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Kategorie: Landtag und Regierung MV

Drese auf dem Zahnärztetag

Prävention besonders in den Fokus nehmen

Rostock – Gesundheitsministerin Stefane Drese hat auf dem Landes-Zahnärztetag in Rostock die gute Qualität und überwiegend gute ambulante allgemeinzahnärztlichen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern hervorgehoben. „Die Gewährleistung dieses hohen Niveaus ist das Ergebnis kontinuierlichen Engagements und eines hohen Anspruchs der Zahnärztinnen und Zahnärzte im Land an die eigene Arbeit“, sagte Drese in ihrem Grußwort.

Die Ministerin betonte, dass in den städtischen Regionen Greifswald, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin, Stralsund und Wismar ein sehr guter Grad der vertragszahnärztlichen Versorgung zu verzeichnen ist. „Hier sprechen wir planungsrechtlich sogar von einer Überversorgung“, so Drese. Die Landkreise hingegen seien personell schwächer aufgestellt.

Auch im Bereich der zahnmedizinischen Versorgung stehe Mecklenburg-Vorpommern vor allem infolge des demografischen Wandels vor Herausforderungen, um auch in Zukunft eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung sicherzustellen.

Gegenwärtig würden in vielen Planungsbereichen Nachfolger für zahnmedizinische Praxen gesucht, führte Drese weiter aus. Aus diesem Grund sei in diesem Jahr ein Strukturfonds eingerichtet worden, in den die Kassenzahnärztliche Vereinigung MV sowie die Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen einzahlen. „Für das Förderjahr 2023 stehen Finanzmittel von insgesamt 830.000 Euro zur Verfügung, um Gründungen, Übernahmen oder Anstellungen vor allem in ländlichen oder strukturschwachen Regionen zu unterstützen“, so die Ministerin.

Drese warb darüber hinaus die Bereiche Gesundheitsförderung und Prävention besonders in den Fokus zu rücken. „Im Bereich der Zahnmedizin kommt dem Öffentlichen Gesundheitsdienst als dritte Säule des Gesundheitsdienstes vor allem beim Thema Prophylaxe eine wichtige Funktion zu“, verdeutlichte Drese.

Durch den Personalaufwuchs aus dem Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst konnte auch beim zahnärztlichen Dienst eine personelle Verstärkung erreicht werden, der insbesondere für die Versorgung und Präventionsmaßnahmen von Kindern und Jugendlichen genutzt werden sollte.

Apfelsaison gestartet

Äpfel – das am häufigsten angebaute Baumobst in MV

Dodow – Heute eröffnete Minister Dr. Till Backhaus bei der riha Wesergold Getränke GmbH in Dodow die diesjährige Apfelsaison.

„Ich möchte alle Verbraucherinnen und Verbraucher dazu ermuntern, das vielfältige Angebot unserer Obstbauern in MV zu nutzen und somit den regionalen Apfelanbau zu unterstützen. Wir haben hier eine leistungsstarke und technologisch hochmoderne Obstverarbeitungsindustrie vor Ort. Es werden zwischen 85 und 90 Prozent der Apfelernte zu Saft, Mark, Mus und Trockenobst verarbeitet und veredelt. Kurze Wege zwischen Erzeuger und Verarbeiter befördern die Nachhaltigkeit der hiesigen Produktion.

Der sehr hohe Verarbeitungsanteil ist ein regionales Spezifikum und deutschlandweites Alleinstellungsmerkmal, worauf wir stolz sein können. Die übrigen 10 bis 15 Prozent werden auf dem Tafelapfelmarkt abgesetzt. Rund zwei Drittel der gesamten Apfelanbaufläche befinden sich übrigens im Landkreis Ludwigslust-Parchim“, sagt Backhaus.

Äpfel sind nach wie vor das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. EU-weit wird 2023 die Apfelerzeugung im Vergleich zum Vorjahr auf geschätzt 11,4 Millionen Tonnen zurückgehen (2022: 12,17 Millionen Tonnen). Die diesjährige europäische Ernte entspricht jedoch dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre (+0,3 %). Für Deutschland sagt die Prognose eine Ernte in Höhe von 950.000 Tonnen voraus und damit einen spürbaren Rückgang des Apfelaufkommens gegenüber 2022. Dieser Wert liegt 8 Prozent unter dem Dreijahresmittel.

Im Jahr 2022 wurden rund 1,1 Millionen Tonnen Äpfel geerntet. Damit lag die vergangene Apfelernte etwa 66.000 Tonnen oder 6,6 % über dem Niveau des Vorjahres. Im Wirtschaftsjahr 2021/2022 betrug der Selbstversorgungsgrad mit Äpfeln in Deutschland rund 48 Prozent. Pro Kopf wurden im gleichen Zeitraum in Deutschland 22,4 kg Äpfel verzehrt.

Die Anbaufläche für Äpfel nahm in Deutschland im gleichen Zeitraum um rund 520 Hektar oder 1,5 % ab. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2021 fiel die Apfelernte 2022 etwa 100.000 Tonnen und damit 10,3 % höher aus. Nach den besonders guten Erntejahren 2014 und 2018 mit jeweils mehr als 1,1 Millionen Tonnen lag die Apfelernte 2022 auf Platz drei der ertragreichsten Apfelernten der vergangenen zehn Jahre. Ausschlaggebend war zum einen der gute Fruchtansatz im Frühjahr und zum anderen der witterungsbedingt geringe Krankheits- und Schädlingsbefall.

„Nach dem starken Absatz in den vergangenen Monaten bewegen sich die aktuellen Apfelvorräte auf einem niedrigen Niveau. Der Einzelhandel wartet auf ‚frische Ware‘. Der Übergang zur neuen Ernte wird nach meiner Einschätzung reibungslos verlaufen. Die große Unbekannte bleibt aber das Kaufverhalten. Die immer noch relativ hohe Inflationsrate und die Preissteigerungen in allen Bereichen schmälern das frei verfügbare Nettoeinkommen“, sagt Minister Backhaus.

Unternehmen in MV erwarten nach einer Befragung Ende Juni eine geringere Apfelernte als im Vorjahr. Es wird mit rund 23.000 Tonnen gerechnet, was einem Rückgang gegenüber dem zehnjährigen Durchschnitt von 30 Prozent (33.000 Tonnen) und von rund 40 Prozent gegenüber dem sehr ertragreichen Erntejahr 2022 (38.586 Tonnen) entspricht.

Gründe hierfür sind Spätfrostschäden an den Blütenknospen in der ersten Aprilwoche, physiologisch bedingte Alternanz, ein starker Junifruchtfall während der extremen Vorsommertrockenheit und im Herbst 2022 in Größenordnungen vorgenommene Rodungen nicht mehr marktgerechter, überalterter Bestände. Diese werden im Herbst dieses Jahres durch Neupflanzungen vollständig ersetzt.

Die Fruchtqualität ist (bisher) gut. So gibt es aufgrund des von Blühbeginn bis Anfang Juli sehr niederschlagsarmen Wetters kaum Probleme mit Schorfbefall. Lokal begrenzt sind allerdings Schäden durch Hagelschlag zu beobachten.

Im Jahr 2022 bauten in Mecklenburg-Vorpommern 44 Betriebe (2017: 43 Betriebe) auf einer Fläche von 1.546 Hektar (2017: 1686 Hektar) Äpfel an. Davon werden 1.067 Hektar vollständig ökologisch bewirtschaftet (69 Prozent).

Nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern betrug 2022 der Anteil von Äpfeln an der Baumobst-Anbaufläche 82,8 Prozent. Das ist im Vergleich zu 2017, dem vorherigen Erhebungsjahr, zwar ein Rückgang um 4,6 Prozentpunkte. Dennoch stehen Äpfel im Land weiterhin auf dem ersten Platz der am häufigsten angebauten Baumobstarten.

Die wichtigsten Obstsorten bei den Tafeläpfeln im Nordosten sind Elster mit einem Anteil von 25 Prozent an der Gesamtanbaufläche, gefolgt von Nagold (16,5 Prozent) und Jonagored (12,4 Prozent). Boskoop als vielleicht bekanntester Koch- und Back-Apfel rangiert in MV mit einem Anteil von 2,6 Prozent auf Platz 6 der wichtigsten Apfelsorten.

Einladung zur Elternsprechstunde

Oldenburg: Bildung muss gemeinsam gestaltet werden

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg setzt ihre Besuche in Staatlichen Schulämtern in Mecklenburg-Vorpommern fort. Am Montag, 18. September 2023, besucht die Ministerin das Staatliche Schulamt Schwerin und lädt dort auch zu einer Elternsprechstunde ein.

„Bei den Besuchen möchte ich den Austausch fortsetzen, Probleme lösen und Anregungen aufnehmen“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wenn wir etwas verbessern wollen, können wir das nur zusammen. Bildung muss gemeinsam gestaltet werden. Ich freue mich daher auf die persönlichen Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Staatlichen Schulamtes Schwerin und möchte auch die Eltern ermuntern, das Gespräch zu suchen“, sagte Oldenburg.

Die Ministerin bietet in Schwerin auch eine Lehrersprechstunde an. Zudem sind Gespräche mit dem Stadtschülerrat und dem Stadtelternrat Schwerin geplant. Anliegen der Ministerin ist es, mit Lehrkräften, Schulleitungen sowie Diagnostikerinnen und Diagnostikern, aber auch mit Eltern- und Schülervertretungen ins Gespräch zu kommen, um zu erfahren, was in Schulen gut läuft und wo Änderungen oder Nachbesserungen erfolgen müssen.

Die Elternsprechstunde im Schulamtsbereich Schwerin findet am Montag, 18. September 2023, von 17:30 bis 19:30 Uhr, im Staatlichen Schulamt Schwerin, Friedrich-Engels-Straße 47, 19061 Schwerin, statt.

Interessierte Eltern melden sich für einen Gesprächstermin bitte bis Freitag, 8. September 2023, ausschließlich per E-Mail beim Staatlichen Schulamt Schwerin unter info@schulamt-sn.bm.mv-regierung.de und unter Angabe der Namen der teilnehmenden Personen, des Gesprächsthemas und der Schule des Kindes an.

Wirtschaftsforum Offshore Wind

Meyer: Chancen für die Offshore-Windkraft im Ostseeraum nutzen

Insel Rügen – Das seit dem Jahr 2012 jährlich stattfindende Wirtschaftsforum Offshore ist ein Branchentreffpunkt der Offshore-Windwirtschaft. In den vergangenen 11 Jahren hat die Veranstaltung auf Helgoland stattgefunden, in diesem Jahr treffen sich die ca. 130 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erstmals in Binz auf Rügen.

Wirtschafts- und Infrastrukturminister Reinhard Meyer stellte zur Begrüßung die wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energiegewinnung für MV heraus: „Der heutige Ort der Veranstaltung zeigt, dass hier in Mecklenburg-Vorpommern in Sachen klimafreundliche Energiegewinnung auf dem Meer eine Menge passiert und erhebliche weitere Entwicklungspotenziale gesehen werden. Der Ausbau von Offshore-Windenergie in der Ostsee und die Vernetzung im baltischen Raum findet immer stärkere Bedeutung und kann zu einem enormen Wachstumsfeld für den gesamten Ostseeraum werden.“

Zum diesjährigen Schwerpunktthema „Ausbau von Offshore-Wind im baltischen Raum und Vernetzung“ war extra die Vizeministerin für Energie der Republik Litauen, Frau Daiva Garbaliauskaité angereist.

„Mecklenburg-Vorpommern hat sich im Rahmen des aktuellen Koalitionsvertrages ambitionierte Ziele gesetzt: Wir wollen bis spätestens zum Jahr 2035 rechnerisch unseren gesamten Energiebedarf nicht nur für Strom, sondern auch für Wärme und Mobilität zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen decken und bis zum Jahr 2040 soll unser Land klimaneutral werden“, führte Wirtschafts- und Infrastrukturminister Reinhard Meyer zur Begrüßung weiter aus.

Ein wichtiges Ziel der Landesregierung MV ist die Verstärkung der Offshore-Kooperation im Ostseeraum. MV ist bereits an mehreren grenzüberschreitenden Projekten im Offshore-Leitungsbereich beteiligt, insbesondere dem Projekt „Kriegers Flak – Combined Grid Solution“ mit Dänemark (in Betrieb seit 2020) und „Hansa Power Bridge“ mit Schweden (geplante Inbetriebnahme 2025/26).

Am 30. Juni 2023 waren in Deutschland 1.563 Offshore-Windenergieanlagen (OWEA) mit einer Leistung von insgesamt 8,4 GW in Betrieb. Davon haben 24 OWEA mit einer Leistung von insgesamt 229 MW im ersten Halbjahr 2023 erstmals in das Stromnetz eingespeist (Windpark Arcadis Ost 1 im Küstenmeer Mecklenburg-Vorpommerns).

Die in Deutschland installierte Leistung der OWEA mit Einspeisung in das Netz ist mit 7,1 GW größtenteils in der Nordsee verortet, 1,3 GW entfallen auf die Ostsee. Sowohl in der Nordsee als auch in der Ostsee sind die OWEA überwiegend in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) installiert (7,9 GW), deutlich weniger Anlagen sind im Küstenmeer installiert (0,5 GW).

Am 01. Januar 2023 ist die Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) zur Erhöhung der Ausbauziele für Offshore-Windenergie in Kraft getreten. Die erhöhten Ziele sehen vor, dass die installierte Leistung von Offshore-Windenergieanlagen bis zum Jahr 2030 auf mindestens 30 GW, bis zum Jahr 2035 auf mindestens 40 GW und bis 2045 auf mindestens 70 GW gesteigert wird.

Merseburger Digitaltage

Online-Bauantrag aus M-V bei Merseburger Digitaltagen / 150 Baubehörden bereits an digitales Verfahren angeschlossen

Merseburg – Bei den Merseburger Digitaltagen vom 30. bis 31. August haben die Digitalisierer aus dem Innenministerium M-V vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung das digitale Bauantragsverfahren und seine Nutzung in der Praxis vorgestellt.

„Das Echo war durchweg positiv. 550 der insgesamt 691 Bauaufsichtsbehörden in Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und natürlich auch bei uns in M-V haben bereits bekundet, dass sie das bei uns im Land als Einer-für-Alle-Leistung entwickelte Verfahren nutzen zu wollen. 150 Bauaufsichtsbehörden sind bereits an die Digitale Baugenehmigung angeschlossen und werden nun schrittweise in den Produktivbetrieb überführt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Digitalisierungsminister Christian Pegel heute in Schwerin und führte weiter aus:

„In einem Workshop haben unsere Kollegen den Vertretern der Bundesländer, die Interesse an unserem Baugenehmigungsverfahren bekundet oder die Nutzung schon zugesagt haben, gezeigt, wie es praktisch funktioniert. Das sorge für weitere Begeisterung. Es wurden aber auch Maßnahmen besprochen, wie sich der bundesweite Rolloutprozess weiter beschleunigen lässt“, so der Minister.

Christian Pegel dankte allen, die das Online-Verfahren aus M-V in Merseburg vorgestellt und ausprobiert haben und warb erneut dafür: „Unser Verfahren spart Zeit, Geld, Papier ­ für die Antragsteller genauso wie für die Genehmigungsbehörden.“

Mehr dazu, was das digitale Baugenehmigungsverfahren aus M-V alles kann, lesen Sie unserer Pressemitteilung zum ersten Platz dieser Digitalisierungsleistung im bundesweiten E-Government-Wettbewerb 2022 ­ – und auch, wie es sich auf Mecklenburg-Vorpommerns Ranking im bundesweiten Digitalisierungsindex auswirkt.

Paludi-Projekt in M-V

Anklam – Gemeinsam mit dem Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, hat Bundesumweltministerin Steffi Lemke ein Pilotvorhaben zum Moorbodenschutz am Stettiner Haff besucht. Die Projektflächen umfassen ca. 520 Hektar im Polder Bargischow Süd (bei Anklam) und ca. 388 Hektar im Polder Sandhagen (bei Friedland). Das Bundesminis­terium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) fördert das Vorhaben mit rund 12,6 Mio. Euro.

„Das aktuelle Paludi-Vorhaben wird von der Landge­sellschaft Mecklenburg-Vorpommern und der Universi­tät Greifswald als Verbundvorhaben von 2021 bis 2031 umgesetzt, wobei beispielhaft Lösungswege zur Minderung der Treibhausgas (THG)- Emissionen sowie Torferhaltung aus bewirtschafteten Moorböden aufgezeigt werden sollen“, erklärt Minister Backhaus.

Pilothaft würden die Etablierung und Bewirtschaftung von Nassgrünland sowie von Anbau-Paludikulturen (Rohrkolben, Schilf, Anbaugräser, u.a.)  unter realen Bedingungen auf Polderebene großflächig (mehrere 100 ha) umgesetzt, um aktuell fehlende belastbare Erkenntnisse zu ganzjähriger flurnaher Wasserhaltung bewirtschafteter Moorböden sowie der Bestands­führung zu erlangen und zu verbreiten.

„Die Einrichtung der Pilotflächen auf landwirtschaftlich genutzten Moorböden leistet einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Biodiversitätsschutz. Dieser wird im Projekt durch begleitende wissenschaftliche Untersuchungen detailliert betrachtet und quantifiziert“, fährt Backhaus fort und ergänzt:

„MV ist bereits Vorreiter beim Moorschutz. Rund 35.000 ha ehemals entwässerter Moore wurden wieder aktiviert. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt. Wie bei den erneuerbaren Energien, müssen wir auch lernen, erneuerbare Rohstoffe zu gewinnen und zu bewirtschaften. Die Bearbeitung pflanzenbaulicher Fragestellungen durch die praktische Umsetzung und wissenschaftlichen Begleitung trägt dazu bei, langfristige Perspektiven für die nachhaltige Bewirtschaftung derzeit entwässerter Moorböden zu erarbeiten und gleichzeitig bereits die bodenge­bundenen Emissionen auf den Pilotflächen deutlich zu reduzieren.

Erkenntnisse und Ergebnisse aus der praktischen Erprobung der (Anbau-)Paludikulturen sollen Abschätzungen über mittel- und langfristige Bestandsentwicklungen der verschiedenen Kulturen als auch hinsichtlich notwendiger Wassermanagement-Maßnahmen ermöglichen, die zu einer Planungs­sicherheit für landwirtschaftliche Betriebe führen und damit die Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen auf landwirtschaftlich genutzten Moorböden erhöhen“, so Backhaus abschließend.

Die Landgesellschaft MV leitet das Verbundvorhaben, koordiniert und verantwortet die flächenbezogenen Aktivitäten von der Vorplanung, über die baulichen Maßnahmen zur Wasserstandsanhebung, Etablierung von Paludikulturen bis hin zur Bestandsführung. Die Universität Greifswald ist für die begleitenden wissenschaftlichen Untersuchungen und die Rückkopplung der Ergebnisse in die flächenbezogenen Projektmaßnahmen verantwortlich.

Trotz langjähriger Forschungsarbeit stellt Paludikultur aktuell noch keine wirtschaftliche Alternative für landwirtschaftliche Betriebe dar. Neben benötigten Informationen zu langfristiger Bestandsentwicklung und -führung von Anbau- Paludikulturen, ist die Bewirtschaftung und Ernte nasser Flächen sowie die Verwertung der erzeugten Biomasse ein entscheidender Punkt der Wirtschaftlichkeit. Das Paludi-Pilotvorhaben in Mecklenburg-Vorpommern soll dazu beitragen, Antworten auf pflanzenbauliche und Flächenmana­gement-Fragen zu erarbeiten, indem großflächig Paludikultur- Pilotflächen umgesetzt und wissenschaft­lich begleitet sowie Hemmnisse entlang der Produktions­kette beseitigt werden.

Kurpark im Ostseebad Baabe wird erweitert

Meyer: Attraktives Erholungsgebiet entsteht für Urlaubende, Tagesausflügler und Einheimische

Insel Rügen – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat am Donnerstag (31.08.) einen Zuwendungsbescheid an die Gemeinde Ostseebad Baabe für die Kurparkerweiterung übergeben. „Das Ostseebad Baabe besticht durch seine einzigartige Natur, die geprägt ist von der hügeligen Boddenlandschaft, ausgedehnten Waldflächen und der Ostsee.

Jetzt soll der Kurpark deutlich aufgewertet werden, um Urlaubenden, Tagesausflüglern und Anwohnern ein attraktives Erholungsangebot zu unterbreiten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Das Ostseebad Baabe liegt im Biosphärenreservat Südost-Rügen auf der Halbinsel Mönchgut zwischen Sellin und Göhren auf einer Landenge. Vorgesehen ist, den 2.000 Quadratmeter großen Kurpark zu erweitern im Bereich zwischen der Strandpromenade und der Ferienwohnungsanlage Haus Meeresblick und des Hotels Inselblick.

So sollen die ursprünglichen Ausmaße aus den Jahren 1920 bis 1950 wiederhergestellt werden; das bedeutet eine Erweiterung um 20.000 Quadratmeter. Zudem ist geplant, die brachliegenden Flächen zu einem Rhododendronpark südlich von Haus Meeresblick zu gestaltet. Zwischen Rhododendronpark und Sportplatz entsteht ein Fitnesspark mit unterschiedlichen Sportgeräten für alle Altersgruppen. Alle Teile des neuen Kurparks werden über neu gestaltete Wege miteinander verbunden.

„Das Ostseebad Baabe ist ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende und Naturfreunde. Der Kurpark ist jedoch zu klein, deshalb unterstützt das Wirtschaftsministerium die Investitionen in die touristische Infrastruktur der Region“, sagte Meyer.

Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es im Zeitraum Januar bis Mai 2023 rund 138.000 touristische Ankünfte (+14,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und knapp 604.000 Übernachtungen (+10.7 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag bei 4,4 Tagen.

Die Gesamtinvestition beträgt rund 836.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 700.000 Euro.

Neue Fachkräfte

Finanzämter freuen sich auf neue Fachkräfte – 51 Steueranwärterinnen und -anwärter haben duale Laufbahnausbildung erfolgreich abgeschlossen

Schwerin – In den vergangenen zwei Jahren wurden 51 Anwärterinnen und Anwärter in Theorie und Praxis erfolgreich ausgebildet und erhielten heute von Ministerialdirigentin Carina Stopsack-Sternberg, Leiterin der Abteilung „Allgemeine Abteilung“ im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern, ihre Zeugnisse. Für weitere sechs Anwärterinnen und Anwärter besteht noch die Möglichkeit, die schriftliche Laufbahnprüfung zu wiederholen.

Die Praxisausbildung erfolgte in den Finanzämtern des Landes, die Theorie wurde an der Außenstelle Güstrow der Norddeutschen Akademie für Finanzen und Steuerrecht Hamburg gelehrt. Fortan werden die Anwärterinnen und Anwärter als Steuersekretärinnen und Steuersekretäre die Finanzämter verstärken.

Finanzminister Dr. Heiko Geue, der aufgrund einer Terminkollision nicht an der Zeugnisausgabe teilnehmen konnte, gratuliert den Absolventinnen und Absolventen: „Unsere Steuerverwaltung befindet sich im Wandel. Nicht nur Veränderungen im Steuerrecht, sondern auch neue Technologien, neue Arbeitsprozesse sowie neue Arbeitsformen werden die kommenden Jahre prägen. Umso mehr freue ich mich, nun 51 junge, kluge Köpfe in unseren Finanzämtern zu wissen, die mit Elan und Kreativität neue Impulse einbringen werden.“

Aktuell läuft die Bewerbungsphase für den Ausbildungsjahrgang 2024. In diesem Jahr hat die Finanzverwaltung 48 Ausbildungsplätze zur Finanzwirtin bzw. zum Finanzwirt ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endet am 30. November 2023. Weitere Informationen sind hier zu finden.