Verkauf der Bergener Molkerei im Bereich des Möglichen

Insel Rügen – Das Deutsche Milchkontor (DMK) ist offen für die Weiternutzung seines Molkereistandortes Bergen auf Rügen durch einen Investor aus der nicht-milchwirtschaftlichen Branche. Das unterstrichen Vertreter der Geschäftsführung der DMK-Group in ihrem Gespräch mit dem Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Dr. Jürgen Buchwald.

Im September hatte das DMK die Schließung der „Rügener Badejunge“-Molkerei für Mitte 2019 angekündigt. Auslöser seien zu hohe Produktionskosten, hieß es aus dem Unternehmen. Heute erklärte sich das Molkereiunternehmen erneut bereit, Weiternutzungsnutzungskonzepte branchenfremder Investoren zu prüfen, die Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region sicherten, so ein DMK-Sprecher. Allerdings liegt ein solches Investorenkonzept dem Molkereiunternehmen derzeit nicht vor.

Staatssekretär Dr. Buchwald sicherte dem DMK Begleitung bei der Investorensuche zu. „Dem Landwirtschaftsministerium ist daran gelegen, die knapp 60 Arbeitsplätze der Molkerei in Bergen zu erhalten“, sagte er. Die Produktion des Camemberts der Traditionsmarke „Rügener Badejunge“ ist derzeit noch bis Mitte 2019 vertraglich gesichert.

Dahlemann: Neues Filmfestival soll Gäste anlocken und Identität stärken

Insel Rügen – „Ich freue mich sehr, dass es auch im Landesteil Vorpommern gelungen ist, ein Filmfestival aufzubauen. Ich bin davon überzeugt, dass es ein weiterer attraktiver kultureller Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste ist und den Tourismus außerhalb der Hochsaison befördern wird. Und ich hoffe, dass es die Identität der Menschen mit dem östlichen Landesteil weiter stärkt“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute bei der Eröffnung des ersten Rügen International Film Festivals in Sellin. Veranstalter ist die Baltic International Filmfestival Rügen gGmbH der Kulturstiftung Rügen.

Es sei sehr bewundernswert, was die Organisatoren in vorwiegend ehrenamtlicher Arbeit auf die Beine gestellt hätten. Die Landesregierung habe das Festival mit 150 000 Euro aus Mitteln des Zukunftsfonds II Mecklenburg-Vorpommern aus dem Wirtschaftsministerium unterstützt. „Das ist ein wichtiger Beitrag des Wirtschaftsministers, der zum Gelingen des Festivals beiträgt.“

Um Mecklenburg-Vorpommern als Filmland weiter voranzubringen und noch besser zu positionieren, seien die kulturelle und wirtschaftliche Filmförderung in der Staatskanzlei angesiedelt worden. Dahlemann: „Damit gibt es einen einheitlichen Ansprechpartner für alle. Unser Ziel ist es, so viel wie möglich für die Filmbranche bei uns im Land, auch in Vorpommern zu erreichen.“

Das erste Rügen International Film Festival findet vom 4. bis 8. Oktober an verschiedenen Orten auf Rügen, aber auch in Stralsund und Greifswald statt. Gezeigt werden 30 Filme in verschiedenen Kategorien. Im Mittelpunkt stehen Filme aus dem Ostseeraum und insbesondere dem Nachbarland Polen. Die Filmreihe „Local Heroes“ zeigt Filme und Dokumentationen aus der deutsch-polnischen Grenzregion entlang der Ostseeküste.

Abends in die Schule!

Abend der offenen Schule in Gingst mit Schülerband KALLM

Insel Rügen – Zu einem herbstlichen „Abend der offenen Schule“ lädt die Regionale Schule mit Grundschule Gingst am Freitag, dem 13. Oktober 2017 ein. Dann erleben alle interessierten Eltern, ehemalige Schüler und gern gesehene Besucher zwischen 17 und 20 Uhr all das, was den schulischen Alltag aus- und schöner macht.

An dem Abend werden alle Eltern und Schüler der künftigen 1. und 5. Klassen die Möglichkeit haben, sich über das Schulprofil, die Lernangebote und das Alltagsleben der beiden Schulformen zu informieren. In der Mensa finden die zwei Informationsveranstaltungen statt: um 16 Uhr beginnt diese für die Eltern der neuen 1. Klassen und um 18 Uhr die Runde für die zukünftigen 5. Klassen. Dabei nutzen die Eltern und Erziehungsberechtigten zugleich die Möglichkeit der Anmeldung, die in der Grundschule bis zum 31. Oktober abgeschlossen sein muss.

Für alle Besucher wird ein buntes Programm an Spiel, Spaß und Spannung angeboten, das in diesem Jahr wiederum vom SSV 09 Gingst e. V., dem schuleigenen Förderverein, unterstützt wird. Dazu gehören eine Tombola, ein Bücher- und Flohmarkt und die verschiedenen Bastelstationen in der neuen Grundschule. Interessierte Gäste können sich an dem Abend alle modernen Lernräume und Unterrichtsmaterialien ansehen.

Die Regionalschüler präsentieren unter anderem die Ergebnisse der Themenwoche und der Projekttage „Berufswelten“, die sich mit dem Thema Berufsorientierung aus unterschiedlichen Sichtweisen beschäftigten. Ein Höhepunkt des Abends wird der Auftritt der Schülerband KALLM sein, die mit neuen Songs dabei sein wird. Der Schulverein beendet auf dem Schulhof mit Würstchen und Punsch die Grillsaison des Jahres.

Alle interessierten Gingster und Gäste sind herzlich eingeladen, um sich auch über die Arbeit des Schulfördervereins zu informieren und diesen durch eine Mitgliedschaft oder Spenden zu unterstützen. Auf der Homepage www.schulegingst.de finden Sie weitere Informationen. Nachfragen sind telefonisch unter 03 83 05 4 39 möglich.

Radweg zwischen Waase und Wusse auf der Insel Ummanz fertiggestellt

Ummanz – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Donnerstag (21.09.) den neu gebauten Radweg von Waase nach Wusse auf der Insel Ummanz (Landkreis Vorpommern-Rügen) offiziell freigegeben.

„Inmitten der prächtigen Naturlandschaft der Urlaubsinsel Ummanz ist eine attraktive Etappe des Radweges entstanden. Urlauber und Anwohner können nun den Blick über die flachen Boddengewässer, weiten Wiesen und Felder noch besser genießen. Eine weitere Lücke im Radwegenetz ist nun geschlossen. Insbesondere Gäste der Insel Rügen können nun auch die Insel Ummanz besser mit dem Rad entdecken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In zwei Monaten Bauzeit ist auf der rund 1.400 Meter langen und zweieinhalb Meter breiten Strecke ein Zweirichtungs-Radweg in Asphaltbauweise entstanden. Zusätzlich sind eine Schutzhütte, ein Fahrradständer sowie Bänke und Tische entlang des Weges errichtet worden. Die Etappe von Waase nach Wusse ist Bestandteil des 670 Kilometer langen Ostseeküstenradweges, der von Lübeck-Travemünde bis nach Ahlbeck auf der Insel Usedom führt.

„Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern lässt sich sehr gut auf zwei Rädern erkunden. Deshalb ist ein gut ausgebautes Radwegenetz ein wichtiger Bestandteil des touristischen Angebotes im Land, um den Gästen die Möglichkeit zu geben, ihre Ferien mit sportlicher Aktivität auf dem Fahrrad zu erleben“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für den Radweg betrugen rund 304.000 Euro. Das Land hat den Ausbau aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von rund 246.000 Euro unterstützt.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Gemeinde Baabe erhält Zuschuss für Umrüstung der Beleuchtung auf LED

Insel Rügen – Für die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik in der Bollwerkstraße im Ostseebad Baabe (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 16.616,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent) vom Energieministerium. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde Ostseebad Baabe beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik in der Bollwerkstraße (am Radweg) umzurüsten. Die vorhandenen neun Natriumdampf-Hochdrucklampen werden durch 15 LED-Leuchten inklusive Masten ersetzt.

Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Neben einer Energieeinsparung von rund 4.800 Kilowattstunden Strom pro Jahr kann jährlich eine Einsparung von rund 2,8 Tonnen Kohlendioxid erreicht werden.

Inklusion auch in der Regionalen Schule erfolgreich

Neue Studie der Universität Rostock über Inklusion auf Rügen vorgelegt

Rostock – Kinder mit besonderem Förderbedarf, die in der Grundschule inklusiv beschult wurden, erzielen auch an der Regionalen Schule mehrheitlich gute Lernfortschritte. Das weist eine neue Studie der Universität Rostock nach, die von Prof. Bodo Hartke und seinem Forscherteam erstellt wurde. Die meisten der untersuchten Schülerinnen und Schüler mit Lern- und Verhaltensauffälligkeiten in fünften und sechsten Klassen an Rügener Regionalen Schulen konnten in den Schuljahren 2014/2015 und 2015/2016 ihre Lese-, Rechtschreib- und Mathematikleistungen deutlich steigern. Die in die Untersuchungen einbezogenen Kinder wurden bereits in der Grundschulzeit innerhalb eines Modellvorhabens erfolgreich inklusiv beschult. Die Daten aus Klasse 5 und 6 zeigen, dass das Rügener Modell auch an Regionalen Schulen erfolgreich ist.

„Die Lernfortschritte der Rügener Schülerinnen und Schüler belegen, dass das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen gelingt. Die Ergebnisse der Studie bestärken uns daher in der Umsetzung unserer Inklusionsstrategie“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Erfreulich an den Daten ist auch, dass die Rügener Regionalen Schulen aktiv das erfolgreiche Grundschulmodell fortsetzen konnten und damit für die meisten Kinder mit besonderen Förderbedarfen gute Ergebnisse erzielt haben. Dies spricht für den auf Rügen eingeschlagenen Weg als eine Möglichkeit, Inklusion erfolgreich zu gestalten“, so Hesse.

Das Rügener Inklusionsmodell war bereits im Jahr 2010 gestartet. In diesem Modellvorhaben entwickelten die Rügener Grundschulen gemeinsam mit einer Forschungsgruppe der Universität Rostock Konzeptelemente und Handlungsmöglichkeiten für die inklusive Schule. Nach vier Jahren Modellvorhaben stand fest:

  • Eine frühzeitige inklusive Förderung bei Lern-, Sprach- und Verhaltensproblemen verhindert bei vielen Schülerinnen und Schülern noch schwerwiegendere Auffälligkeiten, die Häufigkeit von sonderpädagogischen Förderbedarf nimmt durch vorbeugende Hilfen ab.
  • Selbst die Kinder mit den schwerwiegendsten Lernschwierigkeiten profitieren von der inklusiven Förderung besser als von einer separaten Beschulung in Förderklassen.
  • Die Leistungsstände der Kinder ohne Beeinträchtigungen waren in der inklusiven Schule zumindest genau so gut wie in Vergleichsklassen, ihr Sozialverhalten hatte sich deutlich verbessert.

Mit dem Beginn des Schuljahres 2014/2015 wurde das Rügener Modell in den dortigen Regionalen Schulen fortgesetzt. Hierzu traf das Bildungsministerium mit den beteiligten Schulen eine Zielvereinbarung, nach der die Schulen die wichtigsten Förderelemente des Grundschulkonzepts übernahmen: individuelle Förderung innerhalb des Klassenunterrichts, ein zusätzlicher gezielter Förderunterricht in den Bereichen Lesen, Rechtschreibung und Mathematik, regelmäßige Lernfortschrittsüberprüfungen, Förderung durch Sonderpädagoginnen und -pädagogen für Kinder mit sehr schwerwiegenden Lern- und Entwicklungsrückständen, Förderplanung im Team und arbeitsteilige Umsetzung des Förderplans durch Regional- und Sonderschullehrkräfte. Zudem wurde eine wissenschaftliche Dokumentation der Umsetzung der Zielvereinbarung und der Lern- und Entwicklungsfortschritte förderbedürftiger Kinder durch eine Forschungsgruppe der Universität Rostock vereinbart. Die nun dem Bildungsministerium und den Rügener Schulen vorgelegten Daten zeigen:

Die Regionalen Schulen auf Rügen realisieren ein inklusives Fördersystem mit Elementen wie individualisierte Lernförderung im Deutsch- und Mathematikunterricht, gezieltem Förderunterricht durch Fachlehrkräfte, Lernfortschrittsdiagnostik als auch Förderplanung im Team und Intensivförderung durch Sonderpädagoginnen und -pädagogen. Sowohl die Lese- als auch die Mathematikleistungen der förderbedürftigen Kinder nähern sich dem normalen Leistungsstand von Fünft- und Sechstklässlern an. Die Leistungsfortschritte förderbedürftiger Kinder entsprechen in den Bereichen Lesen, Rechtschreiben und Mathematik üblichen Leistungssteigerungen innerhalb eines Schuljahres.

„Modellversuche in anderen Bundesländern endeten oft mit der Grundschulzeit. Insofern liefern die Untersuchungsergebnisse wichtige Erkenntnisse für die Fortsetzung inklusiver Förderung in der Sekundarstufe“, erläuterte Prof. Bodo Hartke von der Universität Rostock. „Neben dem insgesamt positiven Gesamtergebnis finden sich in der Studie auch Hinweise auf noch offene Fragen inklusiver Förderung. So konnte eine kleine Gruppe von Kindern identifiziert werden, bei denen ausreichende Lernfortschritte in einzelnen Förderbereichen ausbleiben. Diese Fälle sollten weiter analysiert werden, um die Förderung betroffener Kinder weiter zu optimieren“, betonte Hartke.

Bildungsministerin Hesse dankte allen beteiligten Pädagoginnen und Pädagogen auf Rügen für die geleistete Arbeit und dem Forscherteam der Universität Rostock für die wissenschaftliche Begleitung. „Die Ergebnisse der mittlerweile mehr als sechsjährigen Anstrengungen der Rügener Schulen sprechen dafür, die neue inklusive Praxis wissenschaftlich zu dokumentieren und auszuwerten. So wissen wir besser, was erfolgsversprechend ist und welche bisher ungelösten Herausforderungen noch vor uns liegen“, sagte Hesse. Nachdenklich stimmen die Ergebnisse über Kinder, die in einzelnen Förderbereichen noch nicht ausreichend von dem inklusiven Fördersystem profitieren. Die Gründe hierfür müssten geklärt werden, um Lösungsansätze zu entwickeln.

Verkehrseinschränkungen auf der Rügenbrücke wegen Bauwerksprüfung

Insel Rügen – Von Montag, 11. September, bis Freitag, 15. September 2017, erfolgt täglich in der Zeit von 7 bis 20 Uhr die Bauwerksprüfung der Schrägseilbrücke über den Ziegelgraben im Zuge der Bundesstraße B 96n. Dazu wird abwechselnd in Richtung Rügen oder in Richtung Stralsund eine Fahrtrichtung der Bundesstraße B 96n im Bereich der Rügenbrücke zeitweise gesperrt.

Der Verkehr der jeweils gesperrten Fahrtrichtung wird über die Landesstraße L 296, den alten Rügendamm, umgeleitet.

Im Rahmen der Hauptprüfung untersuchen spezialisierte Bauwerksprüfer eingehend die Schrägseile und den Pylon. Diese umfängliche Bauwerksprüfung nach DIN 1076 ist alle sechs Jahre erforderlich für die Gewährleistung der Gebrauchstauglichkeit, der Standsicherheit und der Verkehrssicherheit.

Zwischen den Hauptprüfungen findet nach drei Jahren eine einfache Prüfung statt, eine erweiterte Sichtprüfung. Darüber hinaus überwacht die Straßenmeisterei das Bauwerk laufend.

Zuwendungsbescheide für Rügener Kreisstraßen und Haltepunkt der Bahn

Insel Rügen – Am Montag (11.09.2017) übergibt Verkehrsminister Christian Pegel Zuwendungsbescheide für den Haltepunkt Jagdschloss der Pressnitztalbahn und den Ausbau von zwei Kreisstraßen.

Die Pressnitztalbahn GmbH erhält 104.353 Euro aus Regionalisierungsmitteln für die Verlängerung des Bahnsteigs am Haltepunkt Jagdschloss. Der Zuwendungsbescheid wird durch die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern auf Basis der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs im Land Mecklenburg-Vorpommern ausgereicht.

Der Haltepunkt Jagdschloss bietet den Fahrgästen des „Rasenden Roland“ Zugang zum Jagdschloss Granitz. Der vorhandene Bahnsteig liegt in einem Bogen und ist 120 Meter lang. Die Bahnsteigoberfläche ist unbefestigt und durch das hohe Verkehrsaufkommen stark abgelaufen. Im Zuge der Erneuerung des Bahnsteigs soll dieser gepflastert werden. Aufgrund der Regelwagenzuglänge von 135 Metern auf der Strecke Putbus – Göhren ist zudem eine Verlängerung des bestehenden Bahnsteigs um 15 Meter erforderlich. Des Weiteren werden zwei befestigte Zuwegungen zum Bahnsteig hergestellt. Zum einen ist dies eine Treppe im Bereich der Böschung, zum anderen wird entlang des Wartehäuschens ein barrierefreier Zugang hergestellt. Er wird ebenfalls mit Betonsteinpflaster befestigt und an die Straße zum Jagdschloss Granitz angebunden. Sitzbänke und Papierkörbe sollen die Ausstattung des Bahnsteigs ergänzen.

Zwei Zuwendungsbescheide für den Ausbau der Kreisstraßen RÜG 05 und RÜG 07 in Höhe von insgesamt 1,1 Millionen Euro übergibt Minister Pegel an den Landrat des Landkreises Vorpommern-Rügen, Ralf Drescher. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Der Landkreis Vorpommern-Rügen möchte den ersten Bauabschnitt der Kreisstraße RÜG 05 auf der freien Strecke zwischen Neuenkirchen und Grubnow ausbauen. Die Kreisstraße im Norden der Insel bindet als einzige Zufahrt die Orte Vieregge, Neuenkirchen, Neuendorf und Silenz an die Landesstraße L 30 an. Die Straße ist marode und erneuerungsbedürftig. Sie soll von 4,50 Meter auf 5,50 Meter verbreitert werden. Der Zuschuss für das Bauvorhaben beträgt 826.900 Euro von knapp 1,7 Millionen zuwendungsfähigen Ausgaben. Die Gesamtausgaben betragen rund 1,8 Millionen Euro.

Für die Deckenerneuerung der Kreisstraße RÜG 07 zwischen dem Abzweig Kartzitz und dem Anschluss an die Kreisstraße RÜG 06 erhält der Landkreis 292.200 Euro Zuschuss. Hier liegen die zuwendungsfähigen Ausgaben bei rund 390.000 Euro, die Gesamtausgaben bei rund 420.000 Euro. Diese Kreisstraße nördlich der Stadt Bergen stellt eine Verbindung zwischen der L 301/B96 und der RÜG 06 her. Sie muss dringend auf einer Länge von rund 1,1 Kilometern in Asphaltbauweise erneuert werden. Neu angelegt werden ebenfalls vier Bussteige für den öffentlichen Nahverkehr.

Unternehmen auf Rügen investiert in innovative Kartonagen- und Verpackungsmittelproduktion

Insel Rügen – In Bergen auf Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen) errichtet das Unternehmen GAMPE. Druck und Medien eine neue Betriebsstätte. Investiert wird in den Umbau eines Betriebsgebäudes sowie die Anschaffung von Maschinen.

„Das Unternehmen will mit der Herstellung von Lebensmittelverpackungen für die Lebensmittelindustrie, die Entwicklung von innovativem Verpackungsdesign und mit der Produktfotografie neue Geschäftsfelder erschließen. Zehn Arbeitsplätze, darunter Mediengestalter, Drucker und Mitarbeiter für die Produktion, werden vor Ort entstehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag.

Für die Errichtung der Betriebsstätte wird im Gewerbegebiet Tilzow in Bergen ein bereits bestehendes Gebäude um- und ausgebaut. Darüber hinaus werden unter anderem eine Druckmaschine, eine Stanzmaschine sowie diverse technische Ausrüstungen für Gestaltung, Fotografie, Druck, Weiterverarbeitung und Veredelung angeschafft. Mit der Entwicklung und Herstellung von Verpackungen aller Art, Größe und Menge will sich das Unternehmen regional und überregional spezialisieren. Es wird neben dem Verpackungsaufbau und der gesamten Fertigung auch eine Werbeagentur mit hauseigenem Fotostudio geben.

„Die Pharma- und die Lebensmittelindustrie sind sich stetig weiter entwickelnde Märkte. Innovative Verpackungsideen für Produkte sind gefragt. Mit der modernen Errichtung und den anstehenden Investitionen werden optimale Voraussetzungen für die Produktion vor Ort geschaffen“, so Glawe weiter.

Das Land unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 290.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten für das Vorhaben auf rund 1,78 Millionen Euro.

Erfolgsprojekt „Hiddenseer Kutterfisch“ jetzt auch online

Insel Hiddensee – Gemeinsam mit Initiator Mathias Schilling hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann den Onlineshop des Fischkonservenladens „Hiddenseer Kutterfisch“ in Schaprode eröffnet. Der Fischladen selbst lädt seit Mitte August zum Einkaufen ein. Hier kann man neben der Konservenware natürlich auch frischen Fisch erwerben.

Das Projekt des erfolgreichen Unternehmers Schilling wurde im Rahmen des Modellvorhabens „Land(auf)Schwung“ des Landkreises Vorpommern-Rügen mit 30 000 Euro gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 243 000 Euro, wovon mehr als 146 000 durch Bund und Land gefördert wurden. Die Landesregierung unterstützt die Förderregion mit 50 000 Euro aus Mitteln des Landwirtschaftsministeriums und dem Vorpommern-Fonds mit dem Ziel, die regionale Wertschöpfung zu erhöhen und Beschäftigung im ländlichen Raum zu sichern.

„Es ist eine großartige Idee, die der Initiator Mathias Schilling maßgeblich in die Tat umgesetzt hat: „Vorpommern in die Welt tragen, quasi vom Fischernetz direkt ins Internet“. Nunmehr gibt es die Möglichkeit, nicht nur im Sommer gesunde Produkte der einheimischen Fischer als Mitbringsel vom Ostseeurlaub mit nach Hause zu nehmen, sondern auch im Winter online zu bestellen. So sorgt der engagierte Unternehmer mit dafür, dass die wunderschöne Insel Hiddensee, dass Vorpommern, ja unser ganzes Land weit über seine Grenzen hinaus noch bekannter wird“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung.

Mit diesem Projekt würden die ansässigen Fischer unterstützt. „Bei uns wird nicht nur frischer Fisch gefangen, sondern die verarbeiteten Produkte werden hier auch direkt zum Kauf angeboten. Das ist gut für Fischer, Einheimische und Touristen und damit gut für die Region.“

Neue Ausstellung in Putbus CIRCUS EINS

Jürgen Eisenacher – apokalypsie NÖ – Malerei, Zeichnung, Skulptur
Eröffnung: Sonnabend, 2.9. um 17 Uhr
Ausstellung: 3.9. –22.10.2017

Insel Rügen – CIRCUS EINS freut sich eine Einzelausstellung mit Werken von Jürgen Eisenacher anzukündigen. Zur Eröffnung am Sonnabend, dem 2. September 2017 um 17 Uhr laden wir herzlich ein.

Die Ausstellung im CIRCUS EINS stellt das Werk des in Berlin lebenden Künstlers umfassend vor. Gezeigt werden rund 30 Arbeiten, darunter Malerei und Zeichnung. Erstmals sind wieder Skulpturen entstanden, die zu „apokalypsie Nö“ exklusiv vorgestellt werden.

Riesige Regenwürmer aalen sich im Schlamm, Augenskulpturen nehmen den Raum in den Blick und ein Stinkmorchel feiert einsam sich selbst. Die Bilder von Jürgen Eisenacher zeigen eine groteske Welt voller Abgründe. Doch etwas irritiert – denn stets sind die Motive mit Empathie dargestellt. Sie sind uns zugleich fremd und sehr nah. Jürgen Eisenachers Bilder stellen sich dem, was peinlich, böse oder politisch inkorrekt ist und geben grotesken Erfahrungen eine Form. Damit wir hinschauen nutzt er dazu eine Bildsprache, die das Schöne in jedem Wesen offenbart, dabei jedoch auch das Hässliche in Betracht zieht. Darum sind seine Bilder zutiefst humanistisch.

Jürgen Eisenacher, Father and Son, 2017, Ölkreide auf Papier, 86 x 61 cm, VG Bild-Kunst, Bonn 2017, courtesy Susanne Burmester Galerie

Der absichtlich falsch geschriebene Titel der Ausstellung „apokalypsie Nö“ spielt mit der Angst vor dem Weltuntergang und stellt sich diesem zugleich mit Trotz entgegen. Verlieren wir unsere Ängste, wenn wir sie anschauen? Werden sie weniger gefährlich, wenn wir sie ins Bild bannen?

Im Wort „Apokalypse“ steckt der Schleier, der fortgezogen wird, sie meint die Offenbarung Gottes. Hier zieht Jürgen Eisenacher den Schleier fort und zeigt uns, dass auch die verdrängten Welten Teil des Lebens sein können. Metaphern des Weltuntergangs bestimmen auch heute noch die politischen Diskurse. Diese arbeiten meist mit einer Sprache der Gewalt, sind im Kern ohne Liebe und dem Tode zugewandt. Jürgen Eisenacher entwirft eine Alternative, die eher lauten könnte: „Liebt Eure Monster“.

Jürgen Eisenacher (*1964) hat an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main Kunstgeschichte und Klassische Archäologie und später an der Gerrit Rietveld Akademie Amsterdam Malerei studiert. Die Ausstellung zeigt bis zum 22. Oktober 2017 neue Malerei, Zeichnungen und erstmals Skulpturen des Künstlers. „apokalypsie Nö“ wird am 2. September um 17 Uhr mit einer Einführung von Susanne Burmester eröffnet und ist täglich von 11 bis 17 Uhr zusehen.

Einzelausstellungen (Auswahl): 2016 Open Studios, Ateliers Borgerstraat, Rotterdam [NL] (mit Maarten Jansen), 2014 Menschen Tiere Sensationen, Galerie Strümpfe, Mannheim, 2012 Tabu, Susanne Burmester Galerie, Bergen auf Rügen, Malerei & Zeichnung, Susanne Burmester Galerie Berlin (mit Ulrike Mundt), 2011 Paradise Now, Staatsgalerie Prenzlauer Berg, Berlin, Malerei & Zeichnung, Galerie Gilla Lörcher, Berlin, 2010 Gespenster, Susanne Burmester Galerie, Bergen auf Rügen.

Bildtitel/Credits: Jürgen Eisenacher, Father and Son, 2017, Ölkreide auf Papier, 86 x 61 cm, VG Bild-Kunst, Bonn 2017, courtesy Susanne Burmester Galerie