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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Schuljahr 2025/2026: Land stellt 675 Lehrkräfte ein

Zweitbeste Einstellungszahlen zum Schuljahresbeginn in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten zehn Jahren

Schwerin – Trotz des bundesweiten Fachkräftemangels gibt es an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern deutlich mehr Personal und damit die größte Anzahl an Beschäftigten innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Neben den 11.600 Lehrkräften beschäftigt das Land 662 Referendarinnen und Referendare für den Schuldienst, 800 unterstützende pädagogische Fachkräfte (upF), 21 multiprofessionelle Fachkräfte (mpF), 49 Verwaltungsfachkräfte und 185 Alltagshilfen. „Wir setzen verstärkt auf multiprofessionelle Teams“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Auf Vielfalt reagieren wir mit Vielfalt. Unsere Schulen sehen sich durch die gesellschaftlichen Entwicklungen mit vielen Anforderungen konfrontiert, die über den eigentlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag hinausgehen. Multiprofessionelle Teams tragen dazu bei, dass sich Lehrkräfte auf ihre Kerntätigkeiten konzentrieren können“, so Oldenburg.

Zum Schuljahr 2025/2026 beginnen 675 neu eingestellte Lehrkräfte ihren Schuldienst. Das sind mehr Einstellungen als zu Beginn des vergangenen Schuljahres. Zum Schuljahr 2024/2025 hatte das Land 631 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt. Außerdem sind es die zweitbesten Einstellungszahlen zum Schuljahresbeginn in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten zehn Jahren. „Ich freue mich über jede Lehrkraft, die sich für eine Schule in Mecklenburg-Vorpommern entschieden hat. Ich wünsche allen Lehrerinnen und Lehrern einen guten Start. In diesen Tagen laufen noch über 100 Besetzungsverfahren, sodass weitere Einstellungen möglich sind. Mecklenburg-Vorpommern stellt täglich Lehrerinnen und Lehrer ein“, sagte die Bildungsministerin.

Unter den 675 eingestellten Personen sind 215 ehemalige Referendarinnen und Referendare, die nach ihrem Vorbereitungsdienst direkt in den Schuldienst übernommen worden sind. Das sind ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr mehr Übernahmen. 14 Lehrkräfte sind über das Lehrkräfteaustauschverfahren nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen. 244 der neu eingestellten Lehrerinnen und Lehrer sind Lehrkräfte im Seiteneinstieg. Das ist eine Quote von 36 Prozent. „Nach wie vor sind sie unverzichtbar, weil zu wenige Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen unsere Hochschulen verlassen. Wir qualifizieren Lehrkräfte im Seiteneinstieg umfassend, bevor sie ihre Unterrichtstätigkeit aufnehmen. Außerdem werden sie während ihrer Ausbildung durch Mentorinnen und Mentoren eng begleitet“, erläuterte Oldenburg.

In Mecklenburg-Vorpommern absolvieren Lehrkräfte im Seiteneinstieg in der Regel eine dreimonatige Vorqualifizierung, bevor sie das erste Mal unterrichten. Damit hat das Land die Ausbildung von Lehrkräften im Seiteneinstieg neu aufgestellt. Als Bestandteil einer insgesamt 15-monatigen Grundlegenden Pädagogischen Qualifizierung (GPQ) enthält die Vorqualifizierung sowohl theoriegeleitete als auch schulpraktische Ausbildungsteile. Daran schließt sich eine dreijährige Modularisierte Qualifizierungsreihe (MQR) an, die mit einer Prüfung endet. Die Ausbildung dauert insgesamt über vier Jahre.

Zusätzlich zu den 675 eingestellten Lehrkräften absolvieren 662 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen. „Bei den Neueinstellungen verzeichnen wir in diesem Jahr einen Aufwärtstrend. Besonders erfreulich ist, dass wir im August 2025 mit 39 Einstellungen für das Lehramt an Regionalen Schulen den höchsten Einstellungswert der vergangenen drei Jahre erreicht haben. An Grundschulen haben wir im August doppelt so viele Referendarinnen und Referendare eingestellt wie im vergangenen Jahr. Die Zahlen können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir weit mehr Lehrkräftenachwuchs ausbilden müssten“, sagte Oldenburg.

Allein bis 2030 müssen weit über 3.300 Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern eingestellt werden. Von diesen über 3.300 Lehrkräften, die für die Absicherung des Unterrichts notwendig sind, bildet das Land nur ca. 2.300 selbst aus. Das bedeutet, dass Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden fünf Jahren ca. 1.000 Lehrkräfte einstellen muss, die kein grundständiges Lehramtsstudium im Land absolviert haben.

Das Land schreibt das gesamte Jahr über Stellen im Karriereportal für den Schuldienst unter www.lehrer-in-mv.de aus, sodass täglich pädagogisches Personal eingestellt werden kann. „Wir setzen alles daran, weiter Lehrkräfte einzustellen. Dafür hat die Landesregierung viele Maßnahmen ergriffen. Wir haben zum Beispiel die Bewerbungsverfahren gestrafft. Vom Zeitpunkt der Bewerbung bis zur Aushändigung des Arbeitsvertrages sollen nur sechs Wochen vergehen. Mit einem Übernahmeverfahren sorgen wir dafür, dass Referendarinnen und Referendare nach ihrer praktischen Ausbildung direkt in den Schuldienst einsteigen können“, erläuterte die Ministerin.

Außerdem hat das Land die Möglichkeiten für Zuschläge zur Personalgewinnung ausgeweitet. Nicht nur Lehrkräfte mit den MINT-Fächern Mathematik, Chemie, Physik, Biologie und Informatik, sondern auch Lehrkräfte mit den Fächern Arbeit-Wirtschaft-Technik und Geographie an Regionalen Schulen und Gesamtschulen im ländlichen Raum können einen Zuschlag erhalten, wenn sie sich auf entsprechende Stellen bewerben. Gleiches gilt für Lehrkräfte mit MINT-Fächern an Beruflichen Gymnasien unabhängig vom Standort der Schule.

Nach bereits ergriffenen Maßnahmen zur Absicherung des Unterrichts können neun von 478 allgemein bildende Schulen in öffentlicher Trägerschaft derzeit die Kontingentstundentafel nicht erfüllen. Das sind 1,8 Prozent der Schulen, die durch die Schulbehörden besonders begleitet und unterstützt werden. Ziel ist es, durch weitere Maßnahmen wie Abordnungen von Lehrkräften, weiteren Ausschreibungen, epochalem Unterricht, Klassenzusammenlegungen und den Angeboten der Digitalen Landesschule den Unterricht abzusichern.

Bildungsmonitor 2025: Land hat sich verbessert

Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg zu mehr Chancengerechtigkeit

Schwerin – Das Bildungssystem in Mecklenburg-Vorpommern schneidet nach einer Vergleichsstudie der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft aus bildungsökonomischer Sicht besser ab als im Vorjahr. Nach Platz 13 im Jahr 2024 verbessert sich Mecklenburg-Vorpommern im aktuellen Bildungsmonitor auf Platz 9 der 16 Bundesländer. Die INSM bewertet anhand von insgesamt 98 Indikatoren in 13 Handlungsfeldern, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert.

„Der Bildungsmonitor verwendet Daten von Studien und Untersuchungen wie dem IQB-Bildungstrend, dem Bildungsbericht oder den Statistiken der Länder, um daraus eigene Analysen zu erstellen. Es handelt sich demnach um eine weitere Auswertung von Daten und Fakten, die wir schon kennen. Die Erkenntnisse sind also nicht neu“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Stärken weist Mecklenburg-Vorpommern in den Handlungsfeldern Integration, Verringerung der Bildungsarmut und Förderinfrastruktur auf. „Der IQB-Bildungstrend hat bereits gezeigt, dass bei uns die soziale Herkunft nur noch minimal über den Bildungserfolg entscheidet. Mit dem Startchancen-Programm verbessern wir die Chancengerechtigkeit weiter und unterstützen Schülerinnen und Schüler mit schwierigen Startbedingungen.

Wir stärken bereits in der Grundschule die Kernkompetenzen im Lesen und setzen die intensive Förderung in Deutsch, Mathematik und Englisch in höheren Jahrgangsstufen fort. Die Kernkompetenzen bilden die Grundlagen, um weiteres Wissen zu erwerben. Sie sind die Voraussetzung für den Bildungserfolg. Wir haben eine Strategie für mehr Chancengerechtigkeit entwickelt, um weitere Fortschritte zu erzielen“, so Oldenburg.

Verbesserungspotenzial sieht der Bildungsmonitor in Mecklenburg-Vorpommern bei der Quote an Wiederholungen. „Mit einem neuen Frühwarnsystem haben wir ein engmaschiges Beratungssystem etabliert, um Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu begleiten, deren Abschluss gefährdet ist. Das Freiwillige 10. Schuljahr an Regionalen Schulen trägt dazu bei, dass mehr Schülerinnen und Schüler die Chance auf einen bundesweit anerkannten Schulabschluss haben“, sagte Oldenburg.

Auch bei der Betreuungssituation in den Kitas regt der Bildungsmonitor Verbesserungen an. „Wir wissen, dass die Gruppen bei uns groß sind und streben perspektivisch Verbesserungen an. Doch schon heute erhält bei uns jedes Kind einen Kita-Platz. Es gibt keine Wartelisten. Die Besuchsquote der 3- bis 6-Jährigen liegt bei 94,6 Prozent. Unsere Kitas haben die längsten Öffnungszeiten und die geringsten Schließzeiten. Kindertagespflege, Krippe, Kindergarten und Hort sind seit über fünf Jahren beitragsfrei. Die Familien in Mecklenburg-Vorpommern können sich darauf verlassen, dass die Beitragsfreiheit bleibt. In 14 anderen Bundesländern gibt es diese Entlastung nicht“, so die Bildungsministerin.

Bei den Ausgaben für Bildung und Kindertagesförderung setzt Mecklenburg-Vorpommern mit dem Entwurf für den neuen Doppelhaushalt einen Schwerpunt. „Trotz angespannter Haushaltslage erhöht das Land die Ausgaben für den Bildungsbereich deutlich und setzt damit ein starkes Zeichen. Aus dem Sondervermögen fließen 600 Millionen Euro in den Schulbau und in die Schulsanierung. Damit schaffen wir moderne Lernbedingungen“, betonte Oldenburg.

Im Jahr 2026 umfasst der Entwurf des Doppelhausalts insgesamt 11,7 Milliarden Euro – davon sind zwei Milliarden Euro für Schule und Kindertagesförderung vorgesehen. Das entspricht 17,2 Prozent des Gesamthaushalts. Im aktuellen Doppelhaushalt liegen die Ausgaben für Schule und Kindertagesförderung unter zwei Milliarden Euro. Für 2027 sind 11,8 Milliarden Euro eingeplant. Davon stehen 2,1 Milliarden Euro für den Bildungs- und Kita-Bereich zur Verfügung. Insbesondere in der Kindertagesförderung sollen die Mittel weiter aufgestockt werden: Für 2026 sind 544 Millionen Euro vorgesehen, für 2027 sogar 554 Millionen Euro.

Schwesig wünscht allen ABC-Schützen guten Schulstart

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wünscht allen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Lehrerinnen und Lehrern und den gesamten Schulteams einen guten Start ins neue Schuljahr 2025/26.

„Für 14.300 Kinder ist das heute ein ganz besonderer Tag. An diesem Wochenende feiern wir Einschulung. Mit ganz viel Herzblut werden die Kleinsten willkommen geheißen und erleben einen unvergesslichen Tag. Und auch für uns Eltern ist das ein emotionaler Höhepunkt, den man nie vergisst“, freut sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Ich danke allen, die wundervolle Einschulungsfeiern organisieren. Da wird im Vorfeld fleißig geprobt, geräumt und organisiert. Von Lehrerinnen und Lehrern, dem pädagogischen Personal, den Hausmeisterinnen und Hausmeistern, über die Schulassistenzen bis zur Schulsozialarbeit – hier packen alle mit an und das ist auch immer etwas ganz Besonderes.“

Die Landesregierung arbeite kontinuierlich daran, die Schulen im Land weiter zu verbessern. „Wir investieren in unsere Schulen. Unsere Schulen sind moderner und digitaler geworden. Jetzt haben wir uns im Investitionsgipfel noch einmal mit den Kommunen verständigt 600 Millionen für unsere Schulen bereit zu stellen.

Das ist eine nachhaltige Zukunftsinvestition, um alle Schulen zu sanieren“, verdeutlicht Schwesig. Und auch der Hort bleibt beitragsfrei. „Darauf können sich unsere Eltern in Mecklenburg-Vorpommern verlassen.“

340 Referendarinnen und Referendare eingestellt

Oldenburg: Gute Entwicklung auch angesichts des bundesweiten Lehrkräftemangels

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern hat in diesem Jahr bislang mehr Referendarinnen und Referendare an den Schulen eingestellt als zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Im Jahr 2025 haben bislang 340 Referendarinnen und Referendare ihre praktische Ausbildung an den Schulen begonnen. Im Vorjahr waren es nach dem Einstellungstermin 1. August insgesamt 291 Referendarinnen und Referendare. Das entspricht einem Zuwachs von 16,8 Prozent.

„Die Zahlen zeigen, dass mehr Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen unsere Hochschulen verlassen und den Vorbereitungsdienst an den Schulen aufnehmen. Das ist eine gute Entwicklung auch angesichts des bundesweiten Lehrkräftemangels. Unsere Schulen brauchen diese grundständig ausgebildeten Lehrkräfte dringend. Ein nahtloser Einstieg in den Lehrerberuf ist möglich“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die eingestellten Referendarinnen und Referendare verteilen sich auf die Lehrämter wie folgt:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 41
  • Lehramt an Grundschulen: 68
  • Lehramt an Grund- und Hauptschulen: 2
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 70
  • Lehramt an Gymnasien: 148
  • Lehramt an beruflichen Schulen: 11

Das Land hat viele Maßnahmen ergriffen, um Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen einen direkten Einstieg in den Vorbereitungsdienst zu ermöglichen. „Angehende Referendarinnen und Referendare haben die Möglichkeit, ihre Ausbildungsschule selbst zu wählen. In vielen Fällen, lassen sich die Wünsche verwirklichen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Bewerberinnen und Bewerber das Angebot auch tatsächlich annehmen“, so Bildungsministerin Oldenburg weiter.

Außerdem können Referendarinnen und Referendare an bestimmten Ausbildungsschulen im ländlichen Raum einen Zuschlag erhalten. Schulpraktische Ausbildungsanteile aus dem Studium oder berufspraktische Erfahrungen, wie zum Beispiel die Tätigkeit als Vertretungslehrkraft, können angerechnet werden. Um Erwerbs- und Privatleben besser zu vereinbaren, ist weiterhin eine Teilzeitbeschäftigung im Referendariat möglich.

Auch die digitalen Informationsveranstaltungen zum Einstellungstermin bleiben stark nachgefragt. In den Jahren 2024 und 2025 lag die durchschnittliche Anmeldung pro Vortrag bei etwa 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Über das Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de können sich Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen auf eine Stelle für ein Referendariat an ihrer Wunschschule in Mecklenburg-Vorpommern bewerben.

Das Land stellt jährlich viermal Referendarinnen und Referendare für den Schuldienst ein. Einstellungstermine sind der 1. Februar, 1. April, 1. August und 1. Oktober. „Bis zum Ende dieses Jahres rechnen wir mit einer Einstellungszahl von rund 430 Referendarinnen und Referendaren. Damit setzt sich ein der Aufwärtstrend fort“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Dritter Weiterbildungstag Mecklenburg-Vorpommern am 16. 09. 2025

Jochen Schulte: „Die Transformation der Arbeitswelt verlangt von uns allen, immer wieder Neues dazuzulernen. Deshalb müssen wir die berufliche Weiterbildung gezielt stärken“

Schwerin – Unter dem Motto „Kompetenzen für morgen stärken – mit Weiterbildung wachsen“ findet am 16. September 2025 der dritte Weiterbildungstag in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die hybride Konferenz wird zeitgleich an den Standorten der Industrie- und Handelskammern in Schwerin, Neubrandenburg und Rostock durchgeführt und zusätzlich per Livestream auf www.weiterbildungstag-mv.de sowie über Youtube übertragen.

„Eine kontinuierliche und bedarfsgerechte Weiterbildung ist der Schlüssel für die Entwicklung von Arbeitskräften zu Fachkräften und deren langfristige Bindung an das Unter-nehmen“, betonte Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, im Vorfeld der Veranstaltung. „Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und Transformation müssen wir die Anpassungsfähigkeit unserer Beschäftigten stärken. Das gelingt nur durch gezielte Weiterbildung und die Vernetzung aller Akteure.“

Das Ministerium will mit dem Weiterbildungstag M-V einen Rahmen für Austausch und neue Impulse schaffen. Partner ist in diesem Jahr der Verband der Bildungsunternehmen MV e. V. (VBU), der die Konzeption und Organisation übernommen hat. Dabei setzt der VBU bewusst auf Regionalität, Vernetzung und Praxisnähe. Neben Fachvorträgen erwartet die Teilnehmenden erstmals auch ein regionaler Weiterbildungsmarkt an den drei Veranstaltungsorten. Hier können sich Anbieter präsentieren und Interessierte über die Angebote vor Ort informieren.

Unternehmen in MV und alle Weiterbildungsinteressierten sind eingeladen, die Möglichkeit für ein Update zum Thema berufliche Weiterbildung sowie zum Austausch mit Akteuren der Branche zu nutzen.

Detaillierte Informationen zum Programm und die Anmeldung zur Teilnahme vor Ort sind bis zum 10. September 2025 online möglich: www.weiterbildungstag-mv.de

Schulbeginn in Mecklenburg-Vorpommern

Landespolizei verstärkt Kontrollen für die Sicherheit der Kinder

Schwerin – Am 8. September beginnt in Mecklenburg-Vorpommern das neue Schuljahr. Für die neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler bedeutet dies den Start in einen neuen Lebensabschnitt und zugleich den Einstieg in den täglichen Straßenverkehr.

Innenminister Christian Pegel. „Mit dem Start ins neue Schuljahr sind wieder viele Kinder zum ersten Mal ohne Begleitung unterwegs. Ihre Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Sie können Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht zuverlässig einschätzen und reagieren oft unvorhersehbar. Um den Schutz der Kinder zu erhöhen, werden von der Polizei zum Schuljahresbeginn landesweit verstärkte Kontrollen durchgeführt und so auf eine deutliche Präsenz und eine konsequente Überwachung der Regeln gesetzt.“

Die Unfallzahlen verdeutlichen die Notwendigkeit dieser Maßnahmen: Im Jahr 2024 verunglückten auf Mecklenburg-Vorpommerns Straßen insgesamt 415 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. Auf dem Weg zur oder von der Schule kam es zu 60 Verkehrsunfällen, bei denen acht Kinder schwer- und 56 Kinder leicht verletzt wurden. Mehr als die Hälfte der Unfälle (34) betraf Kinder, die mit dem Fahrrad unterwegs waren. In 18 Fällen waren die Kinder als Fußgängerinnen und Fußgänger beteiligt.

Innenminister Christian Pegel macht deutlich: „Schulwege müssen sicher sein. Dafür setzen wir neben den verstärkten Kontrollen auch auf die Vernunft der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Wenn beide Faktoren zusammenkommen, lassen sich die Risiken für Kinder im Straßenverkehr wirksam reduzieren.“

Einschulungsfeiern im Land beginnen

Oldenburg: Die Einschulung ist ein ganz besonderer Moment für unsere Kinder

Schwerin – Für 14.300 Kinder in Mecklenburg-Vorpommern beginnt bald ein neuer Lebensabschnitt. Ihr erster Schultag steht bevor. Die Grundschulen legen eigenverantwortlich fest, ob die Einschulungsfeiern am letzten Sonnabend der Sommerferien oder am Ende der ersten Schulwoche stattfinden.

„Die Einschulung ist ein ganz besonderer Moment für unsere Kinder. Mit Freude, Stolz und mit ein bisschen Aufregung beginnt für die Mädchen und Jungen die Schulzeit. Wir möchten ihnen von Anfang an die besten Bedingungen ermöglichen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. Die Ministerin nimmt am Sonnabend, 6. September 2025, an der Einschulungsfeier der Regionalen Schule mit Grundschule Proseken teil (Beginn: 9:30 Uhr).

Insgesamt besuchen 30.300 Schülerinnen und Schüler die flexible Schuleingangsphase, die die Jahrgangsstufen 1 und 2 umfasst. „Schülerinnen und Schüler haben dafür ein Jahr bis drei Jahre Zeit und

erhalten die Zeit zum Lernen, die sie brauchen. Lehrerinnen und Lehrer können so besser auf die individuellen Lernbedürfnisse der Kinder eingehen und sie entsprechend ihren Fähigkeiten fördern“, erläuterte Oldenburg.

Die erste Schulwoche kann für Schulanfängerinnen und Schulanfänger als Projektwoche unter dem Motto „Willkommenswoche – wir lernen uns und unsere Schule kennen“ gestaltet werden. Die Grundschulen geben den Erstklässlerinnen und Erstklässlern damit die Möglichkeit, anzukommen und die Schule und den Schulalltag kennenzulernen. Den Schulleitungen ist es freigestellt, welche pädagogischen Schwerpunkte sie in dieser Woche legen.

„Um die Schulen zu Orten zu machen, wo das Lernen Freude bereitet und sich Kinder frei entfalten können, brauchen wir die Zusammenarbeit von Eltern, Lehrkräften, Horterzieherinnen und Horterziehern. Bildung kann nur gemeinsam gestaltet werden“, sagte Oldenburg.

Zum Beginn der Schulzeit appelliert die Bildungsministerin an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern, besonders achtsam zu sein, wenn morgens Schülerinnen und Schüler unterwegs sind.

Mecklenburg-Vorpommern startet ins Schuljahr 2025/2026

Land schafft gute Bedingungen für erfolgreiches Lernen aller Schülerinnen und Schüler

Schwerin – Am Montag, 8. September 2025, klingelt für Kinder und Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern wieder der Wecker. 164.900 Schülerinnen und Schüler an den 562 allgemein bildenden Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft starten ins neue Schuljahr. „Ich hoffe, dass alle schöne Sommerferien hatten und gut erholt sind. Allen Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und Beschäftigten an den Schulen wünsche ich einen guten Start in das neue Schuljahr. Den Kindern und Jugendlichen wünsche ich, dass sie Freude am Lernen haben und ihre gesteckten Ziele erreichen. Den Schülerinnen und Schülern in den Abschlussklassen drücke ich die Daumen, dass sie dieses besondere Schuljahr mit Erfolg abschließen“, so Oldenburg.

In diesem Schuljahr werden 14.300 Kinder eingeschult. Insgesamt besuchen 30.300 Schülerinnen und Schüler die Schuleingangsphase, die die Jahrgangsstufen 1 und 2 umfasst. „Für Erstklässlerinnen und Erstklässler beginnt bald eine aufregende Zeit. Sie werden Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Bei den Einschulungsfeiern lernen sie ihre Lehrerinnen und Lehrer und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler kennen. Ich wünsche auch ihnen einen guten Start in eine schöne und aufregende Schulzeit“, so Bildungsministerin Oldenburg weiter.

Für die 36.700 Schülerinnen und Schüler an den 60 beruflichen Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft hat das neue Schuljahr bereits am Montag, 1. September 2025, begonnen. „Ob vollzeitschulischer Bildungsgang oder Berufsschulunterricht in der dualen Ausbildung – mit einem Berufsabschluss eröffnen sich vielfältige Chancen. Unsere Wirtschaft ist auf ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Allen Jugendlichen an den beruflichen Schulen wünsche ich ebenfalls ein erfolgreiches Schuljahr“, so Oldenburg.

Das Schuljahr 2025/2026 startet mit vielen Neuerungen und Verbesserungen, auf die sich die Schulen seit Längerem vorbereitet haben. Sie reichen von mehr Unterrichtsqualität über eine verbesserte Berufliche Orientierung bis hin zu neuen Regeln für ein respektvolles Miteinander.

Neues Schulgesetz am 1. August 2025 in Kraft getreten

  • Sicherung des Schulnetzes:Das Land sichert alle Schulstandorte, indem die Schülermindestzahlen für die Eingangsklassen an bestehenden Grundschulen im ländlichen Raum auf 15 Schülerinnen und Schüler und für bestehende Regionale Schulen auf 30 Schülerinnen und Schüler reduziert werden.
  • Schullaufbahnempfehlung:Bei der Wahl der weiterführenden Schule ist wie bisher der Elternwille entscheidend. Eine Empfehlung für den Schulbesuch am Gymnasium wird dann erteilt, wenn der Durchschnitt in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch bei 2,5 und besser liegt. Hierbei ist darauf zu achten, dass es keine mangelhafte Note in einem dieser Fächer geben darf.
  • Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen: Die Förderschulen werden im Zeitraum vom 31. Juli 2027 bis 31. Juli 2030 organisatorisch aufgehoben. Das bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler der verbleibenden Jahrgangsstufen 5 bis 9 ihre Schullaufbahn gemeinsam in ihrer bisherigen Lerngruppe mit der Lehrkraft, die sie bislang unterrichtet, fortsetzen. Die Kinder und Jugendlichen werden nicht auf andere Klassen aufgeteilt.
  • Digitale Landesschule:Die Digitale Landesschule wird gesetzlich verankert. Der Ausbau der Angebote geht stetig weiter. So bietet die Digitale Landesschule Vertretungsunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch für die Jahrgangsstufen 9 bis 12 nach einem festen Stundenplan an. Der Unterricht erfolgt per Videokonferenz mit Fachlehrkräften.
  • Digitalisierungsstrategie:Um den Bildungs- und Erziehungsauftrag zu erfüllen, können Schulen digitale Lehr- und Lernsysteme sowie Netzwerke nutzen. Die Lernmittelfreiheit umfasst neben Büchern und Druckschriften auch digitale Lehrwerke und digitale Lernprogramme. Das Medienbildungskonzept wird Bestandteil des Schulprogramms.
  • Mittlere Reife am Gymnasium:Schülerinnen und Schülern, die das Gymnasium vor dem Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife verlassen wollen, ist der Zugang zur Prüfung der Mittleren Reife im gymnasialen Bildungsgang möglich, ohne dass sie das Gymnasium anschließend verlassen müssen.
  • Mitwirkungsrechte: An der Schulkonferenz nehmen auch eine Schülervertreterin oder ein Schülervertreter der Jahrgangsstufe 3 und 4 mit beratender Stimme teil. Außerdem können bereits Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 in die Schulkonferenz gewählt werden. Bisher gab es diese Möglichkeit erst ab der Jahrgangsstufe 7.

Konzept zur Beruflichen Orientierung verbindlich

Die Berufliche Orientierung von Kindern und Jugendlichen soll ihre Berufswahlkompetenzen stärken und trägt somit auch zur Sicherung des Fachkräftebedarfs bei. Das Land hat dazu das Konzept „Alle werden gebraucht! – Schulische Berufliche Orientierung für einen guten Übergang in Ausbildung und Beruf“ aufgelegt. Damit gibt es unter anderem ab der ersten Klasse bis zum Schulabschluss jährlich verbindliche Projekttage, um die Vielfalt der Unternehmen kennenzulernen.

Neben einem 25-tägigen Schülerbetriebspraktikum stehen in den Jahrgangsstufen 8 bis 11 weitere fünf Tage für Projekte mit externen Partnern wie Handwerks- oder Industrie- und Handelskammern zur Verfügung. Regionale Schulen bieten zudem im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 8 oder in einem Halbjahr der Jahrgangsstufe 9 wöchentlich einen Praxislerntag im Umfang von mindestens vier bis maximal sechs Stunden an.

Auch an den Gymnasien wird die Berufliche Orientierung ausgeweitet, um Schülerinnen und Schülern, die nach dem Abitur kein Studium aufnehmen möchten, zu fördern und ihnen berufspraktische Erfahrungen zu ermöglichen. Betriebsbesichtigungen, Berufsorientierungsmessen oder Unternehmenspatenschaften ergänzen das Konzept.

Neue Stundentafeln: Mehr Deutsch, Mathematik und Englisch 

Mecklenburg-Vorpommern stärkt die grundlegenden Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in den Fächern Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache. Sie bilden die Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Auch für die Förderung von Schülerinnen und Schülern steht im neuen Schuljahr mehr Zeit zur Verfügung. Grundlage dafür sind die neuen Stundentafeln an den allgemein bildenden Schulen: 

  • An Grundschulen zieht sich ein Leseband durch die Klassen 1 bis 4. Schülerinnen und Schüler haben jeden Tag 20 Minuten zusätzliche Zeit, um das Lesen zu üben.
  • In den Jahrgangsstufen 3 und 4 stehen eine weitere Deutsch- und Mathematikstunde auf dem Stundenplan.
  • Das Fach Geschichte wird in der Orientierungsstufe ab Klasse 5 erteilt, bislang begann der Unterricht erst ab Klasse 6.
  • Das Fach Arbeit/Wirtschaft/Technik (AWT) wird um die Bezeichnung Berufliche Orientierung ergänzt und in der Orientierungsstufe (Klasse 5 und 6) jeweils eine Stunde pro Woche unterrichtet.
  • Das Fach Informatik und Medienbildung wird eigenständig ausgewiesen und ab Klasse 5 durchgängig unterrichtet.
  • Der Chemieunterricht beginnt wieder in der Jahrgangsstufe 7.
  • Das Fach Sozialkunde heißt Politische Bildung/Sozialkunde und beginnt ebenfalls ab Jahrgangsstufe 7. Das Fach wird dabei zunächst in den Jahrgangsstufe 7 und 8 an Regionalen Schulen sowie am Gymnasium mit einer Wochenstunde unterrichtet. Während dieser Umfang am Gymnasium auch in den Jahrgangsstufen 9 und 10 beibehalten wird, erhöht sich die Stundenzahl an Regionalen Schulen in diesen Jahrgangsstufen auf zwei Wochenstunden.
  • An Regionalen Schulen, Gymnasien und Gesamtschulen wird in den Klassen 7 bis 10 mehr Unterricht in Deutsch, Mathematik und Englisch erteilt – auf vier Jahre sind es bis zu elf zusätzliche Wochenstunden. In diesen Fächern können Schulen je eine Stunde für die fachbezogene individuelle Förderung und Differenzierung oder für die Gestaltung individueller Lernzeiten nutzen.
  • Mit den flexiblen Stunden können Schulen die Schülerinnen und Schüler in Schwerpunkten, wie zum Beispiel Musik oder Sport, besser individuell fördern. An Gymnasien ist eine zusätzliche Stunde Berufliche Orientierung in der Jahrgangsstufe 10 verpflichtend.
  • Die Spezialgymnasien erhalten dieselbe Stundenausstattung wie bisher. Darüber hinaus erfolgt weiterhin eine zusätzliche Stundenzuweisung für die Profilbildung.

Neues Anti-Gewalt-Konzept für Schulen

Mecklenburg-Vorpommern verstärkt die Maßnahmen zur Gewaltprävention an Schulen. Das Land hat etablierte Angebote und neue Programme in einem Anti-Gewalt-Konzept zusammengeführt. Damit erhalten Lehrkräfte, pädagogisches Personal, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern einen Handlungsleitfaden, der sowohl klare Übersichten, Empfehlungen als auch Kontaktstellen für direkt und indirekt Betroffene aufführt.

Einen Schwerpunkt bilden die neu gegründeten Anti-Extreme-Netzwerke. Lehrkräfte finden hier vor allem Unterstützung zum Umgang mit extremistischen Tendenzen an Schulen. In den Anti-Extreme-Netzwerken arbeiten Polizei, Jugendhilfe und Demokratiezentren zusammen und beraten konkrete Fälle. Der Zentrale Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) des Bildungsministeriums koordiniert diese Netzwerkarbeit.

Empfehlungen zur Nutzung digitaler Geräte

In Mecklenburg-Vorpommern sollen Computer und Laptops gezielt im Unterricht eingesetzt, Schülerinnen und Schüler aber vor übermäßigem Medienkonsum bewahrt werden. Die Schulen haben daher zum neuen Schuljahr Empfehlungen für die Nutzung digitaler Endgeräte erhalten. Sie sehen vor, dass Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 im Unterricht, auf dem Schulhof und bei schulischen Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes keine privaten Smartphones nutzen. In den Jahrgangsstufen 7 bis 9 kann die Handynutzung demnach im Einzelfall für konkrete Lernsituationen zugelassen werden. In den Klassen 10 bis 12 kann sie innerhalb klar definierter Rahmenbedingungen erlaubt werden.

Die Empfehlungen sind nach einem breiten Austausch mit Verbänden, den Schulleitungsvereinigungen, dem Landesschülerrat und dem Landeselternrat entstanden. Im neuen Schuljahr haben die Schulen Gelegenheit, ihre bestehenden Regeln zu überprüfen, gegebenenfalls neue Regelungen zu verfassen und in Kraft zu setzen.