Hafen Lauterbach auf Rügen soll ausgebaut werden

Insel Rügen – Die Stadt Putbus (Insel Rügen) plant die Erneuerung des Hafens Lauterbach an der Südküste Rügens im Greifswalder Bodden. Lauterbach gilt als Rügens ältestes Seebad. Jetzt ist vorgesehen, das Hafengelände „Westlicher Kai“ zu einem Tourismusgebiet weiterzuentwickeln. „Der Hafen Lauterbach hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel für Urlauber und Einheimische entwickelt. Mit dem geplanten Vorhaben am Hafen wird die touristische Attraktivität der gesamten Region weiter erhöht. Vor Ort sollen jetzt neben einer Touristen-Information mehr Angebote zum Verweilen geschaffen werden. Darüber hinaus wird in die Infrastruktur des Hafens investiert. Auch diese wird den wachsenden touristischen Bedarfen noch besser Rechnung getragen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Der Hafen Lauterbach wurde seit seinem Bau in den Jahren 1901/1902 vorrangig als Wirtschafts- und Fischereihafen genutzt. In jüngster Zeit ist die touristische Nutzung stärker nachgefragt, unter anderem bedingt durch Flusskreuzfahrtschiffe der 80-Meter-Klasse, die dort anlegen. Zudem befinden sich im Hafen Anleger für Sportboote und Großsegler. Mit Ausflugsschiffen können Besucher in den Sommermonaten Fahrten um die Insel Vilm, in den Greifswalder Bodden und zum Ostseebad Baabe unternehmen. Auch die Haltestellen der historischen Schmalspurbahn „Rasender Roland“ und der Groß-Bahn befindet sich direkt auf der Lauterbacher Mole. „Im Hafen konzentriert sich eine ideale Kombination von Bahn-, Bus- und Schifffahrt für die Gäste. Mit einem neu zu schaffenden Anlaufpunkt für Touristen wird das Angebot komplett“, sagte Glawe.

Jetzt sollen zwei Liegeplätze für Flusskreuzfahrtschiffe der 120-Meter-Klasse geschaffen werden, die dem nach Angaben der Stadt Putbus gestiegenen Bedarf an Anlege- und Verweilmöglichkeiten Rechnung tragen. Dafür wird die vorhandene Anlegestelle insbesondere für Flusskreuzfahrtschiffe ausgebaut, unter anderem durch eine Erneuerung der südlichen Uferwand, eine Liegeplatzerweiterung, die Schaffung von zwei Liegeplätzen für die Flusskreuzschifffahrt und die Errichtung eines Informationszentrums. Die vorhandenen gastronomischen Einrichtungen sollen in die neue Nutzung eingebunden werden. Gegenüber dem Gastronomiebereich sind Liegeflächen für Segler und Traditionsschiffe vorgesehen.

Die Freitreppe soll mit Sitzstufen versehen sein. Ein barrierefreier Zugang soll insbesondere älteren Menschen einen leichten Zugang zum geplanten Informationszentrum und dem Gastronomiebereich ermöglichen. Der Betrieb des Hafens wird über die Stadt Putbus selbst erledigt, die dazu einen Eigenbetrieb gegründet hat, in dem zehn Mitarbeiter tätig sind. „Mit den geplanten Maßnahmen werden die Voraussetzungen geschaffen, die bestehenden Arbeitsplätze im touristischen Bereich zu sichern und langfristig weitere zu schaffen“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Vorhabens betragen rund fünf Millionen Euro. Das Land plant, das Vorhaben bei Vorlage aller Unterlagen in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu unterstützen.

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis September 2017 mehr als 1,12 Millionen Ankünfte und rund 5,4 Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern wurden im gleichen Zeitraum 6,18 Millionen Ankünfte und 24,9 Millionen Übernachtungen gezählt.

Zuwendungsbescheid für Verlängerung von Gleis im Fährhafen

Insel Rügen – Am Montag (04.12.2017) wird im Beisein von Infrastrukturminister Christian Pegel im Fährhafen Sassnitz (Landkreis Vorpommern-Rügen) das neue Gleis 66 freigegeben. Zu diesem Anlass überreicht Infrastrukturminister Christian Pegel den Zuwendungsbescheid in Höhe von 968.261,61 Euro für die Verlängerung des Gleises an den Bürgermeister der Stadt Frank Kracht. Aufgrund einer Ausnahmegenehmigung des Infrastrukturministeriums konnte das Vorhaben bereits vor Erlass des Zuwendungsbescheides begonnen und abgeschlossen werden.

Die förderfähigen Ausgaben betragen knapp 1,1 Millionen Euro. Die Förderung dieser Maßnahme erfolgt auf der Grundlage der Richtlinie zur Verbesserung der wirtschaftsnahen Infrastruktur von Häfen sowie zur Senkung von CO2-Emissionen in Häfen des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern.

Die Stadt Sassnitz und die Fährhafen Sassnitz GmbH lassen das vorhandene Gleis 66 im Fährhafen um ca. 350 Meter verlängern und gleichzeitig das Gleis 61 verschwenken. Damit wird zum einen ein direkter Umschlag zwischen Eisenbahn und Schiffen an einem weiteren Liegeplatz ermöglicht. Zum anderen wird eine Umlaufmöglichkeit für die Entladung von Hochseekabeln auf Eisenbahnfahrzeugen geschaffen, die endlos über mehrere Fahrzeuge geliefert werden. Zudem soll die Gleisverlängerung für den Direktumschlag von Schüttgütern wie Getreide und Soja genutzt werden. Das Gleis wird bis an die Kaikante am Liegeplatz 5a geführt. Somit erhalten weitere Liegeplätze unmittelbaren Gleisanschluss.

Diese Maßnahme trägt zur Stärkung der regionalen Wirtschafts- und Verkehrsstruktur bei. Außerdem wird die Kohlendioxidemission nicht nur im Hafen sondern durch nicht notwendige Lkw-Verkehre auf der gesamten Insel Rügen gesenkt.

Der Hafen Sassnitz ist eine bedeutende Logistikdrehscheibe und ein wichtiges maritimes Industriezentrum Mecklenburg-Vorpommerns und Norddeutschlands.

12 Kilometer langer Radweg von Sassnitz zum Königsstuhl wird gebaut

Insel Rügen – Auf der Insel Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll ein Radweg von Sassnitz bis zum Königsstuhl durch den Nationalpark Jasmund gebaut werden.

„Mit dem geplanten Vorhaben wird eine wichtige Lücke im Radwegenetz geschlossen. Das ist ein wichtiger Beitrag, um den Tourismus auf der Insel weiter zu beleben. Es wird ein wichtiges zusätzliches Angebot für Einheimische und Gäste auf Rügen geschaffen. So können wir die Region als Ganzes weiter voranbringen und stärken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die geplante Radwegtrasse soll vom nördlichen Rand der Ortslage Sassnitz zum Nationalpark-Zentrum Königsstuhl durch den Nationalpark Jasmund verlaufen. Der Weg wird entlang vorhandener Forstwegtrassen durch die nördlich von Sassnitz befindlichen Waldareale führen.

Die Gesamtlänge des Radweges beträgt rund 12 Kilometer, die Radwegbreite überwiegend 2,50 Meter. Darüber hinaus sollen Rastmöglichkeiten entstehen. Der Radwegeausbau erfolgt mit einer hydraulisch gebundenen Tragdeckschicht (HGTD). „Hierbei handelt es sich um eine kostengünstige Ausbauform für ländliche Wege, die ökologischen Forderungen weitgehend entsprechen, gleichzeitig aber die Vorteile vollflächiger, gebundener Befestigungen beibehalten“, so Glawe weiter.

Die Gesamtinvestitionen für den Radweg betragen rund 3,03 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von rund 2,73 Millionen Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Fit für die Zukunft

Berufsmesse an der Schule Gingst mit 33 Unternehmen

Insel Rügen – Die Schule Gingst lädt am Mittwoch, dem 15. November 2017, zu ihrer 12. Berufsmesse ein, an der traditionell die über 230 Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 teilnehmen. Die dreistündige Messe in der Turnhalle wird um 9:00 Uhr zusammen mit Vertretern aus der Gemeinde Gingst eröffnet.

33 Unternehmen aus der Region haben sich angemeldet, um sich den Kindern und Jugendlichen in der Turnhalle vorzustellen und über Ausbildungschancen in ganz unterschiedlichen Berufsfeldern zu informieren. Die Teilnehmer absolvieren unter anderem einen von fünf Fachvorträgen, zahlreiche praktische Übungen und Gesprächsrunden.

An die Berufsmesse schließen sich an der Gingster Schule zwei Projekttage unter dem Titel „Berufswelten“ an. Mit sechs ganz verschiedenen Programmbausteinen nähern sich die Jungen und Mädchen aller Klassen den Themen der Berufsorientierung.

Alle Interessierten sind herzlich zu einem Rundgang und Gespräch an den Stationen eingeladen. Weitere Informationen gibt es unter 03 83 05 – 4 39 oder auf der schuleigenen Website www.schulegingst.de

1. deutsch-griechisches Kochfestival im Ostseebad Binz

Insel Rügen – Unter dem Motto „Von Insel zu Insel – Rügen trifft Kreta“ fand am Wochenende erstmals ein deutsch-griechisches Kochfestival in Binz (Insel Rügen) statt. Veranstalter ist die Gemeinde Binz in Kooperation mit der Kurverwaltung.

„Beim Kochfestival treffen die größten Inseln Deutschlands und Griechenlands kulinarisch aufeinander. Neben dem Genuss der regionalen Spezialitäten beider Inseln und einem besseren Kennenlernen geht es auch um den touristischen und wirtschaftlichen Austausch. Die Veranstaltung soll den Auftakt für eine Reihe jährlich wiederkehrender Festivals bilden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Gemeinde Binz und die Kurverwaltung planen nach eigenen Angaben, ein jährlich wiederkehrendes Kochfestival in Zusammenarbeit mit der griechischen Region Kreta und der Stadt Hersonissos zu etablieren. Bestandteile der Veranstaltung sind eine Präsentation regionaler Produkte, Wettbewerbe von Auszubildenden, deutschen und griechischen Köchen und von Laienköchen aus Familienunternehmen der Region Rügen.

Projektpartner für das Vorhaben sind der Landkreis Vorpommern-Rügen, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA), der Köcheverein Rügen, die Industrie- und Handelskammer zu Rostock, das IFA Rügen Hotel & Ferienpark, die griechische Gemeinde Hersonissos und KAPPA-Studies Heraklion Kreta (Kochschule). Neben der Vermarktung regionaler Produkte und dem Austausch mit der Region Kreta geht es den Veranstaltern um die Förderung der Ausbildung und die Gewinnung von Fachkräften. Seit fünf Jahren findet zu Beginn der Urlaubssaison eine entsprechende Veranstaltung auf Kreta statt.

Ziel der Organisatoren ist es, regelmäßig zum Saisonabschluss ein Kochfestival in Mecklenburg-Vorpommern zu etablieren. „Das ist ein kreativer und spannender Ansatz für eine neue touristische Veranstaltung in der Nebensaison. Wir benötigen in den einzelnen Regionen noch weitere Ideen für saisonverlängernde Maßnahmen, um die Auslastung der Unterkünfte auch außerhalb der Haupt-Urlaubszeiten weiter zu erhöhen“, sagte Glawe.

Im Zeitraum von Januar bis August dieses Jahres wurden nach Angaben des Statistischen Amtes insgesamt knapp 5,4 Millionen Ankünfte und mehr als 21,8 Millionen Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern registriert. Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee waren es im gleichen Zeitraum rund 987.000 Ankünfte und mehr als 4,7 Millionen Übernachtungen.

Die Gesamtkosten des Kochfestivals betragen rund 17.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Landesmitteln in Höhe von maximal 10.000 Euro. Wirtschaftsminister Glawe übergab vor Ort einen Fördermittelbescheid.

„Calliope mini“-Klassensatz an Schule auf Rügen

Insel Rügen – An der Regionalen Schule „Am Rugard“ in Bergen auf Rügen können Schülerinnen und Schüler künftig lernen, wie ein Computer programmiert wird. Digitalisierungsminister Christian Pegel übergibt am Montag (6.11.2017) einen Klassensatz des Lerncomputers „Calliope mini“ an eine sechste Klasse der Schule.

Der Lerncomputer „Calliope mini“ ist benannt nach einer Tochter von Zeus, der Muse der Wissenschaft. Mit ihm soll Programmieren im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht werden. Der rund 7 x 8 cm große Computer ermöglicht von einfachen Experimenten mit Licht und Sound bis hin zur Konstruktion eines Roboters viele Anwendungen. Sein Display besteht aus 25 LEDs. Er hat einen Bluetooth-fähigen Prozessor und einen integrierten Lautsprecher.

Staatssekretär regt bundesweite Abgabe für Erhalt der Schutzgebiete an

Insel Rügen – Einen „grünen Soli für den Naturschutz“ regte der Staatssekretär im Landes-Umweltministerium, Dr. Jürgen Buchwald, auf dem „Regionalen Abend“ der Vertreter des Dachverbandes der Nationalen Naturlandschaften, des Nationalen Naturerbes sowie der Arbeitsgemeinschaft Biosphärenreservate und der Wildnisgebiete an.

„Ich bin überzeugt, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern mit seinen 13 Nationalen Naturlandschaften einen ganz besonderen Beitrag für den Naturschutz in Deutschland und in Europa leistet. Deshalb die Bitte an den Bund bzw. die anderen Bundesländer, über einen ‚grünen Soli‘ für den Naturschutz nachzudenken. Nationalparks und Biosphärenreservate können aus meiner Sicht keine reine Länderaufgabe bleiben“, sagte der Staatssekretär in Prora im Naturerbezentrum Rügen.

Buchwald verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern über insgesamt 1.418.300 Hektar unter Schutz gestellte Flächen verfügt, das entspricht 45,8 Prozent der gesamten Landesfläche. Zusammengefasst sind in dieser Zahl neben den Natura-2000-Gebieten inklusive der europäischen Vogelschutzgebiete alle Nationalparks, Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete , Biosphärenreservate und Naturparks. Allein auf Rügen finden sich mit dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, dem Nationalpark Jasmund, dem Biosphärenreservat Südost-Rügen und dem Naturerbezentrum Rügen vier solcher Naturerbegebiete.

Während der Anteil an Nationalparks im Bundesgebiet im Schnitt bei 0,6 Prozent und an Natura-2000-Gebieten im Schnitt bei 14,1 Prozent der Landesfläche liege, komme MV auf 3,7 Prozent bei den Nationalparks und auf 34,5 Prozent bei Natura-2000-Gebieten. Der Staatsekretär unterstrich die Bedeutung dieser Schutzgebiete für Tourismuswirtschaft und naturkundliche Bildung einerseits und für den Erhalt der Artenvielfalt und die Bewältigung des Klimawandels anderseits.

„Die personellen und finanziellen Aufwendungen für den Erhalt der Schutzgebiete werden größtenteils von unserem Land getragen, während Gesamtdeutschland in der Umwelt- und Klimabilanz von unserer Arbeit profitiert“, sagte Dr. Buchwald.

„Bei diesen hochrangigen Schutzkategorien handelt es sich um eine dauerhafte Aufgabe, deren Erfüllung auch eine bedeutende nationale und internationale Dimension hat“, so der Staatsekretär. Deshalb sei es an der Zeit, für Nationalparks und Biosphärenreservate eine reguläre nationale Mitfinanzierung durch den Bund zu erwirken.

Verkauf der Bergener Molkerei im Bereich des Möglichen

Insel Rügen – Das Deutsche Milchkontor (DMK) ist offen für die Weiternutzung seines Molkereistandortes Bergen auf Rügen durch einen Investor aus der nicht-milchwirtschaftlichen Branche. Das unterstrichen Vertreter der Geschäftsführung der DMK-Group in ihrem Gespräch mit dem Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Dr. Jürgen Buchwald.

Im September hatte das DMK die Schließung der „Rügener Badejunge“-Molkerei für Mitte 2019 angekündigt. Auslöser seien zu hohe Produktionskosten, hieß es aus dem Unternehmen. Heute erklärte sich das Molkereiunternehmen erneut bereit, Weiternutzungsnutzungskonzepte branchenfremder Investoren zu prüfen, die Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region sicherten, so ein DMK-Sprecher. Allerdings liegt ein solches Investorenkonzept dem Molkereiunternehmen derzeit nicht vor.

Staatssekretär Dr. Buchwald sicherte dem DMK Begleitung bei der Investorensuche zu. „Dem Landwirtschaftsministerium ist daran gelegen, die knapp 60 Arbeitsplätze der Molkerei in Bergen zu erhalten“, sagte er. Die Produktion des Camemberts der Traditionsmarke „Rügener Badejunge“ ist derzeit noch bis Mitte 2019 vertraglich gesichert.

Dahlemann: Neues Filmfestival soll Gäste anlocken und Identität stärken

Insel Rügen – „Ich freue mich sehr, dass es auch im Landesteil Vorpommern gelungen ist, ein Filmfestival aufzubauen. Ich bin davon überzeugt, dass es ein weiterer attraktiver kultureller Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste ist und den Tourismus außerhalb der Hochsaison befördern wird. Und ich hoffe, dass es die Identität der Menschen mit dem östlichen Landesteil weiter stärkt“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute bei der Eröffnung des ersten Rügen International Film Festivals in Sellin. Veranstalter ist die Baltic International Filmfestival Rügen gGmbH der Kulturstiftung Rügen.

Es sei sehr bewundernswert, was die Organisatoren in vorwiegend ehrenamtlicher Arbeit auf die Beine gestellt hätten. Die Landesregierung habe das Festival mit 150 000 Euro aus Mitteln des Zukunftsfonds II Mecklenburg-Vorpommern aus dem Wirtschaftsministerium unterstützt. „Das ist ein wichtiger Beitrag des Wirtschaftsministers, der zum Gelingen des Festivals beiträgt.“

Um Mecklenburg-Vorpommern als Filmland weiter voranzubringen und noch besser zu positionieren, seien die kulturelle und wirtschaftliche Filmförderung in der Staatskanzlei angesiedelt worden. Dahlemann: „Damit gibt es einen einheitlichen Ansprechpartner für alle. Unser Ziel ist es, so viel wie möglich für die Filmbranche bei uns im Land, auch in Vorpommern zu erreichen.“

Das erste Rügen International Film Festival findet vom 4. bis 8. Oktober an verschiedenen Orten auf Rügen, aber auch in Stralsund und Greifswald statt. Gezeigt werden 30 Filme in verschiedenen Kategorien. Im Mittelpunkt stehen Filme aus dem Ostseeraum und insbesondere dem Nachbarland Polen. Die Filmreihe „Local Heroes“ zeigt Filme und Dokumentationen aus der deutsch-polnischen Grenzregion entlang der Ostseeküste.