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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Demokratische Erinnerungskultur an Schulen

Expertinnen und Experten tauschen sich in Rostock aus

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern wird die demokratische Erinnerungskultur und historisch-politische Bildung an Schulen gestärkt. Bei einem Fachtag in der Aula des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock haben sich circa 100 Expertinnen und Experten zum Thema ausgetauscht. Der Fachtag zählt zur fraktionsübergreifenden Initiative der Regierungs- und Oppositionsfraktionen zur Vermittlung von demokratischer Erinnerungskultur. Das Parlament hatte sie am 27. Januar 2023, am Tag des Gedenkens für die Opfer des Nationalsozialismus, beschlossen.

„Schülerinnen und Schüler müssen sich in einer immer komplexer werdenden und sich schnell verändernden Welt orientieren. Hierfür sind historisches Bewusstsein und eine politische Urteilsfähigkeit von herausragender Bedeutung. Ich bin beeindruckt, mit welch großem Engagement und welch großer Kreativität sich unsere Lehrkräfte, Gedenkstättenpädagoginnen und -pädagogen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bildungsträgern und auch die Schülerinnen und Schüler selbst mit der Geschichte befassen“, sagte Staatssekretär Tom Michael Scheidung.

„Schülerinnen und Schüler werden künftig frühzeitiger, ihrem Alter entsprechend, auch politisch gebildet. Sie müssen politische und historische Themen, Entscheidungen und Aussagen einordnen und hinterfragen können. Eine weitere Möglichkeit liegt beim Ausbau der Projektarbeit an Schulen und in der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und Lernorten wie den Gedenkstätten. Mit der Projektarbeit werden zum einen Fächergrenzen überwunden und ein ganzheitliches, kompetenzorientiertes Lernen wird befördert.

Auf der anderen Seite wissen wir, dass diese Lehr- und Lernformen auf besonderen Zuspruch bei den Schülerinnen und Schülern treffen. Oftmals bleiben gerade die Erfahrungen der Projektarbeit im Gedächtnis und prägen die Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise. Diese Formate werden wir weiter ausbauen und verstärken“, betonte der Staatssekretär.

Schüler bauen mobile Kräuterbeete

Schnittlauch, Rosmarin und Erdbeeren kommen frisch auf den Kantinentisch der Schule Gingst

Insel Rügen – Gingster Schüler sind nicht auf dem Holzweg, wenn sie aus alten Paletten etwas Neues bauen. Gerade damit liegen sie voll im Trend und beweisen das mit den ersten zwei mobilen Kräuterbeeten. Diese entstanden unter Anleitung von Kursleiter Goswin Schreck, der mit seinen jungen Handwerkern aus der 8. Klasse im Wahlpflichtunterricht eine nachhaltige Idee umsetzte.
„Die Ergebnisse können sich sehen lassen“, sagt er beim Fototermin auf dem Schulhof, wo die Beete in der Nähe der Holzwerkstatt stehen.

„Die Schüler wurden erst langsam mit dem Projekt warm“, erinnert er sich an die ersten gemeinsamen Stunden im letzten Herbst. Die Aufbereitung der Holzteile sei für die Jungen noch sehr abstrakt gewesen. Mit den ersten sichtbaren Erfolgen wuchsen Begeisterung, Arbeitsleistung und Ideenreichtum.

Dieser reichte sogar für eine Tour mit dem schuleigenen Bus nach Bergen, wo verschiedene Hilfsmittel und Bauteile besorgt werden mussten. „Mir hat gefallen, dass wir selbst zum Baumarkt gefahren sind und die Materialien aussuchen durften“, meint Felix Bonau, einer der Kursteilnehmer. Ihm stimmt Philipp Neisener zu, der es super fand „mal aus der Schule raus zu kommen und Unterricht woanders zu machen.“

Die Beete-Bauer Philip Neisener, Kevin Krüger und Felix Bonau mit ihrem Lehrer Goswin Schreck. (v. l. n. r.) Foto: A. Farin
Die Beete-Bauer Philip Neisener, Kevin Krüger und Felix Bonau mit ihrem Lehrer Goswin Schreck. (v. l. n. r.) Foto: A. Farin

In gut 20 Arbeitsstunden recycelten die Beete-Tischler die vom Glasfaserausbau kostenlos zur Verfügung gestellten Paletten. Dabei nutzten sie die Maschinen und Materialien, die der Förderverein der Schule mit einer finanziellen Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie im vergangenen Winter anschaffen konnte. „Unsere Holzwerkstatt im Grünen durften wir im Wert von 7.500 Euro aufrüsten“, erklärt André Farin, Vorsitzender des Schul- und Sportvereins 09 Gingst. Das Interesse der Schüler an handwerklichen und Bastelarbeiten sei sehr groß und müsse unbedingt gefördert werden.

Inzwischen ist Erntezeit auf den mit Schwerlastrollen versehenen Beeten. Fast täglich gehen die Jungen um Goswin Schreck dorthin, um Zutaten für die Schülerspeisung zu holen: Schnittlauch für Salat und Salzkartoffeln, Rosmarin für den Gemüseeintopf oder eine Erdbeere für zwischendurch. „Eine lohnenswerte Investition“, schätzt Goswin Schreck ein, „für gut 100 Euro pro Beet haben wir eine wiederverwertbare Bereicherung des Schullebens geschaffen.“

Genehmigung einer Integrierten Gesamtschule

Klarheit für Schülerinnen, Schüler und Eltern an Stralsunder IGS

Greifswald – Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung hat vor Beginn des neuen Schuljahres mit dem Schulträger „unseKinder gGmbH“ vor dem Verwaltungsgericht Greifswald einen Vergleich hinsichtlich der beantragten Genehmigung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Stralsund geschlossen. Danach kann der Schulträger eine aufwachsende IGS bis einschließlich Klasse 12 betreiben.

Wie schon im vergangenen Sommer gelang es dem Schulträger, kurz vor dem Termin darzulegen, dass eine ausreichende Anzahl an Lehrkräften für das kommende Schuljahr auch aus Sicht des Gerichts vorhanden ist. Der Schulträger sicherte zudem zeitnah Nachbesserungen am Schulkonzept zu. Außerdem sagte der Träger zu, dem Bildungsministerium die Baupläne für das beabsichtigte Schulgebäude, einschließlich der darin enthaltenden Raumaufteilung, insbesondere im Hinblick auf die Fachunterrichtsräume, und den Mietvertrag vorzulegen.

Das Bildungsministerium als Schulaufsichtsbehörde muss sicherstellen, dass Eltern und Kinder personell ausreichende Bedingungen vorfinden, um den Bildungserfolg zu sichern. Demzufolge wurde in den Vergleich auch zu deren Schutz aufgenommen, dass der Schulträger bis zur Unterrichtsaufnahme geeignete Lehrkräfte gegenüber der Schulaufsicht nachweisen muss.

Bei der ebenfalls beantragten 13. Jahrgangsstufe hat das Gericht die Auffassung vertreten, dass diese ebenfalls zu genehmigen gewesen wäre. Da dies rechtlich sehr unterschiedlich beurteilt wird und es eine IGS mit 13. Jahrgangsstufe im staatlichen Bereich nicht gibt, wartet das Bildungsministerium die Urteilsgründe ab und prüft, ob es die Zulassung der Berufung beim Oberverwaltungsgericht Greifswald beantragen wird.

Durch den Nachweis, dass ausreichend Personal vorhanden ist, haben Eltern, Kinder und Schulträger nun Rechtssicherheit und die Gewähr, dass die Kinder an der Schule im kommenden Schuljahr personell ausreichende Bedingungen vorfinden.

Wie werde ich Lehrkraft im Seiteneinstieg?

Oldenburg: Im persönlichen Austausch Fragen klären und Perspektiven aufzeigen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern erweitert sein Informationsangebot zur Lehrkräftegewinnung. An sechs Orten präsentieren sich insgesamt 13 Schulen. Interessierte können sich über den Seiteneinstieg in den Lehrkräfteberuf informieren. Zwei Veranstaltungen haben in dieser Woche bereits stattgefunden. Die Veranstaltungen ergänzen die Aktivitäten der Lehrerwerbekampagne und die Informationen auf dem Karriereportal für den Schuldienst unter www.Lehrer-in-MV.de.

„Ich bin bei vielen Gelegenheiten angesprochen worden, wie der Seiteneinstieg als Lehrkraft gelingen kann“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Dieses Interesse von potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern nehmen wir auf und haben ein weiteres Informationsangebot eingerichtet. Da Lehrkräfte im Seiteneinstieg in vielen Fällen Eltern oder andere Verwandte sind, bietet es sich an, Informationen dort zu übermitteln, wo sich die Interessierten aufhalten. Informationsveranstaltungen finden deshalb vor Ort in den Schulen oder in anderen Einrichtungen statt. Zum einen können sich die Schulen vorstellen, an denen ein Einstellungsbedarf besteht. Zum anderen können im persönlichen Austausch Fragen geklärt und Perspektiven für den Einstieg in den Lehrkräfteberuf aufgezeigt werden. Die ersten beiden Veranstaltungen waren erfolgreich und fanden großen Zuspruch. Das zeigt uns, dass dieses Angebot richtig ist“, so Oldenburg.

Bildungsministerin Simone Oldenburg besucht die Veranstaltung in Crivitz, Staatssekretär Tom Michael Scheidung fährt nach Parchim. „Wer Interesse an einer Tätigkeit als Lehrkraft in Mecklenburg-Vorpommern hat, ist zu diesen Veranstaltungen herzlich eingeladen. Ich freue mich auf die Gespräche und den Austausch. Wir setzen alles daran, auch im kommenden Schuljahr den Unterricht abzusichern und Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern. Dazu benötigen wir ausgebildete Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und jene, die bereit sind, sich entsprechend zu qualifizieren. Gern kommen wir dazu mit allen Interessierten über Möglichkeiten für eine Beschäftigung an unseren Schulen ins Gespräch“, sagte die Bildungsministerin.

In Mecklenburg-Vorpommern absolvieren Lehrkräfte im Seiteneinstieg, die einen Bachelor oder einen Berufsabschluss haben, eine intensive, dreimonatige Vorqualifizierung, bevor sie ihre Tätigkeit in den Schulen aufnehmen bzw. zeitnah zu ihrer Einstellung. Als Bestandteil einer insgesamt 15-monatigen Grundlegenden Pädagogischen Qualifizierung (GPQ) enthält sie sowohl theoriegeleitete als auch schulpraktische Ausbildungsteile. An die GPQ schließt sich die dreijährige Modularisierte Qualifizierungsreihe (MQR) an. Wer beide Qualifizierungen mit Erfolg durchlaufen hat und den Zeitraum der Mindestbeschäftigung nachweisen kann, erfüllt die Voraussetzungen, einen Antrag auf Anerkennung einer Lehrbefähigung zu stellen.

Personen mit einem universitären Hochschulabschluss steht der berufsbegleitende Vorbereitungsdienst offen. Er startet mit einer sechsmonatigen Qualifizierung. Es folgt ein berufsbegleitender Vorbereitungsdienst, der 18 Monate dauert und mit der Zweiten Staatsprüfung abschließt.

Die Schulen laden zu den Informationsveranstaltungen über den Seiteneinstieg in den Schuldienst ein und informieren auch auf ihren Internetseiten über die genauen Termine. Die weiteren Termine sind:

Mittwoch, 21. Juni 2023

  • Förderschule Sternberg, Am Berge 3, 19406 Sternberg, 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr
  • Regionale Schule „Fritz Reuter“ und Regionale Schule mit Grundschule „Pestalozzi“ Demmin, Frauenstraße 18, 17109 Demmin, 16:30 Uhr

Montag, 26. Juni 2023

  • Regionale Schule mit Grundschule Malliß, Schulstraße 1, 19294 Malliß, 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Dienstag, 27. Juni 2023

  • Regionale Schule „Fritz Reuter“ Parchim, Mönchhof 6, 19370 Parchim, 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Donnerstag, 29. Juni 2023

  • Regionale Schule Crivitz, Bürgerhaus Crivitz, Rathausstraße 1, 19089 Crivitz, 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Freitag, 30. Juni 2023

  • Oskar-Picht-Gymnasium Pasewalk, Gymnasium Ueckermünde, Regionale Schule Strasburg, Regionale Schule Löcknitz, Regionale Schule Torgelow, Regionale Schule Pasewalk, Grundschule Pasewalk, Kulturforum Historisches U, An der Kürassierkaserne 9, 17309 Pasewalk, 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Mehr Kitas, weniger Tagespflegeeltern

Oldenburg: Krippe oder Tagespflege ist eine Entscheidung der Eltern

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern werden Kinder unter drei Jahren immer seltener von Tagespflegepersonen gefördert und betreut. Das Bildungsangebot in Kindertageseinrichtungen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Im Jahr 2006 gab es im Land noch 1.004 Kindertagesstätten, im vergangenen Jahr waren es bereits 1.134 Einrichtungen, also 130 Kitas mehr. Die Zahl der Tagespflegepersonen hat sich hingegen von 1.429 im Jahr 2006 auf 772 im Jahr 2022 verringert. Damit hat sich die Anzahl fast halbiert.

„Die Entscheidung für die Kinderkrippe oder für die Tagespflegeeltern ist eine Entscheidung der Eltern, die sie unter vielen Abwägungen treffen“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Ein weiterer Grund für den Rückgang der Tagespflegestellen ist die Altersstruktur der Fachkräfte.“ Im Jahr 2021 waren von den 818 Kindertagespflegepersonen 146 in einem Alter von über 60 Jahren. Sie erreichen demnächst das Ruhestandsalter. Außerdem komme ihre unterschiedliche Vergütung hinzu, die durch die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe festgelegt werde.

„Um hier Verbesserungen zu erzielen, gibt es die politischen Gremien vor Ort – die Kreistage, die Stadtvertretung, die Bürgerschaft oder die direkten Gespräche mit den Landräten. Eine landeseinheitliche Vergütungsregelung kann es nicht geben – im Übrigen wie bei den Erzieherinnen und Erziehern auch nicht – denn das wäre ein Eingriff in die Selbstverwaltung der kommunalen Ebene bzw. der Einrichtungsträger. Darüber hinaus ist eine landeseinheitliche leistungsgerechte Ausgestaltung einer Vergütung aus rechtlichen Gründen unzulässig. Die Landesregierung strebt jedoch weitere Verbesserungen an, um die Situation der Tagespflegepersonen zu verbessen“, sagte Oldenburg.

Im Rahmen der 4. Novelle des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG) ist die Umsetzung folgender Vorschläge geplant:

  • Kindertagespflegepersonen mit einer Qualifikation als Erzieherin bzw. als Erzieher dürfen bis zu sechs Kinder gleichzeitig betreuen.
  • Der Zusammenschluss von bis zu drei Kindertagespflegepersonen soll in ganz oder teilweise genutzten Räumlichkeiten, sogenannten Großtagespflegestellen, künftig ebenfalls möglich sein.
  • Es soll zudem möglich sein, dass Kindertagespflegepersonen auch Kinder in Krippen betreuen dürfen, wenn sie über eine langjährige Berufserfahrung verfügen, über eine QHB-Qualifizierung von 300 Stunden sowie einer regelmäßigen Teilnahme an Fortbildungen.

Diese Vorschläge werden von den Expertinnen und Experten im Anhörungsprozess bewertet. Weitere Ideen können von ihnen eingebracht werden.

Kindertagesförderung

Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kitas und Schulen stärken

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern soll es einen Masterplan für Bildung für nachhaltige Entwicklung für den Bereich der Kindertagesförderung und für Schulen geben. Der Landtag hat die Landesregierung beauftragt, einen solchen Masterplan zu entwickeln. Bildung für nachhaltige Entwicklung zielt darauf ab, den Umgang mit zukünftigen gesellschaftlichen Unsicherheiten und Problemlagen zu unterstützten, vernetztes Denken zu stärken und Problemlösungsfähigkeiten im Umgang mit Zielkonflikten zu entwickeln. Nachhaltigkeit meint dabei eine Entwicklung, die die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sowie der zukünftigen Generationen sichert.

„Die Erarbeitung des Masterplans für nachhaltige Entwicklung ist eine drängende Aufgabe, die jede und jeden in die Pflicht nimmt, Verantwortung für unser Leben und das der folgenden Generationen zu tragen. Mecklenburg-Vorpommern steht aber hier nicht am Anfang einer Entwicklung, sondern ist mitten drin. Es geht nun darum, die verschiedenen Einzelmaßnahmen weiter miteinander zu kombinieren, weiterhin planvoll die Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln und in einem Masterplan zusammenzuführen. Dafür könnte dann schon der Fachtag ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung – Türöffner für interkulturelle Wertschätzung in Kita und Schule‛ am kommenden Sonnabend an der Volkshochschule in Schwerin ein weiterer Schritt sein“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

In Kitas und Schulen gibt es viele Aktivitäten und Projekte, bei denen Bildung für nachhaltige Entwicklung im Mittelpunkt steht:

  • Seit mehr als 20 Jahren führt das Bildungsministerium gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung und dem Landwirtschaftsministerium den Wettbewerb „Umweltschule in Europa – Internationale Nachhaltigkeitsschule“ durch. Ca. 50 Schulen ringen alle zwei Jahre um die Umweltsterne. Sie widmen sich jeweils zwei Themen, um ihre Schule zu einer Umweltschule zu entwickeln und die Bildung für Nachhaltige Entwicklung strukturell fest zu verankern.
  • Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, die sich in diesem Jahr in „Stiftung Kinder forschen“ umbenannt hat, kooperiert in Mecklenburg-Vorpommern mit 11 Institutionen, die als Netzwerkpartner Fortbildungsangebote allen Kitas, über 86 Prozent der Horte und mehr als der Hälfte der Grundschulen bereitstellen.
  • Zu Partnern zählen weiterhin das DRK-Forschernetzwerk, JAMBUS, Die Platte lebt e. V. und Kleine Forscher im phanTechnikum. Durch dieses Netzwerk gibt es in Mecklenburg-Vorpommern über 1.400 aktive und zertifizierte Einrichtungen, 40 „Umweltkitas“, „Waldkitas“, Bauernhofkindergärten, Naturkindertagesstätten und sechs „Ackerkitas“.
  • Neun Kindertageseinrichtungen haben sich an dem Modellprojekt „Kita 2023 – Nachhaltigkeit erleben. Zukunft gestalten“ beteiligt, das vom Bildungsministerium gefördert wird. Die Kitas haben eine einrichtungsspezifische Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet, die beschreibt, was Nachhaltigkeit ist und beinhaltet. Aus diesem Modellprojekt sind in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium zwei Handreichungen entstanden: „Kita-Management nachhaltig gestalten“ sowie „Naturerfahrung und Bildung für nachhaltige Entwicklung im pädagogischen Alltag integrieren“.

Mehr Ganztag in Gingst

Schul- und Sportverein 09 Gingst sucht Honorarkräfte für Angebote an der Schule

Insel Rügen – Der Förderverein der Schule Gingst startet in diesem Sommer sein Programm „Mehr Ganztag in Gingst“ und sucht für das kommende Schuljahr Honorarkräfte, die sich mit einem eigenen Angebot in das Schulleben einbringen möchten.

„Die Schülerinteressen sind breit aufgestellt“, erklärt Vereinsvorsitzender André Farin, „vor allem im künstlerischen, musischen und handwerklichen Bereich brauchen wir neue Mitstreiter.“

Mit viel Spielraum für Ideen wolle man die aktuellen Arbeitsgemeinschaften und Lernangebote stärken und neue hinzugewinnen.

Bewerbungen und Nachfragen nimmt der Vorstand entgegen unter
info@schulegingst.de

Berufliche Orientierung

Berufswahl-SIEGEL für vorbildliche Berufliche Orientierung vergeben

Güstrow – Bildungsministerin Simone Oldenburg hat am Nachmittag im Hotel am Schlosspark in Güstrow 12 Schulen das Berufswahl-SIEGEL übergeben. Mit dem Siegel werden Schulen ausgezeichnet, die in vorbildlicher Weise die Berufliche Orientierung ausüben und die Schülerinnen und Schüler individuell und praxisnah auf das Arbeits- und Berufsleben vorbereiten. Das Fritz-Grewe-Gymnasium Malchin und das Regionale Berufliche Bildungszentrum Wirtschaft und Verwaltung Schwerin haben das Berufswahl-SIEGEL zum ersten Mal erhalten. Die anderen 10 Schulen wurden erneut zertifiziert und dürfen das Berufswahl-SIEGEL weiterhin führen.

„Eine gute Berufswahl, die den Interessen und Fähigkeiten von Jugendlichen entspricht, ist eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Berufsabschluss, den Eintritt in den Arbeitsmarkt und ein finanziell unabhängiges Leben im Erwachsenenalter“, betonte Bildungsministerin Oldenburg. „Die Berufliche Orientierung an unseren Schulen genießt daher einen hohen Stellenwert. Die Schulen, die heute das Berufswahl-SIEGEL erhalten, sind sich bewusst, welch zentrale Rolle dieses Thema im Schulalltag einnimmt. Wir werden die Berufliche Orientierung weiter stärken und überarbeiten dazu derzeit das Konzept für Berufliche Orientierung“, sagte sie.

Das Berufswahl-SIEGEL MV ist ein Projekt, das mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus gefördert wird. Das Siegel wurde im Schuljahr 2012/2013 erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern vergeben. Seit 11 Jahren setzten sich Akteurinnen und Akteure in Schulen und in der Wirtschaft für die Qualitätssicherung der Beruflichen Orientierung ein. Aktuell tragen 53 Schulen das Berufswahl-SIEGEL im Land. Für die Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e. V. und den DGB Nord übernehmen das Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e. V. und die Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben DGB Nord/VHS -Verband die Umsetzung des Projektes.

„Das Berufswahl-SIEGEL ist eine Auszeichnung von ganz besonderer Qualität“, lobte die Bildungsministerin. „Die Standards, die bei der Vergabe angewendet werden, weisen über unser Bundesland hinaus. Das Berufswahl-SIEGEL wird deutschlandweit nach vergleichbaren Kriterien vergeben und steht somit für eine bundesweit anerkannte Qualität. Ich gratuliere daher auch den Lehrkräften zu ihrer Arbeit und danke ihnen für ihr großes Engagement“, so Oldenburg.

Folgende Schulen wurden erneut zertifiziert:

  • Regionale Schule „Heinrich Schliemann“ in Neubukow
  • Don-Bosco-Schule in Rostock
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum „Claus-Jesup“ in Wismar
  • Regionale Schule „Werner-von-Siemens“ in Schwerin
  • CJD Christophorusschule Rügen in Sellin
  • Förderschule „Jan-Amos-Komensky“ in Barth
  • Förderschule „Janusz-Korczak“ in Wolgast
  • Fleesenseeschule – Verbundene Regionale Schule und Gymnasium in Malchow
  • Regionale Schule Nord in Neubrandenburg
  • Internationaler Bund – Kooperative Gesamtschule „Stella“ in Neubrandenburg