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Tag: 30. April 2026

Drese: Neues Filmprojekt zeigt Wege in den inklusiven Arbeitsmarkt

Schwerin – In Schwerin feierte heute ein besonderer Film im Beisein von Sozialministerin Stefanie Drese seine Vorpremiere. Unter dem Titel „Ein Tag im Leben – Alltag und doch nicht alltäglich“ erfuhren Gäste im Schweriner Capitol, wie sechs Menschen mit psychischen oder geistigen Beeinträchtigungen ihren Alltag erleben und auf individuelle Weise den Weg auf den Arbeitsmarkt geschafft haben.

Ministerin Drese lobte das Filmprojekt heute als wichtigen Beitrag zur Inklusion und betonte: „Aus der Perspektive der Protagonisten erleben wir eindrucksvoll, wie viel Potential aber auch Engagement in der beruflichen Inklusion stecken. Der Film macht zudem deutlich, dass gerade die Teilhabe am Arbeitsleben kein abstraktes, weitentferntes Ziel ist, sondern gut gelingen kann – sofern die Rahmenbedingungen stimmen“, so die Ministerin weiter. So begleitet der Kurzfilm Menschen etwa bei der Arbeit in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, zu Hause, an Außenarbeitsplätzen sowie beim Übergang auf den sogenannten ersten Arbeitsmarkt.

„Bezogen auf den Arbeitsmarkt gilt: Es gibt noch viele Menschen, die den Sprung auf einen Außenarbeitsplatz oder sogar auf dem ersten Arbeitsmarkt schaffen können. Wir benötigen dazu aber auch die Bereitschaft der Arbeitgeber und Unternehmen, Menschen mit Beeinträchtigungen eine echte Chance zu geben“, betonte Drese in der Podiumsdiskussion, die sich an die Filmpremiere anschloss.

„Noch immer bestehen unbegründete Vorbehalte und Barrieren, vor allem im Kopf. Dabei machen auch die Beispiele im Film deutlich, dass Inklusion für alle Seiten ein Gewinn sein kann“, erklärte sie. „Ganz wichtig ist es deshalb aus meiner Sicht, dass wir Unternehmen Sorgen und Ängste nehmen. Dass wir sie begleiten und fördern bei der oftmals gar nicht so schwierigen Ausstattung von inklusiven Arbeitsplätzen, sie beraten und nicht zuletzt in Zeiten des Fachkräftemangels auch zur Inklusion ermutigen“, so Drese weiter.

Die Ministerin nahm dabei Bezug auf das Landesprogramm „Inklusive Ausbildung und Arbeit“, das insgesamt Mittel in Höhe von 11 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe umfasst und Unternehmen auch mit finanziellen Anreizen hierbei unterstützt. „Außerdem haben wir mit den vier Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber, kurz EAAs, einen neuen Lotsendienst geschaffen. Bei allen Fragen rund um die Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung stehen dort Ansprechpartner bereit, die nicht nur beraten, sondern auch bei der Antragstellung für die passenden Fördermittel unter die Arme greifen“, hob die Ministerin hervor.

Drese: „Trotzdem braucht es manchmal praxisnahe, bildliche Beispiele die uns vor Augen führen, was genau es eigentlich heißt, ein inklusives Arbeitsumfeld zu gestalten. Dem Team der Vielfalter gGmbH, die das Filmprojekt gemeinsam mit TV Schwerin umgesetzt haben, gilt dafür mein großer Dank. Danke, dass Sie auch andere motivieren indem Sie zeigen: Ein gemeinsames Miteinander kann so einfach sein, wenn Beeinträchtigungen als Stärke und nicht als Hindernis für eine Beschäftigung wahrgenommen werden“.