden und insbesondere auch die Anbindungsbedingungen an den Fährhafen weiter zu verbessern, werden die Fahrbahn auf 3,50 Meter je Fahrstreifen verbreitert sowie beidseitig Randstreifen und je 1,5 Meter breite Bankette angelegt. Die Kurvenradien der Straße werden verändert. Das Oberflächenwasser der Fahrbahn wird künftig in das teilweise bereits vorhandene Grabensystem geleitet, daneben wird ein neues Entwässerungssystem hergestellt.

An der Kreuzung Jarnitz wird eine Linksabbiegespur eingerichtet, im Bereich der Kreuzungen Strüßendorf und Jarnitz werden beidseitig Busbuchten angelegt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit werden zudem auf der gesamten Strecke Schutzplanken entlang des westlichen Fahrbahnrandes sowie im Bereich einer Böschung vor der Kreuzung Jarnitz aufgestellt. Die Kosten der Baumaßnahme in Höhe von rund 4,7 Millionen Euro trägt der Bund.

Im nun fertiggestellten ersten Bauabschnitt wurden zunächst die Asphaltschichten entfernt. Danach wurde der Untergrund mit einer sogenannten Zementverfestigung hergestellt und das Entwässerungssystem angepasst. Abschließend wurden die Asphaltschichten aufgetragen. Allein eine Zementverfestigung muss zwei bis drei Wochen lang abbinden.

Der zweite Bauabschnitt von der Kreuzung Prisvitz bis Strüßendorf sowie von Strüßendorf bis zu den Chausseehäusern wird im Zeitraum September 2017 bis Juni 2018 realisiert. Der dritte Bauabschnitt von den Chausseehäusern bis Jarnitz wird von September 2018 bis Juni 2019 sowie September 2019 bis Dezember 2019 gebaut werden. Die Arbeiten finden jeweils unter Vollsperrung statt.

Die Gesamtbauzeit ist durch zwei Faktoren bedingt. Zum einen die umfangreichen Arbeiten. Zum anderen wurde bei der Planung der Bauzeiten ein Augenmerk auf die touristische Hochsaison und hier insbesondere die Störtebeker Festspiele gelegt. Um den Verkehr während der Spielzeit nicht zu beeinträchtigen, werden von Mitte Juni bis Mitte September jeden Jahres keine Arbeiten durchgeführt. Die Baustelle muss dafür jeweils vor den baufreien Monaten geräumt sowie anschließend wieder neu eingerichtet werden. In den für die Arbeiten verbleibenden Zeiträumen sind die Wetterlagen und die in den kälteren Monaten kürzere helle Tageszeit entscheidende Faktoren, die zu der Bauzeit bis Ende 2019 führen.

Verkehrsunfall auf der Rügenbrücke/B 96

Stralsund – Am 15.06.2017, gegen 07:55 Uhr, ereignete sich auf der Rügenbrücke ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. Eine Person ist leicht verletzt worden.

Der 21-jährige Fahrer eines Pkw Mazda befuhr die Rügenbrücke von Rügen kommend in Richtung Stralsund. Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Mazda-Fahrer aus Stralsund von der rechten Fahrbahn ab, überfuhr die gesperrte Mittelspur, stieß mit dem Anhänger eines entgegenkommenden Fahrzeugs zusammen und prallte gegen eine Schutzplanke. Durch die Kollision wurde der 21-Jährige leicht verletzt und mit einem Rettungswagen ins Stralsunder Krankenhaus gefahren. Der 55-jährige Fahrer des in Richtung Rügen fahrenden Lkw mit Anhänger (Mercedes Benz) blieb unverletzt.

Pkw und Anhänger waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Ausgelaufene Betriebsflüssigkeiten sind durch eine Firma aufgenommen worden. Aufgrund dieser erforderlichen Maßnahmen war die Rügenbrücke für beide Fahrtrichtungen bis ca. 11:00 Uhr komplett gesperrt. Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird auf etwa 22.000 Euro geschätzt.

Ausstellung zur Baugeschichte Proras

Insel Rügen – „Ich freue mich, innerhalb kürzester Zeit nach der großen Armin-Mueller-Stahl-Ausstellung im Dokumentationszentrum Prora schon die zweite hochkarätige Exposition, diesmal hier im Prora-Zentrum eröffnen zu können“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung der Fotoausstellung „Das KdF-Seebad Rügen – Fotografien aus der Planungs- und Bauphase 1935-1938“ am Sonntag im Prora-Zentrum auf der Insel Rügen.

Rügen könne mehr als Tourismus, sei mit dem Industriehafen Mukran auch ein bedeutender Gewerbestandort in Vorpommern. „Und Rügen entwickelt sich seit ein paar Jahren zu einem beliebten Treffpunkt für Kunst und Kultur, zum Beispiel mit dem Festspielfrühling der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern oder dem Rügen International Film Festival, das in diesem Herbst startet“, betonte Dahlemann.

Die Geschichte des Ortes Prora sei vielschichtig, „die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wird aber bis heute vor allem durch jenen kurzen Zeitabschnitt in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts geprägt, in dem Prora ganz im Sinne der Nazipropaganda von der NS-Organisation Kraft durch Freude zu einem „Seebad der 20 000“ ausgebaut werden sollte“. Die Ausstellung widme sich genau diesem Thema. „Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Baugeschichte des Ortes.“ Entwurfs- und Modellaufnahmen vermittelten zusammen mit detaillierten Ablichtungen des Bauprozesses einen sehr unmittelbaren, sehr greifbaren Eindruck von den Ereignissen der Jahre 1935-1938 vor Ort.

Dahlemann: „Ich freue mich, dass die Ausstellung zugleich in die politische Bildungsarbeit eingebunden wird, die das Prora-Zentrum seit vielen Jahren betreibt. Kinder und Jugendliche dazu anzuregen, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, gehört zu dem Wichtigsten, was Bildungsarbeit leisten kann – gerade mit Blick auf das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte.“

Silber für den Norden

Schülerzeitung GINGSTER WELLE wird deutscher Vizemeister. Malu Dreyer übergab am 8. Juni die Preise im Bundesrat Berlin

Von ANDRÉ FARIN

Berlin/Gingst – Silber für den Norden. Die Gingster Welle holt sich den zweiten Platz im bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb der Länder 2017. Der Redaktion aus der Gingster Schule gelang damit eine kleine Sensation, denn von den 36 vergebenen Schul-, Förder- und Sonderpreisen in sechs Kategorien ging nur einer in unser Bundesland. In der Kategorie der Realschulen platzierte sie die Jury hinter der Staatlichen Realschule aus Hilpoltstein. Am gestrigen Donnerstag (8. Juni 2017) wurden die Preise von Malu Dreyer, der amtierenden Präsidentin des Bundesrates, in Berlin ganz zünftig übergeben.

Malu Dreyer, Präsidentin des Bundesrates, mit Wendy Schmidt (li.) und Julienne Köster, zwei Autorinnen der Schülerzeitung GINGSTER WELLE. Foto @ A. Farin

„Wir waren so aufgeregt“, sagt Wendy Schmidt aus der 8. Klasse, die zusammen mit Julienne Köster die Gingster im Berliner Bundesrat vertreten durfte. „Alles war spannend, feierlich und sehr interessant, als wir von der Jury die Urkunde und jeder eine Blume überreicht bekamen.“ Beide strahlen, denn sie gehören zu den Autoren, die sich regelmäßig mit eigenen Beiträgen an der Zeitung beteiligen. Wendy rezensierte zum Beispiel einen Jugendroman, den sie als Siegerin des Lesewettbewerbs der Schule gelesen hatte. Julienne dachte in ihrem Artikel zum Thema „Sollten sich Jugendliche piercen lassen?“ über die Vor- und Nachteile dieses Trends nach.

Die Schülerzeitung wurde gelobt wegen der Inhalte, die vor allem das schulische Leben und die Interessen der Macher und Leser widerspiegeln. Das Layout und die Farbigkeit haben die Jurymitglieder in ihrer Laudatio genauso hervorgehoben wie das Thema der Ausgabe. Auf insgesamt drei Sonderseiten beschäftigten sich die Redakteure mit der Frage, was Schüler bei „Stress in der Schule“ machen sollten. Sie bauten auch Artikel von Schülern ihrer polnischen Partnerschule in Sztutowo ein, die ihre Artikel in polnischer und deutscher Sprache schrieben.

Julienne Köster freut sich auch über das Preisgeld: „Wir wollen uns von dem Preis eine Digitalkamera für unsere Redaktion kaufen.“ Sie strahlt, denn sie wird zu den Bildreportern gehören, die mit der neuen technischen Ausstattung noch besser von den aktuellen Höhepunkten des schulischen Lebens in Bild und Text berichten können.

Malu Dreyer bestätigte während der Preisverleihung, dass alle eingeladenen Redaktionen auf dem richtigen Weg seien: „Zum einen leistet die Schülerzeitung einen wichtigen Beitrag: Demokratie lebt von der Beteiligung. Jede Schülerzeitung bietet jungen Menschen ein Forum. Hier können sie sich informieren und ihre Meinung äußern. Zum anderen sind Schülerzeitungsredakteurinnen und
-redakteure die Meinungsmacher von morgen. Denn für viele ist die Schülerzeitung der erste Schritt in einen Medienberuf.“

Zum vierzehnten Mal hat die Jugendpresse Deutschland zusammen mit den Ländern der Bundesrepublik herausragende Schülerzeitungen prämiert. Zwei Tage lasen Experten aus Medienhäusern, Klassenzimmern und Landesministerien hunderte von Seiten und wählten die besten Einsendungen aus. Zugleich lud der Jugendverband die jungen Zeitungsmacher zu einem Kongress in die Friedrich Ebert-Stiftung ein, wo sie in verschiedenen Workshops weitere Anregungen für ihre tägliche Arbeit bekamen.

Mondscheinspaziergang im Schlosspark Pansevitz

Johann Wolfgang Goethe – Faust – Der Tragödie erster Teil und der Tragödie zweiter Teil

Insel Rügen – Auf einem Weg vom Abend in die Nacht erleben die Besucher an verschiedenen Stationen im Schlosspark Pansevitz Goethes Faust.

Nach dem großen Erfolg des ersten Teils im vergangenen Jahr, hat das Ensemble der Hinterlandbühne Rügen unter Leitung von Boris Hruschka in diesem Jahr den zweiten Teil des Weltendramas für den Pansevitzer Park eingerichtet. Der Erste Teil wird erneut aufgenommen, so daß es möglich ist, an zwei Abenden die beiden Teile des Faust zu erleben.

Wird es den „einen schönsten Augenblick“ geben, der Faust nach dem Pakt mit Mephisto ins ewige Verderben stößt? Steht im ersten Teil die Begegnung mit Mephisto und die Gretchentragödie im Mittelpunkt, so führt im zweiten Teil die Suche nach Helena, dem Inbegriff der Frauenschönheit, Faust auf eine Reise durch die griechische Unterwelt und schließlich zu neuen, unvermuteten Bereichen seiner rastlosen Tätigkeit.

Treffpunkt im Innenhof der Ruine im Schlosspark Pansevitz.

Festes Schuhwerk wird empfohlen. Wer Mondscheintaugliche, weiße Kleidung oder aber ein weißes Kleidungsstück trägt, erhält gleich zu Beginn ein Glas Sekt als Belohnung. Mobiltelefone sollten ebenso wie Taschenlampen während des Spaziergangs ausgeschaltet bleiben.

Bei ausdauerndem Regen fällt die Veranstaltung ins Wasser. Reservierungen bleiben für eine der nächsten Veranstaltungen bestehen.

Veranstalter: Hinterlandbühne Rügen e.V.

Unterstützt durch: Landkreis Vorpommern Rügen, Gemeinde Kluis, Stiftung Schlosspark Pansevitz, Kulturstiftung Rügen, Ehrenamtstiftung…

Termine

Juni
Do., 08.6. 21.00 Uhr Faust I

Fr., 09.6. 21.00 Uhr Faust I

Di., 13.6. 20.30Uhr Faust II

Mi.14.6. 20,30Uhr Faust II

Juli
Do., 06.7. 21.00 Uhr Faust I
Fr., 07.7. 21.00Uhr Faust I

So., 09.7. 20.30Uhr Faust II
Mo., 10.7. 20.30Uhr Faust II

Fr. 28.7. 20,30Uhr Faust I
Sa. 29.7. 20.30Uhr Faust I

August

Mo., 07.8. 20.00Uhr Faust II
Di., 08.8. 20.00 Uhr Faust II

UNESCO-Welterbeforum im Nationalpark Jasmund eröffnet

Insel Rügen – Die ehemalige Ausflugsgaststätte „Waldhalle“ im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen ist jetzt ein Besucherinformationszentrum. Am Dienstag ist das Gebäude offiziell als UNESCO-Welterbeforum eröffnet worden. Das Besucherzentrum liegt an der 13 Kilometer langen Wanderstrecke Hochuferweg, die über die Kreidefelsen von Sassnitz bis Lohme führt. „Das neue Besucherzentrum wird zu einem Premium-Ausflugsziel auf Deutschlands größter Insel, da bin ich mir sicher. Hier wird umfangreich, anschaulich und methodisch klug das UNESCO-Welterbe `Alte Buchenwälder´ erläutert. Herzstück des Hauses ist eine Ausstellung, die Jung und Alt zum Erforschen, Ausprobieren und zum Vertiefen des eigenen Wissens einlädt. Der außergewöhnliche Wert des Buchenwaldes wird so besser erfahrbar“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Das Welterbeforum besteht aus einem teils neu gebauten, teils restaurierten zweistöckigen Fachwerkgebäude aus dem Jahre 1888. Es liegt inmitten des südöstlichen Teils des Nationalparks Jasmund und südlich des UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder“. Seit sechs Jahren zählen die Alten Buchenwälder Deutschlands zum UNESCO-Welterbe, dazu gehört auch der Nationalpark Jasmund. In dem Gebäude wurden im Erdgeschoss Ausstellungsräume, ein Bistro und eine Besucherinformation zum Thema Welterbe „Alte Buchenwälder“ eingerichtet. Im Obergeschoss befinden sich nun Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter sowie ein Mehrzweckraum für Sonderveranstaltungen. Betreiber des Welterbe-Forums ist die Nationalparkzentrum Königsstuhl gGmbH, in der die Stadt Sassnitz und der WWF Deutschland gemeinsam das Nationalparkzentrum für den Nationalpark Jasmund betreiben. „Das UNESCO-Weltnaturerbe mit den drei Nationalparks Jasmund, Vorpommersche Boddenlandschaft und Müritz bewahrt in vorbildlicher Art und Weise unsere Umwelt und Natur. Gleichzeitig bildet es eine wichtige Säule für die touristische Angebotsvielfalt im Bereich Landschaft und Natur und trägt somit auch maßgeblich zur Einzigartigkeit unseres Tourismuslandes bei“, sagte Rudolph.

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es 2016 mehr als 1,39 Millionen Ankünfte (+2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und rund 6,4 Millionen Übernachtungen (+2,2 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag mit 4,6 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2016 rund 7,6 Millionen Ankünfte (+2,3 Prozent) und 30,3 Millionen Übernachtungen (+2,8 Prozent). „Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern soll sich stetig weiter entwickeln. Dabei geht es weniger darum, im Bereich der Ankunfts- und Übernachtungszahlen immer neuen Rekorden nachzujagen. Wir setzen auf Qualität und Saisonverlängerung. Dazu bedarf es besonderer und hochwertiger Angebote, die Mecklenburg-Vorpommern einzigartig machen. Diese Entwicklung werden wir in den Regionen weiter unterstützen“, sagte Rudolph.

Das Vorhaben wird vom Land mit einem Zuschuss von rund 1,1 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert. Die Gesamtinvestitionen betragen mehr als 1,2 Millionen Euro.

Das UNESCO-Welterbekomitee hat am 25. Juni 2011 fünf Buchenwaldgebiete in Deutschland in die Liste des Welterbes aufgenommen. Damit wird das in der Slowakischen Republik und der Ukraine gelegene grenzüberschreitende Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten“ um einen deutschen Teil erweitert. Die Welterbestätte heißt jetzt „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“. Bei dem deutschen Teil handelt es sich um ausgewählte Waldgebiete der Nationalparke Hainich in Thüringen, Kellerwald-Edersee in Hessen, Jasmund und Müritz in Mecklenburg-Vorpommern sowie das Waldgebiet Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg.

1.500 Teilnehmer am Jugendrotkreuz-Supercamp

Insel Rügen – Sozialministerin Stefanie Drese hat am Sonnabend die rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Supercamps 2017 des Deutschen Jugendrotkreuzes herzlich in Mecklenburg-Vorpommern begrüßt. In ihrem Grußwort wies sie auf die hohe Bedeutung sozialen Engagements gerade auch in der jüngeren Generation hin. „Beteiligung, Teilhabe und Ehrenamt sind unverzichtbar für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, sagte Drese in Prora auf Rügen.

Das Deutsche Jugendrotkreuz mit seinen etwa 140.000 Mitgliedern stehe für Werte wie Menschlichkeit und Freiwilligkeit. Drese: „Ich finde es beeindruckend, wenn sich junge Menschen im Alter von 6 bis 27 Jahren in ihrer Freizeit etwa für Gesundheit, Umwelt, Frieden und internationale Verständigung einsetzen. In diesen und weiteren Themenfeldern aktiv zu sein, ist besonders wichtig und ehrenvoll. Das möchte ich als Sozialministerin Mecklenburg-Vorpommerns Euch mit auf den Weg geben“ so Drese.

Aber selbstverständlich dürfe auch der Spaß nicht zu kurz kommen, betonte die Ministerin. „Ich bin mir ziemlich sicher: mit dem heutigen Kampagnenstart werden für Sie und werden für Euch alle unvergessliche Tage mit vielen Aktionen, Wettbewerben und Highlights beginnen“, sagte Drese mit Blick auf das volle Arbeits- und Freizeitprogramm des Supercamps.

Ernst Moritz Arndt an der Côte d’Azur

Insel Rügen – Mecklenburg-Vorpommern. Pariser Sommer. Ernst Moritz Arndt an der Côte d’Azur und die schönsten Melodien aus Frankreich einschließlich Chansons von Édith Piaf und aus der Belle Époque.

Am 1. Juli 2017 liest die französische Mezzosopranistin aus dem Pariser Sommer 1799 und stellt Ernst Moritz Arndt Eindrücke über die Côte d’Azur vor. Dazu singt sie die schönsten Melodien aus Frankreich, darunter Chansons von Édith Piaf, Chansons aus der Belle Époque und Liedern über Paris.

Am Samstag, den 1. Juli 2017, um 19. Uhr in Ernst-Mortiz-Arndt-Geburtshaus, Groß Schoritz. Arndt Haus, Zur Schoritzer Wiek 68, 18574 Garz. Das Haus befindet sich im Ortsteil Groß Schoritz. Abendkasse oder Anmeldung unter 03830-4556 oder 0211-966 1360 oder per mail info@isabelle-kusari.de

UNESCO-Welterbetag auf Rügen rückt Buchenwälder in den Mittelpunkt

Insel Rügen – Am kommenden Sonntag, dem 4. Juni 2017, um 10.30 Uhr, starten rund um das Nationalparkzentrum Königsstuhl im Nationalpark Jasmund die Feierlichkeiten zum Deutschen UNESCO-Welterbetag „Welterbe verbindet“.

„Eine grandiose Küste und ein spektakulärer Buchenwald ziehen jährlich über eine Million Gäste in die Region. Zusammen mit dem Kreidefelsen „Königsstuhl“, der mitten im Welterbegebiet liegt, gehört das Gebiet zu den touristischen Hauptattraktionen in Deutschland. Kurzum: Ein Veranstaltungsort, der schöner nicht sein könnte“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus im Vorfeld der Feierlichkeiten. Auch er wird am 4. Juni nach Rügen kommen.

Bis Dienstag, dem 6. Juni 2017, können Besucher auf verschiedenen Kurzführungen und Wanderungen das UNESCO-Welterbe hautnah erleben oder sich spannendes Wissen im Multivisionskino aneignen. Kinder können bei einer Erlebnisralley die alten Buchenwälder spielerisch kennenlernen oder sich an den Aktionen der Partner- und Aktionsstände beteiligen.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten wird Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag, dem 6. Juni 2017, das Welterbeforum eröffnen. „Inmitten des Welterbegebietes steht den Gästen dann mit der zum Welterbeforum umgebauten ehemaligen Ausflugsgaststätte Waldhalle ein Ausstellungszentrum mit gastronomischer Infrastruktur zur Verfügung, das sich ausschließlich dem UNESCO-Welterbe der alten Buchenwälder widmet, so Minister Backhaus.

Bereits 1929, führte die Sorge, die beeindruckende Landschaft könnte dem Kreideabbau zum Opfer fallen, zur ersten Unterschutzstellung des Gebietes. 1990 wurde es schließlich zum Nationalpark ausgewiesen. Das Teilgebiet Jasmund ist eines von fünf deutschen Teilgebieten, die als Erweiterung der seit 2007 bestehenden Weltnaturerbestätte „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ am 25.06.2011 in die Welterbeliste eingeschrieben wurden. 32 weitere Teilgebiete kommen, wenn der laufende Nominierungsprozess erfolgreich verläuft, voraussichtlich im nächsten Jahr hinzu. Dann ist das Teilgebiet Jasmund Bestandteil der ersten umfassenden seriellen europäischen Welterbestätte in 13 Staaten mit 47 Teilgebieten.

In dem etwa 3.000 ha großen Schutzgebiet steht auf 2.100 ha der größte zusammenhängende 800 Jahre alte Buchenwald an der Ostseeküste. Als Weltnaturerbegebiet wurde ein Ausschnitt im Osten des Nationalparks Jasmund, vom Spülsaum der Ostsee über die Steilküste bis zur Hochfläche, ausgewiesen. Die Größe des Gebietes beträgt 493 ha. Dieses wird umgeben von einer 2.511 ha großen Pufferzone.

Das Prädikat „Welterbestätte“ zeichne das Gebiet als einzigartiges Naturphänomen von weltweiter Bedeutung aus, das es für die Nachwelt zu erhalten gilt, so der Minister. Auch habe es die Akzeptanz des Nationalparks verbessert. „Die Bürger begreifen zunehmend das Welterbe und den Nationalpark als ein Stück ihrer schützenswertet Heimat. Die Akteure vor Ort ziehen nun an einem Strang und nutzen die wirtschaftlichen Chancen, die mit dem Status der Welterbestätte verbunden sind“, sagte er weiter.

Seit 2011 wurden der Hochuferweg und alle Rettungswege instandgesetzt, ein neuer Strandabstieg am Kieler Bach errichtet, die Welterbebeschilderung an den Zufahrtsstraßen und im Gebiet selbst ausgeführt. Dafür wurden allein über 162.000 € investiert. Außerdem können die Besucher mit einer App das Welterbe erwandern und erhalten dabei viele nützliche Informationen. Mehrere Filme wurden produziert und zeigen die ganze Schönheit des Welterbegebietes zu allen Jahreszeiten und bieten Einblicke in dessen verborgene Geheimnisse.

Der Europäische Buchenwald würde ohne den Einfluss des Menschen weite Teile Mitteleuropas bedecken und dort die ursprüngliche natürliche Vegetation bilden. In seiner Verbreitung ist er ausschließlich auf Europa begrenzt. Er besteht aus Wäldern, in der nur eine Baumart, die Rotbuche, zur absoluten Vorherrschaft gelangt.

Diese hat in weniger als 4000 Jahren, einer erdgeschichtlich extrem kurzen Zeit, den Eichenmischwald, vollständig ersetzt und bildet heute von den Küsten der Meere bis hinauf in die hochmontane Bergmischwaldzone der Gebirge Wälder unterschiedlichster Ausprägung. Bisher sind 86 Typen beschrieben.

Dies wird möglich, weil die Rotbuche auf fast alle Böden, von arm bis reich, von sandig bis tonig, aber auch aufs Kalkgestein und entwässerten Moore wächst und dort eine hohe Konkurrenzfähigkeit entwickeln kann. Nur ein hoher Wasserstand im Boden und Sommertrockenheit in südlichen Regionen Europas setzen dem Buchenwald natürliche Grenzen.

Mehr als 10.000 Pflanzen-, Pilz- und Tierarten kommen im Europäischen Buchenwald vor und stellen die ursprüngliche Biodiversität Mitteleuropas dar.

Die Ausbreitung der Rotbuchenwälder in Europa verlief parallel zur Herausbildung entwickelter menschlicher Gesellschaften. Die Buche ist daher tief in der Kultur der europäischen Völker verwurzelt. Worte wie Buch oder Buchstabe, aber auch die Namen von etwa 1.500 Orten allein in Deutschland, lassen sich auf die Buche zurückführen.

Joanna Gemma Auguri im Kulturschuppen Garz

Insel Rügen – Am 25.06. 2017 wird es erneut eine Lesung mit Live-Konzert geben. Diesmal im fast fertigen Kulturschuppen in Garz.Joanna Gemma Auguri spielt Lieder ihrer CD Green Water und einige neue. Harald Gehrke liest Gedichte und Geschichten aus der Sammlung …. negür oder ein nordisches märchen …, und auch er hat einige neue Werke im Gepäck.

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Künstler wird gebeten. Anmeldung erforderlich (038304-829745), da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht.

Joanna Gemma Auguri ( Poems for Laila/Baboushka Records)

Großgewachsen, mit schwarzen Haaren und ebenso schwarzem Akkordeon sitzt sie selbstversunken auf der Bühne und verzaubert mit Liedern über die See, Heimat, verlorene Schiffe und verlorene Seelen. Melodien wie dunkle Gewässer und Nebel in der Nacht, jedoch immer mit einem hoffnungsvollen Schimmer.

Joanna Gemma Auguri

Joannas faszinierende Stimme und der tragende Soundtrack erzeugen einen unwiderstehlichen Sog sich einer anderen Welt hin zu geben. Das alles wäre schon genug, wäre da nicht noch dieses Lauernde, Dunkle, Abgründige, was Joanna Gemma Auguri wie einen Schleier umgibt. Es ist nicht greifbar, nicht durchschaubar, aber es ist immer da und einen intensiven und unheimlichen Zauber.

„dark folk“ nennt Joanna Gemma Auguri, was sie macht. Die Wurzeln zur traditionellen Folklore sind noch da, aber sie nimmt sie, experimentiert, bricht Regeln, macht daraus ein Ritual und einen intensiven Dialog mit dem Publikum. Man könnte die Musik mit Pj Harveys zarteren Alben, Fever Rays Sphären und Yann Tiersens experimentellen Arbeiten in einen Hexenkessel werfen.

Joannas Album „Green Water“ ist am 24.2.2016 auf Baboushka Records ( Poems for Laila ) erschienen.

Stippvisite in Starker Schule

Bildungsministerin Birgit Hesse besucht die Gingster Schule

Insel Rügen – MV-Bildungsministerin Birgit Hesse kommt am 14. Juni nach Gingst und besucht die dortige Regionale Schule mit Grundschule. Auf der Auszeichnungsveranstaltung des Landeswettbewerbs STARKE SCHULE hatte sie versprochen, die drei Siegerschulen noch in diesem Frühjahr zu besichtigen. Und jetzt macht sie sich also auf den Weg von Schwerin in den Westen der Insel Rügen.

Mit großer Spannung bereiten sich Schüler, Eltern und Lehrer auf diesen Tag vor, denn sie wollen die Schule der Bildungschefin des Landes vorstellen. Dabei gehen sie aber nicht allein auf die Erfolge, wie beispielsweise die neue Grundschule, die vielfältigen Ganztagsangebote von der Schülerband bis zur Theater-AG oder die sehr guten Schulabschlüsse am Ende der 10. Klasse ein.

Sie wollen das Problem des Sanierungsstaus ansprechen, der mittlerweile nicht nur das Hauptgebäude, die Außen- und Sportanlagen betrifft, sondern auch die Turnhalle. In den bisherigen Gesprächen mit Landespolitikern, wie mit Staatssekretär Dahlemann oder dem Bürgerbeauftragten Crone entstanden weitere Ideen, in denen sogar von einem Neubau die Rede ist.

Alle diese Vorschläge und Sorgen um einen baldigen Baubeginn wird sich die Ministerin anhören und ihre Möglichkeiten nutzen, um die Gingster Schule als eine der starken Schulen des Landes zu unterstützen. Das jedenfalls wollen die verantwortlichen Sprecher aus Schulleitung, Schüler- und Elternvertretung erreichen.

Büchermarkt Garz lädt zum Saxophon-Konzert

Insel Rügen – Am 15.06. um 19.30 Uhr wird der Saxophonist Joachim Pukies im Kultur-Schuppen des Büchermarktes Garz einen Solo-Abend gestalten.

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für den Künstler wird gebeten.

Telefonische Reservierung unter 038304-829745 notwendig, da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen bereitgestellt werden kann.

An Himmelfahrt zum Rügen-Markt

Buntes Markttreiben im Hafen von Thiessow

Insel Rügen – Auch am Himmelfahrts-Donnerstag heißt es wieder „regional – köstlich – kunterbunt“.

Bereits im letzten Jahr nutzten viele Rüganer den Feiertag für einen Ausflug in den Hafen von Thiessow. Bei Urlaubern ist der Rügen-Markt mit seinen ca. 100 regionalen Produzenten und Kunsthandwerkern ohnehin ein Muss. Immerhin findet man auf der Insel selten so viel Inspiration und Innovation an einem Ort.

Selbstgesponnene Wolle, edler Bernsteinschmuck, kreative Küstenkunst, bezaubernde Landschaftsmalerei, fröhlich-bunte Sattelmützen oder witzige Keramik im Fischdesign treffen Räucherfisch, ofenfrisches Brot, deftige Würste, Senf, Honig und Marmeladen.

Bummeln, Naschen, Staunen – aufmerksame Marktbesucher lieben es, ihren Gaumen zu verwöhnen und echte Unikate zu entdecken, um schließlich ihr ganz persönliches Erinnerungsstück an die Insel Rügen zu ergattern.

Einheimische schaffen es unter der Woche eher selten auf den Markt. Daher sind sie an Himmelfahrt ganz besonders willkommen. Durch Nummernschild ausgewiesene Rüganer dürfen am 25.05. kostenfrei im Thiessower Hafen parken. Natürlich nur so lange der Vorrat reicht.

Dazu ein kleiner Tipp: Wer den größten Besucher-Ansturm umgehen möchte, kommt einfach am frühen Nachmittag.