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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Digitale Bildung an den Schulen

Gemeinsame Erklärung der Kultusminister: Bundesregierung muss Zusagen für Digitalpakt einhalten

Berlin – Die für die Schulpolitik zuständigen Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren aller 16 Bundesländer fordern von der Bundesregierung, Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger sowie Bundesfinanzminister Christian Lindner ein klares und verlässliches Bekenntnis zur Fortsetzung des Digitalpaktes Schule. Mit dem Digitalpakt und der Unterstützung des Bundes konnten die 16 Bundesländer und die rund 5.500 Schulträger auf kommunaler Ebene die Digitalisierung der Schulen erheblich verbessern und eine sichere Grundlage für gute digitale Bildung aller Schülerinnen und Schüler legen. Diesen Investitionen lag das Versprechen der Bundesregierung zugrunde, den Digitalpakt fortzusetzen.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie Katharina Günther-Wünsch sowie die Koordinatoren der Bundesländer, Hamburgs Schulsenator Ties Rabe und Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: „Angesichts ausbleibender Zusagen für die Weiterführung dieses zentralen Programms sind wir in großer Sorge, dass Schulen, Schulträger und Bundesländer jetzt von der Bundesregierung allein gelassen werden. Wenn die Bundesregierung aus dem Digitalpakt aussteigt, wäre das eine schwere Bürde für die deutsche Schulpolitik und würde die digitale Bildung in Deutschland um Jahre zurückwerfen.“

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch: „Beim Digitalpakt 2.0 geht es im besten Sinne um Zukunftsinvestitionen und um nichts weniger als um die moderne Ausgestaltung des Unterrichts im digitalen Zeitalter. Wer die Digitalisierung an den Schulen ausbremst, gefährdet Chancen, verhindert die Fachkräftesicherung, beschränkt Innovationen, bremst das Wachstum aus. Und damit ist das in Gefahr, was unser Land stark macht.“

Schulsenator Rabe und Kultusminister Lorz: „Wir gewinnen leider immer mehr den Eindruck, dass die Bundesregierung aus dem im Mai 2024 endenden Digitalpakt Schule ganz aussteigen will. Die zugesagte Anschlussfinanzierung für das Jahr 2024 in Höhe von mindestens 600 Millionen Euro will die Bundesregierung streichen. Und die weiteren Digitalpaktmittel von jährlich über eine Milliarde Euro ab dem Jahr 2025 sollen nicht einmal in die mittelfristige Finanzplanung der Bundesregierung aufgenommen worden sein. Das macht uns große Sorgen. Es kann nicht sein, dass der Bund erst mit großer Entschiedenheit ein gewaltiges Reformprojekt anschiebt und dann entgegen seiner Zusagen aussteigt und Länder und Kommunen allein lässt.“

Schulsenator Rabe: „Jeder weiß, wie schnell digitale Geräte veralten und ersetzt werden müssen. Wenn die Bundesregierung jetzt aus dem Digitalpakt aussteigt, können mehrere Millionen neu angeschaffte Tablets, Laptops, digitale Tafeln und Server ab 2024 weder gewartet noch modernisiert und ersetzt werden. Das ist dem Bundesministerium bekannt, und es muss ein gemeinsames Anliegen sein, diese Investitionen in die Zukunft Deutschlands zu verstetigen. Sonst würden in allen Schulen in Deutschland ganz erhebliche Probleme entstehen. Die digitale Transformation des Lernens und die pädagogische Weiterentwicklung von digital gestützten Lehr- und Lernprozessen ist eine Daueraufgabe, daher bedarf es auch einer verlässlichen, dauerhaften Unterstützung der Länder durch den Bund in Form eines DigitalPakts 2.0.“

Kultusminister Lorz: „Ein Ende des Digitalpaktes würde zudem die gemeinsame Bildungspolitik von Bund, Ländern und Kommunen nachhaltig belasten. Länder und Kommunen haben auf den Bund vertraut und auch mit der finanziellen Unterstützung des Bundes erhebliche Investitionen getätigt, um die digitale Bildung in allen Schulen zu verbessern. Diese und alle weiteren Bund-Länder-Vereinbarungen von grundsätzlicher Bedeutung machen nur Sinn, wenn sich die Partner aufeinander verlassen können und der Bund nicht sprunghaft nach Kassenlage seine Politik ändert.“

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Simone Oldenburg ergänzt: „Ein Ausbleiben einer Anschlussfinanzierung durch den Bund wäre ein verheerendes politisches Signal. Es kann nicht sein, dass der Bund Großprojekte wie den Digitalpakt anschiebt und dann die Länder im Regen stehen lässt. Eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Bildungsbereich stelle ich mir anders vor. Vor allem die Kommunen als Schulträger würden bei einer fehlenden Weiterfinanzierung durch den Bund vor unlösbaren Aufgaben stehen. Den hohen Investitionsbedarf können die Kommunen allein nicht lösen.“

Die Kultusministerinnen und Kultusminister erinnern in diesem Zusammenhang nachdrücklich an den Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP. Dort heißt es zum Digitalpakt: „Wir wollen Länder und Kommunen dauerhaft bei der Digitalisierung des Bildungswesens unterstützen… Gemeinsam mit den Ländern werden wir einen Digitalpakt 2.0 für Schulen mit einer Laufzeit bis 2030 auf den Weg bringen, der einen verbesserten Mittelabfluss und die gemeinsam analysierten Bedarfe abbildet. Dieser Digitalpakt wird auch die nachhaltige Neuanschaffung von Hardware, den Austausch veralteter Technik sowie die Gerätewartung und Administration umfassen.“ 

Günther-Wünsch, Lorz und Rabe stellen in diesem Zusammenhang klar: „Nicht nur der Bund und das Bundesbildungsministerium stehen vor großen finanziellen Herausforderungen, sondern auch Länder und Kommunen. Denn die zu erwartenden hohen Tarifabschlüsse werden auf den extrem personalintensiven Schulbereich der Länder mit fast einer Million Beschäftigten wesentlich dramatischere finanzielle Auswirkungen haben als auf das Bundesbildungsministerium, das nur einen Bruchteil von Beschäftigten verantwortet. Deutschlands Schulen haben zudem in den vergangenen eineinhalb Jahren fast 200.000 Flüchtlingskinder aufgenommen, für die allein die Länder und Kommunen die gewaltigen Kosten für zusätzliches Personal und zusätzliche Unterrichtsräume finanzieren. Insgesamt trägt der Bund nur rund drei Prozent der Kosten des bundesdeutschen Schulsystems, der größte Anteil davon ist der Digitalpakt. Angesichts dieser Zahlen erwarten wir, dass die Bundesregierung ihre Zusagen einhält.“

Von 2020 bis 2024 stellte die Bundesregierung den 16 Bundesländern und damit auch den rund 5.500 kommunalen Schulträgern 6,5 Milliarden Euro zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur an den rund 40.000 Schulen in Deutschland zur Verfügung. Im Rahmen dieses Programms konnten die Bundesländer und die kommunalen Schulträger für die Schulen hochwertige Internetanschlüsse, WLAN, digitale Tafeln, Server, Software sowie Millionen Tablets oder Laptops für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte beschaffen.

Schwimmkonzept für Schulen liegt vor

Oldenburg: ‚Sicher-Schwimmen-Können‛ ist für uns alle überlebenswichtig

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg hat das neue Schwimmkonzept für die allgemein bildenden Schulen in öffentlicher Trägerschaft in der Landespressekonferenz offiziell vorgestellt. Vom kommenden Schuljahr an soll das Konzept umgesetzt werden, um den Schwimmunterricht zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Das Schwimmkonzept wird von breiter Mehrheit getragen und ist das Ergebnis der interfraktionellen Initiative „Sicheres Schwimmen für alle Kinder“ des Landtags. Ziel ist es, Schulschwimmen in Mecklenburg-Vorpommern als flächendeckendes Angebot an allen Grundschulen zu gewährleisten. Schülerinnen und Schüler sollen die Grundschule als sichere Schwimmerinnen und Schwimmer verlassen.

„Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit den meisten Seen und hat in Norddeutschland die längste Küstenlinie. Deshalb ist es gerade bei uns im Land von besonderer Bedeutung, dass alle Kinder schwimmen lernen. Sie sollen möglichst früh die Angst vor dem Wasser verlieren, aber auch die Gefahren im Wasser kennenlernen. ‚Sicher-Schwimmen-Können‛ ist für uns alle überlebenswichtig. An dem Schwimmkonzept haben viele Partnerinnen und Partner mitgewirkt. Für die intensive und konstruktive Zusammenarbeit bedanke ich mich. Dieses Projekt zeigt auch, dass wir Vorhaben gemeinsam zum Erfolg führen können“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Das Schwimmkonzept sieht neben ganz- oder halbjährlichen Schwimmkursen auch die Durchführung von Kompaktkursen in der Grundschule vor, die flexibel gestaltet werden sollen. In der Jahrgangsstufe 5 oder 6 besteht die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler die Schwimmkompetenzen vertiefen und erweitern, die sie in der Grundschule erworben haben.

Ziel ist es, dass jede Schule über qualifizierte Lehrkräfte zur Absicherung des Schwimmunterrichts verfügt. Mit der Erteilung des Schwimmunterrichts dürfen nur jene Lehrerinnen und Lehrer beauftragt werden, die eine Ausbildung in der Didaktik und Methodik des Schwimmunterrichts absolviert haben und über eine Rettungsschwimmerqualifikation verfügen, die alle drei Jahre überprüft wird.

„Uns ist bereits gelungen, dass viele Lehrkräfte qualifiziert werden, damit sie Schwimmunterricht erteilen können. Dafür tragen wir auch künftig Sorge. Unter anderem sollen den Lehramtsstudierenden verstärkt Angebote gemacht werden, sich zu Schwimmlehrkräften ausbilden zu lassen“, erläuterte die Bildungsministerin.

Lehrkräfte, die keine Befähigung für das Fach Sport besitzen, können weiterhin ein Zusatz-Zertifikat für die Erteilung des Schwimmunterrichts erwerben. Vorgesehen ist ebenfalls, dass neben Lehramtsstudierenden für das Fach Sport auch alle anderen Studierenden des Grundschullehramts in Rostock die Möglichkeit haben, zu Schwimmlehrkräften ausgebildet zu werden. Eine Erweiterung dieses zusätzlichen Angebotes wird bei erfolgreicher Umsetzung für Studierende an der Universität Greifswald eingeführt.

„Nachdem im vergangenen Schuljahr 16 Grundschulen keinen Schwimmunterricht anbieten konnten, weil beispielsweise Schwimmstätten wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung standen, waren es zu Beginn des laufenden Schuljahrs lediglich zwei Schulen“, so die Bildungsministerin. „Wir haben auch hier die Voraussetzungen geschaffen, dass Schwimmunterricht erteilt werden kann, was mich sehr freut. An einer Grundschule haben im Frühjahr zwei Lehrkräfte die Rettungsschwimmerqualifikation erworben. An der anderen Grundschule wird die 4. Klasse personell von Schwimmlehrkräften anderer Schulen unterstützt“, sagte sie.

Fachkräftegewinnung

Bildungsministerium und Welcome Center starten gemeinsam in den Sommer

Schwerin – In den Sommerferien 2023 kooperieren das Bildungsministerium und die Welcome Center im Land bei der Lehrkräftegewinnung. Die Anlaufstellen für Zuziehende und Heimkehrende tragen mit ihren kostenlosen Beratungs- und Serviceangeboten erfolgreich dazu bei, dass Lehrerinnen und Lehrer ankommen und heimisch werden.

„Gemeinsam wollen wir zu den Urlauberaktionstagen an unseren Urlaubsorten um gut ausgebildete Lehrkräfte für die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern werben – unter den Personen, die ihre Heimat und Familien besuchen, Pendelnden und allen, die unser Bundesland neu oder wiederentdecken. Mit den Welcome Centern im Land verbindet uns das große Ziel der Fachkräftegewinnung. Sie tragen dazu bei, dass Lehrerinnen und Lehrer bei der Rückkehr begleitet werden“, sagte Simone Oldenburg.

Termine mit einem Beratungsangebot für Lehrkräfte:

  • Mittwoch, 12. Juli, ca. 10-13 Uhr: Anklam, Markt (Sommerkampagne „Urlaub gebucht, Heimat gefunden“ des Welcome Centers Stettiner Haff)
  • Mittwoch, 2. August, ab 10 Uhr: Zingst, An der Seebrücke (im Rahmen der Sommeraktion „365 Tage Urlaubsfeeling“ des Welcome Centers Vorpommern-Rügen)
  • Dienstag, 8. August, 10-16 Uhr: Boltenhagen, gegenüber dem Kurhaus (im Rahmen der „Urlauberaktionstage“ des Welcome Service Centers Nordwestmecklenburg)
  • Donnerstag, 10. August, 10-16 Uhr: Wieck/Greifswald, an der Mühle (im Rahmen der Sommerkampagne des Welcome Centers Region Greifswald)

 Insgesamt bieten die Welcome Center in diesem Sommer vom 12 Juli bis 3. September an 14 Orten Beratung und Information für Urlauberinnen und Urlauber an.

 Nach dem großen Erfolg wird auch das gemeinsame Sommerferienprogramm in den sozialen Medien wieder aufgelegt: In jeder Ferienwoche bestimmt ein Welcome Center das Programm von „LehrerInMV“ auf Facebook bzw. Instagram als Ko-Autor.

Die Lehrerwerbekampagne bei Social Media: Instagram: @LehrerInMV, Facebook: www.facebook.com/LehrerInMV/

Weitere Informationen zu den Welcome Centern: www.mecklenburg-vorpommern.de/ankommen

Zeugnissorgentelefon startet wieder

Oldenburg: Ein offenes Ohr haben und Sorgen ernst nehmen

Schwerin – In der kommenden Woche erhalten Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse. Für einige Kinder und Jugendliche ist der letzte Schultag allerdings mit Enttäuschung verbunden, weil ihre Noten nicht so ausfallen wie erhofft. Das Bildungsministerium bietet bereits mit Beginn der letzten Schulwoche vor den Sommerferien ein landesweites Zeugnissorgentelefon an. Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigte erhalten am Telefon Unterstützung, Rat und Hilfe.

„Uns ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler, aber auch ihre Eltern wissen, dass wir ein offenes Ohr haben und ihre Sorgen ernst nehmen. Dafür können sie sich an die Lehrkräfte ihres Vertrauens oder an das Zeugnissorgentelefon wenden. In den Gesprächen mit Eltern, Kindern und Jugendlichen zeigen wir Wege auf, wie Schülerinnen und Schüler ihre Leistungen verbessern können und wie sie eventuell vorhandene Wissenslücken schließen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die telefonische schulpsychologische Beratung ist ein Angebot des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS). Die landeseinheitliche Nummer des Zeugnissorgentelefons 0385 588 7987 ist von Montag, 10. Juli 2023, bis Freitag, 21. Juli 2023, und auch am Samstag, 15. Juli 2023, in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr geschaltet. Dieses vertrauliche Angebot konnte schon vielen Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten helfen.

Unterstützung für Privatschulen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern werden Träger freier Schulen unterstützt, die nach einer Neuberechnung der Finanzhilfe mit sinkenden Fördersätzen rechnen müssen. Die sinkenden Fördersätze sollen nicht mehr rückwirkend, sondern erst zum Schuljahr 2023/2024 in Kraft treten.

Die Landesregierung stellt hierfür über vier Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Gleichzeitig werden die Fördersätze für das Schuljahr 2023/2024 entsprechend dem Tarifergebnis angehoben. Dazu ist eine Steigerung der Fördersätze in Höhe von 2,8 Prozent vorgesehen.

„Obwohl die Personalausgaben des Landes an den Schulen in öffentlicher Trägerschaft stetig gestiegen sind, liefert die Neuberechnung nicht für alle Schularten steigende Fördersätze. Einige Schularten werden im Vergleich zum Vorjahr weniger Geld pro Schülerin bzw. pro Schüler erhalten“, erläuterte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Die Ursache dafür ist auf die Verjüngung des Personals an den öffentlichen Schulen in den vergangenen Jahren, die zunehmende Verbeamtung der Lehrkräfte und die in einigen Schularten stärker gestiegenen Schülerzahlen zurückzuführen. Die sinkenden Fördersätze sind sachlich korrekt und damit rechtskonform. Ich habe jedoch immer betont, dass wir die haushaltsrechtlichen Möglichkeiten prüfen, die Träger zu unterstützen, bei denen die gegenwärtige Situation zu Schwierigkeiten führt. Das haben wir getan und eine weitreichende Lösung gefunden“, so Oldenburg.

Die Neuberechnung ergibt für alle Grundschulen eine Steigerung und auch für berufliche Schulen und Förderschulen überwiegend höhere Schülerkostensätze. Die weiteren Kostensätze für die Regionalen Schulen, Gesamtschulen und Gymnasien sinken. Das Ergebnis der Neuberechnung wurde durch einen Wirtschaftsprüfer bestätigt. Das Verfahren ist im Schulgesetz geregelt und sieht eine Neuberechnung für das Schuljahr 2022/2023 vor.

Im Jahr 2017 betrugen die Personalausgaben für Lehrkräfte 825 Millionen Euro. Sie stiegen kontinuierlich bis 2022 auf 951 Millionen Euro an. Für die Schulen in freier Trägerschaft betrugen die Finanzhilfen 2017 insgesamt 92 Millionen Euro und im Jahr 2022 insgesamt 125 Millionen Euro. Damit stieg der Anteil der Finanzhilfe im Vergleich zu den Personalausgaben an den öffentlichen Schulen weiter an.

Neubau der Edith-Stein-Schule

Schwesig: Neubau der Edith-Stein-Schule ist ein Tag der Freude für Ludwigslust

Ludwigslust – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute feierlich den Neubau der Edith-Stein-Schule in Ludwigslust übergeben. „170 Jahre nach der Gründung der katholischen Schule in Ludwigslust eröffnen wir heute das neue Schulgebäude. Dabei war der Bau schwieriger als gedacht – auch wegen Corona. Dass wir heute hier stehen, verdanken wir vielen engagierten Helfern. Es ist ein Tag der Freude für Ludwigslust“, sagte die Regierungschefin.

Gemeinsam hätten Eltern, Schülerinnen und Schüler für ihre Schule gekämpft, beim Umzug geholfen und in schwierigen Jahren die Treue gehalten. Auch Sponsoren und Unterstützer hätten Zeit und Geld für die Schule aufgewendet. Schwesig: „Und ich danke der Stadt Ludwigslust, die das Gebäude zum Schlüsselprojekt ihrer Stadtentwicklung erklärt hat. So konnten wir als Land 4,3 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln bereitstellen.“

Eine besondere Rolle beim Neubau spielte die Rektorin Marion Löning, sagte Schwesig. „Frau Löning hat sich für die Edith-Stein-Schule eingesetzt, als deren Zukunft ungewiss war und sogar die Schließung drohte. Sie hat den Neubau unter einem neuen Träger der Diakonie angepackt. Als später die Kosten stiegen und sich die Bauzeit verzögerte, organsierte sie persönlich Unterstützerinnen und Unterstützer. Der Neubau ist auch das Werk von Frau Löning.“

Die Edith-Stein-Schule zeige, wie wichtig die insgesamt 119 freien Schulen in Mecklenburg-Vorpommern seien. Sie bereicherten mit ihrer Vielfalt die Bildung in unserem Land, betonte die Ministerpräsidentin. „Liebe Frau Löning, liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Schülerinnen und Schuler: herzlichen Glückwunsch zu Eurer neuen tollen Schule.“

Mathematik-Abi: Noten einen Punkt angehoben

Oldenburg: Ergebnisse der schriftlichen Mathematik-Prüfungen nicht akzeptabel

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern werden die Noten im diesjährigen Mathematik-Abitur um einen Punkt angehoben. Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen liegen auf einem Niveau, das nicht zufriedenstellend ist. Dies betrifft, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, sowohl die Grund- als auch die Leistungskurse in den Prüfungen mit CAS (Computeralgebrasystem) sowie mit WTR (wissenschaftlichem Taschenrechner). Die größte Abweichung weist mit einer Differenz von 1,6 Notenpunkten zum Vorjahr der Grundkurs mit WTR auf, für den ein Durchschnitt von 4,0 Notenpunkten ermittelt wurde.

„Die Ergebnisse der diesjährigen schriftlichen Mathematik-Prüfungen sind nicht akzeptabel. Nach intensiven Beratungen mit der Vereinigung der Schulleiter an Gymnasien, dem Philologenverband, dem Landesschülerrat und dem Landeselternrat haben wir uns dazu entschlossen, die Noten im schriftlichen Mathematik-Abitur um einen Punkt anzuheben und den Abiturientinnen und Abiturienten einen Nachteilsausgleich zu gewähren“, erklärte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Als Ursachen für das schlechte Abschneiden führte die Bildungsministerin die Corona-Schutzmaßnahmen an. „Der diesjährige Abiturjahrgang konnte in Folge der Schulschließungen nur in einem deutlich geringeren Umfang als der vorherige in Präsenz unterrichtet werden und ist damit die im Vergleich am wenigsten privilegierte Gruppe. Da den Lehrkräften die erforderliche Zeit fehlte, um die Schülerinnen und Schüler mit hinreichender Intensität angemessen auf die komplexen Aufgabenstellungen des Mathematik-Abiturs vorzubereiten, ist der Nachteilsausgleich durch Punkteanhebung geboten und gerecht“, betonte Oldenburg.

„Wir haben eine Arbeitsgruppe mit Mathematik-Lehrkräften des Landes gebildet, um die Prüfungsaufgaben umfangreich zu analysieren und auszuwerten. In dieser Arbeitsgruppe muss auch eine differenzierte Aufgabenkritik erfolgen. Vom Ergebnis dieser Analyse wird es abhängen, ob perspektivisch auch eine Modifizierung von Aufgabenstellungen und -formaten erfolgen muss. Wir werden zukünftig unsere Anstrengungen noch weiter intensivieren, da erwiesener Maßen bereits im Kindergartenalter mathematische Defizite festgestellt werden können. Ziel ist es, allen Schülerinnen und Schülern den Zugang zu Mathematik zu erleichtern“, so die Ministerin.

Mathematik gilt nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern seit vielen Jahren als Problemfach, zu dem eine nicht beträchtliche Zahl an Schülerinnen und Schülern nur schwer Zugang findet. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz präferiert in ihrem Gutachten angesichts der Ergebnisse des IQB-Bildungstrends für den Unterricht in der Grundschule ausdrücklich die Konzentration auf basale sprachliche und mathematische Kompetenzen. Ab dem Schuljahr 2024/2025 erhöht das Land die Wochenstunden in den Fächern Deutsch und Mathematik in der Grundschule, um die basalen Kompetenzen zu stärken.

„Wir werden die Fortbildungen für Mathematik-Lehrkräfte intensivieren und die Anzahl der Mathematikstunden erhöhen, um systematisch und nachhaltig einen erfolgreicheren Zugang zu mathematischem Denken zu gewährleisten. Dazu zählt auch der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe. Hier wird es im Grundkurs Mathematik eine Erweiterung um eine Wochenstunde geben“, erläuterte Oldenburg.

Schulhof-Sommerfest in Gingst

Lehrer, Schüler und Eltern feiern mit ihren Gästen einen farbenfrohen Jahresabschluss 2023

Insel Rügen – Die Gingster Schule nutzt den Start in die warme Jahreszeit für eine gemeinsame Feier. Zusammen mit dem Schul- und Sportverein Gingst lädt sie alle Interessierten zum Schulhof-Sommerfest in Gingst ein. „Wir präsentieren die Neuauflage mit coolen Attraktionen und bewährten Angeboten“, erklärt Schulleiter André Farin die Grundidee des Vorhabens.

Der dreistündige Festzauber beginnt am Donnerstag, dem 6. Juli um 15 Uhr auf dem Hof der Grundschule. Das Gemeinschaftsprojekt aller Lehrer und Schüler wird von den Eltern unterstützt und soll alle Beteiligten zusammenzuführen. Bei Chef-Organisator Ulf Todenhagen laufen alle Fäden zusammen.

„Kinderwünsche stehen in diesem Jahr wieder im Mittelpunkt“, sagt er beim Blick auf die vielfältigen Bausteine: Cocktails und Kinderschminken, Wikingerschach und Stock-Twister oder die Pony-Reit-Basis locken die aktiven Besucher. Höhepunkt des Tages wird die Station der jungen Archäologen sein, die erneut nach den Schätzen auf dem Schulhof suchen und das Gefundene vor Ort bestimmen.

Die Redakteure der Schülerzeitung „Gingster Welle“ verkaufen ihre aktuelle Ausgabe und recherchieren gleich für das nächste Blatt.

Zum ersten Mal nehmen Kameraden der Gingster Feuerwehr teil und werden die jungen Gäste von ihrer modernen Technik begeistern. Feuerwehrchef Klaus Jähn begrüßt das Vorhaben der Schule, eine engere Kooperation mit den Lebensrettern im Ort zu suchen. Dazu könnte neben einer regelmäßigen Präsentation auch ein Ganztagsangebot im kommenden Schuljahr gehören.