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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Mehr Mathe- und Deutschunterricht

Oldenburg: Stärkung der grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten in Kita und Grundschule

Schwerin – Vorbemerkung: Das Gutachten der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz „Sicherung von Mindeststandards und Erwerb basaler Kompetenzen für alle Schüler:innen. Perspektiven für die Grundschule“ wird heute in Berlin vorgestellt. Es beschreibt Wege, wie die wachsende Zahl von Grundschülerinnen und -schülern die Mindeststandards in den Unterrichtsfächern Deutsch und Mathematik schneller und effektiver erreichen kann.

 Mecklenburg-Vorpommern stärkt mit einem umfangreichen Maßnahmepaket die frühkindliche Bildung beim Übergang von der Kita in die Grundschule sowie innerhalb der Grundschule.

„Um die basalen Kompetenzen bei den Kindern in unserem Bundesland so früh und so gut wie möglich zu fördern, gehen wir neue Wege. In den Kindertagesstätten wird schrittweise in den kommenden Jahren eine Sprachstandsfeststellung erfolgen, um die Sprachentwicklung intensiver zu fördern und Defizite schnell zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.

Die Familien der Schulanfängerinnen und Schulanfänger erhalten künftig einen Wegweiser ‚Mein Kind kommt in die Schule‘, um den Übergang von der Kita in die Schule zu erleichtern.

Darin erhalten Eltern Unterstützung, wie sie grundlegende sprachliche, mathematische und sozial-emotionale Kompetenzen ihrer Kinder in ihrem Alltag fördern können“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Desweiteren werden die Kinder mit einer Willkommenswoche „Wir lernen uns und unsere Schule kennen“ an ihre Schulzeit herangeführt. Darüber hinaus werden in den ersten vier bis sechs Schulwochen die individuellen Lernvoraussetzungen für jedes Kind durch eine pädagogische Eingangsdiagnostik erfasst. Bereits durchgeführte regelmäßige Lernstandserhebungen und Lernfortschrittsmessungen werden in eine Teststrategie eingebettet, die vom Schulbeginn bis zum Schulende entwickelt wird.

„Ein weiterer wesentlicher Baustein der neuen Unterrichtsinhalte wird die schrittweise Einführung einer festen Lesezeit ab dem Schuljahr 2024/2025 sein.

Nach dem Modell von Hamburg wird auch unser Bundesland verbindliche tägliche Lesezeiten in den Unterricht integrieren und verstärken. Für die konkrete Umsetzung wird eine Arbeitsgruppe gebildet und erfolgt in den kommenden Wochen eine Anhörung bei den Lehrkräften, um ihre positiven Erfahrungen aufzunehmen “, so Simone Oldenburg.

Um die basalen Kompetenzen noch stärker zu fördern, sollen die Rahmenpläne der Grundschule überarbeitet und aktuelle Bildungsstandards mit aufgenommen werden: So wird die Stundenzahl für die Fächer Deutsch und Mathematik erhöht.

Zur Unterstützung der Grundschullehrkräfte wird weiterhin zusätzliches Personal beschäftigt. Alltagshilfen, Verwaltungsfachkräfte und zusätzliche unterstützende pädagogische Fachkräfte (upF) an Brennpunktschulen sollen die Lehrerinnen und Lehrer entlasten.

Das heute veröffentlichte Grundschulgutachten gibt Empfehlungen dazu, wie Bildung aus wissenschaftlicher Sicht gestaltet werden sollte. Das Gutachten bezieht sich auf die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends, wonach eine wachsende Zahl von Grundschülerinnen und -schülern die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik nicht erreicht. Es gibt eine klare Zielperspektive vor, damit alle Grundschulkinder die grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten, um vorgegebene Mindeststandards erreichen zu können.

„Aller Anfang ist leicht“

Oldenburg: Lehrerwerbekampagne und Welcome Center sind wichtige Netzwerke

Schwerin – Das Bildungsministerium und die Welcome Center im Land kooperieren bei der Lehrkräftegewinnung. Urlauber-Aktionstage, Sommerferienprogramm in den Sozialen Medien, gemeinsame Auftritte auf Schulmessen, Werbeartikel, Rückkehrertage: Wie erfolgreich verliefen die gemeinsamen Aktivitäten und was planen wir für das neue Jahr? Darüber tauschen sich am Dienstag, 13. Dezember 2022, Vertreterinnen und Vertreter des Bildungsministeriums und der Welcome Center Mecklenburg-Vorpommerns in Güstrow aus.

„Das von uns gemeinsam aufgebaute Netzwerk ist sehr wichtig, denn mit den Welcome Centern im Land verbindet uns das große Ziel der Fachkräftegewinnung“, sagt Simone Oldenburg. „Sie tragen dazu bei, dass Lehrerinnen und Lehrer schneller in ihre Heimatregion zurückkommen oder Lehramtsstudierende nach dem Examen zum Referendariat aufs Land gehen – und dort gut ankommen und heimisch werden.“

Zuletzt erarbeitete das Bildungsministerium in Abstimmung mit der Staatskanzlei und allen Welcome Centern einen gemeinsamen Flyer, in dem – unter Nutzung der Überblickskarte auf dem Landesportal www.mecklenburg-vorpommern.de/ankommen – die einzelnen Welcome Center bzw. – Welcome-Lotsen in Rostock, Wismar, Stralsund, Greifswald, Neubrandenburg, Pasewalk sowie Ludwigslust und Schwerin präsentiert und verlinkt werden. Der Flyer wird von allen Beteiligten genutzt. Das Bildungsministerium versendet den Flyer mit der Schulzuweisung; unter den Publikationen des Bildungsministeriums ist er auch als Download verfügbar.

Landesweit bieten die Welcome Center als Servicestellen zur Fachkräftegewinnung kostenfrei und unabhängig kompetente Beratung und Unterstützung – für alle, die nach Mecklenburg-Vorpommern zum Arbeiten und Leben ankommen.

Gesellschaftliches Engagement macht Schule

Oldenburg: Kinder und Jugendliche erlernen aktive Mitgestaltung

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern sollen noch mehr Schülerinnen und Schüler gesellschaftliches Engagement im Unterricht erlernen.

Das Bildungsministerium unterstützt gemeinsam mit der Initiative „Lernen durch Engagement in M-V“ (LdE in M-V) und weiteren Partnern Projekte, bei denen Kinder und Jugendliche ein soziales und gesellschaftliches Miteinander erleben und lernen.

Bildungsministerin Simone Oldenburg hat in Laage gemeinsam mit der Ehrenamtsstiftung M-V, der NORDMETALL-Stiftung, der Freudenberg Stiftung und der Stiftung Lernen durch Engagement – Service-Learning in Deutschland eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Ziel ist, Zukunftsthemen der Bildung praktisch zu vermitteln und dabei die Demokratiekompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu stärken.

„Der Unterricht mit „Lernen durch Engagement“ zeigt, wie Bildung für die Zukunft aussehen kann und es freut mich, wenn immer mehr Schulen im Land daran teilnehmen. Denn es werden bei den vielen tollen Projekten nicht nur Zukunftsthemen nachhaltig und praktisch vermittelt, vielmehr erlernen die Kinder und Jugendlichen auch, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und Teilhabe aktiv mitzugestalten“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg.

In Mecklenburg-Vorpommern erproben mittlerweile 14 Schulen die Lehr- und Lernform „Lernen durch Engagement“. Eine von ihnen ist das RecknitzCampus Laage. Die Schülerinnen und Schüler dort bauen, recherchieren und forschen am Naturlehrpfad in Laage als Teil ihres Unterrichtes – ein Beispiel dafür, wie Schulen Zukunftsthemen gemeinsam mit einem Engagement für die Gesellschaft vermitteln können.

Künftig soll die Lern- und Lernform auch an 10 Grundschulen ausgebaut werden; geplant ist zudem, die berufliche Orientierung durch „Lernen durch Engagement“ mit dem Berufswahlsiegel MV zu verbinden.

Um die Schulen dabei fachlich zu beraten, hat das Bildungsministerium eine zusätzliche Stelle geschaffen.

Die Initiative ist 2017 als Zusammenschluss der Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in M-V, der Stiftung Lernen durch Engagement – Service-Learning in Deutschland, der Freudenberg Stiftung, der NORDMETALL-Stiftung und der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e.V. gestartet.

Durch die Verbreitung von „LdE in M-V“ sollen Schülerinnen und Schüler schrittweise zur gesellschaftlichen Mitgestaltung befähigt werden und durch die Projektarbeit im Unterricht Mitbestimmung erfahren und erlernen.

 Die Initiative trägt auch dazu bei, dass sich die Unterrichts- und Lernkultur an den Schulen im Land eiter entwickelt. Um die Schulen bei diesem Prozess zu unterstützen, wurde von der RAA – Demokratie und Bildung M-V das LdE-Kompetenzzentrum mit Hilfe der Stiftungen eingerichtet. Das Bildungsministerium fördert das Kompetenzzentrum jährlich mit rund 111.000 Euro.

Auf der Suche nach Opferbiografien

Gingster Schüler recherchieren mit Volksbund für Kriegsgräberfürsorge zum Schicksal von Gefallenen der Weltkriege

Insel Rügen –  Ein Novum an der Gingster Schule. In einem neuen Wahlpflichtkurs beschäftigen sich Schüler aus den 9. Klassen mit einem für sie nicht alltäglichen Thema: Weltkriege und deren Folgen für die beteiligten Menschen.

Kursleiter Jörg Kruspe war überrascht, auf wie viel Interesse seine Idee am Anfang des Schuljahres stieß. Bereits in den Stunden zum Remarque-Klassiker „Im Westen nichts Neues“ erlebte er viele fragende junge Menschen. Zwar liege der 1. Weltkrieg über 100 Jahre zurück, doch noch immer möchten sie mehr über dessen Verlauf und Auswirkungen wissen.

Jetzt bekamen sie bei ihren Untersuchungen tatkräftige Hilfe von Mitarbeitern des Volksbundes für Kriegsgräberfürsorge aus Schwerin und von der Insel Rügen. Landesgeschäftsführer Karsten Richter besuchte den Kurs und gestaltete mit den Schülern eine gemeinsame Unterrichtseinheit.

„Wir berichten dabei nicht nur über unsere tägliche Arbeit“, erklärt Karsten Richter, der den Kreisvorsitzenden Thomas Reichenbach in die Unterrichtsstunde einbezogen hat. Vielmehr wolle man mit den Jugendlichen in eine konfliktreiche Zeit schauen, die damals viele Menschenleben gekostet habe. In einer Zeit, in der vor unserer Haustür Kriege stattfänden, seien Informationen und Aufklärung über geschichtliche Zusammenhänge immer Bestandteil im Unterricht.

Karsten Richter vom Volksbund für Kriegsgräberfürsorge im Gespräch mit Francis Easterbrook, Charlotte Rösch und Leon Pingler sowie Kursleiter Jörg Kruspe (v. l. n. r.) Foto: André Farin
Karsten Richter vom Volksbund für Kriegsgräberfürsorge im Gespräch mit Francis Easterbrook, Charlotte Rösch und Leon Pingler sowie Kursleiter Jörg Kruspe (v. l. n. r.) Foto: André Farin

„Ich denke, es ist wichtig zu wissen, was in dieser schrecklichen Zeit vor sich ging und in unserem Fall auch, was mit den Kriegstoten passierte“, meint Charlotte Rösch aus der 9b am Ende der Projektstunden. Sie begrüßt die das Anliegen von Karsten Richter, der unter anderem die Datenbank des Volksbundes für Nachforschungen vorstellte. Gerade mit dem Recherche-Instrument der Kriegsgräberfürsorge werden persönliche Schicksale für Schüler nachvollziehbar.

Sie können sich viel besser mit der Thematik beschäftigen und die Hilfe für die Rekonstruktion von Opferbiografien nutzen. Eine Arbeitsaufgabe für den Kurs bestehe darin, zu dem Schicksal von 120 Gingster Männern Nachforschungen anzustellen. Sie werden auf dem Gingster Kriegerdenkmal erwähnt, das von dem ortsansässigen Verein zurzeit wiederhergestellt wird. „Das ist eine mühsame Arbeit“ erklärt Jörg Kruspe, „weil es erst einmal wenige Anknüpfpunkte gibt“.

Und trotzdem werden die jungen Forscher in der Gemeinde aktiv und suchen nach Angehörigen, um beispielsweise biografische Angaben und Momente der Gefallenen und ihrer Familien herauszufinden.

Das ist ein wesentlicher Baustein ihrer wöchentlichen Arbeit. Ein Ergebnis ihres Kurses haben sie bereits der Gingster Bürgermeisterin übergeben. Sie verfassten einen würdigen Text für die 4. Tafel an dem Kriegerdenkmal. Darin gedenken sie der Opfer aller Kriege, von Diktaturen, Gewalt, Hass und Terror und drücken ihre Achtung vor deren Lebensleistung aus.

„Ich freue mich darüber, dass sich die Schule Gingst bei der Nutzung des Denkmals so aktiv einbringt“, sagt Bürgermeisterin Gerlinde Bieker. In dieser Form bekomme das es eine Bedeutung, die wie in anderen Orten der Insel auch über den Bezug zum 1. Weltkrieg hinausgehe.

Förderprogramm für Alltagshelfer*innen

Oldenburg: neue Auflage der Förderung bedeutet Sicherheit und Planbarkeit

Schwerin – Um das Kita-Personal weiterhin zu entlasten, unterstützt das Land mit der Finanzierung der Alltagshelferinnen und Alltagshelfer die Kitas auch im neuen Jahr.

Die neue Förderrichtlinie sieht eine zweijährige Finanzierung ab Januar 2023 vor. Damit können bestehende Verträge der Alltaghelferinnen und -helfer verlängert und neue geschlossen werden.

„Wir freuen uns, dass die Förderung durch das Land auch in den kommenden Jahren weitergeführt werden kann. Für viele Kitas ist die Unterstützung durch die Alltagshelferinnen und -helfer mittlerweile ein verlässlicher Pfeiler. Die Verlängerung der Förderung gibt ihnen Sicherheit und Planbarkeit. Erzieherinnen und Erzieher an den Kitas leisten eine tolle, aufopferungsvolle pädagogische Arbeit. Deshalb ist es besonders wichtig, sie bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen und von nicht-pädagogischen Tätigkeiten zu entlasten“, sagt Bildungsministerin Oldenburg.

Insgesamt stellt das Land 4 Millionen Euro im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2024 zur Verfügung. Die Kitas können über ihre Träger bis zu 6.500 Euro für die Alltagshelferinnen und -helfer beantragen.

Alltagshilfen sollen für ihren Einsatz in den Kitas auch geschult werden. An den vom Land finanzierten Fortbildungen können neu eingestellte und bereits beschäftigte Alltagshelferinnen und -helfer ab dem neuen Jahr kostenfrei teilnehmen. In den Kursen wird unter anderem Wissen zu den Rechten und Pflichten in der Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Personal und den Eltern vermittelt.

Alltagshelferinnen und -helfer sind kein pädagogisches Personal. Sie sollen das Kita-Fachpersonal bei einfachen und alltäglichen Arbeiten entlasten. So unterstützen sie es im hauswirtschaftlichen Bereich; zum Beispiel helfen sie in der Küche, beim Tischdecken, räumen mit auf oder kümmern sich um die Desinfektion.

Im Förderzeitraum 2021 wurden landesweit insgesamt 358 Alltagshelferinnen und -helfer neu eingestellt. Zudem wurden bei 175 Personen Stunden zur Übernahme von Alltagshelfertätigkeiten aufgestockt. Die Zahlen für 2022 werden im Frühjahr erwartet.

Förderprogramm für Alltagshelfende in Kitas

Oldenburg: neue Auflage der Förderung bedeutet Sicherheit und Planbarkeit

Schwerin – Um das Kita-Personal weiterhin zu entlasten, unterstützt das Land mit der Finanzierung der Alltagshelferinnen und Alltagshelfer die Kitas auch im neuen Jahr.

Die neue Förderrichtlinie sieht eine zweijährige Finanzierung ab Januar 2023 vor. Damit können bestehende Verträge der Alltaghelferinnen und -helfer verlängert und neue geschlossen werden.

„Wir freuen uns, dass die Förderung durch das Land auch in den kommenden Jahren weitergeführt werden kann. Für viele Kitas ist die Unterstützung durch die Alltagshelferinnen und -helfer mittlerweile ein verlässlicher Pfeiler. Die Verlängerung der Förderung gibt ihnen Sicherheit und Planbarkeit. Erzieherinnen und Erzieher an den Kitas leisten eine tolle, aufopferungsvolle pädagogische Arbeit. Deshalb ist es besonders wichtig, sie bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen und von nicht-pädagogischen Tätigkeiten zu entlasten“, sagt Bildungsministerin Oldenburg.

Insgesamt stellt das Land 4 Millionen Euro im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2024 zur Verfügung. Die Kitas können über ihre Träger bis zu 6.500 Euro für die Alltagshelferinnen und -helfer beantragen.

Alltagshilfen sollen für ihren Einsatz in den Kitas auch geschult werden. An den vom Land finanzierten Fortbildungen können neu eingestellte und bereits beschäftigte Alltagshelferinnen und -helfer ab dem neuen Jahr kostenfrei teilnehmen. In den Kursen wird unter anderem Wissen zu den Rechten und Pflichten in der Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Personal und den Eltern vermittelt.

Alltagshelferinnen und -helfer sind kein pädagogisches Personal. Sie sollen das Kita-Fachpersonal bei einfachen und alltäglichen Arbeiten entlasten. So unterstützen sie es im hauswirtschaftlichen Bereich; zum Beispiel helfen sie in der Küche, beim Tischdecken, räumen mit auf oder kümmern sich um die Desinfektion.

Im Förderzeitraum 2021 wurden landesweit insgesamt 358 Alltagshelferinnen und -helfer neu eingestellt. Zudem wurden bei 175 Personen Stunden zur Übernahme von Alltagshelfertätigkeiten aufgestockt. Die Zahlen für 2022 werden im Frühjahr erwartet.

Außerschulische MINT-Bildung

Oldenburg: wichtiges Portal für vielfältige Einblicke in Naturwissenschaft und Technik

Schwerin – Unter www.mintforum-mv.de finden Lehrkräfte sowie Schüler:innen und Eltern ab sofort eine Übersicht der außerschulischen MINT-Lernorte und -Angebote im Land. Ganz gleich, ob ein Ziel für die nächste Exkursion oder Klassenfahrt gesucht ist, ein Projekttag außerhalb der Schule stattfinden soll oder ein Kooperationspartner gebraucht wird – alle Anliegen rund um außerschulische MINT-Bildung haben nun eine gemeinsame Adresse.

Mit der Gründung des MINTforums MV im Sommer 2021 wurde ein Ort des Austausches und der Entwicklung für Schulen gemeinsam mit sowohl bekannten Akteuren als auch den „hidden champions“ der MINT-Bildung unseres Bundeslandes geschaffen. Die Vision der Initiative ist es, die Aktivitäten aller MINT-Bildungseinrichtungen an alle Schüler:innen heranzutragen.

„Wir unterstützen das MINTforum, denn es ist ein sehr wichtiges und spannendes Portal für Schülerinnen und Schüler. Es ermöglicht allen Kindern und Jugendlichen, an Bildung teilzuhaben, Zusammenhänge zu entdecken und weckt ihren Erfinder- und Forschergeist. Gleichzeitig können die Schülerinnen und Schüler durch die vielseitigen Einblicke in die MINT-Fächer ihre Kompetenzen und Stärken in der Naturwissenschaft und in der Technik entdecken. Das unterstützt sie sehr auf dem Weg zu ihrer beruflichen Orientierung“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„MINT-Bildung ist besonders erfolgreich und nachhaltig, wenn sie im Zusammenspiel zwischen außerschulischer und schulischer Bildung stattfindet. Wir freuen uns, dass nun eine zentrale Internet-Plattform alle Akteure und Angebote der MINT-Bildung schnell und übersichtlich präsentiert“, unterstreicht Kirsten Wagner, Geschäftsführerin der NORDMETALL-Stiftung.

„Der Ausbau der MINT-Angebote für alle Lernenden und die Vernetzung der Anbieter:innen ist elementar, um mehr Kinder bereits im Schulalter für die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe und die MINT-Studiengänge zu begeistern, denn: MINT-interessierte Jugendliche sind die Fachkräfte von morgen, die wir hier in MV dringend benötigen.“, sagt Sven Müller, Geschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern.

„Mit dem MINTforum MV haben wir bereits einen guten Weg für die MINT-Bildung in Mecklenburg-Vorpommern eingeschlagen. Es ist schön, dass die neue Webseite nun auf einen Blick alles Wissenswerte zu den bestehenden MINT-Angeboten und -Initiativen bietet,“ so Dr. Nina Lemmens, Vorständin der Joachim Herz Stiftung.

Die Stärkung der MINT-Bildung im Kontext der schulischen und außerschulischen Bildung ist von zunehmender Dringlichkeit, wenn es um die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft für die Gesellschaft geht. „Naturwissenschaftliche Bildung ist eine Voraussetzung, dass künftige Generationen kompetente Entscheidungen beispielsweise zu den drängenden Fragen des Umgangs mit Kunststoffen, den Folgen der Industrialisierung der Landwirtschaft und zu Fragen des Klimaschutzes treffen können. Das MINTforum MV bietet eine perfekte Plattform, um möglichst viele Lernende, Lehrende und zukünftige Lehrende zu erreichen“, erläutert Prof. Dr. Carolin Retzlaff-Fürst, Lehrstuhlinhaberin Fachdidaktik Biologie an der Universität Rostock.

Auch für die Chancengleichheit der heranwachsenden Generation von Jungen und Mädchen in der künftigen Arbeitswelt ist die Vernetzung der MINT-Akteure aller Bereiche essenziell. „Das dokumentieren schon unsere Ausbildungsmarktdaten“, sagte Margit Haupt-Koopmann, ehemalige Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit zum Start des MINTforums im August 2021. „Der Frauenanteil unter den Bewerber:innen für eine duale Ausbildung in den MINT-Berufen liegt aktuell in Mecklenburg-Vorpommern bei 11,8 Prozent. Hier zeigt sich, dass wir insbesondere die Potentiale junger Frauen noch viel stärker entwickeln und nutzen müssen. Zu diesem Zweck ist die Vernetzung aller Arbeitsmarkt- und Bildungspartner des Landes notwendig. Das MINTforum MV bildet hierfür eine unverzichtbare Plattform“

Das MINTforum MV wird gemeinsam initiiert und gefördert durch das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung MV, die Bundesagentur für Arbeit, die Joachim Herz Stiftung und die NORDMETALL-Stiftung. Mitinitiatoren sind die Körber-Stiftung, das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung sowie die Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. Träger des Projektes ist das Bildungswerk der Wirtschaft MV e.V.

Mit regionalen Netzwerken für die MINT-Bildung haben die beteiligten Stiftungen bereits in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen gute Erfahrungen gesammelt. In gemeinsamen Netzwerktreffen tauschen sich hier die MINT-Akteure fachlich aus, schmieden Kontakte und Kooperationen und geben den Anstoß zu neuen Projekten.

Förderung von Kinder- und Jugendfreizeiten

Schwerin – 150.000 Euro zusätzlich stellt das Sozialministerium freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe für das Jahr 2023 bis einschließlich der kommenden Sommerferien zur Verfügung. „Die Mittel sind bestimmt für Kinder- und Jugendreisen und Freizeitaktivitäten und stammen aus dem Aktionsprogramm ‚Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche‘ des Bundes“, gab Sozialministerin Stefanie Drese heute bekannt.

Die Extra-Förderung ist nach Ansicht der Ministerin sinnvoll, da Kinder und Jugendliche von den teils harten Einschränkungen des täglichen Lebens während der Corona-Pandemie in den vergangenen zweieinhalb Jahren besonders betroffen gewesen seien. „Vor allem soziale Kontakte und das für die Entwicklung junger Menschen essentielle Miteinander mit Gleichaltrigen, auch außerhalb des eigenen Sozialraums, waren eingeschränkt“, verdeutlichte Drese.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellte daher aus dem Bundesaktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ schon für die Jahre 2021 und 2022 zusätzlich rund 570.000 Euro für Kinder- und Jugendfreizeiten zur Verfügung.

Durch das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ des Bundesjugendministeriums soll nicht nur das bildungsorientierte Aufholen von Lernrückstanden, sondern auch das soziale Lernen und das Miteinander mit Freunden, Gleichaltrigen, im Sport, in der Freizeit, außerhalb des eigenen Zuhauses und der formalen Bildungseinrichtungen gefördert werden.

„Wir wollen deshalb auch im kommenden Jahr nochmals weitere Angebote zusätzlich zu unserer regulären Förderung von Kinder- und Jugendfreizeiten ermöglichen“, so Drese. Diese können durch freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe bis einschließlich der Sommerferien durchgeführt werden.

Ministerin Drese zeigte sich erfreut über die bisherige umfangreiche Nutzung des vom Bund initiierten und von der Landesregierung umgesetzten Aktionsprogramms. „Insgesamt konnten in den vergangenen zwei Jahren rund 150 zusätzliche Angebote mit ca. 7.000 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden. Ich hoffe im nächsten Jahr kommen noch viele dazu“, so Drese.

Einen besonderen Dank richtete Drese an die freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe, die Freizeiten organisiert und umgesetzt haben. „Ohne das enorme Engagement der Träger und Veranstalter von Kinder- und Jugendreisen, wie u. a. die Jugendverbände des Landes, wäre es nicht möglich gewesen, so viele junge Menschen zu erreichen“, verdeutlichte Drese.

Anträge auf Förderung von Kinder- und Jugendfreizeiten können auch weiterhin beim Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS) gestellt werden. Die Antragsunterlagen finden Sie auf der Website des LAGuS (https://www.lagus.mv-regierung.de/Foerderungen/Sonderregelungen-im-Zusammenhang-mit-der-Corona-Pandemie/) unter „Zusätzliche Förderung von Kinder- und Jugendfreizeiten“.