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Tag: 23. Mai 2026

Mehr Schwimmförderung für Kinder in MV

Oldenburg: Sicher schwimmen zu können, ist für alle überlebenswichtig

Schwerin – „Jedes Kind hat in Mecklenburg-Vorpommern Schwimmunterricht, denn sicher schwimmen zu können, ist für alle überlebenswichtig – besonders in einem so gewässerreichen Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern“, betont Bildungsministerin Simone Oldenburg zu Beginn der Badewassersaison. „Auch in diesem Schuljahr wird an allen Grundschulen der Schwimmunterricht durchgeführt. Während die Intensivkurse in den Schwimmhallen des Landes bereits abgeschlossen sind und sich die wöchentlichen Kurse in der finalen Phase befinden, beginnt mit dem Start der Badewassersaison der Schwimmunterricht unter Freiwasserbedingungen.“

Damit alle Kinder in Mecklenburg-Vorpommern die Grundschule als sichere Schwimmerin oder sicherer Schwimmer verlässt, sei verlässlicher Schwimmunterricht mit gut ausgebildeten Lehrkräften notwendig. Dafür bietet das Land weiterhin regelmäßig die Ausbildung „Schwimmmethodik für Lehrkräfte“ an. Im Schuljahr 2025/2026 konnten 40 Lehrkräfte ausgebildet werden. Der nächste Lehrgang ist für den Oktober 2026 geplant und bereits jetzt stark nachgefragt. „Das zeigt, wie groß das Engagement in unserem Land ist“, so die Ministerin.

Mit dem Projekt „Schwimmstarter-Kitas“ werden auch schon die Jüngsten im Kindergartenalter an das Wasser gewöhnt. Simone Oldenburg: „In den Jahren 2026 und 2027 hat das Land die jährliche Förderung für Kindertageseinrichtungen von bislang 15.000 Euro auf 30.000 Euro erhöht. Dadurch können wir doppelt so viele Kindertageseinrichtungen in das Projekt einbeziehen.“

Ab sofort stellt das Bildungsministerium in Kooperation mit der Stiftung „Deutschland Schwimmt“ den Kindertageseinrichtungen die Schwimmfibel „Das Wasser und ich!“ zur Verfügung. Diese richtet sich in erster Linie an Eltern und bietet zugleich wertvolle Unterstützung für pädagogische Fachkräfte, die in ihren Einrichtungen Wassergewöhnungskurse durchführen oder entsprechende Angebote planen. Die in der Schwimmfibel enthaltenen Übungen können in der Kindertageseinrichtung, aber auch zu Hause oder im Schwimmbad durchgeführt werden. Die Schwimmfibel ist auf dem Bildungsserver abrufbar.

Rahmenplan des neuen Krankenhausplans in Kraft gesetzt

Schwerin – Mit der Krankenhausreform auf Bundesebene wird die Krankenhausplanung künftig auf sogenannte Leistungsgruppen umgestellt. Mecklenburg-Vorpommern schafft dafür jetzt mit der Inkraftsetzung des Rahmenplans des neuen Krankenhausplans eine entscheidende Grundlage, teilte Gesundheitsministerin Stefanie Drese in Schwerin mit.

„Mit dem Rahmenplan verfügen wir über eine moderne, transparente und rechtssichere Krankenhausplanung. Statt starrer Bettenkapazitäten wird die Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern künftig anhand von bundeseinheitlichen Leistungsgruppen geplant und gesteuert. Wir haben damit unsere Hausaufgaben gemacht, um die stationäre medizinische Versorgung im Land flächendeckend, qualitativ hochwertig und wirtschaftlich tragfähig sicherzustellen“, erklärte Drese.

Bereits zuvor wurde das Landeskrankenhausgesetz angepasst. Zudem ist auch die neue Verordnung zur Krankenhausplanungssystematik und den Auskunftspflichten der Krankenhäuser veröffentlicht worden. Mit dem nun vorliegenden Rahmenplan wird nach Auskunft von Drese der letzte formale Schritt vollzogen, um künftig Leistungsgruppen rechtssicher den Krankenhäusern zuweisen zu können.

Der Krankenhausplan gliedert sich künftig in zwei Teile: den Rahmenplan mit allen grundlegenden Vorgaben und Kriterien der Krankenhausplanung sowie die Einzelpläne, in denen die konkreten Versorgungsaufträge der Krankenhäuser festgelegt werden.

Neben der Einführung von Leistungsgruppen und deren Einteilung in Versorgungsstufen gehören aktualisierte Ziele zur Wirtschaftlichkeit und Resilienz der Krankenhäuser, eine stärkere Berücksichtigung der Daseinsvorsorge insbesondere im ländlichen Raum, klar definierte Planungsverfahren sowie neue Versorgungsanalysen und Bedarfsprognosen für somatische und psychiatrische Angebote zu den zentralen Neuerungen.

Drese betonte, dass die Erarbeitung des Rahmenplans in enger Abstimmung mit den Planungsbeteiligten erfolgte. Dazu gehören u.a. die Krankenhausgesellschaft MV, die Krankenkassen, Städte- und Gemeindetag und der Landkreistag. In mehreren Klausursitzungen, schriftlichen Stellungnahme-Verfahren und mündlichen Erörterungen wurde der Rahmenplan umfassend beraten und weiterentwickelt.

„Der breite Beteiligungsprozess hat gezeigt, dass wir gemeinsam Verantwortung für eine leistungsfähige Krankenhausversorgung in unserem Land übernehmen. Dafür gilt allen Akteuren mein Dank. Angesichts der großen Herausforderungen ist diese Bereitschaft zur Kooperation auch bei der weiteren Umsetzung der Krankenhausreform notwendig und wichtig. Der neue Krankenhausplan bietet dafür einen verlässlichen und transparenten Rahmen“, hob Drese hervor. Die Ministerin gab zudem bekannt, dass die konkreten Zuweisungen der Leistungsgruppen an die Krankenhäuser planmäßig im vierten Quartal 2026 erfolgen sollen.