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Tag: 28. Mai 2026

Schwesig: Sie befinden sich in einem Land des Handwerks

Schwerin – Auf der Jahrestagung des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Bedeutung des Handwerks für Mecklenburg-Vorpommern hervorgehoben.

„In Mecklenburg-Vorpommern hat das Handwerk eine größere wirtschaftliche Bedeutung als in anderen deutschen Ländern. Es gibt über 19.000 Handwerksbetriebe mit fast 93.000 Mitarbeitenden. Zum Landesinnungsverband der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke in Mecklenburg-Vorpommern gehören rund 450 Betriebe mit einem Umsatzvolumen von etwa 300 Millionen Euro.

Gerade in unserem Flächenland trägt das Handwerk Wachstum, Beschäftigung, Infrastruktur und Versorgung im ländlichen Raum. Mit 75,5 Handwerksbetrieben auf 10.000 Einwohner ist die sogenannte Handwerksdichte in Mecklenburg-Vorpommern höher als im deutschen Durchschnitt. Sie befinden sich in einem Land des Handwerks.“, sagte Schwesig zu den Delegierten aus ganz Deutschland.

Das Elektro- und Informationstechnische Gewerbe spüre die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland. Es werde aber für die Zukunft gebraucht, zum Beispiel für die Energiewende.

„Das Elektrohandwerk ist bei der Energiewende ein unverzichtbarer Partner. Ob in der Photovoltaik, bei Wärmepumpen, in der E-Mobilität oder im Smart Home-jeden Tag werden Solarmodule installiert, Windräder aufgestellt, Gebäude gedämmt und Heizungen ausgetauscht. Ladesäulen werden aufgestellt, Elektroautos repariert“, betonte Schwesig. „Erneuerbare Energien sind für unser Land ein Standortfaktor. Wir wollen die Chancen der Energiewende nutzen.“

M-V hilft Zukunft des Bundesmelkwettbewerbs zu sichern

Schwerin – Der traditionsreiche Bundesmelkwettbewerb stand vor dem Aus – nun wurde er mit einem grundlegend modernisierten Konzept erfolgreich fortgeführt. Maßgeblich daran beteiligt waren Fachleute aus Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig kommt auch die neue Bundessiegerin erneut aus dem Norden: Ingrid Vogt aus Langenfelde gewann den Wettbewerb bereits zum zweiten Mal.

„Der Bundesmelkwettbewerb ist weit mehr als ein Traditionsformat. Er steht für berufliche Exzellenz, Tierwohl, moderne Landwirtschaft und Leidenschaft für die Arbeit mit Milchkühen. Deshalb war es wichtig, diesen Wettbewerb nicht sterben zu lassen“, erklärte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Der Wettbewerb wird seit 1951 durchgeführt und zählt zu den ältesten bundesweiten Berufswettbewerben der Landwirtschaft. Nachdem die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ihre organisatorische Unterstützung nicht fortführen wollte, drohte das Ende der traditionsreichen Veranstaltung.

Insbesondere Steffen Schildt als langjähriger Preisrichter beim Wettbewerb sowie Dr. Anke Römer von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern setzten sich gemeinsam mit Fachleuten aus mehreren Bundesländern für den Erhalt ein. Ergebnis war ein umfassend modernisiertes Wettbewerbsformat, das aktuelle Anforderungen der Milchviehhaltung stärker berücksichtigt.

„Dank des Engagements der Fachkommission konnte der Wettbewerb nicht nur erhalten, sondern zukunftsfähig weiterentwickelt werden. Das ist ein wichtiges Signal für die Fachkräftesicherung, die Wertschätzung landwirtschaftlicher Berufe und die Zukunft der Milchviehhaltung in Deutschland“, sagte Backhaus.

Künftig stehen nicht mehr Geschwindigkeit und Routine im Vordergrund, sondern Qualität, Tierwohl, Fachwissen und moderne Verfahren. Das bisherige „Melken auf Zeit“ wurde abgeschafft. Stattdessen werden neue Disziplinen eingeführt – darunter automatische Melkverfahren mit Melkrobotern, Tierwohlbewertungen direkt am Tier, die korrekte Probenahme für bakteriologische Milchuntersuchungen sowie die Beurteilung der Eutergesundheit anhand von Milchkontrolldaten.

Darüber hinaus wird der Wettbewerb künftig stärker ganzheitliches Wissen rund um die moderne Milchviehhaltung abbilden – von Gesundheitsmonitoring und Sensortechnik bis hin zu Fragen der Kälberaufzucht und Klauengesundheit.

„Moderne Milchviehhaltung bedeutet heute weit mehr als nur Melken. Es geht um Tiergesundheit, digitale Verfahren, Hygiene, Tierwohl und verantwortungsvolle Bestandsführung. Genau das muss sich auch in einem zeitgemäßen Berufswettbewerb widerspiegeln“, so Backhaus.

Der Minister betonte zugleich die hohe Bedeutung des Wettbewerbs für den landwirtschaftlichen Nachwuchs: „Der Wettbewerb motiviert junge Tierwirtinnen und Tierwirte, macht Spitzenleistungen sichtbar und stärkt das gesellschaftliche Bewusstsein für die Professionalität moderner Milchproduktion. Wer täglich Verantwortung für Tiere übernimmt, verdient Anerkennung und Respekt.“

Ende April fand an den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf in Bayern ein erster Testlauf des neuen Formats mit neun Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland statt.

Besonders erfolgreich verlief der Wettbewerb erneut für Mecklenburg-Vorpommern: Ingrid Vogt aus Langenfelde verteidigte ihren Bundessieg erfolgreich. Ihre Ausbildung absolvierte sie im Landwirtschaftsbetrieb Griepentrog in Steinhagen, heute arbeitet sie im elterlichen Betrieb.

„Der erneute Bundessieg zeigt eindrucksvoll die hohe Qualität der Ausbildung und der praktischen Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern. Dazu gratuliere ich Frau Vogt ganz herzlich“, sagte Backhaus.

Das neue Wettbewerbsformat soll dauerhaft etabliert und in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden. Der nächste Wettbewerb ist bereits für 2028 im baden-württembergischen Aulendorf geplant. Ziel bleibt es, moderne Milchviehhaltung praxisnah abzubilden, junge Fachkräfte bundesweit zu vernetzen und die Freude an der Arbeit mit Nutztieren zu stärken.

Zukunftsplan bringt mehr Qualitätsverbesserungen

Oldenburg: Kleinere Gruppen – größere Förderung

Schwerin – „Nach intensiven und konstruktiven Beratungen hat die Landesregierung, den gemeinsamen ‚Zukunftsplan Kita‘ mit den kommunalen Spitzenverbänden, den Trägern, mit der GEW, mit Verdi und dem Landeselternrat-Kita zu verabschieden“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Ich freue mich sehr über diesen Durchbruch. Mit diesem finanziellen Kraftakt werden in einem ersten Schritt die Gruppen in Krippe und Hort bereits ab dem kommenden Jahr kleiner. Das bedeutet, dass die Erzieherinnen und Erzieher mehr Zeit für die Förderung, Betreuung und Bildung der Kinder haben. Mit unserem Zukunftsplan bieten wir den Kindern, Eltern sowie den Erzieherinnen und Erzieher verlässliche Perspektiven.“

Der „Zukunftsplan Kita“ sieht ab 2027 eine schrittweise Reduzierung des Fachkraft-Kind-Verhältnisses und damit spürbare Entlastungen für das pädagogische Fachpersonal vor:

Ab dem 1. Januar 2027 wird das Fachkraft-Kind-Verhältnis in der Krippe von 1 zu 6 auf 1 zu 5 gesenkt. Zum 1. August 2027 wird zudem die Gruppengröße im Hort von 1 zu 22 auf 1 zu 21 reduziert. Für beide Verbesserungen bringt die Regierungskoalition aus SPD und Die Linke noch im Juli einen entsprechenden Antrag zur Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes in den Landtag ein.

  • Ab dem 1. Januar 2028 folgt eine Absenkung der Gruppengröße im Kindergarten auf 1 zu 13.
  • Ab dem 1. Januar 2029 wird der Personalschlüssel im Hort auf 1 zu 20 weiter reduziert.
  • Ab 2030 werden mit allen Beteiligten weitere Verbesserungen beraten.

Die Qualitätssteigerungen haben keine finanziellen Auswirkungen auf die kommunalen Haushalte. Sondern sie werden aus zusätzlichen finanziellen Mitteln des Bundes aus dem Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetz (AAÜG) für ehemalige DDR-Staatsbedienstete finanziert.

„Unser Ziel ist eine weitere Qualitätssteigerung in der pädagogischen Arbeit durch die Absenkung der Fachkraft-Kind-Relation. Wir geben den Erzieherinnen und Erziehern Beschäftigungsperspektiven in der Kindertagesförderung, aber auch beispielsweise in Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, durch Fortbildungsangebote“, so die Bildungsministerin. „Dafür beginnen bereits im Juni regionale ‚Runde Tische‘ unter Federführung der Kommunen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten. Hier sprechen wir konkret mit allen Beteiligten standortgenau über die Zukunft der Kindertagesförderung in den jeweiligen Regionen.“

Diese Verbesserungen des Zukunftsplans folgen auf umfassende Maßnahmen für Kinder, Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher, die die Landesregierung in dieser Wahlperiode bereits umgesetzt hat:

Über 1.200 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher konnten durch mehr Landesgeld eingestellt werden, um den Mindestpersonalschlüssel in den Kitas umzusetzen.

  • Abschluss des Landesrahmenvertrages.
  • Übernahme der Sprachkitas in die Landesförderung.
  • Schrittweise Senkung des Fachkraft-Kind-Verhältnisses von 1:18 auf 1:14.
  • Beitragsfreiheit für alle Kinder in Krippe, Kita, Kindertagespflege, Hort und Ferienhort entlastet die Familien. Eltern sparen je Kind bis zu 18.000 Euro an Betreuungskosten.
  • Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird für Grundschulkinder der Rechtsanspruch auf einen Hortplatz schrittweise eingeführt. Dieser gilt unabhängig von der Erwerbstätigkeit der Eltern.
  • Kitas in MV haben die längsten Öffnungszeiten bundesweit und bieten den Eltern eine hohe Verlässlichkeit durch wenige Schließtage im Jahr.

Fachtag Gleichstellung in Güstrow

„KI birgt Risiken und Chancen für ein gerechtes Leben.“ / Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt eröffnet den Fachtag Gleichstellung in Güstrow.

Güstrow – „Für das Erreichen des Verfassungsziels der Gleichstellung sind die Gleichstellungsbeauftragten von großer Bedeutung. Dank ihres Engagements sind wir mittlerweile ein gutes Stück vorangekommen. Sie sorgen dafür, dass Gleichstellung nicht nur ein gesetzlicher Auftrag bleibt, sondern im Alltag von Verwaltungen tatsächlich gelebt wird.

Daher ist es gut, dass an dem Fachtag hier in Güstrow erstmals auch die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten teilnehmen. Der Fachtag bietet Raum für Begegnung, für kollegiale Vernetzung, aber auch für neue fachliche Impulse“, begrüßt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt die Teilnehmenden des Fachtags Gleichstellung an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow.

„Das Thema Künstliche Intelligenz greift auch in die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten. Denn längst geht es nicht mehr nur um technische Abläufe. Die KI birgt Risiken für ein Leben, das gerecht sein soll. Sie verändert Entscheidungsprozesse, Kommunikation, Arbeitsorganisation und damit auch die Bedingungen, unter denen Gleichstellung gestaltet wird. KI übernimmt bestehende gesellschaftliche Muster und Ungleichheiten, weil sie aus vorhandenen Daten im Internet lernt.

Solche Daten können verzerren und bestehende Diskriminierungen festigen oder sogar verstärken. Betroffen sind Bereiche wie Bewerbungsverfahren, automatisierte Vorauswahlen oder Sprachmodelle, die bestimmte Rollenbilder reproduzieren. Fragen der Fairness, Transparenz und Chancengleichheit müssen daher von Anfang an mitgedacht werden“, so Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt.

„Künstliche Intelligenz mahnt uns zu handeln. Persönlichkeitsrechte müssen geschützt, digitale Gewalt muss bekämpft und diskriminierende Auswirkungen verhindert werden. Hochaktuell ist unser Kampf gegen sogenannte Deepfakes, also manipulierte Bilder, Videos oder Audiodateien, die mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt werden.

Gerade Frauen sind hiervon überdurchschnittlich häufig betroffen, etwa durch sexualisierte oder pornografische Deepfakes, die ohne Zustimmung verbreitet werden. Es ist gut, dass sich der Bundesrat im März eine Entschließung auf Initiative Mecklenburg-Vorpommerns gefasst hat mit dem Ziel, sogenannte Deepfakes unter Strafe zu stellen. Somit unterstützen wir aktiv wir die Initiative der Bundesministerin der Justiz für einen Schutz vor sexualisierter digitaler Gewalt“, so Justizministerin Bernhardt weiter.

„KI bietet aber auch Chancen. Sie kann Verwaltungsprozesse erleichtern, Wissen besser zugänglich machen und neue Formen der Zusammenarbeit ermöglichen. Die neuen Möglichkeiten machen aber auch Dinge sichtbar, die ohne KI vielleicht verborgen geblieben wären. Am heutigen Fachtag hier in Güstrow zeigt die Ausstellung ‚Versäumte Bilder‘ genau das.

Das Projekt macht Wissenschaftlerinnen und Pionierinnen sichtbar, deren Leistungen häufig zu wenig Beachtung gefunden haben. Gleichstellung und Digitalisierung gehören zusammen. Wenn wir die digitale Zukunft gestalten, müssen wir sie gerecht gestalten. Dafür braucht es starke, engagierte und gut vernetzte Gleichstellungsbeauftragte“, sagt Ministerin Jacqueline Bernhardt.

Schwesig: Wir schaffen bessere Bedingungen an der Hochschule Wismar

Wismar – Baustart in Wismar: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nahm heute gemeinsam mit dem Rektor der Hochschule Bodo Wiegand-Hoffmeister den Spatenstich für ein neues Laborgebäude in Wismar vor. Es ist das erste aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes geförderte Vorhaben in Mecklenburg-Vorpommern.

„Derzeit sind Forschung und Lehre des Fachbereichs Maschinenbau, Verfahrens- und Umwelttechnik auf mehrere Standorte in Wismar verteilt. Das ändert sich mit dem Neubau. Der Fachbereich wird künftig vollständig am zentralen Campus in der Philipp-Müller-Straße gebündelt. Im Neubau werden spezialisierte Labore, zum Beispiel für Spritzguss und Energie- und Antriebstechnik, Büroflächen, Seminarräume sowie ein PC-Pool entstehen. Labor, Forschung und Technik sollen in einem Gebäude mit drei Teilen zusammengefasst werden“, kündigte Schwesig an.

Es werde mit Baukosten von 50,2 Millionen Euro gerechnet. Davon kommen 7,7 Millionen aus EFRE-Mitteln. Außerdem wird das Vorhaben mit 42,5 Millionen aus Mitteln des Bundes aus dem Sondervermögen Infrastruktur finanziert. Der Bund hat den Ländern aus seinen Mitteln 4 Milliarden Euro zusätzlich für die Modernisierung von Hochschulen und Kitas zur Verfügung gestellt.

„Es ist gut, dass jetzt das erste Projekt aus dem Sondervermögen in unserem Land an den Start geht. Wir schaffen attraktivere Bedingungen für Forschung und Lehre – und gleichzeitig sorgen wir mit diesen Mitteln für Aufträge für die Bauwirtschaft und das Handwerk“, erklärte die Ministerpräsidentin.

NØRD 2026: Ministerin Bernhardt ehrt digitale Frauen-Power

In der Kategorie „Female Pioneers“ gewinnt Katja Fröhlich aus Rostock: „Sie setzt sich für mehr Diversität in der Tech-Branche ein.“

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt (Mitte) u.a. mit der Siegerin der NØRD-Award-Kategorie „Female Pioneers“ Katja Fröhlich (2.v.r.) @JM
Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt (Mitte) u.a. mit der Siegerin der NØRD-Award-Kategorie „Female Pioneers“ Katja Fröhlich (2.v.r.) @JM

Rostock – Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt hat auf der größten Digital-Messe des Landes Frauen für ihr Wirken in der IT-Branche geehrt.

„Die NØRD zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft in Mecklenburg-Vorpommern steckt. Als Schirmherrin für die Kategorie ‚Female Pioneers‘ konnte ich mich auch davon überzeugen, dass Frauen bei der Entwicklung der digitalen Zukunft ein gewichtiges Wort mitreden als Entwicklerinnen, Gründerinnen und Gestalterinnen.

Die Digitalisierung braucht diese Vielfalt. Sie braucht unterschiedliche Perspektiven, neue Ideen und Menschen, die den Mut haben, Veränderung aktiv zu gestalten. Frauen leisten dazu jeden Tag einen wichtigen Beitrag in den Unternehmen, in der Verwaltung, in Start-ups, in Wissenschaft und Gesellschaft.

Diese Leistungen sichtbar zu machen, ist mir persönlich ein wichtiges Anliegen. Der NØRD Award ist dabei weit mehr als eine Auszeichnung.

Er macht digitale Vorbilder sichtbar und würdigt Menschen, die Verantwortung übernehmen, neue Wege gehen und andere inspirieren“, sagte Ministerin Bernhardt am Abend bei der Übergabe der NØRD Award in der Kategorie „Female Pioneers“ in Rostock.

„Als Siegerin von den zuletzt drei nominierten Frauen gratuliere ich ganz herzlich Katja Fröhlich. Sie ist Vice President IT & Digital Products bei hepster in Rostock und gestaltet die technologische Zukunft eines international wachsenden Unternehmens. Mit der Verbindung von IT und Business schafft sie moderne Daten- und Plattformstrukturen und sorgt dafür, dass Technologie nicht komplizierter wird, sondern neue Möglichkeiten eröffnet.

Besonders bemerkenswert ist dabei ihre Fähigkeit, Menschen mitzunehmen. Sie baut Brücken zwischen Technologie und Organisation, fördert Austausch und Lernen rund um Künstliche Intelligenz und setzt sich gleichzeitig mit großem Engagement für Female Leadership und mehr Diversität in der Tech-Branche ein. Katja Fröhlich steht damit für eine neue Generation von Führungskräften: strategisch, empathisch, innovativ und inspirierend“, so Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt in ihrer Laudatio.

„Aber auch die beiden ebenfalls nominierten Frauen beweisen die Stärke dieser Kategorie. Eine Nominierte bringt künstliche Intelligenz auf Campingplätze. Mit dem Projekt KI-Camper zeigt sie, wie Digitalisierung verständlich, praktisch, menschlich und direkt vor Ort funktionieren kann. Eine weitere Nominierte hat im Landkreis Vorpommern-Greifswald ein System etabliert, um Prozesse effizienter, transparenter und nachhaltiger zu gestalten.

Digitalisierung beginnt eben nicht erst in Großkonzernen oder Metropolen, sondern dort, wo Menschen Chancen erkennen und andere mitziehen. Die nominierten Frauen sind daher Vorbilder vor allem für junge Mädchen, die sich so auch eine Zukunft in Technik, IT oder Innovation vorstellen könnten. Fortschritt entsteht durch Mut von Menschen, die neue Technologien erfinden oder bestehende optimieren und damit unser Land voranbringen“, erklärte Ministerin Jacqueline Bernhardt in Rostock.