Mehr als 200 Feinschmecker auf der Insel Rügen zu Gast

Insel Rügen – Mehr als 200 Gäste aus ganz Deutschland und den Niederlanden sind noch bis Sonntag im Ostseebad Binz zur 93. Grand Chapitre D´Allemagne zu Gast. Die internationale Vereinigung Chaîne des Rôtisseurs widmet sich der Förderung der Koch- und Tafelkultur und ist in rund 100 Ländern der Welt vertreten. In Deutschland hat sie rund 2.500 Mitglieder.

„Mit acht Sterne-Restaurants und einer vielseitigen Spitzen-Gastronomie hat sich Mecklenburg-Vorpommern unter Gourmets einen guten Ruf erarbeitet. Mit dem Besuch der Mitglieder der Chaîne des Rôtisseurs wird vor allem die Verwendung regionaler Spezialitäten wie Fisch, Wild und Sanddorn gewürdigt. Neben den kulinarischen Genüssen haben die Feinschmecker die Gelegenheit, die Insel Rügen zu erkunden. Für uns ist das die Möglichkeit, einmal für die touristischen Schönheiten Vorpommern zu werben und auf die heimischen Köstlichkeiten aufmerksam zu machen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In der ersten Jahreshälfte 2018 erfasste das Statistische Amt auf der Insel Rügen knapp 521.000 Ankünfte und mehr als 2,2 Millionen Übernachtungen. Im Ostseebad Binz gab es im gleichen Zeitraum knapp 163.000 Ankünfte und knapp 718.000 Übernachtungen. Der Ortsteil Prora der Gemeinde Binz hatte jüngst den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ von Wirtschaftsminister Glawe erhalten. Auf Rügen insgesamt wurde in den vergangenen fünf Jahren mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums in die touristische Infrastruktur investiert – beispielsweise in die Errichtung des barrierefreien Strandes in Altefähr, die Verlängerung sowie den Ausbau der Strandpromenade Juliusruh, in den Wasserwanderrastplatz mit zwei Fahrgastschiffsanlegern in Baabe, in den Wasserwanderrastplatz Sellin einschließlich Ausbaggerung der Fahrrinne, in den Wasserwanderrastplatz Glewitzer Fähre, in die grundlegende Erneuerung und Erweiterung des Stadthafens in Sassnitz oder in die Verlängerung der Strandpromenade von Prora nach Binz.

„Die Insel Rügen wartet mit einer Vielzahl attraktiver Möglichkeiten für die Urlauber auf. Neben dem reinen Strandvergnügen gibt es zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und sportliche Aktivitäten. Entscheidend ist, dass ausreichend Angebote auch außerhalb der typischen Saisonzeiten vorhanden sind, denn ein Besuch der Insel lohnt sich das ganze Jahr“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Glawe.

Die Chaîne des Rôtisseurs ist eine Gastronomie-Vereinigung mit mehr als 25.000 Mitgliedern in über 80 Ländern. Ihr Ziel sind Förderung und Erhalt gehobener Kochkunst und Aufrechthaltung gastronomischer Werte und gepflegter Tischsitten. Die Geschichte der Vereinigung begann im Jahre 1248, als König Ludwig der Neunte die Genehmigung zur Gründung der Zunft der „Gänsebrater“ (Rôtisseurs) gab.

Diese Zunft bekam 1610 die königliche Anerkennung durch die Überreichung des Berufswappens der Rôtisseure, wurde jedoch 1789 während der französischen Revolution, wie alle anderen Zünfte auch, aufgelöst. 1950 kam es zur Neugründung der Vereinigung, die sich Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs nennt. Die Chaîne veranstaltet jedes Jahr nationale und internationale Meisterschaften für Jungköche bis 27 Jahre und Sommeliers. Mit der Teilnahme an der Weltmeisterschaft werden die Jungköche in die Confrérie aufgenommen.

Schülerzeitung „Gingster Welle“ beim Bundeswettbewerb ausgezeichnet

Ministerin Hesse: Junge Redakteure sorgen für spannenden Lesestoff

Insel Rügen – Bildungsministerin Birgit Hesse hat den jungen Redakteurinnen und Redakteuren der Schülerzeitung „Gingster Welle“ zum Bundespreis im Schülerzeitungswettbewerb gratuliert. Die Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schule mit Grundschule Gingst haben in der Kategorie „Realschulen“ den dritten Platz erreicht. Zusammen mit den anderen Gewinnerinnen und Gewinnern ist das Redaktionsteam von der Insel Rügen heute im Bundesrat in Berlin ausgezeichnet worden. Das Preisgeld beträgt 250 Euro.

„Zweimal im Schulhalbjahr sorgen die jungen Redakteurinnen und Redakteure aus Gingst für spannenden Lesestoff. Heute standen die Zeitungsmacherinnen und Zeitungsmacher einmal selbst im Mittelpunkt der Geschichte“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Sich im bundesweiten Wettbewerb durchzusetzen, ist eine ausgezeichnete Leistung. Dies spricht für den engagierten Reportereinsatz und die Schülerzeitung selbst. Die Arbeit an jeder neuen Ausgabe ist Medienbildung im besten Sinne: Die Schülerinnen und Schüler müssen sich nicht nur mit Themen auseinandersetzen, sondern auch mit Meinungs- und Pressefreiheit, Urheber- und Bildrechten, journalistischen Darstellungsformen, Fake News und vertrauenswürdigen Quellen. Ganz nebenbei zeigt die Arbeitsgemeinschaft Schülerzeitung, was eine Ganztagsschule möglich macht“, lobte Hesse.

Zum 15. Mal hat die Jugendpresse Deutschland gemeinsam mit den Ländern die bundesweit besten Schülerzeitungen prämiert. Ausgezeichnet wurden 29 Schülerzeitungen. Eine Jury hatte sie aus 1.900 Einsendungen ausgewählt. Der Schülerzeitungswettbewerb „Kein Blatt vorm Mund“ wird von der Kultusministerkonferenz empfohlen.

Straßenersatzverkehr: Zusätzliche Züge während Bauarbeiten auf Rügen

Insel Rügen – Der „Rasende Roland“ fährt an den Abenden vom 10. bis 14. September einmal zusätzlich zwischen Göhren und Binz hin und zurück. Außerdem dürfen Reisende mit Tickets der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) in diesem Zeitraum abends zwischen Serams, Binz und Göhren zwei Fahrten der Schmalspurbahn nutzen, für die üblicherweise ein separater Fahrschein erforderlich ist.

Grund: In diesem Zeitraum wird von jeweils 20 bis 4 Uhr die Bundesstraße 196 zwischen Göhren und Serams abschnittsweise gesperrt, um den Asphalt zu konservieren. Dies führt dazu, dass auch die Busse der vom Landkreis beauftragten VVR auf dieser Strecke in diesem Zeitraum nicht fahren können.

„Wir haben entschieden, an dieser Stelle mit Zügen auszuhelfen – Straßenersatzverkehr auf der Schiene als Äquivalent zum geläufigeren Schienenersatzverkehr auf der Straße“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel und fügt hinzu: „Damit kommt die Landesregierung dem Wunsch von Bürgern nach, die diesen an den Dampfzugbetreiber Rügener Bäderbahn herangetragen hatten.“ Kurzfristig stellt das Land dafür 2.500 Euro bereit.

Christian Pegel hofft, dass nicht nur die Bus-Fahrgäste dieses Angebot nutzen. „Das ist eine Gelegenheit auch für Autofahrer, die die B 196 wegen der Bauarbeiten nachts nicht nutzen können, einmal den Nahverkehr zu testen. Einheimische wie Urlauber könnten zum Beispiel ihr Auto an einem der Bahnhöfe stehen lassen und mit den Öffentlichen an ihr Ziel fahren.“

Land unterstützt Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora

Insel Rügen – Ein guter Tag für Prora: Nur wenige Stunden nach der Ernennung zum staatlich anerkannten Erholungsort überbrachte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann die nächste gute Nachricht. Das Land beteiligt sich mit 3,4 Millionen Euro am Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums im Block V des Gebäudekomplexes in Prora.

„Prora ist ein Ort mit einer besonderen Geschichte. Als Anlage für den ideologisch geprägten Massentourismus in NS-Staat entwickelt, diente die Anlage zu DDR-Zeiten vor allem militärischen Zwecken. Es ist wichtig, die Geschichte dieses Ortes an jüngere Generationen weiterzugeben. Dieser Ort zeigt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir in einem freien und demokratischen Land leben“, sagte Dahlemann, der bei seinem Besuch vom Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Steffen Freiberg begleitet wurde.

„Ich bin sehr dankbar, dass zwei Vereine seit vielen Jahren an die Geschichte dieses Ortes von der NS-Zeit über die DDR bis hin in die jüngste Gegenwart erinnern. Und es ist eine hervorragende Idee, dass diese beiden Vereine sich zusammengeschlossen haben, um hier eine Bildungs- und Begegnungsstätte zu errichten. Der Block V, in dem sich bereits eine Jugendherberge befindet, ist der ideale Ort dafür“, sagte Dahlemann weiter.

„Es ist den Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern mit parteiübergreifenden Einsatz gelungen, dass sich der Bund mit 3,4 Millionen Euro an der dafür notwendigen Sanierung des Blocks beteiligt. Ich freue mich, dass ich heute sagen kann: Auch das Land ist dabei. Wir werden das Vorhaben kofinanzieren“, so Dahlemann.

„Prora ist das größte Projekt der Landesregierung im Bereich der Gedenkstättenförderung in dieser Wahlperiode“, sagte Bildungsstaatssekretär Steffen Freiberg. „Wir freuen uns sehr, dass sich der Bund mit einer Fördersumme von 3,4 Millionen Euro an diesem Projekt beteiligen wird. Das Land wird Fördermittel in gleicher Höhe bereitstellen. Derzeit lassen wir eine Betriebsstudie erarbeiten, die im Herbst vorliegen soll. Die Lichter für das Projekt stehen auf grün, wenn alle Beteiligten mitmachen“, betonte Staatssekretär Freiberg.

Auszeichnung „Staatlich anerkannter Erholungsort“ an Prora übergeben

Insel Rügen – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Freitag der Gemeinde Ostseebad Binz (Landkreis Vorpommern-Rügen) für den Ortsteil Prora den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen. „Prora überzeugt Urlauber und Anwohner mit einem großen Freizeit- und Erholungswert. Neben einem vielfältigen Beherbergungs- und Gastronomieangebot punktet der Ortsteil mit dem großzügigen Ostseestrand, ausgedehnten Grün- und Waldflächen, dem Baumwipfelpfad sowie einem Seilgarten für sportliche Besucher. Das gute Niveau der touristischen Infrastruktur gilt es auszubauen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Zukünftig ist geplant, die Gemeinde Ostseebad Binz mit dem Ortsteil Prora durch eine gemeinsame Marketingstrategie als „Binzer Bucht“ zu erschließen und miteinander zu verbinden. Bereits heute ermöglicht der für Kurkarteninhaber kostenfrei nutzbare Ortsbus eine Anbindung Proras mit dem Binzer Ortszentrum und dessen touristischen Angeboten. „Die enge Vernetzung der touristischen Dienstleister vor Ort ist wichtig für eine hohe Zufriedenheit der Gäste. Ineinandergreifende und miteinander verbundene Angebote sind für Urlauber ein echter Mehrwert. Diese Bemühungen werden wir weiter unterstützen“, sagte Glawe.

Im Seebad Binz gab es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 knapp 123.000 Ankünfte und knapp 522.000 Übernachtungen. Im Jahr 2017 waren es insgesamt knapp 403.000 Ankünfte und rund 1,8 Millionen Übernachtungen. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden im Jahr 2016 72,7 Prozent aller Übernachtungen (30,3 Millionen) in den Kur- und Erholungsorten Mecklenburg-Vorpommerns gezählt. „Anerkannte Kur- und Erholungsorte in Mecklenburg-Vorpommern werden von unseren Gästen als touristische Zentren mit hochwertiger Infrastruktur wahrgenommen. Das wirkt sich auch bei den Buchungszahlen aus“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern haben bisher 65 Städte und Gemeinden eine staatliche Anerkennung nach dem Kurortgesetz erhalten. Davon wurden sieben als Seeheilbad, zwei als Heilbad, vier als Luftkurort, zwei als Kneipp-Kurorte, 24 als Seebad und 26 als Erholungsort prädikatisiert. Erholungsorte sind typischerweise Ferienorte, die sich mit ihrer Infrastruktur vorrangig auf den Aufgabenbereich „Urlaub, Freizeit und Erholung“ spezialisiert haben. Des Weiteren sollte der Tourismus prägend für den Ort bzw. die Ortsteile sein.

Minister: Die Heringsfischerei in MV darf nicht sterben!

Insel Rügen – „Ich appelliere an die Bundesregierung, sich in Brüssel für die Erhaltung der Heringsfischerei in Mecklenburg-Vorpommern einzusetzen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, am Mittwoch (1. August) nach einem Besuch der Euro Baltic Fischverarbeitungs GmbH in Sassnitz. „Es muss uns gelingen, die geplanten tiefen Einschnitte in die Heringsfischerei zu verhindern.“

Fischer und Fischverarbeitung befürchten, dass ihnen infolge des Brexit künftig der Zugang in die britischen Nordseegewässer verwehrt wird. Gleichzeitig hat der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) der EU empfohlen, für die westliche Ostsee 2019 ein totales Heringfangverbot festzulegen. Das würde das Aus für die gesamte Heringsfischerei in Mecklenburg-Vorpommern bedeuten.

„Der Zugang zu den britischen Gewässern muss erhalten bleiben“, sagte der Minister. Davon hänge der Bestand der Hochseefischerei und der Fischverarbeitung in Mecklenburg-Vorpommern ab. So verarbeitet die Euro Baltic Fischverarbeitungs GmbH in Sassnitz jährlich etwa 40.000 Tonnen Nordseehering, der zumeist aus britischen Gewässern stammt, und bis zu 10.000 Tonnen Ostseehering. Damit hängt der Fortbestand des Werkes mit seinen 230 Beschäftigten von einer Lösung für die Heringsfischerei in MV ab. Auch die Schwarmfisch-Trawler, die ihren Heimathafen in Rostock haben und in der Nordsee fischen, beschäftigen 180 Seeleute aus Mecklenburg-Vorpommern.

Bezüglich der Heringsfangquote in der Ostsee habe er zwar erste Signale aus Brüssel, dass es im kommenden Jahr kein totales Fangverbot geben werde, aber selbst eine weitere Verringerung der Fangquote sei existenzbedrohend für viele der 250 verbliebenen Haupterwerbsfischer des Landes. Denn bereits 2018 hatten die Fischer eine Reduzierung der Heringsquote um 39 Prozent hinnehmen müssen, obwohl sie an der Verringerung des Heringsbestandes nicht schuld sind.

„Es müssen Lösungen gefunden werden, die sowohl den Bestand des Herings sichern als auch den Fischern eine Zukunft bieten“, so Backhaus. Das erfordere auch eine finanzielle Unterstützung des Bundes zum Ausgleich der Schäden beispielsweise durch Robben und Kormorane. Aber vor allem müsse die europäische Förderung der Fischerei überdacht werden, so dass die Fischer Rechtssicherheit für eine Zukunft ihres handwerklichen Gewerbes erhalten. Aber die Fischer müssten sich auch zusätzliche Einnahmequellen erschließen.

Nach der Stippvisite in Sassnitz folgte der Minister einer Einladung des Landesverbandes der Kutter- und Küstenfischer Mecklenburg-Vorpommern an den Fischereihafen Tarnewitz (Boltenhagen), wo insbesondere über die Auswirkungen der ICES-Empfehlung debattiert wurde. Ebenso kamen die Zukunft der Fischerei im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, das Kegelrobbenmanagement und die vorgesehene Änderung der EU-Kontrollverordnung zur Sprache. Im letzten Punkt teilt Minister Backhaus die Auffassung des Fischereiverbandes, dass die Regelungen im Entwurf der neuen Kontrollverordnung überzogen seien. Er habe dies bei der Anhörung des Bundes Ende Juni 2018 bereits deutlich gemacht.

Zuwegung zum Hafen Lohme offiziell freigegeben

Insel Rügen – Mit einer symbolischen Übergabe ist die fertiggestellte Zuwegung zum Hafen in Lohme auf der Insel Rügen offiziell freigegeben worden. „Mit dem Bau der Straße gibt es nun eine direkte Verbindung vom Ortskern zum Hafen, die auch von Autos befahren werden kann. Das ist ein Vorteil für alle – Gäste können nun bequemer einen Spaziergang zum Hafen unternehmen, Rettungsfahrzeuge kommen bei Bedarf schneller zum Ziel und die Bewirtschafter des Hafen könne die Versorgung leichter realisieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Der Hafen von Lohme ist im Jahr 1906 errichtet worden. Mitte 1997 sowie in den Jahren 2003 und 2004 erfolgte der Ausbau des Hafens zu einem Seglerhafen mit mehr als 50 Liegeplätzen. Bedingt durch die Lage des Hafens (unmittelbar unterhalb des etwa 40 Meter hohen Kliffs, auf dem sich der Ort Lohme befindet) bestand bislang keine Möglichkeit, den Hafen von der Landseite aus mit Fahrzeugen zu erreichen. Abhilfe bietet jetzt der Weg vom Ende der Hafenstraße bis an die Promenade. „Der Hafen von Lohme ist ein Schmuckstück und bei Wassersportlern sowie Ausflüglern sehr beliebt. Mit der neuen Zuwegung ist sinnvoll in die touristische Infrastruktur der Region investiert worden. So wird Lohme für Gäste und Einheimische als Ausflugsziel noch attraktiver“, sagte Glawe.

Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es in Lohme von Januar bis Mai 2018 insgesamt knapp 19.000 Übernachtungen (+5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 7.100 Ankünfte (+7,3 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum mehr als 2,4 Millionen Ankünfte (+3,1 Prozent) und über 8,8 Millionen Übernachtungen (+3,7 Prozent).

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt knapp zwei Millionen Euro. Das Land unterstützt die Maßnahme aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro.

Boddenparty und Wittower Testival in Dranske

Insel Rügen – Vom 26. – 29. Juli 2018 feiert die Gemeinde Dranske ihre legendäre Boddenparty mit dem Wittower Testival der Wassersportschule Rügen Piraten. Für Unterhaltung und Partystimmung sorgen diverse live Konzerte auf vier verschiedenen Bühnen, DJs und Schausteller. Publikumsmagnet und feierlicher Höhepunkt des Samstags sind der beleuchtete Bootskorso „Bodden im Licht“ und das traditionelle Feuerwerk.

Auf vier verschiedenen Bühnen bietet die Boddenparty dieses Jahr ein abwechslungsreiches und vielseitiges musikalisches Programm. Im Zelt, auf der Showbühne, vor der Rügen Piraten Wassersportschule und neu auch auf der Seebrücke spielen Bands wie, Rockpiraten, Querbeet, Who Cares, Wir Kleben, Urgestein, Heike & Vlady sowie Berluc und Schlagerstar Regina Thoss.

Von Donnerstag bis Sonntag bieten sich den Besuchern auf dem ganzen Gelände der Boddenparty ein großer Schaustellerpark und vielseitiges Markttreiben an. Für die Kinder gibt es verschiedene Kinderspass-Aktionen. Am Samstagabend zaubert der beleuchtete Bootskorso „Bodden im Licht“ eine schöne, magische Atmosphäre auf den Bodden. Als Höhepunkt wird danach das spektakuläre Feuerwerk gezündet. Für Partystimmung bis in die späten Stunden sorgen die DJs „Mallo“, „Seimen Fresh“ und „Dust_Push.“

Windsurfer, Kiter und Stand Up Paddler kommen bei der Boddenparty auch voll auf ihre Kosten. Die Wassersportschule Rügen Piraten hat das aktuellste Material angesagter Firmen im Kite- und Windsurfbereich für die Besucher vor Ort, welches von geübten Wassersportlern getestet werden kann. In speziell vergünstigten SUP Einsteigerkursen können Klein und Groß das Stand Up Paddling erlernen. Außerdem stehen Kite-Wettkämpfe wie Boardercross- oder Freestylecontest auf dem Programm.

Für Kinder und Jugendliche findet bei den Rügen Piraten am Samstag um 14 Uhr die Beach-Olympiade statt: kleine Wettkämpfe in witzigen Geschicklichkeitsdisziplinen rund um Strand und Wasser. Außerdem organisieren die Rügen Piraten einen Beach-Cleanup in Zusammenarbeit mit Sea Shepherd. Speziell die Kinder und Jugendlichen werden dazu eingeladen, sich bei dieser tollen Strandsäuberungsaktion am Bodden zu beteiligen. Die Rügen Piraten verschenken als Dankeschön tolle Geschenke aus dem Rügen Piraten Laden.

Schwesig und Pegel starten Breitbandausbau auf Hiddensee

Insel Hiddensee – Am 16.07.2018 nahmen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel in Vitte den ersten Spatenstich für den Bau des Breitbandnetzes auf der Insel Hiddensee und der Halbinsel Mönchgut vor. Zusätzlich übergab die Ministerpräsidentin die Zuwendungsbescheide für die Maßnahme auf Hiddensee sowie für den Breitbandausbau in zwei weiteren Projektgebieten auf der Insel Rügen an Axel Rödiger, Geschäftsführer des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR).

„Der Breitbandausbau in Mecklenburg-Vorpommern nimmt Fahrt auf“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erfreut. „Es ist wichtig, auch die ländlichen Regionen gut auszustatten. Wir brauchen schnelles Internet überall im Land.“

Für insgesamt sieben Millionen Euro sollen auf der Insel Hiddensee und der Halbinsel Mönchgut etwa 1.500 Haushalte an das schnelle Internet angeschlossen werden. „Davon profitiert die einheimische Bevölkerung – und davon profitieren natürlich auch die Urlaubsgäste. Die zugesagte Bundesförderung in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro wird flankiert durch Fördermittel des Landes in Höhe von ca. 2,5 Millionen Euro“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. Der Eigenanteil des ZWAR für die Maßnahme beträgt rund 1,3 Millionen Euro und wird aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds bereitgestellt.

Die beiden weiteren Zuwendungsbescheide dienen dem Ausbau der digitalen Infrastruktur unter anderem in Putgarten, Schaprode, Bergen und Putbus sowie den Amtsgebieten West-Rügen und Nord-Rügen. Insgesamt stellt der Bund für den Ausbau des schnellen Internets in diesen beiden Projektgebieten ca. 15,7 Millionen Euro bereit. Das Land unterstützt die Maßnahmen mit Fördermitteln in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro. Der Eigenanteil des ZWAR für beide Maßnahmen liegt bei etwa drei Millionen Euro und kann aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds gedeckt werden. Vom Breitbandausbau in den beiden Projektgebieten profitieren insgesamt gut 3.450 Haushalte.

Auf der Insel Hiddensee – und auf der gesamten Insel Rügen setzt man auf das sogenannte Betreibermodell. Das bedeutet, dass der ZWAR den Ausbau der digitalen Infrastruktur für die Kommunen übernimmt. Das fertiggestellte Netzsegment bleibt dann im Besitz des ZWAR und somit der Kommunen und wird anschließend an einen privaten Telekommunikationsanbieter verpachtet. „So stellen die Kommunen sicher, dass Glasfaserverbindungen flächendeckend und in ihrem Sinne auf der Insel verlegt werden und jederzeit nachgerüstet werden können“, erklärte Infrastrukturminister Christian Pegel.

Mit dem heutigen Baustart befinden sich landesweit 15 Breitbandprojektgebiete im Bau. Elf davon liegen im Landkreis Vorpommern-Rügen, drei im Landkreis Ludwigslust-Parchim und eins im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Die Gebiete werden mit der modernen Glasfasertechnologie ausgebaut. Von den verbleibenden 78 Projektgebieten, die sich im Auswahlverfahren befinden, stehen 14 im Landkreis Nordwestmecklenburg kurz vor dem Abschluss. Die Vertragsunterlagen liegen bereits zur Prüfung beim Bund. Christian Pegel fasste das Anliegen der Landesregierung noch einmal zusammen: „Unser Ziel ist es, in unserem gesamten Bundesland den Zugang zu schnellem Internet zu ermöglichen – bis hin zu den Gebieten, die nur auf dem Wasserweg erreichbar sind.“

Minister Pegel tauft auf Rügen Kleinbahn „Felicitas“

Insel Rügen – Infrastrukturminister Christian Pegel hat am 16.07.2018 mit Roger Pieniak, Geschäftsführer der Jagdschlossexpress und Ausflugsfahrten GmbH, die rote Elektrokleinbahn „Felicitas“ getauft. Die Bahn wird künftig ab Binz mit Haltepunkten bei den Störtebeker-Festspielen Ralswiek, in Prora und in Sellin eingesetzt.

Sie bietet Platz für 84 Passagiere, darunter drei Stellplätze für Rollstuhlfahrer. Die Lok wurde im Vergleich zur Vorgängerbahn verstärkt, so dass sie künftig Berge mit Steigungen von bis zu 24 Prozent bewältigen kann – bisher war dies nur bis zu 18 Prozent möglich. Mit einer Ladung kann sie eine Wegstrecke von 200 Kilometern zurücklegen. Damit kann „Felicitas“ bei normalem Einsatz zwei Tage ohne Nachladen fahren.

„Der Jagdschlossexpress setzt mit seinem bewussten Einsatz von Elektromobilen einen neuen Standard für das Naturland Mecklenburg-Vorpommern, mit dem der Osten der Insel Rügen besonders klima- und umweltfreundlich erkundet werden kann“, lobte Energieminister Pegel. „Ich wünsche allzeit gute Fahrt!“

Sassnitzer Ortsteile an schnelles Internet angeschlossen

Insel Rügen – Digitalisierungsminister Christian Pegel hat heute (16.07.2018) in Sassnitz mit Axel Rödiger, Geschäftsführer des Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR), und Rolf Hoffmann, Geschäftsführer der Kabel + Satellit Bergen Kommunikationstechnik GmbH (Kabel + Sat Bergen), sowie Tim Brauckmüller, Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes, das landesweit erste digitale Hochgeschwindigkeitsnetzsegment in Betrieb genommen, das aus Fördermitteln des Bundes und des Landes finanziert wurde.

Das heute freigeschaltete Netzsegment versorgt rund 110 Haushalte in den Sassnitzer Ortsteilen Alt Mukran, Neu Mukran, Wostevitz und Dubnitz mit schnellem Internet. Es ist Teil des Projektgebietes ZWAR 1_1, hinter dem sich der Breitbandausbau in Altefähr, Rambin, Sagard, Sassnitz, Lohme, Ralswiek, Buschvitz, Bergen, Glowe und auf der Insel Ummanz verbirgt. Das Projektgebiet ist in sieben Netzsegmente unterteilt.

„Mit insgesamt 5,3 Millionen Euro sollen bis Ende 2018 rund 1.700 Haushalte im Projektgebiet an das schnelle Internet angeschlossen werden. Dafür stellt der Bund 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt mit weiteren rund 1,4 Millionen Euro“, sagte Minister Pegel. Um die übrigen 1,1 Millionen Euro Eigenanteil zu stemmen, kann der ZWAR auf den Kommunalen Aufbaufonds zugreifen.

„Die notwendige Infrastruktur für das erste Netzsegment im Projektgebiet hat der ZWAR im Auftrag der Kommune erfolgreich angelegt. Jetzt wird das Netz an ein privates Telekommunikationsunternehmen verpachtet, das für den Datenverkehr sorgt“, beschreibt Digitalisierungsminister Christian Pegel das sogenannte Betreibermodell, das beim Ausbau des schnellen Internets auf der Insel Rügen angewandt wird. Mithilfe des Betreibermodells soll sichergestellt werden, dass Glasfaserverbindungen flächendeckend auf der Insel verlegt und jederzeit nachgerüstet werden können. Den Betrieb des Netzsegments Mukran übernimmt künftig die auf Rügen ansässige Kabel + Sat Bergen.

Mit heutigem Stand erfolgen die Arbeiten zum Breitbandausbau in 15 Projektgebieten landesweit. Dabei sollen Tiefbauarbeiten auf einer Länge von rund 1.900 Kilometern durchgeführt werden, bei denen gut 7.700 Kilometer Glasfaser verlegt werden. “Nach den zeitintensiven Antrags- und Ausschreibungsverfahren kommt der Breitbandausbau in Mecklenburg-Vorpommern jetzt auf Touren“, kommentierte Pegel die Bestandsaufnahme. Und er ist überzeugt: In den kommenden Monaten werden die Zahlen exponentiell steigen.

Der Digitalisierungsminister lobte den Einsatz der zukunftsfähigen Glasfasertechnologie in sämtlichen Projektgebieten, die zurzeit landesweit im Bau sind. Auch für die verbleibenden 78 Projektgebiete in Mecklenburg-Vorpommern hofft er mindestens auf XTTB – also Glasfaser bis ans Gebäude bzw. an die Grundstücksgrenze: „Wir sind uns mit den Landkreisen einig, dass das Ziel überall Glasfaser heißt. Damit erreichen wir nicht nur das Bundesziel von 50 Megabit pro Sekunde locker, sondern können nach oben beinahe ohne Obergrenze bis in den Terrabit-Bereich hinein Anschlüsse im Land sicherstellen.“ Die Ausschreibungen müssten zwar aus wettbewerbsrechtlichen Gründen des EU-Rechts technologieneutral erfolgen und dürften nicht auf Glasfaser beschränkt werden. Das Land habe den Kreisen aber frühzeitig verschiedene Hilfen an die Hand gegeben, um mit größerer Wahrscheinlichkeit auf einen zukunftsfähigen Glasfaserausbau zuzusteuern. „Ich freue mich, dass es bislang bei allen Ausschreibungen funktioniert hat“, zeigte sich der Minister erfreut über die bisherigen Ergebnisse.

Außerdem habe der Bund seine Bereitschaft signalisiert, im Falle nicht ausreichender Mittel für den flächendeckenden Glasfasereinsatz Fördermittel nachzubewilligen. „Von Landesseite aus würden wir in diesen Fällen ebenfalls nachbewilligen“, erklärte der Minister und sagte weiter: „Ich hoffe, dass die Landkreise dies im Rahmen ihrer Auswahlverfahren berücksichtigen.“

Um deutschlandweit eine flächendeckende Breitbandabdeckung mit Datenraten von mindestens 50 Mbit/s zu erreichen, stellt der Bund in mehreren Etappen mehr als zwei Milliarden Euro Fördermittel bereit. Die Förderung des Bundes beträgt bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten eines Ausbauprojekts. Um den verbleibenden kommunalen Eigenanteil zu verringern, stellt das Land Mecklenburg-Vorpommern ergänzend eine Kofinanzierung zum Breitbandausbau bereit. Der Eigenanteil der Landkreise beträgt zehn Prozent. Dieser wird aus dem Kommunalen Aufbaufonds finanziert und belastet deshalb nicht die einzelnen Kommunen. Das Land finanziert diese Ausgaben des Kommunalen Aufbaufonds aus der Haushaltsrücklage des Landes vor.

Sämtliche 93 Projektgebiete, mit denen Mecklenburg-Vorpommern nahezu flächendeckend für den Breitbandausbau überplant worden ist, erhielten den Zuschlag vom Bund. Damit konnten rund 832 Millionen Euro Bundesmittel nach M-V geholt werden. Das Land wird aus der Haushaltsrücklage eine knappe halbe Milliarde Euro als Kofinanzierung des Landes sowie für den kommunalen Eigenanteil beitragen. Damit stehen insgesamt ca. 1,3 Milliarden Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung.